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Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
16
zu 23. Juni

Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich

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Museum für Gestaltung | Zürich
16. November 2018 - 23. Juni 2019

Genesis
Sebastião Salgado


Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Ausstellung | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Jan
18
zu 6. Apr.

Ausstellung | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
18. Januar - 6. April 2019

Comfortable Gestures
Mathias Renner


Comfortable Gestures | Mathias Renner

Comfortable Gestures | Mathias Renner


Mathias Renner (*1981, Zug) widmet sich in einer Einzelausstellung mit dem Titel «Comfortable Gestures» dem Verhältnis von Bild und Objekt und stellt Fragen nach Werbung, Ästhetisierung und Kunst. Martin Jaeggi umschreibt die Arbeit von Mathias Renner wie folgt: Immer wieder verwandelt er Räume in eine poetische und erhabene Landschaft, in der klassische Fragen zum Objekt im Raum, kompositorischem Rhythmus, Oberfläche und Form gestellt werden. Seine Arbeiten oszillieren zwischen Mobiliar und Skulptur, Ratio und Dekoration, zwischen modernistischem Vokabular und einem sakralen Zauber.

Während er nach seinem Studium der Bildenden Kunst an der ZHdK vor allem installativ mit Objekten und Mobiliar arbeitete, findet nun das Bild Eingang in seine künstlerische Auseinandersetzung. Mathias Renner zeigt uns eine speziell auf den Raum hin entwickelte Ausstellung.

Zusätzlich zu den beiden Ausstellungen findet ein Instagram-Special von @werktitel statt, kuratiert von Frank Hyde-Antwi. 

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Ausstellung | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur
Feb
23
zu 25. Mai

Ausstellung | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur


Fotomuseum | Winterthur
23. Februar - 25. Mai 2019

Photographic
Anne Collier


Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow

Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow


Das unschuldige Bild ist eine Illusion – das gilt im besonderen Masse für das allgegenwärtige Medium der Fotografie. Genau an dieser Stelle setzt das künstlerische Interesse der 1970 in Los Angeles geborenen, aktuell in New York lebenden Künstlerin ein. Die konzeptuellen Arbeiten von Anne Collier basieren vorwiegend auf gefundenen Materialien aus der Popkultur der 1970er-und 1980er-Jahre; auf Fotos aus Magazinen, Werbebildern, Plattencovern, Buchseiten oder Filmstills. Indem sie die Druckerzeugnisse abfotografiert und diese in neue Kontexte setzt, gelangt Collier zu einer reflektierten Archäologie der Gebrauchs-weisen der Fotografie. Dabei interessieren sie vorwiegend jene Bilder, die durch eine emotionale Bildsprache charakterisiert sind: Wellen, Augen, Wolken sowie Fotografien eines romantisierten Sexismus. Mit analytischer Eleganz reflektiert Collier das trügerische Bild, das unseren Alltag prägt und legt dabei die Spannung zwischen dem Abge-bildeten und dem Akt des Fotografierens offen.

Die Ausstellung und die Publikation, erschienen bei Hartmann Projects, sind in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover entstanden.

Mit freundlicher Unterstützung des Verein Fotomuseum Winterthur, der Paul Reinhart Stiftung und der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung.

(Text: Fotomuseum, Winterthru)

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Ausstellung | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Feb
23
zu 26. Mai

Ausstellung | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
23. Februar - 26. Mai 2019

How to Secure a Country
Salvatore Vitale


Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale

Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale


Die Schweiz gilt gemeinhin als eines der sichersten Länder der Welt – und als ein Beispiel für Effizienz und Produktivität. Aber wie gewährleisten staatliche und private Einrichtungen dieses wertvolle Gut, das ebenso ein Grundbedürfnis wie ein Milliardengeschäft ist? Und wieviel Freiheit sind wir als Bürger bereit, für unsere Sicherheit preiszugeben? Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, lebt in Lugano und Zürich) untersucht in seinem mehrjährigen visuellen Forschungsprojekt die Mechanismen, die diesem Präventions- und Abwehrschild zugrunde liegen. Die vielfältigen daran beteiligten Akteure – Polizei, Militär, Zoll- und Migrationsbehörden, Wetterdienste, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen für Robotics und Artificial Intelligence – unterzieht er dabei einer eingehenden Betrachtung. Die Ausstellung macht die mitunter verborgene und oftmals abstrakte Herstellung von Sicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar, in einem Parcours, der Fotografien, aber auch Datenanalysen und eine sensorbasierte Installation einschliesst. Sie versteht sich als aktuellen künstlerischen Debattenbeitrag in einer Gesellschaft, die sich mit wachsenden Bedrohungen – real oder wahrgenommen – durch Terrorismus und Cyber-Kriminalität, Überwachung und Datenmissbrauch konfrontiert sieht. Die Fotostiftung Schweiz präsentiert die erste umfassende Ausstellung dieser Arbeit des Schweizer Künstlers italienischer Abstammung.

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Ausstellung | Screenprints, Polaroids and Drawings - Miles Aldridge | Christophe Guye Galerie | Zürich
Feb
28
zu 4. Mai

Ausstellung | Screenprints, Polaroids and Drawings - Miles Aldridge | Christophe Guye Galerie | Zürich

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Christophe Guye Galerie | Zürich
28. Februar - 4. Mai 2019

Screenprints, Polaroids and Drawings
Miles Aldridge


Bang Bang study 7 | Miles Aldridge

Bang Bang study 7 | Miles Aldridge


Aldridge, 1964 in London geboren, studierte an der Central St. Martins School of Art, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Seine Arbeiten wurden weltweit in Museums- und Galerieausstellungen gezeigt, darunter in einer Retrospektive im Somerset House in London im Jahr 2013. Nur ein Jahr später wurde er von der Tate Britain eingeladen, eine fotografische Installation als Antwort auf Mark Gertlers 1916 entstandenes Gemälde Merry-go-Round zu schaffen. Seine Werke sind in den permanenten Sammlungen mehrerer Institutionen wie dem British Museum, der National Portrait Gallery und dem Victoria and Albert Museum in London, der Foundation Carmignac und dem Palais Galliera Musee de la Mode de la Ville de Paris sowie dem International Centre of Photography in New York. 

Eine der Serien, (after Miller), die in der Ausstellung zu sehen sind, zeigt Aldridges Antwort auf das Werk des Malers Harland Miller. Indem er sich Millers bekannten Pinguinbuch-Cover-Gemälde innerhalb seiner eigenen Pin-up-Szenen aneignet, erschafft Aldridge ein Tandem von Persönlichkeiten, die die soziale Psyche des Aufwachsens in den 1960er und 1970er Jahren kommentieren.   

Durch die Einbeziehung von Aldridges Zeichnungen und Polaroids in die Ausstellung wird der Entwicklungsprozess offenbart und veranschaulicht die Parallelen in der Erzählung von der ersten Konzeption der Idee bis zum endgültigen Kunstwerk. Wie der Kunstkritiker Michael Bracewell über Aldridge schreibt: "In seiner Arbeit verschmilzt die Spannung des ‘Film Noir’ mit der Lebendigkeit des Pop und des Post-Pop; was Bilder der wissenschaftlichen fiktiven Erotik sein könnten, vermischen sich mit einer hyperstilisierten Darstellung der einheimischen britischen Umgangssprache; die Bildsprache eines Centerfold-Pin-ups aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts artikuliert eiskalt entpersonalisiertes Verlangen". 

Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist ein neuer grossformatiger Siebdruck mit dem Titel Tan Lines, der erstmals gezeigt wird, bevor er im März auf der New Yorker Armory Show präsentiert wird. Der Umfang dieses Drucks macht ihn zu Aldridges bisher anspruchsvollstem Siebdruck und wie bei vielen der gezeigten Werke setzt er seine Faszination fort, die Darstellung der weiblichen Protagonistinnen durch Hollywood und das europäische Kino zu düsteren, häuslichen Szenen der modernen Verzweiflung zu subvertieren und Bilder mit Ironie und vielschichtiger Intrige zu schaffen.

Aldridge setzt sich mit der Frage auseinander: ‘Heutzutage kann jeder ein anständiges Foto aufnehmen, also was bedeutet das Medium heute?’ Screenprints, Polaroids and Drawings lädt uns ein, in die Medien von Miles Aldridge einzutauchen, die aus Vorzeichnungen, Polaroidstudien und Drucktechniken bestehen und bisher unveröffentlichte Werke einschliessen. Jedes Bild wurde sorgfältig gestaltet, um eine lebendige, traumhafte Welt zu schaffen, die zwischen Kino, Fotografie und Kunst liegt, wo seine Bilder eine Geschichte erzählen, die über ihren physischen Rahmen hinaus gehen.

(Text: Christoph Guye Galerie)

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Ausstellung | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
9
zu 5. Apr.

Ausstellung | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
9. März - 5. April 2019

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Ausstellung | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Mär
9
zu 7. Apr.

Ausstellung | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich

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Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
9. März - 7. April 2019

Mail Order
Marianna Rothen


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Marianna Rothen begann im Alter von 15 Jahren mit dem Modeln und arbeitete während ihrer 17-jährigen Karriere in der Modebranche mit Designern wie Marc Jacobs, Balenciaga und Yves Saint Laurent zusammen. Als Hobby begann sie zu fotografieren und ist inzwischen eine international anerkannte Künstlerin.

Rothens Welt ist eine Welt voller Suggestionen und Phantasien, deren Mysterien eine dunkle Wahrheit verbergen. In ihren früheren Arbeiten waren Männer nur ausserhalb ihrer Bilder, höchstens als Beobachter oder Voyeure zu spüren. In ihrer neusten Arbeit, „Mail Order", die wir in Zürich zeigen, sind Männer als Puppen in die Bilder integriert. Es ist eine inszenierte, scheinbar heile Welt, die unheimlich und irritierend wirkt. 

(Text: Galerie & Edition Stephan Witschi)

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Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich
Mär
15
zu 5. Mai

Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
15. März - 5. Mai 2019

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

© Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Vernissage | Goldminen in Guinea  - Marion Bernet | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Goldminen in Guinea - Marion Bernet | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Goldminen in Guinea
Marion Bernet


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Im landwirtschaftlich wenig ergiebigen Nordosten Guineas gibt’s Gold. Bauernfamilien ergänzen seit Generationen ihr karges Einkommen mit dessen Gewinnung.

