Ausstellung | Souvenirs - Peter Aerschmann | Kunstmuseum Appenzell
Aug
19
zu 25. Nov.

Ausstellung | Souvenirs - Peter Aerschmann | Kunstmuseum Appenzell


Kunstmuseum Appenzell | Appenzell
19. August - 25. November 2018

Souvenirs
Peter Aerschmann


 Peter Aerschmann, SLEEPERS, 2011, HD video, 12 min loop, no sound, ed. 5+1AP

Peter Aerschmann, SLEEPERS, 2011, HD video, 12 min loop, no sound, ed. 5+1AP


Peter Aerschmann (*1969 in Freiburg/CH) gehört zu den profiliertesten Medienkünstlern der Schweiz. Seit 1999 – nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst/Basel und den weiterführenden Studien der Computerwissenschaft an der Universität Basel und an der Hochschule der Künste Bern, hat er ein reiches Œuvre geschaffen, das nun erstmals retrospektiv in einer musealen Ausstellung vorgestellt wird. Im 1998 eröffneten Kunstmuseum Appenzell zeigt der Künstler eine exemplarische Auswahl seiner Videoarbeiten und Digitalfilme von 1999 bis heute.

Die zehn Kabinette des Museums werden zur Bühne eines eigenen Blicks auf unsere Realitäten, auf unsere Gegenwart. Aerschmann rekonstruiert in seinen am Computer generierten Filmen – die wiederum auf von ihm gemachten Videos oder Fotografien beruhen – scheinbar die sichtbare Wirklichkeit. Allerdings führt er sie uns so vor Augen, wie wir sie selten wahrgenommen haben. Teils humorvoll, teils hintergründig, teils kritisch kombiniert der Künstler in den meist kurzen Filmen aus optischen Fragmenten des Alltags eine Weltsicht, die trotz aller Leichtigkeit existentielle Fragen berührt.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch.

Eröffnung: Samstag, 18. Augst 2018, 17 Uhr, im Kunstmuseum Appenzell.

(Text: Kunstmuseum Appenzell)


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Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien
Sep
10
zu 31. Jan.

Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
10. September 2018 - 31. Januar 2019

Handmade IV
Daniel Spoerri | Gabriela Morawetz | Ellen Korth | Regina Anzenberger | Stella Bach | Julia Borissova | Rob McDonald | Jessa Fairbrother | Rita Maas | Minyo Szert | Heather F. Wetzel


 Native Grounds | Regina Anzenberger

Native Grounds | Regina Anzenberger


Die vierte Ausgabe der Ausstellung Handmade zeigt Arbeiten, die Handwerk, Technik und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinwegsetzen. Durch unterschiedliche Methoden werden greifbare, stoffliche und handgearbeitete Werke geschaffen, die einen Gegensatz zur heutigen virtuellen und digitalen Fotografie bilden oder diese weiterführen.

Mit zwei von Daniel Spoerris berühmten Assemblagen, den Fallenbildern, in denen er Kameras, Objektive, Filter, Geweihe und einen ausgestopften Vogel miteinbezieht, wird die Fotografie als Abgesang auf das Analoge thematisiert. 

Jessa Fairbrother durchsticht und bestickt ihre Fotografien. Ihr Motiv ist immer wieder sie selbst als Portrait oder Akt.

Ellen Korth fotografierte für ihre Serie Fabric of Time alte Unterwäsche und Unterröcke, die sie in den Schränken einer Burg in den Niederlanden fand. Gedruckt auf hauchdünnem, japanischem Fotopapier, ist jeder einzelne Print ein Unikat.

Gabriela Morawetz stülpt über ihre auf Holz kaschierten runden Fotografien eine Hülle mit bedruckten Konvexglas, und schafft mit Steinen dazwischen noch eine dritte Dimension. Ihr Universum entwickelt sich mit der Zeit des Produzierens und Reproduzierens rätselhafter Installationen, die von Mysterien gefolgt, dem Betrachter die ästhetische Wahrnehmung entlocken, so wie den Wunsch einer Vorahnung entfachen.

Regina Anzenberger zeigt mit Native Grounds Instants, die sie mit Zeichnung, Malerei, Text und Fundstücken erweitert. Ihr Thema ist die Wildnis und die Formen der Natur. 

Die amerikanische Künstlerin Rita Maas hat in den Neunziger Jahren als Food-Fotografin gearbeitet. Als sie in ihrer Garage die alten von der Umwelt veränderten Dias findet, beschließt sie, diese zu neuen Kunstwerken zu erwecken. Auf Büttenpapier gedruckt wirken sie wie bunte Aquarellmalerei. Kaum etwas lässt die ehemalig festgehaltenen Gerichte in ihrer Serie 20th Century Plastics erahnen.

Nach dem Tod des Malers Cy Twombly begab sich sein Freund, der Fotograf Rob McDonald ein letztes Mal in sein Atelier. In seiner Arbeit STUDIO dokumentiert er die Farbreste an den Wänden und übermalt sie dann selbst. Es ist McDonalds erste transformative Fotoarbeit. 

Was auf Minyo Szerts Bildern wie Malerei anmutet, ist pure analoge Fotografie. Die Bilder, die er in seinen Performances auch mit seiner Fahrradlampe belichtet, handeln vom Alltag wie der winterlichen Schlittenfahrt, Innenräumen, seinem Hund, und oft von seinem geliebten Fahrrad.  

Heather F. Wetzel verbindet den alten fotografischen Nassplattenprozess, den man früher hauptsächlich auf Glasplatten anwendete, mit einem modernen Produkt unserer Konsumgesellschaft. Sie verwendet recycelte Dosendeckel, um darauf Eindrücke aus der Natur und Pflanzenwelt festzuhalten.

 Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Zudem gibt es in der Ausstellung auch einige ganz besondere, handgemachte Foto- und Künstlerbücher am Tisch und an der Wand installiert. Stella Bachs Buch ‚L’Escuela de Corazon’ (Erziehung des Herzens) ist ein Einzelstück und erzählt in den Grundfarben rot, blau und gelb korrespondierend zu Gefühlen, Reflektionen und Handlungen. Das Buch ist inspiriert von Gustav Flauberts ‚L’education sentimentale’. Ihr Album einer Island Reise vermischt die tatsächlich erlebten Eindrücke mit einer angedeuteten fiktiven Geschichte.

Die russische Fotokünstlerin Julia Borissova wurde für ihr Buch Let me fall again von einem der ersten Ballonfahrer, dem Amerikaner Charles Leroux, inspiriert. Im Alter von 32 Jahren kam er bei einem Fallschirmsprung in Tallinn ums Leben. Das Buch ist mit der Technik der Origami Kunst kombiniert. Die Faltkunst vergleicht die Künstlerin mit der Präzision des Packens eines Fallschirms, damit sich der Schirm öffnet.

(Text: Anzenberger Gallery)

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Ausstellung | Stillleben | Kunst Haus Wien
Sep
13
zu 17. Feb.

Ausstellung | Stillleben | Kunst Haus Wien


Kunst Haus Wien
13. September 2018 - 17. Februar 2019

Stillleben

Ketuta Alexi-Meskhishvili, Dirk Braeckman, Moyra Davey, Tacita Dean, Gerald Domenig, Harun Farocki, Hans-Peter Feldmann, Manuel Gorkiewicz, Jan Groover, Matthias Herrmann, David Hockney, Leo Kandl, Annette Kelm, Elad Lassry, Zoe Leonard, Laura Letinsky, Sharon Lockhart, Anja Manfredi, Barbara Probst, Ugo Rondinone, Lucie Stahl, Andrzej Steinbach, Ingeborg Strobl, James Welling, Christopher Williams, Andrea Witzmann


 David Hockney, Roses for Mother, 1995 © David Hockney. Courtesy Galerie Kaess-Weiss, Albstadt

David Hockney, Roses for Mother, 1995
© David Hockney. Courtesy Galerie Kaess-Weiss, Albstadt

Sind banale Objekte unserer Konsumwelt gleichzusetzen mit den opulent arrangierten Früchten, Blumen oder anderen Vanitas-Motiven, wie wir sie aus den malerischen Stillleben alter Meister kennen? Worauf beruht die 400 Jahre andauernde Faszination für das Genre und warum entdecken gerade jetzt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit dem Medium der Fotografie das Stillleben für sich neu? Was sagen Stillleben heute über unsere Gewohnheiten und Existenzen aus?

Die große fotografische Themenausstellung zeigt mit einer Auswahl internationaler und österreichischer Positionen historische Entwicklungslinien auf – von Jan Groover über Christopher Williams und Leo Kandl bis hin zu Harun Farocki –, die zu der aktuell greifbaren radikalen Neubefragung des Genres als neues Experimentierfeld für künstlerischen Ausdruck geführt haben. Vor allem präsentiert die Ausstellung eine jüngere Generation an Künstlerinnen und Künstlern, die unsere „Gegenwart“ in ihren Bildern spiegeln. Sie tun das, indem sie die uns umgebende Ding-Welt mit ihren Absonderlichkeiten, ihrer Schön- und Hässlichkeit präzise wahrnehmen und untersuchen. Die einen kombinieren High-End-Konsumprodukte offensiv mit Müll und Trash. Andere fokussieren gerade auf die übersehenen Dinge – Objektwelten, die in oft eigenwilliger Schönheit als Spuren unseres täglichen Lebens fungieren und auf die zu blicken sich gerade deshalb lohnt. In dieser Verlangsamung des Sehens schaffen die neuen Stillleben einen Gegenpol zu den überbordenden digitalen Bilderfluten unserer Zeit und zugleich Räume, in denen die Dinge unseres Alltags auf neue, uns unvertraute Weisen sichtbar werden.

(Text: Kunst Haus Wien)

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Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
Sep
15
zu 2. Dez.

Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie | Berlin

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F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
15. September - 2. Dezember 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | Wettlauf mit China - Walter Bosshard/Robert Capa | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Sep
22
zu 10. Feb.

Ausstellung | Wettlauf mit China - Walter Bosshard/Robert Capa | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
22. September 2018 - 10. Februar 2019

Wettlauf um China
Walter Bosshard/Robert Capa


 Walter Bosshard: Song Meiling, die einflussreiche Gattin von Tschiang Kai-shek, Hankou, 1938 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard: Song Meiling, die einflussreiche Gattin von Tschiang Kai-shek, Hankou, 1938 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard (1892–1975) ist der erste Schweizer Fotojournalist, der mit seinen Reportagen international berühmt wurde. Schon um 1930 erreichten seine Bildberichte ein Millionenpublikum. Ab 1931 konzentrierte sich Bosshard auf China: Fotografierend und schreibend verfolgte er den verheerenden Krieg mit Japan und den Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten, er widmete sich aber auch dem Alltag und dem Leben auf der Strasse. Die Ausstellung der Fotostiftung Schweiz präsentiert neben Klassikern auch viele unbekannte Fotografien, die erst in jüngster Zeit zum Vorschein gekommen sind. Diese werden den China-Bildern des Starreporters Robert Capa gegenübergestellt – Capa arbeitete an denselben Orten wie sein Freund Walter Bosshard und wetteiferte mit ihm um Auftritte in der Zeitschrift Life.

(Text: Fotostiftung Schweiz)

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Ausstellung | Picture languages. Photographic Arat from Georgia | Fotografie Forum Frankfurt
Sep
22
zu 18. Nov.

Ausstellung | Picture languages. Photographic Arat from Georgia | Fotografie Forum Frankfurt

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Fotografie Forum Frankfurt
22. September - 18. November 2018

Picture languages. Photographic Art from Georgia
Andro Eradze, Dimitri Ermakov, Natela Grigalashvili, Nino Jorjadze, Lado Lomitashvili, Dina Oganova, Koka Ramishvili, Alexander Roinashvili, Mariam Sitchinava, Daro Sulakauri, Guram Tsibakhashvili und Beso Uznadze


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Mit Picture languages. Photographic Art from Georgia präsentiert das Fotografie Forum Frankfurt vom 22.09.–18.11.2018 Entwicklungen und aktuelle Tendenzen in der Fotografie Georgiens. Die Gruppenausstellung versammelt zwölf herausragende »Stimmen« des Landes. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die seit dem Ende der Sowjetunion entstanden sind. Zu sehen sind dokumentarische Bilder zum georgischen Unabhängigkeitsstreben, verschiedene Formen des Porträts und Studien zu Traditionen und symbolhaften Orten. Einen Schwerpunkt der Schau bilden Werke junger Fotografinnen und Fotografen, geboren in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren – sie beschäftigen sich kontinuierlich mit der Identität ihrer Generation und dem experimentellen Umgang mit dem Medium Fotografie. Ergänzend gibt die Schau Einblicke in die Anfänge der georgischen Fotografie: mit Reproduktionen der beiden frühen Fotografie-Größen Dimitri Ermakov und Alexander Roinashvili sowie der ersten Kriegsfotografin, Nino Jorjadze. So vermittelt die Ausstellung facettenreich Eindrücke von Geschichte und modernem Alltag in Georgien sowie künstlerische Positionen seiner noch wenig bekannten Fotografie-Szene.

FFF_Georgien_D-Sulakauri_BlackGold.jpg

Kuratiert wurde die Ausstellung von Celina Lunsford, künstlerische Leiterin des Fotografie Forum Frankfurt. Picture languages. Photographic Art from Georgia ist zugleich Beitrag des FFF zum Ehrengastprogramm »Georgia – Made by Characters« der Frankfurter Buchmesse 2018. Das Rahmenprogramm umfasst Vorträge, Gespräche und Workshops mit georgischen Fotografen, Kuratorinnen und Experten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Frankfurter Societäts-Verlag (Deutsch-Englisch, 144 Seiten).

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
Sep
22
zu 21. Dez.

Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin

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Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
22. September - 21. Dezember 2018
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Blende f / 5.6 - Glückliche Momente
Bogdan Dziworski


 Lódz, 1985

Lódz, 1985

Die Berliner Galerie Hilaneh von Kories das fotografische Werk des polnischen Filmemachers und Fotografen Bogdan Dziworski (*1941). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des Avantgarde- und Experimentalfilms im polnischen Kino. Gleichwohl er in seinem Heimatland zu den renommiertesten Bildgestaltern gehört, ist sein Werk in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Insbesondere seine fotografischen Aufnahmen sind eine Entdeckung. Seit den Sechzigerjahren hat Bogdan Dziworski ein einzigartiges Werk geschaffen, das ihm schon oft den vergleichenden Ehrentitel einbrachte, er sei "der Cartier-Bresson Polens". Seine Aufnahmen entstanden ohne Auftrag und werden in dieser Ausstellungsauswahl zum Teil erstmals ausgestellt. Seine kontrastreichen analogen schwarzweissen Bilder geben Einblick in den Lebensalltag in polnischen Städten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bogdan Dziworski: "Meine Fotografien aus dieser Zeit sind nie inszeniert. Sie sind "erlaufen". Tag für Tag waren es manchmal acht Stunden, in denen ich fotografierte. Du musst auf diesen einen bestimmten Moment warten, in dem die Realität die Bühne selbst bestimmt. Du musst Glück haben. Und ich hatte es."

(Text: Galerie Hilaneh von Kories)

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Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie | Zürich
Sep
29
zu 19. Jan.

Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie | Zürich

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Christophe Guye Galerie | Zürich
28. September - 19. Januar 2019

Water Mirror
Risaku Suzuki


Christophe-Guye-Galerie-Risaku-Suzuki-17WM-758.jpg

"Ich sehe die Wasseroberfläche als ein faszinierendes Motiv, um über die Unmöglichkeit des Sehens nachzudenken, ohne sich auf Erfahrung zu verlassen."

Risaku Suzuki

"Water Mirror" ist eine Verdichtung dessen, was Suzukis Fotografie so reizvoll macht: seine tiefgründigen Überlegungen zum Thema Fotografie selbst und die ständige Infragestellung dessen, was es heisst, "zu schauen". Die Serie "Water Mirror" zeigt explizit die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Ursprüngen der Repräsentation und den Prinzipien des fotografischen Mediums, die in den drei Jahren, in denen er die Bilder aufgenommen hat, immer tiefer werden.

Wie bei einem Spiegel werden die Bäume im Wasser eingefangen, das sie reflektiert. Im Wasser, einer Substanz, die schwerer als Luft ist, sind die Blätter in völliger Echtheit dargestellt, was es unmöglich macht, die Reflexionen von den tatsächlich im Boden und in der Luft stehenden Bäumen zu unterscheiden.

Das Ergebnis ist eine mimetische Darstellung, die nur innerhalb der Fotografien existiert. Diese Szenen wären ohne den Eingriff der Kamera und des Objektivs nicht möglich. In ihrer Präsentation vertauscht Suzuki nonchalant die Positionen von Luft und Wasser, indem sie die vertikale Ausrichtung der Fotografien verändert. Manchmal zeigt er ausschliesslich das Spiegelbild. Wir spüren eine leichte Fremdheit und überprüfen die Fotografie noch einmal. Bei dem Versuch, festzustellen, ob es sich dabei um Bäume oder deren Spiegelung handelt, stellen wir fest, dass die Fotografie selbst ein reflektiertes Bild ist. Das Betrachten einer Fotografie und das Betrachten eines Wasserspiegels werden zu Teilen eines verschachtelten visuellen Erlebnisses.

Da die Methodik von "Water Mirror" aus dem Produktionsprozess der Fotografie heraus entwickelt wurde und auch in dieser Form entstanden ist, sind die Arbeiten selbst zu einer eigenwilligen fotografischen Theorie geworden. Mit seinen üppigen, nachdenklichen Bildern lädt ‘Water Mirror’ zu einer faszinierenden Wahrnehmungsreise ein und wird wohl zu einem der repräsentativsten Werke Suzukis.

(Text: Christophe Guye Galerie)

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Ausstellung | Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden - Ute Mahler & Werner Mahler | Galerie Springer | Berlin
Okt
2
zu 5. Jan.

Ausstellung | Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden - Ute Mahler & Werner Mahler | Galerie Springer | Berlin


Galerie Springer | Berlin
2. Oktober 2018 - 5. Januar 2019
Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018

Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden
Ute Mahler & Werner Mahler


 Jutta Deutschland, für Sibylle (Wand) | Ute Mahler

Jutta Deutschland, für Sibylle (Wand) | Ute Mahler

 Julia, 1979| Ute Mahler

Julia, 1979| Ute Mahler

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2018, präsentiert die Galerie Springer Berlin zum ersten Mal Werke der Fotografen Ute Mahler und Werner Mahler und bereichert damit ihr Galerieprogramm. Die umfangreiche Ausstellung "Essenzen - Fotografien aus vier Dekaden" umfasst Arbeiten von Ute Mahler und Werner Mahler aus verschiedenen Schaffensphasen. Darüber hinaus präsentiert die Galerie eine Auswahl aus der gemeinsamen Serie Monalisen der Vorstädte, die die Mahlers in den Jahren 2009 bis 2011 schufen. 

Eine zentrale Position der Ausstellung bilden Modefotografien, die in den Jahren 1977 bis 1994 für die Zeitschrift "Sibylle" entstanden sind. Ausserdem sind Fotografien Ute Mahlers von 1980 mit der Tänzerin Jutta Deutschland zu sehen. Ebenso eine Serie von Ute Mahler, die 1979, während eines für die DDR damals ungewöhnlichen Stipendiumaufenthaltes, in Paris entstand. Daneben zeigt die Galerie frühe Arbeiten von Werner Mahler (1975 bis 1978) sowie eine Serie von Landschaftsfotografien aus den 1980er Jahren.

 Leipzig Connewitz, 1975 | Werner Mahler

Leipzig Connewitz, 1975 | Werner Mahler

Auch wenn die Ausstellung nur einen Ausschnitt des ebenso umfangreichen wie beeindruckenden Werkes der beiden Fotografen präsentieren kann, ermöglicht sie doch tiefe Einblicke in ihr vielfältiges und kreatives Schaffen. Nicht zuletzt anhand einiger ikonenhafter Fotografien lässt sich sehr gut die ganz eigene Bildsprache und Technik illustrieren, die die Künstler entwickelten und perfektionierten. Mittlerweile arbeiten die beiden Gründungsmitglieder der OSTKREUZ Agentur meist gemeinsam. In dem seit 2009 währenden Miteinander entstanden u.a. die Serien Monalisen der Vorstädte und Die seltsamen Tage. In Kürze erscheint bei Hartmann Books die neue Serie Kleinstadt. Bei all diesen Projekten verschmelzen die Qualitäten und Erfahrungen der beiden Fotografen* zu gemeinsam entwickelten Serien und Kunstwerken.

(Text: Galerie Springer)

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Ausstellung | Helen Levitt | Albertina | Wien
Okt
12
zu 27. Jan.

Ausstellung | Helen Levitt | Albertina | Wien


Albertina | Wien
12. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Helen Levitt


 Helen Levitt | New York, 1945 | Silbergelatinepapier Albertina, Wien. Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Film Documents LLC / Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Helen Levitt | New York, 1945 | Silbergelatinepapier
Albertina, Wien. Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Film Documents LLC / Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Helen Levitt (1913–2009) ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der Street-Photography. Als leidenschaftliche Beobachterin und Chronistin des New Yorker Straßenlebens fotografiert sie ab den 1930er-Jahren die Bewohner_innen der armen Stadtviertel, wie etwa Lower East Side, Bronx und Harlem. Mit einem Blick für surreale und ironische Details hält sie über viele Jahrzehnte die Menschen in dynamischen Kompositionen fest: Spielende Kinder, posierende Passant_innen und diskutierende Paare. Ihre unsentimentale Bildsprache eröffnet ein humorvolles und theatralisches Schauspiel abseits moralischer und sozial-dokumentarischer Klischees.

Die ALBERTINA widmet der amerikanischen Fotografin eine Retrospektive und führt rund 130 ihrer ikonischen Werke zusammen. Vertreten sind Werke von ihren frühen vom Surrealismus beeinflussten Fotografien von Kreidezeichnungen, über ihre 1941 entstandenen Aufnahmen aus Mexiko bis hin zu den 1938 von Walker Evans angeregten, heimlich aufgenommenen Porträts von Passagieren in der New Yorker U-Bahn.

