Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien
Sep
10
zu 31. Jan.

Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
10. September 2018 - 31. Januar 2019

Handmade IV
Daniel Spoerri | Gabriela Morawetz | Ellen Korth | Regina Anzenberger | Stella Bach | Julia Borissova | Rob McDonald | Jessa Fairbrother | Rita Maas | Minyo Szert | Heather F. Wetzel


Native Grounds | Regina Anzenberger

Native Grounds | Regina Anzenberger


Die vierte Ausgabe der Ausstellung Handmade zeigt Arbeiten, die Handwerk, Technik und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinwegsetzen. Durch unterschiedliche Methoden werden greifbare, stoffliche und handgearbeitete Werke geschaffen, die einen Gegensatz zur heutigen virtuellen und digitalen Fotografie bilden oder diese weiterführen.

Mit zwei von Daniel Spoerris berühmten Assemblagen, den Fallenbildern, in denen er Kameras, Objektive, Filter, Geweihe und einen ausgestopften Vogel miteinbezieht, wird die Fotografie als Abgesang auf das Analoge thematisiert. 

Jessa Fairbrother durchsticht und bestickt ihre Fotografien. Ihr Motiv ist immer wieder sie selbst als Portrait oder Akt.

Ellen Korth fotografierte für ihre Serie Fabric of Time alte Unterwäsche und Unterröcke, die sie in den Schränken einer Burg in den Niederlanden fand. Gedruckt auf hauchdünnem, japanischem Fotopapier, ist jeder einzelne Print ein Unikat.

Gabriela Morawetz stülpt über ihre auf Holz kaschierten runden Fotografien eine Hülle mit bedruckten Konvexglas, und schafft mit Steinen dazwischen noch eine dritte Dimension. Ihr Universum entwickelt sich mit der Zeit des Produzierens und Reproduzierens rätselhafter Installationen, die von Mysterien gefolgt, dem Betrachter die ästhetische Wahrnehmung entlocken, so wie den Wunsch einer Vorahnung entfachen.

Regina Anzenberger zeigt mit Native Grounds Instants, die sie mit Zeichnung, Malerei, Text und Fundstücken erweitert. Ihr Thema ist die Wildnis und die Formen der Natur. 

Die amerikanische Künstlerin Rita Maas hat in den Neunziger Jahren als Food-Fotografin gearbeitet. Als sie in ihrer Garage die alten von der Umwelt veränderten Dias findet, beschließt sie, diese zu neuen Kunstwerken zu erwecken. Auf Büttenpapier gedruckt wirken sie wie bunte Aquarellmalerei. Kaum etwas lässt die ehemalig festgehaltenen Gerichte in ihrer Serie 20th Century Plastics erahnen.

Nach dem Tod des Malers Cy Twombly begab sich sein Freund, der Fotograf Rob McDonald ein letztes Mal in sein Atelier. In seiner Arbeit STUDIO dokumentiert er die Farbreste an den Wänden und übermalt sie dann selbst. Es ist McDonalds erste transformative Fotoarbeit. 

Was auf Minyo Szerts Bildern wie Malerei anmutet, ist pure analoge Fotografie. Die Bilder, die er in seinen Performances auch mit seiner Fahrradlampe belichtet, handeln vom Alltag wie der winterlichen Schlittenfahrt, Innenräumen, seinem Hund, und oft von seinem geliebten Fahrrad.  

Heather F. Wetzel verbindet den alten fotografischen Nassplattenprozess, den man früher hauptsächlich auf Glasplatten anwendete, mit einem modernen Produkt unserer Konsumgesellschaft. Sie verwendet recycelte Dosendeckel, um darauf Eindrücke aus der Natur und Pflanzenwelt festzuhalten.

Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Zudem gibt es in der Ausstellung auch einige ganz besondere, handgemachte Foto- und Künstlerbücher am Tisch und an der Wand installiert. Stella Bachs Buch ‚L’Escuela de Corazon’ (Erziehung des Herzens) ist ein Einzelstück und erzählt in den Grundfarben rot, blau und gelb korrespondierend zu Gefühlen, Reflektionen und Handlungen. Das Buch ist inspiriert von Gustav Flauberts ‚L’education sentimentale’. Ihr Album einer Island Reise vermischt die tatsächlich erlebten Eindrücke mit einer angedeuteten fiktiven Geschichte.

Die russische Fotokünstlerin Julia Borissova wurde für ihr Buch Let me fall again von einem der ersten Ballonfahrer, dem Amerikaner Charles Leroux, inspiriert. Im Alter von 32 Jahren kam er bei einem Fallschirmsprung in Tallinn ums Leben. Das Buch ist mit der Technik der Origami Kunst kombiniert. Die Faltkunst vergleicht die Künstlerin mit der Präzision des Packens eines Fallschirms, damit sich der Schirm öffnet.

(Text: Anzenberger Gallery)

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Ausstellung | Stillleben | Kunst Haus Wien
Sep
13
zu 17. Feb.

Ausstellung | Stillleben | Kunst Haus Wien


Kunst Haus Wien
13. September 2018 - 17. Februar 2019

Stillleben

Ketuta Alexi-Meskhishvili, Dirk Braeckman, Moyra Davey, Tacita Dean, Gerald Domenig, Harun Farocki, Hans-Peter Feldmann, Manuel Gorkiewicz, Jan Groover, Matthias Herrmann, David Hockney, Leo Kandl, Annette Kelm, Elad Lassry, Zoe Leonard, Laura Letinsky, Sharon Lockhart, Anja Manfredi, Barbara Probst, Ugo Rondinone, Lucie Stahl, Andrzej Steinbach, Ingeborg Strobl, James Welling, Christopher Williams, Andrea Witzmann


David Hockney, Roses for Mother, 1995 © David Hockney. Courtesy Galerie Kaess-Weiss, Albstadt

David Hockney, Roses for Mother, 1995
© David Hockney. Courtesy Galerie Kaess-Weiss, Albstadt

Sind banale Objekte unserer Konsumwelt gleichzusetzen mit den opulent arrangierten Früchten, Blumen oder anderen Vanitas-Motiven, wie wir sie aus den malerischen Stillleben alter Meister kennen? Worauf beruht die 400 Jahre andauernde Faszination für das Genre und warum entdecken gerade jetzt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit dem Medium der Fotografie das Stillleben für sich neu? Was sagen Stillleben heute über unsere Gewohnheiten und Existenzen aus?

