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Ausstellung | Die Harmonie des Augenblicks - Georges Yammine | Bernheimer Fine Art | Luzern


  • Bernheimer Fine Art Haldenstrasse 11 6006 Luzern Schweiz (map)

Bernheimer Fine Art | Luzern
20. August - 28. September 2018

Die Harmonie des Augenblicks
Georges Yammine


 Maria de Buenos Aires, 2011

Maria de Buenos Aires, 2011


Georges Yammine wurde 1979 in Zekrit, Libanon, geboren. Er studierte Violine an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar, in Berlin und Paris. Seit der Gründung 1999 ist er Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra, unter der Leitung von Daniel Barenboim. Seit 2008 ist er Teil des Ensembles des Qatar Philharmonic Orchestra und international als Photograph tätig.   Als Musiker bereist Georges Yammine auf zahlreichen Tourneen die unterschiedlichsten Orte und Länder. Inspiriert von seinen Reisen und Begegnungen erschloss sich ihm die Photographie als eine zweite künstlerische Ausdrucksform, die es ihm ermöglicht, musikalische Zusammenhänge visuell einzufangen und mit Bewegung und Form zu experimentieren. Yammine ist photographischer Autodidakt. Was er vor 10 Jahren spielerisch mit einer analogen Kamera begann, führt er heute mit professionellem Scharfblick fort. Über die Jahre hinweg photographierte er die Orchesterarbeit und die Mitglieder des   West-Eastern Divan Orchestra, mal spontan, mal inszeniert. Immer wieder sucht er die Musiker auch losgelöst von der Gruppe auf und hält sie in innigen Momenten fest. Das West-Eastern Divan Orchestra wurde von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet und setzt sich aus jungen Musikern aus Israel, Palästina, Syrien sowie anderen arabischen Ländern zusammen. Zum 15-jährigen Bestehen dieses einzigartigen Projektes ist 2014 Yammines Bildband "Funkelnde Hoffnung" erschienen.   Geradezu poetisch sind seine darin enthaltenen Detailaufnahmen von Instrumenten, in denen er seine Vorliebe für das Spiel mit Schatten, Licht und Spiegelungen offenbart. Als künstlerischer Photograph sind es aber auch Themen Abseits der Konzertsäle, die Yammine beschäftigen. Fasziniert von Choreographie und Tanz sucht er Wege, Szenen der Bewegung auf eigene Weise zu interpretieren. Er lässt uns dabei spüren, wie sich Musik und Tanz in seiner Formensprache spiegeln und zu einer neuen Ausdrucksform verbinden. Stets begleitet Georges Yammine auch die Frage nach dem Begriff der Heimat, ist er doch seit 20 Jahren fast stetig auf Reisen. Er verknüpft diesen Heimat-Begriff mit der Suche nach der mythologischen Stadt Babylon. Er fühlt eine tiefe Verbindung zur Legende der ersten und aussergewöhnlichsten Weltstadt, deren Menschen die Weisheit des Orients über die ganze damals bekannte Welt ausstrahlte. "Ich trage mein Zuhause in mir" so sagt der Künstler selbst und sucht mit seiner Kamera nach Spuren dieser mythologischen Weisheit und seinem persönlichen Gefühl von Heimat irgendwo auf der kosmopolitischen Weltbühne.   Seit 2011 zeigt er seine Bilder in internationalen Ausstellungen in Qatar, USA, Österreich und Deutschland. In der Schweiz ist dies seine erste Präsentation. Im Rahmen des Lucerne Festivals spielt Georges Yammine am 21. und 22. August 2018 mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim.

(Text: Bernheimer Fine Art)