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Vernissage | A female Gaze - Julia Peirone | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Apr
26
6:00 nachm.18:00

Vernissage | A female Gaze - Julia Peirone | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin


Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
26. April 2019

A female Gaze
Julia Peirone


Warm Honey from the series Badland, 2012-2014

Warm Honey from the series Badland, 2012-2014


Die parallelen virtuellen Wirklichkeiten und die Bildkultur der sozialen Medien verzerren die Realität, tendieren zur Selbstverherrlichung und führen zu einem abstrakten Schönheitswahn. Julia Peirone nimmt dies zum Anlass und erforscht mit ihrer Fotografie die Identitätssuche junger Teenager. In ihren Serien konzentriert sich Peirone auf junge Frauen, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Sexualität sind und sich Gefühlen wie Scham sowie Verwundbarkeit stellen.  

Die Frustration, die junge Frauen durch die Prägung dieses Ideals erleiden, hält Julia Peroine durch ihre fotografischen Arbeiten bei Castingverfahren fest. Es sind keine üblichen Portraits, denn sie legt ihr Augenmerk auf die extremen Anforderungen dieser Verfahren und fordert den Betrachter auf, diese subtilen Codes zu hinterfragen.  

„Meine Arbeit beginnt mit etwas Banalem, mit einem kleinen Bild, das zu mir kommt. Ich denke darüber nach, wie ich es auf verschiedene Weise fotografieren kann. [...] Also fing ich an, Fotos davon zu machen. Dann tauchten noch mehr Fragen auf, und ich begann, Themen wie Scham, Sexualität, Versagen und die Oberfläche zu erforschen. Aus einer Serie entsteht eine andere.“ (Julia Peirone, aus dem Ausstellungskatatalog "Girls, Girls, Girls", Göteborg Konstmuseum 2017) 

Die Art und Weise, wie Menschen in Peirones Arbeiten auftreten, sind mehrdeutig, je nachdem wie man sie anschaut. Julia Peirone: ..."die Mädchen, (sind) Opfer eines Blicks, aber sie sind auch stark und haben die Macht über deinen Blick". 

Die Ausstellung zeigt Fotografie, Videoarbeiten, Texte und Skulptur.  

Julia Peirone, 1973 in Argentinien geboren, lebt und arbeitet in Stockholm. Sie hat an der Universität für Film und Fotografie (BFA) in Göteborg und an Konstfack, University College of Art, Craft and Design (MFA) in Stockholm studiert. Seit ihrem Debüt um die Jahrtausendwende erforscht sie zwei Themen:
Die Identität von jungen Frauen und das fotografische Bild mit seinen Möglichkeiten und Grenzen. Sie nahm an vielen internationalen Ausstellungen teil und ist in zahlreichen Sammlungen vertreten, u.a. in Moderna Muséet, Stockholm, Konstmuseum Göteborg (beide Schweden) und Kiasma, Helsinki (Finnland).

(Text: Dorothée Nilsson Gallery, Berlin)

 

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Vernissage | Akteure und Artefakte - Kyra Tabea Balderer | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Apr
26
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Akteure und Artefakte - Kyra Tabea Balderer | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur

  • Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie (Karte)
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Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
26. April 2019

Akteure und Artefakte
Kyra Tabea Balderer


4.-Ohne-Titel-Kopie.jpg

Kyra Tabea Balderer (*1984 in Luzern, lebt und arbeitet in Berlin) spielt mit unserer Wahrnehmung. Sobald wir erfahren, dass ihre Arbeiten Fotografien sind, juckt es in den Fingern, stehen doch Auge und Information im Widerspruch. Ihre fotografischen Werke sind ausserordentlich malerisch und haben für das zweidimensionale Medium überraschende Eigenschaften wie Haptik und Tiefe. Die Künstlerin erreicht dies mit genuin fotografischen Mitteln: Sie setzt Licht und Schatten gezielt ein und wählt Fokus und Tiefenschärfe äusserst präzis, wenn sie ihre Konstruktionen mit der Grossformatkamera fotografiert. Fotografien sind mal gerahmt, mal hinter Glas, lehnen an Stellwänden. Manchmal stehen die an die Wand genagelten Fotodrucke bauchig von der Ausstellungswand ab.

Ihre Inspiration findet Kyra Tabea Balderer zwar ebenso im Stadtraum wie in Bildbänden skulpturaler Werke, ihre Fotografien zeigen aber ausschliesslich selbst gebaute Objekte: Bricollage-Skulpturen aus einfachen Materialien, die sie farbig bemalt. Dass dabei die Grösse der Formen im Unklaren bleibt, verstärkt die Irritation. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation.

Anfang 2018 wurde der in Luzern aufgewachsenen Künstlerin der Manor-Kunstpreis Zentralschweiz verliehen, einer der bedeutendsten Nachwuchsförderpreise der Schweiz. Ende 2018 stellte sie ihr Schaffen im Kunstmuseum Luzern einem grösseren Publikum vor. Für die Ausstellung der COALMINE entwickelt die Künstlerin eine komplett neue Installation, wobei die Skulptur eine zentrale Rolle spielen wird. 

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Vernissage | Ferox, the Forgotten Archives - Nicolas Polli | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Apr
26
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Ferox, the Forgotten Archives - Nicolas Polli | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
26. April 2019

Einführung mit Nicolas Polli und Sascha Renner

Ferox, the Forgotten Archives
Nicolas Polli


IEMS_l23.jpg

Täglich begegnen wir Bildern, die wir nicht überprüfen können. Seien es Fotografien aus Kriegsgebieten, die für Zivilisten kaum betretbar sind, seien es Astrofotografien, die ferne Gestirne oder Errungenschaften der Raumfahrt darstellen: Wir sind aufgefordert, ihnen Glauben zu schenken. Selber verifizieren können wir sie nicht, weil es dazu teurer Apparaturen oder der Augenzeugenschaft bedarf. Aber was bringt uns dazu, einer Fotografie zu vertrauen oder sie in Zweifel zu ziehen – wie muss sie beschaffen sein, und welche Rolle spielt ihr Erscheinungskontext?

Eine künstlerische Versuchsanordnung
Fragen wie diese haben Nicolas Polli zu einem künstlerischen Experiment angeregt: Würde es möglich sein, einen wissenschaftlichen Archivbestand vollumfänglich zu «erfinden» und als echt auszugeben? Ende 2016 – just in jenem Jahr, als «Fake News» zum Anglizismus des Jahres gekürt wurde – begann er damit, seine Hypothese mit einer umfangreichen Versuchsanordnung zu überprüfen. Er erschuf eine eigene Raumfahrtagentur, die IEMS (für «International Exploration for the Mars Surroundings»). Zwischen 1976 und 2010 arbeiteten Wissenschaftler aus mehreren europäischen Ländern für das zivile Forschungsprogramm. Ausgehend von einem rätselhaften Meteoritenfund in den Schweizer Alpen, suchten sie nach dessen Ursprung und entdeckten dabei Ferox. Die Mission, den neuen Himmelskörper mit einem Rover zu erkunden, scheiterte jedoch, und die Agentur wurde aufgelöst.

Übrig blieb das Archiv: eine umfassende Dokumentation aller Aktivitäten der IEMS, einschliesslich einer Vielzahl wissenschaftlicher Fotografien und Analysen, Renderings und Datensammlungen. In einer 336-seitigen Publikation (erschienen 2018 im Verlag Skinnerboox/Ciao Press) arbeitete Nicolas Polli dieses Material erstmals auf.

Camouflage, Mimikry, Überzeichnung
Die Ausstellung in der COALMINE konfrontiert die Besucher mit der Fülle dieses Archivs und führt sie gleichzeitig auf einen Weg der zunehmenden Verunsicherung. Die kühle Bildsprache, die fotografischen Spezialverfahren, die technischen Apparaturen und Diagramme und der wissenschaftliche Jargon untermauern den Wahrheitsanspruch. Sämtliche Elemente der Präsentation verbinden sich zu einem glaubwürdigen Narrativ, das jedoch bei genauerer Betrachtung Risse und Inkongruenzen offenbart.

Das Projekt versucht Sprach- und Bildpolitiken aufzudecken, wie sie im Kraftfeld des wissenschaftlichen, medialen und politischen Systems verwendet werden. Es eignet sich dessen visuelle Register an und hebt sie durch die Mittel des Mimikry und der Überzeichnung ins Bewusstsein. Auf formaler Ebene untersucht Nicolas Polli die Beziehung zwischen Fotografie und Grafikdesign sowie zwischen Wissenschaft und Storytelling. Mit einem Augenzwinkern, analytischem Spürsinn und enormer Schöpfungskraft leistet er damit einen künstlerischen Beitrag zu einigen der relevantesten gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit.

Künstlerbiografie
Nicolas Polli ist ein Schweizer Fotograf und Grafikdesigner, geboren 1989 in Brusino Arsizio TI. Er lebt in Lausanne, wo er an der ECAL (Ecole Cantonal d’Art de Lausanne) als Lehrassistent tätig ist. 2012 gründete er zusammen mit Salvatore Vitale «YET», eine internationale Zeitschrift für zeitgenössische Fotografie. Für seine jüngste Fotoarbeit «Ferox, the Forgotten Archives» wurde er für den Image Vevey Book Award, Kassel Book Award, Unseen Book Award, Luma Foundation Book Award und Aperture First Book Award nominiert. 2016 wurde er für den Prix de la Relève photographique der Pro Helvetia ausgewählt und 2018 mit einem Swiss Design Award ausgezeichnet. Im Jahr 2018 gründete er den Verlag CIAO Press.

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Vernissage | With my eyes closed - Liu Xia | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
Mai
3
6:00 nachm.18:00

Vernissage | With my eyes closed - Liu Xia | Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main


Galerie Peter Sillem | Frankfurt am Main
3. Mai 2019

With my eyes closed
Liu Xia


Liu Xia, Untitled. Archival Pigment Print, 50 x 50 cm, Ed. 6 + 1 AP

Liu Xia, Untitled. Archival Pigment Print, 50 x 50 cm, Ed. 6 + 1 AP


Erstmals seit ihrer Ankunft im deutschen Exil stellt die chinesische Künstlerin Liu Xia, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, ihre Arbeiten in einem westlichen Land aus. Zu sehen ist eine Auswahl von Schwarz-Weiß-Fotografien, die zwischen 1996 und 1999 entstanden. Zu dieser Zeit verbrachte Liu Xiaobo drei Jahre Haft im Arbeitslager Dalian, und Liu Xia, von der Malerei kommend, wandte sich zunehmend der Fotografie zu. Sie erschuf einen ganz eigenen Kosmos, der von drangsalierten Puppen, ihren „Ugly Babies“, bevölkert wird. Im selben Kontext entstanden eindrückliche Stilleben, die Isolation und Vergänglichkeit thematisieren.

Die Fotokünstlerin, Malerin und Lyrikerin Liu Xia, geboren 1959 in Beijing, ist eine der bemerkenswertesten Künstlerinnen der chinesischen Gegenwart und spielte eine zentrale Rolle in der Öffnung der Kunstszene im Beijing der achtziger Jahre. 1996 heiratete sie den chinesischen Intellektuellen und Dissidenten Liu Xiaobo, der 2009 aufgrund seines Engagements für die „Charta 2008“ zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Nachdem Liu Xiaobo 2010 den Friedensnobelpreis erhielt, wurde Liu Xia unter Hausarrest gestellt, ohne je offiziell eines Vergehens beschuldigt, angeklagt oder verurteilt worden zu sein. Liu Xiaobo starb 2017 in Haft, Liu Xias Hausarrest blieb weiter bestehen. Erst im Juli 2018 durfte sie China verlassen, seither lebt sie als Exilantin in Deutschland.


For the first time since her arrival in exile in Germany, Chinese artist Liu Xia, widow of Nobel Peace Prize laureate Liu Xiaobo, is exhibiting her works in a Western country. On view is a selection of black-and-white photographs taken between 1996 and 1999. At that time, Liu Xiaobo spent three years in prison in the Dalian labor camp, and Liu Xia, coming from painting, increasingly turned to photography. She created her very own cosmos, populated by dolls, a series which she called “Ugly Babies“, and impressive still lifes that reflect on notions such as isolation and transience.

The photo artist, painter and poet Liu Xia, born in Beijing in 1959, is one of the most remarkable artists of the Chinese present and played a central role in the opening of the art scene in Beijing in the 1980s. In 1996 she married the Chinese intellectual and dissident Liu Xiaobo, who was sentenced to eleven years imprisonment in 2009 for his commitment to the “Charter 2008“. After Liu Xiaobo was awarded the Nobel Peace Prize in 2010, Liu Xia was placed under house arrest without ever having been officially accused, charged or convicted of any offence. Liu Xiaobo died in prison in 2017, but Liu Xia's house arrest continued. She was only allowed to leave China in July 2018 and has since been living in exile in Germany.