Die große fotografische Themenausstellung zeigt mit einer Auswahl internationaler und österreichischer Positionen historische Entwicklungslinien auf – von Jan Groover über Christopher Williams und Leo Kandl bis hin zu Harun Farocki –, die zu der aktuell greifbaren radikalen Neubefragung des Genres als neues Experimentierfeld für künstlerischen Ausdruck geführt haben. Vor allem präsentiert die Ausstellung eine jüngere Generation an Künstlerinnen und Künstlern, die unsere „Gegenwart“ in ihren Bildern spiegeln. Sie tun das, indem sie die uns umgebende Ding-Welt mit ihren Absonderlichkeiten, ihrer Schön- und Hässlichkeit präzise wahrnehmen und untersuchen. Die einen kombinieren High-End-Konsumprodukte offensiv mit Müll und Trash. Andere fokussieren gerade auf die übersehenen Dinge – Objektwelten, die in oft eigenwilliger Schönheit als Spuren unseres täglichen Lebens fungieren und auf die zu blicken sich gerade deshalb lohnt. In dieser Verlangsamung des Sehens schaffen die neuen Stillleben einen Gegenpol zu den überbordenden digitalen Bilderfluten unserer Zeit und zugleich Räume, in denen die Dinge unseres Alltags auf neue, uns unvertraute Weisen sichtbar werden.

(Text: Kunst Haus Wien)

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Ausstellung | Wettlauf mit China - Walter Bosshard/Robert Capa | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Sep
22
zu 10. Feb.

Ausstellung | Wettlauf mit China - Walter Bosshard/Robert Capa | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
22. September 2018 - 10. Februar 2019

Wettlauf um China
Walter Bosshard/Robert Capa


Walter Bosshard: Song Meiling, die einflussreiche Gattin von Tschiang Kai-shek, Hankou, 1938 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard: Song Meiling, die einflussreiche Gattin von Tschiang Kai-shek, Hankou, 1938 © Fotostiftung Schweiz / Archiv für Zeitgeschichte

Walter Bosshard (1892–1975) ist der erste Schweizer Fotojournalist, der mit seinen Reportagen international berühmt wurde. Schon um 1930 erreichten seine Bildberichte ein Millionenpublikum. Ab 1931 konzentrierte sich Bosshard auf China: Fotografierend und schreibend verfolgte er den verheerenden Krieg mit Japan und den Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten, er widmete sich aber auch dem Alltag und dem Leben auf der Strasse. Die Ausstellung der Fotostiftung Schweiz präsentiert neben Klassikern auch viele unbekannte Fotografien, die erst in jüngster Zeit zum Vorschein gekommen sind. Diese werden den China-Bildern des Starreporters Robert Capa gegenübergestellt – Capa arbeitete an denselben Orten wie sein Freund Walter Bosshard und wetteiferte mit ihm um Auftritte in der Zeitschrift Life.

(Text: Fotostiftung Schweiz)

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Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie | Zürich
Sep
29
zu 23. Feb.

Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie | Zürich

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Christophe Guye Galerie | Zürich
28. September - 23. Februar 2019

Water Mirror
Risaku Suzuki


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"Ich sehe die Wasseroberfläche als ein faszinierendes Motiv, um über die Unmöglichkeit des Sehens nachzudenken, ohne sich auf Erfahrung zu verlassen."

Risaku Suzuki

"Water Mirror" ist eine Verdichtung dessen, was Suzukis Fotografie so reizvoll macht: seine tiefgründigen Überlegungen zum Thema Fotografie selbst und die ständige Infragestellung dessen, was es heisst, "zu schauen". Die Serie "Water Mirror" zeigt explizit die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Ursprüngen der Repräsentation und den Prinzipien des fotografischen Mediums, die in den drei Jahren, in denen er die Bilder aufgenommen hat, immer tiefer werden.

Wie bei einem Spiegel werden die Bäume im Wasser eingefangen, das sie reflektiert. Im Wasser, einer Substanz, die schwerer als Luft ist, sind die Blätter in völliger Echtheit dargestellt, was es unmöglich macht, die Reflexionen von den tatsächlich im Boden und in der Luft stehenden Bäumen zu unterscheiden.

Das Ergebnis ist eine mimetische Darstellung, die nur innerhalb der Fotografien existiert. Diese Szenen wären ohne den Eingriff der Kamera und des Objektivs nicht möglich. In ihrer Präsentation vertauscht Suzuki nonchalant die Positionen von Luft und Wasser, indem sie die vertikale Ausrichtung der Fotografien verändert. Manchmal zeigt er ausschliesslich das Spiegelbild. Wir spüren eine leichte Fremdheit und überprüfen die Fotografie noch einmal. Bei dem Versuch, festzustellen, ob es sich dabei um Bäume oder deren Spiegelung handelt, stellen wir fest, dass die Fotografie selbst ein reflektiertes Bild ist. Das Betrachten einer Fotografie und das Betrachten eines Wasserspiegels werden zu Teilen eines verschachtelten visuellen Erlebnisses.

Da die Methodik von "Water Mirror" aus dem Produktionsprozess der Fotografie heraus entwickelt wurde und auch in dieser Form entstanden ist, sind die Arbeiten selbst zu einer eigenwilligen fotografischen Theorie geworden. Mit seinen üppigen, nachdenklichen Bildern lädt ‘Water Mirror’ zu einer faszinierenden Wahrnehmungsreise ein und wird wohl zu einem der repräsentativsten Werke Suzukis.

(Text: Christophe Guye Galerie)

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Ausstellung | Paparazzi alle Gallerie d'Italia | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Okt
6
zu 3. Feb.

Ausstellung | Paparazzi alle Gallerie d'Italia | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera – Centro Italiano per la Fotografia | Torino
6. Oktober 2018 - 3. Februar 2019

Paparazzi alle Gallerie d’Italia


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Apre il 6 ottobre 2018 alle Gallerie d’Italia – Palazzo Leoni Montanari, sede museale di Intesa Sanpaolo a Vicenza, la mostra Paparazzi. Fotografi e divi dalla Dolce Vita ad oggi, realizzata da Intesa Sanpaolo in collaborazione con CAMERA – Centro Italiano per la Fotografia.

La mostra è curata da Walter Guadagnini, direttore di CAMERA, e Francesco Zanot, curatore.

L’esposizione ha un doppio e spesso sovrapponibile focus: quello sul mondo dei paparazzi, il mondo del fotogiornalismo sulle celebrità o, con accezione meno positiva, di “ladri di immagini”, e quello dei protagonisti del mondo dello spettacolo, colti nei lori momenti privati. Sono personaggi inizialmente appartenenti al mondo dello show business, più di recente della moda e della politica, famosi o resi famosi in quanto bersaglio e obiettivo dei paparazzi stessi, in un costante rapporto di odio/amore fra celebrità e i loro “ritrattisti”.

La mostra è stata presentata in Italia a Torino, dal 13 settembre al 7 gennaio 2018 a CAMERA, riscontrando un grandissimo successo di pubblico nazionale e internazionale.

 

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Ausstellung | Helen Levitt | Albertina | Wien
Okt
12
zu 27. Jan.

