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Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
19
zu 10. Nov.

Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
19. Juli - 10. November 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Greenpace Photo Award | f3 - freiraum für fotografie | Berlin
Aug
28
zu 3. Nov.

Ausstellung | Greenpace Photo Award | f3 - freiraum für fotografie | Berlin

  • f3 - freiraum für fotografie (Karte)
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f3 - freiraum für fotografie | Berlin
28. August - 3. November 2019

Greenpeace Photo Award
Ian Willms, Pablo E. Piovano


© Ian Willms 2019, aus As Long as the Sun Shines, GREENPEACE PHOTO AWARD.

© Ian Willms 2019, aus As Long as the Sun Shines, GREENPEACE PHOTO AWARD.


Der Kanadier Ian Willms und der Argentinier Pablo E. Piovano sind die Gewinner des Greenpeace Photo Award. Der Award unterstützt die Realisierung von Foto-Dokumentationen zu relevanten Umweltproblemen und wird seit 2014 alle zwei Jahre von Greenpeace Schweiz und Greenpeace Deutschland vergeben. In ihren Langzeitprojekten befassen sich die beiden ausgezeichneten Fotografen mit den aktuellen Themen Landrechte, Klimawandel und den Auswirkungen der Ölausbeutung auf indigene Gemeinschaften.

Pablo E. Piovano dokumentiert die seit Jahrzehnten andauernden Landkonflikte in Patagonien. In der Region Araucanía in Chile verteidigen die Mapuche ihr Landrecht als gebürtige Ureinwohner*innen – auch gegen die Regierung, die sie als Terrorist*innen anklagt. Sie kämpfen gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und fordern das Recht ein, ihre jahrhundertealten Traditionen zu leben. In seinen Bildern kontrastiert Piovano die einzigartige Schönheit, den Artenreichtum und die kulturelle Vielfalt Patagoniens mit dem brutalen Kampf um seine Zukunft.

In seinem Projekt As Long as the Sun Shines zeigt der Fotograf Ian Willms (*1985) die Folgen der Ölsandausbeutung im kanadischen Alberta. Vor der Kulisse der Rocky Mountains reißen enorme Rodungsflächen tiefe Wunden ins Land. Mit massivem Wasser-, Energie und Chemikalienaufwand wird das Öl aus den Teersanden gewaschen – eine „Ökokatastrophe von höchster Brisanz“ (Lars Lindemann, Bildredakteur Magazin GEO). Über acht Jahre fotografierte Ian Willms einfühlsam die Zusammenhänge von wirtschaftlichem Aufschwung, globalem Klimawandel und sozialer Ungerechtigkeit gegenüber Ureinwohner*innen.


Le Canadien Ian Willms et l'Argentin Pablo E. Piovano sont les lauréats du Prix photo de Greenpeace. Ce prix soutient la réalisation de documentaires photographiques sur des problèmes environnementaux importants et est décerné tous les deux ans depuis 2014 par Greenpeace Suisse et Greenpeace Allemagne. Dans leurs projets à long terme, les deux photographes primés traitent de sujets d'actualité tels que les droits fonciers, les changements climatiques et les effets de l'exploitation pétrolière sur les communautés autochtones.

Pablo E. Piovano documente les conflits fonciers qui se déroulent en Patagonie depuis des décennies. Dans la région d'Araucanía au Chili, les Mapuches défendent leurs droits fonciers en tant que peuples autochtones autochtones* - également contre le gouvernement, qui les accuse d'être des terroristes*. Ils luttent contre la destruction de leurs moyens de subsistance et revendiquent le droit de vivre leurs traditions séculaires. Dans ses tableaux, Piovano met en contraste la beauté unique, la biodiversité et la diversité culturelle de la Patagonie avec la lutte brutale pour son avenir.

Dans son projet As Long as the Sun Shines, le photographe Ian Willms (*1985) montre les conséquences de l'exploitation des sables bitumineux en Alberta, Canada. Sur fond de montagnes Rocheuses, d'énormes zones de déforestation déchirent profondément le pays. Le pétrole est lavé des sables bitumineux à l'aide de quantités massives d'eau, d'énergie et de produits chimiques - une "éco-catastrophe de la plus haute magnitude" (Lars Lindemann, éditeur photo du magazine GEO). Pendant plus de huit ans, Ian Willms a photographié avec sensibilité les liens entre la reprise économique, les changements climatiques mondiaux et l'injustice sociale envers les peuples autochtones*.


Canadian Ian Willms and Argentinian Pablo E. Piovano are the winners of the Greenpeace Photo Award. The award supports the realisation of photo documentaries on relevant environmental problems and has been awarded every two years since 2014 by Greenpeace Switzerland and Greenpeace Germany. In their long-term projects, the two award-winning photographers deal with current topics such as land rights, climate change and the effects of oil exploitation on indigenous communities.

Pablo E. Piovano documents the land conflicts that have been going on in Patagonia for decades. In the Araucanía region in Chile, the Mapuche defend their land rights as native indigenous peoples* - also against the government, which accuses them of being terrorists*. They fight against the destruction of their livelihoods and demand the right to live their centuries-old traditions. In his pictures, Piovano contrasts the unique beauty, biodiversity and cultural diversity of Patagonia with the brutal struggle for its future.

In his project As Long as the Sun Shines, photographer Ian Willms (*1985) shows the consequences of oil sands exploitation in Alberta, Canada. Against the backdrop of the Rocky Mountains, enormous areas of deforestation tear deep wounds into the country. The oil is washed out of the tar sands using massive amounts of water, energy and chemicals - an "eco-catastrophe of the highest magnitude" (Lars Lindemann, picture editor of GEO magazine). For over eight years, Ian Willms sensitively photographed the connections between economic upswing, global climate change and social injustice towards indigenous peoples*.

In Kooperation mit Greenpeace e.V.

(Text: Freiraum hoch3, Berlin)

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Ausstellung | Open Equations - Laura J. Padgett | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
Sep
7
zu 19. Okt.

Ausstellung | Open Equations - Laura J. Padgett | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main


Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
7. September - 19. Oktober 2019

Open Equations
Laura J. Padgett


Laura J. Padgett, Turbulence, 2019. Archival Pigment Print on Hahnemühle Etching 360 gsm, 96 x 66 cm, Ed. 3 + 1 AP

Laura J. Padgett, Turbulence, 2019. Archival Pigment Print on Hahnemühle Etching 360 gsm, 96 x 66 cm, Ed. 3 + 1 AP


In ihren neuesten Arbeiten setzt Laura J. Padgett ihre Untersuchungen des öffentlichen und privaten Raums und der Orte dazwischen fort. Wie wir Räume gestalten und unsere Welt strukturieren, ist immer ein Ausdruck unseres Verhältnisses zur Gesellschaft und gleichzeitig zum Visuellen. Hierbei ersetzt der Zugang durch den Blick häufig die physische Möglichkeit, einen Ort zu begehen.

Hauptthema bleibt die Fotografie in ihrer Fähigkeit, Dinge abzubilden und gleichzeitig eine abstrakte Gedankenwelt zu erzeugen, die durch die Wahrnehmung erfahrbar wird.

Wie verstehen wir Oberflächen und den Raum? Wie bewegen wir uns bewusst durch diese komplexen Verhältnisse? Das Sichtbare, Farben, Linien und Strukturen drücken auch die Beziehung des Einzelnen zu den ihn umgebenden Lebensverhältnissen aus. Laura J. Padgetts Fotografien öffnen den Raum und machen ihn navigierbar. 

Laura J. Padgett, geb. 1958 in Cambridge, USA, erhielt ihren Bachelor of Fine Arts in Malerei am Pratt Institute in Brooklyn, New York. Zwischen 1983 und 1985 setzte sie ihr Studium in Film und Fotografie bei Peter Kubelka und Herbert Schwöbel an der Städelschule fort und erhielt 1994 ihren Magister Artium in Kunstgeschichte und Ästhetik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Seit den 1990er Jahren stellt Laura J. Padgett vielfach aus, ihre Werke und Filme wurden weltweit gezeigt. Neben ihren Ausstellungsaktivitäten schreibt Laura J. Padgett regelmäßig über Film, Kunst und ästhetische Theorie.

Seit 1990 lehrte sie an verschiedenen Universitäten, darunter die Bauhaus-Universität in Weimar, die Hochschule für Gestaltung in Offenbach, die Universität Paderborn und die Hochschule-Rhein-Main in Wiesbaden. Zuletzt lehrte sie an der German Jordanian University in Amman. Laura Padgett lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Ihre Arbeiten befinden sich in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter das Städel Museum, Graphische Sammlung, Frankfurt am Main, Huis Marseille, Amsterdam, Fotomuseum Winterthur, DZ BANK Kunstsammlung, Frankfurt am Main, Museion, Bozen, Sir John Soane Museum, London, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, Dommuseum, Mainz, Museum Simeonstift, Trier, Museum Wiesbaden, Land Rheinland Pfalz, Land Hessen und Stadt Frankfurt am Main. 

Friederike Fast, geb. 1975, studierte Fotografie, Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaften in Dortmund und Leipzig. Sie ist als Ausstellungsmacherin des Museums Marta Herford tätig, kuratierte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und hat diverse Texte zur zeitgenössischen Kunst veröffentlicht. 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Fotografien von Laura J. Padgett sowie Texten von Friederike Fast und Robert Egert.


In her most recent work, Laura J. Padgett continues her exploration into public and private space and the places in between. The way in which we structure and delineate our environment is always an expression of our relationship to society and is coincident to the visual. In many situations the gaze replaces our physical ability to enter a particular location.

The artist’s main theme remains photography’s ability to depict things while fostering conceptual narratives that can be experienced by means of perception.

How do we understand surfaces and space? How do we consciously negotiate these complex conditions? The visible, lines, colors, shapes and structures also express peoples’ relationships to their immediate surroundings and living conditions. The photographs open up these spaces, making them navigable.

The films and photographs shown in the exhibition have been produced during the last two years and thematise the relationship between the still and the moving image as well as between public and private space. The shifts between image and depiction, the notion of presence, in addition to questions regarding perception, are ongoing themes in Padgett’s work and address our relationship towards the visual and the narrative.

Laura J. Padgett (b. 1958 in Cambridge, USA) received her BFA in painting from Pratt Institute in Brooklyn, New York. She continued her studies in film and photography with Peter Kubelka and Herbert Schwöbel at the Städelschule from 1983 to1985 and received her MA in Art History and Aesthetics in 1994 from the Johann-Wolfgang-Goethe University, both in Frankfurt am Main. Since the 1990s Laura J. Padgett has produced a complex body of work. She exhibits widely, while also participating in international film screenings. In addition to her exhibiting activities, the artist regularly writes on film, art and aesthetic theory. Since 1990 she has taught and lectured at various universities, among them Bauhaus-University in Weimar, Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Paderborn University and the Hochschule-Rhein-Main in Wiesbaden. Most recently she lectured at the German Jordanian University in Amman. Laura J. Padgett lives and works in Frankfurt am Main.
Her work is held in various major public and private collections, including Städel Museum, Graphics Collection, Frankfurt am Main, Huis Marseille, Amsterdam, Fotomuseum Winterthur, DZ BANK Art Collection, Frankfurt am Main, Museion, Bozen, The Sir John Soane Museum, London, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, Dommuseum, Mainz, Museum Simeonstift, Trier, and Museum Wiesbaden.

Friederike Fast, b. 1975, is a curator at the Marta Herford Museum and has curated numerous exhibitions in Germany and abroad. She publishes widely on contemporary art.

The exhibition will be accompanied by a catalogue with photographs by Laura J. Padgett and texts by Friederike Fast and Robert Egert.

(Text: Galerie Peter Sillem, Frankfurt am Main)

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Ausstellung | Vandalism - John Divola  | Robert Morat Galerie | Berlin
Sep
7
zu 19. Okt.

Ausstellung | Vandalism - John Divola | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
7. September - 19. Oktober 2019

Vandalism
John Divola


Vandalism Series, 1973-1975, 64 x 61,5 cm, Gelatin Silver Print.jpg

Der kalifornische Fotograf John Divola war einer der Ersten, der Anfang der 70er Jahre die Grenzen seines Mediums in Frage stellte und sich mit Konzepten von Skulptur, Installation, Performance und Intervention beschäftigte. Seine Serie „Vandalism“ (1973-1975) wurde stilprägend. Die Robert Morat Galerie freut sich sehr, diese kunst- und fotohistorisch so wichtige Arbeit in Berlin zeigen zu können.

Zwischen 1973 und 1975 fuhr der amerikanische Fotograf John Divola – damals Mitte zwanzig und ohne eigenes Studio – quer durch Los Angeles, auf der Suche nach verlassenen Häusern, in denen er fotografieren konnte. Mit einer Kamera, Sprühfarbe, Schnur und Pappe bewaffnet, schuf der Künstler dort mit „Vandalism“ eine seiner wichtigsten fotografischen Serien. In dieser intuitiven, spontan aus dem Moment heraus entstandenen Schwarz-Weiß-Bildserie verwüstet Divola leer stehende Häuser mit abstrakten Konstellationen von graffiti-artigen Zeichen und rituellen „Gestaltungen“ durch an Schnüren befestigte Stifte – das Projekt verband den dokumentarischen Ansatz mit inszenierten Interventionen, Performance, Skulptur und Installationskunst. John Divolas unverwechselbare fotografische Bildsprache, die mit diesem Projekt begründet wurde, hinterfragte die Grenzen zwischen dokumentarischen und künstlerischen Praktiken zu einer Zeit, zu der die „Wahrhaftigkeit“ der Fotografie grundsätzlich diskutiert wurde.

John Divola (Amerikaner, geb. 1949), einer der angesehensten bildenden Künstler seiner Generation, erwarb einen BA an der California State University in Northridge (1971) und einen MA an der University of California in Los Angeles (1973). Seine Bilder hinterfragen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sowie die Grenzen der Möglichkeiten der Kunst, das Leben zu beschreiben. Vandalism (1974-1975) ist eine der ersten Serien John Divolas, entstanden noch vor Zuma (1979), As Far as I Could Get (1997) und Dogs Chasing My Car in the Desert (2004). Seine Arbeiten werden international ausgestellt und finden sich in den wichtigen öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Centre Pompidou in Paris, dem Getty Museum in LA, dem Victoria & Albert Museum in London oder dem Whitney Museum in New York.


In the early 1970s, Californian photographer John Divola was one of the first to question the limits of his medium, exploring concepts of sculpture, installation, performance and intervention in his iconic, formative series “Vandalism” (1973 - 1975). Robert Morat Gallery is thrilled to be able to show this important body of work in Berlin.

Between 1973 and 1975, the American photographer John Divola – then in his mid twenties and without a studio of his own – travelled across Los Angeles in search of dilapidated properties in which to make photographs. Armed with a camera, spray paint, string and cardboard, the artist would produce one of his most significant photographic projects entitled Vandalism. In this visceral, black and white series of images Divola vandalised vacant homes with abstract constellations of graffiti-like marks, ritualistic configurations of string hooked to pins, and torn arrangements of card, before cataloguing the results. The project vigorously merged the documentary approach with staged interventions echoing performance, sculpture and installation art. Serving as a conceptual sabotaging of the delineations between such documentary and artistic practices, at a time when the 'truthfulness' of photography was being called into question, Vandalism helped to establish Divolas's highly distinctive photographic language.

John Divola (American, b. 1949), one of the most distiguished visual artists of his generation, earned a BA from California State University, Northridge (1971) and an MA from University of California, Los Angeles (1973). His images challenge the boundaries between fiction and reality, as well as the limitations of art to describe life. Vandalism (1974-1975) is one of Divola's earliest series, predating Zuma (1979), As Far as I Could Get (1997) and Dogs Chasing My Car in the Desert (2004). His work exhibeted internationally and found in important public collections such as the Museum of Modern Art, NY, the Centre Pompidou, Paris, the Getty Museum in LA, the V&A in London or the Whitney Museum in New York.

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Ausstellung | No Photos on the Dance Floor! | C/O Berlin
Sep
13
zu 30. Nov.

Ausstellung | No Photos on the Dance Floor! | C/O Berlin


C/O Berlin
13. September - 30. November 2019

No Photos on the Dance Floor!


o.T. a.d.S. Konfettinacht, 2007 © Carolin Saage

o.T. a.d.S. Konfettinacht, 2007 © Carolin Saage

„Für mich ist ein Club eine große Abstraktionsmaschine, die ständig Bilder produziert. Die sind oft an der Grenze des Sichtbaren, wenn der Nebel kommt und man an die Decke schaut und die Lichter betrachtet. Da blitzen und schimmern ungreifbare Dinge auf.“

Wolfgang Tillmans

Kaum war 1989 die Mauer gefallen, füllten sich in Berlin leerstehende Gebäude, Fabriken und Flächen mit neuem Leben. Überall entstanden Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Diese junge Club- und Kulturszene entwickelte sich zum Motor für die Wiederbelebung der Stadt und die Neuausrichtung einer ganzen Generation junger Kreativer. Die Berliner Szene hat Techno zwar nicht erfunden, dennoch lässt sich das, was auf Veranstaltungen wie Tekknozid und in Clubs wie dem Ufo, Tresor und Planet ab 1989 geschah, rückblickend als Urknall und Wegbereitung für die bislang letzte große europäische Jugendkultur beschreiben. Mit visuellen und künstlerischen Ansätzen bewegte sich das Berliner Clubleben im Grenzbereich zwischen Video, Film, Projektion und Musik und bot vielen aufstrebenden Künstler*innen neue Perspektiven und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Feiern. Um die Jahrtausendwende lockte eine neue Generation von Clubs mit nie enden wollenden Partys Wochenende für Wochenende tausende von Technofans aus der ganzen Welt in die Hauptstadt und gab dem Sound der Stadt stetig neue Impulse – ein Prozess, der bis heute anhält. Mit dem Ausstellungsprojekt No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989—Today wird die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer historisch dokumentiert und in Clubnächten bei C/O Berlin „live“ erfahrbar gemacht.

Die Ausstellung wurde vom Gastkurator Heiko Hoffmann gemeinsam mit Felix Hoffmann, Hauptkurator bei C/O Berlin, kuratiert und zeigt Werke von Camille Blake, Tilman Brembs, Ben de Biel, Salvatore Di Gregorio, Martin Eberle, Matthias Fritsch, Dan Halter, Honey-Suckle Company, Erez Israeli, Romuald Karmakar, Steffen Köhn & Phillip Kaminiak, Anna-Lena Krause, Tilmann Künzel, Sven Marquardt & Marcel Dettmann, Marco Microbi, George Nebieridze, Alva Noto, Pfadfinderei, Daniel Pflumm, Mike Riemel Collection, Carolin Saage, Giovanna Silva, Wolfgang Tillmans, Lisa Wassmann und Michael Wesely.

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Ausstellung | unseen - Robert Frank | C/O Berlin
Sep
13
zu 30. Nov.