Eine riskante Arbeit: In diesem Jahr wurden zwei Frauen und ein Mann von Erdmassen verschüttet und tot geborgen. Man fand sie jedoch nicht in einer Kleinmine, sondern auf dem Gelände einer mächtigen Firma, die sich in der Region ausbreitet: die Société AngloGold Ashanti de Guinée (SAG). Um die Stadt Kintinian in der Region Bouré betreibt sie mehrere grosse Minen.

2015 entbrannte ein Streit um das sogenannte Gebiet «Area One», ein Quartier von Kintinian, in dem rund 380 Wohnhäuser stehen. Für dieses Gebiet erwarb die SAG vom Staat das Recht zum Goldabbau. Konsequenz: Die Bewohner müssen weg. Zwar verpflichtet die Konzession die SAG, den Ortsansässigen anderswo neue Häuser zu bauen und sie für den Verlust von Land finanziell zu entschädigen. Doch die Bewohner wurden teilweise schlecht über die Umsiedlung informiert oder mit physischer Gewalt zur schriftlichen Zustimmung gezwungen. Ihre Häuser in der Zone markierte fortan ein weisses Kreuz, das den anrückenden Arbeitern anzeigt: Abriss!

Im Sommer 2016 wurden die ersten Häuser abgerissen – doch die neuen waren noch nicht bezugsbereit. Es sollte noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis die ersten Häuser fertig waren. 2017 beginnen die Bewohner zögerlich umzuziehen – in ein abgelegenes Quartier weit ausserhalb.

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Vernissage | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
28. März 2019

Beide Künstler sind persönlich an der Vernissage in Zürich anwesend
Gastredner: Stefan Zweifel

Zürich 1967 - 1976
Willy Spiller

Zürcher Panoptikum
Fred Mayer


© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

Die Ausstellung zeigt die Stadt Zürich und ihre Menschen, wie sie zwischen 1967 und 1976, in Zeiten von Jugendunruhen, sexueller Revolution und Biederkeit, lebten und arbeiteten. Die beiden Fotografen Willy Spiller und Fred Mayer stellen ab dem 7. März in der Bildhalle einige ihrer bekanntesten Werke aus, die visuell intensiv, absurd und witzig vom damaligen Zeitgeist erzählen.

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

Die Ausstellung zeigt zwei wichtige Namen der Schweizer Fotografie mit komplett unterschiedlicher Herangehensweise an das Zürich in den späten 60er und frühen 70er Jahre

Street photography trifft auf inszenierte Porträt-Fotografie

Viele prominente Zeitgenossen der beiden Fotografen sind abgebildet: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer, Musiker

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die erste Publikation der Edition Bildhalle:    
Willy Spiller – ZÜRICH 1967 – 1976

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Vernissage | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Die Wrestlerinnen von La Paz
Désirée Good


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Hoch oben, am Ende des Talkessels von La Paz, auf 4000 Metern liegt die zweitgrösste Stadt Boliviens, El Alto. In dieser Stadt leben Zuwanderer aus der indigenen Landbevölkerung. Die Stadt gilt alseine der kriminellsten in Bolivien. Neben dem Fussball, der für die Bevölkerung Boliviens essenziell ist, gibt es die Ringkämpfe. Dieser Volkssport nennt sich «Lucha Libre» (Freistilkampf) und wird meistens inszeniert und choreografiert. Viele der Protagonisten sind Frauen. Die Kämpfe werden heute hauptsächlich in El Alto gezeigt. Während drei Monaten hat Désirée Good eine junge Kämpferin Namens «Lady» (23 Jahre alt) in ihrem Umfeld fotografiert.

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Vernissage | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Kigogo - Dorf der Verdammten
Sarah Fluck


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Es gibt Geschichten, die spielen sich jenseits von Gut und Böse, jenseits von Schwarz und Weiss, jenseits von Sünde und Vergebung ab.

Kigogo ist ein Dorf in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Hier bekämpften sich jahrelang Armeen und Milizen, hier begegneten sich Callixte, ein ex-Kindersoldat aus Ruanda, und Wabiwa, eine junge Frau aus dem Kongo. Eine Geschichte, die trotz Kriegswirren weitergeht - irgendwie.

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Vernissage | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Das Dorf der Blinden
Swinde Wiederhold


PhotosSwindeWiederhold_GlobetrotterWorldPhoto_DSCF5994.jpg

Im Nordosten des Irans, in der Provinz Nord Khorasan, 340 km westlich des heiligen Imam-Reza-Schreins in Mashhad, liegt das Dorf «Chaharborj». Die 2000 Einwohner sprechen den kurdischen Dialekt «Kurmanji». Sie sind Nomaden und bringen ihre Herden im Sommer in den angrenzenden Salook Nationalpark.

«Kauft euren Ayran, die Milch, den Joghurt nicht in Chaharborj» – «verheiratet eure Mädchen nicht mit Partnern aus diesem Dorf» – «das Wasser ist verseucht...» In den lokalen Medien ist von einem Fluch die Rede, der über dem Dorf liegt. Vierundzwanzig Personen sind blind. Von Geburt an. Es ist ein weltweit einzigartiger angeborener Gendefekt, den Dr. Noor Mohammad Ghiasvand von der Shahid Beheshti Medical University hier erforscht hat.

Im Iran herrscht keine Toleranz gegenüber Behinderten. Sie werden diskriminiert und ausgestoßen. Der Zugang zu Bildung fehlt. Ein Stigma heftet an ihnen. Die größte aller Barrieren ist die fehlende soziale Akzeptanz ihrer Mitbürger.

Die Geschichte des Dorfes «Chaharborj» ist eine Geschichte der Hoffnung und Überwindung. Sie ist ein Bespiel an unbezwingbarer Lebensfreude. Blinde und Behinderte werden innerhalb der Gemeinschaft wie ganz normale Mitbürger behandelt. Sie werden akzeptiert. Denn auch der Islam verwehrt sich entschieden dagegen, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit Vorurteilen belegt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

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Ausstellung | Goldminen in Guinea  - Marion Bernet | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Goldminen in Guinea - Marion Bernet | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Goldminen in Guinea
Marion Bernet


GWP_MarionBernet_06.jpg

Im landwirtschaftlich wenig ergiebigen Nordosten Guineas gibt’s Gold. Bauernfamilien ergänzen seit Generationen ihr karges Einkommen mit dessen Gewinnung.

Eine riskante Arbeit: In diesem Jahr wurden zwei Frauen und ein Mann von Erdmassen verschüttet und tot geborgen. Man fand sie jedoch nicht in einer Kleinmine, sondern auf dem Gelände einer mächtigen Firma, die sich in der Region ausbreitet: die Société AngloGold Ashanti de Guinée (SAG). Um die Stadt Kintinian in der Region Bouré betreibt sie mehrere grosse Minen.

2015 entbrannte ein Streit um das sogenannte Gebiet «Area One», ein Quartier von Kintinian, in dem rund 380 Wohnhäuser stehen. Für dieses Gebiet erwarb die SAG vom Staat das Recht zum Goldabbau. Konsequenz: Die Bewohner müssen weg. Zwar verpflichtet die Konzession die SAG, den Ortsansässigen anderswo neue Häuser zu bauen und sie für den Verlust von Land finanziell zu entschädigen. Doch die Bewohner wurden teilweise schlecht über die Umsiedlung informiert oder mit physischer Gewalt zur schriftlichen Zustimmung gezwungen. Ihre Häuser in der Zone markierte fortan ein weisses Kreuz, das den anrückenden Arbeitern anzeigt: Abriss!

Im Sommer 2016 wurden die ersten Häuser abgerissen – doch die neuen waren noch nicht bezugsbereit. Es sollte noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis die ersten Häuser fertig waren. 2017 beginnen die Bewohner zögerlich umzuziehen – in ein abgelegenes Quartier weit ausserhalb.

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Ausstellung | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Die Wrestlerinnen von La Paz
Désirée Good


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Hoch oben, am Ende des Talkessels von La Paz, auf 4000 Metern liegt die zweitgrösste Stadt Boliviens, El Alto. In dieser Stadt leben Zuwanderer aus der indigenen Landbevölkerung. Die Stadt gilt alseine der kriminellsten in Bolivien. Neben dem Fussball, der für die Bevölkerung Boliviens essenziell ist, gibt es die Ringkämpfe. Dieser Volkssport nennt sich «Lucha Libre» (Freistilkampf) und wird meistens inszeniert und choreografiert. Viele der Protagonisten sind Frauen. Die Kämpfe werden heute hauptsächlich in El Alto gezeigt. Während drei Monaten hat Désirée Good eine junge Kämpferin Namens «Lady» (23 Jahre alt) in ihrem Umfeld fotografiert.

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Ausstellung | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich
Mär
29
zu 4. Mai

Ausstellung | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
29. März - 4. Mai 2019

Zürich 1967 - 1976
Willy Spiller

Zürcher Panoptikum
Fred Mayer


© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

Die Ausstellung zeigt die Stadt Zürich und ihre Menschen, wie sie zwischen 1967 und 1976, in Zeiten von Jugendunruhen, sexueller Revolution und Biederkeit, lebten und arbeiteten. Die beiden Fotografen Willy Spiller und Fred Mayer stellen ab dem 7. März in der Bildhalle einige ihrer bekanntesten Werke aus, die visuell intensiv, absurd und witzig vom damaligen Zeitgeist erzählen.

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

Die Ausstellung zeigt zwei wichtige Namen der Schweizer Fotografie mit komplett unterschiedlicher Herangehensweise an das Zürich in den späten 60er und frühen 70er Jahre

Street photography trifft auf inszenierte Porträt-Fotografie

Viele prominente Zeitgenossen der beiden Fotografen sind abgebildet: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer, Musiker

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die erste Publikation der Edition Bildhalle:    
Willy Spiller – ZÜRICH 1967 – 1976

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Ausstellung | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Das Dorf der Blinden
Swinde Wiederhold


PhotosSwindeWiederhold_GlobetrotterWorldPhoto_DSCF5994.jpg

Im Nordosten des Irans, in der Provinz Nord Khorasan, 340 km westlich des heiligen Imam-Reza-Schreins in Mashhad, liegt das Dorf «Chaharborj». Die 2000 Einwohner sprechen den kurdischen Dialekt «Kurmanji». Sie sind Nomaden und bringen ihre Herden im Sommer in den angrenzenden Salook Nationalpark.

