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Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
16
zu 23. Juni

Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich

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Museum für Gestaltung | Zürich
16. November 2018 - 23. Juni 2019

Genesis
Sebastião Salgado


Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Ausstellung | Freilebende Pferde - Markus Saxer | Le Roselet | Les Breuleux
Jan
19
zu 14. Juli

Ausstellung | Freilebende Pferde - Markus Saxer | Le Roselet | Les Breuleux


Le Roselet | Les Breuleux
19. Januar - 14. Juli 2019

Fotografien freilebender Pferde
Markus Saxer  


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Markus Saxer ist ein Schweizer Fotograf, der es auf faszinierende Weise versteht, Fotografie auf das Wesentliche zu reduzieren. Seine Bilder wirken als Ganzes – schlicht und doch unglaublich ausdrucksstark. Seine Umsetzung in Schwarz-Weiss verstärkt die Wirkung noch zusätzlich. 

Die Fotos entstehen bei Begegnungen mit freilebenden Pferden in den Naturreservaten von Spanien, Bosnien, Namibia, Island und Frankreich. Es entstehen faszinierende Momentaufnahmen vom Verhalten der Pferde. Markus Saxers Liebe zu und Vertrautheit mit Pferden lässt sich auch in seinen Fotografien erahnen. Wichtig ist ihm beim Fotografieren, dass die Tiere in ihrem natürlichen Sozialverhalten nicht gestört werden. Er erzählt: "Oft schaue ich den Tieren bewundernd zu und vergesse dabei ganz, den Auslöser der Kamera zu betätigen."

(Text: Ann Schär, Stiftung für das Pferd)

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Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg
Mär
2
zu 16. Juni

Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
2. März - 16. Juni 2019

Der Maler als Fotograf
Ernst Ludwig Kirchner


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Das Kirchner Museum Davos verfügt über einen umfangreichen Bestand an Glas- und Zellulose-Negativen von Ernst Ludwig Kirchner aus der Zeit von 1908–1938. Die fotografische Sammlung des Museums umfasst etwa 1500 Werke, zu denen neben den Negativen auch Vintage Prints und Modern Prints gehören. In den Jahren 2015-2016 wurde die Erschließung des gesamten fotografischen Bestands umgesetzt. Sämtliche Negative wurden digitalisiert und von jedem Negativ wurden hochwertige Silbergelatine-Abzüge in Museumsqualität hergestellt. Damit sind die Voraus-setzungen geschaffen worden, um Kirchners vielfältigen und teilweise experimen-tellen Umgang mit dem fotografischen Medium in seiner ganzen Breite aufzeigen zu können.

Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von ca. 300 fotografischen Werken und präsentiert Beispiele aus allen Genres, in denen sich Kirchner betätigt hat: von Akten und Atelierszenen über Porträts bis hin zu Landschaften und Sachfotografien. Obwohl Kirchner sich nicht als Foto-Künstler verstand, schöpfte er doch die Möglichkeiten des fotografischen Mediums umfänglich aus. Die Fotografie war für ihn ein Instrument der künstlerischen Findung und Erfindung; zugleich spiegelt sich in seiner Kunst die Vorstellung einer Inventarisierung der Welt im Lichtbild. Die Ausstellung bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks in Kirchners Werk und zeigt erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kirchner Museum Davos.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Lena Nievers, Kuratorin für moderne Kunst, Museum der Moderne Salzburg

(Text. Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt
Mär
8
zu 30. Juni

Ausstellung | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt

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México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019

México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019


Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von GRACIELA ITURBIDE. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Memorial Award, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erhältlich: GRACIELA ITURBIDE. Mit Texten von Marta Dahó, Juan Villoro und Carlos Martín García. 2018, Fundación MAPFRE, Madrid; Englisch, 292 S., ISBN-10: 8417047700. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Ausstellung | Giostre! Storie, Immagini, Giochi | Palazzo Roverella | Rovigo
Mär
23
zu 30. Juni

Ausstellung | Giostre! Storie, Immagini, Giochi | Palazzo Roverella | Rovigo


Palazzo Roverella | Rovigo
23. März - 30. Juni 2019

Giostre! Storie, Immagini, Giochi


Car ride at a childrens amusement | Bruno Barbey

Car ride at a childrens amusement | Bruno Barbey


"Die Polesine, so der Präsident der Stiftung, Prof. Gilberto Muraro, war schon immer ein Land der Fahrgeschäfte und Karussells. Hier, und insbesondere im Gebiet von Bergantino, werden Karussells für Vergnügungsparks und Fahrgeschäfte auf der ganzen Welt gebaut. Und mit dem Museum des Tjost und der Volksausstellung von Bergantino verbindet unsere Ausstellung auf ideale Weise. In einer komplementären Verbindung: Das Museum untersucht die Vergangenheit einer großen Tradition. Die Ausstellung liest das Thema des Karussells in einem sozialen Schlüssel und stützt sich dabei auf große Fotografen und große Künstler, die in ihren Werken gesunken sind. Tatsächlich bietet die Ausstellung Bilder von großen und kleinen Fahrgeschäften, wie sie vor allem in der Fotografie, aber auch in der Malerei, Grafik, in den vielen Spielzeugen, in den Modellen, bis hin zu den Musikdosen dargestellt wurden. Außerdem werden "Stücke" alter Fahrgeschäfte wie Orgeln und Holzpferde ausgestellt. Die Struktur des Karussells ist in der Tat in tausend Formen von außergewöhnlichem mechanischem Spielzeug für Kinder, aber auch für Erwachsene, mit gegliederten und verschiedenen Formen, manchmal Carillons, manchmal Uhren und Ornamenten, die im Laufe der Zeit zu Sammelobjekten geworden sind, weit verbreitet.

Der große Teil der Fotografien umfasst Werke von mehr als sechzig bedeutenden Fotografen vom 19. Jahrhundert bis heute. Darunter die Bilder von Celestino Degoix und Arnoux aus dem 19. Jahrhundert, die von Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Eugène Atget und Frères Seeberger, die Fotografien der 1940er und 1960er Jahre von Henri Cartier Bresson, Mario Cattaneo, Cesare Colombo, Bruce Davidson, Robert Doisneau, Eliot Erwitt, Izis, Mario Giacomelli, Paolo Monti, Willy Ronis, Lamberto Vitali, David David; für die Gegenwart, die Bilder von Bruno Barbey, Gabriele Basilico, Olivo Barbieri, John Batho, René Burri, Stefano Cerio, Raymond Depardon, Luigi Ghirri, Paolo Gioli, Guido Guidi, Jitka Hanzlovà, Guy Le Querrec, Raffaela Mariniello, Bernard Plossu, Pietro Privitera, Francesco Radino, Ferdinando Scianna.

Die Ausstellung wird durch eine Auswahl wichtiger Gemälde und Poster von Dorffesten und Volksfesten bereichert. Wichtige Installation des zeitgenössischen Künstlers Stephen Wilks "Donkey Roundabout" und der Film von Adriano Sforza "Jodi delle giostre", Gewinner des David di Donatello 2011.

Shopping Mall | Martin Parr

Shopping Mall | Martin Parr

“Il Polesine, anticipa il Presidente della Fondazione, prof. Gilberto Muraro, è da sempre terra di giostre e giostrai. Qui, e in particolare nel territorio di Bergantino, vengono realizzate giostre destinate ai parchi di divertimento e agli spettacoli viaggianti di tutto il mondo. Ed è con il Museo della Giostra e dello Spettacolo Popolare di Bergantino che questa nostra mostra idealmente si coniuga. In una unione complementare: il Museo indaga il passato di una grande tradizione. La mostra legge il tema della giostra in chiave soprattutto sociale, affidandosi a grandi fotografi e a grandi artisti che l’hanno declinato nelle loro opere”. In mostra, infatti, vengono proposte immagini di giostre grandi e piccole, così come sono state raffigurate soprattutto in fotografia, ma anche in pittura, grafica, nei numerosissimi giocattoli, nei modellini, fino ai carillon. Presenti in mostra anche “pezzi” di antiche giostre come organi e cavalli di legno. La struttura della giostra è stata infatti ampiamente rappresentata in mille forme di straordinari giocattoli meccanici per bambini ma anche per adulti, dalle forme articolate e varie, talvolta carillon, talvolta orologi e soprammobili, divenuti nel tempo oggetto di collezionismo.

L’ampia sezione di fotografie comprende opere di più di sessanta importanti fotografi dall’Ottocento a oggi. Tra questi, le immagini ottocentesche di Celestino Degoix e di Arnoux; quella della Parigi dell’inizio del Novecento di Eugène Atget e dei Frères Seeberger; le fotografie degli anni Quaranta-Sessanta di Henri Cartier Bresson, Mario Cattaneo, Cesare Colombo, Bruce Davidson, Robert Doisneau, Eliot Erwitt, Izis, Mario Giacomelli, Paolo Monti, Willy Ronis, Lamberto Vitali, David Seymour; per l’epoca contemporanea, le immagini di Bruno Barbey, Gabriele Basilico, Olivo Barbieri, John Batho, René Burri, Stefano Cerio, Raymond Depardon, Luigi Ghirri, Paolo Gioli, Guido Guidi, Jitka Hanzlovà, Guy Le Querrec, Raffaela Mariniello, Bernard Plossu, Pietro Privitera, Francesco Radino, Ferdinando Scianna.

La mostra è arricchita da una selezione di importanti opere pittoriche e da manifesti di fiere di paese e sagre popolari. Importante l’installazione dell’artista contemporanea Stephen Wilks “Donkey Roundabout” e il film di Adriano Sforza “Jodi delle giostre”, vincitore del David di Donatello 2011.

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Ausstellung | Über Leben am Land | Kunst Haus Wien
Mär
23
zu 25. Aug.

Ausstellung | Über Leben am Land | Kunst Haus Wien


Kunst Haus Wien
23. März - 25. August 2019

Über Leben am Land

Toni Amengual, Iris Andraschek, Miia Autio, Anatoliy Babiychuk, Peter Braunholz, Heinz Cibulka, Philipp Ebeling, Petros Efstathiadis, Bernhard Fuchs, Patrick Galbats, Anne Golaz, Nilbar Güres, Laura Henno, Anna Jermolaewa, Joel Karppanen, Paul Kranzler, Paul Albert Leitner, Igor Samolet, Eva Szombat, Tara Wray


White River Junction, Vermont, USA, aus der Serie Too Tired for Sunshine, 2015 © Tara Wray

White River Junction, Vermont, USA, aus der Serie Too Tired for Sunshine, 2015 © Tara Wray

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren SoziologInnen überzeugt, dass sich mit zunehmender Mobilität, spätestens mit dem Einzug des Internets in unseren Alltag, die Lebensformen des ländlichen und städtischen Raums immer mehr angleichen würden. Man sprach von der „Urbanisierung des Landes“. Ein Leben im Einfamilienhaus mit Gemüsegarten und gleichzeitigem Anschluss an die globale Kommunikation und Interaktion schien zum Greifen nahe. Durch das Internet kann man heute selbst am entlegensten Bauernhof der Eröffnung der Met Gala ebenso folgen wie den Tweets internationaler TopjournalistInnen, und neueste Musiktrends brauchen auch nicht mehr Jahre, um in der Provinz zu erschallen. Der Unterschied zwischen urbanen und ländlichen Lebenswelten scheint sich gegenwärtig allerdings eher zuzuspitzen, als dass er sich aufhebt: Auf der Suche nach Arbeit ziehen immer noch mehr Menschen vom Land in die Stadt als umgekehrt. Zurück bleiben oft Gemeinden mit vorwiegend alten und bildungsfernen Bevölkerungsschichten, ohne Postamt, Supermarkt oder Bank und mit nur geringen Aussichten auf Beschäftigung. Die abgelegenen, strukturschwachen Regionen driften politisch nach rechts, wie aktuelle Wahlergebnisse in Europa und den USA zeigen.

Dennoch wird das Leben auf dem Land von vielen GroßstädterInnen als geradezu paradiesischer Zufluchtsort idealisiert. Geträumt wird von Ruhe, innerer Einkehr, einem Leben im Einklang mit der Natur. Die sogenannte Provinz verspricht ein idyllisches Leben, abseits von Hektik und Konsumzwang des urbanen Ballungsraums. Der Trend geht zum Zweitwohnsitz in der Natur. Mit dem wirklichen Leben am Land hat die Stippvisite am Wochenende allerdings nur wenig zu tun.

Es scheint notwendig, das Leben am Land einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, stereotype Bilder zu identifizieren und die greifbare Realität dessen, was ist, von idealisierten 2 Vignetten dessen, was vielleicht sein könnte, zu unterscheiden. „Die Auseinandersetzung mit dem Dörflichen und Ländlichen hat in der jüngeren Vergangenheit eine Renaissance, aber die dabei produzierten Dorfbilder und die Dorfwirklichkeit liegen mitunter weit auseinander“, hält eine unlängst verfasste Studie des Fachbereichs Soziologie an der Universität Trier fest. „Was zunächst einmal auffällt, ist eine Idealisierung des Landlebens. Ob in Wohnzeitschriften, Backbüchern, Telenovelas oder auf Lebensmittelverpackungen – allseits trifft man auf Bilder der Dorf- und Heimatromantik, das Lob der Schönheit und der Vorzüge des Landlebens. Mehr oder weniger direkt macht dieser Agrarromantizismus Anleihen bei einer pauschalisierenden und polarisierenden Stadtkritik, wonach die städtische Lebenswirklichkeit ungesund, Anomie fördernd oder sogar dissozial sei, die Verhältnisse auf dem Land dagegen als gesund, harmonisch und geordnet angesehen werden.“

Die Ausstellung Über Leben am Land im KUNST HAUS WIEN vereint fotografische Positionen, die sich auf dokumentarische, inszenierende und bisweilen sehr persönliche Weise den unterschiedlichen Gesichtern der Provinz in Europa und den USA annähern. Als ländliche Topographien zeigen sich die fotografischen Bildgeschichten und sind dabei analytisch, poetisch, real und surreal, fröhlich, komisch, melancholisch und bisweilen tragisch, nie objektiv oder vollständig.

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Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf
Mär
29
zu 7. Juli

Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
29. März - 7. Juli 2019

Two Rivers
Joachim Brohm und Alec Soth


Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Zwei Fotografen, zwei Flüsse: Vom 29. März bis 7. Juli 2019 präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf mit „Two Rivers“ die wichtigsten fotografischen Werkgruppen des deutschen Künstlers Joachim Brohm und des US-Amerikanischen Fotografen Alec Soth. In einer Weltpremiere vereint die Ausstellung Werke aus insgesamt zehn Serien, unter anderem Alec Soth’ Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ und Joachim Brohms berühmte „Ruhr“-Serie.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Alec Soth’ Serie „Sleeping by the Missisippi“ und Joachim Brohms Serie „Ruhr“, die beide Menschen an der Peripherie des Flusses porträtieren. Brohm, der an der Folkwang Hochschule studierte, ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt. Soth steht als lyrischer Dokumentarfotograf in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Was die beiden verbindet, ist ein dokumentarisch-künstlerischer Blick, der sie als sensible Dokumentaristen ihres sozialen Umfeldes ausweist. Die Ausstellung versammelt insgesamt zehn Werkgruppen der beiden Fotografen, neben den bekannten Serien an der Ruhr und am Mississippi werden weltweit zum ersten Mal auch Joachim Brohms seltene Porträts und ein neues Werk von Alec Soth gezeigt.

Alec Soth gehört seit seinem ersten Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ aus dem Jahre 2004 zu den wichtigsten Fotografen der internationalen Fotoszene. Soth ist bildender Künstler, Magnum-Fotograf, Blogger, Verleger und Pädagoge. Er erforscht die vielen verschiedenen Formen der Fotografie und wie sie sich in der Welt präsentieren. Als lyrischer Dokumentarfotograf - in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld - sieht sich Soth in erster Linie als amerikanischer Fotograf. Die Landschaften der USA, der majestätische Mississippi, die donnernden Niagarafälle, die weiten und offenen Wüsten, die kleinen Städte und Vororte: Alle haben die Struktur und den Rahmen für seine poetischen Studien über das amerikanische Leben geschaffen. Neben „Sleeping by the Mississippi“ (2004) werden vor allem Werke aus den Serien „Niagara“ (2006) und „Songbook“ (2014) gezeigt.

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt und maßgeblich an der Entwicklung der Fotografie als Kunstform seit den 1980er Jahren beteiligt war. In seiner ersten, international viel beachteten Serie „Ruhr“ (1980-1983) dokumentierte er das Freizeitverhalten der Menschen am Ufer der Ruhr. Brohm gehört neben den Fotografen der Düsseldorfer Fotoschule zu den wichtigsten Fotokünstlern in Deutschland. In seinen oft dokumentarisch geprägten Arbeiten setzt er sich vor allem mit den Strukturen der Stadtentwicklung und der Stadtperipherie - mit allen sozialen, soziologischen, ökonomischen und kulturellen Implikationen - auseinander. Künstlerisch ausgebildet und geprägt wurde er an der Folkwang Hochschule in der Tradition von Otto Steinert und Michael Schmidt, aber auch durch sein Fulbright Stipendium an der Ohio State University, an der er Fotografie bei Allan Sekula studierte. Neben Brohms Frühwerk „Typology“ (1979), in dem er im Stil von Bernd und Hilla Becher die typologischen Besonderheiten von Kleingärten dokumentierte, präsentiert die Ausstellung auch Arbeiten aus seinem amerikanischen Werk „Ohio“, der „Ruhrstadt“ (1988-92), „Areal“ (1992-2002) und „Culatra“ (2008-2010). Als Premiere werden erstmals die seltenen Portraits aus Ohio gezeigt. Bis heute lehrt Joachim Brohm Fotografie an der HBG - Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

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Ausstellung | Generation Wealth - Lauren Greenfield | Deichtorhallen | Hamburg
Mär
30
zu 23. Juni

Ausstellung | Generation Wealth - Lauren Greenfield | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
30. März - 23. Juni 2019

Generation Wealth
Lauren Greenfield


Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the club, Atlanta, 2015. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield

Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the club, Atlanta, 2015. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield


Die Ausstellung GENERATION WEALTH der preisgekrönten Filmemacherin und Fotografin Lauren Greenfield zeigt das heutige, allgegenwärtige Streben nach Status, Schönheit und Reichtum. Die Schau wird im Haus der Photographie der Deichtorhallen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein. 

Die Dokumentarfotografin Lauren Greenfield wuchs in den 70er und 80er Jahren in Venice auf, einem sehr rauen Viertel in Los Angeles. In den frühen 90er Jahren begann sie mit dem Fotografieren von Kindern aus Privatschulen, wo die sozialen Sitten der privat gebildeten Teenager Hollywoods von üppigen Partys, teuren Autos und Designerhandtaschen definiert und geprägt wurden. Greenfield erkannte, dass das Verlangen nach Geld, Prominenz, Schönheit und Sexualkapital zu einer alles umfassenden Besessenheit für Menschen jeden Alters und jeder Klasse, unabhängig von der Nationalität, geworden war.

Die Ausstellung GENERATION WEALTH ist das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Arbeit Lauren Greenfields und zeigt auf einzigartige Weise, wie sich die Suche nach materiellen Gütern und sexuellem Kapital im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt entwickelt hat. Die Ausstellung GENERATION WEALTH umfasst mehr als 150 Fotos aus den USA, Brasilien, Kanada, Dubai, den Philippinen, Frankreich, Hongkong, Irland, Island, China, Mexiko und Russland sowie eine Reihe von Interviews und Kurzfilmen. Dabei geht es bei GENERATION WEALTH nicht um die Reichen an sich, sondern um den Wunsch, um jeden Preis reich zu sein. In der Ausstellung wird auch der Dokumentarfilm Generation Wealth gezeigt, der u.a. ds Sundance Filmfestival in den USA 2018 eröffnete.

Das Begleitbuch Generation Wealth, das im Frühjahr 2017 von Phaidon veröffentlicht wurde, hat begeisterte Kritiken erhalten und wurde von der Creative Review und der London Times zum »Photography Book of the Year« gewählt.

Diese Ausstellung wurde vom Annenberg Space for Photography, Los Angeles produziert und dort erstmalig gezeigt. Die international Tournee führt über das International Center of Photography in New York, das Nobel Peace Center in Oslo und das Fotomuseum Den Haag jetzt nach Hamburg.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Ausstellung | Sonne halt! | Museum der Moderne | Salzburg
Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Sonne halt! | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Sonne halt!


Ferry Radax,  Sonne halt! , 1959/1962, 2 Standbilder, Silbergelatineabzüge auf Barytpapier, montiert auf Karton, Museum der Moderne Salzburg

Ferry Radax, Sonne halt!, 1959/1962, 2 Standbilder, Silbergelatineabzüge auf Barytpapier, montiert auf Karton, Museum der Moderne Salzburg

Gemeinsam entwickelten der Schriftsteller Konrad Bayer (1932–1964) und der Filmemacher Freddy Radax (1932) zu Beginn der 1960er-Jahre den Avantgardefilm Sonne halt! Bayer spielt darin die Hauptrolle, eine Doppelfigur aus Dandy und Matrose, der mit einem Gewehrschuss die Sonne zur Explosion bringt und damit die Sicht auf die Dinge verändert. Radax Auffassung von Film, als sich ständig in Bewegung befindendes Material, ergänzt der Schriftsteller Bayer mit Textpassagen aus seinem unvollendeten Roman der sechste sinn zu einem „Filmgedicht“.

Kuratorin: Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne  | Salzburg
Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Der fotografische Mensch
Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes


Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Die Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes werden in einer Auswahl gezeigt, um die Entwicklung des Sammlungsbestands öffentlich zu machen und das besondere Gewicht dieser Sammlung für das Museum der Moderne Salzburg zu unterstreichen.

Kuratorinnen: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, mit Andrea Lehner-Hagwood, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne)

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Ausstellung | Bauhaus und Fotografie - Zum neuen Sehen der Gegenwartskunst | Museum für Fotografie | Berlin
Apr
11
zu 25. Aug.

Ausstellung | Bauhaus und Fotografie - Zum neuen Sehen der Gegenwartskunst | Museum für Fotografie | Berlin

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Museum für Fotografie | Berlin
11. April - 25. August 2019

Bauhaus und Fotografie - Zum neuen Sehen der Gegenwartskunst
László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Man Ray, Jan Tschichold, Hedda Walther, Florence Henri, Hans Robertson, Erich Consemüller, Thomas Ruff, Dominique Teufen, Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson, Max de Esteban, Viviane Sassen, Stephanie Seufert, Kris Scholz, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Antje Hanebeck, Douglas Gordon und anderen


Stefanie Seufert owers Option #2, Just Yellow, Atlas Grey, Dark Aubergine, 2016 Fotogramm / Farbpapier Courtesy Stefanie Seufert © Stefanie Seufert

Stefanie Seufert owers Option #2, Just Yellow, Atlas Grey, Dark Aubergine, 2016 Fotogramm / Farbpapier Courtesy Stefanie Seufert © Stefanie Seufert


Aus Anlass des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses eröffnet die Ausstellung einen Dialog zwischen der Foto-Avantgarde um 1930 und der zeitgenössischen Kunst.

Das Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Wie tragen dessen Neuerungen auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen und ästhetischer Konzepte bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler? Die Ausstellung konfrontiert Arbeiten von u.a. László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Man Ray, Jan Tschichold, Hedda Walther, Florence Henri, Hans Robertson und Erich Consemüller mit Werkgruppen von Thomas Ruff, Dominique Teufen, Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson, Max de Esteban, Viviane Sassen, Stephanie Seufert, Kris Scholz, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Antje Hanebeck und Douglas Gordon.

Dialog zwischen historischem Ereignis und Gegenwart
Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Die Berliner Station wurde damals von der Kunstbibliothek ausgerichtet. Der ungarische Künstler László Moholy-Nagy (1895-1946), der sich bereits mit seinen experimentellen Fotoarbeiten einen Namen gemacht hatte, kuratierte jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie. Dem Bauhaus-Künstler lag daran, programmatisch das Neue Sehen in der Fotografie zu untersuchen. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station als szenografische Reproduktion präsentiert. Ergänzt werden die Rekonstruktionen durch zahlreiche Vintage Prints aus den Beständen der Kunstbibliothek und eine Präsentation von Filmen der 1920er-Jahre. In Kombination mit fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern eröffnet die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart.

Studierende präsentieren Entwürfe
Einen Blick nach vorne werfen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg, die ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe präsentieren, die auch elektronische und digitale Medien mit einbeziehen.

Die Schau ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem NRW-Forum Düsseldorf und der Kunsthalle Darmstadt, gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes, vom NRW-Forum Düsseldorf, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und von der Hochschule Darmstadt.

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Ausstellung | Intramontabili Eleganze. Dior a Venezia nell'archivio Cameraphoto | Villa Pisani Museo Nazionale | Stra
Apr
12
zu 3. Nov.

Ausstellung | Intramontabili Eleganze. Dior a Venezia nell'archivio Cameraphoto | Villa Pisani Museo Nazionale | Stra

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Villa Pisani Museo Nazionale
12. April - 3. November 2019

Intramontabili Eleganze. Dior a Venezia nell’archivio Cameraphoto


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1951, ein magisches Jahr für Venedig. Die faszinierendsten Ansichten der Stadt sind Co-Protagonisten der Landschaft, die auf der ganzen Welt die Vorschläge des beliebtesten Schneiders der Gegenwart verbreiten: Christian Dior. Und im selben Jahr, am 3. September, wird im Palazzo Labia, dem von Don Carlos de Beistegui y de Yturbe gewünschten Bal Oriental, der am 3. September den "Ball des Jahrhunderts" feiert, der von den 5 Kontinenten tausend Protagonisten des Jet-Sets anzog. Ein Maskenball, an dem Dior mit Dalì, dem sehr jungen Kardin, Nina Ricci und anderen als Schöpferin der Kostüme für die illustren Gäste beteiligt war. Ein Ereignis, das in der Welt die Pracht des venezianischen 18. Jahrhunderts widerspiegeln wird.

Stille Zeugen beider Ereignisse waren die Fotografen von Cameraphoto, der venezianischen Fotoagentur, die 46 von Dino Jarach gegründet wurde, der in jenen Jahren alles Besondere, was in Venedig und darüber hinaus geschah, "abdeckte" und dokumentierte.

Auf Wunsch von Vittorio Pavan, derzeitiger Kurator des beeindruckenden Archivs der Kamerafotografie (allein der historische Teil hat mehr als 300.000 Kartennegative) und Daniele Ferrara, Direktor des Polo Museale Veneto, werden die Bilder dieser beiden historischen Ereignisse der Öffentlichkeit präsentiert. Um sie wieder zum Vorschein zu bringen, wurde ein außergewöhnlicher Ort gewählt, die Villa Nazionale Pisani in Stra, der "Königin" der venezianischen Villen, die, und das ist kein Zufall, mit wunderbaren Fresken von Giambattista Tiepolo verziert ist. Künstler, der von den Decken des Palazzo Labia aus das denkwürdige Festival von 1951 dominierte.

Pavan hat für diese Ausstellung 40 Bilder aus der von Christian Dior in Venedig inszenierten Sammlung ausgewählt. In diesen Jahren präsentierte jede Modenschau knapp 200 Modelle, die sorgfältig zwischen leicht tragbarer und anspruchsvoller Kleidung abgestimmt waren. Dior war die Schutzgottheit der Nachkriegsmode. Seine Sammlungen wurden in der Welt erwartet und umstritten. Es wird geschätzt, dass nur zu sehen (und zu kaufen) seine Vorschläge über den Ozean flogen, jedes Jahr, 25 Tausend Menschen. Jeder Linienwechsel (und jede Saison eine) wurde mit Begeisterung und heftiger Kritik aufgenommen, je nachdem, ob er zu seinem "Clan" oder zu gegensätzlichen Interessen gehörte. Auf jeden Fall konnte keine Frau, die modisch sein wollte, das Diktat des Pariser Couturiers der Avenue Montaigne ignorieren, eines Hauses, das vor 5 Jahren geboren wurde und bereits über tausend Menschen beschäftigte. Ihr neuer Look entwickelte sich von Saison zu Saison. 1950 führte sie die Vertikale Linie ein, 1951 - wie die in der Villa Pisani gezeigten Bilder dokumentieren - konnte sich die Frau nur in Oval kleiden: abgerundete Schultern und Raglanärmel, Stoffe, die zu einer zweiten Haut geformt wurden. Eine unverzichtbare Ergänzung, der Hut, zu dem Dior in diesem Jahr inspiriert wurde, durch die Kopfbedeckung der Kulissen und damit durch den chinesischen Stil. Für den Herbst schuf er stattdessen die Linie "Princesse", in der das Leben die Illusion erweckte, sich bis unter die Brust zu erstrecken: In den Bildern von Cameraphoto kleideten sich die schönen Models als Dior-Duett mit Venedig. Kanäle, Kirchen, Paläste sind nie ein reiner Hintergrund, sondern Protagonisten auf Augenhöhe mit den Kreationen des großen Schneiders.

Der zweite Kern dieser faszinierenden Ausstellung ist dem Großen Ball des Palazzo Labia gewidmet, dem gesellschaftlichen Ereignis des Jahrhunderts. Für den mythischen 3. September in Venedig kam die ganze schöne Welt. Don Carlos' Einladung, im Volksmund bekannt als Il Conte di Montecristo, erreichte tausend Menschen. Dior, mit einer Gruppe junger Schneider und Dalì, war damit beschäftigt, die faszinierendsten Kleider zu kreieren, die alle an das achtzehnte Jahrhundert von Goldoni und Casanova erinnern. Kostüme für Menschen, aber auch für Windhunde und andere Hunde, die oft ihre Herren begleiteten. Die Fackeln, die in der mythischen Nacht die Herzöge von Windsor, die Großen von Spanien, den Aga Khan III, den König Faruq von Ägypten, Winston Churchill, viele gekrönten Häupter, Prinzen und Prinzessinnen, Legionen von Millionären, Künstler wie Fabrizio Clerici und Leonor Fini beleuchteten, Designer wie Balenciaga und Elsa Schiapparelli, Protagonisten des Jetsetsets wie Barbara Hutton, Diana Cooper, Orson Welles, Daisy Fellowes, Cecil Beaton (dessen von Life veröffentlichte Bilder die Welt zum Träumen brachten), Polignac und Rothschild. Um sie willkommen zu heißen, inmitten von Wolken von Tänzern und Harlekins, dominierte der Vermieter, der auf 40 Zentimeter hohen Plattformen als Sonnenkönig gekleidet ging. Er war der Erbe eines immensen Vermögens, das in Mexiko geschaffen wurde. Er lebte zwischen Paris, wo er ein von Le Courbusier entworfenes und von Salvador Dali dekoriertes Haus und ein Landschloss besaß. Er hatte den Palazzo Labia gekauft und restauriert und bot ihn nun seinen Freunden an.