Ausstellung | unseen - Robert Frank | C/O Berlin

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C/O Berlin
13. September - 30. November 2019

unseen
Robert Frank


White Tower, New York 1948 © Robert Frank . Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur

White Tower, New York 1948 © Robert Frank . Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Tausende von Kilometern hatte Robert Frank (*1924 in Zürich) zwischen der amerikanischen Ost- und Westküste zurückgelegt und dabei fast 30.000 Aufnahmen angefertigt. Nur 83 Schwarzweißbilder aus dieser Mischung von Tagebuch, Gesellschaftsporträt und fotografischem Roadmovie haben Generationen von Fotograf*innen geprägt. Franks Buch The Americans erschien zunächst in Paris, bevor es mit einer Einleitung des Beat-Literaten Jack Kerouac 1959 in Amerika publiziert wurde. Schräge Einstellungen, angeschnittene Figuren und Bewegungsunschärfen kennzeichneten einen neuen fotografischen Stil, der die Nachkriegsfotografie nachhaltig verändern sollte. 1985 waren Franks Fotografien erstmalig in Deutschland zu sehen – im Amerika Haus in Berlin. Am selben Ort präsentiert C/O Berlin nun Kontaktbögen, Erstausgaben und Vintage-Prints aus dem Frühwerk des Fotografen. Seine Schweizer Zeit, Reisen durch Europa und Südamerika sowie unveröffentlichte Aufnahmen aus den USA der 1950er-Jahre werden zusammen mit berühmten Klassikern aus The Americans gezeigt. Robert Frank . Unseen stellt die erzählerische Kraft einer Bildsprache vor, die Frank entwickelte, lange bevor sie ihm internationale Anerkennung einbrachte.

(Text: C/O Berlin)

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Ausstellung | La Mer - Frank Paul Kistner | Uno Art Space | Stuttgart
Sep
20
zu 22. Nov.

Ausstellung | La Mer - Frank Paul Kistner | Uno Art Space | Stuttgart


Uno Art Space | Stuttgart
21. September - 22. November 2019

La Mer
Frank Paul Kistner


La Mer_1.jpg

Frank Paul Kistner fotografiert das leere Meer für seine umfangreiche und teils großformatige Serie La Mer. Zwischen Himmel und Meer vermischen sich Blau, Grün und Türkis. Das Meer glitzert und funkelt, schäumt, tost, braust oder ist gänzlich ruhig und leise. Der Horizont sitzt tief und wirkt erhaben weit. Ein schier unendlicher, magischer Raum tut sich auf. Nicht nur malerisch ist er erkundbar, sondern auch in seiner psychologischen und philosophisch-transzendenten Dimension. Bildende und Darstellende Künstler, Literaten, Lyriker und Musiker haben sich seit Jahrtausenden mit dem Meer beschäftigt. Die Seestücke von Frank Paul Kistner verzaubern, verführen einen, den verborgenen, geheimnisvollen Raum unter der Meeresoberfläche mit seinen Sehnsüchten zu füllen. Auch das Unterbewusste fließt mit ein. Irdische Widrigkeiten verblassen. Erhabenes und Wohltuendes kann sich dann ausbreiten – zumindest für diesen Moment.

(Text: Uno Art Space, Stuttgart)

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Ausstellung | Lichtungen - Ingar Krauss | Soiz Galerie | Passau
Sep
21
zu 25. Okt.

Ausstellung | Lichtungen - Ingar Krauss | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
21. September - 25. Oktober 2019

Lichtungen
Ingar Krauss


Robinienzweige, Zechin 2016.

Robinienzweige, Zechin 2016.


Ingar Krauss arbeitet in bildnerischen Zyklen. Seine Genres sind die klassischen der Malerei: Porträt, Stillleben und Landschaft.

Mit den Stillleben ist der Fotograf der Malerei am nächsten. Krauss baut dafür bühnenartige Kästen, in denen er natürliches Licht so einfängt, dass es zum subtilen Akteur des stillen Schauspiels wird. Dabei geht es ihm nicht nur um eine spezielle ästhetische, sondern auch metaphorische Bildsprache, die die Vorstellung von der „Fotografie als zweiter Natur“ aus der Anfangszeit dieser Kunstform neu fasst. Die Abzüge bearbeitet er von Hand mit einer Lasur aus Ölfarbe.

Authentizität und Eigenständigkeit spielen in den Fotografien des Autodidakten Krauss in technischer wie auch inhaltlicher Hinsicht eine wesentliche Rolle. Mittels seiner analogen und vorwiegend schwarzweißen Arbeitsweise und dank seiner genauen Beobachtungsgabe schafft er Aufnahmen, die empathisch und zugleich intuitiv das Wesenhafte ihrer Akteure zum Ausdruck bringen.

Was Ingar Krauss’ Porträts so beeindruckend macht, ist die Unmittelbarkeit und Eindring­lichkeit von Zeit. Die Abgebildeten stehen wie Stillleben unbewegt und ruhig in ihrer Umgebung. Durch die präzise Reduktion auf wenige Attribute und Gesten liegt die Konzen­tration ganz auf ihren Körpern und ihren Blicken, die dieser ruhenden Pose so häufig widersprechen.

Seine Landschaften sind fast schon lapidare Beobachtungen über Menschenwerk in der Natur und knüpfen bei den amerikanischen New Topographics der 1970er Jahre an, wenn sie, wie Ulf Erdmann Ziegler schreibt, „alles einlösen, was man damals von einem Bild wollte, das Umkippen einer Beobachtung in eine irgendwie ‚höhere‘ Ordnung; die Monumentalisierung des Alltags nicht durch Rückgriff auf monumentalisierende Genres, sondern durch das Bestechende des Bildaufbaus“.

Die Ausstellung "Lichtungen" geht der Entwicklung und Wiederkehr des Naturthemas in Krauss' Werk nach – von den frühen Porträts über die Stillleben bis zu der jüngsten Serie „Hütten Hecken Haufen“, zu der 2019 eine gleichnamige Publikation bei Hartmann Books erschienen ist (ISBN 978-3-96070-038-8; 38 Euro).

(Text: Soiz Galerie, Passau)

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Ausstellung | Expnades Photography 2002-2018 - Aitor Ortiz | Galerie Springer | Berlin
Sep
28
zu 11. Jan.

Ausstellung | Expnades Photography 2002-2018 - Aitor Ortiz | Galerie Springer | Berlin


Galerie Springer | Berlin
28. September 2019 - 11. Januar 2020

Expnaded Photography 2002 - 2018
Aitor Ortiz


Vicinay 004, 2018 Steel Plate 125 x 125 x 15 cm | Aitor Ortiz

Vicinay 004, 2018 Steel Plate 125 x 125 x 15 cm | Aitor Ortiz


Die Galerie Springer Berlin präsentiert in der Ausstellung »Expanded Photography 2002 – 2018« drei verschiedene Werkzyklen des baskischen Künstlers Aitor Ortiz, in denen auf überraschende und faszinierende Weise die Grenzen der klassischen Fotografie überschritten werden. Höhepunkt der Ausstellung ist die Präsentation von Werken aus den zusammengehörigen Serien »Vicinay« und »Link« (2018). Vicinay ist eine Kettenfabrik im ehemaligen Industriegebiet Zorrotzaurre in Bilbao. Die Produktionsstätte, die über einen Zeitraum von 60 Jahren insgesamt 10.000 km Schiffsketten produzierte, wurde aufgrund von Stadtentwicklungsmaßnahmen und Gentrifizierung an einen neuen Standort verlagert. Ortiz, der in der Nähe des Industriestandortes aufwuchs und seit vielen Jahren mit seinem Atelier dort verwurzelt ist, ließ Teile der stählernen Bodenplatten in der ehemaligen Produktionsstätte stückweise und unter großem Aufwand herausnehmen. Diese schweren Stahlplatten sind gezeichnet von Verformungen, Falten und Narben, die durch das Ziehen von kilometerlangen, tonnenschweren, heißen Ketten über die Jahrzehnte entstanden sind. Bei den Stahlplatten aus der Serie »Vicinay«, die in der Ausstellung im Original präsentiert werden (125 x 125 cm), handelt es sich also im erweiterten Sinne um Drucke oder Abdrucke.

Die dazugehörige Serie »Link« ist die fotografische Verarbeitung der Serie »Vicinay«. Mit großer Klarheit und markanter Schärfe kommen darin die jahrzehntelangen, den Stahlboden formenden bzw. verformenden Arbeitsprozesse und die dadurch verursachten Risse und „Verletzungen“ zum Ausdruck.

In den Serien »Espacio Latente« (2008/2018) und »Modular Mod« (2002) arbeitet Aitor Ortiz mit Raum, und Architektur als Ausgangselementen, um uns vor visuelle und kognitive Rätsel zu stellen. Seine Arbeiten, die er ausschließlich in Schwarzweiß präsentiert, gehen über die dokumentarische Architekturfotografie weit hinaus und betonen die mit der fotografischen Darstellung einhergehende Auflösung und Umwandlung des Realen. Ortiz hat ein fortwährendes Interesse daran, eine Reihe von Widersprüchlichkeiten zwischen der Darstellung und der Interpretation (Wahrnehmung) aufzuzeigen.

Über Aitor Ortiz: Der 1971 in Bilbao geborene Künstler gilt als einer der bekanntesten spanischen Fotografen. Er war bereits in zahlreichen großen Museen in Europa, Asien und Amerika mit Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten. Zu den großen Soloausstellungen zählen: Museo Universidad de Navarra, 2018, Fotografiska Stockholm, 2012, Sala Canal de Isabel II, Madrid (2012), Museo Guggenheim, Bilbao (2011). Das im Jahr 2011 bei Hatje Cantz erschienene Buch ist eine wichtige Monografie über sein Werk, für das er von Kritikern gefeiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Seine Arbeiten sind in vielen verschiedenen Sammlungen vertreten, einschließlich: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, Museo Guggenheim Bilbao, Fundación La Caixa, AXA. Belgium, IVAM. Instituto Valenciano de Arte Moderno, Norman Foster Collection und viele andere.


In the exhibition Expanded Photography 2002 – 2018 , Galerie Springer Berlin is showing three different work cycles by the Basque artist Aitor Ortiz in which traditional photographic boundaries are surpassed in surprising and fascinating ways. The highlight of the exhibition is the presentation of works from the related series Vicinay and Link (2018). Vicinay is a chain factory in the former industrial area of Zorrotzaurre in Bilbao. The manufacturing plant, which produced a total of 10,000km of ship-mooring chains over a 60-year period, was moved to a new location as a result of urban-development measures and gentrification. Ortiz, who grew up in the vicinity of the industrial site and has been based there via his studio for many years, had parts of the steel floor panels in the former manufacturing plant removed piece-bypiece, involving extensive effort. These heavy steel plates are characterised by distortions, folds and scars resulting from decades of pulling kilometres of extremely heavy, hot chains. The steel plates from Vicinay , which are being shown in the exhibition in the original (125 x 125 cm), are therefore prints or impressions in the wider sense of the words.

The related series Link is the photographic treatment of Vicinay . With great clarity and striking sharpness, the works give expression to the work processes that formed or deformed the steel plates over decades, and to the cracks and ‘injuries’ caused to them as a result.

In the series Espacio Latente (2008/2018) and Modular Mod (2002), Ortiz works with space and architecture as source elements in order to puzzle us both visually and cognitively. His works, which he presents only in back and white, go way beyond a documentary form of architectural photography and emphasise the dissolution and conversion of the real that is concomitant with the photographic representation. Ortiz has an unending interest in highlighting a series of contradictions between representation and interpretation (perception).

About Aitor Ortiz: Born in Bilbao in 1971, the artist is one of the best-known Spanish photographers. He has already exhibited in numerous major museums in Europe, Asia and America, in both group and solo exhibitions. His major solo exhibitions include Museo Universidad de Navarra (2018); Fotografiska Stockholm (2012); Sala Canal de Isabel II, Madrid (2012); and Museo Guggenheim, Bilbao (2011). The 2011 book published by Hatje Cantz is an important monograph on his work, which has been celebrated by critics and honoured with numerous awards. His works are featured in many different collections, including Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Museo Guggenheim Bilbao; Fundación La Caixa; AXA, Belgium; IVAM – Instituto Valenciano de Arte Moderno; the Norman Foster Collection and many others.

(Text: Galerie Springer, Berlin)

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Ausstellung | Zustand der Veränderung - Karen Irmer | Kunstverein Wolfenbüttel | Wolfenbüttel
Sep
29
zu 3. Nov.

Ausstellung | Zustand der Veränderung - Karen Irmer | Kunstverein Wolfenbüttel | Wolfenbüttel

  • Kunstverein Wolfenbüttel e.V. (Karte)
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Kunstverein Wolfenbüttel | Wolfenbüttel
29. September - 3. November 2019

Zustand der Veränderung
Karen Irmer


IRMER_Zustand-der-Veraenderung-2_foto_180x125.jpg

Wie lange schenken wir unsere ungeteilte Aufmerksamkeit Personen, Situationen und Bildern? Unser inzwischen geradezu scheinbar verkümmerndes Rezeptionsverhalten untersucht Karen Irmer (geb. 1974 in Friedberg, lebt und arbeitet in Augsburg) in ihren medienreflexiven Installationen, Filmen und Fotografien. Die Erforschung zeitlicher und räumlicher Aspekte unserer Wahrnehmung sind das Grundinteresse der Künstlerin, in deren Arbeiten sich langsam transformierende Bilder natürlich verändernder Landschaften im Zentrum stehen. Die BetrachterInnen werden zumeist in eine Stimmung des Nebulösen, des Mythischen ent- und verführt. Die meditative Stimmung, der Aspekt des sich selbst Zeit Schenkens, verweist auf eine Sehnsucht nach dem kostbaren Gut Zeit, dessen Fließen, Gerinnen oder Vergehen existentiell mit unserem eigenen natürlichen Dasein verbunden ist.

(Text: Stine Hollmann, Kunstverein Wolfenbüttel)

Die Künstlerin Karen Irmer (*1974) hat an der Kunstakademie München u.a. bei Sean Scully (Malerei) und Dieter Rehm (Fotografie) studiert. In internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen bricht sie die Grenzen zwischen Film und Fotografie auf. Sie untersucht Orte, die wie der Horizont nicht begehbar sind und berührt damit unsere Sehnsucht nach dem Unbekannten. Zugleich löst Irmer mit ihren Arbeiten die Grenzen zwischen realer und imaginierter Welt auf und lädt Betrachter in ein unsicheres Terrain ein, auf dem seine Wahrnehmung infrage gestellt wird. 

Auf der Suche nach puren, reduzierten Bildern reist die Künstlerin nach Japan und Korea, ins arktische Island und auf entlegene Inseln. Sie erwandert unbewohnte und karge Gegenden, um dort Inspiration für ihre künstlerische Arbeit zu finden. Ihre jüngste Reise führte Karen Irmer in die Tundra Lapplands und an die Barentsee. 

Irmers Ausstellungsliste ist ebenso international. Neben Einzelpräsentationen in München – beispielsweise bei „Kino der Kunst“ oder dem Underdox Filmfestival im Filmmuseum, im Rahmen des Photo Weekend Düsseldorf und in Berlin, war sie auf der „Scope Basel“, der „Freshpaint Contemporary“ Tel Aviv, in Amsterdam sowie in den USA mit ihren Arbeiten vertreten. Im November 2017 wurde sie eingeladen, ein Projekt für die „FRAGMENTA Malta“ zu realisieren.

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Ausstellung | Saudade - Olaf Heine | Neues Atelierhaus - Hof der Chaussee 36 | Berlin
Okt
11
zu 9. Nov.

Ausstellung | Saudade - Olaf Heine | Neues Atelierhaus - Hof der Chaussee 36 | Berlin


Neues Atelierhaus - Hof der Chaussee 36 | Berlin
11. Oktober - 9. November 2019

Saudade
Olaf Heine


Torso (Back), Rio de Janeiro, 2012 | Olaf Heine | copyright and courtesy the artist

Torso (Back), Rio de Janeiro, 2012 | Olaf Heine | copyright and courtesy the artist


'Saudade' (bras. Portugiesisch: Sehnsucht) zeigt rund 35, meist großformatige Arbeiten des renommierten Porträt- und Musikerfotografen. Seit 2010 spürt er - mit viel Feingefühl für Formen und Texturen - Seele Brasiliens nach und erfüllt er gleichzeitig Worte des legendären, brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer mit Leben: „Das ganze Universum ist aus Kurven gemacht“. Kurven in der Architektur, in menschlichen Körpern und übertragen auch im Lebensgefühl. Und wenn alles aus Kurven gemacht ist, ist nichts gerade. Es geht dabei nicht nur um den Kurvenreichtum der Gebäude und der brasilianischen Frauen, sondern um eine Fortsetzung im Leben: Alles ist flexibel und in stetem Wandel. Von der Intensität der Sehnsucht bis zur Leichtigkeit der Formen zeigt Olaf Heine uns ein faszinierendes Land in all seiner Vielfalt und Schönheit. Die wirkt umso erstaunlicher, wenn man die Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate verfolgt. Seit Präsident Jair Bolsonaro zu Beginn des Jahres das Amt von seinem

Vorgänger übernahm, wird das Land mit brutaler Macht geführt, Kriminelle auf offener Straße exekutiert, Homosexuelle eingesperrt und die Zerstörung der Natur und des brasilianischen Regenwaldes vorangetrieben. In seiner Fotografie zeichnet Heine dagegen gerade jenen Sehnsuchtsort, den die erste Generation der brasilianischen Modernisten in Architektur, Literatur und Musik Mitte des 20. Jahrhunderts als ästhetischen Ausdruck einer sich zum positiv wandelnden, sozialen, politischen und urbanen Gesellschaft gestaltet hat. Eine Wunschvorstellung und vermeintliche Utopie, der manch einer gerade im tagesaktuellen Kontext mit Sehnsucht hinterherblickt: Saudade!

(Text: Nadine Dinter PR, Berlin)

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Ausstellung | Stars - Silvio Maraini | Galerie Susanne Albrecht | Berlin
Okt
12
zu 30. Nov.

Ausstellung | Stars - Silvio Maraini | Galerie Susanne Albrecht | Berlin

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Galerie Susanne Albrecht | Berlin
12. Oktober - 30. November 2019

Stars
Silvio Maraini


bild 1.jpg

Silvio Maraini geht davon aus, dass wir mit den Augen nicht alles sehen, Geheimnisse bleiben verborgen. Mit der Kamera versucht er diese zu enthüllen. Im Projekt «Geflutete Kathedralen» 2009-2015 fotografiert er die Räume von Wasserspeichern gerade in dem kurzen Moment, da sie zur Inspektion entleert werden. Er findet hohe, von Stützen getragene Räume vor, Kathedralen gleich. Im Projekt «Sanatorium Agra» 2008-2009 dokumentiert er die Ruinen des ehemaligen Lungensanatoriums oberhalb von Lugano, die 2010 abgerissen wurden. Man sieht ihnen die spannungsreiche Geschichte nicht an: Einst eines der renommierten Häuser Europas wurde es von einem nazionalsozialismus-freundlichen Lungenspezialisten gegründet und geleitet, war aber dennoch ein bevorzugter Ort deutscher Linksintellektueller und Künstler.