Revolutionär ist Helen Levitt auch in ihrer Farbfotografie. Bereits 1959 etabliert sie Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel und zählt somit zu den frühesten Vertretern der New Color Photography. Levitt war 1974 die erste Farbfotografin, die im Museum of Modern Art eine Ausstellung erhielt.


Helen Levitt (1913–2009) numbers among the foremost exponents of street photography. It was in the 1930s that this passionate observer and chronicler of New York street life first began taking pictures of the inhabitants of poorer neighborhoods such as the Lower East Side, the Bronx, and Harlem. And with her eye for the surreal and for ironic details, she was to spend many further decades immortalizing everyday people in dynamic compositions: children at play, passersby striking a pose, couples conversing. Levitt’s unsentimental pictorial language gives rise to a humorous and theatrical pageant situated beyond any moral or social documentary clichés.

The ALBERTINA is featuring this American photographer in a retrospective that brings together around 130 of her iconic works. These range from her early, surrealism-influenced photographs of chalk drawings to her 1941 photos from Mexico and the clandestinely shot portraits of New York subway passengers that Walker Evans encouraged her to do in 1938.

Helen Levitt was also a revolutionary in her color photographs. As early as 1959, she began working in color as a means of artistic expression, thus numbering among the earliest representatives of New Color Photography. And in 1974, Levitt became the first color photographer to be given an exhibition by New York’s Museum of Modern Art.

(Text: Albertina Wien)

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Ausstellung | Die West-Berliner Jahre - André Kirchner | Haus am Kleistpark | Berlin
Okt
12
zu 16. Dez.

Ausstellung | Die West-Berliner Jahre - André Kirchner | Haus am Kleistpark | Berlin


Haus am Kleistpark | Berlin
12. Oktober - 16. Dezember 2018

Die West-Berliner Jahre
André Kirchner


 Cinzano, Wedding 1989

Cinzano, Wedding 1989


Zum sechzigsten Geburtstag des Fotografen André Kirchner zeigt das Haus am Kleistpark eine Auswahl von rund einhundert seiner frühen Schwarzweiß-Fotografien aus den Jahren 1981 bis 1990, die zum größten Teil bisher unveröffentlicht geblieben sind.  

Vor mehr als 35 Jahren begann André Kirchner, Berlin zu fotografieren. Mit seinen zurückhaltenden Fotografien aus den Straßen und Brachen West-Berlins erzählt Kirchner aus der Geschichte der Stadt; eher beiläufig notiert er mit der Kleinbildkamera, was er ab 1988 in systematische Serien mit der Großformatkamera überträgt. Der poetische Realismus seiner Fotografien enthüllt und verbirgt zugleich, was die staunenden BetrachterInnen aus den immer auf Augenhöhe aufgenommenen und scheinbar bekannten Straßenansichten dieser Stadt herauslesen können. Zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Buch in der Edition Braus.

(Text: Haus am Kleistpark)

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Ausstellung | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
13
zu 6. Jan.

Ausstellung | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
13. Oktober 2018 - 6. Januar 2019
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Szenario
Kyra Tabea Balderer


balderer-ohne-titel-schluesselbund.jpg

Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Ausstellung | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
17
zu 27. Jan.

Ausstellung | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Das Theater der Scheinbilder
Liu Bolin


 Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014  © Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014
© Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolins erste Museumsausstellung in der Schweiz: “Das Theater der Scheinbilder” versammelt knapp fünfzig grossformatige Fotografien und mehrere Skulpturen zu den Hauptthemen im Lebenswerk des chinesischen Künstlers: die politischen und wirtschaftlichen Strategien der chinesischen Staatsmacht, die überlieferten Traditionen sowie religiösen und kulturellen Symbole, die Widerstandsaktionen von einzelnen oder Gruppen, die Umgestaltung des Stadtraums, der Raubbau an der Natur und der Aufbau einer Hyperkonsumgesellschaft.


Première exposition muséale de Liu Bolin en Suisse, Le Théâtre des apparences rassemble près de cinquante photographies monumentales et plusieurs sculptures illustrant les grands thèmes abordés par l’artiste chinois au fil de sa carrière : les stratégies politiques et économiques du pouvoir chinois, les traditions ancestrales et les symboles religieux et culturels, les actions individuelles ou collectives de résistance, la transformation de l’environnement urbain, les dérives écologiques et la mise en place d’une société d’hyperconsommation.


The first museum exhibition in Switzerland of Liu Bolin’s work, The Theater of Appearances brings together almost fifty monumental photographs and several sculptures illustrating the main themes addressed by the Chinese artist over his career: the political and economic strategies of the Chinese government, ancestral traditions and religious and cultural symbols, individual or collective acts of resistance, the transformation of the urban environment, ecological damages and a hyper-consumerist society.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Ausstellung | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
17
zu 27. Jan.

Ausstellung | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Ein Werk von unsäglicher Gewalt
Matthias Bruggmann


 “Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

“Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

Matthias Bruggmann wurde mit seinem Syrienprojekt Preisträger der zweiten Ausgabe des von Parmigiani Fleurier geförderten Prix Elysée. Er möchte „bei einem westlichen Publikum ein tiefgehendes Verständnis für die unfassbare Gewalt wecken, die jedem Konflikt zugrunde liegt“ und setzt darauf, nichts in seinen expliziten, brutalen Bildern zu schönen. Die vor Ort entstandenen Aufnahmen drängen den Besucher, innezuhalten und sich das Ausmass eines Konflikts vor Augen zu führen, der zwar geografisch weit entfernt, aber durch die Medien doch allgegenwärtig ist.


Matthias Bruggmann est le lauréat de la deuxième édition du Prix Elysée, grâce au soutien de Parmigiani Fleurier, pour son projet sur la Syrie. Souhaitant « susciter, chez un public occidental, une compréhension viscérale de la violence intangible qui sous-tend tout conflit », il fait le pari de ne rien voiler de ses images, explicites et brutales. Réalisées sur le terrain, elles enjoignent le spectateur de ralentir, et de prendre la mesure d’un conflit – certes géographiquement lointain, mais rendu omniprésent dans les médias.


Matthias Bruggmann is the winner of the second edition of the Prix Elysée, with the support of Parmigiani Fleurier, for his project on Syria. Hoping to "bring, to Western viewers, a visceral comprehension of the intangible violence that underlies conflict", he takes the gamble of hiding nothing in his explicit and brutal pictures. Taken in the field, they force the viewer to slow down and take stock of the war — geographically distant, admittedly, but made omnipresent by the media.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Ausstellung | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Okt
19
zu 21. Dez.

Ausstellung | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
19. Oktober - 21. Dezember 2018

Anzeichen der Verlässlichkeit
Beat Schweizer


 Teriberka | Russland | März 2012

Teriberka | Russland | März 2012

Wie lebt es sich in den polarnahsten Städten und Siedlungen der Welt? Und was hält die Menschen trotz scheinbar widriger Bedingungen dort? Die Thematik der Isolation beschäftigt Beat Schweizer (geboren 1982, wohnhaft in Bern) seit vielen Jahren. Auf mehreren Reisen in den äussersten Norden Russlands hat er die Morphologie abgelegener Orte fotografisch festgehalten, die Ursachen ihres Daseins und ihre Eigenheiten untersucht. Sein Langzeitprojekt präsentiert uns Formen der Existenz, die über das Anekdotische hinaus tiefe Einblicke in das Menschliche geben. In seiner dokumentarischen Praxis nähert er sich den Strukturen und Bewohnern behutsam und unmerklich. Mit seinem systematischen Blick fördert er im Einzelnen das Allgemeine und im Allgemeinen das Individuelle zutage, beweist aber auch ein waches Auge für Komik, Tragik und Absurdität – ein feines Sensorium für die "Anomalie des Alltags im nördlichsten Norden Sibiriens" (so der Untertitel der Eigenpublikationen "An der Frostgrenze", 2013). Die COALMINE zeigt Beat Schweizers dreiteiligen Werkzyklus, entstanden zwischen 2012 und 2018, erstmals umfassend und als neu edierte und produzierte Abzüge. 

Norilsk ("Michailovna hat angerufen", 2017/18)
Norilsk ist eine Stadt der Superlative: Sie ist die nördlichste Grossstadt weltweit, gelegen auf 69 Grad nördlicher Breite und gebaut auf Permafrost-Boden. Sie gilt auch als die schmutzigste Stadt der Welt. Die dort abgebauten Nickelerze verursachen Schäden an Umwelt und Gesundheit. Zusammen mit den Vorkommen auf der russischen Halbinsel Kola deckt Norilsk rund einen Viertel des Weltmarktbedarfs an diesem Rohstoff, der in diversen Legierungen und vor allem zur Erzeugung von nichtrostendem, hochbelastbarem Stahl verwendet wird. Bodenschätze und Industrie bieten mit ihren gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer städtischen Infrastruktur, die dem polaren Klima Annehmlichkeiten abtrotzt, Lebensraum für 175'000 Menschen. Gleichwohl wahrt die als Minenstadt 1935 gegründete und unter Stalin als Gulag genutzte Stadt weiterhin ihr Geheimnis: Sie ist für Ausländer geschlossen und nur mit einer Sonderbewilligung betretbar.

Eine solche erlaubte es Beat Schweizer, sich frei in der Stadt zu bewegen. Dennoch stellte eine Bekannte, eine ehemalige Polizistin bei der Flughafenpolizei, vorab mit einem Anruf sicher, dass sich die Einreise ohne Umtriebe vollzog ("Michailovna hat angerufen") – eine Anekdote, die zeigt: wo alles bürokratisch abläuft, vieles unmöglich scheint und doch alles möglich ist, sind die persönlichen Beziehungen entscheidend. Mit seiner Mittelformatkamera hat Beat Schweizer in sorgfältig komponierten Einstellungen Häuserzüge, Plätze und Naherholungsgebiete in Norilsk fotografiert. Porträts und Innenansichten führen das Spiel mit Distanz und Nähe fort und zeigen die Bewohner bei der Freizeitgestaltung, Gedenktagen oder Schönheitswettbewerben. Es entsteht das Bild eines auf sich bezogenen und sich selbst genügenden Kosmos, der seine Existenz jedoch auswärtigen Interessen verdankt und ohne Anreize und Garantien aus Moskau nicht fortbestehen könnte. Es sind solche Abhängigkeiten und ihre fragile, fragliche und fragwürdige Beständigkeit, denen der Fotograf nachspürt. Darauf bezieht sich auch der Titel der Ausstellung in der COALMINE: "Anzeichen der Verlässlichkeit". 

Dikson ("An der Frostgrenze", 2013)
Während Norilsk den Anschein urbaner Normalität wahrt, trifft dies auf Dikson, eine kleine Siedlung an der Mündung des Jenissei, auf über 73 Grad nördlicher Breite, nicht zu. Der Aussenposten der Zivilisation, der einen Eisbären im Wappen trägt und an 82 Tagen in der Polarnacht versinkt, galt in der Sowjetzeit als die nördlichste Stadt weltweit. Dann sank ihre Einwohnerzahl drastisch. Einst Angelpunkt für die Nordostpassage und die Kontrolle über die Arktisregion sowie Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen, bietet Dikson heute nur noch wenigen hundert Menschen ein Auskommen. Die Einwohner sehen sich überwiegend auf sich allein gestellt, die Provinzhauptstadt Krasnojarsk liegt 2507 Kilometer entfernt. Besucher, auch russische, benötigen generell eine Sondererlaubnis. Die verbliebenen Bewohner, die Beat Schweizer dort aufsucht hat, leben entweder als Mechaniker oder Grenzschützer, betreiben einen Einkaufsladen oder übermitteln Wetterdaten nach Moskau. Ermöglicht wird ihre Existenz durch den Staat, angeblich im Bestreben, die nördliche Aussengrenze des Mutterlands zu sichern. Wir begleiten sie bei der Arbeit oder dabei, wie sie ihre Frei- und Wartezeit verbringen, mit Jagen und Fischen, Grillen, Spielen oder Fernsehen. 

Teriberka ("Der Boiler", 2012)
Auch Teriberka, die dritte Ansiedlung, die Beat Schweizer im Rahmen seines epischen Langzeitprojekts besuchte, gelegen auf 69 Grad Nord, leidet seit dem Niedergang der Küstenfischerei unter starkem Bevölkerungsrückgang. Vor einigen Jahren jedoch kündigte der russische Konzern Gazprom riesige Investitionen mit Tausenden von Arbeitsplätzen an. Das Stockmann-Feld in der Barentsee, ein Gasvorkommen, sollte erschlossen werden. Ein Teil der Einwohner machte sich Sorgen um die Umwelt, viele andere freuten sich auf eine rosige Zukunft. Doch das Projekt wurde auf Eis gelegt, aus Kostengründen – der Schiefergasboom in den USA machte die Gasförderung in der Arktis nicht mehr konkurrenzfähig. So kämpfen die Bewohner von Teriberka weiterhin gegen das Vergessenwerden an. Wie auch andernorts führt uns Beat Schweizer mit ausgewählten Protagonisten in ihre Lebenswelt ein. So besteht die Aufgabe des Dorfheizers darin, Steinkohle in den Schlund eines Ofens zu schaufeln und das Dorf mit Wärme zu versorgen, während er seine Lebenslast und Langeweile in Schwermut und russischen Fernsehserien ertränkt. 

Beat Schweizers dreiteilige Dokumentation ist eine warmherzige Bestandsaufnahme besonderer Lebensumstände und ihrer Bewältigung. Sie registriert das Wesenhafte mit einer Nüchternheit, die immer wieder ins Poetische oder gar Fantastische mündet. Entgegen einem meist von westlichen Vorurteilen durchsetzten Blick zeichnet er ein vielschichtiges Bild der Auswirkungen von klimatischen, politischen und ökonomischen Kräften auf den postkommunistischen Raum. Auf seinen Reisen arbeitet er oft mit dem Schweizer Schriftsteller Urs Mannhart an selbstpublizierten Reportagen. Der bewusste Umgang beider Autoren mit Bild und Text und das Experimentieren mit unterschiedlichen Publikationsformen markiert eine eigenständige Positionierung im Feld einer erweiterten und selbstreflexiven dokumentarischen Praxis. 

Der Ausstellungstitel "Anzeichen der Verlässlichkeit" ist inspiriert vom Slogan "Символ надежности" ("Symbol der Verlässlichkeit"), mit dem Nornickel, der grösste Arbeitgeber in Norilsk, auf Plakaten wirbt. Die Menschen in Norilsk, aber auch in Teriberka und Dikson, verlassen sich auf das Versprechen von Staat und Arbeitgebern, dass ein Leben an diesen widrigen Orten weiterhin möglich bleibt. Die Kehrseite der Verlässlichkeit ist die Angst, keine Arbeit zu finden, sollten sie an einen anderen, südlicheren Ort ziehen wollen. Sie sind in diesem Versprechen der Verlässlichkeit gefangen. So hat der Titel durchaus eine Ambivalenz.

(Text: Sascha Renner)

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Ausstellung | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Okt
19
zu 21. Dez.

Ausstellung | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
19. Oktober - 21. Dezember 2018

Äussere Unordnung
Andrzej Steinbach


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Andrzej Steinbach wurde 1983 in Czarnkow in Polen geboren und wuchs in Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz auf. Sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig absolvierte er in der Klasse für Fotografie 2013 mit dem Diplom und 2017 mit dem Meisterschülerabschluss. Aktuell lebt und arbeitet er in Berlin. Steinbach ist ausserdem Träger des Bundespreises für Kunststudierende 2017/2018. 2015 war er bereits anlässlich der Präsentation Situations #16 im Fotomuseum Winterthur präsent. Seither befinden sich sieben fotografische Arbeiten in der Sammlung des Museums. 

Die Fotografien und Objekte von Andrzej Steinbach wecken einen Geist des Widerstands, der ohne sichtbaren Gegner auftritt und sich zuerst einfach nur als ästhetische Form präsentiert. Im Licht der aktuellen Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Chemnitz, der Heimatstadt von Steinbach, erfährt die in Winterthur gezeigte Arbeit eine ungeahnte Aktualisierung. In ihrer räumlichen Konstellation erschliessen sich nach und nach Fotografie und Skulptur und eröffnen eine politische Lesart. So treffen z.B. an Demonstrationen erinnernde Werkzeuge oder Utensilien auf in Street-Style-Fashion gekleidete Models. Hoodys und Sweat Pants, Bomberjacken oder wahlweise Militärcamouflagejacken mit deutschen Flaggenaufnähern, getragen von desinteressiert oder cool vor der Kamera agierenden Jugendlichen, sind nicht selten Motive seiner Fotografien. Transportiert hier der Künstler eine Melancholie gegenüber dem Verlust der Rebellion?  

Zwei sich in der Ausstellung befindende Arbeiten seien hier kurz beschrieben: Das militante Potential einer Fotografie – sie zeigt gänzlich unprätentiöse Objekte wie einen Schallplattenspieler mit zerkratztem Plexiglasdeckel, eine Lonsdale-Jacke, Zigaretten und allerhand Krimskrams – erschliesst sich erst mit dem Wissen, dass es sich um den Plattenspieler Andreas Baaders handelt, der ihm im Gefängnis in Stammheim als Waffenversteck diente. Auf einem sich tatsächlich in der Ausstellung befindenden Plattenspieler werden die auf Vinyl aufgenommenen Namen aller Mitglieder der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion aufgezählt. Zusätzlich im Raum findet sich ein Eigenbau-Schlagstock, der für eine Demo aus einer Strebe eines Einkaufswagens der Supermarktkette "Hit" (auf Englisch Schlag) gebastelt wurde.  

Andrzej Steinbach geht es um die Frage, wie nach dem umfänglichen Siegeszug eines glatten Warenpiktorialismus Uneindeutigkeit und politischer Nonkonformismus wieder bildnerisch transportiert werden können.

(Text: Alexandra Blättler)

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Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur
Okt
20
zu 10. Feb.

Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur

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Fotomuseum | Winterthur
20. Oktober 2018 - 10. Februar 2019

25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben


 Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers

Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers


Das 25-jährige Jubiläum des Fotomuseum Winterthur steht im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung: Für die Jubiläumsausstellung Gemeinsam Geschichte(n) schreiben wurden Weggefährt_innen aus der Zeit der Entstehung des Museums bis heute eingeladen, ein Lieblingsstück aus der Sammlung des Hauses auszuwählen. Die Direktorin Nadine Wietlisbach fügt der Auswahl weitere Werke des Bestandes hinzu und öffnet damit den Blick in die Zukunft des Museums. 

In der begleitenden Publikation erläutern die 25 Weggefährt_innen aus dem nationalen und internationalen Umfeld ihre Wahl und verknüpfen sie jeweils mit ihrer persönlichen Beziehung zum Museum. In den kurzen Essays und Gesprächen lässt sich anekdotisch die Entwicklung des Hauses nachverfolgen. So nimmt uns beispielsweise der Ausstellungsmacher und Kulturunternehmer Martin Heller über den Fotografen Nicolas Faure in die Gründungszeit des Museums mit: Gemeinsam mit Urs Stahel entwickelte er 1990 am Museum für Gestaltung die Ausstellung Wichtige Bilder, in der Faure vertreten war. Für die Kuratorin Melanie Bühler steht Bruno Zhu für eine junge Generation postfotografischer Kunstschaffender, denen das Fotomuseum programmatisch eine Plattform bietet. Und Michael Ringier, ehemaliger Stiftungsratspräsident des Fotomuseums, vergleicht die Sprungkraft der Bälle in John Baldessaris Serie Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of Thirty-Six Attempts) (1973) mit jener des Museums.  

Die Auswahl von Nadine Wietlisbach verweist einerseits auf weitere bedeutende Ausstellungen in der Geschichte des Museums wie Darkside I – Fotografische Begierde und fotografierte Sexualität (2008), in der Hannah Collins vertreten war. Andererseits stehen Werke wie die von Guadalupe Ruiz, Diana Tamane und Jeff Weber für das Engagement des Fotomuseums, durch Ankäufe eine jüngere Generation in den Fokus zu rücken. Nicht zuletzt ist auch die Auswahl Nadine Wietlisbachs persönlich geprägt und beinhaltet Arbeiten von Künstler_innen, die für ihre kuratorische Arbeit wichtig sind: Sturtevant und Sherrie Levine prägten ihre Liebe zur Konzeptkunst, Pipilotti Rist, Valie Export und Hannah Villiger veranschaulichten ihr, wie eine eigensinnige künstlerische Praxis aussehen kann. Die grossen Serien von Bruno Serralongue (Calais, 2016) und Max Pinckers (The Fourth Wall, 2012) sind für sie mit bedachten und sorgfältigen Kompositionen leuchtende Beispiele dokumentarischer Geschichtenerzähler, die eine Wahrheit abbilden, ohne dabei den Anspruch auf Autarkie zu erheben.  

Mit der Jubiläumsausstellung wird ein breiter Einblick in die Sammlung des Fotomuseums gegeben. Das Sammeln von zeitgenössischer Fotografie bildet seit der Gründung des Hauses 1993 einen wichtigen Aspekt der Museumsaktivitäten. Durch Ankäufe, grosszügige Schenkungen und Dauerleihgaben von privaten Förderern und Stiftungen konnten bis heute rund 8’000 fotografische Objekte in den Bestand eingehen. Ein Grossteil der Sammlung dokumentiert das Ausstellungsprogramm und bildet auf diese Weise ein physisches Archiv von internationalen Werken und Werkgruppen ab 1960 bis in die unmittelbare Gegenwart.  