Die Ausstellung soll daher zur Aufwertung des Fotoarchivs von Kamerafoto beitragen, das vom Ministerium für Kulturerbe und Aktivitäten als außerordentlich interessant erklärt wurde und ein unschätzbares Erbe für den Reichtum und die Vielfalt der Bilder, aus denen es besteht, darstellt. Zu diesem Zweck wurde der Kern der Fotografien ausgewählt, die die Kleidung eines der genialsten Designer darstellen.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator


1951, un anno magico per Venezia. Gli scorci più intriganti della città sono coprotagonisti dalla campagna che in tutto il mondo diffondeva le proposte di quello che è il sarto più popolare del momento: Christian Dior. E, nello stesso anno, il 3 settembre si celebra a Palazzo Labia il “Ballo del Secolo”, quel Bal Oriental voluto da Don Carlos de Beistegui y de Yturbe, che richiamò dai 5 continenti un migliaio di protagonisti del jet set. Un ballo in maschera che impegnò Dior, con Dalì, il giovanissimo Cardin, Nina Ricci e altri, in veste di creatore dei costumi per gli illustrissimi ospiti. Un evento che riverberò nel mondo i fasti del Settecento Veneziano.  

Silenziosi testimoni di entrambi gli eventi furono i fotografi di Cameraphoto, l’agenzia fotografica veneziana fondata nel ’46 da Dino Jarach, che in quegli anni “copriva” e documentava tutto ciò che di speciale accadeva a Venezia e non solo. 

Per volontà di Vittorio Pavan, attuale conservatore dell’imponente Archivio di Cameraphoto (la sola parte storica vanta oltre 300 mila negativi schedati) e di Daniele Ferrara, Direttore del Polo Museale Veneto, le immagini di quei due storici avvenimenti vengono esposte al pubblico. Per farle riemergere si è scelta una location straordinaria, Villa Nazionale Pisani a Stra, la “Regina” delle Ville Venete, che, e non è un caso, è impreziosita da meravigliosi affreschi di Giambattista Tiepolo. Artista che dominò, dai soffitti di Palazzo Labia, la memorabile festa del 1951.  

Pavan, per questa mostra, ha selezionato 40 immagini della collezione messa in scena a Venezia da Christian Dior. In quegli anni, ogni sfilata presentava poco meno di 200 modelli, attentamente calibrati tra capi facilmente vestibili e altri più impegnativi. Dior era il nume tutelare della moda di quel dopoguerra. Le sue collezioni erano attese e contese nel mondo. Si valuta che solo per vedere (e acquistare) le sue proposte sorvolassero l’Oceano, ogni anno, 25 mila persone. Ogni suo cambiamento di linea (e ogni stagione ne imponeva uno) veniva accolto con entusiasmo e con critiche feroci, a seconda se si appartenesse al suo “clan” o ad intessi contrapposti. In ogni caso, nessuna donna che volesse essere alla moda poteva ignorare i dettami del couturier parigino di Avenue Montaigne, una Maison che, nata da appena 5 anni, impegnava già oltre un migliaio di collaboratori. Il suo New look si evolveva stagione dopo stagione. Nel 1950 aveva imposto la Linea Verticale, nel ’51 – come documentano le immagini esposte in Villa Pisani - la donna non poteva che vestire in Ovale: spalle arrotondate e maniche a raglan, tessuti modellati sino a diventare una seconda pelle. Complemento indispensabile, il cappellino, per cui Dior si ispirò, quell’anno, ai copricapi dei coolies, alla cinese quindi. Per l'autunno, creò invece la linea “Princesse” in cui la vita dava l’illusione di estendersi sino a sotto il seno.Nelle immagini di Cameraphoto le bellissime modelle vestite da Dior duettano con Venezia. Canali, chiese, palazzi non sono mai un puro sfondo ma protagonisti alla pari delle creazioni del grande sarto. 

Il secondo nucleo di questa affascinate mostra è dedicato al Gran Ballo di Palazzo Labia, l’evento mondano del secolo. Per quel mitico 3 settembre a Venezia giunse tutto il bel mondo. L’invito di don Carlos, popolarmente indicato come Il Conte di Montecristo, raggiunse mille persone. Dior, con una schiera di giovani sarti e con Dalì, venne impegnato a creare i più affascinanti abiti, tutti a richiamare il Settecento di Goldoni e Casanova. Costumi per persone ma anche per i levrieri e altri cani che spesso accompagnavano i loro padroni. Le torce quella mitica notte illuminarono  i Duchi di Windsor, i Grandi di Spagna, l’Aga Khan III, il Re Faruq d’Egitto, Winston Churchill, molte teste coronate, principi e principesse, schiere di milionari, artisti come Fabrizio Clerici e Leonor Fini, stilisti come Balenciaga e Elsa Schiapparelli, protagonisti del jet set come Barbara Hutton, Diana Cooper, Orson Welles, Daisy Fellowes, Cecil Beaton (le cui immagini, pubblicate da Life, fecero sognare il mondo), i Polignac, e Rothschild. Ad accoglierli, in mezzo a nuvole di ballerine e Arlecchini, il padrone di casa che, camminando su piattaforme alte 40 centimetri, dominava abbigliato da Re Sole. Lui era l’erede di una immensa fortuna creata in Messico. Viveva tra Parigi, dove possedeva una casa disegnata da Le Courbusier e decorata da Salvador Dalì, e un castello di campagna. Aveva acquistato e restaurato Palazzo Labia ed ora lo offriva ai suoi amici.

L’esposizione pertanto si prefigge l’obiettivo di contribuire alla valorizzazione dell’archivio fotografico Cameraphoto, dichiarato di eccezionale interesse culturale dal Ministero per i beni e le attività culturali, che costituisce un inestimabile patrimonio quanto a ricchezza e varietà delle immagini che lo costituiscono. A tal fine si è scelto il nucleo di fotografie che ritraggono gli abiti di uno degli stilisti più geniali e iconici del mondo della moda il quale, a sua volta, attraverso le sue creazioni, ha consentito di puntare il faro su un frammento della millenaria storia di Venezia, aiutandoci a ricostruire quella memoria collettiva sulla quale si fonda il nostro presente.

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Ausstellung | Nel Mirino | Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Apr
13
zu 7. Juli

Ausstellung | Nel Mirino | Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
13. April - 7. Juli 2019

Nel Mirino. L’Italia e il mondo nell’Archivio Publifoto Intesa Sanpaolo 1939-1981


Pino Musi | Archivio Publifoto

Pino Musi | Archivio Publifoto


Die Ausstellung Nel mirino - L'Italia e il mondo im Archivio Publifoto Intesa Sanpaolo 1939-1981 ist die erste organische Bestandsaufnahme des außergewöhnlichen Erbes der Agentur, die 2015 von der Intesa Sanpaolo erworben wurde, die sie durch ihr historisches Archiv mit Unterstützung von Experten bewahrt, restauriert, studiert und erweitert, wie dies bei der Realisierung dieser Ausstellung der Fall war.

Die von Aldo Grasso und Walter Guadagnini kuratierte Ausstellung, die von CAMERA mit Intesa Sanpaolo im Rahmen von Progetto Cultura, dem dreijährigen Programm der Bank für kulturelle Initiativen, geschaffen wurde, präsentiert einige der wichtigsten Ereignisse der italienischen und internationalen Geschichte und Nachrichten: von der Gründung der Italienischen Republik bis zu den Olympischen Spielen in Rom, vom großen Konzert der Beatles bis zur Mondlandung, in einer Zeitspanne, die von 1939, dem Jahr, in dem Vincenzo Carrese seine Agentur "Publifoto" nennen wollte - 1937 in Mailand unter dem Namen Keystone geboren - bis 1981, dem Jahr des Todes des Gründers. Fast ein halbes Jahrhundert der Ereignisse erzählten etwa zweihundertvierzig Bilder, die von Fotografen der lange Zeit wichtigsten fotojournalistischen Agentur des Landes aufgenommen wurden.

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E’ visitabile fino al 7 luglio la mostra Nel mirino – L’Italia e il mondo nell’Archivio Publifoto Intesa Sanpaolo 1939-1981, prima organica ricognizione sullo straordinario patrimonio dell’Agenzia, acquisito nel 2015 da Intesa Sanpaolo che, attraverso il proprio Archivio storico, lo conserva, restaura, studia e valorizza anche con il supporto di esperti, come è avvenuto in occasione della realizzazione di questa mostra.

Curata da Aldo Grasso e Walter Guadagnini, l’esposizione – realizzata da CAMERA con Intesa Sanpaolo nell’ambito di Progetto Cultura, il programma triennale delle iniziative culturali della Banca – presenta alcuni degli episodi cruciali della storia e della cronaca italiane e mondiali: dalla nascita della Repubblica Italiana alle Olimpiadi di Roma, dal grande concerto dei Beatles allo sbarco sulla Luna, in un periodo che va dal 1939, anno in cui Vincenzo Carrese volle chiamare “Publifoto” la sua agenzia – nata a Milano nel 1937 con il nome Keystone -, fino al 1981, anno della scomparsa del fondatore. Quasi mezzo secolo di eventi raccontati attraverso circa duecento quaranta immagini realizzate dai fotografi di quella che è stata per un lungo periodo l’agenzia fotogiornalistica più importante del paese.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia, Torino)

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Ausstellung | Mischpoche - Andreas Mühe | Hamburger Bahnhof | Berlin
Apr
26
zu 11. Aug.

Ausstellung | Mischpoche - Andreas Mühe | Hamburger Bahnhof | Berlin


Hamburger Bahnhof | Berlin
26. April - 11. August 2019

Mischpoche
Andreas Mühe


Andreas Mühe Isolde IX, 2016 – 2019 aus der Serie: Mischpoche © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Andreas Mühe Isolde IX, 2016 – 2019 aus der Serie: Mischpoche © VG Bild-Kunst, Bonn 2019


Andreas Mühe (geb. 1979, Chemnitz, vormals Karl-Marx-Stadt, lebt in Berlin) wurde international bekannt durch seine Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit und Identität. Seinen Fotografien, die er ausschließlich analog herstellt, ist oftmals eine Ambivalenz, fast düstere Andeutung, inhärent, die auf die nicht mehr sichtbaren aber noch immer spürbaren Folgen der deutschen Geschichtsschreibung verweisen. Die sorgsam konzipierten Bildkompositionen suggerieren dabei eine gewisse Verwandtschaft zu Theater und Inszenierung. Die Nähe zu Schauspiel, Bühne und Film erschließt sich unter anderem aus Mühes persönlicher Biografie; sein Vater war der bekannte Schauspieler Ulrich Mühe, seine Mutter ist die renommierte Theaterintendantin Annegret Hahn. Diese beiden Persönlichkeiten, Mühes engste familiäre Bande, gemeinsam mit weiteren Verwandtschaftsmitgliedern, bilden die Protagonisten seiner für den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin konzipierten neuen Werkserie. In zwei großformatigen fotografischen Familienportraits vereint Mühe die lebenden wie verstorbenen Mitglieder seiner Familie, mütterlicher- und väterlicherseits. Die bereits verstorbenen Personen ließ er, von Fotovorlagen ausgehend, in einem komplexen und intensiven Produktionsprozess als verblüffend lebensecht anmutende Skulpturen nachbilden.

Es offenbart sich hierbei eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit den innerfamiliären Geflechten der Familie Mühe, die – berufsbedingt – teilweise auch ein Leben in der Öffentlichkeit führten. Der psychologisch, sozial geladene Aspekt des Familienbildes steht gleichzeitig einer kunsttheoretischen Abhandlung gegenüber. Denn Mühes künstlerischer Prozess von Fotografie als Ausgangsmaterial, zu plastischen Nachbildungen in Form von Skulpturen, und schlussendlich zu einer choreografierten Gruppierung, an dessen Ende ein fotografisches Familienportrait steht, macht die ambivalente Bedeutung von Fotografie – zwischen Wahrheit und Konstruktion – überdeutlich. Persönliche Geschichte, soziale und gesellschaftliche Verhältnisse sowie künstlerische Tradition vereinen sich zum Portrait einer Familie, dem Zeit- wie Kunstgeschichte tief eingeschrieben sind. 

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in deutscher und englischer Sprache.

Kuratiert von Udo Kittelmann und Kristina Schrei.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch Volkswagen und die Freunde der Nationalgalerie.

(Text: Hamburger Bahnhof, Berlin)

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Ausstellung | Akteure und Artefakte - Kyra Tabea Balderer | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Apr
27
zu 6. Juli

Ausstellung | Akteure und Artefakte - Kyra Tabea Balderer | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
27. April - 6. Juli 2019

Akteure und Artefakte
Kyra Tabea Balderer


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Kyra Tabea Balderer (*1984 in Luzern, lebt und arbeitet in Berlin) spielt mit unserer Wahrnehmung. Sobald wir erfahren, dass ihre Arbeiten Fotografien sind, juckt es in den Fingern, stehen doch Auge und Information im Widerspruch. Ihre fotografischen Werke sind ausserordentlich malerisch und haben für das zweidimensionale Medium überraschende Eigenschaften wie Haptik und Tiefe. Die Künstlerin erreicht dies mit genuin fotografischen Mitteln: Sie setzt Licht und Schatten gezielt ein und wählt Fokus und Tiefenschärfe äusserst präzis, wenn sie ihre Konstruktionen mit der Grossformatkamera fotografiert. Fotografien sind mal gerahmt, mal hinter Glas, lehnen an Stellwänden. Manchmal stehen die an die Wand genagelten Fotodrucke bauchig von der Ausstellungswand ab.

Ihre Inspiration findet Kyra Tabea Balderer zwar ebenso im Stadtraum wie in Bildbänden skulpturaler Werke, ihre Fotografien zeigen aber ausschliesslich selbst gebaute Objekte: Bricollage-Skulpturen aus einfachen Materialien, die sie farbig bemalt. Dass dabei die Grösse der Formen im Unklaren bleibt, verstärkt die Irritation. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation.

Anfang 2018 wurde der in Luzern aufgewachsenen Künstlerin der Manor-Kunstpreis Zentralschweiz verliehen, einer der bedeutendsten Nachwuchsförderpreise der Schweiz. Ende 2018 stellte sie ihr Schaffen im Kunstmuseum Luzern einem grösseren Publikum vor. Für die Ausstellung der COALMINE entwickelt die Künstlerin eine komplett neue Installation, wobei die Skulptur eine zentrale Rolle spielen wird. 

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Ausstellung | Ferox, the Forgotten Archives - Nicolas Polli | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Apr
27
zu 6. Juli

Ausstellung | Ferox, the Forgotten Archives - Nicolas Polli | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
27. April - 6. Juli 2019

Ferox, the Forgotten Archives
Nicolas Polli


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Täglich begegnen wir Bildern, die wir nicht überprüfen können. Seien es Fotografien aus Kriegsgebieten, die für Zivilisten kaum betretbar sind, seien es Astrofotografien, die ferne Gestirne oder Errungenschaften der Raumfahrt darstellen: Wir sind aufgefordert, ihnen Glauben zu schenken. Selber verifizieren können wir sie nicht, weil es dazu teurer Apparaturen oder der Augenzeugenschaft bedarf. Aber was bringt uns dazu, einer Fotografie zu vertrauen oder sie in Zweifel zu ziehen – wie muss sie beschaffen sein, und welche Rolle spielt ihr Erscheinungskontext?

Eine künstlerische Versuchsanordnung
Fragen wie diese haben Nicolas Polli zu einem künstlerischen Experiment angeregt: Würde es möglich sein, einen wissenschaftlichen Archivbestand vollumfänglich zu «erfinden» und als echt auszugeben? Ende 2016 – just in jenem Jahr, als «Fake News» zum Anglizismus des Jahres gekürt wurde – begann er damit, seine Hypothese mit einer umfangreichen Versuchsanordnung zu überprüfen. Er erschuf eine eigene Raumfahrtagentur, die IEMS (für «International Exploration for the Mars Surroundings»). Zwischen 1976 und 2010 arbeiteten Wissenschaftler aus mehreren europäischen Ländern für das zivile Forschungsprogramm. Ausgehend von einem rätselhaften Meteoritenfund in den Schweizer Alpen, suchten sie nach dessen Ursprung und entdeckten dabei Ferox. Die Mission, den neuen Himmelskörper mit einem Rover zu erkunden, scheiterte jedoch, und die Agentur wurde aufgelöst.

Übrig blieb das Archiv: eine umfassende Dokumentation aller Aktivitäten der IEMS, einschliesslich einer Vielzahl wissenschaftlicher Fotografien und Analysen, Renderings und Datensammlungen. In einer 336-seitigen Publikation (erschienen 2018 im Verlag Skinnerboox/Ciao Press) arbeitete Nicolas Polli dieses Material erstmals auf.

Camouflage, Mimikry, Überzeichnung
Die Ausstellung in der COALMINE konfrontiert die Besucher mit der Fülle dieses Archivs und führt sie gleichzeitig auf einen Weg der zunehmenden Verunsicherung. Die kühle Bildsprache, die fotografischen Spezialverfahren, die technischen Apparaturen und Diagramme und der wissenschaftliche Jargon untermauern den Wahrheitsanspruch. Sämtliche Elemente der Präsentation verbinden sich zu einem glaubwürdigen Narrativ, das jedoch bei genauerer Betrachtung Risse und Inkongruenzen offenbart.

Das Projekt versucht Sprach- und Bildpolitiken aufzudecken, wie sie im Kraftfeld des wissenschaftlichen, medialen und politischen Systems verwendet werden. Es eignet sich dessen visuelle Register an und hebt sie durch die Mittel des Mimikry und der Überzeichnung ins Bewusstsein. Auf formaler Ebene untersucht Nicolas Polli die Beziehung zwischen Fotografie und Grafikdesign sowie zwischen Wissenschaft und Storytelling. Mit einem Augenzwinkern, analytischem Spürsinn und enormer Schöpfungskraft leistet er damit einen künstlerischen Beitrag zu einigen der relevantesten gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit.

Künstlerbiografie
Nicolas Polli ist ein Schweizer Fotograf und Grafikdesigner, geboren 1989 in Brusino Arsizio TI. Er lebt in Lausanne, wo er an der ECAL (Ecole Cantonal d’Art de Lausanne) als Lehrassistent tätig ist. 2012 gründete er zusammen mit Salvatore Vitale «YET», eine internationale Zeitschrift für zeitgenössische Fotografie. Für seine jüngste Fotoarbeit «Ferox, the Forgotten Archives» wurde er für den Image Vevey Book Award, Kassel Book Award, Unseen Book Award, Luma Foundation Book Award und Aperture First Book Award nominiert. 2016 wurde er für den Prix de la Relève photographique der Pro Helvetia ausgewählt und 2018 mit einem Swiss Design Award ausgezeichnet. Im Jahr 2018 gründete er den Verlag CIAO Press.

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Ausstellung | all natural. 100 % Sammlung | Museum der Moderne | Salzburg
Apr
27
zu 29. Sep.

Ausstellung | all natural. 100 % Sammlung | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
27. April - 29. September 2019

all natural. 100 % Sammlung


Gordon Matta-Clark  Fresh Air, 1972 Video (schwarz-weiß, Ton)  Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg  © Generali Foundation / Bildrecht, Wien, 2019, Foto: Werner Kaligofsky

Gordon Matta-Clark
Fresh Air, 1972 Video (schwarz-weiß, Ton)
Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg
© Generali Foundation / Bildrecht, Wien, 2019, Foto: Werner Kaligofsky

Die Zukunft des Planeten und der Zustand, in dem wir ihn unseren Nachkommen hinterlassen werden, gehören zu den drängenden Fragen der Gegenwart. Der Klimawandel und schwindende Ressourcen sind kritische Themen, die den Lebensalltag vieler Menschen zunehmend beeinflussen.

Ausgehend vom titelgebenden Begriff „all natural“, der im englischsprachigen Bereich Naturprodukte bezeichnet, präsentiert die Ausstellung eine Auswahl von künstlerischen Positionen, die sich mit dem komplexen Bezugssystem zwischen Mensch und Natur auseinandersetzen.

„Bio“ ist schon längst auch ein Prädikat und Synonym für eine Lebensweise geworden, durch die man sich selbst und seine Umwelt möglichst wenig schädigt. Nachhaltigkeit – neben der Ernährung mittlerweile auch auf andere Bereiche des Lebensalltags wie Kleidung, Wohnen und Fortbewegung bezogen – ist hier das Gebot.

Vom Erdzeitalter des Anthropozän – dem „Zeitalter des Menschen“ – ist die Rede, ein Begriff, der ausdrückt, dass der Mensch (spätestens mit der industriellen Revolution) zu einem gewichtigen Einflussfaktor für die Umwelt geworden ist, und in der Lage ist, geologische Gegebenheiten auf unserem Planeten zu verändern. Die menschlichen Bedürfnisse nach Energie, Nahrung und Gütern und die damit im Zusammenhang stehenden erhöhten CO2-Emissionen, die industriellen und landwirtschaftlichen Überproduktionen, der Abbau von Bodenschätzen, die Massentierhaltung und die Überfischung der Meere stehen unter dem dringenden Verdacht, für die Veränderung des Ökosystems verantwortlich zu sein. Das seit jeher angespannte Verhältnis von Mensch und Umwelt steht auf dem Prüfstand.

In diesem Zusammenhang zeigt die Ausstellung all natural einerseits Werke, die kritisch auf die ambivalente Beziehung des Menschen zur Natur und auf sein Zerstörungspotenzial verweisen, andererseits Entwürfe, die sich im Grenzbereich zwischen Utopie und Dystopie bewegen. Ein weiteres Kapitel der Ausstellung beschäftigt sich mit der Kunst, die durch menschengemachte Zuschreibungen und Überformungen zu einer zweiten Natur wird. Ein vierter Themenblock vereint Arbeiten, die Mensch und Umwelt in einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang betrachten. Die Ausstellung schließt mit einer Auswahl von Positionen, die mit einem Blick auf die verwendeten Materialien und deren Ästhetik – gleichermaßen synthetische wie organische Stoffe – einen idealisierenden Natur- und Kunstbegriff infrage stellen.

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | A female Gaze - Julia Peirone | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Apr
27
zu 29. Juni

Ausstellung | A female Gaze - Julia Peirone | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
27. April - 29. Juni 2019

A female Gaze
Julia Peirone


Warm Honey from the series Badland, 2012-2014

Warm Honey from the series Badland, 2012-2014


Die parallelen virtuellen Wirklichkeiten und die Bildkultur der sozialen Medien verzerren die Realität, tendieren zur Selbstverherrlichung und führen zu einem abstrakten Schönheitswahn. Julia Peirone nimmt dies zum Anlass und erforscht mit ihrer Fotografie die Identitätssuche junger Teenager. In ihren Serien konzentriert sich Peirone auf junge Frauen, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Sexualität sind und sich Gefühlen wie Scham sowie Verwundbarkeit stellen.  

Die Frustration, die junge Frauen durch die Prägung dieses Ideals erleiden, hält Julia Peroine durch ihre fotografischen Arbeiten bei Castingverfahren fest. Es sind keine üblichen Portraits, denn sie legt ihr Augenmerk auf die extremen Anforderungen dieser Verfahren und fordert den Betrachter auf, diese subtilen Codes zu hinterfragen.  

„Meine Arbeit beginnt mit etwas Banalem, mit einem kleinen Bild, das zu mir kommt. Ich denke darüber nach, wie ich es auf verschiedene Weise fotografieren kann. [...] Also fing ich an, Fotos davon zu machen. Dann tauchten noch mehr Fragen auf, und ich begann, Themen wie Scham, Sexualität, Versagen und die Oberfläche zu erforschen. Aus einer Serie entsteht eine andere.“ (Julia Peirone, aus dem Ausstellungskatatalog "Girls, Girls, Girls", Göteborg Konstmuseum 2017) 

Die Art und Weise, wie Menschen in Peirones Arbeiten auftreten, sind mehrdeutig, je nachdem wie man sie anschaut. Julia Peirone: ..."die Mädchen, (sind) Opfer eines Blicks, aber sie sind auch stark und haben die Macht über deinen Blick". 

Die Ausstellung zeigt Fotografie, Videoarbeiten, Texte und Skulptur.  

Julia Peirone, 1973 in Argentinien geboren, lebt und arbeitet in Stockholm. Sie hat an der Universität für Film und Fotografie (BFA) in Göteborg und an Konstfack, University College of Art, Craft and Design (MFA) in Stockholm studiert. Seit ihrem Debüt um die Jahrtausendwende erforscht sie zwei Themen:
Die Identität von jungen Frauen und das fotografische Bild mit seinen Möglichkeiten und Grenzen. Sie nahm an vielen internationalen Ausstellungen teil und ist in zahlreichen Sammlungen vertreten, u.a. in Moderna Muséet, Stockholm, Konstmuseum Göteborg (beide Schweden) und Kiasma, Helsinki (Finnland).

(Text: Dorothée Nilsson Gallery, Berlin)

 

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Ausstellung | My Garden of Eden | Christophe Guye Galerie | Zürich
Mai
9
zu 24. Aug.

Ausstellung | My Garden of Eden | Christophe Guye Galerie | Zürich

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Christophe Guye Galerie | Zürich
9. Mai - 24. August 2019

My Garden of Eden
Daido Moriyama, Nobuyoshi Araki, Jean-Marc Bustamante, Grazia Conti Rossini, Armen Eloyan, Gabriela Fridriksdottir, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Klaas Kloosterboer, Loretta Lux, Paul McCarthy, Russ Meyer, Ernesto Neto, Julian Opie, Walter Pfeiffer, Thomas Ruff, Frank Thiel, Bernard Voïta


Nobuyoshi Araki

Nobuyoshi Araki


Die Christophe Guye Galerie freut sich sehr, die neue Ausstellung My Garden of Eden, kuratiert von Bob van Orsouw, anzukündigen. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken namhafter Künstlerinnen und Künstler wie Nobuyoshi Araki, Jean-Marc Bustamante, Grazia Conti Rossini, Armen Eloyan, Gabriela Fridriksdottir, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Klaas Kloosterboer, Loretta Lux, Paul McCarthy, Russ Meyer, Ernesto Neto, Julian Opie, Walter Pfeiffer, Thomas Ruff, Frank Thiel, Bernard Voïta, um nur einige zu nennen.

(Text: Christophe Guye Galerie, Zürich)

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Ausstellung | Polaroids and more - Gian Paolo Barbieri | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
Mai
10
zu 27. Juli

Ausstellung | Polaroids and more - Gian Paolo Barbieri | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano

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29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
10. Mai - 27. Juli 2019

Polaroids and more
Gian Paolo Barbieri


© Gian Paolo Barbieri | Neorealismo, Milano 2000 | Courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery

© Gian Paolo Barbieri | Neorealismo, Milano 2000 | Courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery


Vom 10. Mai bis 27. Juli 2019 findet in der Galerie ARTS IN PROGRESS in Mailand (Via San Vittore 13) die Ausstellung "Polaroids and more" des renommierten Modefotografen Gian Paolo Barbieri statt, 2018 Lucie Awards Honoree for Outstanding Achievement in Fashion.

Die von Giovanni Pelloso kuratierte Sonderausstellung zeigt Gian Paolo Barbieris Einsatz der Sofortfotografie und umfasst mehr als 120 Polaroidfotografien, die in den letzten 30 Jahren nie zuvor ausgestellt und aufgenommen wurden.

Eine erste Serie von Porträts und Figurenstudien zeigt die Welt der Mode und ihre Protagonisten, eine spannende und aufschlussreiche Arbeit hinter den Kulissen.

Laut Barbieri muss die Modefotografie eine Szene, eine Performance, ein Theater widerspiegeln, so realitätsnah sie auch sein mag.

Es muss Schönheit, Metapher und Realität kanalisieren. Im Zentrum dieser Szene steht eine Frau, die oft von einer verspielten, respektlosen Ironie animiert wird. Eine Frau, die in der Lage ist, ein erschütterndes Maß an Ambiguität und Mysterium zu vermitteln, das ihr andererseits eine erbärmliche Reduktion auf den Widerspruch erspart.

So wie sie abgebildet ist, ist diese Frau kein Mythos. Es ist ein "echtes" Bild und spiegelt Barbieris eigenen großen Glauben wider: Die wahre Essenz der Frauen ist ein Geheimnis, das stark darauf abzielt, geheim zu bleiben.

Diese Sichtweise erklärt Barbieris Bewunderung für die ewige, aber sich ständig verändernde Schönheit der Frauen, aber auch sein Bewusstsein dafür, wie reich und voller unendlicher Metamorphosen die weibliche Persönlichkeit ist.

Barbieris Aufnahmen sind atemberaubend und magisch, traumhaft und verspielt, ironisch und theatralisch. Verführerische Schüsse. Die schlichte Oberfläche des Bildes wird zum "verführerischen Objekt", eine spannende Einladung zum Vorstellen und Phantasieren. Ein ganzes Gebiet voller Geheimnisse, bereit für das Auge zu erforschen und zu entdecken.

Der Betrachter kann hinter die Linse schauen, um zu sehen, wie die Modefotografie in der Arbeit von Gian Paolo Barbieri entsteht, die in der Lage ist, die menschlichste Seite seiner Themen zu beschreiben, seien es ikonische Topmodels oder polynesische Einheimische. Ein zweiter Teil der Werke ist in der Tat der indigenen Bevölkerung in ihrer natürlichen Umgebung gewidmet, den fesselnden Akteuren, die oft als Vorbereitungswerke konzipiert sind, und den Blumen, der großen Leidenschaft des Künstlers.

