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Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mai
12
11:30 vorm.11:30

Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
12. Mai 2019

Art Tour mit Esther Woerdehoff, Galerie Esther Woerdehoff und Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Apr
7
2:30 nachm.14:30

Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
7. April 2019

Art Tour mit Martin Jaeggi, Autor, Kurator und Dozent für Gegenwartskunst und Fotografie, Zürich und Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mär
24
11:30 vorm.11:30

Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
24. März 2019

Art Tour mit Reto Caduff, Verlag Sturm & Drang und Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Ausstellung | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mär
9
zu 12. Mai

Ausstellung | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
9. März - 12. Mai 2019

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Vernissage | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mär
8
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
8. März 2019

Begrüssung und Einführung
Otto Durrer, Präsident Verein Museum im Bellpark
Cyrill Wiget, Stadtpräsident Kriens
Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark
Esther Woerdehoff, Galerie Ester Woerdehoff

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Ausstellung | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug
Jan
26
zu 17. März

Ausstellung | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug


Kunsthaus Zug
26. Januar - 17. März 2019

Lukas Hoffmann


Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Vergessen, verwahrlost. Kühl, menschenleer und unbeseelt: Wenn Lukas Hoffmann (*1981) durch Berlin radelt, dann sind es Randgebiete, die seinen Blick fangen. In Steinhausen im Kanton Zug aufgewachsen, hat es ihn nach seinem Studium in Paris nach Berlin geführt. Hier lebt er, hier findet er seine Sujets. Unterführungen, Hausecken, Baustellen. Hoffmann mag das Karge. Er behandelt das Nebensächliche mit derartiger Umsicht, dass Blickwinkel, Belichtung und Bildausschnitt den analogen Arbeiten eine grosse Präsenz und ästhetische Qualität geben und sie über sich hinauswachsen, bis sie den Betrachter an Malerei erinnern. Die Brachen und urbanen Randgebiete, abgestanden, provisorisch, übersehen, füllen seine Bilder mit Leben an.

Hat Hoffmann auf seinem Streifzug einen Ort gefunden, den er gerne mag, dann kehrt er zurück. Er arbeitet langsam, akribisch. Wetter, Jahreszeit, Lichteinfall: dem Zufall überlässt er nichts, er ist ein Konstrukteur. Einer, der von Beginn weg analog gearbeitet hat, der seine Sache selbst macht, von der Dunkelkammer zur Vergrösserung und zur Rahmung. Ein Meister zudem der Techniken unterschiedlicher Kameras. Graustufen sind seine Klaviatur, er spielt sie bis seine Fotografien eine Flächigkeit oder Tiefe erhalten, wie er sie sich wünscht. Die Besucher des Kunsthaus Zug konnten Hoffmann schon mehrfach in Gruppenausstellungen erleben. Im Frühjahr nun wird er seine fotografische Position in einer grossen Einzelausstellung darlegen und neue Arbeiten aus den letzten Jahren erstmals in der Schweiz zeigen. Neben urbanen Architekturen sind es erste Beispiele aus einem Experiment: Er fängt Passanten mit einer portablen, grossen Kamera ein.

In Zusammenarbeit mit dem Photoforum Pasquart und mit Le Point du Jour wird die Ausstellung auch in Biel und in Cherbourg-en-Cotentin, Frankreich, gezeigt. Dazu erscheint eine dreisprachige Publikation im Verlag Spector Books, Leipzig.

Kuratiert von Matthias Haldemann

(Text: Kunsthaus Zug)

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Vernissage | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug
Jan
25
5:30 nachm.17:30

Vernissage | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug


Kunsthaus Zug
25. Januar 2019
Einführung durch Dr. Matthias Haldemann, Direktor und Dr. Marco Obrist, Sammlungskurator

Lukas Hoffmann


Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Vergessen, verwahrlost. Kühl, menschenleer und unbeseelt: Wenn Lukas Hoffmann (*1981) durch Berlin radelt, dann sind es Randgebiete, die seinen Blick fangen. In Steinhausen im Kanton Zug aufgewachsen, hat es ihn nach seinem Studium in Paris nach Berlin geführt. Hier lebt er, hier findet er seine Sujets. Unterführungen, Hausecken, Baustellen. Hoffmann mag das Karge. Er behandelt das Nebensächliche mit derartiger Umsicht, dass Blickwinkel, Belichtung und Bildausschnitt den analogen Arbeiten eine grosse Präsenz und ästhetische Qualität geben und sie über sich hinauswachsen, bis sie den Betrachter an Malerei erinnern. Die Brachen und urbanen Randgebiete, abgestanden, provisorisch, übersehen, füllen seine Bilder mit Leben an.