«Kauft euren Ayran, die Milch, den Joghurt nicht in Chaharborj» – «verheiratet eure Mädchen nicht mit Partnern aus diesem Dorf» – «das Wasser ist verseucht...» In den lokalen Medien ist von einem Fluch die Rede, der über dem Dorf liegt. Vierundzwanzig Personen sind blind. Von Geburt an. Es ist ein weltweit einzigartiger angeborener Gendefekt, den Dr. Noor Mohammad Ghiasvand von der Shahid Beheshti Medical University hier erforscht hat.

Im Iran herrscht keine Toleranz gegenüber Behinderten. Sie werden diskriminiert und ausgestoßen. Der Zugang zu Bildung fehlt. Ein Stigma heftet an ihnen. Die größte aller Barrieren ist die fehlende soziale Akzeptanz ihrer Mitbürger.

Die Geschichte des Dorfes «Chaharborj» ist eine Geschichte der Hoffnung und Überwindung. Sie ist ein Bespiel an unbezwingbarer Lebensfreude. Blinde und Behinderte werden innerhalb der Gemeinschaft wie ganz normale Mitbürger behandelt. Sie werden akzeptiert. Denn auch der Islam verwehrt sich entschieden dagegen, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit Vorurteilen belegt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

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Ausstellung | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Kigogo - Dorf der Verdammten
Sarah Fluck


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Es gibt Geschichten, die spielen sich jenseits von Gut und Böse, jenseits von Schwarz und Weiss, jenseits von Sünde und Vergebung ab.

Kigogo ist ein Dorf in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Hier bekämpften sich jahrelang Armeen und Milizen, hier begegneten sich Callixte, ein ex-Kindersoldat aus Ruanda, und Wabiwa, eine junge Frau aus dem Kongo. Eine Geschichte, die trotz Kriegswirren weitergeht - irgendwie.

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
30
12:00 nachm.12:00

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
30. März 2019

Art Tour mit Catharina Hanreich

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Apr
4
6:30 nachm.18:30

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
4. April 2019

Art Tour mit Luisa Baselgia

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Ausstellung | Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Jun
8
zu 6. Okt.

Ausstellung | Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung | Winterthur
8. Juni - 6. Oktober 2019

Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen


Apollo 11 (oben: Detail), 1969 © Edy Brunner

Apollo 11 (oben: Detail), 1969 © Edy Brunner


Die Mondlandung am 21. Juli 1969 war ein Jahrhundertereignis. Fünfzig Jahre nachdem der erste Mensch seinen Fuss auf die Mondoberfläche setzte, fragt die Fotostiftung Schweiz nach der fotografischen Darstellung dieses Gestirns, das die Fantasien der Menschen schon seit jeher beflügelt. Dabei geht es nicht so sehr um eine wissenschaftliche oder dokumentarische Auseinandersetzung mit dem Mond als vielmehr um die bildhafte Übersetzung einer schwer fassbaren Erfahrung. Die «Entzauberung» des Monds ist ein Schock, der auch künstlerische Energien freigesetzt hat. Die romantische Verklärung hat einer Diskussion um die Rolle des Menschen im Universum Platz gemacht. Dies kommt etwa in konzeptuellen und erkenntniskritischen Ansätzen zum Ausdruck, die aber immer auch die sinnliche Faszination bewahren, die vom Mond ausgeht. Was die in der Ausstellung vertretenen Positionen eint, ist die Befragung eines Ereignisses, dessen Ambivalenz auch heute noch zu denken gibt: Die Grossartigkeit der Unternehmung und der sie ermöglichenden technischen Leistungen kontrastieren mit der Banalität des Vorgefundenen und der Motive der Raumfahrtmissionen, des Space Race. Neben ausgewählten historischen Werken werden in erster Linie zeitgenössische Arbeiten und Installationen vorgestellt.

(Text: Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

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Ausstellung | Als ob die Welt zu vermessen wäre - Guido Baselgia | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Okt
19
zu 16. Feb.

Ausstellung | Als ob die Welt zu vermessen wäre - Guido Baselgia | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
19. Oktober 2019 - 16. Februar 2020

Als ob die Welt zu vermessen wäre
Guido Baselgia


Templada I, 2018 © Guido Baselgia

Templada I, 2018 © Guido Baselgia


Der Fotograf als Forschungsreisender: In den vergangenen zwanzig Jahren bewegte sich Guido Baselgia mit seiner Kamera in geologischen Randzonen, tastete die karge Erdoberfläche ab und beobachtete Lichtphänomene in den Alpen, den Anden und im Norden Norwegens. Seine Studien übersetzte er in die Bildsprache einer langsamen, analogen Fotografie. So entstanden schwarzweisse Tableaus an der Grenze zur Abstraktion, ausgeführt als grossformatige Silbergelatineabzüge oder Heliogravüren, die sich durch ihre Detailliertheit und materielle Beschaffenheit auszeichnen. Die Ausstellung knüpft an die bekannten Werkzyklen – «Hochland», «Weltraum», «Silberschicht« und «Light Fall» – an und stellt erstmals Baselgias neuestes Projekt vor. Dieses führt ihn nach Ecuador und Peru, ins Amazonasbecken. Auf seinen Expeditionen setzt sich der Fotograf mit der Darstellbarkeit des tropischen Regenwaldes auseinander. Die flirrende Dichte und Vielfalt der Vegetation verwandelt er in Kompositionen grösster Ruhe und Konzentration. Porträts der indigenen Bewohner und Stillleben aus dem Umfeld der Siedlungen werden zu Reflexionen über die fotografische Repräsentation dieser bedrohten Lebenswelt. Wie ein Memento Mori würdigt Baselgias Arbeit diesen Landschaftsraum, dessen wirtschaftliche Ausbeutung sich längst auf das globale Klima auswirkt.

(Text: Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
23
3:00 nachm.15:00

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
23. März 2019

Art Tour mit Urs Stahel

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
16
12:00 nachm.12:00

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
16. März 2019

Art Tour mit Catharina Hanreich

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Vernissage | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich
Mär
14
6:00 nachm.18:00

Vernissage | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
14. März 2019

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

© Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Vernissage | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Mär
8
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich


Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
8. März 2019

Mail Order
Marianna Rothen


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Marianna Rothen begann im Alter von 15 Jahren mit dem Modeln und arbeitete während ihrer 17-jährigen Karriere in der Modebranche mit Designern wie Marc Jacobs, Balenciaga und Yves Saint Laurent zusammen. Als Hobby begann sie zu fotografieren und ist inzwischen eine international anerkannte Künstlerin.

Rothens Welt ist eine Welt voller Suggestionen und Phantasien, deren Mysterien eine dunkle Wahrheit verbergen. In ihren früheren Arbeiten waren Männer nur ausserhalb ihrer Bilder, höchstens als Beobachter oder Voyeure zu spüren. In ihrer neusten Arbeit, „Mail Order", die wir in Zürich zeigen, sind Männer als Puppen in die Bilder integriert. Es ist eine inszenierte, scheinbar heile Welt, die unheimlich und irritierend wirkt. 

(Text: Galerie & Edition Stephan Witschi)

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Vernissage und Artist Talk | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
8
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Artist Talk | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
8. März 2019

Artist Talk mit Kelvin Haizel und Urs Stahel, Kurator

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Vernissage | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Feb
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
22. Februar 2019

How to Secure a Country
Salvatore Vitale


Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale

Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale


Die Schweiz gilt gemeinhin als eines der sichersten Länder der Welt – und als ein Beispiel für Effizienz und Produktivität. Aber wie gewährleisten staatliche und private Einrichtungen dieses wertvolle Gut, das ebenso ein Grundbedürfnis wie ein Milliardengeschäft ist? Und wieviel Freiheit sind wir als Bürger bereit, für unsere Sicherheit preiszugeben? Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, lebt in Lugano und Zürich) untersucht in seinem mehrjährigen visuellen Forschungsprojekt die Mechanismen, die diesem Präventions- und Abwehrschild zugrunde liegen. Die vielfältigen daran beteiligten Akteure – Polizei, Militär, Zoll- und Migrationsbehörden, Wetterdienste, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen für Robotics und Artificial Intelligence – unterzieht er dabei einer eingehenden Betrachtung. Die Ausstellung macht die mitunter verborgene und oftmals abstrakte Herstellung von Sicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar, in einem Parcours, der Fotografien, aber auch Datenanalysen und eine sensorbasierte Installation einschliesst. Sie versteht sich als aktuellen künstlerischen Debattenbeitrag in einer Gesellschaft, die sich mit wachsenden Bedrohungen – real oder wahrgenommen – durch Terrorismus und Cyber-Kriminalität, Überwachung und Datenmissbrauch konfrontiert sieht. Die Fotostiftung Schweiz präsentiert die erste umfassende Ausstellung dieser Arbeit des Schweizer Künstlers italienischer Abstammung.

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Vernissage | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur
Feb
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur


Fotomuseum | Winterthur
22. Februar 2019

Begrüssung durch die Stiftungsratspräsidentin Dorothea Strauss
Einführung durch die Direktorin Nadine Wietlisbach
Die Künstlerin ist anwesend

Photographic
Anne Collier


Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow

Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow


Das unschuldige Bild ist eine Illusion – das gilt im besonderen Masse für das allgegenwärtige Medium der Fotografie. Genau an dieser Stelle setzt das künstlerische Interesse der 1970 in Los Angeles geborenen, aktuell in New York lebenden Künstlerin ein. Die konzeptuellen Arbeiten von Anne Collier basieren vorwiegend auf gefundenen Materialien aus der Popkultur der 1970er-und 1980er-Jahre; auf Fotos aus Magazinen, Werbebildern, Plattencovern, Buchseiten oder Filmstills. Indem sie die Druckerzeugnisse abfotografiert und diese in neue Kontexte setzt, gelangt Collier zu einer reflektierten Archäologie der Gebrauchs-weisen der Fotografie. Dabei interessieren sie vorwiegend jene Bilder, die durch eine emotionale Bildsprache charakterisiert sind: Wellen, Augen, Wolken sowie Fotografien eines romantisierten Sexismus. Mit analytischer Eleganz reflektiert Collier das trügerische Bild, das unseren Alltag prägt und legt dabei die Spannung zwischen dem Abge-bildeten und dem Akt des Fotografierens offen.

Die Ausstellung und die Publikation, erschienen bei Hartmann Projects, sind in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover entstanden.

Mit freundlicher Unterstützung des Verein Fotomuseum Winterthur, der Paul Reinhart Stiftung und der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung.