Sechzig Jahre vor Smartphones und Instagram fängt Gian Paolo Barbieri mit seiner Polaroidkamera vor Ort Eindrücke aus dem Leben ein, die er später in seine Kunst integrieren konnte.

Viele dieser kleinen, intimen Fotos vermitteln Zärtlichkeit und Verletzlichkeit, andere zeigen Zähigkeit und Unmittelbarkeit.

Im Gegensatz zu den hochkarätigen Bildern, für die Barbieri im Studio inszeniert und berühmt wurde, sind diese entwaffnenden Bilder von Spontaneität und Erfindung geprägt. Gemeinsam geben sie einen Einblick in die große Karriere des Künstlers.

Eine weitere große Vorschau ist eine Auswahl neuer Werke, die sich an dem Werk von William Shakespeare orientieren, an dem Barbieri seit etwa drei Jahren arbeitet, und zwar im vierten Jahrestag seines Todes: "Wie ich es immer gerne getan habe - sagt Barbieri -, die Vergangenheit aufzugreifen und in die Zukunft zu schauen".


Dal 10 maggio al 27 luglio 2019, 29 ARTS IN PROGRESS gallery di Milano (Via San Vittore 13) presenta in prima assoluta la più vasta retrospettiva sulla fotografia istantanea di Gian Paolo Barbieri intitolata “Polaroids and more”, a pochi mesi dal premio ricevuto ai Lucie Awards 2018 di New York come miglior Fotografo di Moda Internazionale.

La mostra, curata da Giovanni Pelloso, riunisce una selezione di oltre 120 Polaroid inedite e traccia per la prima volta l’uso della fotografia istantanea di Gian Paolo Barbieri negli ultimi trent’anni; un percorso articolato che abbraccia i ritratti e gli studi di figura, la moda e i suoi protagonisti, svelandone i segreti e i retroscena.
Per quanto aderente alla realtà possa essere, la fotografia di moda per Barbieri è scenario, spettacolo, teatro, bellezza, metafora e realtà.
Al centro di questa scena, animata spesso da una ludica e irriverente ironia, c’è la donna. Non mitizzata, la sua immagine rispecchia la profonda convinzione dell’autore che il mistero dell’universo femminile non debba mai essere completamente rivelato.
In questo atteggiamento vi sono il rispetto e l’ammirazione per l’eterna e, nello stesso tempo, mutevole bellezza, ma anche la consapevolezza della ricchezza della sua personalità e delle sue innumerevoli metamorfosi.
Le immagini risultano fantastiche e magiche, oniriche e ludiche, ironiche e teatrali.
Sono istantanee seducenti. La superficie bidimensionale della stampa fotografica diventa, grazie alla sensibilità del fotografo milanese, un “oggetto di fascino”, uno stimolante invito all’immaginazione e alla fantasia, un territorio che cattura lo sguardo e che richiama il lettore a decifrarne i misteri.

Le Polaroid di Gian Paolo Barbieri non solo raccontano il making of della fotografia di moda per le più grandi maison di sempre, ma lasciano trasparire sguardi intimistici rivolti a soggetti diversi, dalla più iconica top model all’autoctono polinesiano. Un secondo corpo di opere è dedicato, infatti, agli indigeni colti nel loro habitat naturale, a nudi audaci concepiti spesso come lavori preparatori, e ai fiori, grande passione dell’artista.

Molte di queste piccole icone trasferiscono tenerezza e vulnerabilità, altre, durezza e immediatezza. A differenza delle immagini rigorosamente ideate e concepite in studio e per le quali Barbieri è diventato famoso nel mondo, queste disarmanti fotografie sono contrassegnate dalla spontaneità e dall’invenzione, offrendo nell’insieme un’inedita visione della sua straordinaria carriera.

Un’altra anteprima assoluta in mostra sarà una selezione di nuovi lavori ispirati all’opera di William Shakespeare, a cui Barbieri lavora da circa tre anni, nel quarto centenario della sua scomparsa: «Come mi è sempre piaciuto fare – ricorda l’autore – attingo dal passato per guardare al futuro».


From May 10th to July 27th 2019, 29 ARTS IN PROGRESS gallery in Milan (Via San Vittore 13) will host the exhibition “Polaroids and more” by renowned fashion photographer Gian Paolo Barbieri, 2018 Lucie Awards Honoree for Outstanding Achievement in Fashion.

Curated by Giovanni Pelloso, this special exhibition traces Gian Paolo Barbieri’s use of instant photography and comprises more than 120 Polaroid photographs never exhibited before and taken in the last 30 years.

A first series of portraits and figure studies depict the world of fashion and its protagonists, an exciting and insightful behind-the-scenes work.
According to Barbieri, fashion photography has to reflect a scene, a performance, theatre, as close to reality as it might be.
It has to channel beauty, metaphor, reality. Standing right at the centre of that scene is a woman, often animated by a playful, irreverent irony. A woman who is able to convey an upsetting deal of ambiguity and mystery, which on the other hand spare her a miserable reduction to object.
Pictured as she is, this woman is no myth. It’s a “real” picture and reflects Barbieri’s own great belief: women’s real essence is a secret, strongly aiming to remain secret.
This view explains Barbieri’s admiration for Women’s everlasting yet ever-changing beauty, but also his awareness of how rich and full of infinite metamorphosis the female personality is.
Barbieri’s shots are stunning and magic, dreamlike and playful, ironic and theatrical. Seducing shots. The plain surface of the picture turns into a “seducing object”, an exciting invitation to imagine and fantasise. A whole territory full of mysteries, ready for the eye to explore, and discover.

Viewers can peek behind the lens to see the making of fashion photography in Gian Paolo Barbieri work able to describe the most human side of his subjects, be they iconic top models or Polynesian natives. A second body of works is indeed dedicated to indigenous people in their natural environment, to captivating nudes often conceived as preparatory works, and to flowers, the great passion of the artist.

Sixty years before smartphones and Instagram, Gian Paolo Barbieri was using his Polaroid camera to capture on-the-spot impressions from life that he could later incorporate into his art.
Many of these small, intimate photographs convey tenderness and vulnerability, others depict a toughness and immediacy.
Unlike the highly crafted images Barbieri staged in the studio and became famous for, these disarming pictures are marked by spontaneity and invention. Together, they offer insight into the artist’s great career.

Another great preview will be a selection of new works inspired by the work of William Shakespeare, which Barbieri has been working on for about three years, in the fourth centenary of his death: «As I’ve always liked to do – Barbieri says – drawing on the past and looking to the future».

(Text: 29 ARTS IN PROGRESS gallery, Milano

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Ausstellung | Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie | Galerie Stihl | Waiblingen
Mai
11
zu 25. Aug.

Ausstellung | Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie | Galerie Stihl | Waiblingen


Galerie Stihl | Waiblingen
11. Mai - 25. August 2019

Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie
Nobuyoshi Araki, Jessica Backhaus, Alberto Baraya, Wilfried Bauer, Wout Berger, Karl Blossfeldt, Giovanni Castell, Imogen Cunningham, Natalie Czech, Noor Damen, Silvie Defraoui, Amin El Dib, Thomas Florschuetz, Joan Fontcuberta, Seiichi Furuya, Dieter Huber, Judith Huemer, Sanna Kannisto, Idris Khan, Martin Klimas, Rosemary Laing, Brigitte Lustenberger, Robert Mapplethorpe, Rémy Markowitsch, Hiroyuki Masuyama, Holger Niehaus, Tim Otto Roth, Miron Schmückle, Kai-Uwe Schulte-Bunert, Luzia Simons, Margriet Smulders, Xiao Hui Wang, Michael Wesely, Manfred Willmann

sowie einer Installation von Rebecca Louise Law


Paragone 2, 2018, Inkjet-Print, Courtesy Galerie Filser & Gräf München © Kai-Uwe Schulte-Bunert

Paragone 2, 2018, Inkjet-Print, Courtesy Galerie Filser & Gräf München © Kai-Uwe Schulte-Bunert


Es blüht in der Galerie: Anlässlich der Remstal Gartenschau 2019 widmet sich die Sommerausstellung Blumenmotiven in der zeitgenössischen Fotografie. Künstlerinnen und Künstler lassen sich von der jahrhundertealten Tradition des Blumenbilds inspirieren und gewinnen dem Thema zugleich vielfältige neue Seiten ab. Überbordende Blütenpracht trifft auf Reflexionen über Welken und Vergänglichkeit, Wildwuchs auf elegante Inszenierung, leuchtende Farbigkeit auf strenges Schwarz-Weiß. Mit ungewöhnlichen Perspektiven und verschiedensten technischen Finessen – von der Langzeitbelichtung über das Spiel mit Spiegelungen, Licht- und Farbeffekten bis zur Überlagerung von Motiven – eröffnen die Fotografien überraschende Sichtweisen der scheinbar vertrauten Pflanzenwelt. Sie regen so dazu an, gängige Vorstellungen zu überdenken und die „Sprache der Blumen“ auf neuen Wegen zu entdecken.

Die Schönheit der Blumen ist dabei ebenso Thema wie ihr traditioneller Symbolgehalt. Sie werden in Stillleben arrangiert oder im landschaftlichen Umfeld festgehalten, mit dem nüchternen Blick des Naturwissenschaftlers geordnet oder – mit ironischem Unterton – als florale Ornamente an der Grenze zum Kitsch präsentiert. Neben Aufnahmen, die eine körperliche Sinnlichkeit vermitteln, klingt auch Kritik an der Gesellschaft, dem Handel und Konsum an. Wenn absonderliche Hybride oder makellose Plastikblumen in den Fokus rücken, stellt sich nicht zuletzt die Frage nach unserem Verständnis von Natürlichem und Künstlichem sowie der Grenze dazwischen.

Aufgeblüht und abgelichtet lädt ein, den Facettenreichtum floraler Bildwelten in der Fotografie zu entdecken. Die Ausstellung präsentiert herausragende nationale und internationale Künstlerpositionen, die allesamt deutlich machen: So hübsch harmlos, wie die Blume scheint, ist sie nur selten.

(Text: Galerie Stihl, Waiblingen)

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Ausstellung | Material - Tobias Kruse | Robert Morat Galerie | Berlin
Mai
11
zu 29. Juni

Ausstellung | Material - Tobias Kruse | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
11. Mai - 29. Juni 2019

Material
Tobias Kruse


Material #008, Archival Pigment Print

Material #008, Archival Pigment Print


Die Serie umfasst visuelle Erzählungen, Notizen und Beobachtungen aus den letzen zehn Jahren, in denen Tobias Kruse Bilder produziert hat, die eine Stimmung, ein Lebensgefühl in eine authentische Bildsprache überführt haben. „Tobias Kruse hat in den vergangenen Jahren die unsagbaren Momente des Lebens festgehalten: Die Form eines Gegenstands, die Gewissheit um bevorstehende Verletzungen, die Geburt der Kinder und das Glück auf ihrer Haut“, schrieb Laura Benz anlässlich der Buchveröffentlichung. „Viele nennen die Arbeit ein Tagebuch, aber genau das ist es natürlich nicht“, sagt Tobias Kruse. „Es sind Miniaturen, ein Kondensat.“


The series includes narratives, notes and observations from the past ten years, in which Tobias Kruse has produced images that translate a mood, a sense of life into an authentic visual language. “In recent years, Tobias Kruse has captured the unspeakable moments of life: the shape of an object, the certainty of impending injuries, the birth of children and happiness on their skin,” wrote Laura Benz on the occasion of the book's publication. “Many call the work a diary, but of course that's not what it is”, says Tobias Kruse. “It's miniatures, a condensate.”

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Ausstellung | Billboard - Latronico 2018 - Maurizio Montagna | Galleria Cons Arc | Chiasso
Mai
12
zu 27. Juli

Ausstellung | Billboard - Latronico 2018 - Maurizio Montagna | Galleria Cons Arc | Chiasso


Galleria Cons Arc | Chiasso
12. Mai - 27. Juli 2019

Billboard - Latronico 2018
Maurizio Montagna


Latronico, 2018 | Maurizio Montagna

Latronico, 2018 | Maurizio Montagna


Im Jahr 2013 präsentierte CONSARC/GALLERIA eine Reihe von Billboards 2003-2009 von Maurizio Montagna, einem Mailänder Profi, der sich seit 20 Jahren der Architekturfotografie und der Darstellung der Stadtlandschaft widmet.

Montagna's Arbeit an Plakaten begann 2003 mit einer Recherche, die zunächst dazu neigte, die Funktion der Werbeflächen zu neutralisieren, die leer in der Stadtlandschaft verbleiben, sich auf die Umgebungssituationen beziehen und die Lücken verschiedener, oft zufälliger Realitäten schließen. Dieses neue Werk, das von CONS ARC / GALLERIA unter dem Titel Billboard - Latronico 2018 veranstaltet wird, wurde 2017 nach einem Landschaftsfotografie-Workshop geboren und geht von einem von Bianco Valente und Pasquale Campanella kuratierten Projekt mit dem Titel A cielo Aperto aus, das dank der Arbeit des Vereins Vincenzo de Luca in der Gemeinde Latronico, Basilikata, als Forschung und Experiment in der Welt der zeitgenössischen Kunst entstand. In dieser zweiten Phase der Arbeit an Plakaten, die konzeptueller und synthetischer ist, wird das "Kartellsubjekt" seiner primären Funktion beraubt und wird zum Versuch, das gleiche Objekt zu posieren und auch einen definierten Raum in der Leere und dem geschaffenen Mangel zu erfinden. Die Beobachtung eines sich im Laufe der Zeit verändernden Landschaftsfragments erfolgt von einem bestimmten Punkt aus und durch ein leeres, 6 mal 3 Meter breites Werbeschild, das speziell entworfen und am Fuße des Monte Alpi, oberhalb von Latronico (PZ-Italien) platziert wurde. Montagna erklärt in einem Interview mit Marianna Ascolese und Federica Deo für die Zeitschrift[c] compasses, dem internationalen Magazin für Architektur & Innenarchitektur / Middle East:

"Das Zeichen wartet nicht stillschweigend auf die Ankunft desjenigen, der es erkennen kann: es konstituiert sich nie selbst, außer durch einen Akt des Wissens" (M.Foucault, The Order of Things, Routledge, London 2002, S. 65)".

In den technischen Möglichkeiten, die das Instrument zur Verfügung stellt, in Bezug auf die Lesemöglichkeiten eines Subjekts zu handeln, ist das Vorrecht eines Künstlers. Fotografie ist ein Akt des Wissens, vielleicht mehr als die anderen Künste: Die sorgfältige Beobachtung eines Fotos ist ein Akt des Respekts vor der Welt. Jedes Detail eines Fotos kann Interpretationsmöglichkeiten eröffnen. Unsere Sensibilität wird uns die Möglichkeit geben, das Thema durch Codes zu verstehen: Es liegt an uns und unserer visuellen Kultur, es zu interpretieren und ihnen Bedeutung zu geben. Durch ein gutes Foto hoffe ich immer, die Überstrukturen des Subjekts aus dem Gleichgewicht zu bringen und eine Neuinterpretation geben zu können, bei der Sinn und Vision das "Opfer" des Subjekts durch Posen unterstützen. Dies gilt für jedes Modell, das ich versuche, meinen Werken vorzuschlagen, insbesondere für die Architektur, wo ein stereotyper Blick das Risiko birgt, Kanons vorzuschlagen, die mit vorab festgelegten Modellen gefüllt sind, mit dem traurigen Ergebnis, dass wir uns damit begnügen, zu sehen, was wir bereits wissen.


Nel 2013 la CONSARC/GALLERIA accoglieva una serie del lavoro dei Billboards 2003-2009 di Maurizio Montagna, professionista milanese che si dedica da 20 anni alla fotografia di architettura e alla rappresentazione del paesaggio urbano.

Il lavoro di Montagna sui Billboards parte dal 2003 con una ricerca che tendeva inizialmente a neutralizzare la funzione dei pannelli pubblicitari che, vuoti, restano nel paesaggio urbano, relazionandosi con le situazioni circostanti e riempiendo i vuoti di realtà diverse, spesso accidentali. Questo nuovo lavoro ospitato da CONS ARC / GALLERIA dal titolo Billboard – Latronico 2018, nasce dopo un workshop di fotografia di paesaggio nel 2017 e parte da un progetto a cura di Bianco Valente e Pasquale Campanella dal titolo A cielo Aperto, creato come ricerca e sperimentazione nel mondo dell’arte contemporanea grazie al lavoro dell’Associazione Vincenzo de Luca, nel Comune di Latronico, Basilicata. In questa seconda fase del lavoro sui Billboards, più concettuale e sintetica, il “soggetto cartello” viene privato dalla sua funzione primaria e diventa un tentativo di mettere in posa lo stesso oggetto e anche di inventarsi uno spazio definito nel vuoto e nella mancanza creatisi. L’osservazione di un frammento di paesaggio, che muta nel tempo, viene ripresa da un punto determinato e attraverso un cartello pubblicitario vuoto, largo 6 metri per 3, pensato e posto appositamente ai piedi del Monte Alpi, sopra Latronico (PZ-Italia). Spiega Montagna in un’intervista di Marianna Ascolese e Federica Deo per la rivista [c] compasses, the architecture & interior design international magazine / middle east:

“Il segno non attende silenziosamente l’arrivo di colui che può riconoscerlo: non si costituisce mai se non attraverso un atto di conoscenza” (M.Foucault, The Order of Things, Routledge, London 2002, p. 65)”.

Agire nelle possibilità tecniche che lo strumento mette a disposizione in relazione alle possibilità di lettura di un soggetto è la prerogativa di un artista. La fotografia è un atto di conoscenza, forse più delle altre arti:osservare attentamente una fotografia è un atto di riguardo verso il mondo. Ogni dettaglio di una fotografia può aprirci possibilità d’interpretazione. La nostra sensibilità ci darà la possibilità di una comprensione del soggetto attraverso dei codici: sta a noi e alla nostra cultura visiva interpretarli e dar loro significati. Attraverso una buona fotografia mi auguro sempre di scardinare le sovrastrutture del soggetto, riuscendone a dare una rilettura ove senso e visione avvalorino il “sacrificio” compiuto dal soggetto mettendosi in posa. Così è per ogni modello che cerco di proporre ai miei lavori, in maniera particolare per l’architettura, dove uno sguardo stereotipato corre il rischio di proporre canoni impagliati da modelli precostituiti, con il triste risultato di accontentarci di vedere quello che già conosciamo. 

(Text: Galleria Cons Arc, Chiasso)

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Ausstellung | Droit à l’image - Christophe Loiseau | Focale | Nyon
Mai
12
zu 30. Juni

Ausstellung | Droit à l’image - Christophe Loiseau | Focale | Nyon

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  • Google Kalender ICS

Focale | Nyon
12. Mai - 30. Juni 2019

Droit à l’image
Christophe Loiseau


Christophe, de la série «Droit à l’image». © Christophe Loiseau

Christophe, de la série «Droit à l’image». © Christophe Loiseau


Pour réaliser son projet « Droit à l’image », le photographe français Christophe Loiseau a fait le pari de travailler avec des détenus. Pendant près de deux ans, il a en effet animé un atelier photographique dans la maison centrale d’Arles, l’une des sept prisons françaises les plus sécurisées.

Ayant obtenu l’autorisation de photographier partout dans la prison et d’introduire des objets utiles aux images recherchées, le photographe a pu collaborer avec une quarantaine de détenus. Partant d’entretiens sur l’image que chacun a de lui-même, et sur l’image que l’on veut donner de soi, il a mis en scène des « histoires-portraits ». Celles-ci sont nées de la complicité entre le photographe et son modèle, lequel avait le choix de proposer un objet ou un lieu comme point de départ à la prise de vue.  Le but n’était pas de produire un reportage sur la vie carcérale, « l’objet prison » n’étant quasiment jamais apparent.

« Droit à l’image » a ainsi permis aux détenus de réfléchir à une représentation d’eux-mêmes et d’utiliser la photographie comme instrument de découverte. Il a aussi mis en évidence l’importance des portraits en prison, les détenus n’ayant pas de photographies d’eux-mêmes, ce qui signifie aussi qu’ils ne peuvent en donner à leurs proches.

Photographe professionnel depuis 1993, Christophe Loiseau (*1968, vit et travaille à Lille) travaille dans de nombreux domaines de la photographie (portraits, spectacles, réalisation de scénographie en image, installation photographique, animation d’atelier photo). « Droit à l’image » a été exposé lors des Rencontres de la photographie à Arles en 2018 et au Jimei x Arles International Photo Festival 2018.

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Ausstellung | Sein und Schein - Henry Leutwyler | Stapferhaus | Lenzburg
Mai
17
zu 7. Juli

Ausstellung | Sein und Schein - Henry Leutwyler | Stapferhaus | Lenzburg


Stapherhaus | Lenzburg
17. Mai - 7. Juli 2019

Schein und Sein
Henry Leutwyler


Misty Copelan

Misty Copelan

Das Stapferhaus beleuchtet das Thema FAKE in all seinen Facetten. Neben der Ausstellung «FAKE. Die ganze Wahrheit» ist der Starfotograf Henry Leutwyler ab dem 17. Mai für einen Monat mit der Werkschau «Schein und Sein» zu Gast.

Leutwyler hat die grössten Stars unserer Zeit fotografiert, als erster mit seiner Kamera hinter die Kulissen des New York City Ballet geblickt und Michael Jacksons verlassenes Neverland fotografiert. Er hat auf den grossen Bühnen nebst dem Schein auch das Alltägliche eingefangen und das Gewöhnliche ins Scheinwerferlicht gerückt.

Henry Leutwyler ist 15-jährig, als er in den 1970ern aus dem beschaulichen Lenzburg in die Romandie zieht, später nach Paris und zuletzt nach New York, wo er seit 25 Jahren lebt. Mit «Schein und Sein» kehrt Leutwyler in seine alte Heimat zurück und zeigt erstmals Auftrags- fotografien neben persönlichen Arbeiten – ergänzt mit gesammelten Erinnerungen an seine Zeit in Lenzburg.

Im Rahmen des Fotofestivals Lenzburg und in Zusammenarbeit mit dem Musée des beaux-arts Le Locle.

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Ausstellung | Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip! | Photobastei | Zürich
Mai
17
zu 7. Juli

Ausstellung | Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip! | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
17. Mai - 7. Juli 2019

Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip!
Robert Frank & Gundula Schulze Eldowy in New York


New York 1992 | Gundula Schulze Eldowy

New York 1992 | Gundula Schulze Eldowy


Zwischen 1985 und 1989 schrieben sie sich über einen Westberliner Kontaktmann Briefe, die in wenigen Worten den Zeitgeist wiedergeben; 1988 schmuggelte sie ihre ersten Fotografien nach New York. In Robert Frank hatte Gundula Schulze Eldowy einen Verbündeten und Gleichgesinnten gefunden. Trotz der Unterschiede schienen sie sich erstaunlich nah. Sie waren Menschen, die sich gegenseitig ins Herz schauten.

Zwei Eisbären unter Wasser
Ich bin nicht
nach Rom gefahren
und auch nicht nach Paris
jedoch bin ich hinüber
ins kleine Paradies

Er antwortete auf dieselbe Art, schrieb »Keep A Stiff Upper Lip« auf ein weisses Blatt, was frei übersetzt Halt die Ohren steif« heisst, manchmal schrieb er aber auch nur: »Gundula, warte aufs Essen.« Auf diese Weise kommunizierten sie häufig miteinander.

Von 1990 bis 1993 lebte Gundula Schulze Eldowy in New York. Es entstanden die folgenden fotografischen Zyklen in dieser Zeit:
Halt die Ohren steif / KEEP A STIFF UPPER LIP zeigt Künstlerportraits von Robert Frank, Pablo Frank, June Leaf, Robert Wilson, Allen Ginsberg, Peter Orlowsky, Cindy Sherman, Bob Dylan, Ann Mandelbaum, Ted Croner und Jay Manis. Auch Bilder Robert Franks sind in der Ausstellung zu finden, die er von Gundula Schulze Eldowy, Pablo Frank und seiner Frau June Leaf machte.
Die Fotografien werden von Auszügen aus dem Briefwechsel zwischen Robert Frank und Gundula Schulze Eldowy, Texten aus ihrem Tagebuch und einem Video begleitet.
Die Werkgruppe In einem Wind aus Sternenstaub knüpft an die legendäre »straight photography« New Yorks an, die Gundula Schulze Eldowy schon bei Berlin in einer Hundenacht Pate stand. Aber ausgerechnet in der Stadt ihrer Träume begann sich ein neuer Stil abzuzeichnen. An Stelle der Berliner Hinterhof-Dunkelheit war das gleissende Licht New Yorks getreten, das sich in unzähligen Fensterscheiben und Spiegeln verdoppelte und verdreifachte und nicht ohne Einfluss blieb. Ihre Bilder begannen, in freien Tönen zu tanzen.
Spinning on my Heels scheint mehr der Malerei und Musik entlehnt zu sein als der Fotografie. Die Bilder beschreiben eine Geisterstadt, die sie traumwandelnd durchstreift, sie formulieren aber auch schon Zivilisationskritik.
Die Polaroids mit dem poetischen Titel Flügelschlag des Herzens sind Ausdruck ihrer Romanzen, Freundschaften und Selbstbetrachtungen.

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau
Mai
18
zu 11. Aug.

Ausstellung | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau


Aargauer Kunsthaus | Aarau
18. Mai - 11. August 2019

Herbst im Paradies
Jean-Luc Mylayne


Jean-Luc Mylayne   N° 96, Août 1990 à Décembre 1991  128 x 128 cm © Jean-Luc Mylayne

Jean-Luc Mylayne
N° 96, Août 1990 à Décembre 1991
128 x 128 cm
© Jean-Luc Mylayne


Die Ausstellung Jean-Luc Mylayne gewährt einen Einblick in das Schaffen des aussergewöhnlichen internationalen Künstlers Jean-Luc Mylayne (*1946, in Frankreich). Vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA folgen der Fotograf und seine Partnerin einer künstlerischen Arbeit die gleichermassen radikal wie poetisch ist.

Vom ersten Bild aus dem Jahre 1976 an kreist sein Schaffen ausschliesslich um die Begegnung mit Vögeln. Der Vogel ist dabei sowohl Protagonist der sorgsam konstruierten Szenen, wie auch konzeptueller Partner auf Augenhöhe.

Das Aargauer Kunsthaus präsentiert Jean-Luc Mylaynes erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Fondation Vincent van Gogh in Arles, wo die Schau vom 17.11.2018 bis 10.2.2019 zu sehen ist. Sie vereint ein thematisch gegliedertes Ensemble von Werken, die zwischen 1979 und 2008 entstanden sind.

(Text: Aargauer Kunsthaus)

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Ausstellung | Lawrence Carroll Photographs | Rolla Foundation | Bruzella
Mai
18
zu 1. Sep.

Ausstellung | Lawrence Carroll Photographs | Rolla Foundation | Bruzella


Rolla Foundation | Bruzella
18. Mai - 1. September 2019

Lawrence Carroll Photographs


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Lawrence Carroll Photographs ist die sechzehnte Ausstellung im ehemaligen Kindergarten von Bruzella, dem Sitz der Rolla Foundation.

Philip und Rosella Rolla sammeln seit Jahren Carrolls Bildwerke und präsentieren nun sein erstes fotografisches Projekt.

Lawrence Carroll gilt als einer der führenden Vertreter der zeitgenössischen Kunst. Sein Werk, oft an der Grenze zwischen Malerei und Skulptur, ist von einem poetischen Gefühl und einem autobiografischen Abdruck durchdrungen, der sich in seinem fotografischen Werk widerspiegelt.

Das Projekt entstand nach einer langen Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika in eine neue Stadt und ein neues Zuhause.


Lawrence Carroll Photographs è la sedicesima mostra ospitata nell’ex scuola d’infanzia di Bruzella, sede della Fondazione Rolla.

Philip e Rosella Rolla, che da anni collezionano l’opera pittorica di Carroll, ora presentano il suo primo progetto fotografico.

Lawrence Carroll è considerato un esponente di rilievo dell’arte contemporanea internazionale. Il suo lavoro, spesso al limite tra pittura e scultura, è pervaso da un sentimento poetico e un’impronta autobiografica che si riflette anche nel lavoro fotografico.

Il progetto nasce dopo un lungo viaggio attraverso gli Stati Uniti d’America verso una nuova città e una nuova casa.


Lawrence Carroll Photographs is the sixteenth exhibition held in the ex-kindergarten of Bruzella, home of the Rolla Foundation.

Philip and Rosella Rolla have been collecting Carroll’s pictorial work for years and now present his first photographic project.

Lawrence Carroll is considered a leading exponent of contemporary art. His work, often at the boundary between painting and sculpture, is pervaded by a poetic sentiment and an autobiographical imprint that is reflected in his photographic work.

The project was born after a long journey through the United States of America to a new city and a new home.

(Text: Rolla Foundation)

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Ausstellung | éphémère - Paul Cupido | Bildhalle | Zürich
Mai
24
zu 6. Juli

Ausstellung | éphémère - Paul Cupido | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
24. Mai - 6. Juli 2019

Éphémère
Paul Cupido


© Paul Cupido, Montserrat, 2019 | Courtesy Bildhalle

© Paul Cupido, Montserrat, 2019 | Courtesy Bildhalle


Anlässlich der ersten Einzelausstellung des aufstrebenden holländischen Künstlers Paul Cupido in der Schweiz, erscheint der gleichnamige Bildband sowie das exklusive und limitierte Artist Book „Continuum“ – beide von der Edition Bildhalle herausgegeben. Im Mai und Juni 2019 wird Paul Cupido’s Werk an der Photo London und an der Photo Basel zu sehen sein.

Paul Cupido ist 1977 auf einer kleinen holländischen Insel namens Terschelling geboren. Die Bewohner lebten weitgehend von dem, was die Natur zu bieten hatte: von einheimischen Lebensmitteln und Dingen, die an Land gespült wurden. Die tiefe Naturverbundenheit der Bevölkerung und ein Leben, das stark vom Rhythmus der Jahreszeiten, der Mondphasen und der Gezeiten beeinflusst war, prägen Paul Cupido bis heute auch in seiner künstlerischen Arbeit.