Ausstellung | Helen Levitt | Albertina | Wien


Albertina | Wien
12. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Helen Levitt


Helen Levitt | New York, 1945 | Silbergelatinepapier Albertina, Wien. Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Film Documents LLC / Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Helen Levitt | New York, 1945 | Silbergelatinepapier
Albertina, Wien. Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Film Documents LLC / Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Helen Levitt (1913–2009) ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der Street-Photography. Als leidenschaftliche Beobachterin und Chronistin des New Yorker Straßenlebens fotografiert sie ab den 1930er-Jahren die Bewohner_innen der armen Stadtviertel, wie etwa Lower East Side, Bronx und Harlem. Mit einem Blick für surreale und ironische Details hält sie über viele Jahrzehnte die Menschen in dynamischen Kompositionen fest: Spielende Kinder, posierende Passant_innen und diskutierende Paare. Ihre unsentimentale Bildsprache eröffnet ein humorvolles und theatralisches Schauspiel abseits moralischer und sozial-dokumentarischer Klischees.

Die ALBERTINA widmet der amerikanischen Fotografin eine Retrospektive und führt rund 130 ihrer ikonischen Werke zusammen. Vertreten sind Werke von ihren frühen vom Surrealismus beeinflussten Fotografien von Kreidezeichnungen, über ihre 1941 entstandenen Aufnahmen aus Mexiko bis hin zu den 1938 von Walker Evans angeregten, heimlich aufgenommenen Porträts von Passagieren in der New Yorker U-Bahn.

Revolutionär ist Helen Levitt auch in ihrer Farbfotografie. Bereits 1959 etabliert sie Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel und zählt somit zu den frühesten Vertretern der New Color Photography. Levitt war 1974 die erste Farbfotografin, die im Museum of Modern Art eine Ausstellung erhielt.


Helen Levitt (1913–2009) numbers among the foremost exponents of street photography. It was in the 1930s that this passionate observer and chronicler of New York street life first began taking pictures of the inhabitants of poorer neighborhoods such as the Lower East Side, the Bronx, and Harlem. And with her eye for the surreal and for ironic details, she was to spend many further decades immortalizing everyday people in dynamic compositions: children at play, passersby striking a pose, couples conversing. Levitt’s unsentimental pictorial language gives rise to a humorous and theatrical pageant situated beyond any moral or social documentary clichés.

The ALBERTINA is featuring this American photographer in a retrospective that brings together around 130 of her iconic works. These range from her early, surrealism-influenced photographs of chalk drawings to her 1941 photos from Mexico and the clandestinely shot portraits of New York subway passengers that Walker Evans encouraged her to do in 1938.

Helen Levitt was also a revolutionary in her color photographs. As early as 1959, she began working in color as a means of artistic expression, thus numbering among the earliest representatives of New Color Photography. And in 1974, Levitt became the first color photographer to be given an exhibition by New York’s Museum of Modern Art.

(Text: Albertina Wien)

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Ausstellung | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
17
zu 27. Jan.

Ausstellung | Das Theater der Scheinbilder - Liu Bolin | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Das Theater der Scheinbilder
Liu Bolin


Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014  © Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolin, Your World, aus der Serie „Hiding in the City“, 2014
© Liu Bolin / Courtesy Galerie Paris-Beijing

Liu Bolins erste Museumsausstellung in der Schweiz: “Das Theater der Scheinbilder” versammelt knapp fünfzig grossformatige Fotografien und mehrere Skulpturen zu den Hauptthemen im Lebenswerk des chinesischen Künstlers: die politischen und wirtschaftlichen Strategien der chinesischen Staatsmacht, die überlieferten Traditionen sowie religiösen und kulturellen Symbole, die Widerstandsaktionen von einzelnen oder Gruppen, die Umgestaltung des Stadtraums, der Raubbau an der Natur und der Aufbau einer Hyperkonsumgesellschaft.


Première exposition muséale de Liu Bolin en Suisse, Le Théâtre des apparences rassemble près de cinquante photographies monumentales et plusieurs sculptures illustrant les grands thèmes abordés par l’artiste chinois au fil de sa carrière : les stratégies politiques et économiques du pouvoir chinois, les traditions ancestrales et les symboles religieux et culturels, les actions individuelles ou collectives de résistance, la transformation de l’environnement urbain, les dérives écologiques et la mise en place d’une société d’hyperconsommation.


The first museum exhibition in Switzerland of Liu Bolin’s work, The Theater of Appearances brings together almost fifty monumental photographs and several sculptures illustrating the main themes addressed by the Chinese artist over his career: the political and economic strategies of the Chinese government, ancestral traditions and religious and cultural symbols, individual or collective acts of resistance, the transformation of the urban environment, ecological damages and a hyper-consumerist society.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Ausstellung | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne
Okt
17
zu 27. Jan.

Ausstellung | Ein Werk von unsäglicher Gewalt - Matthias Bruggmann | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. Oktober 2018 - 27. Januar 2019

Ein Werk von unsäglicher Gewalt
Matthias Bruggmann


“Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

“Zwei Männer beweinen den Tod ihres Bruders, der von einer Armeegranate enthauptet wurde. Die Angst vor Bombenangriffen war so gross geworden, dass die Familien keine öffentlichen Beerdigungen mehr veranstalteten.“ Matthias

Matthias Bruggmann wurde mit seinem Syrienprojekt Preisträger der zweiten Ausgabe des von Parmigiani Fleurier geförderten Prix Elysée. Er möchte „bei einem westlichen Publikum ein tiefgehendes Verständnis für die unfassbare Gewalt wecken, die jedem Konflikt zugrunde liegt“ und setzt darauf, nichts in seinen expliziten, brutalen Bildern zu schönen. Die vor Ort entstandenen Aufnahmen drängen den Besucher, innezuhalten und sich das Ausmass eines Konflikts vor Augen zu führen, der zwar geografisch weit entfernt, aber durch die Medien doch allgegenwärtig ist.


Matthias Bruggmann est le lauréat de la deuxième édition du Prix Elysée, grâce au soutien de Parmigiani Fleurier, pour son projet sur la Syrie. Souhaitant « susciter, chez un public occidental, une compréhension viscérale de la violence intangible qui sous-tend tout conflit », il fait le pari de ne rien voiler de ses images, explicites et brutales. Réalisées sur le terrain, elles enjoignent le spectateur de ralentir, et de prendre la mesure d’un conflit – certes géographiquement lointain, mais rendu omniprésent dans les médias.


Matthias Bruggmann is the winner of the second edition of the Prix Elysée, with the support of Parmigiani Fleurier, for his project on Syria. Hoping to "bring, to Western viewers, a visceral comprehension of the intangible violence that underlies conflict", he takes the gamble of hiding nothing in his explicit and brutal pictures. Taken in the field, they force the viewer to slow down and take stock of the war — geographically distant, admittedly, but made omnipresent by the media.

