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Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien
Sep
10
zu 31. Jan.

Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
10. September 2018 - 31. Januar 2019

Handmade IV
Daniel Spoerri | Gabriela Morawetz | Ellen Korth | Regina Anzenberger | Stella Bach | Julia Borissova | Rob McDonald | Jessa Fairbrother | Rita Maas | Minyo Szert | Heather F. Wetzel


 Native Grounds | Regina Anzenberger

Native Grounds | Regina Anzenberger


Die vierte Ausgabe der Ausstellung Handmade zeigt Arbeiten, die Handwerk, Technik und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinwegsetzen. Durch unterschiedliche Methoden werden greifbare, stoffliche und handgearbeitete Werke geschaffen, die einen Gegensatz zur heutigen virtuellen und digitalen Fotografie bilden oder diese weiterführen.

Mit zwei von Daniel Spoerris berühmten Assemblagen, den Fallenbildern, in denen er Kameras, Objektive, Filter, Geweihe und einen ausgestopften Vogel miteinbezieht, wird die Fotografie als Abgesang auf das Analoge thematisiert. 

Jessa Fairbrother durchsticht und bestickt ihre Fotografien. Ihr Motiv ist immer wieder sie selbst als Portrait oder Akt.

Ellen Korth fotografierte für ihre Serie Fabric of Time alte Unterwäsche und Unterröcke, die sie in den Schränken einer Burg in den Niederlanden fand. Gedruckt auf hauchdünnem, japanischem Fotopapier, ist jeder einzelne Print ein Unikat.

Gabriela Morawetz stülpt über ihre auf Holz kaschierten runden Fotografien eine Hülle mit bedruckten Konvexglas, und schafft mit Steinen dazwischen noch eine dritte Dimension. Ihr Universum entwickelt sich mit der Zeit des Produzierens und Reproduzierens rätselhafter Installationen, die von Mysterien gefolgt, dem Betrachter die ästhetische Wahrnehmung entlocken, so wie den Wunsch einer Vorahnung entfachen.

Regina Anzenberger zeigt mit Native Grounds Instants, die sie mit Zeichnung, Malerei, Text und Fundstücken erweitert. Ihr Thema ist die Wildnis und die Formen der Natur. 

Die amerikanische Künstlerin Rita Maas hat in den Neunziger Jahren als Food-Fotografin gearbeitet. Als sie in ihrer Garage die alten von der Umwelt veränderten Dias findet, beschließt sie, diese zu neuen Kunstwerken zu erwecken. Auf Büttenpapier gedruckt wirken sie wie bunte Aquarellmalerei. Kaum etwas lässt die ehemalig festgehaltenen Gerichte in ihrer Serie 20th Century Plastics erahnen.

Nach dem Tod des Malers Cy Twombly begab sich sein Freund, der Fotograf Rob McDonald ein letztes Mal in sein Atelier. In seiner Arbeit STUDIO dokumentiert er die Farbreste an den Wänden und übermalt sie dann selbst. Es ist McDonalds erste transformative Fotoarbeit. 

Was auf Minyo Szerts Bildern wie Malerei anmutet, ist pure analoge Fotografie. Die Bilder, die er in seinen Performances auch mit seiner Fahrradlampe belichtet, handeln vom Alltag wie der winterlichen Schlittenfahrt, Innenräumen, seinem Hund, und oft von seinem geliebten Fahrrad.  

Heather F. Wetzel verbindet den alten fotografischen Nassplattenprozess, den man früher hauptsächlich auf Glasplatten anwendete, mit einem modernen Produkt unserer Konsumgesellschaft. Sie verwendet recycelte Dosendeckel, um darauf Eindrücke aus der Natur und Pflanzenwelt festzuhalten.

 Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Zudem gibt es in der Ausstellung auch einige ganz besondere, handgemachte Foto- und Künstlerbücher am Tisch und an der Wand installiert. Stella Bachs Buch ‚L’Escuela de Corazon’ (Erziehung des Herzens) ist ein Einzelstück und erzählt in den Grundfarben rot, blau und gelb korrespondierend zu Gefühlen, Reflektionen und Handlungen. Das Buch ist inspiriert von Gustav Flauberts ‚L’education sentimentale’. Ihr Album einer Island Reise vermischt die tatsächlich erlebten Eindrücke mit einer angedeuteten fiktiven Geschichte.

Die russische Fotokünstlerin Julia Borissova wurde für ihr Buch Let me fall again von einem der ersten Ballonfahrer, dem Amerikaner Charles Leroux, inspiriert. Im Alter von 32 Jahren kam er bei einem Fallschirmsprung in Tallinn ums Leben. Das Buch ist mit der Technik der Origami Kunst kombiniert. Die Faltkunst vergleicht die Künstlerin mit der Präzision des Packens eines Fallschirms, damit sich der Schirm öffnet.

(Text: Anzenberger Gallery)

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Ausstellung | Stillleben | Kunst Haus Wien
Sep
13
zu 17. Feb.

Ausstellung | Stillleben | Kunst Haus Wien


Kunst Haus Wien
13. September 2018 - 17. Februar 2019

Stillleben

Ketuta Alexi-Meskhishvili, Dirk Braeckman, Moyra Davey, Tacita Dean, Gerald Domenig, Harun Farocki, Hans-Peter Feldmann, Manuel Gorkiewicz, Jan Groover, Matthias Herrmann, David Hockney, Leo Kandl, Annette Kelm, Elad Lassry, Zoe Leonard, Laura Letinsky, Sharon Lockhart, Anja Manfredi, Barbara Probst, Ugo Rondinone, Lucie Stahl, Andrzej Steinbach, Ingeborg Strobl, James Welling, Christopher Williams, Andrea Witzmann


 David Hockney, Roses for Mother, 1995 © David Hockney. Courtesy Galerie Kaess-Weiss, Albstadt

David Hockney, Roses for Mother, 1995
© David Hockney. Courtesy Galerie Kaess-Weiss, Albstadt

Sind banale Objekte unserer Konsumwelt gleichzusetzen mit den opulent arrangierten Früchten, Blumen oder anderen Vanitas-Motiven, wie wir sie aus den malerischen Stillleben alter Meister kennen? Worauf beruht die 400 Jahre andauernde Faszination für das Genre und warum entdecken gerade jetzt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit dem Medium der Fotografie das Stillleben für sich neu? Was sagen Stillleben heute über unsere Gewohnheiten und Existenzen aus?

Die große fotografische Themenausstellung zeigt mit einer Auswahl internationaler und österreichischer Positionen historische Entwicklungslinien auf – von Jan Groover über Christopher Williams und Leo Kandl bis hin zu Harun Farocki –, die zu der aktuell greifbaren radikalen Neubefragung des Genres als neues Experimentierfeld für künstlerischen Ausdruck geführt haben. Vor allem präsentiert die Ausstellung eine jüngere Generation an Künstlerinnen und Künstlern, die unsere „Gegenwart“ in ihren Bildern spiegeln. Sie tun das, indem sie die uns umgebende Ding-Welt mit ihren Absonderlichkeiten, ihrer Schön- und Hässlichkeit präzise wahrnehmen und untersuchen. Die einen kombinieren High-End-Konsumprodukte offensiv mit Müll und Trash. Andere fokussieren gerade auf die übersehenen Dinge – Objektwelten, die in oft eigenwilliger Schönheit als Spuren unseres täglichen Lebens fungieren und auf die zu blicken sich gerade deshalb lohnt. In dieser Verlangsamung des Sehens schaffen die neuen Stillleben einen Gegenpol zu den überbordenden digitalen Bilderfluten unserer Zeit und zugleich Räume, in denen die Dinge unseres Alltags auf neue, uns unvertraute Weisen sichtbar werden.

(Text: Kunst Haus Wien)

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Ausstellung | Wettlauf mit China - Walter Bosshard/Robert Capa | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Sep
22
zu 10. Feb.

Ausstellung | Wettlauf mit China - Walter Bosshard/Robert Capa | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
22. September 2018 - 10. Februar 2019

Wettlauf um China
Walter Bosshard/Robert Capa


 Walter Bosshard: Song Meiling, die einflussreiche Gattin von Tschiang Kai-shek, Hankou, 1938 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard: Song Meiling, die einflussreiche Gattin von Tschiang Kai-shek, Hankou, 1938 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard (1892–1975) ist der erste Schweizer Fotojournalist, der mit seinen Reportagen international berühmt wurde. Schon um 1930 erreichten seine Bildberichte ein Millionenpublikum. Ab 1931 konzentrierte sich Bosshard auf China: Fotografierend und schreibend verfolgte er den verheerenden Krieg mit Japan und den Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten, er widmete sich aber auch dem Alltag und dem Leben auf der Strasse. Die Ausstellung der Fotostiftung Schweiz präsentiert neben Klassikern auch viele unbekannte Fotografien, die erst in jüngster Zeit zum Vorschein gekommen sind. Diese werden den China-Bildern des Starreporters Robert Capa gegenübergestellt – Capa arbeitete an denselben Orten wie sein Freund Walter Bosshard und wetteiferte mit ihm um Auftritte in der Zeitschrift Life.

(Text: Fotostiftung Schweiz)

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Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
Sep
22
zu 21. Dez.

Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin

  • Galerie Hilaneh von Kories (Karte)
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Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
22. September - 21. Dezember 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Blende f / 5.6 - Glückliche Momente
Bogdan Dziworski


 Lódz, 1985

Lódz, 1985

Die Berliner Galerie Hilaneh von Kories das fotografische Werk des polnischen Filmemachers und Fotografen Bogdan Dziworski (*1941). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des Avantgarde- und Experimentalfilms im polnischen Kino. Gleichwohl er in seinem Heimatland zu den renommiertesten Bildgestaltern gehört, ist sein Werk in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Insbesondere seine fotografischen Aufnahmen sind eine Entdeckung. Seit den Sechzigerjahren hat Bogdan Dziworski ein einzigartiges Werk geschaffen, das ihm schon oft den vergleichenden Ehrentitel einbrachte, er sei "der Cartier-Bresson Polens". Seine Aufnahmen entstanden ohne Auftrag und werden in dieser Ausstellungsauswahl zum Teil erstmals ausgestellt. Seine kontrastreichen analogen schwarzweissen Bilder geben Einblick in den Lebensalltag in polnischen Städten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bogdan Dziworski: "Meine Fotografien aus dieser Zeit sind nie inszeniert. Sie sind "erlaufen". Tag für Tag waren es manchmal acht Stunden, in denen ich fotografierte. Du musst auf diesen einen bestimmten Moment warten, in dem die Realität die Bühne selbst bestimmt. Du musst Glück haben. Und ich hatte es."

(Text: Galerie Hilaneh von Kories)

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Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie | Zürich
Sep
29
zu 19. Jan.

Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie | Zürich

  • Christophe Guye Galerie (Karte)
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Christophe Guye Galerie | Zürich
28. September - 19. Januar 2019

Water Mirror
Risaku Suzuki


Christophe-Guye-Galerie-Risaku-Suzuki-17WM-758.jpg

"Ich sehe die Wasseroberfläche als ein faszinierendes Motiv, um über die Unmöglichkeit des Sehens nachzudenken, ohne sich auf Erfahrung zu verlassen."

Risaku Suzuki

"Water Mirror" ist eine Verdichtung dessen, was Suzukis Fotografie so reizvoll macht: seine tiefgründigen Überlegungen zum Thema Fotografie selbst und die ständige Infragestellung dessen, was es heisst, "zu schauen". Die Serie "Water Mirror" zeigt explizit die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Ursprüngen der Repräsentation und den Prinzipien des fotografischen Mediums, die in den drei Jahren, in denen er die Bilder aufgenommen hat, immer tiefer werden.

Wie bei einem Spiegel werden die Bäume im Wasser eingefangen, das sie reflektiert. Im Wasser, einer Substanz, die schwerer als Luft ist, sind die Blätter in völliger Echtheit dargestellt, was es unmöglich macht, die Reflexionen von den tatsächlich im Boden und in der Luft stehenden Bäumen zu unterscheiden.

Das Ergebnis ist eine mimetische Darstellung, die nur innerhalb der Fotografien existiert. Diese Szenen wären ohne den Eingriff der Kamera und des Objektivs nicht möglich. In ihrer Präsentation vertauscht Suzuki nonchalant die Positionen von Luft und Wasser, indem sie die vertikale Ausrichtung der Fotografien verändert. Manchmal zeigt er ausschliesslich das Spiegelbild. Wir spüren eine leichte Fremdheit und überprüfen die Fotografie noch einmal. Bei dem Versuch, festzustellen, ob es sich dabei um Bäume oder deren Spiegelung handelt, stellen wir fest, dass die Fotografie selbst ein reflektiertes Bild ist. Das Betrachten einer Fotografie und das Betrachten eines Wasserspiegels werden zu Teilen eines verschachtelten visuellen Erlebnisses.

Da die Methodik von "Water Mirror" aus dem Produktionsprozess der Fotografie heraus entwickelt wurde und auch in dieser Form entstanden ist, sind die Arbeiten selbst zu einer eigenwilligen fotografischen Theorie geworden. Mit seinen üppigen, nachdenklichen Bildern lädt ‘Water Mirror’ zu einer faszinierenden Wahrnehmungsreise ein und wird wohl zu einem der repräsentativsten Werke Suzukis.

(Text: Christophe Guye Galerie)

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Ausstellung | Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden - Ute Mahler & Werner Mahler | Galerie Springer | Berlin
Okt
2
zu 5. Jan.

Ausstellung | Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden - Ute Mahler & Werner Mahler | Galerie Springer | Berlin


Galerie Springer | Berlin
2. Oktober 2018 - 5. Januar 2019
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden
Ute Mahler & Werner Mahler


 Jutta Deutschland, für Sibylle (Wand) | Ute Mahler

Jutta Deutschland, für Sibylle (Wand) | Ute Mahler

 Julia, 1979| Ute Mahler

Julia, 1979| Ute Mahler

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018, präsentiert die Galerie Springer Berlin zum ersten Mal Werke der Fotografen Ute Mahler und Werner Mahler und bereichert damit ihr Galerieprogramm. Die umfangreiche Ausstellung "Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden" umfasst Arbeiten von Ute Mahler und Werner Mahler aus verschiedenen Schaffensphasen. Darüber hinaus präsentiert die Galerie eine Auswahl aus der gemeinsamen Serie Monalisen der Vorstädte, die die Mahlers in den Jahren 2009 bis 2011 schufen. 

Eine zentrale Position der Ausstellung bilden Modefotografien, die in den Jahren 1977 bis 1994 für die Zeitschrift "Sibylle" entstanden sind. Ausserdem sind Fotografien Ute Mahlers von 1980 mit der Tänzerin Jutta Deutschland zu sehen. Ebenso eine Serie von Ute Mahler, die 1979, während eines für die DDR damals ungewöhnlichen Stipendiumaufenthaltes, in Paris entstand. Daneben zeigt die Galerie frühe Arbeiten von Werner Mahler (1975 bis 1978) sowie eine Serie von Landschaftsfotografien aus den 1980er Jahren.

 Leipzig Connewitz, 1975 | Werner Mahler

Leipzig Connewitz, 1975 | Werner Mahler

Auch wenn die Ausstellung nur einen Ausschnitt des ebenso umfangreichen wie beeindruckenden Werkes der beiden Fotografen präsentieren kann, ermöglicht sie doch tiefe Einblicke in ihr vielfältiges und kreatives Schaffen. Nicht zuletzt anhand einiger ikonenhafter Fotografien lässt sich sehr gut die ganz eigene Bildsprache und Technik illustrieren, die die Künstler entwickelten und perfektionierten. Mittlerweile arbeiten die beiden Gründungsmitglieder der OSTKREUZ Agentur meist gemeinsam. In dem seit 2009 währenden Miteinander entstanden u.a. die Serien Monalisen der Vorstädte und Die seltsamen Tage. In Kürze erscheint bei Hartmann Books die neue Serie Kleinstadt. Bei all diesen Projekten verschmelzen die Qualitäten und Erfahrungen der beiden Fotografen* zu gemeinsam entwickelten Serien und Kunstwerken.

(Text: Galerie Springer)

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Ausstellung | Paparazzi alle Gallerie d'Italia | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Okt
6
zu 3. Feb.

Ausstellung | Paparazzi alle Gallerie d'Italia | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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  • Google Kalender ICS

Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino
6. Oktober 2018 - 3. Februar 2019

Paparazzi alle Gallerie d’Italia


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Apre il 6 ottobre 2018 alle Gallerie d’Italia – Palazzo Leoni Montanari, sede museale di Intesa Sanpaolo a Vicenza, la mostra Paparazzi. Fotografi e divi dalla Dolce Vita ad oggi, realizzata da Intesa Sanpaolo in collaborazione con CAMERA – Centro Italiano per la Fotografia.

La mostra è curata da Walter Guadagnini, direttore di CAMERA, e Francesco Zanot, curatore.

L’esposizione ha un doppio e spesso sovrapponibile focus: quello sul mondo dei paparazzi, il mondo del fotogiornalismo sulle celebrità o, con accezione meno positiva, di “ladri di immagini”, e quello dei protagonisti del mondo dello spettacolo, colti nei lori momenti privati. Sono personaggi inizialmente appartenenti al mondo dello show business, più di recente della moda e della politica, famosi o resi famosi in quanto bersaglio e obiettivo dei paparazzi stessi, in un costante rapporto di odio/amore fra celebrità e i loro “ritrattisti”.

La mostra è stata presentata in Italia a Torino, dal 13 settembre al 7 gennaio 2018 a CAMERA, riscontrando un grandissimo successo di pubblico nazionale e internazionale.

 

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Ausstellung | Helen Levitt | Albertina | Wien
Okt
12
zu 27. Jan.

Ausstellung | Helen Levitt | Albertina | Wien


Albertina | Wien
12. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Helen Levitt


 Helen Levitt | New York, 1945 | Silbergelatinepapier Albertina, Wien. Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Film Documents LLC / Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Helen Levitt | New York, 1945 | Silbergelatinepapier
Albertina, Wien. Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Film Documents LLC / Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Helen Levitt (1913–2009) ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der Street-Photography. Als leidenschaftliche Beobachterin und Chronistin des New Yorker Straßenlebens fotografiert sie ab den 1930er-Jahren die Bewohner_innen der armen Stadtviertel, wie etwa Lower East Side, Bronx und Harlem. Mit einem Blick für surreale und ironische Details hält sie über viele Jahrzehnte die Menschen in dynamischen Kompositionen fest: Spielende Kinder, posierende Passant_innen und diskutierende Paare. Ihre unsentimentale Bildsprache eröffnet ein humorvolles und theatralisches Schauspiel abseits moralischer und sozial-dokumentarischer Klischees.

Die ALBERTINA widmet der amerikanischen Fotografin eine Retrospektive und führt rund 130 ihrer ikonischen Werke zusammen. Vertreten sind Werke von ihren frühen vom Surrealismus beeinflussten Fotografien von Kreidezeichnungen, über ihre 1941 entstandenen Aufnahmen aus Mexiko bis hin zu den 1938 von Walker Evans angeregten, heimlich aufgenommenen Porträts von Passagieren in der New Yorker U-Bahn.

Revolutionär ist Helen Levitt auch in ihrer Farbfotografie. Bereits 1959 etabliert sie Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel und zählt somit zu den frühesten Vertretern der New Color Photography. Levitt war 1974 die erste Farbfotografin, die im Museum of Modern Art eine Ausstellung erhielt.


Helen Levitt (1913–2009) numbers among the foremost exponents of street photography. It was in the 1930s that this passionate observer and chronicler of New York street life first began taking pictures of the inhabitants of poorer neighborhoods such as the Lower East Side, the Bronx, and Harlem. And with her eye for the surreal and for ironic details, she was to spend many further decades immortalizing everyday people in dynamic compositions: children at play, passersby striking a pose, couples conversing. Levitt’s unsentimental pictorial language gives rise to a humorous and theatrical pageant situated beyond any moral or social documentary clichés.

The ALBERTINA is featuring this American photographer in a retrospective that brings together around 130 of her iconic works. These range from her early, surrealism-influenced photographs of chalk drawings to her 1941 photos from Mexico and the clandestinely shot portraits of New York subway passengers that Walker Evans encouraged her to do in 1938.

Helen Levitt was also a revolutionary in her color photographs. As early as 1959, she began working in color as a means of artistic expression, thus numbering among the earliest representatives of New Color Photography. And in 1974, Levitt became the first color photographer to be given an exhibition by New York’s Museum of Modern Art.

(Text: Albertina Wien)

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Ausstellung | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
13
zu 6. Jan.

Ausstellung | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
13. Oktober 2018 - 6. Januar 2019
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Szenario
Kyra Tabea Balderer


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Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Ausstellung | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
17
zu 27. Jan.

Ausstellung | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Das Theater der Scheinbilder
Liu Bolin


 Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014  © Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014
© Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolins erste Museumsausstellung in der Schweiz: “Das Theater der Scheinbilder” versammelt knapp fünfzig grossformatige Fotografien und mehrere Skulpturen zu den Hauptthemen im Lebenswerk des chinesischen Künstlers: die politischen und wirtschaftlichen Strategien der chinesischen Staatsmacht, die überlieferten Traditionen sowie religiösen und kulturellen Symbole, die Widerstandsaktionen von einzelnen oder Gruppen, die Umgestaltung des Stadtraums, der Raubbau an der Natur und der Aufbau einer Hyperkonsumgesellschaft.


Première exposition muséale de Liu Bolin en Suisse, Le Théâtre des apparences rassemble près de cinquante photographies monumentales et plusieurs sculptures illustrant les grands thèmes abordés par l’artiste chinois au fil de sa carrière : les stratégies politiques et économiques du pouvoir chinois, les traditions ancestrales et les symboles religieux et culturels, les actions individuelles ou collectives de résistance, la transformation de l’environnement urbain, les dérives écologiques et la mise en place d’une société d’hyperconsommation.


The first museum exhibition in Switzerland of Liu Bolin’s work, The Theater of Appearances brings together almost fifty monumental photographs and several sculptures illustrating the main themes addressed by the Chinese artist over his career: the political and economic strategies of the Chinese government, ancestral traditions and religious and cultural symbols, individual or collective acts of resistance, the transformation of the urban environment, ecological damages and a hyper-consumerist society.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Ausstellung | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
17
zu 27. Jan.

Ausstellung | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Ein Werk von unsäglicher Gewalt
Matthias Bruggmann


 “Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

“Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

Matthias Bruggmann wurde mit seinem Syrienprojekt Preisträger der zweiten Ausgabe des von Parmigiani Fleurier geförderten Prix Elysée. Er möchte „bei einem westlichen Publikum ein tiefgehendes Verständnis für die unfassbare Gewalt wecken, die jedem Konflikt zugrunde liegt“ und setzt darauf, nichts in seinen expliziten, brutalen Bildern zu schönen. Die vor Ort entstandenen Aufnahmen drängen den Besucher, innezuhalten und sich das Ausmass eines Konflikts vor Augen zu führen, der zwar geografisch weit entfernt, aber durch die Medien doch allgegenwärtig ist.


Matthias Bruggmann est le lauréat de la deuxième édition du Prix Elysée, grâce au soutien de Parmigiani Fleurier, pour son projet sur la Syrie. Souhaitant « susciter, chez un public occidental, une compréhension viscérale de la violence intangible qui sous-tend tout conflit », il fait le pari de ne rien voiler de ses images, explicites et brutales. Réalisées sur le terrain, elles enjoignent le spectateur de ralentir, et de prendre la mesure d’un conflit – certes géographiquement lointain, mais rendu omniprésent dans les médias.


Matthias Bruggmann is the winner of the second edition of the Prix Elysée, with the support of Parmigiani Fleurier, for his project on Syria. Hoping to "bring, to Western viewers, a visceral comprehension of the intangible violence that underlies conflict", he takes the gamble of hiding nothing in his explicit and brutal pictures. Taken in the field, they force the viewer to slow down and take stock of the war — geographically distant, admittedly, but made omnipresent by the media.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Ausstellung | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Okt
19
zu 21. Dez.

Ausstellung | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

  • Coalmine - Dokumentarfotografie (Karte)
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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
19. Oktober - 21. Dezember 2018

Anzeichen der Verlässlichkeit
Beat Schweizer


 Teriberka | Russland | März 2012

Teriberka | Russland | März 2012

Wie lebt es sich in den polarnahsten Städten und Siedlungen der Welt? Und was hält die Menschen trotz scheinbar widriger Bedingungen dort? Die Thematik der Isolation beschäftigt Beat Schweizer (geboren 1982, wohnhaft in Bern) seit vielen Jahren. Auf mehreren Reisen in den äussersten Norden Russlands hat er die Morphologie abgelegener Orte fotografisch festgehalten, die Ursachen ihres Daseins und ihre Eigenheiten untersucht. Sein Langzeitprojekt präsentiert uns Formen der Existenz, die über das Anekdotische hinaus tiefe Einblicke in das Menschliche geben. In seiner dokumentarischen Praxis nähert er sich den Strukturen und Bewohnern behutsam und unmerklich. Mit seinem systematischen Blick fördert er im Einzelnen das Allgemeine und im Allgemeinen das Individuelle zutage, beweist aber auch ein waches Auge für Komik, Tragik und Absurdität – ein feines Sensorium für die "Anomalie des Alltags im nördlichsten Norden Sibiriens" (so der Untertitel der Eigenpublikationen "An der Frostgrenze", 2013). Die COALMINE zeigt Beat Schweizers dreiteiligen Werkzyklus, entstanden zwischen 2012 und 2018, erstmals umfassend und als neu edierte und produzierte Abzüge. 

Norilsk ("Michailovna hat angerufen", 2017/18)
Norilsk ist eine Stadt der Superlative: Sie ist die nördlichste Grossstadt weltweit, gelegen auf 69 Grad nördlicher Breite und gebaut auf Permafrost-Boden. Sie gilt auch als die schmutzigste Stadt der Welt. Die dort abgebauten Nickelerze verursachen Schäden an Umwelt und Gesundheit. Zusammen mit den Vorkommen auf der russischen Halbinsel Kola deckt Norilsk rund einen Viertel des Weltmarktbedarfs an diesem Rohstoff, der in diversen Legierungen und vor allem zur Erzeugung von nichtrostendem, hochbelastbarem Stahl verwendet wird. Bodenschätze und Industrie bieten mit ihren gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer städtischen Infrastruktur, die dem polaren Klima Annehmlichkeiten abtrotzt, Lebensraum für 175'000 Menschen. Gleichwohl wahrt die als Minenstadt 1935 gegründete und unter Stalin als Gulag genutzte Stadt weiterhin ihr Geheimnis: Sie ist für Ausländer geschlossen und nur mit einer Sonderbewilligung betretbar.

