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Vernissage | Landed - Emma Summerton | Christophe Guye Galerie | Zürich
Aug
29
5:30 nachm.17:30

Vernissage | Landed - Emma Summerton | Christophe Guye Galerie | Zürich


Christophe Guye Galerie | Zürich
29. August 2019

Landed
Emma Summerton


Miami Blue, 1999

Miami Blue, 1999

Im Mittelpunkt der Weltpremiere stehen die Polaroidarbeiten der Künstlerin, die Teil eines Projekts sind, das ursprünglich aus einer Reihe von privaten visuellen Liebesbriefen in einer Fernbeziehung entstanden ist. Die Polaroids leiteten auch ihre Karriere in die Wege – und ermöglichten ihr sozusagen eine Art Landung in der Fotografie. Neben einer grossen Auswahl ihrer ausdrucksstärksten und stark vergrösserten Polaroids werden eine Super-8-Filmprojektion sowie ein Schaukasten mit Utensilien aus dem Entstehungsprozess der Werke zu sehen sein.

Emma Summerton (*1970, Australien) absolvierte die National Art School in Sydney, wo sie Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Fotografie studierte. 1998 zog Summerton nach London, um als Assistentin der Künstlerin Fiona Banner zu arbeiten. Zugleich startete sie ihre Karriere als Fotografin.

Der Durchbruch als professionelle Fotografin gelang ihr mit der Zusammenarbeit mit Terry de Havilland 2004/2005, aus der die Ausstellung eine grosse Auswahl der wichtigsten Werke zeigt, und die jetzt erstmals zugänglich gemacht werden. Seitdem hat sich Summerton als eine der talentiertesten Fotografinnen etabliert, die Mitte der 2000er Jahre hervorgingen. Ihr fundiertes technisches Wissen gepaart mit ihrem Blick für Details und ihrer Liebe zur Mode haben ihre Bilder nicht nur einzigartig, sondern auch unverwechselbar gemacht und heben sie deutlich von anderen Fotografen ab, die heute in dieser Branche arbeiten. 

Summertons Werk dreht sich um die Themen Mode, Liebe, Begehren und Intimität. Ihre Polaroidarbeiten sind Teil eines Projekts, das Summerton im Jahr 1999 als Serie von Selbstporträts begann, zunächst als visuelle Liebesbriefe an ihren damaligen Partner und auch in der Absicht, ihre Sprache durch Fotografie neu zu entdecken. ‚Meine Mutter war Modeschöpferin, und für die Schule fertigte sie mir Kleider an auf der Grundlage meiner Zeichnungen, die ich zu Tanzveranstaltungen trug‘, sagt sie. Damals waren Kostüme ein Ausgangspunkt, um Summertons Fantasie zu entfesseln. In ihren ‚Polaroid-Experimenten‘, wie sie sie nennt, wurden Kostüme wieder zu einem Vehikel für sie, um ihr Innenleben auszudrücken. 

‚Sie haben vielleicht Geschichten gelesen oder Ausstellungen von Frauen gesehen, die Fotos von sich selbst machen, und Sie denken an die grossen Künstlerinnen, die das Selbstporträt erforscht haben: Cindy Sherman, Nan Goldin, sogar Sarah Lucas; Frauen, die Selbstbehauptung porträtierten, Neuerfindung, Frauen, wie sie von Männern angestarrt werden, Sex und Substitute für den menschlichen Körper. Aber was ist mit der Liebe? Hier setzt die in Australien geborene Kunst- und Modefotografin Emma Summerton an. Ihre Leidenschaft für die Selbstdokumentation durch Polaroids war nicht nur eine Möglichkeit, ihren kreativen Ausdruck als Künstlerin zu nutzen, um mit ihrem Geliebten während ihrer Fernbeziehung zu kommunizieren, sondern gab ihr auch ein Gefühl von Individualität als Modefotografin.‘

Njide Ugboma

Emma Summerton Werke wurden bereits in der ArtisTree in Hongkong an der von Nathalie Herschdorfer kuratierten Ausstellung ‚Beyond Fashion‘ zusammen mit u.a. Paolo Roversi, Jürgen Teller und Bruce Weber gezeigt sowie im Victoria & Albert Museum in London an der ‚Christian Dior: Designer of Dreams‘ Ausstellung. Zurzeit ist sie zusammen mit Peter Lindbergh, Nick Knight sowie weiteren Künstlern im National Museum of Scotland in der Ausstellung ‚Body Beautiful‘ zu sehen.

(Text: Christophe Guye Galerie, Zürich)

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Vernissage | Das Auge der Welt - Henri Cartier-Bresson | Rossart | Zürich
Aug
29
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Das Auge der Welt - Henri Cartier-Bresson | Rossart | Zürich


Rossart | Zürich
29. August 2019

Das Auge der Welt
Henri Cartier-Bresson


Rossart_Cartier_Bresson_41078.jpg

Das Auge der Welt

Wenn man in der Photographie eine Analogie zu den großen Malern des 20. Jahrhundert, ihrer vitalen Kreativität und ihrer spontanen Fähigkeit auf Gesehenes zu reagieren suchte, würde man sicherlich in einem ersten Atemzug Henri Cartier-Bresson nennen. Kaum jemand hat das photographische Sehen im 20 Jahrhundert mehr geprägt, als der 1908 geborene Franzose.

Nun bereitet die Züricher Photographie Galerie RossArt eine Cartier-Bresson Show vor, die nicht nur bekannte ikonographische Werke des herausragenden Jahrhundert Talents zeigt, sondern auch reizvolle Motive und Portraits die auf den zahlreichen, weltumspannenden Reisen Cartier-Bressons entstanden sind. Das rastlose Bedürfnis die zahlreichen Schauplätze der Geschichte und ihre Akteure einzufangen führte ihn bereits mit 23 Jahren an die Elfenbeinküste, wenig später nach New York. Mit 29 photographierte er die Krönung George des VI in London und nur wenige Monate später wurde im spanischen Bürgerkrieg gesichtet. Als treuer Begleiter an seiner Seite stets die Leica Kleinbildkamera, gefüllt mit schwarz-weiss Filmmaterial. Noch heute erstaunt uns wie Cartier-Bresson mit dieser, vergleichsweise bescheidenen Ausrüstung Bilder von einer so intensiv ästhetischen Dichte schaffen konnte. Wie kein Zweiter prägte er stilistisch ganze Generationen von Photographen, zog Museumsleute, Sammler und Betrachter in seinen Bann.

Das Werk Henri Cartier-Bresson spiegelt fast ein ganzes Jahrhundert wieder. Mit dem Blick auf ein ebenso abenteuerliches wie schaffensreiches Leben hat man für die intime und feine Ausstellung deshalb Bilder gewählt, die zum einem Cartier-Bressons interessierten Blick auf die zahlreich bereisten Orte, etwa Indien, Mexico, Amerika oder die Türkei widerspiegeln. Im Dialog dazu gibt es jene Bilder-Ikonen wie etwa Giacometti im Regen, den berühmten Sonntag an der Marne, einen brilliantes Jean-Paul Satre Portrait oder den Duke of Windsor. So ensteht ein lebhafes, spannendes Miteinander der Bilder, die man ganz diskret aus einer renommierten Privatsammlung übernehmen konnte.

Ohne unbescheiden zu sein darf man Cartier-Bresson wohl zurecht 'das Auge der Welt' nennen. Die perfekte Komposition, auch unter Zeitdruck und in unkomfortablen Situationen war immer sein Anspruch. Mit welch wunderbaren Bildern er diesen Anspruch eingelöst hat, dass kann man vom 29. August diesen Jahres an in der RossArt Galerie betrachten. Die Züricher Galeristin Svetlana Minati hat für die Show eine Selektion zusammengestellt die ganz wunderbar Gelegenheit bietet museale Exponate in Original zu erleben, wie auch den Blick auf jene Photographien zu richten, welche den Blick des weit herumgekommenen und vielgereisten Cartier-Bresson dokumentieren.

(Text: Hans Irrek)

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Vernissage | Last Summer - Philipp Keel | Bildhalle | Zürich
Sep
5
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Last Summer - Philipp Keel | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
5. September 2019

Gastredner: Benedict Wells, Autor

Last Summer
Philipp Keel


© Philipp Keel, Julie, 2014, Color Print on Arches Water Color Rough 650g, Edition 3 of 5 & 2 AP, 153 x 102.8 cm (print)

© Philipp Keel, Julie, 2014, Color Print on Arches Water Color Rough 650g, Edition 3 of 5 & 2 AP, 153 x 102.8 cm (print)


«Die schönsten Sommer sind oft auch die schmerzlichsten. Weil wir uns selten lebendiger fühlen. Und an ihrem Ende umso stärker daran erinnert werden, dass alles einmal vorbeigeht.

Betrachtet man Philipp Keels neue Arbeiten für ‹Last Summer›, fällt einem – abgesehen von einem Akt – die Abwesenheit von Menschen auf. Stattdessen finden sich neben Stillleben vor allem Bilder von zunächst kühl und sommerlich anmutenden Palmen, Pools, Drinks, immer wieder auch kurze Momentaufnahmen und verspielte Augenwinkelpoesie. Alle Bilder eint der Blick ihres Künstlers für besondere Details und Stimmungen, doch beim genaueren Hin-sehen wird die Melancholie spürbar, die viele der Werke durchzieht. Nicht selten ist der Moment bereits vergangen oder nur noch unscharf an den Rändern des Bewusstseins zu sehen. Zurück bleibt ein Gefühl von Vergänglichkeit, vielleicht sogar ein Hauch Einsamkeit.

Eine der grossen Stärken dieser Arbeiten ist, dass die Bilder subtil und zurückhaltend bleiben. Der Betrachter findet in ihnen, was er finden möchte. Mal ist die Melancholie unbeschwert und nur wie ein sanftes, nicht unangenehmes Zupfen an einer gespannten Saite tief in uns. Manchmal steckt aber auch mehr dahinter. ‹Last Summer› führt uns an eine Schwelle. Der Abend ist angebrochen, man steht allein mit einem Drink auf der Veranda und blickt hinaus, hört das Gelächter von Freunden im Hintergrund, sieht das letzte Licht des Tages schwinden. Im Kopf laufen wieder die mal flirrenden, mal klaren Bilder eines Tages ab, der viel zu schnell vorüberging. Vielleicht wird man dann kurz wehmütig, vielleicht dreht man sich aber auch um und geht zurück zu den anderen.» 

(Text: Benedict Wells, Juli 2019)

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Preisverleihung und Vernissage | 23. vfg nachwuchsförderpreis | Photobastei | Zürich
Sep
5
6:00 nachm.18:00
Vernissage | Mit F. C. Gundlach um die Welt | Photobastei | Zürich
Sep
5
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Mit F. C. Gundlach um die Welt | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
5. September 2019

Mit F.C. Gundlach um die Welt


F.C. Gundlach | "Odaliske" | Lizzy Schaper für Triumph | Tanger, Marokko 1964

F.C. Gundlach | "Odaliske" | Lizzy Schaper für Triumph | Tanger, Marokko 1964


Der Grandseigneur der Modefotografie in der Photobastei!

In mehr als vier Jahrzehnten aktiver Tätigkeit avancierte er zu einem der bekanntesten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Seine zeitlosen Modeaufnahmen sind vielfach zu Ikonen geworden und haben das visuelle Gedächtnis ganzer Generationen geprägt. Neben F.C. Gundlachs prägnanter Formen- und Bildsprache, basiert ein essentieller Teil seines Erfolges auf seiner frühen und ausgeprägten Reisetätigkeit, die ihn wie keinen anderen Modefotografen der deutschen Nachkriegsära um den gesamten Globus führte. 500.000 Meilen reiste F.C. Gundlach von Location zu Location um die Welt.

Die Ausstellung 500.000 Meilen – mit F.C. Gundlach um die Welt zeigt mit mehr als 100 Exponaten in schwarz-weiss und Farbe einen repräsentativen Ausschnitt über die klare Bildsprache sowie die ästhetische Haltung des Fotografen. Sie bietet Einblick in seine kulturellen Interessen sowie die bisweilen abenteuerlichen Umstände, unter denen seine Bilder überall auf der Welt entstanden.

Zu sehen sind bekannte Ikone ebenso wie noch nie gezeigte Motive als Vintages und grossformatige Neu-Abzüge.

Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg kuratiert von Natalja Aljasova und Jasmin Seck


Le grand seigneur de la photographie de mode dans le Photobastei !

En plus de quarante ans d'activité, il est devenu l'un des photographes de mode les plus célèbres du XXe siècle. Ses photographies de mode intemporelles sont souvent devenues des icônes et ont façonné la mémoire visuelle de générations entières. Outre le langage formel et visuel concis de F.C. Gundlach, une partie essentielle de son succès est basée sur son activité de voyage précoce et prononcée, qui l'a mené autour du monde comme aucun autre photographe de mode de l'après-guerre allemand. F.C. Gundlach a parcouru 500 000 milles d'un endroit à l'autre dans le monde.

L'exposition 500'000 Miles - Around the World avec F.C. Gundlach présente avec plus de 100 expositions en noir et blanc et en couleur un extrait représentatif du langage visuel clair du photographe et de son attitude esthétique. Il offre un aperçu de ses intérêts culturels et des circonstances parfois aventureuses dans lesquelles ses photos ont été prises dans le monde entier.

Des icônes bien connues sont exposées, ainsi que des motifs inédits tels que des millésimes et de nouvelles estampes grand format.

Une exposition de la fondation F.C. Gundlach Hambourg organisée par Natalja Aljasova et Jasmin Seck.


Il grande signore della fotografia di moda nel Photobastei!

In oltre quattro decenni di attività attiva, è diventato uno dei più famosi fotografi di moda del XX secolo. Le sue fotografie di moda senza tempo sono spesso diventate icone e hanno plasmato la memoria visiva di intere generazioni. Oltre al conciso linguaggio formale e visivo di F.C. Gundlach, una parte essenziale del suo successo si basa sulla sua precoce e pronunciata attività di viaggi, che lo ha portato in giro per il mondo come nessun altro fotografo di moda del dopoguerra tedesco. F.C. C. Gundlach ha percorso 500.000 miglia da una località all'altra in tutto il mondo.

La mostra 500.000 Miles - Around the World con F.C. Gundlach presenta, con oltre 100 opere in bianco e nero e a colori, un estratto rappresentativo del chiaro linguaggio visivo e dell'atteggiamento estetico del fotografo. Offre una visione dei suoi interessi culturali e delle circostanze talvolta avventurose in cui le sue foto sono state scattate in tutto il mondo.

In mostra icone note e motivi inediti come le annate e le nuove stampe di grande formato.

Una mostra della fondazione F.C. Gundlach Hamburg a cura di Natalja Aljasova e Jasmin Seck.


The grand seigneur of fashion photography in the Photobastei!

In more than four decades of active activity, he became one of the most famous fashion photographers of the 20th century. His timeless fashion photographs have often become icons and have shaped the visual memory of entire generations. In addition to F.C. Gundlach's concise formal and visual language, an essential part of his success is based on his early and pronounced travel activity, which led him around the globe like no other fashion photographer of the German post-war era. F.C. Gundlach traveled 500,000 miles from location to location around the world.

The exhibition 500,000 Miles - Around the World with F.C. Gundlach shows with more than 100 exhibits in black and white and color a representative excerpt of the photographer's clear visual language and aesthetic attitude. It offers an insight into his cultural interests and the sometimes adventurous circumstances under which his pictures were taken all over the world.

On display are well-known icons as well as never-before-seen motifs as vintages and large-format new prints.

An exhibition of the foundation F.C. Gundlach Hamburg curated by Natalja Aljasova and Jasmin Seck.

(Text: Photobastei, Zürich)

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Vernissage | Light from within - Todd Hido | Galerie Les Filles du Calvaire | Paris
Sep
5
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Light from within - Todd Hido | Galerie Les Filles du Calvaire | Paris

  • Galerie Les Filles du Calvaire (Karte)
  • Google Kalender ICS

Galerie Les Filles du Calvaire | Paris
5. September 2019

Light from within
Todd Hido


Todd Hido, #11506-3940, 2014

Todd Hido, #11506-3940, 2014

Zur Eröffnung der neuen Nachsommersaison im September freut sich die Galerie Les Filles du Calvaire, die Einzelausstellung des amerikanischen Fotografen Todd Hido anzukündigen: Licht von innen. Die Galerie wird eine außergewöhnliche Auswahl an Bildern aus der Houses at Night Serie zeigen, die Hido berühmt gemacht haben. Bright Black World, das sich mit anhaltender Kraft und Schönheit der tragischen Frage widmet, dass sich unsere Landschaften im Wandel befinden, ergänzt diese Gruppe. Und einige seiner emblematischen Porträts sind in diesem Panorama verteilt. Parallel zur Ausstellung wird das Buch House Hunting bei Nazraeli Press neu aufgelegt.