(Pressetext: Musée d’Elysée)



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Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur
Okt
20
zu 10. Feb.

Ausstellung | 25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben | Fotomuseum | Winterthur

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Fotomuseum | Winterthur
20. Oktober 2018 - 10. Februar 2019

25 Jahre! Gemeinsam Geschichte(n) schreiben


Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers

Max Pinckers, Supplementing the Pause with a Distraction, aus der Serie The Fourth Wall, 2012 © 2012 Max Pinckers


Das 25-jährige Jubiläum des Fotomuseum Winterthur steht im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung: Für die Jubiläumsausstellung Gemeinsam Geschichte(n) schreiben wurden Weggefährt_innen aus der Zeit der Entstehung des Museums bis heute eingeladen, ein Lieblingsstück aus der Sammlung des Hauses auszuwählen. Die Direktorin Nadine Wietlisbach fügt der Auswahl weitere Werke des Bestandes hinzu und öffnet damit den Blick in die Zukunft des Museums. 

In der begleitenden Publikation erläutern die 25 Weggefährt_innen aus dem nationalen und internationalen Umfeld ihre Wahl und verknüpfen sie jeweils mit ihrer persönlichen Beziehung zum Museum. In den kurzen Essays und Gesprächen lässt sich anekdotisch die Entwicklung des Hauses nachverfolgen. So nimmt uns beispielsweise der Ausstellungsmacher und Kulturunternehmer Martin Heller über den Fotografen Nicolas Faure in die Gründungszeit des Museums mit: Gemeinsam mit Urs Stahel entwickelte er 1990 am Museum für Gestaltung die Ausstellung Wichtige Bilder, in der Faure vertreten war. Für die Kuratorin Melanie Bühler steht Bruno Zhu für eine junge Generation postfotografischer Kunstschaffender, denen das Fotomuseum programmatisch eine Plattform bietet. Und Michael Ringier, ehemaliger Stiftungsratspräsident des Fotomuseums, vergleicht die Sprungkraft der Bälle in John Baldessaris Serie Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of Thirty-Six Attempts) (1973) mit jener des Museums.  

Die Auswahl von Nadine Wietlisbach verweist einerseits auf weitere bedeutende Ausstellungen in der Geschichte des Museums wie Darkside I – Fotografische Begierde und fotografierte Sexualität (2008), in der Hannah Collins vertreten war. Andererseits stehen Werke wie die von Guadalupe Ruiz, Diana Tamane und Jeff Weber für das Engagement des Fotomuseums, durch Ankäufe eine jüngere Generation in den Fokus zu rücken. Nicht zuletzt ist auch die Auswahl Nadine Wietlisbachs persönlich geprägt und beinhaltet Arbeiten von Künstler_innen, die für ihre kuratorische Arbeit wichtig sind: Sturtevant und Sherrie Levine prägten ihre Liebe zur Konzeptkunst, Pipilotti Rist, Valie Export und Hannah Villiger veranschaulichten ihr, wie eine eigensinnige künstlerische Praxis aussehen kann. Die grossen Serien von Bruno Serralongue (Calais, 2016) und Max Pinckers (The Fourth Wall, 2012) sind für sie mit bedachten und sorgfältigen Kompositionen leuchtende Beispiele dokumentarischer Geschichtenerzähler, die eine Wahrheit abbilden, ohne dabei den Anspruch auf Autarkie zu erheben.  

Mit der Jubiläumsausstellung wird ein breiter Einblick in die Sammlung des Fotomuseums gegeben. Das Sammeln von zeitgenössischer Fotografie bildet seit der Gründung des Hauses 1993 einen wichtigen Aspekt der Museumsaktivitäten. Durch Ankäufe, grosszügige Schenkungen und Dauerleihgaben von privaten Förderern und Stiftungen konnten bis heute rund 8’000 fotografische Objekte in den Bestand eingehen. Ein Grossteil der Sammlung dokumentiert das Ausstellungsprogramm und bildet auf diese Weise ein physisches Archiv von internationalen Werken und Werkgruppen ab 1960 bis in die unmittelbare Gegenwart.  

Mit Werken von: John Baldessari, Lewis Baltz, Becky Beasley, Besma Ben Said, Suky Best, Daniele Buetti, Hannah Collins, Antje Dorn, ETH Zurich Urban-Think Tank, Jan Paul Evers, Valie Export, Nicolas Faure, Hal Fischer, Seiichi Furuya, Thomas Galler, Luigi Ghirri, Nan Goldin, Paul Graham, Tina Hage, Roni Horn, David Horvitz, Peter Hujar, Graciela Iturbide, Paul Albert Leitner, Sherrie Levine, Gordon Matta-Clark, Boris Mikhailov, Mark Morrisroe, Kristina Ollek, Onorato & Krebs, Hirsch Perlman, Walter Pfeiffer, Peter Piller, Max Pinckers, Pipilotti Rist, Guadalupe Ruiz, Adrian Sauer, Bruno Serralongue, Fazal Sheikh, Dayanita Singh, Alec Soth, Joel Sternfeld, Christer Strömholm, Sturtevant, Diana Tamane, Shōmei Tōmatsu, Bertien van Manen, Hannah Villiger, Jeff Weber, Christopher Williams und Bruno Zhu 

Ausgewählt von: Laia Abril, Emma Bowkett, Melanie Bühler, Beate Eckhardt, Patrick Frey, Marta Gili, Martin Heller, Rainer Iglar, Nicole Kurmann, Zoe Leonard, Irene de Mendoza, Yann Mingard, Andreas Reinhart, Michael Ringier, Esther Ruelfs, Gudrun Ruetz, Wilhelm Schürmann, Aveek Sen, Shirana Shahbazi, Dorothea Strauss, David Streiff, Jan Wenzel, Trix Wetter, Francesco Zanot, Mara Züst und Nadine Wietlisbach

(Text: Fotomuseum)

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Ausstellung | Flowers for Lisa II - Abelardo Morell  Edwynn Houk Gallery | Nes York
Nov
1
zu 26. Jan.

Ausstellung | Flowers for Lisa II - Abelardo Morell Edwynn Houk Gallery | Nes York


Edwynn Houk Gallery | New York
1. November 2018 - 26. Januar 2019

Flowers for Lisa II
Abelardo Morell


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Edwynn Houk Gallery is pleased to present an exhibition of thirteen large-scale photographs by Abelardo Morell (American, b. Cuba, 1948), from his series Flowers for Lisa.  The exhibition marks a culmination of the series, originally debuted by the gallery in 2017, and will feature a selection of never-before-seen photographs in which Morell delves deeper into his experimentation of variations on floral still lifes.  The artist will be present at the opening reception on November 1st from 6-8pm.