Hat Hoffmann auf seinem Streifzug einen Ort gefunden, den er gerne mag, dann kehrt er zurück. Er arbeitet langsam, akribisch. Wetter, Jahreszeit, Lichteinfall: dem Zufall überlässt er nichts, er ist ein Konstrukteur. Einer, der von Beginn weg analog gearbeitet hat, der seine Sache selbst macht, von der Dunkelkammer zur Vergrösserung und zur Rahmung. Ein Meister zudem der Techniken unterschiedlicher Kameras. Graustufen sind seine Klaviatur, er spielt sie bis seine Fotografien eine Flächigkeit oder Tiefe erhalten, wie er sie sich wünscht. Die Besucher des Kunsthaus Zug konnten Hoffmann schon mehrfach in Gruppenausstellungen erleben. Im Frühjahr nun wird er seine fotografische Position in einer grossen Einzelausstellung darlegen und neue Arbeiten aus den letzten Jahren erstmals in der Schweiz zeigen. Neben urbanen Architekturen sind es erste Beispiele aus einem Experiment: Er fängt Passanten mit einer portablen, grossen Kamera ein.

In Zusammenarbeit mit dem Photoforum Pasquart und mit Le Point du Jour wird die Ausstellung auch in Biel und in Cherbourg-en-Cotentin, Frankreich, gezeigt. Dazu erscheint eine dreisprachige Publikation im Verlag Spector Books, Leipzig.

Kuratiert von Matthias Haldemann

(Text: Kunsthaus Zug)

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Artist Talk | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
14
11:00 vorm.11:00

Artist Talk | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
14. Oktober 2018
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Kyra Tabea Balderer im Gespräch mit Eveline Suter (Kuratorin)

Szenario
Kyra Tabea Balderer


balderer-ohne-titel-schluesselbund.jpg

Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Ausstellung | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
13
zu 6. Jan.

Ausstellung | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
13. Oktober 2018 - 6. Januar 2019
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Szenario
Kyra Tabea Balderer


balderer-ohne-titel-schluesselbund.jpg

Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Vernissage | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
12
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
12. Oktober 2018
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Szenario
Kyra Tabea Balderer


balderer-ohne-titel-schluesselbund.jpg

Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Ausstellung | Standpunkt - Werner Bischof | Museum im Bellpark
Aug
25
zu 4. Nov.

Ausstellung | Standpunkt - Werner Bischof | Museum im Bellpark


Museum im Bellpark | Kriens
25. August - 4. November 2018

Standpunkt
Werner Bischof


Auf dem Weg nach Cuzco, Valle Sagrado, Peru 1954 © Werner Bischof / Magnum Photos

Auf dem Weg nach Cuzco, Valle Sagrado, Peru 1954 © Werner Bischof / Magnum Photos


Werner Bischof (1916-1954) gehört weltweit zu den bedeutendsten Fotografen seiner Zeit. 1932 nimmt er an der Kunstgewerbeschule in Zürich ein Studium auf und wechselt im darauffolgenden Jahr in den von Hans Finsler geleiteten Fachbereich Fotografie. Nach seinem Diplom im Jahr 1936 ist er zunächst aus seinem eigenen Fotostudio heraus für Mode und Werbung tätig, bevor er sich ab 1944 sozialen und politischen Themen zuwendet. Angeregt durch humanistische Strömungen begibt er sich damit auf eine der Zeit entsprechende Sinnsuche.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg berichtet Bischof in Fotoreportagen über die Zerstörungen in Europa. Sein Weg führt ihn durch Deutschland, Italien, die Niederlande, Frankreich, Ungarn, Rumänien, Polen, Finnland und Griechenland. Er tritt 1949 der Kooperative Magnum Photos bei und arbeitet von nun an mit Henri Cartier-Bresson, David Seymour, George Rodger, Maria Eisner und Robert Capa zusammen. Bereits mit dreissig Jahren ist er als Fotograf eine internationale Grösse. Seine Bilder werden in den bedeutendsten Zeitungen und Zeitschriften jener Zeit publiziert. 