House Hunting ist das perfekte Bild von Todd Hidos künstlerischer und körperlicher Wanderung; der Künstler reiste mit dem Auto durch Amerika, um sein Geheimnis festzuhalten. Das Thema ist klar, ohne Schnickschnack betitelt: Häuser, die nachts gesehen werden. Und doch führt die Behandlung des so erkennbaren Bildes den Betrachter zu einer romantischeren Symbolik, die von einer gewissen Nostalgie geprägt ist. Sein künstlerischer Filter ist verschwommen wie der Geist. Um unsere Vorstellungskraft fruchtbarer zu machen und unsere Projektionen zu stimulieren, ist die Anwesenheit des Menschen nur implizit. Keine Schattenpuppe Silhouette. Diese Abwesenheit verstärkt die mysteriöse Ladung des Werkes und nur durch das schwache Leuchten, das von diesen Häusern ausgeht, vermuten wir, dass sie bewohnt sind.

Mit Bright Black World verlässt Todd Hido die amerikanischen Vororte, um die trostlosen Landschaften Nordeuropas zu erkunden. Die psychologische Geographie und Interpretation sind etwas ganz anderes: Obwohl er immer noch mit der ästhetischen Dualität spielt, die sein Werk charakterisiert, zwischen Fremdheit und dem Erhabenen, Licht und Schatten, ist der Planet, den er beschreibt, heute ein unbekanntes, postapokalyptisches Gebiet. Die in House Hunting vorgeschlagene Menschlichkeit ist in der Dunkelheit verschwunden, verurteilt durch ihre eigenen Fehler.

« Es steht außer Frage, dass es bei dieser Arbeit um die Physik des Klimawandels geht, die jetzt stattfindet. Wenn man nicht in völliger Verleugnung ist, wie es leider viele Menschen tun, kommen diese Veränderungen viel schneller als erwartet....". Todd Hido.


Todd Hido, #11789-6928, 2017. From the series Bright Black World

Todd Hido, #11789-6928, 2017. From the series Bright Black World


Pour cette rentrée de septembre, la galerie Les filles du calvaire a le plaisir d’annoncer l’exposition personnelle du photographe américain Todd Hido : Light from within. L’artiste propose à la galerie un exceptionnel ensemble de la série Houses at Night qui l’a rendu célèbre. S’ajoute à ce corpus la série Bright Black World qui aborde toujours avec force et beauté la tragique question de nos paysages en mutation. Quelques portraits emblématiques de son travail ponctuent ce panorama. Parallèlement, l’ouvrage de House Hunting est réédité chez Nazraeli Press.

House Hunting est l’image parfaite de l’errance artistique et physique de Todd Hido qui a sillonné l’Amérique en voiture pour en saisir le mystère. Le sujet est clair, titré sans fioritures : des maisons vues de nuit. Pourtant le traitement de l’image, si reconnaissable, conduit le spectateur vers une symbolique plus romantique, teintée d’une nostalgie certaine. Son filtre artistique est brumeux comme l’esprit. Pour rendre plus fécond notre imaginaire et stimuler nos projections, la présence de l’homme est uniquement implicite. Aucune silhouette en ombre chinoise. Cette absence renforce la charge mystérieuse de l’œuvre et on devine à la seule lueur qui s’en échappe que ces maisons sont habitées.

Avec Bright Black World, Todd Hido sort des banlieues américaines pour explorer des paysages désolés du nord de l’Europe. La géographie psychologique et l’interprétation sont tout autre : s’il joue ici encore avec la dualité esthétique qui le caractérise entre étrangeté et sublime, lumière et ombre, la planète qu’il décrit est désormais un territoire inconnu post-apocalyptique. L’humanité suggérée dans House Hunting, a disparu dans l’obscurité, condamnée par ses propres erreurs.

« Il ne fait aucun doute que ce travail porte sur le caractère physique du changement climatique qui se produit actuellement. Bien que beaucoup de gens soient dans le déni total de cette mutation, elle se produit bien plus rapidement que prévu. » Todd Hido.


Todd Hido, #11797-3252, 2017. From the series Bright Black World

Todd Hido, #11797-3252, 2017. From the series Bright Black World


To launch the new post-summer season in September, Galerie Les Filles du Calvaire has the pleasure of announcing the solo exhibition of American photographer Todd Hido: Light from within. The gallery will host an exceptional set of images from the Houses at Night series, which made Hido famous. Bright Black World, which tackles, with continued force and beauty, the tragic question of our landscapes undergoing change, complements this group. And a few of his emblematic portraits are spread throughout this panorama. Parallel to the exhibition, the book House Hunting will be republished by Nazraeli Press.

House Hunting is the perfect image of Todd Hido’s artistic and physical wandering; the artist travelled through America by car in order to capture its mystery. The subject is clear, titled without frills: houses seen at night. And yet, the treatment of the image, so recognisable, leads spectators towards a more romantic symbolism, tinged with a certain nostalgia. Its artistic filter is hazy like the mind. To make our imagination more fecund and to stimulate our projections, the presence of mankind is merely implicit. No shadow puppet silhouette. This absence reinforces the work’s mysterious charge and only by the faint glow that emanates from these houses do we guess that they’re inhabited.

With Bright Black World, Todd Hido exits from the American suburbs to explore the desolate landscapes of northern Europe. The psychological geography and interpretation are something else altogether: although he still plays with the aesthetic duality which characterises his work, between strangeness and the sublime, light and shadow, the planet which he describes is now an unfamiliar, post-apocalyptic territory. The humanity suggested in House Hunting has disappeared into the darkness, condemned by its own errors.

« There is no question that this work is about the physicality of climate change that is occurring now. Unless you are in full-blown denial, as unfortunately many people are, these changes are coming far quicker than anybody expected…». Todd Hido.

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Vernissage | Regard incertain - Sophie Calle | Kunstmuseum Thun
Sep
5
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Regard incertain - Sophie Calle | Kunstmuseum Thun


Kunstmuseum Thun
5. September 2019

Regard incertain
Sophie Calle


#7 | Sophie Calle |  Infarctus silencieux , 2017 (série des  Histoires vraies ) | © Sophie Calle / ADAGP, Paris 2019 | Courtesy the Artist & Perrotin

#7 | Sophie Calle | Infarctus silencieux, 2017 (série des Histoires vraies) | © Sophie Calle / ADAGP, Paris 2019 | Courtesy the Artist & Perrotin


Als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart befasst sich Sophie Calle (*1953) mit dem Themendreieck Leben, Liebe und Tod. In minuziös dokumentierten Spurensuchen reflektiert sie häufig die Bedingungen der künstlerischen Selbsterkenntnis und die Selbstdarstellung am Ende des 20. Jahrhunderts. Die private Leidenschaft, der Exhibitionismus und der Zwang zur Beobachtung erhielten in den letzten Jahren verstärkt eine soziale Färbung, ohne dass die Aktionen an sich deshalb ihre Nähe eingebüsst hätten. Die Fotografie ist für sie Medium und Werkzeug zugleich, sie erzählt Geschichten in Bildern – wobei auch das geschriebene Wort eine zentrale Rolle einnimmt.

Das Fotomuseum Winterthur und das Kunstmuseum Thun präsentieren in Zusammenarbeit das erste Mal in der Schweiz Sophie Calles umfangreiches Schaffen in einer zweiteiligen Ausstellung.


Sophie Calle (*1953), l'une des artistes contemporaines les plus importantes, aborde le triangle thématique de la vie, de l'amour et de la mort. Dans ses recherches méticuleusement documentées de traces, elle réfléchit souvent sur les conditions de la connaissance de soi artistique et de l'autoreprésentation à la fin du XXe siècle. Ces dernières années, la passion privée, l'exhibitionnisme et la contrainte d'observer ont de plus en plus reçu une coloration sociale, sans que les actions elles-mêmes aient perdu de leur proximité en conséquence. Pour elle, la photographie est à la fois un médium et un outil, racontant des histoires en images - l'écrit jouant également un rôle central.

Le Fotomuseum Winterthur et le Kunstmuseum Thun collaborent pour la première fois en Suisse pour présenter l'œuvre de Sophie Calles dans une exposition en deux parties.


As one of the most important contemporary artists, Sophie Calle (*1953) deals with the thematic triangle of life, love and death. In minutely documented quests she often reflects the conditions of artistic self-realisation and self-portrayal at the end of the 20th century. In recent years, the private passion, exhibitionism and compulsion to observe increasingly got a social colouring, without the actions themselves losing any of their closeness. For her, photography is simultaneously a medium and a tool; she tells stories in images, while the written word also plays a central role.

For the first time in Switzerland, Fotomuseum Winterthur and Kunstmuseum Thun together present Sophie Calle’s comprehensive work in a two-part exhibition.

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Vernissage | "Kiki Kogelnik 1969 New York und andere Portraits" - Michael Horowitz | Anzenberger Gallery | Wien
Sep
5
7:00 nachm.19:00

Vernissage | "Kiki Kogelnik 1969 New York und andere Portraits" - Michael Horowitz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
5. September 2019

“Kiki Kogelnik 1969 New York und andere Portraits”
Michael Horowitz


Kiki Kogelnik, New York, 1969

Kiki Kogelnik, New York, 1969



Vor 50 Jahren besuchte der junge Fotograf Michael Horowitz die aufstrebende Pop-Art-Ikone Kiki Kogelnik in New York. Der 26-jährige Künstler stammt aus Bleiburg, einem Dorf im Jauntal von Kärnten mit 4000 Einwohnern, und eroberte New York im Sturm. Sie stand am Anfang einer vielversprechenden Karriere. Die kommunikative junge Frau hatte den Weg in die New Yorker Kunstszene gefunden, zu der Andy Warhol, Claes Oldenburg und Roy Lichtenstein gehörten, die die Pop Art als Kontrapunkt zum abstrakten Expressionismus etablierten. Damals schuf die extravagante Performerin Raumkunstbilder und hängende Skulpturen aus Körperumrissen in Vinyl, die sie an Kleiderhaken aufhängte - Werke, die heute sicherlich zu ihren bedeutendsten zählen.

1969 begleitete Michael Horowitz Kiki Kogelnik durch ihr New York. Die beiden erkundeten drei Tage lang Museen, führten schräge Handlungen auf Baustellen durch und zogen sich dann, leicht erschöpft, in Kikis Wohnung zurück, wo sie auch das Leben der Superin durch Fotos dokumentierten. Diese einzigartige Frau hatte ein außergewöhnliches Lebensmotto: "Künstlerin zu sein ist kein Beruf, sondern eine Existenzform - eine leidenschaftliche Art, Mensch zu sein". Die Fotografien des Wiener Fotografen Michael Horowitz aus dieser Zeit in New York vor 50 Jahren sind eine außergewöhnlich unkonventionelle Manifestation dieses Mottos.


50 years ago, the young photographer Michael Horowitz visited the rising pop art icon Kiki Kogelnik in New York. Originally from Bleiburg, a village in the Jauntal valley of Carinthia with a population of 4000 residents, the 26-year-old artist was taking New York by storm. She was at the beginning of a promising career. The communicative young woman had found her way into the New York art scene, which included Andy Warhol, Claes Oldenburg, and Roy Lichtenstein, who were establishing pop art as a counterpoint to abstract expressionism. At the time, the flamboyant performer was creating space art images and hanging sculptures made from body outlines in vinyl, which she would hang on coat hooks - works that now surely count as among her most significant ones.

In 1969, Michael Horowitz accompanied Kiki Kogelnik through her New York. The two explored museums over a period of three days, performing quirky acts on construction sites, then retreating, slightly exhausted, to Kiki's apartment, where they would also document the superwoman's life through photographs. This unique woman had an extraordinary motto for life: "Being an artist is not a profession, rather a form of existence – a passionate way of being human." Viennese photographer Michael Horowitz’s photos of this time in New York 50 years ago are an exceptionally unconventional manifestation of this motto.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Vernissage | Girls Girls Girls !!! - Bruno Bernard | in focus Galerie | Köln
Sep
7
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Girls Girls Girls !!! - Bruno Bernard | in focus Galerie | Köln


in focus Galerie | Köln
7. September 2019

Girls Girls Girls!!!
Bruno Bernard


Bernard_of_Hollywood-Girl-10.jpg

Die Ausstellung widmet sich den aufregenden Pin Up- und Mädchenbildern des deutschamerikanischen Fotografen Bruno Bernard, auch Bernard of Hollywood (1911 – 1987) genannt. In Deutschland promovierte Bernard im Jahr 1934 in Kriminalpsychologie und emigrierte, aufgrund seiner jüdischer Abstammung, 1936 in die USA. In Los Angeles fotografierte er ab 1938 und eröffnete 1940 sein Studio in Hollywood auf dem Sunset Blvd 9055, das er 25 Jahre erfolgreich betrieb. In seinem Studio fotografierte er viele aufstrebende Hollywoodsternchen, aber auch alle großen Hollywoodstars seiner Zeit. Bernard gilt als Entdecker von Marilyn Monroe, da sie durch seine Kontakte (die damals noch unter ihrem Geburtsnamen Norma Jean Baker arbeitete) ihren ersten Filmvertrag erhielt. Carole Kismaric, Kuratorin der Ausstellung “Fame after Photography” im Museum of Modern Art schrieb in ihrem Ausstellungskatalog: “Bernards fotografischer Stil ließ die Mädchen menschlicher erscheinen [als die anderer Pin Up-Fotografen]. Die offensichtliche Verbindung zwischen Model und Kamera lässt den Betrachter innehalten und diese intensiver betrachten.” (Los Angeles Times, 2002)

Die in focus Galerie in Köln erwarb einen Teil des Nachlasses und präsentiert in der Ausstellung “Girls, Girls, Girls” rund 70 ausgewählte Arbeiten, zumeist Vintage Prints, die zwischen 1946 und 1960 vergrößert wurden, neben persönlichen Dokumenten sowie rare Skizzen zur Entstehung einzelner Arbeiten. Schwerpunkte der Ausstellung sind Arbeiten über seine Muse Lily St. Cyr, die wohl legendärste Striptease Künstlerin in dieser Zeit und die original Vorlagen zu seinem schon 1950 veröffentlichtem Buch: “Anleitung zur Pin Up Photography”.

Ein Pin-up ist ein Ganzfigurenbild mit hübschen, jungen Frauen in verschiedenen Posen. Meist haben diese Bilder erzählende, sentimentale, romantische oder patriotische Aspekte. Sie zeigen Szenen häufig erotischer Natur, aber eher andeutend als enthüllend. Selbst wenn scheinbar Einblicke gewährt werden, z.B. unter einen vom Wind empor gehobenen Rock, sind diese der Fantasie des Betrachters überlassen und bilden nichts wirklich deutlich ab. Normalerweise sind die Pin-up-Girls leicht bekleidet, es werden aber in Ausnahmefällen auch ganz oder teilweise nackte Mädchen dargestellt. Das Modell trägt entweder ein figurbetontes Kleidungsstück, das sie außer Haus tragen kann (z. B. Badeanzug, Sportdress oder ein knappes Kleidchen) oder etwas Provokantes, Intimes wie ein Negligé oder Dessous. Pin-ups waren zunächst gezeichnete Bilder, die ab den 40er Jahren immer mehr und mehr von der Fotografie abgelöst wurden. Besonders populär wurden Pin-up Fotografien in Amerika im zweiten Weltkrieg. Für die vielen amerikanischen Soldaten im Ausland bedeuteten, die oft an ihre Schrankwände aufgehängten Fotos, eine tiefe emotionale Verbundenheit mit ihrer Heimat. Pin-ups wurden auch in den großen seriösen amerikanischen Magazinen wie Life, New York Times etc. veröffentlicht, da diese als Teil der USamerikanischen Alltagskunst und Kultur angesehen wurden. Pin Ups sind deswegen so besonders und interessant, da sie im Laufe ihrer Entwicklung seit den 1920er Jahren bis heute nichts an ihrer Faszination eingebüßt haben (siehe auch Wikipedia). Bernard of Hollywood gilt als einer der bedeutentsten Fotografen dieses Genres.