Titled after Morell's wife of over 40 years, Lisa McElaney, Flowers for Lisa evolved from the artist’s quest for a birthday gift that would endure beyond the brief lifespan of the bouquets Lisa was accustomed to receiving, and impress her with its bold, lasting visual impact.  The process of creating this initial work for his wife spurred an intensive investigation into the theme over the next several years, resulting in a series of over seventy examples that span a range of influences and improvisational techniques, and “serve an emotional impulse to show my dedication to the woman with whom I share my life.”

Excited by the prospect of exploring this subject matter, he embraced the challenge of engaging with the longstanding tradition of depicting floral arrangements in still lifes from a fresh perspective—inspired by Jan Brueghel, Giorgio Morandi, Edouard Manet, Georgia O'Keeffe, and Irving Penn, among others.

Working primarily within his studio, Morell incorporated the techniques of painters, sculptors, print-makers and photographers to expand the notion of what a floral still life, and indeed what a photograph itself, could be. The images in this exhibition are imbued with recognizable art historical and cultural references—Van Gogh’s sunflowers, Piero della Francesca’s portrait of the Duke and Duchess d’Urbino, Surrealist trompe-l'œil imagery, and films such as Douglas Sirk’s All that Heaven Allows and Hitchcock’s Vertigo.  Yet, some works are also autobiographical, reflecting Morell’s relationship with his wife and her importance in his life and artistic practice.  “While the subject of my work may be flowers, the photographs are also pictures about perspective, love, jealousy, hate, geometry, sex, life, the passage of time, and death,” says Morell.

Abelardo Morell holds an MFA from Yale University and a BA and honorary doctorate from Bowdoin College. He also received an honorary doctorate from Lesley University in 2014. In 1993, he was awarded a Guggenheim Fellowship. Until 2010, he was a full-time professor of photography at Massachusetts College of Art, where he continues to work with graduate students. Morell was the recipient of the International Center of Photography’s Infinity Award in 2011. In 2013, he was the subject of a retrospective entitled, “The Universe Next Door,” organized by the Art Institute of Chicago, which traveled to the Getty Museum in Los Angeles, and the High Museum in Atlanta. Morell’s work was featured in group exhibitions at the Morgan Library & Museum, New York in 2017 and at the Museum of Fine Arts, Boston and the Denver Art Museum in 2018.  His work is in numerous private and public collections, including the Art Institute of Chicago, the Fondation Cartier, Paris, the Metropolitan Museum of Art, New York, San Francisco Museum of Modern Art, Victoria & Albert Museum, London, and the Museum of Modern Art, New York, amongst others. Abelardo Morell lives and works in Boston, Massachusetts. 

This will be Morell’s fourth solo exhibition with Edwynn Houk Gallery. A publication on the series, Flowers for Lisa: A Delirium of Photographic Invention, was released Abrams in October 2018. The gallery will host a book signing at the opening reception.

(Text: Edwynn Houk Gallery, Now York)

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Ausstellung | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle
Nov
3
zu 27. Jan.

Ausstellung | Alex Prager - Erik Madigan Heck - Stéphane Dafflon - Thomas Liu Le Lann | Musée des beaux-arts | Le Locle


Musée des beaux-arts | Le Locle
3. November 2018 - 27. Januar 2019

Alex Prager, Erik Madigan Heck, Stéphane Dafflon, Thomas Liu Le Lann


In der kommenden Saison bietet das MBAL eine Reise durch die zeitgenössische Kunst von der Fotografie zum Video, von der Wandmalerei zu Stoffskulpturen. Ausnahmsweise sind diesmal alle vier vom MBAL vorgestellten Künstler eher jung (zwischen 24 und 46). Jeder von ihnen zeichnet sich durch die Einzigartigkeit seines Werkes aus, und sie alle werden von einer Leidenschaft für das künstlerische Schaffen motiviert.

© Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

© Alex Prager, Desiree, 2008, de la série de Big Valley. Courtesy Alex Prager Studio and Lehmann Maupin New York and Hong Kong

Das Werk, welches die US-Amerikanerin Alex Prager seit 10 Jahren entwickelt, hebt sich besonders ab. Die von ihr dargestellten jungen Frauen im Retrolook – verstörte Heldinnen, die hin und her zwischen Sehnsüchten, Erwartungen und Tragödien gerissen sind, erscheinen ebenso unwiderstehlich wie einsam. Über die Fotografie und den Film zieht uns die Künstlerin durch sorgfältig ausgearbeitete Kulissen in ihre inneren Kämpfe hinein. Das MBAL freut sich, diese erste Retrospektive einer der gefragtesten Künstlerinnen der internationalen Szene verwirklicht zu haben.

© Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

© Erik Madigan Heck_Study in Purple (Etro)_2012. Courtesy of Christophe Guye Galerie

Erik Madigan Heck, ein aufsteigender Stern am Himmel der zeitgenössischen Modefotografie, verwischt die Grenzen zwischen den Gattungen. Er gibt zu, dass seine Inspirationen aus der Malerei stammen – aus der Romantik, dem Impressionismus oder aus den Werken der Nabis – und nicht aus der Fotografie. An den Wänden des Museums werden seine innovativen Bilder zu zeitlosen Werken.

Thomas Liu Le Lann entführt seinerseits den Besucher in eine Fiktion die befremdlich wirkt, da sie von großen, an ein japanisches Manga erinnernden Plüschtieren bevölkert wird. Mit Vergnügen schließt sich das MBAL der HEAD Genf und der Fondation BNP Paris Suisse an, um Thomas Liu Le Lann, einem Absolventen dieses Sommers, den New Heads – Fondation BNP Paris Art Award zu verleihen und ihm damit die Möglichkeit zu geben, zum ersten Mal den Raum eines Museums zu erobern.

Schließlich wird mit der Wandmalerei des schweizerischen Künstlers Stéphane Dafflon ein neuer Zyklus aus semipermanenten Ausstellungen eröffnet. Der Künstler, der eingeladen wurde an den Wänden des Museumscafés ein Fresko zu gestalten, bringt den Raum auf überraschende Weise zum Schwingen. Das Gemälde von Dafflon, welches auf den ersten Blick einfach und minimalistisch wirkt, entfaltet eine Kraft, die den Blick anzieht und überwältigt. Mit diesem neuen Projekt wollten wir das Kunsterlebnis außerhalb der Ausstellungsräume bereits mit dem Betreten des Museums beginnen lassen.


Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet

Thomas Liu Le Lann, 5guys1tree, HEAD–Genève, 2018, ©Emily Bonnet

Pour sa nouvelle saison, le MBAL propose un voyage à travers la création contemporaine, allant de la photographie à la vidéo, de la peinture murale aux sculptures en tissu. Une fois n’est pas coutume, les quatre artistes réunis par le MBAL sont plutôt jeunes (de 24 à 46 ans !), mènent chacun une œuvre singulière, et sont avant tout animés par une soif de création.

