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Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
Sep
22
zu 21. Dez.

Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin

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Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
22. September - 21. Dezember 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Blende f / 5.6 - Glückliche Momente
Bogdan Dziworski


 Lódz, 1985

Lódz, 1985

Die Berliner Galerie Hilaneh von Kories das fotografische Werk des polnischen Filmemachers und Fotografen Bogdan Dziworski (*1941). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des Avantgarde- und Experimentalfilms im polnischen Kino. Gleichwohl er in seinem Heimatland zu den renommiertesten Bildgestaltern gehört, ist sein Werk in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Insbesondere seine fotografischen Aufnahmen sind eine Entdeckung. Seit den Sechzigerjahren hat Bogdan Dziworski ein einzigartiges Werk geschaffen, das ihm schon oft den vergleichenden Ehrentitel einbrachte, er sei "der Cartier-Bresson Polens". Seine Aufnahmen entstanden ohne Auftrag und werden in dieser Ausstellungsauswahl zum Teil erstmals ausgestellt. Seine kontrastreichen analogen schwarzweissen Bilder geben Einblick in den Lebensalltag in polnischen Städten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bogdan Dziworski: "Meine Fotografien aus dieser Zeit sind nie inszeniert. Sie sind "erlaufen". Tag für Tag waren es manchmal acht Stunden, in denen ich fotografierte. Du musst auf diesen einen bestimmten Moment warten, in dem die Realität die Bühne selbst bestimmt. Du musst Glück haben. Und ich hatte es."

(Text: Galerie Hilaneh von Kories)

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Ausstellung | Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden - Ute Mahler & Werner Mahler | Galerie Springer | Berlin
Okt
2
zu 5. Jan.

Ausstellung | Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden - Ute Mahler & Werner Mahler | Galerie Springer | Berlin


Galerie Springer | Berlin
2. Oktober 2018 - 5. Januar 2019
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden
Ute Mahler & Werner Mahler


 Jutta Deutschland, für Sibylle (Wand) | Ute Mahler

Jutta Deutschland, für Sibylle (Wand) | Ute Mahler

 Julia, 1979| Ute Mahler

Julia, 1979| Ute Mahler

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018, präsentiert die Galerie Springer Berlin zum ersten Mal Werke der Fotografen Ute Mahler und Werner Mahler und bereichert damit ihr Galerieprogramm. Die umfangreiche Ausstellung "Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden" umfasst Arbeiten von Ute Mahler und Werner Mahler aus verschiedenen Schaffensphasen. Darüber hinaus präsentiert die Galerie eine Auswahl aus der gemeinsamen Serie Monalisen der Vorstädte, die die Mahlers in den Jahren 2009 bis 2011 schufen. 

Eine zentrale Position der Ausstellung bilden Modefotografien, die in den Jahren 1977 bis 1994 für die Zeitschrift "Sibylle" entstanden sind. Ausserdem sind Fotografien Ute Mahlers von 1980 mit der Tänzerin Jutta Deutschland zu sehen. Ebenso eine Serie von Ute Mahler, die 1979, während eines für die DDR damals ungewöhnlichen Stipendiumaufenthaltes, in Paris entstand. Daneben zeigt die Galerie frühe Arbeiten von Werner Mahler (1975 bis 1978) sowie eine Serie von Landschaftsfotografien aus den 1980er Jahren.

 Leipzig Connewitz, 1975 | Werner Mahler

Leipzig Connewitz, 1975 | Werner Mahler

Auch wenn die Ausstellung nur einen Ausschnitt des ebenso umfangreichen wie beeindruckenden Werkes der beiden Fotografen präsentieren kann, ermöglicht sie doch tiefe Einblicke in ihr vielfältiges und kreatives Schaffen. Nicht zuletzt anhand einiger ikonenhafter Fotografien lässt sich sehr gut die ganz eigene Bildsprache und Technik illustrieren, die die Künstler entwickelten und perfektionierten. Mittlerweile arbeiten die beiden Gründungsmitglieder der OSTKREUZ Agentur meist gemeinsam. In dem seit 2009 währenden Miteinander entstanden u.a. die Serien Monalisen der Vorstädte und Die seltsamen Tage. In Kürze erscheint bei Hartmann Books die neue Serie Kleinstadt. Bei all diesen Projekten verschmelzen die Qualitäten und Erfahrungen der beiden Fotografen* zu gemeinsam entwickelten Serien und Kunstwerken.

(Text: Galerie Springer)

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Ausstellung | "Frankreich 1935 - 1985" | im focus galerie | Köln
Nov
3
zu 21. Dez.

Ausstellung | "Frankreich 1935 - 1985" | im focus galerie | Köln


im focus galerie | Köln
3. November - 21. Dezember 2018

“Frankreich 1935 - 1985”
Marc Riboud, Willy Ronis


 Paris, 1982 | Marc Riboud | courtesy: in focus Galerie, Köln

Paris, 1982 | Marc Riboud | courtesy: in focus Galerie, Köln


Die beiden international berühmten Fotografen Willy Ronis und Marc Riboud führen den Betrachter in dieser Ausstellung durch das alltägliche Leben in Paris von 1935 bis 1985. Ronis, ein Vertreter der französischen Schule des Humanismus, zeigte in seinen Werken das “normale Leben auf der Straße”. Seine Fotografien stellten den Menschen in den Mittelpunkt und zeigten vor allem einfache Arbeiter, Frauen und Kinder, die in seinen Bildern die Straßen und Cafés bevölkerten. Er schuf durch das absichtliche Weglassen künstlicher Lichtquellen authentische Momente zeitlosen Anmuts des Alltags in Frankreich. Ronis selbst beschrieb seine Art zu fotografieren mit den Worten: „Geduld, Nachdenken, Gelegenheit, Form und Zeit“. Diese Gedanken spiegeln sich in seinen humanistisch geprägten Werken auf das Trefflichste wider.

Wie auch bei Willy Ronis sind die Fotografien von Marc Riboud durch eine exzellente Bildkompositionen geprägt. Durch Ribouds ebenfalls sehr feinfühlige Darstellung von Menschen schaffte er es, die Schönheit des Augenblicks festzuhalten. Für ihn bedeutete fotografieren “das Leben in jeder hundertfünfundzwanzigstel Sekunde voll auszukosten.” Während Marc Riboud durch seine vielfältigen Fotoreportagen aus der ganzen Welt berühmt wurde, schuf Ronis den wichtigsten Teil seines Werkes in Frankreich.

Die Ausstellung zeigt wie es den bereits verstorbenen Künstlern in sehr sensibler Weise gelang, die Schönheit des Moments und den französischen Zeitgeist des 20. Jahrhunderts festzuhalten. 

Seit dem Jahr 2000 zeigte die in focus Galerie, Köln die Fotografen Willy Ronis und Marc Riboud in mehreren Ausstellungen. Das für seine großartigen Fotografieausstellungen renommierte Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen widmete Willy Ronis im Jahr 2004, inspiriert durch die Ausstellung der in focus Galerie, eine großartige Retrospektive. Nun endlich richtet das Suermondt Ludwig Museum noch bis zum 6. Januar 2019 Marc Ribouds erste große Einzelausstellung in einem deutschen Museum aus.

 Avenue Simon Bolívar Paris, 1950 | Willy Ronis | courtesy: in focus Galerie, Köln

Avenue Simon Bolívar Paris, 1950 | Willy Ronis | courtesy: in focus Galerie, Köln

In this exhibition the two internationally famous French photographers Willy Ronis and Marc Riboud guide the viewer through the everyday life in Paris from 1935 to 1985. Ronis, a representative of the French school of humanism, showed in his works the "normal life on the street". His photographs focused on people and showed mainly simple workers, women and children, who populated the streets and cafés. By deliberately omitting artificial sources of light, he created authentic moments of timeless mementos of the everyday life in France. Ronis himself described his way of photographing with the words: "patience, reflection, opportunity, form and time". These thoughts are reflected in his humanistically embossed works to the best.

As with Willy Ronis, the photographs of Marc Riboud are characterized by an excellent composition of images. With Riboud's also very sensitive depiction of people, he managed to capture the beauty of the moment. For him, taking photographs meant "fully enjoying life in every hundred and twenty-fifth second." While Marc Riboud became famous through his diverse photojournalism from around the world, Ronis created the most important part of his work in France. The exhibition shows how the already deceased artists were able to sensitively capture the beauty of the moment and the French zeitgeist of the 20th century.

Since 2000, the in focus Galerie, Cologne has been showing the photographers Willy Ronis and Marc Riboud in several exhibitions. The Suermondt Ludwig Museum in Aachen, which is renowned for its great photography exhibitions, dedicated a great retrospective to Willy Ronis in 2004, inspired by the in focus gallery exhibition. Finally, the Suermondt Ludwig Museum is hosting Marc Riboud's first major solo exhibition in a German museum until January 6, 2019.

(Text: in focus galerie)

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Ausstellung | Flying Houses - Laurent Chéhère | Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg
Nov
15
zu 19. Jan.

Ausstellung | Flying Houses - Laurent Chéhère | Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg

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Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg
15. November 2018 - 19. Januar 2018

Flying Houses
Laurent Chéhère


 Laurent Chéhère Pink 2017 digital color print 120x120cm © and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography

Laurent Chéhère Pink 2017 digital color print 120x120cm
© and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography


“Flying Houses“ sind eine surreale und poetische Vision des alten Paris. Wohnen, Architektur und Geschichte, Kino, Popkultur und Strassenkunst – Laurent Chéhère kreiert diverse Themen, sinnvolle aber auch sinnfreie. Für ihn hat die Stadt zwei Seiten: “Ich rede von Paris, das dich träumen lässt, und von Paris, das dich nicht träumen lässt.“ Seine schwebenden Häuser sind inspiriert von armen und kosmopolitischen Vierteln. An jeder Strassenecke dieses heutigen Babels beflügeln ihn Gerüche, Parfums, eine Würze oder ein Akzent. Auf den ersten Blick erscheinen die Flying Houses unbeschwert und verträumt, bei genauerem Hinsehen offenbaren Details eine komplexere Geschichte: “In gewisser Weise versuche ich, Schwierigkeiten und Sorgen einer verarmten Gesellschaft aufzuzeigen. Diese Häuser sind Zeugen einer zeitgenössischen Realität. Aus ihrem städtischen Kontext gelöst und von der Anonymität der Strasse befreit, erzählen die Gebäude eine Geschichte über Leben, Träume und Hoffnungen ihrer Bewohner“, erklärt Laurent Chéhère. Die Fotomontagen sind wie ein Puzzle aus Hunderten von Elementen zusammengesetzt. Die grossen Formate der Bilder erlauben dem Betrachter verborgene Komponenten dieser genauen Rekonstruktionen zu entdecken, eine doppelte Deutung entsteht – von Weitem und von Nahem betrachtet. Die Distanz bietet einen anderen Blickwinkel und der Künstler warnt vor Vorurteilen.

(Text: Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie)

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Ausstellung | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin
Nov
16
zu 12. Jan.

Ausstellung | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin

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Robert Morat Galerie | Berlin
16. November 2018 - 12. Januar 2019

City Diaries
Peter Bialobrzeski


 Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print

Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print


Der Fotograf Peter Bialobrzeski ist berühmt für seine Untersuchungen des urbanen Raums. Bekannt wurde er durch Ausstellungsprojekte und Buchveröffentlichungen wie “Neon Tigers“ (2004), “Lost in Transition“ (2007) oder “The Raw and the Cooked“ (2011). In den letzten Jahren arbeitete Bialobrzeski an einem Langzeitprojekt von fotografischen “City Diaries“. Sieben wurden bereits veröffentlicht, das achte Buch, über Wuhan, erscheint anlässlich dieser Ausstellung. In diesen “Diaries“ untersucht Peter Bialobrzeski die Frage, ob das Bild einer Stadt, geprägt von Vorurteilen, von vorgefassten Bildern und von dem was vorgefunden wurde, in eine bestimmte Abbildung umgewandelt werden kann. Eine scheinbar objektivierende Ästhetik, gepaart mit dem Zufall des Flaneurs, führen zu Fotografien, die den urbanen Raum subjektiv abbilden.

Die Robert Morat Galerie zeigt erstmals Fotografien aus allen acht Serien, als Prints und als Buchinstallationen.

Im Verlagshaus The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) liegen bislang vor: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary und Zurich Diary. In Vorbereitung sind: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk und Georgetown.

Peter Bialobrzeski, geboren 1961 in Wolfsburg, ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und veröffentlicht und finden sich in wichitgen privaten und öffentlichen Sammlungen. 2012 erhielt Peter Bialobrzeski den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.


Photographer Peter Bialobrzeski is known for his investigations of urban space. He became famous for exhibition projects and book publications such as “Neon Tigers” (2004), “Lost in Transition” (2007) or “The Raw and the Cooked” (2011). In recent years, Bialobrzeski worked on a long term project of photographic “City Diaries”. Seven books have already been published. The eighth publication, on Wuhan, will be published on occasion of this exhibition. In these diaries, Peter Bialobrzeski examines the question of whether the image of a city, what is fed by prejudice, what has been found and what has been conveyed by the media, can be transformed into a specific picture. A seemingly objectifying aesthetic, paired with the coincidence of the flaneur, lead to photographs that subjectively map the urban space.