Bernard_of_Hollywood-Cleo_Moore.jpg

The exhibition is dedicated to the exiting Pin Ups and girls´ pictures of the german-american photographer Bruno Bernard, better known as Bernard of Hollywood (1911 – 1987). In 1934 Bernard promoted in criminal psychology in Germany and emigrated 1936 to the USA because of his Jewish ancestry. There he photographed in Los Angeles since 1938 and opened his studio two years later in Hollywoods Sunset Blvd 9055, where he run succesfully the studio for twentyfive years. At this place he photographed many aspiring Hollywoodstars, but also all great Hollywoodstars of his time. Bernard is considered a discoverer of Marilyn Monroe, because she (who worked under her birthname Norma Jean Baker) got her first film contract through his contacts. Carole Kismaric, the curator of the exhibition “Fame after Photography” of the Museum of Modern Art, NY, wrote in the exhibition catalog: “Bernard had a way of making his subjects seem more human [than other pinup photographers]. When you see his pictures, you want to stop and look at them because of the obvious connection between the subject and the camera.” (Los Angeles Times, 2002)

The in focus gallery in Cologne purchased a part of the estate and presents about 70 selected works next to personal documents and rare sketches of the creation of single works in the exhibition “Girls, Girls, Girls.” These artworks mostly are vintage prints that had been printed between 1946 and 1960. A special attention will be paid to Bernard´s muse Lily St. Cyr, probably the most famous exotic dancer of this time and original photographs of his book “Guide to pin-up photography” published in 1950.

A Pin-up is a full-lenght picture which portrays of pretty, young women in different poses. In most cases these picutres contain a narrative, sentimental, romantic or patriotic aspect. They show erotic scenes, but rather implicativ than unveiling. Even if they allow insight, for example a blowing dress in the wind, they leave the imagination to the viewer and most of the time do not really show something. Usually Pin-up girls are not presented naked, but in exceptional cases they are partly or completely naked. The model wears figure-accentuating garments which she can wear out of house (for example a swimsuit, a sportdress or a short dress) or something more provocatively and intim like a negligé or a dessous. First Pin-ups had been sketched pictures which were stipped off by photography during the 1940s. Exspecially Pin-up photographies became famous during World War II. American soldiers associated them with their homeland and pinned these photographes on their wall unit. Pin-ups were also published in reputable journals and magazines like Life, New York Times etc., because they were part of the US-american everyday art and culture. Because of that Pin-ups are such extraordinary and interesting and did not loose their faszination since the 1920s until today (reference to Wikipedia). Bernard of Hollywood is one of the major photographers of this genre.

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Vernissage | UNPUBLISHED PHOTO 2019 | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
Sep
10
6:30 nachm.18:30

Vernissage | UNPUBLISHED PHOTO 2019 | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano


29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
10. September 2019

UNPUBLISHED PHOTO 2019
Farnaz Damnabi, Matteo Losa, Jian Luo, Luca Marianaccio, Matteo Piacenti, Daniela Pusset


© Jian Luo The Maiden Nun 2018 | Courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery

© Jian Luo The Maiden Nun 2018 | Courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery


29 ARTS IN PROGRESS eröffnet am 10. September die Gemeinschaftsausstellung der sechs jungen Autoren der italienischen und internationalen Fotoszene, die für die zweite Ausgabe von "UNPUBLISHED PHOTO 2019" ausgewählt wurde, der jährlichen Ernennung der Galerie, die den neuen Ausdrucksformen der Fotokunst gewidmet ist.

Farnaz Damnabi (Teheran - Iran, 1994) präsentiert Playing is my right, eine poetische Reportage in den Dörfern der Provinz Golestan im Iran, die die Bedeutung einer sorgenfreien Kindheit auch in den widrigsten Kontexten unterstreicht.

Matteo Losa (Mailand, 1982) vertritt mit La via della fiaba seinen persönlichen Weg des inneren Wachstums. Den grundlegenden Konzepten des klassischen Märchens folgend, überträgt Losa die ständige Suche nach einem Happy End, einer Metapher für die menschliche Existenz, durch den originellen Einsatz von Fotografie und Grafik in Bilder.

Jian Luo (Liaoning - China, 1978) mit Deep Red erzählt das traditionelle religiöse Leben in Tibet und konzentriert sich auf die Farbe Rot als Darstellung der Heiligkeit, Keuschheit und Ausdauer des tibetischen Buddhismus.

Luca Marianaccio (Isernia, 1986) schlägt mit dem Projekt 404 Not Found eine Reflexion über die von Technologie durchdrungene moderne Gesellschaft vor, in der die Homologation von Wünschen und der fortschreitende Verlust von Kommunikation zwischenmenschliche Beziehungen verändern: Marianaccio schafft durch eine metaphorische Sprache Umgebungen an der Grenze der Entfremdung.

Matteo Piacenti (Viterbo, 2001) präsentiert Irrational, aber bewusst, ein Projekt im ständigen Wandel, das sehr junge Themen porträtiert, die manchmal von schwierigen persönlichen und generationsbezogenen Bedingungen geprägt sind: essentielle Porträts, ohne Schnickschnack, heben das Thema hervor, das allmählich und metaphorisch aus der tiefsten Dunkelheit hervortritt.

Daniela Pusset (São Paulo - Brasilien, 1978) präsentiert die Serie INTER∞CONEXO: Hunderte von kleinen Fotos bilden Collagen, eine Metapher für Tausende von Looks, die eins werden. Das Projekt ist das Ergebnis der Erfahrung des Autors in den Favelas von São Paulo und verwandelt ein Gefühl individueller innerer Fragmentierung in ein kollektives Bewusstsein.


29 ARTS IN PROGRESS gallery inaugura il 10 Settembre la mostra collettiva dei sei giovani autori del panorama fotografico italiano e internazionale, selezionati per la seconda edizione di "UNPUBLISHED PHOTO 2019", l'appuntamento annuale della galleria dedicato alle nuove espressioni dell'arte fotografica.

Farnaz Damnabi (Teheran - Iran, 1994) presenta Playing is my right, un poetico reportage ambientato nei villaggi della provincia del Golestan in Iran, che mette in luce l’importanza della spensieratezza dell’infanzia anche nei contesti più avversi.

Matteo Losa (Milano, 1982) rappresenta con La via della fiaba il suo personale percorso di crescita interiore. Seguendo i concetti fondamentali della fiaba classica, Losa traspone in immagini la ricerca costante di un lieto fine, metafora dell’esistenza umana, attraverso un originale utilizzo di fotografia e grafica.

Jian Luo (Liaoning - Cina, 1978) con Deep Red racconta la vita religiosa tradizionale in Tibet, concentrandosi sul colore rosso come rappresentazione della sacralità, della castità e della perseveranza del Buddismo tibetano.

Luca Marianaccio (Isernia, 1986) attraverso il progetto 404 Not Found propone una riflessione sulla società moderna pervasa dalla tecnologia, in cui l’omologazione dei desideri e la progressiva perdita di comunicazione alterano le relazioni interpersonali: attraverso un linguaggio metaforico, Marianaccio crea ambientazioni al limite dell’alienazione.

Matteo Piacenti (Viterbo, 2001) presenta Irrazionali ma coscienti, un progetto in continuo mutamento che ritrae soggetti giovanissimi talvolta segnati da difficili condizioni personali e generazionali: ritratti essenziali, spogliati di ogni orpello, esaltano il soggetto che emerge progressivamente e metaforicamente dall’oscurità più profonda.

Daniela Pusset (São Paulo – Brasile, 1978) presenta la serie INTER∞CONEXO: centinaia di piccole fotografie compongono dei collage, metafora di migliaia di sguardi che diventano uno. Il progetto nasce dall’esperienza dell’autrice nelle favelas di San Paolo, trasformando un sentimento di frammentazione interiore individuale in una coscienza collettiva.


On September 10th, 29 ARTS IN PROGRESS will open the group exhibition of the six young artists from the Italian and international photographic scenes selected for the second edition of “UNPUBLISHED PHOTO 2019”.The specially chosen panel of judges sifted through more than 155 entries to select six young artists offering them exposure and the artistic opportunity to exhibit their work from September 11th to October 5th 2019 in via San Vittore 13, Milan.

Selected artists and projects:

Farnaz Damnabi (b. Teheran – Iran, 1994) who, with Playing is my right offers a poetic reportage on Golestan province’s villages in Iran which highlights the importance of a thoughtlessness childhood even in the most adverse situations.

Matteo Losa (b. Milano – Italy, 1982) with The fairy tale path represents his personal path of inner growth. Following the fundamental concepts of the classic fairy tale, Losa transposes into images the constant research for a happy ending, metaphor for human existence, through an original use of photography and graphics.

Jian Luo (b. Liaoning – China, 1978) in Deep Red provides a reportage on traditional religious life in Tibet, focusing on the red colour as sacred representation of chastity and perseverance in Tibetan Buddhism.

Luca Marianaccio (b. Isernia – Italy, 1986) with the project 404 Not Found proposes a reflection on modern society pervaded by technology where the homologation of desires and the progressive loss of communication affect interpersonal relationships: through a metaphorical language, Marianaccio creates settings at the edge of alienation.

Matteo Piacenti (b. Viterbo – Italy, 2001) presents Irrational but conscious, an evolving project which depicts young subjects scarred by both personal and generational difficulties: essential portraits, with no frills, enhance the subject who emerges progressively and metaphorically from the deepest darkness.

Daniela Pusset (b. São Paulo – Brazil, 1978) proposes the INTER∞CONEXO series: hundreds of small photographs make up a collage, metaphor for thousands of glances that become one. The project stems from the author’s experience in the favelas of São Paulo, transforming a feeling of an individual inner fragmentation into a collective consciousness.

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Vernissage | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne
Sep
17
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. September 2018

Jan Groover


Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Die Ausstellung bietet den ersten Rückblick auf das Gesamtwerk der US-amerikanischen Fotografin Jan Groover (1943-2012), deren privater Nachlass 2017 in die Sammlung des Musée de l’Elysée kam. Anhand einer Auswahl von Archivstücken aus diesem Nachlass behandelt die Schau nicht nur die New Yorker Jahre der Künstlerin, sondern mit ihrer Zeit in Frankreich auch den wohl am wenigsten bekannten Abschnitt ihres Schaffens. Der Rundgang präsentiert die Ergebnisse umfassender Forschungsarbeiten des Museumsteams an diesem Bestand, die sowohl konservatorische Aspekte (eine genaue Untersuchung der fotografischen Verfahren und Trägermaterialien, restauratorische Behandlung) als auch historische Dokumentation (Groovers Werk im Kontext und seine Rezeption aufseiten von Institutionen und Kritik) beinhalteten.

„Die Formgebung ist entscheidend. “ In Anlehnung an diesen Leitsatz Jan Groovers rückt die Ausstellung den zutiefst gestalterischen Ansatz in den Vordergrund, der das Werk der Fotografin ihr Leben lang bestimmte. Ihre von unermüdlichem Experimentieren geprägte künstlerische Suche und der damit zusammenhängende Schaffensprozess werden in der Ausstellung nicht allein durch Originalabzüge, sondern auch anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Skizzenbüchern anschaulich.

Anfang der 1970er Jahre machte sich Jan Groover die ihre ursprüngliche Berufung als Malerin aufgab mit ihren mehrteiligen, motivisch um Strassen, Autos und Stadtlandschaft kreisenden Fotografien einen Namen. Als Auftakt zu ihren formalen und ästhetischen Experimenten lassen sich an ihnen damals im Umfeld der Konzeptkunst angestossene Überlegungen (insbesondere zu den Begriffen der Serie und der Sequenz) reflektieren. Um 1978 nahm Jan Groover einen radikalen Themenwechsel hin zum Stillleben vor. Damit begann die Arbeit an einer Werkgruppe, die das Gros ihres Œuvres ausmacht und durch die sie bis heute in der zeitgenössischen Geschichte des Mediums als eine der Hauptvertreterinnen dieses Genres gilt. Ihre überwiegend im Atelier entstandenen Kompositionen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt und sollten in den 1980er Jahren aktiv zur Anerkennung der Farbfotografie beitragen. Obwohl die Sachfotografie in ihrem Werk eindeutig überwiegt, gibt es in Jan Groovers Bildern immer wieder auch Landschaften, Körper und Porträts, die meist monochrom gehalten sind. Ihr ausgeprägtes Interesse galt dem Platin-Palladiumdruck, mit dem sie nach ihrem Umzug nach Frankreich zunehmend experimentierte und mehrere Serien in aussergewöhnlichem Querformat (Bankettkamera) schuf, die den Schlusspunkt der Ausstellung bilden.


Cette exposition revient pour la première fois sur l’ensemble de l’œuvre de Jan Groover (1943-2012), photographe d’origine américaine dont le fonds personnel a intégré les collections du Musée de l’Elysée en 2017. À travers une sélection d’archives issues de ce dernier, elle évoquera non seulement les années new-yorkaises de l’artiste, mais aussi françaises – pan méconnu de sa carrière. Le parcours présente les résultats d’un important travail de recherche mené par l’équipe du musée sur le fonds – à la fois du point de vue de la conservation (analyses approfondies sur les procédés et supports photographiques, traitements de restauration) et de la documentation historique (contextualisation de l’œuvre et de sa réception tant institutionnelle que critique).

« Le formalisme, c’est l’essentiel. » Empruntant pour ligne directrice l’assertion de Groover, l’exposition met en lumière le dessein éminemment plastique poursuivi tout au long de son travail par la photographe. Menée au gré d’une expérimentation constante, cette recherche et le processus créatif qu’elle implique sont mis en valeur non seulement par la présentation d’épreuves vintage, mais aussi par la présence de documents, notes et carnets préparatoires.

Au début des années 1970, Jan Groover – délaissant sa vocation première de peintre – est remarquée pour ses polyptyques photographiques, construits autour des motifs de la route, des voitures et de l’environnement urbain. Prémisses de ses explorations formelles et esthétiques, ils offrent la possibilité de réexaminer des réflexions amorcées par les artistes contemporains de l’époque (notamment les notions de sérialité et de séquence). Vers 1978, Jan Groover change radicalement de sujet pour se tourner vers la nature morte. Elle débute ainsi un corpus qui formera l’essentiel de son œuvre, et grâce auquel elle reste aujourd’hui encore l’une des figures éminentes du genre dans l’histoire contemporaine du médium. Pour la plupart réalisées en studio, ses compositions relèvent de procédés variés. Dans les années 1980, elles contribueront activement à la reconnaissance de la photographie en couleurs. Malgré une prééminence sans conteste de ses photographies d’objets, le travail de Jan Groover est également ponctué de paysages, corps et portraits, souvent en noir et blanc. Elle développe également un attachement pour la technique au platine et au palladium dont elle approfondira l’étude à son arrivée en France, avec plusieurs séries au format allongé très particulier (banquet camera), en conclusion de l’exposition.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Vernissage | La Mer - Frank Paul Kistner | Uno Art Space | Stuttgart
Sep
19
7:00 nachm.19:00

Vernissage | La Mer - Frank Paul Kistner | Uno Art Space | Stuttgart


Uno Art Space | Stuttgart
19. September 2019

La Mer
Frank Paul Kistner


La Mer_1.jpg

Frank Paul Kistner fotografiert das leere Meer für seine umfangreiche und teils großformatige Serie La Mer. Zwischen Himmel und Meer vermischen sich Blau, Grün und Türkis. Das Meer glitzert und funkelt, schäumt, tost, braust oder ist gänzlich ruhig und leise. Der Horizont sitzt tief und wirkt erhaben weit. Ein schier unendlicher, magischer Raum tut sich auf. Nicht nur malerisch ist er erkundbar, sondern auch in seiner psychologischen und philosophisch-transzendenten Dimension. Bildende und Darstellende Künstler, Literaten, Lyriker und Musiker haben sich seit Jahrtausenden mit dem Meer beschäftigt. Die Seestücke von Frank Paul Kistner verzaubern, verführen einen, den verborgenen, geheimnisvollen Raum unter der Meeresoberfläche mit seinen Sehnsüchten zu füllen. Auch das Unterbewusste fließt mit ein. Irdische Widrigkeiten verblassen. Erhabenes und Wohltuendes kann sich dann ausbreiten – zumindest für diesen Moment.

(Text: Uno Art Space, Stuttgart)

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Vernissage | "Light form Photogram" - Minyó Szert | Anzenberger Gallery | Wien
Nov
13
7:00 nachm.19:00

Vernissage | "Light form Photogram" - Minyó Szert | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
13. November 2019

“Light form Photogram”
Minyó Szert


7 Layer-20, 2018

7 Layer-20, 2018


Zum hundertjährigen Bestehen der Bauhausschule zeigt die AnzenbergerGalerie eine Ausstellung von Minyó Szert, einem ungarischen zeitgenössischen Künstler, dessen Werke auf geometrischen Elementen und Texturen, Bewegung und Konstruktion aufbauen. Minyós einzigartige Interpretation, die sich auf Suprematismus, Abstraktion und analoge Fotografie stützt, erweckt die Form am Rande des Figuralen zum Leben und lädt das Publikum ein, sein Verständnis von Raum und Zeit neu auszurichten.