L’œuvre que développe depuis 10 ans l’Américaine Alex Prager, habitée par l’univers du cinéma, se distingue particulièrement. Ses jeunes femmes au look rétro, héroïnes perturbées prises entre désirs, attentes et drames, apparaissent aussi séduisantes que solitaires. C’est par la photographie et le film, au travers de scènes méticuleusement chorégraphiées, que l’artiste nous emmène dans ses tourments. Le MBAL est heureux d’avoir mis sur pied cette première rétrospective consacrée à l’une des artistes les plus acclamées sur la scène internationale.

Erik Madigan Heck, étoile montante de la photographie de mode contemporaine, brouille les genres. Il admet que ses inspirations sont du côté de la peinture – romantique, impressionniste ou celle des Nabis – et non de la photographie. Sur les murs du musée, ses images novatrices deviennent des tableaux intemporels.

De son côté, Thomas Liu Le Lann emmène le visiteur dans une fiction étrange peuplée de grandes peluches qui pourraient être tirées d’un manga japonais. Le MBAL est heureux de s’associer à la HEAD – Genève et à la Fondation BNP Paribas Suisse pour décerner à Thomas Liu Le Lann, diplômé cet été, le prix New Heads – Fondation BNP Paris Art Award, qui lui permet de prendre pour la première fois possession de l’espace d’un musée.

Enfin, un nouveau cycle d’expositions semi-permanentes est inauguré avec l’intervention murale de l’artiste suisse Stéphane Dafflon. Invité par le MBAL à créer une fresque sur les murs du café du musée, l’artiste fait vibrer le lieu de façon inattendue. La peinture de Dafflon, d’apparence simple et minimaliste, dégage une force qui attire et bouleverse le regard. Nous avons souhaité, avec ce nouveau projet, faire débuter l’expérience artistique hors des salles d’exposition, dès l’entrée au musée.


© Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

© Stéphane Dafflon (détail), 2018.jpg

MBAL’s winter season offers an exploration of contemporary creation, from photography to video, from murals to fabric sculptures. Exceptionally, the four artists being highlighted by MBAL are young (from 24 to 46 years old) – yet their respective achievements stand on their own, the product of the artists’ overwhelming desire to create.

The body of photographic and videographic work developed over the past ten years by American Alex Prager is unmistakable for its cinematic overtones. Her female subjects with a throwback look – troubled heroines beset by desire, expectation and drama – are as seductive as they are solitary. The viewer is implicated in the artist’s torments by her meticulously choreographed scenes. Prager is one of the most widely acclaimed figures on the international art scene, and MBAL is proud to present the first retrospective of her work.

When it comes to artistic genres, Erik Madigan Heck is an iconoclast. A rising star in contemporary fashion photography, Heck admits to drawing greater inspiration from painting – Romanticism, Impressionism and Les Nabis – than photography. On our museum’s walls, his innovative images become timeless tableaux.

MBAL is also pleased to display the work of Thomas Liu Le Lann, who has just won the New Heads – BNP Paribas Art Foundation Award. This prize for young art school graduates, sponsored jointly by MBAL, the Geneva School of Art and Design (HEAD) and the BNP Paribas Swiss Foundation, includes the opportunity to show their work in a museum. In his piece, Liu Le Lann beckons the viewer into a strange fiction populated by oversized dolls that would be at home in a Japanese manga comic.

Lastly, a new series of semi-permanent exhibitions is being kicked off with the mural work of Swiss artist Stéphane Dafflon. Invited by MBAL to create a fresco on the walls of the museum café, the artist brings that space to life in unexpected ways. Dafflon’s paintings, deceptively simple and minimalist, possess a strength that catches – and confounds – the eye. Our aim with this series is to bring the art experience out of the exhibition rooms: viewers are pulled into our world before even setting foot in our museum. 

(Text: Nathalie Herschdorfer, Direktorin MBAL)

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Ausstellung | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur
Nov
10
zu 17. Feb.

Ausstellung | Gletscher-Odysse - Daniel Schwartz | Bündner Kunstmuseum | Chur


Bündner Kunstmuseum | Chur
10. November 2018 - 17. Februar 2019

Gletscher-Odysse
Daniel Schwartz


Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Vertigo. Galmiggletscher, Wallis, 19.10.2014

Als Glaziologie in Bildern könnte man bezeichnen, was der Fotograf Daniel Schwartz (*1955) seit mehreren Jahren betreibt. Seine künstlerische Arbeit ist ein spartenübergreifendes Projekt der Fotokunst im dokumentarischen Stil. Als Fotograf untersucht Daniel Schwartz die Bildkraft der Gletscher. Er fundiert seine bildnerische Arbeit durch eine umfangreiche Künstlerrecherche in Archiven und arbeitet in engem Dialog mit der Wissenschaft. Seine Bilder zeigen den Gletscher als dynamisches System und als Archiv der Klimageschichte, als persönlichen Erinnerungsort und Speicher nicht unbeschränkt verfügbarer Ressourcen.

Daniel Schwartz besuchte die Fachklasse für Fotografie in Zürich und war 1990-2005 Mitglied der Redaktion der Kulturzeitschrift Du. In Zusammenhang mit seinen historisch-geografisch angelegten, aber immer gegenwartsbezogenen fotografischen Recherchen ist er weltweit unterwegs. Die Gletscher-Arbeit ist sein erstes mit der Schweiz befasstes Projekt. Es setzt im glazial überprägten Mittelland und am Jura-Südfuss an, wo Daniel Schwartz aufgewachsen ist. Über biografisch konnotierte Orte und Wege erschliesst es den Alpenraum und wird ergänzt durch Bilder ausgewählter Gletschergebiete in Asien, Afrika und Südamerika. In die Ausstellung integrierte Bilder und Kartografien zeigen Gletscherstände der Kleinen Eiszeit und markieren den Schwund im Laufe der letzten 200 Jahre. Den klimageschichtlichen Kontext liefern eingearbeitete historische und literarische Quellen.


Glaciologia per immagini, così si potrebbe definire ciò di cui si occupa il fotografo Daniel Schwartz (*1955) da più anni. Il suo lavoro artistico è un progetto interdisciplinare dell'arte foto-grafica in stile documentaristico. Da fotografo, Daniel Schwartz indaga la forza figurativa dei ghiacciai. Il suo lavoro figurativo è consolidato da una vasta ricerca artistica in archivi e dallo stretto dialogo con la scienza. Le sue immagini mostrano il ghiacciaio come sistema dinamico e come archivio della storia climatica, come luogo personale della memoria e deposito di risorse non illimitate. 