Im jüngsten Portfolio «Stars», seiner bisher persönlichsten Arbeit, porträtiert Silvio Maraini berühmte Sport- und Showpferde, die für ihre Besitzer viel Geld verdienen, aber auch gewöhnliche Reit- und Freizeitpartner. Jedes der Tiere hat seine Geschichte. Sie werden unterschiedlich gehalten, ausgebildet und genutzt. Ob Olympiasieger, Weltmeister oder Freizeitpartner: das Palmarès sagt oft mehr über den Menschen aus als über das Pferd. Bereits in den Minnegesängen des Mittelalters werden die Pferde nicht minder gerühmt als die Ritter und sie werden ebenso reich gekleidet. Pferde haben Persönlichkeit, manchmal sind sie der einzige Begleiter des Menschen, die letzte Hilfe in der Not – «Ein Königreich für ein Pferd.»1. Der Mensch hat sie auf seine Bedürfnisse hin gezüchtet, er kann ihnen dennoch die Individualität nicht nehmen. Gerade diese fängt Silvio Maraini mit seinen Fotos ein: «Die Bilder entstehen unter studioähnlichen Bedingungen, die aber immer eine Portion Zufall zulassen.»2. Frei von jeder Ablenkung wie Zäumung oder Halfter konzentriert sich die Kamera auf das Pferd und seine Ausstrahlung. «Sie sind gleichwertige Geschöpfe, (…)»3 wollen uns die Fotos sagen. Wir müssen lernen, die Würde und Persönlichkeit eines Tieres zu sehen und zu respektieren.


Silvio Maraini assumes that we don’t see everything with our eyes; secrets remain hidden. He tries to reveal these with the camera. In the project Geflutete Kathedralen [Flooded Cathedrals] 2009-2015, he photographed the spaces of cisterns precisely in the short moment when they were emptied to be inspected. He discovers high spaces supported by pillars, reminiscent of cathedrals. In the project Sanatorium Agra 2008-2009, he documents the ruins of a former lung sanatorium above Lugano that were torn down in 2010. The ruins don’t show its charged history: Once it was one of the most renowned sanatoriums in Europe, established and directed by a lung specialist with Nazi affinities, and it was also a place favoured by German left-wing intellectuals and artists.

In his most recent portfolio Stars, to this day his most personal work, Silvio Maraini portrays famous race and show horses that make a lot of money for their owner, but also common riding and leisure-time horses. Each of the animals has its own history. They are kept in different ways, trained and used differently. Whether Olympic champions, world champions, or leisure-time partners: the Palmarès, i.e., the ranking, often says more about the people than the horse. In the medieval minnesongs, the horses are praised no less than the knights, and they are as richly dressed as their masters. Horses have a personality, sometimes they are a person’s only companion, the last aid when humans are in distress – «a kingdom for a horse»1. Man has bred horses for his requirements, but he cannot strip them of their individuality. This is precisely what Silvio Maraini captures in his photographs: «The photographs are made in studio-like conditions that however allow for an element of chance»2. Freed from any distraction like bridle or halter, the camera concentrates on the horse and its charisma. «They are equal creatures»3, the photographs want to tell us. We must learn to see and respect the dignity and personality of an animal.

(Text: Galerie Susanne Albrecht, Berlin)

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Ausstellung | Fotografie der Nachkriegsmoderne - Ludwig Windstosser | Museum für Fotografie | Berlin
Okt
12
zu 23. Feb.

Ausstellung | Fotografie der Nachkriegsmoderne - Ludwig Windstosser | Museum für Fotografie | Berlin

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Museum für Fotografie | Berlin
12. Oktober 2019 - 23. Februar 2020

Fotografie der Nachkriegsmoderne
Ludwig Windstosser


Ludwig Windstosser: Aral, Benzin-Raffinerie, 1967, Farbpapier, © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser

Ludwig Windstosser: Aral, Benzin-Raffinerie, 1967, Farbpapier, © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Ludwig Windstosser


Mit rund 200 Aufnahmen präsentiert die Ausstellung eine Auswahl aus dem Nachlass des Stuttgarter Fotografen Ludwig Windstosser (1921-1983), den die Kunstbibliothek im Museum für Fotografie bewahrt. Durch seine Firmenporträts avancierte Windstosser zum führenden Industriefotografen der westdeutschen Nachkriegszeit und ist dennoch bis heute weitgehend unbekannt. Die Ausstellung ist der erste Versuch, einen umfassenden Einblick in Leben und Werk des Fotografen zu geben, der bislang noch in keiner Einzelausstellung gewürdigt wurde.

Tendenzen der Nachkriegsavantgarde
In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war Windstosser Mitglied der Gruppe fotoform und beteiligte sich an den Ausstellungen und Buchprojekten der "subjektiven Fotografie". In Anknüpfung an die fotografischen Tendenzen der 1920er und frühen 30er Jahre prägte vor allem fotoform die Bildsprache der fotokünstlerischen Nachkriegsavantgarde. Steile Perspektiven, ungewöhnliche Bildausschnitte und starke Kontraste finden sich auch in den Werbeaufnahmen, die er als Industriefotograf ab den frühen 1950er Jahren für viele Firmen – vom Stahlbau über Pharmahersteller bis hin zur Textilbranche – realisierte. So porträtierte er das Bergbauunternehmen Ruhrkohle AG, das für den Aufschwung der westdeutschen Wirtschaft eine maßgebliche Rolle spielte. In seinen Fotografien zeigt er den Produktionsablauf von den Schächten bis hin in die heimischen Öfen und entwickelt dabei ein Bild vom Bergbau, das auch heute noch im kollektiven Gedächtnis präsent ist.

Gegenüberstellungen von Großstadt und Natur
Auch für seine zahlreichen Buchprojekte fing Windstosser den nachkriegsdeutschen Zeitgeist mit seiner Kamera ein. Die Bildbände führen das Lebensgefühl in Großstädten wie Berlin oder Stuttgart einerseits sowie ein breites Spektrum an Landschaftsaufnahmen andererseits vor Augen. Der 1972 erschienene Bildband "Berlin: teils teils" ist ein Porträt West-Berlins, in einer von Wiederaufbau und Fortschritt aber auch dem Wunsch nach Normalität und Sicherheit geprägten Zeit. Dieses Spannungsfeld zieht sich durch geschickte Gegenüberstellungen durch das gesamte Farbfotobuch.

Begleitband zur Ausstellung
Der zur Ausstellung erscheinende 80-seitige Begleitband vertieft die drei Hauptaspekte im Schaffen Windstossers – künstlerische Fotografie, Industriefotografie, Stadt- und Landschaftsaufnahmen. Die Karriere Ludwig Windstossers steht exemplarisch für das Wirken vieler Fotografinnen und Fotografen in der Zeit des westdeutschen Wirtschaftswunders, seine Arbeit ist andererseits einzigartig in der Vielseitigkeit ihrer Bildsprache.

(Text: Museum für Fotografie, Berlin)

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Ausstellung | Walls Come Tumbling Down! | Chaussee 36 | Berlin
Okt
12
zu 30. Nov.

Ausstellung | Walls Come Tumbling Down! | Chaussee 36 | Berlin

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Parisian Salon - Seitenflügel im Hof links - Chaussee 36 | Berlin
12. Oktober - 30. November 2019

Walls Come Tumbling Down!
Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfang Krolow, Will McBride, Max Scheler, Kai Wiedenhöfer und Günter Zint


Babys zeigen an der Mauer, 1961 | Will McBride | copyright und courtesy the artist

Babys zeigen an der Mauer, 1961 | Will McBride | copyright und courtesy the artist


Nach Fall der Berliner Mauer sowie der Abschaffung der Grenzkontrollen innerhalb Europas schien ein neues, mauerloses Zeitalter der Öffnung vor uns zu liegen. Doch im Zeitalter von Donald Trump und Co existieren weltweit mehr Mauern als 1989. Anlässlich des 30. Jubiläums des Berliner Mauerfalls widmet sich die Gruppenausstellung 'Walls Come Tumbling Down!' mit Arbeiten von Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfang Krolow, Will McBride, Max Scheler, Kai Wiedenhöfer und Günter Zint diesem vergangenen und gleichzeitig brandaktuellem Thema. Neben Fotografien der Berliner Mauer stehen aktuelle Werke, die zeigen, dass die Spuren der Teilung bis heute im Stadtbild sichtbar sind. Mit Fotografien von Sperren und Abgrenzungen weltweit wird außerdem die Frage aufgeworfen, was all diese Mauern über den heutigen Zustand unserer Welt verraten.

(Text: Nadine Dinter PR, Berlin)

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Ausstellung | Chasing Dreams - Erwin Blumenfeld | Chaussee 36 | Berlin
Okt
12
zu 30. Nov.

Ausstellung | Chasing Dreams - Erwin Blumenfeld | Chaussee 36 | Berlin

  • The Wisper - Hofkeller (Karte)
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The Wisper - Hofkeller - Chaussee 36 | Berlin
12. Oktober - 30. November 2019

Chasing Dreams
Erwin Blumenfeld


Nude Under Grid, New York, 1950 | copyright 2019 The Estate of Erwin Blumenfeld | courtesy Howard Greenberg Gallery, NYC

Nude Under Grid, New York, 1950 | copyright 2019 The Estate of Erwin Blumenfeld | courtesy Howard Greenberg Gallery, NYC


Unter dem Titel 'Chasing Dreams' präsentiert Chaussee 36 einen der ganz großen Berliner Fotografen: Erwin Blumenfeld. In Zusammenarbeit mit dem Erwin Blumenfeld Estate und der legendären Howard Greenberg Gallery in New York werden ca. 40 fotografische wie experimentelle Darstellungen und Studien des weiblichen Körpers gezeigt; von seinen surrealistischen Akten aus der Pariser Zeit (1936 – 1941) bis hin zu seinen grafischen und illustrativen Arbeiten der 40er und 50er Jahre, nachdem der Künstler in die USA immigriert war. Die Einzelausstellung fächert somit das gesamte bildnerische Repertoire von Blumenfelds Vision des weiblichen Aktes auf und gibt gleichzeitig einen exquisiten Einblick in die technische Vielfalt eines der großen Fotografie-Ikonen.

(Text: Nadine Dinter PR, Berlin)

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Ausstellung | vis-à-vis | Lothringer13 Halle | München
Okt
16
zu 24. Nov.

Ausstellung | vis-à-vis | Lothringer13 Halle | München


Aus der Serie „Monsanto®: A Photographic Investigation“, 2012, © Mathieu Asselin

Aus der Serie „Monsanto®: A Photographic Investigation“, 2012, © Mathieu Asselin


Vis-à-vis beschreibt als Thema eine vermeintlich einfache und doch so komplexe Situation der Begegnung. Dies kann als Chance oder als Bürde wahrgenommen werden, kann starre oder veränderbare Positionen beschreiben und vielleicht auch als Anregung verstanden werden, sich seinem Gegenüber offen und verantwortungsvoll zu widmen. 

 „There is no such thing as a single-issue struggle, because we do not live single-issue lives“ schreibt die US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde und skizziert damit den gedanklichen Rahmen der diesjährigen Festivalausgabe.  

In unserer globalisierten, vernetzten und durchaus komplexen Welt haben wir es mit Auseinandersetzungen und Kämpfen auf den unterschiedlichsten Ebenen zu tun, die sowohl unser gesellschaftliches Miteinander, als auch unsere individuellen Wertevorstellungen und Lebensentwürfe berühren. 

Das Kurator*innenteam präsentiert eine beispielhafte und konzentrierte Auswahl von fotografischen Positionen, die ökonomische, soziale wie gesellschaftspolitische Machtverhältnisse beleuchten und vermeintliche „Wahrheiten“ in Frage stellen. Die Arbeiten der 15 eingeladenen Fotograf*innen aus Frankreich und der D-A-CH Region, erforschen Machenschaften von Großkonzernen, verfolgen Spuren, die postkoloniale, imperialistische und kapitalistische Strukturen zeichnen - sie erzählen von Politik und Tradition, von gesellschaftlichen Werten und Geschlechterzuordnungen. Die zeitgenössische dokumentarische Autorenfotografie macht - ihrer Tradition folgend - die Vielfalt im Denken und Handeln sowie individuelle Strategien der Selbstermächtigung sichtbar - in und weit über Europa hinaus. Die Arbeiten irritieren unsere Sehgewohnheiten und hinterfragen, ob und wie man die Dinge nicht auch ganz anders wahrnehmen und verstehen könnte.

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Ausstellung | Un'Antologia - Paolo Pellegrin | Deichtorhallen | Hamburg
Okt
31
zu 1. März

Ausstellung | Un'Antologia - Paolo Pellegrin | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
31. Oktober 2019 - 1. März 2020

Un’Antologia
Paolo Pellegrin


Rome. Italy, 2015 © Paolo Pellegrin/Magnum Photos

Rome. Italy, 2015 © Paolo Pellegrin/Magnum Photos


Paolo Pellegrin (geboren 1964 in Rom), zehnfacher Preisträger des World Press Photo Awards und zahlreicher weiterer Auszeichnungen, kombiniert in seinen Bildern seine Erfahrungen als Dokumentarfotograf in Krisengebieten und an Kriegschauplätzen mit der visuelle Intensität eines Künstlers. Die Ausstellung UN'ANTOLOGIA blickt zurück auf Pellegrins zwanzigjährige Karriere und wurde mehr als zwei Jahre intensiv in den Archiven des italienischen Magnum-Fotografen vorbereitet. Zu sehen sind mehr als 150 Bilder, viele davon unveröffentlicht, sowie Videoaufnahmen von 1998 bis 2017.

Städtische Armut, Krankheiten, Natur- oder Umweltkatastrophen und Konflikte in jedem Winkel der Welt – Pellegrin hat alles gesehen auf der Welt. Seine Bilder von der sich verändernden Schönheit der Antarktis zeigen Pellegrins visionären Ansatz in der Fotografie. »Ich bin nicht daran interessiert ein Foto zu stehlen. Ich interessiere mich stattdessen, so weit ich kann, für das Leben der Leuten, die ich fotografiere Ich verfolge einen anthropologischen Ansatz: Ich möchte Motive und Themen finden, um meine Geschichten zu erzählen.«

Die Schau gliedert sich in zwei große Teile: dem ersten über den Menschen und dem zweiten über die Natur. Anhand von Notizen, Notizbücher und Zeichnungen, die seine fotografischen Arbeiten zugrunde liegen, können Besucher*innen einen Blick hinter die Kulissen von Pellegrins kreativen Prozess werfen.

Die Ausstellung UN'ANTOLOGIA ist nicht nur eine Hommage an Pellegrins Werk, sondern zeigt, dass Reportagefotografie weit mehr sein kann, als nur ein Medium für Nachrichten und Informationen.


Paolo Pellegrin (né en 1964 à Rome), dix fois lauréat du World Press Photo Award et de nombreux autres prix, combine dans ses images son expérience de photographe documentaire dans les zones de crise et les théâtres de guerre avec l'intensité visuelle d'un artiste. L'exposition UN'ANTOLOGIA retrace les vingt ans de carrière de Pellegrin et a été intensivement préparée pendant plus de deux ans dans les archives du photographe italien Magnum. Plus de 150 images, dont plusieurs inédites, ainsi que des séquences vidéo de 1998 à 2017 sont exposées.

Pauvreté urbaine, maladies, catastrophes naturelles ou environnementales et conflits aux quatre coins du monde - Pellegrin a tout vu dans le monde. Ses images de la beauté changeante de l'Antarctique montrent l'approche visionnaire de Pellegrin envers la photographie. "Je ne suis pas intéressé à voler une photo. Je m'intéresse, autant que possible, à la vie des gens que je photographie et je suis une approche anthropologique : je veux trouver des motifs et des thèmes pour raconter mes histoires."

Le spectacle est divisé en deux grandes parties : la première sur les gens et la seconde sur la nature. A l'aide de notes, de carnets et de dessins sur lesquels s'appuient ses œuvres photographiques, le visiteur* peut jeter un coup d'œil dans les coulisses du processus créatif de Pellegrin.

L'exposition UN'ANTOLOGIA n'est pas seulement un hommage au travail de Pellegrin, elle montre aussi que la photographie de reportage peut être bien plus qu'un simple support d'information et de nouvelles.


Paolo Pellegrin (nato a Roma nel 1964), dieci volte vincitore del World Press Photo Award e di numerosi altri premi, unisce nelle sue immagini la sua esperienza di fotografo documentarista in aree di crisi e teatri di guerra con l'intensità visiva di un artista. La mostra UN'ANTOLOGIA ripercorre la ventennale carriera di Pellegrin ed è stata preparata intensamente per più di due anni negli archivi del fotografo italiano Magnum. Sono esposte più di 150 immagini, molte delle quali inedite, oltre a riprese video dal 1998 al 2017.

Povertà urbana, malattie, disastri naturali o ambientali e conflitti in ogni angolo del mondo - Pellegrin ha visto tutto nel mondo. Le sue immagini della mutevole bellezza dell'Antartide mostrano l'approccio visionario di Pellegrin alla fotografia. "Non mi interessa rubare una foto. Mi interessa, invece, per quanto posso, la vita delle persone che fotografo. Seguo un approccio antropologico: voglio trovare motivi e temi per raccontare le mie storie".

Lo spettacolo è diviso in due grandi parti: la prima sulle persone e la seconda sulla natura. Attraverso gli appunti, i quaderni e i disegni su cui si basano le sue opere fotografiche, i visitatori* possono dare uno sguardo dietro le quinte del processo creativo di Pellegrin.

La mostra UN'ANTOLOGIA non è solo un omaggio al lavoro di Pellegrin, ma dimostra anche che la fotografia di reportage può essere molto più di un semplice mezzo di informazione e informazione.


Paolo Pellegrin (born 1964 in Rome), ten-time winner of the World Press Photo Award and numerous other awards, combines in his pictures his experience as a documentary photographer in crisis areas and theatres of war with the visual intensity of an artist. The exhibition UN'ANTOLOGIA looks back on Pellegrin's twenty-year career and was intensively prepared for more than two years in the archives of the Italian Magnum photographer. On view are more than 150 images, many of them unpublished, as well as video footage from 1998 to 2017.

Urban poverty, disease, natural or environmental disasters and conflicts in every corner of the world - Pellegrin has seen everything in the world. His images of the changing beauty of Antarctica show Pellegrin's visionary approach to photography. "I'm not interested in stealing a photo. Instead, I'm interested, as far as I can, in the lives of the people I photograph. I follow an anthropological approach: I want to find motifs and themes to tell my stories."