Minyó begegnete der Bauhaus-Schule und ihren stilistischen Merkmalen erstmals in den 1960er Jahren in der ungarischen Botschaft in Neu-Delhi, wo er sofort von der kühlen Begegnung zwischen Metall und Textilien und den leichten Formen der Möbel fasziniert war. Seine Bilder enthalten malerische Gesten und Freihandfotografie in einer intensiven Montage von gebauten Bildern und Materialien; sein kreativer Prozess ist eine zeitlich begrenzte, analoge fotografische Performance in Anwesenheit eines Live-Publikums.


On the centenary of the Bauhaus School, the AnzenbergerGallery presents an exhibition by Minyó Szert, an Hungarian contemporary artist whose works build on geometric elements and textures, movement, and construction. Drawing from Suprematism, abstraction, and analogue photography, Minyó’s unique interpretation brings form to life at the margins of the figural, inviting the audience to refocus their understandings of space and time.

Minyó first encountered the Bauhaus school and its stylistic hallmarks in the 1960s in the Hungarian embassy in New Delhi, where he was immediately captivated by the cool encounter between metal and textiles, and the light-as-air forms of the furniture. His pictures incorporate painterly gestures and freehand photography in an intense montage of built images and materials; his creative process is a time-limited, analogue photographic performance in the presence of a live audience.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Vernissage | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden
Aug
22
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Gute Gefühle - Elena Parris | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
22. August 2019

Einführung durch Margherita Guerra, Leiterin Fotofestival Lenzburg

Gute Gefühle
Elena Parris


more than ever!

more than ever!

Artistisch und virtuos

Einst brach Elena Parris kämpferisch Tabus, sie brüskierte und provozierte. Heute will die Schweizer Künstlerin immer noch Grenzen sprengen: Doch jetzt soll ihre Kundschaft mit Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen. Mit «Guten Gefühlen». Ein Gesicht blickt aus einem Rücken, eine gesichtslose Frau räkelt sich hinter Gitterstäben, man sieht Teile einer Blume – Stempel und Staubblätter geometrisch geordnet. Alles scheinbar zufällig komponiert und auf den ersten Blick züchtig. Doch halt, die Blumenkomposition ist der Ursprung allen Lebens: Vereinigung steht bevor. Und die Frauenbilder sind erotisch äusserst aufgeladen. Wie heisst doch eines? «It’s different behind». Dahinter ist alles ganz anders. Vielschichtig. Vielschichtigkeit, das ist das neue Thema von Elena Parris. Einst lancierte sie eine politisch und religiös gewagte Plakatkampagne, die zensiert wurde («the surprise collection»). Das war alles offensichtlich. Heute zeigt sie subtilere Werke. Die Künstlerin sagt: «Gegensätzliches, vordergründig Widersprüchliches und Mehrdeutigkeiten interessieren mich derzeit.» Der Grund? «Das lässt mehr Spielraum zur Interpretation.» Provokation mag bei den neuen Werken vorerst scheinbar fehlen, doch der Reiz zeigt sich beim zweiten Hinschauen. Es ist der Reiz des tieferen, längeren Blickes: Als Zuschauer möchte man die Vielschichtigkeit aufschlüsseln. Denn Parris' Fotos sind keine Momentaufnahmen, auf die sich heute viele Fotografen beschränken, sondern es sind durch das Übereinanderlegen verschiedener Schichten Bilder neuer Realitäten entstanden.

Elena Parris, die in den letzten Jahren weltweit ausstellte – von Berlin bis Shanghai, von Tiflis bis Zürich – sagt: «Ich habe eine Abneigung gegen das Zwanghafte, das um der Aufmerksamkeit Willen grotesk oder hässlich wirken will.» Kommerzielle Modeströmungen sind ihr überdies egal. Positives ist angesagt. Parris begründet: «Kaltblütiges, Grausames oder Trauriges gibt es doch schon zur Genüge.» Die eigenwillige Künstlerin betont: «Alle wollen wir doch sinnlich und charismatisch sein, aber viele Menschen können das nicht ausdrücken. Ich weiss nicht, ob mir das gelingt.» Bleibt die Frage, was Schönheit ist. Elena Parris dazu: «Das perfekte Bild hat viele Facetten, für mich gehören beispielgebende und unvergleichbare Attribute dazu. Artistisch und virtuos soll meine Fotografie sein. Nur dann wird ein Bild fantastisch wirken.» Das Publikum darf mit Elena Parris weiter schreiten, höher blicken, tiefer gehen – so kann die Künstlerin immer wieder neue Grenzen sprengen.

Elena Parris ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Nach einem Exkurs in das Studium der Architektur verschrieb sie sich der Fotografie. Sie studierte an der Uni Berlin bildende Kunst und arbeitete an der Seite verschiedener namhafter Fotografen wie Helmut Newton. Parris war an den Filmfestspielen in Cannes engagiert, arbeitete mit dem Topmodel Markus Schenkenberg für Werbekampagnen und war für Magazine wie «annabelle», «Massiv», «Amica», «Faces» und viele andere im Einsatz. Sie lebt in Grosswangen, wo sie auch den «Kunsthof» lanciert hat, eine Plattform für Kunstschaffende.

(Text: Mathias Haehl)

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Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | UNO ART SPACE | Stuttgart
Jul
27
7:00 nachm.19:00

Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | UNO ART SPACE | Stuttgart

UNO ART SPACE | Stuttgart
27. Juli 2019

22. vfg Nachwuchsförderpreis
Alexandra Baumgartner aus Luzern mit "Cabbage and corn, hope and sorrow"
Karla Hiraldo Voleau aus Lausanne mit "Hola Mi Amol"
Christian Indergand aus Silenen mit "Sagen aus Uri, 2018"
Ernst Kehrli aus Luzern mit "Y-Kipcorn"
Jonathan Liechti aus Bern mit "By God's Grace" Portraits"
Lisa Lurati aus Lugaggia mit "Scherzo. Molto allegro quasi presto"
Fabienne Spiller aus Schaffhausen mit "Abseits von Philia"
Aissa Tripodi aus Basel mit "Besetzt – Warten – Eintreten"
Fred Walter Uhlig aus Basel mit "Cava"
Simon von Gunten aus Solothurn mit "Cutis"


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Vernissage | Leben - Walter Schels | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Leben - Walter Schels | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
18. Juli 2019

Leben
Walter Schels


Maria Hai-Anh Tuyet, 2003, aus der Serie »Noch mal leben« | je 100 x 100 cm, Pigment-Print | © Walter Schels

Maria Hai-Anh Tuyet, 2003, aus der Serie »Noch mal leben« | je 100 x 100 cm, Pigment-Print | © Walter Schels


Die Reihe HAMBURGER HELDEN, die mit der Ausstellung DIE ZWEITE HEIMAT des Fotografen Peter Bialobrzeski im vergangenen Jahr sehr erfolgreich begonnen wurde, wird im Sommer 2019 mit dem Fotografen Walter Schels (*1936) vom 19. Juli bis 3. Oktober 2019 im Haus der Photographie der Deichtorhallen fortgesetzt.

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Walter Schels wie kaum ein anderer Fotograf seiner Generation mit Extremsituationen des menschlichen Lebens. Der Ausnahmefotograf hat sich für viele seiner Projekte an die Ränder der Existenz begeben: Seine Serien und Langzeitprojekte widmen sich der Geburt ebenso wie dem Sterben; Menschen mit Behinderung werden ebenso wie bekannte Persönlichkeiten im Stil eines klassischen Studiofotografen vor vorwiegend neutralen, oft dunklem Hintergrund porträtiert. Er löst die Figur aus seinem Lebensraum und konzentriert sich auf den Körper sowie die Mimik der Porträtierten. Seine Fotoarbeiten haben ihm den Ruf eines nachdenklichen Existentialisten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Portraitfotografie eingebracht.

Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung LEBEN wird einige von Schels bekanntesten Serien präsentieren und diese durch neue Arbeiten ergänzen, die das menschliche Sein in seinen vielen Ausprägungen abbildet und visuell reflektiert. Darunter wird die bisher noch nicht gezeigte Serie Transsexuell zu sehen sein, in der Walter Schels die Entwicklung vom Zeitpunkt der ersten Hormonbehandlung bis zur abgeschlossenen Geschlechtsumwandlung junger Menschen zeigt.

1936 in Landshut geboren, war Walter Schels zunächst als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf tätig, bevor er 1966 in New York seine fotografische Karriere begann. 1970 eröffnete er in München sein eigenes Studio und arbeitete für Magazine wie den Stern und Eltern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Goldmedaille des Art Directors Club für Deutschland, dem Hansel-Mieth-Preis und dem World Press Photo Award 2004. Walter Schels ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). Er lebt und arbeitet in Hamburg.


Mathis, 10 Monate, 2004, 15 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage | © Walter Schels

Mathis, 10 Monate, 2004, 15 x 15 cm, Silbergelatine-Print, Vintage | © Walter Schels


The HAMBURG HEROES series, which had a very successful start last year with the exhibition DIE ZWEITE HEIMAT by the photographer Peter Bialobrzeski, will continue this summer with the photographer Walter Schels (*1936) in the House of Photography at the Deichtorhallen from 19 July to 3 October 2019.

For more than 50 years, Schels has engaged like almost no other photographer of his generation with extreme situations of human life. This exceptional photographer has explored the margins of existence for many of his projects: his series and long-term projects focus on birth as well as dying. In the style of a traditional studio photographer, he depicts people with disabilities as well as famous personalities in front of a usually neutral, often dark background. He removes the figure from its environment and focuses on the body as well as the facial expressions of his subjects. His photography has earned him a reputation as a thoughtful existentialist within contemporary portrait photography.

Curated by Ingo Taubhorn, the exhibition Life will present some of Schel’s best-known series and supplement them with new works that depict and visually reflect human existence in its many forms. Among them will be the never-before-shown series Transsexual, in which Walter Schels shows the development of young people from the time of their first hormone treatment to their completed gender reassignment.

About the Photographer
Born in 1936 in Landshut, Walter Schels initially worked as a window dresser in Barcelona, Canada, and Geneva before beginning his photography career in 1966 in New York. In 1970 he opened his own studio in Munich and worked for magazines such as Stern and Eltern. He has received numerous awards, including the Gold Medal from the Art Directors Club für Deutschland, the Hansel Mieth Prize, and a World Press Photo Award in 2004. Walter Schels is a member of the Freie Akademie der Künste Hamburg and an honorary member of the Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. He lives and works in Hamburg.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
18. Juli 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Vernissage | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
12
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg



Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert gute aussichten 2018/2019 im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. 

Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Was sich einmal etabliert hat, lässt sich schwer wieder aus der Welt schaffen – das gilt für jedwede Struktur, sei sie geistiger oder physikalischer Natur. So ist es äußerst erfrischend, wenn die neun Preisträger/Innen von gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 allesamt frischen Wind in ein Feld hineintragen, dessen bildgestalterische Möglichkeiten aller Kassandrarufe zum Trotz offensichtlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Preisträger*innen: Lorraine Hellwig, Laila Kaletta, Patrick Knuchel, Benjamin Kummer, Steve Luxembourg, Sina Niemeyer, Malte Sänger, Robert ter Horst und Anna Tiessen.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Vernissage | SEASIDE | Bildhalle
Jul
11
5:00 nachm.17:00

Vernissage | SEASIDE | Bildhalle


Bildhalle | Zürich
11. Juli 2019

SEASIDE
Albarrán Cabrera, Carole Bénitah, Werner Bischof, René Burri, Paul Cupido, Renato d'Agostin, Thomas Hoepker, Nicolas Hughes, Miho Kajioka, Philipp Keel, Barry Kornbluh, Douglas Mandry, Willy Spiller und Miriam Tölke


Albarrán Cabrera | Mouth of Krishna #222, 2016 | Pigment-Print auf Japan-Papier über Blattgold | Edition 20

Albarrán Cabrera | Mouth of Krishna #222, 2016 | Pigment-Print auf Japan-Papier über Blattgold | Edition 20

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Vernissage | Amour - Guillaume Perret | Focale | Nyon
Jul
6
5:30 nachm.17:30

Vernissage | Amour - Guillaume Perret | Focale | Nyon


Focale | Nyon
6. Juli 2019

Amour
Guillaume Perret


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In wen verliebst du dich?.... Eine persönliche und intime Frage, deren Definition aber ausreichend offen sein muss, um den Herzschlag der Menschheit zu spüren... Diese Arbeit verbindet sich durch das Bild von Paaren, die sich durch den Blick unserer Gesellschaft stigmatisiert fühlen. Mit einem poetischen Ansatz möchte Guillaume Perret atypische Paare hervorheben, die uns andere Wege zeigen, wie wir uns dem Leben nähern können.... Dieses Projekt soll uns daran erinnern, dass jenseits der Schwierigkeiten jede Form der Liebe auch durch ihren einzigartigen und persönlichen Charakter schön ist. Diese verschiedenen Formen, ob akzeptiert oder nicht, verweisen uns auf unsere eigenen Darstellungen, und die Fotografie ist ein hervorragendes Werkzeug, um dieses Thema anzugehen. Ein Foto kann dank seines erzählerischen Potenzials Poesie mit einer Realität verbinden, die manchmal schwer zu sehen ist. Die in dieser Arbeit präsentierten Fotos sind eine organische Antwort auf eine intime Erfahrung namens Liebe.

Guillaume Perret (*1973) lebt und arbeitet im Kanton Neuenburg. Seine Neugierde und Sensibilität führte ihn nach seiner Tätigkeit als Maurer und Lehrer zur Fotografie, autodidaktisch und entschlossen, er arbeitet seit 2005 für die Schweizer Presse und gründete 2015 die Agentur Lundi13 mit. 2018 wurde er von der Jury des Swiss Press Photo zum "Fotografen des Jahres" gewählt. Er gewann den 1. Preis in der Kategorie Porträt.


De qui tombez-vous amoureux?… Question personnelle et intime mais dont la définition doit être suffisamment ouverte pour sentir battre le cœur de l’humanité… Ce travail relie par l’image des couples qui se sentent stigmatisés par le regard de notre société. Par une approche poétique, Guillaume Perret cherche à mettre en lumière des couples atypiques qui nous donnent à voir d’autres manières d’aborder la vie… Ce projet cherche à rappeler qu’au-delà des difficultés rencontrées, toute forme d’amour est belle aussi par son caractère profondément unique et personnel. Ces formes multiples, acceptées ou non, nous renvoient à nos propres représentations.
La photographie est un excellent outil pour aborder cette thématique. Une photo, grâce à son potentiel narratif, peut mélanger la poésie avec une réalité parfois difficile à voir. Les photos présentées dans ce travail sont une réponse organique à une expérience intime que l’on appelle Amour.

Guillaume Perret (*1973) vit et travaille dans le canton de Neuchâtel. C’est après avoir été maçon et enseignant que sa curiosité et sa sensibilité l’amèneront à la photographie.
Autodidacte et déterminé, il travaille depuis 2005 pour la presse suisse et cofonde en 2015 l’agence Lundi13. En 2018, il est consacré « photographer of the year » par le jury du Swiss Press Photo. Il obtient le 1er prix dans la catégorie portrait.

(Text: Focale, Nyon)

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Vernissage | Lukas Hofmann und Matheline Marmy | Photoforum Pasquart | Biel
Jul
6
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Lukas Hofmann und Matheline Marmy | Photoforum Pasquart | Biel


Photoforum Pasquart | Biel
6. Juli 2019

Lukas Hofmann und Matheline Marmy


Untitled 2017 | Matheline Marmy

Untitled 2017 | Matheline Marmy


Die Ausstellungen von Lukas Hoffmann und Matheline Marmy, die zunächst als Einzelausstellungen konzipiert waren, teilen sich nun die Räume des Photoforums Pasquart in einer Art und Weise, in der eine direktere Konfrontation der Werke und Bildsprachen ermöglicht wird. Hoffmanns fotografisches Werk und Marmys experimentelle Installationen und Arbeiten auf Papier werden einander so gegenübergestellt und schaffen einen facettenreichen visuellen und konzeptionellen Dialog.