In den Jahren 1951 und 1952 ist Bischof in Asien unterwegs. Seine Reportage über die Hungersnot in Indien, die er 1951 im Life Magazine veröffentlicht, bringt ihm internationale Anerkennung. Anschliessend begibt er sich nach Japan, wo er fast ein ganzes Jahr verbringt, bevor er nach Korea, Hongkong und Indochina weiterreist. Konsequent das Sensationelle meidend, sucht sein fotografischer Blick stattdessen, die stillen Eigenheiten der Kulturen und Traditionen zu ergründen. In den Jahren 1953 und 1954 verfolgt Bischof ein breitangelegtes, zum Teil in Farbe gehaltenes Fotoprojekt in den USA. Über Mittelamerika reist er danach nach Südamerika, immer auf der Suche nach einer Harmonie zwischen Mensch und Natur. Bei einem Autounfall in den peruanischen Anden verunglückt Werner Bischof 1954 tödlich. 

Hinterlassen hat er in seiner kurzen Schaffenszeit ein beindruckendes fotografisches Werk, das mit der Ausstellung im Museum im Bellpark in einer repräsentativen Auswahl vorgestellt wird. Ergänzend beinhaltet die Schau Skizzen- und Notizbücher, die Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess des Fotografen vermitteln. Diese Retrospektive, zusammengestellt von Magnum Photos Paris und Marco Bischof vom Werner Bischof Estate, präsentiert die «Ikonen» aus Bischofs Schaffen und zeigt gleichzeitig wenig bekannte Aspekte dieses aussergewöhnlichen Lebenswerks.

(Text: Hilar Stadler, Museum im Bellpark)

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Ausstellung | Die Harmonie des Augenblicks - Georges Yammine | Bernheimer Fine Art | Luzern
Aug
20
zu 28. Sep.

Ausstellung | Die Harmonie des Augenblicks - Georges Yammine | Bernheimer Fine Art | Luzern


Bernheimer Fine Art | Luzern
20. August - 28. September 2018

Die Harmonie des Augenblicks
Georges Yammine


Maria de Buenos Aires, 2011

Maria de Buenos Aires, 2011


Georges Yammine wurde 1979 in Zekrit, Libanon, geboren. Er studierte Violine an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar, in Berlin und Paris. Seit der Gründung 1999 ist er Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra, unter der Leitung von Daniel Barenboim. Seit 2008 ist er Teil des Ensembles des Qatar Philharmonic Orchestra und international als Photograph tätig.   Als Musiker bereist Georges Yammine auf zahlreichen Tourneen die unterschiedlichsten Orte und Länder. Inspiriert von seinen Reisen und Begegnungen erschloss sich ihm die Photographie als eine zweite künstlerische Ausdrucksform, die es ihm ermöglicht, musikalische Zusammenhänge visuell einzufangen und mit Bewegung und Form zu experimentieren. Yammine ist photographischer Autodidakt. Was er vor 10 Jahren spielerisch mit einer analogen Kamera begann, führt er heute mit professionellem Scharfblick fort. Über die Jahre hinweg photographierte er die Orchesterarbeit und die Mitglieder des   West-Eastern Divan Orchestra, mal spontan, mal inszeniert. Immer wieder sucht er die Musiker auch losgelöst von der Gruppe auf und hält sie in innigen Momenten fest. Das West-Eastern Divan Orchestra wurde von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet und setzt sich aus jungen Musikern aus Israel, Palästina, Syrien sowie anderen arabischen Ländern zusammen. Zum 15-jährigen Bestehen dieses einzigartigen Projektes ist 2014 Yammines Bildband "Funkelnde Hoffnung" erschienen.   Geradezu poetisch sind seine darin enthaltenen Detailaufnahmen von Instrumenten, in denen er seine Vorliebe für das Spiel mit Schatten, Licht und Spiegelungen offenbart. Als künstlerischer Photograph sind es aber auch Themen Abseits der Konzertsäle, die Yammine beschäftigen. Fasziniert von Choreographie und Tanz sucht er Wege, Szenen der Bewegung auf eigene Weise zu interpretieren. Er lässt uns dabei spüren, wie sich Musik und Tanz in seiner Formensprache spiegeln und zu einer neuen Ausdrucksform verbinden. Stets begleitet Georges Yammine auch die Frage nach dem Begriff der Heimat, ist er doch seit 20 Jahren fast stetig auf Reisen. Er verknüpft diesen Heimat-Begriff mit der Suche nach der mythologischen Stadt Babylon. Er fühlt eine tiefe Verbindung zur Legende der ersten und aussergewöhnlichsten Weltstadt, deren Menschen die Weisheit des Orients über die ganze damals bekannte Welt ausstrahlte. "Ich trage mein Zuhause in mir" so sagt der Künstler selbst und sucht mit seiner Kamera nach Spuren dieser mythologischen Weisheit und seinem persönlichen Gefühl von Heimat irgendwo auf der kosmopolitischen Weltbühne.   Seit 2011 zeigt er seine Bilder in internationalen Ausstellungen in Qatar, USA, Österreich und Deutschland. In der Schweiz ist dies seine erste Präsentation. Im Rahmen des Lucerne Festivals spielt Georges Yammine am 21. und 22. August 2018 mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim.