(Text: Fotomuseum, Winterthru)

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Vernissage | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Jan
17
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur

  • Coalmine Zeitgenössische Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
17. Januar 2019

Comfortable Gestures
Mathias Renner


Comfortable Gestures | Mathias Renner

Comfortable Gestures | Mathias Renner


Mathias Renner (*1981, Zug) widmet sich in einer Einzelausstellung mit dem Titel «Comfortable Gestures» dem Verhältnis von Bild und Objekt und stellt Fragen nach Werbung, Ästhetisierung und Kunst. Martin Jaeggi umschreibt die Arbeit von Mathias Renner wie folgt: Immer wieder verwandelt er Räume in eine poetische und erhabene Landschaft, in der klassische Fragen zum Objekt im Raum, kompositorischem Rhythmus, Oberfläche und Form gestellt werden. Seine Arbeiten oszillieren zwischen Mobiliar und Skulptur, Ratio und Dekoration, zwischen modernistischem Vokabular und einem sakralen Zauber.

Während er nach seinem Studium der Bildenden Kunst an der ZHdK vor allem installativ mit Objekten und Mobiliar arbeitete, findet nun das Bild Eingang in seine künstlerische Auseinandersetzung. Mathias Renner zeigt uns eine speziell auf den Raum hin entwickelte Ausstellung.

Zusätzlich zu den beiden Ausstellungen findet ein Instagram-Special von @werktitel statt, kuratiert von Frank Hyde-Antwi. 

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Ausstellung | Sven Marquardt und die Berliner Punks | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | Sven Marquardt und die Berliner Punks | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

Sven Marquardt und die Berliner Punks


© Sven Marquardt courtesy of Neumann-Hug Collection

© Sven Marquardt courtesy of Neumann-Hug Collection

Über viele Jahre hinweg hat die schweizerische Neumann-Hug Collection Zeugnisse der Punk Attitude zusammengetragen. Im Rahmen der Gruppenausstellung RAW POWER - THE REVOLT AGAINST INNOCENT präsentiert sie auch Sven Marquardt, der vielen von uns wohl als DER Türsteher des Berliner Technoclubs Berghain (früher Ostgut) bekannt ist.

Doch Marquardt hat viele Seiten. Vor allem ist er ein herausragender, international gefeierter Fotograf mit einer melancholischen Ader. Der langjährige Doyen der Clubszene dokumentiert mit eindringlichen Photographien zugleich den Status Quo der Post Punk Ära Berlins, im gleichen Masse aber auch den intensiv durchdringenden Blick eines Mannes, der wie kein Zweiter den Transit zwischen privaten Begierden und öffentlicher Selbstdarstellung, zwischen Abgrund und Phantasma in Bilder giessen kann.

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | CHINARCHY - Martina Strul | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | CHINARCHY - Martina Strul | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

CHINARCHY
Martina Strul


CHINARCHY SUBS | Martina Strul

CHINARCHY SUBS | Martina Strul


CHINARCHY ist eine Rückblende auf den chinesischen Untergrund der Jahre 2004-2008. Im Fokus stehen Punks, die sich der hemmungslosen Goldgräberstimmung im eigenen Land komplett verweigern und Copy-CDs von westlichen Bands am Schwarzmarkt wie kostbare Juwelen handeln.

Die Journalistin und Fotografin Martina Strul staunte nicht schlecht, als sie auf ihrer ersten Chinareise 2004 anstatt die erhoffte Kung-Fu-Seligkeit zu finden, im chinesischen Untergrund landete, weil sie sich Hals über Kopf in einen Schanghaier Punk verliebt hatte. Damals hatte die Zürcherin noch keine Ahnung davon, dass sie diese Begegnung in eine tiefschürfende Lebenskrise stürzen könnte und ihr Weltbild von Grund auf zerstören würde. Durch die rosarote Brille hindurch war da anfangs vor allem ein neues Universum an Inspiration und Neugier im Zentrum dieser unfassbaren Liebe zu Superman. Einem ehemaligen Grafiker, der seinen Job an den Nagel hing, um als Punk die Musikwelt zu erobern.

In ihrem Fotobuch SHANGHIGH – LOVE HATE PUNK offenbart Martina Strul ihren persönlichen Blick auf diese Amour Fou. In Wort und Bild zeigt sie den Verlauf einer unmöglichen Liebe, die im Fadenkreuz von gegenseitigem Missverständnis und einer unüberwindbaren Hoffnungslosigkeit keine Überlebenschance hatte. Das Buch erschien 2016 im OFFIZIN Verlag, Zürich und landete auf der Shortlist des Graphic Design Awards Essence. Mit der Ausstellung CHINARCHY in der Photobastei entführt Martina Strul den Betrachter über die Grenzen Schanghais hinaus auf eine abenteuerliche Reise durch den chinesischen Untergrund in Peking, Nanjing und Wuhan. 

Um die chinesische Punkbewegung überhaupt ein wenig verstehen zu können, muss man die Zeitrechnung bis in die 80er-Jahre zurückspulen, als sich in China erste Rock- und Metal-Bands formierten. Spätestens als Cui Jians Song Nothing to my Name zur Protesthymne der Studentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens avancierte, war der Durchbruch des Rock’n’Rolls sogar in China für einen Augenblick massentauglich. Mit der brutalen Niederschlagung des Studentenstreiks in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1989 begann für den Vater des chinesischen Rock’n’Rolls ein Katz- und Maus-Spiel mit der Regierung. Erst verbot sie die Auftritte des Sängers ganz, später wurden diese zensiert erlaubt. Mit Cui Jian sahen sich Künstler aller Art dahin zurückgedrängt, wo sie herkamen: In die Löcher des chinesischen Untergrunds. 

Erst als Nirvanas Nevermind Anfang der 90er-Jahre den chinesischen Schwarzmarkt erreichte und die tragische Geschichte um den Selbstmord von Kurt Cobain den Nerv der Pekinger Jugendlichen traf, war Punk in China nicht mehr zu bremsen. 1997 etablierte sich der Untergrundclub Scream im Nordwesten der Hauptstadt als Bühne für Sinopunkbands der ersten Stunde. Die vier Bands Brain Failure, 69, A Jerks und Reflector schlossen sich zum Wuliao Contingent zusammen – eine Verschwörung gegen die Langweile – und ebneten mit der Verbreitung des gleichnamigen Samplers den Weg für Punkszenen in anderen Provinzen des Landes. 

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Ausstellung | Punki-Zeit - Nikolaus Stauss | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | Punki-Zeit - Nikolaus Stauss | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

Punkt-Zeit
Nikolaus Stauss


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Bereits als Jugendlicher fotografiert Stauss. Eine seiner ersten Aufnahmen zeigt eine verregnete Strassenansicht in der Nacht. In der damaligen Archivliste ist das Foto fein säuberlich aufgeführt, Film Nr. 19, die 146. Aufnahme, erstellt am 15.9.1952. Das hat sich nie geändert, denn bis heute führt Stauss präzise Buch über alle seiner Fotografien, deren Zahl schon lange die anderthalb Millionen-Marke überstiegen hat.

Seinen Vorlieben – Kunst, Musik, Theater, Oper, Literatur, Film und Tanz – ist Niklaus Stauss bis heute treu geblieben, und wer sich die Zeit nimmt, sich in sein famoses Archiv zu vertiefen, findet dort alle Grössen aus diesen Bereichen.

Jimmy Hendrix hat Stauss 1967 im Hallenstadion Zürich fotografiert, damals wusste er noch nicht, wer Hendrix war. Josef Beuys fotografierte er viele Male, 1981 mit Koffer im Kunsthaus Zürich. 1991 hält Stauss den Pop-Art Künstler Robert Rauschenberg vor einer seiner Collagen fest, das Foto ging um die Welt.

Die Fotografien von Niklaus Stauss sind unschätzbare Zeitzeugen, sie zeigen zwar grosse Persönlichkeiten, doch vor allem zeigen sie Menschen, in einer gebührenden Distanz und doch ganz nah.

Für die Punkausstellung ist Niklaus Staus in sein Archiv gegangen - mit wenigen Fotografien lebt die Zeit vor unseren Augen wieder auf!

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | Punk auf Indonesisch - Eleni Kougionis | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | Punk auf Indonesisch - Eleni Kougionis | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

Punk auf Indonesisch
Eleni Kougionis


Eleni_Kougionis_Punk1.jpg

Auf dem Fussboden liegen schnarchende Punks, während draussen der unüberhörbare Gesang des Muezzin durch die Nacht erklingt. Eine riesige Punkszene im Land mit der grössten muslimischen Bevölkerung weltweit ist ein Kontrast, der mich stets faszinierte. Durch die städteübergreifende Vernetzung der Szene und der scheinbar grenzenlosen indonesischen Gastfreundschaft habe ich immer ein zu Hause bei Freunden. Eine Reise zwischen Punk Musik, traditionellen Werten, muslimischem Glauben, Alkoholexzessen und dem stetigen Kampf ums Überleben in einem von Armut geprägten Land. Dies unter einer Regierung, die Menschenrechtsverletzungen und Polizeirepression zum Alltag macht.

Der Punk auf dem Inselstaat fand seine Anfänge in den 1980er Jahren. Anfangs nur im Untergrund aktiv, entwickelte sich die Subkultur mit der Zeit zu einer breiteren Jugendbewegung, was eine grosse Provokation gegenüber der indonesischen Gesellschaft bedeutet. So wurden während eines Benefiz Punk-Rock Konzerts auf der Insel Sumatra im Jahre 2011 einige Dutzend Punks wegen Verstössen gegen die Scharia verhaftet und in ein polizeiliches Erziehungscamp gesteckt. Die Subkultur bewegt sich in einem Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen Zwängen und dem Drang zur Selbstbestimmung. Aufgrund dessen wuchs eine vielfältige «Do it yourself» - Kultur heran, die vielen Menschen mitunter das Überleben in einem Land ohne finanzielle Sicherheit ermöglicht. In Kollektiv Wohnungen und Häusern entstehen mit Siebdruck hergestellte Band Shirts oder Aufnäher, Musikkassetten werden produziert und verbreitet oder Konzerte und Ausstellungen organisiert.

Die Fotografin Eleni Kougionis, *1988 wohnhaft in Basel, zeigt die Fotoreportage ihrer ersten Reise nach Indonesien aus dem Jahr 2015, welche sie dank dem Förderpreis Globetrotter World Photo umsetzen konnte. Dort tauchte sie mit grosser Unterstützung heimischer Punks in die riesige und vielfältige Szene auf der Insel Java ein. Drei Jahre später begleitete sie ihre Freunde der Basler Hardcore Punk Band Heckler auf deren Süd-ostasien Tournee, wo sie bekannte Menschen und Orte wieder traf. Daraus entstanden der Film «Still Wrecked – Heckler Southeast Asia Tour» und weitere Bilder der Ausstellung. 

