Filtern nach: Nordwestschweiz
Ausstellung | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden
Aug
23
zu 5. Okt.

Ausstellung | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
23. August - 5. Oktober 2019

Gute Gefühle
Elena Parris


more than ever!

more than ever!

Artistisch und virtuos

Einst brach Elena Parris kämpferisch Tabus, sie brüskierte und provozierte. Heute will die Schweizer Künstlerin immer noch Grenzen sprengen: Doch jetzt soll ihre Kundschaft mit Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen. Mit «Guten Gefühlen». Ein Gesicht blickt aus einem Rücken, eine gesichtslose Frau räkelt sich hinter Gitterstäben, man sieht Teile einer Blume – Stempel und Staubblätter geometrisch geordnet. Alles scheinbar zufällig komponiert und auf den ersten Blick züchtig. Doch halt, die Blumenkomposition ist der Ursprung allen Lebens: Vereinigung steht bevor. Und die Frauenbilder sind erotisch äusserst aufgeladen. Wie heisst doch eines? «It’s different behind». Dahinter ist alles ganz anders. Vielschichtig. Vielschichtigkeit, das ist das neue Thema von Elena Parris. Einst lancierte sie eine politisch und religiös gewagte Plakatkampagne, die zensiert wurde («the surprise collection»). Das war alles offensichtlich. Heute zeigt sie subtilere Werke. Die Künstlerin sagt: «Gegensätzliches, vordergründig Widersprüchliches und Mehrdeutigkeiten interessieren mich derzeit.» Der Grund? «Das lässt mehr Spielraum zur Interpretation.» Provokation mag bei den neuen Werken vorerst scheinbar fehlen, doch der Reiz zeigt sich beim zweiten Hinschauen. Es ist der Reiz des tieferen, längeren Blickes: Als Zuschauer möchte man die Vielschichtigkeit aufschlüsseln. Denn Parris' Fotos sind keine Momentaufnahmen, auf die sich heute viele Fotografen beschränken, sondern es sind durch das Übereinanderlegen verschiedener Schichten Bilder neuer Realitäten entstanden.

Elena Parris, die in den letzten Jahren weltweit ausstellte – von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich – sagt: «Ich habe eine Abneigung gegen das Zwanghafte, das um der Aufmerksamkeit Willen grotesk oder hässlich wirken will.» Kommerzielle Modeströmungen sind ihr überdies egal. Positives ist angesagt. Parris begründet: «Kaltblütiges, Grausames oder Trauriges gibt es doch schon zur Genüge.» Die eigenwillige Künstlerin betont: «Alle wollen wir doch sinnlich und charismatisch sein, aber viele Menschen können das nicht ausdrücken. Ich weiss nicht, ob mir das gelingt.» Bleibt die Frage, was Schönheit ist. Elena Parris dazu: «Das perfekte Bild hat viele Facetten, für mich gehören beispielgebende und unvergleichbare Attribute dazu. Artistisch und virtuos soll meine Fotografie sein. Nur dann wird ein Bild fantastisch wirken.» Das Publikum darf mit Elena Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – so kann die Künstlerin immer wieder neue Grenzen sprengen.

Elena Parris ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Nach einem Exkurs in das Studium der Architektur verschrieb sie sich der Fotografie. Sie studierte an der Uni Berlin bildende Kunst und arbeitete an der Seite verschiedener namhafter Fotografen wie Helmut Newton. Parris war an den Filmfestspielen in Cannes engagiert, arbeitete mit dem Topmodel Markus Schenkenberg für Werbekampagnen und war für Magazine wie «annabelle», «Massiv», «Amica», «Faces» und viele andere im Einsatz. Sie lebt in Grosswangen, wo sie auch den «Kunsthof» lanciert hat, eine Plattform für Kunstschaffende.

(Text: Mathias Haehl)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | néo japonisme - Mario A. | Raum für Kunst - Heuberg 24 | Basel
Sep
7
zu 2. Nov.

Ausstellung | néo japonisme - Mario A. | Raum für Kunst - Heuberg 24 | Basel


Raum für Kunst - Heuberg 24 | Basel
7. September - 2. November 2019

néo japonisme
Mario A.


67761240_2411992042219089_4448218390615556096_o.jpg

In “néo japonisme” liegt das Geheimnis eines Geheimnisses. Japonismus bedeutet für mich die künstlerische Umsetzung des fotografischen Mediums, als eine Art der kommunikativen Erfahrung mit der Kultur Japans, verwoben mit seiner femininen Seite.

1996 beschloss ich, eine Werkgruppe zu schaffen, die als (privates) nostalgisches Erlebnis für die Zukunft gedacht ist. Über 23 Jahre hinweg versuchte ich via Kulisse, Kleidung, (erotisch-stimulierendes) Ambiente, Kulinarisches, Literatur, Populärkultur und Underground, Habitat, Architektur einen originären Japonismus zu kreieren. Die 82 Bilder der Werkgruppe “néo japonisme” sind bezeichnend für die letzten Atemzüge einer klassischen Schwarzweissfotografie-Ära, die mit intelligenter Komposition und raffiniertem Lichteinfall während der Aufnahme, verwoben mit komplexer, manueller Laborarbeit, künstlerische Unikate schuf. In wenigen Wochen dankt der Tenno, der japanische Kaiser ab. Damit geht die Japan-spezifische Zeitrechnung “Heisei” am 30. April zu Ende. Zeitgleich wird meine Werkgruppe “néo japonisme”, die auch vier seltene - im Kaiser-Palast entstandene - Bilder beinhaltet, abgeschlossen sein.

Die aussergewöhnliche Theaterschauspielerin Sachiko Hara, mit der ich 1999 “néo japonisme théâtral” und die Werkgruppe “ma poupée japonaise” (2001) schuf, symbolisiert für mich zeitgenössischen Japonismus. Sachiko verkörpert eine lebendige Metamorphose, die uns zeigt, wie soziale Identität notwendigerweise mit einer Maskerade des Ichs verbunden ist, das eine geheime Botschaft trägt, die es - im Blick zurück - zu entschlüsseln gilt.

(Text: Mario A.)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Warten | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Sep
8
zu 29. Sep.

Ausstellung | Warten | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

  • BelleVue - Ort für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
8. September - 29. September

Warten
Judith Affolter, Miki Buckland, Peter Eckard, Regula Irmann, Peter Keller, Beat Müller, Sophie Plattner, Sabine Richner Rossi, Urs Schmid, Richard Spillmann, Ursula von Gunten, Dirk Wetzel, Janine Ziltener


© Peter Keller

© Peter Keller


«Warten» ist eine den Alltag durchdringende, grundlegende Erfahrung. Wir warten, bis der Computer hochgefahren ist, wir warten an der Ampel, wir warten auf das gute Bild, auf bessere Zeiten. Und weil wir einen grossen Teil unserer Zeit mit Warten verbringen, braucht es entsprechende Einrichtungen – die Diskretlinie, das Wartezimmer, die Warteschlaufe.

«Warten» impliziert, wie alle Wörter der Tätigkeit auch, das Vergehen der Zeit. Mehr noch als bei anderen Tätigkeiten geht es aber beim Warten nicht alleine um das Vergehen der Zeit, sondern ist das Bewusstsein für die Zeit selber, ihre Ausdehnung, ihr Anfang und Ende, zentral. Und Zeit ist natürlich auch gerade in der Fotografie unabdingbar; sie bestimmt mitunter das Wie und das Was der Bildgebung. «Meine Figuren sind eigentlich glücksträge, sie warten und lauern, bis ihnen etwas Schönes zustösst.» Was der Schriftsteller Wilhelm Genazino über seine literarischen Charaktere sagt, beschreibt auch dezidiert einen fotografischen Prozess: das Warten, bis etwas «passiert», d.h. bis sich das Objekt, die Situation, das Licht so im Bildausschnitt darstellen, damit ein gutes Bild gelingen kann. Und die Erfahrung des Gelingens wiederum löst ein Glücksgefühl aus, das auch körperlich spürbar sein kann.

Ausgehend von solchen Überlegungen haben die Teilnehmenden des BelleVue-«Atelier» Arbeiten entwickelt, die zum einen typische Orte und Situationen des Wartens zeigen, aber auch – übersetzt in sehr persönliche, poetische Bilder -, wie das Warten zu einer den Alltag, die Zeit prägenden Haltung wird.

Das «Atelier» ist ein bewährtes, jährlich neu gestaltetes Kernformat des BelleVue und bietet Interessierten die Möglichkeit, eine eigene Fotoarbeit zu entwickeln und mit professionellen FotografInnen und FotokünstlerInnen in Bezug auf gestalterische wie auch inhaltliche Fragestellungen zu diskutieren.

(Text: Bellevue - Ort für Fotografie, Basel)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | da casa a "ZuHause" | Katholische Kirche | Lenzburg
Sep
13
zu 28. Sep.

Ausstellung | da casa a "ZuHause" | Katholische Kirche | Lenzburg


Katholische Kirche | Lenzburg | Festa Svizzera Italia
13. - 28. September 2019

Da casa a “ZuHause”


Mondadori Portfolio

Mondadori Portfolio


Artikel 1 der italienischen Verfassung lautet wie folgt: “Italien ist eine demokratische Republik, die auf Arbeit beruht“. Während dieser Artikel angenommen wurde, am 22. März 1947, nahmen Tausende von Menschen Züge und Schiffe, um ihr “Bel Paese” zu verlassen.

Der Wandel in Italien in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab absolut nicht Arbeit für alle, viele Arbeitsplätze starben in diesem Moment der Geschichte, so dass erfahrene Handwerker, Bauern, Maurer, Näherinnen ohne Zukunft waren, nicht in der Lage, sich selbst und ihre Familien zu versorgen.

Dies ist die Geschichte von Melo Vecchio, einem erfahrenen Möbeltischler, und seiner Frau Pippa, die ihr Sizilien verliessen in Richtung eines kalten und fernen Landes jenseits der Alpen mit einer unbekannten Sprache. Fast 2 Millionen Menschen wie sie versuchten von 1946 bis 1968, Teil des “Wirtschaftswunders“ zu sein, indem sie in die Schweiz emigrierten. Eine Erfahrung, die auch viele Menschen in Lenzburg in erster Linie gemacht haben. Sie wird mit Leidenschaft erzählt im Buch “Cacciateli!”, herausgegeben vom Verlag Feltrinelli. Geschrieben wurde sie von Concetto Vecchio, Sohn von Melo und Pippa. Er ist heute Schriftsteller und Journalist bei der «Repubblica». Geboren und aufgewachsen ist er in Lenzburg bis im Alter von 14 Jahren, als die Familie nach Italien zurückkehrte.

Die Bilder der Ausstellung zeigen wie die Worte des Buches die Schicksalsschläge, Leiden und Schwierigkeiten der Reise auf Suche nach Arbeit, ähnlich wie die vielen Reisen der Einwanderung heute, aber auch die Solidarität und die Möglichkeiten, die viele Menschen, die einmal ihr “Casa” verlassen haben, dazu gebracht haben, sich mit der Zeit “ZuHause“ zu fühlen, was von einer gemeinsamen Geschichte zeugt, die einen glücklichen Ausgang hat.

Die Erinnerung an das, was gewesen ist, ist aktuell. Viele von uns waren oder sind Einwanderer, und in diesen Bildern sehen sie sich selbst wieder, aber auch die Migranten, die jeden Tag ihr Land verlassen, um eine Reise zu unternehmen, von der sie das glückliche oder unglückliche Ende noch nicht kennen.