The show is divided into two large parts: the first about people and the second about nature. Using the notes, notebooks and drawings on which his photographic works are based, visitors* can take a look behind the scenes at Pellegrin's creative process.

The exhibition UN'ANTOLOGIA is not only a tribute to Pellegrin's work, but also shows that reportage photography can be much more than just a medium for news and information.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Vernissage | Ost/West Berlin - Nelly Rau-Häring | f3 - freiraum für fotografie | Berlin
Nov
7
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Ost/West Berlin - Nelly Rau-Häring | f3 - freiraum für fotografie | Berlin


f3 - freiraum für fotografie | Berlin
7. November 2019

Begrüssung: Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f³ – freiraum für fotografie
Es sprechen: Carsten Otto, Geschäftsführer Stiftung Berliner Sparkasse und Nicola von Velsen, Verlagsleitung Hatje Cantz 

Ost/West Berlin
Nelly Rau-Häring


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Wie kaum eine andere oder ein anderer hat die Fotografin Nelly Rau-Häring das Leben in Berlin Ost und West von Mitte der 1960er- bis in die 2000er-Jahre dokumentiert. Dabei folgte sie ihren zwei großen Leiden- schaften: ihrer Begeisterung für Fotografie und ihrer Neugierde auf die Menschen Berlins. Zusammen mit ihrem virtuosen Blick für das ausdrucks-starke Detail macht das aus ihr eine Chronistin der besonderen Art.

Durch die Augen von Nelly Rau-Häring erleben wir Zeitgeschehen: Wir sind bei den politischen Protesten der späten 1960er-Jahre in West-Berlin mit dabei und beobachten die offiziellen Feierlichkeiten zum 1. und 8. Mai in Ost-Berlin, wir nehmen teil an populären Vergnügungen, wie den Pferderennen in Hoppegarten und Mariendorf. Wir sehen, wie Neuberlinerinnen der ersten Migrantinngeneration im Stadtbild erscheinen, wir begleiten Kriegerwitwen in die Cafés am Ku´damm und betrachten die Schaufensterauslagen in der DDR der 1980er-Jahre, wir fiebern im Fußballstadion mit den Fans von Hertha BSC, stehen in der Schlange der DDR-Bürger*innen, die auf das Begrüßungsgeld warten, durchqueren mit der S-Bahn den Westteil der Stadt und erleben, wie sich das abgeschottete Berlin nach dem Mauerfall verändert.

OST/WEST BERLIN ist jedoch weit mehr als das Abbild einer Stadt und ihrer Menschen im Wandel. Abseits des Faktischen konzentrieren sich die Fotografien auf Stimmungen und Gefühle, auf die Lebenslust und die Widersprüche der Nachkriegs- und Vorwendejahre, die Nelly Rau-Häring im geteilten und später wiedervereinigten Berlin wahrgenommen hat. Nicht um eine historische Betrachtung geht es, sondern um das Persönliche, das sich im Gesellschaftlichen zeigt.

(Text: f3 - freiraum für fotografie, Berlin)

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Ausstellung | Ost/West Berlin - Nelly Rau-Häring | f3 - freiraum für fotografie | Berlin
Nov
8
zu 19. Jan.

Ausstellung | Ost/West Berlin - Nelly Rau-Häring | f3 - freiraum für fotografie | Berlin

  • f3 - freiraum für fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

f3 - freiraum für fotografie | Berlin
8. November 2019 - 19. Januar 2020

Ost/West Berlin
Nelly Rau-Häring


f3-OST-WEST-BERLIN_Press_09.jpg

Wie kaum eine andere oder ein anderer hat die Fotografin Nelly Rau-Häring das Leben in Berlin Ost und West von Mitte der 1960er- bis in die 2000er-Jahre dokumentiert. Dabei folgte sie ihren zwei großen Leiden- schaften: ihrer Begeisterung für Fotografie und ihrer Neugierde auf die Menschen Berlins. Zusammen mit ihrem virtuosen Blick für das ausdrucks-starke Detail macht das aus ihr eine Chronistin der besonderen Art.

Durch die Augen von Nelly Rau-Häring erleben wir Zeitgeschehen: Wir sind bei den politischen Protesten der späten 1960er-Jahre in West-Berlin mit dabei und beobachten die offiziellen Feierlichkeiten zum 1. und 8. Mai in Ost-Berlin, wir nehmen teil an populären Vergnügungen, wie den Pferderennen in Hoppegarten und Mariendorf. Wir sehen, wie Neuberlinerinnen der ersten Migrantinngeneration im Stadtbild erscheinen, wir begleiten Kriegerwitwen in die Cafés am Ku´damm und betrachten die Schaufensterauslagen in der DDR der 1980er-Jahre, wir fiebern im Fußballstadion mit den Fans von Hertha BSC, stehen in der Schlange der DDR-Bürger*innen, die auf das Begrüßungsgeld warten, durchqueren mit der S-Bahn den Westteil der Stadt und erleben, wie sich das abgeschottete Berlin nach dem Mauerfall verändert.

OST/WEST BERLIN ist jedoch weit mehr als das Abbild einer Stadt und ihrer Menschen im Wandel. Abseits des Faktischen konzentrieren sich die Fotografien auf Stimmungen und Gefühle, auf die Lebenslust und die Widersprüche der Nachkriegs- und Vorwendejahre, die Nelly Rau-Häring im geteilten und später wiedervereinigten Berlin wahrgenommen hat. Nicht um eine historische Betrachtung geht es, sondern um das Persönliche, das sich im Gesellschaftlichen zeigt.

(Text: f3 - freiraum für fotografie, Berlin)

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Ausstellung | Retrospektive - Albert Watson | Camera Work | Berlin
Nov
23
zu 18. Jan.

Ausstellung | Retrospektive - Albert Watson | Camera Work | Berlin


Camera Work | Berlin
23. November 2019 - 18. Januar 2020

Retrospektive
Albert Watson


AlbertWatson.jpg

Die retrospektive Einzelausstellung umfasst Arbeiten aus mehr als drei Jahrzehnten, darunter zahlreiche weltbekannte Fotoikonen von Kate Moss, Christy Turlington und David Bowie. Darüber hinaus werden neue und nie zuvor ausgestellte Werke präsentiert und die konzeptuellen Serien "Dreamscape" und "Las Vegas" vorgestellt.

Albert Watson zählt seit 1970 zu den international erfolgreichsten und wichtigsten Fotokünstlern. Dank seines besonderen Verständnisses für die Zusammenführung verschiedener fotografischer Bereiche hat Watson Fotoikonen erschaffen, die weltweit bekannt sind. Von den legendären Beautyfotografien von Kate Moss, den inszenierten Porträts von David Bowie über zeitgenössischkonzeptuelle Serien wie "Dreamscape" und "Las Vegas" bis hin zu klassisch-skulpturalen Fashionfotografien mit Gigi Hadid: Es gelingt Watson seit fast 50 Jahren, die internationale Hoch- und Popkultur mit seinem eigenen, beispiellosen künstlerischen Ansatz abzubilden. Auch seine Reisen sowie die Kultur und Landschaft seiner Heimat Schottland haben Einfluss auf seine Bildsprache.

Albert Watsons außerordentliche Bildsprache unterliegt keinen formalen Regeln, sondern folgt seinen eigenen hohen qualitativen und distinktiven Ansprüchen. Mit einer sichtbaren Brillanz, einem aufwendigen Einsatz von Licht und dem Wirkungsmittel der Erhabenheit haben viele Werke eine meditative Atmosphäre inne. Sie zeichnen sich durch eine ergreifende Aura aus und halten den Betrachter zugleich auf eine ehrfürchtige Distanz. Diese Ambivalenz lässt eine hohe visuelle Kraft entstehen, die sich durch sein Gesamtwerk zieht. Dadurch bereichert er die Wahrnehmung und visuelle Erfahrung des Betrachters. Watsons besonderer Blick auf die "Dinge" erstreckt sich auf viele fotografischen Sujets. Jedes Werk besitzt genreübergreifend Watsons besondere, wiedererkennbare Stilistik. Auch aufgrund dieser konsequenten, kompromisslosen und aufrichtigen künstlerischen Arbeit wird er als einer der international einflussreichsten Fotokünstler hoch geschätzt.

Albert Watson  (*1942 in Edinburgh) studierte Grafikdesign am Duncan of Jordanstone College of Art and Design in Dundee und anschließend Film und Fernsehen am Royal College of Art in London. Obwohl Watson seit seiner Geburt auf einem Auge blind ist, belegt er Fotografiekurse. Im Jahr 1970 zieht er mit seiner Frau in die USA. Mit seinen ersten Veröffentlichungen werden Zeitschriften wie "Mademoiselle", "GQ" und "Harper's Bazaar" auf ihn aufmerksam, die seinen neuartigen, besonderen ästhetischen Stil schätzen. Mit seinen Porträts von Alfred Hitchcock begann Watson berühmte Persönlichkeiten zu porträtieren.

Nach dem Erhalt eines Grammy Awards und seiner ersten Zusammenarbeit mit der "Vogue" gelang ihm 1976 der internationale Durchbruch. Noch im selben Jahr zog er von Los Angeles nach New York. Bis heute hat er weit mehr als 100 Cover für die Zeitschrift fotografiert. Darüber hinaus sind seine Arbeiten in Zeitschriften wie "Rolling Stone" und "Harper's Bazaar" erschienen. Neben vielen Kooperationen mit Weltmarken hat Watson den Pirelli-Kalender 2019 fotografiert und zahlreiche Filmplakate kreiert, darunter u.a. für "Kill Bill" und "Die Geisha".

Watsons Fotografien werden weltweit in Museen ausgestellt und befinden sich in namhaften Sammlungen, darunter der National Portrait Gallery (London), des Metropolitan Museum of Art (New York), des Schottischen Parlaments, der Deichtorhallen (Hamburg), des Museums Folkwang (Essen) und des Multimedia Art Museum (Moskau). Einzel- und Gruppenausstellungen im Metroplitan Museum of Art (New York), Brooklyn Museum (New York), International Center of Photography (New York), Museum of Modern Art (Mailand), Kunst Haus Wien, City Art Centre (Edinburgh), NRW Forum (Düsseldorf), Museum Fotografiska (Stockholm), Multimedia Art Museum (Moskau), Museum of Kyoto, in den Deichtorhallen (Hamburg) sowie bei CAMERA WORK haben die Grundlage für Watsons Reputation im Kunstmarkt gelegt.

Albert Watson hat als Würdigung seiner fotografischen Lebensleistung mehrere Ehrungen und Auszeichnungen verliehen bekommen, u.a. den Order of the British Empire von Königin Elizabeth II, den Lifetime Achievement Award der Royal Photographic Society, den Cartier Lifetime Achievement Award, den Lucy Award, den Steiger Award und den Hasselblad Masters Award. Die Fachzeitschrift "Photo District News" führt Watson als einen der 20 einflussreichsten Fotografen in der Geschichte. Albert Watson lebt und arbeitet in New York.

(Text: CAMERA WORK, Berlin)

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Vernissage | Walls Come Tumbling Down! | Chaussee 36 | Berlin
Okt
11
1:00 nachm.13:00

Vernissage | Walls Come Tumbling Down! | Chaussee 36 | Berlin

  • Parisian Salon - Seitenflügel im Hof links (Karte)
  • Google Kalender ICS

Parisian Salon - Seitenflügel im Hof links - Chaussee 36 | Berlin
11. Oktober 2019

Walls Come Tumbling Down!
Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfang Krolow, Will McBride, Max Scheler, Kai Wiedenhöfer und Günter Zint


Babys zeigen an der Mauer, 1961 | Will McBride | copyright und courtesy the artist

Babys zeigen an der Mauer, 1961 | Will McBride | copyright und courtesy the artist


Nach Fall der Berliner Mauer sowie der Abschaffung der Grenzkontrollen innerhalb Europas schien ein neues, mauerloses Zeitalter der Öffnung vor uns zu liegen. Doch im Zeitalter von Donald Trump und Co existieren weltweit mehr Mauern als 1989. Anlässlich des 30. Jubiläums des Berliner Mauerfalls widmet sich die Gruppenausstellung 'Walls Come Tumbling Down!' mit Arbeiten von Renaud De Gambs, Fanny Duval, Leonard Freed, Daniel Müller Jansen, Wolfang Krolow, Will McBride, Max Scheler, Kai Wiedenhöfer und Günter Zint diesem vergangenen und gleichzeitig brandaktuellem Thema. Neben Fotografien der Berliner Mauer stehen aktuelle Werke, die zeigen, dass die Spuren der Teilung bis heute im Stadtbild sichtbar sind. Mit Fotografien von Sperren und Abgrenzungen weltweit wird außerdem die Frage aufgeworfen, was all diese Mauern über den heutigen Zustand unserer Welt verraten.

(Text: Nadine Dinter PR, Berlin)

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Vernissage | Chasing Dreams - Erwin Blumenfeld | Chaussee 36 | Berlin
Okt
11
1:00 nachm.13:00

Vernissage | Chasing Dreams - Erwin Blumenfeld | Chaussee 36 | Berlin


The Wisper - Hofkeller - Chaussee 36 | Berlin
11. Oktober 2019

Chasing Dreams
Erwin Blumenfeld


Nude Under Grid, New York, 1950 | copyright 2019 The Estate of Erwin Blumenfeld | courtesy Howard Greenberg Gallery, NYC

Nude Under Grid, New York, 1950 | copyright 2019 The Estate of Erwin Blumenfeld | courtesy Howard Greenberg Gallery, NYC


Unter dem Titel 'Chasing Dreams' präsentiert Chaussee 36 einen der ganz großen Berliner Fotografen: Erwin Blumenfeld. In Zusammenarbeit mit dem Erwin Blumenfeld Estate und der legendären Howard Greenberg Gallery in New York werden ca. 40 fotografische wie experimentelle Darstellungen und Studien des weiblichen Körpers gezeigt; von seinen surrealistischen Akten aus der Pariser Zeit (1936 – 1941) bis hin zu seinen grafischen und illustrativen Arbeiten der 40er und 50er Jahre, nachdem der Künstler in die USA immigriert war. Die Einzelausstellung fächert somit das gesamte bildnerische Repertoire von Blumenfelds Vision des weiblichen Aktes auf und gibt gleichzeitig einen exquisiten Einblick in die technische Vielfalt eines der großen Fotografie-Ikonen.

(Text: Nadine Dinter PR, Berlin)

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Eröffnung Berlin Photo Week und Vernissage | Saudade - Olaf Heine | Neues Atelierhaus - Hof der Chaussee 36 | Berlin
Okt
10
7:00 nachm.19:00

Eröffnung Berlin Photo Week und Vernissage | Saudade - Olaf Heine | Neues Atelierhaus - Hof der Chaussee 36 | Berlin


Neues Atelierhaus - Hof der Chaussee 36 | Berlin
10. Oktober 2019

Eröffnung Berlin Photo Week

Saudade
Olaf Heine


Torso (Back), Rio de Janeiro, 2012 | Olaf Heine | copyright and courtesy the artist

Torso (Back), Rio de Janeiro, 2012 | Olaf Heine | copyright and courtesy the artist


'Saudade' (bras. Portugiesisch: Sehnsucht) zeigt rund 35, meist großformatige Arbeiten des renommierten Porträt- und Musikerfotografen. Seit 2010 spürt er - mit viel Feingefühl für Formen und Texturen - Seele Brasiliens nach und erfüllt er gleichzeitig Worte des legendären, brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer mit Leben: „Das ganze Universum ist aus Kurven gemacht“. Kurven in der Architektur, in menschlichen Körpern und übertragen auch im Lebensgefühl. Und wenn alles aus Kurven gemacht ist, ist nichts gerade. Es geht dabei nicht nur um den Kurvenreichtum der Gebäude und der brasilianischen Frauen, sondern um eine Fortsetzung im Leben: Alles ist flexibel und in stetem Wandel. Von der Intensität der Sehnsucht bis zur Leichtigkeit der Formen zeigt Olaf Heine uns ein faszinierendes Land in all seiner Vielfalt und Schönheit. Die wirkt umso erstaunlicher, wenn man die Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate verfolgt. Seit Präsident Jair Bolsonaro zu Beginn des Jahres das Amt von seinem

Vorgänger übernahm, wird das Land mit brutaler Macht geführt, Kriminelle auf offener Straße exekutiert, Homosexuelle eingesperrt und die Zerstörung der Natur und des brasilianischen Regenwaldes vorangetrieben. In seiner Fotografie zeichnet Heine dagegen gerade jenen Sehnsuchtsort, den die erste Generation der brasilianischen Modernisten in Architektur, Literatur und Musik Mitte des 20. Jahrhunderts als ästhetischen Ausdruck einer sich zum positiv wandelnden, sozialen, politischen und urbanen Gesellschaft gestaltet hat. Eine Wunschvorstellung und vermeintliche Utopie, der manch einer gerade im tagesaktuellen Kontext mit Sehnsucht hinterherblickt: Saudade!

(Text: Nadine Dinter PR, Berlin)

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Vernissage | La Mer - Frank Paul Kistner | Uno Art Space | Stuttgart
Sep
19
7:00 nachm.19:00

Vernissage | La Mer - Frank Paul Kistner | Uno Art Space | Stuttgart


Uno Art Space | Stuttgart
19. September 2019

La Mer
Frank Paul Kistner


La Mer_1.jpg

Frank Paul Kistner fotografiert das leere Meer für seine umfangreiche und teils großformatige Serie La Mer. Zwischen Himmel und Meer vermischen sich Blau, Grün und Türkis. Das Meer glitzert und funkelt, schäumt, tost, braust oder ist gänzlich ruhig und leise. Der Horizont sitzt tief und wirkt erhaben weit. Ein schier unendlicher, magischer Raum tut sich auf. Nicht nur malerisch ist er erkundbar, sondern auch in seiner psychologischen und philosophisch-transzendenten Dimension. Bildende und Darstellende Künstler, Literaten, Lyriker und Musiker haben sich seit Jahrtausenden mit dem Meer beschäftigt. Die Seestücke von Frank Paul Kistner verzaubern, verführen einen, den verborgenen, geheimnisvollen Raum unter der Meeresoberfläche mit seinen Sehnsüchten zu füllen. Auch das Unterbewusste fließt mit ein. Irdische Widrigkeiten verblassen. Erhabenes und Wohltuendes kann sich dann ausbreiten – zumindest für diesen Moment.

(Text: Uno Art Space, Stuttgart)

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Ausstellung | Beetwen Blocks - Sanja Kostić | 7 Mares | Berlin
Sep
17
zu 30. Sep.