Cupido ist davon überzeugt, dass die Existenz des Menschen eng mit der Natur verwoben ist. «Ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit ist das, was ich Aufschichtung von Erinnerungen nenne. Eine glückliche Kindheit, das Erwachen der Jugend, Freundschaften, die erste Liebe, Wachstum und schliesslich der Tod: Ereignisse im Leben hinterlassen Spuren in unserem Gedächtnis, die irgendwann verblassen und zuweilen ganz verschwinden. Die Vergänglichkeit des Lebens ist allgegenwärtig. Die Verbundenheit des Menschen mit der Natur kann tröstlich sein, und dies möchte ich mit meinen Bildern sichtbar machen.»

Paul Cupidos weltweite fotografischen Erkundungen führten ihn kurz nach Abschluss der Fotoakademie zunächst nach Japan, auf die nordjapanische Insel Hokkaido. Später dann in die tropischen Zonen des brasilianischen Amazonas. Doch jede tatsächliche Erkundung eines Ortes mittels der Fotografie ist bei Cupido zugleich eine spirituelle Reise ins Innere. Seine elektrisierende Bildsprache und halluzinierenden Bildsequenzen spiegeln dies wider.

«Ephémère» ist der Titel dieser Ausstellung und auch von Cupidos erster Monografie. Zugleich ist es ein Schlüsselbegriff in seinem künstlerischen Werk. In der Botanik ist «ephemer» die Eigenschaft eines Organismus, der «nur einen Tag lebt», im übertragenen Sinne jedoch beschreibt das Wort den Prozess der Entstehung, der Verwandlung und des Verschwindens. Eine existenzielle Flüchtigkeit also, die Cupidos fragilen Bilder von Pflanzen, Menschen und Landschaften durchdringt. Seine Bilder scheinen im Moment des Übergangs von hellem Tageslicht zur schwarzen Nacht entstanden zu sein. In einer Zone ohne Zeit und geografische Verortung, aber voller Zauber, melancholischer Schönheit und tiefer poetischer Kraft.

(Text: Bildhalle, Zürich)

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Ausstellung | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden
Mai
24
zu 6. Juli

Ausstellung | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
24. Mai - 6. Juli 2019

Letzter Vorhang
Anna Lehmann-Brauns


Garderobe Theater Kudamm, 2018

Garderobe Theater Kudamm, 2018


Letzter Vorhang
Im Mai 2018 fiel der letzte Vorhang in den beiden Spielstätten Komödie und Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Nach jahrelangem und erbittertem Kampf begannen im Juni 2018 die Abrissarbeiten. Das von Theater-Architekt Oskar Kaufmann in den zwanziger Jahren entworfene Gebäude-Ensemble gibt es nun nicht mehr. Oskar Kaufmann stammt aus einer jüdischen Familie und hat in Berlin eine Reihe von Theaterbauten realisiert:, u.a. das Hebbeltheater, das Renaissance-Theater und die Kudamm-Bühnen. Bei einer Führung durch die beiden Häuser, durch die Garderoben, die Maske, die Requisite, beim Blick in die kleinen Logen usw., wurde mir noch mal die ganze Pracht und Schönheit dieser wunderbaren Orte vor Augen geführt. Von den roten Samtbestuhlungen, über das cremefarbene Interieur, die unzähligen Kristallüster in allen Grössen - um nur einige wenige Details zu nennen – atmete dieses Haus Geschichte.  Hier, wo Max Reinhardt gewirkt hat, wo Brecht- und Weill-Stücke uraufgeführt wurden, wo neben vielen anderen Inge Meysel, Harald Juhnke, Günter Pfitzmann und Katharina Thalbach über viele Jahre hinweg Abend für Abend spielten, wird nun eine weitere Shopping-Meile entstehen. In den Gesprächen schien es, als könnten die Mitarbeiter es alle noch nicht recht fassen. Zwischen Schockstarre und Anerkennung des Unvermeidbaren harrten sie der Dinge, die da kamen. Leider konnte keiner diese unverständliche Entscheidung eines externen Investors abwenden, die Option auf Denkmalschutz für die Häuser hatte sich die Stadt Berlin in den achtziger Jahren abkaufen lassen. Ich bekam allerdings die Möglichkeit den Schmelz dieses wunderbaren Ensembles noch ein Mal in meinen fotografischen Bildern festzuhalten. Von Dez 17 bis Mai 18 fotografierte ich mit gleichbleibender Regelmässigkeit jede Woche in den beiden Häusern und begleitete auch den beginnenden Abbau. Ich lernte viel über die Architektur der Häuser, die Künstler berichteten beispielsweise von der nach wie vor fantastischen Akustik der Theaterbauten. So fotografierte ich auch am Morgen nach der Nacht der buntschillernden Abschiedsparty: Goldflitter bedeckt den Bühnenboden und die aufgelöste Fin-de-Siecle-Stimmung hängt noch im Raum. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Raum als Ort der subjektiven und kollektiven Erinnerung. Meine Räume sind menschenleer und verweisen doch auf Ihre Bewohner. Ich arbeite mit Stativ und einer analogen Mittelformat-Kamera. Auch spärlich beleuchtete Räume lassen sich so in ihrem präzisen Glanz und in ihrer Farbigkeit abbilden. Meine fotografischen Bilder sind keine Dokumentationen, sondern der Versuch bestimmte Stimmungen festzuhalten. So standen die Bühnen am Kudamm auch für den freien Geist des alten Kudamms, für die Zwanziger Jahre und für eine Schauspieler-Generation die unseren Kindern nichts mehr sagen wird. Dass die beiden Bühnen abgerissen wurden, ist aktive Zerstörung von Kulturgut und steht sinnbildlich für viele falsche Entscheidungen, die durch Investoren ohne Geist aber mit viel Geld in dieser Stadt möglich werden.

Anna Lehmann-Brauns Geboren ist Anna Lehmann-Brauns 1968 in Berlin. Sie ist Absolventin der Meisterklasse von Joachim Brohm, Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Lehmann-Brauns Fotografien sind heutzutage international bekannt. Im Mai 2009 wurden ihre Werke auf dem New York Photo Festival präsentiert. Bereits 1997 war der Galerist Sascha Laue auf Lehmann-Brauns Arbeiten aufmerksam geworden.

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Ausstellung | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
29
zu 25. Aug.

Ausstellung | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
29. Mai - 25. August 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Monumenti - Irene Kung | Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Mai
31
zu 28. Juli

Ausstellung | Monumenti - Irene Kung | Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
31. Mai - 28. Juli 2019

Monumenti
Irene Kung


Duomo e Ulivo

Duomo e Ulivo


Im Projektraum von CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia wird die vom Direktor des Turiner Instituts, Walter Guadagnini, kuratierte Einzelausstellung von Irene Kung (Bern, 1958) mit dem Titel Monumenti am Donnerstag, den 30. Mai um 18 Uhr eröffnet.

Ausgehend von der Gegenüberstellung von Bildern aus zwei früheren Fotoserien, Le città invisibili (2012) und Trees (2014), trifft Kung eine visuelle Auswahl, die eine introspektive und soziale Untersuchung der Landschaft, ob urban, archäologisch oder natürlich, neu komponiert. Für die Schweizer Autorin sind diese Elemente reine Sehgrundlagen, die sich dem Betrachter, ohne die visuelle Störung durch Formen des Fortschritts und der menschlichen Vernachlässigung, als höfische Portraits aus der Dunkelheit präsentieren. In den achtzehn großformatigen Werken, die bei dieser Gelegenheit ausgestellt werden, erhalten Bäume, antike Ruinen und zeitgenössische Architektur einen heilbringenden Charakter und werden zu zeitgenössischen Denkmälern, die dank der Kraft der Ästhetik und der Stärke des Bildes die Zeit aufheben und das Chaos mit ihrer konstruktiven Harmonie ordnen.

Kung, die in der Malerei ausgebildet wurde, hat die Fotografie seit etwa einem Jahrzehnt als bevorzugtes Medium ihrer künstlerischen Produktion angenommen und ihre Ausbildung nicht nur dazu genutzt, die lyrische und emotionale Komponente ihrer künstlerischen Forschung, sondern auch die gestische und instinktive zu verbessern. Die Wesentlichkeit der Aufnahmen und die Fähigkeit, ihre Motive aus der Dunkelheit herauszuführen, drücken in der Tat eine stilistische und konzeptionelle Nähe zur italienischen Renaissance-Malerei aus: Ihre Werke unterstreichen den rationalen Wunsch, neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft zu finden, und die erneute Aufmerksamkeit für das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Gleichzeitig kontrastieren Kungs Kompositionen mit der Mehrdeutigkeit von Urbanisierung und menschlicher Fahrlässigkeit und unterstreichen eine subtile Unruhe aus der Schönheit. Das Beschreiben von Leiden durch eine raffinierte und traumhafte Darstellung ist - so Kung - ein Versuch, aus den Wahrnehmungen einer emotionalen Erfahrung eine neue Bedeutung zu generieren, ist eine Abstraktion, die mich von den Gebieten am meisten im Schatten über die meditative Dimension bis hin zu den unbewussten Räumen der Seele führt.

Orcha e Primavera

Orcha e Primavera

Nella Project Room di CAMERA – Centro Italiano per la Fotografia, verrà inaugurata giovedì 30 maggio, alle ore 18.00, la mostra personale di Irene Kung (Berna, 1958) intitolata Monumenti, curata dal direttore dell’istituto torinese, Walter Guadagnini.

A partire dalla giustapposizione di immagini appartenenti a due serie fotografiche precedenti, Le città invisibili (2012) e Trees (2014), Kung compie una selezione visiva che ricompone un’indagine al tempo stesso introspettiva e sociale sul paesaggio, sia esso urbano, archeologico o naturale. Tali elementi sono per l’autrice svizzera come fondamenti puri della visione che, spogliati dal disturbo visivo generato dalle forme di progresso e dall’incuria umana, si presentano allo spettatore come ritratti aulici che emergono dall’oscurità. Nelle diciotto opere di grande formato esposte in questa occasione, alberi, antiche rovine e architetture contemporanee assumono un carattere salvifico, diventano monumenti contemporanei che – grazie al potere dell’estetica e alla forza dell’immagine – annullano il tempo e ordinano il caos con la loro armonia costruttiva.

Formatasi in ambito pittorico, Kung ha adottato la fotografia come medium privilegiato della propria produzione artistica da circa un decennio, sfruttando la sua formazione non solo per impreziosire la componente lirica ed emotiva della sua ricerca artistica, ma anche quella gestuale ed istintiva. L’essenzialità delle inquadrature e la capacità di far emergere i suoi soggetti dall’oscurità, infatti, esprimono una vicinanza stilistica e concettuale al Rinascimento pittorico italiano: i suoi lavori evidenziano il desiderio razionale di individuare nuove strade possibili per un futuro sostenibile e la rinnovata attenzione all’equilibrio tra umano e naturale. Allo stesso tempo le composizioni di Kung evidenziano per contrasto l’ambiguità dell’urbanizzazione e della negligenza umana, facendo emergere dalla bellezza una sottile inquietudine. Descrivere la sofferenza attraverso una rappresentazione raffinata e onirica è – dichiara la Kung – un tentativo di generare un nuovo significato a partire dalle percezioni di un’esperienza emotiva, è un’astrazione che mi conduce dalle zone più in ombra alla dimensione meditativa, fino agli spazi inconsci dell’anima.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia, Torino)

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Ausstellung | The Magic of Metzner - Sheila Metzner | The Lumiere Brothers Center for Photography | Moscow
Jun
6
zu 1. Sep.

Ausstellung | The Magic of Metzner - Sheila Metzner | The Lumiere Brothers Center for Photography | Moscow

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The Lumiere Brothers Center for Photography | Moscow
6. Juni - 1. September 2019

The Magic of Metzner
Sheila Metzner


© Sheila Metzner. Uma. Patou Dress. 1986

© Sheila Metzner. Uma. Patou Dress. 1986


Das Lumiere Brothers Center for Photography präsentiert eine Retrospektive von Sheila Metzner - einer herausragenden amerikanischen Fotografin, deren Arbeiten erstmals in Russland gezeigt werden. In ihrer 50-jährigen Karriere hat Sheila ein beeindruckendes Portfolio aufgebaut: von Promi-Porträts wie Uma Thurman, David Lynch, Milla Jovovich, Tilda Swinton und Kim Basinger über Fotos für Modemagazine wie Vogue, Tatler und Vanity Fair bis hin zu Stillleben und Landschaften. Trotz dieser Genrevielfalt haben Metzners Werke alle einen leicht erkennbaren Markenstil. Sheila findet Inspiration im Leben selbst: in Menschen und Subjekten um sie herum, in ihrer Familie, in flüchtigen Eindrücken und Gefühlen. Sheila kreiert tief persönliche, sinnliche, anmutige und faszinierende Bilder. In den Posen der Modelle, den satten, tiefen Farben und dem weichen Fokus spürt man einen Einfluss der Fotografie des 19. bis frühen 20. Jahrhunderts, des Piktorialismus, der Werke von Edward Steichen, Alfred Stieglitz, Man Ray sowie der Gemälde von Caravaggio und Rembrandt. Sheila Metzners Fotografien sind Geschichten, sei es New Yorker Landschaften - ein visuelles Gedicht, das einer geliebten Stadt gewidmet ist, Werbefotografie, die organisch außerhalb des Werbekontextes existiert, Porträts, in denen die Gefühle des Subjekts durchscheinen, sowie die Bewunderung der Person hinter der Kamera für die Person davor, oder Stillleben mit berührend erhaltenen Objekten der Welt um uns herum - Vasen, Blumen, voller Erinnerungen und Spuren der Vergangenheit. Sie sind wie ein zerbrechliches Gefäß, gefüllt mit einem magischen Elixier aus einer Mischung von Gefühlen, persönlichen Geschichten und Erfahrungen, genauer Beobachtung und Auseinandersetzung mit der Welt und der Liebe zu Menschen, Objekten, Orten und jedem Moment des Lebens. "Fotografie....in ihrer einfachsten Form ist Magie...Dieses Bild, gefangen in meiner Falle, meiner Box der Dunkelheit, kann leben. Es ist ewig, unsterblich", schreibt Sheila. Nach ihrem Studium an der School of Industrial Art in Manhattan (heute High School of Art and Design) und dem Schwerpunkt Visuelle Kommunikation am Pratt Institute (New York) arbeitet Sheila seit vielen Jahren in der Werbebranche. In den 1960er Jahren wurde sie die erste weibliche Art Directorin der Werbeagentur Doyle Dane Bernbach, und sie konnte mit vielen berühmten Fotografen zusammenarbeiten, darunter Richard Avedon, Melvin Sokolsky, Bob Richardson und Diane Arbus.

Inspiriert von den Werken der englischen Fotografin des 19. Jahrhunderts Julia Margaret Cameron, die malerische Porträts ihrer Familie schuf, begann Sheila, ihren Mann, den Künstler Jeffrey Metzner, und ihre sieben Kinder zu fotografieren. Der erste Schritt in ihrer fotografischen Karriere war die Teilnahme an der Ausstellung Spiegel und Fenster von 1978: Amerikanische Fotografie Seit 1960 im Museum of Modern Art (MOMA) in New York, wo das Schwarz-Weiß-Porträt ihrer Tochter Evyan zusammen mit Werken von Künstlern wie Robert Mapplethorpe, Andy Warhol, Garry Winogrand und William Eggleston präsentiert wurde. Während die Fotografie erst allmählich als Kunst wahrgenommen wurde und der künstlerische Wert der Farbfotografie in Frage gestellt wurde, war Metzner einer der ersten Fotografen, der in Farbe arbeitete. Nach einem erfolgreichen Start begann Sheila mit den Modehäusern Valentino, Fendi, Ralph Lauren, Chloé zu arbeiten und unterschrieb einen Vertrag mit der Vogue und war damit die erste Fotografin, die kontinuierlich mit der Vogue zusammenarbeitete. Sheila Metzners Fotografien werden in den größten Museumssammlungen der USA präsentiert, wie dem Metropolitan Museum of Art, dem Museum of Modern Art (MOMA), dem International Center for Photography (ICP) und dem J. Paul Getty Museum. Im Rahmen der Ausstellung wird Sheila Metzner eine Ausstellungstour und einen Künstlergespräch geben, in dem sie über ihr Leben, ihre Karriere und Inspirationsquellen spricht. Dieses Projekt wurde von der Botschaft der Vereinigten Staaten in Russland unterstützt.


The Lumiere Brothers Center for Photography presents a retrospective by Sheila Metzner—an outstanding American photographer whose works are being presented in Russia for the first time. During her 50-year career, Sheila has built up an impressive portfolio: from celebrity portraits, including Uma Thurman, David Lynch, Milla Jovovich, Tilda Swinton and Kim Basinger, and photographs for fashion magazines such as Vogue, Tatler and Vanity Fair, to still life and landscapes. Despite such a variety of genres, Metzner’s works all have an easily recognizable trademark style. Sheila finds inspiration in life itself: in people and subjects around her, her family, fleeting impressions and feelings. Sheila creates deeply personal, sensual, graceful and fascinating images. In the poses of the models, saturated deep colors and soft focus, there is a hint of an influence from 19th-early 20th century photography, pictorialism, the works of Edward Steichen, Alfred Stieglitz, Man Ray, and the paintings of Caravaggio and Rembrandt. Sheila Metzner’s photographs are stories, whether they be New York landscapes—a visual poem dedicated to a beloved city, advertising photography that organically exists outside the advertising context, portraits in which the subject’s feelings shine through, as well as the admiration of the person behind the camera for the person in front of it, or still life filled with touchingly preserved objects of the world around us—vases, flowers, fraught with memories and traces of the past. They are like a fragile vessel filled with a magical elixir of a mixture of feelings, personal stories and experiences, close observation and examination of the world and love for people, objects, places and every moment of life. “Photography…in its most basic form is magic…This image, caught in my trap, my box of darkness, can live. It is eternal, immortal,” Sheila writes. After studying at the School of Industrial Art in Manhattan (now High School of Art and Design) and majoring in Visual Communications at Pratt Institute (New York), Sheila has worked in the advertising industry for many years. In the 1960s, she became the first female art director of the advertising agency Doyle Dane Bernbach, and she was able to work with many famous photographers, including Richard Avedon, Melvin Sokolsky, Bob Richardson and Diane Arbus. 

Inspired by the works of the 19th century English photographer Julia Margaret Cameron, who created picturesque portraits of her family, Sheila began photographing her husband, artist Jeffrey Metzner, and their seven children. The first step in her photographic career was participating in the 1978 exhibition Mirrors and Windows: American Photography Since 1960 at The Museum of Modern Art (MOMA) in New York, where the black and white portrait of her daughter Evyan was presented along with works by artists such as Robert Mapplethorpe, Andy Warhol, Garry Winogrand and William Eggleston. While photography was only beginning to be perceived as art, and the artistic value of color photography was being questioned, Metzner was one of the first photographers to work in color. After a successful start, Sheila began working with fashion houses Valentino, Fendi, Ralph Lauren, Chloé and signed a contract with Vogue, becoming the first female photographer to work with Vogue on an ongoing basis. Sheila Metzner’s photographs are presented in the largest museum collections in the US, such as The Metropolitan Museum of Art, The Museum of Modern Art (MOMA), The International Center for Photography (ICP) and the J. Paul Getty Museum. As part of the exhibition, Sheila Metzner will give an exhibition tour and an artist talk, in which she will discuss her life, her career and sources of inspiration. This project has been supported by The United States Embassy in Russia.

(Text: The Lumiere Brothers Center for Photography, Moscow)

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Ausstellung | Konkrete Fotografie - Roger Humbert | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Jun
6
zu 13. Juli

Ausstellung | Konkrete Fotografie - Roger Humbert | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

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Fabien & Claude Walter Galerie | Zürich
6. Juni - 13. Juli 2019

Konkrete Fotografie
Roger Humbert


Roger Humbert_ Ohne Titel_1951_Silbergelatineabzug auf Baryt Papier (Agfa-Gevaert)_47 x 61 cm_Unikat.JPG

Die konkrete Fotografie strebt nach einer reinen Fotografie, die nur sich selbst thematisiert und von Ikonografie und Symbolik losgelöst ist. Der 1929 in Basel geborene Fotograf Roger Humbert ist ein Pionier dieser Konkreten Fotografie und hat von den 1950er Jahren bis heute ein umfangreiches Werk hervorgebracht. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert Humberts wichtige Position in der Fotografie des 20. Jahrhunderts in einer Einzelausstellung, welche eine Auswahl der mit experimentellen Lichtquellen und Formelementen entstandenen Fotogramme der 1950er, 1960er und 1970er Jahre sowie späte Arbeiten, die in den vergangenen 20 Jahren entstanden sind, zeigt.

Roger Humbert beschreibt seine Fotografie mit einem kurzen, prägnanten und doch komplexen Satz: „Ich fotografiere das Licht“. Basierend auf den Theorien des englischen Fotografen Alvin Langdon Coburn um 1916, steht im Zentrum der konkreten Fotografie die geheimnisvolle Qualität des Lichts. Weitere Stationen der Entwicklungsgeschichte sind die bekannten Schadographien von Christian Schad, die Rayographs von Man Ray, sowie die am Bauhaus entstandenen Fotogramme, Luminogramme und Fotomontagen von László Moholy-Nagy.

Obwohl eine erste internationale Übersichtsausstellung zum Thema und mit dem Titel Ungegenständliche Photographie 1960 im Gewerbemuseum Basel gezeigt wurde, kam der Begriff Konkrete Fotografie erst einige Jahre später auf. 1967 präsentierte die Berner Galerie aktuell die experimentellen Fotografien der jungen Schweizer Avantgarde-Fotografen Roger Humbert, René Mächler, Jean-Frédéric Schnyder und Rolf Schroeter unter dem Titel konkrete fotografie erstmals der Öffentlichkeit.

Roger Humbert, der tagsüber als ausgebildeter Fotograf und Grafiker arbeitete, begann Mitte der 1950er in der Dunkelkammer Fotogramme zu schaffen. Humbert war mit seinen fotografischen Zeitgenossen auf der Suche nach einer neuen modernen, experimentellen Bildsprache – einer Fotografie ohne Kamera. Er verneinte das Abbild, löste sich vom Gegenstand und verstand das Licht als entscheidendes, bilderzeugendes Element. Der Kunst- und Literaturwissenschaftler Bernd Stiegler vergleicht in der Publikation konkrete fotografie als programm Humberts Arbeit in der Dunkelkammer mit der eines Naturwissenschaftlers. Im Labor unternahm Humbert nämlich naturwissenschaftliche Experimente mit der Fotografie und versuchte mit der Verwendung von Formelementen wie Schablonen, Rastern und Lochkarten herauszufinden, was es bedeutet das Licht fotografisch festzuhalten.

Humberts Fotogramme wurden mittlerweile weltweit ausgestellt, wie u.a. in Tokyo, Osaka, Mailand, São Paulo, Anvers, Rom, Paris, Berlin und New York. Sie demonstrieren deutlich, wie der Einsatz der elementaren fotografischen Mittel gemeinsam mit einer subjektiven Gestaltungskraft neue Wege in der zeitgenössischen Kunst eröffnen konnten. In unserer heutigen Zeit, in der die Digitalisierung die Fotografie einmal mehr in Frage stellt und von vielen Künstlern wieder auf die alten fotografischen Techniken zurückgegriffen wird, ist Roger Humbert seinem wichtigen künstlerischen Schaffen - der gegenstandslosen Fotografie - treu geblieben.

(Text: Alessa Widmer)

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Ausstellung | Japanese Photography 1930s - 1970s | Mai 36 Galerie | Zürich
Jun
7
zu 3. Aug.

Ausstellung | Japanese Photography 1930s - 1970s | Mai 36 Galerie | Zürich


Mai 36 Galerie | Zürich
7. Juni - 3. August 2019

Japanese Photography 1930s – 1970s
Nobuyoshi Araki, Ken Domon, Ei-Q, Masahisa Fukase, Hiroshi Hamaya, Minoru Hirata, Eikoh Hosoe, Seiryu Inoue, Yasuhiro Ishimoto, Kikuji Kawada, Kineo Kuwabara, Daido Moriyama, Takuma Nakahira, Ikko Narahara, Yonosuke Natori, Kiyoji Otsuji, Akira Sato, Osamu Shiihara, Teikoh Shiotani, Issei Suda, Akira Tanno, Shoji Ueda, Hitomi Watanabe, Katsuhiro Yamaguchi, Kansuke Yamamoto


su_phv_49_033_350dpi_200mm.jpg

Die Mai 36 Galerie freut sich in der Gruppenausstellung “Japanese Photography 1930s-1970s” in Zusammenarbeit mit Taka Ishii Gallery, Tokyo eine Auswahl japanischer Fotografie aus den Jahren 1930 bis 1970 zu präsentieren. Seit 30 Jahren zeigt die Mai 36 Galerie zeitgenössische Positionen der Fotografie wie Thomas Ruff sowie analoge Fotografien von Roe Ethridge, Luigi Ghirri, Ion Grigorescu, Jitka Hanzlova, Peter Hujar, Robert Mapplethorpe und Torbjørn Rødland.

Seit den 1990er Jahren hat die globale Anerkennung für die japanische Kunstfotografie massiv zugenommen. Weltweit interessierte sich das Publikum dafür, wie japanische Fotografen, obwohl von den Ausdrucksmitteln der westlichen Fotografie beeinflusst, ihren je eigenen unverwechselbaren Kontext für ihre Arbeit fanden.

Was zunächst als Interesse für einzelne japanische Fotografen begann, weitete sich derart aus, dass zwischen den einzelnen Punkten Verbindungen geknüpft und Linien gezogen wurden, bis die Versuche, sich einen Überblick über die japanische Fotografie zu verschaffen, schließlich in eine systematische Erforschung derselben mündeten. 2005 wurde im Rahmen des Houston International Photography Festivals in Texas, USA, eine Ausstellung zur Geschichte der japanischen Fotografie gezeigt, die in Amerika zu einem vertieften Verständnis der japanischen Fotografie führte. 2008 präsentierte das International Center of Photography in New York die Ausstellung «Heavy Light: Recent Photography and Video from Japan», die auch nach den 1990er Jahren einsetzende Trends der japanischen Fotografie und Kunst vorstellte. Die Ausstellung «For a New World to Come: Experiments in Japanese Art and Photography 1968–1979» im Museum of Fine Arts, Houston, 2015, konzentrierte sich bei ihrer ausführlichen Darstellung der Entwicklung und Bedeutung der Fotografie im Kontext der zeitgenössischen japanischen Kunst ganz auf die Zeit zwischen den späten 1960er und 1970er Jahren. Da es in Europa noch keine Schau ähnlichen Umfangs gab, planen wir eine Ausstellung, in deren Zentrum Schlüsselwerke der unten aufgeführten Künstler stehen und den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen sollen, die Strömungen der japanischen Nachkriegsfotografie von den 1930er bis in die 1970er Jahre nachzuvollziehen.

(Text: Mai 36 Galerie, Zürich)

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Ausstellung | Eden - Clark & Pougnaud | hangar art center | gallery | Brussels
Jun
7
zu 6. Juli

Ausstellung | Eden - Clark & Pougnaud | hangar art center | gallery | Brussels

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hangar art center | gallery | Brussels
7. Juni - 6. Juli 2019

Eden
Clark & Pougnaud


Clark & Pougnaud, La Rose.

Clark & Pougnaud, La Rose.


Déjà exposé lors de la 2e édition du PhotoBrussels Festival au Hangar, le duo d’artistes Clark & Pougnaud est de retour à Bruxelles avec une toute nouvelle série, Eden. Cette fois-ci, c’est le thème de la nature morte qu’ils ont décidé d’explorer dans leurs images. Avec beaucoup de poésie, Pougnaud est aux décors et à la mise en scène, Clark à la photographie. Pour Eden, ils ont décidé de travailler sur plusieurs supports. L’ensemble de la série fait l’objet de tirages pigmentaires sur papier Hannemülhe. Certaines de ces photographies sont tirées sur un précieux papier Moulin du Vergé.

Cette exposition annonce déjà la thématique de la 4ème édition de PhotoBrussels Festival : Still Life.

« Une saison au paradis. Mettre en scène un jardin imaginaire devant une toile peinte. Peindre puis photographier du matin au soir, tant que la lumière pénètre dans le studio. Rouler la toile quand elle a été photographiée et en tendre une autre.  Rechercher dans le jardin-potager, sur les chemins, dans les buissons, des formes et des couleurs si belles qu’on les rapporte à l’atelier. Capturer quelques insectes, prélever à la nature des petits morceaux de vies magnifiques. Peindre et photographier chaque jour jusqu’aux frimas d’octobre dans le grand espace ouvert d’un studio- photo éphémère. » - Clark & Pougnaud, 2018. 


Already exhibited during the 2nd edition of PhotoBrussels Festival at Hangar, the duo Clark & Pougnaud is back in Brussels with a brand new series, Eden. This time, they decided to explore the theme of still life in their images. With a lot of poetry, Pougnaud creates the sets and the staging, Clark shoots the photographs. For Eden, they decided to work on several media. The entire series is the subject of pigment prints on Hannemülhe paper and some of the photographs are printed on a precious paper Moulin du Vergé.

This exhibition already announces the theme of the 4th edition of PhotoBrussels Festival: Still Life.

“A season in paradise. Stage an imaginary garden in front of a painted canvas. Paint then photograph from morning to night, as long as the light enters the studio. Roll the canvas when it has been photographed and stretch another one. Look in the vegetable garden, on the paths, in the bushes, shapes and colors so beautiful that we bring them back to the workshop. Catch some insects, take from nature small pieces of beautiful lives. Paint and photograph every day until the October frosts in the large open space of an ephemeral photo studio.” - Clark & Pougnaud, 2018.


Het kunstenaarsduo Clark & Pougnaud was al eens te gast op de 2e editie van het PhotoBrussels Festival in Hangar en nu strijken ze opnieuw neer in Brussel, met een nieuwe serie: Eden. Het thema dat ze deze keer verkennen in hun beelden is het stilleven. Pougnaud concentreert zich vol poëzie op de decors en enscenering, Clark neemt de fotografie voor zijn rekening. Voor Eden werken ze op verschillende dragers. Voor de hele serie maken ze pigmentafdrukken op Hannemülhe-papier. Sommige foto’s krijgen de eer van een afdruk op het verfijnde papier Moulin du Vergé. 