Daniel Schwartz ha frequentato la Fachklasse für Fotografie (scuola professionale di fotografia) di Zurigo e dal 1990 al 2005 era membro della redazione della rivista culturale «du». Le sue approfondite ricerche fotografiche lo hanno portato in giro per il mondo. Il lavoro sui ghiacciai è il suo primo progetto ambientato in Svizzera. Parte dalla regione dell'Altipiano, terra plasmata dai ghiacciai, e dal versante meridionale del Giura, dove Daniel Schwartz è cresciuto. Attraverso luoghi e percorsi connotati biograficamente, il progetto esplora la regione alpina ed è completato da immagini di aree glaciali selezionate in Asia, Africa e Sud America. Gli esempi di pittura e cartografia integrati nella mostra fissano le posizioni dei ghiacciai della piccola era glaciale e ne sottolineano il ritiro nel corso degli ultimi 200 anni. L'integrazione di fonti storico-letterarie aiuta a inquadrare il contesto climatologico.


Il fotograf Daniel Schwartz (*1955) s'occupa dapi plirs onns cun in project ch'ins pudess numnar glaziologia illustrativa. Sia lavur artistica cumpiglia pliras spartas da l'art fotografic en stil documentar. Sco fotograf examinescha Daniel Schwartz la forza da maletgs da glatschers. El consolidescha sia lavur illustrativa cun retschertgas artisticas extendidas en archivs e lavura en in stretg dialog cun la scienza. Ses maletgs mussan il glatscher sco sistem dinamic e sco archiv da l'istorgia climatica, sco lieu da regurdientscha persunal ed arcun da resursas betg illimitadas.  

Daniel Schwartz ha frequentà la classa professiunala per fotografia a Turitg ed è stà ils onns 1990 2005 commember da la redacziun dal magazin cultural du. En connex cun sias vastas retschertgas fotograficas è el stà sin viadi en tut il mund. En ses project davart il glatscher è el l'emprima giada s'occupà da la Svizra. Sia lavur ha cumenzà en la Svizra Bassa caracterisada d'ina lunga istorgia glaziologica ed il Giura dal Sid, nua che Daniel Schwartz è creschì si. Tras lieus e sin vias cun connotaziuns biograficas cuntinuescha ella en il territori alpin e vegn cumplettada cun maletgs selecziunads da regiuns da glatschers en l'Asia, l'Africa e l'America dal Sid. En l'exposiziun fixeschan exempels da la pictura e la cartografia il stadi dals glatschers durant il Pitschen temp da glatsch e marcheschan lur regress ils ultims 200 onns. Il context climatologic dattan funtaunas istoricas e litteraras.

(Text: Bündner Kunstmuseum)

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Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
16
zu 23. Juni

Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich

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Museum für Gestaltung | Zürich
16. November 2018 - 23. Juni 2019

Genesis
Sebastião Salgado


Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg
Nov
17
zu 3. März

Ausstellung | Life in Cities - Michael Wolf | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
17. November 2018 - 3. März 2019

Life in Cities
Michael Wolf


Tokyo Compression

Tokyo Compression

Die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung MICHAEL WOLF − LIFE IN CITIES im Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung im Haus der Photographie ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2004–2018), die in den Deichtorhallen mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge »Made in China« bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 x 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density(2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die Schönheit der monotonen, brutalen Architektur der Stadt Hongkong. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokyo gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.

Eine Kooperation mit dem Fotomuseum Den Haag

(Text: Deichtorhallen)

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Ausstellung | Donata Wenders | Atelier Jungwirth | Graz
Nov
21
zu 16. Feb.

Ausstellung | Donata Wenders | Atelier Jungwirth | Graz


Atelier Jungwirth | Graz
21. November 2018 - 16. Februar 2019

Donata Wenders


the gesture

the gesture


Donata Wenders wurde 1965 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Film- und Theaterwissenschaften begann sie zunächst als Kamera Assistentin zu arbeiten und drehte Spiel- und Dokumentarfilme. Schnell schon kristallisiert sich ihr Interesse für die Photographie heraus – ein Medium, dem sie sich seit Mitte der 1990er Jahre ausschließlich widmet. 
 
Ihre Leidenschaft gilt der schwarz-weiß Photographie, die in ihrer Reduktion Donata Wenders' konzentrierten Bildkompositionen zuspielt. Schärfe und Unschärfe, Schatten und Stoffe, Strukturen und natürliche Elemente sind es, durch die wir die schwarz-weißen Portraits von Donata Wenders erleben. Viele ihrer Bilder übersetzen vor allem eine innere Geschichte und bewegte Gesten in eine sichtbare Welt. Das Licht, das in ihren Photographien die Dunkelheit durchbricht, ist zu einem wesentlichen Protagonisten geworden. 
 
Die Zeit, die sie nicht ganz anhalten möchte, sondern die Teil des Bildes wird, ist ein weiteres  wesentliches Element von Donata Wenders Photographien. Donata Wenders beobachtet und beschreibt zunehmend Bewegungen, Prozesse und sich in Veränderung befindliche Gesten in minimalistisch angelegten Photographien, die zu beinahe abstrakten Bildern werden. Ihre Bilder sind im wahrsten Sinn des Wortes Photo-Graphien, Licht-Zeichnungen.  

Donata Wenders Photographien sind weltweit in Museen und Galerien gezeigt worden, unter anderem in Los Angeles, Tokyo, Berlin, Hamburg, München, Amsterdam, Rom, Florenz, Venedig, Paris, Innsbruck, Salzburg, St. Ulrich, in Norwegen und Südkorea. 
2006 brachte Donata Wenders ihr Buch „Island of Silence“ heraus. 2016 erschien aus der gemeinsamen künstlerischen Arbeit heraus der Ausstellungskatalog „Vanishing Point. Donata Wenders – Robert Bosisio“ sowie 2018 „Leiko Ikemura im Dialog mit Donata und Wim Wenders“. Ursprünglich vom Film kommend begleitete Donata Wender seit 1995 alle Filme ihres Ehemannes Wim Wenders als Set Photographin.

(Text: Atelier Jungwirth, Graz)

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Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich
Nov
23
zu 31. Jan.

Ausstellung | Das Bild vom Berg - Robert Bösch | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
23. November 2018 - 31. Januar 2019

Das Bild vom Berg
Robert Bösch


Morteratsch Glacier Switzerland

Morteratsch Glacier Switzerland

Mit dem Buch “Mountains” und der Ausstellung “Das Bild vom Berg” präsentiert uns Robert Bösch sein alpin-fotografisches Lebenswerk. Eine eindrückliche Mischung aus Landschafts-, Berg- und Sportfotografie. Als Bergsteiger war Robert Bösch auf allen sieben Kontinenten unterwegs und hat als Fotograf die Weltbesten des Bergsports fotografiert - darunter auch seinen verstorbenen Freund Ueli Steck. Entstanden sind atemberaubende Sport- und Landschaftsbilder, die die Ruhe und Gewalt der Berge wiedergeben und die tiefe Schönheit und Einsamkeit spiegeln, die all jene umgeben, die sich in der Übermacht der Berge bewegen. 