Eine solche erlaubte es Beat Schweizer, sich frei in der Stadt zu bewegen. Dennoch stellte eine Bekannte, eine ehemalige Polizistin bei der Flughafenpolizei, vorab mit einem Anruf sicher, dass sich die Einreise ohne Umtriebe vollzog ("Michailovna hat angerufen") – eine Anekdote, die zeigt: wo alles bürokratisch abläuft, vieles unmöglich scheint und doch alles möglich ist, sind die persönlichen Beziehungen entscheidend. Mit seiner Mittelformatkamera hat Beat Schweizer in sorgfältig komponierten Einstellungen Häuserzüge, Plätze und Naherholungsgebiete in Norilsk fotografiert. Porträts und Innenansichten führen das Spiel mit Distanz und Nähe fort und zeigen die Bewohner bei der Freizeitgestaltung, Gedenktagen oder Schönheitswettbewerben. Es entsteht das Bild eines auf sich bezogenen und sich selbst genügenden Kosmos, der seine Existenz jedoch auswärtigen Interessen verdankt und ohne Anreize und Garantien aus Moskau nicht fortbestehen könnte. Es sind solche Abhängigkeiten und ihre fragile, fragliche und fragwürdige Beständigkeit, denen der Fotograf nachspürt. Darauf bezieht sich auch der Titel der Ausstellung in der COALMINE: "Anzeichen der Verlässlichkeit". 

Dikson ("An der Frostgrenze", 2013)
Während Norilsk den Anschein urbaner Normalität wahrt, trifft dies auf Dikson, eine kleine Siedlung an der Mündung des Jenissei, auf über 73 Grad nördlicher Breite, nicht zu. Der Aussenposten der Zivilisation, der einen Eisbären im Wappen trägt und an 82 Tagen in der Polarnacht versinkt, galt in der Sowjetzeit als die nördlichste Stadt weltweit. Dann sank ihre Einwohnerzahl drastisch. Einst Angelpunkt für die Nordostpassage und die Kontrolle über die Arktisregion sowie Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen, bietet Dikson heute nur noch wenigen hundert Menschen ein Auskommen. Die Einwohner sehen sich überwiegend auf sich allein gestellt, die Provinzhauptstadt Krasnojarsk liegt 2507 Kilometer entfernt. Besucher, auch russische, benötigen generell eine Sondererlaubnis. Die verbliebenen Bewohner, die Beat Schweizer dort aufsucht hat, leben entweder als Mechaniker oder Grenzschützer, betreiben einen Einkaufsladen oder übermitteln Wetterdaten nach Moskau. Ermöglicht wird ihre Existenz durch den Staat, angeblich im Bestreben, die nördliche Aussengrenze des Mutterlands zu sichern. Wir begleiten sie bei der Arbeit oder dabei, wie sie ihre Frei- und Wartezeit verbringen, mit Jagen und Fischen, Grillen, Spielen oder Fernsehen. 

Teriberka ("Der Boiler", 2012)
Auch Teriberka, die dritte Ansiedlung, die Beat Schweizer im Rahmen seines epischen Langzeitprojekts besuchte, gelegen auf 69 Grad Nord, leidet seit dem Niedergang der Küstenfischerei unter starkem Bevölkerungsrückgang. Vor einigen Jahren jedoch kündigte der russische Konzern Gazprom riesige Investitionen mit Tausenden von Arbeitsplätzen an. Das Stockmann-Feld in der Barentsee, ein Gasvorkommen, sollte erschlossen werden. Ein Teil der Einwohner machte sich Sorgen um die Umwelt, viele andere freuten sich auf eine rosige Zukunft. Doch das Projekt wurde auf Eis gelegt, aus Kostengründen – der Schiefergasboom in den USA machte die Gasförderung in der Arktis nicht mehr konkurrenzfähig. So kämpfen die Bewohner von Teriberka weiterhin gegen das Vergessenwerden an. Wie auch andernorts führt uns Beat Schweizer mit ausgewählten Protagonisten in ihre Lebenswelt ein. So besteht die Aufgabe des Dorfheizers darin, Steinkohle in den Schlund eines Ofens zu schaufeln und das Dorf mit Wärme zu versorgen, während er seine Lebenslast und Langeweile in Schwermut und russischen Fernsehserien ertränkt. 

Beat Schweizers dreiteilige Dokumentation ist eine warmherzige Bestandsaufnahme besonderer Lebensumstände und ihrer Bewältigung. Sie registriert das Wesenhafte mit einer Nüchternheit, die immer wieder ins Poetische oder gar Fantastische mündet. Entgegen einem meist von westlichen Vorurteilen durchsetzten Blick zeichnet er ein vielschichtiges Bild der Auswirkungen von klimatischen, politischen und ökonomischen Kräften auf den postkommunistischen Raum. Auf seinen Reisen arbeitet er oft mit dem Schweizer Schriftsteller Urs Mannhart an selbstpublizierten Reportagen. Der bewusste Umgang beider Autoren mit Bild und Text und das Experimentieren mit unterschiedlichen Publikationsformen markiert eine eigenständige Positionierung im Feld einer erweiterten und selbstreflexiven dokumentarischen Praxis. 

Der Ausstellungstitel "Anzeichen der Verlässlichkeit" ist inspiriert vom Slogan "Символ надежности" ("Symbol der Verlässlichkeit"), mit dem Nornickel, der grösste Arbeitgeber in Norilsk, auf Plakaten wirbt. Die Menschen in Norilsk, aber auch in Teriberka und Dikson, verlassen sich auf das Versprechen von Staat und Arbeitgebern, dass ein Leben an diesen widrigen Orten weiterhin möglich bleibt. Die Kehrseite der Verlässlichkeit ist die Angst, keine Arbeit zu finden, sollten sie an einen anderen, südlicheren Ort ziehen wollen. Sie sind in diesem Versprechen der Verlässlichkeit gefangen. So hat der Titel durchaus eine Ambivalenz.

(Text: Sascha Renner)

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Ausstellung | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Okt
19
zu 21. Dez.

Ausstellung | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
19. Oktober - 21. Dezember 2018

Äussere Unordnung
Andrzej Steinbach


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Andrzej Steinbach wurde 1983 in Czarnkow in Polen geboren und wuchs in Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz auf. Sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig absolvierte er in der Klasse für Fotografie 2013 mit dem Diplom und 2017 mit dem Meisterschülerabschluss. Aktuell lebt und arbeitet er in Berlin. Steinbach ist ausserdem Träger des Bundespreises für Kunststudierende 2017/2018. 2015 war er bereits anlässlich der Präsentation Situations #16 im Fotomuseum Winterthur präsent. Seither befinden sich sieben fotografische Arbeiten in der Sammlung des Museums. 

Die Fotografien und Objekte von Andrzej Steinbach wecken einen Geist des Widerstands, der ohne sichtbaren Gegner auftritt und sich zuerst einfach nur als ästhetische Form präsentiert. Im Licht der aktuellen Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Chemnitz, der Heimatstadt von Steinbach, erfährt die in Winterthur gezeigte Arbeit eine ungeahnte Aktualisierung. In ihrer räumlichen Konstellation erschliessen sich nach und nach Fotografie und Skulptur und eröffnen eine politische Lesart. So treffen z.B. an Demonstrationen erinnernde Werkzeuge oder Utensilien auf in Street-Style-Fashion gekleidete Models. Hoodys und Sweat Pants, Bomberjacken oder wahlweise Militärcamouflagejacken mit deutschen Flaggenaufnähern, getragen von desinteressiert oder cool vor der Kamera agierenden Jugendlichen, sind nicht selten Motive seiner Fotografien. Transportiert hier der Künstler eine Melancholie gegenüber dem Verlust der Rebellion?  

Zwei sich in der Ausstellung befindende Arbeiten seien hier kurz beschrieben: Das militante Potential einer Fotografie – sie zeigt gänzlich unprätentiöse Objekte wie einen Schallplattenspieler mit zerkratztem Plexiglasdeckel, eine Lonsdale-Jacke, Zigaretten und allerhand Krimskrams – erschliesst sich erst mit dem Wissen, dass es sich um den Plattenspieler Andreas Baaders handelt, der ihm im Gefängnis in Stammheim als Waffenversteck diente. Auf einem sich tatsächlich in der Ausstellung befindenden Plattenspieler werden die auf Vinyl aufgenommenen Namen aller Mitglieder der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion aufgezählt. Zusätzlich im Raum findet sich ein Eigenbau-Schlagstock, der für eine Demo aus einer Strebe eines Einkaufswagens der Supermarktkette "Hit" (auf Englisch Schlag) gebastelt wurde.  

Andrzej Steinbach geht es um die Frage, wie nach dem umfänglichen Siegeszug eines glatten Warenpiktorialismus Uneindeutigkeit und politischer Nonkonformismus wieder bildnerisch transportiert werden können.

(Text: Alexandra Blättler)

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Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur
Okt
20
zu 10. Feb.

Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur

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Fotomuseum | Winterthur
20. Oktober 2018 - 10. Februar 2019

25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben


 Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers

Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers


Das 25-jährige Jubiläum des Fotomuseum Winterthur steht im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung: Für die Jubiläumsausstellung Gemeinsam Geschichte(n) schreiben wurden Weggefährt_innen aus der Zeit der Entstehung des Museums bis heute eingeladen, ein Lieblingsstück aus der Sammlung des Hauses auszuwählen. Die Direktorin Nadine Wietlisbach fügt der Auswahl weitere Werke des Bestandes hinzu und öffnet damit den Blick in die Zukunft des Museums. 

In der begleitenden Publikation erläutern die 25 Weggefährt_innen aus dem nationalen und internationalen Umfeld ihre Wahl und verknüpfen sie jeweils mit ihrer persönlichen Beziehung zum Museum. In den kurzen Essays und Gesprächen lässt sich anekdotisch die Entwicklung des Hauses nachverfolgen. So nimmt uns beispielsweise der Ausstellungsmacher und Kulturunternehmer Martin Heller über den Fotografen Nicolas Faure in die Gründungszeit des Museums mit: Gemeinsam mit Urs Stahel entwickelte er 1990 am Museum für Gestaltung die Ausstellung Wichtige Bilder, in der Faure vertreten war. Für die Kuratorin Melanie Bühler steht Bruno Zhu für eine junge Generation postfotografischer Kunstschaffender, denen das Fotomuseum programmatisch eine Plattform bietet. Und Michael Ringier, ehemaliger Stiftungsratspräsident des Fotomuseums, vergleicht die Sprungkraft der Bälle in John Baldessaris Serie Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of Thirty-Six Attempts) (1973) mit jener des Museums.  

Die Auswahl von Nadine Wietlisbach verweist einerseits auf weitere bedeutende Ausstellungen in der Geschichte des Museums wie Darkside I – Fotografische Begierde und fotografierte Sexualität (2008), in der Hannah Collins vertreten war. Andererseits stehen Werke wie die von Guadalupe Ruiz, Diana Tamane und Jeff Weber für das Engagement des Fotomuseums, durch Ankäufe eine jüngere Generation in den Fokus zu rücken. Nicht zuletzt ist auch die Auswahl Nadine Wietlisbachs persönlich geprägt und beinhaltet Arbeiten von Künstler_innen, die für ihre kuratorische Arbeit wichtig sind: Sturtevant und Sherrie Levine prägten ihre Liebe zur Konzeptkunst, Pipilotti Rist, Valie Export und Hannah Villiger veranschaulichten ihr, wie eine eigensinnige künstlerische Praxis aussehen kann. Die grossen Serien von Bruno Serralongue (Calais, 2016) und Max Pinckers (The Fourth Wall, 2012) sind für sie mit bedachten und sorgfältigen Kompositionen leuchtende Beispiele dokumentarischer Geschichtenerzähler, die eine Wahrheit abbilden, ohne dabei den Anspruch auf Autarkie zu erheben.  

Mit der Jubiläumsausstellung wird ein breiter Einblick in die Sammlung des Fotomuseums gegeben. Das Sammeln von zeitgenössischer Fotografie bildet seit der Gründung des Hauses 1993 einen wichtigen Aspekt der Museumsaktivitäten. Durch Ankäufe, grosszügige Schenkungen und Dauerleihgaben von privaten Förderern und Stiftungen konnten bis heute rund 8’000 fotografische Objekte in den Bestand eingehen. Ein Grossteil der Sammlung dokumentiert das Ausstellungsprogramm und bildet auf diese Weise ein physisches Archiv von internationalen Werken und Werkgruppen ab 1960 bis in die unmittelbare Gegenwart.  

Mit Werken von: John Baldessari, Lewis Baltz, Becky Beasley, Besma Ben Said, Suky Best, Daniele Buetti, Hannah Collins, Antje Dorn, ETH Zurich Urban-Think Tank, Jan Paul Evers, Valie Export, Nicolas Faure, Hal Fischer, Seiichi Furuya, Thomas Galler, Luigi Ghirri, Nan Goldin, Paul Graham, Tina Hage, Roni Horn, David Horvitz, Peter Hujar, Graciela Iturbide, Paul Albert Leitner, Sherrie Levine, Gordon Matta-Clark, Boris Mikhailov, Mark Morrisroe, Kristina Ollek, Onorato & Krebs, Hirsch Perlman, Walter Pfeiffer, Peter Piller, Max Pinckers, Pipilotti Rist, Guadalupe Ruiz, Adrian Sauer, Bruno Serralongue, Fazal Sheikh, Dayanita Singh, Alec Soth, Joel Sternfeld, Christer Strömholm, Sturtevant, Diana Tamane, Shōmei Tōmatsu, Bertien van Manen, Hannah Villiger, Jeff Weber, Christopher Williams und Bruno Zhu 

Ausgewählt von: Laia Abril, Emma Bowkett, Melanie Bühler, Beate Eckhardt, Patrick Frey, Marta Gili, Martin Heller, Rainer Iglar, Nicole Kurmann, Zoe Leonard, Irene de Mendoza, Yann Mingard, Andreas Reinhart, Michael Ringier, Esther Ruelfs, Gudrun Ruetz, Wilhelm Schürmann, Aveek Sen, Shirana Shahbazi, Dorothea Strauss, David Streiff, Jan Wenzel, Trix Wetter, Francesco Zanot, Mara Züst und Nadine Wietlisbach

(Text: Fotomuseum)

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Ausstellung | Thank you Mum - Charlotte Mano | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse
Okt
26
zu 6. Jan.

Ausstellung | Thank you Mum - Charlotte Mano | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse

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Galerie Le Château d’Eau | Toulouse
26. Oktober 2018 - 6. Januar 2019

“Thank you mum”
Charlotte Mano


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Le travail photographique de Charlotte Mano, s’il se déploie en apparence autour de plusieurs thématiques (le corps, l’espace, l’obscurité) ne cesse de questionner l’image : son pouvoir de représentation et de transparence, mais aussi ses propres limites.
Pour ce dernier projet, alors que jeune adulte elle opérait un rapprochement avec sa mère, elle dû faire face à l’annonce d’une maladie très grave atteignant cette dernière.
“Thank you mum”, sans céder à la chronologie, esquisse les possibilités de liens : corporels, psychiques, narratifs, et pose la question de l’altérité.

(Text: Galerie Le Château d’eau)

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Ausstellung | Al-Marriyya, un désert et la mer - Bernard Plossu | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse
Okt
26
zu 6. Jan.

Ausstellung | Al-Marriyya, un désert et la mer - Bernard Plossu | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse

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Galerie Le Château d’Eau | Toulouse
26. Oktober 2018 - 6. Januar 2019

“Al-Marriyya, un désert et la mer”
Bernard Plossu


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À la fin des années 80, Bernard Plossu rencontre Françoise jeune photographe toulousaine. L’origine andalouse paternelle de celle qui deviendra son épouse les mène à découvrir la région d’Alméria. C’est pour eux un choc visuel et émotionnel. Ils décident de s’y installer. Plossu y retrouve les motifs ordinaires ou fragiles qu’il affectionne, les espaces arides aux grands ciels vides, les petits riens d’une vie qui va sans urgence sous la chaleur. Se composant de moments épiphaniques saisis au fil des années vécues dans cette part d’Andalousie, cette exposition trace en filigrane une sorte de portrait de ce territoire. Elle se révèle, en outre, comme un précipité du vocabulaire visuel faisant la singularité de l’œuvre de ce grand photographe.

(Text: Galerie Le Château d’eau)

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Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei | Zürich
Nov
2
zu 23. Dez.

Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
2. November - 23. Dezember 2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


 Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Ausstellung | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle
Nov
3
zu 27. Jan.

Ausstellung | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle


Musée des beaux-arts | Le Locle
3. November 2018 - 27. Januar 2019

Alex Prager, Erik Madigan Heck, Stéphane Dafflon, Thomas Liu Le Lann


In der kommenden Saison bietet das MBAL eine Reise durch die zeitgenössische Kunst von der Fotografie zum Video, von der Wandmalerei zu Stoffskulpturen. Ausnahmsweise sind diesmal alle vier vom MBAL vorgestellten Künstler eher jung (zwischen 24 und 46). Jeder von ihnen zeichnet sich durch die Einzigartigkeit seines Werkes aus, und sie alle werden von einer Leidenschaft für das künstlerische Schaffen motiviert.

 © Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

© Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

Das Werk, welches die US-Amerikanerin Alex Prager seit 10 Jahren entwickelt, hebt sich besonders ab. Die von ihr dargestellten jungen Frauen im Retrolook – verstörte Heldinnen, die hin und her zwischen Sehnsüchten, Erwartungen und Tragödien gerissen sind, erscheinen ebenso unwiderstehlich wie einsam. Über die Fotografie und den Film zieht uns die Künstlerin durch sorgfältig ausgearbeitete Kulissen in ihre inneren Kämpfe hinein. Das MBAL freut sich, diese erste Retrospektive einer der gefragtesten Künstlerinnen der internationalen Szene verwirklicht zu haben.

 © Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

© Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

Erik Madigan Heck, ein aufsteigender Stern am Himmel der zeitgenössischen Modefotografie, verwischt die Grenzen zwischen den Gattungen. Er gibt zu, dass seine Inspirationen aus der Malerei stammen – aus der Romantik, dem Impressionismus oder aus den Werken der Nabis – und nicht aus der Fotografie. An den Wänden des Museums werden seine innovativen Bilder zu zeitlosen Werken.

Thomas Liu Le Lann entführt seinerseits den Besucher in eine Fiktion die befremdlich wirkt, da sie von großen, an ein japanisches Manga erinnernden Plüschtieren bevölkert wird. Mit Vergnügen schließt sich das MBAL der HEAD Genf und der Fondation BNP Paris Suisse an, um Thomas Liu Le Lann, einem Absolventen dieses Sommers, den New Heads – Fondation BNP Paris Art Award zu verleihen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, zum ersten Mal den Raum eines Museums zu erobern.

Schließlich wird mit der Wandmalerei des schweizerischen Künstlers Stéphane Dafflon ein neuer Zyklus aus semipermanenten Ausstellungen eröffnet. Der Künstler, der eingeladen wurde an den Wänden des Museumscafés ein Fresko zu gestalten, bringt den Raum auf überraschende Weise zum Schwingen. Das Gemälde von Dafflon, welches auf den ersten Blick einfach und minimalistisch wirkt, entfaltet eine Kraft, die den Blick anzieht und überwältigt. Mit diesem neuen Projekt wollten wir das Kunsterlebnis außerhalb der Ausstellungsräume bereits mit dem Betreten des Museums beginnen lassen.


 Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet

Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet

Pour sa nouvelle saison, le MBAL propose un voyage à travers la création contemporaine, allant de la photographie à la vidéo, de la peinture murale aux sculptures en tissu. Une fois n’est pas coutume, les quatre artistes réunis par le MBAL sont plutôt jeunes (de 24 à 46 ans !), mènent chacun une œuvre singulière, et sont avant tout animés par une soif de création.

L’œuvre que développe depuis 10 ans l’Américaine Alex Prager, habitée par l’univers du cinéma, se distingue particulièrement. Ses jeunes femmes au look rétro, héroïnes perturbées prises entre désirs, attentes et drames, apparaissent aussi séduisantes que solitaires. C’est par la photographie et le film, au travers de scènes méticuleusement chorégraphiées, que l’artiste nous emmène dans ses tourments. Le MBAL est heureux d’avoir mis sur pied cette première rétrospective consacrée à l’une des artistes les plus acclamées sur la scène internationale.

Erik Madigan Heck, étoile montante de la photographie de mode contemporaine, brouille les genres. Il admet que ses inspirations sont du côté de la peinture – romantique, impressionniste ou celle des Nabis – et non de la photographie. Sur les murs du musée, ses images novatrices deviennent des tableaux intemporels.

De son côté, Thomas Liu Le Lann emmène le visiteur dans une fiction étrange peuplée de grandes peluches qui pourraient être tirées d’un manga japonais. Le MBAL est heureux de s’associer à la HEAD – Genève et à la Fondation BNP Paribas Suisse pour décerner à Thomas Liu Le Lann, diplômé cet été, le prix New Heads – Fondation BNP Paris Art Award, qui lui permet de prendre pour la première fois possession de l’espace d’un musée.

Enfin, un nouveau cycle d’expositions semi-permanentes est inauguré avec l’intervention murale de l’artiste suisse Stéphane Dafflon. Invité par le MBAL à créer une fresque sur les murs du café du musée, l’artiste fait vibrer le lieu de façon inattendue. La peinture de Dafflon, d’apparence simple et minimaliste, dégage une force qui attire et bouleverse le regard. Nous avons souhaité, avec ce nouveau projet, faire débuter l’expérience artistique hors des salles d’exposition, dès l’entrée au musée.


 © Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

© Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

MBAL’s winter season offers an exploration of contemporary creation, from photography to video, from murals to fabric sculptures. Exceptionally, the four artists being highlighted by MBAL are young (from 24 to 46 years old) – yet their respective achievements stand on their own, the product of the artists’ overwhelming desire to create.

The body of photographic and videographic work developed over the past ten years by American Alex Prager is unmistakable for its cinematic overtones. Her female subjects with a throwback look – troubled heroines beset by desire, expectation and drama – are as seductive as they are solitary. The viewer is implicated in the artist’s torments by her meticulously choreographed scenes. Prager is one of the most widely acclaimed figures on the international art scene, and MBAL is proud to present the first retrospective of her work.

When it comes to artistic genres, Erik Madigan Heck is an iconoclast. A rising star in contemporary fashion photography, Heck admits to drawing greater inspiration from painting – Romanticism, Impressionism and Les Nabis – than photography. On our museum’s walls, his innovative images become timeless tableaux.

MBAL is also pleased to display the work of Thomas Liu Le Lann, who has just won the New Heads – BNP Paribas Art Foundation Award. This prize for young art school graduates, sponsored jointly by MBAL, the Geneva School of Art and Design (HEAD) and the BNP Paribas Swiss Foundation, includes the opportunity to show their work in a museum. In his piece, Liu Le Lann beckons the viewer into a strange fiction populated by oversized dolls that would be at home in a Japanese manga comic.

Lastly, a new series of semi-permanent exhibitions is being kicked off with the mural work of Swiss artist Stéphane Dafflon. Invited by MBAL to create a fresco on the walls of the museum café, the artist brings that space to life in unexpected ways. Dafflon’s paintings, deceptively simple and minimalist, possess a strength that catches – and confounds – the eye. Our aim with this series is to bring the art experience out of the exhibition rooms: viewers are pulled into our world before even setting foot in our museum. 

(Text: Nathalie Herschdorfer, Direktorin MBAL)

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Ausstellung | "Frankreich 1935 - 1985" | im focus galerie | Köln
Nov
3
zu 21. Dez.

Ausstellung | "Frankreich 1935 - 1985" | im focus galerie | Köln


im focus galerie | Köln
3. November - 21. Dezember 2018

“Frankreich 1935 - 1985”
Marc Riboud, Willy Ronis


 Paris, 1982 | Marc Riboud | courtesy: in focus Galerie, Köln

Paris, 1982 | Marc Riboud | courtesy: in focus Galerie, Köln


Die beiden international berühmten Fotografen Willy Ronis und Marc Riboud führen den Betrachter in dieser Ausstellung durch das alltägliche Leben in Paris von 1935 bis 1985. Ronis, ein Vertreter der französischen Schule des Humanismus, zeigte in seinen Werken das “normale Leben auf der Straße”. Seine Fotografien stellten den Menschen in den Mittelpunkt und zeigten vor allem einfache Arbeiter, Frauen und Kinder, die in seinen Bildern die Straßen und Cafés bevölkerten. Er schuf durch das absichtliche Weglassen künstlicher Lichtquellen authentische Momente zeitlosen Anmuts des Alltags in Frankreich. Ronis selbst beschrieb seine Art zu fotografieren mit den Worten: „Geduld, Nachdenken, Gelegenheit, Form und Zeit“. Diese Gedanken spiegeln sich in seinen humanistisch geprägten Werken auf das Trefflichste wider.

Wie auch bei Willy Ronis sind die Fotografien von Marc Riboud durch eine exzellente Bildkompositionen geprägt. Durch Ribouds ebenfalls sehr feinfühlige Darstellung von Menschen schaffte er es, die Schönheit des Augenblicks festzuhalten. Für ihn bedeutete fotografieren “das Leben in jeder hundertfünfundzwanzigstel Sekunde voll auszukosten.” Während Marc Riboud durch seine vielfältigen Fotoreportagen aus der ganzen Welt berühmt wurde, schuf Ronis den wichtigsten Teil seines Werkes in Frankreich.

Die Ausstellung zeigt wie es den bereits verstorbenen Künstlern in sehr sensibler Weise gelang, die Schönheit des Moments und den französischen Zeitgeist des 20. Jahrhunderts festzuhalten. 

Seit dem Jahr 2000 zeigte die in focus Galerie, Köln die Fotografen Willy Ronis und Marc Riboud in mehreren Ausstellungen. Das für seine großartigen Fotografieausstellungen renommierte Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen widmete Willy Ronis im Jahr 2004, inspiriert durch die Ausstellung der in focus Galerie, eine großartige Retrospektive. Nun endlich richtet das Suermondt Ludwig Museum noch bis zum 6. Januar 2019 Marc Ribouds erste große Einzelausstellung in einem deutschen Museum aus.