Deze tentoonstelling geeft al een voorsmaakje van het thema van de 4e editie van het PhotoBrussels Festival: Still Life.

“Een seizoen in het paradijs. Een denkbeeldige tuin ensceneren vóór een schilderij. Van ’s ochtends tot ’s avonds schilderen en fotograferen, terwijl de studio in het licht baadt. Het doek oprollen als er voldoende foto’s van zijn gemaakt en een ander opspannen. In de moestuin, op de wegen, in de struiken op zoek gaan naar overweldigend mooie vormen en kleuren die een plaatsje krijgen in het atelier. Enkele insecten vangen, kleine stukjes schitterend leven aan de natuur ontfutselen. Elke dag schilderen en fotograferen, tot in oktober de rijm alles wit maakt, in de grote open ruimte van een pop-up fotostudio.”

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Ausstellung | Les Yeux Rouges | hangar art center | gallery | Brussels
Jun
7
zu 6. Juli

Ausstellung | Les Yeux Rouges | hangar art center | gallery | Brussels

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hangar art center | gallery | Brussels
7. Juni - 6. Juli 2019

Les Yeux Rouges
Hervé Charles, Hichem Dahes, David de Beyter, Lot Doms, Jean-Frédéric de Hasque, Marie le Mounier, Lola Meotti, Paolo Pelizzari, Philippe Terrier-Hermann, Olivier Thieffry


Olivier Thieffry, FO-TUO.

Olivier Thieffry, FO-TUO.


Cette exposition montre un extrait du travail personnel des enseignants de l’atelier de photographie de la Cambre. Un regroupement exceptionnel dans un projet commun qui met en avant la diversité des pratiques et d'approches du médium et montre la vitalité créatrice qui les anime. Unis par une mise en perspective de la photographie, ils s'ouvrent aux pratiques connexes telles que la vidéo, la performance ou l’installation dans lesquelles on retrouve une même volonté d'interroger des thématiques sociales, politiques, écologiques ou personnelles tout en gardant une écriture visuelle propre et une identité singulière.


This exhibition shows an excerpt from the personal work of the teachers of La Cambre photography workshop. This is an exceptional grouping around a common project that highlights the diversity of practices and approaches of the medium and shows the creative vitality that drives them. United by a perspective of photography, they are open to related practices such as video, performance or installation in which we find the same desire to question social, political, ecological or personal themes while keeping their own visual writing and a singular identity.


Deze tentoonstelling toont een mooie doorsnede van het persoonlijke werk van de docenten fotografie van La Cambre. Een uitzonderlijke bundeling binnen een gemeenschappelijk project dat de nadruk legt op de diversiteit in de praktijk en benaderingswijzen van het medium en toont hoeveel creatieve vitaliteit erachter schuilt. De fotografie in perspectief plaatsen is het gemeenschappelijke doel. Daarom staan de exposanten open voor aangrenzende disciplines zoals video, performances of installaties, waaruit hetzelfde streven spreekt om sociale, politieke, ecologische of persoonlijke thema’s aan te snijden, met behoud van de eigen visuele stijl en ieders unieke identiteit.

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Ausstellung | Vor Ort - Fotografie aus Salzburg | Fotohof | Salzburg
Jun
7
zu 27. Juli

Ausstellung | Vor Ort - Fotografie aus Salzburg | Fotohof | Salzburg


Fotohof | Salzburg
7. Juni - 27. Juli 2019

Vor Ort - Fotografie aus Salzburg
Anna Aicher, Sebastian Albert, Valentin Backhaus, Katrin Froschauer, Michaela Fellner, Vincent Forstenlechner, Ira Grünberger, Peter Hellekalek, Gerhard Kaserer, Vera Kern, Gerhard Kowald, Karl Mätzler, Bernhard Müller, Sigrid Riepl, Peter Schreiner, Nadine Weixler


Peter Schreiner − Black Triangle No. 82, 2018. Pigment Print. 16×20 cm

Peter Schreiner − Black Triangle No. 82, 2018. Pigment Print. 16×20 cm

Die Ausstellung gibt einen Einblick in das vielfältige kreative Schaffen von FotokünstlerInnen Vor Ort. Sie umfasst unterschiedlichste Arbeiten in Inhalt und Form, spiegelt somit die vielfältigen visuellen Ausdrucksmöglichkeiten wieder, die das Medium bietet. Von sozialkritischer Dokumentarfotografie bis zu inszenierter Land-Art, von Portrait- bzw. Selbstportrait-Fotografie bis zur dreidimensionalen Landschaftserfassung, von der präzisen lokalen Ortsuntersuchung bis zum Roadtrip, vom hochwertigst produzierten und gestaltetem Fotobuch bis zum Fotofilm - die ausgewählten Positionen geben eine spannnende Übersicht über die Produktionen einer jungen Salzburger Foto-Szene.

(Text: Fotohof, Salzburg)

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Ausstellung | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel
Jun
7
zu 16. Juni

Ausstellung | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel


in situ | photo basel | Heuberg 24 | Basel
7. - 16. Juni 2019

Die Sammlerin - Isabelle Mège


Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon

Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon


Nach fünf erfolgreichen Kunstmessen hat sich die photo basel erfolgreich etabliert. Es ist unser Wunsch, auch in diesem Jahr parallel zur photo basel in der situ Reihe mit einer hochstehenden Ausstellung präsent zu sein und Basel als Photo-Stadt besser zu positionieren. Es ist uns gelungen die „i.collection“ von Isabelle Mège zeigen zu können.

Isabelle Mège, genannt „i“, hat für ca. 80 zeitgenössische Photographen posiert. Dieses Abenteuer erstreckte sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. In der Tat posierte sie nicht, sondern ist mit den Photographen in einen Dialog getreten. Isabelle startete das Projekt 1987 und ist 20 Jahre lang auf der Suche nach Photographen. Dieser Wille ist der Beweis für das Gefühl der Notwendigkeit, etwas aufzubauen, eine Spur zu hinterlassen – ein Ansatz den man heute als „Performancekunst“ bezeichnen könnte. Ihr Gesicht, ihr Körper, ihre Silhouette nehmen vor dem Objektiv der Photographen die verschiedensten Facetten an. Alle diese Photographien offenbaren dem Betrachte die verschiedenen Persönlichkeiten der Photographen sowie die zahlreichen Facetten des dargestellten Körpers. Somit gelang es ihr, eine beeindruckende Sammlung von Bildern ihres Körpers und zugleich von zeitgenössischen Photographien zusammenzustellen.

Wir freuen und sehr, Ihnen diese kurze aber inspirierende Ausstellung im Raum für Kunst zeigen zu können Es sind ca. 60 Arbeiten zu sehen, die alle auch käuflich erworben werden können.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

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Ausstellung | Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Jun
8
zu 6. Okt.

Ausstellung | Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung | Winterthur
8. Juni - 6. Oktober 2019

Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen


Apollo 11 (oben: Detail), 1969 © Edy Brunner

Apollo 11 (oben: Detail), 1969 © Edy Brunner


Die Mondlandung am 21. Juli 1969 war ein Jahrhundertereignis. Fünfzig Jahre nachdem der erste Mensch seinen Fuss auf die Mondoberfläche setzte, fragt die Fotostiftung Schweiz nach der fotografischen Darstellung dieses Gestirns, das die Fantasien der Menschen schon seit jeher beflügelt. Dabei geht es nicht so sehr um eine wissenschaftliche oder dokumentarische Auseinandersetzung mit dem Mond als vielmehr um die bildhafte Übersetzung einer schwer fassbaren Erfahrung. Die «Entzauberung» des Monds ist ein Schock, der auch künstlerische Energien freigesetzt hat. Die romantische Verklärung hat einer Diskussion um die Rolle des Menschen im Universum Platz gemacht. Dies kommt etwa in konzeptuellen und erkenntniskritischen Ansätzen zum Ausdruck, die aber immer auch die sinnliche Faszination bewahren, die vom Mond ausgeht. Was die in der Ausstellung vertretenen Positionen eint, ist die Befragung eines Ereignisses, dessen Ambivalenz auch heute noch zu denken gibt: Die Grossartigkeit der Unternehmung und der sie ermöglichenden technischen Leistungen kontrastieren mit der Banalität des Vorgefundenen und der Motive der Raumfahrtmissionen, des Space Race. Neben ausgewählten historischen Werken werden in erster Linie zeitgenössische Arbeiten und Installationen vorgestellt.

(Text: Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

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Ausstellung | Contradiction - Elfie Semotan | C/O Berlin Foundation | Berlin
Jun
8
zu 7. Sep.

Ausstellung | Contradiction - Elfie Semotan | C/O Berlin Foundation | Berlin


C/O Berlin Foundation
8. Juni - 7. September 2019

Contradiction
Elfie Semotan


o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel © Elfie Semotan

o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel © Elfie Semotan


„Heute hört man mir zu, weil ich etwas zu sagen habe. Früher hat man mir zugehört, weil man mich gern angeschaut hat.“

(Elfie Semotan)

„Trau dich doch.“ So lautete der provokante Werbespruch der österreichischen Marke Palmers, die die Models in reizvollen schwarzen Dessous auf Plakaten in Szene setzte – in den späten 1970er-Jahren noch ein Skandal. Erst allmählich wurden Konventionen mit spielerischer Experimentierfreude hinterfragt. Die Bilder der österreichischen Fotografin Elfie Semotan zeugen von einem damals neuen hedonistischen Zeitgeist und bestechen bis heute durch ihre kühle Eleganz, unperfekte Schönheit und ihren diskret erotischen Subtext. Oft zeigen sie mehr als nur das Dargestellte und lassen durch intelligent zitierte Bezüge zu ikonischen Werken der Kunstgeschichte die Grenze zwischen Kunst und Kommerz verschwimmen. 

Semotans Karriere begann zunächst als Fotomodell in Paris. Ihr damaliger Lebensgefährte, der kanadische Fotograf John Cook, führte sie Ende der 1960er-Jahre zur Fotografie und weckte ihre Leidenschaft für die Arbeit hinter der Kamera. Vor allem war es die Kunst des fotografischen Storytellings, das sie sich aneignete: Bilder, die wie Filmstills wirken, Personen- und Bildkompositionen, die stets eine Geschichte jenseits des Abgebildeten erzählen. Dieses Prinzip führte sie in einer langjährigen Kampagne für das österreichische Mineralwasserunternehmen Römerquelle fort, in der sie Variationen einer Ménage-à-trois durchspielte. Ihre Werbefotografien und ihre Porträts von prominenten Personen aus Kunst, Film und Theater wie Louise Bourgeois, Willem Dafoe, Elfriede Jelinek, Milla Jovovich, Maria Lassnig, Martin Kippenberger, Udo Kier, Jonathan Meese oder Daniel Richter und nicht zuletzt ihre exklusive Zusammenarbeit und Freundschaft mit Helmut Lang machten die Fotografin weltbekannt. Während der Modeschöpfer durch sein minimalistisches Design für die internationale Mode stilprägend war, schuf Elfie Semotan mit ihren freizügigen Werbe- und Modefotografien für Helmut Lang sowie für internationale Magazine wie Elle, Harper’s Bazaar, Interview, The New Yorker oder Vogue eine neue fotografische Ästhetik. Wie ihre deutschen Zeitgenossinnen wie Barbara Klemm, Herlinde Koelbl oder Sibylle Bergemann hat die Österreicherin Elfie Semotan die Freiräume in der Fotografie genutzt und dieses Medium, das wie die meisten künstlerischen Disziplinen lange Zeit ausschließlich von Männern besetzt war, für sich erobert und ihre eigene weibliche Perspektive durchgesetzt. 

C/O Berlin würdigt Elfie Semotan erstmalig außerhalb Österreichs mit einer umfangreichen Ausstellung und stellt einen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen der Fotografin vor. Eine Publikation wird die Schau begleiten.

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Ausstellung | Food for the Eyes - Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation | Berlin
Jun
8
zu 7. Sep.

Ausstellung | Food for the Eyes - Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation | Berlin


C/O Berlin Foundation | Berlin
8. Juni - 7. September 2019

Food for the Eyes - Die Geschischte des Essens in der Fotografie


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Wiener Würstchen, Bockwürste, Schinken, Petersilie und Gewürzgurken als Requisiten einer grotesk absurden Szenerie – die Wurstserie des Schweizer Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss ist legendär. Die gefrorenen Gemüse- und Obstwürfel und kunstvoll arrangierten Stillleben des amerikanischen Modefotografen Irving Penn sind es ebenso. Die quietschbunten Törtchen und Baked Beans auf Toast des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr bedienen ein britisches Klischee, während die Arbeiten von Cindy Sherman und Martha Rosler das Rollenbild der Frau in der Küche hinterfragen. Die Ausstellung Food for the Eyes bei C/O Berlin blickt auf die vielen Geschichten des Essens in der Fotografie. 

Die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist lebensnotwendig – wie Luft, die wir atmen, oder Wasser, das wir trinken. Sie zählt zu den täglichen Grundbedürfnissen des Menschen, weckt die Sinne und betrifft das private und öffentliche Leben gleichermaßen. Nahrung und der Akt des gemeinsamen Essens spielen für unsere Rituale, Religionen und Feste eine entscheidende Rolle. Im Essen spiegeln sich unsere Wünsche und Fantasien wider. Als immer verfügbares und alltägliches Sujet wurde und wird Essen vielfach dargestellt. Food Photography kann deshalb – ebenso wie das Essen selbst – die unterschiedlichsten Themen fokussieren: Familie, Tradition, Ritual, Kultur, Wohlstand, Armut, Gender, Rasse, Lust, Ekel, Konsum und Verschwendung.

Mit Werken aus den Bereichen der Mode und des Fotojournalismus bis hin zur Werbung bietet die Schau einen umfangreichen Überblick über die Darstellung von Essen in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte und verhandelt dieses Thema in drei Kapiteln: Stillleben zeigt, wie Künstler*innen dem traditionell malerischen Genre gefolgt sind. Wie hat die Malerei die Food Photography inspiriert, und wie haben zeitgenössische Fotograf*innen dieses künstlerische Motiv untergraben? Welche Veränderungen und Formen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt? Around the Table wiederum blickt auf die Rituale des gemeinsamen Essens, auf die Werte und die kulturellen Identitäten, die sich darin widerspiegeln. Playing with Food beleuchtet nicht zuletzt mittels vielfältiger Ausdrucksweisen wie in der Kombination von Spiel und Nahrungsmitteln Werke entstehen, die unser Leben und unsere Zeit humorvoll reflektieren.

Food for the Eyes . Die Geschichte des Essens in der Fotografie präsentiert eine Vielzahl an Werken bekannter Künstler*innen wie Nobuyoshi Araki, Peter Fischli und David Weiss, Nan Goldin, Rinko Kawauchi, Laura Letinsky, Martin Parr, Irving Penn, Martha Rosler, Cindy Sherman, Stephen Shore und Wolfgang Tillmans. Die Ausstellung, kuratiert von Susan Bright und Denise Wolff, wurde organisiert von der Aperture Foundation, New York, und entstand in Zusammenarbeit mit C/O Berlin.

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Ausstellung | Kopiec Bonawentura - Lucas Olivet | Espace JB | Carouge
Jun
14
zu 15. Juli

Ausstellung | Kopiec Bonawentura - Lucas Olivet | Espace JB | Carouge


Espace JB | Carouge
14. Juni - 15. Juli 2019

Kopiec Bonawentura
Lucas Olivet


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A true behind-the-scenes gathering around Lac Noir located in the municipality of Wentworth in Canada, this exhibition is an invitation to travel and discover an exceptional nature. Accustomed to the places, Lucas Olivet goes every day to the family cottage where he continues to work around the lake, the vegetation and the relationship of the man to the water. Through a raking light, he tries to pay homage to this wild nature, to discover the traces of a certain spirituality in which the human presence is found to live simply, in the calm, the rhythm of the sun.

These pictures are the result of patient work. Sober and intimate, they are like Black Lake. They take us into this relaxing landscape, bathed in sunshine and so much so that they seem to be out of time.

“Black Water Ballad” comes after “Wentworth”, an evolving project around the Canadian campaign that was presented at the Biel International Photography Festival in 2013 and in 2014 at the European Young Photography Festival at 104 in Paris.

(Text: Sophie Eigenmann)

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Ausstellung | Foto und Faden - Marion Strunk | Never Stop Reading | Zürich
Jun
14
zu 2. Juli

Ausstellung | Foto und Faden - Marion Strunk | Never Stop Reading | Zürich


Never Stop Reading | Zürich
14. Juni - 2. Juli 2019

Foto und Faden
Marion Strunk


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Bestickte Fotografie und Texten dazu von Elisabeth Wandeler-Deck, Christine Lötscher, Ilma Rakusa, Birgit Kempker, Marion Strunk, Judith Kuckart, Ines Bauer und Jeannette Fischer

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Ausstellung | If you can dream it, you can do it - Anna Katharina Zeitler | Soiz Galerie | Passau
Jun
15
zu 26. Juli

Ausstellung | If you can dream it, you can do it - Anna Katharina Zeitler | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
15. Juni - 26. Juli 2019

If you can dream it, you can do it
Anna Katharina Zeitler


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Anna Katharina Zeitler nimmt in ihrem Bildzyklus If you can dream it, you can do it ihre persönliche Lebenssituation der letzten zehn Jahre zum Ausgangspunkt, die geprägt war vom ständigen Unterwegssein und der gleichzeitigen Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen.

„Meine Fotografien sind eine Reise zurück in diese Zeit“, erläutert die heute in Berlin lebende Fotokünstlerin ihren Bildzyklus. „Ich benutze Bilder als Metaphern für meine Erinnerungen, um scheinbare Zwischenzustände als Konstante zu beschreiben.“

Die Fotografien oszillieren zwischen Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit und Heimweh. In geheimnisvollen Schlagbildern entführt Anna Katharina Zeitler den Betrachter auf eine poetischen Bilderreise voller Sinnlichkeit, Intimität, Melancholie und Magie, bei der Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen. Zeit und Raum bleiben stets unbestimmt, eine Projektionsfläche für unsere individuellen Interpretationen, ein Niemandsland, das von unseren persönlichen Ängsten und Wünschen besiedelt ist.

If you can dream it, you can do it ist wie ein Gedicht, das immer wieder neu gelesen werden will. Jeder Betrachter kann es auf seine Weise lesen und interpretieren und so seinen eigenen Zugang finden.

(Text: Soiz Galerie, Passau)

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Ausstellung | Im [Un]Ruhestand - Arne Wesenberg | f3 - freiraum für fotografie | Berlin
Jun
15
zu 18. Aug.

Ausstellung | Im [Un]Ruhestand - Arne Wesenberg | f3 - freiraum für fotografie | Berlin

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f3 - freiraum für fotografie | Berlin
15. Juni - 18. August 2019

im [Un] Ruhestand
Arne Wesenberg


Friede Springern aus der Serie im [Un]Ruhestand | Arne Wesenberg

Friede Springern aus der Serie im [Un]Ruhestand | Arne Wesenberg


Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan, der Fotograf Thomas Höpker, die Professorin Jeanine Meerapfel, der WC-Wächter Werner Berlin, der Schriftsteller Rafik Schami, der Schauspieler Michael Gwisdek, die Sozialpädagogin Petra Peterich haben etwas gemeinsam: Sie arbeiten, obwohl sie das gesetzliche Rentenalter längst erreicht haben.

Ihre Motivation dafür ist ganz unterschiedlich. Petra Peterich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben: „Warum ich das alles mache? Weil es eine gesellschaftliche Aufgabe ist – und weil ich es kann!“, Werner Berlin finanziert mit seiner Tätigkeit die gemeinsamen Urlaube mit seiner Frau, während der Fotograf Walter Schels schlicht meint: „Das Leben ist zu kurz, um mit dem Arbeiten aufzuhören.“

Die Zahl der älteren Beschäftigten in Deutschland nimmt rasant zu. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-jährigen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht. Gleichzeitig stehen dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren immer weniger Menschen zur Verfügung. Aktuell ist die Rente mit 69 Jahren in der Diskussion.

Der Lübecker Fotograf Arne Wesenberg porträtierte über sieben Jahre lang mit der analogen Großbildkamera die Lebensrealität derjenigen, die – freiwillig oder aus ökonomischer Notwendigkeit heraus – im Alter berufstätig sind. Im [Un]Ruhestand gibt in über 200 Porträts ganz individuelle Antworten auf Fragen zur demografischen Alterung, zu einem funktionierenden Rentensystem und zur Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft. 

(Text: f3 - freiraum für fotografie, Berlin)

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Ausstellung | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Jun
16
zu 30. Juni

Ausstellung | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

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Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Ketty Bertossis Bildserie «Tipo Due», die sie in ihrer sizilianischen Heimat realisiert hat, ist vordergründig eine Reportage über Migration und Herkunft. Darüber hinaus reflektiert die Arbeit aber auch ihre Rolle als Fotografin, die beobachtend zur Beobachteten wird.

In der Bildserie «Nuits Blanches» begleiten wir Joel Sames auf seinen fotografischen Streifzügen durch Paris an die Unorte des Elends, wo Flüchtlinge aus aller Welt gestrandet sind. Die Szenerien im diffusen Licht der Nacht, das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz verweisen auf die Gegensätzlichkeit von persönlichem Engagement und Empathie und der Gleichgültigkeit der Gesellschaft.

Timo Ullmann untersucht die Grenzen von Individualität angesichts technischer Regeln und kultureller Konventionen in der Bilderproduktion. Durch das Zusammenführen und Überlagern von analogen und digitalen Praktiken werden Mechanismen der Selbstrepräsentation angesichts der digitalen Durchdringung unserer Welt befragt.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

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Ausstellung | tut en flur | Tart | Zürich
Jun
21
zu 20. Juli

Ausstellung | tut en flur | Tart | Zürich


Tart | Zürich
21. Juni - 20. Juli 2019

“tut en flur”
Anna Halm Schudel, Denise Haschke, Brigitte Lustenberger und Elena Parris


For better for Worse | Brigitte Lustenberger

For better for Worse | Brigitte Lustenberger


Die Ausstellung "tut en flur" – in voller Blüte vereint vier Fotografinnen, die Blumen in verschiedener Art und Weise wahrnehmen und entsprechend darstellen.

Anna Halm Schudel

Anna Halm Schudel

Von Anna Halm Schudel ist der Rosenteil aus ihrem Langzeitprojekt zu sehen. Seit 25 Jahren nimmt sie Blumenkelche, Blütenblätter und Blütenstempel vor die Linse. Sie zelebriert die leuchtende Farbenpracht und die Formenvielfalt der Blumen. Sie taucht Blumensträusse ins Wasser und malt ein Blumenmeer. Sie lichtet nicht nur die Frische der Blüten ab, sondern auch den Prozess des Ausbleichens, Verdorrens und manchmal auch das Verfaulen ab.

Papaver raeticum | Denise Haschke

Papaver raeticum | Denise Haschke

Von Denise Haschke ist ein vielfältiges Erbari engiadinais mit Campanula, Clematis tamangutica, Papaver und vielen anderen Blumen in Form von Cyanotypien und Lumenprints zu sehen. Sie rückt das Unspektakuläre und das Verborgene in den Mittelpunkt - Dinge aus der Natur und insbesondere des alpinen Lebensraums. Das Werk ist inspiriert und geschaffen in der Berglandschaft und beeinflusst von der tiefen Verbundenheit mit der Natur.

Flowers XXIX | Brigitte Lustenberger

Flowers XXIX | Brigitte Lustenberger

Von Brigitte Lustenberger sind Bilder der Serie “Flowers“ zu sehen, in welchen sie das Thema Vergänglichkeit, durch das Beobachten und Inszenieren vom "Vergehen und Verwelken" von Blumen in den Vordergrund stellt. Sie bannt den Prozess mithilfe der Fotografie auf ein Negativ, das dem Innehalten eines Augenblicks gleichkommt und versucht somit mit dem “Momentfesthalten“ den Zerfall aufzuhalten.

Elena Parris

Elena Parris

Auch Elena Parris’ gleichnamige Serie “Flowers“ inszeniert Blüten, indem sie sie zerpflückt, zerrupft und zu einer neuen scheinbar perfekten Blüte arrangiert. Sie lässt die filigranen Blütenblätter und Blütenstempel miteinander tanzen und ein neues Bild zeichnen.

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Ausstellung | Parc du Doubs - Henrik Spohler | Musée des beaux-arts | Le Locle
Jun
22
zu 13. Okt.

Ausstellung | Parc du Doubs - Henrik Spohler | Musée des beaux-arts | Le Locle

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Musée des beaux-arts | Le Locle
22. Juni - 13. Oktober 2019

Parc du Doubs
Henrik Spohler


© Henrik Spohler, Doubs, Barrage du Châtelot, septembre 2018

© Henrik Spohler, Doubs, Barrage du Châtelot, septembre 2018

In dem Wunsch, eine Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Landschaftzu schaffen, hat das MBAL gemeinsam mit dem 2012 gegründeten und national bedeutsamen Naturpark Doubs eine Künstlerresidenz organisiert. Die Wahl fiel auf den deutschen Fotografen Henrik Spohler (1965), der im Rahmen seiner Reisen in verschiedene Regionen der Welt der zeitgenössischen Landschaft seit vielen Jahren eine besondere Aufmerksamkeit widmet. Seine Arbeiten evozieren stets den Blick, den der Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer bestimmten Gesellschaft auf die Natur wirft. Dabei klingen Faszination, das Paradoxe, die Natur, Kultur, Mythen, Konstrukte und Sehnsüchte an. Das konkrete Interesse für einen Schweizer Naturpark gestattet es, die Definition der „Natur“ im 21. Jahrhundert zu hinterfragen.

Für seine Künstlerresidenz in dem Naturpark Doubs erhielt Spohler rundum freie Hand. Seine einzige Vorgabe war, ein Porträt des Parks anzufertigen, der sich auf einer Fläche von etwa 300 km2 erstreckt. Das südlich des Flusses an der Grenze zu Frankreich gelegene Gebiet reicht von Les Brenets nahe Le Locle bis nach Saint-Ursanne, durch die Freiberge des Jura. Zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 erkundete Spohler den Park mit seinen Böschungen und Weiden auf unzähligen langen, einsamen Streifzügen. Er interessierte sich insbesondere für die Art und Weise, wie die menschliche Tätigkeit die Landschaft gestaltet und dabei geschützte Gebiete einbezieht. Spohler war ein Zeuge der Spannungen, die auf dem Land allgegenwärtig sind, denn hier treffen natürliche und bebaute Landschaften, der ländliche und der städtische Raum aufeinander. Seine bemerkenswert besonnenen Bilder fangen die ganz besondere Atmosphäre ein, die diese vom Menschen erschlossenen Orte ausstrahlen.

Die Ausstellung wird von einer durch den Naturpark Doubs und das MBAL produzierten Publikation begleitet.

© Henrik Spohler, Les Roches-de-Moron (Les Planchettes), octobre 2018

© Henrik Spohler, Les Roches-de-Moron (Les Planchettes), octobre 2018

A l’heure où notre monde vit des modifications climatiques dont nous ne mesurons pas encore l’impact, le MBAL apporte sa pierre à l’édifice en proposant une réflexion par l’image sur le paysage contemporain. Inviter un photographe à observer un territoire consiste d’une part à offrir une représentation du paysage à nos contemporains et aux générations futures, et d’autre part à ouvrir de nouveaux horizons sur la pensée du paysage. Le MBAL et le Parc naturel régional du Doubs se sont ainsi associés pour organiser une résidence d’artiste. Le choix s’est porté sur le photographe allemand Henrik Spohler (1965) pour le regard singulier qu’il porte depuis de nombreuses années sur le paysage contemporain lors de ses voyages dans différentes régions du monde. Le projet Parc du Doubs entend aller au-delà du simple témoignage consacré à ce parc naturel régional d’importance nationale dont la création remonte à 2012. S’intéresser de près à un parc naturel suisse permet d’interroger la définition de la « nature » au 21e siècle.

Le dernier grand projet de Spohler s’intitulait Le Troisième Jour en référence à la Genèse biblique et au jour durant lequel Dieu aurait créé la nature. Le photographe nous présentait une vision crue et sans artifices de l’agriculture industrielle. Dans le cadre de la résidence d’artiste au sein du Parc du Doubs, Spohler a reçu carte blanche. La seule condition qui fut posée était de faire le portrait du parc qui s’étend sur quelque 300 km2. Ce territoire, situé au sud de la rivière, à la frontière française, s’étend des Brenets, près du Locle, jusqu’à Saint-Ursanne en passant par les Franches-Montagnes.
Spohler a sillonné entre l’automne 2018 et le printemps 2019 le Parc, ses berges et pâturages lors de longues promenades en solitaire. Il a été particulièrement intéressé par la manière dont l’activité humaine façonne le paysage tout en défendant des zones protégées. Spohler observe les tensions que vit la campagne, où le naturel côtoie le construit, où le rural côtoie l’urbain. Ses prises de vue remarquablement contrôlées répondent à l’atmosphère qui se dégage de ces lieux aménagés.

Les humains du 21e siècle, pour la plupart citadins, aspirent encore à une nature sauvage mais celle-ci se révèle être en réalité une utopie qu’il est difficile de tenir à l’écart de l’urbanisation que connaît la planète.

Le regard scrutateur de Spohler montre que nous ne pouvons plus nous contenter de contempler les paysages comme de beaux décors. L’agriculture, l’élevage, le jardinage fabriquent une nature qui est humaine. Le paysage est ainsi composé à la fois d’un espace « naturel » et d’un espace « vivant », « humain », un espace social, économique, marqué par l’histoire des transformations de la nature en territoire. Il y a beaucoup à apprendre sur nos sociétés humaines en observant la géographie qui se dessine à la surface de la terre, et c’est ce que Spohler cherche à mettre en lumière. Dans sa photographie, le paysage n’est ainsi pas à l’arrière-plan comme cela a souvent été le cas : il fait venir le fond au premier-plan pour nous montrer l’interrelation entre nature, territoire et regard humain.

Réalisée en collaboration avec le Parc naturel régional du Doubs, l’exposition est accompagnée par une publication produite par les deux institutions et disponible au MBAL.