L’articolo 1 della Costituzione Italiana recita in questo modo: “L’Italia è una Repubblica democratica, fondata sul lavoro” e mentre questo articolo veniva approvato, il 22 marzo 1947, migliaia di persone prendevano treni e navi per lasciare il loro “Bel Paese”.

La trasformazione dell’Italia, negli anni successivi alla Seconda Guerra Mondiale, non dava assolutamente lavoro a tutti, anzi: molti lavori proprio in questo momento storico morivano lasciando esperti artigiani, contadini, muratori, sarte, senza futuro, incapaci di sostenere se stessi o la propria famiglia.

Questa è la storia di Carmelo Vecchio, detto Melo, esperto ebanista, e di sua moglie Giuseppa, detta Pippa, che lasciano la loro Sicilia, verso una terra fredda e lontana, oltre le Alpi, dalla lingua sconosciuta: quasi 2 milioni di persone, come loro, dal 1946 al 1968 hanno cercato di far parte del “miracolo economico” emigrando in Svizzera. È l’esperienza vissuta in prima persona da tante persone qui a Lenzburg, che ci viene ricordata da vicino e raccontata con passione nel libro “Cacciateli!”, edito da Feltrinelli, scritto dal figlio di Melo e Pippa, Concetto Vecchio, oggi scrittore e giornalista di “Repubblica”, nato e cresciuto a Lenzburg e qui rimasto fino all’età di 14 anni, prima del rientro della famiglia intera in Italia.

Le immagini della mostra, insieme alle parole del libro, mostrano le peripezie, le sofferenze e le difficoltà del viaggio per la ricerca del lavoro, simili ai tanti viaggi di immigrazione di oggi, ma anche la solidarietà e le opportunità, che hanno portato molte persone, una volta lasciata casa, a risentirsi con il tempo “ZuHause”, testimoniando una storia collettiva che ha un epilogo felice.

La memoria di quanto è stato è attuale. Tanti di noi sono stati, o sono ancora, immigrati, e in queste immagini rivedono se stessi ma anche i migranti che ogni giorno lasciano la propria terra per intraprendere un viaggio di cui non conoscono ancora la felice o infelice fine.

(Text: Margherita Guerra)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | "BLICKE. Boulevardjournalismus im Bild" | Stadtmuseum Aarau
Sep
15
zu 13. Okt.

Ausstellung | "BLICKE. Boulevardjournalismus im Bild" | Stadtmuseum Aarau


Stadtmuseum Aarau
15. September - 13. Oktober 2019

“BLICKE. Boulevardjournalismus im Bild”


«Treppenhausklatsch kann viel kosten», aus der Serie «Schweizer, deine Rechte», 1970. Foto: Sigi Maurer © StAAG/RBA

«Treppenhausklatsch kann viel kosten», aus der Serie «Schweizer, deine Rechte», 1970. Foto: Sigi Maurer © StAAG/RBA


Dreissig Bilder aus dem Archiv, auf Plakaten und Tafeln, laden zu einem Spaziergang durch die Welt des Boulevards, zwischen Innenstadt und Museum, ein. In ihrer Gesamtheit stehen die Fotografien für dreissig Blicke auf die Welt aus der Perspektive des «Blick» und des «SonntagsBlick», dramatisch aufgespannt zwischen Banalem und Weltbewegendem, Alltag und Glamour, Unbekannten und Prominenten, Opfern und Tätern, Gewinnerinnen und Verlierern. Die Fotografien stehen für typische Boulevardthemen und charakteristische visuelle Strategien, mit denen die Leserschaft ins Bild gesetzt werden soll. Der Blick will dabei sein, er hilft, er zeigt mit dem Finger und er macht sich selbst zum Thema.

(Text. Stadtmuseum Aarau)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Kaleidoskop - Dorothee von Rechenberg | Galerie Monika Wertheimer
Sep
20
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Kaleidoskop - Dorothee von Rechenberg | Galerie Monika Wertheimer


Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
20. September 2019

Kaleidoskop
Dorothee von Rechenberg


KiK #5, 2019

KiK #5, 2019


Fotografie spielt in der künstlerischen Arbeit von Dorothee von Rechenberg eine wichtige Rolle, mal als Nebendarstellerin, zunehmend aber als Hauptdarstellerin.

Dabei gilt ihr Interesse selten der naturgetreuen Wiedergabe eines Sujets, vielmehr interessiert sich Dorothee von Rechenberg für eine Bildsprache, die viel Spielraum lässt für die Phantasie der Betrachtenden. Nie steht das fotografische Handwerk im Mittelpunkt, sondern die Absicht, Gedankenräume zu öffnen, Vielschichtigkeit zu evozieren und Geschichten zu erzählen, die weitergesponnen werden können.

Das Spektrum reicht dabei von Polaroids bis hin zu wandfüllenden Arbeiten oder solchen, die eigens für einen speziellen Ort oder Raum konzipiert sind. 

In der aktuellen Ausstellung verbindet Dorothee von Rechenberg – wie es der Ausstellungstitel KALEIDOSKOP andeutet – neue Fotoarbeiten mit solchen aus früheren Werkgruppen in einer spielerischen Bilderfolge, die immer wieder neue Bezüge innerhalb ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.

Dazu gehört auch eine Edition zu Gedichten von Chiara Tassi.

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Kaleidoskop - Dorothee von Rechenberg | Galerie Monika Wertheimer
Sep
21
zu 19. Okt.

Ausstellung | Kaleidoskop - Dorothee von Rechenberg | Galerie Monika Wertheimer

  • Galerie Monika Wertheimer (Karte)
  • Google Kalender ICS

Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
21. September - 19. Oktober 2019

Kaleidoskop
Dorothee von Rechenberg


Kaleidoskop.jpg

Fotografie spielt in der künstlerischen Arbeit von Dorothee von Rechenberg eine wichtige Rolle, mal als Nebendarstellerin, zunehmend aber als Hauptdarstellerin.

Dabei gilt ihr Interesse selten der naturgetreuen Wiedergabe eines Sujets, vielmehr interessiert sich Dorothee von Rechenberg für eine Bildsprache, die viel Spielraum lässt für die Phantasie der Betrachtenden. Nie steht das fotografische Handwerk im Mittelpunkt, sondern die Absicht, Gedankenräume zu öffnen, Vielschichtigkeit zu evozieren und Geschichten zu erzählen, die weitergesponnen werden können.

Das Spektrum reicht dabei von Polaroids bis hin zu wandfüllenden Arbeiten oder solchen, die eigens für einen speziellen Ort oder Raum konzipiert sind. 

In der aktuellen Ausstellung verbindet Dorothee von Rechenberg – wie es der Ausstellungstitel KALEIDOSKOP andeutet – neue Fotoarbeiten mit solchen aus früheren Werkgruppen in einer spielerischen Bilderfolge, die immer wieder neue Bezüge innerhalb ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.

Dazu gehört auch eine Edition zu Gedichten von Chiara Tassi.

Veranstaltung ansehen →
Artist Talk | néo japonisme - Mario A. | Raum für Kunst - Heuberg 24 | Basel
Okt
19
2:00 nachm.14:00

Artist Talk | néo japonisme - Mario A. | Raum für Kunst - Heuberg 24 | Basel


Raum für Kunst - Heuberg 24 | Basel
19. Oktober 2019

Konrad Muschg (Radio SRF) moderiert den Artist Talk

néo japonisme
Mario A.


67761240_2411992042219089_4448218390615556096_o.jpg

In “néo japonisme” liegt das Geheimnis eines Geheimnisses. Japonismus bedeutet für mich die künstlerische Umsetzung des fotografischen Mediums, als eine Art der kommunikativen Erfahrung mit der Kultur Japans, verwoben mit seiner femininen Seite.

1996 beschloss ich, eine Werkgruppe zu schaffen, die als (privates) nostalgisches Erlebnis für die Zukunft gedacht ist. Über 23 Jahre hinweg versuchte ich via Kulisse, Kleidung, (erotisch-stimulierendes) Ambiente, Kulinarisches, Literatur, Populärkultur und Underground, Habitat, Architektur einen originären Japonismus zu kreieren. Die 82 Bilder der Werkgruppe “néo japonisme” sind bezeichnend für die letzten Atemzüge einer klassischen Schwarzweissfotografie-Ära, die mit intelligenter Komposition und raffiniertem Lichteinfall während der Aufnahme, verwoben mit komplexer, manueller Laborarbeit, künstlerische Unikate schuf. In wenigen Wochen dankt der Tenno, der japanische Kaiser ab. Damit geht die Japan-spezifische Zeitrechnung “Heisei” am 30. April zu Ende. Zeitgleich wird meine Werkgruppe “néo japonisme”, die auch vier seltene - im Kaiser-Palast entstandene - Bilder beinhaltet, abgeschlossen sein.

Die aussergewöhnliche Theaterschauspielerin Sachiko Hara, mit der ich 1999 “néo japonisme théâtral” und die Werkgruppe “ma poupée japonaise” (2001) schuf, symbolisiert für mich zeitgenössischen Japonismus. Sachiko verkörpert eine lebendige Metamorphose, die uns zeigt, wie soziale Identität notwendigerweise mit einer Maskerade des Ichs verbunden ist, das eine geheime Botschaft trägt, die es - im Blick zurück - zu entschlüsseln gilt.

(Text: Mario A.)

Veranstaltung ansehen →

Artist Talk | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden
Sep
14
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
14. Septembert 2019

Gute Gefühle
Elena Parris


more than ever!

more than ever!

Artistisch und virtuos

Einst brach Elena Parris kämpferisch Tabus, sie brüskierte und provozierte. Heute will die Schweizer Künstlerin immer noch Grenzen sprengen: Doch jetzt soll ihre Kundschaft mit Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen. Mit «Guten Gefühlen». Ein Gesicht blickt aus einem Rücken, eine gesichtslose Frau räkelt sich hinter Gitterstäben, man sieht Teile einer Blume – Stempel und Staubblätter geometrisch geordnet. Alles scheinbar zufällig komponiert und auf den ersten Blick züchtig. Doch halt, die Blumenkomposition ist der Ursprung allen Lebens: Vereinigung steht bevor. Und die Frauenbilder sind erotisch äusserst aufgeladen. Wie heisst doch eines? «It’s different behind». Dahinter ist alles ganz anders. Vielschichtig. Vielschichtigkeit, das ist das neue Thema von Elena Parris. Einst lancierte sie eine politisch und religiös gewagte Plakatkampagne, die zensiert wurde («the surprise collection»). Das war alles offensichtlich. Heute zeigt sie subtilere Werke. Die Künstlerin sagt: «Gegensätzliches, vordergründig Widersprüchliches und Mehrdeutigkeiten interessieren mich derzeit.» Der Grund? «Das lässt mehr Spielraum zur Interpretation.» Provokation mag bei den neuen Werken vorerst scheinbar fehlen, doch der Reiz zeigt sich beim zweiten Hinschauen. Es ist der Reiz des tieferen, längeren Blickes: Als Zuschauer möchte man die Vielschichtigkeit aufschlüsseln. Denn Parris' Fotos sind keine Momentaufnahmen, auf die sich heute viele Fotografen beschränken, sondern es sind durch das Übereinanderlegen verschiedener Schichten Bilder neuer Realitäten entstanden.