Robert Morat Galerie is showing photographs from all eight series as prints and as a book installation for the first time.

The publishing house The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) has so far released: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary and Zurich Diary. In preparation are: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk and Georgetown.

Peter Bialobrzeski, born 1961 in Wolfsburg, holds a teaching position at the University of Arts in Bremen. He lives and works in Hamburg. His work has been widely exhibited and published and is found in major collections both private and public. In 2012 Peter Bialobrzeski was the recipient of the prestigious Dr.-Erich-Salomon-Award by the German Society of Photography (Deutsche Gesellschaft für Photographie).

(Text: Robert Morat Galerie)

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Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg
Nov
17
zu 3. März

Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
17. November 2018 - 3. März 2019

Life in Cities
Michael Wolf


 Tokyo Compression

Tokyo Compression

Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES im Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung im Haus der Photographie ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2004–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 x 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density(2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die Schönheit der monotonen, brutalen Architektur der Stadt Hongkong. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokyo gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Fotomuseum Den Haag

(Text: Deichtorhallen)

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Ausstellung | recommended Olympus Fellowship | Fotografie Forum Frankfurt
Dez
1
zu 10. Feb.

Ausstellung | recommended Olympus Fellowship | Fotografie Forum Frankfurt

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Fotografie Forum Frankfurt
1. Dezember 2018 - 10. Februar 2019

Recommended Olympus Fellowship
Lilly Lulay, Thomas Albdorf, Nadja Bournonville


 Potato Diet. Aus der Serie “Intercepted”, 2017 © Nadja Bournonville

Potato Diet. Aus der Serie “Intercepted”, 2017 © Nadja Bournonville

Sie teilen mit uns ihren Blick auf die Welt und machen auf oft ungewöhnliche Weise Dinge sichtbar, die uns aus verschiedenen Gründen verschlossen bleiben: Die drei Künstlerinnen und Künstler Lilly Lulay, Thomas Albdorf und Nadja Bournonville sind der erste Jahrgang des Stipendiums recommended, das Olympus 2017 gemeinsam mit dem Fotografie Forum Frankfurt, dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und Foam Fotografiemuseum Amsterdam ins Leben gerufen hat. Ein Jahr lang haben die Stipendiaten, jeweils betreut von einem Kurator der beteiligten Institutionen, neue Projekte zur Bedeutung künstlerischer Fotografie erarbeitet.

Lilly Lulay (*1985, Frankfurt/Deutschland) untersucht die veränderten Funktionen der Fotografie in unseren Wohnräumen und in den virtuellen Räumen unserer Smartphone-Welt. Neue Bedeutungsebenen des Mediums Bild etwa macht die Künstlerin sichtbar, indem sie fertige Fotos mit einem Lasercutter filigran bearbeitet und so die ursprünglichen Motive buchstäblich »überschreibt«. Installationen mit Fotodrucken auf Stoff oder Porzellan laden zur Auseinandersetzung mit dem Foto als haptischem Objekt ein.

Thomas Albdorf (*1982, Linz/Österreich) beschäftigt sich mit unserer Wahrnehmung und der Wirkung künstlich erzeugter Bilder. Seine Werke verführen den Betrachter vordergründig mit klischeehaften, häufig positiv besetzten Motiven – und lassen ihn im nächsten Moment am Bild zweifeln. Albdorf arbeitet geschickt mit Bilderkennungsprogrammen und Software zur automa-tischen Bilderzeugung und fragt nach deren Auswirkung auf unsere Sinne und Sinngebung.

Nadja Bournonville (*1983, Vimmerby/Schweden) nutzt Fotografie zum Befragen biografischer Wendepunkte und gescheiterten Abenteuern. Ausgehend von einer bewegenden Familien-geschichte – die Tante ihrer Großmutter arbeitete im Ersten Weltkrieg als Spionin für die Deutschen und wurde nach nur gut zwei Wochen verhaftet – hat sie ein künstlerisch-ästhetisches Werk aus verschiedenformatigen Bildern geschaffen, das in eine assoziativ aufgeladene Bildwelt führt.

Das 2017 begründete Stipendium recommended zeichnet sich durch die einzigartige Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen aus: Fotografie Forum Frankfurt, Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und Olympus. Ziel ist die Förderung der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie. Recommended ermöglicht den Stipendiaten ein Jahr lang eine freie Arbeit an einem künstlerischen Projekt, beinhaltet eine Unterstützung von 10.000 Euro und die Betreuung durch einen Kurator/eine Kuratorin der drei Häuser. Vergeben wird es im Turnus von zwei Jahren.

 We Went To That Pizza Place Display Was Not Exaggerating! (Marine Biology, Ocean Still Life/Spoof: Unlikely), 2018 | © Thomas Albdorf

We Went To That Pizza Place Display Was Not Exaggerating! (Marine Biology, Ocean Still Life/Spoof: Unlikely), 2018 | © Thomas Albdorf

These artists share their view on the world with us and often in unusual ways make things visible that are for several reasons obscured from us: Lilly Lulay, Thomas Albdorf and Nadja Bournonville are the first artists of the fellowship recommended which Olympus initiated in 2017 together with the Fotografie Forum Frankfurt, the House of Photography / Deichtorhallen Hamburg and the Foam Photography Museum Amsterdam. For one year the winners have worked on new projects dealing with the significance of creative photography and each was individually coached by the exhibition centres’ curators.

Lilly Lulay (*1985, Frankfurt/Germany) examines the transitional use of photography in our living spaces and in the virtual spaces of smartphones. The extended levels of imagery and symbols are visualised in her final artworks when she uses laser-cutting technology to “write” over original photographic documentation. Additional installations with printed photographs on fabrics or porcelain engage viewers to experience photographs as three-dimensional objects.

Thomas Albdorf (*1982, Linz/Austria) is concerned with our perception and the effect of artificially created images. At the first glance the viewer is confronted with cliché motifs and cultural subject matter ironically leaving one to doubt their meaning. Albdorf cleverly uses image recognition technologies and software to create new images, to question how automatic digitally rendered visuals influence meaning and interpretation.

Nadja Bournonville (*1983, Vimmerby/Sweden) uses photography to follow traces of biographical tipping points and failed adventures. She draws from a family history: the aunt of Bournonville’s grandmother was a spy for Germany in World War I and was arrested only two weeks into her mission. Through a selection of different processes, sizes and materials inspired by the biographical story Bournonville produces a rich constellation of photographic associations and emotions of universal meaning.

recommended is a fellowship, founded in 2017, that is characterised by its unique partnership between the institutions Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg, Fotografie Forum Frankfurt and Olympus. Olympus’ goal is to support emerging photographic artists. The exhibition houses have contributed their expertise to the development of the fellowship. recommended allows the fellowship holders to freely create a photographic work, provides 10.000 €, personal consulting by an experienced curator, exhibition opportunities and top-quality camera equipment. The fellowship is granted biennially. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt

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Ausstellung | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau
Dez
1
zu 18. Jan.

Ausstellung | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
1. Dezember 2018 - 18. Januar 2018

The Island of the Colorblind
Sanne de Wilde


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Im späten 18. Jahrhundert verwüstete ein Taifun die Insel Pingelap, ein kleines Atoll im Pazifischen Ozean. Sein König, einer der wenigen Überlebenden, war Träger des seltenen Achromatopsie-Gens, das komplette Farbenblindheit verursacht. Mit der Zeit verbreitete sich diese Erbkrankheit in der isolierten Gemeinschaft und seither sehen viele Inselbewohner die Welt in Schwarz-Weiß. Das Phänomen wurde erstmals von dem berühmten Neurologen und Schriftsteller Oliver Sacks beschrieben.

Mit ihrem Porträt dieser Menschen, die in Mikronesien als blind gelten, verfolgt die Belgierin Sanne de Wilde (*1987) einen konzeptionellen Ansatz: Sie verdeckt oder betont Augen und Gesichter und führt den Betrachter in eine Traumwelt farbiger Möglichkeiten. The Island of the Colorblind (Die Insel der Farbenblinden) besteht aus »normalen«, doch in Schwarz-Weiß umgewandelten digitalen Aufnahmen und aus Infrarotbildern. Ein dritter Teil der Serie sind die »achromatischen Malereien«, bei denen farbenblinde Holländer die Schwarz-Weiß-Fotos auf Bitten der Künstlerin farbig ausmalten. Grelle Flammen erleuchten das Schwarz-Weiß, Bäume strahlen pink, alle Regenbogenfarben sind vertreten.

In Kooperation mit der Galerie Lichtblick, Köln

(Text: Soiz Galerie)

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Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Dez
6
zu 10. Feb.

Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

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f³ – freiraum für fotografie | Berlin
6. Dezember 2018 - 10. Februar 2018

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


 © Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

 © Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

 © Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst | NRW-Forum | Düsseldorf
Dez
7
zu 10. März

Ausstellung | Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst | NRW-Forum | Düsseldorf

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NRW-Forum | Düsseldorf
7. Dezember 2018 - 10. März 2019

Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst


 Kris Scholz Marks and Traces, Chongqing 5, 2018 Fine Art Print auf Leinwand, 200 x 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kris Scholz Marks and Traces, Chongqing 5, 2018 Fine Art Print auf Leinwand, 200 x 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Fotografie-Ausstellung zum Bauhausjubiläum im NRW-Forum Düsseldorf

Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“.

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ verbindet Arbeiten des Neuen Sehens, wie sie von Bauhäuslern wie László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Marianne Brandt, Erich Consemüller und Walter Peterhans bekannt sind, mit Künstler*innen der Gegenwart wie Antje Hanebeck, Daniel T. Braun, Dominique Teufen, Doug Fogelson, Douglas Gordon, Kris Scholz, Max de Esteban, Stefanie Seufert, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Thomas Ruff, Viviane Sassen und Wolfgang Tillmans. Zeitgenössische Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen treten in einen Dialog mit der Sachlichen Fotografie im Jahrzehnt des Bauhauses.

Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Der für seine experimentellen Fotoarbeiten bekannte Bauhaus-Künstler Moholy-Nagy kuratierte damals jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie und untersuchte das Neue Sehen in der Fotografie. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest des Bauhaus-Künstlers zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station präsentiert. Zusammen mit den fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstler*innen ermöglicht die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart. Einen Blick nach vorne werfen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg, die ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe präsentieren, mit denen sie auch auf elektronische und digitale Medien setzen.

Es stellen Studierende aus von Prof. Michael Jostmeier und Prof. Dr. Christoph Schaden, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Design – Amir Khan Djahanschahi Afschar, Felix Berndt, Markus Eschrich, Eduard Gross, Daniel Höllinger, Heidi Fabiola Hofmann, Tatjana Hofmann, Alexander Hunzek, Remigius Kalisz, Svitlana Khisamutdinova, Thea Leyendecker, Katrin Mader, Thomas Michalczyk, Anastasia Miller, Max Müller, Robert Nixdorf, Philipp Oehler, Julius Rosen, Daria Schreiber, Ludwig Seibt, Benno Sellin, Stefanie Sordon, Marco Steiner, Kerim Turay, Simon Velthuis und Christian Wölfel, Paul Leyendecker und Markus Sauerbeck – sowie Studierende von Prof. Dr. Kris Scholz und Daniel T Braun, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Studienschwerpunkt Fotografie – Christian Himmelspach, Didem Alunbas, Dominik Kramm, Dominik Schmitt, Eda Sarikaya, Jasmin Dories, Mirko Müller und Philipp Rabe.

Das Staatliche Bauhaus steht für eine industrienahe Gestaltung, aber auch für eine Institution mit viel Konfliktpotential, die bis heute wichtige Impulse für die Kunst und Kultur liefert. Die Bauhäusler verstanden sich als Pioniere eines auf die Zukunft gerichteten Gesellschaftsmodells, in dem das Industrielle als kollektive Leitkultur diente. Die neue avantgardistische Fotografie zeichnete sich unter anderem durch Motive der Industriekultur, extreme Perspektiven, ausschnitthafte Motive, die Beschäftigung mit Oberflächenbeschaffenheit und Materialeigenschaften oder das kameralose Fotografieren aus. Inwieweit ist technische Innovation heute die Richtschnur kultureller Entwicklungen? Welche Rolle spielt die Kunst und ist die Fotografie das adäquate Medium? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“ untersucht, wie die Einflüsse des Bauhaus auch heute noch die Kunst beeinflussen, und erforscht anhand von aktuellen Arbeiten, was ein zeitgenössisches Neues Sehen sein könnte. 

Arbeiten der Serien „Umbra“ von Viviane Sassen und „Blitzlichtskulpturen“ von Dominique Teufen werden in Großformaten auf Kuben öffentlich zugänglich auf unserer Terrasse präsentiert. Die Realisierung der Arbeiten wurde unterstützt von dem Foto- und Online-Druckservice CEWE, der sich seit 2016 als Hauspartner des NRW-Forum Düsseldorf für die Förderung des Kulturgutes Fotografie einsetzt.

Nach der Eröffnung im NRW-Forum Düsseldorf wird die Ausstellung in Berlin und Darmstadt zu sehen sein. Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Kris Scholz (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken (Kunsthochschule Kassel), Prof. Dr. Christoph Schaden (Technische Hochschule Nürnberg GSO). Zur Ausstellung erscheint ein umfassender zweisprachiger Katalog.

Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Hochschule Darmstadt gefördert.