© Henrik Spohler, Les Emibois, mars 2019

© Henrik Spohler, Les Emibois, mars 2019

With the aim of inspiring reflection on contemporary landscape, the MBAL partnered with Parc du Doubs (a regional nature park of national importance created in 2012) to organize an artist residency. The photographer Henrik Spohler, born in Germany in 1965, was chosen for the unique approach he applies to today’s landscape during his travels around the world. Spohler’s work always evokes the way humans see nature, at a given time and in a gi­ven society. His photographs reveal fascinations, paradoxes, nature, culture, myths, construction, aspirations. In his examination of the park, he explores what we mean by “nature” in the 21st century.

We gave Spohler carte blanche during his residency at Parc du Doubs; the only stipulation was that he create a portrait of the park, which covers 300 km2 south of the Doubs River along the border between Switzerland and France. The park stretches from Les Brenets, near Le Locle, up to Saint-Ur­sanne, passing through Jura’s Franches-Montagnes district. From autumn 2018 to spring 2019, Spohler made his way through the park’s riverbanks and pastures on long, solitary treks. He was particularly interested in the way human activity has fashioned the land despite its protected status. He bore witness to the inherent tensions of the countryside, where nature meets development and rural meets urban. His remarkably controlled photo­graphs are a response to the atmosphere in this hybrid landscape.

A publication co-published by the MBAL and the Parc du Doubs accompa­nies the exhibitionand is available at the MBAL.

(Text: Nathalie Herschdorfer, Musée des beaux-arts, Le Locle)

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Ausstellung | Berge - Magnum Photos | Musée des beaux-arts | Le Locle
Jun
22
zu 13. Okt.

Ausstellung | Berge - Magnum Photos | Musée des beaux-arts | Le Locle

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Musée des beaux-arts | Le Locle
22. Juni - 13. Oktober 2019

Berge - Magnum Photos


On the road to Cuzco, near Pisac, Peru, May 1954 © Werner Bischof | Magnum Photos

On the road to Cuzco, near Pisac, Peru, May 1954 © Werner Bischof | Magnum Photos

Die Bergwelt zieht Fotografen auf der ganzen Welt in ihren Bann. Als internationale Referenz auf dem Gebiet des Fotojournalismus bewahrt die 1947 gegründete Agentur Magnum in ihren Archiven Bilder der höchsten Gipfel der Welt auf. Zwar ist die Agentur nicht für ihre Landschaftsbilder berühmt, doch die Bergwelt zieht sich wie ein roter Faden durch ihre über 70-jährige Geschichte. Man erinnert sich nicht nur an die berühmten Fotografen der Agentur, wie zum Beispiel Werner Bischof, René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Raymond Depardon, Elliott Erwitt, Martine Franck, Susan Meiselas, Martin Parr und Alec Soth – sondern Magnum Photos ist vielen zudem ein Begriff als Kollektiv, das sich für eine engagierte Fotografie einsetzt. Mittels dieser Sammlung von Fotos entdecken wir die Faszination, die hohe Gipfel auf den Menschen ausüben – und zwar überall auf der Welt. Der Bergwelt wird sowohl Verehrung als auch Furcht entgegengebracht. Bis ins 20. Jahrhundert hinein erschien sie unzerstörbar; heute hingegen werden wir uns immer stärker bewusst, wie der betriebene Raubbau die Gebirgslandschaft schwächt. Ein Abschnitt der Ausstellung ist dem Schweizer Werner Bischof gewidmet und wurde in Zusammenarbeit mit dem Werner Bischof Archiv in Zürich realisiert. Während des Zweiten Weltkriegs durfte der berühmte Fotograf die Schweiz nicht verlassen. Er nutzte die Zeit zu regelmäßigen, ausgedehnten Exkursionen in die Alpen, auf denen er oft allein unterwegs war. Die Bergwelt sollte ihn nicht mehr loslassen. Später reiste Bischof in alle Teile der Welt und besonders gern in große Höhen. Im Jahr 1954, zwei Jahre nach seiner Himalaya-Reise, war er in den Anden unterwegs, als er bei einem Autounfall ums Leben kam. Der 38-jährige Bischof war der erste Fotograf, den die Agentur Magnum verlor; die von ihm so geliebte Bergwelt hatte das letzte Wort in seinem Leben gesprochen.

Die Ausstellung wird vom MBAL in enger Zusammenarbeit mit Magnum Photos organisiert. Ein vom Prestel Verlag herausgegebenes Buch begleitet sie. Vom 17. Juli 2019 bis 7. Januar 2020 wird eine Version der Ausstellung in Forte di Bard unweit von Aosta zu sehen sein.

Europe, 2016 © Carl De Keyzer | Magnum Photos

Europe, 2016 © Carl De Keyzer | Magnum Photos

La montagne est un sujet qui captive les photographes partout dans le monde. Il suffit de parcourir l’histoire de la photographie pour voir à quel point le paysage de montagne est un sujet en soi pour les premiers photo­graphes. Référence absolue du photojournalisme depuis sa création en 1947, l’agence Magnum est célébrée pour le talent de ses photographes. Bien que Magnum Photos ne soit pas célèbre pour ses paysages, la montagne demeure un fil conducteur qui permet de parcourir l’histoire de l’agence, réunissant ainsi dans ses archives des images des plus hauts sommets du monde. Fondé par un petit groupe d’amis réunis autour de Robert Capa, l’agence comprend une quinzaine de membres dans les années 1950. Ses fondateurs défen­daient le témoignage par l’image tout en revendiquant la capacité du photo­graphe à apporter une vision singulière et sensible sur des sujets à traiter. A cette époque la télévision n’existe pas et une bonne partie de la planète n’a jamais vu un objectif. Aujourd’hui, l’agence compte 40 membres. Les gé­nérations passent mais une chose persiste : appartenir à Magnum Photos, c’est défendre une photographie engagée, exigeante, autonome et surtout indépendante.

Nombreux sont les photographes qui traversent l’histoire de Magnum Photos. Si les regards, les styles, les expériences sont multiples, les photographes se battent pour garder un oeil ébloui, admiratif devant les paysages et les hu­mains qui habitent dans des conditions parfois difficiles. Se rendre dans des lieux éloignés, emprunter des chemins escarpés, ou simplement difficiles d’accès, est parfois un passage obligé. Nombre de reportages témoignent des rencontres et scènes quotidiennes croisées sur la route. L’exposition s’éloigne des événements marquants du 20e siècle auxquels ont participé les photographes de Magnum Photos – ou mieux les laisse en arrière-plan – pour mettre au premier plan un décor spécifique, celui de l’altitude. Le thème évoque la fascination que l’humain a pour les hauts sommets – et ce sur tous les continents.

La montagne rapproche l’humain de la nature, le projette parfois dans des conditions climatiques extrêmes, le rend souvent humble face aux éléments.

Alors que la sensibilité humaniste des premières générations de photo­graphes de l’agence Magnum fait généralement d’eux des artistes qui affir­ment leur communion avec le monde qu’ils photographient, les générations suivantes observent leurs semblables sous un nouveau regard. Lorsque les photographes décident d’aller à la rencontre de la montagne aux prises avec un tourisme intense, ils savent qu’ils se trouvent face à une nature aménagée et mise en scène. Au 21e siècle, la montagne a tant été domestiquée qu’elle en est réellement fragilisée. Alors qu’a cours son industrialisation intensive, les photographes dépeignent les usages et abus que l’homme inflige à la na­ture, soulevant par là des questions sociales et politiques. Aujourd’hui, il s’agit moins de faire découvrir des lieux restés inaccessibles mais de mon­trer un environnement en mutation, voire en péril.

L’exposition, qui est accompagnée d’un livre publié par Prestel et disponible en anglais et en allemand, est organisée par le MBAL en étroite collaboration avec Magnum Photos. Elle a reçu la généreuse contribution de Zenith. Une version de l’exposition est à découvrir au Forte di Bard, dans la vallée d’Aoste, entre le 17 juillet 2019 et le 7 janvier 2020.

Africa's majestic second highest peak, contains the remnants of fast disappearing snowfields, Mount Kenya, 2004 © Alex Majoli | Magnum Photos

Africa's majestic second highest peak, contains the remnants of fast disappearing snowfields, Mount Kenya, 2004 © Alex Majoli | Magnum Photos

Mountains have long fascinated photographers from all over the world. The archives of Magnum Photos – the biggest name in photojournalism since its creation in 1947– contain images of some of the world’s highest peaks. Magnum Photos is not known for landscape photography, but the theme runs through the agency’s 80-year history. Many of its members have become important figures in the history of photography: Werner Bischof, René Bur­ri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Raymond Depardon, Elliott Erwitt, Martine Franck, Susan Meiselas, Martin Parr and Alec Soth, to mention only a few. But the agency as a whole has also had a major impact, through its de­dication to politically engaged photography. These photographs are not only a testament to a very human fascination with mountains all over the world, but also to the veneration and fear that they can inspire. Up until the 20th century, mountains seemed to be indestructible, but today, we see mountain habitats overused and endangered. Part of the exhibition is devoted to re­nowned Swiss photographer Werner Bischof, and presented in partnership with the Werner Bischof Archives in Zurich. During the Second World War, Bischof was unable to leave the country but took long regular trips to the Alps, often alone. His love for the mountains never faded. He later roamed the world and never stopped seeking high altitudes. In 1954, two years after an expedition to the Himalayas, he traveled to the Andes, where he died in a road accident. At the age of 38, Bischof was the first Magnum photographer to pass away. The mountains –which fascinated him so much – had the last word.

The exhibition was developed by the MBAL in close collaboration with Magnum Photos. It received the generous contribution of Zenith. It is accompanied by a book published by Prestel. A ver­sion of the exhibition will also be on display from 17 July 2019 to 7 January 2020 at Forte di Bard, near Aosta, Italy.

(Text: Nathalie Herschdorfer, Musée des beaux-arts Le Locle)

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Ausstellung | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
12
zu 3. Okt.

Ausstellung | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg



Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert gute aussichten 2018/2019 im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. 

Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Was sich einmal etabliert hat, lässt sich schwer wieder aus der Welt schaffen – das gilt für jedwede Struktur, sei sie geistiger oder physikalischer Natur. So ist es äußerst erfrischend, wenn die neun Preisträger/Innen von gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 allesamt frischen Wind in ein Feld hineintragen, dessen bildgestalterische Möglichkeiten aller Kassandrarufe zum Trotz offensichtlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Preisträger*innen: Lorraine Hellwig, Laila Kaletta, Patrick Knuchel, Benjamin Kummer, Steve Luxembourg, Sina Niemeyer, Malte Sänger, Robert ter Horst und Anna Tiessen.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
19
zu 10. Nov.

Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
19. Juli - 10. November 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden
Aug
23
zu 5. Okt.

Ausstellung | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
23. August - 5. Oktober 2019

Gute Gefühle
Elena Parris


more than ever!

more than ever!

Artistisch und virtuos

Einst brach Elena Parris kämpferisch Tabus, sie brüskierte und provozierte. Heute will die Schweizer Künstlerin immer noch Grenzen sprengen: Doch jetzt soll ihre Kundschaft mit Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen. Mit «Guten Gefühlen». Ein Gesicht blickt aus einem Rücken, eine gesichtslose Frau räkelt sich hinter Gitterstäben, man sieht Teile einer Blume – Stempel und Staubblätter geometrisch geordnet. Alles scheinbar zufällig komponiert und auf den ersten Blick züchtig. Doch halt, die Blumenkomposition ist der Ursprung allen Lebens: Vereinigung steht bevor. Und die Frauenbilder sind erotisch äusserst aufgeladen. Wie heisst doch eines? «It’s different behind». Dahinter ist alles ganz anders. Vielschichtig. Vielschichtigkeit, das ist das neue Thema von Elena Parris. Einst lancierte sie eine politisch und religiös gewagte Plakatkampagne, die zensiert wurde («the surprise collection»). Das war alles offensichtlich. Heute zeigt sie subtilere Werke. Die Künstlerin sagt: «Gegensätzliches, vordergründig Widersprüchliches und Mehrdeutigkeiten interessieren mich derzeit.» Der Grund? «Das lässt mehr Spielraum zur Interpretation.» Provokation mag bei den neuen Werken vorerst scheinbar fehlen, doch der Reiz zeigt sich beim zweiten Hinschauen. Es ist der Reiz des tieferen, längeren Blickes: Als Zuschauer möchte man die Vielschichtigkeit aufschlüsseln. Denn Parris' Fotos sind keine Momentaufnahmen, auf die sich heute viele Fotografen beschränken, sondern es sind durch das Übereinanderlegen verschiedener Schichten Bilder neuer Realitäten entstanden.

Elena Parris, die in den letzten Jahren weltweit ausstellte – von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich – sagt: «Ich habe eine Abneigung gegen das Zwanghafte, das um der Aufmerksamkeit Willen grotesk oder hässlich wirken will.» Kommerzielle Modeströmungen sind ihr überdies egal. Positives ist angesagt. Parris begründet: «Kaltblütiges, Grausames oder Trauriges gibt es doch schon zur Genüge.» Die eigenwillige Künstlerin betont: «Alle wollen wir doch sinnlich und charismatisch sein, aber viele Menschen können das nicht ausdrücken. Ich weiss nicht, ob mir das gelingt.» Bleibt die Frage, was Schönheit ist. Elena Parris dazu: «Das perfekte Bild hat viele Facetten, für mich gehören beispielgebende und unvergleichbare Attribute dazu. Artistisch und virtuos soll meine Fotografie sein. Nur dann wird ein Bild fantastisch wirken.» Das Publikum darf mit Elena Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – so kann die Künstlerin immer wieder neue Grenzen sprengen.

Elena Parris ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Nach einem Exkurs in das Studium der Architektur verschrieb sie sich der Fotografie. Sie studierte an der Uni Berlin bildende Kunst und arbeitete an der Seite verschiedener namhafter Fotografen wie Helmut Newton. Parris war an den Filmfestspielen in Cannes engagiert, arbeitete mit dem Topmodel Markus Schenkenberg für Werbekampagnen und war für Magazine wie «annabelle», «Massiv», «Amica», «Faces» und viele andere im Einsatz. Sie lebt in Grosswangen, wo sie auch den «Kunsthof» lanciert hat, eine Plattform für Kunstschaffende.

(Text: Mathias Haehl)

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Ausstellung | Henri Cartier-Bresson | Rossart | Zürich
Aug
29
zu 26. Okt.

Ausstellung | Henri Cartier-Bresson | Rossart | Zürich


Rossart | Zürich
29. August - 26. Oktober 2019

Henri Cartier-Bresson


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Das Auge der Welt

Wenn man in der Photographie eine Analogie zu den großen Malern des 20. Jahrhundert, ihrer vitalen Kreativität und ihrer spontanen Fähigkeit auf Gesehenes zu reagieren suchte, würde man sicherlich in einem ersten Atemzug Henri Cartier-Bresson nennen. Kaum jemand hat das photographische Sehen im 20 Jahrhundert mehr geprägt, als der 1908 geborene Franzose.

Nun bereitet die Züricher Photographie Galerie RossArt eine Cartier-Bresson Show vor, die nicht nur bekannte ikonographische Werke des herausragenden Jahrhundert Talents zeigt, sondern auch reizvolle Motive und Portraits die auf den zahlreichen, weltumspannenden Reisen Cartier-Bressons entstanden sind. Das rastlose Bedürfnis die zahlreichen Schauplätze der Geschichte und ihre Akteure einzufangen führte ihn bereits mit 23 Jahren an die Elfenbeinküste, wenig später nach New York. Mit 29 photographierte er die Krönung George des VI in London und nur wenige Monate später wurde im spanischen Bürgerkrieg gesichtet. Als treuer Begleiter an seiner Seite stets die Leica Kleinbildkamera, gefüllt mit schwarz-weiss Filmmaterial. Noch heute erstaunt uns wie Cartier-Bresson mit dieser, vergleichsweise bescheidenen Ausrüstung Bilder von einer so intensiv ästhetischen Dichte schaffen konnte. Wie kein Zweiter prägte er stilistisch ganze Generationen von Photographen, zog Museumsleute, Sammler und Betrachter in seinen Bann.

Das Werk Henri Cartier-Bresson spiegelt fast ein ganzes Jahrhundert wieder. Mit dem Blick auf ein ebenso abenteuerliches wie schaffensreiches Leben hat man für die intime und feine Ausstellung deshalb Bilder gewählt, die zum einem Cartier-Bressons interessierten Blick auf die zahlreich bereisten Orte, etwa Indien, Mexico, Amerika oder die Türkei widerspiegeln. Im Dialog dazu gibt es jene Bilder-Ikonen wie etwa Giacometti im Regen, den berühmten Sonntag an der Marne, einen brilliantes Jean-Paul Satre Portrait oder den Duke of Windsor. So ensteht ein lebhafes, spannendes Miteinander der Bilder, die man ganz diskret aus einer renommierten Privatsammlung übernehmen konnte.

Ohne unbescheiden zu sein darf man Cartier-Bresson wohl zurecht 'das Auge der Welt' nennen. Die perfekte Komposition, auch unter Zeitdruck und in unkomfortablen Situationen war immer sein Anspruch. Mit welch wunderbaren Bildern er diesen Anspruch eingelöst hat, dass kann man vom 29. August diesen Jahres an in der RossArt Galerie betrachten. Die Züricher Galeristin Svetlana Minati hat für die Show eine Selektion zusammengestellt die ganz wunderbar Gelegenheit bietet museale Exponate in Original zu erleben, wie auch den Blick auf jene Photographien zu richten, welche den Blick des weit herumgekommenen und vielgereisten Cartier-Bresson dokumentieren.

(Text: Hans Irrek)

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Ausstellung | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne
Sep
18
zu 5. Jan.

Ausstellung | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
18. September 2018 - 5. Januar 2020

Jan Groover


Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Die Ausstellung bietet den ersten Rückblick auf das Gesamtwerk der US-amerikanischen Fotografin Jan Groover (1943-2012), deren privater Nachlass 2017 in die Sammlung des Musée de l’Elysée kam. Anhand einer Auswahl von Archivstücken aus diesem Nachlass behandelt die Schau nicht nur die New Yorker Jahre der Künstlerin, sondern mit ihrer Zeit in Frankreich auch den wohl am wenigsten bekannten Abschnitt ihres Schaffens. Der Rundgang präsentiert die Ergebnisse umfassender Forschungsarbeiten des Museumsteams an diesem Bestand, die sowohl konservatorische Aspekte (eine genaue Untersuchung der fotografischen Verfahren und Trägermaterialien, restauratorische Behandlung) als auch historische Dokumentation (Groovers Werk im Kontext und seine Rezeption aufseiten von Institutionen und Kritik) beinhalteten.

„Die Formgebung ist entscheidend. “ In Anlehnung an diesen Leitsatz Jan Groovers rückt die Ausstellung den zutiefst gestalterischen Ansatz in den Vordergrund, der das Werk der Fotografin ihr Leben lang bestimmte. Ihre von unermüdlichem Experimentieren geprägte künstlerische Suche und der damit zusammenhängende Schaffensprozess werden in der Ausstellung nicht allein durch Originalabzüge, sondern auch anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Skizzenbüchern anschaulich.

Anfang der 1970er Jahre machte sich Jan Groover die ihre ursprüngliche Berufung als Malerin aufgab mit ihren mehrteiligen, motivisch um Strassen, Autos und Stadtlandschaft kreisenden Fotografien einen Namen. Als Auftakt zu ihren formalen und ästhetischen Experimenten lassen sich an ihnen damals im Umfeld der Konzeptkunst angestossene Überlegungen (insbesondere zu den Begriffen der Serie und der Sequenz) reflektieren. Um 1978 nahm Jan Groover einen radikalen Themenwechsel hin zum Stillleben vor. Damit begann die Arbeit an einer Werkgruppe, die das Gros ihres Œuvres ausmacht und durch die sie bis heute in der zeitgenössischen Geschichte des Mediums als eine der Hauptvertreterinnen dieses Genres gilt. Ihre überwiegend im Atelier entstandenen Kompositionen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt und sollten in den 1980er Jahren aktiv zur Anerkennung der Farbfotografie beitragen. Obwohl die Sachfotografie in ihrem Werk eindeutig überwiegt, gibt es in Jan Groovers Bildern immer wieder auch Landschaften, Körper und Porträts, die meist monochrom gehalten sind. Ihr ausgeprägtes Interesse galt dem Platin-Palladiumdruck, mit dem sie nach ihrem Umzug nach Frankreich zunehmend experimentierte und mehrere Serien in aussergewöhnlichem Querformat (Bankettkamera) schuf, die den Schlusspunkt der Ausstellung bilden.


Cette exposition revient pour la première fois sur l’ensemble de l’œuvre de Jan Groover (1943-2012), photographe d’origine américaine dont le fonds personnel a intégré les collections du Musée de l’Elysée en 2017. À travers une sélection d’archives issues de ce dernier, elle évoquera non seulement les années new-yorkaises de l’artiste, mais aussi françaises – pan méconnu de sa carrière. Le parcours présente les résultats d’un important travail de recherche mené par l’équipe du musée sur le fonds – à la fois du point de vue de la conservation (analyses approfondies sur les procédés et supports photographiques, traitements de restauration) et de la documentation historique (contextualisation de l’œuvre et de sa réception tant institutionnelle que critique).

« Le formalisme, c’est l’essentiel. » Empruntant pour ligne directrice l’assertion de Groover, l’exposition met en lumière le dessein éminemment plastique poursuivi tout au long de son travail par la photographe. Menée au gré d’une expérimentation constante, cette recherche et le processus créatif qu’elle implique sont mis en valeur non seulement par la présentation d’épreuves vintage, mais aussi par la présence de documents, notes et carnets préparatoires.

Au début des années 1970, Jan Groover – délaissant sa vocation première de peintre – est remarquée pour ses polyptyques photographiques, construits autour des motifs de la route, des voitures et de l’environnement urbain. Prémisses de ses explorations formelles et esthétiques, ils offrent la possibilité de réexaminer des réflexions amorcées par les artistes contemporains de l’époque (notamment les notions de sérialité et de séquence). Vers 1978, Jan Groover change radicalement de sujet pour se tourner vers la nature morte. Elle débute ainsi un corpus qui formera l’essentiel de son œuvre, et grâce auquel elle reste aujourd’hui encore l’une des figures éminentes du genre dans l’histoire contemporaine du médium. Pour la plupart réalisées en studio, ses compositions relèvent de procédés variés. Dans les années 1980, elles contribueront activement à la reconnaissance de la photographie en couleurs. Malgré une prééminence sans conteste de ses photographies d’objets, le travail de Jan Groover est également ponctué de paysages, corps et portraits, souvent en noir et blanc. Elle développe également un attachement pour la technique au platine et au palladium dont elle approfondira l’étude à son arrivée en France, avec plusieurs séries au format allongé très particulier (banquet camera), en conclusion de l’exposition.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Fotografie der Nachkriegsmoderne - Ludwig Windstosser | Museum für Fotografie | Berlin
Okt
12
zu 23. Feb.

Ausstellung | Fotografie der Nachkriegsmoderne - Ludwig Windstosser | Museum für Fotografie | Berlin

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Museum für Fotografie | Berlin
12. Oktober 2019 - 23. Februar 2020

Fotografie der Nachkriegsmoderne
Ludwig Windstosser


Ludwig Windstosser: Aral, Benzin-Raffinerie, 1967, Farbpapier, © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

Ludwig Windstosser: Aral, Benzin-Raffinerie, 1967, Farbpapier, © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser


Mit rund 200 Aufnahmen präsentiert die Ausstellung eine Auswahl aus dem Nachlass des Stuttgarter Fotografen Ludwig Windstosser (1921-1983), den die Kunstbibliothek im Museum für Fotografie bewahrt. Durch seine Firmenporträts avancierte Windstosser zum führenden Industriefotografen der westdeutschen Nachkriegszeit und ist dennoch bis heute weitgehend unbekannt. Die Ausstellung ist der erste Versuch, einen umfassenden Einblick in Leben und Werk des Fotografen zu geben, der bislang noch in keiner Einzelausstellung gewürdigt wurde.

Tendenzen der Nachkriegsavantgarde
In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war Windstosser Mitglied der Gruppe fotoform und beteiligte sich an den Ausstellungen und Buchprojekten der "subjektiven Fotografie". In Anknüpfung an die fotografischen Tendenzen der 1920er und frühen 30er Jahre prägte vor allem fotoform die Bildsprache der fotokünstlerischen Nachkriegsavantgarde. Steile Perspektiven, ungewöhnliche Bildausschnitte und starke Kontraste finden sich auch in den Werbeaufnahmen, die er als Industriefotograf ab den frühen 1950er Jahren für viele Firmen – vom Stahlbau über Pharmahersteller bis hin zur Textilbranche – realisierte. So porträtierte er das Bergbauunternehmen Ruhrkohle AG, das für den Aufschwung der westdeutschen Wirtschaft eine maßgebliche Rolle spielte. In seinen Fotografien zeigt er den Produktionsablauf von den Schächten bis hin in die heimischen Öfen und entwickelt dabei ein Bild vom Bergbau, das auch heute noch im kollektiven Gedächtnis präsent ist.

Gegenüberstellungen von Großstadt und Natur
Auch für seine zahlreichen Buchprojekte fing Windstosser den nachkriegsdeutschen Zeitgeist mit seiner Kamera ein. Die Bildbände führen das Lebensgefühl in Großstädten wie Berlin oder Stuttgart einerseits sowie ein breites Spektrum an Landschaftsaufnahmen andererseits vor Augen. Der 1972 erschienene Bildband "Berlin: teils teils" ist ein Porträt West-Berlins, in einer von Wiederaufbau und Fortschritt aber auch dem Wunsch nach Normalität und Sicherheit geprägten Zeit. Dieses Spannungsfeld zieht sich durch geschickte Gegenüberstellungen durch das gesamte Farbfotobuch.

Begleitband zur Ausstellung
Der zur Ausstellung erscheinende 80-seitige Begleitband vertieft die drei Hauptaspekte im Schaffen Windstossers – künstlerische Fotografie, Industriefotografie, Stadt- und Landschaftsaufnahmen. Die Karriere Ludwig Windstossers steht exemplarisch für das Wirken vieler Fotografinnen und Fotografen in der Zeit des westdeutschen Wirtschaftswunders, seine Arbeit ist andererseits einzigartig in der Vielseitigkeit ihrer Bildsprache.

(Text: Museum für Fotografie, Berlin)

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Ausstellung | Als ob die Welt zu vermessen wäre - Guido Baselgia | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Okt
19
zu 16. Feb.

Ausstellung | Als ob die Welt zu vermessen wäre - Guido Baselgia | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
19. Oktober 2019 - 16. Februar 2020

Als ob die Welt zu vermessen wäre
Guido Baselgia


Templada I, 2018 © Guido Baselgia

Templada I, 2018 © Guido Baselgia


Der Fotograf als Forschungsreisender: In den vergangenen zwanzig Jahren bewegte sich Guido Baselgia mit seiner Kamera in geologischen Randzonen, tastete die karge Erdoberfläche ab und beobachtete Lichtphänomene in den Alpen, den Anden und im Norden Norwegens. Seine Studien übersetzte er in die Bildsprache einer langsamen, analogen Fotografie. So entstanden schwarzweisse Tableaus an der Grenze zur Abstraktion, ausgeführt als grossformatige Silbergelatineabzüge oder Heliogravüren, die sich durch ihre Detailliertheit und materielle Beschaffenheit auszeichnen. Die Ausstellung knüpft an die bekannten Werkzyklen – «Hochland», «Weltraum», «Silberschicht« und «Light Fall» – an und stellt erstmals Baselgias neuestes Projekt vor. Dieses führt ihn nach Ecuador und Peru, ins Amazonasbecken. Auf seinen Expeditionen setzt sich der Fotograf mit der Darstellbarkeit des tropischen Regenwaldes auseinander. Die flirrende Dichte und Vielfalt der Vegetation verwandelt er in Kompositionen grösster Ruhe und Konzentration. Porträts der indigenen Bewohner und Stillleben aus dem Umfeld der Siedlungen werden zu Reflexionen über die fotografische Repräsentation dieser bedrohten Lebenswelt. Wie ein Memento Mori würdigt Baselgias Arbeit diesen Landschaftsraum, dessen wirtschaftliche Ausbeutung sich längst auf das globale Klima auswirkt.

(Text: Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

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Ausstellung | A Mind of Winter | Museum der Moderne | Salzburg
Nov
30
zu 19. Apr.

Ausstellung | A Mind of Winter | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
30. November 2019 - 19. April 2020

A Mind of Winter
Walter Martin & Paloma Muñoz


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Das Künstlerpaar Walter Martin (1953 Norfolk, VA, US – Milford, PA, US) und Paloma Muñoz (1965 Madrid, ES – Milford, PA, US) arbeitet seit 1994 zusammen und ist insbesondere durch seine Fotografien und Skulpturen bekannt geworden, welche surreale Landschaftsdioramen zeigen, in denen sich absurd-bizarre Szenen abspielen.

In den Schneekugeln der Serie Travelers wird mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail das Schicksal von Reisenden dokumentiert. Die Liliputwelten zeigen eine eisige Wildnis aus Schneebergen, Eisblöcken und abgestorbenen Bäumen, in denen verschiedene Personen in mehr oder weniger ausweglosen Situationen gestrandet sind. Die befremdlichen Interaktionen und sich anbahnenden oder bereits eingetretenen Katastrophen verweisen auf die Unsicherheit und Abgründe menschlicher Verhältnisse. Martin & Muñoz unterwandern mit ihren »lustigen Alpträumen« die Nostalgie und Sentimentalität, welche die Kulturgeschichte der Schneekugel gemeinhin begleiten. Zugleich machen sie sich die Traumwelt zunutze, die aus dem Zusammenspiel von Glaskugel, Wasser, Motiv und Schneegestöber entsteht, um schaurig-schöne Geschichten zu inszenieren. Ein kitschiges Souvenir wird so zum Mikrokosmos existentieller Winterstimmungen und zur Bühne eines sehr schwarzen Humors.