Elena Parris, die in den letzten Jahren weltweit ausstellte – von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich – sagt: «Ich habe eine Abneigung gegen das Zwanghafte, das um der Aufmerksamkeit Willen grotesk oder hässlich wirken will.» Kommerzielle Modeströmungen sind ihr überdies egal. Positives ist angesagt. Parris begründet: «Kaltblütiges, Grausames oder Trauriges gibt es doch schon zur Genüge.» Die eigenwillige Künstlerin betont: «Alle wollen wir doch sinnlich und charismatisch sein, aber viele Menschen können das nicht ausdrücken. Ich weiss nicht, ob mir das gelingt.» Bleibt die Frage, was Schönheit ist. Elena Parris dazu: «Das perfekte Bild hat viele Facetten, für mich gehören beispielgebende und unvergleichbare Attribute dazu. Artistisch und virtuos soll meine Fotografie sein. Nur dann wird ein Bild fantastisch wirken.» Das Publikum darf mit Elena Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – so kann die Künstlerin immer wieder neue Grenzen sprengen.

Elena Parris ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Nach einem Exkurs in das Studium der Architektur verschrieb sie sich der Fotografie. Sie studierte an der Uni Berlin bildende Kunst und arbeitete an der Seite verschiedener namhafter Fotografen wie Helmut Newton. Parris war an den Filmfestspielen in Cannes engagiert, arbeitete mit dem Topmodel Markus Schenkenberg für Werbekampagnen und war für Magazine wie «annabelle», «Massiv», «Amica», «Faces» und viele andere im Einsatz. Sie lebt in Grosswangen, wo sie auch den «Kunsthof» lanciert hat, eine Plattform für Kunstschaffende.

(Text: Mathias Haehl)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Warten | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Sep
7
11:00 vorm.11:00

Vernissage | Warten | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
7. September 2019

Warten
Judith Affolter, Miki Buckland, Peter Eckard, Regula Irmann, Peter Keller, Beat Müller, Sophie Plattner, Sabine Richner Rossi, Urs Schmid, Richard Spillmann, Ursula von Gunten, Dirk Wetzel, Janine Ziltener


© Peter Keller

© Peter Keller


«Warten» ist eine den Alltag durchdringende, grundlegende Erfahrung. Wir warten, bis der Computer hochgefahren ist, wir warten an der Ampel, wir warten auf das gute Bild, auf bessere Zeiten. Und weil wir einen grossen Teil unserer Zeit mit Warten verbringen, braucht es entsprechende Einrichtungen – die Diskretlinie, das Wartezimmer, die Warteschlaufe.

«Warten» impliziert, wie alle Wörter der Tätigkeit auch, das Vergehen der Zeit. Mehr noch als bei anderen Tätigkeiten geht es aber beim Warten nicht alleine um das Vergehen der Zeit, sondern ist das Bewusstsein für die Zeit selber, ihre Ausdehnung, ihr Anfang und Ende, zentral. Und Zeit ist natürlich auch gerade in der Fotografie unabdingbar; sie bestimmt mitunter das Wie und das Was der Bildgebung. «Meine Figuren sind eigentlich glücksträge, sie warten und lauern, bis ihnen etwas Schönes zustösst.» Was der Schriftsteller Wilhelm Genazino über seine literarischen Charaktere sagt, beschreibt auch dezidiert einen fotografischen Prozess: das Warten, bis etwas «passiert», d.h. bis sich das Objekt, die Situation, das Licht so im Bildausschnitt darstellen, damit ein gutes Bild gelingen kann. Und die Erfahrung des Gelingens wiederum löst ein Glücksgefühl aus, das auch körperlich spürbar sein kann.

Ausgehend von solchen Überlegungen haben die Teilnehmenden des BelleVue-«Atelier» Arbeiten entwickelt, die zum einen typische Orte und Situationen des Wartens zeigen, aber auch – übersetzt in sehr persönliche, poetische Bilder -, wie das Warten zu einer den Alltag, die Zeit prägenden Haltung wird.

Das «Atelier» ist ein bewährtes, jährlich neu gestaltetes Kernformat des BelleVue und bietet Interessierten die Möglichkeit, eine eigene Fotoarbeit zu entwickeln und mit professionellen FotografInnen und FotokünstlerInnen in Bezug auf gestalterische wie auch inhaltliche Fragestellungen zu diskutieren.

(Text: Bellevue - Ort für Fotografie, Basel)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden
Aug
22
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
22. August 2019

Einführung durch Margherita Guerra, Leiterin Fotofestival Lenzburg

Gute Gefühle
Elena Parris


more than ever!

more than ever!

Artistisch und virtuos

Einst brach Elena Parris kämpferisch Tabus, sie brüskierte und provozierte. Heute will die Schweizer Künstlerin immer noch Grenzen sprengen: Doch jetzt soll ihre Kundschaft mit Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen. Mit «Guten Gefühlen». Ein Gesicht blickt aus einem Rücken, eine gesichtslose Frau räkelt sich hinter Gitterstäben, man sieht Teile einer Blume – Stempel und Staubblätter geometrisch geordnet. Alles scheinbar zufällig komponiert und auf den ersten Blick züchtig. Doch halt, die Blumenkomposition ist der Ursprung allen Lebens: Vereinigung steht bevor. Und die Frauenbilder sind erotisch äusserst aufgeladen. Wie heisst doch eines? «It’s different behind». Dahinter ist alles ganz anders. Vielschichtig. Vielschichtigkeit, das ist das neue Thema von Elena Parris. Einst lancierte sie eine politisch und religiös gewagte Plakatkampagne, die zensiert wurde («the surprise collection»). Das war alles offensichtlich. Heute zeigt sie subtilere Werke. Die Künstlerin sagt: «Gegensätzliches, vordergründig Widersprüchliches und Mehrdeutigkeiten interessieren mich derzeit.» Der Grund? «Das lässt mehr Spielraum zur Interpretation.» Provokation mag bei den neuen Werken vorerst scheinbar fehlen, doch der Reiz zeigt sich beim zweiten Hinschauen. Es ist der Reiz des tieferen, längeren Blickes: Als Zuschauer möchte man die Vielschichtigkeit aufschlüsseln. Denn Parris' Fotos sind keine Momentaufnahmen, auf die sich heute viele Fotografen beschränken, sondern es sind durch das Übereinanderlegen verschiedener Schichten Bilder neuer Realitäten entstanden.

Elena Parris, die in den letzten Jahren weltweit ausstellte – von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich – sagt: «Ich habe eine Abneigung gegen das Zwanghafte, das um der Aufmerksamkeit Willen grotesk oder hässlich wirken will.» Kommerzielle Modeströmungen sind ihr überdies egal. Positives ist angesagt. Parris begründet: «Kaltblütiges, Grausames oder Trauriges gibt es doch schon zur Genüge.» Die eigenwillige Künstlerin betont: «Alle wollen wir doch sinnlich und charismatisch sein, aber viele Menschen können das nicht ausdrücken. Ich weiss nicht, ob mir das gelingt.» Bleibt die Frage, was Schönheit ist. Elena Parris dazu: «Das perfekte Bild hat viele Facetten, für mich gehören beispielgebende und unvergleichbare Attribute dazu. Artistisch und virtuos soll meine Fotografie sein. Nur dann wird ein Bild fantastisch wirken.» Das Publikum darf mit Elena Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – so kann die Künstlerin immer wieder neue Grenzen sprengen.

Elena Parris ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Nach einem Exkurs in das Studium der Architektur verschrieb sie sich der Fotografie. Sie studierte an der Uni Berlin bildende Kunst und arbeitete an der Seite verschiedener namhafter Fotografen wie Helmut Newton. Parris war an den Filmfestspielen in Cannes engagiert, arbeitete mit dem Topmodel Markus Schenkenberg für Werbekampagnen und war für Magazine wie «annabelle», «Massiv», «Amica», «Faces» und viele andere im Einsatz. Sie lebt in Grosswangen, wo sie auch den «Kunsthof» lanciert hat, eine Plattform für Kunstschaffende.

(Text: Mathias Haehl)

Veranstaltung ansehen →
Artist Talk | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Jun
23
2:00 nachm.14:00

Artist Talk | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel



Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Ketty Bertossis Bildserie «Tipo Due», die sie in ihrer sizilianischen Heimat realisiert hat, ist vordergründig eine Reportage über Migration und Herkunft. Darüber hinaus reflektiert die Arbeit aber auch ihre Rolle als Fotografin, die beobachtend zur Beobachteten wird.

In der Bildserie «Nuits Blanches» begleiten wir Joel Sames auf seinen fotografischen Streifzügen durch Paris an die Unorte des Elends, wo Flüchtlinge aus aller Welt gestrandet sind. Die Szenerien im diffusen Licht der Nacht, das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz verweisen auf die Gegensätzlichkeit von persönlichem Engagement und Empathie und der Gleichgültigkeit der Gesellschaft.

Timo Ullmann untersucht die Grenzen von Individualität angesichts technischer Regeln und kultureller Konventionen in der Bilderproduktion. Durch das Zusammenführen und Überlagern von analogen und digitalen Praktiken werden Mechanismen der Selbstrepräsentation angesichts der digitalen Durchdringung unserer Welt befragt.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Jun
16
zu 30. Juni

Ausstellung | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

  • BelleVue - Ort für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS


Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Ketty Bertossis Bildserie «Tipo Due», die sie in ihrer sizilianischen Heimat realisiert hat, ist vordergründig eine Reportage über Migration und Herkunft. Darüber hinaus reflektiert die Arbeit aber auch ihre Rolle als Fotografin, die beobachtend zur Beobachteten wird.

In der Bildserie «Nuits Blanches» begleiten wir Joel Sames auf seinen fotografischen Streifzügen durch Paris an die Unorte des Elends, wo Flüchtlinge aus aller Welt gestrandet sind. Die Szenerien im diffusen Licht der Nacht, das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz verweisen auf die Gegensätzlichkeit von persönlichem Engagement und Empathie und der Gleichgültigkeit der Gesellschaft.

Timo Ullmann untersucht die Grenzen von Individualität angesichts technischer Regeln und kultureller Konventionen in der Bilderproduktion. Durch das Zusammenführen und Überlagern von analogen und digitalen Praktiken werden Mechanismen der Selbstrepräsentation angesichts der digitalen Durchdringung unserer Welt befragt.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Jun
15
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel



Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Ketty Bertossis Bildserie «Tipo Due», die sie in ihrer sizilianischen Heimat realisiert hat, ist vordergründig eine Reportage über Migration und Herkunft. Darüber hinaus reflektiert die Arbeit aber auch ihre Rolle als Fotografin, die beobachtend zur Beobachteten wird.

In der Bildserie «Nuits Blanches» begleiten wir Joel Sames auf seinen fotografischen Streifzügen durch Paris an die Unorte des Elends, wo Flüchtlinge aus aller Welt gestrandet sind. Die Szenerien im diffusen Licht der Nacht, das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz verweisen auf die Gegensätzlichkeit von persönlichem Engagement und Empathie und der Gleichgültigkeit der Gesellschaft.

Timo Ullmann untersucht die Grenzen von Individualität angesichts technischer Regeln und kultureller Konventionen in der Bilderproduktion. Durch das Zusammenführen und Überlagern von analogen und digitalen Praktiken werden Mechanismen der Selbstrepräsentation angesichts der digitalen Durchdringung unserer Welt befragt.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel
Jun
7
zu 16. Juni

Ausstellung | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel


in situ | photo basel | Heuberg 24 | Basel
7. - 16. Juni 2019

Die Sammlerin - Isabelle Mège


Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon

Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon


Nach fünf erfolgreichen Kunstmessen hat sich die photo basel erfolgreich etabliert. Es ist unser Wunsch, auch in diesem Jahr parallel zur photo basel in der situ Reihe mit einer hochstehenden Ausstellung präsent zu sein und Basel als Photo-Stadt besser zu positionieren. Es ist uns gelungen die „i.collection“ von Isabelle Mège zeigen zu können.