Die Ausstellung ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. 100 jahre bauhaus im westen ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Dez
15
zu 9. Feb.

Ausstellung | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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 Sillans-la-Cascade, France, 1958

Sillans-la-Cascade, France, 1958


Vier seltene Unikate Abzüge des schwedischen Fotografen Christer Strömholm aus seiner ersten Werkschau von 1965 werden in Beziehung zu ausgewählten zeitgenössischen Künstlerpositionen der Galerie gesetzt. Die Arbeiten thematisieren und reflektieren im Dialog mit Strömholm wichtige künstlerische Aspekte aus seinem Schaffen auf ganz eigene Weise neu. 

Strömholm, der als einer der grossen Fotografen Schwedens gilt, nimmt mit seinem aussergewöhnlichen Œuvre eine wichtige Position innerhalb der internationalen Fotografiegeschichte ein. Mit der Kamera entwickelte er seine eigenen Bildvisionen von der Welt. Dabei begründete ein ausgeprägtes Interesse an Bildstrukturen sein Mitwirken in der wegweisenden Gruppe “fotoform“ um Otto Steinert. Bekannt wurde Strömholm vor allem mit seiner legendären Serie über die Transsexuellen vom Pariser Place Blanche (Les Amies de Places Blanche) aus den 1950er und 1960er Jahren. Seine dem fotografischen Existentialismus zugeordneten Schwarzweissfotografien verweisen mit einer schonungslosen Radikalität auf eine raue Lebenswirklichkeit, bestechen dabei aber auch mit ihrem poetischen Zauber. Das Geheimnis seiner Aufnahmen liegt in den surrealen Ausprägungen des von ihm Gesehenen, die sich zu neuen bühnenartigen Bildräumen verweben. Die Menschen darin gleichen zerbrechlichen, unwirklichen Geschöpfen, die sich in ihrer Alltäglichkeit sowie Unvollkommenheit und in ihrem Zweifel der Kamera offenbaren. Strömholm besass grossen Respekt, vor seinem Gegenüber und der Welt – Jedes Bild ist für sich gesehen nichts anderes als ein Selbstportrait, ein Teil des eigenen Lebens. (Strömholm, 1983).

Bei den jüngeren Künstlern und ihren Bildformulierungen liessen sich Parallelen entdecken: Die magische Präsenz einer Astkonstruktion bei dem Künstlerduo Inka and Niclas oder einer Tür bei Henrik Strömberg offenbaren surreale Momente. Der Raum als Ort subjektiver Erfahrung, der auf die Brüchigkeit des Seins verweist, sind für das künstlerische Verständnis von Susa Templin oder Yuken Teruya relevant. Identitäten und Selbstbefragungen hat Julia Peirone mit ihren Portraitbildern von Jugendlichen thematisiert. Bilder, die auf existentielle Fragestellungen verweisen und gleichzeitig den Blick verzaubern, hat Sascha Weidner geschaffen. Das von Linda Bergman zur Unkenntlichkeit verschmorte Puppengesicht erscheint wie eine grausame Metamorphose der körperlosen Köpfe aus Strömholms Bildwelt. Es sind diese Verweise von grafischen Elementen oder Metaphern, die zu der dialogischen Gegenüberstellung in der Ausstellung der dreizehn Künstler mit dem Altmeister geführt haben. 
 
Christer Strömholm, als Hauptprotagonist der modernen Fotografie, löste sich bereits von dem dokumentarischen und narrativen Charakter des Mediums. Dawid (Björn Dawidsson), als Begründer eines postmodernen Verständnisses der Fotografie in Schweden, fusste die Genese seines Œuvres auf einer ikonographisch-experimentellen Bildsprache. Zeitgenössische Positionen, wie die in der Ausstellung arbeiten auf unterschiedlichste Weise und vor dem Hintergrund eines heutigen postfotografischen Verständnisses an der Erweiterung des Mediums in den real existierenden Raum. 


Four rare prints by the Swedish photographer Christer Strömholm from his first exhibition in Stockholm in 1965 are be displayed alongside selected contemporary artists. The ensuing “dialogue with Strömholm“ thematizes and reflects artistic aspects of this artist’s oeuvre in a unique way.

Strömholm the doyen of modern Swedish photography, and his extraordinary work occupies an important position in the history of international photography. His pictorial compositions depict a unique vision of the world, and they led to his association with the group ofpioneering photographers founded by Otto Steinert known as "Fotoform." Strömholm is known above all for his legendary photographs of transsexuals at the Place Blanche in Paris during the 1950s and 1960s. With relentless radicality, his black-and-white “photographic existentialism“ captivates the poetic charm of life’s rough realities. The secret of this existentialism often lies in the surreal forms that are interwoven with dramatic pictorial moments, moments in which people resemble fragile and illusory creatures who reveal themselves to the camera in all their ordinariness, imperfection and doubt. Strömholm regarded his environment with the eyes of an artist who simultaneously seeks confrontation with reality and establishes contact with his fellow man, as a basic principle in photography. "Each picture can be considered a self-portrait, a part of one's own life." (Strömholm, 1983)

There are also obvious parallels to the work of younger artists’ pictorial formulations: the magical presence of a tree branch by Inka and Niclas, or a door by Henrik Strömberg, reveals the fragility of being and the surreal moments of subjective experience, moments which are likewise inherent in the artistic understanding of Susa Templin and Yuken Teruya. In a similar way, Julia Peirone also thematizes identity in the self-interrogations of her youthful portrait pictures. And Sascha Weidner’s images raise existential questions in a similar was just as they enchant the eye. The disembodied heads of Strömholm's pictorial world are also reflected by the cruel metamorphosis of the doll's face in Linda Bergman's work. Such graphic references result in a dialogue between the old master and the thirteen artists displayed in the exhibition.

Strömholm, as one of the main proponents of modern photography had already abandoned the documentary and narrative character of the medium behind and Dawid (Björn Dawidsson), as the founder of a postmodern understanding of photography in Sweden, find the genesis of their oeuvre in an experimental pictorial language. Contemporary positions such as those in the exhibition work in a wide variety of ways and against the background of today's post-photographic understanding on the expansion of the medium into real existing space.

(Text: Franziska Schmidt)

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Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln
Jan
12
zu 27. März

Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln


im focus galerie | Köln
12. Januar - 27. März 2019
über Karneval vom 28. Februar - 6. März 2019 geschlossen

Strange Encounters
Thomas Hoepker


 Esel | Thomas Hoepker

Esel | Thomas Hoepker

Thomas Hoepker (*1936, München) gilt als einer der bekanntesten Reportagefotografen der Welt. Anfangs als Fotoreporter und Korrespondent für den “stern” unterwegs, fotografierte er weltweit und machte unter anderem Bilder, die von zeitgeschichtlicher Bedeutung sind. Später wurde er Art Director beim stern, Executive Editor bei GEO und Präsident von Magnum Photos. Damit etablierte sich Hoepker in einigen der wichtigsten Positionen der internationalen Fotoszene. Buchprojekte, Filmproduktionen und unzählige Ausstellungen in den wichtigsten Museen und Galerien der Welt folgten.

Die Ausstellung "Strange Encounters" (merkwürdige Begegnungen) zeigt skurrile und humorvolle Beobachtungen, die Thomas Hoepker auf seinen Reisen machen konnte.

"Als Fotojournalist, arbeitend für Zeitungen und Magazine, ist man oft mit den eher schlechten Situationen konfrontiert. Aber schon bald entdeckte ich, dass dort auch lustige oder merkwürdige Begegnungen zu finden sind, die es wert sind fotografiert zu werden." (T. Hoepker)

Daneben zeigt die in focus Galerie, Köln die berühmtesten Fotografien aus Thomas Hoepkers langer Karriere.

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Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf
Mär
29
zu 7. Juli

Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
29. März - 7. Juli 2019

Two Rivers
Joachim Brohm und Alec Soth


 Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Zwei Fotografen, zwei Flüsse: Vom 29. März bis 7. Juli 2019 präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf mit „Two Rivers“ die wichtigsten fotografischen Werkgruppen des deutschen Künstlers Joachim Brohm und des US-Amerikanischen Fotografen Alec Soth. In einer Weltpremiere vereint die Ausstellung Werke aus insgesamt zehn Serien, unter anderem Alec Soth’ Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ und Joachim Brohms berühmte „Ruhr“-Serie.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Alec Soth’ Serie „Sleeping by the Missisippi“ und Joachim Brohms Serie „Ruhr“, die beide Menschen an der Peripherie des Flusses porträtieren. Brohm, der an der Folkwang Hochschule studierte, ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt. Soth steht als lyrischer Dokumentarfotograf in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Was die beiden verbindet, ist ein dokumentarisch-künstlerischer Blick, der sie als sensible Dokumentaristen ihres sozialen Umfeldes ausweist. Die Ausstellung versammelt insgesamt zehn Werkgruppen der beiden Fotografen, neben den bekannten Serien an der Ruhr und am Mississippi werden weltweit zum ersten Mal auch Joachim Brohms seltene Porträts und ein neues Werk von Alec Soth gezeigt.

Alec Soth gehört seit seinem ersten Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ aus dem Jahre 2004 zu den wichtigsten Fotografen der internationalen Fotoszene. Soth ist bildender Künstler, Magnum-Fotograf, Blogger, Verleger und Pädagoge. Er erforscht die vielen verschiedenen Formen der Fotografie und wie sie sich in der Welt präsentieren. Als lyrischer Dokumentarfotograf - in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld - sieht sich Soth in erster Linie als amerikanischer Fotograf. Die Landschaften der USA, der majestätische Mississippi, die donnernden Niagarafälle, die weiten und offenen Wüsten, die kleinen Städte und Vororte: Alle haben die Struktur und den Rahmen für seine poetischen Studien über das amerikanische Leben geschaffen. Neben „Sleeping by the Mississippi“ (2004) werden vor allem Werke aus den Serien „Niagara“ (2006) und „Songbook“ (2014) gezeigt.

 Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt und maßgeblich an der Entwicklung der Fotografie als Kunstform seit den 1980er Jahren beteiligt war. In seiner ersten, international viel beachteten Serie „Ruhr“ (1980-1983) dokumentierte er das Freizeitverhalten der Menschen am Ufer der Ruhr. Brohm gehört neben den Fotografen der Düsseldorfer Fotoschule zu den wichtigsten Fotokünstlern in Deutschland. In seinen oft dokumentarisch geprägten Arbeiten setzt er sich vor allem mit den Strukturen der Stadtentwicklung und der Stadtperipherie - mit allen sozialen, soziologischen, ökonomischen und kulturellen Implikationen - auseinander. Künstlerisch ausgebildet und geprägt wurde er an der Folkwang Hochschule in der Tradition von Otto Steinert und Michael Schmidt, aber auch durch sein Fulbright Stipendium an der Ohio State University, an der er Fotografie bei Allan Sekula studierte. Neben Brohms Frühwerk „Typology“ (1979), in dem er im Stil von Bernd und Hilla Becher die typologischen Besonderheiten von Kleingärten dokumentierte, präsentiert die Ausstellung auch Arbeiten aus seinem amerikanischen Werk „Ohio“, der „Ruhrstadt“ (1988-92), „Areal“ (1992-2002) und „Culatra“ (2008-2010). Als Premiere werden erstmals die seltenen Portraits aus Ohio gezeigt. Bis heute lehrt Joachim Brohm Fotografie an der HBG - Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

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Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
18. Juli 2019

Retrospektive
Martin Parr


 Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
19
zu 10. Nov.

Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
19. Juli - 10. November 2019

Retrospektive
Martin Parr


 Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Vernissage | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Dez
14
6:00 nachm.18:00

Vernissage | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin



 Sillans-la-Cascade, France, 1958

Sillans-la-Cascade, France, 1958


Vier seltene Unikate Abzüge des schwedischen Fotografen Christer Strömholm aus seiner ersten Werkschau von 1965 werden in Beziehung zu ausgewählten zeitgenössischen Künstlerpositionen der Galerie gesetzt. Die Arbeiten thematisieren und reflektieren im Dialog mit Strömholm wichtige künstlerische Aspekte aus seinem Schaffen auf ganz eigene Weise neu. 

Strömholm, der als einer der grossen Fotografen Schwedens gilt, nimmt mit seinem aussergewöhnlichen Œuvre eine wichtige Position innerhalb der internationalen Fotografiegeschichte ein. Mit der Kamera entwickelte er seine eigenen Bildvisionen von der Welt. Dabei begründete ein ausgeprägtes Interesse an Bildstrukturen sein Mitwirken in der wegweisenden Gruppe “fotoform“ um Otto Steinert. Bekannt wurde Strömholm vor allem mit seiner legendären Serie über die Transsexuellen vom Pariser Place Blanche (Les Amies de Places Blanche) aus den 1950er und 1960er Jahren. Seine dem fotografischen Existentialismus zugeordneten Schwarzweissfotografien verweisen mit einer schonungslosen Radikalität auf eine raue Lebenswirklichkeit, bestechen dabei aber auch mit ihrem poetischen Zauber. Das Geheimnis seiner Aufnahmen liegt in den surrealen Ausprägungen des von ihm Gesehenen, die sich zu neuen bühnenartigen Bildräumen verweben. Die Menschen darin gleichen zerbrechlichen, unwirklichen Geschöpfen, die sich in ihrer Alltäglichkeit sowie Unvollkommenheit und in ihrem Zweifel der Kamera offenbaren. Strömholm besass grossen Respekt, vor seinem Gegenüber und der Welt – Jedes Bild ist für sich gesehen nichts anderes als ein Selbstportrait, ein Teil des eigenen Lebens. (Strömholm, 1983).