 Avenue Simon Bolívar Paris, 1950 | Willy Ronis | courtesy: in focus Galerie, Köln

Avenue Simon Bolívar Paris, 1950 | Willy Ronis | courtesy: in focus Galerie, Köln

In this exhibition the two internationally famous French photographers Willy Ronis and Marc Riboud guide the viewer through the everyday life in Paris from 1935 to 1985. Ronis, a representative of the French school of humanism, showed in his works the "normal life on the street". His photographs focused on people and showed mainly simple workers, women and children, who populated the streets and cafés. By deliberately omitting artificial sources of light, he created authentic moments of timeless mementos of the everyday life in France. Ronis himself described his way of photographing with the words: "patience, reflection, opportunity, form and time". These thoughts are reflected in his humanistically embossed works to the best.

As with Willy Ronis, the photographs of Marc Riboud are characterized by an excellent composition of images. With Riboud's also very sensitive depiction of people, he managed to capture the beauty of the moment. For him, taking photographs meant "fully enjoying life in every hundred and twenty-fifth second." While Marc Riboud became famous through his diverse photojournalism from around the world, Ronis created the most important part of his work in France. The exhibition shows how the already deceased artists were able to sensitively capture the beauty of the moment and the French zeitgeist of the 20th century.

Since 2000, the in focus Galerie, Cologne has been showing the photographers Willy Ronis and Marc Riboud in several exhibitions. The Suermondt Ludwig Museum in Aachen, which is renowned for its great photography exhibitions, dedicated a great retrospective to Willy Ronis in 2004, inspired by the in focus gallery exhibition. Finally, the Suermondt Ludwig Museum is hosting Marc Riboud's first major solo exhibition in a German museum until January 6, 2019.

(Text: in focus galerie)

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Ausstellung | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur
Nov
10
zu 17. Feb.

Ausstellung | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur


Bündner Kunstmuseum | Chur
10. November 2018 - 17. Februar 2019

Gletscher-Odysse
Daniel Schwartz


 Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Als Glaziologie in Bildern könnte man bezeichnen, was der Fotograf Daniel Schwartz (*1955) seit mehreren Jahren betreibt. Seine künstlerische Arbeit ist ein spartenübergreifendes Projekt der Fotokunst im dokumentarischen Stil. Als Fotograf untersucht Daniel Schwartz die Bildkraft der Gletscher. Er fundiert seine bildnerische Arbeit durch eine umfangreiche Künstlerrecherche in Archiven und arbeitet in engem Dialog mit der Wissenschaft. Seine Bilder zeigen den Gletscher als dynamisches System und als Archiv der Klimageschichte, als persönlichen Erinnerungsort und Speicher nicht unbeschränkt verfügbarer Ressourcen.

Daniel Schwartz besuchte die Fachklasse für Fotografie in Zürich und war 1990-2005 Mitglied der Redaktion der Kulturzeitschrift Du. In Zusammenhang mit seinen historisch-geografisch angelegten, aber immer gegenwartsbezogenen fotografischen Recherchen ist er weltweit unterwegs. Die Gletscher-Arbeit ist sein erstes mit der Schweiz befasstes Projekt. Es setzt im glazial überprägten Mittelland und am Jura-Südfuss an, wo Daniel Schwartz aufgewachsen ist. Über biografisch konnotierte Orte und Wege erschliesst es den Alpenraum und wird ergänzt durch Bilder ausgewählter Gletschergebiete in Asien, Afrika und Südamerika. In die Ausstellung integrierte Bilder und Kartografien zeigen Gletscherstände der Kleinen Eiszeit und markieren den Schwund im Laufe der letzten 200 Jahre. Den klimageschichtlichen Kontext liefern eingearbeitete historische und literarische Quellen.


Glaciologia per immagini, così si potrebbe definire ciò di cui si occupa il fotografo Daniel Schwartz (*1955) da più anni. Il suo lavoro artistico è un progetto interdisciplinare dell'arte foto-grafica in stile documentaristico. Da fotografo, Daniel Schwartz indaga la forza figurativa dei ghiacciai. Il suo lavoro figurativo è consolidato da una vasta ricerca artistica in archivi e dallo stretto dialogo con la scienza. Le sue immagini mostrano il ghiacciaio come sistema dinamico e come archivio della storia climatica, come luogo personale della memoria e deposito di risorse non illimitate. 

Daniel Schwartz ha frequentato la Fachklasse für Fotografie (scuola professionale di fotografia) di Zurigo e dal 1990 al 2005 era membro della redazione della rivista culturale «du». Le sue approfondite ricerche fotografiche lo hanno portato in giro per il mondo. Il lavoro sui ghiacciai è il suo primo progetto ambientato in Svizzera. Parte dalla regione dell'Altipiano, terra plasmata dai ghiacciai, e dal versante meridionale del Giura, dove Daniel Schwartz è cresciuto. Attraverso luoghi e percorsi connotati biograficamente, il progetto esplora la regione alpina ed è completato da immagini di aree glaciali selezionate in Asia, Africa e Sud America. Gli esempi di pittura e cartografia integrati nella mostra fissano le posizioni dei ghiacciai della piccola era glaciale e ne sottolineano il ritiro nel corso degli ultimi 200 anni. L'integrazione di fonti storico-letterarie aiuta a inquadrare il contesto climatologico.


Il fotograf Daniel Schwartz (*1955) s'occupa dapi plirs onns cun in project ch'ins pudess numnar glaziologia illustrativa. Sia lavur artistica cumpiglia pliras spartas da l'art fotografic en stil documentar. Sco fotograf examinescha Daniel Schwartz la forza da maletgs da glatschers. El consolidescha sia lavur illustrativa cun retschertgas artisticas extendidas en archivs e lavura en in stretg dialog cun la scienza. Ses maletgs mussan il glatscher sco sistem dinamic e sco archiv da l'istorgia climatica, sco lieu da regurdientscha persunal ed arcun da resursas betg illimitadas.  

Daniel Schwartz ha frequentà la classa professiunala per fotografia a Turitg ed è stà ils onns 1990 2005 commember da la redacziun dal magazin cultural du. En connex cun sias vastas retschertgas fotograficas è el stà sin viadi en tut il mund. En ses project davart il glatscher è el l'emprima giada s'occupà da la Svizra. Sia lavur ha cumenzà en la Svizra Bassa caracterisada d'ina lunga istorgia glaziologica ed il Giura dal Sid, nua che Daniel Schwartz è creschì si. Tras lieus e sin vias cun connotaziuns biograficas cuntinuescha ella en il territori alpin e vegn cumplettada cun maletgs selecziunads da regiuns da glatschers en l'Asia, l'Africa e l'America dal Sid. En l'exposiziun fixeschan exempels da la pictura e la cartografia il stadi dals glatschers durant il Pitschen temp da glatsch e marcheschan lur regress ils ultims 200 onns. Il context climatologic dattan funtaunas istoricas e litteraras.

(Text: Bündner Kunstmuseum)

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Ausstellung | 3jours1femme | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Nov
10
zu 21. Dez.

Ausstellung | 3jours1femme | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie L’Aberrante | Le Crès
10. November - 21. Dezember 2018

3jours1femme
Oleñka Carrasco, Camille Gharbi und Arianna Sanesi


 Arianna Sanesi

Arianna Sanesi


La Galerie L’Aberrante, en écho et en soutien à la journée internationale de lutte contre les violences faites aux femmes, vous propose : « 3jours1femme ».

Cette exposition est née de la rencontre avec Camille Gharbi. Elle rassemble trois artistes photographes : Oleñka Carrasco, Camille Gharbi et Arianna Sanesi. Elles posent toutes trois leurs regards sur la violence conjugale la plus extrême : les féminicides.

A travers leurs oeuvres photographiques, elles transcendent la réalité. Elles explorent l’espace public, la maison, l’intime. Chacune d’entre elles propose un regard très personnel tant dans le traitement du sujet que dans son esthétisme. Variété de création à laquelle est attachée la galerie. Sans concession ni tabou, elles nous permettent de sortir du silence, et participent à la prise de conscience de la gravité de ce phénomène.

Cette exposition nous montre comment des artistes peuvent se mobiliser autour du grave sujet des violences faites aux femmes. En tant que galerie investie dans plus d’égalité pour les femmes artistes, il nous paraît important de nous associer aux différents mouvements de luttes contre les violences faite aux femmes.

(Texte: Galerie L’Aberrante)

 Oleñka Carrasco

Oleñka Carrasco

La liste des prénoms
"La série est fortement influencée par la photographie Provoke et parle des féminicides, pas d’une manière documentaire, plutôt comme une narration poétique du deuil. Ce chapitre a été inspiré par le travail du groupe amateur de danse ARTivisme. Les ARTivistes réalisent des interventions et performances dans la rue en se réapropriant l’espace public pour dénoncer la violence faite aux femmes. Je suis partie à leur rencontre et en photographiant leurs démarches, je me suis retrouvée avec une histoire intime oubliée, imprimée sur le tissu de ma mémoire d’enfant."

(Oleñka Carrasco)

 Camille Gharbi

Camille Gharbi

Preuves d’amour
"Les "drames conjugaux" ou autres "crimes passionnels", ponctuent les rubriques "faits divers" des presses locales avec une constance qui flirte avec la banalité. Quelques lignes, précédées d’un titre laconique, relatent des affaires qui se répètent ou se déclinent. C’est l’histoire d’un homme qui a tiré sur sa femme qui souhaitait le quitter, avant de retourner l’arme contre lui. Ou bien celle d’un autre, qui a poignardé sa compagne dans un "«coup de folie", car il la soupçonnait de le tromper. Ainsi, pour parler de ce sujet à la fois terrible et si commun, j’ai pris le parti de concentrer mon travail photographique sur ces objets du quotidien qui se voient transformés en armes de crimes. Ces artefacts familiers, issus pour la plupart de mon propre domicile et photographiés sur un fond bleu clair sobre, ne permettent pas de saisir de prime abord la violence des faits auxquels ils font référence. Cette prise de distance impose un temps de réflexion. Les meurtres de femmes par leur conjoint, ex-conjoint, ou amant, ne sont pas de simples cas isolés qui toucheraient une certaine catégorie de la population."

(Camille Gharbi)

Je voudrais que tu puisses me voir
"Je voudrais que tu puisses me voir est une phrase extraite d’une lettre qu’une femme italienne, Roberta, a écrite à son mari avant de disparaître. L’installation que je présente reproduit le “petit salon” d’un appartement, un endroit qui peut se retrouver dans la mémoire de tout le monde. Les images encadrées pourtant, à la place de celles des familles, sont des images liées aux histoires des femmes qui ont été tuées par leur conjoint. C’est une invitation à réfléchir sur le fait que la violence naît trop souvent dans un cadre familial quotidien, connu. Elle naît des habitudes, des mots, des rôles de genre, d’un manque d’éducation affective."

(Arianna Sanesi)

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Ausstellung | Flying Houses - Laurent Chéhère | Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg
Nov
15
zu 19. Jan.

Ausstellung | Flying Houses - Laurent Chéhère | Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg

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Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg
15. November 2018 - 19. Januar 2018

Flying Houses
Laurent Chéhère


 Laurent Chéhère Pink 2017 digital color print 120x120cm © and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography

Laurent Chéhère Pink 2017 digital color print 120x120cm
© and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography


“Flying Houses“ sind eine surreale und poetische Vision des alten Paris. Wohnen, Architektur und Geschichte, Kino, Popkultur und Strassenkunst – Laurent Chéhère kreiert diverse Themen, sinnvolle aber auch sinnfreie. Für ihn hat die Stadt zwei Seiten: “Ich rede von Paris, das dich träumen lässt, und von Paris, das dich nicht träumen lässt.“ Seine schwebenden Häuser sind inspiriert von armen und kosmopolitischen Vierteln. An jeder Strassenecke dieses heutigen Babels beflügeln ihn Gerüche, Parfums, eine Würze oder ein Akzent. Auf den ersten Blick erscheinen die Flying Houses unbeschwert und verträumt, bei genauerem Hinsehen offenbaren Details eine komplexere Geschichte: “In gewisser Weise versuche ich, Schwierigkeiten und Sorgen einer verarmten Gesellschaft aufzuzeigen. Diese Häuser sind Zeugen einer zeitgenössischen Realität. Aus ihrem städtischen Kontext gelöst und von der Anonymität der Strasse befreit, erzählen die Gebäude eine Geschichte über Leben, Träume und Hoffnungen ihrer Bewohner“, erklärt Laurent Chéhère. Die Fotomontagen sind wie ein Puzzle aus Hunderten von Elementen zusammengesetzt. Die grossen Formate der Bilder erlauben dem Betrachter verborgene Komponenten dieser genauen Rekonstruktionen zu entdecken, eine doppelte Deutung entsteht – von Weitem und von Nahem betrachtet. Die Distanz bietet einen anderen Blickwinkel und der Künstler warnt vor Vorurteilen.

(Text: Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie)

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Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
16
zu 23. März

Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich

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Museum für Gestaltung | Zürich
16. November 2018 - 23. März 2019

Genesis
Sebastião Salgado


 Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Ausstellung | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin
Nov
16
zu 12. Jan.

Ausstellung | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin

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Robert Morat Galerie | Berlin
16. November 2018 - 12. Januar 2019

City Diaries
Peter Bialobrzeski


 Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print

Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print


Der Fotograf Peter Bialobrzeski ist berühmt für seine Untersuchungen des urbanen Raums. Bekannt wurde er durch Ausstellungsprojekte und Buchveröffentlichungen wie “Neon Tigers“ (2004), “Lost in Transition“ (2007) oder “The Raw and the Cooked“ (2011). In den letzten Jahren arbeitete Bialobrzeski an einem Langzeitprojekt von fotografischen “City Diaries“. Sieben wurden bereits veröffentlicht, das achte Buch, über Wuhan, erscheint anlässlich dieser Ausstellung. In diesen “Diaries“ untersucht Peter Bialobrzeski die Frage, ob das Bild einer Stadt, geprägt von Vorurteilen, von vorgefassten Bildern und von dem was vorgefunden wurde, in eine bestimmte Abbildung umgewandelt werden kann. Eine scheinbar objektivierende Ästhetik, gepaart mit dem Zufall des Flaneurs, führen zu Fotografien, die den urbanen Raum subjektiv abbilden.

Die Robert Morat Galerie zeigt erstmals Fotografien aus allen acht Serien, als Prints und als Buchinstallationen.

Im Verlagshaus The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) liegen bislang vor: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary und Zurich Diary. In Vorbereitung sind: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk und Georgetown.

Peter Bialobrzeski, geboren 1961 in Wolfsburg, ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und veröffentlicht und finden sich in wichitgen privaten und öffentlichen Sammlungen. 2012 erhielt Peter Bialobrzeski den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.


Photographer Peter Bialobrzeski is known for his investigations of urban space. He became famous for exhibition projects and book publications such as “Neon Tigers” (2004), “Lost in Transition” (2007) or “The Raw and the Cooked” (2011). In recent years, Bialobrzeski worked on a long term project of photographic “City Diaries”. Seven books have already been published. The eighth publication, on Wuhan, will be published on occasion of this exhibition. In these diaries, Peter Bialobrzeski examines the question of whether the image of a city, what is fed by prejudice, what has been found and what has been conveyed by the media, can be transformed into a specific picture. A seemingly objectifying aesthetic, paired with the coincidence of the flaneur, lead to photographs that subjectively map the urban space.

Robert Morat Galerie is showing photographs from all eight series as prints and as a book installation for the first time.

The publishing house The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) has so far released: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary and Zurich Diary. In preparation are: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk and Georgetown.

Peter Bialobrzeski, born 1961 in Wolfsburg, holds a teaching position at the University of Arts in Bremen. He lives and works in Hamburg. His work has been widely exhibited and published and is found in major collections both private and public. In 2012 Peter Bialobrzeski was the recipient of the prestigious Dr.-Erich-Salomon-Award by the German Society of Photography (Deutsche Gesellschaft für Photographie).

(Text: Robert Morat Galerie)

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Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg
Nov
17
zu 3. März

Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
17. November 2018 - 3. März 2019

Life in Cities
Michael Wolf


 Tokyo Compression

Tokyo Compression

Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES im Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung im Haus der Photographie ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2004–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 x 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density(2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die Schönheit der monotonen, brutalen Architektur der Stadt Hongkong. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokyo gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Fotomuseum Den Haag

(Text: Deichtorhallen)

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Ausstellung | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Nov
17
zu 22. Dez.

Ausstellung | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

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Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
17. November - 22. Dezember 2018

Ikonen
Annelies Štrba


 Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017

Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017


“Ikonen” ist ein Querschnitt des vielfältigen Gesamtwerks von Annelies Štrba und eine vertiefte Auseinandersetzung der einzelnen Werkzyklen der vergangenen 25 Jahre. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert in dieser Ausstellung eine Auswahl von Fotografien aus den Serien Nyima, Aya und Tsukikawa sowie Leinwandarbeiten, die Štrba in Kollaboration mit Adrian Schiess 2011 für die Ausstellung Summerendig im Museum Langmatt, Baden anfertigte. 


“Icons” is an overview of the diverse oeuvre of Annelies Štrba and an examination of the individual work cycles of the past 25 years. In this exhibition, Fabian & Claude Walter Galerie presents a selection of photographs from the series Nyima, Aya and Tsukikawa as well as works on canvas that Štrba produced in collaboration with Adrian Schiess for the exhibition "Summerending" at the Museum Langmatt, Baden in 2011. 

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Ausstellung | Le Chant du Cygne - Andrea Mantovani | Focale | Nyon
Nov
18
zu 23. Dez.

Ausstellung | Le Chant du Cygne - Andrea Mantovani | Focale | Nyon


Focale | Nyon
18. November - 23. Dezember 2018

Le Chant du Cygne
Andrea Mantovani | Lauréate du Prix Focale - Ville de Nyon 2018


 Le Chant du Cygne | © Andrea Mantovani

Le Chant du Cygne | © Andrea Mantovani

Depuis 2016, la forêt de Bialowieza dans l’est de la Pologne est le théâtre de l’un des plus importants conflits environnementaux en Europe. Des lieux, protégés par l’Unesco depuis 1979 comme réserve de la biosphère et patrimoine mondial, sont menacés de destruction par le ministère de l’environnement polonais qui y mène une campagne de déforestation massive.

Durant 6 mois, la photographe Andrea Mantovani a exploré cette forêt millénaire en cherchant à saisir les tenants et les enjeux de ce conflit. Dans son approche, la photographe alterne des images de paysage célébrant la force et la beauté d’une nature immuable et des photographies plus allégoriques, habilement mises en scène. Elles renvoient à la complexité de cette crise et évoquent de manière métaphorique certains aspects de l’affrontement qui oppose un gouvernement traditionaliste aux valeurs défendues par les militants écologistes. 

Géographe de formation, Andrea Mantovani (*1985, vit et travaille à Paris) a travaillé durant 6 ans en Europe sur des problématiques environnementales et sociales. Voyant dans l’image un instrument de témoignage indispensable, elle se consacre dès 2015 à la photographie de manière professionnelle et rejoint le studio Hans Lucas. Elle se consacre depuis à des projets à long terme alternant des travaux de commande et des projets personnels. Andrea Mantovani est lauréate du prix talent émergent du Festival de la Gacilly 2018 et finaliste de la Bourse du Talent #73 en catégorie reportage.

(Text: Focale)

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Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich
Nov
23
zu 31. Jan.

Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
23. November 2018 - 31. Januar 2019

Das Bild vom Berg
Robert Bösch


 Morteratsch Glacier Switzerland

Morteratsch Glacier Switzerland

Mit dem Buch “Mountains” und der Ausstellung “Das Bild vom Berg” präsentiert uns Robert Bösch sein alpin-fotografisches Lebenswerk. Eine eindrückliche Mischung aus Landschafts-, Berg- und Sportfotografie. Als Bergsteiger war Robert Bösch auf allen sieben Kontinenten unterwegs und hat als Fotograf die Weltbesten des Bergsports fotografiert - darunter auch seinen verstorbenen Freund Ueli Steck. Entstanden sind atemberaubende Sport- und Landschaftsbilder, die die Ruhe und Gewalt der Berge wiedergeben und die tiefe Schönheit und Einsamkeit spiegeln, die all jene umgeben, die sich in der Übermacht der Berge bewegen. 

“Die Gabe, selbst in den erhabenen Räumen der Berge aktiv zu sein und dieses Tun in Beziehung zu setzen mit der Bergwelt, ist nur den allerwenigsten gegeben. Robert Bösch ist einer davon. Vielleicht der allumfassendste. Er taucht als Bergsteiger ein in die Eiger-Nordwand, als Kletterer in den “Shield” am El Cap, als Höhenbergsteiger in die Todeszone des Himalaja. Dabei entsteht sein Bild der Berge – mir ist beim Betrachten seiner Bildkunst, als habe der Weltgeist uns bei unserer Leidenschaft überrascht.”

Reinhold Messner

 “Landschaftsfotografie ist für mich die Kunst des Bilder-Sehens. Wir sehen ja keine Bilder, wir sehen immer das Ganze, das Alles. Während der Maler sein Viereck mit Farbe allmählich zu einem Bild gestaltet, indem er hinzufügt, gestalte ich als Fotograf das Bild gerade umgekehrt, nämlich indem ich weglasse. Im Moment des Auslösens wird das Bild aus der Welt geschnitten. Bilder stehen für sich und sind nur deshalb interessant, weil sie weder alles zeigen noch für das stehen, was sonst auch noch war – darum herum und vorher und danach. Nur dieses “Aus-der-Welt-herausgelöst-Sein” macht das Bild einmalig. Landschaftsbilder sind wie aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.”

Robert Bösch

"Böschs Berge sind Kraftorte, die zu besteigen man sich sehnt und die einem zugleich vor Augen führen, wie erfahren man dafür sein müsste. Sie erheben sich wie Skulpturen vor uns, in Licht, Nebel und Wetter getaucht und nicht selten so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dabei erkennt Robert Bösch auch die Stärke der Abstraktion: Silhouetten, Schneeformationen, Felsstrukturen, Lichtfelder…Böschs Berge sind mehr als geographische Orte, sie sind Schauplatz eindrücklicher Stimmungen und elementarer Schönheit."

Mirjam Cavegn

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit 35 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, und Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Bild­bände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den "Eiger Special Award" für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn auf alle sieben Kontinente. 2001 bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann den Mount Everest. 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie und stellte diese in Galerien und in Museen im In- und Ausland aus. Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch das aufwendige Projekt "Aus den Bündner Bergen". Daraus entstand der im NZZ-Verlag erschienene gleichnamige Bildband. 2017/18 feierte mit seiner Ausstellung ENGIADINA in St. Moritz einen grossen Erfolg. 

2018 erscheint im National-Geographic-Verlag sein 300-seitiger Bildband "Mountains", das sein alpin-fotografisches Lebenswerk umfasst.

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Ausstellung | Le temps retrouvé - Alain Laboile | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
Nov
30
zu 9. Feb.

Ausstellung | Le temps retrouvé - Alain Laboile | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano

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29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
30. November 2018 - 9. Februar 2019

Le temps retrouvé
Alain Laboile


 La bouée, 2015 | Alain Laboile | courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery

La bouée, 2015 | Alain Laboile | courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery


Dal 30 novembre 2018 al 9 febbraio 2019, 29 ARTS IN PROGRESS gallery di Milano (Via San Vittore 13) presenta la mostra LE TEMPS RETROUVÉ di Alain Laboile.

L’esposizione, a cura di Giovanni Pelloso, riunisce trenta opere fotografiche di un progetto ancora aperto che documenta ciò che egli stesso ha definito come una “testimonianza sociologica del nostro passaggio sulla Terra”.

Un passaggio che Laboile ha deciso di scandire ritraendo le gioie e i dolori dei suoi sei figli cresciuti in una vecchia casa nella campagna vicino a Bordeaux dove i bambini, lontani da meccanismi e influenze del consumismo moderno, sono liberi di giocare all’aria aperta.

Pur condividendo quella volontà di cogliere l’istantaneità che ha reso Cartier Bresson il poeta del moment dècisif, l’autore lascia qui spazio alla precisione soggettiva, ugualmente invisibile. Egli cattura, senza mai interferire, l’essenza e la fugacità di un’infanzia fatta di esplorazioni, libertà e innocenza.

Il morbido monocromatismo, cifra stilistica dell’autore, conferisce alle immagini un’atmosfera atemporale e universale, la cui essenzialità avvolge e allo stesso tempo valorizza i movimenti e le pose spontanee dei suoi soggetti.

Condividendo con lo spettatore la sua intimità e le sue emozioni, il fotografo ci invita a entrare nel suo personale mondo incantato, restituendoci le infinite sfumature di un tempo che qui scorre lento, sospeso, e ora racchiuso in un album che non si può e non si vuole concludere, inseguendo la rarità e la bellezza di quel proustiano “tempo ritrovato”.

Giovedì 29 novembre, giorno di inaugurazione della mostra, la galleria ospiterà a partire dalle ore 17 un talk con l’autore e il curatore, promosso nell’ambito del format Gallerie Aperte del distretto 5VIE di Milano. Durante l’evento inaugurale, a partire dalle ore 19, sarà anche disponibile il nuovo libro di Alain Laboile dal titolo Summer of the Fawn edito da Kehrer Verlag (a cura di Laurence Kiberlain) e presentato a Paris Photo 2018 nel settore Libri.

Alain Laboile nasce a Bordeaux il 1°maggio del 1968. La storia raccontata si dipana in un mondo in bianco e nero fatto di volti, di gesti, dell’istante quotidiano, di famiglia che non è solo affetti, ma ispirazione. Nel dicembre del 2012 il suo talento è stato celebrato dal New York Times che ha pubblicato le sue fotografie. Da allora è stato esposto in Giappone, negli Stati Uniti, in Olanda, in Argentina e in Francia. Kehrer Verlag, uno dei più grandi editori d’arte tedeschi, gli ha dedicato una monografia nel 2015. Il grande fotografo americano Jock Sturges lo decreta tra i migliori fotografi viventi. Oggi le fotografie di Alain Laboile hanno una loro collocazione nella tradizione storica della fotografia familiare e, dal 2014, fanno parte della collezione permanente di diversi musei in Francia.


From November 30th 2018 to February 9th 2019, 29 ARTS IN PROGRESS gallery in Milan (Via San Vittore 13) will host the exhibition by Alain Laboile LE TEMPS RETROUVÉ.