(Text: Bernheimer Fine Art)

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Ausstellung | Autor auf Reisen - Péter Nádas | Kunsthaus Zug
Jun
23
zu 2. Sep.

Ausstellung | Autor auf Reisen - Péter Nádas | Kunsthaus Zug


Kunsthaus Zug
23. Juni - 2. September 2018

Autor auf Reisen
Péter Nádas


Hinaus in den Garten, 2015 | Péter Nádas

Hinaus in den Garten, 2015 | Péter Nádas


Ein zweiter Schwerpunkt in der Sommer-Ausstellung ist das fotografische Werk von Péter Nádas. Er hat es dem Kunsthaus Zug anlässlich seiner grossen Ausstellung von 2012 geschenkt.

Manch ein Besucher kennt Nádas von seiner vielfach preisgekrönten Literatur her. Gerade auf Lesereise mit seinem autobiografisch angelegten belletristischen Werk Aufleuchtende Details, zeigt der Ungare in Zug zwei ganz unterschiedliche Serien von Fotoarbeiten. Eine neuere Werkgruppe in der Sammlung trägt denselben Titel, den er seinem jüngsten Buch gegeben hat: Aufleuchtende Details sind es denn auch, die der Betrachter in seinem gesamten fotografischen Werk entdeckt – Licht ist ein Kernthema bei Nádas. Einmal im Schattenspiel der mittelalterlich-malerisch anmutenden schwarz-weiss Fotografien, schwer und düster. Aber auch in den knalligen Handyfotografien, ein neues Medium, mit dem er seit einigen Jahren experimentiert. Flacher kommen die Bilder daher, gleichzeitig bunt leuchtend, frei und spielerisch heiter.

"Wie entsteht Bewusstsein?" Auf der Suche nach Antworten auf seine Frage legt Nádas eine Spur entlang von Alltäglichem. Da ist ein Birnbaum, da sind Bohnen, die Wolken am Himmel. Dinge, denen er im Garten in seinem ländlichen Zuhause in Gombosszeg begegnet, wie auch in Hotelzimmern unterwegs auf seinen Lesereisen.

Nádas’ Erinnerungsbilder erzählen vom Teilsein einer Kultur und Geschichte, von der Identität als Produkt gesellschaftlicher Entwicklungen.

Nádas kam 1942 als jüdisches Kind in Budapest inmitten der bevorstehenden Deutschen Besatzung zur Welt. Seine Fotografie bildet eine enorme Zeitspanne ab: Von den Nachkriegsjahren und dem Leiden der Zivilbevölkerung während der Diktatur bis in die Gegenwart. In der vom Künstler eingerichteten Ausstellung leuchten Details aus dem Schatten hervor und treten mit den neuen bunten Bildern in Dialog. Nádas hat auch diese Fotografien dem Kunsthaus Zug geschenkt, sie können so zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

(Kuratiert von Matthias Haldemann)

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Ausstellung | EXTRACTIONS - Esther Hagenmaier | St. Johannes Kirche
Mai
27
zu 31. Aug.

Ausstellung | EXTRACTIONS - Esther Hagenmaier | St. Johannes Kirche


St. Johannes Kirche | Luzern
27. Mai - 31. August 2018
Extractions | Esther Hagenmaier


form 01, 2018 | Pigment Print auf Aludibond | 78 x 84 cm

form 01, 2018 | Pigment Print auf Aludibond | 78 x 84 cm

Bei einem Besuch der Heiligkreuzkirche in Chur kam die Künstlerin Esther Hagenmaier 2015 erstmals mit einem Sakralbau des Schweizer Architekten Walter Maria Förderer (1928-2006) in Berührung. Aus dort gemachten Fotografien entstand die Werkgruppe "Extractions".

Nachhaltig fasziniert von dieser extremen architektonischen Position, dem Eigenwilligen der Bauten, dem Formgebungswillen und der Konsequenz im Denken von Raum entstand der Wunsch, sich tiefergehend mit dem Werk des Architekten auseinanderzusetzen. 2017 hat sie sich während eines dreimonatigen Arbeitsaufenthalts in der Schweiz intensiv mit den Kirchenzentren Förderers in Luzern, Bettlach, Bern und Hérémence beschäftigt.