Bei den jüngeren Künstlern und ihren Bildformulierungen liessen sich Parallelen entdecken: Die magische Präsenz einer Astkonstruktion bei dem Künstlerduo Inka and Niclas oder einer Tür bei Henrik Strömberg offenbaren surreale Momente. Der Raum als Ort subjektiver Erfahrung, der auf die Brüchigkeit des Seins verweist, sind für das künstlerische Verständnis von Susa Templin oder Yuken Teruya relevant. Identitäten und Selbstbefragungen hat Julia Peirone mit ihren Portraitbildern von Jugendlichen thematisiert. Bilder, die auf existentielle Fragestellungen verweisen und gleichzeitig den Blick verzaubern, hat Sascha Weidner geschaffen. Das von Linda Bergman zur Unkenntlichkeit verschmorte Puppengesicht erscheint wie eine grausame Metamorphose der körperlosen Köpfe aus Strömholms Bildwelt. Es sind diese Verweise von grafischen Elementen oder Metaphern, die zu der dialogischen Gegenüberstellung in der Ausstellung der dreizehn Künstler mit dem Altmeister geführt haben. 
 
Christer Strömholm, als Hauptprotagonist der modernen Fotografie, löste sich bereits von dem dokumentarischen und narrativen Charakter des Mediums. Dawid (Björn Dawidsson), als Begründer eines postmodernen Verständnisses der Fotografie in Schweden, fusste die Genese seines Œuvres auf einer ikonographisch-experimentellen Bildsprache. Zeitgenössische Positionen, wie die in der Ausstellung arbeiten auf unterschiedlichste Weise und vor dem Hintergrund eines heutigen postfotografischen Verständnisses an der Erweiterung des Mediums in den real existierenden Raum. 


Four rare prints by the Swedish photographer Christer Strömholm from his first exhibition in Stockholm in 1965 are be displayed alongside selected contemporary artists. The ensuing “dialogue with Strömholm“ thematizes and reflects artistic aspects of this artist’s oeuvre in a unique way.

Strömholm the doyen of modern Swedish photography, and his extraordinary work occupies an important position in the history of international photography. His pictorial compositions depict a unique vision of the world, and they led to his association with the group ofpioneering photographers founded by Otto Steinert known as "Fotoform." Strömholm is known above all for his legendary photographs of transsexuals at the Place Blanche in Paris during the 1950s and 1960s. With relentless radicality, his black-and-white “photographic existentialism“ captivates the poetic charm of life’s rough realities. The secret of this existentialism often lies in the surreal forms that are interwoven with dramatic pictorial moments, moments in which people resemble fragile and illusory creatures who reveal themselves to the camera in all their ordinariness, imperfection and doubt. Strömholm regarded his environment with the eyes of an artist who simultaneously seeks confrontation with reality and establishes contact with his fellow man, as a basic principle in photography. "Each picture can be considered a self-portrait, a part of one's own life." (Strömholm, 1983)

There are also obvious parallels to the work of younger artists’ pictorial formulations: the magical presence of a tree branch by Inka and Niclas, or a door by Henrik Strömberg, reveals the fragility of being and the surreal moments of subjective experience, moments which are likewise inherent in the artistic understanding of Susa Templin and Yuken Teruya. In a similar way, Julia Peirone also thematizes identity in the self-interrogations of her youthful portrait pictures. And Sascha Weidner’s images raise existential questions in a similar was just as they enchant the eye. The disembodied heads of Strömholm's pictorial world are also reflected by the cruel metamorphosis of the doll's face in Linda Bergman's work. Such graphic references result in a dialogue between the old master and the thirteen artists displayed in the exhibition.

Strömholm, as one of the main proponents of modern photography had already abandoned the documentary and narrative character of the medium behind and Dawid (Björn Dawidsson), as the founder of a postmodern understanding of photography in Sweden, find the genesis of their oeuvre in an experimental pictorial language. Contemporary positions such as those in the exhibition work in a wide variety of ways and against the background of today's post-photographic understanding on the expansion of the medium into real existing space.

(Text: Franziska Schmidt)

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Vernissage | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Dez
5
7:00 nachm.19:00

Vernissage | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

  • f³ – freiraum für fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

f³ – freiraum für fotografie | Berlin
5. Dezember 2018

Einführung durch Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f³ – freiraum für fotografie im Gespräch mit Nan Goldin, Fotografin (angefragt).

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


 © Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

 © Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

 © Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Vernissage | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau
Nov
30
7:00 nachm.19:00

Vernissage | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
30. November 2018

The Island of the Colorblind
Sanne de Wilde


┬® Sanne De Wilde_Press 1_MAIN IMAGE.jpg

Im späten 18. Jahrhundert verwüstete ein Taifun die Insel Pingelap, ein kleines Atoll im Pazifischen Ozean. Sein König, einer der wenigen Überlebenden, war Träger des seltenen Achromatopsie-Gens, das komplette Farbenblindheit verursacht. Mit der Zeit verbreitete sich diese Erbkrankheit in der isolierten Gemeinschaft und seither sehen viele Inselbewohner die Welt in Schwarz-Weiß. Das Phänomen wurde erstmals von dem berühmten Neurologen und Schriftsteller Oliver Sacks beschrieben.

Mit ihrem Porträt dieser Menschen, die in Mikronesien als blind gelten, verfolgt die Belgierin Sanne de Wilde (*1987) einen konzeptionellen Ansatz: Sie verdeckt oder betont Augen und Gesichter und führt den Betrachter in eine Traumwelt farbiger Möglichkeiten. The Island of the Colorblind (Die Insel der Farbenblinden) besteht aus »normalen«, doch in Schwarz-Weiß umgewandelten digitalen Aufnahmen und aus Infrarotbildern. Ein dritter Teil der Serie sind die »achromatischen Malereien«, bei denen farbenblinde Holländer die Schwarz-Weiß-Fotos auf Bitten der Künstlerin farbig ausmalten. Grelle Flammen erleuchten das Schwarz-Weiß, Bäume strahlen pink, alle Regenbogenfarben sind vertreten.

In Kooperation mit der Galerie Lichtblick, Köln

(Text: Soiz Galerie)

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Vernissage | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg
Nov
16
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
16. November 2018

Life in Cities
Michael Wolf


 Tokyo Compression

Tokyo Compression

Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES im Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung im Haus der Photographie ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2004–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 x 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density(2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die Schönheit der monotonen, brutalen Architektur der Stadt Hongkong. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokyo gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Fotomuseum Den Haag

(Text: Deichtorhallen)

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Vernissage | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin
Nov
15
7:00 nachm.19:00

Vernissage | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
15. November 2018

City Diaries
Peter Bialobrzeski


 Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print

Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print


Der Fotograf Peter Bialobrzeski ist berühmt für seine Untersuchungen des urbanen Raums. Bekannt wurde er durch Ausstellungsprojekte und Buchveröffentlichungen wie “Neon Tigers“ (2004), “Lost in Transition“ (2007) oder “The Raw and the Cooked“ (2011). In den letzten Jahren arbeitete Bialobrzeski an einem Langzeitprojekt von fotografischen “City Diaries“. Sieben wurden bereits veröffentlicht, das achte Buch, über Wuhan, erscheint anlässlich dieser Ausstellung. In diesen “Diaries“ untersucht Peter Bialobrzeski die Frage, ob das Bild einer Stadt, geprägt von Vorurteilen, von vorgefassten Bildern und von dem was vorgefunden wurde, in eine bestimmte Abbildung umgewandelt werden kann. Eine scheinbar objektivierende Ästhetik, gepaart mit dem Zufall des Flaneurs, führen zu Fotografien, die den urbanen Raum subjektiv abbilden.

Die Robert Morat Galerie zeigt erstmals Fotografien aus allen acht Serien, als Prints und als Buchinstallationen.

Im Verlagshaus The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) liegen bislang vor: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary und Zurich Diary. In Vorbereitung sind: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk und Georgetown.

Peter Bialobrzeski, geboren 1961 in Wolfsburg, ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und veröffentlicht und finden sich in wichitgen privaten und öffentlichen Sammlungen. 2012 erhielt Peter Bialobrzeski den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.


Photographer Peter Bialobrzeski is known for his investigations of urban space. He became famous for exhibition projects and book publications such as “Neon Tigers” (2004), “Lost in Transition” (2007) or “The Raw and the Cooked” (2011). In recent years, Bialobrzeski worked on a long term project of photographic “City Diaries”. Seven books have already been published. The eighth publication, on Wuhan, will be published on occasion of this exhibition. In these diaries, Peter Bialobrzeski examines the question of whether the image of a city, what is fed by prejudice, what has been found and what has been conveyed by the media, can be transformed into a specific picture. A seemingly objectifying aesthetic, paired with the coincidence of the flaneur, lead to photographs that subjectively map the urban space.

Robert Morat Galerie is showing photographs from all eight series as prints and as a book installation for the first time.

The publishing house The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) has so far released: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary and Zurich Diary. In preparation are: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk and Georgetown.

Peter Bialobrzeski, born 1961 in Wolfsburg, holds a teaching position at the University of Arts in Bremen. He lives and works in Hamburg. His work has been widely exhibited and published and is found in major collections both private and public. In 2012 Peter Bialobrzeski was the recipient of the prestigious Dr.-Erich-Salomon-Award by the German Society of Photography (Deutsche Gesellschaft für Photographie).

(Text: Robert Morat Galerie)

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Artist Talk | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie
Okt
24
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie


F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
24. Oktober 2018

Künstlergespräch und Book-Signing mit Andreas Herzau

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | Die West-Berliner Jahre - André Kirchner | Haus am Kleistpark | Berlin
Okt
12
zu 16. Dez.

Ausstellung | Die West-Berliner Jahre - André Kirchner | Haus am Kleistpark | Berlin


Haus am Kleistpark | Berlin
12. Oktober - 16. Dezember 2018

Die West-Berliner Jahre
André Kirchner


 Cinzano, Wedding 1989

Cinzano, Wedding 1989


Zum sechzigsten Geburtstag des Fotografen André Kirchner zeigt das Haus am Kleistpark eine Auswahl von rund einhundert seiner frühen Schwarzweiß-Fotografien aus den Jahren 1981 bis 1990, die zum größten Teil bisher unveröffentlicht geblieben sind.  

Vor mehr als 35 Jahren begann André Kirchner, Berlin zu fotografieren. Mit seinen zurückhaltenden Fotografien aus den Straßen und Brachen West-Berlins erzählt Kirchner aus der Geschichte der Stadt; eher beiläufig notiert er mit der Kleinbildkamera, was er ab 1988 in systematische Serien mit der Großformatkamera überträgt. Der poetische Realismus seiner Fotografien enthüllt und verbirgt zugleich, was die staunenden BetrachterInnen aus den immer auf Augenhöhe aufgenommenen und scheinbar bekannten Straßenansichten dieser Stadt herauslesen können. Zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Buch in der Edition Braus.

(Text: Haus am Kleistpark)

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Ausstellung | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Sep
27
zu 17. Nov.

Ausstellung | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

  • Dorothée Nilsson Gallery (Karte)
  • Google Kalender ICS

Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
27. September - 17. November 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Apparent Magnitude
Johan Österholm


 Not yet Titled | Johan Österholm

Not yet Titled | Johan Österholm


Johan Österholms Arbeit präsentiert sich erstmalig mit einer Einzelausstellung in Deutschland. Sie führt frühere und neue Werke zusammen, die aus verschiedenen Perspektiven die Thematik der Lichtverschmutzung in den Blick nehmen. Seit vielen Jahren arbeitet der Fotograf Österholm über das zentrale und doch am wenigsten greifbare Element seines Mediums: das Licht. Sein Werk vereint astronomische Naturbeobachtungen und Archivrecherchen, experimentelle fotografische Prozesse und durchaus auch politische Pointen.

Die Ausstellung umfasst experimentelle Arbeiten, die im Studio entstanden sind, fotografische Landschaften und skulpturale Objekte. Österholm interessiert sich in ihnen nicht nur für das Licht als Naturelement, sondern erinnert ebenso an die politischen Kämpfe um Straßenbeleuchtung und Kontrolle in der Stadt.
 
Zeitgleich werden in der Ausstellung Back to the Future im C/O Berlin auch frühere Projekte des Künstlers zu sehen sein, sodass das breite Spektrum seiner Arbeit an den dunklen Seiten des Lichts sichtbar wird.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Schweden) lebt und arbeitet in Stockholm. 2016 schloss er mit MFA die Malmö Art Academy ab. Seine Arbeiten, entstanden in so unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Video, Skulptur und Installation, waren und sind vielfach in Solo- und Gruppenausstellungen präsent, so etwa im C/O Berlin, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Copenhagen Photo Festival oder dem FOAM Amsterdam.

Apparent Magnitude is the first solo exhibition of works by Swedish artist Johan Österholm at the Dorothée Nilsson Gallery. As part of the European Month of Photography, it brings together earlier and new works that look at the topic of light pollution from different perspectives.