Isabelle Mège, genannt „i“, hat für ca. 80 zeitgenössische Photographen posiert. Dieses Abenteuer erstreckte sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. In der Tat posierte sie nicht, sondern ist mit den Photographen in einen Dialog getreten. Isabelle startete das Projekt 1987 und ist 20 Jahre lang auf der Suche nach Photographen. Dieser Wille ist der Beweis für das Gefühl der Notwendigkeit, etwas aufzubauen, eine Spur zu hinterlassen – ein Ansatz den man heute als „Performancekunst“ bezeichnen könnte. Ihr Gesicht, ihr Körper, ihre Silhouette nehmen vor dem Objektiv der Photographen die verschiedensten Facetten an. Alle diese Photographien offenbaren dem Betrachte die verschiedenen Persönlichkeiten der Photographen sowie die zahlreichen Facetten des dargestellten Körpers. Somit gelang es ihr, eine beeindruckende Sammlung von Bildern ihres Körpers und zugleich von zeitgenössischen Photographien zusammenzustellen.

Wir freuen und sehr, Ihnen diese kurze aber inspirierende Ausstellung im Raum für Kunst zeigen zu können Es sind ca. 60 Arbeiten zu sehen, die alle auch käuflich erworben werden können.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel
Jun
6
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel


in situ | photo basel | Heuberg 24 | Basel
6. Juni 2019

Die Sammlerin - Isabelle Mège


Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon

Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon


Nach fünf erfolgreichen Kunstmessen hat sich die photo basel erfolgreich etabliert. Es ist unser Wunsch, auch in diesem Jahr parallel zur photo basel in der situ Reihe mit einer hochstehenden Ausstellung präsent zu sein und Basel als Photo-Stadt besser zu positionieren. Es ist uns gelungen die „i.collection“ von Isabelle Mège zeigen zu können.

Isabelle Mège, genannt „i“, hat für ca. 80 zeitgenössische Photographen posiert. Dieses Abenteuer erstreckte sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. In der Tat posierte sie nicht, sondern ist mit den Photographen in einen Dialog getreten. Isabelle startete das Projekt 1987 und ist 20 Jahre lang auf der Suche nach Photographen. Dieser Wille ist der Beweis für das Gefühl der Notwendigkeit, etwas aufzubauen, eine Spur zu hinterlassen – ein Ansatz den man heute als „Performancekunst“ bezeichnen könnte. Ihr Gesicht, ihr Körper, ihre Silhouette nehmen vor dem Objektiv der Photographen die verschiedensten Facetten an. Alle diese Photographien offenbaren dem Betrachte die verschiedenen Persönlichkeiten der Photographen sowie die zahlreichen Facetten des dargestellten Körpers. Somit gelang es ihr, eine beeindruckende Sammlung von Bildern ihres Körpers und zugleich von zeitgenössischen Photographien zusammenzustellen.

Wir freuen und sehr, Ihnen diese kurze aber inspirierende Ausstellung im Raum für Kunst zeigen zu können Es sind ca. 60 Arbeiten zu sehen, die alle auch käuflich erworben werden können.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden
Mai
24
zu 6. Juli

Ausstellung | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
24. Mai - 6. Juli 2019

Letzter Vorhang
Anna Lehmann-Brauns


Garderobe Theater Kudamm, 2018

Garderobe Theater Kudamm, 2018


Letzter Vorhang
Im Mai 2018 fiel der letzte Vorhang in den beiden Spielstätten Komödie und Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Nach jahrelangem und erbittertem Kampf begannen im Juni 2018 die Abrissarbeiten. Das von Theater-Architekt Oskar Kaufmann in den zwanziger Jahren entworfene Gebäude-Ensemble gibt es nun nicht mehr. Oskar Kaufmann stammt aus einer jüdischen Familie und hat in Berlin eine Reihe von Theaterbauten realisiert:, u.a. das Hebbeltheater, das Renaissance-Theater und die Kudamm-Bühnen. Bei einer Führung durch die beiden Häuser, durch die Garderoben, die Maske, die Requisite, beim Blick in die kleinen Logen usw., wurde mir noch mal die ganze Pracht und Schönheit dieser wunderbaren Orte vor Augen geführt. Von den roten Samtbestuhlungen, über das cremefarbene Interieur, die unzähligen Kristallüster in allen Grössen - um nur einige wenige Details zu nennen – atmete dieses Haus Geschichte.  Hier, wo Max Reinhardt gewirkt hat, wo Brecht- und Weill-Stücke uraufgeführt wurden, wo neben vielen anderen Inge Meysel, Harald Juhnke, Günter Pfitzmann und Katharina Thalbach über viele Jahre hinweg Abend für Abend spielten, wird nun eine weitere Shopping-Meile entstehen. In den Gesprächen schien es, als könnten die Mitarbeiter es alle noch nicht recht fassen. Zwischen Schockstarre und Anerkennung des Unvermeidbaren harrten sie der Dinge, die da kamen. Leider konnte keiner diese unverständliche Entscheidung eines externen Investors abwenden, die Option auf Denkmalschutz für die Häuser hatte sich die Stadt Berlin in den achtziger Jahren abkaufen lassen. Ich bekam allerdings die Möglichkeit den Schmelz dieses wunderbaren Ensembles noch ein Mal in meinen fotografischen Bildern festzuhalten. Von Dez 17 bis Mai 18 fotografierte ich mit gleichbleibender Regelmässigkeit jede Woche in den beiden Häusern und begleitete auch den beginnenden Abbau. Ich lernte viel über die Architektur der Häuser, die Künstler berichteten beispielsweise von der nach wie vor fantastischen Akustik der Theaterbauten. So fotografierte ich auch am Morgen nach der Nacht der buntschillernden Abschiedsparty: Goldflitter bedeckt den Bühnenboden und die aufgelöste Fin-de-Siecle-Stimmung hängt noch im Raum. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Raum als Ort der subjektiven und kollektiven Erinnerung. Meine Räume sind menschenleer und verweisen doch auf Ihre Bewohner. Ich arbeite mit Stativ und einer analogen Mittelformat-Kamera. Auch spärlich beleuchtete Räume lassen sich so in ihrem präzisen Glanz und in ihrer Farbigkeit abbilden. Meine fotografischen Bilder sind keine Dokumentationen, sondern der Versuch bestimmte Stimmungen festzuhalten. So standen die Bühnen am Kudamm auch für den freien Geist des alten Kudamms, für die Zwanziger Jahre und für eine Schauspieler-Generation die unseren Kindern nichts mehr sagen wird. Dass die beiden Bühnen abgerissen wurden, ist aktive Zerstörung von Kulturgut und steht sinnbildlich für viele falsche Entscheidungen, die durch Investoren ohne Geist aber mit viel Geld in dieser Stadt möglich werden.

Anna Lehmann-Brauns Geboren ist Anna Lehmann-Brauns 1968 in Berlin. Sie ist Absolventin der Meisterklasse von Joachim Brohm, Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Lehmann-Brauns Fotografien sind heutzutage international bekannt. Im Mai 2009 wurden ihre Werke auf dem New York Photo Festival präsentiert. Bereits 1997 war der Galerist Sascha Laue auf Lehmann-Brauns Arbeiten aufmerksam geworden.

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden
Mai
23
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
23. Mai 2019

Letzter Vorhang
Anna Lehmann-Brauns


Garderobe Theater Kudamm, 2018

Garderobe Theater Kudamm, 2018


Letzter Vorhang
Im Mai 2018 fiel der letzte Vorhang in den beiden Spielstätten Komödie und Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Nach jahrelangem und erbittertem Kampf begannen im Juni 2018 die Abrissarbeiten. Das von Theater-Architekt Oskar Kaufmann in den zwanziger Jahren entworfene Gebäude-Ensemble gibt es nun nicht mehr. Oskar Kaufmann stammt aus einer jüdischen Familie und hat in Berlin eine Reihe von Theaterbauten realisiert:, u.a. das Hebbeltheater, das Renaissance-Theater und die Kudamm-Bühnen. Bei einer Führung durch die beiden Häuser, durch die Garderoben, die Maske, die Requisite, beim Blick in die kleinen Logen usw., wurde mir noch mal die ganze Pracht und Schönheit dieser wunderbaren Orte vor Augen geführt. Von den roten Samtbestuhlungen, über das cremefarbene Interieur, die unzähligen Kristallüster in allen Grössen - um nur einige wenige Details zu nennen – atmete dieses Haus Geschichte.  Hier, wo Max Reinhardt gewirkt hat, wo Brecht- und Weill-Stücke uraufgeführt wurden, wo neben vielen anderen Inge Meysel, Harald Juhnke, Günter Pfitzmann und Katharina Thalbach über viele Jahre hinweg Abend für Abend spielten, wird nun eine weitere Shopping-Meile entstehen. In den Gesprächen schien es, als könnten die Mitarbeiter es alle noch nicht recht fassen. Zwischen Schockstarre und Anerkennung des Unvermeidbaren harrten sie der Dinge, die da kamen. Leider konnte keiner diese unverständliche Entscheidung eines externen Investors abwenden, die Option auf Denkmalschutz für die Häuser hatte sich die Stadt Berlin in den achtziger Jahren abkaufen lassen. Ich bekam allerdings die Möglichkeit den Schmelz dieses wunderbaren Ensembles noch ein Mal in meinen fotografischen Bildern festzuhalten. Von Dez 17 bis Mai 18 fotografierte ich mit gleichbleibender Regelmässigkeit jede Woche in den beiden Häusern und begleitete auch den beginnenden Abbau. Ich lernte viel über die Architektur der Häuser, die Künstler berichteten beispielsweise von der nach wie vor fantastischen Akustik der Theaterbauten. So fotografierte ich auch am Morgen nach der Nacht der buntschillernden Abschiedsparty: Goldflitter bedeckt den Bühnenboden und die aufgelöste Fin-de-Siecle-Stimmung hängt noch im Raum. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Raum als Ort der subjektiven und kollektiven Erinnerung. Meine Räume sind menschenleer und verweisen doch auf Ihre Bewohner. Ich arbeite mit Stativ und einer analogen Mittelformat-Kamera. Auch spärlich beleuchtete Räume lassen sich so in ihrem präzisen Glanz und in ihrer Farbigkeit abbilden. Meine fotografischen Bilder sind keine Dokumentationen, sondern der Versuch bestimmte Stimmungen festzuhalten. So standen die Bühnen am Kudamm auch für den freien Geist des alten Kudamms, für die Zwanziger Jahre und für eine Schauspieler-Generation die unseren Kindern nichts mehr sagen wird. Dass die beiden Bühnen abgerissen wurden, ist aktive Zerstörung von Kulturgut und steht sinnbildlich für viele falsche Entscheidungen, die durch Investoren ohne Geist aber mit viel Geld in dieser Stadt möglich werden.

Anna Lehmann-Brauns Geboren ist Anna Lehmann-Brauns 1968 in Berlin. Sie ist Absolventin der Meisterklasse von Joachim Brohm, Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Lehmann-Brauns Fotografien sind heutzutage international bekannt. Im Mai 2009 wurden ihre Werke auf dem New York Photo Festival präsentiert. Bereits 1997 war der Galerist Sascha Laue auf Lehmann-Brauns Arbeiten aufmerksam geworden.

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau
Mai
18
zu 11. Aug.