8/9 Vorschau Ausstellungen 2019/2020

Die Ausstellung bietet mit Skulpturen, Dioramen und Fotografien einen facettenreichen Einblick in den dystopischen Kosmos von Martin & Muñoz.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Love me tender - Katrien de Blauwer | Galerie Les Filles du Calvaire | Paris
Mai
18
zu 15. Juni

Ausstellung | Love me tender - Katrien de Blauwer | Galerie Les Filles du Calvaire | Paris

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Galerie Les Filles du Calvaire | Paris
18. Mai - 15. Juni 2019

Love me tender
Katrien de Blauwer


Katrien de Blauwer, Love me tender 216, 2018

Katrien de Blauwer, Love me tender 216, 2018


Zwei Jahre nach ihrer Einzelausstellung freut sich die Galerie Les filles du calvaire, die Ausstellung Love Me Tender von Katrien de Blauwer anzukündigen, gleichzeitig mit der Veröffentlichung von zwei neuen Büchern der Künstlerin Why I Hate Cars and Dirty Scenes, veröffentlicht im Libraryman Verlag.

Die künstlerische Praxis von Katrien de Blauwer, die in Antwerpen (Belgien) lebt und arbeitet, erkundet das Reich der Collage. Statt einer Kategorie oder eines abschottenden Genres sollte dieser Begriff als Begriff des totalen Engagements interpretiert werden. Ihre künstlerische Idylle mit Collage begann früh, als sie als junge Frau Kunst und Mode studierte. Wie ein Auftakt zu ihrer aktuellen Forschung zeigten ihre Stimmungsbücher aus dieser Zeit bereits einen zwanghaften Wunsch nach Bildern und nach dem, was jenseits des Bildes liegt, eine Faszination für die Konstruktion des Bildes.

Für die Galerie Les filles du calvaire hat Katrien de Blauwer zwei neue Serien entwickelt, zwei Narrative, in denen sie sich zart zeigt. Als Unterstützung für ihre gemalten Collagen findet die Künstlerin Inspiration in ihren Kindheitserinnerungen. In Love Me Tender, sowohl der Titel der Serie als auch der Ausstellung, steht die männliche Figur durch ihre Abwesenheit im Mittelpunkt. Nur die Attribute der Männer bleiben erhalten: Autos, befahrene Straßen und die Eleganz der angetroffenen Frauen; alles gesehen durch die Fantasien eines jungen Mädchens. Was die Dirty Scenes betrifft, so zeigen sie, obwohl sie diskret bleiben, etwas mehr Weiblichkeit.


Deux ans après son exposition personnelle, la galerie Les filles du calvaire est heureuse d’annoncer l’exposition Love me Tender de Katrien de Blauwer, simultanément à la sortie de deux nouveaux livres “Why I hate cars” et “Dirty Scenes” aux Editions Libraryman.

La pratique artistique de Katrien de Blauwer, qui vit et travaille à Anvers (Belgique) est affaire de collage, et il faut voir derrière ce terme l’idée d’un engagement total, plus qu’une catégorie ou un genre cloisonnant. Son idylle artistique avec le collage a commencé très tôt, quand jeune femme elle étudiait l’art et la mode. Comme un prélude à ses recherches d’aujourd’hui, ses mood books de l’époque témoignaient déjà d’une boulimie pour l’image, et au-delà de l’image, d’une fascination pour sa construction.

Le processus est spontané, libre comme le geste qui défigure l’image. Nouveauté dans son travail, les œuvres sont parfois peintes. Le coup de pinceau est alors aussi sec et précis que le coup de ciseaux.


Two years after her solo exhibition, the galerie Les filles du calvaire is delighted to announce the exhibition Love Me Tender by Katrien de Blauwer, simultaneous with the release of two new books by the artist Why I Hate Cars and Dirty Scenes, published by Libraryman.

The artistic practice of Katrien de Blauwer, who lives and works in Antwerp (Belgium), explores the realm of collage. Rather than a category or a compartmentalising genre, this term should be interpreted as a notion of total commitment. Her artistic idyll with collage started early, when, as a young woman, she studied art and fashion. Like a prelude to her current research, her mood books from that period already displayed a compulsive desire for images and for what lies beyond the image, a fascination for the image’s construction.

For the galerie Les filles du calvaire, Katrien de Blauwer has developed two new series, two narratives in which she delicately reveals herself. As a support to her painted collages, the artist finds inspiration in her childhood memories. In Love Me Tender, both the title of the series and of the exhibition, the male figure is central through its absence. Only men’s attributes remain: cars, roads taken and the elegance of the women encountered; all viewed through the fantasies of a young girl. As for the Dirty Scenes, although they remain discreet, they reveal a little more femininity.

(Text: Galerie Les Filles du Calvaire, Paris)

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Ausstellung | Women of India - Deepti Asthana | Photobastei | Zürich
Mai
17
zu 2. Juni

Ausstellung | Women of India - Deepti Asthana | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
17. Mai - 2. Juni 2019

Women of India
Deepti Asthana


Fischmarkt in Diu.jpg

Der wirtschaftliche und soziale Fortschritt hat das Leben in Indien nachhaltig verändert; er hat auch das Leben vieler Frauen in den städtischen Metropolen verbessert. Sie haben sich ein Stück weit vom traditionellen Korsett befreit; sie studieren, arbeiten und leben unabhängiger und emanzipierter als noch ihre Mütter.

Anders sieht es für die Frauen in den ländlichen Regionen aus. Für sie hat sich das Leben seit Jahrhunderten kaum verändert. Indien gilt nach wie vor als eines der frauenfeindlichsten Länder der Welt. Wenn sie nicht schon kurz nach der Geburt aufgrund ihres Geschlechts getötet werden, erwartet die Mädchen in vielen Fällen Kinderarbeit, frühe Heirat, Armut, Gewalt und Ausbeutung durch Männer und deren Familien. Die jungen Frauen haben kaum Chancen, ihre eigenen Träume zu verwirklichen.

Die Schicksale der Mädchen und Frauen auf den Fotos von Deepti Asthana berühren. Die Geschichten, die sie erzählen, geben einen Einblick in ihren harten Alltag. Die Bilder zeigen aber auch ihre Freuden und Stärke, sei es bei einem Bad mit Freundinnen in einem Fluss oder bei der Hausarbeit mit ihren Kindern.

Deepti Asthana ist eine junge Fotografin aus Mumbai. Sie ist genau wie die von ihr porträtierten Frauen und Mädchen im ländlichen Indien aufgewachsen. Im Gegensatz zu diesen beharrte ihre Mutter auf einer soliden Schulbildung, was für Mädchen auf dem Lande nicht selbstverständlich ist. Deepti Asthana studierte Ingenieurwissenschaften.

Ihre Hingabe zur Fotografie folgte ein paar Jahre später mit dem Geschenk einer eigenen Kamera; seither bereist sie vor allem ihr Heimatland (auch im Auftrag von Reisemagazinen) und porträtiert die Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und Umgebungen, mit speziellem Fokus auf Frauen und Menschenrechtsthemen. Sie verbringt viel Zeit mit den Frauen und Mädchen, die sie porträtieren möchte, hört ihren Erzählungen zu und drückt erst danach auf den Auslöser. Ihre Fotos bekommen durch diese emotionale Nähe eine aussergewöhnliche Intimität und persönliche Anteilnahme.

Deepti Asthana hat Auszeichnungen und Stipendien in Indien, aber auch im Ausland bekommen. Ihre Fotos wurden in zahlreichen Zeitungen, Magazinen und in Ausstellungen in Indien und im Ausland gezeigt. Mehr Informationen finden sich unter www.deeptiasthana.com

(Text: Bettina Kubli, der andere Blick)

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Ausstellung | Vintage Addis Ababa | Photobastei | Zürich
Mai
17
zu 2. Juni

Ausstellung | Vintage Addis Ababa | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
17. Mai - 2. Juni 2019

Vintage Addis Ababa


550x440_h14.jpg

Vintage Addis Ababa ist eine Fotosammlung aus privaten Archiven der Einwohner der Hauptstadt Äthiopiens. Die Bilder zeigen persönliche Momente, fernab von Klischees des oft verkannten ostafrikanischen Landes.

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Ausstellung | "Ist halt so!" - Katharina Hasler | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Mai
12
zu 2. Juni

Ausstellung | "Ist halt so!" - Katharina Hasler | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

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Bellevue - Ort für Fotografie | Basel
12. Mai - 2. Juni 2019

“Ist halt so!”
Katharina Hasler


Ist halt so | Katharina Hasler

Ist halt so | Katharina Hasler


Im Rahmen von "Zeit für..." präsentiert BelleVue die Ausstellung Ist halt so! von Katharina Halser, in der sich zwei Werkgruppen gegenüberstehen.

Das Projekt "under my skin", welches Katharina Halser 2016 in Berlin und London realisierte, bietet Einblicke in ein Krankenhaus, wo sie selbst schon oft operiert wurde. In dieser sehr persönlichen Arbeit kontrastiert die Fotografin die sterile Realität einer Klinik, eine von Nüchternheit geprägte und in kalte Farben getauchte Welt, mit dem Mensch-Sein und der ihr als Patientin innewohnenden komplexen Sensibilität.

Dem gegenüber stehen Fotografien aus einer bislang unveröffentlichten U-Bahn-Serie, an der Katharina Halser aktuell arbeitet. "What are you looking at?" zeigt Fotografien, die direkt und konfrontativ sind. Die Künstlerin dokumentiert mit teils versteckter Kamera die Blicke anderer und hinterfragt somit die Selbst- und Fremdwahrnehmung im öffentlichen Raum.

Ergänzend zeigt Katharina Halser in der Ausstellung zwei Werke ihres malerischen Schaffens und weitere Fotografien, die ihr wichtig sind. Diese dritte Bildgruppe steht auch für die Ruhe und Energie, die sie in ihrer künstlerischen Arbeit findet.

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Ausstellung | Les photos d'Anny - Anny Duperey | Galerie Parallax | Aix en Provence
Mai
12
zu 15. Juni

Ausstellung | Les photos d'Anny - Anny Duperey | Galerie Parallax | Aix en Provence


Galerie Parallax | Aix en Provence
12. Mai - 15. Juni 2019

“Les photos d’Anny
Anny Duperey


«18 ans et gros rhume des foins Isabelle Adjani» ©Anny Duperey

«18 ans et gros rhume des foins Isabelle Adjani» ©Anny Duperey


Für diese neue Ausstellung lädt die Parallax-Galerie Anny Duperey (Schauspielerin, Autorin und Fotografin) ein, ihre Fotos mit uns zu teilen.

Als Einladung, hinter die Kulissen zu schauen, liefert Anny Duperey Bilder von bekannten Gesichtern.....

Wir gehen durch die Tür durch den Sucher seiner Leica und nehmen diese ruhige und gelassene Atmosphäre auf.

Sie nimmt uns mit auf einen Spaziergang durch ihre Landschaften.... Mit großer Zartheit fängt sie ihre Momente des Lebens ein und teilt sie!

Schauspielerin, Schriftstellerin, Fotografin.....nach den Worten kommen Annys Bilder!

Als Anny in Paris ankam, um ihre Schauspielkarriere zu beginnen, war sie in den Zwanzigern und lebte spärlich in einem eingerichteten Studio. Sie erbte die Bilder ihres Vaters, die sie eilig hatte, ohne sie überhaupt anzusehen, um sie am Boden einer Schublade zu vergraben - die sie erst zwanzig Jahre später wieder öffnen würde und die "Le Voile noir" geben würde.

Eines Tages, während eines Fotoshootings, fühlte sich Anny unwiderstehlich von der Kamera angezogen, die auf sie schoss. Es ist eine Leicaflex mit 180 mm Teleobjektiv, eine professionelle Kamera, viel zu teuer für sie, aber kein Problem, sie läuft, um genau die gleiche in einem unbändigen und freudigen Impuls zu kaufen.

Dann entwickelte sie eine Leidenschaft für Fotografie, Technik, Entwicklung und Druck. Diese Kamera wird sie nie verlassen, und Anny wird ihr ganzes Leben lang Porträts ihrer Freunde oder Schauspieler machen, die auf der Bühne gekreuzt wurden, sowie Landschaften.

(Text: Galerie Parallax, Aix en Provence)


Pour ce nouvel accrochage,la galerie Parallax invite Anny Duperey (comédienne, écrivain et photographe) à nous dévoiler ses photographies.
Comme une invitation à entrer dans des coulisses, Anny Duperey nous livre des images de visages familiers…
Nous passons la porte à travers le viseur de son leica, nous imprégnant de cet atmosphère calme et sereine.
Elle nous emmène en ballade à travers ses paysages… Avec beaucoup de délicatesse, elle capture et partage ses instants de vie!
Comédienne, romancière, photographe…après les mots viennent les photos d’Anny!

 Lorsqu’Anny arrive à Paris pour démarrer sa carrière de comédienne, elle a une vingtaine d’années et vit chichement dans un studio meublé. Elle a hérité des photos de son père qu’elle s’est dépêchée, sans même y jeter un œil, d’enterrer au fond d’un tiroir – qu’elle ne rouvrira que vingt ans plus tard et qui donneront "Le Voile noir".

Un jour, lors d’une séance photos, Anny se sent irrésistiblement attirée par l’appareil qui la mitraille. C’est un Leicaflex avec un téléobjectif de 180 mm, appareil de professionnel, bien trop cher pour elle, mais qu’à cela ne tienne, elle court s’acheter exactement le même dans un élan irrépressible et joyeux.

Elle se prend alors de passion pour la photographie, la technique, le développement, le tirage. Cet appareil ne la quittera jamais et, toute sa vie, Anny fera des portraits de ses amis ou de comédiens croisés sur les plateaux, et des paysages.

(Text: Galerie Parallax; Aix en Provence)

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Ausstellung | Neue Ordnung - shaped photographies | Esther Hagenmaier | Schloss Tiengen | Waldshut-Tiengen
Mai
5
zu 26. Mai

Ausstellung | Neue Ordnung - shaped photographies | Esther Hagenmaier | Schloss Tiengen | Waldshut-Tiengen


Schloss Tiengen | Waldshut-Tiengen
5. - 26. Mai 2019

Neue Ordnung - shaped photographies
Esther Hagenmaier


Faltung 01

Faltung 01

Esther Hagenmaier (*1975) erzeugt mit fotografischen Mitteln Bildobjekte, die das Sehen und die Wahrnehmung thematisieren. Dabei verfolgt sie konsequent einen erweiterten Fotografiebegriff und lotet immer wieder die Grenzen des Mediums aus.

Für ihre sogenannten „shaped photographies“ fotografiert die in Ulm lebende Künstlerin Ausschnitte aus Architekturen. Bereits während der Aufnahme wird mit dem gezielt gewählten Kamerastandpunkt eine Komposition erstellt und das Motiv soweit wie möglich abstrahiert. Später reduziert Esther Hagenmaier das fotografische Bild durch Beschneiden der Außenkanten weiter auf seine wesentlichen Inhalte. Außer dieser Neudefinition der Bildkanten werden keine weiteren Veränderungen am Bildinhalt vorgenommen. Die so entstanden Bildobjekte haben eine jeweils individuelle geometrische Umrissform. Durch ihre formale Strenge erzeugen sie Ruhe, sind zugleich aber auch ein Impuls im Raum. Das fotografische Bild entfernt sich von seiner Abbildfunktion, erhält eine neue Ordnung und wird so zum Seh- und Wahrnehmungsfeld.

Mit ihrem spezifischen Blick durchstreift Hagenmaier urbane Räume und tastet die bebaute Umwelt auf interessante Zusammenhänge von Linie, Fläche, Form und Farbe ab. Ein Großteil der Arbeiten zeigt Motive des Schweizer Architekten Walter Maria Förderer. Dabei reflektiert die Künstlerin die Architektur mit ihrem Blick durch die Kamera, filtert und fragmentiert das Gesehene, bis am Ende des Arbeitsprozesses eine Art „Destillat“ aus der vorgefundenen Architektur geworden ist. Die so entstandenen Fotoarbeiten wechseln zwischen Fotografie und Wandobjekt und eröffnen neue Sichtweisen auf die uns umgebende Architektur.

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Ausstellung | Schwarzland - Roland Schmid | Restaurant "Zum Schmale Wurf" | Basel
Mai
5
zu 22. Mai

Ausstellung | Schwarzland - Roland Schmid | Restaurant "Zum Schmale Wurf" | Basel

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Restaurant “Zum Schmalen Wurf” | Basel
5. - 22. Mai 2019

Schwarzland
Roland Schmid


NHGK Stahlwerk Ostrava, Tschechien 2006

NHGK Stahlwerk Ostrava, Tschechien 2006


Seit Bald 30 Jahren bereist der Basler Fotograf Roland Schmid (geb. 1966) die Länder jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs, um den gesellschaftlichen Wandel nach dem Kollaps des Ostblocks zu dokumentieren. Zunächst getrieben von der eigenen Neugier und dem Aroma der Länder, die vor 1989 nur mit einschränkenden Auflagen - schliesslich handelte es sich um totalitäre Systeme - zu bereisen waren, fand er sich bald inmitten von Menschen wieder, die sich in ihrer neu erlangten Freiheit behaupten mussten. Alte Werte wurden in Frage gestellt, das plötzliche Auftauchen der freien Marktwirtschaft traf viele unvorbereitet.

Die Schwerindustrie, ein Schlüsselindustrie im ehemaligen Osteuropa, traf es besonders hart. Die Produktionsmethoden waren veraltet, andere Länder, wie China, produzierten bald kostengünstiger.

Die Bilder entstanden in der Krisenzeit der Schwerindustrie in der Tschechischen Republik. In rieseigen Fabrikhallen fanden noch eine Handvoll Arbeiter Beschäftigung, viele andere Werke mussten schliessen.

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Ausstellung | With my eyes closed - Liu Xia | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
Mai
4
zu 6. Juni

Ausstellung | With my eyes closed - Liu Xia | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main


Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
4. Mai - 6. Juni 2019

With my eyes closed
Liu Xia


Liu Xia, Untitled. Archival Pigment Print, 50 x 50 cm, Ed. 6 + 1 AP

Liu Xia, Untitled. Archival Pigment Print, 50 x 50 cm, Ed. 6 + 1 AP


Erstmals seit ihrer Ankunft im deutschen Exil stellt die chinesische Künstlerin Liu Xia, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, ihre Arbeiten in einem westlichen Land aus. Zu sehen ist eine Auswahl von Schwarz-Weiß-Fotografien, die zwischen 1996 und 1999 entstanden. Zu dieser Zeit verbrachte Liu Xiaobo drei Jahre Haft im Arbeitslager Dalian, und Liu Xia, von der Malerei kommend, wandte sich zunehmend der Fotografie zu. Sie erschuf einen ganz eigenen Kosmos, der von drangsalierten Puppen, ihren „Ugly Babies“, bevölkert wird. Im selben Kontext entstanden eindrückliche Stilleben, die Isolation und Vergänglichkeit thematisieren.

Die Fotokünstlerin, Malerin und Lyrikerin Liu Xia, geboren 1959 in Beijing, ist eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen der chinesischen Gegenwart und spielte eine zentrale Rolle in der Öffnung der Kunstszene im Beijing der achtziger Jahre. 1996 heiratete sie den chinesischen Intellektuellen und Dissidenten Liu Xiaobo, der 2009 aufgrund seines Engagements für die „Charta 2008“ zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Nachdem Liu Xiaobo 2010 den Friedensnobelpreis erhielt, wurde Liu Xia unter Hausarrest gestellt, ohne je offiziell eines Vergehens beschuldigt, angeklagt oder verurteilt worden zu sein. Liu Xiaobo starb 2017 in Haft, Liu Xias Hausarrest blieb weiter bestehen. Erst im Juli 2018 durfte sie China verlassen, seither lebt sie als Exilantin in Deutschland.


For the first time since her arrival in exile in Germany, Chinese artist Liu Xia, widow of Nobel Peace Prize laureate Liu Xiaobo, is exhibiting her works in a Western country. On view is a selection of black-and-white photographs taken between 1996 and 1999. At that time, Liu Xiaobo spent three years in prison in the Dalian labor camp, and Liu Xia, coming from painting, increasingly turned to photography. She created her very own cosmos, populated by dolls, a series which she called “Ugly Babies“, and impressive still lifes that reflect on notions such as isolation and transience.

The photo artist, painter and poet Liu Xia, born in Beijing in 1959, is one of the most remarkable artists of the Chinese present and played a central role in the opening of the art scene in Beijing in the 1980s. In 1996 she married the Chinese intellectual and dissident Liu Xiaobo, who was sentenced to eleven years imprisonment in 2009 for his commitment to the “Charter 2008“. After Liu Xiaobo was awarded the Nobel Peace Prize in 2010, Liu Xia was placed under house arrest without ever having been officially accused, charged or convicted of any offence. Liu Xiaobo died in prison in 2017, but Liu Xia's house arrest continued. She was only allowed to leave China in July 2018 and has since been living in exile in Germany.

(Text: Galerie Peter Sillem, Frankfurt)

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Ausstellung | This Land - Sarah Anne Johnson | Stephen Bulger Gallery | Toronto
Mai
4
zu 15. Juni

Ausstellung | This Land - Sarah Anne Johnson | Stephen Bulger Gallery | Toronto


Stephen Bulger Gallery | Toronto
4. Mai - 15. Juni 2019

This Land
Sarah Anne Johnson


WITW, 2019

WITW, 2019


In “This Land”, Johnson focuses on landscape scenes from a variety of places that depict natural beauty and wonder in a multitude of guises. Not limiting herself to a specific location or clear narrative, Johnson continues to bridge the gap between the psychology of place and the dividing line between what is real and what is felt – a quality that remains a theme in all of her projects.

Johnson’s concerns with the connection between photographic object and reality are playfully displayed through the use of a broad mix of unconventional materials, including craft supplies, that undermine the seriousness of these scenes, mock our traditional ideas of high and low art, and magnify the dark truths about our relationship with the environment. Relief elements such as cotton balls, artificial flowers, heavily applied epoxy, holographic tape, and spray paint, and the use of Photoshop, make us question our relationship to nature and photography.

Instead of trying to harmoniously fuse the real and ideal, Johnson plays with their parallel lives by forcing together contradictions – high and low, two and three dimensionality, sincerity and mockery – to provoke emotion, delight, and suspicion.

Johnson received her MFA from Yale University and a BFA from University of Manitoba. Her work is featured in numerous public collections including the Metropolitan Museum of Art, NY; the Guggenheim Museum, NY; Contemporary Museum of Art in Raleigh, NC; The Phillips Collection, Washington, DC; National Gallery of Canada, Ottawa; and the Art Gallery of Ontario, Toronto, each of which has extensive holdings of her work. She was prominently featured in the “Oh, Canada” show at Mass MOCA and she has recently received commissions from Louis Vuitton, the Winnipeg Art Gallery, and the Bank of Montreal.

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Ausstellung | Les métamorphoses de Protée | Galerie l'Aberrante| Le Crès
Mai
2
zu 25. Mai

Ausstellung | Les métamorphoses de Protée | Galerie l'Aberrante| Le Crès


Galerie l'Aberrante | Le Crès
2. - 25. Mai 2019

Les métamorphoses de Protée
Emilie Arfeuil


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"Wie die Puppe, die sich in einen Schmetterling verwandelt, das Blütenblatt, das aus der Knospe blüht, die Schlange, deren Haut in Stücke gerissen wird, der Mensch mausert. Natürlich, natürlich, das ist der Kreislauf des Lebens. Aber manchmal bewegt er sich auch aus freiem Willen. Nicht unbedingt wie das Chamäleon, dessen Ziel es ist, sich in die Landschaft einzufügen. Aber eher wie Proteus, dieser Meeresgott aus der griechischen Mythologie, der die Form dessen annimmt, was er liebt; ein kostbares Geschenk, mit dem er seine Spuren verwischt. Die heutigen Proteus verstecken sich nicht mehr, sie genießen ihre Freiheit, nach sich selbst zu suchen, sich selbst zu entdecken, zu verwandeln. Geschlecht, Herkunft, sexuelle Orientierung und alle kodifizierten Zugehörigkeiten, von denen unsere Gesellschaft abhängig ist, sind nicht mehr das, womit sie sich selbst definieren. Das ist ihre Entscheidung. Piercings, Tattoos, gefärbte Haare, rasierter Kopf oder Kamm, genoppte Lederperfektion und ausgeprägter Eyeliner.... Von Saison zu Saison werden sie zum anderen. Oder vielmehr sich selbst? Eine Identität zur Zeit T, weit weg von den Fesseln, jenseits der Grenzen. Und ist das nicht genau das, worum es bei der Identität geht? Wenn es von unveränderlich wird, wird es bewegend, geheimnisvoll und angenommen. Unpfändbares Selbst! »

(Text:  Gwenaëlle Fliti)

Im Mai dieses Jahres wird in der Galerie L'Aberrante ein Monat voller Veranstaltungen sein. Die Vorstellungen von Identität werden durch Performances, Lesungen und Schreibworkshops thematisiert. So können wir die Auseinandersetzung mit Emilie Arfeuils Werk fortsetzen, die uns zeigt, inwieweit Identität nicht endgültig ist. Dieser kann vielfältig sein, sich weiterentwickeln, uns überraschen.

(Valérie Vernhet)


« À l’instar de la chrysalide qui se transforme en papillon, du pétale qui éclot du bourgeon, du serpent dont la peau part en lambeaux, l’homme mue. Naturellement bien sûr, tel est le cycle de la vie. Mais il mue parfois aussi de sa propre volonté. Pas forcément comme le caméléon d’ailleurs, dont le but est de se fondre dans le paysage. Mais davantage comme Protée, ce dieu marin issu de la mythologie grecque, qui prend la forme de ce qu’il aime; précieux don dont il use pour brouiller les pistes. Les Protée d’aujourd’hui eux, ne se cachent plus, ils jouissent pleinement de leur liberté pour se chercher, se découvrir, se métamorphoser. Le genre, l’origine, l’orientation sexuelle, et toutes les appartenances codifiées par lesquelles notre société est conditionnée, ne sont plus ce par quoi ils se définissent. Ainsi est leur choix. Piercings, tatouages, cheveux colorés, coiffés en crête ou crâne rasé, perfecto en cuir clouté et eyeliner prononcé… D’une saison à l’autre, ils deviennent autres. Ou plutôt, eux-mêmes ? Une identité au temps T, loin des carcans, dépassant les limites. Et au fond, n’est-ce pas très justement cela que l’identité ? Quand d’immuable elle devient mouvante, mystérieuse et assumée. Insaisissable Soi ! »

(Text:  Gwenaëlle Fliti)

Ce mois de mai à la Galerie L’Aberrante va être riche en évènements. Les notions d’identités seront abordées au travers de performances,  lectures, atelier d’écriture. Nous pourrons ainsi poursuivre l’exploration de l’oeuvre d’Emilie Arfeuil qui nous montre à quel point l’identité n’est définitive. Celle ci  peut-être multiple, évoluer, nous surprendre.

(Valérie Vernhet)

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Ausstellung | IDENT•I•GRATION – HEIMAT UND IDENTITÄT IN EINER GLOBALISIERTEN WELT | f3 – freiraum für fotografie | Berlin
Apr
27
zu 6. Juni

Ausstellung | IDENT•I•GRATION – HEIMAT UND IDENTITÄT IN EINER GLOBALISIERTEN WELT | f3 – freiraum für fotografie | Berlin

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f3 – freiraum für fotografie | Berlin
27. April - 6. Juni 2019

IDENT•I•GRATION – HEIMAT UND IDENTITÄT IN EINER GLOBALISIERTEN WELT
Schmoo Theune und Susann Tischendorf


© Susann Tischendorf aus der Serie  Ident.i.gration

© Susann Tischendorf aus der Serie Ident.i.gration


„Woher kommst du?“ Einige von uns beantworten diese alltägliche Frage nebenbei – ganz ohne Hintergedanken. Andere wiederum macht sie ratlos. Mögliche Antworten gibt es schließlich viele: „vom Bäcker“, „vom Friseur – sieht man das nicht?“, „aus dem Supermarkt“, „aus dem Harz“ oder „aus Hamburg“. Manchmal lässt die Antwort ihr Gegenüber unbefriedigt zurück: „Nein, DAS meine ich nicht. Ich meine, woher kommst du ursprünglich?“

„Woher kommst du?“ öffnet das weite Spielfeld unserer Definition von Identität und davon, wie wir Zugehörigkeiten einordnen. Gilt die Frage einem der 19,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland leben, ist sie in der Regel der Versuch, das Unbekannte in vertraute Kategorien einzuordnen und ihm so vermeintlich näher zu kommen. Statt die Betreffenden kennenzulernen, verwischt die Frage jedoch oft Individualitäten und macht das Gegenüber zu „der/dem Anderen“.

Ident•i•gration untersucht, wie sich Identität in unserer globalisierten Welt formt. Die Fotografinnen Schmoo Theune und Susann Tischendorf stellen uns mit hybriden Erzählformen zwischen Fotografie, Texte und Archivmaterial sechzehn Personen aus verschiedenen Generationen und mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten vor. Anhand ihrer Lebenswege versuchen sie zu beantworten, was Identität und Heimat in unserer globalisierten Welt sein können.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Projektes XB-Lab statt. Gefördert durch das Modellprogramm „Utopolis – Soziokultur im Quartier“ im Rahmen der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt „Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und der Beauftragten für Kultur und Medien.

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Ausstellung | Waterheaven - Francesco Bosso | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Apr
18
zu 26. Mai

Ausstellung | Waterheaven - Francesco Bosso | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
18. April - 26. Mai 2019

Waterheaven
Francesco Bosso


Six Sisters, 2018 Portugal | Edition of 9

Six Sisters, 2018 Portugal | Edition of 9


Bosso untersucht die Naturlandschaft in ihren reinsten und wildesten Erscheinungsformen, isoliert Formen und Elemente, um unbewohnte Orte zu interpretieren und die tiefe Bedeutung der Verbindung zwischen dem Menschen und seinen Ursprüngen hervorzuheben. 