For many years the photographer Österholm has been working on the central yet least tangible element of his medium: light. His work combines astronomical observation and archival research, experimental photographic processes and sometimes political punchlines.

The three-part series Some Moonwalks (2017), for example, was created on the Isle of Sark in the English Channel. The island is considered a region with a natural, extremely dark night. On his nocturnal walks across the island, where the human eye can hardly see anything, Österholm’s camera was able to visualize the pale landscapes drawn by the clear moonlight on the island.

In recent works such as Concealer (2018), the perspective is reversed. It is not the essence of pure moonlight, but the dim light of urban street lamps that becomes the subject and artistic material.

The artist used it to examine old astronomical negatives from observatories, creating fascinatingly complex, black and white composite images. In Antique Skies and Untitled Lantern Pieces (both 2018) Österholm used a primitive method of early photography. For hours he exposed an astronomical yearbook and the glass pane of a street lamp with the negatives of those constellations that the light smog of the 20th century made invisible.

In Apparent Magnitude, however, Österholm also addresses the historical-political implications of his work on light more openly than before. Lantern Smashers (2018) interprets the streetlight as a political symbol of control. In the 19th century, newly erected lanterns were sometimes demonstratively destroyed. Österholm’s pictures, with tongue-in- cheek humour, interpret today’s vandalism or decay as a memory of those struggles for darkness in the city.

The works in Apparent Magnitude thus also reveal new aspects in Österholm’s work. In connection with earlier projects, which will be on show at the same time in the exhibition Back to the Future at the C/O Berlin as part of the European Month of Photography, the broad spectrum of his work on the dark shades of light becomes evident.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Sweden) lives and works in Stockholm. In 2016 he completed the Malmö Art Academy with MFA. His works, created in such diverse media as photography, video, sculpture and installation, have been and are frequently present in solo and group exhibitions, for example at the C/O Berlin, the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, the Copenhagen Photo Festival or the FOAM Amsterdam.

(Text: Dorothée Nilsson Gallery)

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Vernissage | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Sep
26
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin


Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
26. September 2018

Apparent Magnitude
Johan Österholm


 Not yet Titled | Johan Österholm

Not yet Titled | Johan Österholm


Johan Österholms Arbeit präsentiert sich erstmalig mit einer Einzelausstellung in Deutschland. Sie führt frühere und neue Werke zusammen, die aus verschiedenen Perspektiven die Thematik der Lichtverschmutzung in den Blick nehmen. Seit vielen Jahren arbeitet der Fotograf Österholm über das zentrale und doch am wenigsten greifbare Element seines Mediums: das Licht. Sein Werk vereint astronomische Naturbeobachtungen und Archivrecherchen, experimentelle fotografische Prozesse und durchaus auch politische Pointen.

Die Ausstellung umfasst experimentelle Arbeiten, die im Studio entstanden sind, fotografische Landschaften und skulpturale Objekte. Österholm interessiert sich in ihnen nicht nur für das Licht als Naturelement, sondern erinnert ebenso an die politischen Kämpfe um Straßenbeleuchtung und Kontrolle in der Stadt.
 
Zeitgleich werden in der Ausstellung Back to the Future im C/O Berlin auch frühere Projekte des Künstlers zu sehen sein, sodass das breite Spektrum seiner Arbeit an den dunklen Seiten des Lichts sichtbar wird.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Schweden) lebt und arbeitet in Stockholm. 2016 schloss er mit MFA die Malmö Art Academy ab. Seine Arbeiten, entstanden in so unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Video, Skulptur und Installation, waren und sind vielfach in Solo- und Gruppenausstellungen präsent, so etwa im C/O Berlin, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Copenhagen Photo Festival oder dem FOAM Amsterdam.

Apparent Magnitude is the first solo exhibition of works by Swedish artist Johan Österholm at the Dorothée Nilsson Gallery. As part of the European Month of Photography, it brings together earlier and new works that look at the topic of light pollution from different perspectives.

For many years the photographer Österholm has been working on the central yet least tangible element of his medium: light. His work combines astronomical observation and archival research, experimental photographic processes and sometimes political punchlines.

The three-part series Some Moonwalks (2017), for example, was created on the Isle of Sark in the English Channel. The island is considered a region with a natural, extremely dark night. On his nocturnal walks across the island, where the human eye can hardly see anything, Österholm’s camera was able to visualize the pale landscapes drawn by the clear moonlight on the island.

In recent works such as Concealer (2018), the perspective is reversed. It is not the essence of pure moonlight, but the dim light of urban street lamps that becomes the subject and artistic material.

The artist used it to examine old astronomical negatives from observatories, creating fascinatingly complex, black and white composite images. In Antique Skies and Untitled Lantern Pieces (both 2018) Österholm used a primitive method of early photography. For hours he exposed an astronomical yearbook and the glass pane of a street lamp with the negatives of those constellations that the light smog of the 20th century made invisible.

In Apparent Magnitude, however, Österholm also addresses the historical-political implications of his work on light more openly than before. Lantern Smashers (2018) interprets the streetlight as a political symbol of control. In the 19th century, newly erected lanterns were sometimes demonstratively destroyed. Österholm’s pictures, with tongue-in- cheek humour, interpret today’s vandalism or decay as a memory of those struggles for darkness in the city.

The works in Apparent Magnitude thus also reveal new aspects in Österholm’s work. In connection with earlier projects, which will be on show at the same time in the exhibition Back to the Future at the C/O Berlin as part of the European Month of Photography, the broad spectrum of his work on the dark shades of light becomes evident.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Sweden) lives and works in Stockholm. In 2016 he completed the Malmö Art Academy with MFA. His works, created in such diverse media as photography, video, sculpture and installation, have been and are frequently present in solo and group exhibitions, for example at the C/O Berlin, the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, the Copenhagen Photo Festival or the FOAM Amsterdam.

(Text: Dorothée Nilsson Gallery)

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Ausstellung | Picture languages. Photographic Arat from Georgia | Fotografie Forum Frankfurt
Sep
22
zu 18. Nov.

Ausstellung | Picture languages. Photographic Arat from Georgia | Fotografie Forum Frankfurt

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Fotografie Forum Frankfurt
22. September - 18. November 2018

Picture languages. Photographic Art from Georgia
Andro Eradze, Dimitri Ermakov, Natela Grigalashvili, Nino Jorjadze, Lado Lomitashvili, Dina Oganova, Koka Ramishvili, Alexander Roinashvili, Mariam Sitchinava, Daro Sulakauri, Guram Tsibakhashvili und Beso Uznadze


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Mit Picture languages. Photographic Art from Georgia präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt vom 22.09.–18.11.2018 Entwicklungen und aktuelle Tendenzen in der Fotografie Georgiens. Die Gruppenausstellung versammelt zwölf herausragende »Stimmen« des Landes. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die seit dem Ende der Sowjetunion entstanden sind. Zu sehen sind dokumentarische Bilder zum georgischen Unabhängigkeitsstreben, verschiedene Formen des Porträts und Studien zu Traditionen und symbolhaften Orten. Einen Schwerpunkt der Schau bilden Werke junger Fotografinnen und Fotografen, geboren in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren – sie beschäftigen sich kontinuierlich mit der Identität ihrer Generation und dem experimentellen Umgang mit dem Medium Fotografie. Ergänzend gibt die Schau Einblicke in die Anfänge der georgischen Fotografie: mit Reproduktionen der beiden frühen Fotografie-Größen Dimitri Ermakov und Alexander Roinashvili sowie der ersten Kriegsfotografin, Nino Jorjadze. So vermittelt die Ausstellung facettenreich Eindrücke von Geschichte und modernem Alltag in Georgien sowie künstlerische Positionen seiner noch wenig bekannten Fotografie-Szene.

FFF_Georgien_D-Sulakauri_BlackGold.jpg

Kuratiert wurde die Ausstellung von Celina Lunsford, künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt. Picture languages. Photographic Art from Georgia ist zugleich Beitrag des FFF zum Ehrengastprogramm »Georgia – Made by Characters« der Frankfurter Buchmesse 2018. Das Rahmenprogramm umfasst Vorträge, Gespräche und Workshops mit georgischen Fotografen, Kuratorinnen und Experten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Frankfurter Societäts-Verlag (Deutsch-Englisch, 144 Seiten).

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Vernissage | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
Sep
21
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin


Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
21. September 2018

Blende f / 5.6 - Glückliche Momente
Bogdan Dziworski


 Lódz, 1985

Lódz, 1985

Die Berliner Galerie Hilaneh von Kories das fotografische Werk des polnischen Filmemachers und Fotografen Bogdan Dziworski (*1941). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des Avantgarde- und Experimentalfilms im polnischen Kino. Gleichwohl er in seinem Heimatland zu den renommiertesten Bildgestaltern gehört, ist sein Werk in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Insbesondere seine fotografischen Aufnahmen sind eine Entdeckung. Seit den Sechzigerjahren hat Bogdan Dziworski ein einzigartiges Werk geschaffen, das ihm schon oft den vergleichenden Ehrentitel einbrachte, er sei "der Cartier-Bresson Polens". Seine Aufnahmen entstanden ohne Auftrag und werden in dieser Ausstellungsauswahl zum Teil erstmals ausgestellt. Seine kontrastreichen analogen schwarzweissen Bilder geben Einblick in den Lebensalltag in polnischen Städten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bogdan Dziworski: "Meine Fotografien aus dieser Zeit sind nie inszeniert. Sie sind "erlaufen". Tag für Tag waren es manchmal acht Stunden, in denen ich fotografierte. Du musst auf diesen einen bestimmten Moment warten, in dem die Realität die Bühne selbst bestimmt. Du musst Glück haben. Und ich hatte es."

(Text: Galerie Hilaneh von Kories)

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Ausstellung | Wandeln - Karen Irmer | St. Moritzkirche | Augsburg
Sep
21
zu 4. Nov.

Ausstellung | Wandeln - Karen Irmer | St. Moritzkirche | Augsburg


St. Moritzkirche | Augsburg
21. September - 4. November 2018
Anlässlich des 1000 jährigen Gemeindejubiläums der St. Moritzkirche, Augsburg; Teil des Medienkunstfestivals Lab30: 25. - 28. Oktober 2018

Wandeln
Karen Irmer


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Künstlerische Intervention in der St. Moritzkirche Augsburg anlässlich des 1000 jährigen Gemeindejubiläums “1000 Jahre wie ein Tag“

 Wenn es langsam zu dämmern beginnt, tauchen sie in der Apsis der Kirche auf – kleine, weiße Lichtpunkte, die in steter Bewegung nach oben steigen, kreisen und hinabzufallen scheinen. Trotz ihrer Ruhelosigkeit und ihrer diffusen Form lassen sie an Sterne denken. Diese Assoziation liegt durchaus nahe, finden sich doch in den Kuppeln älterer Sakralbauten immer wieder gemalte Sternenhimmel, die die Unendlichkeit des Universums ins Innere des Kirchenraums überführen sollten. Bei längerem Hinsehen entpuppen sich die Lichtgebilde jedoch als Vögel, die im Ostchor ihre Kreise ziehen. Karen Irmer positioniert ihre Installation bewusst an jener Stelle der Moritzkirche, welche durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg den Blick nach außen freigab. Dort bricht sie den Raum auf ins Illusionistische und lässt die Außenwelt erneut in den Innenraum dringen – sichtbar, aber nicht greifbar. Sie dynamisiert die streng gegliederte Struktur der Kirche und eröffnet dem Betrachter dadurch eine neue Raum-Zeit-Ebene.  

Außen und Innen, Kommen und Gehen, Sichtbares und Unsichtbares – Irmers Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld dieser Gegensätze und thematisieren ihre Übergänge. Grenzen verschieben sich, verschwinden und stellen vermeintliche Eindeutigkeiten infrage. Im rechten  Seitenschiff blicken wir wie durch ein Fenster auf eine imposante Wolkenformation von großer ästhetischer Kraft. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich diese Formation jedoch als verschmelzendes Zusammenspiel von Wasser und Wolken. Wo endet die Gischt, wo beginnen die Wolken? Eine klare Trennung ist nicht möglich, der Übergang von einem Aggregatszustand in einen anderen ist vielmehr fließend.

Diesem Aufeinandertreffen der verschiedenen Aggregatszustände begegnen wir in der linken Seitenkapelle wieder. Über eine leicht bewegte Wasserfläche ziehen zarte Nebelschleier hinweg. Obgleich wir keine Veränderung des Himmels sehen können, erkennen wir an den glitzernden Flächen auf der Wasseroberfläche, dass sich einige Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Wolken bahnen. Die Videoinstallation strahlt eine große Ruhe aus und verstärkt die meditative Wirkung der Kapelle. In der Nische, die eigentlich dem Kruzifix  vorbehalten ist, wird während der Ausstellung das Wasser, oder die von ihm evozierte Stimmung zum Gegenstand der Kontemplation. Durch die Interaktion mit dem sakralen Raum ermöglicht Irmers Kunst dem in der Immanenz verhafteten Betrachter eine intensive spirituelle Erfahrung, bei der die fließende Grenze zur Transzendenz spürbar werden kann.

(Text: Simone Kimmel 2018) 

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IRMER_Moritzkirche_Oval_72dpi.jpg

Im Jahr 2013 wurde die Kirche St. Moritz in Augsburg mit ihrer fast 1000 jährigen Geschichte durch das Architekturbüro John Pawson aus London neu gestaltet. Der Kunst in der Kirche Raum zu geben und Kunst mit Spiritualität in Zwiesprache zu bringen, ist eine der Aufgabe, der sich die Moritzkirche verschrieben hat.