Mit Werken von: John Baldessari, Lewis Baltz, Becky Beasley, Besma Ben Said, Suky Best, Daniele Buetti, Hannah Collins, Antje Dorn, ETH Zurich Urban-Think Tank, Jan Paul Evers, Valie Export, Nicolas Faure, Hal Fischer, Seiichi Furuya, Thomas Galler, Luigi Ghirri, Nan Goldin, Paul Graham, Tina Hage, Roni Horn, David Horvitz, Peter Hujar, Graciela Iturbide, Paul Albert Leitner, Sherrie Levine, Gordon Matta-Clark, Boris Mikhailov, Mark Morrisroe, Kristina Ollek, Onorato & Krebs, Hirsch Perlman, Walter Pfeiffer, Peter Piller, Max Pinckers, Pipilotti Rist, Guadalupe Ruiz, Adrian Sauer, Bruno Serralongue, Fazal Sheikh, Dayanita Singh, Alec Soth, Joel Sternfeld, Christer Strömholm, Sturtevant, Diana Tamane, Shōmei Tōmatsu, Bertien van Manen, Hannah Villiger, Jeff Weber, Christopher Williams und Bruno Zhu 

Ausgewählt von: Laia Abril, Emma Bowkett, Melanie Bühler, Beate Eckhardt, Patrick Frey, Marta Gili, Martin Heller, Rainer Iglar, Nicole Kurmann, Zoe Leonard, Irene de Mendoza, Yann Mingard, Andreas Reinhart, Michael Ringier, Esther Ruelfs, Gudrun Ruetz, Wilhelm Schürmann, Aveek Sen, Shirana Shahbazi, Dorothea Strauss, David Streiff, Jan Wenzel, Trix Wetter, Francesco Zanot, Mara Züst und Nadine Wietlisbach

(Text: Fotomuseum)

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Ausstellung | Thank you Mum - Charlotte Mano | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse
Okt
26
zu 6. Jan.

Ausstellung | Thank you Mum - Charlotte Mano | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse

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Galerie Le Château d’Eau | Toulouse
26. Oktober 2018 - 6. Januar 2019

“Thank you mum”
Charlotte Mano


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Le travail photographique de Charlotte Mano, s’il se déploie en apparence autour de plusieurs thématiques (le corps, l’espace, l’obscurité) ne cesse de questionner l’image : son pouvoir de représentation et de transparence, mais aussi ses propres limites.
Pour ce dernier projet, alors que jeune adulte elle opérait un rapprochement avec sa mère, elle dû faire face à l’annonce d’une maladie très grave atteignant cette dernière.
“Thank you mum”, sans céder à la chronologie, esquisse les possibilités de liens : corporels, psychiques, narratifs, et pose la question de l’altérité.

(Text: Galerie Le Château d’eau)

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Ausstellung | Al-Marriyya, un désert et la mer - Bernard Plossu | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse
Okt
26
zu 6. Jan.

Ausstellung | Al-Marriyya, un désert et la mer - Bernard Plossu | Galerie Le Château d'Eau | Toulouse

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Galerie Le Château d’Eau | Toulouse
26. Oktober 2018 - 6. Januar 2019

“Al-Marriyya, un désert et la mer”
Bernard Plossu


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À la fin des années 80, Bernard Plossu rencontre Françoise jeune photographe toulousaine. L’origine andalouse paternelle de celle qui deviendra son épouse les mène à découvrir la région d’Alméria. C’est pour eux un choc visuel et émotionnel. Ils décident de s’y installer. Plossu y retrouve les motifs ordinaires ou fragiles qu’il affectionne, les espaces arides aux grands ciels vides, les petits riens d’une vie qui va sans urgence sous la chaleur. Se composant de moments épiphaniques saisis au fil des années vécues dans cette part d’Andalousie, cette exposition trace en filigrane une sorte de portrait de ce territoire. Elle se révèle, en outre, comme un précipité du vocabulaire visuel faisant la singularité de l’œuvre de ce grand photographe.

(Text: Galerie Le Château d’eau)

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Ausstellung | Überall einsam und doch nirgends verlassen - Reto Camenisch | Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern
Okt
26
zu 24. Nov.

Ausstellung | Überall einsam und doch nirgends verlassen - Reto Camenisch | Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern

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Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern
26. Oktober - 24. November 2018

Überall einsam und doch nirgends verlassen
Reto Camenisch


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Auf seinen Spaziergängen in den Wäldern rund um Bantigen und Geristein fand der Künstler gut versteckt und verborgen Molasse-Sandstein. Nach dem grossen Berner Stadtbrand vom 28. April 1405 wurde eben dieser Sandstein in grossen Mengen abgebaut und für den Wiederaufbau der Stadt verwendet. Heute sind diese Abbaugebiete überwachsen mit Moosen und Flechten, doch immer wieder findet man Spuren des ehemaligen Abbaus oder in Stein gekritzelte Botschaften, Weisheiten oder Erinnerungen. So entdeckte Reto Camenisch den Titel der Ausstellung “Ueberall einsam und doch nirgends verlassen”.

Reto Camenischs (1958, Thun) Fotografien sind Resultate einer nur leicht gelenkten Suche auf den verschlungenen Pfaden des Lebens. Er versteht es eindrücklich, das Wesen einer Landschaft oder der Natur aufzuspüren und in unverkennbaren Bildern festzuhalten. Es sind Begegnungen von unmittelbarer Direktheit, Sichten in ein vertrautes, und doch erst durch den Künstlerblick zu erfahrendes Universum, ständig oszillierend vom Makro- in einen Mikrokosmos. Ob in den lieblichen Schweizer Bergen, im zerfurchten Irland oder an verträumten Stränden, stets steht die Landschaft im Zentrum – entrückt und zeitlos. Nur Natur und Zeit. So wirken denn die Bilder auch auf einer anderen Ebene. Zwar muten sie auf der einen Seite vertraut an, auf der anderen Seite haftet ihnen jedoch stets die Idee von vermeintlichen, nahezu unerreichbaren Ideallandschaften an. In ihrer Monumentalität wirken sogar kleinste Details, einzelne Steine, Blätter oder Bäume und erzählen vom Lauf der Zeit. Die Bilder werden zu Arenen von Offenheit und Raum, zum Sinnbild für ungezähmte Freiheit.

(Text: Galerie Bernhard Bischoff & Partner)

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Ausstellung | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Okt
26
zu 15. Dez.

Ausstellung | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich

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Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
26. Oktober - 15. Dezember 2018

A Drug free Land & lessons from the Sidewalk
Thomas Kern


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Thomas Kerns Arbeit “A Drug Free Land” entsteht zwischen 2002 und 2009. Der Fotograf findet unterwegs durch den Alltag des ländlichen Amerika eindringliche Situationen. Seine Bilder verdichten das Unspektakuläre und verweisen über sich hinaus auf die Lage der Nation. Sie erzählen von der Erschütterung des Landes nach 9/11, die bis heute nachwirkt, und vom zerbrechenden American Dream. Im flüchtigen Augenblick blitzen die grossen Themen auf, Einsamkeit und Armut, Patriotismus und Rassismus, Liebe und Gewalt. 

“Lessons from the Sidewalk” handelt von Lebensgeschichten, deren Protagonisten für einmal unsichtbar bleiben. Die Stühle, die Kern auf den Strassen von Kairo antrifft, sind Zeugen und Erinnerung gewordene Objekte, an die er sich mit seiner Kamera annähert, als wären es zu porträtierende Menschen. 

Thomas Kern, geboren 1965 in Brugg, Ausbildung zum Fotografen in Zürich. Ab 1989 als freier Reportagefotograf in Krisengebieten unterwegs. 1990 Mitbegründer der Schweizer Fotoagentur Lookat Photos. 1998–2006 freischaffender Fotograf in San Francisco. 2006 und 2014 Auszeichnung mit einem Swiss Press Award. 2016 zeigt die Fotostiftung Schweiz in Winterthur seinen grossen Fotoessay über Haiti.

(Text: Barbara Liebster)

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Ausstellung | "Laut - Stille" Fotografie - Joanna Moehr | Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen
Okt
27
zu 18. Nov.

Ausstellung | "Laut - Stille" Fotografie - Joanna Moehr | Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen

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Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen
27. Oktober - 18. November 2018

“Laut - Stille” Fotografie
Joanna Moehr


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Es gibt Orte, die sind Laut. Es gibt Orte, die sind Still. Die St. Galler Fotografin Joanna ist von beiden auf ihre Art fasziniert. Jeder Ort hat auf seine Weise eine Magie. Orte die manche Menschen oft gar nicht wahrnehmen, sie nicht sehen, sie nicht fühlen. Weil diesen Orten auf den ersten Blick das “wow” fehlt.   

In der Galerie vor der Klostermauer in St. Gallen zeigt sie eine kleine Auswahl ihrer Fotos, die in den letzten 3 Jahren in ihrer nächsten Umgebung sowie in Schottland und auf verschiedenen Strassen europäischer Städte entstanden sind.

“Laut – Stille“ lautet der Titel ihrer Ausstellung, bei welcher sie ausschliesslich Schwarz-Weiss Fotografien zeigt. “Die Menschen haben den Kopf zu voll - um zu sehen. Wenn sie gestresst durch die Natur oder durch die Strassen rennen, vor sich selbst davon, immer in Eile, weil in der heutigen Zeit alles schnell gehen muss. In einer Zeit wo man sich selbst keine Zeit mehr schenkt um die Wahrheit dahinter zu erblicken. Wenn man die Fähigkeit verliert, im Jetzt zu sein und immer noch im Vergangenen verstrickt ist oder sich bereits Gedanken oder Sorgen um das Nachher macht“, sagt die 43-jährige Künstlerin.

Daneben zeigt sie Werke aus den Serien “Chaotische Dynamik“ und “em(ocean) of Life“. Mit diesen Arbeiten zeigt sie auf, was passiert, wenn man mit der alten und simplen Vorstellung von Landschaftsbildern zu experimentieren beginnt. Wenn man diese gesetzte Vorstellung durcheinander bringt und sie komplexer, abstrakter und dramatischer macht. Wenn unsere Sichtweisen auf den Kopf gestellt werden, sie sich überlappen, und dadurch mehr und mehr ein Chaos entsteht. Wenn dieses Chaos Überhand nimmt und vielleicht sogar ausser Kontrolle gerät und eine dadurch eigene Dynamik entwickelt.

Es entsteht ein "kontrolliertes Chaos" ausgehend von einfachen, absolut kontrollierten und überschaubaren einzelnen Momentaufnahmen. Ein visualisiertes Chaos mittels Überlagerung mehrerer für sich allein genommener simpler Momente.

(Text: Joanna Moehr)

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Ausstellung | Lochkamera-Fotografie - Hanspeter Bärtschi | Freitagsgalerie | Solothurn
Okt
27
zu 15. Dez.

Ausstellung | Lochkamera-Fotografie - Hanspeter Bärtschi | Freitagsgalerie | Solothurn


Freitagsgalerie | Solothurn
27. Oktober - 15. Dezember 2018

Lochkamera-Fotografien
Hanspeter Bärtschi


 Monet

Monet

Der Fotograf Hanspeter Bärtschi begibt sich mit seiner Lochkamera aus Holz auf eine Entdeckungsreise. Er verlässt dabei die gängigen Muster, die er als Presse-und Reportagefotograf verinnerlicht hat und sucht nach einer neuen Bildsprache. Die komplexen Veränderungen in der globalisierten Welt, aber auch in seinem beruflichen und persönlichen Umfeld, wecken bei Ihm den Wunsch zum Einfachen und  Elementaren zurückzukehren.

Mit seiner Lochkamera findet er dabei das passende Instrument. Die Schlichtheit und konzeptionelle Langsamkeit dieser Aufnahmetechnik stellt ein Gegenpol zur temporeichen Digitalisierung dar: Der Bildausschnitt kann nur erahnt werden. Die fehlende Linse führt immer zu einer gewissen Unschärfe. Die Belichtung wird mit etwas Erfahrung zur Gefühlssache. Fehlbelichtungen sind Programm. Die oft langen Belichtungszeiten führen zu Bewegungsunschärfe. Die Ergebnisse sind nicht vorhersehbar, dafür umso überraschender. Genau diese Eigenschaften verleihen den Bildern etwas Träumerisches, das an Malerei erinnert.

Bärtschi nutzt diesen poetischen Effekt. Geleitet von Intuition, Neugier, und manchmal auch vom Zufall sucht er auf seinen Spaziergängen nach Farben, Strukturen und optischen Momentaufnahmen. Losgelöst von jeglichen Konzepten und Vorstellungen setzt er seine archaische Kamera auch als Aufnahmegerät für Unbewusstes ein.

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Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei | Zürich
Nov
2
zu 23. Dez.

Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
2. November - 23. Dezember 2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


 Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Ausstellung | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle
Nov
3
zu 27. Jan.

Ausstellung | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle


Musée des beaux-arts | Le Locle
3. November 2018 - 27. Januar 2019

Alex Prager, Erik Madigan Heck, Stéphane Dafflon, Thomas Liu Le Lann


In der kommenden Saison bietet das MBAL eine Reise durch die zeitgenössische Kunst von der Fotografie zum Video, von der Wandmalerei zu Stoffskulpturen. Ausnahmsweise sind diesmal alle vier vom MBAL vorgestellten Künstler eher jung (zwischen 24 und 46). Jeder von ihnen zeichnet sich durch die Einzigartigkeit seines Werkes aus, und sie alle werden von einer Leidenschaft für das künstlerische Schaffen motiviert.

 © Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

© Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

Das Werk, welches die US-Amerikanerin Alex Prager seit 10 Jahren entwickelt, hebt sich besonders ab. Die von ihr dargestellten jungen Frauen im Retrolook – verstörte Heldinnen, die hin und her zwischen Sehnsüchten, Erwartungen und Tragödien gerissen sind, erscheinen ebenso unwiderstehlich wie einsam. Über die Fotografie und den Film zieht uns die Künstlerin durch sorgfältig ausgearbeitete Kulissen in ihre inneren Kämpfe hinein. Das MBAL freut sich, diese erste Retrospektive einer der gefragtesten Künstlerinnen der internationalen Szene verwirklicht zu haben.

 © Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

© Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

Erik Madigan Heck, ein aufsteigender Stern am Himmel der zeitgenössischen Modefotografie, verwischt die Grenzen zwischen den Gattungen. Er gibt zu, dass seine Inspirationen aus der Malerei stammen – aus der Romantik, dem Impressionismus oder aus den Werken der Nabis – und nicht aus der Fotografie. An den Wänden des Museums werden seine innovativen Bilder zu zeitlosen Werken.

Thomas Liu Le Lann entführt seinerseits den Besucher in eine Fiktion die befremdlich wirkt, da sie von großen, an ein japanisches Manga erinnernden Plüschtieren bevölkert wird. Mit Vergnügen schließt sich das MBAL der HEAD Genf und der Fondation BNP Paris Suisse an, um Thomas Liu Le Lann, einem Absolventen dieses Sommers, den New Heads – Fondation BNP Paris Art Award zu verleihen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, zum ersten Mal den Raum eines Museums zu erobern.

Schließlich wird mit der Wandmalerei des schweizerischen Künstlers Stéphane Dafflon ein neuer Zyklus aus semipermanenten Ausstellungen eröffnet. Der Künstler, der eingeladen wurde an den Wänden des Museumscafés ein Fresko zu gestalten, bringt den Raum auf überraschende Weise zum Schwingen. Das Gemälde von Dafflon, welches auf den ersten Blick einfach und minimalistisch wirkt, entfaltet eine Kraft, die den Blick anzieht und überwältigt. Mit diesem neuen Projekt wollten wir das Kunsterlebnis außerhalb der Ausstellungsräume bereits mit dem Betreten des Museums beginnen lassen.


 Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet

Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet

Pour sa nouvelle saison, le MBAL propose un voyage à travers la création contemporaine, allant de la photographie à la vidéo, de la peinture murale aux sculptures en tissu. Une fois n’est pas coutume, les quatre artistes réunis par le MBAL sont plutôt jeunes (de 24 à 46 ans !), mènent chacun une œuvre singulière, et sont avant tout animés par une soif de création.

L’œuvre que développe depuis 10 ans l’Américaine Alex Prager, habitée par l’univers du cinéma, se distingue particulièrement. Ses jeunes femmes au look rétro, héroïnes perturbées prises entre désirs, attentes et drames, apparaissent aussi séduisantes que solitaires. C’est par la photographie et le film, au travers de scènes méticuleusement chorégraphiées, que l’artiste nous emmène dans ses tourments. Le MBAL est heureux d’avoir mis sur pied cette première rétrospective consacrée à l’une des artistes les plus acclamées sur la scène internationale.

Erik Madigan Heck, étoile montante de la photographie de mode contemporaine, brouille les genres. Il admet que ses inspirations sont du côté de la peinture – romantique, impressionniste ou celle des Nabis – et non de la photographie. Sur les murs du musée, ses images novatrices deviennent des tableaux intemporels.

De son côté, Thomas Liu Le Lann emmène le visiteur dans une fiction étrange peuplée de grandes peluches qui pourraient être tirées d’un manga japonais. Le MBAL est heureux de s’associer à la HEAD – Genève et à la Fondation BNP Paribas Suisse pour décerner à Thomas Liu Le Lann, diplômé cet été, le prix New Heads – Fondation BNP Paris Art Award, qui lui permet de prendre pour la première fois possession de l’espace d’un musée.

Enfin, un nouveau cycle d’expositions semi-permanentes est inauguré avec l’intervention murale de l’artiste suisse Stéphane Dafflon. Invité par le MBAL à créer une fresque sur les murs du café du musée, l’artiste fait vibrer le lieu de façon inattendue. La peinture de Dafflon, d’apparence simple et minimaliste, dégage une force qui attire et bouleverse le regard. Nous avons souhaité, avec ce nouveau projet, faire débuter l’expérience artistique hors des salles d’exposition, dès l’entrée au musée.


 © Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

© Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

MBAL’s winter season offers an exploration of contemporary creation, from photography to video, from murals to fabric sculptures. Exceptionally, the four artists being highlighted by MBAL are young (from 24 to 46 years old) – yet their respective achievements stand on their own, the product of the artists’ overwhelming desire to create.

The body of photographic and videographic work developed over the past ten years by American Alex Prager is unmistakable for its cinematic overtones. Her female subjects with a throwback look – troubled heroines beset by desire, expectation and drama – are as seductive as they are solitary. The viewer is implicated in the artist’s torments by her meticulously choreographed scenes. Prager is one of the most widely acclaimed figures on the international art scene, and MBAL is proud to present the first retrospective of her work.

When it comes to artistic genres, Erik Madigan Heck is an iconoclast. A rising star in contemporary fashion photography, Heck admits to drawing greater inspiration from painting – Romanticism, Impressionism and Les Nabis – than photography. On our museum’s walls, his innovative images become timeless tableaux.

MBAL is also pleased to display the work of Thomas Liu Le Lann, who has just won the New Heads – BNP Paribas Art Foundation Award. This prize for young art school graduates, sponsored jointly by MBAL, the Geneva School of Art and Design (HEAD) and the BNP Paribas Swiss Foundation, includes the opportunity to show their work in a museum. In his piece, Liu Le Lann beckons the viewer into a strange fiction populated by oversized dolls that would be at home in a Japanese manga comic.

Lastly, a new series of semi-permanent exhibitions is being kicked off with the mural work of Swiss artist Stéphane Dafflon. Invited by MBAL to create a fresco on the walls of the museum café, the artist brings that space to life in unexpected ways. Dafflon’s paintings, deceptively simple and minimalist, possess a strength that catches – and confounds – the eye. Our aim with this series is to bring the art experience out of the exhibition rooms: viewers are pulled into our world before even setting foot in our museum. 

(Text: Nathalie Herschdorfer, Direktorin MBAL)

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Ausstellung | Colombia – On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Nov
4
zu 2. Dez.

Ausstellung | Colombia – On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

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BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
4. November - 2. Dezember 2018

Colombia – On the Brink of Paradise
Luca Zanetti


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Mächtig erhebt sich im Hintergrund der nebelverhangene Gipfel eines Berges; davor erstreckt sich das facettenreiche Grün des kolumbianischen Regenwaldes. Ein Teil eines Flusslaufs ist ebenfalls sichtbar und vervollständigt die friedvolle Szenerie. Ein paradiesischer Ort also? Ein reiches Land immerhin: Aus dieser Berglandschaft stammen zwei der wertvollsten Smaragde, die je gefunden wurden. 

2004 hat der Schweizer Fotograf Luca Zanetti Boyacá besucht, wo die Steine entdeckt wurden. Es ist einer von vielen Orten in Kolumbien, die Zanetti in den vergangenen zwanzig Jahren fotografiert hat. In seinen zahlreichen Reportagen offenbart sich ein zerrissenes Land voller Schönheit und erstaunlicher Geschichten – ein Land, das aber auch von Bürger- und Drogenkriegen geprägt ist. 

Colombia – On the Brink of Paradise zeigt einen Fotografen, der uns dank seines präzisen Blicks, analytischer Distanz und gleichwohl emotionaler Nähe sowie dank seiner gestalterischen Klarheit tiefe Einblicke in ein Land mit einer hochkomplexen Geschichte und Gesellschaft erlaubt. Die Ausstellung basiert auf dem Buch Colombia − On the Brink of Paradise, das 2018 im Verlag Scheidegger & Spiess erschienen ist.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie)

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Ausstellung | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur
Nov
10
zu 17. Feb.

Ausstellung | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur


Bündner Kunstmuseum | Chur
10. November 2018 - 17. Februar 2019

Gletscher-Odysse
Daniel Schwartz


 Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Als Glaziologie in Bildern könnte man bezeichnen, was der Fotograf Daniel Schwartz (*1955) seit mehreren Jahren betreibt. Seine künstlerische Arbeit ist ein spartenübergreifendes Projekt der Fotokunst im dokumentarischen Stil. Als Fotograf untersucht Daniel Schwartz die Bildkraft der Gletscher. Er fundiert seine bildnerische Arbeit durch eine umfangreiche Künstlerrecherche in Archiven und arbeitet in engem Dialog mit der Wissenschaft. Seine Bilder zeigen den Gletscher als dynamisches System und als Archiv der Klimageschichte, als persönlichen Erinnerungsort und Speicher nicht unbeschränkt verfügbarer Ressourcen.

Daniel Schwartz besuchte die Fachklasse für Fotografie in Zürich und war 1990-2005 Mitglied der Redaktion der Kulturzeitschrift Du. In Zusammenhang mit seinen historisch-geografisch angelegten, aber immer gegenwartsbezogenen fotografischen Recherchen ist er weltweit unterwegs. Die Gletscher-Arbeit ist sein erstes mit der Schweiz befasstes Projekt. Es setzt im glazial überprägten Mittelland und am Jura-Südfuss an, wo Daniel Schwartz aufgewachsen ist. Über biografisch konnotierte Orte und Wege erschliesst es den Alpenraum und wird ergänzt durch Bilder ausgewählter Gletschergebiete in Asien, Afrika und Südamerika. In die Ausstellung integrierte Bilder und Kartografien zeigen Gletscherstände der Kleinen Eiszeit und markieren den Schwund im Laufe der letzten 200 Jahre. Den klimageschichtlichen Kontext liefern eingearbeitete historische und literarische Quellen.