Ausstellung | Beetwen Blocks - Sanja Kostić | 7 Mares | Berlin


7 Mares | Berlin
17. - 30. September 2019

Beetwen Blocks
Sanja Kostić


28_15.jpg

Between Blocks – zwischen den Blocks – ist eine serbische Redewendung, die einen ganz bestimmten Lebensstil bezeichnet, wie er in einer Umgebung aus künstlich geschaffenem Stein stattfindet; eine Beschreibung sämtlicher Facetten des Lebens in einer Metropole – einem Raum voller Lebendigkeit, Menschen, Gebäude und Verkehr wie auch täglicher Herausforderungen.

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Vernissage | unseen - Robert Frank | C/O Berlin
Sep
12
7:00 nachm.19:00

Vernissage | unseen - Robert Frank | C/O Berlin


C/O Berlin
12. September 2019

unseen
Robert Frank


White Tower, New York 1948 © Robert Frank . Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur

White Tower, New York 1948 © Robert Frank . Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Tausende von Kilometern hatte Robert Frank (*1924 in Zürich) zwischen der amerikanischen Ost- und Westküste zurückgelegt und dabei fast 30.000 Aufnahmen angefertigt. Nur 83 Schwarzweißbilder aus dieser Mischung von Tagebuch, Gesellschaftsporträt und fotografischem Roadmovie haben Generationen von Fotograf*innen geprägt. Franks Buch The Americans erschien zunächst in Paris, bevor es mit einer Einleitung des Beat-Literaten Jack Kerouac 1959 in Amerika publiziert wurde. Schräge Einstellungen, angeschnittene Figuren und Bewegungsunschärfen kennzeichneten einen neuen fotografischen Stil, der die Nachkriegsfotografie nachhaltig verändern sollte. 1985 waren Franks Fotografien erstmalig in Deutschland zu sehen – im Amerika Haus in Berlin. Am selben Ort präsentiert C/O Berlin nun Kontaktbögen, Erstausgaben und Vintage-Prints aus dem Frühwerk des Fotografen. Seine Schweizer Zeit, Reisen durch Europa und Südamerika sowie unveröffentlichte Aufnahmen aus den USA der 1950er-Jahre werden zusammen mit berühmten Klassikern aus The Americans gezeigt. Robert Frank . Unseen stellt die erzählerische Kraft einer Bildsprache vor, die Frank entwickelte, lange bevor sie ihm internationale Anerkennung einbrachte.

(Text: C/O Berlin)

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Vernissage | No Photos on the Dance Floor! | C/O Berlin
Sep
12
7:00 nachm.19:00

Vernissage | No Photos on the Dance Floor! | C/O Berlin


C/O Berlin
12. September 2019

No Photos on the Dance Floor!


o.T. a.d.S. Konfettinacht, 2007 © Carolin Saage

o.T. a.d.S. Konfettinacht, 2007 © Carolin Saage

„Für mich ist ein Club eine große Abstraktionsmaschine, die ständig Bilder produziert. Die sind oft an der Grenze des Sichtbaren, wenn der Nebel kommt und man an die Decke schaut und die Lichter betrachtet. Da blitzen und schimmern ungreifbare Dinge auf.“

Wolfgang Tillmans

Kaum war 1989 die Mauer gefallen, füllten sich in Berlin leerstehende Gebäude, Fabriken und Flächen mit neuem Leben. Überall entstanden Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Diese junge Club- und Kulturszene entwickelte sich zum Motor für die Wiederbelebung der Stadt und die Neuausrichtung einer ganzen Generation junger Kreativer. Die Berliner Szene hat Techno zwar nicht erfunden, dennoch lässt sich das, was auf Veranstaltungen wie Tekknozid und in Clubs wie dem Ufo, Tresor und Planet ab 1989 geschah, rückblickend als Urknall und Wegbereitung für die bislang letzte große europäische Jugendkultur beschreiben. Mit visuellen und künstlerischen Ansätzen bewegte sich das Berliner Clubleben im Grenzbereich zwischen Video, Film, Projektion und Musik und bot vielen aufstrebenden Künstler*innen neue Perspektiven und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Feiern. Um die Jahrtausendwende lockte eine neue Generation von Clubs mit nie enden wollenden Partys Wochenende für Wochenende tausende von Technofans aus der ganzen Welt in die Hauptstadt und gab dem Sound der Stadt stetig neue Impulse – ein Prozess, der bis heute anhält. Mit dem Ausstellungsprojekt No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989—Today wird die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer historisch dokumentiert und in Clubnächten bei C/O Berlin „live“ erfahrbar gemacht.

Die Ausstellung wurde vom Gastkurator Heiko Hoffmann gemeinsam mit Felix Hoffmann, Hauptkurator bei C/O Berlin, kuratiert und zeigt Werke von Camille Blake, Tilman Brembs, Ben de Biel, Salvatore Di Gregorio, Martin Eberle, Matthias Fritsch, Dan Halter, Honey-Suckle Company, Erez Israeli, Romuald Karmakar, Steffen Köhn & Phillip Kaminiak, Anna-Lena Krause, Tilmann Künzel, Sven Marquardt & Marcel Dettmann, Marco Microbi, George Nebieridze, Alva Noto, Pfadfinderei, Daniel Pflumm, Mike Riemel Collection, Carolin Saage, Giovanna Silva, Wolfgang Tillmans, Lisa Wassmann und Michael Wesely.

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Ausstellung | Girls Girls Girls !!! - Bruno Bernard | in focus Galerie | Köln
Sep
10
zu 12. Okt.

Ausstellung | Girls Girls Girls !!! - Bruno Bernard | in focus Galerie | Köln


in focus Galerie | Köln
10. September - 12. Oktober 2019

Girls Girls Girls!!!
Bruno Bernard


Bernard_of_Hollywood-Girl-10.jpg

Die Ausstellung widmet sich den aufregenden Pin Up- und Mädchenbildern des deutschamerikanischen Fotografen Bruno Bernard, auch Bernard of Hollywood (1911 – 1987) genannt. In Deutschland promovierte Bernard im Jahr 1934 in Kriminalpsychologie und emigrierte, aufgrund seiner jüdischer Abstammung, 1936 in die USA. In Los Angeles fotografierte er ab 1938 und eröffnete 1940 sein Studio in Hollywood auf dem Sunset Blvd 9055, das er 25 Jahre erfolgreich betrieb. In seinem Studio fotografierte er viele aufstrebende Hollywoodsternchen, aber auch alle großen Hollywoodstars seiner Zeit. Bernard gilt als Entdecker von Marilyn Monroe, da sie durch seine Kontakte (die damals noch unter ihrem Geburtsnamen Norma Jean Baker arbeitete) ihren ersten Filmvertrag erhielt. Carole Kismaric, Kuratorin der Ausstellung “Fame after Photography” im Museum of Modern Art schrieb in ihrem Ausstellungskatalog: “Bernards fotografischer Stil ließ die Mädchen menschlicher erscheinen [als die anderer Pin Up-Fotografen]. Die offensichtliche Verbindung zwischen Model und Kamera lässt den Betrachter innehalten und diese intensiver betrachten.” (Los Angeles Times, 2002)

Die in focus Galerie in Köln erwarb einen Teil des Nachlasses und präsentiert in der Ausstellung “Girls, Girls, Girls” rund 70 ausgewählte Arbeiten, zumeist Vintage Prints, die zwischen 1946 und 1960 vergrößert wurden, neben persönlichen Dokumenten sowie rare Skizzen zur Entstehung einzelner Arbeiten. Schwerpunkte der Ausstellung sind Arbeiten über seine Muse Lily St. Cyr, die wohl legendärste Striptease Künstlerin in dieser Zeit und die original Vorlagen zu seinem schon 1950 veröffentlichtem Buch: “Anleitung zur Pin Up Photography”.

Ein Pin-up ist ein Ganzfigurenbild mit hübschen, jungen Frauen in verschiedenen Posen. Meist haben diese Bilder erzählende, sentimentale, romantische oder patriotische Aspekte. Sie zeigen Szenen häufig erotischer Natur, aber eher andeutend als enthüllend. Selbst wenn scheinbar Einblicke gewährt werden, z.B. unter einen vom Wind empor gehobenen Rock, sind diese der Fantasie des Betrachters überlassen und bilden nichts wirklich deutlich ab. Normalerweise sind die Pin-up-Girls leicht bekleidet, es werden aber in Ausnahmefällen auch ganz oder teilweise nackte Mädchen dargestellt. Das Modell trägt entweder ein figurbetontes Kleidungsstück, das sie außer Haus tragen kann (z. B. Badeanzug, Sportdress oder ein knappes Kleidchen) oder etwas Provokantes, Intimes wie ein Negligé oder Dessous. Pin-ups waren zunächst gezeichnete Bilder, die ab den 40er Jahren immer mehr und mehr von der Fotografie abgelöst wurden. Besonders populär wurden Pin-up Fotografien in Amerika im zweiten Weltkrieg. Für die vielen amerikanischen Soldaten im Ausland bedeuteten, die oft an ihre Schrankwände aufgehängten Fotos, eine tiefe emotionale Verbundenheit mit ihrer Heimat. Pin-ups wurden auch in den großen seriösen amerikanischen Magazinen wie Life, New York Times etc. veröffentlicht, da diese als Teil der USamerikanischen Alltagskunst und Kultur angesehen wurden. Pin Ups sind deswegen so besonders und interessant, da sie im Laufe ihrer Entwicklung seit den 1920er Jahren bis heute nichts an ihrer Faszination eingebüßt haben (siehe auch Wikipedia). Bernard of Hollywood gilt als einer der bedeutentsten Fotografen dieses Genres.


Bernard_of_Hollywood-Cleo_Moore.jpg

The exhibition is dedicated to the exiting Pin Ups and girls´ pictures of the german-american photographer Bruno Bernard, better known as Bernard of Hollywood (1911 – 1987). In 1934 Bernard promoted in criminal psychology in Germany and emigrated 1936 to the USA because of his Jewish ancestry. There he photographed in Los Angeles since 1938 and opened his studio two years later in Hollywoods Sunset Blvd 9055, where he run succesfully the studio for twentyfive years. At this place he photographed many aspiring Hollywoodstars, but also all great Hollywoodstars of his time. Bernard is considered a discoverer of Marilyn Monroe, because she (who worked under her birthname Norma Jean Baker) got her first film contract through his contacts. Carole Kismaric, the curator of the exhibition “Fame after Photography” of the Museum of Modern Art, NY, wrote in the exhibition catalog: “Bernard had a way of making his subjects seem more human [than other pinup photographers]. When you see his pictures, you want to stop and look at them because of the obvious connection between the subject and the camera.” (Los Angeles Times, 2002)

The in focus gallery in Cologne purchased a part of the estate and presents about 70 selected works next to personal documents and rare sketches of the creation of single works in the exhibition “Girls, Girls, Girls.” These artworks mostly are vintage prints that had been printed between 1946 and 1960. A special attention will be paid to Bernard´s muse Lily St. Cyr, probably the most famous exotic dancer of this time and original photographs of his book “Guide to pin-up photography” published in 1950.

A Pin-up is a full-lenght picture which portrays of pretty, young women in different poses. In most cases these picutres contain a narrative, sentimental, romantic or patriotic aspect. They show erotic scenes, but rather implicativ than unveiling. Even if they allow insight, for example a blowing dress in the wind, they leave the imagination to the viewer and most of the time do not really show something. Usually Pin-up girls are not presented naked, but in exceptional cases they are partly or completely naked. The model wears figure-accentuating garments which she can wear out of house (for example a swimsuit, a sportdress or a short dress) or something more provocatively and intim like a negligé or a dessous. First Pin-ups had been sketched pictures which were stipped off by photography during the 1940s. Exspecially Pin-up photographies became famous during World War II. American soldiers associated them with their homeland and pinned these photographes on their wall unit. Pin-ups were also published in reputable journals and magazines like Life, New York Times etc., because they were part of the US-american everyday art and culture. Because of that Pin-ups are such extraordinary and interesting and did not loose their faszination since the 1920s until today (reference to Wikipedia). Bernard of Hollywood is one of the major photographers of this genre.

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Vernissage | Girls Girls Girls !!! - Bruno Bernard | in focus Galerie | Köln
Sep
7
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Girls Girls Girls !!! - Bruno Bernard | in focus Galerie | Köln


in focus Galerie | Köln
7. September 2019

Girls Girls Girls!!!
Bruno Bernard


Bernard_of_Hollywood-Girl-10.jpg

Die Ausstellung widmet sich den aufregenden Pin Up- und Mädchenbildern des deutschamerikanischen Fotografen Bruno Bernard, auch Bernard of Hollywood (1911 – 1987) genannt. In Deutschland promovierte Bernard im Jahr 1934 in Kriminalpsychologie und emigrierte, aufgrund seiner jüdischer Abstammung, 1936 in die USA. In Los Angeles fotografierte er ab 1938 und eröffnete 1940 sein Studio in Hollywood auf dem Sunset Blvd 9055, das er 25 Jahre erfolgreich betrieb. In seinem Studio fotografierte er viele aufstrebende Hollywoodsternchen, aber auch alle großen Hollywoodstars seiner Zeit. Bernard gilt als Entdecker von Marilyn Monroe, da sie durch seine Kontakte (die damals noch unter ihrem Geburtsnamen Norma Jean Baker arbeitete) ihren ersten Filmvertrag erhielt. Carole Kismaric, Kuratorin der Ausstellung “Fame after Photography” im Museum of Modern Art schrieb in ihrem Ausstellungskatalog: “Bernards fotografischer Stil ließ die Mädchen menschlicher erscheinen [als die anderer Pin Up-Fotografen]. Die offensichtliche Verbindung zwischen Model und Kamera lässt den Betrachter innehalten und diese intensiver betrachten.” (Los Angeles Times, 2002)

Die in focus Galerie in Köln erwarb einen Teil des Nachlasses und präsentiert in der Ausstellung “Girls, Girls, Girls” rund 70 ausgewählte Arbeiten, zumeist Vintage Prints, die zwischen 1946 und 1960 vergrößert wurden, neben persönlichen Dokumenten sowie rare Skizzen zur Entstehung einzelner Arbeiten. Schwerpunkte der Ausstellung sind Arbeiten über seine Muse Lily St. Cyr, die wohl legendärste Striptease Künstlerin in dieser Zeit und die original Vorlagen zu seinem schon 1950 veröffentlichtem Buch: “Anleitung zur Pin Up Photography”.

Ein Pin-up ist ein Ganzfigurenbild mit hübschen, jungen Frauen in verschiedenen Posen. Meist haben diese Bilder erzählende, sentimentale, romantische oder patriotische Aspekte. Sie zeigen Szenen häufig erotischer Natur, aber eher andeutend als enthüllend. Selbst wenn scheinbar Einblicke gewährt werden, z.B. unter einen vom Wind empor gehobenen Rock, sind diese der Fantasie des Betrachters überlassen und bilden nichts wirklich deutlich ab. Normalerweise sind die Pin-up-Girls leicht bekleidet, es werden aber in Ausnahmefällen auch ganz oder teilweise nackte Mädchen dargestellt. Das Modell trägt entweder ein figurbetontes Kleidungsstück, das sie außer Haus tragen kann (z. B. Badeanzug, Sportdress oder ein knappes Kleidchen) oder etwas Provokantes, Intimes wie ein Negligé oder Dessous. Pin-ups waren zunächst gezeichnete Bilder, die ab den 40er Jahren immer mehr und mehr von der Fotografie abgelöst wurden. Besonders populär wurden Pin-up Fotografien in Amerika im zweiten Weltkrieg. Für die vielen amerikanischen Soldaten im Ausland bedeuteten, die oft an ihre Schrankwände aufgehängten Fotos, eine tiefe emotionale Verbundenheit mit ihrer Heimat. Pin-ups wurden auch in den großen seriösen amerikanischen Magazinen wie Life, New York Times etc. veröffentlicht, da diese als Teil der USamerikanischen Alltagskunst und Kultur angesehen wurden. Pin Ups sind deswegen so besonders und interessant, da sie im Laufe ihrer Entwicklung seit den 1920er Jahren bis heute nichts an ihrer Faszination eingebüßt haben (siehe auch Wikipedia). Bernard of Hollywood gilt als einer der bedeutentsten Fotografen dieses Genres.


Bernard_of_Hollywood-Cleo_Moore.jpg

The exhibition is dedicated to the exiting Pin Ups and girls´ pictures of the german-american photographer Bruno Bernard, better known as Bernard of Hollywood (1911 – 1987). In 1934 Bernard promoted in criminal psychology in Germany and emigrated 1936 to the USA because of his Jewish ancestry. There he photographed in Los Angeles since 1938 and opened his studio two years later in Hollywoods Sunset Blvd 9055, where he run succesfully the studio for twentyfive years. At this place he photographed many aspiring Hollywoodstars, but also all great Hollywoodstars of his time. Bernard is considered a discoverer of Marilyn Monroe, because she (who worked under her birthname Norma Jean Baker) got her first film contract through his contacts. Carole Kismaric, the curator of the exhibition “Fame after Photography” of the Museum of Modern Art, NY, wrote in the exhibition catalog: “Bernard had a way of making his subjects seem more human [than other pinup photographers]. When you see his pictures, you want to stop and look at them because of the obvious connection between the subject and the camera.” (Los Angeles Times, 2002)

The in focus gallery in Cologne purchased a part of the estate and presents about 70 selected works next to personal documents and rare sketches of the creation of single works in the exhibition “Girls, Girls, Girls.” These artworks mostly are vintage prints that had been printed between 1946 and 1960. A special attention will be paid to Bernard´s muse Lily St. Cyr, probably the most famous exotic dancer of this time and original photographs of his book “Guide to pin-up photography” published in 1950.

A Pin-up is a full-lenght picture which portrays of pretty, young women in different poses. In most cases these picutres contain a narrative, sentimental, romantic or patriotic aspect. They show erotic scenes, but rather implicativ than unveiling. Even if they allow insight, for example a blowing dress in the wind, they leave the imagination to the viewer and most of the time do not really show something. Usually Pin-up girls are not presented naked, but in exceptional cases they are partly or completely naked. The model wears figure-accentuating garments which she can wear out of house (for example a swimsuit, a sportdress or a short dress) or something more provocatively and intim like a negligé or a dessous. First Pin-ups had been sketched pictures which were stipped off by photography during the 1940s. Exspecially Pin-up photographies became famous during World War II. American soldiers associated them with their homeland and pinned these photographes on their wall unit. Pin-ups were also published in reputable journals and magazines like Life, New York Times etc., because they were part of the US-american everyday art and culture. Because of that Pin-ups are such extraordinary and interesting and did not loose their faszination since the 1920s until today (reference to Wikipedia). Bernard of Hollywood is one of the major photographers of this genre.