Curated by Giovanni Pelloso, the exhibition will show a selection of thirty photographic works that the artist himself defined as "a sociological witness of our passage on Earth" living on the edge of the world.

A passage that the artist decided to mark by portraying joys and sorrows of his six children raised in an old house in the countryside near Bordeaux where they are free to play outdoors, far from omnipresent consumerism’s logics. Cartier Bresson’s wry and objective invisible precision here gives way to Laboile’s equally invisible subjective precision all the more richly informed by paternal affection and understanding.  

Laboile catches the essence and the fugacity of a childhood made up of exploration, freedom and innocence without interfering. The soft monochromatism which distinguishes Laboile’s work manifests itself in a timeless, essential and universal atmosphere where his subjects are captured in spontaneous poses.

The photographer invites us to enjoy his personal enchanted world where his intimacy and his emotions give us back the infinite shades of a suspended time that here flows slowly, kept in an ongoing album that doesn’t want to come to an end.

In so doing, Laboile is pursuing the rarity and beauty of that Proustian "temps retrouvé".

On Thursday, November 29th the gallery will host a talk with the author and curator of the show starting from 5 pm, promoted within the framework of “Gallerie Aperte” in collaboration with the 5VIE Art+Design district of Milan.

Laboile’s new book entitled Summer of the Fawn - published by Kehrer and curated by Laurence Kiberlain - will be available at the gallery during the opening reception after the launch at Paris Photo 2018 in the Book sector.

Alain Laboile (b. Bordeaux, 1968) is a French photographer and father of six. In 2004, as he needed to put together a portfolio of his work as a sculptor, he acquired a camera, and thus developed a taste for macrophotography, spurred by his passion for entomology. Later on, he pointed his lens towards his growing family which became his major subject: a life on the edge of the world, where timelessness and universality of childhood meet. In December 2012, the New York Times celebrates Alain Laboile’s talent. The first shows ensue in Japan and the United States, Holland and Argentina, then in France in 2014 when the “La Famille” series joined the Musée français de la photographie collection. Alain Laboile’s work was since published several times and exhibited worldwide.

(Text: 29 ARTS IN PROGRESS gallery)

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Ausstellung | recommended Olympus Fellowship | Fotografie Forum Frankfurt
Dez
1
zu 10. Feb.

Ausstellung | recommended Olympus Fellowship | Fotografie Forum Frankfurt

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Fotografie Forum Frankfurt
1. Dezember 2018 - 10. Februar 2019

Recommended Olympus Fellowship
Lilly Lulay, Thomas Albdorf, Nadja Bournonville


 Potato Diet. Aus der Serie “Intercepted”, 2017 © Nadja Bournonville

Potato Diet. Aus der Serie “Intercepted”, 2017 © Nadja Bournonville

Sie teilen mit uns ihren Blick auf die Welt und machen auf oft ungewöhnliche Weise Dinge sichtbar, die uns aus verschiedenen Gründen verschlossen bleiben: Die drei Künstlerinnen und Künstler Lilly Lulay, Thomas Albdorf und Nadja Bournonville sind der erste Jahrgang des Stipendiums recommended, das Olympus 2017 gemeinsam mit dem Fotografie Forum Frankfurt, dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und Foam Fotografiemuseum Amsterdam ins Leben gerufen hat. Ein Jahr lang haben die Stipendiaten, jeweils betreut von einem Kurator der beteiligten Institutionen, neue Projekte zur Bedeutung künstlerischer Fotografie erarbeitet.

Lilly Lulay (*1985, Frankfurt/Deutschland) untersucht die veränderten Funktionen der Fotografie in unseren Wohnräumen und in den virtuellen Räumen unserer Smartphone-Welt. Neue Bedeutungsebenen des Mediums Bild etwa macht die Künstlerin sichtbar, indem sie fertige Fotos mit einem Lasercutter filigran bearbeitet und so die ursprünglichen Motive buchstäblich »überschreibt«. Installationen mit Fotodrucken auf Stoff oder Porzellan laden zur Auseinandersetzung mit dem Foto als haptischem Objekt ein.

Thomas Albdorf (*1982, Linz/Österreich) beschäftigt sich mit unserer Wahrnehmung und der Wirkung künstlich erzeugter Bilder. Seine Werke verführen den Betrachter vordergründig mit klischeehaften, häufig positiv besetzten Motiven – und lassen ihn im nächsten Moment am Bild zweifeln. Albdorf arbeitet geschickt mit Bilderkennungsprogrammen und Software zur automa-tischen Bilderzeugung und fragt nach deren Auswirkung auf unsere Sinne und Sinngebung.

Nadja Bournonville (*1983, Vimmerby/Schweden) nutzt Fotografie zum Befragen biografischer Wendepunkte und gescheiterten Abenteuern. Ausgehend von einer bewegenden Familien-geschichte – die Tante ihrer Großmutter arbeitete im Ersten Weltkrieg als Spionin für die Deutschen und wurde nach nur gut zwei Wochen verhaftet – hat sie ein künstlerisch-ästhetisches Werk aus verschiedenformatigen Bildern geschaffen, das in eine assoziativ aufgeladene Bildwelt führt.

Das 2017 begründete Stipendium recommended zeichnet sich durch die einzigartige Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen aus: Fotografie Forum Frankfurt, Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und Olympus. Ziel ist die Förderung der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie. Recommended ermöglicht den Stipendiaten ein Jahr lang eine freie Arbeit an einem künstlerischen Projekt, beinhaltet eine Unterstützung von 10.000 Euro und die Betreuung durch einen Kurator/eine Kuratorin der drei Häuser. Vergeben wird es im Turnus von zwei Jahren.

 We Went To That Pizza Place Display Was Not Exaggerating! (Marine Biology, Ocean Still Life/Spoof: Unlikely), 2018 | © Thomas Albdorf

We Went To That Pizza Place Display Was Not Exaggerating! (Marine Biology, Ocean Still Life/Spoof: Unlikely), 2018 | © Thomas Albdorf

These artists share their view on the world with us and often in unusual ways make things visible that are for several reasons obscured from us: Lilly Lulay, Thomas Albdorf and Nadja Bournonville are the first artists of the fellowship recommended which Olympus initiated in 2017 together with the Fotografie Forum Frankfurt, the House of Photography / Deichtorhallen Hamburg and the Foam Photography Museum Amsterdam. For one year the winners have worked on new projects dealing with the significance of creative photography and each was individually coached by the exhibition centres’ curators.

Lilly Lulay (*1985, Frankfurt/Germany) examines the transitional use of photography in our living spaces and in the virtual spaces of smartphones. The extended levels of imagery and symbols are visualised in her final artworks when she uses laser-cutting technology to “write” over original photographic documentation. Additional installations with printed photographs on fabrics or porcelain engage viewers to experience photographs as three-dimensional objects.

Thomas Albdorf (*1982, Linz/Austria) is concerned with our perception and the effect of artificially created images. At the first glance the viewer is confronted with cliché motifs and cultural subject matter ironically leaving one to doubt their meaning. Albdorf cleverly uses image recognition technologies and software to create new images, to question how automatic digitally rendered visuals influence meaning and interpretation.

Nadja Bournonville (*1983, Vimmerby/Sweden) uses photography to follow traces of biographical tipping points and failed adventures. She draws from a family history: the aunt of Bournonville’s grandmother was a spy for Germany in World War I and was arrested only two weeks into her mission. Through a selection of different processes, sizes and materials inspired by the biographical story Bournonville produces a rich constellation of photographic associations and emotions of universal meaning.

recommended is a fellowship, founded in 2017, that is characterised by its unique partnership between the institutions Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg, Fotografie Forum Frankfurt and Olympus. Olympus’ goal is to support emerging photographic artists. The exhibition houses have contributed their expertise to the development of the fellowship. recommended allows the fellowship holders to freely create a photographic work, provides 10.000 €, personal consulting by an experienced curator, exhibition opportunities and top-quality camera equipment. The fellowship is granted biennially. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt

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Ausstellung | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau
Dez
1
zu 18. Jan.

Ausstellung | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
1. Dezember 2018 - 18. Januar 2018

The Island of the Colorblind
Sanne de Wilde


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Im späten 18. Jahrhundert verwüstete ein Taifun die Insel Pingelap, ein kleines Atoll im Pazifischen Ozean. Sein König, einer der wenigen Überlebenden, war Träger des seltenen Achromatopsie-Gens, das komplette Farbenblindheit verursacht. Mit der Zeit verbreitete sich diese Erbkrankheit in der isolierten Gemeinschaft und seither sehen viele Inselbewohner die Welt in Schwarz-Weiß. Das Phänomen wurde erstmals von dem berühmten Neurologen und Schriftsteller Oliver Sacks beschrieben.

Mit ihrem Porträt dieser Menschen, die in Mikronesien als blind gelten, verfolgt die Belgierin Sanne de Wilde (*1987) einen konzeptionellen Ansatz: Sie verdeckt oder betont Augen und Gesichter und führt den Betrachter in eine Traumwelt farbiger Möglichkeiten. The Island of the Colorblind (Die Insel der Farbenblinden) besteht aus »normalen«, doch in Schwarz-Weiß umgewandelten digitalen Aufnahmen und aus Infrarotbildern. Ein dritter Teil der Serie sind die »achromatischen Malereien«, bei denen farbenblinde Holländer die Schwarz-Weiß-Fotos auf Bitten der Künstlerin farbig ausmalten. Grelle Flammen erleuchten das Schwarz-Weiß, Bäume strahlen pink, alle Regenbogenfarben sind vertreten.

In Kooperation mit der Galerie Lichtblick, Köln

(Text: Soiz Galerie)

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Ausstellung | Prix Photoforum | Photoforum | Biel/Bienne
Dez
2
zu 13. Jan.

Ausstellung | Prix Photoforum | Photoforum | Biel/Bienne


Photoforum | Biel/Bienne
2. Dezember 2018 - 13. Januar 2019

Prix Photoforum 2018


 Turunç | Solène Gün

Turunç | Solène Gün

Die 26. Ausgabe des Wettbewerbes für Fotografie des Photoforum Pasquart ermöglicht ausgewählten Bildschaffenden, ihre Arbeit zu diskutieren, sie Expertinnen und Experten vorzustellen und in einer kuratierten Ausstellung zu präsentieren. Eine Gewinnerin, ein Gewinner wird mit einem Preisgeld ausgezeichnet.

Der Prix Photoforum 2018 wurde der Fotografin Solène Gün (*1996) für ihre Serie Turunç verliehen. Sie wird mit einem Preisgeld in der Höhe von CHF 5’000.- ausgezeichnet. Ihre Arbeit Turunç (Bitter Orange) taucht in den Alltag junger Männer mit türkischem Migrationshintergrund und in die Banlieues von Berlin und Paris ein, wo die Fotografin selbst einen Teil ihrer Kindheit verbracht hat. Ausgehend von der Beobachtung, dass diese Orte und diejenigen, die dort leben, oft stigmatisiert und benachteiligt werden, untersucht Solène Gün ihren Alltag und ihr Universum, das von der Spannung zwischen dem Wunsch sich zu verstecken und der Notwendigkeit, sich zu zeigen, geprägt ist. Solène Gün überzeugte die Jury durch ihre starke und einzigartige fotografische Handschrift sowie durch die Subtilität und Komplexität ihrer Herangehensweise an ein Thema, welches im Allgemeinen von gewalttätigen stereotypen Darstellungen geprägt ist.

130 Künstlerinnen und Künstler haben sich für den diesjährigen Prix Photoforum beworben. Die Jury hat 14 Künstler_innen und Fotograf_innen für die Ausstellung Prix Photoforum 2018 sowie die diesjährige Preisträgerin ausgewählt.

Die ausgewählte Fotograf_innen sind: Anna-Tia Buss, Solène Gün, Maia Gusberti, Clément Lambelet, Vincent Levrat, Raphaël Lods, Olivier Lovey, Andrea Marioni, Anastasia Mityukova, Nicolas Polli, Marcel Rickli, Daniel Rihs, Maya Rochat, Nora Teylouni.

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Ausstellung | 1969. Olivetti formes et recherche | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Dez
6
zu 24. Feb.

Ausstellung | 1969. Olivetti formes et recherche | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
6. Dezember 2018 - 24. Februar 2019

1969. Olivetti formes et recherche
Ugo Mulas, Alberto Fioravanti, Giorgio Colombo, Tim Street-Porter


 U. Mulas, Italo Calvino nel box della scrittura, mostra Olivetti formes et recherche, Parigi, Musée des Arts Décoratifs, 20 novembre 1969 – 1 gennaio 1970, Associazione Archivio Storico Olivetti, Ivrea. Fotografie Ugo Mulas © Eredi Ugo Mulas. Tutti i diritti riservati.  Courtesy Archivio Ugo Mulas, Milano - Galleria Lia Rumma, Milano /Napoli.

U. Mulas, Italo Calvino nel box della scrittura, mostra
Olivetti formes et recherche, Parigi, Musée des Arts
Décoratifs, 20 novembre 1969 – 1 gennaio 1970, Associazione Archivio Storico Olivetti, Ivrea.
Fotografie Ugo Mulas © Eredi Ugo Mulas. Tutti i diritti riservati.
Courtesy Archivio Ugo Mulas, Milano - Galleria Lia Rumma, Milano /Napoli.

CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia e l’Associazione Archivio Storico Olivetti presentano la mostra 1969. Olivetti formes et recherche, una mostra internazionale, una selezione di fotografie dell’omonima mostra che la Società Olivetti organizzò nel novembre del 1969 a Parigi, che proseguì a Barcellona, Madrid, Edimburgo e Londra, per concludersi infine a Tokyo nell’ottobre 1971.

A cinquant’anni anni dalla prima esposizione, la mostra odierna -, curata da Barbara Bergaglio e Marcella Turchetti e aperta al pubblico in Project Room a CAMERA dal 6 dicembre 2018 al 24 febbraio 2019 - , ricostruisce e restituisce non soltanto i contenuti di quella storica mostra, curata dall’architetto Gae Aulenti, ma anche la storia dei personaggi che gravitavano dentro e intorno alla società Olivetti e a quella cultura: da Giorgio Soavi a Lord Snowdon, da Ettore Sottsass a Mario Bellini, da Renzo Zorzi a Italo Calvino.

Oltre 70 fotografie provenienti dall’Associazione Archivio Storico Olivetti offrono la possibilità di raccontare l’ormai leggendaria esposizione nelle sue diverse tappe, attraverso servizi fotografici di grandi maestri: da Ugo Mulas per l’edizione parigina, ad Alberto Fioravanti e Giorgio Colombo per Madrid e Barcellona, a Tim Street-Porter a Londra. Ulteriori documenti di approfondimento arricchiscono il racconto per immagini: il filmato per la regia di Philippe Charliat, con commento di Riccardo Felicioli, che è un vero e proprio viaggio di scoperta attraverso una città buia e misteriosa, dove Gae Aulenti guida il visitatore all’incontro con la Olivetti; il catalogo con testi di Giovanni Giudici - un anti-catalogo se inteso nel senso tradizionale del termine - che costituisce la chiave di interpretazione dei linguaggi e delle tecniche compositive che sono state approntate nel progetto dell’esposizione; il manifesto della mostra ideato da Clino T. Castelli, che ridisegna un nuovo e diverso uomo vitruviano generatore di una varietà di movimenti e forme, distante da soluzioni standard definitive.

La mostra a CAMERA si sviluppa attraverso le immagini originali dell’Archivio di Ivrea con l’obiettivo, oltre che di rievocare la stagione effervescente e dinamica di quegli anni, anche di proporre un pensiero che, con incredibile e ancora attualissima modernità, coniugava arte, industria, design, produzione e creazione di valore, a partire dal mondo del lavoro.
L’esposizione costituisce, quindi, anche un’occasione unica per il pubblico di conoscere un grande modello di impresa responsabile, la cui “immagine” è portavoce della cultura creativa più avanzata del tempo e oggi riconosciuta come patrimonio dell’UNESCO.
La mostra, nella primavera del 2019, sarà trasferita ad Ivrea, negli spazi del Museo Civico “P.A. Garda”.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia)

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Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Dez
6
zu 10. Feb.

Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

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f³ – freiraum für fotografie | Berlin
6. Dezember 2018 - 10. Februar 2018

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


 © Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

 © Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

 © Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | Model Arbus Goldin | WestLicht | Wien
Dez
6
zu 24. März

Ausstellung | Model Arbus Goldin | WestLicht | Wien


WestLicht | Wien
6. Dezember 2018 - 24. März 2019

Model Arbus Goldin
Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin


 Singer at the Metropole Café, New York City 1946 | © Estate of Lisette Model

Singer at the Metropole Café, New York City 1946 | © Estate of Lisette Model

Mit Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin präsentiert WestLicht drei große amerikanische Fotografinnen, deren Bilder den Blick auf die menschliche Gesellschaft radikal erweiterten – um das Andere, das Außergewöhnliche, um soziale Randfiguren und exzentrische Persönlichkeiten. Sie hielten das gesellschaftliche Leben Amerikas, in dem sich als Einwanderungsland bis heute die Welt spiegelt, in unterschiedlichen Phasen des 20. Jahrhunderts fest. Über drei Generationen, angefangen mit der in Wien aufgewachsenen Model, formulierten sie den Dialog zwischen Fotografin und Porträtierten auf eigene Weise jeweils neu und verbanden das Dokumentarische mit dem Subjektiven. Ihre persönliche Sicht auf den Menschen und seine disparaten Lebenswelten, ihr Zugang zum Existentiellen und ihr Einsatz des Mediums Fotografie gingen mit einer Kritik bestehender Normen einher, die kulturelle und ästhetische Konventionen konsequent in Frage stellte. So sind ihre Werke – über 100 von ihnen sind nun im WestLicht zu sehen – einerseits Ausdruck ihrer Zeit und der verschiedenen Milieus, in denen sie sich bewegten, andererseits Hommagen an die Vielfalt des Seins.

Lisette Model
Die in Wien geborene Lisette Model (1901–1983) richtete ihre Kamera – zunächst in Frankreich, nach ihrer Emigration 1938 in New York – bevorzugt auf Menschen an beiden Enden des sozialen Spektrums. Ob Underdog oder Millionär, das Gespür der Fotografin für Schwächen und besondere Charaktere verdichtet sich in ihren Bildern zu einer entlarvenden Schärfe, die über das Individuum hinaus auf die gesellschaftlichen Verhältnisse verweist. Ihre visuellen Kompositionen und speziell die ungewöhnliche Nahsicht, in der sie Menschen auf der Straße fotografierte, forderten herrschende Sehgewohnheiten heraus und begründeten einen neuen Stil in der Street Photography, der Einflüsse des Surrealismus ebenso erkennen lässt wie einer sozial engagierten Dokumentarfotografie. Models Haltung und Bildsprache haben mehrere Generationen von Fotograf_innen beeinflusst, darunter Diane Arbus, ihre bekannteste Schülerin.

 Blaze Starr Backstage, Baltimore, Md. 1964 | © The Estate of Diane Arbus

Blaze Starr Backstage, Baltimore, Md. 1964 | © The Estate of Diane Arbus

Diane Arbus
Während des Studiums bei Lisette Model Ende der 1950er-Jahre eignete sich die New Yorkerin Diane Arbus (1923–1971) jene Techniken an, die ihr Werk letztlich definieren sollten. In der Aufzeichnung menschlicher Makel und Maskeraden deuten ihre Porträts auf die Risse und Ränder von Gesellschaft. Sie inszenieren das Fremde im Vertrauten und das Gewöhnliche im Grotesken. Inzwischen zu Ikonen der Fotografiegeschichte avanciert, führen die Menschenbilder von Arbus beharrlich jene Differenz vor Augen, die sie selbst so treffend als Kluft zwischen Absicht und Wirkung der Dargestellten bezeichnet hat. Dieses komplexe Gefälle von Selbstwahrnehmung, Wunschbild, Performance und Gesamteindruck in haarscharfe Bilder zu meißeln, kann als Kernkompetenz der Künstlerin gelten, die bei aller Empathie und Komplizenschaft mit ihren Sujets die Mittel der Fotografie für demaskierende Effekte nutzte.

 Nan and Brian in bed, New York City 1983 | © Nan Goldin

Nan and Brian in bed, New York City 1983 | © Nan Goldin

Nan Goldin
So wundert es nicht, dass die Drag Queens um Nan Goldin (*1953) die Transvestitenbilder von Diane Arbus als brutal und unglamourös ablehnten. Auch wenn sich Goldins Werk nicht ohne Arbus und Model denken lässt, unterscheidet es sich wesentlich durch die kompromisslose Insiderposition der Fotografin, die sich selbst und ihre Szene – die New Yorker Subkultur und LGBT-Community der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre – in einem eindringlichen Porträt festhielt, vor Spiegeln, in Bars und Badezimmern, beim Sex und Drogenkonsum, als Teil einer Kultur des Überschwangs und der Angst, der Obsession und Abhängigkeit. Oft ohne ausreichendes Licht und in Bewegung entstanden ihre charakteristischen Schnappschüsse, mit denen Goldin ihren Freund_innen ein intimes Denkmal setzte und eine Bildsprache prägte, die später als Heroin Chic in der Modefotografie popularisiert wurde.

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Jelitzka, Wien und der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, mit zusätzlichen Leihgaben von: Bank Austria Kunstforum, Wien, Keitelman Gallery, Brüssel, Baudoin Lebon, Paris, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Fotosammlung OstLicht und Sammlung Verbund, Wien

Kuratiert von Gerald A. Matt und Rebekka Reuter

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag für moderne Kunst erschienen, herausgegeben von Daniel Jelitzka und Gerald A. Matt, Vorwort von Peter Coeln und Roland Jörg, Texte von Astrid Mahler, Franziska Mecklenburg und Rebekka Reuter.

(Text: Westlicht Wien)

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Ausstellung | Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst | NRW-Forum | Düsseldorf
Dez
7
zu 10. März

Ausstellung | Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst | NRW-Forum | Düsseldorf

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NRW-Forum | Düsseldorf
7. Dezember 2018 - 10. März 2019

Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst


 Kris Scholz Marks and Traces, Chongqing 5, 2018 Fine Art Print auf Leinwand, 200 x 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kris Scholz Marks and Traces, Chongqing 5, 2018 Fine Art Print auf Leinwand, 200 x 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Fotografie-Ausstellung zum Bauhausjubiläum im NRW-Forum Düsseldorf

Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“.

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ verbindet Arbeiten des Neuen Sehens, wie sie von Bauhäuslern wie László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Marianne Brandt, Erich Consemüller und Walter Peterhans bekannt sind, mit Künstler*innen der Gegenwart wie Antje Hanebeck, Daniel T. Braun, Dominique Teufen, Doug Fogelson, Douglas Gordon, Kris Scholz, Max de Esteban, Stefanie Seufert, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Thomas Ruff, Viviane Sassen und Wolfgang Tillmans. Zeitgenössische Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen treten in einen Dialog mit der Sachlichen Fotografie im Jahrzehnt des Bauhauses.

Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Der für seine experimentellen Fotoarbeiten bekannte Bauhaus-Künstler Moholy-Nagy kuratierte damals jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie und untersuchte das Neue Sehen in der Fotografie. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest des Bauhaus-Künstlers zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station präsentiert. Zusammen mit den fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstler*innen ermöglicht die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart. Einen Blick nach vorne werfen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg, die ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe präsentieren, mit denen sie auch auf elektronische und digitale Medien setzen.

Es stellen Studierende aus von Prof. Michael Jostmeier und Prof. Dr. Christoph Schaden, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Design – Amir Khan Djahanschahi Afschar, Felix Berndt, Markus Eschrich, Eduard Gross, Daniel Höllinger, Heidi Fabiola Hofmann, Tatjana Hofmann, Alexander Hunzek, Remigius Kalisz, Svitlana Khisamutdinova, Thea Leyendecker, Katrin Mader, Thomas Michalczyk, Anastasia Miller, Max Müller, Robert Nixdorf, Philipp Oehler, Julius Rosen, Daria Schreiber, Ludwig Seibt, Benno Sellin, Stefanie Sordon, Marco Steiner, Kerim Turay, Simon Velthuis und Christian Wölfel, Paul Leyendecker und Markus Sauerbeck – sowie Studierende von Prof. Dr. Kris Scholz und Daniel T Braun, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Studienschwerpunkt Fotografie – Christian Himmelspach, Didem Alunbas, Dominik Kramm, Dominik Schmitt, Eda Sarikaya, Jasmin Dories, Mirko Müller und Philipp Rabe.

Das Staatliche Bauhaus steht für eine industrienahe Gestaltung, aber auch für eine Institution mit viel Konfliktpotential, die bis heute wichtige Impulse für die Kunst und Kultur liefert. Die Bauhäusler verstanden sich als Pioniere eines auf die Zukunft gerichteten Gesellschaftsmodells, in dem das Industrielle als kollektive Leitkultur diente. Die neue avantgardistische Fotografie zeichnete sich unter anderem durch Motive der Industriekultur, extreme Perspektiven, ausschnitthafte Motive, die Beschäftigung mit Oberflächenbeschaffenheit und Materialeigenschaften oder das kameralose Fotografieren aus. Inwieweit ist technische Innovation heute die Richtschnur kultureller Entwicklungen? Welche Rolle spielt die Kunst und ist die Fotografie das adäquate Medium? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“ untersucht, wie die Einflüsse des Bauhaus auch heute noch die Kunst beeinflussen, und erforscht anhand von aktuellen Arbeiten, was ein zeitgenössisches Neues Sehen sein könnte. 

Arbeiten der Serien „Umbra“ von Viviane Sassen und „Blitzlichtskulpturen“ von Dominique Teufen werden in Großformaten auf Kuben öffentlich zugänglich auf unserer Terrasse präsentiert. Die Realisierung der Arbeiten wurde unterstützt von dem Foto- und Online-Druckservice CEWE, der sich seit 2016 als Hauspartner des NRW-Forum Düsseldorf für die Förderung des Kulturgutes Fotografie einsetzt.

Nach der Eröffnung im NRW-Forum Düsseldorf wird die Ausstellung in Berlin und Darmstadt zu sehen sein. Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Kris Scholz (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken (Kunsthochschule Kassel), Prof. Dr. Christoph Schaden (Technische Hochschule Nürnberg GSO). Zur Ausstellung erscheint ein umfassender zweisprachiger Katalog.

Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Hochschule Darmstadt gefördert.

Die Ausstellung ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. 100 jahre bauhaus im westen ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Jardin - Massao Mascaro | Espace JB | Carouge
Dez
7
zu 18. Jan.