In ihren Arbeiten bearbeiten Hoffmann und Marmy ähnliche Themen: Basierend auf der Erforschung ihrer Umgebung fertigen sie Aufzeichnungen an – sei es mit der Kamera oder anderen Werkzeugen –, bevor sie sich allmählich von den ersten Beobachtungen lösen und diese in ihre eigenen visuellen Räume verlagern. Während Marmy in ihrem Atelier natürliche Degradierungs- und Transformationsprozesse nachbildet, erfasst Hoffmann mit seiner analogen Kamera die Aussenwelt.


Conçues à l’origine comme deux expositions monographiques distinctes, les expositions de Matheline Marmy et Lukas Hoffmann occupent en définitive les espaces du Photoforum Pasquart de manière imbriquée, permettant des confrontations directes entre leurs travaux et leurs langages visuels. L’œuvre photographique de Hoffmann et les installations expérimentales et œuvres sur papier de Marmy sont ici juxtaposés dans un dialogue visuel et conceptuel complexe.

Leurs pratiques recourent à des tropes communs : à partir de l’exploration de leur environnement, ils réalisent tous deux des formes d’enregistrement — avec une caméra ou d’autres outils — avant de se détacher progressivement de l’observation initiale et de glisser vers leur propre langage visuel. Alors que Marmy reproduit des processus naturels de dégradation et de transformation dans son studio, Hoffmann capture les environnements extérieurs avec sa caméra analogique.


Initially conceived as separate solo shows, the exhibitions of Lukas Hoffmann and Matheline Marmy ultimately share the space of the Photoforum Pasquart in a much more intricate way, allowing for more direct confrontations between their works and visual languages. Hoffmann's photographic work and Marmy's experimental installations and her works on paper are thus juxtaposed, engaging in a multifaceted visual and conceptual dialogue.

Their works use common tropes: based on the exploration of their environment, they both perform forms of recording – be it with the camera or other tools – before gradually departing from the initial observation and shifting into their own visual realm. While Marmy reproduces natural processes of degradation and transformation in her studio, Hoffmann captures external environments with his analogue camera.

(Text: Photoforum Pasquart, Biel)

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Vernissage | Berge - Magnum Photos | Musée des beaux-arts | Le Locle
Jun
21
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Berge - Magnum Photos | Musée des beaux-arts | Le Locle


Musée des beaux-arts | Le Locle
21. Juni 2019

Berge - Magnum Photos


On the road to Cuzco, near Pisac, Peru, May 1954 © Werner Bischof | Magnum Photos

On the road to Cuzco, near Pisac, Peru, May 1954 © Werner Bischof | Magnum Photos

Die Bergwelt zieht Fotografen auf der ganzen Welt in ihren Bann. Als internationale Referenz auf dem Gebiet des Fotojournalismus bewahrt die 1947 gegründete Agentur Magnum in ihren Archiven Bilder der höchsten Gipfel der Welt auf. Zwar ist die Agentur nicht für ihre Landschaftsbilder berühmt, doch die Bergwelt zieht sich wie ein roter Faden durch ihre über 70-jährige Geschichte. Man erinnert sich nicht nur an die berühmten Fotografen der Agentur, wie zum Beispiel Werner Bischof, René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Raymond Depardon, Elliott Erwitt, Martine Franck, Susan Meiselas, Martin Parr und Alec Soth – sondern Magnum Photos ist vielen zudem ein Begriff als Kollektiv, das sich für eine engagierte Fotografie einsetzt. Mittels dieser Sammlung von Fotos entdecken wir die Faszination, die hohe Gipfel auf den Menschen ausüben – und zwar überall auf der Welt. Der Bergwelt wird sowohl Verehrung als auch Furcht entgegengebracht. Bis ins 20. Jahrhundert hinein erschien sie unzerstörbar; heute hingegen werden wir uns immer stärker bewusst, wie der betriebene Raubbau die Gebirgslandschaft schwächt. Ein Abschnitt der Ausstellung ist dem Schweizer Werner Bischof gewidmet und wurde in Zusammenarbeit mit dem Werner Bischof Archiv in Zürich realisiert. Während des Zweiten Weltkriegs durfte der berühmte Fotograf die Schweiz nicht verlassen. Er nutzte die Zeit zu regelmäßigen, ausgedehnten Exkursionen in die Alpen, auf denen er oft allein unterwegs war. Die Bergwelt sollte ihn nicht mehr loslassen. Später reiste Bischof in alle Teile der Welt und besonders gern in große Höhen. Im Jahr 1954, zwei Jahre nach seiner Himalaya-Reise, war er in den Anden unterwegs, als er bei einem Autounfall ums Leben kam. Der 38-jährige Bischof war der erste Fotograf, den die Agentur Magnum verlor; die von ihm so geliebte Bergwelt hatte das letzte Wort in seinem Leben gesprochen.

Die Ausstellung wird vom MBAL in enger Zusammenarbeit mit Magnum Photos organisiert. Ein vom Prestel Verlag herausgegebenes Buch begleitet sie. Vom 17. Juli 2019 bis 7. Januar 2020 wird eine Version der Ausstellung in Forte di Bard unweit von Aosta zu sehen sein.

Europe, 2016 © Carl De Keyzer | Magnum Photos

Europe, 2016 © Carl De Keyzer | Magnum Photos

La montagne est un sujet qui captive les photographes partout dans le monde. Il suffit de parcourir l’histoire de la photographie pour voir à quel point le paysage de montagne est un sujet en soi pour les premiers photo­graphes. Référence absolue du photojournalisme depuis sa création en 1947, l’agence Magnum est célébrée pour le talent de ses photographes. Bien que Magnum Photos ne soit pas célèbre pour ses paysages, la montagne demeure un fil conducteur qui permet de parcourir l’histoire de l’agence, réunissant ainsi dans ses archives des images des plus hauts sommets du monde. Fondé par un petit groupe d’amis réunis autour de Robert Capa, l’agence comprend une quinzaine de membres dans les années 1950. Ses fondateurs défen­daient le témoignage par l’image tout en revendiquant la capacité du photo­graphe à apporter une vision singulière et sensible sur des sujets à traiter. A cette époque la télévision n’existe pas et une bonne partie de la planète n’a jamais vu un objectif. Aujourd’hui, l’agence compte 40 membres. Les gé­nérations passent mais une chose persiste : appartenir à Magnum Photos, c’est défendre une photographie engagée, exigeante, autonome et surtout indépendante.

Nombreux sont les photographes qui traversent l’histoire de Magnum Photos. Si les regards, les styles, les expériences sont multiples, les photographes se battent pour garder un oeil ébloui, admiratif devant les paysages et les hu­mains qui habitent dans des conditions parfois difficiles. Se rendre dans des lieux éloignés, emprunter des chemins escarpés, ou simplement difficiles d’accès, est parfois un passage obligé. Nombre de reportages témoignent des rencontres et scènes quotidiennes croisées sur la route. L’exposition s’éloigne des événements marquants du 20e siècle auxquels ont participé les photographes de Magnum Photos – ou mieux les laisse en arrière-plan – pour mettre au premier plan un décor spécifique, celui de l’altitude. Le thème évoque la fascination que l’humain a pour les hauts sommets – et ce sur tous les continents.

La montagne rapproche l’humain de la nature, le projette parfois dans des conditions climatiques extrêmes, le rend souvent humble face aux éléments.

Alors que la sensibilité humaniste des premières générations de photo­graphes de l’agence Magnum fait généralement d’eux des artistes qui affir­ment leur communion avec le monde qu’ils photographient, les générations suivantes observent leurs semblables sous un nouveau regard. Lorsque les photographes décident d’aller à la rencontre de la montagne aux prises avec un tourisme intense, ils savent qu’ils se trouvent face à une nature aménagée et mise en scène. Au 21e siècle, la montagne a tant été domestiquée qu’elle en est réellement fragilisée. Alors qu’a cours son industrialisation intensive, les photographes dépeignent les usages et abus que l’homme inflige à la na­ture, soulevant par là des questions sociales et politiques. Aujourd’hui, il s’agit moins de faire découvrir des lieux restés inaccessibles mais de mon­trer un environnement en mutation, voire en péril.

L’exposition, qui est accompagnée d’un livre publié par Prestel et disponible en anglais et en allemand, est organisée par le MBAL en étroite collaboration avec Magnum Photos. Elle a reçu la généreuse contribution de Zenith. Une version de l’exposition est à découvrir au Forte di Bard, dans la vallée d’Aoste, entre le 17 juillet 2019 et le 7 janvier 2020.

Africa's majestic second highest peak, contains the remnants of fast disappearing snowfields, Mount Kenya, 2004 © Alex Majoli | Magnum Photos

Africa's majestic second highest peak, contains the remnants of fast disappearing snowfields, Mount Kenya, 2004 © Alex Majoli | Magnum Photos

Mountains have long fascinated photographers from all over the world. The archives of Magnum Photos – the biggest name in photojournalism since its creation in 1947– contain images of some of the world’s highest peaks. Magnum Photos is not known for landscape photography, but the theme runs through the agency’s 80-year history. Many of its members have become important figures in the history of photography: Werner Bischof, René Bur­ri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Raymond Depardon, Elliott Erwitt, Martine Franck, Susan Meiselas, Martin Parr and Alec Soth, to mention only a few. But the agency as a whole has also had a major impact, through its de­dication to politically engaged photography. These photographs are not only a testament to a very human fascination with mountains all over the world, but also to the veneration and fear that they can inspire. Up until the 20th century, mountains seemed to be indestructible, but today, we see mountain habitats overused and endangered. Part of the exhibition is devoted to re­nowned Swiss photographer Werner Bischof, and presented in partnership with the Werner Bischof Archives in Zurich. During the Second World War, Bischof was unable to leave the country but took long regular trips to the Alps, often alone. His love for the mountains never faded. He later roamed the world and never stopped seeking high altitudes. In 1954, two years after an expedition to the Himalayas, he traveled to the Andes, where he died in a road accident. At the age of 38, Bischof was the first Magnum photographer to pass away. The mountains –which fascinated him so much – had the last word.

The exhibition was developed by the MBAL in close collaboration with Magnum Photos. It received the generous contribution of Zenith. It is accompanied by a book published by Prestel. A ver­sion of the exhibition will also be on display from 17 July 2019 to 7 January 2020 at Forte di Bard, near Aosta, Italy.

(Text: Nathalie Herschdorfer, Musée des beaux-arts Le Locle)

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Vernissage | Parc du Doubs - Henrik Spohler | Musée des beaux-arts | Le Locle
Jun
21
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Parc du Doubs - Henrik Spohler | Musée des beaux-arts | Le Locle


Musée des beaux-arts | Le Locle
21. Juni 2019

Parc du Doubs
Henrik Spohler


© Henrik Spohler, Doubs, Barrage du Châtelot, septembre 2018

© Henrik Spohler, Doubs, Barrage du Châtelot, septembre 2018

In dem Wunsch, eine Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Landschaftzu schaffen, hat das MBAL gemeinsam mit dem 2012 gegründeten und national bedeutsamen Naturpark Doubs eine Künstlerresidenz organisiert. Die Wahl fiel auf den deutschen Fotografen Henrik Spohler (1965), der im Rahmen seiner Reisen in verschiedene Regionen der Welt der zeitgenössischen Landschaft seit vielen Jahren eine besondere Aufmerksamkeit widmet. Seine Arbeiten evozieren stets den Blick, den der Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer bestimmten Gesellschaft auf die Natur wirft. Dabei klingen Faszination, das Paradoxe, die Natur, Kultur, Mythen, Konstrukte und Sehnsüchte an. Das konkrete Interesse für einen Schweizer Naturpark gestattet es, die Definition der „Natur“ im 21. Jahrhundert zu hinterfragen.

Für seine Künstlerresidenz in dem Naturpark Doubs erhielt Spohler rundum freie Hand. Seine einzige Vorgabe war, ein Porträt des Parks anzufertigen, der sich auf einer Fläche von etwa 300 km2 erstreckt. Das südlich des Flusses an der Grenze zu Frankreich gelegene Gebiet reicht von Les Brenets nahe Le Locle bis nach Saint-Ursanne, durch die Freiberge des Jura. Zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 erkundete Spohler den Park mit seinen Böschungen und Weiden auf unzähligen langen, einsamen Streifzügen. Er interessierte sich insbesondere für die Art und Weise, wie die menschliche Tätigkeit die Landschaft gestaltet und dabei geschützte Gebiete einbezieht. Spohler war ein Zeuge der Spannungen, die auf dem Land allgegenwärtig sind, denn hier treffen natürliche und bebaute Landschaften, der ländliche und der städtische Raum aufeinander. Seine bemerkenswert besonnenen Bilder fangen die ganz besondere Atmosphäre ein, die diese vom Menschen erschlossenen Orte ausstrahlen.

Die Ausstellung wird von einer durch den Naturpark Doubs und das MBAL produzierten Publikation begleitet.

© Henrik Spohler, Les Roches-de-Moron (Les Planchettes), octobre 2018

© Henrik Spohler, Les Roches-de-Moron (Les Planchettes), octobre 2018

A l’heure où notre monde vit des modifications climatiques dont nous ne mesurons pas encore l’impact, le MBAL apporte sa pierre à l’édifice en proposant une réflexion par l’image sur le paysage contemporain. Inviter un photographe à observer un territoire consiste d’une part à offrir une représentation du paysage à nos contemporains et aux générations futures, et d’autre part à ouvrir de nouveaux horizons sur la pensée du paysage. Le MBAL et le Parc naturel régional du Doubs se sont ainsi associés pour organiser une résidence d’artiste. Le choix s’est porté sur le photographe allemand Henrik Spohler (1965) pour le regard singulier qu’il porte depuis de nombreuses années sur le paysage contemporain lors de ses voyages dans différentes régions du monde. Le projet Parc du Doubs entend aller au-delà du simple témoignage consacré à ce parc naturel régional d’importance nationale dont la création remonte à 2012. S’intéresser de près à un parc naturel suisse permet d’interroger la définition de la « nature » au 21e siècle.

Le dernier grand projet de Spohler s’intitulait Le Troisième Jour en référence à la Genèse biblique et au jour durant lequel Dieu aurait créé la nature. Le photographe nous présentait une vision crue et sans artifices de l’agriculture industrielle. Dans le cadre de la résidence d’artiste au sein du Parc du Doubs, Spohler a reçu carte blanche. La seule condition qui fut posée était de faire le portrait du parc qui s’étend sur quelque 300 km2. Ce territoire, situé au sud de la rivière, à la frontière française, s’étend des Brenets, près du Locle, jusqu’à Saint-Ursanne en passant par les Franches-Montagnes.
Spohler a sillonné entre l’automne 2018 et le printemps 2019 le Parc, ses berges et pâturages lors de longues promenades en solitaire. Il a été particulièrement intéressé par la manière dont l’activité humaine façonne le paysage tout en défendant des zones protégées. Spohler observe les tensions que vit la campagne, où le naturel côtoie le construit, où le rural côtoie l’urbain. Ses prises de vue remarquablement contrôlées répondent à l’atmosphère qui se dégage de ces lieux aménagés.

Les humains du 21e siècle, pour la plupart citadins, aspirent encore à une nature sauvage mais celle-ci se révèle être en réalité une utopie qu’il est difficile de tenir à l’écart de l’urbanisation que connaît la planète.

Le regard scrutateur de Spohler montre que nous ne pouvons plus nous contenter de contempler les paysages comme de beaux décors. L’agriculture, l’élevage, le jardinage fabriquent une nature qui est humaine. Le paysage est ainsi composé à la fois d’un espace « naturel » et d’un espace « vivant », « humain », un espace social, économique, marqué par l’histoire des transformations de la nature en territoire. Il y a beaucoup à apprendre sur nos sociétés humaines en observant la géographie qui se dessine à la surface de la terre, et c’est ce que Spohler cherche à mettre en lumière. Dans sa photographie, le paysage n’est ainsi pas à l’arrière-plan comme cela a souvent été le cas : il fait venir le fond au premier-plan pour nous montrer l’interrelation entre nature, territoire et regard humain.

Réalisée en collaboration avec le Parc naturel régional du Doubs, l’exposition est accompagnée par une publication produite par les deux institutions et disponible au MBAL.

© Henrik Spohler, Les Emibois, mars 2019

© Henrik Spohler, Les Emibois, mars 2019

With the aim of inspiring reflection on contemporary landscape, the MBAL partnered with Parc du Doubs (a regional nature park of national importance created in 2012) to organize an artist residency. The photographer Henrik Spohler, born in Germany in 1965, was chosen for the unique approach he applies to today’s landscape during his travels around the world. Spohler’s work always evokes the way humans see nature, at a given time and in a gi­ven society. His photographs reveal fascinations, paradoxes, nature, culture, myths, construction, aspirations. In his examination of the park, he explores what we mean by “nature” in the 21st century.