Ausstellung | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau


Aargauer Kunsthaus | Aarau
18. Mai - 11. August 2019

Herbst im Paradies
Jean-Luc Mylayne


Jean-Luc Mylayne   N° 96, Août 1990 à Décembre 1991  128 x 128 cm © Jean-Luc Mylayne

Jean-Luc Mylayne
N° 96, Août 1990 à Décembre 1991
128 x 128 cm
© Jean-Luc Mylayne


Die Ausstellung Jean-Luc Mylayne gewährt einen Einblick in das Schaffen des aussergewöhnlichen internationalen Künstlers Jean-Luc Mylayne (*1946, in Frankreich). Vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA folgen der Fotograf und seine Partnerin einer künstlerischen Arbeit die gleichermassen radikal wie poetisch ist.

Vom ersten Bild aus dem Jahre 1976 an kreist sein Schaffen ausschliesslich um die Begegnung mit Vögeln. Der Vogel ist dabei sowohl Protagonist der sorgsam konstruierten Szenen, wie auch konzeptueller Partner auf Augenhöhe.

Das Aargauer Kunsthaus präsentiert Jean-Luc Mylaynes erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Fondation Vincent van Gogh in Arles, wo die Schau vom 17.11.2018 bis 10.2.2019 zu sehen ist. Sie vereint ein thematisch gegliedertes Ensemble von Werken, die zwischen 1979 und 2008 entstanden sind.

(Text: Aargauer Kunsthaus)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau
Mai
17
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau


Aargauer Kunsthaus | Aarau
17. Mai 2019

Herbst im Paradies
Jean-Luc Mylayne


Jean-Luc Mylayne   N° 96, Août 1990 à Décembre 1991  128 x 128 cm © Jean-Luc Mylayne

Jean-Luc Mylayne
N° 96, Août 1990 à Décembre 1991
128 x 128 cm
© Jean-Luc Mylayne


Die Ausstellung Jean-Luc Mylayne gewährt einen Einblick in das Schaffen des aussergewöhnlichen internationalen Künstlers Jean-Luc Mylayne (*1946, in Frankreich). Vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA folgen der Fotograf und seine Partnerin einer künstlerischen Arbeit die gleichermassen radikal wie poetisch ist.

Vom ersten Bild aus dem Jahre 1976 an kreist sein Schaffen ausschliesslich um die Begegnung mit Vögeln. Der Vogel ist dabei sowohl Protagonist der sorgsam konstruierten Szenen, wie auch konzeptueller Partner auf Augenhöhe.

Das Aargauer Kunsthaus präsentiert Jean-Luc Mylaynes erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Fondation Vincent van Gogh in Arles, wo die Schau vom 17.11.2018 bis 10.2.2019 zu sehen ist. Sie vereint ein thematisch gegliedertes Ensemble von Werken, die zwischen 1979 und 2008 entstanden sind.

(Text: Aargauer Kunsthaus)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Sein und Schein - Henry Leutwyler | Stapferhaus | Lenzburg
Mai
17
zu 7. Juli

Ausstellung | Sein und Schein - Henry Leutwyler | Stapferhaus | Lenzburg


Stapherhaus | Lenzburg
17. Mai - 7. Juli 2019

Schein und Sein
Henry Leutwyler


Misty Copelan

Misty Copelan

Das Stapferhaus beleuchtet das Thema FAKE in all seinen Facetten. Neben der Ausstellung «FAKE. Die ganze Wahrheit» ist der Starfotograf Henry Leutwyler ab dem 17. Mai für einen Monat mit der Werkschau «Schein und Sein» zu Gast.

Leutwyler hat die grössten Stars unserer Zeit fotografiert, als erster mit seiner Kamera hinter die Kulissen des New York City Ballet geblickt und Michael Jacksons verlassenes Neverland fotografiert. Er hat auf den grossen Bühnen nebst dem Schein auch das Alltägliche eingefangen und das Gewöhnliche ins Scheinwerferlicht gerückt.

Henry Leutwyler ist 15-jährig, als er in den 1970ern aus dem beschaulichen Lenzburg in die Romandie zieht, später nach Paris und zuletzt nach New York, wo er seit 25 Jahren lebt. Mit «Schein und Sein» kehrt Leutwyler in seine alte Heimat zurück und zeigt erstmals Auftrags- fotografien neben persönlichen Arbeiten – ergänzt mit gesammelten Erinnerungen an seine Zeit in Lenzburg.

Im Rahmen des Fotofestivals Lenzburg und in Zusammenarbeit mit dem Musée des beaux-arts Le Locle.

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | "Ist halt so!" - Katharina Hasler | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Mai
12
zu 2. Juni

Ausstellung | "Ist halt so!" - Katharina Hasler | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

  • BelleVue - Ort für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

Bellevue - Ort für Fotografie | Basel
12. Mai - 2. Juni 2019

“Ist halt so!”
Katharina Hasler


Ist halt so | Katharina Hasler

Ist halt so | Katharina Hasler


Im Rahmen von "Zeit für..." präsentiert BelleVue die Ausstellung Ist halt so! von Katharina Halser, in der sich zwei Werkgruppen gegenüberstehen.

Das Projekt "under my skin", welches Katharina Halser 2016 in Berlin und London realisierte, bietet Einblicke in ein Krankenhaus, wo sie selbst schon oft operiert wurde. In dieser sehr persönlichen Arbeit kontrastiert die Fotografin die sterile Realität einer Klinik, eine von Nüchternheit geprägte und in kalte Farben getauchte Welt, mit dem Mensch-Sein und der ihr als Patientin innewohnenden komplexen Sensibilität.

Dem gegenüber stehen Fotografien aus einer bislang unveröffentlichten U-Bahn-Serie, an der Katharina Halser aktuell arbeitet. "What are you looking at?" zeigt Fotografien, die direkt und konfrontativ sind. Die Künstlerin dokumentiert mit teils versteckter Kamera die Blicke anderer und hinterfragt somit die Selbst- und Fremdwahrnehmung im öffentlichen Raum.

Ergänzend zeigt Katharina Halser in der Ausstellung zwei Werke ihres malerischen Schaffens und weitere Fotografien, die ihr wichtig sind. Diese dritte Bildgruppe steht auch für die Ruhe und Energie, die sie in ihrer künstlerischen Arbeit findet.

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Schwarzland - Roland Schmid | Restaurant "Zum Schmale Wurf" | Basel
Mai
5
zu 22. Mai

Ausstellung | Schwarzland - Roland Schmid | Restaurant "Zum Schmale Wurf" | Basel

  • Restaurant "Zum Schmalen Wurf" (Karte)
  • Google Kalender ICS

Restaurant “Zum Schmalen Wurf” | Basel
5. - 22. Mai 2019

Schwarzland
Roland Schmid


NHGK Stahlwerk Ostrava, Tschechien 2006

NHGK Stahlwerk Ostrava, Tschechien 2006


Seit Bald 30 Jahren bereist der Basler Fotograf Roland Schmid (geb. 1966) die Länder jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs, um den gesellschaftlichen Wandel nach dem Kollaps des Ostblocks zu dokumentieren. Zunächst getrieben von der eigenen Neugier und dem Aroma der Länder, die vor 1989 nur mit einschränkenden Auflagen - schliesslich handelte es sich um totalitäre Systeme - zu bereisen waren, fand er sich bald inmitten von Menschen wieder, die sich in ihrer neu erlangten Freiheit behaupten mussten. Alte Werte wurden in Frage gestellt, das plötzliche Auftauchen der freien Marktwirtschaft traf viele unvorbereitet.

Die Schwerindustrie, ein Schlüsselindustrie im ehemaligen Osteuropa, traf es besonders hart. Die Produktionsmethoden waren veraltet, andere Länder, wie China, produzierten bald kostengünstiger.

Die Bilder entstanden in der Krisenzeit der Schwerindustrie in der Tschechischen Republik. In rieseigen Fabrikhallen fanden noch eine Handvoll Arbeiter Beschäftigung, viele andere Werke mussten schliessen.

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Schwarzland - Roland Schmid | Restaurant "Zum Schmale Wurf" | Basel
Mai
4
3:00 nachm.15:00

Vernissage | Schwarzland - Roland Schmid | Restaurant "Zum Schmale Wurf" | Basel



NHGK Stahlwerk Ostrava, Tschechien 2006

NHGK Stahlwerk Ostrava, Tschechien 2006


Seit Bald 30 Jahren bereist der Basler Fotograf Roland Schmid (geb. 1966) die Länder jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs, um den gesellschaftlichen Wandel nach dem Kollaps des Ostblocks zu dokumentieren. Zunächst getrieben von der eigenen Neugier und dem Aroma der Länder, die vor 1989 nur mit einschränkenden Auflagen - schliesslich handelte es sich um totalitäre Systeme - zu bereisen waren, fand er sich bald inmitten von Menschen wieder, die sich in ihrer neu erlangten Freiheit behaupten mussten. Alte Werte wurden in Frage gestellt, das plötzliche Auftauchen der freien Marktwirtschaft traf viele unvorbereitet.

Die Schwerindustrie, ein Schlüsselindustrie im ehemaligen Osteuropa, traf es besonders hart. Die Produktionsmethoden waren veraltet, andere Länder, wie China, produzierten bald kostengünstiger.

Die Bilder entstanden in der Krisenzeit der Schwerindustrie in der Tschechischen Republik. In rieseigen Fabrikhallen fanden noch eine Handvoll Arbeiter Beschäftigung, viele andere Werke mussten schliessen.

Veranstaltung ansehen →
Artist Talk | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Apr
6
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
6. April 2019

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

Veranstaltung ansehen →
Photostream #43 | Olten
Apr
1
8:15 nachm.20:15

Photostream #43 | Olten


Photostream #43 | Olten
1. April 2019

Michel Jaussi und Verena Sala


Samba Touré | © Verena Sala

Samba Touré | © Verena Sala


Michel Jaussi einer der bekanntesten Landschaftsfotografen der Schweiz. Seine Arbeiten sind zur Zeit überall zu sehen (z.B. Plakate für Swisscom, Video für NAB) und beeindrucken durch technische Perfektion und eigenen Stil.

Verena Sala tauchte vor drei Jahren wortwörtlich auf: Nachdem sie sich lange Zeit vor allem der Unterwasserfotografie widmete, entdeckte sie vor rund drei Jahren die Konzertfotografie und brachte es innert kürzester Zeit so weit, sehr gefragt und bekannt zu sein in diesem Metier.

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Mär
23
zu 4. Mai

Ausstellung | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

  • Galerie Monika Wertheimer (Karte)
  • Google Kalender ICS

Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
23. März - 4. Mai 2019

janguru
Kostas Maros


Bild_2.jpg

apan ist ein Land fantastischer Kontraste: uralte Tempel und futuristische Städte, in Nebel gehüllte Hügel und moderne Hochgeschwindigkeitszüge, Dörfer mit strohgedeckten Häusern und in Neonlicht getauchte Grossstadtdschungel. Obwohl die Japaner Meister in der Entwicklung und Anwendung moderner Technologien sind, besitzen sie eine tief empfundene Verbindung zur Natur und eine enge Beziehung zu den Jahreszeiten. Im Land der aufgehenden Sonne existieren Jung und Alt, Moderne und Tradition gleichberechtigt Seite an Seite. Es ist ein Ort der Möglichkeiten, der die Balance zwischen Tradition und Fortschritt hält. Eine Nation, die für neue Entdeckungen offen ist. Japaner sind Meister der Zukunft und Hüter der Vergangenheit.