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Ausstellung | So It Goes - Kevin Cummins | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | So It Goes - Kevin Cummins | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

so it goes
Kevin Cummins


© Kevin Cummins / Iconic Images

© Kevin Cummins / Iconic Images

Der in Manchester geborene Cummins ist weltbekann für seine legendären Musikerporträts u.a. von Liza Minnelli, Nick Cave, Patti Smith, Philip Glass, Oasis und David Bowie. Diese Bilder sind auf Zeitschriftenumschlägen, in Kunstgalerien, in internationalen Filmen zu sehen und befinden sich unter anderem in den Sammlungen von The National Portrait Gallery und The V&A.

Cummins hat wichtige Momente in der Musikszene seiner Heimatstadt Manchester festgehalten, und diese Bilder haben dazu beigetragen, die Kulturgeschichte der Stadt zu definieren. Sie porträtierten nicht nur Menschen und Orte, sondern schufen eine neue Sichtweise auf Manchester und bleiben eingebettet in das kulturelle Gedächtnis des Nordens. Schlafzimmerwände auf der ganzen Welt wurden und werden mit seinen Arbeiten dekoriert.

Die Photobastei zeigt eines Slideshow dieses Aufbruchs in Manchester und freut sich, die Buchvernissage in Kontinentaleuropa am 10. Januar zu feiern!

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | superreal punk - Olaf Ballnus | Photobastsei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | superreal punk - Olaf Ballnus | Photobastsei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

superreal punk
Olaf Ballnus


Olaf Ballnus-superrreal_punk 22.jpg

Die hier zusammengetragenen Bilder sind nicht die eines Fotoreporters, der mit festem Auftrag durch die Achtzigerjahre-Republik zog, eine umfassende Fotoserie über diese merkwürdige Jugendbewegung namens Punk zu fabrizieren.

Vielmehr blicken wir von innen in die Welt eines jungen Mannes aus dem Ruhrgebiet, der sich auf den Weg gemacht hat, auf den Weg machen musste,weil er eben da wo er war nicht reinpasste. In den Geschichten, die seine Bilder erzählen, sind Weggefährten Charakterdarsteller. Wir sehen einen jugendlichen Wolfgang Wendland in einem Roadmovie nach West-Berlin trampen oder jenen mythenumrankten Kadett C in seiner Doppelrolle als Nachtexpress und Stundenhotel. Mit den Nachwendegeborenen von heute blickt der damals gleichaltrige Ballnus ebenso erstaunt in die Mauerstadt wie in einen Kohlenpott vor dem Strukturwandel.

Für die schweissgeschwängerten Konzertaufnahmen von den Mimmis, Campino oder Henry Rollins kämpft er sich samt Kamera einmal quer durch den Saal, bis dahin wo es weh tut. Für den aufmerksamen Betrachter ein frühes Zeugnis, wie sich ein fester Wille zum Talent gesellt. Es tritt zu Tage, was dem jungen Punk mit der Kamera alles andere als klar gewesen sein dürfte: Er ist auf einem langen Weg, und es ist der richtige.

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Buchvernissage | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Dez
20
6:00 nachm.18:00

Buchvernissage | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
20. Dezember 2018

Anzeichen der Verlässlichkeit
mit Texten von Urs Mannhart
Kehrer Verlag, 2018
Beat Schweizer


Norilsk | Russland | Juli 2017

Norilsk | Russland | Juli 2017

Wie lebt es sich in den polarnahsten Städten und Siedlungen der Welt? Und was hält die Menschen trotz scheinbar widriger Bedingungen dort? Die Thematik der Isolation beschäftigt Beat Schweizer (geboren 1982, wohnhaft in Bern) seit vielen Jahren. Auf mehreren Reisen in den äussersten Norden Russlands hat er die Morphologie abgelegener Orte fotografisch festgehalten, die Ursachen ihres Daseins und ihre Eigenheiten untersucht. Sein Langzeitprojekt präsentiert uns Formen der Existenz, die über das Anekdotische hinaus tiefe Einblicke in das Menschliche geben. In seiner dokumentarischen Praxis nähert er sich den Strukturen und Bewohnern behutsam und unmerklich. Mit seinem systematischen Blick fördert er im Einzelnen das Allgemeine und im Allgemeinen das Individuelle zutage, beweist aber auch ein waches Auge für Komik, Tragik und Absurdität – ein feines Sensorium für die "Anomalie des Alltags im nördlichsten Norden Sibiriens" (so der Untertitel der Eigenpublikationen "An der Frostgrenze", 2013). Die COALMINE zeigt Beat Schweizers dreiteiligen Werkzyklus, entstanden zwischen 2012 und 2018, erstmals umfassend und als neu edierte und produzierte Abzüge. 

Norilsk ("Michailovna hat angerufen", 2017/18)
Norilsk ist eine Stadt der Superlative: Sie ist die nördlichste Grossstadt weltweit, gelegen auf 69 Grad nördlicher Breite und gebaut auf Permafrost-Boden. Sie gilt auch als die schmutzigste Stadt der Welt. Die dort abgebauten Nickelerze verursachen Schäden an Umwelt und Gesundheit. Zusammen mit den Vorkommen auf der russischen Halbinsel Kola deckt Norilsk rund einen Viertel des Weltmarktbedarfs an diesem Rohstoff, der in diversen Legierungen und vor allem zur Erzeugung von nichtrostendem, hochbelastbarem Stahl verwendet wird. Bodenschätze und Industrie bieten mit ihren gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer städtischen Infrastruktur, die dem polaren Klima Annehmlichkeiten abtrotzt, Lebensraum für 175'000 Menschen. Gleichwohl wahrt die als Minenstadt 1935 gegründete und unter Stalin als Gulag genutzte Stadt weiterhin ihr Geheimnis: Sie ist für Ausländer geschlossen und nur mit einer Sonderbewilligung betretbar.

Eine solche erlaubte es Beat Schweizer, sich frei in der Stadt zu bewegen. Dennoch stellte eine Bekannte, eine ehemalige Polizistin bei der Flughafenpolizei, vorab mit einem Anruf sicher, dass sich die Einreise ohne Umtriebe vollzog ("Michailovna hat angerufen") – eine Anekdote, die zeigt: wo alles bürokratisch abläuft, vieles unmöglich scheint und doch alles möglich ist, sind die persönlichen Beziehungen entscheidend. Mit seiner Mittelformatkamera hat Beat Schweizer in sorgfältig komponierten Einstellungen Häuserzüge, Plätze und Naherholungsgebiete in Norilsk fotografiert. Porträts und Innenansichten führen das Spiel mit Distanz und Nähe fort und zeigen die Bewohner bei der Freizeitgestaltung, Gedenktagen oder Schönheitswettbewerben. Es entsteht das Bild eines auf sich bezogenen und sich selbst genügenden Kosmos, der seine Existenz jedoch auswärtigen Interessen verdankt und ohne Anreize und Garantien aus Moskau nicht fortbestehen könnte. Es sind solche Abhängigkeiten und ihre fragile, fragliche und fragwürdige Beständigkeit, denen der Fotograf nachspürt. Darauf bezieht sich auch der Titel der Ausstellung in der COALMINE: "Anzeichen der Verlässlichkeit". 

Dikson ("An der Frostgrenze", 2013)
Während Norilsk den Anschein urbaner Normalität wahrt, trifft dies auf Dikson, eine kleine Siedlung an der Mündung des Jenissei, auf über 73 Grad nördlicher Breite, nicht zu. Der Aussenposten der Zivilisation, der einen Eisbären im Wappen trägt und an 82 Tagen in der Polarnacht versinkt, galt in der Sowjetzeit als die nördlichste Stadt weltweit. Dann sank ihre Einwohnerzahl drastisch. Einst Angelpunkt für die Nordostpassage und die Kontrolle über die Arktisregion sowie Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen, bietet Dikson heute nur noch wenigen hundert Menschen ein Auskommen. Die Einwohner sehen sich überwiegend auf sich allein gestellt, die Provinzhauptstadt Krasnojarsk liegt 2507 Kilometer entfernt. Besucher, auch russische, benötigen generell eine Sondererlaubnis. Die verbliebenen Bewohner, die Beat Schweizer dort aufsucht hat, leben entweder als Mechaniker oder Grenzschützer, betreiben einen Einkaufsladen oder übermitteln Wetterdaten nach Moskau. Ermöglicht wird ihre Existenz durch den Staat, angeblich im Bestreben, die nördliche Aussengrenze des Mutterlands zu sichern. Wir begleiten sie bei der Arbeit oder dabei, wie sie ihre Frei- und Wartezeit verbringen, mit Jagen und Fischen, Grillen, Spielen oder Fernsehen. 

Teriberka ("Der Boiler", 2012)
Auch Teriberka, die dritte Ansiedlung, die Beat Schweizer im Rahmen seines epischen Langzeitprojekts besuchte, gelegen auf 69 Grad Nord, leidet seit dem Niedergang der Küstenfischerei unter starkem Bevölkerungsrückgang. Vor einigen Jahren jedoch kündigte der russische Konzern Gazprom riesige Investitionen mit Tausenden von Arbeitsplätzen an. Das Stockmann-Feld in der Barentsee, ein Gasvorkommen, sollte erschlossen werden. Ein Teil der Einwohner machte sich Sorgen um die Umwelt, viele andere freuten sich auf eine rosige Zukunft. Doch das Projekt wurde auf Eis gelegt, aus Kostengründen – der Schiefergasboom in den USA machte die Gasförderung in der Arktis nicht mehr konkurrenzfähig. So kämpfen die Bewohner von Teriberka weiterhin gegen das Vergessenwerden an. Wie auch andernorts führt uns Beat Schweizer mit ausgewählten Protagonisten in ihre Lebenswelt ein. So besteht die Aufgabe des Dorfheizers darin, Steinkohle in den Schlund eines Ofens zu schaufeln und das Dorf mit Wärme zu versorgen, während er seine Lebenslast und Langeweile in Schwermut und russischen Fernsehserien ertränkt. 