(Text: Galerie Peter Sillem, Frankfurt)

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Vernissage | Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip! | Photobastei | Zürich
Mai
16
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip! | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
16. Mai 2019

Halt die Ohren steif! Keep A Stiff Upper Lip!
Robert Frank & Gundula Schulze Eldowy in New York


New York 1992 | Gundula Schulze Eldowy

New York 1992 | Gundula Schulze Eldowy


Zwischen 1985 und 1989 schrieben sie sich über einen Westberliner Kontaktmann Briefe, die in wenigen Worten den Zeitgeist wiedergeben; 1988 schmuggelte sie ihre ersten Fotografien nach New York. In Robert Frank hatte Gundula Schulze Eldowy einen Verbündeten und Gleichgesinnten gefunden. Trotz der Unterschiede schienen sie sich erstaunlich nah. Sie waren Menschen, die sich gegenseitig ins Herz schauten.

Zwei Eisbären unter Wasser
Ich bin nicht
nach Rom gefahren
und auch nicht nach Paris
jedoch bin ich hinüber
ins kleine Paradies

Er antwortete auf dieselbe Art, schrieb »Keep A Stiff Upper Lip« auf ein weisses Blatt, was frei übersetzt Halt die Ohren steif« heisst, manchmal schrieb er aber auch nur: »Gundula, warte aufs Essen.« Auf diese Weise kommunizierten sie häufig miteinander.

Von 1990 bis 1993 lebte Gundula Schulze Eldowy in New York. Es entstanden die folgenden fotografischen Zyklen in dieser Zeit:
Halt die Ohren steif / KEEP A STIFF UPPER LIP zeigt Künstlerportraits von Robert Frank, Pablo Frank, June Leaf, Robert Wilson, Allen Ginsberg, Peter Orlowsky, Cindy Sherman, Bob Dylan, Ann Mandelbaum, Ted Croner und Jay Manis. Auch Bilder Robert Franks sind in der Ausstellung zu finden, die er von Gundula Schulze Eldowy, Pablo Frank und seiner Frau June Leaf machte.
Die Fotografien werden von Auszügen aus dem Briefwechsel zwischen Robert Frank und Gundula Schulze Eldowy, Texten aus ihrem Tagebuch und einem Video begleitet.
Die Werkgruppe In einem Wind aus Sternenstaub knüpft an die legendäre »straight photography« New Yorks an, die Gundula Schulze Eldowy schon bei Berlin in einer Hundenacht Pate stand. Aber ausgerechnet in der Stadt ihrer Träume begann sich ein neuer Stil abzuzeichnen. An Stelle der Berliner Hinterhof-Dunkelheit war das gleissende Licht New Yorks getreten, das sich in unzähligen Fensterscheiben und Spiegeln verdoppelte und verdreifachte und nicht ohne Einfluss blieb. Ihre Bilder begannen, in freien Tönen zu tanzen.
Spinning on my Heels scheint mehr der Malerei und Musik entlehnt zu sein als der Fotografie. Die Bilder beschreiben eine Geisterstadt, die sie traumwandelnd durchstreift, sie formulieren aber auch schon Zivilisationskritik.
Die Polaroids mit dem poetischen Titel Flügelschlag des Herzens sind Ausdruck ihrer Romanzen, Freundschaften und Selbstbetrachtungen.

(Text: Photobastei, Zürich)

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Vernissage | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau
Mai
17
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Herbst im Paradies - Jean-Luc Mylayne | Aargauer Kunsthaus | Aarau


Aargauer Kunsthaus | Aarau
17. Mai 2019

Herbst im Paradies
Jean-Luc Mylayne


Jean-Luc Mylayne   N° 96, Août 1990 à Décembre 1991  128 x 128 cm © Jean-Luc Mylayne

Jean-Luc Mylayne
N° 96, Août 1990 à Décembre 1991
128 x 128 cm
© Jean-Luc Mylayne


Die Ausstellung Jean-Luc Mylayne gewährt einen Einblick in das Schaffen des aussergewöhnlichen internationalen Künstlers Jean-Luc Mylayne (*1946, in Frankreich). Vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA folgen der Fotograf und seine Partnerin einer künstlerischen Arbeit die gleichermassen radikal wie poetisch ist.

Vom ersten Bild aus dem Jahre 1976 an kreist sein Schaffen ausschliesslich um die Begegnung mit Vögeln. Der Vogel ist dabei sowohl Protagonist der sorgsam konstruierten Szenen, wie auch konzeptueller Partner auf Augenhöhe.

Das Aargauer Kunsthaus präsentiert Jean-Luc Mylaynes erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Fondation Vincent van Gogh in Arles, wo die Schau vom 17.11.2018 bis 10.2.2019 zu sehen ist. Sie vereint ein thematisch gegliedertes Ensemble von Werken, die zwischen 1979 und 2008 entstanden sind.

(Text: Aargauer Kunsthaus)

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Vernissage und Buchvernissage | éphémère - Paul Cupido | Bildhalle | Zürich
Mai
23
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Buchvernissage | éphémère - Paul Cupido | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
23. Mai 2019

Éphémère
Paul Cupido


© Paul Cupido, Montserrat, 2019 | Courtesy Bildhalle

© Paul Cupido, Montserrat, 2019 | Courtesy Bildhalle


Anlässlich der ersten Einzelausstellung des aufstrebenden holländischen Künstlers Paul Cupido in der Schweiz, erscheint der gleichnamige Bildband sowie das exklusive und limitierte Artist Book „Continuum“ – beide von der Edition Bildhalle herausgegeben. Im Mai und Juni 2019 wird Paul Cupido’s Werk an der Photo London und an der Photo Basel zu sehen sein.

Paul Cupido ist 1977 auf einer kleinen holländischen Insel namens Terschelling geboren. Die Bewohner lebten weitgehend von dem, was die Natur zu bieten hatte: von einheimischen Lebensmitteln und Dingen, die an Land gespült wurden. Die tiefe Naturverbundenheit der Bevölkerung und ein Leben, das stark vom Rhythmus der Jahreszeiten, der Mondphasen und der Gezeiten beeinflusst war, prägen Paul Cupido bis heute auch in seiner künstlerischen Arbeit.

Cupido ist davon überzeugt, dass die Existenz des Menschen eng mit der Natur verwoben ist. «Ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit ist das, was ich Aufschichtung von Erinnerungen nenne. Eine glückliche Kindheit, das Erwachen der Jugend, Freundschaften, die erste Liebe, Wachstum und schliesslich der Tod: Ereignisse im Leben hinterlassen Spuren in unserem Gedächtnis, die irgendwann verblassen und zuweilen ganz verschwinden. Die Vergänglichkeit des Lebens ist allgegenwärtig. Die Verbundenheit des Menschen mit der Natur kann tröstlich sein, und dies möchte ich mit meinen Bildern sichtbar machen.»

Paul Cupidos weltweite fotografischen Erkundungen führten ihn kurz nach Abschluss der Fotoakademie zunächst nach Japan, auf die nordjapanische Insel Hokkaido. Später dann in die tropischen Zonen des brasilianischen Amazonas. Doch jede tatsächliche Erkundung eines Ortes mittels der Fotografie ist bei Cupido zugleich eine spirituelle Reise ins Innere. Seine elektrisierende Bildsprache und halluzinierenden Bildsequenzen spiegeln dies wider.

«Ephémère» ist der Titel dieser Ausstellung und auch von Cupidos erster Monografie. Zugleich ist es ein Schlüsselbegriff in seinem künstlerischen Werk. In der Botanik ist «ephemer» die Eigenschaft eines Organismus, der «nur einen Tag lebt», im übertragenen Sinne jedoch beschreibt das Wort den Prozess der Entstehung, der Verwandlung und des Verschwindens. Eine existenzielle Flüchtigkeit also, die Cupidos fragilen Bilder von Pflanzen, Menschen und Landschaften durchdringt. Seine Bilder scheinen im Moment des Übergangs von hellem Tageslicht zur schwarzen Nacht entstanden zu sein. In einer Zone ohne Zeit und geografische Verortung, aber voller Zauber, melancholischer Schönheit und tiefer poetischer Kraft.

(Text: Bildhalle, Zürich)

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Vernissage | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden
Mai
23
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Letzer Vorhang - Anna Lehmann-Brauns | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
23. Mai 2019

Letzter Vorhang
Anna Lehmann-Brauns


Garderobe Theater Kudamm, 2018

Garderobe Theater Kudamm, 2018


Letzter Vorhang
Im Mai 2018 fiel der letzte Vorhang in den beiden Spielstätten Komödie und Theater am Kurfürstendamm in Berlin. Nach jahrelangem und erbittertem Kampf begannen im Juni 2018 die Abrissarbeiten. Das von Theater-Architekt Oskar Kaufmann in den zwanziger Jahren entworfene Gebäude-Ensemble gibt es nun nicht mehr. Oskar Kaufmann stammt aus einer jüdischen Familie und hat in Berlin eine Reihe von Theaterbauten realisiert:, u.a. das Hebbeltheater, das Renaissance-Theater und die Kudamm-Bühnen. Bei einer Führung durch die beiden Häuser, durch die Garderoben, die Maske, die Requisite, beim Blick in die kleinen Logen usw., wurde mir noch mal die ganze Pracht und Schönheit dieser wunderbaren Orte vor Augen geführt. Von den roten Samtbestuhlungen, über das cremefarbene Interieur, die unzähligen Kristallüster in allen Grössen - um nur einige wenige Details zu nennen – atmete dieses Haus Geschichte.  Hier, wo Max Reinhardt gewirkt hat, wo Brecht- und Weill-Stücke uraufgeführt wurden, wo neben vielen anderen Inge Meysel, Harald Juhnke, Günter Pfitzmann und Katharina Thalbach über viele Jahre hinweg Abend für Abend spielten, wird nun eine weitere Shopping-Meile entstehen. In den Gesprächen schien es, als könnten die Mitarbeiter es alle noch nicht recht fassen. Zwischen Schockstarre und Anerkennung des Unvermeidbaren harrten sie der Dinge, die da kamen. Leider konnte keiner diese unverständliche Entscheidung eines externen Investors abwenden, die Option auf Denkmalschutz für die Häuser hatte sich die Stadt Berlin in den achtziger Jahren abkaufen lassen. Ich bekam allerdings die Möglichkeit den Schmelz dieses wunderbaren Ensembles noch ein Mal in meinen fotografischen Bildern festzuhalten. Von Dez 17 bis Mai 18 fotografierte ich mit gleichbleibender Regelmässigkeit jede Woche in den beiden Häusern und begleitete auch den beginnenden Abbau. Ich lernte viel über die Architektur der Häuser, die Künstler berichteten beispielsweise von der nach wie vor fantastischen Akustik der Theaterbauten. So fotografierte ich auch am Morgen nach der Nacht der buntschillernden Abschiedsparty: Goldflitter bedeckt den Bühnenboden und die aufgelöste Fin-de-Siecle-Stimmung hängt noch im Raum. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit dem Raum als Ort der subjektiven und kollektiven Erinnerung. Meine Räume sind menschenleer und verweisen doch auf Ihre Bewohner. Ich arbeite mit Stativ und einer analogen Mittelformat-Kamera. Auch spärlich beleuchtete Räume lassen sich so in ihrem präzisen Glanz und in ihrer Farbigkeit abbilden. Meine fotografischen Bilder sind keine Dokumentationen, sondern der Versuch bestimmte Stimmungen festzuhalten. So standen die Bühnen am Kudamm auch für den freien Geist des alten Kudamms, für die Zwanziger Jahre und für eine Schauspieler-Generation die unseren Kindern nichts mehr sagen wird. Dass die beiden Bühnen abgerissen wurden, ist aktive Zerstörung von Kulturgut und steht sinnbildlich für viele falsche Entscheidungen, die durch Investoren ohne Geist aber mit viel Geld in dieser Stadt möglich werden.

Anna Lehmann-Brauns Geboren ist Anna Lehmann-Brauns 1968 in Berlin. Sie ist Absolventin der Meisterklasse von Joachim Brohm, Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Lehmann-Brauns Fotografien sind heutzutage international bekannt. Im Mai 2009 wurden ihre Werke auf dem New York Photo Festival präsentiert. Bereits 1997 war der Galerist Sascha Laue auf Lehmann-Brauns Arbeiten aufmerksam geworden.

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Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
28. Mai 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Vernissage | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel
Jun
6
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Die Sammlerin - Isabelle Mège | in situ | Heuberg 24 | Basel


in situ | photo basel | Heuberg 24 | Basel
6. Juni 2019

Die Sammlerin - Isabelle Mège


Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon

Willy Ronis, La chevelure, 1990 | Courtesy Baudoin Lebon


Nach fünf erfolgreichen Kunstmessen hat sich die photo basel erfolgreich etabliert. Es ist unser Wunsch, auch in diesem Jahr parallel zur photo basel in der situ Reihe mit einer hochstehenden Ausstellung präsent zu sein und Basel als Photo-Stadt besser zu positionieren. Es ist uns gelungen die „i.collection“ von Isabelle Mège zeigen zu können.