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Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
Sep
15
zu 2. Dez.

Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie | Berlin

  • F3 Freiraum für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
15. September - 2. Dezember 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | The Potemkin Village - Gregor Sailer | Kehrer Galerie | Berlin
Sep
15
zu 17. Nov.

Ausstellung | The Potemkin Village - Gregor Sailer | Kehrer Galerie | Berlin


Kehrer Galerie | Berlin
15. September - 17. November 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

The Potemkin Village
Gregor Sailer


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Für "The Potemkin Village" (2015-2017) machte sich Gregor Sailer (*1980 in Schwaz, AT) weltweit auf die Suche nach Kulissenstädten. Der sprichwörtliche Begriff bezieht sich auf die Legende, dass Feldmarschall Grigori Alexandrowitsch Potjomkin der Zarin Katharina der Grossen die neueroberten Krimgebiete versteckt hinter bemalten Kulissen präsentiert haben soll.

In Russland fand Sailer gleich zwei dem klassischen Konzept entsprechende Potemkinsche Dörfer, in denen ruinöse Häuser hinter Planen mit aufgedruckten repräsentativen Fassaden verborgen wurden. Doch der Werkkomplex zeigt auch weniger wortgetreue Scheinarchitekturen, wie verschiedenste militärische Trainingszentren in den USA, Frankreich, England und Deutschland, detailgetreue Repliken europäischer Städte in China sowie zwei Fahrzeugteststrecken in Schweden. 

Die Unwirklichkeit dieser Bauten wird durch das diffuse Licht, das der Fotograf bewusst für die Serie wählte, noch betont. Mit dieser Arbeit thematisiert Gregor Sailer die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Interessen, die diesen Bauvorhaben zugrunde liegen.

(Text: Kehrer Galerie)

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Ausstellung | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau
Sep
15
zu 19. Okt.

Ausstellung | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
15. September - 19. Oktober 2018

Roads Not Taken
Andreas Trogisch


Andreas Trogisch.jpg

Andreas Trogisch liebt das Medium Fotografie, das es "Menschen mit schwachen zeichnerischen Fähigkeiten, aber einem starken Gestaltungswillen doch noch ermöglicht, Bilder zu produzieren". Ebenso provokativ bezeichnet er sich als "Dilettanten", ausgehend von der Wurzel des Wortes in "delectare", zu Deutsch "sich erfreuen": Trogisch kann gute Bilder immer und immer wieder ansehen, wenn sie ihm ein bestimmtes ästhetisches Vergnügen zu bieten haben, sei es in ihrer Materialität, ihrer Komposition oder ihren Tonwertklängen.

Trotz dieser ironischen Selbstbeschreibung haben wir hier einen Fotografen, der seit über 35 Jahren konstant mit gleich hohem Anspruch an seinem Werk arbeitet. Was Andreas Trogisch in der Fotografie am meisten interessiert, ist die Möglichkeit der Transzendenz, des Verwandelns des Einen in ein völlig Anderes, was die Möglichkeit bietet, auf einer Skala von Schwarz nach Weiß Dramen zu erzählen, ohne ein notwendigerweise ein Ereignis zu haben. Diese "Nicht-Ereignisse" sind die Hauptakteure in dem Zyklus "Replies", der in den frühen 80er Jahren beginnt und, obwohl in Buchform 2014 veröffentlicht, immer noch nicht abgeschlossen ist.

In allen hier gezeigten Bildern von Andreas Trogisch geht es nicht um Abstraktion im Sinne von Reduktion und Vereinfachung, sondern im Gegenteil das Erweitern der Realität um die phantastische Dimension des Bildes. Besonders deutlich wird das in den Bildern aus der Serie "Asphalt", die sich mit vordergründig belanglosen Mikro-Szenen zu unseren Füßen beschäftigen. Im Bild erlangen sie eigenes Leben und Schönheit. In beinahe monumentale Grösse skaliert werden die Asphalt-Motive in Trogischs aktueller Serie "Runway", für die grossflächige Rollbahn- und Strassenmarkierungen in hunderten Einzelaufnahmen "gescannt" und zu faszinierend detailreichen wandteppichartigen Bildern zusammengesetzt werden wie der weisse Kreis, ein drei Meter messender Roundabout-Ersatz auf einer maltesischen Straßenkreuzung, der jetzt hier als rätselhafter Planet aus dem All schimmert.

(Text: Soiz Galerie)

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Vernissage | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau
Sep
14
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
Vernissage mit Artist Talk | 14. September 2018

Roads Not Taken
Andreas Trogisch


Andreas Trogisch.jpg

Andreas Trogisch liebt das Medium Fotografie, das es "Menschen mit schwachen zeichnerischen Fähigkeiten, aber einem starken Gestaltungswillen doch noch ermöglicht, Bilder zu produzieren". Ebenso provokativ bezeichnet er sich als "Dilettanten", ausgehend von der Wurzel des Wortes in "delectare", zu Deutsch "sich erfreuen": Trogisch kann gute Bilder immer und immer wieder ansehen, wenn sie ihm ein bestimmtes ästhetisches Vergnügen zu bieten haben, sei es in ihrer Materialität, ihrer Komposition oder ihren Tonwertklängen.

Trotz dieser ironischen Selbstbeschreibung haben wir hier einen Fotografen, der seit über 35 Jahren konstant mit gleich hohem Anspruch an seinem Werk arbeitet. Was Andreas Trogisch in der Fotografie am meisten interessiert, ist die Möglichkeit der Transzendenz, des Verwandelns des Einen in ein völlig Anderes, was die Möglichkeit bietet, auf einer Skala von Schwarz nach Weiß Dramen zu erzählen, ohne ein notwendigerweise ein Ereignis zu haben. Diese "Nicht-Ereignisse" sind die Hauptakteure in dem Zyklus "Replies", der in den frühen 80er Jahren beginnt und, obwohl in Buchform 2014 veröffentlicht, immer noch nicht abgeschlossen ist.

In allen hier gezeigten Bildern von Andreas Trogisch geht es nicht um Abstraktion im Sinne von Reduktion und Vereinfachung, sondern im Gegenteil das Erweitern der Realität um die phantastische Dimension des Bildes. Besonders deutlich wird das in den Bildern aus der Serie "Asphalt", die sich mit vordergründig belanglosen Mikro-Szenen zu unseren Füßen beschäftigen. Im Bild erlangen sie eigenes Leben und Schönheit. In beinahe monumentale Grösse skaliert werden die Asphalt-Motive in Trogischs aktueller Serie "Runway", für die grossflächige Rollbahn- und Strassenmarkierungen in hunderten Einzelaufnahmen "gescannt" und zu faszinierend detailreichen wandteppichartigen Bildern zusammengesetzt werden wie der weisse Kreis, ein drei Meter messender Roundabout-Ersatz auf einer maltesischen Straßenkreuzung, der jetzt hier als rätselhafter Planet aus dem All schimmert.

(Text: Soiz Galerie)

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Vernissage | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie
Sep
14
7:00 nachm.19:00

Vernissage | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie


F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
14. September 2018

Einführung durch Katharina Mouratidi im Gespräch mit Andreas Herzau

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | Manhattan Sunday - Richard Renaldi | Robert Morat Galerie | Berlin
Sep
8
zu 10. Nov.

Ausstellung | Manhattan Sunday - Richard Renaldi | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
8. September - 10. November 2018

Manhattan Sunday
Richard Renaldi


 “6:17“, New York, aus der Serie „Manhattan Sunday"

“6:17“, New York, aus der Serie „Manhattan Sunday"


“Manhattan Sunday“ ist ein persönliches Tagebuch aus dem New Yorker Nachtleben und gleichzeitig eine Homage an New York als einen Ort der Selbstverwirklichung, als eine Leinwand, auf die die Menschen seit Genrationen Ihre Wünsche, Träume und Vorstellungen projizieren. Die schwarz-weissen Grossbild-Aufnahmen beschreiben eine Samstagnacht und einen Sonntagmorgen in Manhattan. Die Serie ist eine Sammlung von Portraits, urbanen Landschaften und Innenaufnahmen aus Bars und Clubs, sie erzählt vom pulsierenden Nachtleben und von dem Moment, an dem die Clubs Ihre Gäste in die Morgenstunden, in die Strassen der schlafenden Stadt entlassen.

(Text: Robert Morat Galerie)

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Ausstellung | Silence - Gabriela Torres Ruiz | Galerie im Tempelhof Museum | Berlin
Sep
7
zu 11. Nov.

Ausstellung | Silence - Gabriela Torres Ruiz | Galerie im Tempelhof Museum | Berlin

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Galerie im Tempelhof Museum | Berlin
7. September - 11. November 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Silence
Gabriela Torres Ruiz


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Die Fotografin Gabriela Torres Ruiz fokussiert in ihrem Projekt SILENCE auf die Aura verlassener Orte. Mit feinem Gespür für die poetischen Wechselwirkungen von Licht, Farbe und Raum stellt sie Landschaftsmotive und Innenraumaufnahmen in Diptychen gegenüber. Ihre Suche gilt natürlichen Landschaften sowie Räumen, die eine Idee von Stille vermitteln, mit der Intention, diesen durch ihre Fotografie eine fühlbare Form zu geben.

Torres Ruiz entdeckt vergessene Orte, die ihres ursprünglichen Kontextes entledigt sind, deren Zustand als Sinnbild für das unaufhaltsame Fortschreiten von Zeit verstanden werden kann. Der abgebildete Verfall der Gebäude neben ursprünglich anmutenden Bergund Waldlandschaften verweist auf den Kreislauf zwischen Architektur und Natur, die sich ihren Raum zurückerobert.

Auf einer Metaebene thematisiert die Künstlerin das Spektrum zwischen gewachsenem und gebautem Raum. Die korrespondierenden Motive gehen nicht nur eine formale Verwandtschaft ein, sondern stehen darüber hinaus in einer inhaltlichen Wechselbeziehung.

Gabriela Torres Ruiz, 1970 in Mexiko-Stadt geboren, studierte Architektur und arbeitete ab 1997 als Architektin in Berlin im Büro Kleihues + Kleihues. Seit 2013 liegt ihr Fokus sehr erfolgreich auf der Fotografie. 2017 erschien die Publikation SILENCE mit einem Text von Timothy Persons bei Hatje Cantz.

(Text: Galerie im Tempelhof Museum)

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Ausstellung | US Blues - Paul D'Amato, Pamela Littky, Dotan Saguy und Jay Wolke | Kehrer Galerie
Jul
14
zu 8. Sep.

Ausstellung | US Blues - Paul D'Amato, Pamela Littky, Dotan Saguy und Jay Wolke | Kehrer Galerie


Kehrer Galerie | Berlin
14. Juli - 8. September 2018
Sommerpause vom 5. - 28. August 2018

US Blues

Paul D'Amato, Pamela Littky, Dotan Saguy, Jay Wolke


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Die Kehrer Galerie freut sich, mit »US Blues« eine Gruppenausstellung zu eröffnen, die vier verschiedene Einblicke in sehr unterschiedliche Mikrokosmen des amerikanischen Lebens gewährt. Ein melancholischer Blick auf die sozialen Strukturen verbindet die Serien.

Paul D’Amatos Serie »here/still/now« (2004–2016) zeigt Bilder der West Side von Chicago, die stellvertretend für die Lebensbedingungen steht, die in vielen afroamerikanischen US-Stadtvierteln zu finden sind. Die einfühlsamen Porträts zeichnen sich nicht nur durch den behutsamen Einsatz von Licht aus, sondern vor allem durch Anteilnahme an der Armut und das Anerkennen der Menschen vor der Kamera.

Die amerikanischen Jahrmärkte in Pamela Littkys Arbeiten bilden ein soziales und kulturelles Gefüge ab, das über die letzten 100 Jahre weitgehend unverändert geblieben ist und die nostalgischen Ideale Amerikas feiert. »American Fair« (2017) vereint sowohl idyllische Bilder von Farmern und Rodeo-Zuschauern als auch Porträts und Ansichten, die Untertöne von Beklemmung und Unsicherheit tragen.

Dotan Saguys Fotos sind eine unverblümte Hommage an die Kuriosität und Einzigartigkeit der Menschen am Strand von Venice in Los Angeles. Mit »Venice Beach« (2018) hält der Fotograf eine Boheme fest, die von Künstlern, Hippies, Verkäufern, Drogenabhängigen, Touristen und Obdachlosen bestimmt wird: Ein Paradies, das schon heute durch Luxussanierungen und Gentrifizierung verdrängt wird.

»Same Dream Another Time« von Jay Wolke bringt eine historische Ebene in die Ausstellung. Die Bilder der Glücksspiel-Kultur in Las Vegas, Reno und Atlantic City sind in den 1980ern und 90ern entstanden. Sie stammen aus einer Zeit, als in Amerika nur in diesen drei Städten das Glücksspiel erlaubt war. Aber sie beschäftigen sich weniger mit der glitzernden Welt, die man erwarten würde, sondern mit dem Leben der Durchschnittsamerikaner, die dort – häufig vergeblich – ihr Glück suchten.