Glaciologia per immagini, così si potrebbe definire ciò di cui si occupa il fotografo Daniel Schwartz (*1955) da più anni. Il suo lavoro artistico è un progetto interdisciplinare dell'arte foto-grafica in stile documentaristico. Da fotografo, Daniel Schwartz indaga la forza figurativa dei ghiacciai. Il suo lavoro figurativo è consolidato da una vasta ricerca artistica in archivi e dallo stretto dialogo con la scienza. Le sue immagini mostrano il ghiacciaio come sistema dinamico e come archivio della storia climatica, come luogo personale della memoria e deposito di risorse non illimitate. 

Daniel Schwartz ha frequentato la Fachklasse für Fotografie (scuola professionale di fotografia) di Zurigo e dal 1990 al 2005 era membro della redazione della rivista culturale «du». Le sue approfondite ricerche fotografiche lo hanno portato in giro per il mondo. Il lavoro sui ghiacciai è il suo primo progetto ambientato in Svizzera. Parte dalla regione dell'Altipiano, terra plasmata dai ghiacciai, e dal versante meridionale del Giura, dove Daniel Schwartz è cresciuto. Attraverso luoghi e percorsi connotati biograficamente, il progetto esplora la regione alpina ed è completato da immagini di aree glaciali selezionate in Asia, Africa e Sud America. Gli esempi di pittura e cartografia integrati nella mostra fissano le posizioni dei ghiacciai della piccola era glaciale e ne sottolineano il ritiro nel corso degli ultimi 200 anni. L'integrazione di fonti storico-letterarie aiuta a inquadrare il contesto climatologico.


Il fotograf Daniel Schwartz (*1955) s'occupa dapi plirs onns cun in project ch'ins pudess numnar glaziologia illustrativa. Sia lavur artistica cumpiglia pliras spartas da l'art fotografic en stil documentar. Sco fotograf examinescha Daniel Schwartz la forza da maletgs da glatschers. El consolidescha sia lavur illustrativa cun retschertgas artisticas extendidas en archivs e lavura en in stretg dialog cun la scienza. Ses maletgs mussan il glatscher sco sistem dinamic e sco archiv da l'istorgia climatica, sco lieu da regurdientscha persunal ed arcun da resursas betg illimitadas.  

Daniel Schwartz ha frequentà la classa professiunala per fotografia a Turitg ed è stà ils onns 1990 2005 commember da la redacziun dal magazin cultural du. En connex cun sias vastas retschertgas fotograficas è el stà sin viadi en tut il mund. En ses project davart il glatscher è el l'emprima giada s'occupà da la Svizra. Sia lavur ha cumenzà en la Svizra Bassa caracterisada d'ina lunga istorgia glaziologica ed il Giura dal Sid, nua che Daniel Schwartz è creschì si. Tras lieus e sin vias cun connotaziuns biograficas cuntinuescha ella en il territori alpin e vegn cumplettada cun maletgs selecziunads da regiuns da glatschers en l'Asia, l'Africa e l'America dal Sid. En l'exposiziun fixeschan exempels da la pictura e la cartografia il stadi dals glatschers durant il Pitschen temp da glatsch e marcheschan lur regress ils ultims 200 onns. Il context climatologic dattan funtaunas istoricas e litteraras.

(Text: Bündner Kunstmuseum)

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Ausstellung | 3jours1femme | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Nov
10
zu 21. Dez.

Ausstellung | 3jours1femme | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie L’Aberrante | Le Crès
10. November - 21. Dezember 2018

3jours1femme
Oleñka Carrasco, Camille Gharbi und Arianna Sanesi


 Arianna Sanesi

Arianna Sanesi


La Galerie L’Aberrante, en écho et en soutien à la journée internationale de lutte contre les violences faites aux femmes, vous propose : « 3jours1femme ».

Cette exposition est née de la rencontre avec Camille Gharbi. Elle rassemble trois artistes photographes : Oleñka Carrasco, Camille Gharbi et Arianna Sanesi. Elles posent toutes trois leurs regards sur la violence conjugale la plus extrême : les féminicides.

A travers leurs oeuvres photographiques, elles transcendent la réalité. Elles explorent l’espace public, la maison, l’intime. Chacune d’entre elles propose un regard très personnel tant dans le traitement du sujet que dans son esthétisme. Variété de création à laquelle est attachée la galerie. Sans concession ni tabou, elles nous permettent de sortir du silence, et participent à la prise de conscience de la gravité de ce phénomène.

Cette exposition nous montre comment des artistes peuvent se mobiliser autour du grave sujet des violences faites aux femmes. En tant que galerie investie dans plus d’égalité pour les femmes artistes, il nous paraît important de nous associer aux différents mouvements de luttes contre les violences faite aux femmes.

(Texte: Galerie L’Aberrante)

 Oleñka Carrasco

Oleñka Carrasco

La liste des prénoms
"La série est fortement influencée par la photographie Provoke et parle des féminicides, pas d’une manière documentaire, plutôt comme une narration poétique du deuil. Ce chapitre a été inspiré par le travail du groupe amateur de danse ARTivisme. Les ARTivistes réalisent des interventions et performances dans la rue en se réapropriant l’espace public pour dénoncer la violence faite aux femmes. Je suis partie à leur rencontre et en photographiant leurs démarches, je me suis retrouvée avec une histoire intime oubliée, imprimée sur le tissu de ma mémoire d’enfant."

(Oleñka Carrasco)

 Camille Gharbi

Camille Gharbi

Preuves d’amour
"Les "drames conjugaux" ou autres "crimes passionnels", ponctuent les rubriques "faits divers" des presses locales avec une constance qui flirte avec la banalité. Quelques lignes, précédées d’un titre laconique, relatent des affaires qui se répètent ou se déclinent. C’est l’histoire d’un homme qui a tiré sur sa femme qui souhaitait le quitter, avant de retourner l’arme contre lui. Ou bien celle d’un autre, qui a poignardé sa compagne dans un "«coup de folie", car il la soupçonnait de le tromper. Ainsi, pour parler de ce sujet à la fois terrible et si commun, j’ai pris le parti de concentrer mon travail photographique sur ces objets du quotidien qui se voient transformés en armes de crimes. Ces artefacts familiers, issus pour la plupart de mon propre domicile et photographiés sur un fond bleu clair sobre, ne permettent pas de saisir de prime abord la violence des faits auxquels ils font référence. Cette prise de distance impose un temps de réflexion. Les meurtres de femmes par leur conjoint, ex-conjoint, ou amant, ne sont pas de simples cas isolés qui toucheraient une certaine catégorie de la population."

(Camille Gharbi)

Je voudrais que tu puisses me voir
"Je voudrais que tu puisses me voir est une phrase extraite d’une lettre qu’une femme italienne, Roberta, a écrite à son mari avant de disparaître. L’installation que je présente reproduit le “petit salon” d’un appartement, un endroit qui peut se retrouver dans la mémoire de tout le monde. Les images encadrées pourtant, à la place de celles des familles, sont des images liées aux histoires des femmes qui ont été tuées par leur conjoint. C’est une invitation à réfléchir sur le fait que la violence naît trop souvent dans un cadre familial quotidien, connu. Elle naît des habitudes, des mots, des rôles de genre, d’un manque d’éducation affective."

(Arianna Sanesi)

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Ausstellung | forget not, recollect - Nicholas Winter | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Nov
10
zu 8. Dez.

Ausstellung | forget not, recollect - Nicholas Winter | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

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Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
10. November - 8. Dezember 2018

forget not, recollect
Nicholas Winter


George1mini.jpg

Portraits wurden und werden noch immer gemacht, die Kultur des Portraitierens ist nicht aus der Kunst wegzudenken. Gleichzeitig hat sich aber in unserer heutigen Zeit eine neue Gattung der Portraitkultur entwickelt: Es ist die heutige Selfie - Kultur. Allein 2016 wurden auf Instagram 282 Millionen Selfies geposted. Das Portrait wird zum alltäglich narzisstischen Reflex*.

Das Modell setzt gewissermassen „das öffentliche Gesicht “ auf, das Gesicht, um Anderen zu gefallen. Es ist das „schöne Gesicht“. Heute, viel mehr als früher, sind wir überschwemmt mit diesen Gesichtern des Gefallens. Sie sind in den Sozialen Medien, in Zeitschriften, online, offline omnipräsent, sie sind überall. Wir leben in einer Welt der Geischter, wie man sie gern hätte, wie sie nach aussen hin sein sollten.

(Text: Galerie Monika Wertheimer)

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Ausstellung | Flying Houses - Laurent Chéhère | Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg
Nov
15
zu 19. Jan.

Ausstellung | Flying Houses - Laurent Chéhère | Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg

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Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie | Hamburg
15. November 2018 - 19. Januar 2018

Flying Houses
Laurent Chéhère


 Laurent Chéhère Pink 2017 digital color print 120x120cm © and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography

Laurent Chéhère Pink 2017 digital color print 120x120cm
© and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography


“Flying Houses“ sind eine surreale und poetische Vision des alten Paris. Wohnen, Architektur und Geschichte, Kino, Popkultur und Strassenkunst – Laurent Chéhère kreiert diverse Themen, sinnvolle aber auch sinnfreie. Für ihn hat die Stadt zwei Seiten: “Ich rede von Paris, das dich träumen lässt, und von Paris, das dich nicht träumen lässt.“ Seine schwebenden Häuser sind inspiriert von armen und kosmopolitischen Vierteln. An jeder Strassenecke dieses heutigen Babels beflügeln ihn Gerüche, Parfums, eine Würze oder ein Akzent. Auf den ersten Blick erscheinen die Flying Houses unbeschwert und verträumt, bei genauerem Hinsehen offenbaren Details eine komplexere Geschichte: “In gewisser Weise versuche ich, Schwierigkeiten und Sorgen einer verarmten Gesellschaft aufzuzeigen. Diese Häuser sind Zeugen einer zeitgenössischen Realität. Aus ihrem städtischen Kontext gelöst und von der Anonymität der Strasse befreit, erzählen die Gebäude eine Geschichte über Leben, Träume und Hoffnungen ihrer Bewohner“, erklärt Laurent Chéhère. Die Fotomontagen sind wie ein Puzzle aus Hunderten von Elementen zusammengesetzt. Die grossen Formate der Bilder erlauben dem Betrachter verborgene Komponenten dieser genauen Rekonstruktionen zu entdecken, eine doppelte Deutung entsteht – von Weitem und von Nahem betrachtet. Die Distanz bietet einen anderen Blickwinkel und der Künstler warnt vor Vorurteilen.

(Text: Persiehl & Heine - Galerie für Fotografie)

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Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
16
zu 23. März

Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich

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Museum für Gestaltung | Zürich
16. November 2018 - 23. März 2019

Genesis
Sebastião Salgado


 Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Ausstellung | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin
Nov
16
zu 12. Jan.

Ausstellung | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin

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Robert Morat Galerie | Berlin
16. November 2018 - 12. Januar 2019

City Diaries
Peter Bialobrzeski


 Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print

Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print


Der Fotograf Peter Bialobrzeski ist berühmt für seine Untersuchungen des urbanen Raums. Bekannt wurde er durch Ausstellungsprojekte und Buchveröffentlichungen wie “Neon Tigers“ (2004), “Lost in Transition“ (2007) oder “The Raw and the Cooked“ (2011). In den letzten Jahren arbeitete Bialobrzeski an einem Langzeitprojekt von fotografischen “City Diaries“. Sieben wurden bereits veröffentlicht, das achte Buch, über Wuhan, erscheint anlässlich dieser Ausstellung. In diesen “Diaries“ untersucht Peter Bialobrzeski die Frage, ob das Bild einer Stadt, geprägt von Vorurteilen, von vorgefassten Bildern und von dem was vorgefunden wurde, in eine bestimmte Abbildung umgewandelt werden kann. Eine scheinbar objektivierende Ästhetik, gepaart mit dem Zufall des Flaneurs, führen zu Fotografien, die den urbanen Raum subjektiv abbilden.

Die Robert Morat Galerie zeigt erstmals Fotografien aus allen acht Serien, als Prints und als Buchinstallationen.

Im Verlagshaus The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) liegen bislang vor: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary und Zurich Diary. In Vorbereitung sind: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk und Georgetown.

Peter Bialobrzeski, geboren 1961 in Wolfsburg, ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und veröffentlicht und finden sich in wichitgen privaten und öffentlichen Sammlungen. 2012 erhielt Peter Bialobrzeski den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.


Photographer Peter Bialobrzeski is known for his investigations of urban space. He became famous for exhibition projects and book publications such as “Neon Tigers” (2004), “Lost in Transition” (2007) or “The Raw and the Cooked” (2011). In recent years, Bialobrzeski worked on a long term project of photographic “City Diaries”. Seven books have already been published. The eighth publication, on Wuhan, will be published on occasion of this exhibition. In these diaries, Peter Bialobrzeski examines the question of whether the image of a city, what is fed by prejudice, what has been found and what has been conveyed by the media, can be transformed into a specific picture. A seemingly objectifying aesthetic, paired with the coincidence of the flaneur, lead to photographs that subjectively map the urban space.

Robert Morat Galerie is showing photographs from all eight series as prints and as a book installation for the first time.

The publishing house The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) has so far released: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary and Zurich Diary. In preparation are: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk and Georgetown.

Peter Bialobrzeski, born 1961 in Wolfsburg, holds a teaching position at the University of Arts in Bremen. He lives and works in Hamburg. His work has been widely exhibited and published and is found in major collections both private and public. In 2012 Peter Bialobrzeski was the recipient of the prestigious Dr.-Erich-Salomon-Award by the German Society of Photography (Deutsche Gesellschaft für Photographie).

(Text: Robert Morat Galerie)

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Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg
Nov
17
zu 3. März

Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
17. November 2018 - 3. März 2019

Life in Cities
Michael Wolf


 Tokyo Compression

Tokyo Compression

Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES im Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung im Haus der Photographie ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2004–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 x 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density(2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die Schönheit der monotonen, brutalen Architektur der Stadt Hongkong. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokyo gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Fotomuseum Den Haag

(Text: Deichtorhallen)

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Ausstellung | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Nov
17
zu 22. Dez.

Ausstellung | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

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Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
15. November 2018

Einführung: Lars Müller, Verleger

Ikonen
Annelies Štrba


 Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017

Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017


“Ikonen” ist ein Querschnitt des vielfältigen Gesamtwerks von Annelies Štrba und eine vertiefte Auseinandersetzung der einzelnen Werkzyklen der vergangenen 25 Jahre. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert in dieser Ausstellung eine Auswahl von Fotografien aus den Serien Nyima, Aya und Tsukikawa sowie Leinwandarbeiten, die Štrba in Kollaboration mit Adrian Schiess 2011 für die Ausstellung Summerendig im Museum Langmatt, Baden anfertigte. 


“Icons” is an overview of the diverse oeuvre of Annelies Štrba and an examination of the individual work cycles of the past 25 years. In this exhibition, Fabian & Claude Walter Galerie presents a selection of photographs from the series Nyima, Aya and Tsukikawa as well as works on canvas that Štrba produced in collaboration with Adrian Schiess for the exhibition "Summerending" at the Museum Langmatt, Baden in 2011. 

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Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Oslo 8 @ büro | Basel
Nov
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Oslo 8 @ büro | Basel


Oslo 8 @ büro | Basel
22. November 2018

22. vfg Nachwuchsförderpreis

Simon von Gunten (1. Preis)
Christian Indergand (2. Preis)
Karla Hiraldo Voleau (3. Preis)

Alexandra Baumgartner, Ernst Kehrli, Jonathan Liechti, Lisa Lurati, Fabienne Spiller, Aissa Tripodi, Fred Walter Uhlig


 Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten

Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Vernissage und Buchvernissage | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich
Nov
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Buchvernissage | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
22. November 2018

Das Bild vom Berg
Robert Bösch


 Morteratsch Glacier Switzerland

Morteratsch Glacier Switzerland

Mit dem Buch “Mountains” und der Ausstellung “Das Bild vom Berg” präsentiert uns Robert Bösch sein alpin-fotografisches Lebenswerk. Eine eindrückliche Mischung aus Landschafts-, Berg- und Sportfotografie. Als Bergsteiger war Robert Bösch auf allen sieben Kontinenten unterwegs und hat als Fotograf die Weltbesten des Bergsports fotografiert - darunter auch seinen verstorbenen Freund Ueli Steck. Entstanden sind atemberaubende Sport- und Landschaftsbilder, die die Ruhe und Gewalt der Berge wiedergeben und die tiefe Schönheit und Einsamkeit spiegeln, die all jene umgeben, die sich in der Übermacht der Berge bewegen. 

“Die Gabe, selbst in den erhabenen Räumen der Berge aktiv zu sein und dieses Tun in Beziehung zu setzen mit der Bergwelt, ist nur den allerwenigsten gegeben. Robert Bösch ist einer davon. Vielleicht der allumfassendste. Er taucht als Bergsteiger ein in die Eiger-Nordwand, als Kletterer in den “Shield” am El Cap, als Höhenbergsteiger in die Todeszone des Himalaja. Dabei entsteht sein Bild der Berge – mir ist beim Betrachten seiner Bildkunst, als habe der Weltgeist uns bei unserer Leidenschaft überrascht.”

Reinhold Messner

 “Landschaftsfotografie ist für mich die Kunst des Bilder-Sehens. Wir sehen ja keine Bilder, wir sehen immer das Ganze, das Alles. Während der Maler sein Viereck mit Farbe allmählich zu einem Bild gestaltet, indem er hinzufügt, gestalte ich als Fotograf das Bild gerade umgekehrt, nämlich indem ich weglasse. Im Moment des Auslösens wird das Bild aus der Welt geschnitten. Bilder stehen für sich und sind nur deshalb interessant, weil sie weder alles zeigen noch für das stehen, was sonst auch noch war – darum herum und vorher und danach. Nur dieses “Aus-der-Welt-herausgelöst-Sein” macht das Bild einmalig. Landschaftsbilder sind wie aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.”

Robert Bösch

"Böschs Berge sind Kraftorte, die zu besteigen man sich sehnt und die einem zugleich vor Augen führen, wie erfahren man dafür sein müsste. Sie erheben sich wie Skulpturen vor uns, in Licht, Nebel und Wetter getaucht und nicht selten so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dabei erkennt Robert Bösch auch die Stärke der Abstraktion: Silhouetten, Schneeformationen, Felsstrukturen, Lichtfelder…Böschs Berge sind mehr als geographische Orte, sie sind Schauplatz eindrücklicher Stimmungen und elementarer Schönheit."

Mirjam Cavegn

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit 35 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, und Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Bild­bände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den "Eiger Special Award" für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn auf alle sieben Kontinente. 2001 bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann den Mount Everest. 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie und stellte diese in Galerien und in Museen im In- und Ausland aus. Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch das aufwendige Projekt "Aus den Bündner Bergen". Daraus entstand der im NZZ-Verlag erschienene gleichnamige Bildband. 2017/18 feierte mit seiner Ausstellung ENGIADINA in St. Moritz einen grossen Erfolg. 

2018 erscheint im National-Geographic-Verlag sein 300-seitiger Bildband "Mountains", das sein alpin-fotografisches Lebenswerk umfasst.

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Vernissage | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich
Nov
22
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
22. November 2018

Malleus Maleficarum
Fotografische Ermittlung: Thema Fribourg
Virginie Rebetez


 Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

In der elften Ausgabe "Fotografischen Ermittlung: Kanton Freiburg", beschäftigt sich die Fotografin Virginie Rebetez mit einer fotografischen Untersuchung von Medien und Heilern, die in dieser katholischen Region weit verbreitet und in der Kultur verwurzelt sind; Sie lernt ihre Persönlichkeiten und Praktiken kennen, indem sie sie in einen größeren historischen Kontext der Hexenjagd stellt.

Malleus Maleficarum ist wohl der ehrgeizigste und kühnste Versuch der Künstlerin, den Raum zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu erforschen, Geschichte neu zu denken. Die Vergangenheit tritt wieder auf durch die Figur von Claude Bergier, der der Hexerei beschuldigt und am 5. August 1628 in Freiburg verbrannt wurde. Rebetez bringt Bergier zurück, indem sie die Medien befragt und Brücken zwischen Menschen und Orten, die zeitlich und räumlich getrennt sind, errichtet.

Indem einer abwesenden Person eine Stimme verliehen wird, vermittelt Rebetez Informationen, die nur in nicht geäusserter Form existierten. In gewisser Weise wird sie, indem sie die Informationen übermittelt, selbst zum Medium.

Virginie Rebetez hat im Jahr 2005 die Höhere Fachschule für Fotografie in Vevey (CH) und im Jahr 2008 die Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam (NL) abgeschlossen. Sie lebt und arbeitet seit 2012 in Lausanne (CH). Ihre künstlerischen Arbeiten werden regelmässig in verschiedenen Museen, Galerien und Festivals in Kollektiv- oder Einzelausstellungen in der Schweiz und in Europa ausgestellt und sind Gegenstand von Zeitschriften zur zeitgenössischen Fotografie, Zeitungsartikeln sowie Blogs. Die Fotografin erhielt mehrere Auszeichnungen in Form von Kulturpreisen und Stipendien: Leenaards Stiftung, Swiss Design Awards, 29. Internationales Fotografie & Mode-Festival in Hyères (F), Prix Focale der Stadt Nyon. Ihre Werke haben Eingang in diverse öffentliche und private Fotosammlungen gefunden (Fotostiftung Winterthur, Stadt Nyon).

(Text: Photobastei)

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Ausstellung | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich
Nov
23
zu 16. Dez.