Isabelle Mège, genannt „i“, hat für ca. 80 zeitgenössische Photographen posiert. Dieses Abenteuer erstreckte sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. In der Tat posierte sie nicht, sondern ist mit den Photographen in einen Dialog getreten. Isabelle startete das Projekt 1987 und ist 20 Jahre lang auf der Suche nach Photographen. Dieser Wille ist der Beweis für das Gefühl der Notwendigkeit, etwas aufzubauen, eine Spur zu hinterlassen – ein Ansatz den man heute als „Performancekunst“ bezeichnen könnte. Ihr Gesicht, ihr Körper, ihre Silhouette nehmen vor dem Objektiv der Photographen die verschiedensten Facetten an. Alle diese Photographien offenbaren dem Betrachte die verschiedenen Persönlichkeiten der Photographen sowie die zahlreichen Facetten des dargestellten Körpers. Somit gelang es ihr, eine beeindruckende Sammlung von Bildern ihres Körpers und zugleich von zeitgenössischen Photographien zusammenzustellen.

Wir freuen und sehr, Ihnen diese kurze aber inspirierende Ausstellung im Raum für Kunst zeigen zu können Es sind ca. 60 Arbeiten zu sehen, die alle auch käuflich erworben werden können.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

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Vernissage | tut en flur | Tart | Zürich
Jun
20
6:00 nachm.18:00

Vernissage | tut en flur | Tart | Zürich


Tart | Zürich
20. Juni 2019

“tut en flur”
Anna Halm Schudel, Denise Haschke, Brigitte Lustenberger und Elena Parris


For better for Worse | Brigitte Lustenberger

For better for Worse | Brigitte Lustenberger


Die Ausstellung "tut en flur" – in voller Blüte vereint vier Fotografinnen, die Blumen in verschiedener Art und Weise wahrnehmen und entsprechend darstellen.

Anna Halm Schudel

Anna Halm Schudel

Von Anna Halm Schudel ist der Rosenteil aus ihrem Langzeitprojekt zu sehen. Seit 25 Jahren nimmt sie Blumenkelche, Blütenblätter und Blütenstempel vor die Linse. Sie zelebriert die leuchtende Farbenpracht und die Formenvielfalt der Blumen. Sie taucht Blumensträusse ins Wasser und malt ein Blumenmeer. Sie lichtet nicht nur die Frische der Blüten ab, sondern auch den Prozess des Ausbleichens, Verdorrens und manchmal auch das Verfaulen ab.

Papaver raeticum | Denise Haschke

Papaver raeticum | Denise Haschke

Von Denise Haschke ist ein vielfältiges Erbari engiadinais mit Campanula, Clematis tamangutica, Papaver und vielen anderen Blumen in Form von Cyanotypien und Lumenprints zu sehen. Sie rückt das Unspektakuläre und das Verborgene in den Mittelpunkt - Dinge aus der Natur und insbesondere des alpinen Lebensraums. Das Werk ist inspiriert und geschaffen in der Berglandschaft und beeinflusst von der tiefen Verbundenheit mit der Natur.

Flowers XXIX | Brigitte Lustenberger

Flowers XXIX | Brigitte Lustenberger

Von Brigitte Lustenberger sind Bilder der Serie “Flowers“ zu sehen, in welchen sie das Thema Vergänglichkeit, durch das Beobachten und Inszenieren vom "Vergehen und Verwelken" von Blumen in den Vordergrund stellt. Sie bannt den Prozess mithilfe der Fotografie auf ein Negativ, das dem Innehalten eines Augenblicks gleichkommt und versucht somit mit dem “Momentfesthalten“ den Zerfall aufzuhalten.

Elena Parris

Elena Parris

Auch Elena Parris’ gleichnamige Serie “Flowers“ inszeniert Blüten, indem sie sie zerpflückt, zerrupft und zu einer neuen scheinbar perfekten Blüte arrangiert. Sie lässt die filigranen Blütenblätter und Blütenstempel miteinander tanzen und ein neues Bild zeichnen.

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Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
18. Juli 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Vernissage | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne
Sep
17
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. September 2018

Jan Groover


Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Die Ausstellung bietet den ersten Rückblick auf das Gesamtwerk der US-amerikanischen Fotografin Jan Groover (1943-2012), deren privater Nachlass 2017 in die Sammlung des Musée de l’Elysée kam. Anhand einer Auswahl von Archivstücken aus diesem Nachlass behandelt die Schau nicht nur die New Yorker Jahre der Künstlerin, sondern mit ihrer Zeit in Frankreich auch den wohl am wenigsten bekannten Abschnitt ihres Schaffens. Der Rundgang präsentiert die Ergebnisse umfassender Forschungsarbeiten des Museumsteams an diesem Bestand, die sowohl konservatorische Aspekte (eine genaue Untersuchung der fotografischen Verfahren und Trägermaterialien, restauratorische Behandlung) als auch historische Dokumentation (Groovers Werk im Kontext und seine Rezeption aufseiten von Institutionen und Kritik) beinhalteten.

„Die Formgebung ist entscheidend. “ In Anlehnung an diesen Leitsatz Jan Groovers rückt die Ausstellung den zutiefst gestalterischen Ansatz in den Vordergrund, der das Werk der Fotografin ihr Leben lang bestimmte. Ihre von unermüdlichem Experimentieren geprägte künstlerische Suche und der damit zusammenhängende Schaffensprozess werden in der Ausstellung nicht allein durch Originalabzüge, sondern auch anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Skizzenbüchern anschaulich.

Anfang der 1970er Jahre machte sich Jan Groover die ihre ursprüngliche Berufung als Malerin aufgab mit ihren mehrteiligen, motivisch um Strassen, Autos und Stadtlandschaft kreisenden Fotografien einen Namen. Als Auftakt zu ihren formalen und ästhetischen Experimenten lassen sich an ihnen damals im Umfeld der Konzeptkunst angestossene Überlegungen (insbesondere zu den Begriffen der Serie und der Sequenz) reflektieren. Um 1978 nahm Jan Groover einen radikalen Themenwechsel hin zum Stillleben vor. Damit begann die Arbeit an einer Werkgruppe, die das Gros ihres Œuvres ausmacht und durch die sie bis heute in der zeitgenössischen Geschichte des Mediums als eine der Hauptvertreterinnen dieses Genres gilt. Ihre überwiegend im Atelier entstandenen Kompositionen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt und sollten in den 1980er Jahren aktiv zur Anerkennung der Farbfotografie beitragen. Obwohl die Sachfotografie in ihrem Werk eindeutig überwiegt, gibt es in Jan Groovers Bildern immer wieder auch Landschaften, Körper und Porträts, die meist monochrom gehalten sind. Ihr ausgeprägtes Interesse galt dem Platin-Palladiumdruck, mit dem sie nach ihrem Umzug nach Frankreich zunehmend experimentierte und mehrere Serien in aussergewöhnlichem Querformat (Bankettkamera) schuf, die den Schlusspunkt der Ausstellung bilden.


Cette exposition revient pour la première fois sur l’ensemble de l’œuvre de Jan Groover (1943-2012), photographe d’origine américaine dont le fonds personnel a intégré les collections du Musée de l’Elysée en 2017. À travers une sélection d’archives issues de ce dernier, elle évoquera non seulement les années new-yorkaises de l’artiste, mais aussi françaises – pan méconnu de sa carrière. Le parcours présente les résultats d’un important travail de recherche mené par l’équipe du musée sur le fonds – à la fois du point de vue de la conservation (analyses approfondies sur les procédés et supports photographiques, traitements de restauration) et de la documentation historique (contextualisation de l’œuvre et de sa réception tant institutionnelle que critique).

« Le formalisme, c’est l’essentiel. » Empruntant pour ligne directrice l’assertion de Groover, l’exposition met en lumière le dessein éminemment plastique poursuivi tout au long de son travail par la photographe. Menée au gré d’une expérimentation constante, cette recherche et le processus créatif qu’elle implique sont mis en valeur non seulement par la présentation d’épreuves vintage, mais aussi par la présence de documents, notes et carnets préparatoires.

Au début des années 1970, Jan Groover – délaissant sa vocation première de peintre – est remarquée pour ses polyptyques photographiques, construits autour des motifs de la route, des voitures et de l’environnement urbain. Prémisses de ses explorations formelles et esthétiques, ils offrent la possibilité de réexaminer des réflexions amorcées par les artistes contemporains de l’époque (notamment les notions de sérialité et de séquence). Vers 1978, Jan Groover change radicalement de sujet pour se tourner vers la nature morte. Elle débute ainsi un corpus qui formera l’essentiel de son œuvre, et grâce auquel elle reste aujourd’hui encore l’une des figures éminentes du genre dans l’histoire contemporaine du médium. Pour la plupart réalisées en studio, ses compositions relèvent de procédés variés. Dans les années 1980, elles contribueront activement à la reconnaissance de la photographie en couleurs. Malgré une prééminence sans conteste de ses photographies d’objets, le travail de Jan Groover est également ponctué de paysages, corps et portraits, souvent en noir et blanc. Elle développe également un attachement pour la technique au platine et au palladium dont elle approfondira l’étude à son arrivée en France, avec plusieurs séries au format allongé très particulier (banquet camera), en conclusion de l’exposition.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Vernissage | The Lookout IV - Thomas Krempke | Espace Jörg Brokmann | Carouge
Apr
4
6:00 nachm.18:00

Vernissage | The Lookout IV - Thomas Krempke | Espace Jörg Brokmann | Carouge


Espace Jörg Brokmann | Carouge
4. April 2019

The Lookout IV
Thomas Krempke


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“Regarder, prendre des photos et regarder à nouveau. Dans ce processus tout ce que je suis en train de regarder se transforme, l’acte de photographier change l’élément photographié. C’est comme dans un rêve où les choses se métamorphosent d’une chose à une autre : partout où se pose mon regard le monde mute.

Ce qui rend la photographie tellement magique est qu’elle réinvente le monde en le recréant. Là réside sa puissance. Un écho visuel du monde, il suffit juste de copier. Un acte plutôt simple.”

(Tiré de « The Whispering of Things », édition Patrick Frey Nr. 285, Thomas Krempke)

 Exploration d’un espace limité. Le choix de l’espace exploré est laissé au hasard de l’emplacement de la galerie. 

The Lookout IV, la vue de l’ Espace Jörg Brockmann sur la rue des Noirettes et la rue du Léopard à Carouge … La première impression s’évapore rapidement et je commence à explorer les alentours, me perdant dans cet espace très limité. Je me tiens à ma règle : ce qu’on ne voit pas depuis la galerie est omis et n’est pas photographié. Chaque fois que je suis ici à regarder et à photographier, l’endroit lui-même se transforme de plus en plus, grâce à ma perception, qui, elle aussi, est en transformation permanente. – c’est ce qui se passe quand je regarde quelque chose. Parce que la photographie change tout, chaque fois que je suis ici un peu plus.

Il y a des semaines depuis que j’ai eu la première impression et maintenant, tout est à nouveau différent. Ça pourrait toujours continuer de cette manière. La magie de la photographie, c’est qu’elle réinvente le monde en le créant une seconde fois. D’où son pouvoir. Elle est une sorte d’écho visuel du monde. C’est comme si je crée un second monde, un monde parallèle, dans le cas particulier de Lockout IV, c’est ma copie de la rue des Noirettes et de la rue du Léopard.

Il se peut que ce ne soit pas l’espace qui ai changé, mais que ce soit mon regard qui se transforme constamment sans que je m’en rende compte, mon regard qui se moque de moi et qui change et change, et qui me fait croire de voir un monde nouveau. Mon regard se découvrant à lui-même. 

The Lookout est un projet sur la perception qui a déjà été installé dans différents endroits en Suisse :

– The Lookout I, février 2018 à l’occasion de l’exposition XL de Kunstraum R57 dans un quartier industriel à Zurich Altstetten.
– The Lookout II, Octobre 2018 dans la galerie widmertheodoridis dans la banlieue suburbain d’Eschlikon en Thurgovie.
– The Lookout III, Novembre 2018 dans la galerie OnArte au milieu d’un quartier résidentiel à  Minusio
– The Lookout IV en avril 2019 à l’Espace Jörg Brockmann à Carouge, surplombant un quartier d’affaires et bancaire.

Un projet en collaboration avec :
Espace Jörg Brockmann, Genève
Kunstraum R57, Zurich
Galerie Widmertheodoridis, Eschlikon
Galerie OnArte, Minusio

Artist Bio
Il en va ici de la quête de Thomas Krempke, homme de photographie et de cinéma, né en 1957 à Zermatt, établi à Zurich et co-auteur d’un film-phare de la contestation des années 70 et 80, Züri Brännt (1980).