Diese Arbeit soll kein Versuch sein, Japan zu verstehen, aber lässt sich leiten von persönlichen, visuellen Eindrücken. Mein Augenmerk führt mich dabei vom Beton- und Grossstadtdschungel der Megalopolen in das Baummeer Fuji no jukai, dem Aokigahara Wald, direkt unter dem berühmtesten Vulkan Japans, dem heiligen Berg Fujisan, dem Tor zum Himmel. Zwischen dem Grosstadtdschungel der Megacities, der eine faszinierende, bedrohliche, geheimnisvolle und undurchdringliche Atmosphäre transportiert und dem Aokigahara Baummeer, einem weitläufigen und dichten Wald in der Präfektur Yamanashi, entdecke ich Zusammenhänge und Parallelen.

Der Alltag in der Menschenmasse der Mega-City Tokio scheint anonym und angepasst. Japan ist ein einsames Land, wenn man es will: Es ist unaufdringlich und sanft. Tiefere Gefühle scheinen die Japaner selten zu zeigen. Vor allem negative wie Zorn, Trauer und Enttäuschung werden traditionell je nach Alter oft nur dem engeren Familienkreis offenbart. Um in der Gesellschaft nicht aufzufallen, zeigen viele Japaner in der Öffentlichkeit nicht ihr wahres Gesicht. Nur drei Stunden von Tokio entfernt, am Fusse des Mount Fuji, dringe ich in das dichte Baummeer Aokigahara ein. Der üppig mit Moos und Farn überwucherte Waldgrund und die an vielen Stellen herunterhängenden Moosgruppen verleihen dem Waldinneren ein urzeitliches Aussehen. Es offenbart sich ein prosaischer Anblick. Nach wenigen Metern im Wald umfängt den Wanderer die scheinbare Endlosigkeit der Natur. Allein ein Ausbruch des Mount Fuji könnte hier den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen kurzzeitig unterbrechen. In der breiten Öffentlichkeit und den westlichen Medien ist der Aokigahara Wald bekannt, weil viele Japaner diesen Wald als perfekten Ort zum Sterben ansehen und er häufig als Suizidstätte gewählt wird. Janguru bedeutet Dschungel, Dickicht auf Japanisch. Sowohl der Grossstadtdschungel Tokios als auch das Baummeer unter dem Mount Fuji üben eine grosse Anziehungskraft auf mich aus, aber vermitteln mir auch ein gewisses Gefühl von Isolation und Einsamkeit.

(Text: Galerie Monika Wertheimer, Oberwil)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Mär
22
5:00 nachm.17:00

Vernissage | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil


Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
22. März 2019

janguru
Kostas Maros


Bild_2.jpg

apan ist ein Land fantastischer Kontraste: uralte Tempel und futuristische Städte, in Nebel gehüllte Hügel und moderne Hochgeschwindigkeitszüge, Dörfer mit strohgedeckten Häusern und in Neonlicht getauchte Grossstadtdschungel. Obwohl die Japaner Meister in der Entwicklung und Anwendung moderner Technologien sind, besitzen sie eine tief empfundene Verbindung zur Natur und eine enge Beziehung zu den Jahreszeiten. Im Land der aufgehenden Sonne existieren Jung und Alt, Moderne und Tradition gleichberechtigt Seite an Seite. Es ist ein Ort der Möglichkeiten, der die Balance zwischen Tradition und Fortschritt hält. Eine Nation, die für neue Entdeckungen offen ist. Japaner sind Meister der Zukunft und Hüter der Vergangenheit.

Diese Arbeit soll kein Versuch sein, Japan zu verstehen, aber lässt sich leiten von persönlichen, visuellen Eindrücken. Mein Augenmerk führt mich dabei vom Beton- und Grossstadtdschungel der Megalopolen in das Baummeer Fuji no jukai, dem Aokigahara Wald, direkt unter dem berühmtesten Vulkan Japans, dem heiligen Berg Fujisan, dem Tor zum Himmel. Zwischen dem Grosstadtdschungel der Megacities, der eine faszinierende, bedrohliche, geheimnisvolle und undurchdringliche Atmosphäre transportiert und dem Aokigahara Baummeer, einem weitläufigen und dichten Wald in der Präfektur Yamanashi, entdecke ich Zusammenhänge und Parallelen.

Der Alltag in der Menschenmasse der Mega-City Tokio scheint anonym und angepasst. Japan ist ein einsames Land, wenn man es will: Es ist unaufdringlich und sanft. Tiefere Gefühle scheinen die Japaner selten zu zeigen. Vor allem negative wie Zorn, Trauer und Enttäuschung werden traditionell je nach Alter oft nur dem engeren Familienkreis offenbart. Um in der Gesellschaft nicht aufzufallen, zeigen viele Japaner in der Öffentlichkeit nicht ihr wahres Gesicht. Nur drei Stunden von Tokio entfernt, am Fusse des Mount Fuji, dringe ich in das dichte Baummeer Aokigahara ein. Der üppig mit Moos und Farn überwucherte Waldgrund und die an vielen Stellen herunterhängenden Moosgruppen verleihen dem Waldinneren ein urzeitliches Aussehen. Es offenbart sich ein prosaischer Anblick. Nach wenigen Metern im Wald umfängt den Wanderer die scheinbare Endlosigkeit der Natur. Allein ein Ausbruch des Mount Fuji könnte hier den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen kurzzeitig unterbrechen. In der breiten Öffentlichkeit und den westlichen Medien ist der Aokigahara Wald bekannt, weil viele Japaner diesen Wald als perfekten Ort zum Sterben ansehen und er häufig als Suizidstätte gewählt wird. Janguru bedeutet Dschungel, Dickicht auf Japanisch. Sowohl der Grossstadtdschungel Tokios als auch das Baummeer unter dem Mount Fuji üben eine grosse Anziehungskraft auf mich aus, aber vermitteln mir auch ein gewisses Gefühl von Isolation und Einsamkeit.

(Text: Galerie Monika Wertheimer, Oberwil)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
22
zu 4. Mai

Ausstellung | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
22. März - 4. Mai 2019

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
21
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
21. März 2019

Einführung durch Daniel Blochwitz, Kurator photo basel

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Feb
3
zu 24. Feb.

Ausstellung | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

  • BelleVue – Ort für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
3. - 24. Februar 2019

Kristalle im Tau
Wilma Leskowitsch


© Wilma Leskowitsch

© Wilma Leskowitsch


Zum Auftakt der Ausstellungsreihe «Zeit für: junge Positionen der Fotografie» präsentiert BelleVue Wilma Leskowitschs Arbeit «Kristalle im Tau». Darin macht sich Leskowitsch, Nachfahrin deutschstämmiger Russen aus dem Wolgagebiet, auf die Suche nach ihrer Herkunft, den Spuren ihrer Familie und ihrer Kultur. 

In früheren fotografischen Arbeiten zeigte Leskowitsch mehrheitlich die Geschichten anderer Menschen und deren Identität. Im Rahmen dieses persönlichen Projektes, das sie an der Danish School of Media and Journalism (Aarhus/Dänemark) realisierte, hat sie sich bewusst mit ihrer eigenen Herkunft auseinandergesetzt. Diese Spurensuche führte sie einerseits an die Wolga und andererseits nach Kasachstan. Dort musste sich die Familie nach der Rückkehr aus Sibirien, wohin sie unter Stalin während des Zweiten Weltkriegs deportiert worden war, eine neue Existenz aufbauen.

Die so entstandene Arbeit «Kristalle im Tau» – formal dem Genre der Fotoreportage zuzuordnen– ist ein präzises und emotionales Porträt einer abgelegenen, unbekannten Welt und der Menschen, die dort leben. Es geht darin um die Suche nach der eigenen Geschichte, um das Verharren im Ungewissen und die sich langsam herauskristallisierende Identität.

Wilma Leskowitsch wurde 1988 in der UdSSR, im heutigen Kasachstan, geboren. Anfang der 1990er-Jahre, als sie fünf Jahre alt war, übersiedelte ihre Familie nach Deutschland. Wilma Leskowitsch arbeitet als freie Fotojournalistin in Lörrach. Sie studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover und an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Sie absolvierte ein Praktikum bei DER SPIEGEL und arbeitet seither für verschiedene Medien und Unternehmen, v.a. im Bereich Reportage- und Portraitfotografie. In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich Leskowitsch mit dem Alltag von ethnischen Minderheiten, kulturellen Identitäten und den Konsequenzen kultureller Entwurzelung auseinander.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

 

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Feb
2
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
2. Februar 2019

Kristalle im Tau
Wilma Leskowitsch


© Wilma Leskowitsch

© Wilma Leskowitsch


Zum Auftakt der Ausstellungsreihe «Zeit für: junge Positionen der Fotografie» präsentiert BelleVue Wilma Leskowitschs Arbeit «Kristalle im Tau». Darin macht sich Leskowitsch, Nachfahrin deutschstämmiger Russen aus dem Wolgagebiet, auf die Suche nach ihrer Herkunft, den Spuren ihrer Familie und ihrer Kultur. 

In früheren fotografischen Arbeiten zeigte Leskowitsch mehrheitlich die Geschichten anderer Menschen und deren Identität. Im Rahmen dieses persönlichen Projektes, das sie an der Danish School of Media and Journalism (Aarhus/Dänemark) realisierte, hat sie sich bewusst mit ihrer eigenen Herkunft auseinandergesetzt. Diese Spurensuche führte sie einerseits an die Wolga und andererseits nach Kasachstan. Dort musste sich die Familie nach der Rückkehr aus Sibirien, wohin sie unter Stalin während des Zweiten Weltkriegs deportiert worden war, eine neue Existenz aufbauen.

Die so entstandene Arbeit «Kristalle im Tau» – formal dem Genre der Fotoreportage zuzuordnen– ist ein präzises und emotionales Porträt einer abgelegenen, unbekannten Welt und der Menschen, die dort leben. Es geht darin um die Suche nach der eigenen Geschichte, um das Verharren im Ungewissen und die sich langsam herauskristallisierende Identität.

Wilma Leskowitsch wurde 1988 in der UdSSR, im heutigen Kasachstan, geboren. Anfang der 1990er-Jahre, als sie fünf Jahre alt war, übersiedelte ihre Familie nach Deutschland. Wilma Leskowitsch arbeitet als freie Fotojournalistin in Lörrach. Sie studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover und an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Sie absolvierte ein Praktikum bei DER SPIEGEL und arbeitet seither für verschiedene Medien und Unternehmen, v.a. im Bereich Reportage- und Portraitfotografie. In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich Leskowitsch mit dem Alltag von ethnischen Minderheiten, kulturellen Identitäten und den Konsequenzen kultureller Entwurzelung auseinander.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

 

Veranstaltung ansehen →
Artist Talk | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden
Jan
19
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
19. Januar 2019

Zeitspuren
André Wagner


AW_F_806_1.001.jpg

Schwerpunkt künstlerische Arbeit
Charakteristisch für die Fotografien André Wagners ist seine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und Motiven seiner Bilder. Zeit und Metaphysik spielen dabei eine besondere Rolle. Er möchte Konventionen des (Weg-)Sehens und des gedanklichen, oft vorschnellen Einordnens brechen.

Sein Ausgangspunkt ist nicht die Wiederverzauberung der Welt, sondern die Wiedersichtbarmachung der noch immer existierenden magischen Momente, die zu Sehen in der heutigen rationalisierten Welt absichtlich verlernt werden. Für ihn sind diese Momente, die übrigens auch stundenlang anhalten können, besonders deutlich in Indien zu finden. Daher kehrt er seit 2004 immer wieder auf den indischen Subkontinent zurück und macht sich dort auf Spurensuche nach der Essenz dieser Kultur und ihrer Fundamente. 