Ausstellung | Malleus Maleficarum - Virgine Rebetez | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
23. November - 16. Dezember 2018

Malleus Maleficarum
Fotografische Ermittlung: Thema Fribourg
Virginie Rebetez


 Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

Rasia Baumgartner, Plasselb (Fribourg)

In der elften Ausgabe "Fotografischen Ermittlung: Kanton Freiburg", beschäftigt sich die Fotografin Virginie Rebetez mit einer fotografischen Untersuchung von Medien und Heilern, die in dieser katholischen Region weit verbreitet und in der Kultur verwurzelt sind; Sie lernt ihre Persönlichkeiten und Praktiken kennen, indem sie sie in einen größeren historischen Kontext der Hexenjagd stellt.

Malleus Maleficarum ist wohl der ehrgeizigste und kühnste Versuch der Künstlerin, den Raum zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu erforschen, Geschichte neu zu denken. Die Vergangenheit tritt wieder auf durch die Figur von Claude Bergier, der der Hexerei beschuldigt und am 5. August 1628 in Freiburg verbrannt wurde. Rebetez bringt Bergier zurück, indem sie die Medien befragt und Brücken zwischen Menschen und Orten, die zeitlich und räumlich getrennt sind, errichtet.

Indem einer abwesenden Person eine Stimme verliehen wird, vermittelt Rebetez Informationen, die nur in nicht geäusserter Form existierten. In gewisser Weise wird sie, indem sie die Informationen übermittelt, selbst zum Medium.

Virginie Rebetez hat im Jahr 2005 die Höhere Fachschule für Fotografie in Vevey (CH) und im Jahr 2008 die Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam (NL) abgeschlossen. Sie lebt und arbeitet seit 2012 in Lausanne (CH). Ihre künstlerischen Arbeiten werden regelmässig in verschiedenen Museen, Galerien und Festivals in Kollektiv- oder Einzelausstellungen in der Schweiz und in Europa ausgestellt und sind Gegenstand von Zeitschriften zur zeitgenössischen Fotografie, Zeitungsartikeln sowie Blogs. Die Fotografin erhielt mehrere Auszeichnungen in Form von Kulturpreisen und Stipendien: Leenaards Stiftung, Swiss Design Awards, 29. Internationales Fotografie & Mode-Festival in Hyères (F), Prix Focale der Stadt Nyon. Ihre Werke haben Eingang in diverse öffentliche und private Fotosammlungen gefunden (Fotostiftung Winterthur, Stadt Nyon).

(Text: Photobastei)

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Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich
Nov
23
zu 31. Jan.

Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
23. November 2018 - 31. Januar 2019

Das Bild vom Berg
Robert Bösch


 Morteratsch Glacier Switzerland

Morteratsch Glacier Switzerland

Mit dem Buch “Mountains” und der Ausstellung “Das Bild vom Berg” präsentiert uns Robert Bösch sein alpin-fotografisches Lebenswerk. Eine eindrückliche Mischung aus Landschafts-, Berg- und Sportfotografie. Als Bergsteiger war Robert Bösch auf allen sieben Kontinenten unterwegs und hat als Fotograf die Weltbesten des Bergsports fotografiert - darunter auch seinen verstorbenen Freund Ueli Steck. Entstanden sind atemberaubende Sport- und Landschaftsbilder, die die Ruhe und Gewalt der Berge wiedergeben und die tiefe Schönheit und Einsamkeit spiegeln, die all jene umgeben, die sich in der Übermacht der Berge bewegen. 

“Die Gabe, selbst in den erhabenen Räumen der Berge aktiv zu sein und dieses Tun in Beziehung zu setzen mit der Bergwelt, ist nur den allerwenigsten gegeben. Robert Bösch ist einer davon. Vielleicht der allumfassendste. Er taucht als Bergsteiger ein in die Eiger-Nordwand, als Kletterer in den “Shield” am El Cap, als Höhenbergsteiger in die Todeszone des Himalaja. Dabei entsteht sein Bild der Berge – mir ist beim Betrachten seiner Bildkunst, als habe der Weltgeist uns bei unserer Leidenschaft überrascht.”

Reinhold Messner

 “Landschaftsfotografie ist für mich die Kunst des Bilder-Sehens. Wir sehen ja keine Bilder, wir sehen immer das Ganze, das Alles. Während der Maler sein Viereck mit Farbe allmählich zu einem Bild gestaltet, indem er hinzufügt, gestalte ich als Fotograf das Bild gerade umgekehrt, nämlich indem ich weglasse. Im Moment des Auslösens wird das Bild aus der Welt geschnitten. Bilder stehen für sich und sind nur deshalb interessant, weil sie weder alles zeigen noch für das stehen, was sonst auch noch war – darum herum und vorher und danach. Nur dieses “Aus-der-Welt-herausgelöst-Sein” macht das Bild einmalig. Landschaftsbilder sind wie aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.”

Robert Bösch

"Böschs Berge sind Kraftorte, die zu besteigen man sich sehnt und die einem zugleich vor Augen führen, wie erfahren man dafür sein müsste. Sie erheben sich wie Skulpturen vor uns, in Licht, Nebel und Wetter getaucht und nicht selten so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dabei erkennt Robert Bösch auch die Stärke der Abstraktion: Silhouetten, Schneeformationen, Felsstrukturen, Lichtfelder…Böschs Berge sind mehr als geographische Orte, sie sind Schauplatz eindrücklicher Stimmungen und elementarer Schönheit."

Mirjam Cavegn

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit 35 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, und Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Bild­bände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den "Eiger Special Award" für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn auf alle sieben Kontinente. 2001 bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann den Mount Everest. 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie und stellte diese in Galerien und in Museen im In- und Ausland aus. Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch das aufwendige Projekt "Aus den Bündner Bergen". Daraus entstand der im NZZ-Verlag erschienene gleichnamige Bildband. 2017/18 feierte mit seiner Ausstellung ENGIADINA in St. Moritz einen grossen Erfolg. 

2018 erscheint im National-Geographic-Verlag sein 300-seitiger Bildband "Mountains", das sein alpin-fotografisches Lebenswerk umfasst.

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Oslo 8 @ büro | Basel
Nov
23
zu 8. Dez.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Oslo 8 @ büro | Basel


Oslo 8 @ büro | Basel
23. November - 8. Dezmber 2018

22. vfg Nachwuchsförderpreis

Simon von Gunten (1. Preis)
Christian Indergand (2. Preis)
Karla Hiraldo Voleau (3. Preis)

Alexandra Baumgartner, Ernst Kehrli, Jonathan Liechti, Lisa Lurati, Fabienne Spiller, Aissa Tripodi, Fred Walter Uhlig


 Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten


Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Photo Slam | Zürich
Nov
23
7:00 nachm.19:00

Photo Slam | Zürich


Photo Slam | Zürich
23. November 2018

Moderation: Patrick Rohr

Jury: Gian Paul Lozza, Tina Sturzenegger, Andres Herren

Tickets können hier bestellt werden


Logo farbe quadrat.jpg

Sichere dir jetzt dein kostenloses Ticket für den ersten Zürich PhotoSlam!

Der Zürich PhotoSlam 2018 findet am 23. November 2018 im Technopark Zürich statt. Die 10 von der Jury nominierten Fotografen präsentieren auf kreative Art und Weise ihr Werk und versuchen damit dich und die Jury von ihrem fürs Finale ausgewählte Foto und ihrer Präsentation zu überzeugen. Freue dich auf einen unterhaltsamen Event-Abend mit eindrücklichen Bildern und guter Stimmung. 

Deine Stimme zählt!

Als Zuschauer geniesst du am 23. November 2018 nicht nur einen bildverrückten Slam-Abend, sondern bist gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil des Events, denn du bestimmst zusammen mit den anderen Zuschauern, wer den Publikumspreis des Zürich PhotoSlam 2018 gewinnen wird.

(Text: Photo Slam)

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Vernissage | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau
Nov
30
7:00 nachm.19:00

Vernissage | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
30. November 2018

The Island of the Colorblind
Sanne de Wilde


┬® Sanne De Wilde_Press 1_MAIN IMAGE.jpg

Im späten 18. Jahrhundert verwüstete ein Taifun die Insel Pingelap, ein kleines Atoll im Pazifischen Ozean. Sein König, einer der wenigen Überlebenden, war Träger des seltenen Achromatopsie-Gens, das komplette Farbenblindheit verursacht. Mit der Zeit verbreitete sich diese Erbkrankheit in der isolierten Gemeinschaft und seither sehen viele Inselbewohner die Welt in Schwarz-Weiß. Das Phänomen wurde erstmals von dem berühmten Neurologen und Schriftsteller Oliver Sacks beschrieben.

Mit ihrem Porträt dieser Menschen, die in Mikronesien als blind gelten, verfolgt die Belgierin Sanne de Wilde (*1987) einen konzeptionellen Ansatz: Sie verdeckt oder betont Augen und Gesichter und führt den Betrachter in eine Traumwelt farbiger Möglichkeiten. The Island of the Colorblind (Die Insel der Farbenblinden) besteht aus »normalen«, doch in Schwarz-Weiß umgewandelten digitalen Aufnahmen und aus Infrarotbildern. Ein dritter Teil der Serie sind die »achromatischen Malereien«, bei denen farbenblinde Holländer die Schwarz-Weiß-Fotos auf Bitten der Künstlerin farbig ausmalten. Grelle Flammen erleuchten das Schwarz-Weiß, Bäume strahlen pink, alle Regenbogenfarben sind vertreten.

In Kooperation mit der Galerie Lichtblick, Köln

(Text: Soiz Galerie)

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Ausstellung | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau
Dez
1
zu 18. Jan.

Ausstellung | The Island of Colorblind - Sanne de Wilde | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
1. Dezember 2018 - 18. Januar 2018

The Island of the Colorblind
Sanne de Wilde


┬® Sanne De Wilde_Press 1_MAIN IMAGE.jpg

Im späten 18. Jahrhundert verwüstete ein Taifun die Insel Pingelap, ein kleines Atoll im Pazifischen Ozean. Sein König, einer der wenigen Überlebenden, war Träger des seltenen Achromatopsie-Gens, das komplette Farbenblindheit verursacht. Mit der Zeit verbreitete sich diese Erbkrankheit in der isolierten Gemeinschaft und seither sehen viele Inselbewohner die Welt in Schwarz-Weiß. Das Phänomen wurde erstmals von dem berühmten Neurologen und Schriftsteller Oliver Sacks beschrieben.

Mit ihrem Porträt dieser Menschen, die in Mikronesien als blind gelten, verfolgt die Belgierin Sanne de Wilde (*1987) einen konzeptionellen Ansatz: Sie verdeckt oder betont Augen und Gesichter und führt den Betrachter in eine Traumwelt farbiger Möglichkeiten. The Island of the Colorblind (Die Insel der Farbenblinden) besteht aus »normalen«, doch in Schwarz-Weiß umgewandelten digitalen Aufnahmen und aus Infrarotbildern. Ein dritter Teil der Serie sind die »achromatischen Malereien«, bei denen farbenblinde Holländer die Schwarz-Weiß-Fotos auf Bitten der Künstlerin farbig ausmalten. Grelle Flammen erleuchten das Schwarz-Weiß, Bäume strahlen pink, alle Regenbogenfarben sind vertreten.

In Kooperation mit der Galerie Lichtblick, Köln

(Text: Soiz Galerie)

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Vernissage | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Dez
5
7:00 nachm.19:00

Vernissage | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

  • f³ – freiraum für fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

f³ – freiraum für fotografie | Berlin
5. Dezember 2018

Einführung durch Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f³ – freiraum für fotografie im Gespräch mit Nan Goldin, Fotografin (angefragt).

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


 © Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

 © Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

 © Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | 1969. Olivetti formes et recherche | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Dez
6
zu 24. Feb.

Ausstellung | 1969. Olivetti formes et recherche | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

  • Camera - Centro Italiano per la Fotografia (Karte)
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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
6. Dezember 2018 - 24. Februar 2019

1969. Olivetti formes et recherche
Ugo Mulas, Alberto Fioravanti, Giorgio Colombo, Tim Street-Porter


 U. Mulas, Italo Calvino nel box della scrittura, mostra Olivetti formes et recherche, Parigi, Musée des Arts Décoratifs, 20 novembre 1969 – 1 gennaio 1970, Associazione Archivio Storico Olivetti, Ivrea. Fotografie Ugo Mulas © Eredi Ugo Mulas. Tutti i diritti riservati.  Courtesy Archivio Ugo Mulas, Milano - Galleria Lia Rumma, Milano /Napoli.

U. Mulas, Italo Calvino nel box della scrittura, mostra
Olivetti formes et recherche, Parigi, Musée des Arts
Décoratifs, 20 novembre 1969 – 1 gennaio 1970, Associazione Archivio Storico Olivetti, Ivrea.
Fotografie Ugo Mulas © Eredi Ugo Mulas. Tutti i diritti riservati.
Courtesy Archivio Ugo Mulas, Milano - Galleria Lia Rumma, Milano /Napoli.

CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia e l’Associazione Archivio Storico Olivetti presentano la mostra 1969. Olivetti formes et recherche, una mostra internazionale, una selezione di fotografie dell’omonima mostra che la Società Olivetti organizzò nel novembre del 1969 a Parigi, che proseguì a Barcellona, Madrid, Edimburgo e Londra, per concludersi infine a Tokyo nell’ottobre 1971.

A cinquant’anni anni dalla prima esposizione, la mostra odierna -, curata da Barbara Bergaglio e Marcella Turchetti e aperta al pubblico in Project Room a CAMERA dal 6 dicembre 2018 al 24 febbraio 2019 - , ricostruisce e restituisce non soltanto i contenuti di quella storica mostra, curata dall’architetto Gae Aulenti, ma anche la storia dei personaggi che gravitavano dentro e intorno alla società Olivetti e a quella cultura: da Giorgio Soavi a Lord Snowdon, da Ettore Sottsass a Mario Bellini, da Renzo Zorzi a Italo Calvino.

Oltre 70 fotografie provenienti dall’Associazione Archivio Storico Olivetti offrono la possibilità di raccontare l’ormai leggendaria esposizione nelle sue diverse tappe, attraverso servizi fotografici di grandi maestri: da Ugo Mulas per l’edizione parigina, ad Alberto Fioravanti e Giorgio Colombo per Madrid e Barcellona, a Tim Street-Porter a Londra. Ulteriori documenti di approfondimento arricchiscono il racconto per immagini: il filmato per la regia di Philippe Charliat, con commento di Riccardo Felicioli, che è un vero e proprio viaggio di scoperta attraverso una città buia e misteriosa, dove Gae Aulenti guida il visitatore all’incontro con la Olivetti; il catalogo con testi di Giovanni Giudici - un anti-catalogo se inteso nel senso tradizionale del termine - che costituisce la chiave di interpretazione dei linguaggi e delle tecniche compositive che sono state approntate nel progetto dell’esposizione; il manifesto della mostra ideato da Clino T. Castelli, che ridisegna un nuovo e diverso uomo vitruviano generatore di una varietà di movimenti e forme, distante da soluzioni standard definitive.

La mostra a CAMERA si sviluppa attraverso le immagini originali dell’Archivio di Ivrea con l’obiettivo, oltre che di rievocare la stagione effervescente e dinamica di quegli anni, anche di proporre un pensiero che, con incredibile e ancora attualissima modernità, coniugava arte, industria, design, produzione e creazione di valore, a partire dal mondo del lavoro.
L’esposizione costituisce, quindi, anche un’occasione unica per il pubblico di conoscere un grande modello di impresa responsabile, la cui “immagine” è portavoce della cultura creativa più avanzata del tempo e oggi riconosciuta come patrimonio dell’UNESCO.
La mostra, nella primavera del 2019, sarà trasferita ad Ivrea, negli spazi del Museo Civico “P.A. Garda”.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia)

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Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Dez
6
zu 10. Feb.

Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

  • f³ – freiraum für fotografie (Karte)
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f³ – freiraum für fotografie | Berlin
6. Dezember 2018 - 10. Februar 2018

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


 © Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

 © Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

 © Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Buchvernissage | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Dez
20
6:00 nachm.18:00

Buchvernissage | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
20. Dezember 2018

Anzeichen der Verlässlichkeit
mit Texten von Urs Mannhart
Kehrer Verlag, 2018
Beat Schweizer


 Norilsk | Russland | Juli 2017

Norilsk | Russland | Juli 2017

Wie lebt es sich in den polarnahsten Städten und Siedlungen der Welt? Und was hält die Menschen trotz scheinbar widriger Bedingungen dort? Die Thematik der Isolation beschäftigt Beat Schweizer (geboren 1982, wohnhaft in Bern) seit vielen Jahren. Auf mehreren Reisen in den äussersten Norden Russlands hat er die Morphologie abgelegener Orte fotografisch festgehalten, die Ursachen ihres Daseins und ihre Eigenheiten untersucht. Sein Langzeitprojekt präsentiert uns Formen der Existenz, die über das Anekdotische hinaus tiefe Einblicke in das Menschliche geben. In seiner dokumentarischen Praxis nähert er sich den Strukturen und Bewohnern behutsam und unmerklich. Mit seinem systematischen Blick fördert er im Einzelnen das Allgemeine und im Allgemeinen das Individuelle zutage, beweist aber auch ein waches Auge für Komik, Tragik und Absurdität – ein feines Sensorium für die "Anomalie des Alltags im nördlichsten Norden Sibiriens" (so der Untertitel der Eigenpublikationen "An der Frostgrenze", 2013). Die COALMINE zeigt Beat Schweizers dreiteiligen Werkzyklus, entstanden zwischen 2012 und 2018, erstmals umfassend und als neu edierte und produzierte Abzüge. 

Norilsk ("Michailovna hat angerufen", 2017/18)
Norilsk ist eine Stadt der Superlative: Sie ist die nördlichste Grossstadt weltweit, gelegen auf 69 Grad nördlicher Breite und gebaut auf Permafrost-Boden. Sie gilt auch als die schmutzigste Stadt der Welt. Die dort abgebauten Nickelerze verursachen Schäden an Umwelt und Gesundheit. Zusammen mit den Vorkommen auf der russischen Halbinsel Kola deckt Norilsk rund einen Viertel des Weltmarktbedarfs an diesem Rohstoff, der in diversen Legierungen und vor allem zur Erzeugung von nichtrostendem, hochbelastbarem Stahl verwendet wird. Bodenschätze und Industrie bieten mit ihren gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer städtischen Infrastruktur, die dem polaren Klima Annehmlichkeiten abtrotzt, Lebensraum für 175'000 Menschen. Gleichwohl wahrt die als Minenstadt 1935 gegründete und unter Stalin als Gulag genutzte Stadt weiterhin ihr Geheimnis: Sie ist für Ausländer geschlossen und nur mit einer Sonderbewilligung betretbar.

Eine solche erlaubte es Beat Schweizer, sich frei in der Stadt zu bewegen. Dennoch stellte eine Bekannte, eine ehemalige Polizistin bei der Flughafenpolizei, vorab mit einem Anruf sicher, dass sich die Einreise ohne Umtriebe vollzog ("Michailovna hat angerufen") – eine Anekdote, die zeigt: wo alles bürokratisch abläuft, vieles unmöglich scheint und doch alles möglich ist, sind die persönlichen Beziehungen entscheidend. Mit seiner Mittelformatkamera hat Beat Schweizer in sorgfältig komponierten Einstellungen Häuserzüge, Plätze und Naherholungsgebiete in Norilsk fotografiert. Porträts und Innenansichten führen das Spiel mit Distanz und Nähe fort und zeigen die Bewohner bei der Freizeitgestaltung, Gedenktagen oder Schönheitswettbewerben. Es entsteht das Bild eines auf sich bezogenen und sich selbst genügenden Kosmos, der seine Existenz jedoch auswärtigen Interessen verdankt und ohne Anreize und Garantien aus Moskau nicht fortbestehen könnte. Es sind solche Abhängigkeiten und ihre fragile, fragliche und fragwürdige Beständigkeit, denen der Fotograf nachspürt. Darauf bezieht sich auch der Titel der Ausstellung in der COALMINE: "Anzeichen der Verlässlichkeit". 

Dikson ("An der Frostgrenze", 2013)
Während Norilsk den Anschein urbaner Normalität wahrt, trifft dies auf Dikson, eine kleine Siedlung an der Mündung des Jenissei, auf über 73 Grad nördlicher Breite, nicht zu. Der Aussenposten der Zivilisation, der einen Eisbären im Wappen trägt und an 82 Tagen in der Polarnacht versinkt, galt in der Sowjetzeit als die nördlichste Stadt weltweit. Dann sank ihre Einwohnerzahl drastisch. Einst Angelpunkt für die Nordostpassage und die Kontrolle über die Arktisregion sowie Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen, bietet Dikson heute nur noch wenigen hundert Menschen ein Auskommen. Die Einwohner sehen sich überwiegend auf sich allein gestellt, die Provinzhauptstadt Krasnojarsk liegt 2507 Kilometer entfernt. Besucher, auch russische, benötigen generell eine Sondererlaubnis. Die verbliebenen Bewohner, die Beat Schweizer dort aufsucht hat, leben entweder als Mechaniker oder Grenzschützer, betreiben einen Einkaufsladen oder übermitteln Wetterdaten nach Moskau. Ermöglicht wird ihre Existenz durch den Staat, angeblich im Bestreben, die nördliche Aussengrenze des Mutterlands zu sichern. Wir begleiten sie bei der Arbeit oder dabei, wie sie ihre Frei- und Wartezeit verbringen, mit Jagen und Fischen, Grillen, Spielen oder Fernsehen. 

Teriberka ("Der Boiler", 2012)
Auch Teriberka, die dritte Ansiedlung, die Beat Schweizer im Rahmen seines epischen Langzeitprojekts besuchte, gelegen auf 69 Grad Nord, leidet seit dem Niedergang der Küstenfischerei unter starkem Bevölkerungsrückgang. Vor einigen Jahren jedoch kündigte der russische Konzern Gazprom riesige Investitionen mit Tausenden von Arbeitsplätzen an. Das Stockmann-Feld in der Barentsee, ein Gasvorkommen, sollte erschlossen werden. Ein Teil der Einwohner machte sich Sorgen um die Umwelt, viele andere freuten sich auf eine rosige Zukunft. Doch das Projekt wurde auf Eis gelegt, aus Kostengründen – der Schiefergasboom in den USA machte die Gasförderung in der Arktis nicht mehr konkurrenzfähig. So kämpfen die Bewohner von Teriberka weiterhin gegen das Vergessenwerden an. Wie auch andernorts führt uns Beat Schweizer mit ausgewählten Protagonisten in ihre Lebenswelt ein. So besteht die Aufgabe des Dorfheizers darin, Steinkohle in den Schlund eines Ofens zu schaufeln und das Dorf mit Wärme zu versorgen, während er seine Lebenslast und Langeweile in Schwermut und russischen Fernsehserien ertränkt. 