(Texte: Espace Jörg Brokmann, Carouge)

 

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Vernissage | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg
Mär
28
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg


Fotohof | Salzburg
28. März 2019

Blitz & Enzianblau
Manfred Willmann


Manfred Willmann − o.T., 2005

Manfred Willmann − o.T., 2005


Die Ausstellung von Manfred Willmann ist aus Arbeiten aus dem Jahr 2005 aufgebaut. Konzentrierte Nahsichten, Bilderreihen von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Alltagsgegenständen und Porträts werden unterbrochen von Reproduktionen der Rückseite des Agfa-Fotopapiers Sensatis.

Willmann hatte von seinen Aufnahmen dieses Jahres mehr als tausend analoge Prints auf diesem Material herstellen lassen, diese aber erst wieder nach etwa zehn Jahren zur Hand genommen und die vorliegende Serie daraus entwickelt.

"Blitz und Enzianblau" versammelt Fotografien, die nicht nur die Oberfläche der Welt zeigen, sondern auch vom Medium Fotografie selbst erzählen − von seinen ganz eigenen Möglichkeiten, der Welt in ihrer Schönheit, ihrer Hässlichkeit und Vergänglichkeit als Bilder Präsenz zu verleihen.

Wie Konkrete Poesie über die Sprache an sich spricht, so legt Willmann die Textur des Mediums Fotografie frei. Seine Bilder handeln von Konstellationen, Stillleben und Augenblicken − vom Blitzlicht freigestellt, oft schmerzhaft in ihrer existenziellen Tiefe, aber gänzlich frei von Sentimentalität.

In der Ausstellung werden auch neueste Bilder aus dem Werkzyklus "2018/2017" gezeigt.

Manfred Willmann, *1952 in Graz; lebt und arbeitet in Graz und Pongratzen.

(Text: Fotohof, Salzburg)

 

 

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Vernissage | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Das Dorf der Blinden
Swinde Wiederhold


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Im Nordosten des Irans, in der Provinz Nord Khorasan, 340 km westlich des heiligen Imam-Reza-Schreins in Mashhad, liegt das Dorf «Chaharborj». Die 2000 Einwohner sprechen den kurdischen Dialekt «Kurmanji». Sie sind Nomaden und bringen ihre Herden im Sommer in den angrenzenden Salook Nationalpark.

«Kauft euren Ayran, die Milch, den Joghurt nicht in Chaharborj» – «verheiratet eure Mädchen nicht mit Partnern aus diesem Dorf» – «das Wasser ist verseucht...» In den lokalen Medien ist von einem Fluch die Rede, der über dem Dorf liegt. Vierundzwanzig Personen sind blind. Von Geburt an. Es ist ein weltweit einzigartiger angeborener Gendefekt, den Dr. Noor Mohammad Ghiasvand von der Shahid Beheshti Medical University hier erforscht hat.

Im Iran herrscht keine Toleranz gegenüber Behinderten. Sie werden diskriminiert und ausgestoßen. Der Zugang zu Bildung fehlt. Ein Stigma heftet an ihnen. Die größte aller Barrieren ist die fehlende soziale Akzeptanz ihrer Mitbürger.

Die Geschichte des Dorfes «Chaharborj» ist eine Geschichte der Hoffnung und Überwindung. Sie ist ein Bespiel an unbezwingbarer Lebensfreude. Blinde und Behinderte werden innerhalb der Gemeinschaft wie ganz normale Mitbürger behandelt. Sie werden akzeptiert. Denn auch der Islam verwehrt sich entschieden dagegen, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit Vorurteilen belegt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

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Vernissage | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Kigogo - Dorf der Verdammten
Sarah Fluck


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Es gibt Geschichten, die spielen sich jenseits von Gut und Böse, jenseits von Schwarz und Weiss, jenseits von Sünde und Vergebung ab.

Kigogo ist ein Dorf in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Hier bekämpften sich jahrelang Armeen und Milizen, hier begegneten sich Callixte, ein ex-Kindersoldat aus Ruanda, und Wabiwa, eine junge Frau aus dem Kongo. Eine Geschichte, die trotz Kriegswirren weitergeht - irgendwie.

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Vernissage | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Die Wrestlerinnen von La Paz
Désirée Good


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Hoch oben, am Ende des Talkessels von La Paz, auf 4000 Metern liegt die zweitgrösste Stadt Boliviens, El Alto. In dieser Stadt leben Zuwanderer aus der indigenen Landbevölkerung. Die Stadt gilt alseine der kriminellsten in Bolivien. Neben dem Fussball, der für die Bevölkerung Boliviens essenziell ist, gibt es die Ringkämpfe. Dieser Volkssport nennt sich «Lucha Libre» (Freistilkampf) und wird meistens inszeniert und choreografiert. Viele der Protagonisten sind Frauen. Die Kämpfe werden heute hauptsächlich in El Alto gezeigt. Während drei Monaten hat Désirée Good eine junge Kämpferin Namens «Lady» (23 Jahre alt) in ihrem Umfeld fotografiert.

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Vernissage | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
28. März 2019

Beide Künstler sind persönlich an der Vernissage in Zürich anwesend
Gastredner: Stefan Zweifel

Zürich 1967 - 1976
Willy Spiller

Zürcher Panoptikum
Fred Mayer


© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

Die Ausstellung zeigt die Stadt Zürich und ihre Menschen, wie sie zwischen 1967 und 1976, in Zeiten von Jugendunruhen, sexueller Revolution und Biederkeit, lebten und arbeiteten. Die beiden Fotografen Willy Spiller und Fred Mayer stellen ab dem 7. März in der Bildhalle einige ihrer bekanntesten Werke aus, die visuell intensiv, absurd und witzig vom damaligen Zeitgeist erzählen.

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

Die Ausstellung zeigt zwei wichtige Namen der Schweizer Fotografie mit komplett unterschiedlicher Herangehensweise an das Zürich in den späten 60er und frühen 70er Jahre

Street photography trifft auf inszenierte Porträt-Fotografie

Viele prominente Zeitgenossen der beiden Fotografen sind abgebildet: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer, Musiker

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die erste Publikation der Edition Bildhalle:    
Willy Spiller – ZÜRICH 1967 – 1976

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Vernissage | Goldminen in Guinea  - Marion Bernet | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Goldminen in Guinea - Marion Bernet | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Goldminen in Guinea
Marion Bernet


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Im landwirtschaftlich wenig ergiebigen Nordosten Guineas gibt’s Gold. Bauernfamilien ergänzen seit Generationen ihr karges Einkommen mit dessen Gewinnung.

Eine riskante Arbeit: In diesem Jahr wurden zwei Frauen und ein Mann von Erdmassen verschüttet und tot geborgen. Man fand sie jedoch nicht in einer Kleinmine, sondern auf dem Gelände einer mächtigen Firma, die sich in der Region ausbreitet: die Société AngloGold Ashanti de Guinée (SAG). Um die Stadt Kintinian in der Region Bouré betreibt sie mehrere grosse Minen.

2015 entbrannte ein Streit um das sogenannte Gebiet «Area One», ein Quartier von Kintinian, in dem rund 380 Wohnhäuser stehen. Für dieses Gebiet erwarb die SAG vom Staat das Recht zum Goldabbau. Konsequenz: Die Bewohner müssen weg. Zwar verpflichtet die Konzession die SAG, den Ortsansässigen anderswo neue Häuser zu bauen und sie für den Verlust von Land finanziell zu entschädigen. Doch die Bewohner wurden teilweise schlecht über die Umsiedlung informiert oder mit physischer Gewalt zur schriftlichen Zustimmung gezwungen. Ihre Häuser in der Zone markierte fortan ein weisses Kreuz, das den anrückenden Arbeitern anzeigt: Abriss!

Im Sommer 2016 wurden die ersten Häuser abgerissen – doch die neuen waren noch nicht bezugsbereit. Es sollte noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis die ersten Häuser fertig waren. 2017 beginnen die Bewohner zögerlich umzuziehen – in ein abgelegenes Quartier weit ausserhalb.

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Vernissage | Hinterland - Hans-Christian Schink | Robert Morat Galerie | Berlin
Mär
22
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Hinterland - Hans-Christian Schink | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
22. März 2019

Hinterland
Hans-Christian Schink


Bei Kublank (2016), 35 x 40 cm, C-Print, Ed. of 8 + 2 AP.jpg

Bei Kublank (2016), 35 x 40 cm, C-Print, Ed. of 8 + 2 AP.jpg


Hans-Christian Schink, 1961 geboren in Erfurt, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Fotografie aus Deutschland. Seine Arbeiten, meist Landschafts-Untersuchungen im Spannungsfeld von Natur und Zivilisation, werden international ausgestellt und finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Mit „Hinterland“ legt Schink seine neueste Arbeit vor.

„Hinterland meint einerseits die dünn besiedelten Landstriche abseits der Großstädte, in dieser Serie speziell die abgelegenen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns“, erklärt Hans-Christian Schink. „Andererseits bezieht sich der Titel „Hinterland“ auf die imaginären Landschaften, die aus meiner Erinnerung entstehen. Landschaften, die ich aus meiner Kindheit kenne.“ Und weiter: „Es geht in dieser Serie also nicht um das Abbilden konkreter Orte. Meine Bilder sind eher das Resultat einer Suche ohne Ziel.“ Mit seinem Projekt versucht Hans-Christian Schink eine Balance zu halten – einerseits die spröde Schönheit dieser Form von Landschaft zu zeigen, andererseits mit diesen Bildern auch eine Atmosphäre der Melancholie zu transportieren, die sich aus der Gefährdung eben dieser Landschaft durch die permanente Überbeanspruchung ihrer Ressourcen ergibt.

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Vernissage | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Mär
22
5:00 nachm.17:00

Vernissage | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil


Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
22. März 2019

janguru
Kostas Maros


Bild_2.jpg

apan ist ein Land fantastischer Kontraste: uralte Tempel und futuristische Städte, in Nebel gehüllte Hügel und moderne Hochgeschwindigkeitszüge, Dörfer mit strohgedeckten Häusern und in Neonlicht getauchte Grossstadtdschungel. Obwohl die Japaner Meister in der Entwicklung und Anwendung moderner Technologien sind, besitzen sie eine tief empfundene Verbindung zur Natur und eine enge Beziehung zu den Jahreszeiten. Im Land der aufgehenden Sonne existieren Jung und Alt, Moderne und Tradition gleichberechtigt Seite an Seite. Es ist ein Ort der Möglichkeiten, der die Balance zwischen Tradition und Fortschritt hält. Eine Nation, die für neue Entdeckungen offen ist. Japaner sind Meister der Zukunft und Hüter der Vergangenheit.

Diese Arbeit soll kein Versuch sein, Japan zu verstehen, aber lässt sich leiten von persönlichen, visuellen Eindrücken. Mein Augenmerk führt mich dabei vom Beton- und Grossstadtdschungel der Megalopolen in das Baummeer Fuji no jukai, dem Aokigahara Wald, direkt unter dem berühmtesten Vulkan Japans, dem heiligen Berg Fujisan, dem Tor zum Himmel. Zwischen dem Grosstadtdschungel der Megacities, der eine faszinierende, bedrohliche, geheimnisvolle und undurchdringliche Atmosphäre transportiert und dem Aokigahara Baummeer, einem weitläufigen und dichten Wald in der Präfektur Yamanashi, entdecke ich Zusammenhänge und Parallelen.

Der Alltag in der Menschenmasse der Mega-City Tokio scheint anonym und angepasst. Japan ist ein einsames Land, wenn man es will: Es ist unaufdringlich und sanft. Tiefere Gefühle scheinen die Japaner selten zu zeigen. Vor allem negative wie Zorn, Trauer und Enttäuschung werden traditionell je nach Alter oft nur dem engeren Familienkreis offenbart. Um in der Gesellschaft nicht aufzufallen, zeigen viele Japaner in der Öffentlichkeit nicht ihr wahres Gesicht. Nur drei Stunden von Tokio entfernt, am Fusse des Mount Fuji, dringe ich in das dichte Baummeer Aokigahara ein. Der üppig mit Moos und Farn überwucherte Waldgrund und die an vielen Stellen herunterhängenden Moosgruppen verleihen dem Waldinneren ein urzeitliches Aussehen. Es offenbart sich ein prosaischer Anblick. Nach wenigen Metern im Wald umfängt den Wanderer die scheinbare Endlosigkeit der Natur. Allein ein Ausbruch des Mount Fuji könnte hier den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen kurzzeitig unterbrechen. In der breiten Öffentlichkeit und den westlichen Medien ist der Aokigahara Wald bekannt, weil viele Japaner diesen Wald als perfekten Ort zum Sterben ansehen und er häufig als Suizidstätte gewählt wird. Janguru bedeutet Dschungel, Dickicht auf Japanisch. Sowohl der Grossstadtdschungel Tokios als auch das Baummeer unter dem Mount Fuji üben eine grosse Anziehungskraft auf mich aus, aber vermitteln mir auch ein gewisses Gefühl von Isolation und Einsamkeit.