Beat Schweizers dreiteilige Dokumentation ist eine warmherzige Bestandsaufnahme besonderer Lebensumstände und ihrer Bewältigung. Sie registriert das Wesenhafte mit einer Nüchternheit, die immer wieder ins Poetische oder gar Fantastische mündet. Entgegen einem meist von westlichen Vorurteilen durchsetzten Blick zeichnet er ein vielschichtiges Bild der Auswirkungen von klimatischen, politischen und ökonomischen Kräften auf den postkommunistischen Raum. Auf seinen Reisen arbeitet er oft mit dem Schweizer Schriftsteller Urs Mannhart an selbstpublizierten Reportagen. Der bewusste Umgang beider Autoren mit Bild und Text und das Experimentieren mit unterschiedlichen Publikationsformen markiert eine eigenständige Positionierung im Feld einer erweiterten und selbstreflexiven dokumentarischen Praxis. 

Der Ausstellungstitel "Anzeichen der Verlässlichkeit" ist inspiriert vom Slogan "Символ надежности" ("Symbol der Verlässlichkeit"), mit dem Nornickel, der grösste Arbeitgeber in Norilsk, auf Plakaten wirbt. Die Menschen in Norilsk, aber auch in Teriberka und Dikson, verlassen sich auf das Versprechen von Staat und Arbeitgebern, dass ein Leben an diesen widrigen Orten weiterhin möglich bleibt. Die Kehrseite der Verlässlichkeit ist die Angst, keine Arbeit zu finden, sollten sie an einen anderen, südlicheren Ort ziehen wollen. Sie sind in diesem Versprechen der Verlässlichkeit gefangen. So hat der Titel durchaus eine Ambivalenz.

(Text: Sascha Renner)

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Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich
Nov
23
zu 31. Jan.

Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
23. November 2018 - 31. Januar 2019

Das Bild vom Berg
Robert Bösch


Morteratsch Glacier Switzerland

Morteratsch Glacier Switzerland

Mit dem Buch “Mountains” und der Ausstellung “Das Bild vom Berg” präsentiert uns Robert Bösch sein alpin-fotografisches Lebenswerk. Eine eindrückliche Mischung aus Landschafts-, Berg- und Sportfotografie. Als Bergsteiger war Robert Bösch auf allen sieben Kontinenten unterwegs und hat als Fotograf die Weltbesten des Bergsports fotografiert - darunter auch seinen verstorbenen Freund Ueli Steck. Entstanden sind atemberaubende Sport- und Landschaftsbilder, die die Ruhe und Gewalt der Berge wiedergeben und die tiefe Schönheit und Einsamkeit spiegeln, die all jene umgeben, die sich in der Übermacht der Berge bewegen. 

“Die Gabe, selbst in den erhabenen Räumen der Berge aktiv zu sein und dieses Tun in Beziehung zu setzen mit der Bergwelt, ist nur den allerwenigsten gegeben. Robert Bösch ist einer davon. Vielleicht der allumfassendste. Er taucht als Bergsteiger ein in die Eiger-Nordwand, als Kletterer in den “Shield” am El Cap, als Höhenbergsteiger in die Todeszone des Himalaja. Dabei entsteht sein Bild der Berge – mir ist beim Betrachten seiner Bildkunst, als habe der Weltgeist uns bei unserer Leidenschaft überrascht.”

Reinhold Messner

 “Landschaftsfotografie ist für mich die Kunst des Bilder-Sehens. Wir sehen ja keine Bilder, wir sehen immer das Ganze, das Alles. Während der Maler sein Viereck mit Farbe allmählich zu einem Bild gestaltet, indem er hinzufügt, gestalte ich als Fotograf das Bild gerade umgekehrt, nämlich indem ich weglasse. Im Moment des Auslösens wird das Bild aus der Welt geschnitten. Bilder stehen für sich und sind nur deshalb interessant, weil sie weder alles zeigen noch für das stehen, was sonst auch noch war – darum herum und vorher und danach. Nur dieses “Aus-der-Welt-herausgelöst-Sein” macht das Bild einmalig. Landschaftsbilder sind wie aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.”

Robert Bösch

"Böschs Berge sind Kraftorte, die zu besteigen man sich sehnt und die einem zugleich vor Augen führen, wie erfahren man dafür sein müsste. Sie erheben sich wie Skulpturen vor uns, in Licht, Nebel und Wetter getaucht und nicht selten so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dabei erkennt Robert Bösch auch die Stärke der Abstraktion: Silhouetten, Schneeformationen, Felsstrukturen, Lichtfelder…Böschs Berge sind mehr als geographische Orte, sie sind Schauplatz eindrücklicher Stimmungen und elementarer Schönheit."

Mirjam Cavegn

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit 35 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, und Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Bild­bände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den "Eiger Special Award" für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn auf alle sieben Kontinente. 2001 bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann den Mount Everest. 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie und stellte diese in Galerien und in Museen im In- und Ausland aus. Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch das aufwendige Projekt "Aus den Bündner Bergen". Daraus entstand der im NZZ-Verlag erschienene gleichnamige Bildband. 2017/18 feierte mit seiner Ausstellung ENGIADINA in St. Moritz einen grossen Erfolg. 

2018 erscheint im National-Geographic-Verlag sein 300-seitiger Bildband "Mountains", das sein alpin-fotografisches Lebenswerk umfasst.

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Ausstellung | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich
Nov
23
zu 16. Dez.

Ausstellung | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
23. November - 16. Dezember 2018

Malleus Maleficarum
Fotografische Ermittlung: Thema Fribourg
Virginie Rebetez


Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

In der elften Ausgabe "Fotografischen Ermittlung: Kanton Freiburg", beschäftigt sich die Fotografin Virginie Rebetez mit einer fotografischen Untersuchung von Medien und Heilern, die in dieser katholischen Region weit verbreitet und in der Kultur verwurzelt sind; Sie lernt ihre Persönlichkeiten und Praktiken kennen, indem sie sie in einen größeren historischen Kontext der Hexenjagd stellt.

Malleus Maleficarum ist wohl der ehrgeizigste und kühnste Versuch der Künstlerin, den Raum zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu erforschen, Geschichte neu zu denken. Die Vergangenheit tritt wieder auf durch die Figur von Claude Bergier, der der Hexerei beschuldigt und am 5. August 1628 in Freiburg verbrannt wurde. Rebetez bringt Bergier zurück, indem sie die Medien befragt und Brücken zwischen Menschen und Orten, die zeitlich und räumlich getrennt sind, errichtet.

Indem einer abwesenden Person eine Stimme verliehen wird, vermittelt Rebetez Informationen, die nur in nicht geäusserter Form existierten. In gewisser Weise wird sie, indem sie die Informationen übermittelt, selbst zum Medium.

Virginie Rebetez hat im Jahr 2005 die Höhere Fachschule für Fotografie in Vevey (CH) und im Jahr 2008 die Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam (NL) abgeschlossen. Sie lebt und arbeitet seit 2012 in Lausanne (CH). Ihre künstlerischen Arbeiten werden regelmässig in verschiedenen Museen, Galerien und Festivals in Kollektiv- oder Einzelausstellungen in der Schweiz und in Europa ausgestellt und sind Gegenstand von Zeitschriften zur zeitgenössischen Fotografie, Zeitungsartikeln sowie Blogs. Die Fotografin erhielt mehrere Auszeichnungen in Form von Kulturpreisen und Stipendien: Leenaards Stiftung, Swiss Design Awards, 29. Internationales Fotografie & Mode-Festival in Hyères (F), Prix Focale der Stadt Nyon. Ihre Werke haben Eingang in diverse öffentliche und private Fotosammlungen gefunden (Fotostiftung Winterthur, Stadt Nyon).

(Text: Photobastei)

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Vernissage | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich
Nov
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
22. November 2018

Malleus Maleficarum
Fotografische Ermittlung: Thema Fribourg
Virginie Rebetez


Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

In der elften Ausgabe "Fotografischen Ermittlung: Kanton Freiburg", beschäftigt sich die Fotografin Virginie Rebetez mit einer fotografischen Untersuchung von Medien und Heilern, die in dieser katholischen Region weit verbreitet und in der Kultur verwurzelt sind; Sie lernt ihre Persönlichkeiten und Praktiken kennen, indem sie sie in einen größeren historischen Kontext der Hexenjagd stellt.

Malleus Maleficarum ist wohl der ehrgeizigste und kühnste Versuch der Künstlerin, den Raum zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu erforschen, Geschichte neu zu denken. Die Vergangenheit tritt wieder auf durch die Figur von Claude Bergier, der der Hexerei beschuldigt und am 5. August 1628 in Freiburg verbrannt wurde. Rebetez bringt Bergier zurück, indem sie die Medien befragt und Brücken zwischen Menschen und Orten, die zeitlich und räumlich getrennt sind, errichtet.

Indem einer abwesenden Person eine Stimme verliehen wird, vermittelt Rebetez Informationen, die nur in nicht geäusserter Form existierten. In gewisser Weise wird sie, indem sie die Informationen übermittelt, selbst zum Medium.

Virginie Rebetez hat im Jahr 2005 die Höhere Fachschule für Fotografie in Vevey (CH) und im Jahr 2008 die Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam (NL) abgeschlossen. Sie lebt und arbeitet seit 2012 in Lausanne (CH). Ihre künstlerischen Arbeiten werden regelmässig in verschiedenen Museen, Galerien und Festivals in Kollektiv- oder Einzelausstellungen in der Schweiz und in Europa ausgestellt und sind Gegenstand von Zeitschriften zur zeitgenössischen Fotografie, Zeitungsartikeln sowie Blogs. Die Fotografin erhielt mehrere Auszeichnungen in Form von Kulturpreisen und Stipendien: Leenaards Stiftung, Swiss Design Awards, 29. Internationales Fotografie & Mode-Festival in Hyères (F), Prix Focale der Stadt Nyon. Ihre Werke haben Eingang in diverse öffentliche und private Fotosammlungen gefunden (Fotostiftung Winterthur, Stadt Nyon).

(Text: Photobastei)

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Vernissage und Buchvernissage | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich
Nov
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Buchvernissage | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
22. November 2018

Das Bild vom Berg
Robert Bösch


Morteratsch Glacier Switzerland

Morteratsch Glacier Switzerland

Mit dem Buch “Mountains” und der Ausstellung “Das Bild vom Berg” präsentiert uns Robert Bösch sein alpin-fotografisches Lebenswerk. Eine eindrückliche Mischung aus Landschafts-, Berg- und Sportfotografie. Als Bergsteiger war Robert Bösch auf allen sieben Kontinenten unterwegs und hat als Fotograf die Weltbesten des Bergsports fotografiert - darunter auch seinen verstorbenen Freund Ueli Steck. Entstanden sind atemberaubende Sport- und Landschaftsbilder, die die Ruhe und Gewalt der Berge wiedergeben und die tiefe Schönheit und Einsamkeit spiegeln, die all jene umgeben, die sich in der Übermacht der Berge bewegen. 