Walter Maria Förderer war ein Grenzgänger zwischen Skulptur und Architektur. Aus seinem Werk spricht eine große Ernsthaftigkeit im Gestalten von Raum und der Anspruch, mit Architektur Identität zu stiften. Ähnlich kompromisslos und konsequent in ihrer Eigenheit wie die komplexen Gebilde aus Sichtbeton sind die Fotoarbeiten Hagenmaiers, die aus der Auseinandersetzung mit der Architektur Förderers entstanden sind.

Die Künstlerin bricht das klassische fotografische Bildformat durch Beschneiden auf und definiert die Umrissform neu. Die Fotoarbeiten, die sich zwischen Fotografie und skulpturalem Wandobjekt bewegen, bieten Ausgangspunkt und Anlass, sich in einen Prozess des Wahrnehmens, Hinterfragens und Entdeckens zu begeben.

Eine Auswahl ihrer neuesten Arbeiten, die ihren Ausgangspunkt in der sakralen Architektur Förderers haben, werden nun in der von ihm 1967-70 erbauten St. Johannes Kirche Luzern zu sehen sein.

(Pressetext)

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Ausstellung | a vanishing world
Mai
23
zu 14. Aug.

Ausstellung | a vanishing world


Bernheimer Fine Art | Luzern
23. Mai - 14. August 2018

a vanishing world | Sebastian Copleland


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Bernheimer Fine Art präsentiert im Frühjahr 2018 die Ausstellung "A Vanishing World", des preisgekrönten Photographen Sebastian Copeland. Gezeigt wird eine Auswahl von Photographien, die grösstenteils zum ersten Mal in der Schweiz ausgestellt werden. Es ist die umfassendste Sammlung der photographischen Arbeiten von Sebastian Copeland zum Thema Eis. Diese zeugt von den Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Jahre in den einsamsten und rauesten Gebieten der Erde.   Der Grossteil der ausgestellten Photographien des preisgekrönten Photographen ist im Rahmen seiner letzten Expeditionen entstanden. Auf seinen besonderen Entdeckungsreisen photographiert Copeland Orte, die kein Mensch je zuvor gesehen oder betreten hat. Die Photographien beschreiben die unermessliche Weite des ewigen Eises, eine Welt ohne menschliches Leben. Die Oberfläche der schneebedeckten Landschaft wird variationsreich von dem teils 160 km/h starken Wind geformt. Das Eis reflektiert Himmel und Wolken, wobei die Elemente eine tiefe Symbiose eingehen. Die surreal gigantische Landschaft weist abstrakte, organische Formen auf, welche uns an Malerei erinnern. Die Grenzen zwischen Natur und von Menschen geschaffener Kunst scheinen sich aufzulösen. Die Photographien eisiger Landschaften wecken eine Verbundenheit mit der Natur, selbst in der einsamsten Gegend der Antarktis ist der menschliche Geist spürbar. Es sind Bilder einer entlegenen Welt, die vom Verschwinden bedroht ist. Sebastian Copeland ist weltweit einer der bekanntesten Umweltaktivisten mit Fokus auf den Klimawandel. Er ist Vorstandsmitglied der "Global Green" Organisation, die Michael Gorbatschows Grünem Kreuz angehört. Dabei steht ein nachhaltiger Lebensstil, persönliches Engagement sowie Verantwortung für die eigene Umwelt im Vordergrund. Für Copeland besteht im Zusammenhang mit den Diskussionen rund um den Klimawandel ein Kommunikationsproblem und er versteht den Sprachgebrauch als grösstes Hindernis. Daher ist es für ihn ein logischer Schritt seine Aktivitäten als Umweltschützer mit seinen photographischen Arbeiten zu unterstützen. Denn den meisten Menschen ist die Polarregion fremd. Geographisch abgesondert gleicht sie eher einem fernen Planeten. Copeland versteht seine Photographien als ein Mittel, um einem breiten Publikum seine Eindrücke und Erfahrungen zu vermitteln. Mit Hilfe seiner künstlerischen Darstellungen macht Copeland den Betrachter mit der entlegenen Polarregion vertraut, schafft Bewusstsein und eine emotionale Bindung. Er hilft den Menschen, sich in diese Welt zu verlieben, denn es ist bedeutend einfacher etwas zu retten, das man liebt. Seine Photographien berühren uns unmittelbar.

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