Ausstellung | Jardin - Massao Mascaro | Espace JB | Carouge


Espace JB | Carouge
7. Dezember 2018 - 18. Januar 2019 (Ouverture de l’espace sur rendez-vous)

Jardin
Massao Mascaro


Jardin_39-605x908.jpg

Cailloux éparpillés

Le jour où les hommes et les femmes firent usage de la parole, ils commencèrent aussi à mettre de l’ordre au chaos des sentiments qui habitaient leurs coeurs. En affirmant cela, on ose faire échos à la phrase de la Genèse au commencement était le Verbe. En tant qu’êtres humains, nous commencions à doter nos vies de sens, nous leur donnions une direction, cela nous permettait de conter des histoires et aussi de les transmettre. Les mythes et les histoires étaient nés. À partir de ce moment-là, les êtres humains concevaient le temps.

Mais qu’en était-il de l’espace ?

Au commencement, il y avait aussi le Jardin.

Un jardin est un espace clos. Le jardin, pour exister, a besoin d’un cadre. Le jardin est le point à partir duquel un lieu devient un paysage. Le jardin est le germe qui favorise l’implantation du foyer, du village, de la ville, de la nation. Le jardin, pourrions nous dire, n’est ni entièrement naturel, ni pleinement humain, se tenant ainsi à égale distance entre l’Homme et Dieu.

Les Humains sont des créateurs de jardins tout comme ils sont des conteurs d’histoires.

Dans Jardin, les photographies de Massao traitent simultanément ces deux activités culturelles. Elles incarnent, toutes, les tensions délicates qui se produisent dans l’espace et dans le temps, un moment jamais décisif mais toujours suspendu, de minuscules fenêtres ouvertes sur l’éternité : l’espace entre deux mains, un rayon de lumière sur une branche qui ondule, une brindille prise dans le grillage d’une clôture, le regard mystérieux dans les yeux d’une jeune femme.

La Nature est une invention de l’Homme, une chose avec laquelle nous vivons et qui nous permet de parler de tout ce qui n’est pas humain. La Nature est un paradoxe, mais un paradoxe plein de nostalgie, la seule chose dans le monde étrangère à l’Homme, qui était là avant lui, qu’il n’avait encore ni vue ni nommée. La Nature est ce dont on peut seulement rêver et le jardin est ce lieu que nous avons imaginé pour accueillir nos rêveries. Les jardins sont toujours habités par l’absence ou par les tristes présages de disparition. Tout comme les photographies, qui elles, sont habitées par notre absence.

Ce pourrait être la raison pour laquelle il manque toujours quelque chose dans les images de

Massao, une espèce de vide. Parfois c’est une ombre, un trou noir dans la route, une silhouette incomplète dessinée sur le sol par des bouteilles vide, ou des cailloux éparpillés.

Federico Clavarino

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Ausstellung | Semiautomatic - Jules Spinatsch | Centre de la Photographie | Genève
Dez
12
zu 2. Feb.

Ausstellung | Semiautomatic - Jules Spinatsch | Centre de la Photographie | Genève

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Centre de la Photographie Genève
12. Dezember 2018 - 2. Februar 2019

Semiautomatic
Jules Spinatsch


 World Economic Forum Davos Switzerland | Jules Spinatsch

World Economic Forum Davos Switzerland | Jules Spinatsch


Jules Spinatsch (*1964) ist einer der anerkanntesten zeitgenössischen Schweizer Fotografen der internationalen Kunstszene. Er stellte in verschiedenen internationalen Museen aus, einschliesslich dem MoMA New York, der Fondation Cartier Paris, der Villa Arson Nice, dem Walker Art Center Minneapolis, der Tate Modern London, der SFMoMA San Francisco sowie dem Kunsthaus Zürich oder dem Fotomuseum Winterthur.

Die Ausstellung Semiautomatic Photography vereint 22 Panorama-Projekte, die der Künstler zwischen 2003 und 2016 realisiert hat. In Zusammenarbeit mit dem Informatiker Reto Diethelm, entwickelte er dafür eine spezielle Aufnahmetechnik mit einer halbautomatischen Webcam.

Beginnend im Jahr 2003, parallell zu seiner ersten Einzelausstellung Temporary Discomfort im Centre de la Photographie Genève, ist es Spinatsch gelungen, künstlerisch auf eine Methode der fotografischen Produktion, der sogenannten automatisierten Überwachungsfotografie, zu reagieren, die sich im Laufe der Zeit nur noch mehr durchsetzen sollte. Das erste Panorama, welches 2002 während des Weltwirtschaftsforums in Davos, seinem Geburtsort, entstand, markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der kritischen Fotografie.

Die Ausstellung präsentiert nicht nur grossformatige Panoramen wie beispielsweise Fabre n'est pas venu (3,8 x 12 m), sondern zeigt diese auch in unterschiedlichen Formen: Bücher wie Competing Agendasor Vienna MMIX, Projektionen auf Flachbildschirme, Installationen wie die Vienna MMIXspiral oder die Rekonstruktion seines Studios, das in dieser Art noch nie gezeigt wurde.

(Text: Christophe Guye Galerie)

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Ausstellung | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Dez
15
zu 9. Feb.

Ausstellung | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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 Sillans-la-Cascade, France, 1958

Sillans-la-Cascade, France, 1958


Vier seltene Unikate Abzüge des schwedischen Fotografen Christer Strömholm aus seiner ersten Werkschau von 1965 werden in Beziehung zu ausgewählten zeitgenössischen Künstlerpositionen der Galerie gesetzt. Die Arbeiten thematisieren und reflektieren im Dialog mit Strömholm wichtige künstlerische Aspekte aus seinem Schaffen auf ganz eigene Weise neu. 

Strömholm, der als einer der grossen Fotografen Schwedens gilt, nimmt mit seinem aussergewöhnlichen Œuvre eine wichtige Position innerhalb der internationalen Fotografiegeschichte ein. Mit der Kamera entwickelte er seine eigenen Bildvisionen von der Welt. Dabei begründete ein ausgeprägtes Interesse an Bildstrukturen sein Mitwirken in der wegweisenden Gruppe “fotoform“ um Otto Steinert. Bekannt wurde Strömholm vor allem mit seiner legendären Serie über die Transsexuellen vom Pariser Place Blanche (Les Amies de Places Blanche) aus den 1950er und 1960er Jahren. Seine dem fotografischen Existentialismus zugeordneten Schwarzweissfotografien verweisen mit einer schonungslosen Radikalität auf eine raue Lebenswirklichkeit, bestechen dabei aber auch mit ihrem poetischen Zauber. Das Geheimnis seiner Aufnahmen liegt in den surrealen Ausprägungen des von ihm Gesehenen, die sich zu neuen bühnenartigen Bildräumen verweben. Die Menschen darin gleichen zerbrechlichen, unwirklichen Geschöpfen, die sich in ihrer Alltäglichkeit sowie Unvollkommenheit und in ihrem Zweifel der Kamera offenbaren. Strömholm besass grossen Respekt, vor seinem Gegenüber und der Welt – Jedes Bild ist für sich gesehen nichts anderes als ein Selbstportrait, ein Teil des eigenen Lebens. (Strömholm, 1983).

Bei den jüngeren Künstlern und ihren Bildformulierungen liessen sich Parallelen entdecken: Die magische Präsenz einer Astkonstruktion bei dem Künstlerduo Inka and Niclas oder einer Tür bei Henrik Strömberg offenbaren surreale Momente. Der Raum als Ort subjektiver Erfahrung, der auf die Brüchigkeit des Seins verweist, sind für das künstlerische Verständnis von Susa Templin oder Yuken Teruya relevant. Identitäten und Selbstbefragungen hat Julia Peirone mit ihren Portraitbildern von Jugendlichen thematisiert. Bilder, die auf existentielle Fragestellungen verweisen und gleichzeitig den Blick verzaubern, hat Sascha Weidner geschaffen. Das von Linda Bergman zur Unkenntlichkeit verschmorte Puppengesicht erscheint wie eine grausame Metamorphose der körperlosen Köpfe aus Strömholms Bildwelt. Es sind diese Verweise von grafischen Elementen oder Metaphern, die zu der dialogischen Gegenüberstellung in der Ausstellung der dreizehn Künstler mit dem Altmeister geführt haben. 
 
Christer Strömholm, als Hauptprotagonist der modernen Fotografie, löste sich bereits von dem dokumentarischen und narrativen Charakter des Mediums. Dawid (Björn Dawidsson), als Begründer eines postmodernen Verständnisses der Fotografie in Schweden, fusste die Genese seines Œuvres auf einer ikonographisch-experimentellen Bildsprache. Zeitgenössische Positionen, wie die in der Ausstellung arbeiten auf unterschiedlichste Weise und vor dem Hintergrund eines heutigen postfotografischen Verständnisses an der Erweiterung des Mediums in den real existierenden Raum. 


Four rare prints by the Swedish photographer Christer Strömholm from his first exhibition in Stockholm in 1965 are be displayed alongside selected contemporary artists. The ensuing “dialogue with Strömholm“ thematizes and reflects artistic aspects of this artist’s oeuvre in a unique way.

Strömholm the doyen of modern Swedish photography, and his extraordinary work occupies an important position in the history of international photography. His pictorial compositions depict a unique vision of the world, and they led to his association with the group ofpioneering photographers founded by Otto Steinert known as "Fotoform." Strömholm is known above all for his legendary photographs of transsexuals at the Place Blanche in Paris during the 1950s and 1960s. With relentless radicality, his black-and-white “photographic existentialism“ captivates the poetic charm of life’s rough realities. The secret of this existentialism often lies in the surreal forms that are interwoven with dramatic pictorial moments, moments in which people resemble fragile and illusory creatures who reveal themselves to the camera in all their ordinariness, imperfection and doubt. Strömholm regarded his environment with the eyes of an artist who simultaneously seeks confrontation with reality and establishes contact with his fellow man, as a basic principle in photography. "Each picture can be considered a self-portrait, a part of one's own life." (Strömholm, 1983)

There are also obvious parallels to the work of younger artists’ pictorial formulations: the magical presence of a tree branch by Inka and Niclas, or a door by Henrik Strömberg, reveals the fragility of being and the surreal moments of subjective experience, moments which are likewise inherent in the artistic understanding of Susa Templin and Yuken Teruya. In a similar way, Julia Peirone also thematizes identity in the self-interrogations of her youthful portrait pictures. And Sascha Weidner’s images raise existential questions in a similar was just as they enchant the eye. The disembodied heads of Strömholm's pictorial world are also reflected by the cruel metamorphosis of the doll's face in Linda Bergman's work. Such graphic references result in a dialogue between the old master and the thirteen artists displayed in the exhibition.

Strömholm, as one of the main proponents of modern photography had already abandoned the documentary and narrative character of the medium behind and Dawid (Björn Dawidsson), as the founder of a postmodern understanding of photography in Sweden, find the genesis of their oeuvre in an experimental pictorial language. Contemporary positions such as those in the exhibition work in a wide variety of ways and against the background of today's post-photographic understanding on the expansion of the medium into real existing space.

(Text: Franziska Schmidt)

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Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln
Jan
12
zu 27. März

Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln


im focus galerie | Köln
12. Januar - 27. März 2019
über Karneval vom 28. Februar - 6. März 2019 geschlossen

Strange Encounters
Thomas Hoepker


 Esel | Thomas Hoepker

Esel | Thomas Hoepker

Thomas Hoepker (*1936, München) gilt als einer der bekanntesten Reportagefotografen der Welt. Anfangs als Fotoreporter und Korrespondent für den “stern” unterwegs, fotografierte er weltweit und machte unter anderem Bilder, die von zeitgeschichtlicher Bedeutung sind. Später wurde er Art Director beim stern, Executive Editor bei GEO und Präsident von Magnum Photos. Damit etablierte sich Hoepker in einigen der wichtigsten Positionen der internationalen Fotoszene. Buchprojekte, Filmproduktionen und unzählige Ausstellungen in den wichtigsten Museen und Galerien der Welt folgten.

Die Ausstellung "Strange Encounters" (merkwürdige Begegnungen) zeigt skurrile und humorvolle Beobachtungen, die Thomas Hoepker auf seinen Reisen machen konnte.

"Als Fotojournalist, arbeitend für Zeitungen und Magazine, ist man oft mit den eher schlechten Situationen konfrontiert. Aber schon bald entdeckte ich, dass dort auch lustige oder merkwürdige Begegnungen zu finden sind, die es wert sind fotografiert zu werden." (T. Hoepker)

Daneben zeigt die in focus Galerie, Köln die berühmtesten Fotografien aus Thomas Hoepkers langer Karriere.

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Ausstellung | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden
Jan
18
zu 2. März

Ausstellung | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
18. Januar - 2. März 2019

Zeitspuren
André Wagner


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Schwerpunkt künstlerische Arbeit
Charakteristisch für die Fotografien André Wagners ist seine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und Motiven seiner Bilder. Zeit und Metaphysik spielen dabei eine besondere Rolle. Er möchte Konventionen des (Weg-)Sehens und des gedanklichen, oft vorschnellen Einordnens brechen.

Sein Ausgangspunkt ist nicht die Wiederverzauberung der Welt, sondern die Wiedersichtbarmachung der noch immer existierenden magischen Momente, die zu Sehen in der heutigen rationalisierten Welt absichtlich verlernt werden. Für ihn sind diese Momente, die übrigens auch stundenlang anhalten können, besonders deutlich in Indien zu finden. Daher kehrt er seit 2004 immer wieder auf den indischen Subkontinent zurück und macht sich dort auf Spurensuche nach der Essenz dieser Kultur und ihrer Fundamente. 

Eine Brücke soll diese Kunst schlagen, die es ermöglicht, Abstraktes wie Spiritualität oder Erhabenheit im Gegenständlichen sichtbar zu machen. Allerdings will die Bildsprache des Künstlers weder predigen noch missionieren, sondern auf einem eher empathischen Level das Materielle mit dem Transzendentalen verbinden und das Unaussprechliche am menschlichen Dasein kommunizieren.

«Am aufgenommenen Bild manipuliere ich nicht mehr herum», ist André Wagner wichtig zu betonen. Seine Bilder werden nicht im Nachhinein durch Bildbearbeitung verfälscht. «Mein Photoshop ist die Zeit», sagt er.

Besonders beeindruckend zeigt sich das am Beispiel der Serie ‚Color Flow’, die er in Indien während des Holi Festivals aufnahm. Die Bilder, die über Stunden von dem bunten Treiben des heiligen Festes der Farben aufgenommen wurden, erinnern an abstrakte Malerei. «Als wenn ich in einem Gemälde stand beim Fotografieren», beschreibt André Wagner den Prozess, «und die Menschen waren die Pinsel».

In der Serie Color Flow treffen viele verschiedene Ebenen, die André Wagners Schaffen auszeichnen, aufeinander und verschmelzen wie die Menschen im Bild. Ähnlich wie auch bei dem Bild ‚Dimension Door‘ oder in der Serie ‚Sense of Purpose’ dokumentiert der Künstler eine im Verschwinden begriffene Welt der Götter und Dämonen, die in einem zweckrationellen westlichen Ordnungsdenken keinen Platz mehr hat. Sinnbildlich dafür stehen die mittlerweile geteerten Pilgerwege, deren Belag unter der Sonneneinstrahlung so heiss wird, dass die Gläubigen Schuhe tragen müssen - auf einem Weg, den sie seit Jahrtausenden barfuss bestritten haben.

Solcherart Rituale und heilige Orte stellen eine Verbindung zwischen Weltlichem und Spirituellem her, die André Wagner insbesondere mit Hilfe der Elemente sichtbar macht. Das Bild ‚virbrations’ beispielsweise nutzt Feuerwellen um auf die dem Ganges zugeschriebene Eigenschaft anzuspielen, Leiden zu lindern. Die wellenförmige Bewegung des Karma, die so bildlich festgehalten wird, spiegelt sich auch in den ‚Color Flow’ Bildern wider und zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des Fotografen.

Die Faszination mit dem Land Indien rührt indes nicht aus einer oberflächlichen Esoterik her, sondern aus einer eingehenden Beschäftigung mit Historie, Kultur und Religion des Landes. Sie kreuzt aber auch Punkte mit der eigenen ostdeutschen Biografie: „Es findet in Indien gerade ein Paradigmenwechsel statt. Ich befürchte, dass der ungeprüft übernommene westliche Lebensstil viel von dem verdrängen wird, was Indien als Kultur ausmacht.“

Dennoch soll seine Kunst nicht den Zeigefinger erheben, mahnen oder belehren. Sie soll lediglich das offene Gespräch suchen und Austausch über abstrakte Themen ermöglichen.

André Wagner
Der 1980 im sächsischen Burgstädt geborene André Wagner begann seine künstlerische Arbeit früh. Neben fotografischen Arbeiten, die im Jahr 2000 unter anderem beim Deutschen Jugendfotopreis im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen waren, entstanden schon während der Schulzeit zum Teil grossformatige Graffiti-Werke, unter anderem gemeinsam mit seinem damaligen Mitschüler, dem Maler Lars Teichmann. Weitere Aufträge im Bereich der Graffiti - Kunst folgten.

Über die Graffiti-Kunst und Street Art kam André Wagner zur Fotografie. Zwischen 1999 und 2001 machte er eine Ausbildung zum Fotografen und war seit 2002 als freier Fotograf tätig. In diesen Jahren arbeitete er hauptsächlich für Magazine wie den «Stern», den «Rolling Stone» oder «Geo», und porträtierte Künstler, Musiker und Sportler. Danach wendete er sich freien Projekten als Fotokünstler zu. In den folgenden Jahren nahm er an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Kunstgalerien, Museen und Kunstvereinen teil und stellte auf Kunstmessen im In- und Ausland aus.

2013 nahm er an der 55.Biennale von Venedig im Palazzo Bembo teil. Ebenfalls 2013 hatte André Wagner zwei Einzelausstellungen auf der «Kunst Zürich» wo er für den Zürcher «Advancement Art Award» nominiert wurde. 2014 wurde er von der «Photokina» in Köln eingeladen, ausgewählte Arbeiten seiner Monografie «Visions Of Time» in einer grossen Einzelausstellung zu zeigen. Im Jahr 2017 zeigte André Wagner zwei Museumsausstellungen im Museum Modern Art Altes Gaswerk Hünfeld und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, wo ein retrospektiv angelegter Querschnitt seiner Arbeiten zu sehen war. Ausserdem verwirklichte André Wagner auf Einladung mehrere Kunst am Bau-Projekte, wie etwa 2013 in Zürich in der Chirurgie und Handchirurgie FMH – oder für Mobimo Management eine grosse, mehrteilige Installation in dem Ensemble «Am Pfingstweidpark», ebenfalls in Zürich. Für die Düsseldorfer Boston Consulting Group installierte er eine 10 mal 5 Meter grosse Arbeit.

(Text: Galerie 94)

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Ausstellung | Visioni Ibride - Sandy Skoglund | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Jan
24
zu 23. März

Ausstellung | Visioni Ibride - Sandy Skoglund | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

  • Camera - Centro Italiano per la Fotografia (Karte)
  • Google Kalender ICS

Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
24. Januar - 23. März 2019

Visioni Ibride
Sandy Skoglund


 Revenge of the goldfish, 1981 color photograph approx. image size cm 68.75 x 87.5 ca. Courtesy: Paci contemporary gallery (Brescia – Porto Cervo, IT)

Revenge of the goldfish, 1981 color photograph approx. image size cm 68.75 x 87.5 ca. Courtesy: Paci contemporary gallery (Brescia – Porto Cervo, IT)

La mostra riunisce lavori che vanno dagli esordi nei primi anni Settanta all’ancora inedita opera “Winter”, alla quale l’artista ha lavorato per oltre dieci anni. Sarà proprio questa immagine – accompagnata da alcune delle sculture create per l’installazione da cui è stata tratta la fotografia – il fulcro dell’esposizione: una spettacolare anteprima mondiale che conferma una volta di più l’unicità della sua ricerca e del suo linguaggio, formatisi in pieno clima concettuale per evolversi in un immaginario sospeso tra sogno e realtà, di straordinaria potenza evocativa.

La mostra permette dunque di seguire questo percorso attraverso oltre trenta lavori, quasi tutti di grande formato. Si va dalle prime serie fotografiche prodotte a metà anni Settanta, dove già emergono i temi caratteristici dell’interno domestico e della sua trasformazione in luogo di apparizioni tra comico e inquietante, fino alle grandi composizioni dei primi anni Ottanta, che hanno dato all’artista fama internazionale.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia Torino)

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Ausstellung | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz
Feb
3
zu 21. Feb.

Ausstellung | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz


Paracelsus Forum | St. Moritz
3. - 21. Februar 2019

Winter in Swiss Photography
Albert Steiner, Guido Baselgia, René Burri, Werner Bischof, Arnold Odermatt, Sabine Weiss, Robert Bösch, René Groebli, Daniel Schwartz, Bernd Nicolaisen, Philipp Giegel, Douglas Mandry, Sandro Diener  


 Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Eine Gruppenausstellung, kuratiert von Mirjam Cavegn und Daniel Blochwitz

Die Galerie Bildhalle ist dieses Jahr erneut zu Gast im Forum Paracelsus in St. Moritz und präsentiert in einer Gruppenausstellung wichtige klassische und zeitgenössische Positionen aus der Schweizer Fotografie zum Thema “Winter".

Der Winter als Sujet hat in der Schweizer Fotografie eine lange Tradition. Schnee und Kälte verwandeln eine Landschaft vollständig, kaschieren viele ihrer Eigenheiten und reduzieren sie auf Kontraste, Flächen und Strukturen. Der Winter lädt ein, einen Ort neu und anders zu betrachten. Licht und Schatten, Spuren und Strukturen tauchen auf der Landschaft auf wie eine Zeichnung auf einem unbeschriebenen Blatt. Viele Künstler und Fotografen sind von diesem formalen Potential des Winters inspiriert.

 Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Einen Höhepunkt der Ausstellung stellen die in ihrer Qualität und Einzigartigkeit bis anhin nie gesehenen Vintage-Abzüge von Albert Steiner (1877-1965) aus der Sammlung Kaspar Fleischmann dar. Chronologisch folgen auf Steiner Winterbilder von wichtigen Exponenten der Schweizer Fotografie: Werner Bischof (1916-1954), René Burri (1933-2014), Arnold Odermatt (*1925), René Groebli (*1927), Philipp Giegel (1927-1997) und die in Paris lebende Schweiz-französische Fotografin Sabine Weiss (*1924).

 Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Diesen Ikonen der Schweizer Fotografie werden jüngere Positionen gegenübergestellt: zum Beispiel die fotografischen Unikate von Douglas Mandry (*1989)(Steindrucke auf Gletschertuch) oder die Landschaftsbilder von Sandro Diener (*1975).

 Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Abgerundet wird die Ausstellung mit Aufnahmen von etablierten Schweizer Fotografen wie Robert Bösch (*1954), Guido Baselgia (*1953), Daniel Schwartz (*1955) oder Bernd Nicolaisen (*1959). Sie alle wissen die atemberaubende Schönheit und existenziellen Grenzen alpiner Regionen in einzigartige Bilder umzusetzen.

(Text: Bildhalle Zürich)

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Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien
Feb
8
zu 26. Mai

Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien


Albertina | Wien
8. Februar - 26. Mai 2019

“Schwarz und Gold” | “Das Land”
Manfred Willmann


 Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Die ALBERTINA widmet dem österreichischen Fotografen Manfred Willmann (*1952) eine umfassende monografische Ausstellung. In seinen Serien hält Willmann Szenen aus seinem persönlichen Umfeld in Graz und der Südsteiermark fest. Dabei bricht er mit Klischees des idyllischen Landlebens. Die Bilder sind von einer sehr direkten, subjektiven Sichtweise geprägt, charakteristisch sind die konsequente Verwendung des Blitzlichts und der Fokus auf Details. Als einer der ersten österreichischen Fotografen setzt er zudem Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel ein. Die ALBERTINA zeigt sechs umfangreiche Serien aus Willmanns Werk, darunter die einflussreichen Arbeiten „Schwarz und Gold“ und „Das Land“.


The ALBERTINA Museum is devoting a comprehensive solo presentation to the works of photographer Manfred Willmann (*1952). In his series, Willmann captures scenes from his personal surroundings in Graz and southern Styria, scenes that break with clichés of idyllic rural life. His pictures reveal a very direct and subjective view characterized by his consistent use of the flash and focus on details. Willmann is also one of the first Austrian photographers who used color as a means of artistic expression. The ALBERTINA Museum is showing six large series from Manfred Willmann’s oeuvre, including the influential work groups Schwarz und Gold and Das Land.

(Text: Albertina Wien)

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Ausstellung | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne
Feb
20
zu 5. Mai

Ausstellung | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
20. Februar - 5. Mai 2019

A Myth of Two Souls
Vasantha Yogananthan


 Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

In dem Bestreben, zeitgenössisches Kunstschaffen zu unterstützen und an die Öffentlichkeit zu tragen, zeigt das Musée de l’Elysée die erste institutionelle Ausstellung des Projekts A Myth of Two Souls von Vasantha Yogananthan. Der 1985 geborene Yogananthan, fotografischer Autodidakt französisch-tamilischer Herkunft, gehört einer Generation an, die mit Vorliebe die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischt. Die Serie ist vom Ramajana inspiriert, einem Urtext der hinduistischen Mythologie, der zwischen dem dritten Jahrhundert vor Christus und dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Sanskrit verfasst wurde. Das immer wieder aktualisierte Ramajana stellt für den westlichen Leser eine Aufforderung dar, sich fernab aller Exotik mit Indien zu befassen.