(Text: Kehrer Galerie)

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Ausstellung | Sites and Constructions - Susa Templin | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Jun
30
zu 6. Sep.

Ausstellung | Sites and Constructions - Susa Templin | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
30. Juni - 6. September 2018

Sites and Constructions
Susa Templin


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In der Ausstellung "Sites and Constructions" präsentiert die Galerie Dorothée Nilsson zum ersten Mal Arbeiten der international agierenden Künstlerin Susa Templin. Es sind fotografisch-skulpturale Raumuntersuchungen aus den Serien "Interiors and Other Rooms", "Zimmer, Türen, Berlin" und "Sites and Constructions" die zwischen 2015 und 2018 entstanden sind. Für die Ausstellung ist in der Galerie die neue, "in situ" Arbeit entstanden. "Susa Templin geht der Frage nach, wie Räume und Erinnerungen sich durchdringen. Ihre fotografischen Untersuchungen münden in raumgreifenden Installationen. Im Wechsel von Material und Massstab entstehen Modelle aus Papier und Karton, die aus verschiedenen Perspektiven abfotografiert und weiterverarbeitet werden. Sie sind eigenständige Skulpturen und liefern gleichzeitig die Motive für weitere Fotografien. Die Künstlerin setzt sich mit Erinnerungsbildern auseinander, die räumlich abstrahiert in neuen Zusammensetzungen wieder aufscheinen. Bild für Bild und Schicht für Schicht, oft durch Mehrfachbelichtungen wird der fotografisch erfasste Raum dekonstruiert, perspektivisch verzerrt und subjektiv neu zusammengestellt. Statik und Perspektive werden ausser Kraft gesetzt. Innenansichten werden zu Fassaden, Aussenansichten zu rätselhaften Interieurs. Die Ansichten verzerren sich in den Auffaltungen der gefalzten Bildwände optisch und real. Für Susa Templin sind Räume verschachtelte Speichermedien und sie spürt diesem universalen, zeitlosen Raum-Gedächtnis fotografisch und architektonisch nach. So entstehen räumlich begehbare, fotografische Räume von traumhafter Leichtigkeit und Fragilität."

(Luminita Sabau, 2018)

Susa Templin hat an der Städelschule in Frankfurt am Main und an der Hochschule der Künste in Berlin studiert. Ihre fotografischen und dreidimensionalen, begehbaren Raum-Installationen wurden bereits in der Kunsthalle Mannheim, Kunsthalle Nürnberg, DZ Bank Kunst-Sammlung in Frankfurt am Main, im Folkwang Museum Essen, in der Berlinischen Galerie, im Museum für Photographie Braunschweig und vielen anderen gezeigt.


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Ausstellung | Curator's Choice | Galerie Springer
Jun
30
zu 15. Sep.

Ausstellung | Curator's Choice | Galerie Springer


Galerie Springer | Berlin
30. Juni - 15. September 2018

Curator's Choice

Kurator*innen
Daniel Blochwitz
Barbara Esch Marowski
Janos Frecot
Dr. Matthias Harder Hiroshi Sugimoto
Dr. Enno Kaufhold
Gisela Kayser
Prof. Ute und Werner Mahler Arno Fischer
Christin Müller
Franziska Schmidt
Prof. Dr. Steffen Siegel
Dr. Christiane Stahl
Ingo Taubhorn
Sonia Voss
Dr. Sabine Ziegenrücker

 

 


Künstler*innen
Michael Tummings
Maria Jauregui Ponte
Evelyn Richter
Herbert List
Enno Kaufhold
Pablo Piovano
Romualdas Pozerskis
Anna Vovan
Gabriele Stötzer
Ludwig Kuffer
Detlef Orlopp
Kathrin Linkersdorff, Manfred Mayerle
Sonia Voss Marianne Mispelaëre
Angelika Platen


 Bilder: Michael Tummings   Triptych | Halden VI (2009) / Cabalgaderos I (2011) / Pelo III (2010) 42 x 36 cm (each) Archival pigment print Unique (exhibition prints) 

Bilder: Michael Tummings  
Triptych | Halden VI (2009) / Cabalgaderos I (2011) / Pelo III (2010)
42 x 36 cm (each)
Archival pigment print
Unique (exhibition prints) 


In der kommenden Ausstellung präsentiert die Galerie Springer Berlin ein völlig neues und spannendes Ausstellungskonzept. Heide und Robert Springer haben 14 Kurator*innen der Fotografie aus unterschiedlichen Städten Deutschlands und der Schweiz eingeladen, jeweils eine Arbeit oder eine kleine Gruppe von Werken zu präsentieren. Die Entscheidung war dabei jedem einzelnen völlig frei gestellt. Eine Themenvorgabe gab es nicht. Vielmehr sollten es persönlich favorisierte Werke sein, spannend empfundene Zufallsbegegnungen oder aus der eigenen beruflichen Arbeit sorgfältig ausgewählt – unabhängig vom inhaltlichen Programm oder kommerziellen Gesichtspunkten der Galerie. Das Ergebnis ist überraschend und faszinierend zugleich. Die von den 14 Kurator*innen getroffene Auswahl deckt eine grosse Bandbreite an unterschiedlichen Themen, Stilrichtungen, Zeiten oder Genres ab. Die Ausstellung zeigt sowohl klassische Vintage‐Fotografien aus den frühen 1950er Jahre als auch ganz aktuelle zeitgenössische Fotokunst. Sie umfasst Künster*innen von Weltrang als auch Fotograf*innen, die bisher kaum in Ausstellungen zu sehen sind. In der freien Auswahl der Kurator*innen, der kollegialen Begegnung in einem gemeinsamen Projekt, sowie dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Positionen in den Galerie Räumen, liegen für Heide Springer die Besonderheiten dieser Ausstellung. Die von den Kurator*innen unabhängig voneinander getroffene Werkauswahl lassen überraschende oder schlüssige Themen, Verknüpfungen, Zusammenhänge oder Gegensätze erkennen. Die unterschiedlichen ineinander übergehenden Räume der Galerie bieten den Arbeiten Vielfalt und Möglichkeiten für eine spannende Präsentation. Unterstützt bei der Konzeption und Umsetzung der Ausstellung werden Heide und Robert Springer von der Berliner Kuratorin Franziska Schmidt. Lassen Sie sich überraschen von dieser aussergewöhnlichen und einmaligen Ausstellung.

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Ausstellung | La Bravade du Sud - Mario Marino | Galerie Hilaneh von Kories
Jun
23
zu 31. Aug.

Ausstellung | La Bravade du Sud - Mario Marino | Galerie Hilaneh von Kories

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Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
16. Juni - 31. August 2018

La Bravade du Sud

Mario Marino


 La jeune fille | © Mario Marino

La jeune fille | © Mario Marino

Für Furore sorgen vor allem immer wieder seine intensiven Portraitstudien, die er zuletzt zum Jahreswechsel 2016/2017 auch in der Galerie Hilaneh von Kories präsentierte. Nun war der Fotograf in Südfrankreich unterwegs und hat das traditionelle Fest des wohl berühmtesten Dorfes an der Côte d‘Azur begleitet: die legendäre Bravade von Saint-Tropez. Seine Serie ist zugleich eine Hommage an alle Teilnehmer und ein visuelles Erlebnis für den Betrachter. Drei Tage ist das Leben von Saint-Tropez von Paraden und Prozessionen, von historischen Kostümen und vom grossen, aber wohlorganisierten Spektakel während der Bravade bestimmt. Mario Marino war mit seiner Kamera mitten im Geschehen. Seine Serie, meist nah fokussierter Schwarzweiss-Aufnahmen, berichtet voller Neugier und Abenteuerlust von dem Fest auf der Strasse. Immer wieder rücken die Gesichter der alten und ganz jungen Teilnehmer in seinen Fokus und lassen den Betrachter unmittelbar und direkt ins Geschehen eintauchen. Er zeigt die stillen Momente, aber vor allem auch die turbulenten Aspekte des Volksfestes. Die einmalige Mischung aus historischen Kostümen, sommerlicher Kulisse und energiegeladenem Strassenfest verdichtet sich in Marinos Fotografien zu einer grossartigen Reportage, die nicht nur die Besucher begeistert, sondern auch die Teilnehmer ehrt.

(Pressetext)

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Ausstellung | Where love is illegal - Robin Hammond | F3 Freiraum für Fotografie
Jun
22
zu 2. Sep.

Ausstellung | Where love is illegal - Robin Hammond | F3 Freiraum für Fotografie

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F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
22. Juni - 2. September 2018

Where love is illegal
Robin Hammond


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Die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intersexuellen Menschen (LGBTI) hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Nach wie vor aber werden in 72 Staaten dieser Welt Menschen, deren sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nicht der Norm entsprechen, strafrechtlich verfolgt. Die Brutalität ist schockierend: Geldstrafen, Gefängnis, Folter – in einigen Fällen auch die Todesstrafe – stehen auf der Agenda der täglichen Unterdrückung.

Mehrere Jahre reiste der international ausgezeichnete Fotograf Robin Hammond – Mitglied der Amsterdamer Agentur NOOR – durch Länder, in denen LGBTI Menschen verfolgt und bedroht werden. Entstanden sind hunderte Porträts von Menschen, die – offen oder im Geheimen – ihre Identität täglich neu verteidigen müssen, oft unter Gefahr für Leib und Leben.

Aufgenommen hat Robin Hammond seine eindrücklichen Porträts auf Polaroid-Film, der ihnen eine eigene, fast surreale und traumhafte Bildästhetik verleiht. Durch die Aufnahmetechnik, die behutsame Annäherung an seine ProtagonistInnen und den Umgang mit dem avaliable light ist Where Love Is Illegal nicht nur ein unschätzbares Dokument unserer Zeit, sondern demonstriert auch die außerordentliche Fähigkeit zur künstlerischen Ausdrucksform des Fotografen.

In Kooperation mit: Heinrich-Böll-Stiftung.
Mit freundlicher Unterstützung: Botschaft des Königreichs der Niederlande, Hannchen-Mehrzweck-Stiftung.

(Text: f3 freiraum für fotografie)


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Ausstellung | I look at War - Mads Holm und Paula Duvå | Soiz Galerie
Jun
16
zu 27. Juli

Ausstellung | I look at War - Mads Holm und Paula Duvå | Soiz Galerie


Soiz Galerie | Passau
16. Juni - 27. Juli 2018
I look at War

Mads Holm | Paula Duvå


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Kriegsfotografen bedienen sich einer eigenen Bildsprache, ästhetisch stark aufgeladen, möglichst dramatisch und nah am Geschehen. Die dänischen Künstler Mads Holm und Paula Duvå erzählen in der Ausstellung „I look at War“ dagegen vom Krieg aus der Distanz, von seinem Davor und Danach: Wie zeigt er sich im Alltag westlicher Gesellschaften, die ihn nicht direkt erleben müssen? Wie institutionalisieren wir ihn und machen ihn damit vermeintlich beherrschbar?

Mads Holm (*1990, Kopenhagen) arbeitet als Künstler vorrangig mit Fotografie und Text. Er studierte 2009 an der Fatamorgana, Kopenhagen, und 2011 am International Center of Photography, New York. Zuletzt erhielt er von der Glasgow School of Art den Bachelor (Hons.) in Fine Art Photography. Holm stellte an der Royal Danish Embassy in London aus, außerdem in der Stills Gallery und der Royal Scottish Academy in Edinburgh, im Four Boxes in Skive sowie im Fotografisk Center und der Banja Rathnov Galerie in Kopenhagen.

Paula Duvå (*1991, Kopenhagen) arbeitet als Künstlerin mit Fotografie, Video und Text. Sie machte 2011 ihren Abschluss an der Copenhagen Film and Photo School und ist Bachelor (Hons.) für Fine Art Photography der Glasgow School of Art. Duvås Arbeiten wurden beim Pingyao International Photography Festival in China ausgestellt, außerdem in der Six Foot Gallery in Glasgow und im Museumsbygningen in Kopenhagen. Sie arbeitet auch als Redakteurin für das Magazin visAvis – voices on asylum and migration.

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Biennale de la Photographie | ATTRAKTION ?! | Kunsthaus L6
Jun
9
zu 29. Juli

Biennale de la Photographie | ATTRAKTION ?! | Kunsthaus L6


Biennale de la Photographie | Kunsthaus L6 | Freiburg im Breisgau
9. Juni - 29. Juli 2018

ATTRAKTION ?!

Miriam Hünning, Stefan Karrer, Michaël Marchand, Babtiste Schmitt, Jakob Schnetz


 Baptiste Schmitt,  Zeichen ohne Bedeutung , Athens, #8, 2014

Baptiste Schmitt, Zeichen ohne Bedeutung, Athens, #8, 2014


Dans l'ère actuelle des médias et de l’information où les images sont toujours et partout disponibles, de plus en plus d'images rivalisent pour attirer notre attention.  Dans son histoire, la photographie a eu pour fonction de témoigner des événements spectaculaires ou dramatiques : images de pays lointains, curiosités envoyées par cartes postales, événements politiques ou familiaux comme des mariages photographiés pour la postérité. L'attraction de ces images réside tout autant dans l'exclusivité de l’événement que celle de l'image elle-même. Dans l'ère des caméras issues de smartphones et du World Wide Web, cette unicité de l'image peine à se maintenir. 