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Vernissage | Vandalism - John Divola  | Robert Morat Galerie | Berlin
Sep
6
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Vandalism - John Divola | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
6. September 2019

Vandalism
John Divola


Vandalism Series, 1973-1975, 64 x 61,5 cm, Gelatin Silver Print.jpg

Der kalifornische Fotograf John Divola war einer der Ersten, der Anfang der 70er Jahre die Grenzen seines Mediums in Frage stellte und sich mit Konzepten von Skulptur, Installation, Performance und Intervention beschäftigte. Seine Serie „Vandalism“ (1973-1975) wurde stilprägend. Die Robert Morat Galerie freut sich sehr, diese kunst- und fotohistorisch so wichtige Arbeit in Berlin zeigen zu können.

Zwischen 1973 und 1975 fuhr der amerikanische Fotograf John Divola – damals Mitte zwanzig und ohne eigenes Studio – quer durch Los Angeles, auf der Suche nach verlassenen Häusern, in denen er fotografieren konnte. Mit einer Kamera, Sprühfarbe, Schnur und Pappe bewaffnet, schuf der Künstler dort mit „Vandalism“ eine seiner wichtigsten fotografischen Serien. In dieser intuitiven, spontan aus dem Moment heraus entstandenen Schwarz-Weiß-Bildserie verwüstet Divola leer stehende Häuser mit abstrakten Konstellationen von graffiti-artigen Zeichen und rituellen „Gestaltungen“ durch an Schnüren befestigte Stifte – das Projekt verband den dokumentarischen Ansatz mit inszenierten Interventionen, Performance, Skulptur und Installationskunst. John Divolas unverwechselbare fotografische Bildsprache, die mit diesem Projekt begründet wurde, hinterfragte die Grenzen zwischen dokumentarischen und künstlerischen Praktiken zu einer Zeit, zu der die „Wahrhaftigkeit“ der Fotografie grundsätzlich diskutiert wurde.

John Divola (Amerikaner, geb. 1949), einer der angesehensten bildenden Künstler seiner Generation, erwarb einen BA an der California State University in Northridge (1971) und einen MA an der University of California in Los Angeles (1973). Seine Bilder hinterfragen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sowie die Grenzen der Möglichkeiten der Kunst, das Leben zu beschreiben. Vandalism (1974-1975) ist eine der ersten Serien John Divolas, entstanden noch vor Zuma (1979), As Far as I Could Get (1997) und Dogs Chasing My Car in the Desert (2004). Seine Arbeiten werden international ausgestellt und finden sich in den wichtigen öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Centre Pompidou in Paris, dem Getty Museum in LA, dem Victoria & Albert Museum in London oder dem Whitney Museum in New York.


In the early 1970s, Californian photographer John Divola was one of the first to question the limits of his medium, exploring concepts of sculpture, installation, performance and intervention in his iconic, formative series “Vandalism” (1973 - 1975). Robert Morat Gallery is thrilled to be able to show this important body of work in Berlin.

Between 1973 and 1975, the American photographer John Divola – then in his mid twenties and without a studio of his own – travelled across Los Angeles in search of dilapidated properties in which to make photographs. Armed with a camera, spray paint, string and cardboard, the artist would produce one of his most significant photographic projects entitled Vandalism. In this visceral, black and white series of images Divola vandalised vacant homes with abstract constellations of graffiti-like marks, ritualistic configurations of string hooked to pins, and torn arrangements of card, before cataloguing the results. The project vigorously merged the documentary approach with staged interventions echoing performance, sculpture and installation art. Serving as a conceptual sabotaging of the delineations between such documentary and artistic practices, at a time when the 'truthfulness' of photography was being called into question, Vandalism helped to establish Divolas's highly distinctive photographic language.

John Divola (American, b. 1949), one of the most distiguished visual artists of his generation, earned a BA from California State University, Northridge (1971) and an MA from University of California, Los Angeles (1973). His images challenge the boundaries between fiction and reality, as well as the limitations of art to describe life. Vandalism (1974-1975) is one of Divola's earliest series, predating Zuma (1979), As Far as I Could Get (1997) and Dogs Chasing My Car in the Desert (2004). His work exhibeted internationally and found in important public collections such as the Museum of Modern Art, NY, the Centre Pompidou, Paris, the Getty Museum in LA, the V&A in London or the Whitney Museum in New York.

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Vernissage | Open Equations - Laura J. Padgett | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
Sep
6
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Open Equations - Laura J. Padgett | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main


Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
6. September 2019

Einführung durch Friederike Fast, Kuratorin, Marta Herford

Open Equations
Laura J. Padgett


Laura J. Padgett, Turbulence, 2019. Archival Pigment Print on Hahnemühle Etching 360 gsm, 96 x 66 cm, Ed. 3 + 1 AP

Laura J. Padgett, Turbulence, 2019. Archival Pigment Print on Hahnemühle Etching 360 gsm, 96 x 66 cm, Ed. 3 + 1 AP


In ihren neuesten Arbeiten setzt Laura J. Padgett ihre Untersuchungen des öffentlichen und privaten Raums und der Orte dazwischen fort. Wie wir Räume gestalten und unsere Welt strukturieren, ist immer ein Ausdruck unseres Verhältnisses zur Gesellschaft und gleichzeitig zum Visuellen. Hierbei ersetzt der Zugang durch den Blick häufig die physische Möglichkeit, einen Ort zu begehen.

Hauptthema bleibt die Fotografie in ihrer Fähigkeit, Dinge abzubilden und gleichzeitig eine abstrakte Gedankenwelt zu erzeugen, die durch die Wahrnehmung erfahrbar wird.

Wie verstehen wir Oberflächen und den Raum? Wie bewegen wir uns bewusst durch diese komplexen Verhältnisse? Das Sichtbare, Farben, Linien und Strukturen drücken auch die Beziehung des Einzelnen zu den ihn umgebenden Lebensverhältnissen aus. Laura J. Padgetts Fotografien öffnen den Raum und machen ihn navigierbar. 

Laura J. Padgett, geb. 1958 in Cambridge, USA, erhielt ihren Bachelor of Fine Arts in Malerei am Pratt Institute in Brooklyn, New York. Zwischen 1983 und 1985 setzte sie ihr Studium in Film und Fotografie bei Peter Kubelka und Herbert Schwöbel an der Städelschule fort und erhielt 1994 ihren Magister Artium in Kunstgeschichte und Ästhetik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Seit den 1990er Jahren stellt Laura J. Padgett vielfach aus, ihre Werke und Filme wurden weltweit gezeigt. Neben ihren Ausstellungsaktivitäten schreibt Laura J. Padgett regelmäßig über Film, Kunst und ästhetische Theorie.

Seit 1990 lehrte sie an verschiedenen Universitäten, darunter die Bauhaus-Universität in Weimar, die Hochschule für Gestaltung in Offenbach, die Universität Paderborn und die Hochschule-Rhein-Main in Wiesbaden. Zuletzt lehrte sie an der German Jordanian University in Amman. Laura Padgett lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Ihre Arbeiten befinden sich in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter das Städel Museum, Graphische Sammlung, Frankfurt am Main, Huis Marseille, Amsterdam, Fotomuseum Winterthur, DZ BANK Kunstsammlung, Frankfurt am Main, Museion, Bozen, Sir John Soane Museum, London, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, Dommuseum, Mainz, Museum Simeonstift, Trier, Museum Wiesbaden, Land Rheinland Pfalz, Land Hessen und Stadt Frankfurt am Main. 

Friederike Fast, geb. 1975, studierte Fotografie, Kultur-, Kommunikations- und Medienwissenschaften in Dortmund und Leipzig. Sie ist als Ausstellungsmacherin des Museums Marta Herford tätig, kuratierte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und hat diverse Texte zur zeitgenössischen Kunst veröffentlicht. 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Fotografien von Laura J. Padgett sowie Texten von Friederike Fast und Robert Egert.


In her most recent work, Laura J. Padgett continues her exploration into public and private space and the places in between. The way in which we structure and delineate our environment is always an expression of our relationship to society and is coincident to the visual. In many situations the gaze replaces our physical ability to enter a particular location.

The artist’s main theme remains photography’s ability to depict things while fostering conceptual narratives that can be experienced by means of perception.

How do we understand surfaces and space? How do we consciously negotiate these complex conditions? The visible, lines, colors, shapes and structures also express peoples’ relationships to their immediate surroundings and living conditions. The photographs open up these spaces, making them navigable.

The films and photographs shown in the exhibition have been produced during the last two years and thematise the relationship between the still and the moving image as well as between public and private space. The shifts between image and depiction, the notion of presence, in addition to questions regarding perception, are ongoing themes in Padgett’s work and address our relationship towards the visual and the narrative.

Laura J. Padgett (b. 1958 in Cambridge, USA) received her BFA in painting from Pratt Institute in Brooklyn, New York. She continued her studies in film and photography with Peter Kubelka and Herbert Schwöbel at the Städelschule from 1983 to1985 and received her MA in Art History and Aesthetics in 1994 from the Johann-Wolfgang-Goethe University, both in Frankfurt am Main. Since the 1990s Laura J. Padgett has produced a complex body of work. She exhibits widely, while also participating in international film screenings. In addition to her exhibiting activities, the artist regularly writes on film, art and aesthetic theory. Since 1990 she has taught and lectured at various universities, among them Bauhaus-University in Weimar, Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Paderborn University and the Hochschule-Rhein-Main in Wiesbaden. Most recently she lectured at the German Jordanian University in Amman. Laura J. Padgett lives and works in Frankfurt am Main.
Her work is held in various major public and private collections, including Städel Museum, Graphics Collection, Frankfurt am Main, Huis Marseille, Amsterdam, Fotomuseum Winterthur, DZ BANK Art Collection, Frankfurt am Main, Museion, Bozen, The Sir John Soane Museum, London, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, Dommuseum, Mainz, Museum Simeonstift, Trier, and Museum Wiesbaden.

Friederike Fast, b. 1975, is a curator at the Marta Herford Museum and has curated numerous exhibitions in Germany and abroad. She publishes widely on contemporary art.

The exhibition will be accompanied by a catalogue with photographs by Laura J. Padgett and texts by Friederike Fast and Robert Egert.

(Text: Galerie Peter Sillem, Frankfurt am Main)

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Ausstellung | The awful German language - Jeffrey Ladd | Fotoraum | Köln
Aug
30
zu 6. Okt.

Ausstellung | The awful German language - Jeffrey Ladd | Fotoraum | Köln


Fotoraum | Köln
30. August - 6. Oktober 2019

The awful German language
Jeffrey Ladd


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The Awful German Langauge, das den Titel des amerikanischen Satirikers Mark Twain entlehnt, umfasst einen Zustand, in dem die Kombination von Wort und Fotografie je nach Leser Resonanz finden oder dissonant und verwirrend bleiben kann. Die Arbeit ist zum Teil von der deutschen Kinderfibel (Bilder- /Wortbücher) inspiriert, einem gängigen Lernmittel zur Objektidentifikation. Diejenigen, die fließend Deutsch sprechen, können die Gegenüberstellung „lesen“, indem sie eine direkte Verbindung zwischen bestimmten Wörtern und dem Foto auf der Seite herstellen, während die Listen mit unbekannten Begriffen für englische Leser in einer rein visuellen Form erscheinen und die Leser in der Sprache verloren gehen - Ladds Erfahrung bei der Ankunft in Deutschland.

(Text: Fotoraum, Köln)

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | UNO ART SPACE | Stuttgart
Jul
28
zu 14. Sep.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | UNO ART SPACE | Stuttgart

UNO ART SPACE | Stuttgart
28. Juli - 14. September 2019 

22. vfg Nachwuchsförderpreis
Alexandra Baumgartner aus Luzern mit "Cabbage and corn, hope and sorrow"
Karla Hiraldo Voleau aus Lausanne mit "Hola Mi Amol"
Christian Indergand aus Silenen mit "Sagen aus Uri, 2018"
Ernst Kehrli aus Luzern mit "Y-Kipcorn"
Jonathan Liechti aus Bern mit "By God's Grace" Portraits"
Lisa Lurati aus Lugaggia mit "Scherzo. Molto allegro quasi presto"
Fabienne Spiller aus Schaffhausen mit "Abseits von Philia"
Aissa Tripodi aus Basel mit "Besetzt – Warten – Eintreten"
Fred Walter Uhlig aus Basel mit "Cava"
Simon von Gunten aus Solothurn mit "Cutis"


Y-KIPCORN_4.jpg
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Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | UNO ART SPACE | Stuttgart
Jul
27
7:00 nachm.19:00

Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | UNO ART SPACE | Stuttgart

UNO ART SPACE | Stuttgart
27. Juli 2019

22. vfg Nachwuchsförderpreis
Alexandra Baumgartner aus Luzern mit "Cabbage and corn, hope and sorrow"
Karla Hiraldo Voleau aus Lausanne mit "Hola Mi Amol"
Christian Indergand aus Silenen mit "Sagen aus Uri, 2018"
Ernst Kehrli aus Luzern mit "Y-Kipcorn"
Jonathan Liechti aus Bern mit "By God's Grace" Portraits"
Lisa Lurati aus Lugaggia mit "Scherzo. Molto allegro quasi presto"
Fabienne Spiller aus Schaffhausen mit "Abseits von Philia"
Aissa Tripodi aus Basel mit "Besetzt – Warten – Eintreten"
Fred Walter Uhlig aus Basel mit "Cava"
Simon von Gunten aus Solothurn mit "Cutis"


Y-KIPCORN_4.jpg
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Ausstellung | Leben - Walter Schels | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
19
zu 3. Okt.

Ausstellung | Leben - Walter Schels | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
19. Juli - 3. Oktober 2019

Leben
Walter Schels


Maria Hai-Anh Tuyet, 2003, aus der Serie »Noch mal leben« | je 100 x 100 cm, Pigment-Print | © Walter Schels

Maria Hai-Anh Tuyet, 2003, aus der Serie »Noch mal leben« | je 100 x 100 cm, Pigment-Print | © Walter Schels


Die Reihe HAMBURGER HELDEN, die mit der Ausstellung DIE ZWEITE HEIMAT des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schels (*1936) vom 19. Juli bis 3. Oktober 2019 im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil eines klassischen Studiofotografen vor vorwiegend neutralen, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Er löst die Figur aus seinem Lebensraum und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht.

Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung LEBEN wird einige von Schels bekanntesten Serien präsentieren und diese durch neue Arbeiten ergänzen, die das menschliche Sein in seinen vielen Ausprägungen abbildet und visuell reflektiert. Darunter wird die bisher noch nicht gezeigte Serie Transsexuell zu sehen sein, in der Walter Schels die Entwicklung vom Zeitpunkt der ersten Hormonbehandlung bis zur abgeschlossenen Geschlechtsumwandlung junger Menschen zeigt.

1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den Stern und Eltern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club für Deutschland, dem Hansel-Mieth-Preis und dem World Press Photo Award 2004. Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet in Hamburg.


Mathis, 10 Monate, 2004, 15 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage | © Walter Schels

Mathis, 10 Monate, 2004, 15 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage | © Walter Schels


The HAMBURG HEROES series, which had a very successful start last year with the exhibition DIE ZWEITE HEIMAT by the photographer Peter Bialobrzeski, will continue this summer with the photographer Walter Schels (*1936) in the House of Photography at the Deichtorhallen from 19 July to 3 October 2019.

For more than 50 years, Schels has engaged like almost no other photographer of his generation with extreme situations of human life. This exceptional photographer has explored the margins of existence for many of his projects: his series and long-term projects focus on birth as well as dying. In the style of a traditional studio photographer, he depicts people with disabilities as well as famous personalities in front of a usually neutral, often dark background. He removes the figure from its environment and focuses on the body as well as the facial expressions of his subjects. His photography has earned him a reputation as a thoughtful existentialist within contemporary portrait photography.

Curated by Ingo Taubhorn, the exhibition Life will present some of Schel’s best-known series and supplement them with new works that depict and visually reflect human existence in its many forms. Among them will be the never-before-shown series Transsexual, in which Walter Schels shows the development of young people from the time of their first hormone treatment to their completed gender reassignment.

About the Photographer
Born in 1936 in Landshut, Walter Schels initially worked as a window dresser in Barcelona, Canada, and Geneva before beginning his photography career in 1966 in New York. In 1970 he opened his own studio in Munich and worked for magazines such as Stern and Eltern. He has received numerous awards, including the Gold Medal from the Art Directors Club für Deutschland, the Hansel Mieth Prize, and a World Press Photo Award in 2004. Walter Schels is a member of the Freie Akademie der Künste Hamburg and an honorary member of the Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. He lives and works in Hamburg.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Vernissage | Leben - Walter Schels | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Leben - Walter Schels | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
18. Juli 2019

Leben
Walter Schels


Maria Hai-Anh Tuyet, 2003, aus der Serie »Noch mal leben« | je 100 x 100 cm, Pigment-Print | © Walter Schels

Maria Hai-Anh Tuyet, 2003, aus der Serie »Noch mal leben« | je 100 x 100 cm, Pigment-Print | © Walter Schels


Die Reihe HAMBURGER HELDEN, die mit der Ausstellung DIE ZWEITE HEIMAT des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schels (*1936) vom 19. Juli bis 3. Oktober 2019 im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil eines klassischen Studiofotografen vor vorwiegend neutralen, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Er löst die Figur aus seinem Lebensraum und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht.

Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung LEBEN wird einige von Schels bekanntesten Serien präsentieren und diese durch neue Arbeiten ergänzen, die das menschliche Sein in seinen vielen Ausprägungen abbildet und visuell reflektiert. Darunter wird die bisher noch nicht gezeigte Serie Transsexuell zu sehen sein, in der Walter Schels die Entwicklung vom Zeitpunkt der ersten Hormonbehandlung bis zur abgeschlossenen Geschlechtsumwandlung junger Menschen zeigt.

1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den Stern und Eltern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club für Deutschland, dem Hansel-Mieth-Preis und dem World Press Photo Award 2004. Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet in Hamburg.


Mathis, 10 Monate, 2004, 15 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage | © Walter Schels

Mathis, 10 Monate, 2004, 15 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage | © Walter Schels


The HAMBURG HEROES series, which had a very successful start last year with the exhibition DIE ZWEITE HEIMAT by the photographer Peter Bialobrzeski, will continue this summer with the photographer Walter Schels (*1936) in the House of Photography at the Deichtorhallen from 19 July to 3 October 2019.

For more than 50 years, Schels has engaged like almost no other photographer of his generation with extreme situations of human life. This exceptional photographer has explored the margins of existence for many of his projects: his series and long-term projects focus on birth as well as dying. In the style of a traditional studio photographer, he depicts people with disabilities as well as famous personalities in front of a usually neutral, often dark background. He removes the figure from its environment and focuses on the body as well as the facial expressions of his subjects. His photography has earned him a reputation as a thoughtful existentialist within contemporary portrait photography.

Curated by Ingo Taubhorn, the exhibition Life will present some of Schel’s best-known series and supplement them with new works that depict and visually reflect human existence in its many forms. Among them will be the never-before-shown series Transsexual, in which Walter Schels shows the development of young people from the time of their first hormone treatment to their completed gender reassignment.