“Die Gabe, selbst in den erhabenen Räumen der Berge aktiv zu sein und dieses Tun in Beziehung zu setzen mit der Bergwelt, ist nur den allerwenigsten gegeben. Robert Bösch ist einer davon. Vielleicht der allumfassendste. Er taucht als Bergsteiger ein in die Eiger-Nordwand, als Kletterer in den “Shield” am El Cap, als Höhenbergsteiger in die Todeszone des Himalaja. Dabei entsteht sein Bild der Berge – mir ist beim Betrachten seiner Bildkunst, als habe der Weltgeist uns bei unserer Leidenschaft überrascht.”

Reinhold Messner

 “Landschaftsfotografie ist für mich die Kunst des Bilder-Sehens. Wir sehen ja keine Bilder, wir sehen immer das Ganze, das Alles. Während der Maler sein Viereck mit Farbe allmählich zu einem Bild gestaltet, indem er hinzufügt, gestalte ich als Fotograf das Bild gerade umgekehrt, nämlich indem ich weglasse. Im Moment des Auslösens wird das Bild aus der Welt geschnitten. Bilder stehen für sich und sind nur deshalb interessant, weil sie weder alles zeigen noch für das stehen, was sonst auch noch war – darum herum und vorher und danach. Nur dieses “Aus-der-Welt-herausgelöst-Sein” macht das Bild einmalig. Landschaftsbilder sind wie aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.”

Robert Bösch

"Böschs Berge sind Kraftorte, die zu besteigen man sich sehnt und die einem zugleich vor Augen führen, wie erfahren man dafür sein müsste. Sie erheben sich wie Skulpturen vor uns, in Licht, Nebel und Wetter getaucht und nicht selten so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dabei erkennt Robert Bösch auch die Stärke der Abstraktion: Silhouetten, Schneeformationen, Felsstrukturen, Lichtfelder…Böschs Berge sind mehr als geographische Orte, sie sind Schauplatz eindrücklicher Stimmungen und elementarer Schönheit."

Mirjam Cavegn

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit 35 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, und Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Bild­bände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den "Eiger Special Award" für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn auf alle sieben Kontinente. 2001 bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann den Mount Everest. 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie und stellte diese in Galerien und in Museen im In- und Ausland aus. Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch das aufwendige Projekt "Aus den Bündner Bergen". Daraus entstand der im NZZ-Verlag erschienene gleichnamige Bildband. 2017/18 feierte mit seiner Ausstellung ENGIADINA in St. Moritz einen grossen Erfolg. 

2018 erscheint im National-Geographic-Verlag sein 300-seitiger Bildband "Mountains", das sein alpin-fotografisches Lebenswerk umfasst.

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Ausstellung | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Nov
17
zu 22. Dez.

Ausstellung | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

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Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
17. November - 22. Dezember 2018

Ikonen
Annelies Štrba


Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017

Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017


“Ikonen” ist ein Querschnitt des vielfältigen Gesamtwerks von Annelies Štrba und eine vertiefte Auseinandersetzung der einzelnen Werkzyklen der vergangenen 25 Jahre. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert in dieser Ausstellung eine Auswahl von Fotografien aus den Serien Nyima, Aya und Tsukikawa sowie Leinwandarbeiten, die Štrba in Kollaboration mit Adrian Schiess 2011 für die Ausstellung Summerendig im Museum Langmatt, Baden anfertigte. 


“Icons” is an overview of the diverse oeuvre of Annelies Štrba and an examination of the individual work cycles of the past 25 years. In this exhibition, Fabian & Claude Walter Galerie presents a selection of photographs from the series Nyima, Aya and Tsukikawa as well as works on canvas that Štrba produced in collaboration with Adrian Schiess for the exhibition "Summerending" at the Museum Langmatt, Baden in 2011. 

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Vernissage | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
15
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich


Museum für Gestaltung | Zürich
15. November 2018

Genesis
Sebastião Salgado


Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Vernissage | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Nov
15
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

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Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
15. November 2018

Einführung: Lars Müller, Verleger

Ikonen
Annelies Štrba


Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017

Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017


“Ikonen” ist ein Querschnitt des vielfältigen Gesamtwerks von Annelies Štrba und eine vertiefte Auseinandersetzung der einzelnen Werkzyklen der vergangenen 25 Jahre. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert in dieser Ausstellung eine Auswahl von Fotografien aus den Serien Nyima, Aya und Tsukikawa sowie Leinwandarbeiten, die Štrba in Kollaboration mit Adrian Schiess 2011 für die Ausstellung Summerendig im Museum Langmatt, Baden anfertigte. 


“Icons” is an overview of the diverse oeuvre of Annelies Štrba and an examination of the individual work cycles of the past 25 years. In this exhibition, Fabian & Claude Walter Galerie presents a selection of photographs from the series Nyima, Aya and Tsukikawa as well as works on canvas that Štrba produced in collaboration with Adrian Schiess for the exhibition "Summerending" at the Museum Langmatt, Baden in 2011. 

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Buchvernissage | Rhonegletscher - Hansjörg Sahli | Edition Patrick Frey | Zürich
Nov
14
6:00 nachm.18:00

Buchvernissage | Rhonegletscher - Hansjörg Sahli | Edition Patrick Frey | Zürich


Edition Patrick Frey | Zürich
14. November 2018

Rhonegletscher
Hansjörg Sahli


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Die ersten Fotos vom Rhonegletscher machte ich im Juli 2014. Ich erinnere mich, dass ich seitlich vom Gletscher die Bergflanke hinauf gestiegen bin, um einen besseren Ausblick zu haben. Dort oben ist mir ein Alpinistenpaar begegnet. Wir haben ein paar Worte gewechselt. Wahrscheinlich bin ich wegen ihrem Basler Dialekt darauf gekommen, auf jeden Fall erwähnte ich, dass damals bei den verhüllten Kirschbäumen in Riehen bei Basel sehr viel mehr Leute gekommen sind. Sie hatten die Bäume auch gesehen. Ich merkte aber sofort, dass sie den Vergleich unpassend fanden. Dabei machte damals der verhüllte Gletscher einen sehr ordentlichen Eindruck. Die Tücher waren schön weiss, straff gespannt, das darunter liegende Eis hatte Volumen. Der gedeckte Gletscherteil überragte den Rest der vordersten Gletscherzunge deutlich. Die Funktion der Tücher, das Eis mit der darunter liegenden Gletschergrotte vor der Sonnenstrahlung zu schützen, war klar erkennbar.

Als ich 14 Tage später wieder kam, sah alles anders aus. Es hatte gestürmt und sehr viel geregnet. Die Tücher waren zum Teil weggerissen, zerfetzt, dreckig. Der Gletscher bot einen jämmerlichen Anblick. Vor allem, und ich habe mich sicher nicht getäuscht, war die Eiszunge massiv geschrumpft.

Die letzten Aufnahmen entstanden im August 2017. Die Fotos sind absichtlich unterbelichtet damit sie farbiger werden, denn die Tücher sind eigentlich farblos. Bei der Bearbeitung der Fotos habe ich die Belichtung korrigiert und den Kontrast verstärkt, vor allem bei Aufnahmen, die bei diffusem Licht entstanden sind.

(Text: Hansjörg Sahli)

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Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei | Zürich
Nov
2
zu 23. Dez.

Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
2. November - 23. Dezember 2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Vernissage | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei
Nov
1
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei


Photobastei | Zürich
1. November  2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Buchvernissage | Zurich Diary - Peter Bialobrzeski | Photobastei | Zürich
Okt
26
7:00 nachm.19:00

Buchvernissage | Zurich Diary - Peter Bialobrzeski | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
26. Oktober 2018

Zurich Diary
Peter Bialobrzeski


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Sechs City Diaries hat der Starfotograf und Künstler Peter Bialobrzeski bereits veröffentlicht: Cairo, Athen, Taipei, Kochi, Wolfsburg und Beirut. Und nun folgt auf Einladung der Photobastei “Zurich Diary“. Alle bisher erschienen “Diaries“ untersuchen die These, ob der Entwurf des Bildes einer Stadt gespeist aus Vorurteilen und Vorgefundenem in ein spezifisches Bild überführt werden kann. So kann Cairo nicht ohne den arabischen Frühling gelesen werden, Athen nicht ohne die Eurokrise und Wolfsburg natürlich nicht ohne VW und den Abgasskandal. Und was ist mit Zürich? Eben! Um das herauszufinden weilte Peter Bialobrzeski vom 26. Februar – 4. März 2018 auf Einladung der Photobastei in Zürich und fasste fotografisch seine Beobachtungen wie in den vorliegenden Büchern auf einer Doppelseite zusammenfassen.

(Text: Photobastei)

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Ausstellung | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Okt
26
zu 15. Dez.

Ausstellung | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich

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Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
26. Oktober - 15. Dezember 2018

A Drug free Land & lessons from the Sidewalk
Thomas Kern


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Thomas Kerns Arbeit “A Drug Free Land” entsteht zwischen 2002 und 2009. Der Fotograf findet unterwegs durch den Alltag des ländlichen Amerika eindringliche Situationen. Seine Bilder verdichten das Unspektakuläre und verweisen über sich hinaus auf die Lage der Nation. Sie erzählen von der Erschütterung des Landes nach 9/11, die bis heute nachwirkt, und vom zerbrechenden American Dream. Im flüchtigen Augenblick blitzen die grossen Themen auf, Einsamkeit und Armut, Patriotismus und Rassismus, Liebe und Gewalt. 

“Lessons from the Sidewalk” handelt von Lebensgeschichten, deren Protagonisten für einmal unsichtbar bleiben. Die Stühle, die Kern auf den Strassen von Kairo antrifft, sind Zeugen und Erinnerung gewordene Objekte, an die er sich mit seiner Kamera annähert, als wären es zu porträtierende Menschen. 

Thomas Kern, geboren 1965 in Brugg, Ausbildung zum Fotografen in Zürich. Ab 1989 als freier Reportagefotograf in Krisengebieten unterwegs. 1990 Mitbegründer der Schweizer Fotoagentur Lookat Photos. 1998–2006 freischaffender Fotograf in San Francisco. 2006 und 2014 Auszeichnung mit einem Swiss Press Award. 2016 zeigt die Fotostiftung Schweiz in Winterthur seinen grossen Fotoessay über Haiti.