(Text: Galerie Monika Wertheimer, Oberwil)

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Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
21
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
21. März 2019

Einführung durch Daniel Blochwitz, Kurator photo basel

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Vernissage | Geographie sauvage, what we leave behind - Mélanie Patris | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Mär
15
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Geographie sauvage, what we leave behind - Mélanie Patris | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie l’Aberrante | Le Crès
15. März 2019

Geographie sauvage, what we leave behind
Mélanie Patris


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« GEOGRAPHIE SAUVAGE, What we leave behind. est un processus que je traduis par ”ce que nous laissons derrière nous”. J’y traite de mon rapport au monde et de toutes ces choses qui font traces de notre identité. Il s’agira, ici, particulièrement des traces de féminin qui nous sont communes ou particulières.

Dessins, « cartes menstruelles », photographies et autres agencements la constituent. Telles les peaux que nous semons au gré de leur renouvellement, et qui laissent des traces, visibles et invisibles, dans les lieux que nous traversons, habitons.

La photo agit, alors, comme mémoire, trace des fantômes de ma vie. L’émulsion sensible se décolle, se déchire, s’étend et s’étire au gré des manipulations. Le collage, l’Écoline et les autres manipulations plastiques renforcent le dépassement de sa lecture première. Ainsi, des transformations s’opèrent, avec elles, mes propres transformations. 

 Dans ce travail, l’espace et le corps sont à prendre comme des objets géographiques, des métaphores de l’identité liés à ce qui nous constitue intrinsèquement, ce qui fait frontière entre le dedans et le dehors, entre l’ombre et la lumière. 

Le Sauvage est, ici, à lire comme dans la relation à l’Âme Sauvage telle que la définit Clarissa Pinkola Estés : celle par laquelle nous nous retrouvons « emplies des battements de tambour, de chants, prises par l’écoute et la prononciation de nos propres mots – nouveaux poèmes, nouvelles façons de voir, nouvelles façons d’agir et de penser ». Celle qui se trouve du côté de la résistance et qui nous permet de nous [re]lier à nos intuitions et nous libère des carcans de la société. » 

Mélanie Patris

GÉOGRAPHIE SAUVAGE, What we leave behind est une invitation au voyage. Nous avons plongé, aspiré par son univers. La nature vous engloutie, vous révèle à vous même, devient métaphore. Rythme, tremblements, frémissements,  dans une géographie sauvage. Parcours, aller retour, il y est question de perte mais aussi de découvertes, de  renouveaux. Un voyage dans l’intime.

« Où que nous soyons, indéniablement, l’ombre qui trotte derrière nous marche à quatre pattes » Clarissa Pinkola Estés, Cheyenne, Wyoming.

Valérie Vernhet



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Vernissage | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich
Mär
14
6:00 nachm.18:00

Vernissage | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
14. März 2019

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

© Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Vernissage | Hennric Jokeit | Kunstverein Schallstadt | Schallstadt
Mär
10
11:00 vorm.11:00

Vernissage | Hennric Jokeit | Kunstverein Schallstadt | Schallstadt


Kunstverein Schallstadt | Schallstadt
10. März 2019

"Wir können Negativität denken, nicht aber mit eigenen Augen sehen"
Hennric Jokeit


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«Hennric Jokeit präsentiert seine aktuellen Bilder ausschliesslich in einer Negativ-Form. In dieser Stringenz reflektiert seine Arbeit zunächst mediale Eigenheiten an der Schwelle vom analogen zum digitalen Bild. Als Neurowissenschaftler weiß er um die Irritation visueller Wahrnehmung durch die Negativ-Form. Sie evoziert eine Entschleunigung des Sehens. Eingedenk dieses Wissens provoziert Jokeit mit seinen Bildern ganz bewusst eine Wahrnehmung, die sich der uns heute von den neuen Medien im Alltag mehr und mehr abverlangten entgegenstellt. Für den künstlerischen Gehalt seiner Bilder ist jedoch die Frage nach der grundlegenden Bedeutung des Negativen in Zeiten einer exzessiven Positivierung aller Lebensbereiche entscheidender. Jokeits Bilder beharren auf dem grundsätzlichen Wert des Negativen als Voraussetzung des Besseren, Positiven. Seine Motive zeigen moderne städtische Architektur, Industrieanlagen, einfachste Häuser wie Behausungen, Interieurs, Müll, aber zugleich Natur. Intakt genauso wie ruinös und verfallen. Alle Orte scheinen verlassen, jegliches Leben ausgelöscht. Solchermaßen entleert, um nicht zu sagen entmenschlicht, schwingt in den Negativ-Formen ein Geheimnis mit. Zugleich können sie als Anstoß begriffen werden, als Aufforderung, die als negativ empfundene Welt zu negieren.»

(Text: Enno Kaufhold, Berlin )

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Vernissage | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mär
8
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
8. März 2019

Begrüssung und Einführung
Otto Durrer, Präsident Verein Museum im Bellpark
Cyrill Wiget, Stadtpräsident Kriens
Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark
Esther Woerdehoff, Galerie Ester Woerdehoff

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Vernissage | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Mär
8
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich


Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
8. März 2019

Mail Order
Marianna Rothen


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Marianna Rothen begann im Alter von 15 Jahren mit dem Modeln und arbeitete während ihrer 17-jährigen Karriere in der Modebranche mit Designern wie Marc Jacobs, Balenciaga und Yves Saint Laurent zusammen. Als Hobby begann sie zu fotografieren und ist inzwischen eine international anerkannte Künstlerin.

Rothens Welt ist eine Welt voller Suggestionen und Phantasien, deren Mysterien eine dunkle Wahrheit verbergen. In ihren früheren Arbeiten waren Männer nur ausserhalb ihrer Bilder, höchstens als Beobachter oder Voyeure zu spüren. In ihrer neusten Arbeit, „Mail Order", die wir in Zürich zeigen, sind Männer als Puppen in die Bilder integriert. Es ist eine inszenierte, scheinbar heile Welt, die unheimlich und irritierend wirkt. 

(Text: Galerie & Edition Stephan Witschi)

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Vernissage und Artist Talk | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
8
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Artist Talk | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
8. März 2019

Artist Talk mit Kelvin Haizel und Urs Stahel, Kurator

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Vernissage | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Feb
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
22. Februar 2019

How to Secure a Country
Salvatore Vitale


Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale

Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale


Die Schweiz gilt gemeinhin als eines der sichersten Länder der Welt – und als ein Beispiel für Effizienz und Produktivität. Aber wie gewährleisten staatliche und private Einrichtungen dieses wertvolle Gut, das ebenso ein Grundbedürfnis wie ein Milliardengeschäft ist? Und wieviel Freiheit sind wir als Bürger bereit, für unsere Sicherheit preiszugeben? Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, lebt in Lugano und Zürich) untersucht in seinem mehrjährigen visuellen Forschungsprojekt die Mechanismen, die diesem Präventions- und Abwehrschild zugrunde liegen. Die vielfältigen daran beteiligten Akteure – Polizei, Militär, Zoll- und Migrationsbehörden, Wetterdienste, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen für Robotics und Artificial Intelligence – unterzieht er dabei einer eingehenden Betrachtung. Die Ausstellung macht die mitunter verborgene und oftmals abstrakte Herstellung von Sicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar, in einem Parcours, der Fotografien, aber auch Datenanalysen und eine sensorbasierte Installation einschliesst. Sie versteht sich als aktuellen künstlerischen Debattenbeitrag in einer Gesellschaft, die sich mit wachsenden Bedrohungen – real oder wahrgenommen – durch Terrorismus und Cyber-Kriminalität, Überwachung und Datenmissbrauch konfrontiert sieht. Die Fotostiftung Schweiz präsentiert die erste umfassende Ausstellung dieser Arbeit des Schweizer Künstlers italienischer Abstammung.

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Vernissage | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur
Feb
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur


Fotomuseum | Winterthur
22. Februar 2019

Begrüssung durch die Stiftungsratspräsidentin Dorothea Strauss
Einführung durch die Direktorin Nadine Wietlisbach
Die Künstlerin ist anwesend

Photographic
Anne Collier


Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow

Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow


Das unschuldige Bild ist eine Illusion – das gilt im besonderen Masse für das allgegenwärtige Medium der Fotografie. Genau an dieser Stelle setzt das künstlerische Interesse der 1970 in Los Angeles geborenen, aktuell in New York lebenden Künstlerin ein. Die konzeptuellen Arbeiten von Anne Collier basieren vorwiegend auf gefundenen Materialien aus der Popkultur der 1970er-und 1980er-Jahre; auf Fotos aus Magazinen, Werbebildern, Plattencovern, Buchseiten oder Filmstills. Indem sie die Druckerzeugnisse abfotografiert und diese in neue Kontexte setzt, gelangt Collier zu einer reflektierten Archäologie der Gebrauchs-weisen der Fotografie. Dabei interessieren sie vorwiegend jene Bilder, die durch eine emotionale Bildsprache charakterisiert sind: Wellen, Augen, Wolken sowie Fotografien eines romantisierten Sexismus. Mit analytischer Eleganz reflektiert Collier das trügerische Bild, das unseren Alltag prägt und legt dabei die Spannung zwischen dem Abge-bildeten und dem Akt des Fotografierens offen.

Die Ausstellung und die Publikation, erschienen bei Hartmann Projects, sind in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover entstanden.

Mit freundlicher Unterstützung des Verein Fotomuseum Winterthur, der Paul Reinhart Stiftung und der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung.

(Text: Fotomuseum, Winterthru)

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Vernissage | Some Changes Made - Amin El Dib | Collection Regard | Berlin
Feb
21
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Some Changes Made - Amin El Dib | Collection Regard | Berlin


Collection Regard | Berlin
21. Februar 2019

Some Changes Made
Amin El Dib


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Die thematisch in sich geschlossene Motivreihe, die Serie, bestimmt die künstlerische Arbeit von Amin El Dib von Beginn an. Die für die Ausstellung in der Collection Regard von ihm gemeinsam mit dem Galeristen Marc Barbey ausgewählten Serien sind in Berlin und später in der Schweiz entstanden, wo er seit einigen Jahren lebt und arbeitet. Sie betonen bewusst den Teil seines umfangreichen Werkes, bei dem er formaler und inhaltlich abstrahierender vorgegangen ist, unabhängig davon, ob die Bilder auf Menschen, Pflanzen oder Materialien verweisen.

Am auffälligsten nehmen sich die Arbeiten aus, in denen er sich mit den bereits abgeschlossenen Serien mit bildmäßigen Motiven auseinandergesetzt hat. Ausgehend von dem Material – und Material meint hier das klassische Barytpapier sowie die modernen Digitaldruckpapiere – verwendete er dies, um daraus neue Bilder zu kreieren. Verständlicher gesagt werden die vorliegenden Fotografien von ihm zerrissen, wobei die Risskanten bei den im Duktus einer Collage neu zusammengesetzten Bildern deutlich erkennbar bleiben. Dieses Reißen impliziert genaugenommen Gewalt und Zerstörung. Gewalt und Zerstörung, die er den Papieren und mithin dem darauf Abgebildeten antut. Allerdings findet, übersteigert formuliert, im Zusammensetzen der Motivfragmente zugleich ein Akt der Heilung, der Wiedergutmachung statt. Denn der brutalen Dekonstruktion der Bilder folgt die versöhnende Neukonstruktion, selbstredend mit dem Ziel ästhetischer Konzentration. Geht Amin El Dib bei seinen traditionellen bildmäßigen Motiven noch der Suche nach, im Leben, im fortwährenden Gedeihen das Brüchige, das Unvollkommene sichtbar werden zu lassen, gewissermaßen als Affront gegen das all zu Glatte, Perfekte und Unantastbare, so findet dieser Ansatz in den aus den gerissenen Papieren montierten Bildern eine bedeutsame formalästhetische Steigerung mit metaphorischen Dimensionen. Die auf diese Weise entstehenden Bilder, und es sind Bilder, berühren die Retina und mithin unser Innerstes bis an die Schmerzgrenze. Die vielfach sichtbar durch das Papier getriebenen Heftklammern verstärken diesen Schmerz noch. 

Neben den in dieser Technik gestalteten Serien, die den Hauptteil der Ausstellung ausmachen, zeigt Amin El Dib andere Motivreihen, in denen sich das Abgebildete, wie beispielsweise der Haarschopf einer Frau, zunächst partiell und dann ganz bis ins fotografische Weiß auflöst. Auch das beschreibt das Existentielle als fragil und flüchtig: Ein künstlerischer Kommentar der auf das Ganze zielt, auf das vergängliche Sein und zugleich auf dessen Brüchigkeit.