We gave Spohler carte blanche during his residency at Parc du Doubs; the only stipulation was that he create a portrait of the park, which covers 300 km2 south of the Doubs River along the border between Switzerland and France. The park stretches from Les Brenets, near Le Locle, up to Saint-Ur­sanne, passing through Jura’s Franches-Montagnes district. From autumn 2018 to spring 2019, Spohler made his way through the park’s riverbanks and pastures on long, solitary treks. He was particularly interested in the way human activity has fashioned the land despite its protected status. He bore witness to the inherent tensions of the countryside, where nature meets development and rural meets urban. His remarkably controlled photo­graphs are a response to the atmosphere in this hybrid landscape.

A publication co-published by the MBAL and the Parc du Doubs accompa­nies the exhibitionand is available at the MBAL.

(Text: Nathalie Herschdorfer, Musée des beaux-arts, Le Locle)

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Vernissage | tut en flur | Tart | Zürich
Jun
20
6:00 nachm.18:00

Vernissage | tut en flur | Tart | Zürich


Tart | Zürich
20. Juni 2019

“tut en flur”
Anna Halm Schudel, Denise Haschke, Brigitte Lustenberger und Elena Parris


For better for Worse | Brigitte Lustenberger

For better for Worse | Brigitte Lustenberger


Die Ausstellung "tut en flur" – in voller Blüte vereint vier Fotografinnen, die Blumen in verschiedener Art und Weise wahrnehmen und entsprechend darstellen.

Anna Halm Schudel

Anna Halm Schudel

Von Anna Halm Schudel ist der Rosenteil aus ihrem Langzeitprojekt zu sehen. Seit 25 Jahren nimmt sie Blumenkelche, Blütenblätter und Blütenstempel vor die Linse. Sie zelebriert die leuchtende Farbenpracht und die Formenvielfalt der Blumen. Sie taucht Blumensträusse ins Wasser und malt ein Blumenmeer. Sie lichtet nicht nur die Frische der Blüten ab, sondern auch den Prozess des Ausbleichens, Verdorrens und manchmal auch das Verfaulen ab.

Papaver raeticum | Denise Haschke

Papaver raeticum | Denise Haschke

Von Denise Haschke ist ein vielfältiges Erbari engiadinais mit Campanula, Clematis tamangutica, Papaver und vielen anderen Blumen in Form von Cyanotypien und Lumenprints zu sehen. Sie rückt das Unspektakuläre und das Verborgene in den Mittelpunkt - Dinge aus der Natur und insbesondere des alpinen Lebensraums. Das Werk ist inspiriert und geschaffen in der Berglandschaft und beeinflusst von der tiefen Verbundenheit mit der Natur.

Flowers XXIX | Brigitte Lustenberger

Flowers XXIX | Brigitte Lustenberger

Von Brigitte Lustenberger sind Bilder der Serie “Flowers“ zu sehen, in welchen sie das Thema Vergänglichkeit, durch das Beobachten und Inszenieren vom "Vergehen und Verwelken" von Blumen in den Vordergrund stellt. Sie bannt den Prozess mithilfe der Fotografie auf ein Negativ, das dem Innehalten eines Augenblicks gleichkommt und versucht somit mit dem “Momentfesthalten“ den Zerfall aufzuhalten.

Elena Parris

Elena Parris

Auch Elena Parris’ gleichnamige Serie “Flowers“ inszeniert Blüten, indem sie sie zerpflückt, zerrupft und zu einer neuen scheinbar perfekten Blüte arrangiert. Sie lässt die filigranen Blütenblätter und Blütenstempel miteinander tanzen und ein neues Bild zeichnen.

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Vernissage | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Jun
15
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Tourist | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel



Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Aus der Serie “Tipo Due” | © Ketty Bertossi

Ketty Bertossis Bildserie «Tipo Due», die sie in ihrer sizilianischen Heimat realisiert hat, ist vordergründig eine Reportage über Migration und Herkunft. Darüber hinaus reflektiert die Arbeit aber auch ihre Rolle als Fotografin, die beobachtend zur Beobachteten wird.

In der Bildserie «Nuits Blanches» begleiten wir Joel Sames auf seinen fotografischen Streifzügen durch Paris an die Unorte des Elends, wo Flüchtlinge aus aller Welt gestrandet sind. Die Szenerien im diffusen Licht der Nacht, das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz verweisen auf die Gegensätzlichkeit von persönlichem Engagement und Empathie und der Gleichgültigkeit der Gesellschaft.

Timo Ullmann untersucht die Grenzen von Individualität angesichts technischer Regeln und kultureller Konventionen in der Bilderproduktion. Durch das Zusammenführen und Überlagern von analogen und digitalen Praktiken werden Mechanismen der Selbstrepräsentation angesichts der digitalen Durchdringung unserer Welt befragt.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

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Vernissage | Kopiec Bonawentura - Lucas Olivet | Espace JB | Carouge
Jun
13
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Kopiec Bonawentura - Lucas Olivet | Espace JB | Carouge


Espace JB | Carouge
13. Juni 2019

Kopiec Bonawentura
Lucas Olivet


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A true behind-the-scenes gathering around Lac Noir located in the municipality of Wentworth in Canada, this exhibition is an invitation to travel and discover an exceptional nature. Accustomed to the places, Lucas Olivet goes every day to the family cottage where he continues to work around the lake, the vegetation and the relationship of the man to the water. Through a raking light, he tries to pay homage to this wild nature, to discover the traces of a certain spirituality in which the human presence is found to live simply, in the calm, the rhythm of the sun.

These pictures are the result of patient work. Sober and intimate, they are like Black Lake. They take us into this relaxing landscape, bathed in sunshine and so much so that they seem to be out of time.

“Black Water Ballad” comes after “Wentworth”, an evolving project around the Canadian campaign that was presented at the Biel International Photography Festival in 2013 and in 2014 at the European Young Photography Festival at 104 in Paris.

(Text: Sophie Eigenmann)

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Vernissage | Japanese Photography 1930s - 1970s | Mai 36 Galerie | Zürich
Jun
9
11:00 vorm.11:00

Vernissage | Japanese Photography 1930s - 1970s | Mai 36 Galerie | Zürich


Mai 36 Galerie | Zürich
9. Juni 2019

Japanese Photography 1930s – 1970s
Nobuyoshi Araki, Ken Domon, Ei-Q, Masahisa Fukase, Hiroshi Hamaya, Minoru Hirata, Eikoh Hosoe, Seiryu Inoue, Yasuhiro Ishimoto, Kikuji Kawada, Kineo Kuwabara, Daido Moriyama, Takuma Nakahira, Ikko Narahara, Yonosuke Natori, Kiyoji Otsuji, Akira Sato, Osamu Shiihara, Teikoh Shiotani, Issei Suda, Akira Tanno, Shoji Ueda, Hitomi Watanabe, Katsuhiro Yamaguchi, Kansuke Yamamoto


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Die Mai 36 Galerie freut sich in der Gruppenausstellung “Japanese Photography 1930s-1970s” in Zusammenarbeit mit Taka Ishii Gallery, Tokyo eine Auswahl japanischer Fotografie aus den Jahren 1930 bis 1970 zu präsentieren. Seit 30 Jahren zeigt die Mai 36 Galerie zeitgenössische Positionen der Fotografie wie Thomas Ruff sowie analoge Fotografien von Roe Ethridge, Luigi Ghirri, Ion Grigorescu, Jitka Hanzlova, Peter Hujar, Robert Mapplethorpe und Torbjørn Rødland.

Seit den 1990er Jahren hat die globale Anerkennung für die japanische Kunstfotografie massiv zugenommen. Weltweit interessierte sich das Publikum dafür, wie japanische Fotografen, obwohl von den Ausdrucksmitteln der westlichen Fotografie beeinflusst, ihren je eigenen unverwechselbaren Kontext für ihre Arbeit fanden.

Was zunächst als Interesse für einzelne japanische Fotografen begann, weitete sich derart aus, dass zwischen den einzelnen Punkten Verbindungen geknüpft und Linien gezogen wurden, bis die Versuche, sich einen Überblick über die japanische Fotografie zu verschaffen, schließlich in eine systematische Erforschung derselben mündeten. 2005 wurde im Rahmen des Houston International Photography Festivals in Texas, USA, eine Ausstellung zur Geschichte der japanischen Fotografie gezeigt, die in Amerika zu einem vertieften Verständnis der japanischen Fotografie führte. 2008 präsentierte das International Center of Photography in New York die Ausstellung «Heavy Light: Recent Photography and Video from Japan», die auch nach den 1990er Jahren einsetzende Trends der japanischen Fotografie und Kunst vorstellte. Die Ausstellung «For a New World to Come: Experiments in Japanese Art and Photography 1968–1979» im Museum of Fine Arts, Houston, 2015, konzentrierte sich bei ihrer ausführlichen Darstellung der Entwicklung und Bedeutung der Fotografie im Kontext der zeitgenössischen japanischen Kunst ganz auf die Zeit zwischen den späten 1960er und 1970er Jahren. Da es in Europa noch keine Schau ähnlichen Umfangs gab, planen wir eine Ausstellung, in deren Zentrum Schlüsselwerke der unten aufgeführten Künstler stehen und den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen sollen, die Strömungen der japanischen Nachkriegsfotografie von den 1930er bis in die 1970er Jahre nachzuvollziehen.

(Text: Mai 36 Galerie, Zürich)

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Vernissage | Food for the Eyes - Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation | Berlin
Jun
7
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Food for the Eyes - Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation | Berlin


C/O Berlin Foundation | Berlin
7. Juni - 2019

Food for the Eyes - Die Geschischte des Essens in der Fotografie


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Wiener Würstchen, Bockwürste, Schinken, Petersilie und Gewürzgurken als Requisiten einer grotesk absurden Szenerie – die Wurstserie des Schweizer Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss ist legendär. Die gefrorenen Gemüse- und Obstwürfel und kunstvoll arrangierten Stillleben des amerikanischen Modefotografen Irving Penn sind es ebenso. Die quietschbunten Törtchen und Baked Beans auf Toast des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr bedienen ein britisches Klischee, während die Arbeiten von Cindy Sherman und Martha Rosler das Rollenbild der Frau in der Küche hinterfragen. Die Ausstellung Food for the Eyes bei C/O Berlin blickt auf die vielen Geschichten des Essens in der Fotografie. 

Die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist lebensnotwendig – wie Luft, die wir atmen, oder Wasser, das wir trinken. Sie zählt zu den täglichen Grundbedürfnissen des Menschen, weckt die Sinne und betrifft das private und öffentliche Leben gleichermaßen. Nahrung und der Akt des gemeinsamen Essens spielen für unsere Rituale, Religionen und Feste eine entscheidende Rolle. Im Essen spiegeln sich unsere Wünsche und Fantasien wider. Als immer verfügbares und alltägliches Sujet wurde und wird Essen vielfach dargestellt. Food Photography kann deshalb – ebenso wie das Essen selbst – die unterschiedlichsten Themen fokussieren: Familie, Tradition, Ritual, Kultur, Wohlstand, Armut, Gender, Rasse, Lust, Ekel, Konsum und Verschwendung.

Mit Werken aus den Bereichen der Mode und des Fotojournalismus bis hin zur Werbung bietet die Schau einen umfangreichen Überblick über die Darstellung von Essen in der Fotografie der letzten zwei Jahrhunderte und verhandelt dieses Thema in drei Kapiteln: Stillleben zeigt, wie Künstler*innen dem traditionell malerischen Genre gefolgt sind. Wie hat die Malerei die Food Photography inspiriert, und wie haben zeitgenössische Fotograf*innen dieses künstlerische Motiv untergraben? Welche Veränderungen und Formen haben sich im Laufe der Zeit entwickelt? Around the Table wiederum blickt auf die Rituale des gemeinsamen Essens, auf die Werte und die kulturellen Identitäten, die sich darin widerspiegeln. Playing with Food beleuchtet nicht zuletzt mittels vielfältiger Ausdrucksweisen wie in der Kombination von Spiel und Nahrungsmitteln Werke entstehen, die unser Leben und unsere Zeit humorvoll reflektieren.

Food for the Eyes . Die Geschichte des Essens in der Fotografie präsentiert eine Vielzahl an Werken bekannter Künstler*innen wie Nobuyoshi Araki, Peter Fischli und David Weiss, Nan Goldin, Rinko Kawauchi, Laura Letinsky, Martin Parr, Irving Penn, Martha Rosler, Cindy Sherman, Stephen Shore und Wolfgang Tillmans. Die Ausstellung, kuratiert von Susan Bright und Denise Wolff, wurde organisiert von der Aperture Foundation, New York, und entstand in Zusammenarbeit mit C/O Berlin.

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Vernissage | Contradiction - Elfie Semotan | C/O Berlin Foundation | Berlin
Jun
7
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Contradiction - Elfie Semotan | C/O Berlin Foundation | Berlin


C/O Berlin Foundation
7. Juni 2019

Contradiction
Elfie Semotan


o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel © Elfie Semotan

o.T., Wien, 1997, a.d.S. Inspiriert von Lucian Freud, Motiv für Wittmann Möbel © Elfie Semotan


„Heute hört man mir zu, weil ich etwas zu sagen habe. Früher hat man mir zugehört, weil man mich gern angeschaut hat.“

(Elfie Semotan)

„Trau dich doch.“ So lautete der provokante Werbespruch der österreichischen Marke Palmers, die die Models in reizvollen schwarzen Dessous auf Plakaten in Szene setzte – in den späten 1970er-Jahren noch ein Skandal. Erst allmählich wurden Konventionen mit spielerischer Experimentierfreude hinterfragt. Die Bilder der österreichischen Fotografin Elfie Semotan zeugen von einem damals neuen hedonistischen Zeitgeist und bestechen bis heute durch ihre kühle Eleganz, unperfekte Schönheit und ihren diskret erotischen Subtext. Oft zeigen sie mehr als nur das Dargestellte und lassen durch intelligent zitierte Bezüge zu ikonischen Werken der Kunstgeschichte die Grenze zwischen Kunst und Kommerz verschwimmen. 

Semotans Karriere begann zunächst als Fotomodell in Paris. Ihr damaliger Lebensgefährte, der kanadische Fotograf John Cook, führte sie Ende der 1960er-Jahre zur Fotografie und weckte ihre Leidenschaft für die Arbeit hinter der Kamera. Vor allem war es die Kunst des fotografischen Storytellings, das sie sich aneignete: Bilder, die wie Filmstills wirken, Personen- und Bildkompositionen, die stets eine Geschichte jenseits des Abgebildeten erzählen. Dieses Prinzip führte sie in einer langjährigen Kampagne für das österreichische Mineralwasserunternehmen Römerquelle fort, in der sie Variationen einer Ménage-à-trois durchspielte. Ihre Werbefotografien und ihre Porträts von prominenten Personen aus Kunst, Film und Theater wie Louise Bourgeois, Willem Dafoe, Elfriede Jelinek, Milla Jovovich, Maria Lassnig, Martin Kippenberger, Udo Kier, Jonathan Meese oder Daniel Richter und nicht zuletzt ihre exklusive Zusammenarbeit und Freundschaft mit Helmut Lang machten die Fotografin weltbekannt. Während der Modeschöpfer durch sein minimalistisches Design für die internationale Mode stilprägend war, schuf Elfie Semotan mit ihren freizügigen Werbe- und Modefotografien für Helmut Lang sowie für internationale Magazine wie Elle, Harper’s Bazaar, Interview, The New Yorker oder Vogue eine neue fotografische Ästhetik. Wie ihre deutschen Zeitgenossinnen wie Barbara Klemm, Herlinde Koelbl oder Sibylle Bergemann hat die Österreicherin Elfie Semotan die Freiräume in der Fotografie genutzt und dieses Medium, das wie die meisten künstlerischen Disziplinen lange Zeit ausschließlich von Männern besetzt war, für sich erobert und ihre eigene weibliche Perspektive durchgesetzt. 

C/O Berlin würdigt Elfie Semotan erstmalig außerhalb Österreichs mit einer umfangreichen Ausstellung und stellt einen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen der Fotografin vor. Eine Publikation wird die Schau begleiten.

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Vernissage | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel
Jun
6
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel


in situ | photo basel | Heuberg 24 | Basel
6. Juni 2019

Die Sammlerin - Isabelle Mège


Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon

Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon


Nach fünf erfolgreichen Kunstmessen hat sich die photo basel erfolgreich etabliert. Es ist unser Wunsch, auch in diesem Jahr parallel zur photo basel in der situ Reihe mit einer hochstehenden Ausstellung präsent zu sein und Basel als Photo-Stadt besser zu positionieren. Es ist uns gelungen die „i.collection“ von Isabelle Mège zeigen zu können.