(Text: Barbara Liebster)

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Vernissage | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern
Okt
25
6:00 nachm.18:00

Vernissage | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern

  • Galerie & Edition Stephan Witschi (Karte)
  • Google Kalender ICS

Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
25. Oktober 2018

A Drug free Land & lessons from the Sidewalk
Thomas Kern


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Thomas Kerns Arbeit “A Drug Free Land” entsteht zwischen 2002 und 2009. Der Fotograf findet unterwegs durch den Alltag des ländlichen Amerika eindringliche Situationen. Seine Bilder verdichten das Unspektakuläre und verweisen über sich hinaus auf die Lage der Nation. Sie erzählen von der Erschütterung des Landes nach 9/11, die bis heute nachwirkt, und vom zerbrechenden American Dream. Im flüchtigen Augenblick blitzen die grossen Themen auf, Einsamkeit und Armut, Patriotismus und Rassismus, Liebe und Gewalt. 

“Lessons from the Sidewalk” handelt von Lebensgeschichten, deren Protagonisten für einmal unsichtbar bleiben. Die Stühle, die Kern auf den Strassen von Kairo antrifft, sind Zeugen und Erinnerung gewordene Objekte, an die er sich mit seiner Kamera annähert, als wären es zu porträtierende Menschen. 

Thomas Kern, geboren 1965 in Brugg, Ausbildung zum Fotografen in Zürich. Ab 1989 als freier Reportagefotograf in Krisengebieten unterwegs. 1990 Mitbegründer der Schweizer Fotoagentur Lookat Photos. 1998–2006 freischaffender Fotograf in San Francisco. 2006 und 2014 Auszeichnung mit einem Swiss Press Award. 2016 zeigt die Fotostiftung Schweiz in Winterthur seinen grossen Fotoessay über Haiti.

(Text: Barbara Liebster)

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Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur
Okt
20
zu 10. Feb.

Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur

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Fotomuseum | Winterthur
20. Oktober 2018 - 10. Februar 2019

25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben


Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers

Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers


Das 25-jährige Jubiläum des Fotomuseum Winterthur steht im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung: Für die Jubiläumsausstellung Gemeinsam Geschichte(n) schreiben wurden Weggefährt_innen aus der Zeit der Entstehung des Museums bis heute eingeladen, ein Lieblingsstück aus der Sammlung des Hauses auszuwählen. Die Direktorin Nadine Wietlisbach fügt der Auswahl weitere Werke des Bestandes hinzu und öffnet damit den Blick in die Zukunft des Museums. 

In der begleitenden Publikation erläutern die 25 Weggefährt_innen aus dem nationalen und internationalen Umfeld ihre Wahl und verknüpfen sie jeweils mit ihrer persönlichen Beziehung zum Museum. In den kurzen Essays und Gesprächen lässt sich anekdotisch die Entwicklung des Hauses nachverfolgen. So nimmt uns beispielsweise der Ausstellungsmacher und Kulturunternehmer Martin Heller über den Fotografen Nicolas Faure in die Gründungszeit des Museums mit: Gemeinsam mit Urs Stahel entwickelte er 1990 am Museum für Gestaltung die Ausstellung Wichtige Bilder, in der Faure vertreten war. Für die Kuratorin Melanie Bühler steht Bruno Zhu für eine junge Generation postfotografischer Kunstschaffender, denen das Fotomuseum programmatisch eine Plattform bietet. Und Michael Ringier, ehemaliger Stiftungsratspräsident des Fotomuseums, vergleicht die Sprungkraft der Bälle in John Baldessaris Serie Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of Thirty-Six Attempts) (1973) mit jener des Museums.  

Die Auswahl von Nadine Wietlisbach verweist einerseits auf weitere bedeutende Ausstellungen in der Geschichte des Museums wie Darkside I – Fotografische Begierde und fotografierte Sexualität (2008), in der Hannah Collins vertreten war. Andererseits stehen Werke wie die von Guadalupe Ruiz, Diana Tamane und Jeff Weber für das Engagement des Fotomuseums, durch Ankäufe eine jüngere Generation in den Fokus zu rücken. Nicht zuletzt ist auch die Auswahl Nadine Wietlisbachs persönlich geprägt und beinhaltet Arbeiten von Künstler_innen, die für ihre kuratorische Arbeit wichtig sind: Sturtevant und Sherrie Levine prägten ihre Liebe zur Konzeptkunst, Pipilotti Rist, Valie Export und Hannah Villiger veranschaulichten ihr, wie eine eigensinnige künstlerische Praxis aussehen kann. Die grossen Serien von Bruno Serralongue (Calais, 2016) und Max Pinckers (The Fourth Wall, 2012) sind für sie mit bedachten und sorgfältigen Kompositionen leuchtende Beispiele dokumentarischer Geschichtenerzähler, die eine Wahrheit abbilden, ohne dabei den Anspruch auf Autarkie zu erheben.  

Mit der Jubiläumsausstellung wird ein breiter Einblick in die Sammlung des Fotomuseums gegeben. Das Sammeln von zeitgenössischer Fotografie bildet seit der Gründung des Hauses 1993 einen wichtigen Aspekt der Museumsaktivitäten. Durch Ankäufe, grosszügige Schenkungen und Dauerleihgaben von privaten Förderern und Stiftungen konnten bis heute rund 8’000 fotografische Objekte in den Bestand eingehen. Ein Grossteil der Sammlung dokumentiert das Ausstellungsprogramm und bildet auf diese Weise ein physisches Archiv von internationalen Werken und Werkgruppen ab 1960 bis in die unmittelbare Gegenwart.  

Mit Werken von: John Baldessari, Lewis Baltz, Becky Beasley, Besma Ben Said, Suky Best, Daniele Buetti, Hannah Collins, Antje Dorn, ETH Zurich Urban-Think Tank, Jan Paul Evers, Valie Export, Nicolas Faure, Hal Fischer, Seiichi Furuya, Thomas Galler, Luigi Ghirri, Nan Goldin, Paul Graham, Tina Hage, Roni Horn, David Horvitz, Peter Hujar, Graciela Iturbide, Paul Albert Leitner, Sherrie Levine, Gordon Matta-Clark, Boris Mikhailov, Mark Morrisroe, Kristina Ollek, Onorato & Krebs, Hirsch Perlman, Walter Pfeiffer, Peter Piller, Max Pinckers, Pipilotti Rist, Guadalupe Ruiz, Adrian Sauer, Bruno Serralongue, Fazal Sheikh, Dayanita Singh, Alec Soth, Joel Sternfeld, Christer Strömholm, Sturtevant, Diana Tamane, Shōmei Tōmatsu, Bertien van Manen, Hannah Villiger, Jeff Weber, Christopher Williams und Bruno Zhu 

Ausgewählt von: Laia Abril, Emma Bowkett, Melanie Bühler, Beate Eckhardt, Patrick Frey, Marta Gili, Martin Heller, Rainer Iglar, Nicole Kurmann, Zoe Leonard, Irene de Mendoza, Yann Mingard, Andreas Reinhart, Michael Ringier, Esther Ruelfs, Gudrun Ruetz, Wilhelm Schürmann, Aveek Sen, Shirana Shahbazi, Dorothea Strauss, David Streiff, Jan Wenzel, Trix Wetter, Francesco Zanot, Mara Züst und Nadine Wietlisbach

(Text: Fotomuseum)

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Ausstellung | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Okt
19
zu 21. Dez.

Ausstellung | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur

  • Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie (Karte)
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Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
19. Oktober - 21. Dezember 2018

Äussere Unordnung
Andrzej Steinbach


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Andrzej Steinbach wurde 1983 in Czarnkow in Polen geboren und wuchs in Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz auf. Sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig absolvierte er in der Klasse für Fotografie 2013 mit dem Diplom und 2017 mit dem Meisterschülerabschluss. Aktuell lebt und arbeitet er in Berlin. Steinbach ist ausserdem Träger des Bundespreises für Kunststudierende 2017/2018. 2015 war er bereits anlässlich der Präsentation Situations #16 im Fotomuseum Winterthur präsent. Seither befinden sich sieben fotografische Arbeiten in der Sammlung des Museums. 

Die Fotografien und Objekte von Andrzej Steinbach wecken einen Geist des Widerstands, der ohne sichtbaren Gegner auftritt und sich zuerst einfach nur als ästhetische Form präsentiert. Im Licht der aktuellen Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Chemnitz, der Heimatstadt von Steinbach, erfährt die in Winterthur gezeigte Arbeit eine ungeahnte Aktualisierung. In ihrer räumlichen Konstellation erschliessen sich nach und nach Fotografie und Skulptur und eröffnen eine politische Lesart. So treffen z.B. an Demonstrationen erinnernde Werkzeuge oder Utensilien auf in Street-Style-Fashion gekleidete Models. Hoodys und Sweat Pants, Bomberjacken oder wahlweise Militärcamouflagejacken mit deutschen Flaggenaufnähern, getragen von desinteressiert oder cool vor der Kamera agierenden Jugendlichen, sind nicht selten Motive seiner Fotografien. Transportiert hier der Künstler eine Melancholie gegenüber dem Verlust der Rebellion?  

Zwei sich in der Ausstellung befindende Arbeiten seien hier kurz beschrieben: Das militante Potential einer Fotografie – sie zeigt gänzlich unprätentiöse Objekte wie einen Schallplattenspieler mit zerkratztem Plexiglasdeckel, eine Lonsdale-Jacke, Zigaretten und allerhand Krimskrams – erschliesst sich erst mit dem Wissen, dass es sich um den Plattenspieler Andreas Baaders handelt, der ihm im Gefängnis in Stammheim als Waffenversteck diente. Auf einem sich tatsächlich in der Ausstellung befindenden Plattenspieler werden die auf Vinyl aufgenommenen Namen aller Mitglieder der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion aufgezählt. Zusätzlich im Raum findet sich ein Eigenbau-Schlagstock, der für eine Demo aus einer Strebe eines Einkaufswagens der Supermarktkette "Hit" (auf Englisch Schlag) gebastelt wurde.  

Andrzej Steinbach geht es um die Frage, wie nach dem umfänglichen Siegeszug eines glatten Warenpiktorialismus Uneindeutigkeit und politischer Nonkonformismus wieder bildnerisch transportiert werden können.

(Text: Alexandra Blättler)

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