Seit fast vier Jahren reist Vasantha Yogananthan regelmässig nach Indien und Sri Lanka, um weiter an seinem Projekt zu arbeiten, dessen sieben Kapiteln hier nun erstmals gemeinsam ausgestellt werden. Für jedes Kapitel wird im Untergeschoss des Museums ein eigener Raum mit einer besonderen Atmosphäre eingerichtet, entsprechend der gezielt eingesetzten stilistischen Besonderheiten, durch die der Künstler seine Geschichte in sieben Abschnitten gliedert. Während die ersten Räume (sprich Kapitel) mit gerahmten Abzügen an der Wand relativ traditionell gehalten sind, eröffnen die darauffolgenden Räume alternative Zeigesysteme, mit Projektionen, Bildtapeten oder Installationen. Der Künstler behandelt jedes Kapitel des Ramajana anders und erprobt bzw. aktualisiert traditionelle Fototechniken. Dies gilt vor allem für die ersten Kapitel mit ihren Schwarz-Weiss-Fotografien, die mit einer Plattenkamera aufgenommen und dann von einem indischen Maler handkoloriert wurden, wie es vor dem Aufkommen des Farbfilms im 19. Jahrhundert traditionell üblich war. Vasantha Yogananthan übernimmt dieses Verfahren und überträgt es ins Heute, indem er seine Fotografien ausserhalb des Ateliers, mit Passanten als Akteuren, aufnimmt. Der Bereich des häuslichen Porträts wird dabei – ohne Klassenunterschiede – auf die gesamte Gesellschaft und das ganze Land übertragen, von den Grossstädten bis in die entlegensten Landstriche.

Die sieben hier vorgestellten Kapitel – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – führen die Besucher auf einem Spaziergang durch Epochen und Schauplätze und machen sie zugleich mit seltenen Fototechniken vertraut. Die Ausstellung umfasst Fotoarbeiten, neu gemalte Drucke und eine mehrkanalige Videoinstallation.


Soucieux de soutenir et de promouvoir la création contemporaine, le Musée de l’Elysée présente la première exposition institutionnelle du projet A Myth of Two Souls de Vasantha Yogananthan. Né en 1985, photographe autodidacte d’origine franco-tamoule, Yogananthan appartient à une génération qui aime brouiller les lignes entre fiction et réalité. Cette série est inspirée par le Râmâyana, œuvre fondamentale de la mythologie hindoue, écrite en sanskrit entre le IIIe siècle avant J.-C. et le IIIe siècle de notre ère. Sans cesse réactualisé, le Râmâyana se présente ainsi au lecteur occidental comme une invitation à appréhender l’Inde au-delà de l’exotisme.

Depuis presque quatre ans, Vasantha Yogananthan se rend régulièrement en Inde et au Sri Lanka pour compléter son projet, dont la plus grande partie des sept chapitres qui le composent seront pour la première fois exposés ensemble. Un espace spécifique à chaque section sera aménagé à l’étage inférieur du Musée de l’Elysée, créant ainsi une atmosphère particulière et propre à chacune des stylistiques convoquées par l’artiste pour développer son histoire en sept étapes. Si les premières salles – et de fait, chapitres – seront de facture relativement traditionnelle en présentant, au mur, des tirages encadrés, les suivantes permettront une mise en avant de systèmes de monstration alternatifs, comme la projection, le papier peint ou l’installation. L’artiste développe en effet des traitements esthétiques différents et explore, ou revisite, des techniques ancestrales. C’est le cas notamment de la section inaugurale de A Myth of Two Souls, constitué de photographies noir/blanc, réalisées à la chambre, par la suite colorisées à la main par un peintre indien comme cela se faisait traditionnellement au XIXe siècle, avant l’apparition de la pellicule couleur. Vasantha Yogananthan se réapproprie cette technique tout en la modernisant, réalisant ses photographies hors studio, avec des passants devenus acteurs. Le champ du portrait domestique est ainsi étendu à l’ensemble de la société – sans distinction de classes – et à l’ensemble du territoire, des métropoles à la campagne profonde.

Les sept chapitres exposés – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – offriront aux visiteurs une déambulation à la fois temporelle et géographique, tout en leur faisant découvrir des techniques photographiques peu répandues et une scénographie originale. L’exposition comprends des œuvres photographiques, des tirages repeints ainsi qu’une installation vidéo multi channel.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne
Feb
20
zu 5. Mai

Ausstellung | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne


Musée d’Elysée | Lausanne
20. Februar - 5. Mai 2019

Martine Franck


 Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Aus dem Wunsch heraus, die Pionierleistung von Frauen in der Fotografie des 20. Jahrhunderts stärker ins Licht zu rücken, zeigt das Musée de l’Elysée einen grossangelegten Rückblick auf das Werk von Martine Franck (1938-2012). Die von der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris konzipierte, in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée erarbeitete und bisher umfassendste Schau besteht aus nahezu 140 Fotografien, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt und in ihrer Mehrheit von der Fotografin selbst ausgewählt wurden.

Ausstellung und Publikation vermitteln nicht nur eine noch unbekannte Perspektive einer Fotografin auf ihr Lebenswerk, sie basieren zudem – im Unterschied zu vorausgegangenen Retrospektiven – auf ausführlichen Recherchen in Martine Francks Archiv. Als eine der Protagonistinnen der Fotokunst des 20. Jahrhunderts, die 1970 Mitglied der Agentur Vu, 1972 Mitbegründerin der Agentur Viva und ab 1983 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Magnum war, kam die Journalistin, Reporterin und Porträtistin aus einer persönlichen Praxis heraus, hauptsächlich auf ihren Reisen durch Asien und Europa, zur Fotografie. Mit der Entscheidung für eine berufliche Laufbahn als Fotografin wählte sie ein Betätigungsfeld, auf dem noch kaum Frauen zu finden waren. Dennoch gelang es ihr, sich eine Stellung zu sichern, indem sie sich von ihren Kollegen kaum beachteten Themen zuwandte, wie etwa die Arbeitswelt, Frauen, das Alter, Solidarität und Entwicklungshilfe. Fast 50 Jahre lang schuf sie so, unabhängig von jeder ästhetischen Strömung, ein persönliches Werk, dessen Schwerpunkt die Existenzbedingungen der Menschen rund um den Erdball bilden.

Mit der Aufnahme dieser Ausstellung ins Programm eröffnet das Musée de l’Elysée den Besuchern die Chance, ein zentrales Werk neu zu entdecken, in dem sich nicht nur ein breites Themenspektrum, sondern auch ein eindringlicher, aussergewöhnlicher Blick auf unsere Epoche spiegeln.


Souhaitant mettre en lumière l’oeuvre pionnière des femmes photographes au cours du XXe siècle, le Musée de l’Elysée présente une importante rétrospective consacrée à Martine Franck (1938-2012). Conçue par la Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris, et coproduite avec le Musée de l’Elysée, cette exposition, unique par son ampleur, est constituée de près de 140 photographies, dont certaines inédites, en grande partie sélectionnées par la photographe de son vivant.

Au-delà de ce regard inédit d’une photographe sur l’ensemble de son oeuvre, ce projet d’exposition et d’édition est fondé sur une étude approfondie des archives de Martine Franck, ce qui la démarque des rétrospectives précédentes.

Figure essentielle de l’art photographique du XXe siècle, membre de l’agence VU en 1970, cofondatrice de l’agence Viva en 1972 et membre de la coopérative Magnum à partir de 1983, journaliste, reporter et portraitiste, Martine Franck vient à la photographie à travers une démarche personnelle liée en grande partie à ses voyages en Asie et en Europe. Lorsqu’elle décide de se consacrer à la carrière de photographe, elle choisit un domaine d’activité comprenant encore peu de femmes. Elle réussit pourtant à trouver sa place en s’attachant à des sujets peu abordés par ses confrères, comme le monde du travail, les femmes, la vieillesse, la solidarité et l’humanitaire. Durant près d’une cinquantaine d’années, indépendamment de tout courant esthétique, elle a ainsi construit une oeuvre personnelle en grande partie consacrée à la condition humaine à travers le monde.

En programmant cette exposition, le Musée de l’Elysée offre au public la possibilité de redécouvrir une œuvre majeure qui, au-delà de la diversité des sujets, porte un regard intense et singulier sur notre époque.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg
Mär
2
zu 16. Juni

Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
2. März - 16. Juni 2019

Der Maler als Fotograf
Ernst Ludwig Kirchner


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Das Kirchner Museum Davos verfügt über einen umfangreichen Bestand an Glas- und Zellulose-Negativen von Ernst Ludwig Kirchner aus der Zeit von 1908–1938. Die fotografische Sammlung des Museums umfasst etwa 1500 Werke, zu denen neben den Negativen auch Vintage Prints und Modern Prints gehören. In den Jahren 2015-2016 wurde die Erschließung des gesamten fotografischen Bestands umgesetzt. Sämtliche Negative wurden digitalisiert und von jedem Negativ wurden hochwertige Silbergelatine-Abzüge in Museumsqualität hergestellt. Damit sind die Voraus-setzungen geschaffen worden, um Kirchners vielfältigen und teilweise experimen-tellen Umgang mit dem fotografischen Medium in seiner ganzen Breite aufzeigen zu können.

Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von ca. 300 fotografischen Werken und präsentiert Beispiele aus allen Genres, in denen sich Kirchner betätigt hat: von Akten und Atelierszenen über Porträts bis hin zu Landschaften und Sachfotografien. Obwohl Kirchner sich nicht als Foto-Künstler verstand, schöpfte er doch die Möglichkeiten des fotografischen Mediums umfänglich aus. Die Fotografie war für ihn ein Instrument der künstlerischen Findung und Erfindung; zugleich spiegelt sich in seiner Kunst die Vorstellung einer Inventarisierung der Welt im Lichtbild. Die Ausstellung bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks in Kirchners Werk und zeigt erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kirchner Museum Davos.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Lena Nievers, Kuratorin für moderne Kunst, Museum der Moderne Salzburg

(Text. Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf
Mär
29
zu 7. Juli

Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
29. März - 7. Juli 2019

Two Rivers
Joachim Brohm und Alec Soth


 Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Zwei Fotografen, zwei Flüsse: Vom 29. März bis 7. Juli 2019 präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf mit „Two Rivers“ die wichtigsten fotografischen Werkgruppen des deutschen Künstlers Joachim Brohm und des US-Amerikanischen Fotografen Alec Soth. In einer Weltpremiere vereint die Ausstellung Werke aus insgesamt zehn Serien, unter anderem Alec Soth’ Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ und Joachim Brohms berühmte „Ruhr“-Serie.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Alec Soth’ Serie „Sleeping by the Missisippi“ und Joachim Brohms Serie „Ruhr“, die beide Menschen an der Peripherie des Flusses porträtieren. Brohm, der an der Folkwang Hochschule studierte, ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt. Soth steht als lyrischer Dokumentarfotograf in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Was die beiden verbindet, ist ein dokumentarisch-künstlerischer Blick, der sie als sensible Dokumentaristen ihres sozialen Umfeldes ausweist. Die Ausstellung versammelt insgesamt zehn Werkgruppen der beiden Fotografen, neben den bekannten Serien an der Ruhr und am Mississippi werden weltweit zum ersten Mal auch Joachim Brohms seltene Porträts und ein neues Werk von Alec Soth gezeigt.

Alec Soth gehört seit seinem ersten Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ aus dem Jahre 2004 zu den wichtigsten Fotografen der internationalen Fotoszene. Soth ist bildender Künstler, Magnum-Fotograf, Blogger, Verleger und Pädagoge. Er erforscht die vielen verschiedenen Formen der Fotografie und wie sie sich in der Welt präsentieren. Als lyrischer Dokumentarfotograf - in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld - sieht sich Soth in erster Linie als amerikanischer Fotograf. Die Landschaften der USA, der majestätische Mississippi, die donnernden Niagarafälle, die weiten und offenen Wüsten, die kleinen Städte und Vororte: Alle haben die Struktur und den Rahmen für seine poetischen Studien über das amerikanische Leben geschaffen. Neben „Sleeping by the Mississippi“ (2004) werden vor allem Werke aus den Serien „Niagara“ (2006) und „Songbook“ (2014) gezeigt.

 Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt und maßgeblich an der Entwicklung der Fotografie als Kunstform seit den 1980er Jahren beteiligt war. In seiner ersten, international viel beachteten Serie „Ruhr“ (1980-1983) dokumentierte er das Freizeitverhalten der Menschen am Ufer der Ruhr. Brohm gehört neben den Fotografen der Düsseldorfer Fotoschule zu den wichtigsten Fotokünstlern in Deutschland. In seinen oft dokumentarisch geprägten Arbeiten setzt er sich vor allem mit den Strukturen der Stadtentwicklung und der Stadtperipherie - mit allen sozialen, soziologischen, ökonomischen und kulturellen Implikationen - auseinander. Künstlerisch ausgebildet und geprägt wurde er an der Folkwang Hochschule in der Tradition von Otto Steinert und Michael Schmidt, aber auch durch sein Fulbright Stipendium an der Ohio State University, an der er Fotografie bei Allan Sekula studierte. Neben Brohms Frühwerk „Typology“ (1979), in dem er im Stil von Bernd und Hilla Becher die typologischen Besonderheiten von Kleingärten dokumentierte, präsentiert die Ausstellung auch Arbeiten aus seinem amerikanischen Werk „Ohio“, der „Ruhrstadt“ (1988-92), „Areal“ (1992-2002) und „Culatra“ (2008-2010). Als Premiere werden erstmals die seltenen Portraits aus Ohio gezeigt. Bis heute lehrt Joachim Brohm Fotografie an der HBG - Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

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Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Sonne halt! | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Sonne halt! (Arbeitstitel)


Gemeinsam entwickelten der Schriftsteller Konrad Bayer (1932–1964) und der Filmemacher Freddy Radax (1932) zu Beginn der 1960er-Jahre den Avantgardefilm Sonne halt! Bayer spielt darin die Hauptrolle, eine Doppelfigur aus Dandy und Matrose, der mit einem Gewehrschuss die Sonne zur Explosion bringt und damit die Sicht auf die Dinge verändert. Radax Auffassung von Film, als sich ständig in Bewegung befindendes Material, ergänzt der Schriftsteller Bayer mit Textpassagen aus seinem unvollendeten Roman der sechste sinn zu einem „Filmgedicht“.

Kuratorin: Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne  | Salzburg
Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Der fotografische Mensch
Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes


 Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Die Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes werden in einer Auswahl gezeigt, um die Entwicklung des Sammlungsbestands öffentlich zu machen und das besondere Gewicht dieser Sammlung für das Museum der Moderne Salzburg zu unterstreichen.

Kuratorinnen: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, mit Andrea Lehner-Hagwood, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne)

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Apr
27
zu 29. Sep.

Ausstellung | Fotografie und Film | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
27. April - 29. September 2019

Fotografie und Film (Arbeitstitel)


Mit der ersten Sammlungsausstellung in Partnerschaft mit der Generali Foundation im neuen Jahr wird das bewährte Programm fortgesetzt und eine thematische Ausstellung entwickelt, in denen die Bestände des Museums mit den Werken der Sammlung Generali Foundation in Dialog treten.

Kuratorin: Antonia Lotz, Kuratorin Sammlung Generali Foundation

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
29
zu 25. Aug.

Ausstellung | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
29. Mai - 25. August 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
19
zu 10. Nov.

Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
19. Juli - 10. November 2019

Retrospektive
Martin Parr


 Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne
Sep
18
zu 5. Jan.

Ausstellung | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
18. September 2018 - 5. Januar 2020

Jan Groover


 Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Die Ausstellung bietet den ersten Rückblick auf das Gesamtwerk der US-amerikanischen Fotografin Jan Groover (1943-2012), deren privater Nachlass 2017 in die Sammlung des Musée de l’Elysée kam. Anhand einer Auswahl von Archivstücken aus diesem Nachlass behandelt die Schau nicht nur die New Yorker Jahre der Künstlerin, sondern mit ihrer Zeit in Frankreich auch den wohl am wenigsten bekannten Abschnitt ihres Schaffens. Der Rundgang präsentiert die Ergebnisse umfassender Forschungsarbeiten des Museumsteams an diesem Bestand, die sowohl konservatorische Aspekte (eine genaue Untersuchung der fotografischen Verfahren und Trägermaterialien, restauratorische Behandlung) als auch historische Dokumentation (Groovers Werk im Kontext und seine Rezeption aufseiten von Institutionen und Kritik) beinhalteten.

„Die Formgebung ist entscheidend. “ In Anlehnung an diesen Leitsatz Jan Groovers rückt die Ausstellung den zutiefst gestalterischen Ansatz in den Vordergrund, der das Werk der Fotografin ihr Leben lang bestimmte. Ihre von unermüdlichem Experimentieren geprägte künstlerische Suche und der damit zusammenhängende Schaffensprozess werden in der Ausstellung nicht allein durch Originalabzüge, sondern auch anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Skizzenbüchern anschaulich.

Anfang der 1970er Jahre machte sich Jan Groover die ihre ursprüngliche Berufung als Malerin aufgab mit ihren mehrteiligen, motivisch um Strassen, Autos und Stadtlandschaft kreisenden Fotografien einen Namen. Als Auftakt zu ihren formalen und ästhetischen Experimenten lassen sich an ihnen damals im Umfeld der Konzeptkunst angestossene Überlegungen (insbesondere zu den Begriffen der Serie und der Sequenz) reflektieren. Um 1978 nahm Jan Groover einen radikalen Themenwechsel hin zum Stillleben vor. Damit begann die Arbeit an einer Werkgruppe, die das Gros ihres Œuvres ausmacht und durch die sie bis heute in der zeitgenössischen Geschichte des Mediums als eine der Hauptvertreterinnen dieses Genres gilt. Ihre überwiegend im Atelier entstandenen Kompositionen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt und sollten in den 1980er Jahren aktiv zur Anerkennung der Farbfotografie beitragen. Obwohl die Sachfotografie in ihrem Werk eindeutig überwiegt, gibt es in Jan Groovers Bildern immer wieder auch Landschaften, Körper und Porträts, die meist monochrom gehalten sind. Ihr ausgeprägtes Interesse galt dem Platin-Palladiumdruck, mit dem sie nach ihrem Umzug nach Frankreich zunehmend experimentierte und mehrere Serien in aussergewöhnlichem Querformat (Bankettkamera) schuf, die den Schlusspunkt der Ausstellung bilden.


Cette exposition revient pour la première fois sur l’ensemble de l’œuvre de Jan Groover (1943-2012), photographe d’origine américaine dont le fonds personnel a intégré les collections du Musée de l’Elysée en 2017. À travers une sélection d’archives issues de ce dernier, elle évoquera non seulement les années new-yorkaises de l’artiste, mais aussi françaises – pan méconnu de sa carrière. Le parcours présente les résultats d’un important travail de recherche mené par l’équipe du musée sur le fonds – à la fois du point de vue de la conservation (analyses approfondies sur les procédés et supports photographiques, traitements de restauration) et de la documentation historique (contextualisation de l’œuvre et de sa réception tant institutionnelle que critique).

« Le formalisme, c’est l’essentiel. » Empruntant pour ligne directrice l’assertion de Groover, l’exposition met en lumière le dessein éminemment plastique poursuivi tout au long de son travail par la photographe. Menée au gré d’une expérimentation constante, cette recherche et le processus créatif qu’elle implique sont mis en valeur non seulement par la présentation d’épreuves vintage, mais aussi par la présence de documents, notes et carnets préparatoires.

Au début des années 1970, Jan Groover – délaissant sa vocation première de peintre – est remarquée pour ses polyptyques photographiques, construits autour des motifs de la route, des voitures et de l’environnement urbain. Prémisses de ses explorations formelles et esthétiques, ils offrent la possibilité de réexaminer des réflexions amorcées par les artistes contemporains de l’époque (notamment les notions de sérialité et de séquence). Vers 1978, Jan Groover change radicalement de sujet pour se tourner vers la nature morte. Elle débute ainsi un corpus qui formera l’essentiel de son œuvre, et grâce auquel elle reste aujourd’hui encore l’une des figures éminentes du genre dans l’histoire contemporaine du médium. Pour la plupart réalisées en studio, ses compositions relèvent de procédés variés. Dans les années 1980, elles contribueront activement à la reconnaissance de la photographie en couleurs. Malgré une prééminence sans conteste de ses photographies d’objets, le travail de Jan Groover est également ponctué de paysages, corps et portraits, souvent en noir et blanc. Elle développe également un attachement pour la technique au platine et au palladium dont elle approfondira l’étude à son arrivée en France, avec plusieurs séries au format allongé très particulier (banquet camera), en conclusion de l’exposition.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | A Mind of Winter | Museum der Moderne | Salzburg
Nov
30
zu 19. Apr.

Ausstellung | A Mind of Winter | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
30. November 2019 - 19. April 2020

A Mind of Winter
Walter Martin & Paloma Muñoz


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Das Künstlerpaar Walter Martin (1953 Norfolk, VA, US – Milford, PA, US) und Paloma Muñoz (1965 Madrid, ES – Milford, PA, US) arbeitet seit 1994 zusammen und ist insbesondere durch seine Fotografien und Skulpturen bekannt geworden, welche surreale Landschaftsdioramen zeigen, in denen sich absurd-bizarre Szenen abspielen.

In den Schneekugeln der Serie Travelers wird mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail das Schicksal von Reisenden dokumentiert. Die Liliputwelten zeigen eine eisige Wildnis aus Schneebergen, Eisblöcken und abgestorbenen Bäumen, in denen verschiedene Personen in mehr oder weniger ausweglosen Situationen gestrandet sind. Die befremdlichen Interaktionen und sich anbahnenden oder bereits eingetretenen Katastrophen verweisen auf die Unsicherheit und Abgründe menschlicher Verhältnisse. Martin & Muñoz unterwandern mit ihren »lustigen Alpträumen« die Nostalgie und Sentimentalität, welche die Kulturgeschichte der Schneekugel gemeinhin begleiten. Zugleich machen sie sich die Traumwelt zunutze, die aus dem Zusammenspiel von Glaskugel, Wasser, Motiv und Schneegestöber entsteht, um schaurig-schöne Geschichten zu inszenieren. Ein kitschiges Souvenir wird so zum Mikrokosmos existentieller Winterstimmungen und zur Bühne eines sehr schwarzen Humors.

8/9 Vorschau Ausstellungen 2019/2020

Die Ausstellung bietet mit Skulpturen, Dioramen und Fotografien einen facettenreichen Einblick in den dystopischen Kosmos von Martin & Muñoz.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Oslo 8 @ büro | Basel
Nov
23
zu 8. Dez.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Oslo 8 @ büro | Basel


Oslo 8 @ büro | Basel
23. November - 8. Dezmber 2018

22. vfg Nachwuchsförderpreis

Simon von Gunten (1. Preis)
Christian Indergand (2. Preis)
Karla Hiraldo Voleau (3. Preis)

Alexandra Baumgartner, Ernst Kehrli, Jonathan Liechti, Lisa Lurati, Fabienne Spiller, Aissa Tripodi, Fred Walter Uhlig


 Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten


Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Ausstellung | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich
Nov
23
zu 16. Dez.

Ausstellung | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
23. November - 16. Dezember 2018

Malleus Maleficarum
Fotografische Ermittlung: Thema Fribourg
Virginie Rebetez


 Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

In der elften Ausgabe "Fotografischen Ermittlung: Kanton Freiburg", beschäftigt sich die Fotografin Virginie Rebetez mit einer fotografischen Untersuchung von Medien und Heilern, die in dieser katholischen Region weit verbreitet und in der Kultur verwurzelt sind; Sie lernt ihre Persönlichkeiten und Praktiken kennen, indem sie sie in einen größeren historischen Kontext der Hexenjagd stellt.

Malleus Maleficarum ist wohl der ehrgeizigste und kühnste Versuch der Künstlerin, den Raum zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu erforschen, Geschichte neu zu denken. Die Vergangenheit tritt wieder auf durch die Figur von Claude Bergier, der der Hexerei beschuldigt und am 5. August 1628 in Freiburg verbrannt wurde. Rebetez bringt Bergier zurück, indem sie die Medien befragt und Brücken zwischen Menschen und Orten, die zeitlich und räumlich getrennt sind, errichtet.

Indem einer abwesenden Person eine Stimme verliehen wird, vermittelt Rebetez Informationen, die nur in nicht geäusserter Form existierten. In gewisser Weise wird sie, indem sie die Informationen übermittelt, selbst zum Medium.

Virginie Rebetez hat im Jahr 2005 die Höhere Fachschule für Fotografie in Vevey (CH) und im Jahr 2008 die Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam (NL) abgeschlossen. Sie lebt und arbeitet seit 2012 in Lausanne (CH). Ihre künstlerischen Arbeiten werden regelmässig in verschiedenen Museen, Galerien und Festivals in Kollektiv- oder Einzelausstellungen in der Schweiz und in Europa ausgestellt und sind Gegenstand von Zeitschriften zur zeitgenössischen Fotografie, Zeitungsartikeln sowie Blogs. Die Fotografin erhielt mehrere Auszeichnungen in Form von Kulturpreisen und Stipendien: Leenaards Stiftung, Swiss Design Awards, 29. Internationales Fotografie & Mode-Festival in Hyères (F), Prix Focale der Stadt Nyon. Ihre Werke haben Eingang in diverse öffentliche und private Fotosammlungen gefunden (Fotostiftung Winterthur, Stadt Nyon).

(Text: Photobastei)

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Ausstellung | forget not, recollect - Nicholas Winter | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Nov
10
zu 8. Dez.

Ausstellung | forget not, recollect - Nicholas Winter | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

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Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
10. November - 8. Dezember 2018

forget not, recollect
Nicholas Winter


George1mini.jpg

Portraits wurden und werden noch immer gemacht, die Kultur des Portraitierens ist nicht aus der Kunst wegzudenken. Gleichzeitig hat sich aber in unserer heutigen Zeit eine neue Gattung der Portraitkultur entwickelt: Es ist die heutige Selfie - Kultur. Allein 2016 wurden auf Instagram 282 Millionen Selfies geposted. Das Portrait wird zum alltäglich narzisstischen Reflex*.

Das Modell setzt gewissermassen „das öffentliche Gesicht “ auf, das Gesicht, um Anderen zu gefallen. Es ist das „schöne Gesicht“. Heute, viel mehr als früher, sind wir überschwemmt mit diesen Gesichtern des Gefallens. Sie sind in den Sozialen Medien, in Zeitschriften, online, offline omnipräsent, sie sind überall. Wir leben in einer Welt der Geischter, wie man sie gern hätte, wie sie nach aussen hin sein sollten.

(Text: Galerie Monika Wertheimer)

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Ausstellung | Colombia – On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Nov
4
zu 2. Dez.

Ausstellung | Colombia – On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

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BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
4. November - 2. Dezember 2018

Colombia – On the Brink of Paradise
Luca Zanetti


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Mächtig erhebt sich im Hintergrund der nebelverhangene Gipfel eines Berges; davor erstreckt sich das facettenreiche Grün des kolumbianischen Regenwaldes. Ein Teil eines Flusslaufs ist ebenfalls sichtbar und vervollständigt die friedvolle Szenerie. Ein paradiesischer Ort also? Ein reiches Land immerhin: Aus dieser Berglandschaft stammen zwei der wertvollsten Smaragde, die je gefunden wurden. 