Isabelle Mège, genannt „i“, hat für ca. 80 zeitgenössische Photographen posiert. Dieses Abenteuer erstreckte sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. In der Tat posierte sie nicht, sondern ist mit den Photographen in einen Dialog getreten. Isabelle startete das Projekt 1987 und ist 20 Jahre lang auf der Suche nach Photographen. Dieser Wille ist der Beweis für das Gefühl der Notwendigkeit, etwas aufzubauen, eine Spur zu hinterlassen – ein Ansatz den man heute als „Performancekunst“ bezeichnen könnte. Ihr Gesicht, ihr Körper, ihre Silhouette nehmen vor dem Objektiv der Photographen die verschiedensten Facetten an. Alle diese Photographien offenbaren dem Betrachte die verschiedenen Persönlichkeiten der Photographen sowie die zahlreichen Facetten des dargestellten Körpers. Somit gelang es ihr, eine beeindruckende Sammlung von Bildern ihres Körpers und zugleich von zeitgenössischen Photographien zusammenzustellen.

Wir freuen und sehr, Ihnen diese kurze aber inspirierende Ausstellung im Raum für Kunst zeigen zu können Es sind ca. 60 Arbeiten zu sehen, die alle auch käuflich erworben werden können.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

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Vernissage | Konkrete Fotografie - Roger Humbert | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Jun
5
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Konkrete Fotografie - Roger Humbert | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich


Fabien & Claude Walter Galerie | Zürich
5. Juni 2019

Konkrete Fotografie
Roger Humbert


Roger Humbert_ Ohne Titel_1951_Silbergelatineabzug auf Baryt Papier (Agfa-Gevaert)_47 x 61 cm_Unikat.JPG

Die konkrete Fotografie strebt nach einer reinen Fotografie, die nur sich selbst thematisiert und von Ikonografie und Symbolik losgelöst ist. Der 1929 in Basel geborene Fotograf Roger Humbert ist ein Pionier dieser Konkreten Fotografie und hat von den 1950er Jahren bis heute ein umfangreiches Werk hervorgebracht. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert Humberts wichtige Position in der Fotografie des 20. Jahrhunderts in einer Einzelausstellung, welche eine Auswahl der mit experimentellen Lichtquellen und Formelementen entstandenen Fotogramme der 1950er, 1960er und 1970er Jahre sowie späte Arbeiten, die in den vergangenen 20 Jahren entstanden sind, zeigt.

Roger Humbert beschreibt seine Fotografie mit einem kurzen, prägnanten und doch komplexen Satz: „Ich fotografiere das Licht“. Basierend auf den Theorien des englischen Fotografen Alvin Langdon Coburn um 1916, steht im Zentrum der konkreten Fotografie die geheimnisvolle Qualität des Lichts. Weitere Stationen der Entwicklungsgeschichte sind die bekannten Schadographien von Christian Schad, die Rayographs von Man Ray, sowie die am Bauhaus entstandenen Fotogramme, Luminogramme und Fotomontagen von László Moholy-Nagy.

Obwohl eine erste internationale Übersichtsausstellung zum Thema und mit dem Titel Ungegenständliche Photographie 1960 im Gewerbemuseum Basel gezeigt wurde, kam der Begriff Konkrete Fotografie erst einige Jahre später auf. 1967 präsentierte die Berner Galerie aktuell die experimentellen Fotografien der jungen Schweizer Avantgarde-Fotografen Roger Humbert, René Mächler, Jean-Frédéric Schnyder und Rolf Schroeter unter dem Titel konkrete fotografie erstmals der Öffentlichkeit.

Roger Humbert, der tagsüber als ausgebildeter Fotograf und Grafiker arbeitete, begann Mitte der 1950er in der Dunkelkammer Fotogramme zu schaffen. Humbert war mit seinen fotografischen Zeitgenossen auf der Suche nach einer neuen modernen, experimentellen Bildsprache – einer Fotografie ohne Kamera. Er verneinte das Abbild, löste sich vom Gegenstand und verstand das Licht als entscheidendes, bilderzeugendes Element. Der Kunst- und Literaturwissenschaftler Bernd Stiegler vergleicht in der Publikation konkrete fotografie als programm Humberts Arbeit in der Dunkelkammer mit der eines Naturwissenschaftlers. Im Labor unternahm Humbert nämlich naturwissenschaftliche Experimente mit der Fotografie und versuchte mit der Verwendung von Formelementen wie Schablonen, Rastern und Lochkarten herauszufinden, was es bedeutet das Licht fotografisch festzuhalten.

Humberts Fotogramme wurden mittlerweile weltweit ausgestellt, wie u.a. in Tokyo, Osaka, Mailand, São Paulo, Anvers, Rom, Paris, Berlin und New York. Sie demonstrieren deutlich, wie der Einsatz der elementaren fotografischen Mittel gemeinsam mit einer subjektiven Gestaltungskraft neue Wege in der zeitgenössischen Kunst eröffnen konnten. In unserer heutigen Zeit, in der die Digitalisierung die Fotografie einmal mehr in Frage stellt und von vielen Künstlern wieder auf die alten fotografischen Techniken zurückgegriffen wird, ist Roger Humbert seinem wichtigen künstlerischen Schaffen - der gegenstandslosen Fotografie - treu geblieben.

(Text: Alessa Widmer)

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Vernissage | Monumenti - Irene Kung | Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Mai
30
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Monumenti - Irene Kung | Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino

  • Camera - Centro Italiano per la Fotografia (Karte)
  • Google Kalender ICS


Duomo e Ulivo

Duomo e Ulivo


Im Projektraum von CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia wird die vom Direktor des Turiner Instituts, Walter Guadagnini, kuratierte Einzelausstellung von Irene Kung (Bern, 1958) mit dem Titel Monumenti am Donnerstag, den 30. Mai um 18 Uhr eröffnet.

Ausgehend von der Gegenüberstellung von Bildern aus zwei früheren Fotoserien, Le città invisibili (2012) und Trees (2014), trifft Kung eine visuelle Auswahl, die eine introspektive und soziale Untersuchung der Landschaft, ob urban, archäologisch oder natürlich, neu komponiert. Für die Schweizer Autorin sind diese Elemente reine Sehgrundlagen, die sich dem Betrachter, ohne die visuelle Störung durch Formen des Fortschritts und der menschlichen Vernachlässigung, als höfische Portraits aus der Dunkelheit präsentieren. In den achtzehn großformatigen Werken, die bei dieser Gelegenheit ausgestellt werden, erhalten Bäume, antike Ruinen und zeitgenössische Architektur einen heilbringenden Charakter und werden zu zeitgenössischen Denkmälern, die dank der Kraft der Ästhetik und der Stärke des Bildes die Zeit aufheben und das Chaos mit ihrer konstruktiven Harmonie ordnen.

Kung, die in der Malerei ausgebildet wurde, hat die Fotografie seit etwa einem Jahrzehnt als bevorzugtes Medium ihrer künstlerischen Produktion angenommen und ihre Ausbildung nicht nur dazu genutzt, die lyrische und emotionale Komponente ihrer künstlerischen Forschung, sondern auch die gestische und instinktive zu verbessern. Die Wesentlichkeit der Aufnahmen und die Fähigkeit, ihre Motive aus der Dunkelheit herauszuführen, drücken in der Tat eine stilistische und konzeptionelle Nähe zur italienischen Renaissance-Malerei aus: Ihre Werke unterstreichen den rationalen Wunsch, neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft zu finden, und die erneute Aufmerksamkeit für das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Gleichzeitig kontrastieren Kungs Kompositionen mit der Mehrdeutigkeit von Urbanisierung und menschlicher Fahrlässigkeit und unterstreichen eine subtile Unruhe aus der Schönheit. Das Beschreiben von Leiden durch eine raffinierte und traumhafte Darstellung ist - so Kung - ein Versuch, aus den Wahrnehmungen einer emotionalen Erfahrung eine neue Bedeutung zu generieren, ist eine Abstraktion, die mich von den Gebieten am meisten im Schatten über die meditative Dimension bis hin zu den unbewussten Räumen der Seele führt.

Orcha e Primavera

Orcha e Primavera

Nella Project Room di CAMERA – Centro Italiano per la Fotografia, verrà inaugurata giovedì 30 maggio, alle ore 18.00, la mostra personale di Irene Kung (Berna, 1958) intitolata Monumenti, curata dal direttore dell’istituto torinese, Walter Guadagnini.

A partire dalla giustapposizione di immagini appartenenti a due serie fotografiche precedenti, Le città invisibili (2012) e Trees (2014), Kung compie una selezione visiva che ricompone un’indagine al tempo stesso introspettiva e sociale sul paesaggio, sia esso urbano, archeologico o naturale. Tali elementi sono per l’autrice svizzera come fondamenti puri della visione che, spogliati dal disturbo visivo generato dalle forme di progresso e dall’incuria umana, si presentano allo spettatore come ritratti aulici che emergono dall’oscurità. Nelle diciotto opere di grande formato esposte in questa occasione, alberi, antiche rovine e architetture contemporanee assumono un carattere salvifico, diventano monumenti contemporanei che – grazie al potere dell’estetica e alla forza dell’immagine – annullano il tempo e ordinano il caos con la loro armonia costruttiva.

Formatasi in ambito pittorico, Kung ha adottato la fotografia come medium privilegiato della propria produzione artistica da circa un decennio, sfruttando la sua formazione non solo per impreziosire la componente lirica ed emotiva della sua ricerca artistica, ma anche quella gestuale ed istintiva. L’essenzialità delle inquadrature e la capacità di far emergere i suoi soggetti dall’oscurità, infatti, esprimono una vicinanza stilistica e concettuale al Rinascimento pittorico italiano: i suoi lavori evidenziano il desiderio razionale di individuare nuove strade possibili per un futuro sostenibile e la rinnovata attenzione all’equilibrio tra umano e naturale. Allo stesso tempo le composizioni di Kung evidenziano per contrasto l’ambiguità dell’urbanizzazione e della negligenza umana, facendo emergere dalla bellezza una sottile inquietudine. Descrivere la sofferenza attraverso una rappresentazione raffinata e onirica è – dichiara la Kung – un tentativo di generare un nuovo significato a partire dalle percezioni di un’esperienza emotiva, è un’astrazione che mi conduce dalle zone più in ombra alla dimensione meditativa, fino agli spazi inconsci dell’anima.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia, Torino)

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Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
28. Mai 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Vernissage | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden
Mai
23
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
23. Mai 2019

Letzter Vorhang
Anna Lehmann-Brauns


Garderobe Theater Kudamm, 2018

Garderobe Theater Kudamm, 2018


Letzter Vorhang
Im Mai 2018 fiel der letzte Vorhang in den beiden Spielstätten Komödie und Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Nach jahrelangem und erbittertem Kampf begannen im Juni 2018 die Abrissarbeiten. Das von Theater-Architekt Oskar Kaufmann in den zwanziger Jahren entworfene Gebäude-Ensemble gibt es nun nicht mehr. Oskar Kaufmann stammt aus einer jüdischen Familie und hat in Berlin eine Reihe von Theaterbauten realisiert:, u.a. das Hebbeltheater, das Renaissance-Theater und die Kudamm-Bühnen. Bei einer Führung durch die beiden Häuser, durch die Garderoben, die Maske, die Requisite, beim Blick in die kleinen Logen usw., wurde mir noch mal die ganze Pracht und Schönheit dieser wunderbaren Orte vor Augen geführt. Von den roten Samtbestuhlungen, über das cremefarbene Interieur, die unzähligen Kristallüster in allen Grössen - um nur einige wenige Details zu nennen – atmete dieses Haus Geschichte.  Hier, wo Max Reinhardt gewirkt hat, wo Brecht- und Weill-Stücke uraufgeführt wurden, wo neben vielen anderen Inge Meysel, Harald Juhnke, Günter Pfitzmann und Katharina Thalbach über viele Jahre hinweg Abend für Abend spielten, wird nun eine weitere Shopping-Meile entstehen. In den Gesprächen schien es, als könnten die Mitarbeiter es alle noch nicht recht fassen. Zwischen Schockstarre und Anerkennung des Unvermeidbaren harrten sie der Dinge, die da kamen. Leider konnte keiner diese unverständliche Entscheidung eines externen Investors abwenden, die Option auf Denkmalschutz für die Häuser hatte sich die Stadt Berlin in den achtziger Jahren abkaufen lassen. Ich bekam allerdings die Möglichkeit den Schmelz dieses wunderbaren Ensembles noch ein Mal in meinen fotografischen Bildern festzuhalten. Von Dez 17 bis Mai 18 fotografierte ich mit gleichbleibender Regelmässigkeit jede Woche in den beiden Häusern und begleitete auch den beginnenden Abbau. Ich lernte viel über die Architektur der Häuser, die Künstler berichteten beispielsweise von der nach wie vor fantastischen Akustik der Theaterbauten. So fotografierte ich auch am Morgen nach der Nacht der buntschillernden Abschiedsparty: Goldflitter bedeckt den Bühnenboden und die aufgelöste Fin-de-Siecle-Stimmung hängt noch im Raum. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Raum als Ort der subjektiven und kollektiven Erinnerung. Meine Räume sind menschenleer und verweisen doch auf Ihre Bewohner. Ich arbeite mit Stativ und einer analogen Mittelformat-Kamera. Auch spärlich beleuchtete Räume lassen sich so in ihrem präzisen Glanz und in ihrer Farbigkeit abbilden. Meine fotografischen Bilder sind keine Dokumentationen, sondern der Versuch bestimmte Stimmungen festzuhalten. So standen die Bühnen am Kudamm auch für den freien Geist des alten Kudamms, für die Zwanziger Jahre und für eine Schauspieler-Generation die unseren Kindern nichts mehr sagen wird. Dass die beiden Bühnen abgerissen wurden, ist aktive Zerstörung von Kulturgut und steht sinnbildlich für viele falsche Entscheidungen, die durch Investoren ohne Geist aber mit viel Geld in dieser Stadt möglich werden.

Anna Lehmann-Brauns Geboren ist Anna Lehmann-Brauns 1968 in Berlin. Sie ist Absolventin der Meisterklasse von Joachim Brohm, Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Lehmann-Brauns Fotografien sind heutzutage international bekannt. Im Mai 2009 wurden ihre Werke auf dem New York Photo Festival präsentiert. Bereits 1997 war der Galerist Sascha Laue auf Lehmann-Brauns Arbeiten aufmerksam geworden.

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Vernissage und Buchvernissage | éphémère - Paul Cupido | Bildhalle | Zürich
Mai
23
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Buchvernissage | éphémère - Paul Cupido | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
23. Mai 2019

Éphémère
Paul Cupido


© Paul Cupido, Montserrat, 2019 | Courtesy Bildhalle

© Paul Cupido, Montserrat, 2019 | Courtesy Bildhalle


Anlässlich der ersten Einzelausstellung des aufstrebenden holländischen Künstlers Paul Cupido in der Schweiz, erscheint der gleichnamige Bildband sowie das exklusive und limitierte Artist Book „Continuum“ – beide von der Edition Bildhalle herausgegeben. Im Mai und Juni 2019 wird Paul Cupido’s Werk an der Photo London und an der Photo Basel zu sehen sein.

Paul Cupido ist 1977 auf einer kleinen holländischen Insel namens Terschelling geboren. Die Bewohner lebten weitgehend von dem, was die Natur zu bieten hatte: von einheimischen Lebensmitteln und Dingen, die an Land gespült wurden. Die tiefe Naturverbundenheit der Bevölkerung und ein Leben, das stark vom Rhythmus der Jahreszeiten, der Mondphasen und der Gezeiten beeinflusst war, prägen Paul Cupido bis heute auch in seiner künstlerischen Arbeit.

Cupido ist davon überzeugt, dass die Existenz des Menschen eng mit der Natur verwoben ist. «Ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit ist das, was ich Aufschichtung von Erinnerungen nenne. Eine glückliche Kindheit, das Erwachen der Jugend, Freundschaften, die erste Liebe, Wachstum und schliesslich der Tod: Ereignisse im Leben hinterlassen Spuren in unserem Gedächtnis, die irgendwann verblassen und zuweilen ganz verschwinden. Die Vergänglichkeit des Lebens ist allgegenwärtig. Die Verbundenheit des Menschen mit der Natur kann tröstlich sein, und dies möchte ich mit meinen Bildern sichtbar machen.»