Eine Brücke soll diese Kunst schlagen, die es ermöglicht, Abstraktes wie Spiritualität oder Erhabenheit im Gegenständlichen sichtbar zu machen. Allerdings will die Bildsprache des Künstlers weder predigen noch missionieren, sondern auf einem eher empathischen Level das Materielle mit dem Transzendentalen verbinden und das Unaussprechliche am menschlichen Dasein kommunizieren.

«Am aufgenommenen Bild manipuliere ich nicht mehr herum», ist André Wagner wichtig zu betonen. Seine Bilder werden nicht im Nachhinein durch Bildbearbeitung verfälscht. «Mein Photoshop ist die Zeit», sagt er.

Besonders beeindruckend zeigt sich das am Beispiel der Serie ‚Color Flow’, die er in Indien während des Holi Festivals aufnahm. Die Bilder, die über Stunden von dem bunten Treiben des heiligen Festes der Farben aufgenommen wurden, erinnern an abstrakte Malerei. «Als wenn ich in einem Gemälde stand beim Fotografieren», beschreibt André Wagner den Prozess, «und die Menschen waren die Pinsel».

In der Serie Color Flow treffen viele verschiedene Ebenen, die André Wagners Schaffen auszeichnen, aufeinander und verschmelzen wie die Menschen im Bild. Ähnlich wie auch bei dem Bild ‚Dimension Door‘ oder in der Serie ‚Sense of Purpose’ dokumentiert der Künstler eine im Verschwinden begriffene Welt der Götter und Dämonen, die in einem zweckrationellen westlichen Ordnungsdenken keinen Platz mehr hat. Sinnbildlich dafür stehen die mittlerweile geteerten Pilgerwege, deren Belag unter der Sonneneinstrahlung so heiss wird, dass die Gläubigen Schuhe tragen müssen - auf einem Weg, den sie seit Jahrtausenden barfuss bestritten haben.

Solcherart Rituale und heilige Orte stellen eine Verbindung zwischen Weltlichem und Spirituellem her, die André Wagner insbesondere mit Hilfe der Elemente sichtbar macht. Das Bild ‚virbrations’ beispielsweise nutzt Feuerwellen um auf die dem Ganges zugeschriebene Eigenschaft anzuspielen, Leiden zu lindern. Die wellenförmige Bewegung des Karma, die so bildlich festgehalten wird, spiegelt sich auch in den ‚Color Flow’ Bildern wider und zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des Fotografen.

Die Faszination mit dem Land Indien rührt indes nicht aus einer oberflächlichen Esoterik her, sondern aus einer eingehenden Beschäftigung mit Historie, Kultur und Religion des Landes. Sie kreuzt aber auch Punkte mit der eigenen ostdeutschen Biografie: „Es findet in Indien gerade ein Paradigmenwechsel statt. Ich befürchte, dass der ungeprüft übernommene westliche Lebensstil viel von dem verdrängen wird, was Indien als Kultur ausmacht.“

Dennoch soll seine Kunst nicht den Zeigefinger erheben, mahnen oder belehren. Sie soll lediglich das offene Gespräch suchen und Austausch über abstrakte Themen ermöglichen.

André Wagner
Der 1980 im sächsischen Burgstädt geborene André Wagner begann seine künstlerische Arbeit früh. Neben fotografischen Arbeiten, die im Jahr 2000 unter anderem beim Deutschen Jugendfotopreis im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen waren, entstanden schon während der Schulzeit zum Teil grossformatige Graffiti-Werke, unter anderem gemeinsam mit seinem damaligen Mitschüler, dem Maler Lars Teichmann. Weitere Aufträge im Bereich der Graffiti - Kunst folgten.

Über die Graffiti-Kunst und Street Art kam André Wagner zur Fotografie. Zwischen 1999 und 2001 machte er eine Ausbildung zum Fotografen und war seit 2002 als freier Fotograf tätig. In diesen Jahren arbeitete er hauptsächlich für Magazine wie den «Stern», den «Rolling Stone» oder «Geo», und porträtierte Künstler, Musiker und Sportler. Danach wendete er sich freien Projekten als Fotokünstler zu. In den folgenden Jahren nahm er an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Kunstgalerien, Museen und Kunstvereinen teil und stellte auf Kunstmessen im In- und Ausland aus.

2013 nahm er an der 55.Biennale von Venedig im Palazzo Bembo teil. Ebenfalls 2013 hatte André Wagner zwei Einzelausstellungen auf der «Kunst Zürich» wo er für den Zürcher «Advancement Art Award» nominiert wurde. 2014 wurde er von der «Photokina» in Köln eingeladen, ausgewählte Arbeiten seiner Monografie «Visions Of Time» in einer grossen Einzelausstellung zu zeigen. Im Jahr 2017 zeigte André Wagner zwei Museumsausstellungen im Museum Modern Art Altes Gaswerk Hünfeld und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, wo ein retrospektiv angelegter Querschnitt seiner Arbeiten zu sehen war. Ausserdem verwirklichte André Wagner auf Einladung mehrere Kunst am Bau-Projekte, wie etwa 2013 in Zürich in der Chirurgie und Handchirurgie FMH – oder für Mobimo Management eine grosse, mehrteilige Installation in dem Ensemble «Am Pfingstweidpark», ebenfalls in Zürich. Für die Düsseldorfer Boston Consulting Group installierte er eine 10 mal 5 Meter grosse Arbeit.

(Text: Galerie 94)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden
Jan
18
zu 2. März

Ausstellung | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
18. Januar - 2. März 2019

Zeitspuren
André Wagner


AW_F_7_1.002.jpg

Schwerpunkt künstlerische Arbeit
Charakteristisch für die Fotografien André Wagners ist seine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und Motiven seiner Bilder. Zeit und Metaphysik spielen dabei eine besondere Rolle. Er möchte Konventionen des (Weg-)Sehens und des gedanklichen, oft vorschnellen Einordnens brechen.

Sein Ausgangspunkt ist nicht die Wiederverzauberung der Welt, sondern die Wiedersichtbarmachung der noch immer existierenden magischen Momente, die zu Sehen in der heutigen rationalisierten Welt absichtlich verlernt werden. Für ihn sind diese Momente, die übrigens auch stundenlang anhalten können, besonders deutlich in Indien zu finden. Daher kehrt er seit 2004 immer wieder auf den indischen Subkontinent zurück und macht sich dort auf Spurensuche nach der Essenz dieser Kultur und ihrer Fundamente. 

Eine Brücke soll diese Kunst schlagen, die es ermöglicht, Abstraktes wie Spiritualität oder Erhabenheit im Gegenständlichen sichtbar zu machen. Allerdings will die Bildsprache des Künstlers weder predigen noch missionieren, sondern auf einem eher empathischen Level das Materielle mit dem Transzendentalen verbinden und das Unaussprechliche am menschlichen Dasein kommunizieren.

«Am aufgenommenen Bild manipuliere ich nicht mehr herum», ist André Wagner wichtig zu betonen. Seine Bilder werden nicht im Nachhinein durch Bildbearbeitung verfälscht. «Mein Photoshop ist die Zeit», sagt er.

Besonders beeindruckend zeigt sich das am Beispiel der Serie ‚Color Flow’, die er in Indien während des Holi Festivals aufnahm. Die Bilder, die über Stunden von dem bunten Treiben des heiligen Festes der Farben aufgenommen wurden, erinnern an abstrakte Malerei. «Als wenn ich in einem Gemälde stand beim Fotografieren», beschreibt André Wagner den Prozess, «und die Menschen waren die Pinsel».

In der Serie Color Flow treffen viele verschiedene Ebenen, die André Wagners Schaffen auszeichnen, aufeinander und verschmelzen wie die Menschen im Bild. Ähnlich wie auch bei dem Bild ‚Dimension Door‘ oder in der Serie ‚Sense of Purpose’ dokumentiert der Künstler eine im Verschwinden begriffene Welt der Götter und Dämonen, die in einem zweckrationellen westlichen Ordnungsdenken keinen Platz mehr hat. Sinnbildlich dafür stehen die mittlerweile geteerten Pilgerwege, deren Belag unter der Sonneneinstrahlung so heiss wird, dass die Gläubigen Schuhe tragen müssen - auf einem Weg, den sie seit Jahrtausenden barfuss bestritten haben.

Solcherart Rituale und heilige Orte stellen eine Verbindung zwischen Weltlichem und Spirituellem her, die André Wagner insbesondere mit Hilfe der Elemente sichtbar macht. Das Bild ‚virbrations’ beispielsweise nutzt Feuerwellen um auf die dem Ganges zugeschriebene Eigenschaft anzuspielen, Leiden zu lindern. Die wellenförmige Bewegung des Karma, die so bildlich festgehalten wird, spiegelt sich auch in den ‚Color Flow’ Bildern wider und zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des Fotografen.

Die Faszination mit dem Land Indien rührt indes nicht aus einer oberflächlichen Esoterik her, sondern aus einer eingehenden Beschäftigung mit Historie, Kultur und Religion des Landes. Sie kreuzt aber auch Punkte mit der eigenen ostdeutschen Biografie: „Es findet in Indien gerade ein Paradigmenwechsel statt. Ich befürchte, dass der ungeprüft übernommene westliche Lebensstil viel von dem verdrängen wird, was Indien als Kultur ausmacht.“

Dennoch soll seine Kunst nicht den Zeigefinger erheben, mahnen oder belehren. Sie soll lediglich das offene Gespräch suchen und Austausch über abstrakte Themen ermöglichen.

André Wagner
Der 1980 im sächsischen Burgstädt geborene André Wagner begann seine künstlerische Arbeit früh. Neben fotografischen Arbeiten, die im Jahr 2000 unter anderem beim Deutschen Jugendfotopreis im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen waren, entstanden schon während der Schulzeit zum Teil grossformatige Graffiti-Werke, unter anderem gemeinsam mit seinem damaligen Mitschüler, dem Maler Lars Teichmann. Weitere Aufträge im Bereich der Graffiti - Kunst folgten.

Über die Graffiti-Kunst und Street Art kam André Wagner zur Fotografie. Zwischen 1999 und 2001 machte er eine Ausbildung zum Fotografen und war seit 2002 als freier Fotograf tätig. In diesen Jahren arbeitete er hauptsächlich für Magazine wie den «Stern», den «Rolling Stone» oder «Geo», und porträtierte Künstler, Musiker und Sportler. Danach wendete er sich freien Projekten als Fotokünstler zu. In den folgenden Jahren nahm er an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Kunstgalerien, Museen und Kunstvereinen teil und stellte auf Kunstmessen im In- und Ausland aus.

2013 nahm er an der 55.Biennale von Venedig im Palazzo Bembo teil. Ebenfalls 2013 hatte André Wagner zwei Einzelausstellungen auf der «Kunst Zürich» wo er für den Zürcher «Advancement Art Award» nominiert wurde. 2014 wurde er von der «Photokina» in Köln eingeladen, ausgewählte Arbeiten seiner Monografie «Visions Of Time» in einer grossen Einzelausstellung zu zeigen. Im Jahr 2017 zeigte André Wagner zwei Museumsausstellungen im Museum Modern Art Altes Gaswerk Hünfeld und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, wo ein retrospektiv angelegter Querschnitt seiner Arbeiten zu sehen war. Ausserdem verwirklichte André Wagner auf Einladung mehrere Kunst am Bau-Projekte, wie etwa 2013 in Zürich in der Chirurgie und Handchirurgie FMH – oder für Mobimo Management eine grosse, mehrteilige Installation in dem Ensemble «Am Pfingstweidpark», ebenfalls in Zürich. Für die Düsseldorfer Boston Consulting Group installierte er eine 10 mal 5 Meter grosse Arbeit.