2004 hat der Schweizer Fotograf Luca Zanetti Boyacá besucht, wo die Steine entdeckt wurden. Es ist einer von vielen Orten in Kolumbien, die Zanetti in den vergangenen zwanzig Jahren fotografiert hat. In seinen zahlreichen Reportagen offenbart sich ein zerrissenes Land voller Schönheit und erstaunlicher Geschichten – ein Land, das aber auch von Bürger- und Drogenkriegen geprägt ist. 

Colombia – On the Brink of Paradise zeigt einen Fotografen, der uns dank seines präzisen Blicks, analytischer Distanz und gleichwohl emotionaler Nähe sowie dank seiner gestalterischen Klarheit tiefe Einblicke in ein Land mit einer hochkomplexen Geschichte und Gesellschaft erlaubt. Die Ausstellung basiert auf dem Buch Colombia − On the Brink of Paradise, das 2018 im Verlag Scheidegger & Spiess erschienen ist.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie)

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Galerie l'elac
Nov
2
zu 16. Nov.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Galerie l'elac


Galerie l’elac | Renens
2. - 16. November 2018

22. vfg Nachwuchsförderpreis

Simon von Gunten (1. Preis)
Christian Indergand (2. Preis)
Karla Hiraldo Voleau (3. Preis)

Alexandra Baumgartner, Ernst Kehrli, Jonathan Liechti, Lisa Lurati, Fabienne Spiller, Aissa Tripodi, Fred Walter Uhlig


 Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten

Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Ausstellung | Lochkamera-Fotografie - Hanspeter Bärtschi | Freitagsgalerie | Solothurn
Okt
27
zu 15. Dez.

Ausstellung | Lochkamera-Fotografie - Hanspeter Bärtschi | Freitagsgalerie | Solothurn


Freitagsgalerie | Solothurn
27. Oktober - 15. Dezember 2018

Lochkamera-Fotografien
Hanspeter Bärtschi


 Monet

Monet

Der Fotograf Hanspeter Bärtschi begibt sich mit seiner Lochkamera aus Holz auf eine Entdeckungsreise. Er verlässt dabei die gängigen Muster, die er als Presse-und Reportagefotograf verinnerlicht hat und sucht nach einer neuen Bildsprache. Die komplexen Veränderungen in der globalisierten Welt, aber auch in seinem beruflichen und persönlichen Umfeld, wecken bei Ihm den Wunsch zum Einfachen und  Elementaren zurückzukehren.

Mit seiner Lochkamera findet er dabei das passende Instrument. Die Schlichtheit und konzeptionelle Langsamkeit dieser Aufnahmetechnik stellt ein Gegenpol zur temporeichen Digitalisierung dar: Der Bildausschnitt kann nur erahnt werden. Die fehlende Linse führt immer zu einer gewissen Unschärfe. Die Belichtung wird mit etwas Erfahrung zur Gefühlssache. Fehlbelichtungen sind Programm. Die oft langen Belichtungszeiten führen zu Bewegungsunschärfe. Die Ergebnisse sind nicht vorhersehbar, dafür umso überraschender. Genau diese Eigenschaften verleihen den Bildern etwas Träumerisches, das an Malerei erinnert.

Bärtschi nutzt diesen poetischen Effekt. Geleitet von Intuition, Neugier, und manchmal auch vom Zufall sucht er auf seinen Spaziergängen nach Farben, Strukturen und optischen Momentaufnahmen. Losgelöst von jeglichen Konzepten und Vorstellungen setzt er seine archaische Kamera auch als Aufnahmegerät für Unbewusstes ein.

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Ausstellung | Erosion | Alte Krone | Biel/Bienne
Okt
27
zu 11. Nov.

Ausstellung | Erosion | Alte Krone | Biel/Bienne


Alte Krone | Biel/Bienn
27. Oktober - 11. November 2018

Erosion
Theresia Kummer, Heini Stucki, Hannes Hübner


 Theresia Kummer

Theresia Kummer


Durch tektonische Kräfte erheben sich Gesteinsschichten zu Bergern und noch wenn sie sich heben, werden sie gleichzeitig abgebaut und durch Flüsse als Sedimente in Meeren abgelagert. Diese Sedimentschichten werden dann früher oder später wieder zu Bergen. All dies dauert natürlich Millionen von Jahren. “Alles fliesst” hat schon der Grieche Heraklit festgestellt. Die Foto zeigen einen winzigen Moment von diesen Prozessen.

(Text: Heini Stucki)

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Ausstellung | "Laut - Stille" Fotografie - Joanna Moehr | Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen
Okt
27
zu 18. Nov.

Ausstellung | "Laut - Stille" Fotografie - Joanna Moehr | Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen

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Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen
27. Oktober - 18. November 2018

“Laut - Stille” Fotografie
Joanna Moehr


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Es gibt Orte, die sind Laut. Es gibt Orte, die sind Still. Die St. Galler Fotografin Joanna ist von beiden auf ihre Art fasziniert. Jeder Ort hat auf seine Weise eine Magie. Orte die manche Menschen oft gar nicht wahrnehmen, sie nicht sehen, sie nicht fühlen. Weil diesen Orten auf den ersten Blick das “wow” fehlt.   

In der Galerie vor der Klostermauer in St. Gallen zeigt sie eine kleine Auswahl ihrer Fotos, die in den letzten 3 Jahren in ihrer nächsten Umgebung sowie in Schottland und auf verschiedenen Strassen europäischer Städte entstanden sind.

“Laut – Stille“ lautet der Titel ihrer Ausstellung, bei welcher sie ausschliesslich Schwarz-Weiss Fotografien zeigt. “Die Menschen haben den Kopf zu voll - um zu sehen. Wenn sie gestresst durch die Natur oder durch die Strassen rennen, vor sich selbst davon, immer in Eile, weil in der heutigen Zeit alles schnell gehen muss. In einer Zeit wo man sich selbst keine Zeit mehr schenkt um die Wahrheit dahinter zu erblicken. Wenn man die Fähigkeit verliert, im Jetzt zu sein und immer noch im Vergangenen verstrickt ist oder sich bereits Gedanken oder Sorgen um das Nachher macht“, sagt die 43-jährige Künstlerin.

Daneben zeigt sie Werke aus den Serien “Chaotische Dynamik“ und “em(ocean) of Life“. Mit diesen Arbeiten zeigt sie auf, was passiert, wenn man mit der alten und simplen Vorstellung von Landschaftsbildern zu experimentieren beginnt. Wenn man diese gesetzte Vorstellung durcheinander bringt und sie komplexer, abstrakter und dramatischer macht. Wenn unsere Sichtweisen auf den Kopf gestellt werden, sie sich überlappen, und dadurch mehr und mehr ein Chaos entsteht. Wenn dieses Chaos Überhand nimmt und vielleicht sogar ausser Kontrolle gerät und eine dadurch eigene Dynamik entwickelt.

Es entsteht ein "kontrolliertes Chaos" ausgehend von einfachen, absolut kontrollierten und überschaubaren einzelnen Momentaufnahmen. Ein visualisiertes Chaos mittels Überlagerung mehrerer für sich allein genommener simpler Momente.

(Text: Joanna Moehr)

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Ausstellung | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Okt
26
zu 15. Dez.

Ausstellung | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich

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Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
26. Oktober - 15. Dezember 2018

A Drug free Land & lessons from the Sidewalk
Thomas Kern


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Thomas Kerns Arbeit “A Drug Free Land” entsteht zwischen 2002 und 2009. Der Fotograf findet unterwegs durch den Alltag des ländlichen Amerika eindringliche Situationen. Seine Bilder verdichten das Unspektakuläre und verweisen über sich hinaus auf die Lage der Nation. Sie erzählen von der Erschütterung des Landes nach 9/11, die bis heute nachwirkt, und vom zerbrechenden American Dream. Im flüchtigen Augenblick blitzen die grossen Themen auf, Einsamkeit und Armut, Patriotismus und Rassismus, Liebe und Gewalt. 

“Lessons from the Sidewalk” handelt von Lebensgeschichten, deren Protagonisten für einmal unsichtbar bleiben. Die Stühle, die Kern auf den Strassen von Kairo antrifft, sind Zeugen und Erinnerung gewordene Objekte, an die er sich mit seiner Kamera annähert, als wären es zu porträtierende Menschen. 

Thomas Kern, geboren 1965 in Brugg, Ausbildung zum Fotografen in Zürich. Ab 1989 als freier Reportagefotograf in Krisengebieten unterwegs. 1990 Mitbegründer der Schweizer Fotoagentur Lookat Photos. 1998–2006 freischaffender Fotograf in San Francisco. 2006 und 2014 Auszeichnung mit einem Swiss Press Award. 2016 zeigt die Fotostiftung Schweiz in Winterthur seinen grossen Fotoessay über Haiti.

(Text: Barbara Liebster)

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Ausstellung | Überall einsam und doch nirgends verlassen - Reto Camenisch | Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern
Okt
26
zu 24. Nov.

Ausstellung | Überall einsam und doch nirgends verlassen - Reto Camenisch | Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern

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Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern
26. Oktober - 24. November 2018

Überall einsam und doch nirgends verlassen
Reto Camenisch


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Auf seinen Spaziergängen in den Wäldern rund um Bantigen und Geristein fand der Künstler gut versteckt und verborgen Molasse-Sandstein. Nach dem grossen Berner Stadtbrand vom 28. April 1405 wurde eben dieser Sandstein in grossen Mengen abgebaut und für den Wiederaufbau der Stadt verwendet. Heute sind diese Abbaugebiete überwachsen mit Moosen und Flechten, doch immer wieder findet man Spuren des ehemaligen Abbaus oder in Stein gekritzelte Botschaften, Weisheiten oder Erinnerungen. So entdeckte Reto Camenisch den Titel der Ausstellung “Ueberall einsam und doch nirgends verlassen”.

Reto Camenischs (1958, Thun) Fotografien sind Resultate einer nur leicht gelenkten Suche auf den verschlungenen Pfaden des Lebens. Er versteht es eindrücklich, das Wesen einer Landschaft oder der Natur aufzuspüren und in unverkennbaren Bildern festzuhalten. Es sind Begegnungen von unmittelbarer Direktheit, Sichten in ein vertrautes, und doch erst durch den Künstlerblick zu erfahrendes Universum, ständig oszillierend vom Makro- in einen Mikrokosmos. Ob in den lieblichen Schweizer Bergen, im zerfurchten Irland oder an verträumten Stränden, stets steht die Landschaft im Zentrum – entrückt und zeitlos. Nur Natur und Zeit. So wirken denn die Bilder auch auf einer anderen Ebene. Zwar muten sie auf der einen Seite vertraut an, auf der anderen Seite haftet ihnen jedoch stets die Idee von vermeintlichen, nahezu unerreichbaren Ideallandschaften an. In ihrer Monumentalität wirken sogar kleinste Details, einzelne Steine, Blätter oder Bäume und erzählen vom Lauf der Zeit. Die Bilder werden zu Arenen von Offenheit und Raum, zum Sinnbild für ungezähmte Freiheit.

(Text: Galerie Bernhard Bischoff & Partner)

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Ausstellung | in situ | Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel
Okt
19
zu 27. Okt.

Ausstellung | in situ | Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel


in situ | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel
19. - 27. Oktober 2018

20. Oktober 2018
Führung mit Esther Woerdehoff und Fabian Walter

Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger


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Nach vier erfolgreichen Kunstmessen mit welcher sich die photo basel während der Art Basel Woche zusehends etabliert, ist es unser Wunsch, auch unter dem Jahr mit einem hochstehenden Fotografie Programm in Basel präsent zu sein. Ziel der in situ Reihe ist es, Ihnen, liebe Besucher die Kunstfotografie näher zu bringen, den Dialog zu fördern und Basel als Fotostadt zu positionieren. Nach der erfolgreichen Lancierung der photo basel in situ Reihe im vergangenen Juni mit Magnum Fotograf Erich Hartmann, ist es uns gelungen, zwei grosse Schweizer Fotografen erstmalig unter einem Dach zu vereinen. Wir freuen uns sehr, diese kurze aber hochstehende Ausstellungmit Ihnen teilen zu dürfen und wünschen Ihnen unterhaltsame, lehrreiche und inspirierende Momente im Raum für Kunst am Heuberg 24 mit Balthasar Burkhard und Karlheinz Weinberger.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

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Ausstellung | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
13
zu 4. Nov.

Ausstellung | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
13. Oktober - 4. November 2018


Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Lugano Photo Days | Fotografi contro i crimini sugli animali | Ex Macello
Okt
12
zu 21. Okt.

Lugano Photo Days | Fotografi contro i crimini sugli animali | Ex Macello


Lugano Photo Days | Ex Macello
12. - 21. Oktober 2018

Fotografi contro i crimini sugli animali


 Blindfold Rhino | Neil Aldridge

Blindfold Rhino | Neil Aldridge


L’arte è espressione, e una forte espressione può influire sul cambiamento. La fotografia in particolare ha questo potere. Infatti, senza alcune fotografie di questo progetto, molte storie di crimini contro gli animali non avrebbero ricevuto visibilità. La maggior parte delle persone non dimentica un’immagine veramente potente, indipendentemente se sono colpiti da un momento scioccante di pura realtà o attirati da una composizione tenera e compassionevole.

I fotografi che hanno contribuito con le loro immagini stimolanti per questo progetto hanno diversi stili e abilità. Alcuni si propongono di evidenziare l’ingiustizia attraverso l’arte della dichiarazione, creando immagini indimenticabili attraverso la loro forza – la furia espressa magnificamente. Altri prendono la bellezza membrata e la reincarnano in un accordo inquietante, trasformando le prove in arte. Oppure utilizzano l’iconografia dell’arte classica per dare alle loro composizioni la risonanza umana, facendo eco ad una crocifissione, ad un letto di morte o al bottino di guerra.

I fotogiornalisti tra di loro hanno deciso di mostrare i crimini internazionali sugli animali attraverso una narrazione visiva, proprio come farebbe un giornalista di guerra, con una serie di immagini emotivamente potenti, ognuna accuratamente ripresa e pianificata, ciascuna incapsulando una diversa prospettiva della storia.

Poi ci sono gli appassionati fotografi naturalisti che iniziano coprendo una storia sulla vita dei loro soggetti preferiti e si trovano ad essere testimoni di un’altra storia e le loro fotografie diventano testimonianze di crimini o ingiustizie.

L’intenzione di altri fotografi naturalisti è semplicemente quella di trasmettere l’empatia che hanno per i loro soggetti e a farcene preoccupare allo stesso modo, così che proviamo una profonda rabbia per le cose crudeli che possono essere inflitte su creature senzienti.

Per realizzare immagini di questa qualità, scattando fotografie che sono più che casuali e che rimarranno potenti anche dopo averle guardate più volte, serve conoscenza, abilità e maestria. Questo normalmente succede dopo anni sul campo e acquisendo un’alfabetizzazione visiva. Queste immagini richiedono sia tempo per essere realizzate sia l’occhio di un artista. Sono immagini di spicco di grande valore. Non sorprende che molte abbiano vinto importanti premi.

Tutte le fotografie coinvolgono persone in qualche modo. Magari non mostrano crimini in un senso strettamente legale, ma rivelano la crudeltà e l’ignoranza o le tragedie dell’estinzione degli animali che, a lungo andare, influenzerà anche il nostro stesso benessere. In contrapposizione alle immagini di crudele indifferenza, molti ritraggono i teneri momenti di umanità. Ma tutto è collegato con noi. Colpiscono la nostra compassione e ci spingono a protestare contro l’inazione o al rifiuto politico.

Questa è la forza della fotografia. E creando una galleria con questo progetto, lo scopo dei fotografi è di amplificare la potenza con il grido “Fotografi contro i crimini sugli animali!”


Art is expression – and powerful expression can effect change. Photography in particular has this power. Indeed, without some of the photographs in this project, many wildlife crime stories would not have been given exposure. Most people never forget a truly powerful picture, whether they are transfixed by a shocking moment of raw reality or drawn in by a tender, compassionate composition.

The photographers who have contributed their thought-provoking images for this project have different styles and skills. Some set out to highlight injustice through statement art, creating images that are unforgettable through their power – fury expressed beautifully. Others take dismembered beauty and reincarnate it in a haunting arrangement, turning evidence into art. Or they use the iconography of classical art to give their compositions human resonance, echoing a crucifixion, a deathbed repose or the spoils of war.

The photojournalists among them have set out to cover international wildlife crime through a visual narrative, much as a war journalist would, with a series of emotionally powerful images, each skillfully shot and planned, each encapsulating a different angle of the story.

Then there are the passionate wildlife photographers who begin by covering one story about the life of their subject and find themselves witness to another story and their photographs testimonies to crimes or injustices.

The intention of yet other wildlife photographers is purely to convey the empathy they have with their subjects and move us to care in the same way – so that we feel real motivating anger that anything cruel could be done to such sentient creatures.

To execute images of this quality, to shoot pictures that are more than chance records and that will remain powerful however many times they are looked at, takes knowledge, skill and artistry. And that usually comes from years in the field and the acquisition of visual literacy. These images take both time to achieve and an artist’s eye. They are stand-out pictures of true value. Not surprisingly, many of them have won major awards.

All the pictures involve people in some way. They may not record crimes in a strictly legal sense, but they reveal cruelty and ignorance or wildlife-extinction tragedies that, in the long run, are likely to affect our own wellbeing. As a contrast to the scenes of cruel indifference, many portray the tender moments of human care. But all make a connection with us. They engage our compassion and prompt us to speak out against inaction or political denial. That’s the power of photography. And by creating a gallery in this project, the photographers’ aim is to magnify that power through the cry “Photographers Against Wildlife Crime!”

(Text: Roz Kidman Cox)

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Lugano Photo Days | The forgotten war of Nagorno-Karabakh - Mattia Vacca | Ex Macello
Okt
12
zu 21. Okt.

Lugano Photo Days | The forgotten war of Nagorno-Karabakh - Mattia Vacca | Ex Macello


Lugano Photo Days | Ex Macello
12. - 21. Oktober 2018

The forgotten war of Nagorno-Karabakh
Mattia Vacca


 The forgotten war of Nagorno-Karabakh | Mattia Vacca

The forgotten war of Nagorno-Karabakh | Mattia Vacca


“All men and women of Nagorno-Karabakh Republic are part of the army, but we can not say how many soldiers are now operative over the frontline” explains an official from the Ministry of Foreign Affairs in Stepanakert. 

Soldiers are engaged in defending their positions over the frontline, although in May 1994 an official ceasefire was also signed by Armenia. The ceasefire is regularly broken with casualties on both sides.

The conflict started in 1988 and escalated into full-scale war when the Soviet Union collapsed in 1991. Armenians went to war with Azerbaijan, with backing from Armenia. The conflict left 65,000 ethnic Armenians and 40,000 ethnic Azeris displaced.

Clashes between the Azerbaijani and ethnic Armenian forces over the breakaway enclave of Nagorno-Karabakh last year were the worst violence the region has seen since the ethnic war over the territory ended in 1994. Azerbaijan boasted of “destroying” 170 opposing troops, while sources from the Armenian Karabakhi forces estimated they had killed 300 Azeri soldiers. 

In the village of Talish, Azeri forces entered the houses killing four old-men and they brutally cut off their ears. Traces of those raids are still visible walking through bombed-out houses, shops and a destroyed school. Locals were transferred to near villages, where they found relatives. 

The border territory is now full of military camps and bases. In the capital Stepanakert a military academy substituted the traditional high-school.

Between the ages of 13-18 the young Artsakh citizens are forced to become soldiers, they wear uniforms and train in a military academy. Their everyday life is stuck in a military limbo, caused by a war that’s seen as normal and necessary.

Disassembling and reassembling a Kalashnikov rifle is a skill that is taught in schools from age 13. On the front line, young soldiers take care of their enemy’s actions. In the military academy, they learn maths, history and English, after physical exercises and marches.

Young men in Karabakh are required to serve two years of military service.

Conscripts serving at the frontline post, a bleak collection of trenches, observation hut, one-room office and one-room living quarters, asserted that they came from Nagorno-Karabakh, adding that they were there “to serve the homeland.”

In 2015 in Nagorno-Karabakh, women were accepted and joined the military high school in Stepanakert for the first time.

From schools to sports fields, from military academies to art institutions, the youth of Karabakh dream of a different future, aware that their generation will build the foundation for international recognition.

The younger generation, having grown up amid relative stability awoke to the fear of losing loved ones, homes and lifestyle. The clashes strengthened solidarity within Nagorno-Karabakh society and reinforced calls to end the conflict by any means necessary, including war and advancing deeper into Azerbaijan’s territory.

More than 60 per cent of Nagorno-Karabakh respondents expressed “disillusionment with the future of the country”, and more than 70 per cent voiced readiness to emigrate.

During the escalation, the de facto authorities called up the vast majority of Nagorno-Karabakh’s male population, most of whom remained in the trenches for at least the next two months.

Nagorno-Karabagh lived for twenty five years in an in-between, neither in war nor in peace, between independence and nonrecognition. That forgotten war seems to be still not finished today.

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Lugano Photo Days | Il popolo alato - Marco Fabbri | Ex Macello
Okt
12
zu 21. Okt.

Lugano Photo Days | Il popolo alato - Marco Fabbri | Ex Macello


Lugano Photo Days | Ex Macello
12. - 21. Oktober 2018

Il popolo alato
Marco Fabbri


 Il popolo alato | Marco Fabbri

Il popolo alato | Marco Fabbri


Lo studio la ricerca e l'osservazione mi hanno insegnato a guardare con occhi differenti ciò che ci circonda, a volte i ritmi frenetici imposti dalla società ci fanno dimenticare da dove veniamo, per me fotografare è fermare attimi per poterli apprezzare il tempo che desideriamo.

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Lugano Photo Days | There is the sun outside - Francesco Cilli | Ex Macello
Okt
12
zu 21. Okt.

Lugano Photo Days | There is the sun outside - Francesco Cilli | Ex Macello


Lugano Photo Days | Ex Macello
12. - 21. Oktober 2018

There is the sun outside
Francesco Cilli


 There is the sun outside | Francesco Cilli

There is the sun outside | Francesco Cilli


Missy, 27 years old and Claire, 24 years old (invented names), are two friends who have been fighting for years against Bulimia, a food disorder that affects about 3 million of Italians, 95% of whom are women. This is a worrying phenomenon, considering that the number of people affected by this disease is increasing. There are 12 new cases per 100 people every year. 
For a few years they have been following the same psycho-therapeutic group in a center for eating disorders, trying to heal together, but because of the disease they have wandered away and approached again several times, because each of them considers the other perfect and able to control her body. 
They explain that their disturbance is not only a matter of food dependence but also of the emotions they are unable to handle, trying to control them through very rigid mental patterns to be perfect. 
It's just a stronger emotion or to ingest calories that makes them feel inadequate or wrong to cause their mental pattern to break and start the “binging” that leads them to ingest huge quantity of food and then to vomit everything . 
<< I spent the day lounging and lying. I can not stop, I'm hungry, yet my mind continues to suggest what I could eat There is sun outside, but it’s a very dark day for me "> >

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Ausstellung | Ruud van Empel | Hangar Art Center | Brussels
Okt
12
zu 10. Nov.

Ausstellung | Ruud van Empel | Hangar Art Center | Brussels


Hangar Art Center | Brussels
12. Oktober - 10. November 2018

Ruud van Empel


 © Ruud van Empel, Mood#76

© Ruud van Empel, Mood#76


Ruud van Empel (Pays-Bas, 1958) utilise le medium photographique comme une forme indépendante de l’imagination. Chaque image est constituée de photos, prises par lui-même, qui sont digitalement assemblées sur l’ordinateur. Il travaille conceptuellement et a créé un nouveau genre au sein de la photographie. Dans sa série Untitled (2004), il explore le thème de l’innocence, la suite de la série World (2005) et utilise pour la première fois un enfant noir comme symbole de cette innocence. Ces œuvres ont été inspirées par des photos prises pendant sa propre enfance par son père. Une des caractéristiques du travail de Ruud van Empel est le fait qu’il compose jusque dans les moindres détails une représentation parfaite et idéalisée. Mais celle-ci a toujours un côté plus sombre, quoique pas toujours évident. Ruud van Empel a amené la construction numérique de la photographie à un nouveau niveau.

Ruud van Empel est un artiste visuel et photographe reconnu. Il sort diplômé de la Breda Fine Arts School dans les années 70 et commence à travailler avec la vidéo dans les années 80. C’est en 2006, avec sa série World-Moon-Venus présentée à New York, que Ruud van Empel acquiert une réputation internationale dans le domaine de l’édition photographique et du collage. Depuis, il a exposé dans le monde entier, notamment au FoMu à Anvers (BE), au MoPA à San Diego (USA), au Groninger Museum (NL) et au Fotografiska (SE). Aujourd'hui, il vit et travaille à Amsterdam, aux Pays-Bas.


Ruud van Empel uses the medium of photography as an independent form of imagination. Every image consists of photo’s, taken by himself, that are digitally assembled on the computer. He works conceptual and has created a new genre within photography. In his series Untitled (2004) he explores the theme of innocence, the sequel series World (2005) and he uses a black child for the first time as a symbol of innocence. These works were inspired by photos taken during his own childhood by his father. A typical feature of the work of Ruud van Empel is the composition of a perfected and idealized representation right down to the finest details. But this always has a darker side, albeit not always evident. Ruud van Empel has taken digital contruction of photograpy to a new level.

Ruud van Empel is a well-known visual artist and photographer. He graduated from the Breda Fine Arts School in the seventies, and started out working with video in the eighties. As he became skilled in photographic editing and collages, Ruud van Empel’s international reputation took off in 2006 with his series World-Moon-Venus, on display in New York. Since that time, he has exhibited all over the world including the FoMu in Antwerp, the MoPA in San Diego (USA), the Groninger Museum (NL) and the Fotografiska museum (SE). Today, he lives and works in Amsterdam, in the Netherlands.

(Text: Hangar Art Center)

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Ausstellung | Die West-Berliner Jahre - André Kirchner | Haus am Kleistpark | Berlin
Okt
12
zu 16. Dez.