Als Schüler von Kim Weston, Enkel des großen Meisters Edward, und von John Sexton und Alan Ross, Assistenten von Ansel Adams, präsentiert der apulische Fotograf zu diesem Anlass ein Werk, das aus mehreren Serien stammt, die in den letzten Jahren entstanden sind und hauptsächlich der Meereslandschaft gewidmet sind. Das Wasser als kreative Kraft steht im Mittelpunkt von zwanzig Fotografien, die durch ein akribisches Druckverfahren gekennzeichnet sind, das die Sauberkeit der Weißen und die Tiefe der Kontraste verstärkt. Mit seinem konstanten Fluss - so Bosso - stellt Wasser die Urflüssigkeit dar, die die Welt erschafft, formt und verändert, in einer kontinuierlichen und ewigen Bewegung der Transformation. Der Wasserhimmel ist ein Weg durch Bilder durch die faszinierende "kreative Kraft" des Wassers, zwischen Vision und Realität, einer Abfolge von Evokationen und Erinnerungsfragmenten. 

Einige Beispiele für Bosso's große Fähigkeit, durch Licht zu erzählen und eine lyrische und harmonische Realität, eine Bildmatrix, zu bilden, sind die Bilder der in Island entstandenen Wasserfälle, die in der Serie Goldenes Licht (2012) enthalten sind, oder die Ansichten von Last Diamonds (2015), die im Gletscher Sermeq Kujalleq, nahe dem Dorf Ilulissat, in Grönland, entstanden sind. Während sich der Autor im ersten Fall auf den Raum bezieht und die Intimität eines Ortes durch Fotografie sichtbar macht, hat er im zweiten Fall starke Emotionen gesammelt, die Fließeigenschaften einer solchen Naturlandschaft [....] verstörend, um ihre Zerbrechlichkeit zu dokumentieren und vor den schädlichen Folgen der globalen Erwärmung zu warnen - so Buchsbaum weiter. Die Bilder von Waterheaven sind auch in einem monographischen Band von Silvana Editoriale enthalten, der von einem kritischen Text von Walter Guadagnini begleitet wird. Die Publikation bereichert ein bereits umfangreiches Portfolio an redaktionellen Projekten des Autors, darunter: Letzte Diamanten (Skira, 2017), Die Schönheit zwischen Ordnung und Unordnung (Centro Culturale Candiani, 2015), Sassi e Calanchi (Castelvecchi, 2006), Swahili Ritratti Africani (Electa, 2003) und andere. 

Bosso vermittelt durch das fotografische Medium - so Walter Guadagnini - eine Ethik des Schutzes und der Erhaltung der Naturlandschaft: Mit einem klugen Einsatz von Schwarz-Weiß-Tönen feiert er seine Untertanen und warnt den Betrachter gleichzeitig vor der Zerbrechlichkeit und Einzigartigkeit dieses Erbes. Phänomene wie die massive Urbanisierung und die Konzentration immer mehr Menschen in den Städten prägen das heutige Leben und verdrängen die Naturlandschaft aus der alltäglichen Vorstellungskraft. Bosso rückt es wieder in den Mittelpunkt und dokumentiert auch seine Verwandlungen und die schädlichen Auswirkungen der Nachlässigkeit, mit der der Mensch mit der Natur umgeht. 

Seine Werke sind Teil wichtiger privater und öffentlicher Sammlungen, während seine Ausstellungsprojekte in nationalen und internationalen Institutionen wie dem Pino Pascali Museum (Polignano), dem Candiani Cultural Centre (Venedig), dem National Museum of Photography (Brescia) und dem Cultural Centre Museum (Hongkong) gezeigt wurden.


Bosso indaga il paesaggio naturale nelle sue manifestazioni più pure e selvagge, isolandone forme ed elementi per interpretare luoghi disabitati ed evidenziare il significato profondo del legame dell’uomo con le sue origini. 

Allievo di Kim Weston, nipote del grande maestro Edward, e di John Sexton e Alan Ross, assistenti di Ansel Adams, per questa occasione il fotografo pugliese presenta un lavoro che nasce da diverse serie scattate nel corso degli ultimi anni, dedicate soprattutto a paesaggi marini. L’acqua come forza creatrice è al centro di venti fotografie caratterizzate anche da un meticoloso processo di stampa, che intensifica la pulizia dei bianchi e la profondità dei contrasti. Con il suo costante fluire – racconta Bosso – l’acqua rappresenta il liquido primordiale che crea, modella, modifica il mondo, in un moto continuo ed eterno di trasformazione. Waterheaven è un percorso per immagini attraverso l’affascinante “forza creatrice” dell’acqua, tra visione e realtà, un susseguirsi di evocazioni e frammenti di memorie. 

Alcuni esempi della grande capacità di Bosso di raccontare per mezzo della luce e della forma una realtà lirica e armoniosa, di matrice pittorica, sono le immagini delle cascate realizzate in Islanda, incluse nella serie Golden Light (2012), oppure le vedute di Last Diamonds (2015), serie realizzata nel ghiacciaio Sermeq Kujalleq, nei pressi del villaggio di Ilulissat, in Groenlandia. Mentre nel primo caso l’autore entra in relazione con lo spazio e rende visibile l’intimità di un luogo attraverso la fotografia, nel secondo ha raccolto forti emozioni, la fluidità di un simile paesaggio naturale[…] sconvolgente, al fine di documentarne la fragilità e ammonire sulle nefaste conseguenze del riscaldamento globale – continua Bosso. Le immagini di Waterheaven, inoltre, sono incluse in un volume monografico edito da Silvana Editoriale, corredato di un testo critico di Walter Guadagnini. La pubblicazione arricchisce un già vasto portfolio di progetti editoriali dell’autore, tra i quali: Last Diamonds (Skira, 2017), The Beauty Between Order And Disorder (Centro Culturale Candiani, 2015), Sassi e Calanchi (Castelvecchi, 2006), Swahili Ritratti Africani (Electa, 2003) e altri ancora. 

Attraverso il medium fotografico – commenta Walter Guadagnini – Bosso comunica un’etica della protezione e della salvaguardia del paesaggio naturale: con un sapiente uso delle tonalità di bianco e nero celebra i suoi soggetti e allo stesso tempo mette in guardia lo spettatore sulla fragilità e unicità di tale patrimonio. Fenomeni come l’urbanizzazione massiva e la concentrazione di un numero sempre maggiore di persone nelle città caratterizzano la vita contemporanea, espellendo dall’immaginario quotidiano il paesaggio naturale. Bosso lo rimette al centro dell’attenzione, documentandone anche le trasformazioni e gli effetti deleteri della noncuranza con la quale l’uomo si relaziona con la natura. 

Le sue opere fanno parte di importanti collezioni private e pubbliche, mentre i suoi progetti espositivi sono stati ospitati in istituzioni nazionali e internazionali come il Museo Pino Pascali (Polignano), il Centro Culturale Candiani (Venezia), il Museo Nazionale della Fotografia (Brescia) e il Cultural Centre Museum (Hong Kong).


Bosso investigates the natural landscape in its purest and wildest manifestations, isolating forms and elements to interpret uninhabited places and highlight the deep meaning of the bond between man and his origins. 

A pupil of Kim Weston, grandson of the great master Edward, and of John Sexton and Alan Ross, assistants of Ansel Adams, for this occasion the Apulian photographer presents a work that comes from several series taken in recent years, mainly dedicated to marine landscapes. Water as a creative force is at the center of twenty photographs characterized by a meticulous printing process, which intensifies the cleanliness of the whites and the depth of the contrasts. With its constant flow - says Bosso - water represents the primordial liquid that creates, shapes, modifies the world, in a continuous and eternal motion of transformation. Waterheaven is a path through images through the fascinating "creative force" of water, between vision and reality, a succession of evocations and fragments of memories. 

Some examples of Bosso's great ability to tell through light and form a lyrical and harmonious reality, of pictorial matrix, are the images of the waterfalls made in Iceland, included in the series Golden Light (2012), or the views of Last Diamonds (2015), series made in the glacier Sermeq Kujalleq, near the village of Ilulissat, in Greenland. While in the first case the author relates to space and makes visible the intimacy of a place through photography, in the second he has collected strong emotions, the fluidity of such a natural landscape [...] upsetting, in order to document its fragility and warn about the harmful consequences of global warming - continues Boxwood. Waterheaven's images are also included in a monographic volume published by Silvana Editoriale, accompanied by a critical text by Walter Guadagnini. The publication enriches an already vast portfolio of editorial projects of the author, including: Last Diamonds (Skira, 2017), The Beauty Between Order And Disorder (Centro Culturale Candiani, 2015), Sassi e Calanchi (Castelvecchi, 2006), Swahili Ritratti Africani (Electa, 2003) and others. 

Through the photographic medium - comments Walter Guadagnini - Bosso communicates an ethic of protection and preservation of the natural landscape: with a wise use of shades of black and white celebrates his subjects and at the same time warns the viewer about the fragility and uniqueness of this heritage. Phenomena such as massive urbanization and the concentration of an increasing number of people in cities characterize contemporary life, expelling the natural landscape from the everyday imagination. Bosso puts it back at the centre of attention, also documenting its transformations and the harmful effects of the carelessness with which man relates to nature. 

His works are part of important private and public collections, while his exhibition projects have been hosted in national and international institutions such as the Pino Pascali Museum (Polignano), the Candiani Cultural Centre (Venice), the National Museum of Photography (Brescia) and the Cultural Centre Museum (Hong Kong).

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia, Torino)

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Ausstellung | Body an Soul - Amin El Dib | Haus am Kleistpark | Berlin
Apr
10
zu 2. Juni

Ausstellung | Body an Soul - Amin El Dib | Haus am Kleistpark | Berlin


Haus am Kleistpark | Berlin
10. April - 2. Juni 2019

Body and Soul
Amin El Dib


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Amin El Dibs künstlerische Entwicklung ist engstens mit Berlin verbunden, sowohl was die Entstehung seiner Bildwerke als auch was deren Präsentation in Einzel- und Gruppenausstellungen betrifft. Dass er seit einigen Jahren in der Schweiz lebt, hat daran nichts geändert. Das Haus am Kleistpark zeigt jetzt unter dem Titel „Body and Soul“ erstmals eine Ausstellung mit einer größeren Auswahl seiner über die Jahre entstandenen und thematisch geordneten Werkgruppen. Kuratiert hat sie Enno Kaufhold.

In der frühesten der hier ausgewählten und bis 1988 zurückreichenden Serie „Bilder von Menschen und Tieren“ porträtiert er, wie es schon der Titel verrät, Frauen und Männer, die ihr Leben mit Tieren teilen. Neben Hunden und Katzen, die unverzichtbar dazu gehören, reicht die Skala der Tierarten darüber jedoch weit hinaus. Ob es die Personen oder doch eher die Tiere sind, die den Blick in die Bilder ziehen, bleibt von Bild zu Bild offen. Offen wie das Oszillieren zwischen Normalität und Skurrilität, Selbstverständlichkeit und Abwegigkeit, Witz und bitterem Ernst. Angesichts des Umstands, dass die Porträtierten mal bekleidet und ein anderes Mal unbekleidet zu sehen sind, verweisen seine Bilder darauf, dass die Frage der Bekleidung allein auf die Menschen, nicht aber auf die Tiere anzuwenden ist. Die tragen ohne Ausnahme ihre evolutionär angepassten Kleidungen. Insgesamt verrät allein diese Porträtserie Amin El Dibs ausgeprägtes Interesse an Menschen und – nicht minder wichtig – am Inszenieren, das allen Porträts mehr oder weniger zugrunde liegt.

Um in der Chronologie der ausgestellten Werkgruppen zu bleiben, folgt die von 2000 bis 2002 entstandenen Serie „Weekenders“. Nicht zum ersten Mal und die traditionellen fotografischen Spezifika sprengend, unterzog Amin El Dib seine zahlreichen von ihm fotografierten Porträts einer radikalen Dekonstruktion, indem er die Fotopapiere zerriss, zerknüllte und auch sonst rüde behandelte. Die solchermaßen entstandenen Motivfragmente fügte er in einem zweiten Schritt collagenartig neu zusammen, oder fotografierte die körperlichen Gebilde ein neues Mal. Bei diesem gewaltsamen Vorgehen, schließlich ist das Zerreißen oder Zerknüllen des Fotopapiers ein rabiater physischer Akt, ging der ureigene Porträtcharakter unverkennbar verloren, zugleich kreierte er jedoch mit dieser Technik eine hinsichtlich der Materialität wie Ästhetik neue Bildform. Die solchermaßen vollzogene Reinszenierung setzte er 2006 in der medienreflexiven Arbeit „Men at Work“ auf andere Weise fort, indem er gezielt einzelne Gesichter mit geöffneten Mündern aus einschlägig pornografischen Publikationen, wie wir sie aus unserem pornografisierten Alltag kennen, heraus fotografierte. Die Verwandlung ins Schwarzweiße, die starke Fragmentierung sowie der Duktus der gerasterten Druckvorlage verleihen den so geschaffenen Bildern ein gänzlich verfremdetes Aussehen. Der pointierte Gestus des offenen Mundes, ursprünglich Ausdruck dargestellter sexueller Lust, nimmt absurde Formen an. In der zeitlich nachfolgenden Serie „United Tongues“ steigert Amin El Dib diesen Eindruck noch, indem er die aus demselben Kontext stammenden Kussszenen durch starke Ausschnitte vollends in die visuelle wie gedankliche Abstraktion verwandelt. 

Schließlich umfasst die Ausstellung neben diesen durchgehend schwarzweiß fotografierten Bildserien noch eine größere Auswahl aus zwei jüngeren, jetzt farbig fotografierten Werkgruppen. In der „Under Skies of Blue and Grey” betitelten und von 2007 bis 2014 fotografierten Serie folgt Amin El Dib dem tradierten Landschaftsbild, allerdings, und das muss sofort wieder die Einschränkung sein, fern von allen, Natur verherrlichenden Stereotypen. Ihre Andersartigkeit erschließt sich bei genauerem Hinsehen und in der Abfolge des Seriellen. Es sind die subtilen Verweise, die den wie auch immer gearteten Eingriff der Menschen erkennen lassen. Schon hier kann von Verletzungen gesprochen werden. Einen wesentlich deutlicheren Akzent setzte er bei den in den Jahren 2014 bis 2016 von ihm fotografierten antiken Statuen. Diese in der Skulpturhalle in Basel aufgenommenen Bilder der dort gesammelten Gipsrepliken handeln, wie diese Arbeit klar ausweist, „Von der Brüchigkeit des Seins“. Selbst die auf Ewigkeit angelegten antiken Steinskulpturen, die den Gipsrepliken zugrunde lagen, haben Beschädigungen erlitten, verloren Gliedmaßen wie Teile ihrer Gesichter und mehr und zeugen so von der Verletzbarkeit allen Irdischen, womit im metaphorischen Sinn nicht allein die Steinplastik, sondern gleichermaßen die menschliche Existenz gemeint ist. 

In all seinen Bildern, und das ist das Verbindende zwischen den scheinbar disparaten Werkgruppen, verweigert sich Amin El Dib der absoluten Harmonie, dem Schönen schlechthin. Um es mit den Begriffen des Porträts zu formulieren, er schreibt den schönen Gesichtern zugleich die Fratze ein.

(Text: Haus am Kleistpark)

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Ausstellung | From our Perspective: Young Ethiopian Photographers Changing the Gaze | Addis Fine Art | Addis Abeba
Apr
9
zu 25. Mai

Ausstellung | From our Perspective: Young Ethiopian Photographers Changing the Gaze | Addis Fine Art | Addis Abeba


Addis Fine Art Gallery | Addis Abeba
9. April - 25. Mai 2019

From our Perspective: Young Ethiopian Photographers Changing the Gaze
Girma Berta und Eyerusalem Jirenga


The City of Saints X, 2017  | Eyerusalem Jirenga | Digital Archival Print 80 x 80 cm | Edition of 7 plus 1 AP

The City of Saints X, 2017 | Eyerusalem Jirenga | Digital Archival Print 80 x 80 cm | Edition of 7 plus 1 AP


Ethiopia is home to some of the fastest rates of development in the world and a changing political landscape. Two young local artists, Girma Berta (b. 1990) and Eyerusalem Jirenga (b. 1993) aim to tell its story through their photography. They represent the new voices in contemporary Ethiopian photography, pushing the boundaries of the medium and questioning the definitions of documentary photography. Their works have been exhibited internationally and selected to adorn Prime Minister Abiy Ahmed’s new public and private offices.

Eyerusalem Jirenga (b.1993) is an exciting emerging artist and fashion designer based in Addis Ababa, Ethiopia. Shot in the walled city of Harar, her series The City of Saints, documents a living history. Informed by her experience in design, Jirenga specialises in evocatively bright and discerning portraits, enliven with distinctive and striking colour detail. Her use of rich textures and colours plays against the crisp focus of her photographs, enhancing their warm, visually stimulating effect.

Moving Shadows II, IV, 2017 | Girma Berta | Digital Archival Print 40 x 40 cm Edition of 7 plus 1 AP

Moving Shadows II, IV, 2017 | Girma Berta | Digital Archival Print 40 x 40 cm Edition of 7 plus 1 AP

Girma Berta (b.1990) is an award-winning photographer whose work fuses street photography with fine art. In his Moving Shadows series, solitary figures are juxtaposed against vibrant backgrounds, creating truly unique artworks, which exemplify the contrasting colours and personalities on the streets of his hometown. As one of the first photographers to travel to Eritrea once the blockage was lifted in June 2018, his new Asmara series documents Eritrea’s capital frozen in time. Berta, who is self-taught, uses a combination of street photography and graphic design to create images of passers-by with a painterly quality. Berta's use of digital media, to produce and present his artworks, is in itself a commentary on the digital revolution underway across Africa. He represents the vibrancy of the millennial African.

Eyerusalem Jirenga has received considerable acclaim for her work both within Ethiopia and internationally. She has exhibited in the New York photography festival Photoville 2016 and participated in the New York Times Portfolio Review 2016. Solo and Group shows include: FNB Joburg Art Fair (2018), Refraction: New Photography of Africa and its Diaspora, Steven Kasher Gallery, NY (2018), Investec Cape Town Art Fair (2018), Also Known As Africa Contemporary African Art Fair (2017).

Girma Berta is the recipient of the Getty Images Instagram Award 2016. He was selected to participate in the New York Times Portfolio Review 2017, and shortlisted as a finalist for the CAP Prize 2017. Solo and Group shows include: Africa State of Mind curated by Ekow Eshun at The New Art Exchange, Nottingham, UK (2018), Refraction: New Photography of Africa and its Diaspora, Steven Kasher Gallery, New York (2018), Afrotopia: Pan-African Exhibition, 11th edition of Rencontres de Bamako, Biennale Africaine de la Photographie (2018), Image Afrique/Cap Prize in Basel (2017), La Gacilly Photo Festival (2017), Nataal / Red Hook Labs NY New African Photography II (2017). Berta’s artworks have also been shown in multiple art fairs including: Cape Town Art Fair (2017 – 2018 - 2019), Art Dubai (2018), PhotoVille NY (2016, 2015), Look Festival (2016), Salon Zurcher NY (2016), 1:54 Contemporary Art Fair London (2016), Also Known as Africa Art Fair Paris (2016 - 2017) and Bamako Photo Fest (2015).

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Ausstellung | The Lookout IV - Thomas Krempke | Espace Jörg Brokmann | Carouge
Apr
5
zu 5. Mai

Ausstellung | The Lookout IV - Thomas Krempke | Espace Jörg Brokmann | Carouge


Espace Jörg Brokmann | Carouge
5. April - 5. Mai 2019

The Lookout IV
Thomas Krempke


Krempke-Lookout4-11.jpg

“Regarder, prendre des photos et regarder à nouveau. Dans ce processus tout ce que je suis en train de regarder se transforme, l’acte de photographier change l’élément photographié. C’est comme dans un rêve où les choses se métamorphosent d’une chose à une autre : partout où se pose mon regard le monde mute.

Ce qui rend la photographie tellement magique est qu’elle réinvente le monde en le recréant. Là réside sa puissance. Un écho visuel du monde, il suffit juste de copier. Un acte plutôt simple.”

(Tiré de « The Whispering of Things », édition Patrick Frey Nr. 285, Thomas Krempke)

 Exploration d’un espace limité. Le choix de l’espace exploré est laissé au hasard de l’emplacement de la galerie. 

The Lookout IV, la vue de l’ Espace Jörg Brockmann sur la rue des Noirettes et la rue du Léopard à Carouge … La première impression s’évapore rapidement et je commence à explorer les alentours, me perdant dans cet espace très limité. Je me tiens à ma règle : ce qu’on ne voit pas depuis la galerie est omis et n’est pas photographié. Chaque fois que je suis ici à regarder et à photographier, l’endroit lui-même se transforme de plus en plus, grâce à ma perception, qui, elle aussi, est en transformation permanente. – c’est ce qui se passe quand je regarde quelque chose. Parce que la photographie change tout, chaque fois que je suis ici un peu plus.

Il y a des semaines depuis que j’ai eu la première impression et maintenant, tout est à nouveau différent. Ça pourrait toujours continuer de cette manière. La magie de la photographie, c’est qu’elle réinvente le monde en le créant une seconde fois. D’où son pouvoir. Elle est une sorte d’écho visuel du monde. C’est comme si je crée un second monde, un monde parallèle, dans le cas particulier de Lockout IV, c’est ma copie de la rue des Noirettes et de la rue du Léopard.

Il se peut que ce ne soit pas l’espace qui ai changé, mais que ce soit mon regard qui se transforme constamment sans que je m’en rende compte, mon regard qui se moque de moi et qui change et change, et qui me fait croire de voir un monde nouveau. Mon regard se découvrant à lui-même. 

The Lookout est un projet sur la perception qui a déjà été installé dans différents endroits en Suisse :

– The Lookout I, février 2018 à l’occasion de l’exposition XL de Kunstraum R57 dans un quartier industriel à Zurich Altstetten.
– The Lookout II, Octobre 2018 dans la galerie widmertheodoridis dans la banlieue suburbain d’Eschlikon en Thurgovie.
– The Lookout III, Novembre 2018 dans la galerie OnArte au milieu d’un quartier résidentiel à  Minusio
– The Lookout IV en avril 2019 à l’Espace Jörg Brockmann à Carouge, surplombant un quartier d’affaires et bancaire.

Un projet en collaboration avec :
Espace Jörg Brockmann, Genève
Kunstraum R57, Zurich
Galerie Widmertheodoridis, Eschlikon
Galerie OnArte, Minusio

Artist Bio
Il en va ici de la quête de Thomas Krempke, homme de photographie et de cinéma, né en 1957 à Zermatt, établi à Zurich et co-auteur d’un film-phare de la contestation des années 70 et 80, Züri Brännt (1980).

(Texte: Espace Jörg Brokmann, Carouge)

 

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Ausstellung | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg
Mär
29
zu 25. Mai

Ausstellung | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg


Fotohof | Salzburg
29. März - 25. Mai 2019

Blitz & Enzianblau
Manfred Willmann


Manfred Willmann − o.T., 2005

Manfred Willmann − o.T., 2005


Die Ausstellung von Manfred Willmann ist aus Arbeiten aus dem Jahr 2005 aufgebaut. Konzentrierte Nahsichten, Bilderreihen von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Alltagsgegenständen und Porträts werden unterbrochen von Reproduktionen der Rückseite des Agfa-Fotopapiers Sensatis.

Willmann hatte von seinen Aufnahmen dieses Jahres mehr als tausend analoge Prints auf diesem Material herstellen lassen, diese aber erst wieder nach etwa zehn Jahren zur Hand genommen und die vorliegende Serie daraus entwickelt.

"Blitz und Enzianblau" versammelt Fotografien, die nicht nur die Oberfläche der Welt zeigen, sondern auch vom Medium Fotografie selbst erzählen − von seinen ganz eigenen Möglichkeiten, der Welt in ihrer Schönheit, ihrer Hässlichkeit und Vergänglichkeit als Bilder Präsenz zu verleihen.

Wie Konkrete Poesie über die Sprache an sich spricht, so legt Willmann die Textur des Mediums Fotografie frei. Seine Bilder handeln von Konstellationen, Stillleben und Augenblicken − vom Blitzlicht freigestellt, oft schmerzhaft in ihrer existenziellen Tiefe, aber gänzlich frei von Sentimentalität.

In der Ausstellung werden auch neueste Bilder aus dem Werkzyklus "2018/2017" gezeigt.

Manfred Willmann, *1952 in Graz; lebt und arbeitet in Graz und Pongratzen.

(Text: Fotohof, Salzburg)

 

 

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Ausstellung | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Kigogo - Dorf der Verdammten
Sarah Fluck


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Es gibt Geschichten, die spielen sich jenseits von Gut und Böse, jenseits von Schwarz und Weiss, jenseits von Sünde und Vergebung ab.

Kigogo ist ein Dorf in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Hier bekämpften sich jahrelang Armeen und Milizen, hier begegneten sich Callixte, ein ex-Kindersoldat aus Ruanda, und Wabiwa, eine junge Frau aus dem Kongo. Eine Geschichte, die trotz Kriegswirren weitergeht - irgendwie.

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Ausstellung | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Das Dorf der Blinden
Swinde Wiederhold


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Im Nordosten des Irans, in der Provinz Nord Khorasan, 340 km westlich des heiligen Imam-Reza-Schreins in Mashhad, liegt das Dorf «Chaharborj». Die 2000 Einwohner sprechen den kurdischen Dialekt «Kurmanji». Sie sind Nomaden und bringen ihre Herden im Sommer in den angrenzenden Salook Nationalpark.

«Kauft euren Ayran, die Milch, den Joghurt nicht in Chaharborj» – «verheiratet eure Mädchen nicht mit Partnern aus diesem Dorf» – «das Wasser ist verseucht...» In den lokalen Medien ist von einem Fluch die Rede, der über dem Dorf liegt. Vierundzwanzig Personen sind blind. Von Geburt an. Es ist ein weltweit einzigartiger angeborener Gendefekt, den Dr. Noor Mohammad Ghiasvand von der Shahid Beheshti Medical University hier erforscht hat.

Im Iran herrscht keine Toleranz gegenüber Behinderten. Sie werden diskriminiert und ausgestoßen. Der Zugang zu Bildung fehlt. Ein Stigma heftet an ihnen. Die größte aller Barrieren ist die fehlende soziale Akzeptanz ihrer Mitbürger.

Die Geschichte des Dorfes «Chaharborj» ist eine Geschichte der Hoffnung und Überwindung. Sie ist ein Bespiel an unbezwingbarer Lebensfreude. Blinde und Behinderte werden innerhalb der Gemeinschaft wie ganz normale Mitbürger behandelt. Sie werden akzeptiert. Denn auch der Islam verwehrt sich entschieden dagegen, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit Vorurteilen belegt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

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Ausstellung | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich
Mär
29
zu 16. Mai

Ausstellung | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
29. März - 16. Mai 2019

Zürich 1967 - 1976
Willy Spiller

Zürcher Panoptikum
Fred Mayer


© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

Die Ausstellung zeigt die Stadt Zürich und ihre Menschen, wie sie zwischen 1967 und 1976, in Zeiten von Jugendunruhen, sexueller Revolution und Biederkeit, lebten und arbeiteten. Die beiden Fotografen Willy Spiller und Fred Mayer stellen ab dem 7. März in der Bildhalle einige ihrer bekanntesten Werke aus, die visuell intensiv, absurd und witzig vom damaligen Zeitgeist erzählen.

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

Die Ausstellung zeigt zwei wichtige Namen der Schweizer Fotografie mit komplett unterschiedlicher Herangehensweise an das Zürich in den späten 60er und frühen 70er Jahre

Street photography trifft auf inszenierte Porträt-Fotografie

Viele prominente Zeitgenossen der beiden Fotografen sind abgebildet: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer, Musiker

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die erste Publikation der Edition Bildhalle:    
Willy Spiller – ZÜRICH 1967 – 1976

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Ausstellung | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Die Wrestlerinnen von La Paz
Désirée Good


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Hoch oben, am Ende des Talkessels von La Paz, auf 4000 Metern liegt die zweitgrösste Stadt Boliviens, El Alto. In dieser Stadt leben Zuwanderer aus der indigenen Landbevölkerung. Die Stadt gilt alseine der kriminellsten in Bolivien. Neben dem Fussball, der für die Bevölkerung Boliviens essenziell ist, gibt es die Ringkämpfe. Dieser Volkssport nennt sich «Lucha Libre» (Freistilkampf) und wird meistens inszeniert und choreografiert. Viele der Protagonisten sind Frauen. Die Kämpfe werden heute hauptsächlich in El Alto gezeigt. Während drei Monaten hat Désirée Good eine junge Kämpferin Namens «Lady» (23 Jahre alt) in ihrem Umfeld fotografiert.

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Ausstellung | Goldminen in Guinea  - Marion Bernet | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Goldminen in Guinea - Marion Bernet | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Goldminen in Guinea
Marion Bernet


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Im landwirtschaftlich wenig ergiebigen Nordosten Guineas gibt’s Gold. Bauernfamilien ergänzen seit Generationen ihr karges Einkommen mit dessen Gewinnung.

Eine riskante Arbeit: In diesem Jahr wurden zwei Frauen und ein Mann von Erdmassen verschüttet und tot geborgen. Man fand sie jedoch nicht in einer Kleinmine, sondern auf dem Gelände einer mächtigen Firma, die sich in der Region ausbreitet: die Société AngloGold Ashanti de Guinée (SAG). Um die Stadt Kintinian in der Region Bouré betreibt sie mehrere grosse Minen.

2015 entbrannte ein Streit um das sogenannte Gebiet «Area One», ein Quartier von Kintinian, in dem rund 380 Wohnhäuser stehen. Für dieses Gebiet erwarb die SAG vom Staat das Recht zum Goldabbau. Konsequenz: Die Bewohner müssen weg. Zwar verpflichtet die Konzession die SAG, den Ortsansässigen anderswo neue Häuser zu bauen und sie für den Verlust von Land finanziell zu entschädigen. Doch die Bewohner wurden teilweise schlecht über die Umsiedlung informiert oder mit physischer Gewalt zur schriftlichen Zustimmung gezwungen. Ihre Häuser in der Zone markierte fortan ein weisses Kreuz, das den anrückenden Arbeitern anzeigt: Abriss!

Im Sommer 2016 wurden die ersten Häuser abgerissen – doch die neuen waren noch nicht bezugsbereit. Es sollte noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis die ersten Häuser fertig waren. 2017 beginnen die Bewohner zögerlich umzuziehen – in ein abgelegenes Quartier weit ausserhalb.

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