Beat Schweizers dreiteilige Dokumentation ist eine warmherzige Bestandsaufnahme besonderer Lebensumstände und ihrer Bewältigung. Sie registriert das Wesenhafte mit einer Nüchternheit, die immer wieder ins Poetische oder gar Fantastische mündet. Entgegen einem meist von westlichen Vorurteilen durchsetzten Blick zeichnet er ein vielschichtiges Bild der Auswirkungen von klimatischen, politischen und ökonomischen Kräften auf den postkommunistischen Raum. Auf seinen Reisen arbeitet er oft mit dem Schweizer Schriftsteller Urs Mannhart an selbstpublizierten Reportagen. Der bewusste Umgang beider Autoren mit Bild und Text und das Experimentieren mit unterschiedlichen Publikationsformen markiert eine eigenständige Positionierung im Feld einer erweiterten und selbstreflexiven dokumentarischen Praxis. 

Der Ausstellungstitel "Anzeichen der Verlässlichkeit" ist inspiriert vom Slogan "Символ надежности" ("Symbol der Verlässlichkeit"), mit dem Nornickel, der grösste Arbeitgeber in Norilsk, auf Plakaten wirbt. Die Menschen in Norilsk, aber auch in Teriberka und Dikson, verlassen sich auf das Versprechen von Staat und Arbeitgebern, dass ein Leben an diesen widrigen Orten weiterhin möglich bleibt. Die Kehrseite der Verlässlichkeit ist die Angst, keine Arbeit zu finden, sollten sie an einen anderen, südlicheren Ort ziehen wollen. Sie sind in diesem Versprechen der Verlässlichkeit gefangen. So hat der Titel durchaus eine Ambivalenz.

(Text: Sascha Renner)

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Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien
Feb
8
zu 26. Mai

Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien


Albertina | Wien
8. Februar - 26. Mai 2019

“Schwarz und Gold” | “Das Land”
Manfred Willmann


 Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Die ALBERTINA widmet dem österreichischen Fotografen Manfred Willmann (*1952) eine umfassende monografische Ausstellung. In seinen Serien hält Willmann Szenen aus seinem persönlichen Umfeld in Graz und der Südsteiermark fest. Dabei bricht er mit Klischees des idyllischen Landlebens. Die Bilder sind von einer sehr direkten, subjektiven Sichtweise geprägt, charakteristisch sind die konsequente Verwendung des Blitzlichts und der Fokus auf Details. Als einer der ersten österreichischen Fotografen setzt er zudem Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel ein. Die ALBERTINA zeigt sechs umfangreiche Serien aus Willmanns Werk, darunter die einflussreichen Arbeiten „Schwarz und Gold“ und „Das Land“.


The ALBERTINA Museum is devoting a comprehensive solo presentation to the works of photographer Manfred Willmann (*1952). In his series, Willmann captures scenes from his personal surroundings in Graz and southern Styria, scenes that break with clichés of idyllic rural life. His pictures reveal a very direct and subjective view characterized by his consistent use of the flash and focus on details. Willmann is also one of the first Austrian photographers who used color as a means of artistic expression. The ALBERTINA Museum is showing six large series from Manfred Willmann’s oeuvre, including the influential work groups Schwarz und Gold and Das Land.

(Text: Albertina Wien)

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Vernissage | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg
Nov
16
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
16. November 2018

Life in Cities
Michael Wolf


 Tokyo Compression

Tokyo Compression

Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES im Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung im Haus der Photographie ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2004–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 x 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density(2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die Schönheit der monotonen, brutalen Architektur der Stadt Hongkong. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokyo gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Fotomuseum Den Haag

(Text: Deichtorhallen)

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Vernissage | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
15
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich


Museum für Gestaltung | Zürich
15. November 2018

Genesis
Sebastião Salgado


 Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Vernissage | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin
Nov
15
7:00 nachm.19:00

Vernissage | City Diaries - Peter Bialobrzeski | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
15. November 2018

City Diaries
Peter Bialobrzeski


 Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print

Cairo Diary p.56, 2013, 30 x 40 cm, Archival Pigment Print


Der Fotograf Peter Bialobrzeski ist berühmt für seine Untersuchungen des urbanen Raums. Bekannt wurde er durch Ausstellungsprojekte und Buchveröffentlichungen wie “Neon Tigers“ (2004), “Lost in Transition“ (2007) oder “The Raw and the Cooked“ (2011). In den letzten Jahren arbeitete Bialobrzeski an einem Langzeitprojekt von fotografischen “City Diaries“. Sieben wurden bereits veröffentlicht, das achte Buch, über Wuhan, erscheint anlässlich dieser Ausstellung. In diesen “Diaries“ untersucht Peter Bialobrzeski die Frage, ob das Bild einer Stadt, geprägt von Vorurteilen, von vorgefassten Bildern und von dem was vorgefunden wurde, in eine bestimmte Abbildung umgewandelt werden kann. Eine scheinbar objektivierende Ästhetik, gepaart mit dem Zufall des Flaneurs, führen zu Fotografien, die den urbanen Raum subjektiv abbilden.

Die Robert Morat Galerie zeigt erstmals Fotografien aus allen acht Serien, als Prints und als Buchinstallationen.

Im Verlagshaus The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) liegen bislang vor: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary und Zurich Diary. In Vorbereitung sind: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk und Georgetown.

Peter Bialobrzeski, geboren 1961 in Wolfsburg, ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und veröffentlicht und finden sich in wichitgen privaten und öffentlichen Sammlungen. 2012 erhielt Peter Bialobrzeski den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.


Photographer Peter Bialobrzeski is known for his investigations of urban space. He became famous for exhibition projects and book publications such as “Neon Tigers” (2004), “Lost in Transition” (2007) or “The Raw and the Cooked” (2011). In recent years, Bialobrzeski worked on a long term project of photographic “City Diaries”. Seven books have already been published. The eighth publication, on Wuhan, will be published on occasion of this exhibition. In these diaries, Peter Bialobrzeski examines the question of whether the image of a city, what is fed by prejudice, what has been found and what has been conveyed by the media, can be transformed into a specific picture. A seemingly objectifying aesthetic, paired with the coincidence of the flaneur, lead to photographs that subjectively map the urban space.

Robert Morat Galerie is showing photographs from all eight series as prints and as a book installation for the first time.

The publishing house The Velvet Cell (Taipei, Osaka, Berlin) has so far released: Cairo Diary, Athens Diary, Taipei Diary, Wolfsburg Diary, Kochi Diary, Beirut Diary and Zurich Diary. In preparation are: Osaka, Mumbai, Yangon, Bangkok, Hagen, Belfast, Budapest, Minsk and Georgetown.

Peter Bialobrzeski, born 1961 in Wolfsburg, holds a teaching position at the University of Arts in Bremen. He lives and works in Hamburg. His work has been widely exhibited and published and is found in major collections both private and public. In 2012 Peter Bialobrzeski was the recipient of the prestigious Dr.-Erich-Salomon-Award by the German Society of Photography (Deutsche Gesellschaft für Photographie).

(Text: Robert Morat Galerie)

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Vernissage | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
Nov
15
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Ikonen - Annelies Štrba | Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich

  • Fabian & Claude Walter Galerie (Karte)
  • Google Kalender ICS

Fabian & Claude Walter Galerie | Zürich
15. November 2018

Einführung: Lars Müller, Verleger

Ikonen
Annelies Štrba


 Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017

Annelies Štrba, Tsukikawa 37, 2017


“Ikonen” ist ein Querschnitt des vielfältigen Gesamtwerks von Annelies Štrba und eine vertiefte Auseinandersetzung der einzelnen Werkzyklen der vergangenen 25 Jahre. Die Fabian & Claude Walter Galerie präsentiert in dieser Ausstellung eine Auswahl von Fotografien aus den Serien Nyima, Aya und Tsukikawa sowie Leinwandarbeiten, die Štrba in Kollaboration mit Adrian Schiess 2011 für die Ausstellung Summerendig im Museum Langmatt, Baden anfertigte. 


“Icons” is an overview of the diverse oeuvre of Annelies Štrba and an examination of the individual work cycles of the past 25 years. In this exhibition, Fabian & Claude Walter Galerie presents a selection of photographs from the series Nyima, Aya and Tsukikawa as well as works on canvas that Štrba produced in collaboration with Adrian Schiess for the exhibition "Summerending" at the Museum Langmatt, Baden in 2011. 

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Buchvernissage | Rhonegletscher - Hansjörg Sahli | Edition Patrick Frey | Zürich
Nov
14
6:00 nachm.18:00

Buchvernissage | Rhonegletscher - Hansjörg Sahli | Edition Patrick Frey | Zürich


Edition Patrick Frey | Zürich
14. November 2018

Rhonegletscher
Hansjörg Sahli


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Die ersten Fotos vom Rhonegletscher machte ich im Juli 2014. Ich erinnere mich, dass ich seitlich vom Gletscher die Bergflanke hinauf gestiegen bin, um einen besseren Ausblick zu haben. Dort oben ist mir ein Alpinistenpaar begegnet. Wir haben ein paar Worte gewechselt. Wahrscheinlich bin ich wegen ihrem Basler Dialekt darauf gekommen, auf jeden Fall erwähnte ich, dass damals bei den verhüllten Kirschbäumen in Riehen bei Basel sehr viel mehr Leute gekommen sind. Sie hatten die Bäume auch gesehen. Ich merkte aber sofort, dass sie den Vergleich unpassend fanden. Dabei machte damals der verhüllte Gletscher einen sehr ordentlichen Eindruck. Die Tücher waren schön weiss, straff gespannt, das darunter liegende Eis hatte Volumen. Der gedeckte Gletscherteil überragte den Rest der vordersten Gletscherzunge deutlich. Die Funktion der Tücher, das Eis mit der darunter liegenden Gletschergrotte vor der Sonnenstrahlung zu schützen, war klar erkennbar.

Als ich 14 Tage später wieder kam, sah alles anders aus. Es hatte gestürmt und sehr viel geregnet. Die Tücher waren zum Teil weggerissen, zerfetzt, dreckig. Der Gletscher bot einen jämmerlichen Anblick. Vor allem, und ich habe mich sicher nicht getäuscht, war die Eiszunge massiv geschrumpft.

Die letzten Aufnahmen entstanden im August 2017. Die Fotos sind absichtlich unterbelichtet damit sie farbiger werden, denn die Tücher sind eigentlich farblos. Bei der Bearbeitung der Fotos habe ich die Belichtung korrigiert und den Kontrast verstärkt, vor allem bei Aufnahmen, die bei diffusem Licht entstanden sind.

(Text: Hansjörg Sahli)

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Vernissage | 3jours1femme | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Nov
9
6:30 nachm.18:30

Vernissage | 3jours1femme | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie L’Aberrante | Le Crès
9. November 2018

3jours1femme
Oleñka Carrasco, Camille Gharbi und Arianna Sanesi


 Arianna Sanesi

Arianna Sanesi


La Galerie L’Aberrante, en écho et en soutien à la journée internationale de lutte contre les violences faites aux femmes, vous propose : « 3jours1femme ».

Cette exposition est née de la rencontre avec Camille Gharbi. Elle rassemble trois artistes photographes : Oleñka Carrasco, Camille Gharbi et Arianna Sanesi. Elles posent toutes trois leurs regards sur la violence conjugale la plus extrême : les féminicides.

A travers leurs oeuvres photographiques, elles transcendent la réalité. Elles explorent l’espace public, la maison, l’intime. Chacune d’entre elles propose un regard très personnel tant dans le traitement du sujet que dans son esthétisme. Variété de création à laquelle est attachée la galerie. Sans concession ni tabou, elles nous permettent de sortir du silence, et participent à la prise de conscience de la gravité de ce phénomène.

Cette exposition nous montre comment des artistes peuvent se mobiliser autour du grave sujet des violences faites aux femmes. En tant que galerie investie dans plus d’égalité pour les femmes artistes, il nous paraît important de nous associer aux différents mouvements de luttes contre les violences faite aux femmes.

(Texte: Galerie L’Aberrante)

 Oleñka Carrasco

Oleñka Carrasco

La liste des prénoms
"La série est fortement influencée par la photographie Provoke et parle des féminicides, pas d’une manière documentaire, plutôt comme une narration poétique du deuil. Ce chapitre a été inspiré par le travail du groupe amateur de danse ARTivisme. Les ARTivistes réalisent des interventions et performances dans la rue en se réapropriant l’espace public pour dénoncer la violence faite aux femmes. Je suis partie à leur rencontre et en photographiant leurs démarches, je me suis retrouvée avec une histoire intime oubliée, imprimée sur le tissu de ma mémoire d’enfant."

(Oleñka Carrasco)

 Camille Gharbi

Camille Gharbi

Preuves d’amour
"Les "drames conjugaux" ou autres "crimes passionnels", ponctuent les rubriques "faits divers" des presses locales avec une constance qui flirte avec la banalité. Quelques lignes, précédées d’un titre laconique, relatent des affaires qui se répètent ou se déclinent. C’est l’histoire d’un homme qui a tiré sur sa femme qui souhaitait le quitter, avant de retourner l’arme contre lui. Ou bien celle d’un autre, qui a poignardé sa compagne dans un "«coup de folie", car il la soupçonnait de le tromper. Ainsi, pour parler de ce sujet à la fois terrible et si commun, j’ai pris le parti de concentrer mon travail photographique sur ces objets du quotidien qui se voient transformés en armes de crimes. Ces artefacts familiers, issus pour la plupart de mon propre domicile et photographiés sur un fond bleu clair sobre, ne permettent pas de saisir de prime abord la violence des faits auxquels ils font référence. Cette prise de distance impose un temps de réflexion. Les meurtres de femmes par leur conjoint, ex-conjoint, ou amant, ne sont pas de simples cas isolés qui toucheraient une certaine catégorie de la population."

(Camille Gharbi)

Je voudrais que tu puisses me voir
"Je voudrais que tu puisses me voir est une phrase extraite d’une lettre qu’une femme italienne, Roberta, a écrite à son mari avant de disparaître. L’installation que je présente reproduit le “petit salon” d’un appartement, un endroit qui peut se retrouver dans la mémoire de tout le monde. Les images encadrées pourtant, à la place de celles des familles, sont des images liées aux histoires des femmes qui ont été tuées par leur conjoint. C’est une invitation à réfléchir sur le fait que la violence naît trop souvent dans un cadre familial quotidien, connu. Elle naît des habitudes, des mots, des rôles de genre, d’un manque d’éducation affective."

(Arianna Sanesi)

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Vernissage | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur
Nov
9
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur


Bündner Kunstmuseum | Chur
9. November 2018

Mit Doris Caviezel-Hidber, Präsidentin Bündner Kunstverein und Stephan Kunz, Co-Direktor Bündner Kunstmuseum

Gletscher-Odysse
Daniel Schwartz


 Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Als Glaziologie in Bildern könnte man bezeichnen, was der Fotograf Daniel Schwartz (*1955) seit mehreren Jahren betreibt. Seine künstlerische Arbeit ist ein spartenübergreifendes Projekt der Fotokunst im dokumentarischen Stil. Als Fotograf untersucht Daniel Schwartz die Bildkraft der Gletscher. Er fundiert seine bildnerische Arbeit durch eine umfangreiche Künstlerrecherche in Archiven und arbeitet in engem Dialog mit der Wissenschaft. Seine Bilder zeigen den Gletscher als dynamisches System und als Archiv der Klimageschichte, als persönlichen Erinnerungsort und Speicher nicht unbeschränkt verfügbarer Ressourcen.

Daniel Schwartz besuchte die Fachklasse für Fotografie in Zürich und war 1990-2005 Mitglied der Redaktion der Kulturzeitschrift Du. In Zusammenhang mit seinen historisch-geografisch angelegten, aber immer gegenwartsbezogenen fotografischen Recherchen ist er weltweit unterwegs. Die Gletscher-Arbeit ist sein erstes mit der Schweiz befasstes Projekt. Es setzt im glazial überprägten Mittelland und am Jura-Südfuss an, wo Daniel Schwartz aufgewachsen ist. Über biografisch konnotierte Orte und Wege erschliesst es den Alpenraum und wird ergänzt durch Bilder ausgewählter Gletschergebiete in Asien, Afrika und Südamerika. In die Ausstellung integrierte Bilder und Kartografien zeigen Gletscherstände der Kleinen Eiszeit und markieren den Schwund im Laufe der letzten 200 Jahre. Den klimageschichtlichen Kontext liefern eingearbeitete historische und literarische Quellen.


Glaciologia per immagini, così si potrebbe definire ciò di cui si occupa il fotografo Daniel Schwartz (*1955) da più anni. Il suo lavoro artistico è un progetto interdisciplinare dell'arte foto-grafica in stile documentaristico. Da fotografo, Daniel Schwartz indaga la forza figurativa dei ghiacciai. Il suo lavoro figurativo è consolidato da una vasta ricerca artistica in archivi e dallo stretto dialogo con la scienza. Le sue immagini mostrano il ghiacciaio come sistema dinamico e come archivio della storia climatica, come luogo personale della memoria e deposito di risorse non illimitate. 

Daniel Schwartz ha frequentato la Fachklasse für Fotografie (scuola professionale di fotografia) di Zurigo e dal 1990 al 2005 era membro della redazione della rivista culturale «du». Le sue approfondite ricerche fotografiche lo hanno portato in giro per il mondo. Il lavoro sui ghiacciai è il suo primo progetto ambientato in Svizzera. Parte dalla regione dell'Altipiano, terra plasmata dai ghiacciai, e dal versante meridionale del Giura, dove Daniel Schwartz è cresciuto. Attraverso luoghi e percorsi connotati biograficamente, il progetto esplora la regione alpina ed è completato da immagini di aree glaciali selezionate in Asia, Africa e Sud America. Gli esempi di pittura e cartografia integrati nella mostra fissano le posizioni dei ghiacciai della piccola era glaciale e ne sottolineano il ritiro nel corso degli ultimi 200 anni. L'integrazione di fonti storico-letterarie aiuta a inquadrare il contesto climatologico.


Il fotograf Daniel Schwartz (*1955) s'occupa dapi plirs onns cun in project ch'ins pudess numnar glaziologia illustrativa. Sia lavur artistica cumpiglia pliras spartas da l'art fotografic en stil documentar. Sco fotograf examinescha Daniel Schwartz la forza da maletgs da glatschers. El consolidescha sia lavur illustrativa cun retschertgas artisticas extendidas en archivs e lavura en in stretg dialog cun la scienza. Ses maletgs mussan il glatscher sco sistem dinamic e sco archiv da l'istorgia climatica, sco lieu da regurdientscha persunal ed arcun da resursas betg illimitadas.  

Daniel Schwartz ha frequentà la classa professiunala per fotografia a Turitg ed è stà ils onns 1990 2005 commember da la redacziun dal magazin cultural du. En connex cun sias vastas retschertgas fotograficas è el stà sin viadi en tut il mund. En ses project davart il glatscher è el l'emprima giada s'occupà da la Svizra. Sia lavur ha cumenzà en la Svizra Bassa caracterisada d'ina lunga istorgia glaziologica ed il Giura dal Sid, nua che Daniel Schwartz è creschì si. Tras lieus e sin vias cun connotaziuns biograficas cuntinuescha ella en il territori alpin e vegn cumplettada cun maletgs selecziunads da regiuns da glatschers en l'Asia, l'Africa e l'America dal Sid. En l'exposiziun fixeschan exempels da la pictura e la cartografia il stadi dals glatschers durant il Pitschen temp da glatsch e marcheschan lur regress ils ultims 200 onns. Il context climatologic dattan funtaunas istoricas e litteraras.

(Text: Bündner Kunstmuseum)

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Vernissage | Colombia – On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Nov
3
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Colombia – On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
3. November 2018

Einführung durch Nadine Olonetzky

Colombia – On the Brink of Paradise
Luca Zanetti


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Mächtig erhebt sich im Hintergrund der nebelverhangene Gipfel eines Berges; davor erstreckt sich das facettenreiche Grün des kolumbianischen Regenwaldes. Ein Teil eines Flusslaufs ist ebenfalls sichtbar und vervollständigt die friedvolle Szenerie. Ein paradiesischer Ort also? Ein reiches Land immerhin: Aus dieser Berglandschaft stammen zwei der wertvollsten Smaragde, die je gefunden wurden. 

2004 hat der Schweizer Fotograf Luca Zanetti Boyacá besucht, wo die Steine entdeckt wurden. Es ist einer von vielen Orten in Kolumbien, die Zanetti in den vergangenen zwanzig Jahren fotografiert hat. In seinen zahlreichen Reportagen offenbart sich ein zerrissenes Land voller Schönheit und erstaunlicher Geschichten – ein Land, das aber auch von Bürger- und Drogenkriegen geprägt ist. 

Colombia – On the Brink of Paradise zeigt einen Fotografen, der uns dank seines präzisen Blicks, analytischer Distanz und gleichwohl emotionaler Nähe sowie dank seiner gestalterischen Klarheit tiefe Einblicke in ein Land mit einer hochkomplexen Geschichte und Gesellschaft erlaubt. Die Ausstellung basiert auf dem Buch Colombia − On the Brink of Paradise, das 2018 im Verlag Scheidegger & Spiess erschienen ist.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie)

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Vernissage | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle
Nov
2
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle


Musée des beaux-arts | Le Locle
2. November 2018

Alex Prager, Erik Madigan Heck, Stéphane Dafflon, Thomas Liu Le Lann


In der kommenden Saison bietet das MBAL eine Reise durch die zeitgenössische Kunst von der Fotografie zum Video, von der Wandmalerei zu Stoffskulpturen. Ausnahmsweise sind diesmal alle vier vom MBAL vorgestellten Künstler eher jung (zwischen 24 und 46). Jeder von ihnen zeichnet sich durch die Einzigartigkeit seines Werkes aus, und sie alle werden von einer Leidenschaft für das künstlerische Schaffen motiviert.