About the Photographer
Born in 1936 in Landshut, Walter Schels initially worked as a window dresser in Barcelona, Canada, and Geneva before beginning his photography career in 1966 in New York. In 1970 he opened his own studio in Munich and worked for magazines such as Stern and Eltern. He has received numerous awards, including the Gold Medal from the Art Directors Club für Deutschland, the Hansel Mieth Prize, and a World Press Photo Award in 2004. Walter Schels is a member of the Freie Akademie der Künste Hamburg and an honorary member of the Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. He lives and works in Hamburg.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
18. Juli 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Still (Noon) - Shane Lavalette | Robert Morat Galerie | Berlin
Jul
13
zu 31. Aug.

Ausstellung | Still (Noon) - Shane Lavalette | Robert Morat Galerie | Berlin

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  • Google Kalender ICS

Robert Morat Galerie | Berlin
13. Juli - 31. August 2019

Still (Noon)
Shane Lavalette


Als die Fotostiftung in Winterthur und das Musée de l’Elysée in Lausanne im Jahr 2016 den jungen amerikanischen Fotografen Shane Lavalette beauftragten, eine Reisereportage für die Gruppenausstellung „Fremdvertraut. Aussensichten auf die Schweiz“ beizusteuern, stieß er bei seinen Recherchen im Archiv der Stiftung in Winterthur auf Kontaktbögen einer Reportage von Theo Frey.

Der Schweizer Fotograf Theo Frey (1908-1997) war ein Fotojournalist und Dokumentarist. Für die Landesausstellung 1939 besuchte er zwölf Schweizer Dörfer und verfolgte einen systematischen Ansatz, er wollte ein Portrait seines Landes zur damaligen Zeit anfertigen.

„Auf den Spuren von Freys Reise vor beinahe achtzig Jahren reiste ich nun in dieselben zwölf Dörfer, um neue Bilder zu suchen, die das soziale Gefüge der heutigen Schweiz offenlegen“, berichtet Shane Lavalette. „Ich ließ mich von zufälligen Begegnungen leiten und von meinen eigenen Gedanken zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

„Im Archiv der Fotostiftung Schweiz entdeckte ich unerwartete Verbindungen zwischen meinen und Freys Bildern und bekam gleichzeitig das Gewicht der Geschichte zu spüren. Ich dachte darüber nach, inwiefern man aus Freys Fotografien heute andere Schlüsse zöge als am Tag ihrer Entstehung – und wie sich zweifellos auch die Bedeutung meiner eigenen Bilder mit der Zeit wandeln wird. Fotografien, so wurde mir bewusst, haben große Ähnlichkeit mit Bergen. Obwohl wir Bilder als unveränderlich und unbewegt erachten, verändert sich beständig, was wir in ihnen sehen, wenn auch sehr langsam.”

Shane Lavalette (*1987) arbeitet als Fotograf, unabhängiger Verleger und Lektor sowie als Leiter von Light Work, einem gemeinnützigen Fotografie-Institut mit Sitz in Syracuse, New York. Er erwarb einen Bachelor of Fine Arts an der School of the Museum of Fine Arts der Tufts University. Zuletzt publizierte er das Buch „One Sun, One Shadow“ (2016). Darin setzt er sich mit dem Süden der USA auseinander, inspiriert von seiner reichen musikalischen Tradition. Das Buch zur Serie „Still (Noon)“ erschien 2018 im Zürcher Verlag Edition Patrick Frey.


When Swiss Fotostiftung in Winterthur and the Musée de l’Elysée in Lausanne approached young American photographer Shane Lavalette to contribute work to a group show titled “Unfamiliar Familiarities. Outside Views on Switzerland” in 2016, Lavalette started to research in the Winterthur archives. He came across contact sheets of a reportage by Theo Frey.

Swiss photographer Theo Frey (1908-1997) was a photo journalist and a documentarist. For the 1939 Swiss National Exhibition he visited and systematically photographed in twelve Swiss villages, aiming to tell a story of Switzerland at that moment in time.

“Following the footsteps of Frey’s journey from nearly eighty years earlier, I now traveled to the same twelve villages in order to find new images that explore the fabric of Switzerland today”, explains Shane Lavalette, “guided by chance encounters and my own meditations on the past, present, and future.”

“Within the archive at the Fotostiftung Schweiz, I uncovered unexpected connections between my own images and Frey’s, and was at once confronted with the weight of history. I considered the ways in which Frey’s photographs have different implications now than the day that they were made, and how the meaning of my own images will undoubtedly transform with age as well. Photographs, I realized, are much like mountains. Though we think of images as fixed and still, what we see in them is always shifting, however slowly, with time.”

Shane Lavalette (*1987) is an American photographer, an independent publisher and editor, and the director of Light Work, a nonprofit photography organization based in Syracuse, New York. He holds a BFA from the School of the Museum of Fine Arts at Tufts University. In 2016, he published his monograph “One Sun, One Shadow”, exploring the American South, inspired by its rich musical tradition. The book to the series “Still (Noon)” was published in 2018 by Zurich based Edition Patrick Frey.

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Ausstellung | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
13
zu 3. Okt.

Ausstellung | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg



Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert gute aussichten 2018/2019 im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. 

Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Was sich einmal etabliert hat, lässt sich schwer wieder aus der Welt schaffen – das gilt für jedwede Struktur, sei sie geistiger oder physikalischer Natur. So ist es äußerst erfrischend, wenn die neun Preisträger/Innen von gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 allesamt frischen Wind in ein Feld hineintragen, dessen bildgestalterische Möglichkeiten aller Kassandrarufe zum Trotz offensichtlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Preisträger*innen: Lorraine Hellwig, Laila Kaletta, Patrick Knuchel, Benjamin Kummer, Steve Luxembourg, Sina Niemeyer, Malte Sänger, Robert ter Horst und Anna Tiessen.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Ausstellung | The donkey that became a zebra: darkroom stories - Michel Campeau | Fotografie Forum Frankfurt
Jul
13
zu 22. Sep.

Ausstellung | The donkey that became a zebra: darkroom stories - Michel Campeau | Fotografie Forum Frankfurt

  • Fotografie Forum Frankfurt (Karte)
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Fotografie Forum Frankfurt
13. Juli - 22. September 2019

The donkey that became a zebra: darkroom stories
Michel Campeau


Ohne Titel. Aus der Serie »Red-Eye Trompe l’oeil« (1998–2005) © Michel Campeau

Ohne Titel. Aus der Serie »Red-Eye Trompe l’oeil« (1998–2005) © Michel Campeau


Besessen von der Fotografie – das ist Michel Campeau im besten Sinne. Zeit seines künstlerischen Schaffens hat der kanadische Fotograf das Medium Fotografie ergründet. Mit Leidenschaft und immer neuen Fragen. Wie und warum fotografieren wir? Wie entstand das analoge Bild? Was verraten Aufnahmen und ihre Nutzung über Alltagstraditionen, Familie und Identität? Wie hat die Fotografie den Blick auf uns selbst verändert? Was ist vom Analogen im digitalen Zeitalter geblieben? Unter dem Titel THE DONKEY THAT BECAME A ZEBRA: DARKROOM STORIES zeigt das Fotografie Forum Frankfurt verschiedene Werkgruppen von Michel Campeau, die seine Passion und sein facettenreiches Spiel mit der Fotografie vor Augen führen. 

Im Fokus steht Campeaus oft augenzwinkerndes Prinzip: Er konstruiert seine Biografie mit eigenen und den Bildern anderer. Zu sehen sind von Campeau fotografierte, gesammelte und reproduzierte Bilder, darunter Einblicke in Dunkelkammern sowie Aufnahmen von fotografischem Zubehör. Die von Celina Lunsford kuratierte Ausstellung präsentiert den Wandel von der analogen zur multimedialen Fotografie – und Michel Campeaus Faszination für die Zeit vor dem digitalen Rausch. 

Michel Campeau (*1948, Montreal) ist seit mehr als 40 Jahren international aktiv. Sein dokumentarisches Projekt »Disraeli: une expérience humaine en photographie« (1973) war Auftakt seiner einzigartigen Praxis, die subjektiven, narrativen und ontologischen Aspekte des Mediums Fotografie zu erforschen. Mit Beginn der digitalen Fotografie fotografierte er die schwindenden klassischen Fotolabore. Zugleich begann er, Amateurfotografie aus Kanada und anderswo zu sammeln und seinen eigenen kreativen Weg auch mit der Fotografie Dritter zu gestalten. Sein Ziel war es, den Motiven hinter dem fotografischen Schaffen der Anderen näher zu kommen – und damit seinem eigenen Wunsch, die Welt in Bildern zu erzählen. 

Aufgrund seines vielseitigen Schaffens gilt Michel Campeau als einer der bedeutendsten Fotografen seiner Generation. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt – u.a. in der National Gallery of Canada, Ottawa (2014) und im Centre Pompidou, Paris (2015) – und sind in zahlreichen Sammlungen zu finden, u.a. im Musée Nicéphore Niépce, Chalon-sur-Saône und im Folkwang Museum Essen.

Zur Ausstellung erscheint das Buch »The Donkey that Became a Zebra: Darkroom Stories« im MCÉ-Verlag mit Texten u.a. von Joan Fontcuberta und Michel Campeau. Die Publikation ist auch im Fotografie Forum Frankfurt erhältlich.


Obsessed with photography – that is Michel Campeau in the very best sense. The Canadian photographer explored the medium of photography throughout his artistic career. With passion and always new questions: How and why do we photograph? What do photographs reveal about everyday traditions, family and identity? How has photography influenced the way we look at ourselves? What remains analogue in our digital age? Under the title THE DONKEY THAT BECAME A ZEBRA: DARKROOM STORIES the Fotografie Forum Frankfurt presents different bodies of work that demonstrate Campeau’s cravings for a multi-faceted play with photography.

The focus is on Campeau's often tongue-in-cheek principle: he constructs his biography with his own images as well as others'. On view are prints photographed, collected and reproduced by Campeau, including insights into darkrooms and photographs of photographic accessories. The exhibition, curated by Celina Lunsford, presents the transformation from analogue to multimedia photography – and Michel Campeau's fascination for the time before digital intoxication. 

Michel Campeau (*1948, Montreal) has been internationally active for more than 40 years. His documentary project “Disraeli: une expérience humaine en photographie” (1973) was the prelude to his unique practice of exploring the subjective, narrative and ontological aspects of the medium of photography. With the beginning of digital photography, he photographed the dwindling classical photo labs. At the same time, he began to collect amateur photography from Canada and elsewhere and to shape his own creative path with third party photography. His goal was to get closer to the motifs behind the photographic work of others – and thus to his own desire to tell the world in pictures. 

Michel Campeau is regarded as one of the most important photographers of his generation because of his versatile work. His works have been exhibited many times, including the National Gallery of Canada, Ottawa (2014) and Centre Pompidou, Paris (2015), and can be found in many collections, including the Musée Nicéphore Niépce, Chalon-sur-Saône and the Folkwang Museum, Essen.

The book “The Donkey that Became a Zebra: Darkroom Stories” will be published by MCÉ publishing house, with texts by Joan Fontcuberta and Michel Campeau, among others. The book is also available in the Fotografie Forum Frankfurt.

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Vernissage | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
12
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg



Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert gute aussichten 2018/2019 im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. 

Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Was sich einmal etabliert hat, lässt sich schwer wieder aus der Welt schaffen – das gilt für jedwede Struktur, sei sie geistiger oder physikalischer Natur. So ist es äußerst erfrischend, wenn die neun Preisträger/Innen von gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 allesamt frischen Wind in ein Feld hineintragen, dessen bildgestalterische Möglichkeiten aller Kassandrarufe zum Trotz offensichtlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Preisträger*innen: Lorraine Hellwig, Laila Kaletta, Patrick Knuchel, Benjamin Kummer, Steve Luxembourg, Sina Niemeyer, Malte Sänger, Robert ter Horst und Anna Tiessen.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Artist Talk | Material - Tobias Kruse | Robert Morat Galerie | Berlin
Jun
27
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | Material - Tobias Kruse | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
27. Juni 2019

Tobias Kruse im Gespräch mit Felix Hoffmann, Kurator, C/O Berlin
Limitierte Plätze, Anmeldung bis zum Dienstag, den 25. Juni um 12 Uhr

Material
Tobias Kruse


Material #008, Archival Pigment Print

Material #008, Archival Pigment Print


Die Serie umfasst visuelle Erzählungen, Notizen und Beobachtungen aus den letzen zehn Jahren, in denen Tobias Kruse Bilder produziert hat, die eine Stimmung, ein Lebensgefühl in eine authentische Bildsprache überführt haben. „Tobias Kruse hat in den vergangenen Jahren die unsagbaren Momente des Lebens festgehalten: Die Form eines Gegenstands, die Gewissheit um bevorstehende Verletzungen, die Geburt der Kinder und das Glück auf ihrer Haut“, schrieb Laura Benz anlässlich der Buchveröffentlichung. „Viele nennen die Arbeit ein Tagebuch, aber genau das ist es natürlich nicht“, sagt Tobias Kruse. „Es sind Miniaturen, ein Kondensat.“


The series includes narratives, notes and observations from the past ten years, in which Tobias Kruse has produced images that translate a mood, a sense of life into an authentic visual language. “In recent years, Tobias Kruse has captured the unspeakable moments of life: the shape of an object, the certainty of impending injuries, the birth of children and happiness on their skin,” wrote Laura Benz on the occasion of the book's publication. “Many call the work a diary, but of course that's not what it is”, says Tobias Kruse. “It's miniatures, a condensate.”

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Ausstellung | Allegories - Olivier Richon | Galerie Susanne Albrecht | Berlin
Jun
22
zu 17. Aug.

Ausstellung | Allegories - Olivier Richon | Galerie Susanne Albrecht | Berlin

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Galerie Susanne Albrecht | Berlin
22. Juni - 17. August 2019

Allegories
Olivier Richon


A bunch of asparagus, 2016, C-Type analogue, 60 x 42 cm

A bunch of asparagus, 2016, C-Type analogue, 60 x 42 cm

Die Fotoserie Allegorien entstand zwischen den Jahren 1983 und 2016. Ausschliesslich Innenaufnahmen stellen sie das Leben Objekten und Tieren bildlich dar und lenken die Aufmerksamkeit auf die speziell dem Foto innewohnende im Augenblick statisch festgehaltene
Zeit: Eine an Innenräume gebundene Traumzeit. Hier ist der fotografische Raum rein imaginativ, auch wenn wirkliche Objekte und Tiere verwendet werden.

Der Papagei sieht aus wie eine Illustration zum Erlernen von Worten … P steht für Parrot, aber er erinnert auch an den Papagei der Literatur, der in Flauberts Kurzgeschichte „A Simple Heart“ beschrieben wird. Wie die Fotografie ist der Papagei sehr redegewandt, hat aber keinen Sinn für Grammatik. Eigentlich zu einem Bauernhof gehörende Tiere wandern deplaziert in den Korridoren einer Provinzschule herum Ein zusammengebundenes Bündel Spargel ist unbeweglich still. Ein zerbrochenes Ei gibt einem Buttermesser Herberge. Gemüse wird mit geometrischen Formen verglichen, ein gelehrter Affe starrt auf den Betrachter.

Dies ist nicht so sehr eine Metaphysik von Objekten als eine Paraphysik von Formen – die sogenannte Wissenschaft imaginierter Lösungen. Hier ruft das Bild den Satz von Salvador Dali in Erinnerung: „Fotografie, reine Erfindung des Geistes.“ (1972)

Olivier Richon wurde 1956 in Lausanne geboren. Er studierte am Polytechnikum von Central London und machte 1980 den Abschluss mit Auszeichungen in Film und Photographie. Seit 1980 werden seine Fotografien international ausgestellt und gesammelt von Institutionen wie dem Victoria and Albert Museum, London, dem Musée d’ art moderne des la Ville de Paris, dem Folkwang Museum Essen, dem National Museum of Modern Art in Kyoto, dem Brooklyn Museum, der National Gallery of New South Wales, und der Tate Britain. Er ist Professor für Fotografie am Royal College of Art in London.


Italian Landscape, 1983, C-Type analogue, 46 x 31 cm

Italian Landscape, 1983, C-Type analogue, 46 x 31 cm


Allegories ranges from work made between 1983 and 2016. Always taken in an interior, these photographs depict the life of objects and animals, calling attention to the fixed, static and arrested time particular to photography: a dream-time confined to interior spaces. Here the space of photography is purely imaginary, even if it uses everyday objects and animals.

The parrot looks like an illustration for learning words… P for parrot, but it also reminds us of a literary parrot, the one Flaubert writes about in his short story, A Simple Heart. Like a photograph, parrots are eloquent but have no sense of grammar. Farm animals, out of place, wander in the corridors of a provincial art school… A bunch of asparagus, tied together, is stubbornly silent. A broken egg hosts a butter knife… Vegetables are compared with geometric forms…. Two lemons hold books open… An academic monkey stares at the spectator. This is not so much a metaphysics of objects than a paraphysics of forms -this so-called science of imaginary solutions. Here image making recalls the dictum of Salvador Dali… Photography, pure creation of the mind (1927)

Olivier Richon was born in Lausanne in 1956; he studied at the Polytechnic of Central London, where he received a BA (Hons) in Film and Photographic Arts in 1980. Since 1980, his photographs have been exhibited internationally and collected by institutions such as London’s Victoria and Albert Museum, Musée d’ art moderne des la Ville de Paris, Essen’s Folkwang Museum, the National Museum of Modern Art in Kyoto, Brooklyn Museum, the National Gallery of New South Wales, and at Tate Britain. He is professor of photography at the London’s Royal College of Art.

(Text: Galerie Susanne Albrecht, Berlin)

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Ausstellung | Charisma - Malte Sänger | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
Jun
21
zu 17. Aug.

Ausstellung | Charisma - Malte Sänger | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main


Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
21. Juni - 17. August 2019

Charisma
Malte Sänger


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Malte Sänger interessiert sich für die Spuren, die Menschen in ihrem Leben hinterlassen. Seine neueste Fotoarbeit CHARISMA basiert auf der Entdeckung einer scheinbar alltäglichen Fischkonserve. Neben dem standardisierten Herkunftscode fand er darauf auch den Namen des Fangschiffs CHARISMA. Es stellte sich heraus, dass die Charge, aus der die Dose stammte, die letzte war, die das Schiff an Land brachte, bevor sich jede weitere Spur der CHARISMA in den Weiten der Nordsee verlor. Plötzlich wurde das Massenprodukt eines ausbeuterischen Konsums zum letzten Zeichen menschlichen Lebens.

In seiner Arbeit „Partition“, die in dieser Ausstellung erstmals vollständig zu sehen sein wird, zeigt Malte Sänger Fotografien von 19 Festplatten, die er zu Rohstoffpreisen gekauft hatte. Wieder hergestellt, wandelten sich die Festplatten zu einer Fundgrube für Privatestes, für Sorgen, Nöte, E-Mails, sexuelle Phantasien, Krankheitsbefunde, Kontodaten von Menschen — Informationen von einer immensen Qualität, die der trivial gewordenen Materialität des Datenträgers fundamental entgegen steht. 