Öffnungszeiten
Freitags oder nach Vereinbarung

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Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Kammgarn West | Schaffhausen
Feb
21
6:00 nachm.18:00

Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Kammgarn West | Schaffhausen


Kammgarn West | Schaffhausen
21. Februar 2019

22. vfg Nachwuchsförderpreis
Alexandra Baumgartner aus Luzern mit "Cabbage and corn, hope and sorrow"
Karla Hiraldo Voleau aus Lausanne mit "Hola Mi Amol"
Christian Indergand aus Silenen mit "Sagen aus Uri, 2018"
Ernst Kehrli aus Luzern mit "Y-Kipcorn"
Jonathan Liechti aus Bern mit "By God's Grace" Portraits"
Lisa Lurati aus Lugaggia mit "Scherzo. Molto allegro quasi presto"
Fabienne Spiller aus Schaffhausen mit "Abseits von Philia"
Aissa Tripodi aus Basel mit "Besetzt – Warten – Eintreten"
Fred Walter Uhlig aus Basel mit "Cava"
Simon von Gunten aus Solothurn mit "Cutis"


Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten

Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Vernissage | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne
Feb
19
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne


Musée d’Elysée | Lausanne
19. Februar 2019

Martine Franck


Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Aus dem Wunsch heraus, die Pionierleistung von Frauen in der Fotografie des 20. Jahrhunderts stärker ins Licht zu rücken, zeigt das Musée de l’Elysée einen grossangelegten Rückblick auf das Werk von Martine Franck (1938-2012). Die von der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris konzipierte, in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée erarbeitete und bisher umfassendste Schau besteht aus nahezu 140 Fotografien, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt und in ihrer Mehrheit von der Fotografin selbst ausgewählt wurden.

Ausstellung und Publikation vermitteln nicht nur eine noch unbekannte Perspektive einer Fotografin auf ihr Lebenswerk, sie basieren zudem – im Unterschied zu vorausgegangenen Retrospektiven – auf ausführlichen Recherchen in Martine Francks Archiv. Als eine der Protagonistinnen der Fotokunst des 20. Jahrhunderts, die 1970 Mitglied der Agentur Vu, 1972 Mitbegründerin der Agentur Viva und ab 1983 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Magnum war, kam die Journalistin, Reporterin und Porträtistin aus einer persönlichen Praxis heraus, hauptsächlich auf ihren Reisen durch Asien und Europa, zur Fotografie. Mit der Entscheidung für eine berufliche Laufbahn als Fotografin wählte sie ein Betätigungsfeld, auf dem noch kaum Frauen zu finden waren. Dennoch gelang es ihr, sich eine Stellung zu sichern, indem sie sich von ihren Kollegen kaum beachteten Themen zuwandte, wie etwa die Arbeitswelt, Frauen, das Alter, Solidarität und Entwicklungshilfe. Fast 50 Jahre lang schuf sie so, unabhängig von jeder ästhetischen Strömung, ein persönliches Werk, dessen Schwerpunkt die Existenzbedingungen der Menschen rund um den Erdball bilden.

Mit der Aufnahme dieser Ausstellung ins Programm eröffnet das Musée de l’Elysée den Besuchern die Chance, ein zentrales Werk neu zu entdecken, in dem sich nicht nur ein breites Themenspektrum, sondern auch ein eindringlicher, aussergewöhnlicher Blick auf unsere Epoche spiegeln.


Souhaitant mettre en lumière l’oeuvre pionnière des femmes photographes au cours du XXe siècle, le Musée de l’Elysée présente une importante rétrospective consacrée à Martine Franck (1938-2012). Conçue par la Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris, et coproduite avec le Musée de l’Elysée, cette exposition, unique par son ampleur, est constituée de près de 140 photographies, dont certaines inédites, en grande partie sélectionnées par la photographe de son vivant.

Au-delà de ce regard inédit d’une photographe sur l’ensemble de son oeuvre, ce projet d’exposition et d’édition est fondé sur une étude approfondie des archives de Martine Franck, ce qui la démarque des rétrospectives précédentes.

Figure essentielle de l’art photographique du XXe siècle, membre de l’agence VU en 1970, cofondatrice de l’agence Viva en 1972 et membre de la coopérative Magnum à partir de 1983, journaliste, reporter et portraitiste, Martine Franck vient à la photographie à travers une démarche personnelle liée en grande partie à ses voyages en Asie et en Europe. Lorsqu’elle décide de se consacrer à la carrière de photographe, elle choisit un domaine d’activité comprenant encore peu de femmes. Elle réussit pourtant à trouver sa place en s’attachant à des sujets peu abordés par ses confrères, comme le monde du travail, les femmes, la vieillesse, la solidarité et l’humanitaire. Durant près d’une cinquantaine d’années, indépendamment de tout courant esthétique, elle a ainsi construit une oeuvre personnelle en grande partie consacrée à la condition humaine à travers le monde.

En programmant cette exposition, le Musée de l’Elysée offre au public la possibilité de redécouvrir une œuvre majeure qui, au-delà de la diversité des sujets, porte un regard intense et singulier sur notre époque.

(Text: Musée d’Elysée)

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Vernissage | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne
Feb
19
6:00 nachm.18:00

Vernissage | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
19. Februar 2019

A Myth of Two Souls
Vasantha Yogananthan


Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

In dem Bestreben, zeitgenössisches Kunstschaffen zu unterstützen und an die Öffentlichkeit zu tragen, zeigt das Musée de l’Elysée die erste institutionelle Ausstellung des Projekts A Myth of Two Souls von Vasantha Yogananthan. Der 1985 geborene Yogananthan, fotografischer Autodidakt französisch-tamilischer Herkunft, gehört einer Generation an, die mit Vorliebe die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischt. Die Serie ist vom Ramajana inspiriert, einem Urtext der hinduistischen Mythologie, der zwischen dem dritten Jahrhundert vor Christus und dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Sanskrit verfasst wurde. Das immer wieder aktualisierte Ramajana stellt für den westlichen Leser eine Aufforderung dar, sich fernab aller Exotik mit Indien zu befassen.

Seit fast vier Jahren reist Vasantha Yogananthan regelmässig nach Indien und Sri Lanka, um weiter an seinem Projekt zu arbeiten, dessen sieben Kapiteln hier nun erstmals gemeinsam ausgestellt werden. Für jedes Kapitel wird im Untergeschoss des Museums ein eigener Raum mit einer besonderen Atmosphäre eingerichtet, entsprechend der gezielt eingesetzten stilistischen Besonderheiten, durch die der Künstler seine Geschichte in sieben Abschnitten gliedert. Während die ersten Räume (sprich Kapitel) mit gerahmten Abzügen an der Wand relativ traditionell gehalten sind, eröffnen die darauffolgenden Räume alternative Zeigesysteme, mit Projektionen, Bildtapeten oder Installationen. Der Künstler behandelt jedes Kapitel des Ramajana anders und erprobt bzw. aktualisiert traditionelle Fototechniken. Dies gilt vor allem für die ersten Kapitel mit ihren Schwarz-Weiss-Fotografien, die mit einer Plattenkamera aufgenommen und dann von einem indischen Maler handkoloriert wurden, wie es vor dem Aufkommen des Farbfilms im 19. Jahrhundert traditionell üblich war. Vasantha Yogananthan übernimmt dieses Verfahren und überträgt es ins Heute, indem er seine Fotografien ausserhalb des Ateliers, mit Passanten als Akteuren, aufnimmt. Der Bereich des häuslichen Porträts wird dabei – ohne Klassenunterschiede – auf die gesamte Gesellschaft und das ganze Land übertragen, von den Grossstädten bis in die entlegensten Landstriche.

Die sieben hier vorgestellten Kapitel – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – führen die Besucher auf einem Spaziergang durch Epochen und Schauplätze und machen sie zugleich mit seltenen Fototechniken vertraut. Die Ausstellung umfasst Fotoarbeiten, neu gemalte Drucke und eine mehrkanalige Videoinstallation.


Soucieux de soutenir et de promouvoir la création contemporaine, le Musée de l’Elysée présente la première exposition institutionnelle du projet A Myth of Two Souls de Vasantha Yogananthan. Né en 1985, photographe autodidacte d’origine franco-tamoule, Yogananthan appartient à une génération qui aime brouiller les lignes entre fiction et réalité. Cette série est inspirée par le Râmâyana, œuvre fondamentale de la mythologie hindoue, écrite en sanskrit entre le IIIe siècle avant J.-C. et le IIIe siècle de notre ère. Sans cesse réactualisé, le Râmâyana se présente ainsi au lecteur occidental comme une invitation à appréhender l’Inde au-delà de l’exotisme.

Depuis presque quatre ans, Vasantha Yogananthan se rend régulièrement en Inde et au Sri Lanka pour compléter son projet, dont la plus grande partie des sept chapitres qui le composent seront pour la première fois exposés ensemble. Un espace spécifique à chaque section sera aménagé à l’étage inférieur du Musée de l’Elysée, créant ainsi une atmosphère particulière et propre à chacune des stylistiques convoquées par l’artiste pour développer son histoire en sept étapes. Si les premières salles – et de fait, chapitres – seront de facture relativement traditionnelle en présentant, au mur, des tirages encadrés, les suivantes permettront une mise en avant de systèmes de monstration alternatifs, comme la projection, le papier peint ou l’installation. L’artiste développe en effet des traitements esthétiques différents et explore, ou revisite, des techniques ancestrales. C’est le cas notamment de la section inaugurale de A Myth of Two Souls, constitué de photographies noir/blanc, réalisées à la chambre, par la suite colorisées à la main par un peintre indien comme cela se faisait traditionnellement au XIXe siècle, avant l’apparition de la pellicule couleur. Vasantha Yogananthan se réapproprie cette technique tout en la modernisant, réalisant ses photographies hors studio, avec des passants devenus acteurs. Le champ du portrait domestique est ainsi étendu à l’ensemble de la société – sans distinction de classes – et à l’ensemble du territoire, des métropoles à la campagne profonde.

Les sept chapitres exposés – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – offriront aux visiteurs une déambulation à la fois temporelle et géographique, tout en leur faisant découvrir des techniques photographiques peu répandues et une scénographie originale. L’exposition comprends des œuvres photographiques, des tirages repeints ainsi qu’une installation vidéo multi channel.

(Text: Musée d’Elysée)

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Vernissage | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien
Feb
16
2:00 nachm.14:00

Vernissage | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
16. Februar 2019
Im Rahmen von Foto Wien 2019

Unwägbarkeiten
Gabriela Morawetz


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Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.  

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat. 

Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent. 

Gabriela Morawetz ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Vernissage | Eine Saison für Künstlerinnen | Musée des Beaux-Arts | Le Locle
Feb
15
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Eine Saison für Künstlerinnen | Musée des Beaux-Arts | Le Locle


Musée des Beaux-Arts | Le Locle
15. Februar 2019

Eine Saison für Künstlerinnen
Viviane Sassen, Sophie Bouvier Ausländer, SMITH, Laura Letinsky, Lili Erzinger und Sandrine Pelletier


© Viviane Sassen, Belladona, de la série Parasomnia, 2010. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town

© Viviane Sassen, Belladona, de la série Parasomnia, 2010. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town


Obwohl der kulturell begründete Ausschluss der Frauen aus der künstlerischen Ausbildung und Praxis längst der Vergangenheit angehört, ist die Bemühung um die Überwindung der Unsichtbarkeit, unter der sie als Schöpferinnen und Künstlerinnen leiden, heute nicht weniger gefragt.

In den 1970er Jahren bewirkte die Befreiungsbewegung der Frauen allenfalls eine Zunahme der Gemeinschaftsausstellungen von Künstlerinnen, doch eine verstärkte Präsenz weiblicher Künstler in den Galerien oder ein Anstieg der Einzelausstellungen von Künstlerinnen blieben in diesem Jahrzehnt aus.

Zweifellos ist das Ziel der Gleichstellung selbst im 21. Jahrhundert immer noch nicht erreicht. Nachdem die Frauen in der Kunst so lange unsichtbar geblieben sind, möchte das MBAL, dem Beispiel der Gesellschaft folgend, mehr Gleichgewicht herstellen und den Einzug von Werken weiblicher Künstler im Museum fördern.

Die Perspektive, aus der Viviane Sassen, Sophie Bouvier Ausländer, SMITH, Laura Letinsky, Lili Erzinger und Sandrine Pelletier die Welt und ihre Abbilder betrachten, ist untrennbar mit der Genderthematik verbunden.