 © Alex Prager, Eve, 2008, de la série The Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong.jpg

© Alex Prager, Eve, 2008, de la série The Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong.jpg

Das Werk, welches die US-Amerikanerin Alex Prager seit 10 Jahren entwickelt, hebt sich besonders ab. Die von ihr dargestellten jungen Frauen im Retrolook – verstörte Heldinnen, die hin und her zwischen Sehnsüchten, Erwartungen und Tragödien gerissen sind, erscheinen ebenso unwiderstehlich wie einsam. Über die Fotografie und den Film zieht uns die Künstlerin durch sorgfältig ausgearbeitete Kulissen in ihre inneren Kämpfe hinein. Das MBAL freut sich, diese erste Retrospektive einer der gefragtesten Künstlerinnen der internationalen Szene verwirklicht zu haben.

 © Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

© Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

Erik Madigan Heck, ein aufsteigender Stern am Himmel der zeitgenössischen Modefotografie, verwischt die Grenzen zwischen den Gattungen. Er gibt zu, dass seine Inspirationen aus der Malerei stammen – aus der Romantik, dem Impressionismus oder aus den Werken der Nabis – und nicht aus der Fotografie. An den Wänden des Museums werden seine innovativen Bilder zu zeitlosen Werken.

 Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet_2.jpg

Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet_2.jpg

Thomas Liu Le Lann entführt seinerseits den Besucher in eine Fiktion die befremdlich wirkt, da sie von großen, an ein japanisches Manga erinnernden Plüschtieren bevölkert wird. Mit Vergnügen schließt sich das MBAL der HEAD Genf und der Fondation BNP Paris Suisse an, um Thomas Liu Le Lann, einem Absolventen dieses Sommers, den New Heads – Fondation BNP Paris Art Award zu verleihen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, zum ersten Mal den Raum eines Museums zu erobern.

Schließlich wird mit der Wandmalerei des schweizerischen Künstlers Stéphane Dafflon ein neuer Zyklus aus semipermanenten Ausstellungen eröffnet. Der Künstler, der eingeladen wurde an den Wänden des Museumscafés ein Fresko zu gestalten, bringt den Raum auf überraschende Weise zum Schwingen. Das Gemälde von Dafflon, welches auf den ersten Blick einfach und minimalistisch wirkt, entfaltet eine Kraft, die den Blick anzieht und überwältigt. Mit diesem neuen Projekt wollten wir das Kunsterlebnis außerhalb der Ausstellungsräume bereits mit dem Betreten des Museums beginnen lassen.


 © Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

© Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

Pour sa nouvelle saison, le MBAL propose un voyage à travers la création contemporaine, allant de la photographie à la vidéo, de la peinture murale aux sculptures en tissu. Une fois n’est pas coutume, les quatre artistes réunis par le MBAL sont plutôt jeunes (de 24 à 46 ans !), mènent chacun une œuvre singulière, et sont avant tout animés par une soif de création. L’œuvre que développe depuis 10 ans l’Américaine Alex Prager, habitée par l’univers du cinéma, se distingue particulièrement. Ses jeunes femmes au look rétro, héroïnes perturbées prises entre désirs, attentes et drames, apparaissent aussi séduisantes que solitaires. C’est par la photographie et le film, au travers de scènes méticuleusement chorégraphiées, que l’artiste nous emmène dans ses tourments. Le MBAL est heureux d’avoir mis sur pied cette première rétrospective consacrée à l’une des artistes les plus acclamées sur la scène internationale.

Erik Madigan Heck, étoile montante de la photographie de mode contemporaine, brouille les genres. Il admet que ses inspirations sont du côté de la peinture – romantique, impressionniste ou celle des Nabis – et non de la photographie. Sur les murs du musée, ses images novatrices deviennent des tableaux intemporels.

De son côté, Thomas Liu Le Lann emmène le visiteur dans une fiction étrange peuplée de grandes peluches qui pourraient être tirées d’un manga japonais. Le MBAL est heureux de s’associer à la HEAD – Genève et à la Fondation BNP Paribas Suisse pour décerner à Thomas Liu Le Lann, diplômé cet été, le prix New Heads – Fondation BNP Paris Art Award, qui lui permet de prendre pour la première fois possession de l’espace d’un musée.

Enfin, un nouveau cycle d’expositions semi-permanentes est inauguré avec l’intervention murale de l’artiste suisse Stéphane Dafflon. Invité par le MBAL à créer une fresque sur les murs du café du musée, l’artiste fait vibrer le lieu de façon inattendue. La peinture de Dafflon, d’apparence simple et minimaliste, dégage une force qui attire et bouleverse le regard. Nous avons souhaité, avec ce nouveau projet, faire débuter l’expérience artistique hors des salles d’exposition, dès l’entrée au musée.


 © Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

© Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

MBAL’s winter season offers an exploration of contemporary creation, from photography to video, from murals to fabric sculptures. Exceptionally, the four artists being highlighted by MBAL are young (from 24 to 46 years old) – yet their respective achievements stand on their own, the product of the artists’ overwhelming desire to create. The body of photographic and videographic work developed over the past ten years by American Alex Prager is unmistakable for its cinematic overtones. Her female subjects with a throwback look – troubled heroines beset by desire, expectation and drama – are as seductive as they are solitary. The viewer is implicated in the artist’s torments by her meticulously choreographed scenes. Prager is one of the most widely acclaimed figures on the international art scene, and MBAL is proud to present the first retrospective of her work.

When it comes to artistic genres, Erik Madigan Heck is an iconoclast. A rising star in contemporary fashion photography, Heck admits to drawing greater inspiration from painting – Romanticism, Impressionism and Les Nabis – than photography. On our museum’s walls, his innovative images become timeless tableaux.

MBAL is also pleased to display the work of Thomas Liu Le Lann, who has just won the New Heads – BNP Paribas Art Foundation Award. This prize for young art school graduates, sponsored jointly by MBAL, the Geneva School of Art and Design (HEAD) and the BNP Paribas Swiss Foundation, includes the opportunity to show their work in a museum. In his piece, Liu Le Lann beckons the viewer into a strange fiction populated by oversized dolls that would be at home in a Japanese manga comic.

Lastly, a new series of semi-permanent exhibitions is being kicked off with the mural work of Swiss artist Stéphane Dafflon. Invited by MBAL to create a fresco on the walls of the museum café, the artist brings that space to life in unexpected ways. Dafflon’s paintings, deceptively simple and minimalist, possess a strength that catches – and confounds – the eye. Our aim with this series is to bring the art experience out of the exhibition rooms: viewers are pulled into our world before even setting foot in our museum. 

(Text: Nathalie Herschdorfer, Direktorin MBAL)

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Galerie l'elac
Nov
2
zu 16. Nov.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Galerie l'elac


Galerie l’elac | Renens
2. - 16. November 2018

22. vfg Nachwuchsförderpreis

Simon von Gunten (1. Preis)
Christian Indergand (2. Preis)
Karla Hiraldo Voleau (3. Preis)

Alexandra Baumgartner, Ernst Kehrli, Jonathan Liechti, Lisa Lurati, Fabienne Spiller, Aissa Tripodi, Fred Walter Uhlig


 Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten

Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Vernissage | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei
Nov
1
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei


Photobastei | Zürich
1. November  2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


 Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Ausstellung | Erosion | Alte Krone | Biel/Bienne
Okt
27
zu 11. Nov.

Ausstellung | Erosion | Alte Krone | Biel/Bienne


Alte Krone | Biel/Bienn
27. Oktober - 11. November 2018

Erosion
Theresia Kummer, Heini Stucki, Hannes Hübner


 Theresia Kummer

Theresia Kummer


Durch tektonische Kräfte erheben sich Gesteinsschichten zu Bergern und noch wenn sie sich heben, werden sie gleichzeitig abgebaut und durch Flüsse als Sedimente in Meeren abgelagert. Diese Sedimentschichten werden dann früher oder später wieder zu Bergen. All dies dauert natürlich Millionen von Jahren. “Alles fliesst” hat schon der Grieche Heraklit festgestellt. Die Foto zeigen einen winzigen Moment von diesen Prozessen.

(Text: Heini Stucki)

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Buchvernissage | Zurich Diary - Peter Bialobrzeski | Photobastei | Zürich
Okt
26
7:00 nachm.19:00

Buchvernissage | Zurich Diary - Peter Bialobrzeski | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
26. Oktober 2018

Zurich Diary
Peter Bialobrzeski


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Sechs City Diaries hat der Starfotograf und Künstler Peter Bialobrzeski bereits veröffentlicht: Cairo, Athen, Taipei, Kochi, Wolfsburg und Beirut. Und nun folgt auf Einladung der Photobastei “Zurich Diary“. Alle bisher erschienen “Diaries“ untersuchen die These, ob der Entwurf des Bildes einer Stadt gespeist aus Vorurteilen und Vorgefundenem in ein spezifisches Bild überführt werden kann. So kann Cairo nicht ohne den arabischen Frühling gelesen werden, Athen nicht ohne die Eurokrise und Wolfsburg natürlich nicht ohne VW und den Abgasskandal. Und was ist mit Zürich? Eben! Um das herauszufinden weilte Peter Bialobrzeski vom 26. Februar – 4. März 2018 auf Einladung der Photobastei in Zürich und fasste fotografisch seine Beobachtungen wie in den vorliegenden Büchern auf einer Doppelseite zusammenfassen.

(Text: Photobastei)

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Vernissage | "Laut - Stille" Fotografie - Joanna Moehr | Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen
Okt
26
7:00 nachm.19:00

Vernissage | "Laut - Stille" Fotografie - Joanna Moehr | Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen


Galerie vor der Klostermauer | St. Gallen
26. Oktober 2018
Einführung: Omar Akbarzada

“Laut - Stille” Fotografie
Joanna Moehr


Ausstellung 2018.jpg

Es gibt Orte, die sind Laut. Es gibt Orte, die sind Still. Die St. Galler Fotografin Joanna ist von beiden auf ihre Art fasziniert. Jeder Ort hat auf seine Weise eine Magie. Orte die manche Menschen oft gar nicht wahrnehmen, sie nicht sehen, sie nicht fühlen. Weil diesen Orten auf den ersten Blick das “wow” fehlt.   

In der Galerie vor der Klostermauer in St. Gallen zeigt sie eine kleine Auswahl ihrer Fotos, die in den letzten 3 Jahren in ihrer nächsten Umgebung sowie in Schottland und auf verschiedenen Strassen europäischer Städte entstanden sind.

“Laut – Stille“ lautet der Titel ihrer Ausstellung, bei welcher sie ausschliesslich Schwarz-Weiss Fotografien zeigt. “Die Menschen haben den Kopf zu voll - um zu sehen. Wenn sie gestresst durch die Natur oder durch die Strassen rennen, vor sich selbst davon, immer in Eile, weil in der heutigen Zeit alles schnell gehen muss. In einer Zeit wo man sich selbst keine Zeit mehr schenkt um die Wahrheit dahinter zu erblicken. Wenn man die Fähigkeit verliert, im Jetzt zu sein und immer noch im Vergangenen verstrickt ist oder sich bereits Gedanken oder Sorgen um das Nachher macht“, sagt die 43-jährige Künstlerin.

Daneben zeigt sie Werke aus den Serien “Chaotische Dynamik“ und “em(ocean) of Life“. Mit diesen Arbeiten zeigt sie auf, was passiert, wenn man mit der alten und simplen Vorstellung von Landschaftsbildern zu experimentieren beginnt. Wenn man diese gesetzte Vorstellung durcheinander bringt und sie komplexer, abstrakter und dramatischer macht. Wenn unsere Sichtweisen auf den Kopf gestellt werden, sie sich überlappen, und dadurch mehr und mehr ein Chaos entsteht. Wenn dieses Chaos Überhand nimmt und vielleicht sogar ausser Kontrolle gerät und eine dadurch eigene Dynamik entwickelt.

Es entsteht ein "kontrolliertes Chaos" ausgehend von einfachen, absolut kontrollierten und überschaubaren einzelnen Momentaufnahmen. Ein visualisiertes Chaos mittels Überlagerung mehrerer für sich allein genommener simpler Momente.

(Text: Joanna Moehr)

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Vernissage | Erosion | Alte Krone | Biel/Bienne
Okt
26
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Erosion | Alte Krone | Biel/Bienne


Alte Krone | Biel/Bienne
27. Oktober - 11. November 2018

Erosion
Theresia Kummer, Heini Stucki, Hannes Hübner


 Theresia Kummer

Theresia Kummer


Durch tektonische Kräfte erheben sich Gesteinsschichten zu Bergern und noch wenn sie sich heben, werden sie gleichzeitig abgebaut und durch Flüsse als Sedimente in Meeren abgelagert. Diese Sedimentschichten werden dann früher oder später wieder zu Bergen. All dies dauert natürlich Millionen von Jahren. “Alles fliesst” hat schon der Grieche Heraklit festgestellt. Die Foto zeigen einen winzigen Moment von diesen Prozessen.

(Text: Heini Stucki)

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Vernissage | Überall einsam und doch nirgends verlassen - Reto Camenisch | Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern
Okt
25
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Überall einsam und doch nirgends verlassen - Reto Camenisch | Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern

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Galerie Bernhard Bischoff & Partner | Bern
25. Oktober 2018

Überall einsam und doch nirgends verlassen
Reto Camenisch


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Auf seinen Spaziergängen in den Wäldern rund um Bantigen und Geristein fand der Künstler gut versteckt und verborgen Molasse-Sandstein. Nach dem grossen Berner Stadtbrand vom 28. April 1405 wurde eben dieser Sandstein in grossen Mengen abgebaut und für den Wiederaufbau der Stadt verwendet. Heute sind diese Abbaugebiete überwachsen mit Moosen und Flechten, doch immer wieder findet man Spuren des ehemaligen Abbaus oder in Stein gekritzelte Botschaften, Weisheiten oder Erinnerungen. So entdeckte Reto Camenisch den Titel der Ausstellung “Ueberall einsam und doch nirgends verlassen”.

Reto Camenischs (1958, Thun) Fotografien sind Resultate einer nur leicht gelenkten Suche auf den verschlungenen Pfaden des Lebens. Er versteht es eindrücklich, das Wesen einer Landschaft oder der Natur aufzuspüren und in unverkennbaren Bildern festzuhalten. Es sind Begegnungen von unmittelbarer Direktheit, Sichten in ein vertrautes, und doch erst durch den Künstlerblick zu erfahrendes Universum, ständig oszillierend vom Makro- in einen Mikrokosmos. Ob in den lieblichen Schweizer Bergen, im zerfurchten Irland oder an verträumten Stränden, stets steht die Landschaft im Zentrum – entrückt und zeitlos. Nur Natur und Zeit. So wirken denn die Bilder auch auf einer anderen Ebene. Zwar muten sie auf der einen Seite vertraut an, auf der anderen Seite haftet ihnen jedoch stets die Idee von vermeintlichen, nahezu unerreichbaren Ideallandschaften an. In ihrer Monumentalität wirken sogar kleinste Details, einzelne Steine, Blätter oder Bäume und erzählen vom Lauf der Zeit. Die Bilder werden zu Arenen von Offenheit und Raum, zum Sinnbild für ungezähmte Freiheit.

(Text: Galerie Bernhard Bischoff & Partner)

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Vernissage | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern
Okt
25
6:00 nachm.18:00

Vernissage | A Drug Free Land & Lessons from the Sidewalk - Thomas Kern

  • Galerie & Edition Stephan Witschi (Karte)
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Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
25. Oktober 2018

A Drug free Land & lessons from the Sidewalk
Thomas Kern


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Thomas Kerns Arbeit “A Drug Free Land” entsteht zwischen 2002 und 2009. Der Fotograf findet unterwegs durch den Alltag des ländlichen Amerika eindringliche Situationen. Seine Bilder verdichten das Unspektakuläre und verweisen über sich hinaus auf die Lage der Nation. Sie erzählen von der Erschütterung des Landes nach 9/11, die bis heute nachwirkt, und vom zerbrechenden American Dream. Im flüchtigen Augenblick blitzen die grossen Themen auf, Einsamkeit und Armut, Patriotismus und Rassismus, Liebe und Gewalt. 

“Lessons from the Sidewalk” handelt von Lebensgeschichten, deren Protagonisten für einmal unsichtbar bleiben. Die Stühle, die Kern auf den Strassen von Kairo antrifft, sind Zeugen und Erinnerung gewordene Objekte, an die er sich mit seiner Kamera annähert, als wären es zu porträtierende Menschen. 

Thomas Kern, geboren 1965 in Brugg, Ausbildung zum Fotografen in Zürich. Ab 1989 als freier Reportagefotograf in Krisengebieten unterwegs. 1990 Mitbegründer der Schweizer Fotoagentur Lookat Photos. 1998–2006 freischaffender Fotograf in San Francisco. 2006 und 2014 Auszeichnung mit einem Swiss Press Award. 2016 zeigt die Fotostiftung Schweiz in Winterthur seinen grossen Fotoessay über Haiti.

(Text: Barbara Liebster)

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Artist Talk | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie
Okt
24
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie


F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
24. Oktober 2018

Künstlergespräch und Book-Signing mit Andreas Herzau

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | in situ | Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel
Okt
19
zu 27. Okt.

Ausstellung | in situ | Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel


in situ | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel
19. - 27. Oktober 2018

20. Oktober 2018
Führung mit Esther Woerdehoff und Fabian Walter

Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger


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Nach vier erfolgreichen Kunstmessen mit welcher sich die photo basel während der Art Basel Woche zusehends etabliert, ist es unser Wunsch, auch unter dem Jahr mit einem hochstehenden Fotografie Programm in Basel präsent zu sein. Ziel der in situ Reihe ist es, Ihnen, liebe Besucher die Kunstfotografie näher zu bringen, den Dialog zu fördern und Basel als Fotostadt zu positionieren. Nach der erfolgreichen Lancierung der photo basel in situ Reihe im vergangenen Juni mit Magnum Fotograf Erich Hartmann, ist es uns gelungen, zwei grosse Schweizer Fotografen erstmalig unter einem Dach zu vereinen. Wir freuen uns sehr, diese kurze aber hochstehende Ausstellungmit Ihnen teilen zu dürfen und wünschen Ihnen unterhaltsame, lehrreiche und inspirierende Momente im Raum für Kunst am Heuberg 24 mit Balthasar Burkhard und Karlheinz Weinberger.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

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Vernissage | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
Okt
18
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Anzeichen der Verlässlichkeit - Beat Schweizer | Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur

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Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
18. Oktober 2018

Anzeichen der Verlässlichkeit
Beat Schweizer

 Norilsk | Russland | Mai 2018

Norilsk | Russland | Mai 2018


Wie lebt es sich in den polarnahsten Städten und Siedlungen der Welt? Und was hält die Menschen trotz scheinbar widriger Bedingungen dort? Die Thematik der Isolation beschäftigt Beat Schweizer (geboren 1982, wohnhaft in Bern) seit vielen Jahren. Auf mehreren Reisen in den äussersten Norden Russlands hat er die Morphologie abgelegener Orte fotografisch festgehalten, die Ursachen ihres Daseins und ihre Eigenheiten untersucht. Sein Langzeitprojekt präsentiert uns Formen der Existenz, die über das Anekdotische hinaus tiefe Einblicke in das Menschliche geben. In seiner dokumentarischen Praxis nähert er sich den Strukturen und Bewohnern behutsam und unmerklich. Mit seinem systematischen Blick fördert er im Einzelnen das Allgemeine und im Allgemeinen das Individuelle zutage, beweist aber auch ein waches Auge für Komik, Tragik und Absurdität – ein feines Sensorium für die "Anomalie des Alltags im nördlichsten Norden Sibiriens" (so der Untertitel der Eigenpublikationen "An der Frostgrenze", 2013). Die COALMINE zeigt Beat Schweizers dreiteiligen Werkzyklus, entstanden zwischen 2012 und 2018, erstmals umfassend und als neu edierte und produzierte Abzüge. 

Norilsk ("Michailovna hat angerufen", 2017/18)
Norilsk ist eine Stadt der Superlative: Sie ist die nördlichste Grossstadt weltweit, gelegen auf 69 Grad nördlicher Breite und gebaut auf Permafrost-Boden. Sie gilt auch als die schmutzigste Stadt der Welt. Die dort abgebauten Nickelerze verursachen Schäden an Umwelt und Gesundheit. Zusammen mit den Vorkommen auf der russischen Halbinsel Kola deckt Norilsk rund einen Viertel des Weltmarktbedarfs an diesem Rohstoff, der in diversen Legierungen und vor allem zur Erzeugung von nichtrostendem, hochbelastbarem Stahl verwendet wird. Bodenschätze und Industrie bieten mit ihren gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer städtischen Infrastruktur, die dem polaren Klima Annehmlichkeiten abtrotzt, Lebensraum für 175'000 Menschen. Gleichwohl wahrt die als Minenstadt 1935 gegründete und unter Stalin als Gulag genutzte Stadt weiterhin ihr Geheimnis: Sie ist für Ausländer geschlossen und nur mit einer Sonderbewilligung betretbar.

Eine solche erlaubte es Beat Schweizer, sich frei in der Stadt zu bewegen. Dennoch stellte eine Bekannte, eine ehemalige Polizistin bei der Flughafenpolizei, vorab mit einem Anruf sicher, dass sich die Einreise ohne Umtriebe vollzog ("Michailovna hat angerufen") – eine Anekdote, die zeigt: wo alles bürokratisch abläuft, vieles unmöglich scheint und doch alles möglich ist, sind die persönlichen Beziehungen entscheidend. Mit seiner Mittelformatkamera hat Beat Schweizer in sorgfältig komponierten Einstellungen Häuserzüge, Plätze und Naherholungsgebiete in Norilsk fotografiert. Porträts und Innenansichten führen das Spiel mit Distanz und Nähe fort und zeigen die Bewohner bei der Freizeitgestaltung, Gedenktagen oder Schönheitswettbewerben. Es entsteht das Bild eines auf sich bezogenen und sich selbst genügenden Kosmos, der seine Existenz jedoch auswärtigen Interessen verdankt und ohne Anreize und Garantien aus Moskau nicht fortbestehen könnte. Es sind solche Abhängigkeiten und ihre fragile, fragliche und fragwürdige Beständigkeit, denen der Fotograf nachspürt. Darauf bezieht sich auch der Titel der Ausstellung in der COALMINE: "Anzeichen der Verlässlichkeit". 