Malte Sänger (Jg. 1987) studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach Fotografie bei Martin Liebscher und Philosophie und Ästhetik bei Juliane Rebentisch (Diplom 2018). Er ist Preisträger 2018/19 bei „Gute Aussichten — Junge deutsche Fotografie“. 2015 erhielt er den Deutsche Börse Photography Foundation and HfG Award, für sein Buch “Shifting Baselines” wurde er mit dem Deutschen Fotobuchpreis 2018/19 in Silber ausgezeichnet. 

Malte Sängers Werke befinden sich bereits in verschiedenen Sammlungen, so u.a. in der Kunstsammlung der Deutsche Börse Photography Foundation und im Klingspor Museum Offenbach. Zusätzlich zu den erwähnten Preisen ist er mit verschiedenen Stipendien und Künstlerresidenzen ausgezeichnet worden, so z.B. mit den Stipendien der Johannes-Mosbach-Stiftung und der Frankfurter Künstlerhilfe, einer Katalogförderung der Dr.-Marschner-Stiftung, dem 2. Preis des Marianne-Brandt-Wettbewerbs und der Künstlerresidenz Casa Piccola in Colloro, Italien, 2018. 


Malte Sänger is interested in the traces people leave behind in their lives. His latest photographic work, CHARISMA, is based on the discovery of a can of tinned fish. In addition to the standardized code of origin, he also found the name of the fishing vessel CHARISMA on it. It turned out that the batch from which the can came was the last one the ship brought ashore before any further trace of the vessel‘s whereabouts disappeared in the vast North Sea. Suddenly, the mass product of an exploitative consumption became the relic of the last signs of human life. 

In his work "Partition", which will be shown in its entirety for the first time in this exhibition, Malte Sänger shows photographs of 19 hard drives that he bought at commodity prices. Restored, the hard drives turned into a treasure trove for the private, for worries, hardships, e-mails, sexual fantasies, medical findings — information of an immense quality that fundamentally opposes the trivial materiality of the data carrier. 

Malte Sänger (born 1987) studied photography at the Hochschule für Gestaltung in Offenbach with Martin Liebscher and philosophy and aesthetics with Juliane Rebentisch (Diploma 2018). He is a 2018/19 prize winner for "Gute Aussichten - New German Photography". In 2015 he received the Deutsche Börse Photography Foundation and HfG Award. For his book "Shifting Baselines" he was awarded the German Photo Book Prize 2018/19 in silver. 

Malte Sänger’s works can already be found in various collections, including the Art Collection of the Deutsche Börse Photography Foundation and the Klingspor Museum Offenbach. He has also been awarded various scholarships and residencies, such as the Johannes Mosbach Foundation and the Frankfurter Künstlerhilfe, a catalogue grant from the Dr. Marschner Foundation, the second prize of the Marianne Brandt Competition, and the Casa Piccola Residency in Colloro, Italy, 2018. 

(Text: Galerie Peter Sillem, Frankfurt am Main)

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Artist Talk | A female Gaze - Julia Peirone | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Jun
19
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | A female Gaze - Julia Peirone | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin


Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
19. Juni 2019

A female Gaze
Julia Peirone


Warm Honey from the series Badland, 2012-2014

Warm Honey from the series Badland, 2012-2014


Die parallelen virtuellen Wirklichkeiten und die Bildkultur der sozialen Medien verzerren die Realität, tendieren zur Selbstverherrlichung und führen zu einem abstrakten Schönheitswahn. Julia Peirone nimmt dies zum Anlass und erforscht mit ihrer Fotografie die Identitätssuche junger Teenager. In ihren Serien konzentriert sich Peirone auf junge Frauen, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Sexualität sind und sich Gefühlen wie Scham sowie Verwundbarkeit stellen.  

Die Frustration, die junge Frauen durch die Prägung dieses Ideals erleiden, hält Julia Peroine durch ihre fotografischen Arbeiten bei Castingverfahren fest. Es sind keine üblichen Portraits, denn sie legt ihr Augenmerk auf die extremen Anforderungen dieser Verfahren und fordert den Betrachter auf, diese subtilen Codes zu hinterfragen.  

„Meine Arbeit beginnt mit etwas Banalem, mit einem kleinen Bild, das zu mir kommt. Ich denke darüber nach, wie ich es auf verschiedene Weise fotografieren kann. [...] Also fing ich an, Fotos davon zu machen. Dann tauchten noch mehr Fragen auf, und ich begann, Themen wie Scham, Sexualität, Versagen und die Oberfläche zu erforschen. Aus einer Serie entsteht eine andere.“ (Julia Peirone, aus dem Ausstellungskatatalog "Girls, Girls, Girls", Göteborg Konstmuseum 2017) 

Die Art und Weise, wie Menschen in Peirones Arbeiten auftreten, sind mehrdeutig, je nachdem wie man sie anschaut. Julia Peirone: ..."die Mädchen, (sind) Opfer eines Blicks, aber sie sind auch stark und haben die Macht über deinen Blick". 

Die Ausstellung zeigt Fotografie, Videoarbeiten, Texte und Skulptur.  

Julia Peirone, 1973 in Argentinien geboren, lebt und arbeitet in Stockholm. Sie hat an der Universität für Film und Fotografie (BFA) in Göteborg und an Konstfack, University College of Art, Craft and Design (MFA) in Stockholm studiert. Seit ihrem Debüt um die Jahrtausendwende erforscht sie zwei Themen:
Die Identität von jungen Frauen und das fotografische Bild mit seinen Möglichkeiten und Grenzen. Sie nahm an vielen internationalen Ausstellungen teil und ist in zahlreichen Sammlungen vertreten, u.a. in Moderna Muséet, Stockholm, Konstmuseum Göteborg (beide Schweden) und Kiasma, Helsinki (Finnland).

(Text: Dorothée Nilsson Gallery, Berlin)

 

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Ausstellung | Im [Un]Ruhestand - Arne Wesenberg | f3 - freiraum für fotografie | Berlin
Jun
15
zu 18. Aug.

Ausstellung | Im [Un]Ruhestand - Arne Wesenberg | f3 - freiraum für fotografie | Berlin

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f3 - freiraum für fotografie | Berlin
15. Juni - 18. August 2019

im [Un] Ruhestand
Arne Wesenberg


Friede Springern aus der Serie im [Un]Ruhestand | Arne Wesenberg

Friede Springern aus der Serie im [Un]Ruhestand | Arne Wesenberg


Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan, der Fotograf Thomas Höpker, die Professorin Jeanine Meerapfel, der WC-Wächter Werner Berlin, der Schriftsteller Rafik Schami, der Schauspieler Michael Gwisdek, die Sozialpädagogin Petra Peterich haben etwas gemeinsam: Sie arbeiten, obwohl sie das gesetzliche Rentenalter längst erreicht haben.

Ihre Motivation dafür ist ganz unterschiedlich. Petra Peterich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben: „Warum ich das alles mache? Weil es eine gesellschaftliche Aufgabe ist – und weil ich es kann!“, Werner Berlin finanziert mit seiner Tätigkeit die gemeinsamen Urlaube mit seiner Frau, während der Fotograf Walter Schels schlicht meint: „Das Leben ist zu kurz, um mit dem Arbeiten aufzuhören.“

Die Zahl der älteren Beschäftigten in Deutschland nimmt rasant zu. Die Erwerbsbeteiligung der 60- bis 64-jährigen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht. Gleichzeitig stehen dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren immer weniger Menschen zur Verfügung. Aktuell ist die Rente mit 69 Jahren in der Diskussion.

Der Lübecker Fotograf Arne Wesenberg porträtierte über sieben Jahre lang mit der analogen Großbildkamera die Lebensrealität derjenigen, die – freiwillig oder aus ökonomischer Notwendigkeit heraus – im Alter berufstätig sind. Im [Un]Ruhestand gibt in über 200 Porträts ganz individuelle Antworten auf Fragen zur demografischen Alterung, zu einem funktionierenden Rentensystem und zur Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft. 

(Text: f3 - freiraum für fotografie, Berlin)

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Ausstellung | If you can dream it, you can do it - Anna Katharina Zeitler | Soiz Galerie | Passau
Jun
15
zu 26. Juli

Ausstellung | If you can dream it, you can do it - Anna Katharina Zeitler | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
15. Juni - 26. Juli 2019

If you can dream it, you can do it
Anna Katharina Zeitler


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Anna Katharina Zeitler nimmt in ihrem Bildzyklus If you can dream it, you can do it ihre persönliche Lebenssituation der letzten zehn Jahre zum Ausgangspunkt, die geprägt war vom ständigen Unterwegssein und der gleichzeitigen Sehnsucht, endlich irgendwo anzukommen.

„Meine Fotografien sind eine Reise zurück in diese Zeit“, erläutert die heute in Berlin lebende Fotokünstlerin ihren Bildzyklus. „Ich benutze Bilder als Metaphern für meine Erinnerungen, um scheinbare Zwischenzustände als Konstante zu beschreiben.“

Die Fotografien oszillieren zwischen Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit und Heimweh. In geheimnisvollen Schlagbildern entführt Anna Katharina Zeitler den Betrachter auf eine poetischen Bilderreise voller Sinnlichkeit, Intimität, Melancholie und Magie, bei der Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen. Zeit und Raum bleiben stets unbestimmt, eine Projektionsfläche für unsere individuellen Interpretationen, ein Niemandsland, das von unseren persönlichen Ängsten und Wünschen besiedelt ist.

If you can dream it, you can do it ist wie ein Gedicht, das immer wieder neu gelesen werden will. Jeder Betrachter kann es auf seine Weise lesen und interpretieren und so seinen eigenen Zugang finden.

(Text: Soiz Galerie, Passau)

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Ausstellung | Insgeheim - Friederike von Rauch | Haus am Kleistpark
Jun
14
zu 14. Aug.

Ausstellung | Insgeheim - Friederike von Rauch | Haus am Kleistpark


Haus am Kleistpark | Berlin
14. Juni - 14. August 2019

Insgeheim
Friederike von Rauch


© Friederike von Rauch, Roosenberg 5

© Friederike von Rauch, Roosenberg 5


Im Mittelpunkt des Werks von Friederike von Rauch stehen Atmosphären, räumliche Zusammenhänge und die wechselseitige Beziehung von Architektur,Landschaft und Oberfläche. Zeitlosigkeit geht von diesen Fotografien aus, deren konzeptioneller Minimalismus den Blick auf Verborgenes ermöglicht und zur Spurensuche einlädt.
Fotografie stellt für Friederike von Rauch eine Möglichkeit dar, genau zu betrachten, bewusst wahrzunehmen, sich hinzuwenden, zu konzentrieren und Klarheit zu erlangen. Ihre Bilder ermöglichen es dem Publikum, einen Raum neu zu sehen, zu entdecken und mit der Essenz eines Ortes konfrontiert zu werden. Verdichtung, Fokussierung auf Details, Komposition von Licht, Lichtlosigkeit und Farbe lassen ein Bild entstehen, das nicht nur ästhetisch zu wirken imstande ist. Zeit spielt in Friederike von Rauchs Arbeit eine wichtige Rolle.
Der DJ und Produzent Marcel Dettmann hat in zwei elektronischen Kompositionen Fotografien von Friederike von Rauch vertont, die als Installation in der Ausstellung zu hören sind.

Während der Laufzeit der Ausstellung erscheint der Bildband Monastic.
 
Friederike von Rauch (*1967 in Freiburg) studierte Industriedesign an der Berliner Universität der Künste. Sie lebt in Berlin. Ihre Arbeiten sind in prominenten privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten und wurden in zahlreichen Ausstellungen europaweit präsentiert und in Bildbänden publiziert. Die Künstlerin wurde 2010 für den Gabriele Münter Preis nominiert. Sie erhielt u.a. Stipendien des Vlaams-Nederlands Huis deBuren in Brüssel (2006) und Rotterdam (2007), des Baer Art Centers, Island (2008) sowie des Hafnarborg Museums, Island (2010) und des Museums Dhondt-Dhaenens in Belgien (2017).

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Ausstellung | Food for the Eyes - Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation | Berlin
Jun
8
zu 7. Sep.

Ausstellung | Food for the Eyes - Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation | Berlin


C/O Berlin Foundation | Berlin
8. Juni - 7. September 2019

Food for the Eyes - Die Geschischte des Essens in der Fotografie


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Wiener Würstchen, Bockwürste, Schinken, Petersilie und Gewürzgurken als Requisiten einer grotesk absurden Szenerie – die Wurstserie des Schweizer Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss ist legendär. Die gefrorenen Gemüse- und Obstwürfel und kunstvoll arrangierten Stillleben des amerikanischen Modefotografen Irving Penn sind es ebenso. Die quietschbunten Törtchen und Baked Beans auf Toast des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr bedienen ein britisches Klischee, während die Arbeiten von Cindy Sherman und Martha Rosler das Rollenbild der Frau in der Küche hinterfragen. Die Ausstellung Food for the Eyes bei C/O Berlin blickt auf die vielen Geschichten des Essens in der Fotografie. 

Die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist lebensnotwendig – wie Luft, die wir atmen, oder Wasser, das wir trinken. Sie zählt zu den täglichen Grundbedürfnissen des Menschen, weckt die Sinne und betrifft das private und öffentliche Leben gleichermaßen. Nahrung und der Akt des gemeinsamen Essens spielen für unsere Rituale, Religionen und Feste eine entscheidende Rolle. Im Essen spiegeln sich unsere Wünsche und Fantasien wider. Als immer verfügbares und alltägliches Sujet wurde und wird Essen vielfach dargestellt. Food Photography kann deshalb – ebenso wie das Essen selbst – die unterschiedlichsten Themen fokussieren: Familie, Tradition, Ritual, Kultur, Wohlstand, Armut, Gender, Rasse, Lust, Ekel, Konsum und Verschwendung.

Mit Werken aus den Bereichen der Mode und des Fotojournalismus bis hin zur Werbung bietet die Schau einen umfangreichen Überblick über die Darstellung von Essen in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte und verhandelt dieses Thema in drei Kapiteln: Stillleben zeigt, wie Künstler*innen dem traditionell malerischen Genre gefolgt sind. Wie hat die Malerei die Food Photography inspiriert, und wie haben zeitgenössische Fotograf*innen dieses künstlerische Motiv untergraben? Welche Veränderungen und Formen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt? Around the Table wiederum blickt auf die Rituale des gemeinsamen Essens, auf die Werte und die kulturellen Identitäten, die sich darin widerspiegeln. Playing with Food beleuchtet nicht zuletzt mittels vielfältiger Ausdrucksweisen wie in der Kombination von Spiel und Nahrungsmitteln Werke entstehen, die unser Leben und unsere Zeit humorvoll reflektieren.

Food for the Eyes . Die Geschichte des Essens in der Fotografie präsentiert eine Vielzahl an Werken bekannter Künstler*innen wie Nobuyoshi Araki, Peter Fischli und David Weiss, Nan Goldin, Rinko Kawauchi, Laura Letinsky, Martin Parr, Irving Penn, Martha Rosler, Cindy Sherman, Stephen Shore und Wolfgang Tillmans. Die Ausstellung, kuratiert von Susan Bright und Denise Wolff, wurde organisiert von der Aperture Foundation, New York, und entstand in Zusammenarbeit mit C/O Berlin.

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Ausstellung | Contradiction - Elfie Semotan | C/O Berlin Foundation | Berlin
Jun
8
zu 7. Sep.

Ausstellung | Contradiction - Elfie Semotan | C/O Berlin Foundation | Berlin


C/O Berlin Foundation
8. Juni - 7. September 2019

Contradiction
Elfie Semotan


o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel © Elfie Semotan

o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel © Elfie Semotan


„Heute hört man mir zu, weil ich etwas zu sagen habe. Früher hat man mir zugehört, weil man mich gern angeschaut hat.“

(Elfie Semotan)

„Trau dich doch.“ So lautete der provokante Werbespruch der österreichischen Marke Palmers, die die Models in reizvollen schwarzen Dessous auf Plakaten in Szene setzte – in den späten 1970er-Jahren noch ein Skandal. Erst allmählich wurden Konventionen mit spielerischer Experimentierfreude hinterfragt. Die Bilder der österreichischen Fotografin Elfie Semotan zeugen von einem damals neuen hedonistischen Zeitgeist und bestechen bis heute durch ihre kühle Eleganz, unperfekte Schönheit und ihren diskret erotischen Subtext. Oft zeigen sie mehr als nur das Dargestellte und lassen durch intelligent zitierte Bezüge zu ikonischen Werken der Kunstgeschichte die Grenze zwischen Kunst und Kommerz verschwimmen. 

Semotans Karriere begann zunächst als Fotomodell in Paris. Ihr damaliger Lebensgefährte, der kanadische Fotograf John Cook, führte sie Ende der 1960er-Jahre zur Fotografie und weckte ihre Leidenschaft für die Arbeit hinter der Kamera. Vor allem war es die Kunst des fotografischen Storytellings, das sie sich aneignete: Bilder, die wie Filmstills wirken, Personen- und Bildkompositionen, die stets eine Geschichte jenseits des Abgebildeten erzählen. Dieses Prinzip führte sie in einer langjährigen Kampagne für das österreichische Mineralwasserunternehmen Römerquelle fort, in der sie Variationen einer Ménage-à-trois durchspielte. Ihre Werbefotografien und ihre Porträts von prominenten Personen aus Kunst, Film und Theater wie Louise Bourgeois, Willem Dafoe, Elfriede Jelinek, Milla Jovovich, Maria Lassnig, Martin Kippenberger, Udo Kier, Jonathan Meese oder Daniel Richter und nicht zuletzt ihre exklusive Zusammenarbeit und Freundschaft mit Helmut Lang machten die Fotografin weltbekannt. Während der Modeschöpfer durch sein minimalistisches Design für die internationale Mode stilprägend war, schuf Elfie Semotan mit ihren freizügigen Werbe- und Modefotografien für Helmut Lang sowie für internationale Magazine wie Elle, Harper’s Bazaar, Interview, The New Yorker oder Vogue eine neue fotografische Ästhetik. Wie ihre deutschen Zeitgenossinnen wie Barbara Klemm, Herlinde Koelbl oder Sibylle Bergemann hat die Österreicherin Elfie Semotan die Freiräume in der Fotografie genutzt und dieses Medium, das wie die meisten künstlerischen Disziplinen lange Zeit ausschließlich von Männern besetzt war, für sich erobert und ihre eigene weibliche Perspektive durchgesetzt. 

C/O Berlin würdigt Elfie Semotan erstmalig außerhalb Österreichs mit einer umfangreichen Ausstellung und stellt einen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen der Fotografin vor. Eine Publikation wird die Schau begleiten.

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