Ausstellung | Die West-Berliner Jahre - André Kirchner | Haus am Kleistpark | Berlin


Haus am Kleistpark | Berlin
12. Oktober - 16. Dezember 2018

Die West-Berliner Jahre
André Kirchner


 Cinzano, Wedding 1989

Cinzano, Wedding 1989


Zum sechzigsten Geburtstag des Fotografen André Kirchner zeigt das Haus am Kleistpark eine Auswahl von rund einhundert seiner frühen Schwarzweiß-Fotografien aus den Jahren 1981 bis 1990, die zum größten Teil bisher unveröffentlicht geblieben sind.  

Vor mehr als 35 Jahren begann André Kirchner, Berlin zu fotografieren. Mit seinen zurückhaltenden Fotografien aus den Straßen und Brachen West-Berlins erzählt Kirchner aus der Geschichte der Stadt; eher beiläufig notiert er mit der Kleinbildkamera, was er ab 1988 in systematische Serien mit der Großformatkamera überträgt. Der poetische Realismus seiner Fotografien enthüllt und verbirgt zugleich, was die staunenden BetrachterInnen aus den immer auf Augenhöhe aufgenommenen und scheinbar bekannten Straßenansichten dieser Stadt herauslesen können. Zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Buch in der Edition Braus.

(Text: Haus am Kleistpark)

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Ausstellung | Life in the Ruins - Deborah Kelly | Fabian &amp; Claude Walter Galerie | Zürich
Okt
5
zu 4. Nov.

Ausstellung | Life in the Ruins - Deborah Kelly | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

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Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
5. Oktober - 4. November 2018

Life in the Ruins
Deborah Kelly


 Deborah Kelly, Birth of Beeness, 2017 Collage, pure pigment, ink on Moulin de Larrocque handmade cotton paper 30,5 x 45 cm

Deborah Kelly, Birth of Beeness, 2017
Collage, pure pigment, ink on Moulin de Larrocque handmade cotton paper
30,5 x 45 cm


Ausrangierte Bücher und Enzyklopädien sind für Deborah Kelly (*1962) ebenso Ausgangs-materialen wie ihr ureigener Wissensdrang, ihre ungebremste Schaulust und lebendige Vorstellungskraft. Sie beschreibt es selbst als ihre “Obsession mit der Gestaltung neuer Möglich-keiten für die symbolische Ordnung von ausgedienten Büchern und ihrem traurigen Zustand als Ruinen einer Zivilisation - nämlich unserer eigenen.”

Auf ihren Reisen um die Welt—von Künstlerresidenzen über Biennalen und Workshops zu Kunst-festivals und zurück nach Hause—erkundet die australische Künstlerin angetroffene lokale Folklore, religiöse Symbolik, Geschichten und eigene Erlebnisse, während sie unterwegs auch gleichzeitig die verschiedensten Druckmaterialien aufliest. Es ist als ob sie Fragmente eines Weltgedächtnisses sammelt, um diese dann in eloquenten, temperamentvollen und allegorischen Fantasien, kühnen Anregungen und belehrenden Geschichten wieder neu zusammenzufügen und als solche zu eben dieser Welt sprechen zu lassen.

Die entstandenen Kunstwerke erscheinen dabei wie eine Übung der Gegenwehr: sie verweigern sich dem Verschwinden unserer materiellen, körperlichen, gesellschaftlichen und natürlichen Welt, bedroht von einer digitalen, virtuellen, asozialen, asexuellen und synthetischen Dystopie. Sie scheinen aber auch Dissenzlektionen zu sein: sie verwahren sich sowohl gegen den Stimm- und Handlungsverlust als auch gegen die Aushöhlung von Freiheiten und gesellschaftlicher Solidarität. Collagen und Photomontagen erlangen ja immer dann erhöhte Bedeutung, wenn andere künstlerische Strategien die Stimmung und Dringlichkeit von Krisen nicht mehr adäquat darzu-stellen vermögen. Deborah Kelly präsentiert uns in Life in the Ruins ihre Geschichte, und zeigt uns so, dass eine andere Welt nicht nur möglich ist, sondern eigentlich schon immer auch da war.

Deborah Kellys Arbeiten waren auf den Biennalen von Singapur, Venedig, Thessaloniki, Tarra Warra und Sydney zu sehen. Ihre eigenen Werke und kollaborativen Projekte wurden weltweit in Galerien, Museen, im öffentlichen Raum und in Kinos gezeigt. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen wichtigen Privat- und Museumssammlungen vertreten. Des Weiteren erhielt sie verschiedene Preise, wie den National Works on Paper Acquisition Award der Mornington Peninsula Regional Gallery, den VIC, den Albury Art Prize, NSW, und den Fisher's Ghost Art Award des Campbelltown Arts Centre, NSW. Kelly lebt und arbeitet in Sydney, Australien.

(Text: Daniel Blochwitz)

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Ausstellung | Equivalences - Douglas Mandry | Bildhalle | Zürich
Okt
5
zu 15. Nov.

Ausstellung | Equivalences - Douglas Mandry | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
Ausstellung | 5. Oktober - 15. November 2018

Equivalences
Douglas Mandry

 Unseen Sights, Cloud I, 2017 | Douglas Mandry

Unseen Sights, Cloud I, 2017 | Douglas Mandry


Verführerisch schön in Farbigkeit, Formenvielfalt und Materialisierung, gleichzeitig konzeptuell durchdacht, was Themenwahl und fotografische Entstehungsprozesse betrifft: Der Fotokünstler Douglas Mandry (*1989 in Genf) geht von Phänomenen der realen Welt aus und experimentiert mit den verschiedensten fotografischen Verfahren. Zwischen analogen historischen und digitalen zeitgenössischen Techniken hin- und herpendelnd, erschafft der seit 2013 in Zürich lebende Künstler ganz eigenständige Bildwelten. Naturbeobachtung und die Thematisierung aktueller Zeitprobleme finden in seinem Werk mit der Reflexion des Mediums Fotografie zusammen, die Dokumentation mit der Abstraktion, das Denken mit der Sinnlichkeit. In Douglas Mandrys Arbeiten halten sich konzeptuelle Strenge und die experimentelle Freiheit die Waage, und durch die Verselbständigung fotografischer Prozesse wird das Glück des Zufalls möglich: Unvorhergesehenes trifft sich mit Absicht und Idee. Auf diese Weise bekommen komplexe Themen poetische Anziehungskraft. Jedes Werk behält dabei ein produktives Rätsel, das uns anregt, unsere Sicht auf die Wirklichkeit der Welt und auf die Wirklichkeit der Bilder zu befragen. 

(Text: Nadine Olonetzky)

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Ausstellung | Steinholt - Christopher Taylor | Focal | Nyon
Sep
30
zu 11. Nov.

Ausstellung | Steinholt - Christopher Taylor | Focal | Nyon

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Focal | Nyon
30. September - 11. November 2018

Steinholt
Christopher Taylor


 La veste de l'écrivain Jón Trausti, Kópasker (2015)

La veste de l'écrivain Jón Trausti, Kópasker (2015)


Steinholt est la troisième série de photographies que Christopher Taylor consacre à l’Islande, pays de son épouse, Álfheiður. Une première série, Sous le Glacier (1996-1998), est inspirée par le livre d’Halldor Laxness : Kristnihald undir Jökli (1968) tandis qu’une seconde est réalisée aux îles Westman (Vestmannaeyjar, 2006-2010) d’où la mère d’Álfheiður est originaire. (…)
La relation de Christopher avec la nature et les Islandais s’est approfondie depuis que le couple a acquis Steinholt, la modeste maison construite par les grands-parents paternels d’Álfheiður à Þórshöfn, sur la côte nord-est du pays. Maintenant, chaque année Christopher revient dans ce petit village d’environ 300 habitants. Il se consacre à la restauration de la maison, travaille de temps en temps à l’usine de congélation de poisson et surtout, quand le temps est favorable, il part explorer le paysage lors de longues randonnées escarpées. Christopher n’est plus un invité de passage, frappé et fasciné par la grandeur indomptable de l’environnement naturel. Il n’est pas non plus otage des espaces clos pendant les périodes de mauvais temps : désormais il vit avec les villageois de Þórshöfn. Il rend éloquent le temps qu’il y passe en interprétant les paysages et en observant les traces laissées par ceux qui y sont morts ou en sont partis, et qui relèvent de la mémoire collective. (…)

(extraits du texte de Monica Dematté, tiré du livre «Steinholt», Kehrer)

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Ausstellung | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Sep
27
zu 17. Nov.

Ausstellung | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
27. September - 17. November 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Apparent Magnitude
Johan Österholm


 Not yet Titled | Johan Österholm

Not yet Titled | Johan Österholm


Johan Österholms Arbeit präsentiert sich erstmalig mit einer Einzelausstellung in Deutschland. Sie führt frühere und neue Werke zusammen, die aus verschiedenen Perspektiven die Thematik der Lichtverschmutzung in den Blick nehmen. Seit vielen Jahren arbeitet der Fotograf Österholm über das zentrale und doch am wenigsten greifbare Element seines Mediums: das Licht. Sein Werk vereint astronomische Naturbeobachtungen und Archivrecherchen, experimentelle fotografische Prozesse und durchaus auch politische Pointen.

Die Ausstellung umfasst experimentelle Arbeiten, die im Studio entstanden sind, fotografische Landschaften und skulpturale Objekte. Österholm interessiert sich in ihnen nicht nur für das Licht als Naturelement, sondern erinnert ebenso an die politischen Kämpfe um Straßenbeleuchtung und Kontrolle in der Stadt.
 
Zeitgleich werden in der Ausstellung Back to the Future im C/O Berlin auch frühere Projekte des Künstlers zu sehen sein, sodass das breite Spektrum seiner Arbeit an den dunklen Seiten des Lichts sichtbar wird.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Schweden) lebt und arbeitet in Stockholm. 2016 schloss er mit MFA die Malmö Art Academy ab. Seine Arbeiten, entstanden in so unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Video, Skulptur und Installation, waren und sind vielfach in Solo- und Gruppenausstellungen präsent, so etwa im C/O Berlin, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Copenhagen Photo Festival oder dem FOAM Amsterdam.

Apparent Magnitude is the first solo exhibition of works by Swedish artist Johan Österholm at the Dorothée Nilsson Gallery. As part of the European Month of Photography, it brings together earlier and new works that look at the topic of light pollution from different perspectives.

For many years the photographer Österholm has been working on the central yet least tangible element of his medium: light. His work combines astronomical observation and archival research, experimental photographic processes and sometimes political punchlines.

The three-part series Some Moonwalks (2017), for example, was created on the Isle of Sark in the English Channel. The island is considered a region with a natural, extremely dark night. On his nocturnal walks across the island, where the human eye can hardly see anything, Österholm’s camera was able to visualize the pale landscapes drawn by the clear moonlight on the island.

In recent works such as Concealer (2018), the perspective is reversed. It is not the essence of pure moonlight, but the dim light of urban street lamps that becomes the subject and artistic material.

The artist used it to examine old astronomical negatives from observatories, creating fascinatingly complex, black and white composite images. In Antique Skies and Untitled Lantern Pieces (both 2018) Österholm used a primitive method of early photography. For hours he exposed an astronomical yearbook and the glass pane of a street lamp with the negatives of those constellations that the light smog of the 20th century made invisible.

In Apparent Magnitude, however, Österholm also addresses the historical-political implications of his work on light more openly than before. Lantern Smashers (2018) interprets the streetlight as a political symbol of control. In the 19th century, newly erected lanterns were sometimes demonstratively destroyed. Österholm’s pictures, with tongue-in- cheek humour, interpret today’s vandalism or decay as a memory of those struggles for darkness in the city.

The works in Apparent Magnitude thus also reveal new aspects in Österholm’s work. In connection with earlier projects, which will be on show at the same time in the exhibition Back to the Future at the C/O Berlin as part of the European Month of Photography, the broad spectrum of his work on the dark shades of light becomes evident.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Sweden) lives and works in Stockholm. In 2016 he completed the Malmö Art Academy with MFA. His works, created in such diverse media as photography, video, sculpture and installation, have been and are frequently present in solo and group exhibitions, for example at the C/O Berlin, the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, the Copenhagen Photo Festival or the FOAM Amsterdam.

(Text: Dorothée Nilsson Gallery)

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Ausstellung | Picture languages. Photographic Arat from Georgia | Fotografie Forum Frankfurt
Sep
22
zu 18. Nov.

Ausstellung | Picture languages. Photographic Arat from Georgia | Fotografie Forum Frankfurt

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Fotografie Forum Frankfurt
22. September - 18. November 2018

Picture languages. Photographic Art from Georgia
Andro Eradze, Dimitri Ermakov, Natela Grigalashvili, Nino Jorjadze, Lado Lomitashvili, Dina Oganova, Koka Ramishvili, Alexander Roinashvili, Mariam Sitchinava, Daro Sulakauri, Guram Tsibakhashvili und Beso Uznadze


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Mit Picture languages. Photographic Art from Georgia präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt vom 22.09.–18.11.2018 Entwicklungen und aktuelle Tendenzen in der Fotografie Georgiens. Die Gruppenausstellung versammelt zwölf herausragende »Stimmen« des Landes. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die seit dem Ende der Sowjetunion entstanden sind. Zu sehen sind dokumentarische Bilder zum georgischen Unabhängigkeitsstreben, verschiedene Formen des Porträts und Studien zu Traditionen und symbolhaften Orten. Einen Schwerpunkt der Schau bilden Werke junger Fotografinnen und Fotografen, geboren in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren – sie beschäftigen sich kontinuierlich mit der Identität ihrer Generation und dem experimentellen Umgang mit dem Medium Fotografie. Ergänzend gibt die Schau Einblicke in die Anfänge der georgischen Fotografie: mit Reproduktionen der beiden frühen Fotografie-Größen Dimitri Ermakov und Alexander Roinashvili sowie der ersten Kriegsfotografin, Nino Jorjadze. So vermittelt die Ausstellung facettenreich Eindrücke von Geschichte und modernem Alltag in Georgien sowie künstlerische Positionen seiner noch wenig bekannten Fotografie-Szene.

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Kuratiert wurde die Ausstellung von Celina Lunsford, künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt. Picture languages. Photographic Art from Georgia ist zugleich Beitrag des FFF zum Ehrengastprogramm »Georgia – Made by Characters« der Frankfurter Buchmesse 2018. Das Rahmenprogramm umfasst Vorträge, Gespräche und Workshops mit georgischen Fotografen, Kuratorinnen und Experten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Frankfurter Societäts-Verlag (Deutsch-Englisch, 144 Seiten).

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Ausstellung | Wandeln - Karen Irmer | St. Moritzkirche | Augsburg
Sep
21
zu 4. Nov.

Ausstellung | Wandeln - Karen Irmer | St. Moritzkirche | Augsburg


St. Moritzkirche | Augsburg
21. September - 4. November 2018
Anlässlich des 1000 jährigen Gemeindejubiläums der St. Moritzkirche, Augsburg; Teil des Medienkunstfestivals Lab30: 25. - 28. Oktober 2018

Wandeln
Karen Irmer


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Künstlerische Intervention in der St. Moritzkirche Augsburg anlässlich des 1000 jährigen Gemeindejubiläums “1000 Jahre wie ein Tag“

 Wenn es langsam zu dämmern beginnt, tauchen sie in der Apsis der Kirche auf – kleine, weiße Lichtpunkte, die in steter Bewegung nach oben steigen, kreisen und hinabzufallen scheinen. Trotz ihrer Ruhelosigkeit und ihrer diffusen Form lassen sie an Sterne denken. Diese Assoziation liegt durchaus nahe, finden sich doch in den Kuppeln älterer Sakralbauten immer wieder gemalte Sternenhimmel, die die Unendlichkeit des Universums ins Innere des Kirchenraums überführen sollten. Bei längerem Hinsehen entpuppen sich die Lichtgebilde jedoch als Vögel, die im Ostchor ihre Kreise ziehen. Karen Irmer positioniert ihre Installation bewusst an jener Stelle der Moritzkirche, welche durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg den Blick nach außen freigab. Dort bricht sie den Raum auf ins Illusionistische und lässt die Außenwelt erneut in den Innenraum dringen – sichtbar, aber nicht greifbar. Sie dynamisiert die streng gegliederte Struktur der Kirche und eröffnet dem Betrachter dadurch eine neue Raum-Zeit-Ebene.  

Außen und Innen, Kommen und Gehen, Sichtbares und Unsichtbares – Irmers Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld dieser Gegensätze und thematisieren ihre Übergänge. Grenzen verschieben sich, verschwinden und stellen vermeintliche Eindeutigkeiten infrage. Im rechten  Seitenschiff blicken wir wie durch ein Fenster auf eine imposante Wolkenformation von großer ästhetischer Kraft. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich diese Formation jedoch als verschmelzendes Zusammenspiel von Wasser und Wolken. Wo endet die Gischt, wo beginnen die Wolken? Eine klare Trennung ist nicht möglich, der Übergang von einem Aggregatszustand in einen anderen ist vielmehr fließend.

Diesem Aufeinandertreffen der verschiedenen Aggregatszustände begegnen wir in der linken Seitenkapelle wieder. Über eine leicht bewegte Wasserfläche ziehen zarte Nebelschleier hinweg. Obgleich wir keine Veränderung des Himmels sehen können, erkennen wir an den glitzernden Flächen auf der Wasseroberfläche, dass sich einige Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Wolken bahnen. Die Videoinstallation strahlt eine große Ruhe aus und verstärkt die meditative Wirkung der Kapelle. In der Nische, die eigentlich dem Kruzifix  vorbehalten ist, wird während der Ausstellung das Wasser, oder die von ihm evozierte Stimmung zum Gegenstand der Kontemplation. Durch die Interaktion mit dem sakralen Raum ermöglicht Irmers Kunst dem in der Immanenz verhafteten Betrachter eine intensive spirituelle Erfahrung, bei der die fließende Grenze zur Transzendenz spürbar werden kann.

(Text: Simone Kimmel 2018) 

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Im Jahr 2013 wurde die Kirche St. Moritz in Augsburg mit ihrer fast 1000 jährigen Geschichte durch das Architekturbüro John Pawson aus London neu gestaltet. Der Kunst in der Kirche Raum zu geben und Kunst mit Spiritualität in Zwiesprache zu bringen, ist eine der Aufgabe, der sich die Moritzkirche verschrieben hat.

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Ausstellung | New York Scenes - Fred W. McDarrah | Steven Kasher Gallery
Sep
20
zu 3. Nov.

Ausstellung | New York Scenes - Fred W. McDarrah | Steven Kasher Gallery

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Steven Kasher Gallery | New York
20. September - 3. November 2018

New York Scenes
Fred W. McDarrah


 Allen Ginsberg on Central Park Bandstan, 5th Avenue Peace Demonstration to Stop the War in Vietnam, March 26 1966 | Fred W. McDarrah

Allen Ginsberg on Central Park Bandstan, 5th Avenue Peace Demonstration to Stop the War in Vietnam, March 26 1966 | Fred W. McDarrah


Fred W. McDarrah: New York Scenes. Die Ausstellung zeigt 100 alte Schwarz-Weiss-Drucke, die von Ende der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre entstanden sind. Die Ausstellung zeigt McDarrah's ikonischste Bilder neben nie zuvor gesehenen Arbeiten aus seinem umfangreichen Archiv. Mit der Ausstellung beginnt die Veröffentlichung der umfassendsten Studie über den Fotografen Fred W. McDarrah: New York Scenes, herausgegeben von Abrams, mit mehr als 270 Abbildungen und einem einführenden Essay von Sean Wilentz.

Geboren in Brooklyn, kaufte McDarrah seine erste Kamera auf der Weltausstellung 1939 in New York City. Er diente als Fallschirmjäger der US-Armee im besetzten Japan am Ende des Zweiten Weltkriegs, Kamera in der Regel in der Hand, und erwarb dann einen Abschluss in Journalismus von der New York University auf der G.I. Bill. Als ein Nachbar, Dan Fancher, McDarrah erzählte, dass er und Norman Mailer eine Zeitung namens The Village Voice gründeten, unterschrieb McDarrah. Er wurde für den Rest seines Lebens mit der Zeitung in Verbindung gebracht.

Fred W. McDarrah: New York Scenes. The exhibition features 100 vintage black and white prints that span the late 1950s to the mid-1970s. The show features McDarrah’s most iconic images alongside never-before-seen work from his extensive archive. The exhibition launches the publication of the most comprehensive survey on the photographer, Fred W. McDarrah: New York Scenes, published by Abrams, which includes more than 270 illustrations and an introductory essay by Sean Wilentz.

Born in Brooklyn, McDarrah bought his first camera at the 1939 World’s Fair in New York City. He served as a U.S. Army paratrooper in Occupied Japan at the end of World War II, camera usually in hand, and then earned a Journalism degree from New York University on the G.I. Bill. When a neighbor, Dan Fancher, told McDarrah that he and Norman Mailer were starting a newspaper to be called The Village Voice, McDarrah signed on. He was associated with the paper for the rest of his life.

(Pressetext: Steven Kasher Gallery)

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Ausstellung | Sophie - Night and Day - F &amp; D Cartier | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Sep
16
zu 13. Okt.

Ausstellung | Sophie - Night and Day - F & D Cartier | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

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Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
16. September - 13. Oktober 2018

Sophie - Night and Day
F & D Cartier


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Still sind die drei Foto-Arbeiten aus der Serie Night und Day, 2015, des Künstlerduos F & D Cartier (Françoise Cartier, *1952 in Tavannes, Daniel Cartier, *1950 in Biel, leben beide in Biel). Es handelt sich um Fotografien ohne Kamera, um lichtsensibles Fotopapier, das dem Licht ausgesetzt wird. Die beiden Künstler interessieren sich für physikalische Prozesse, die verschiedene Papiere durch den Lichteinfall durchschreiten und dafür, wie sich dadurch die Oberflächen verändern. Dieses lnteresse hat eine poetische wie auch fetischisierende Dimension. Poetisch, weil der Zufall als Mittel und die relative Ergebnisoffenheit, der Verfall und das Vergehen als Themen eine Rolle spielen. Fetischisierend, nicht nur mit Blick auf das Verschwinden des Analo gismus, aber auch weil Papiere aus der ganzen Welt gesammelt werden und ihnen einen Bedeutung verliehen wird, was sich in Werktiteln wie diesem widerspiegelt: Lumière et Jougla, Lumière F mat lisse "Porcelain"

(Text: Galerie Monika Wertheimer)

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Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
Sep
15
zu 2. Dez.

Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie | Berlin

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F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
15. September - 2. Dezember 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | The Potemkin Village - Gregor Sailer | Kehrer Galerie | Berlin
Sep
15
zu 17. Nov.

Ausstellung | The Potemkin Village - Gregor Sailer | Kehrer Galerie | Berlin


Kehrer Galerie | Berlin
15. September - 17. November 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

The Potemkin Village
Gregor Sailer


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Für "The Potemkin Village" (2015-2017) machte sich Gregor Sailer (*1980 in Schwaz, AT) weltweit auf die Suche nach Kulissenstädten. Der sprichwörtliche Begriff bezieht sich auf die Legende, dass Feldmarschall Grigori Alexandrowitsch Potjomkin der Zarin Katharina der Grossen die neueroberten Krimgebiete versteckt hinter bemalten Kulissen präsentiert haben soll.

In Russland fand Sailer gleich zwei dem klassischen Konzept entsprechende Potemkinsche Dörfer, in denen ruinöse Häuser hinter Planen mit aufgedruckten repräsentativen Fassaden verborgen wurden. Doch der Werkkomplex zeigt auch weniger wortgetreue Scheinarchitekturen, wie verschiedenste militärische Trainingszentren in den USA, Frankreich, England und Deutschland, detailgetreue Repliken europäischer Städte in China sowie zwei Fahrzeugteststrecken in Schweden. 

Die Unwirklichkeit dieser Bauten wird durch das diffuse Licht, das der Fotograf bewusst für die Serie wählte, noch betont. Mit dieser Arbeit thematisiert Gregor Sailer die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Interessen, die diesen Bauvorhaben zugrunde liegen.

(Text: Kehrer Galerie)

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Ausstellung | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau
Sep
15
zu 19. Okt.

Ausstellung | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
15. September - 19. Oktober 2018

Roads Not Taken
Andreas Trogisch


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Andreas Trogisch liebt das Medium Fotografie, das es "Menschen mit schwachen zeichnerischen Fähigkeiten, aber einem starken Gestaltungswillen doch noch ermöglicht, Bilder zu produzieren". Ebenso provokativ bezeichnet er sich als "Dilettanten", ausgehend von der Wurzel des Wortes in "delectare", zu Deutsch "sich erfreuen": Trogisch kann gute Bilder immer und immer wieder ansehen, wenn sie ihm ein bestimmtes ästhetisches Vergnügen zu bieten haben, sei es in ihrer Materialität, ihrer Komposition oder ihren Tonwertklängen.

Trotz dieser ironischen Selbstbeschreibung haben wir hier einen Fotografen, der seit über 35 Jahren konstant mit gleich hohem Anspruch an seinem Werk arbeitet. Was Andreas Trogisch in der Fotografie am meisten interessiert, ist die Möglichkeit der Transzendenz, des Verwandelns des Einen in ein völlig Anderes, was die Möglichkeit bietet, auf einer Skala von Schwarz nach Weiß Dramen zu erzählen, ohne ein notwendigerweise ein Ereignis zu haben. Diese "Nicht-Ereignisse" sind die Hauptakteure in dem Zyklus "Replies", der in den frühen 80er Jahren beginnt und, obwohl in Buchform 2014 veröffentlicht, immer noch nicht abgeschlossen ist.

In allen hier gezeigten Bildern von Andreas Trogisch geht es nicht um Abstraktion im Sinne von Reduktion und Vereinfachung, sondern im Gegenteil das Erweitern der Realität um die phantastische Dimension des Bildes. Besonders deutlich wird das in den Bildern aus der Serie "Asphalt", die sich mit vordergründig belanglosen Mikro-Szenen zu unseren Füßen beschäftigen. Im Bild erlangen sie eigenes Leben und Schönheit. In beinahe monumentale Grösse skaliert werden die Asphalt-Motive in Trogischs aktueller Serie "Runway", für die grossflächige Rollbahn- und Strassenmarkierungen in hunderten Einzelaufnahmen "gescannt" und zu faszinierend detailreichen wandteppichartigen Bildern zusammengesetzt werden wie der weisse Kreis, ein drei Meter messender Roundabout-Ersatz auf einer maltesischen Straßenkreuzung, der jetzt hier als rätselhafter Planet aus dem All schimmert.

(Text: Soiz Galerie)

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