Paul Cupidos weltweite fotografischen Erkundungen führten ihn kurz nach Abschluss der Fotoakademie zunächst nach Japan, auf die nordjapanische Insel Hokkaido. Später dann in die tropischen Zonen des brasilianischen Amazonas. Doch jede tatsächliche Erkundung eines Ortes mittels der Fotografie ist bei Cupido zugleich eine spirituelle Reise ins Innere. Seine elektrisierende Bildsprache und halluzinierenden Bildsequenzen spiegeln dies wider.

«Ephémère» ist der Titel dieser Ausstellung und auch von Cupidos erster Monografie. Zugleich ist es ein Schlüsselbegriff in seinem künstlerischen Werk. In der Botanik ist «ephemer» die Eigenschaft eines Organismus, der «nur einen Tag lebt», im übertragenen Sinne jedoch beschreibt das Wort den Prozess der Entstehung, der Verwandlung und des Verschwindens. Eine existenzielle Flüchtigkeit also, die Cupidos fragilen Bilder von Pflanzen, Menschen und Landschaften durchdringt. Seine Bilder scheinen im Moment des Übergangs von hellem Tageslicht zur schwarzen Nacht entstanden zu sein. In einer Zone ohne Zeit und geografische Verortung, aber voller Zauber, melancholischer Schönheit und tiefer poetischer Kraft.

(Text: Bildhalle, Zürich)

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Vernissage | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau
Mai
17
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau


Aargauer Kunsthaus | Aarau
17. Mai 2019

Herbst im Paradies
Jean-Luc Mylayne


Jean-Luc Mylayne   N° 96, Août 1990 à Décembre 1991  128 x 128 cm © Jean-Luc Mylayne

Jean-Luc Mylayne
N° 96, Août 1990 à Décembre 1991
128 x 128 cm
© Jean-Luc Mylayne


Die Ausstellung Jean-Luc Mylayne gewährt einen Einblick in das Schaffen des aussergewöhnlichen internationalen Künstlers Jean-Luc Mylayne (*1946, in Frankreich). Vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA folgen der Fotograf und seine Partnerin einer künstlerischen Arbeit die gleichermassen radikal wie poetisch ist.

Vom ersten Bild aus dem Jahre 1976 an kreist sein Schaffen ausschliesslich um die Begegnung mit Vögeln. Der Vogel ist dabei sowohl Protagonist der sorgsam konstruierten Szenen, wie auch konzeptueller Partner auf Augenhöhe.

Das Aargauer Kunsthaus präsentiert Jean-Luc Mylaynes erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Fondation Vincent van Gogh in Arles, wo die Schau vom 17.11.2018 bis 10.2.2019 zu sehen ist. Sie vereint ein thematisch gegliedertes Ensemble von Werken, die zwischen 1979 und 2008 entstanden sind.

(Text: Aargauer Kunsthaus)

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Vernissage | Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip! | Photobastei | Zürich
Mai
16
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip! | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
16. Mai 2019

Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip!
Robert Frank & Gundula Schulze Eldowy in New York


New York 1992 | Gundula Schulze Eldowy

New York 1992 | Gundula Schulze Eldowy


Zwischen 1985 und 1989 schrieben sie sich über einen Westberliner Kontaktmann Briefe, die in wenigen Worten den Zeitgeist wiedergeben; 1988 schmuggelte sie ihre ersten Fotografien nach New York. In Robert Frank hatte Gundula Schulze Eldowy einen Verbündeten und Gleichgesinnten gefunden. Trotz der Unterschiede schienen sie sich erstaunlich nah. Sie waren Menschen, die sich gegenseitig ins Herz schauten.

Zwei Eisbären unter Wasser
Ich bin nicht
nach Rom gefahren
und auch nicht nach Paris
jedoch bin ich hinüber
ins kleine Paradies

Er antwortete auf dieselbe Art, schrieb »Keep A Stiff Upper Lip« auf ein weisses Blatt, was frei übersetzt Halt die Ohren steif« heisst, manchmal schrieb er aber auch nur: »Gundula, warte aufs Essen.« Auf diese Weise kommunizierten sie häufig miteinander.

Von 1990 bis 1993 lebte Gundula Schulze Eldowy in New York. Es entstanden die folgenden fotografischen Zyklen in dieser Zeit:
Halt die Ohren steif / KEEP A STIFF UPPER LIP zeigt Künstlerportraits von Robert Frank, Pablo Frank, June Leaf, Robert Wilson, Allen Ginsberg, Peter Orlowsky, Cindy Sherman, Bob Dylan, Ann Mandelbaum, Ted Croner und Jay Manis. Auch Bilder Robert Franks sind in der Ausstellung zu finden, die er von Gundula Schulze Eldowy, Pablo Frank und seiner Frau June Leaf machte.
Die Fotografien werden von Auszügen aus dem Briefwechsel zwischen Robert Frank und Gundula Schulze Eldowy, Texten aus ihrem Tagebuch und einem Video begleitet.
Die Werkgruppe In einem Wind aus Sternenstaub knüpft an die legendäre »straight photography« New Yorks an, die Gundula Schulze Eldowy schon bei Berlin in einer Hundenacht Pate stand. Aber ausgerechnet in der Stadt ihrer Träume begann sich ein neuer Stil abzuzeichnen. An Stelle der Berliner Hinterhof-Dunkelheit war das gleissende Licht New Yorks getreten, das sich in unzähligen Fensterscheiben und Spiegeln verdoppelte und verdreifachte und nicht ohne Einfluss blieb. Ihre Bilder begannen, in freien Tönen zu tanzen.
Spinning on my Heels scheint mehr der Malerei und Musik entlehnt zu sein als der Fotografie. Die Bilder beschreiben eine Geisterstadt, die sie traumwandelnd durchstreift, sie formulieren aber auch schon Zivilisationskritik.
Die Polaroids mit dem poetischen Titel Flügelschlag des Herzens sind Ausdruck ihrer Romanzen, Freundschaften und Selbstbetrachtungen.

(Text: Photobastei, Zürich)

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Vernissage | Women of India - Deepti Asthana | Photobastei | Zürich
Mai
16
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Women of India - Deepti Asthana | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
16. Mai 2019

Women of India
Deepti Asthana


Fischmarkt in Diu.jpg

Der wirtschaftliche und soziale Fortschritt hat das Leben in Indien nachhaltig verändert; er hat auch das Leben vieler Frauen in den städtischen Metropolen verbessert. Sie haben sich ein Stück weit vom traditionellen Korsett befreit; sie studieren, arbeiten und leben unabhängiger und emanzipierter als noch ihre Mütter.

Anders sieht es für die Frauen in den ländlichen Regionen aus. Für sie hat sich das Leben seit Jahrhunderten kaum verändert. Indien gilt nach wie vor als eines der frauenfeindlichsten Länder der Welt. Wenn sie nicht schon kurz nach der Geburt aufgrund ihres Geschlechts getötet werden, erwartet die Mädchen in vielen Fällen Kinderarbeit, frühe Heirat, Armut, Gewalt und Ausbeutung durch Männer und deren Familien. Die jungen Frauen haben kaum Chancen, ihre eigenen Träume zu verwirklichen.

Die Schicksale der Mädchen und Frauen auf den Fotos von Deepti Asthana berühren. Die Geschichten, die sie erzählen, geben einen Einblick in ihren harten Alltag. Die Bilder zeigen aber auch ihre Freuden und Stärke, sei es bei einem Bad mit Freundinnen in einem Fluss oder bei der Hausarbeit mit ihren Kindern.

Deepti Asthana ist eine junge Fotografin aus Mumbai. Sie ist genau wie die von ihr porträtierten Frauen und Mädchen im ländlichen Indien aufgewachsen. Im Gegensatz zu diesen beharrte ihre Mutter auf einer soliden Schulbildung, was für Mädchen auf dem Lande nicht selbstverständlich ist. Deepti Asthana studierte Ingenieurwissenschaften.

Ihre Hingabe zur Fotografie folgte ein paar Jahre später mit dem Geschenk einer eigenen Kamera; seither bereist sie vor allem ihr Heimatland (auch im Auftrag von Reisemagazinen) und porträtiert die Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und Umgebungen, mit speziellem Fokus auf Frauen und Menschenrechtsthemen. Sie verbringt viel Zeit mit den Frauen und Mädchen, die sie porträtieren möchte, hört ihren Erzählungen zu und drückt erst danach auf den Auslöser. Ihre Fotos bekommen durch diese emotionale Nähe eine aussergewöhnliche Intimität und persönliche Anteilnahme.

Deepti Asthana hat Auszeichnungen und Stipendien in Indien, aber auch im Ausland bekommen. Ihre Fotos wurden in zahlreichen Zeitungen, Magazinen und in Ausstellungen in Indien und im Ausland gezeigt. Mehr Informationen finden sich unter www.deeptiasthana.com

(Text: Bettina Kubli, der andere Blick)

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Vernissage | Vintage Addis Ababa | Photobastei | Zürich
Mai
16
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Vintage Addis Ababa | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
16. Mai 2019

Vintage Addis Ababa


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Vintage Addis Ababa ist eine Fotosammlung aus privaten Archiven der Einwohner der Hauptstadt Äthiopiens. Die Bilder zeigen persönliche Momente, fernab von Klischees des oft verkannten ostafrikanischen Landes.

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Vernissage | Les photos d'Anny - Anny Duperey | Galerie Parallax | Aix en Provence
Mai
11
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Les photos d'Anny - Anny Duperey | Galerie Parallax | Aix en Provence


Galerie Parallax | Aix en Provence
11. Mai 2019

“Les photos d’Anny
Anny Duperey


«18 ans et gros rhume des foins Isabelle Adjani» ©Anny Duperey

«18 ans et gros rhume des foins Isabelle Adjani» ©Anny Duperey


Für diese neue Ausstellung lädt die Parallax-Galerie Anny Duperey (Schauspielerin, Autorin und Fotografin) ein, ihre Fotos mit uns zu teilen.

Als Einladung, hinter die Kulissen zu schauen, liefert Anny Duperey Bilder von bekannten Gesichtern.....

Wir gehen durch die Tür durch den Sucher seiner Leica und nehmen diese ruhige und gelassene Atmosphäre auf.

Sie nimmt uns mit auf einen Spaziergang durch ihre Landschaften.... Mit großer Zartheit fängt sie ihre Momente des Lebens ein und teilt sie!

Schauspielerin, Schriftstellerin, Fotografin.....nach den Worten kommen Annys Bilder!

Als Anny in Paris ankam, um ihre Schauspielkarriere zu beginnen, war sie in den Zwanzigern und lebte spärlich in einem eingerichteten Studio. Sie erbte die Bilder ihres Vaters, die sie eilig hatte, ohne sie überhaupt anzusehen, um sie am Boden einer Schublade zu vergraben - die sie erst zwanzig Jahre später wieder öffnen würde und die "Le Voile noir" geben würde.

Eines Tages, während eines Fotoshootings, fühlte sich Anny unwiderstehlich von der Kamera angezogen, die auf sie schoss. Es ist eine Leicaflex mit 180 mm Teleobjektiv, eine professionelle Kamera, viel zu teuer für sie, aber kein Problem, sie läuft, um genau die gleiche in einem unbändigen und freudigen Impuls zu kaufen.

Dann entwickelte sie eine Leidenschaft für Fotografie, Technik, Entwicklung und Druck. Diese Kamera wird sie nie verlassen, und Anny wird ihr ganzes Leben lang Porträts ihrer Freunde oder Schauspieler machen, die auf der Bühne gekreuzt wurden, sowie Landschaften.

(Text: Galerie Parallax, Aix en Provence)


Pour ce nouvel accrochage,la galerie Parallax invite Anny Duperey (comédienne, écrivain et photographe) à nous dévoiler ses photographies.
Comme une invitation à entrer dans des coulisses, Anny Duperey nous livre des images de visages familiers…
Nous passons la porte à travers le viseur de son leica, nous imprégnant de cet atmosphère calme et sereine.
Elle nous emmène en ballade à travers ses paysages… Avec beaucoup de délicatesse, elle capture et partage ses instants de vie!
Comédienne, romancière, photographe…après les mots viennent les photos d’Anny!

 Lorsqu’Anny arrive à Paris pour démarrer sa carrière de comédienne, elle a une vingtaine d’années et vit chichement dans un studio meublé. Elle a hérité des photos de son père qu’elle s’est dépêchée, sans même y jeter un œil, d’enterrer au fond d’un tiroir – qu’elle ne rouvrira que vingt ans plus tard et qui donneront "Le Voile noir".

Un jour, lors d’une séance photos, Anny se sent irrésistiblement attirée par l’appareil qui la mitraille. C’est un Leicaflex avec un téléobjectif de 180 mm, appareil de professionnel, bien trop cher pour elle, mais qu’à cela ne tienne, elle court s’acheter exactement le même dans un élan irrépressible et joyeux.

Elle se prend alors de passion pour la photographie, la technique, le développement, le tirage. Cet appareil ne la quittera jamais et, toute sa vie, Anny fera des portraits de ses amis ou de comédiens croisés sur les plateaux, et des paysages.

(Text: Galerie Parallax; Aix en Provence)

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Vernissage | Droit à l’image - Christophe Loiseau | Focale | Nyon
Mai
11
5:30 nachm.17:30

Vernissage | Droit à l’image - Christophe Loiseau | Focale | Nyon


Focale | Nyon
11. Mai 2019

Droit à l’image
Christophe Loiseau


Christophe, de la série «Droit à l’image». © Christophe Loiseau

Christophe, de la série «Droit à l’image». © Christophe Loiseau


Pour réaliser son projet « Droit à l’image », le photographe français Christophe Loiseau a fait le pari de travailler avec des détenus. Pendant près de deux ans, il a en effet animé un atelier photographique dans la maison centrale d’Arles, l’une des sept prisons françaises les plus sécurisées.

Ayant obtenu l’autorisation de photographier partout dans la prison et d’introduire des objets utiles aux images recherchées, le photographe a pu collaborer avec une quarantaine de détenus. Partant d’entretiens sur l’image que chacun a de lui-même, et sur l’image que l’on veut donner de soi, il a mis en scène des « histoires-portraits ». Celles-ci sont nées de la complicité entre le photographe et son modèle, lequel avait le choix de proposer un objet ou un lieu comme point de départ à la prise de vue.  Le but n’était pas de produire un reportage sur la vie carcérale, « l’objet prison » n’étant quasiment jamais apparent.

« Droit à l’image » a ainsi permis aux détenus de réfléchir à une représentation d’eux-mêmes et d’utiliser la photographie comme instrument de découverte. Il a aussi mis en évidence l’importance des portraits en prison, les détenus n’ayant pas de photographies d’eux-mêmes, ce qui signifie aussi qu’ils ne peuvent en donner à leurs proches.

Photographe professionnel depuis 1993, Christophe Loiseau (*1968, vit et travaille à Lille) travaille dans de nombreux domaines de la photographie (portraits, spectacles, réalisation de scénographie en image, installation photographique, animation d’atelier photo). « Droit à l’image » a été exposé lors des Rencontres de la photographie à Arles en 2018 et au Jimei x Arles International Photo Festival 2018.

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Vernissage | Material - Tobias Kruse | Robert Morat Galerie | Berlin
Mai
10
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Material - Tobias Kruse | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
10. Mai 2019

Material
Tobias Kruse


Material #008, Archival Pigment Print

Material #008, Archival Pigment Print


Die Serie umfasst visuelle Erzählungen, Notizen und Beobachtungen aus den letzen zehn Jahren, in denen Tobias Kruse Bilder produziert hat, die eine Stimmung, ein Lebensgefühl in eine authentische Bildsprache überführt haben. „Tobias Kruse hat in den vergangenen Jahren die unsagbaren Momente des Lebens festgehalten: Die Form eines Gegenstands, die Gewissheit um bevorstehende Verletzungen, die Geburt der Kinder und das Glück auf ihrer Haut“, schrieb Laura Benz anlässlich der Buchveröffentlichung. „Viele nennen die Arbeit ein Tagebuch, aber genau das ist es natürlich nicht“, sagt Tobias Kruse. „Es sind Miniaturen, ein Kondensat.“


The series includes narratives, notes and observations from the past ten years, in which Tobias Kruse has produced images that translate a mood, a sense of life into an authentic visual language. “In recent years, Tobias Kruse has captured the unspeakable moments of life: the shape of an object, the certainty of impending injuries, the birth of children and happiness on their skin,” wrote Laura Benz on the occasion of the book's publication. “Many call the work a diary, but of course that's not what it is”, says Tobias Kruse. “It's miniatures, a condensate.”

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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