Nathalie Herschdorfer Direktorin

© Viviane Sassen, Ra, de la série Of Mud and Lotus, 2017. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town

© Viviane Sassen, Ra, de la série Of Mud and Lotus, 2017. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town

Im Märchen symbolisiert der Spiegel die Tür zu einer anderen Welt. Die niederländische Künstlerin Viviane Sassen (g. 1972) versteht ihre fotografische Arbeit als Spiegel, als Art und Weise, sich mit der Welt der Träume auseinanderzusetzen und mithilfe alltäglicher Erfahrungen das Unbewusste zu erfassen. Die Ausstellung, deren Fotografien im Lauf der letzten zehn Jahre entstanden sind, bildet eine überraschende Zusammenfassung des Werkes dieser international hoch angesehenen Künstlerin, die einem Selbstporträt nahekommt. Mithilfe der Fotografie verewigt sie das Ungewohnte, Unerklärbare und Fantastische. Hot Mirror vereint die unterschiedlichen Werke von Sassen: Man findet darin die Fotografien der Serie Flamboya, die in Kenia entstanden sind, wo Sassen drei Jahre ihrer Kindheit verbracht hat, die Fotografien aus Parasomnia, die sich mit dem Gefühl der Distanz zwischen Wachzustand und Schlaf befassen, jene aus UMBRA, die das Thema des physischen und psychischen Schattens erkunden, sowie ihre jüngste Reihe Of Mud and Lotus, in der die Verfremdung der Werke durch Collage oder Malerei die Themen, die ihr am Herzen liegen versinnbildlicht: Mutterschaft und Fruchtbarkeit. Schließlich entführt Sassen uns mit TOTEM, einer überwältigenden Installation aus bewegten Bildern und Spiegeln, in ihre faszinierende Welt. Hier tritt die Anwesenheit der Besucher, die in eine unendliche Landschaft getaucht und in Schlagschatten verwandelt werden, in Interaktion mit der Projektion der Künstlerin, die uns erneut unserer Orientierung beraubt. Die visuellen Gedichte von Sassen sind deshalb wie Spiegel, die den Betrachter mit seinen eigenen Fragen konfrontieren, anstatt ihm die Antworten zu liefern.

Die Ausstellung wird vom MBAL und dem britischen Museum The Hepworth Wakefield produziert. Ein von Prestel Editions auf Englisch veröffentlichtes Buch begleitet die Ausstellung. Die Künstlerin wird von der Stevenson Gallery, Kapstadt, vertreten. 

© Sophie Bouvier Ausländer, Mare Vostrum, vue d'exposition Harnessing the Wind, Beaconsfield Art Gallery, Londres, 2015

© Sophie Bouvier Ausländer, Mare Vostrum, vue d'exposition Harnessing the Wind, Beaconsfield Art Gallery, Londres, 2015

Sophie Bouvier Ausländer (1970) füllt den historischen Raum des MBAL mit Mare Vostrum. Dieses vor Ort geschaffene Monumentalwerk der schweizerischen Künstlerin wurde von dem Buch von Marie NDiaye Trois femmes puissantes (Prix Goncourt 2009) inspiriert. In diesem Wirrwarr aus Zeichnung, Gemälde und Skulptur wickeln sich Kilometer von Stacheldraht um sich selbst und fangen verschiedene Arten von Staub ein, während sie durch ihre Bewegung Gemäldefetzen mitreissen. Die zehn Kugeln erinnern an Steppenläufer, jene Wüstenpflanzen, die trocknen, sich von ihren Wurzeln lösen und vom Wind getragen herumwirbeln. Im Mittelpunkt dieser Installation, deren lateinischer Titel Mare Vostrum („Euer Meer“) auf die zwischen 2013 und 2014 von Italien zur Rettung der Flüchtlinge aus dem Mittelmeer ins Leben gerufene Aktion Mare Nostrum („Unser Meer“) anspielt, steht die Flüchtlingsthematik. Das aus einer Anhäufung bunt zusammengewürfelter, unterwegs gesammelter Elemente bestehende Werk Mare Vostrum stellt die Gesellschaften dar, die mitgerissen werden vom Wind des Wandels und dabei in einen unbezwingbaren Sturm geraten.

Die Künstlerin wird von der Galerie Heinzer Reszler, Lausanne, vertreten. Die Ausstellung von Sophie Bouvier Ausländer wurde von Arts Visuels Vaud und dem Kanton Waadt unterstützt. 

© Laura Letinsky, Sans titre, de la série Time's Assignation, 2002. Courtesy galerie Yancey Richardson, New York

© Laura Letinsky, Sans titre, de la série Time's Assignation, 2002. Courtesy galerie Yancey Richardson, New York

Das Werk von Laura Letinsky (g. 1962) entführt uns in eine andere Zeit. Letinsky arbeitet mit Polaroid-Filmen Typ 55, dem berühmten Sofortbildverfahren, welches einmaliges Bild liefert. Sie fotografiert Obst, Blumen, Nahrungsmittel, Geräte und Gegenstände des alltäglichen Lebens. Wer die Arbeit der kanadischen Fotografin kennt, findet hier ihre Stillleben wieder, eine Disziplin, in der sie sich seit den 1990er Jahren auszeichnet. Wie zahlreiche Fotografen vor dem digitalen Zeitalter verwendete sie den Polaroid-Film zu Testzwecken. Als sie diese Abzüge vernichten wollte, war sie fasziniert von ihrem Qualitätsverlust. Das Material selbst stellte eine Auseinandersetzung mit der Verletzlichkeit des Lebens dar, indem es einen unberechenbaren Prozess durchlaufen hatte. Während die Digitalisierung die zeitgenössische Fotografie entmaterialisiert und ihr durch zahlreiche Aspekte Schärfe und Strahlkraft verleiht, fesselt uns der Qualitätsverlust der Polaroid-Fotos von Letinsky, der durch die Chemie, den Zufall und den Lauf der Zeit verursacht wird. Etwas Geheimnisvolles und Ungewohntes geht von ihnen aus, während sie zugleich die Vergänglichkeit des Lebens versinnbildlichen.

Die Ausstellung wird von einem bei Radius Books in englischer Sprache erschienenen Buch begleitet, mit einem Text von Nathalie Herschdorfer. Die Künstlerin wird von der Galerie Yancey Richardson, New York, vertreten. 

© SMITH, Spectrographies 08, 2014. Courtesy galerie Les Filles du Calvaire, Paris

© SMITH, Spectrographies 08, 2014. Courtesy galerie Les Filles du Calvaire, Paris

Die französische Künstler·in SMITH (g. 1985) entwickelt ein Werk, in dem die eigene Metamorphose eine zentrale Position einnimmt. Ihre poetischen Bilder laden zur Meditation ein und wecken die Erinnerung an nicht anwesende Körper. Ihre Spectrographies, die mit Laborbildern vergleichbar sind, befassen sich mit den modernen Technologien, die uns die Möglichkeit bieten, mithilfe eines Bildschirms physisch abwesende Personen anzuschauen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. Hierfür hat sich SMITH mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, um ihre Erkundung einer verfremdeten Anatomie fortzuführen, im Bestreben, die Überwindung der körperlichen Grenzen darzustellen. Ihre Wärmebilder–oder Thermogramme –sind Phantome, die die Abwesenheit bannen. Der Film zur Begleitung der Reihe zeigt eine Person, die alleine durch die Nacht irrt. Auch hier verwandelt sich der Körper in ein Phantom. Das Nichtvorhandensein wird zur darstellerischen Stärke, die seine Anwesenheit durch Betonung behauptet. In dieser Auseinandersetzung mit dem Unsichtbaren wird das verschwundene Dasein gegenwärtig. Die Künstlerin vereint Philosophie, Literatur, Film, Wissenschaft und Psychoanalyse in einem Werk, welches das Unsichtbare sichtbar werden lässt.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Galerie Les Filles du Calvaire, Paris, veranstaltet. Ein Interview mit der Künstlerin durch Joël Vacheron erscheint in der Reihe „Could you talk about…“, die dreimal im Jahr vom MBAL veröffentlicht wird.

Die Ausstellung Trace(s) in der Galerie C in Neuenburg zeigt auch eine Reihe von Bildern von SMITH bis zum 23. Februar 2019.

Das MBAL besitzt eine umfangreiche Sammlung an Gemälden der Künstlerin Lili Erzinger. Das Werk dieser Wegbereiterin der abstrakten Kunst in der Schweiz ist in der Öffentlichkeit immer noch weitgehend unbekannt. Im Bestreben, dieses künstlerische Erbe zugänglich zu machen, präsentiert das Museum eine Auswahl ihrer Gemälde in Begleitung von Archivgegenständen –aus einem Neuerwerb –, die ihr spannendes Leben zwischen Zürich, ihrer Geburtsstadt, Paris, wo sie in den 1930er Jahren bei Fernand Léger in die Lehre ging, und ihrer Heimat Neuenburg nachzeichnen.

(Text: Musée des beaux Arts, Le Locle)

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Vernissage | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Feb
14
7:00 nachm.19:00

Vernissage | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

  • f³ – freiraum für fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

f³ – freiraum für fotografie | Berlin
14. Februar 2019

Geleitwort: Prof. Dr. med. Arno Deister, Past President der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.
Einführung: Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f³ – freiraum für fotografie, im Gespräch mit Nora Klein, Fotografin, und Louis Quail, Fotograf.

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen
Laia Abril (Spanien), Sibylle Fendt (Deutschland), Nora Klein (Deutschland), Louis Quail (UK) und Melissa Spitz (USA)


© Laia Abril, aus: The Epilogue

© Laia Abril, aus: The Epilogue

Mehr als jeder vierte Erwachsene erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Am häufigsten treten Angstzustände, Depressionen und psychische Leiden durch Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch auf. Für die knapp 18 Millionen akut Betroffenen und ihr soziales Umfeld sind sie mit massiven Einschränkungen im sozialen und beruflichen Leben verbunden.

Obwohl psychische Erkrankungen einen Großteil der Bevölkerung sowie deren Angehörige und Freund*innen direkt betreffen, sind sie immer noch mit einem starken Tabu und Stigma behaftet. Über das Leben mit Depressionen, Angststörungen und psychischen Störungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gibt es unklare Vorstellungen; wechselnde Diagnosen und individuelle Krankheitsbilder verunsichern Außenstehende. So gelingt es kaum, Betroffenen in ihrer Welt nahe zu kommen.

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen präsentiert Arbeiten von fünf international renommierten Fotograf*innen, die sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die spanische Fotografin Laia Abril beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Weiblichkeit und Körperbild. Ihre international ausgezeichnete Serie The Epilogue erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. Das gleichnamige Buch wurde für den Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award 2014 nominiert.

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

In Gärtners Reise dokumentiert die Berliner Fotografin Sibylle Fendt die letzte Reise des Ehepaars Lothar und Elke Gärtner. Ihr Leben lang hatten sie als begeisterte Camper Europa im Wohnwagen bereist. Zwei Jahre zuvor hatte Elke Gärtner die Diagnose Demenz erhalten, ihr Ehemann wollte sie so lange wie möglich zuhause pflegen und auf ihrem Weg begleiten. Die entstandenen Bilder sind keine Dokumente einer Campingtour, sie sind Symbole für eine Reise in unbekanntes Terrain. Sibylle Fendt ist Mitglied der renommierten Agentur OSTKREUZ.

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

Die Fotografin Nora Klein aus Erfurt beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Krankheit Depression. Ihr erster Bildband Mal gut, mal schlecht ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. Mit ihrer Kamera unternahm Klein einen Annäherungsversuch. Gemeinsam mit Betroffenen versucht sie die Erkrankung in Bilder zu fassen. Nora Kleins Fotografien wurden u. a. in Stern, der Spiegel, die Zeit, Financial Times Weekend Magazine, Cicero und Süddeutsche Zeitung veröffentlicht.

© Louis Quail, aus: Big Brother

© Louis Quail, aus: Big Brother

Der Brite Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung Big Brother das Leben seines Bruders mit Schizophrenie. Die Dokumentation, die mit dem Renaissance Photography Prize 2017 ausgezeichnet wurde, offenbart den Menschen in einer Krise, ohne je die Wertschätzung für ihn zu verlieren. Louis Quail hat für zahlreiche der bekanntesten britischen Zeitschriften gearbeitet und ist vielfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

Die New Yorker Fotografin Melissa Spitz widmet ihre Arbeit You Have Nothing to Worry About dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Die Fotografien sind über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden und zeigen Spitz´ Mutter in verschiedenen Stadien der Erkrankung, in ihren Hoch- und Tiefphasen. Melissa Spitz wurde vom TIME Magazine zur Instagram-Fotografin 2017 gewählt. Sie veröffentlicht ihre Arbeiten unter anderem im TIME Magazine, in VICE und der Huffington Post.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Vernissage | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz
Feb
2
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz


Paracelsus Forum | St. Moritz
2. Februar 2019

Winter in Swiss Photography
Albert Steiner, Guido Baselgia, René Burri, Werner Bischof, Arnold Odermatt, Sabine Weiss, Robert Bösch, René Groebli, Daniel Schwartz, Bernd Nicolaisen, Philipp Giegel, Douglas Mandry, Sandro Diener  


Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Eine Gruppenausstellung, kuratiert von Mirjam Cavegn und Daniel Blochwitz

Die Galerie Bildhalle ist dieses Jahr erneut zu Gast im Forum Paracelsus in St. Moritz und präsentiert in einer Gruppenausstellung wichtige klassische und zeitgenössische Positionen aus der Schweizer Fotografie zum Thema “Winter".