(Text: Galerie 94)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden
Jan
17
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
17. Januar 2019

Zeitspuren
André Wagner


AW_F_7_1.002.jpg

Schwerpunkt künstlerische Arbeit
Charakteristisch für die Fotografien André Wagners ist seine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und Motiven seiner Bilder. Zeit und Metaphysik spielen dabei eine besondere Rolle. Er möchte Konventionen des (Weg-)Sehens und des gedanklichen, oft vorschnellen Einordnens brechen.

Sein Ausgangspunkt ist nicht die Wiederverzauberung der Welt, sondern die Wiedersichtbarmachung der noch immer existierenden magischen Momente, die zu Sehen in der heutigen rationalisierten Welt absichtlich verlernt werden. Für ihn sind diese Momente, die übrigens auch stundenlang anhalten können, besonders deutlich in Indien zu finden. Daher kehrt er seit 2004 immer wieder auf den indischen Subkontinent zurück und macht sich dort auf Spurensuche nach der Essenz dieser Kultur und ihrer Fundamente. 

Eine Brücke soll diese Kunst schlagen, die es ermöglicht, Abstraktes wie Spiritualität oder Erhabenheit im Gegenständlichen sichtbar zu machen. Allerdings will die Bildsprache des Künstlers weder predigen noch missionieren, sondern auf einem eher empathischen Level das Materielle mit dem Transzendentalen verbinden und das Unaussprechliche am menschlichen Dasein kommunizieren.

«Am aufgenommenen Bild manipuliere ich nicht mehr herum», ist André Wagner wichtig zu betonen. Seine Bilder werden nicht im Nachhinein durch Bildbearbeitung verfälscht. «Mein Photoshop ist die Zeit», sagt er.

Besonders beeindruckend zeigt sich das am Beispiel der Serie ‚Color Flow’, die er in Indien während des Holi Festivals aufnahm. Die Bilder, die über Stunden von dem bunten Treiben des heiligen Festes der Farben aufgenommen wurden, erinnern an abstrakte Malerei. «Als wenn ich in einem Gemälde stand beim Fotografieren», beschreibt André Wagner den Prozess, «und die Menschen waren die Pinsel».

In der Serie Color Flow treffen viele verschiedene Ebenen, die André Wagners Schaffen auszeichnen, aufeinander und verschmelzen wie die Menschen im Bild. Ähnlich wie auch bei dem Bild ‚Dimension Door‘ oder in der Serie ‚Sense of Purpose’ dokumentiert der Künstler eine im Verschwinden begriffene Welt der Götter und Dämonen, die in einem zweckrationellen westlichen Ordnungsdenken keinen Platz mehr hat. Sinnbildlich dafür stehen die mittlerweile geteerten Pilgerwege, deren Belag unter der Sonneneinstrahlung so heiss wird, dass die Gläubigen Schuhe tragen müssen - auf einem Weg, den sie seit Jahrtausenden barfuss bestritten haben.

Solcherart Rituale und heilige Orte stellen eine Verbindung zwischen Weltlichem und Spirituellem her, die André Wagner insbesondere mit Hilfe der Elemente sichtbar macht. Das Bild ‚virbrations’ beispielsweise nutzt Feuerwellen um auf die dem Ganges zugeschriebene Eigenschaft anzuspielen, Leiden zu lindern. Die wellenförmige Bewegung des Karma, die so bildlich festgehalten wird, spiegelt sich auch in den ‚Color Flow’ Bildern wider und zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des Fotografen.

Die Faszination mit dem Land Indien rührt indes nicht aus einer oberflächlichen Esoterik her, sondern aus einer eingehenden Beschäftigung mit Historie, Kultur und Religion des Landes. Sie kreuzt aber auch Punkte mit der eigenen ostdeutschen Biografie: „Es findet in Indien gerade ein Paradigmenwechsel statt. Ich befürchte, dass der ungeprüft übernommene westliche Lebensstil viel von dem verdrängen wird, was Indien als Kultur ausmacht.“

Dennoch soll seine Kunst nicht den Zeigefinger erheben, mahnen oder belehren. Sie soll lediglich das offene Gespräch suchen und Austausch über abstrakte Themen ermöglichen.

André Wagner
Der 1980 im sächsischen Burgstädt geborene André Wagner begann seine künstlerische Arbeit früh. Neben fotografischen Arbeiten, die im Jahr 2000 unter anderem beim Deutschen Jugendfotopreis im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen waren, entstanden schon während der Schulzeit zum Teil grossformatige Graffiti-Werke, unter anderem gemeinsam mit seinem damaligen Mitschüler, dem Maler Lars Teichmann. Weitere Aufträge im Bereich der Graffiti - Kunst folgten.

Über die Graffiti-Kunst und Street Art kam André Wagner zur Fotografie. Zwischen 1999 und 2001 machte er eine Ausbildung zum Fotografen und war seit 2002 als freier Fotograf tätig. In diesen Jahren arbeitete er hauptsächlich für Magazine wie den «Stern», den «Rolling Stone» oder «Geo», und porträtierte Künstler, Musiker und Sportler. Danach wendete er sich freien Projekten als Fotokünstler zu. In den folgenden Jahren nahm er an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Kunstgalerien, Museen und Kunstvereinen teil und stellte auf Kunstmessen im In- und Ausland aus.

2013 nahm er an der 55.Biennale von Venedig im Palazzo Bembo teil. Ebenfalls 2013 hatte André Wagner zwei Einzelausstellungen auf der «Kunst Zürich» wo er für den Zürcher «Advancement Art Award» nominiert wurde. 2014 wurde er von der «Photokina» in Köln eingeladen, ausgewählte Arbeiten seiner Monografie «Visions Of Time» in einer grossen Einzelausstellung zu zeigen. Im Jahr 2017 zeigte André Wagner zwei Museumsausstellungen im Museum Modern Art Altes Gaswerk Hünfeld und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, wo ein retrospektiv angelegter Querschnitt seiner Arbeiten zu sehen war. Ausserdem verwirklichte André Wagner auf Einladung mehrere Kunst am Bau-Projekte, wie etwa 2013 in Zürich in der Chirurgie und Handchirurgie FMH – oder für Mobimo Management eine grosse, mehrteilige Installation in dem Ensemble «Am Pfingstweidpark», ebenfalls in Zürich. Für die Düsseldorfer Boston Consulting Group installierte er eine 10 mal 5 Meter grosse Arbeit.

(Text: Galerie 94)

Veranstaltung ansehen →
Ausstellung | C 41 - Claudio Rasano | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Jan
12
zu 9. Feb.

Ausstellung | C 41 - Claudio Rasano | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

  • Galerie Monika Wertheimer (Karte)
  • Google Kalender ICS

Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
12. Januar - 9. Februar 2019

C 41
Claudio Rasano


sample4.jpg

Auf seinen Streifzügen nimmt er Dinge war, an denen andere vorbeilaufen würden. Das meint er, sei seine grosse Stärke. Er fotografiert auch nicht gerne bei strahlendem Sonnenschein. Vielmehr taucht er seine Fotos in dieses unnachahmliche „Rasano-Licht“. Und so gehen dann von den Fotos dieser Zauber aus, ob er nun am Strand in Südafrika fotografiert oder einen Baum mit Gartenhäuschen im Schnee bei uns um die Ecke!

Mit den Portraits verfährt er genau gleich. Nie im künstlichen Licht, unverfälscht und in gewisser Weise nimmt er die Menschen „würdevoll“ auf.

Claudio Rasano,  1970  in  Basel  geboren,  ist  für  seine  Fotografien  mit  namhaften  Preisen  ausgezeichnet  worden,  u.a.  mit  dem Taylor  Wessing  Photographic  Portrait  Prize  der National Gallery London, dem European Publishers  Award  for  Photography  und  dem  American Photo Images of the Year. Seine Arbeiten waren international zu sehen, u.a. in der National Portrait Gallery London, in der Ausstellung der Hasselblad Masters Finalists, an den Fotobuchtagen in  den  Deichtorhallen  Hamburg,  in  Australian  Centre  for  Photography  in  Sydney,  an  der  PHotoEspaña in Madrid und in der Scottish National Gallery  in  Edinburgh. 

Claudio Rasano lebt und arbeitet in Basel.

(Text: Monika Wertheimer)

Veranstaltung ansehen →
Vernissage | C 41 - Claudio Rasano | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Jan
11
5:00 nachm.17:00

Vernissage | C 41 - Claudio Rasano | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil


Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
11. Januar 2019

C 41
Claudio Rasano


sample4.jpg

Auf seinen Streifzügen nimmt er Dinge war, an denen andere vorbeilaufen würden. Das meint er, sei seine grosse Stärke. Er fotografiert auch nicht gerne bei strahlendem Sonnenschein. Vielmehr taucht er seine Fotos in dieses unnachahmliche „Rasano-Licht“. Und so gehen dann von den Fotos dieser Zauber aus, ob er nun am Strand in Südafrika fotografiert oder einen Baum mit Gartenhäuschen im Schnee bei uns um die Ecke!

Mit den Portraits verfährt er genau gleich. Nie im künstlichen Licht, unverfälscht und in gewisser Weise nimmt er die Menschen „würdevoll“ auf.

Claudio Rasano,  1970  in  Basel  geboren,  ist  für  seine  Fotografien  mit  namhaften  Preisen  ausgezeichnet  worden,  u.a.  mit  dem Taylor  Wessing  Photographic  Portrait  Prize  der National Gallery London, dem European Publishers  Award  for  Photography  und  dem  American Photo Images of the Year. Seine Arbeiten waren international zu sehen, u.a. in der National Portrait Gallery London, in der Ausstellung der Hasselblad Masters Finalists, an den Fotobuchtagen in  den  Deichtorhallen  Hamburg,  in  Australian  Centre  for  Photography  in  Sydney,  an  der  PHotoEspaña in Madrid und in der Scottish National Gallery  in  Edinburgh. 

Claudio Rasano lebt und arbeitet in Basel.

(Text: Monika Wertheimer)

Veranstaltung ansehen →
Photostream Olten #39
Dez
3
8:15 nachm.20:15

Photostream Olten #39


Photostream Olten #39 | Galicia Bar | Olten
3. Dezember 2018

Kämpfe in Senegal und verlorene Plätze
Christian Bobst und Urban exploration photography (Deborah Sgier und Naomi Maeva Weber)


The Gris-gris Wrestlers of Senegal | Christian Bobst

The Gris-gris Wrestlers of Senegal | Christian Bobst

Christian Bobst aus Zürich und und das Duo „Urban exploration photography“ aus Olten (Deborah Sgier und Naomi Weber) zeigen auf der Leinwand im Galicia Olten Einblicke in Ihr fotografisches Schaffen und erzählen die Geschichten dazu.

Christian Bobst, der mit der Arbeit "The Gris-gris Wrestlers of Senegal" 2016 den zweiten Preis des World Press Awards in der Kategorie Sport gewann, zeigt Auszüge aus dieser beeindruckenden Reportage und eine neue Arbeit ebenfalls aus Senegal.

Die beiden Frauen von Urban exploration photography (Deborah Sgier und Naomi Maeva Weber) entführen uns in unheimliche Welten. Sie zeigen "lost places" vor allem aus unseren Nachbarländern Frankreich, Italien und Belgien.

(Text: Photostream Olten)

Veranstaltung ansehen →