Dikson ("An der Frostgrenze", 2013)
Während Norilsk den Anschein urbaner Normalität wahrt, trifft dies auf Dikson, eine kleine Siedlung an der Mündung des Jenissei, auf über 73 Grad nördlicher Breite, nicht zu. Der Aussenposten der Zivilisation, der einen Eisbären im Wappen trägt und an 82 Tagen in der Polarnacht versinkt, galt in der Sowjetzeit als die nördlichste Stadt weltweit. Dann sank ihre Einwohnerzahl drastisch. Einst Angelpunkt für die Nordostpassage und die Kontrolle über die Arktisregion sowie Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen, bietet Dikson heute nur noch wenigen hundert Menschen ein Auskommen. Die Einwohner sehen sich überwiegend auf sich allein gestellt, die Provinzhauptstadt Krasnojarsk liegt 2507 Kilometer entfernt. Besucher, auch russische, benötigen generell eine Sondererlaubnis. Die verbliebenen Bewohner, die Beat Schweizer dort aufsucht hat, leben entweder als Mechaniker oder Grenzschützer, betreiben einen Einkaufsladen oder übermitteln Wetterdaten nach Moskau. Ermöglicht wird ihre Existenz durch den Staat, angeblich im Bestreben, die nördliche Aussengrenze des Mutterlands zu sichern. Wir begleiten sie bei der Arbeit oder dabei, wie sie ihre Frei- und Wartezeit verbringen, mit Jagen und Fischen, Grillen, Spielen oder Fernsehen. 

Teriberka ("Der Boiler", 2012)
Auch Teriberka, die dritte Ansiedlung, die Beat Schweizer im Rahmen seines epischen Langzeitprojekts besuchte, gelegen auf 69 Grad Nord, leidet seit dem Niedergang der Küstenfischerei unter starkem Bevölkerungsrückgang. Vor einigen Jahren jedoch kündigte der russische Konzern Gazprom riesige Investitionen mit Tausenden von Arbeitsplätzen an. Das Stockmann-Feld in der Barentsee, ein Gasvorkommen, sollte erschlossen werden. Ein Teil der Einwohner machte sich Sorgen um die Umwelt, viele andere freuten sich auf eine rosige Zukunft. Doch das Projekt wurde auf Eis gelegt, aus Kostengründen – der Schiefergasboom in den USA machte die Gasförderung in der Arktis nicht mehr konkurrenzfähig. So kämpfen die Bewohner von Teriberka weiterhin gegen das Vergessenwerden an. Wie auch andernorts führt uns Beat Schweizer mit ausgewählten Protagonisten in ihre Lebenswelt ein. So besteht die Aufgabe des Dorfheizers darin, Steinkohle in den Schlund eines Ofens zu schaufeln und das Dorf mit Wärme zu versorgen, während er seine Lebenslast und Langeweile in Schwermut und russischen Fernsehserien ertränkt. 

Beat Schweizers dreiteilige Dokumentation ist eine warmherzige Bestandsaufnahme besonderer Lebensumstände und ihrer Bewältigung. Sie registriert das Wesenhafte mit einer Nüchternheit, die immer wieder ins Poetische oder gar Fantastische mündet. Entgegen einem meist von westlichen Vorurteilen durchsetzten Blick zeichnet er ein vielschichtiges Bild der Auswirkungen von klimatischen, politischen und ökonomischen Kräften auf den postkommunistischen Raum. Auf seinen Reisen arbeitet er oft mit dem Schweizer Schriftsteller Urs Mannhart an selbstpublizierten Reportagen. Der bewusste Umgang beider Autoren mit Bild und Text und das Experimentieren mit unterschiedlichen Publikationsformen markiert eine eigenständige Positionierung im Feld einer erweiterten und selbstreflexiven dokumentarischen Praxis. 

Der Ausstellungstitel "Anzeichen der Verlässlichkeit" ist inspiriert vom Slogan "Символ надежности" ("Symbol der Verlässlichkeit"), mit dem Nornickel, der grösste Arbeitgeber in Norilsk, auf Plakaten wirbt. Die Menschen in Norilsk, aber auch in Teriberka und Dikson, verlassen sich auf das Versprechen von Staat und Arbeitgebern, dass ein Leben an diesen widrigen Orten weiterhin möglich bleibt. Die Kehrseite der Verlässlichkeit ist die Angst, keine Arbeit zu finden, sollten sie an einen anderen, südlicheren Ort ziehen wollen. Sie sind in diesem Versprechen der Verlässlichkeit gefangen. So hat der Titel durchaus eine Ambivalenz.

(Text: Sascha Renner)

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Vernissage | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Okt
18
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Äussere Unordnung - Andrzej Steinbach | Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie | Winterthur
18. Oktober 2018

Äussere Unordnung
Andrzej Steinbach


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Andrzej Steinbach wurde 1983 in Czarnkow in Polen geboren und wuchs in Karl-Marx-Stadt bzw. Chemnitz auf. Sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig absolvierte er in der Klasse für Fotografie 2013 mit dem Diplom und 2017 mit dem Meisterschülerabschluss. Aktuell lebt und arbeitet er in Berlin. Steinbach ist ausserdem Träger des Bundespreises für Kunststudierende 2017/2018. 2015 war er bereits anlässlich der Präsentation Situations #16 im Fotomuseum Winterthur präsent. Seither befinden sich sieben fotografische Arbeiten in der Sammlung des Museums. 

Die Fotografien und Objekte von Andrzej Steinbach wecken einen Geist des Widerstands, der ohne sichtbaren Gegner auftritt und sich zuerst einfach nur als ästhetische Form präsentiert. Im Licht der aktuellen Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Chemnitz, der Heimatstadt von Steinbach, erfährt die in Winterthur gezeigte Arbeit eine ungeahnte Aktualisierung. In ihrer räumlichen Konstellation erschliessen sich nach und nach Fotografie und Skulptur und eröffnen eine politische Lesart. So treffen z.B. an Demonstrationen erinnernde Werkzeuge oder Utensilien auf in Street-Style-Fashion gekleidete Models. Hoodys und Sweat Pants, Bomberjacken oder wahlweise Militärcamouflagejacken mit deutschen Flaggenaufnähern, getragen von desinteressiert oder cool vor der Kamera agierenden Jugendlichen, sind nicht selten Motive seiner Fotografien. Transportiert hier der Künstler eine Melancholie gegenüber dem Verlust der Rebellion?  

Zwei sich in der Ausstellung befindende Arbeiten seien hier kurz beschrieben: Das militante Potential einer Fotografie – sie zeigt gänzlich unprätentiöse Objekte wie einen Schallplattenspieler mit zerkratztem Plexiglasdeckel, eine Lonsdale-Jacke, Zigaretten und allerhand Krimskrams – erschliesst sich erst mit dem Wissen, dass es sich um den Plattenspieler Andreas Baaders handelt, der ihm im Gefängnis in Stammheim als Waffenversteck diente. Auf einem sich tatsächlich in der Ausstellung befindenden Plattenspieler werden die auf Vinyl aufgenommenen Namen aller Mitglieder der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion aufgezählt. Zusätzlich im Raum findet sich ein Eigenbau-Schlagstock, der für eine Demo aus einer Strebe eines Einkaufswagens der Supermarktkette "Hit" (auf Englisch Schlag) gebastelt wurde.  

Andrzej Steinbach geht es um die Frage, wie nach dem umfänglichen Siegeszug eines glatten Warenpiktorialismus Uneindeutigkeit und politischer Nonkonformismus wieder bildnerisch transportiert werden können.

(Text: Alexandra Blättler)

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Vernissage | Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger | photo basel in situ | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel
Okt
18
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger | photo basel in situ | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel


photo basel in situ | Raum für Kunst am Heuberg 24 | Basel
18. Oktober 2018

Balthasar Burkhard & Karlheinz Weinberger


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Nach vier erfolgreichen Kunstmessen mit welcher sich die photo basel während der Art Basel Woche zusehends etabliert, ist es unser Wunsch, auch unter dem Jahr mit einem hochstehenden Fotografie Programm in Basel präsent zu sein. Ziel der in situ Reihe ist es, Ihnen, liebe Besucher die Kunstfotografie näher zu bringen, den Dialog zu fördern und Basel als Fotostadt zu positionieren. Nach der erfolgreichen Lancierung der photo basel in situ Reihe im vergangenen Juni mit Magnum Fotograf Erich Hartmann, ist es uns gelungen, zwei grosse Schweizer Fotografen erstmalig unter einem Dach zu vereinen. Wir freuen uns sehr, diese kurze aber hochstehende Ausstellungmit Ihnen teilen zu dürfen und wünschen Ihnen unterhaltsame, lehrreiche und inspirierende Momente im Raum für Kunst am Heuberg 24 mit Balthasar Burkhard und Karlheinz Weinberger.

(Text: Sven Eisenhut, photo basel)

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Vernissage | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
16
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
16. Oktober 2018

Das Theater der Scheinbilder
Liu Bolin


 Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014  © Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014
© Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolins erste Museumsausstellung in der Schweiz: “Das Theater der Scheinbilder” versammelt knapp fünfzig grossformatige Fotografien und mehrere Skulpturen zu den Hauptthemen im Lebenswerk des chinesischen Künstlers: die politischen und wirtschaftlichen Strategien der chinesischen Staatsmacht, die überlieferten Traditionen sowie religiösen und kulturellen Symbole, die Widerstandsaktionen von einzelnen oder Gruppen, die Umgestaltung des Stadtraums, der Raubbau an der Natur und der Aufbau einer Hyperkonsumgesellschaft.


Première exposition muséale de Liu Bolin en Suisse, Le Théâtre des apparences rassemble près de cinquante photographies monumentales et plusieurs sculptures illustrant les grands thèmes abordés par l’artiste chinois au fil de sa carrière : les stratégies politiques et économiques du pouvoir chinois, les traditions ancestrales et les symboles religieux et culturels, les actions individuelles ou collectives de résistance, la transformation de l’environnement urbain, les dérives écologiques et la mise en place d’une société d’hyperconsommation.


The first museum exhibition in Switzerland of Liu Bolin’s work, The Theater of Appearances brings together almost fifty monumental photographs and several sculptures illustrating the main themes addressed by the Chinese artist over his career: the political and economic strategies of the Chinese government, ancestral traditions and religious and cultural symbols, individual or collective acts of resistance, the transformation of the urban environment, ecological damages and a hyper-consumerist society.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Vernissage | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
16
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
16. Oktober 2018

Ein Werk von unsäglicher Gewalt
Matthias Bruggmann


 “Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

“Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

Matthias Bruggmann wurde mit seinem Syrienprojekt Preisträger der zweiten Ausgabe des von Parmigiani Fleurier geförderten Prix Elysée. Er möchte „bei einem westlichen Publikum ein tiefgehendes Verständnis für die unfassbare Gewalt wecken, die jedem Konflikt zugrunde liegt“ und setzt darauf, nichts in seinen expliziten, brutalen Bildern zu schönen. Die vor Ort entstandenen Aufnahmen drängen den Besucher, innezuhalten und sich das Ausmass eines Konflikts vor Augen zu führen, der zwar geografisch weit entfernt, aber durch die Medien doch allgegenwärtig ist.


Matthias Bruggmann est le lauréat de la deuxième édition du Prix Elysée, grâce au soutien de Parmigiani Fleurier, pour son projet sur la Syrie. Souhaitant « susciter, chez un public occidental, une compréhension viscérale de la violence intangible qui sous-tend tout conflit », il fait le pari de ne rien voiler de ses images, explicites et brutales. Réalisées sur le terrain, elles enjoignent le spectateur de ralentir, et de prendre la mesure d’un conflit – certes géographiquement lointain, mais rendu omniprésent dans les médias.


Matthias Bruggmann is the winner of the second edition of the Prix Elysée, with the support of Parmigiani Fleurier, for his project on Syria. Hoping to "bring, to Western viewers, a visceral comprehension of the intangible violence that underlies conflict", he takes the gamble of hiding nothing in his explicit and brutal pictures. Taken in the field, they force the viewer to slow down and take stock of the war — geographically distant, admittedly, but made omnipresent by the media.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Artist Talk | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
14
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
Artist Talk | 14. Oktober 2018 | 15 Uhr
Moderation | Miryam Abebe

Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Artist Talk | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
14
11:00 vorm.11:00

Artist Talk | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
14. Oktober 2018
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Kyra Tabea Balderer im Gespräch mit Eveline Suter (Kuratorin)

Szenario
Kyra Tabea Balderer


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Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Ausstellung | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
13
zu 4. Nov.

Ausstellung | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
13. Oktober - 4. November 2018


Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Vernissage | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
12
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
Vernissage | 12. Oktober 2018 | 19 Uhr
Einführung durch Miryam Abebe

Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Vernissage | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern
Okt
12
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Szenario - Kyra Tabea Balderer | Kunstmuseum Luzern


Kunstmuseum Luzern
12. Oktober 2018
Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern

Szenario
Kyra Tabea Balderer


balderer-ohne-titel-schluesselbund.jpg

Kyra Tabea Balderer hat für Szenario eine neue Werkserie realisiert sowie einen 16-mm-Film, der den Gegensatz von Bewegung und Stillstand thematisiert. Die Künstlerin nutzt die Medien oft in ungewohnter Weise, so sind ihre Fotografien äusserst malerisch und haptisch, das Bewegungsmedium Film dagegen kommt mit einem Minimum an Aktion aus. Während sich die Kamera nahe um eine Frau dreht, blickt diese scharf in die Welt, bewegt die Hände und den Mund. Wie lange brauchen wir, um zu denken, dass die Frau einen Vogel darstellen könnte? Die Unsicherheit darüber, was wir sehen, ist auch Teil von Balderers fotografischen Arbeiten. Immer wieder fragen wir uns vor ihren Werken: Worum handelt es sich? Was ist das für eine Welt? Wie gross sind die abgebildeten Objekte? 

Aktuell beschäftigt sich Balderer in ihrer Arbeit mit den kulturellen Aspekten der Wahrnehmung. Sie sucht nach archaischen Typen und untersucht, wie viele Formen beziehungsweise Bewegungen es braucht, um ein Objekt oder ein Wesen zu erkennen. Dafür arbeitet sie mit einer Grossformat-Kamera analog auf Film. Das bedächtige Medium setzt Geduld, eine genaue Planung und Erfahrung voraus. Kyra Tabea Balderer wählt Tiefenschärfe und Fokus überaus präzise. Oft ist nur eine Stelle ganz und gar scharf, ein Pinselstrich, der aus dem Dunklen aufleuchtet oder die Schnittkante einer Folie. Im restlichen Bild lösen sich die Ränder der Formen mehr oder weniger in Unschärfe auf. Tiefe entsteht zudem durch den Einsatz von Spiegeln und vor allem durch die exakte Lichtführung, die die Schatten zu wichtigen Akteuren im Bild werden lässt. 

Vor Balderers Linse kommen ausschliesslich selbst konstruierte Objekte aus Karton, Holz, Spiegel oder anderen einfachen Materialien, die sie mehr oder weniger bunt bemalt. Teilweise erinnern diese Gebilde an bekannte Dinge, beispielsweise Möbel, Blätter oder Artefakte, teilweise sind nur noch abstrakte Formen zu erkennen, die zwischen organisch und konstruktiv changieren. Dabei legt Balderer ihre Konstruktionen offen, beispielsweise die stabilisierenden Stege an den Palmblättern aus Karton, oder ein Befestigungsfaden wird selbst zum Bildelement. Die Künstlerin inszeniert kleine Welten mit eigenen Gesetzen, Grössenverhältnissen und Farbstimmungen. 

Inspiration erhält Balderer durch Nebensächlichkeiten im Stadtraum: Ein All-over aus Blättern, ein Gitter oder ein zufällig entstandenes grafisches Muster. Auch Kunstgeschichte-Bücher dienen der Künstlerin als Bilder-Fundus, wobei sie ein spezielles Interesse für Aufnahmen von Skulpturen und Artefakten hat. Kyra Tabea Balderer verbindet in ihrer Arbeit auf raffinierte Art und Weise Plastik, Malerei und Fotografie, im Einzelbild ebenso wie in der installativen Präsentation. Die Künstlerin nutzt kräftige Farben als Hintergründe für ihre Werke und spielt mit der Platzierung der Bilder. In der Ausstellung verweisen zwei pavillonartige Architekturen auf den Titel Szenario wie auf die Struktur eines englischen Gartens. Der Ausstellungsraum verwandelt sich so beinah in eines ihrer Bilder, in das Besucherinnen und Besucher eintauchen können.

(Text: Eveline Suter

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Lugano Photo Days | Fotografi contro i crimini sugli animali | Ex Macello
Okt
12
zu 21. Okt.

Lugano Photo Days | Fotografi contro i crimini sugli animali | Ex Macello


Lugano Photo Days | Ex Macello
12. - 21. Oktober 2018

Fotografi contro i crimini sugli animali


 Blindfold Rhino | Neil Aldridge

Blindfold Rhino | Neil Aldridge


L’arte è espressione, e una forte espressione può influire sul cambiamento. La fotografia in particolare ha questo potere. Infatti, senza alcune fotografie di questo progetto, molte storie di crimini contro gli animali non avrebbero ricevuto visibilità. La maggior parte delle persone non dimentica un’immagine veramente potente, indipendentemente se sono colpiti da un momento scioccante di pura realtà o attirati da una composizione tenera e compassionevole.

I fotografi che hanno contribuito con le loro immagini stimolanti per questo progetto hanno diversi stili e abilità. Alcuni si propongono di evidenziare l’ingiustizia attraverso l’arte della dichiarazione, creando immagini indimenticabili attraverso la loro forza – la furia espressa magnificamente. Altri prendono la bellezza membrata e la reincarnano in un accordo inquietante, trasformando le prove in arte. Oppure utilizzano l’iconografia dell’arte classica per dare alle loro composizioni la risonanza umana, facendo eco ad una crocifissione, ad un letto di morte o al bottino di guerra.

I fotogiornalisti tra di loro hanno deciso di mostrare i crimini internazionali sugli animali attraverso una narrazione visiva, proprio come farebbe un giornalista di guerra, con una serie di immagini emotivamente potenti, ognuna accuratamente ripresa e pianificata, ciascuna incapsulando una diversa prospettiva della storia.

Poi ci sono gli appassionati fotografi naturalisti che iniziano coprendo una storia sulla vita dei loro soggetti preferiti e si trovano ad essere testimoni di un’altra storia e le loro fotografie diventano testimonianze di crimini o ingiustizie.

L’intenzione di altri fotografi naturalisti è semplicemente quella di trasmettere l’empatia che hanno per i loro soggetti e a farcene preoccupare allo stesso modo, così che proviamo una profonda rabbia per le cose crudeli che possono essere inflitte su creature senzienti.

Per realizzare immagini di questa qualità, scattando fotografie che sono più che casuali e che rimarranno potenti anche dopo averle guardate più volte, serve conoscenza, abilità e maestria. Questo normalmente succede dopo anni sul campo e acquisendo un’alfabetizzazione visiva. Queste immagini richiedono sia tempo per essere realizzate sia l’occhio di un artista. Sono immagini di spicco di grande valore. Non sorprende che molte abbiano vinto importanti premi.

Tutte le fotografie coinvolgono persone in qualche modo. Magari non mostrano crimini in un senso strettamente legale, ma rivelano la crudeltà e l’ignoranza o le tragedie dell’estinzione degli animali che, a lungo andare, influenzerà anche il nostro stesso benessere. In contrapposizione alle immagini di crudele indifferenza, molti ritraggono i teneri momenti di umanità. Ma tutto è collegato con noi. Colpiscono la nostra compassione e ci spingono a protestare contro l’inazione o al rifiuto politico.

Questa è la forza della fotografia. E creando una galleria con questo progetto, lo scopo dei fotografi è di amplificare la potenza con il grido “Fotografi contro i crimini sugli animali!”


Art is expression – and powerful expression can effect change. Photography in particular has this power. Indeed, without some of the photographs in this project, many wildlife crime stories would not have been given exposure. Most people never forget a truly powerful picture, whether they are transfixed by a shocking moment of raw reality or drawn in by a tender, compassionate composition.

The photographers who have contributed their thought-provoking images for this project have different styles and skills. Some set out to highlight injustice through statement art, creating images that are unforgettable through their power – fury expressed beautifully. Others take dismembered beauty and reincarnate it in a haunting arrangement, turning evidence into art. Or they use the iconography of classical art to give their compositions human resonance, echoing a crucifixion, a deathbed repose or the spoils of war.

The photojournalists among them have set out to cover international wildlife crime through a visual narrative, much as a war journalist would, with a series of emotionally powerful images, each skillfully shot and planned, each encapsulating a different angle of the story.

Then there are the passionate wildlife photographers who begin by covering one story about the life of their subject and find themselves witness to another story and their photographs testimonies to crimes or injustices.

The intention of yet other wildlife photographers is purely to convey the empathy they have with their subjects and move us to care in the same way – so that we feel real motivating anger that anything cruel could be done to such sentient creatures.

To execute images of this quality, to shoot pictures that are more than chance records and that will remain powerful however many times they are looked at, takes knowledge, skill and artistry. And that usually comes from years in the field and the acquisition of visual literacy. These images take both time to achieve and an artist’s eye. They are stand-out pictures of true value. Not surprisingly, many of them have won major awards.

All the pictures involve people in some way. They may not record crimes in a strictly legal sense, but they reveal cruelty and ignorance or wildlife-extinction tragedies that, in the long run, are likely to affect our own wellbeing. As a contrast to the scenes of cruel indifference, many portray the tender moments of human care. But all make a connection with us. They engage our compassion and prompt us to speak out against inaction or political denial. That’s the power of photography. And by creating a gallery in this project, the photographers’ aim is to magnify that power through the cry “Photographers Against Wildlife Crime!”

(Text: Roz Kidman Cox)

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