L’exposition de la Galerie d’Art L6 pose la question de l’interaction entre attraction et photographie sur fond d’omniprésence de l’image dans notre société. La photographie devrait-elle se consacrer aux motifs peu attrayants – selon une tradition documentariste qui se tourne vers le non-vu et le non-perçu ?  Peu attrayants dans le sens où ces images se refusent à une esthétique courante ? Peu attrayants dans le sens où ces images se voient comme contre-projets au monde des images rapides d’aujourd’hui, et ouvrent sur de nouvelles perspectives sur des attractions et des mondes imagés déjà existants. 

Finn Schütt a étudié l’art et l’histoire des images à l’Humboldt Université de Berlin. Ses recherches portent sur la photographie documentaire contemporaine, et sur la photographie non européenne. Son mémoire portait sur les éditions de l’artiste Tobias Zielony. Il travaille actuellement en tant qu’assistant de conservation au Musée d'art contemporain de Fribourg (DE). 



The exhibition Attraktion?! questions interaction between attraction and photography against the backdrop of the omnipresence of images in our society. Should photography focus on unattractive subjects– according to a documentarian tradition engaged in the unseen and the unnoticed? Unattractive in the sense that these images refuse the usual aesthetics? 

Finn Schütt studied art and the history of images at the Humboldt University of Berlin. His research focuses on artistic documentary photography, and on non-European photography. He is currently working as a curatorial assistant at the Museum of Contemporary Art in Freiburg (Germany). 

(Text: Biennale de la Photographie)


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Ausstellung | Atopia
Jun
2
zu 30. Juni

Ausstellung | Atopia


Galerie Kremers | Berlin
2. Juni - 30. Juni 2018
Maryna Markova und Jörg Mollet | Andrey Chezhin


 HELENE LENI JESSE 2017 Bildinstallation, 8-teilig, 270 x 650 cm | Acryl und Digitalprint mit UV-aushärtnder Tinte auf Muji-Papier 50 g | Auflage 1/3, Ankauf Kunsthaus Grenchen | MAMO Maryna Markova, Berlin und Jörg Mollet, Solothurn

HELENE LENI JESSE 2017
Bildinstallation, 8-teilig, 270 x 650 cm | Acryl und Digitalprint mit UV-aushärtnder Tinte auf Muji-Papier 50 g | Auflage 1/3, Ankauf Kunsthaus Grenchen | MAMO Maryna Markova, Berlin und Jörg Mollet, Solothurn

Im "Gastmahl" bezeichnete Plato Sokrates als "Atopos", einer der nicht zu fassen und anders sei - unangepasst und irgendwo.

Eine Künstlergruppe um MAMO – Agentur für Erinnerungsarbeit besetzt den Begriff neu und löscht Namen und Orte, zugleich benennt sie Ort- und Namenlosigkeit und führt sie in die Atopie – ins Irgendwo.

Eine Fotoserie von Andrey Chezhin bildet den Ausgangspunkt, in der er eine Installation von Jörg Mollet in der Alternativ-Galerie/Pushkinskaya 10 Art Center in St. Petersburg mit mehrfachbelichteten Fotografien ausweitet. Kristin Schulz reagiert mit lyrischen Texten und Recherchen auf die Fotografien von Andrey Chezhin. Mit Zitaten aus Zeitungen und Tagebüchern verbindet Michail Schischkin die Biografien der Musiker Dmitri Schostakowitsch und Sergei Prokofjew und damit auch ihre Musik in die politische Realität einer Diktatur. Maryna Markova und Jörg Mollet nehmen mit ihren bildnerisch-analogen Foto-Eingriffen die Medienrealität der olympischen Spiele 1936 und ihre Repräsentation in heutigen TV-Dokumentationen und im Internet auf. Auch Marie Christin Kremers und Aurel Schmidt klären die Begriffe Atopie und Biografie in philosophischer Art und Weise und mit unterschiedlichen Perspektiven.

All diese Verschmelzungen von Geschichten sind ein Beispiel von atopischer Realität. Es geschieht irgendwo – in Atopia. Martin Rohde als Kunsthistoriker oder als eine Art Reiseführer durch Atopia verbindet die verschiedenen Aspekte.

Kunstschaffende und Kunstvermittelnde
Andrey Chezhin, Fotograf, St. Petersburg
Marie Christine Kremers, Philosophin, Erwachsenenbildnerin und Galeristen, Berlin
Maryna Markova, bildende Künstlerin, Berlin
Jörg Mollet, bildender Künstler, Solothurn
Martin Rohde, Kunsthistoriker, Biberist
Michail Schischkin, Journalist und Schriftsteller, Kleinlützel
Aurel Schmidt, Publizist und Schriftsteller, Basel
Kristin Schulz, Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin, Berlin

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Vernissage | Atopia
Jun
1
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Atopia


Galerie Kremers | Berlin
1. Juni 2018
Begrüssung | Rascha Osman (Leiterin Kulturabteilung der Schweizer Botschaft)
Maryna Markova und Jörg Mollet | Andrey Chezhin


 HELENE LENI JESSE 2017 Bildinstallation, 8-teilig, 270 x 650 cm | Acryl und Digitalprint mit UV-aushärtnder Tinte auf Muji-Papier 50 g | Auflage 1/3, Ankauf Kunsthaus Grenchen | MAMO Maryna Markova, Berlin und Jörg Mollet, Solothurn

HELENE LENI JESSE 2017
Bildinstallation, 8-teilig, 270 x 650 cm | Acryl und Digitalprint mit UV-aushärtnder Tinte auf Muji-Papier 50 g | Auflage 1/3, Ankauf Kunsthaus Grenchen | MAMO Maryna Markova, Berlin und Jörg Mollet, Solothurn

Im "Gastmahl" bezeichnete Plato Sokrates als "Atopos", einer der nicht zu fassen und anders sei - unangepasst und irgendwo.

Eine Künstlergruppe um MAMO – Agentur für Erinnerungsarbeit besetzt den Begriff neu und löscht Namen und Orte, zugleich benennt sie Ort- und Namenlosigkeit und führt sie in die Atopie – ins Irgendwo.

Eine Fotoserie von Andrey Chezhin bildet den Ausgangspunkt, in der er eine Installation von Jörg Mollet in der Alternativ-Galerie/Pushkinskaya 10 Art Center in St. Petersburg mit mehrfachbelichteten Fotografien ausweitet. Kristin Schulz reagiert mit lyrischen Texten und Recherchen auf die Fotografien von Andrey Chezhin. Mit Zitaten aus Zeitungen und Tagebüchern verbindet Michail Schischkin die Biografien der Musiker Dmitri Schostakowitsch und Sergei Prokofjew und damit auch ihre Musik in die politische Realität einer Diktatur. Maryna Markova und Jörg Mollet nehmen mit ihren bildnerisch-analogen Foto-Eingriffen die Medienrealität der olympischen Spiele 1936 und ihre Repräsentation in heutigen TV-Dokumentationen und im Internet auf. Auch Marie Christin Kremers und Aurel Schmidt klären die Begriffe Atopie und Biografie in philosophischer Art und Weise und mit unterschiedlichen Perspektiven.

All diese Verschmelzungen von Geschichten sind ein Beispiel von atopischer Realität. Es geschieht irgendwo – in Atopia. Martin Rohde als Kunsthistoriker oder als eine Art Reiseführer durch Atopia verbindet die verschiedenen Aspekte.

Kunstschaffende und Kunstvermittelnde
Andrey Chezhin, Fotograf, St. Petersburg
Marie Christine Kremers, Philosophin, Erwachsenenbildnerin und Galeristen, Berlin
Maryna Markova, bildende Künstlerin, Berlin
Jörg Mollet, bildender Künstler, Solothurn
Martin Rohde, Kunsthistoriker, Biberist
Michail Schischkin, Journalist und Schriftsteller, Kleinlützel
Aurel Schmidt, Publizist und Schriftsteller, Basel
Kristin Schulz, Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin, Berlin

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Ausstellung | EXTREME. SELF | RAY 2018
Mai
26
zu 19. Aug.

Ausstellung | EXTREME. SELF | RAY 2018

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Kunstforum der TU Darmstadt | Darmstadt
26. Mai - 19. August 2018

Fotografien von Aneta Grzeszykowska, Laís Pontes und Isabelle Wenzel

Die Ausstellung EXTREME. SELF im Rahmen von RAY 2018 ist eine Kooperation der Darmstädter Tage der Fotografie mit dem Kunstforum der TU Darmstadt.


 Selfie #10, 2014 | Bild: Aneta Grzeszykowska

Selfie #10, 2014 | Bild: Aneta Grzeszykowska

In der Ausstellung EXTREME. SELF befassen sich drei Künstlerinnen mit ebenso persönlichen wie ideenreichen Aspekten der Wahrnehmung des Selbst. Selfie von Aneta Grzeszykowska (*1974 PL) hat mit den Handy-Selbstporträts nur den Namen gemeinsam. Sie erschafft ein Porträt von sich selbst aus vielen Einzelteilen und vermengt Körperlichkeit, Sinnlichkeit und Autoerotismus mit schwarzem Humor. Präzise ausgeformte Körperteile werden wie in naturwissenschaftlichen Sammlungen kombiniert, arrangiert und fotografiert. Durch die Verwendung von Schweinehaut erscheinen diese bei näherer Betrachtung täuschend echt. Das wirkt verstörend und anziehend zugleich.

Einen anderen Ansatz verfolgt Laís Pontes (*1981 BR/US). Sie hinterfragt den Aspekt der Identitätsbildung und bedient sich dabei der sozialen Medien. Sie fotografierte sich für Born nowhere in verschiedenen Rollen und stellte diese Bilder auf einer Facebook-Seite zur Diskussion. Online erhielt jedes Porträt eine Vita aus den gesammelten Kommentaren der Facebook-Nutzer. Davon ausgehend wurden vier Charaktere in Born Now Here weiterentwickelt, indem sie ausgewählten Facebook-Mitgliedern als Alter Ego anvertraut wurden.

Gänzlich in der realen Welt verortet ist die Arbeit von Isabelle Wenzel (*1982 DE/NL). Ihre Fotografien sind das Resultat einer akrobatischen Performance vor der Kamera. Sie positioniert sich in ausgefallenen, unmöglich anmutenden Haltungen an seltsam unspektakulären Orten. Im durch Selbstauslöser erzeugten Foto wird ihr Körper zur Skulptur im Raum, ihre eigene Persönlichkeit tritt in den Hintergrund, das Gesicht bleibt verborgen. Für die Ausstellung hat sie eigens neue Bilder in Darmstadt für die Field Studies aufgenommen, die erstmals zu sehen sein werden.

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Vernissage| EXTREME. SELF
Mai
25
7:00 nachm.19:00

Vernissage| EXTREME. SELF


Kunstforum der TU Darmstadt | Darmstadt
26. Mai - 19. August 2018

Fotografien von Aneta Grzeszykowska, Laís Pontes und Isabelle Wenzel

Die Ausstellung EXTREME. SELF im Rahmen von RAY 2018 ist eine Kooperation der Darmstädter Tage der Fotografie mit dem Kunstforum der TU Darmstadt.


 Selfie #10, 2014 | Bild: Aneta Grzeszykowska

Selfie #10, 2014 | Bild: Aneta Grzeszykowska

In der Ausstellung EXTREME. SELF befassen sich drei Künstlerinnen mit ebenso persönlichen wie ideenreichen Aspekten der Wahrnehmung des Selbst. Selfie von Aneta Grzeszykowska (*1974 PL) hat mit den Handy-Selbstporträts nur den Namen gemeinsam. Sie erschafft ein Porträt von sich selbst aus vielen Einzelteilen und vermengt Körperlichkeit, Sinnlichkeit und Autoerotismus mit schwarzem Humor. Präzise ausgeformte Körperteile werden wie in naturwissenschaftlichen Sammlungen kombiniert, arrangiert und fotografiert. Durch die Verwendung von Schweinehaut erscheinen diese bei näherer Betrachtung täuschend echt. Das wirkt verstörend und anziehend zugleich.

Einen anderen Ansatz verfolgt Laís Pontes (*1981 BR/US). Sie hinterfragt den Aspekt der Identitätsbildung und bedient sich dabei der sozialen Medien. Sie fotografierte sich für Born nowhere in verschiedenen Rollen und stellte diese Bilder auf einer Facebook-Seite zur Diskussion. Online erhielt jedes Porträt eine Vita aus den gesammelten Kommentaren der Facebook-Nutzer. Davon ausgehend wurden vier Charaktere in Born Now Here weiterentwickelt, indem sie ausgewählten Facebook-Mitgliedern als Alter Ego anvertraut wurden.

Gänzlich in der realen Welt verortet ist die Arbeit von Isabelle Wenzel (*1982 DE/NL). Ihre Fotografien sind das Resultat einer akrobatischen Performance vor der Kamera. Sie positioniert sich in ausgefallenen, unmöglich anmutenden Haltungen an seltsam unspektakulären Orten. Im durch Selbstauslöser erzeugten Foto wird ihr Körper zur Skulptur im Raum, ihre eigene Persönlichkeit tritt in den Hintergrund, das Gesicht bleibt verborgen. Für die Ausstellung hat sie eigens neue Bilder in Darmstadt für die Field Studies aufgenommen, die erstmals zu sehen sein werden.

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