Der Winter als Sujet hat in der Schweizer Fotografie eine lange Tradition. Schnee und Kälte verwandeln eine Landschaft vollständig, kaschieren viele ihrer Eigenheiten und reduzieren sie auf Kontraste, Flächen und Strukturen. Der Winter lädt ein, einen Ort neu und anders zu betrachten. Licht und Schatten, Spuren und Strukturen tauchen auf der Landschaft auf wie eine Zeichnung auf einem unbeschriebenen Blatt. Viele Künstler und Fotografen sind von diesem formalen Potential des Winters inspiriert.

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Einen Höhepunkt der Ausstellung stellen die in ihrer Qualität und Einzigartigkeit bis anhin nie gesehenen Vintage-Abzüge von Albert Steiner (1877-1965) aus der Sammlung Kaspar Fleischmann dar. Chronologisch folgen auf Steiner Winterbilder von wichtigen Exponenten der Schweizer Fotografie: Werner Bischof (1916-1954), René Burri (1933-2014), Arnold Odermatt (*1925), René Groebli (*1927), Philipp Giegel (1927-1997) und die in Paris lebende Schweiz-französische Fotografin Sabine Weiss (*1924).

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Diesen Ikonen der Schweizer Fotografie werden jüngere Positionen gegenübergestellt: zum Beispiel die fotografischen Unikate von Douglas Mandry (*1989)(Steindrucke auf Gletschertuch) oder die Landschaftsbilder von Sandro Diener (*1975).

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Abgerundet wird die Ausstellung mit Aufnahmen von etablierten Schweizer Fotografen wie Robert Bösch (*1954), Guido Baselgia (*1953), Daniel Schwartz (*1955) oder Bernd Nicolaisen (*1959). Sie alle wissen die atemberaubende Schönheit und existenziellen Grenzen alpiner Regionen in einzigartige Bilder umzusetzen.

(Text: Bildhalle Zürich)

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Vernissage | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Feb
2
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
2. Februar 2019

Kristalle im Tau
Wilma Leskowitsch


© Wilma Leskowitsch

© Wilma Leskowitsch


Zum Auftakt der Ausstellungsreihe «Zeit für: junge Positionen der Fotografie» präsentiert BelleVue Wilma Leskowitschs Arbeit «Kristalle im Tau». Darin macht sich Leskowitsch, Nachfahrin deutschstämmiger Russen aus dem Wolgagebiet, auf die Suche nach ihrer Herkunft, den Spuren ihrer Familie und ihrer Kultur. 

In früheren fotografischen Arbeiten zeigte Leskowitsch mehrheitlich die Geschichten anderer Menschen und deren Identität. Im Rahmen dieses persönlichen Projektes, das sie an der Danish School of Media and Journalism (Aarhus/Dänemark) realisierte, hat sie sich bewusst mit ihrer eigenen Herkunft auseinandergesetzt. Diese Spurensuche führte sie einerseits an die Wolga und andererseits nach Kasachstan. Dort musste sich die Familie nach der Rückkehr aus Sibirien, wohin sie unter Stalin während des Zweiten Weltkriegs deportiert worden war, eine neue Existenz aufbauen.

Die so entstandene Arbeit «Kristalle im Tau» – formal dem Genre der Fotoreportage zuzuordnen– ist ein präzises und emotionales Porträt einer abgelegenen, unbekannten Welt und der Menschen, die dort leben. Es geht darin um die Suche nach der eigenen Geschichte, um das Verharren im Ungewissen und die sich langsam herauskristallisierende Identität.

Wilma Leskowitsch wurde 1988 in der UdSSR, im heutigen Kasachstan, geboren. Anfang der 1990er-Jahre, als sie fünf Jahre alt war, übersiedelte ihre Familie nach Deutschland. Wilma Leskowitsch arbeitet als freie Fotojournalistin in Lörrach. Sie studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover und an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Sie absolvierte ein Praktikum bei DER SPIEGEL und arbeitet seither für verschiedene Medien und Unternehmen, v.a. im Bereich Reportage- und Portraitfotografie. In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich Leskowitsch mit dem Alltag von ethnischen Minderheiten, kulturellen Identitäten und den Konsequenzen kultureller Entwurzelung auseinander.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

 

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Vernissage | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig
Feb
1
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig

  • Museum für Photographie Braunschweig (Karte)
  • Google Kalender ICS

Museum für Photographie | Braunschweig
1. Februar 2019

Ort und Erinnerung
Laurenz Berges


Laurenz Berges,  September  (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Laurenz Berges, September (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019


Cloppenburg und Arbeiten aus dem Ruhrgebiet

Die Ausstellung stellt erstmals vollständig die farbfotografische Werkgruppe Cloppenburg aus dem Frühwerk von Laurenz Berges vor und wird ergänzt um neuere Arbeiten, die in den vergangenen Jahren im Ruhrgebiet entstanden sind.

(Text: Museum für Photographie, Braunschweig)

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Vernissage | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano
Jan
29
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano


Canvetto Luganese | Lugano
29. Januar 2019

Cà méa
Katja Snozzi


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HEIMAT

“Wo ist deine Heimat?“

“Da wo meine Eltern und meine Freunde sind.“

“Da wo ich zur Schule gegangen bin…“

“Da wo ich ein Dach über dem Kopf habe“… 

Hätte man Katja Snozzi als Kind befragt, hätte sie ähnliche Antworten geben können.

Aber der Ort ist weit entfernt von dem Ort, den sie heute bewohnt. Ihre Heimat der Kindheit war eine Farm in Kenia. In der Pubertät begann eine Verschiebung des Gefühls für Heimat. Ihre Schweizer Eltern schickten die Kinder immer häufiger in ihr ursprüngliches Heimatland, bis schliesslich in einem Internat die weiten Wiesen der Farm nur noch Erinnerung sind.

Als Katja Snozzi erwachsen ist, studiert sie Fotografie an der Hochschule der Künste in Zürich. Zu dieser Zeit, zeichnete sich noch keineswegs ab, was man ihre spätere Karriere nennen könnte.

Vielleicht war es wieder sie Sehnsucht nach Heimat, dass sie sich für ein Leben mit Kindern, gemeinsam mit einem einfühlsamen Partner in Bern entschied. Bis genau jener sie später unterstütze auch ihren Begabungen zu leben und in die Welt zu gehen.

Es zog sie beruflich immer wieder in Länder die nahe dem Traumland ihrer Kindheit waren, nun aber verwüstet von Terror und Krieg.

Später engagiert sich Katja Snozzi intensiv für diverse humanitäre Organisationen, vor allem für die Stiftung SOS-Kinderdorf. Wieder waren es Fotos, die einen nicht los lassen. Kinder, denen die Heimat fehlt und der Wunsch, diesen Kindern eine Heimat zu finden.

Es vergingen etwa 40 Jahre, die Katja Snozzi mit ihrer Familie in Bern verlebte.

Zu Beginn des zweiten Jahrtausends abermals ein anderer Ort für Heimat.

Das Haus der verstorbenen Mutter im Tessin. Es ist vertraut, aber noch fehlen die eigenen Wurzeln, doch die wachsen stetig. Das Haus wurde bald bevölkert mit dem vertrauten Hausrat, mit kleinen selbst geschaffenen Skulpturen aus Keramik, mit Figuren, geschnitzt aus dunklem Holz, Gefährten aus fernen Ländern. Sie sind da so selbstverständlich wie im Garten die Rosen und Palmen.

An diesem Ort wächst alles zusammen. Das Leben von einst als Kind in Kenia,  die Lehrjahre in der Schweiz, der Nukleus Familie und die Frau mit der Fotokamera, die aufruft zum Schauen auf die Welt.

Heimat. Da wo die Lebensfäden sich bündeln.

2014 ein neues Projekt.

Wieder die Frage nach demselben Thema. Sie macht eine berührende Serie von Menschen, die bereits das Alter von 100 oder mehr Jahren erreicht haben.

Es sind Portraits vor denen man lange verweilen muss. Andächtig. Ehrfurchtsvoll.

Eingebettet in eine Landschaft von Falten, die sich, kaum wahrgenommen, aufzulösen scheinen, tritt einem das authentische Ich eines jeden entgegen.

Die Heimat ist allen ihr langes Leben.

Diese Heimat besitzen nur sie. Diese Heimat kann ihnen niemand nehmen.

Und nun Katja Snozzis vorläufig letzte Arbeit.

Sie geht durch ihr vertrautes Haus. Sie ist allein. Der Lebensgefährte hat sie und das gemeinsame Haus verlassen müssen, um in eine andere Welt einzutreten, wohin auch immer. Einsamkeit. Er ist fern und doch immer gegenwärtig. Überall. Sie fotografiert. Die Tage sind nicht mehr nur das, was sichtbar ist. Es sind Gespräche ohne hörbare, nur ahnbare Antworten. Sie verlaufen ohne Urzeit, ohne das Sorgetragen für einen anderen Menschen. Sie hat Zeit zum Trödeln, auf Zeichen zu achten, zu träumen. Beiläufig  hält sie bei dem oder jenem Gegenstand an, klick…unbedeutende Kleinigkeiten, die plötzlich das Auge erreichen, das Auge das sieht. Sie drückt ab… ein, drei, vier, zehn Fotos… die Sonnenflecken auf dem Küchenboden … jene auf den gelben Schrankwänden…klick. Weiss sie, warum sie den Kühlschrank öffnet? Nein, einfach so… klick. Später ist es die Silberdose, sind es die Kristallflaschen mit ihren Reflexen … Da hat vielleicht bereits die nicht mehr so unschuldige Neugier, die Suche nach dem lohnenden Objekt begonnen… Doch eigentlich ist es wohliger sich gehen zu lassen, zu treiben, in Unbekanntes, Absichtsloses. Der Besen… das Elektrokabel… die Tasten der Wasserspühlung fürs Klo… die Gardinen vor den Fenstern… der Briefkasten draussen…klick. Geschenke, die unberechenbar sind. Für die man auch nicht danken muss. Man besass sie ja immer schon.

Und dann die Nacht, in der der Schlaf nicht kommen mag. Schliesslich das Anknipsen der Lampe… dieser tausend mal erlebte Blick in den hellen Schirm…Warum nicht?…klick… Die Wegstrecke beim Hinübergleiten in Traumwelten. Am nächsten Morgen liegen sie da, diese Ereignisse der Leere, diese Bilder, die nichts wollten als da-sein. Die waren ja nicht von Notwendigkeit oder Nützlichkeit bestimmt. Sie entstanden nicht, um zu verführen.

Sie sind einfach schön. Das reine Schöne, das nichts weiter sein will, als das, was es ist.

Schönheit gibt es nicht ohne Geheimnis.

Die Fotos zeigen Katja Snozzis Heimat, so wie sie jetzt ist, in ihren ganz verschiedenen Ebenen.

(Ingeborg Lüscher)


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Ordinaria follia della quotidianità

Per chi, abituato ad ammirare le testimonianze delle immagini di Katja dove la componente umana è sempre la parte essenziale e imprescindibile del suo operato, davanti a queste nuove immagini può rimanere attonito.

Dopo aver vissuto gli scatti dei suoi reportage da luoghi e da persone drammaticamente confrontate al limite del irreale, alla realtà drastica dell’ultimo tema trattato con grande maestria e sensibilità. Da 0 a 100 anni. Una sequela di ritratti in bianco e nero che vanno dall’immagine di quel braccio teso che sorregge un neonato di pochi giorni ai volti di centenari con la dignità del loro vissuto fissato dall’artistico scatto della camera di Katja.

Ora, questa nuova avventura della fotografa, la vede cimentarsi con immagini impensabili della quotidianità. Fissare e interpretare oggetti e testimonianze del nostro vissuto rendendoli importanti nella loro semplicità.

Sono particolari che per equilibrio di forma, di colore e di inquadratura diventano interpretazioni astratte di qualcosa molto realistico.

In questo ultimo lavoro Katja è riuscita ad estrapolare l’essenziale da questi elementi in modo da renderli visibili in un contesto inusuale.

Indagare con un occhio e di riflesso con un obbiettivo fuori dal comune particolari di oggetti “comuni” significa andare “oltre”. Vuol dire diventare più creative del solito e non solo affidarsi ad un mero risultato tecnico della bella immagine ma essere in grado di superarla e di interpretarla.

Lascio a chi osserverà queste immagini con quel “qualche cosa in più” di scoprire la creatività che Katja ha voluto trasmetterci ancora una volta con grande sensibilità.

(Text: Pierre Casè)

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