“Die Gabe, selbst in den erhabenen Räumen der Berge aktiv zu sein und dieses Tun in Beziehung zu setzen mit der Bergwelt, ist nur den allerwenigsten gegeben. Robert Bösch ist einer davon. Vielleicht der allumfassendste. Er taucht als Bergsteiger ein in die Eiger-Nordwand, als Kletterer in den “Shield” am El Cap, als Höhenbergsteiger in die Todeszone des Himalaja. Dabei entsteht sein Bild der Berge – mir ist beim Betrachten seiner Bildkunst, als habe der Weltgeist uns bei unserer Leidenschaft überrascht.”

Reinhold Messner

 “Landschaftsfotografie ist für mich die Kunst des Bilder-Sehens. Wir sehen ja keine Bilder, wir sehen immer das Ganze, das Alles. Während der Maler sein Viereck mit Farbe allmählich zu einem Bild gestaltet, indem er hinzufügt, gestalte ich als Fotograf das Bild gerade umgekehrt, nämlich indem ich weglasse. Im Moment des Auslösens wird das Bild aus der Welt geschnitten. Bilder stehen für sich und sind nur deshalb interessant, weil sie weder alles zeigen noch für das stehen, was sonst auch noch war – darum herum und vorher und danach. Nur dieses “Aus-der-Welt-herausgelöst-Sein” macht das Bild einmalig. Landschaftsbilder sind wie aus dem Zusammenhang gerissene Zitate.”

Robert Bösch

"Böschs Berge sind Kraftorte, die zu besteigen man sich sehnt und die einem zugleich vor Augen führen, wie erfahren man dafür sein müsste. Sie erheben sich wie Skulpturen vor uns, in Licht, Nebel und Wetter getaucht und nicht selten so, wie wir sie noch nie gesehen haben. Dabei erkennt Robert Bösch auch die Stärke der Abstraktion: Silhouetten, Schneeformationen, Felsstrukturen, Lichtfelder…Böschs Berge sind mehr als geographische Orte, sie sind Schauplatz eindrücklicher Stimmungen und elementarer Schönheit."

Mirjam Cavegn

Robert Bösch, Fotograf, Geograf, Bergführer, ist seit 35 Jahren als freischaffender Berufsfotograf tätig. Neben Aufträgen aus Industrie, Werbung und Tourismus arbeitet er für Zeitschriften wie Stern, GEO, und Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Bild­bände. Robert Bösch ist Ambassador der Firma Nikon. 2009 erhielt er den "Eiger Special Award" für sein langjähriges Schaffen im Bereich der Alpinfotografie. Seine Reisen und Expeditionen führten ihn auf alle sieben Kontinente. 2001 bestieg er für einen Auftrag als Fotograf und Kameramann den Mount Everest. 

In den letzten Jahren beschäftigte sich Robert Bösch intensiv mit der Landschaftsfotografie und stellte diese in Galerien und in Museen im In- und Ausland aus. Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch das aufwendige Projekt "Aus den Bündner Bergen". Daraus entstand der im NZZ-Verlag erschienene gleichnamige Bildband. 2017/18 feierte mit seiner Ausstellung ENGIADINA in St. Moritz einen grossen Erfolg. 

2018 erscheint im National-Geographic-Verlag sein 300-seitiger Bildband "Mountains", das sein alpin-fotografisches Lebenswerk umfasst.

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Ausstellung | Le temps retrouvé - Alain Laboile | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
Nov
30
zu 9. Feb.

Ausstellung | Le temps retrouvé - Alain Laboile | 29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano

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29 ARTS IN PROGRESS gallery | Milano
30. November 2018 - 9. Februar 2019

Le temps retrouvé
Alain Laboile


La bouée, 2015 | Alain Laboile | courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery

La bouée, 2015 | Alain Laboile | courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery


Dal 30 novembre 2018 al 9 febbraio 2019, 29 ARTS IN PROGRESS gallery di Milano (Via San Vittore 13) presenta la mostra LE TEMPS RETROUVÉ di Alain Laboile.

L’esposizione, a cura di Giovanni Pelloso, riunisce trenta opere fotografiche di un progetto ancora aperto che documenta ciò che egli stesso ha definito come una “testimonianza sociologica del nostro passaggio sulla Terra”.

Un passaggio che Laboile ha deciso di scandire ritraendo le gioie e i dolori dei suoi sei figli cresciuti in una vecchia casa nella campagna vicino a Bordeaux dove i bambini, lontani da meccanismi e influenze del consumismo moderno, sono liberi di giocare all’aria aperta.

Pur condividendo quella volontà di cogliere l’istantaneità che ha reso Cartier Bresson il poeta del moment dècisif, l’autore lascia qui spazio alla precisione soggettiva, ugualmente invisibile. Egli cattura, senza mai interferire, l’essenza e la fugacità di un’infanzia fatta di esplorazioni, libertà e innocenza.

Il morbido monocromatismo, cifra stilistica dell’autore, conferisce alle immagini un’atmosfera atemporale e universale, la cui essenzialità avvolge e allo stesso tempo valorizza i movimenti e le pose spontanee dei suoi soggetti.

Condividendo con lo spettatore la sua intimità e le sue emozioni, il fotografo ci invita a entrare nel suo personale mondo incantato, restituendoci le infinite sfumature di un tempo che qui scorre lento, sospeso, e ora racchiuso in un album che non si può e non si vuole concludere, inseguendo la rarità e la bellezza di quel proustiano “tempo ritrovato”.

Giovedì 29 novembre, giorno di inaugurazione della mostra, la galleria ospiterà a partire dalle ore 17 un talk con l’autore e il curatore, promosso nell’ambito del format Gallerie Aperte del distretto 5VIE di Milano. Durante l’evento inaugurale, a partire dalle ore 19, sarà anche disponibile il nuovo libro di Alain Laboile dal titolo Summer of the Fawn edito da Kehrer Verlag (a cura di Laurence Kiberlain) e presentato a Paris Photo 2018 nel settore Libri.

Alain Laboile nasce a Bordeaux il 1°maggio del 1968. La storia raccontata si dipana in un mondo in bianco e nero fatto di volti, di gesti, dell’istante quotidiano, di famiglia che non è solo affetti, ma ispirazione. Nel dicembre del 2012 il suo talento è stato celebrato dal New York Times che ha pubblicato le sue fotografie. Da allora è stato esposto in Giappone, negli Stati Uniti, in Olanda, in Argentina e in Francia. Kehrer Verlag, uno dei più grandi editori d’arte tedeschi, gli ha dedicato una monografia nel 2015. Il grande fotografo americano Jock Sturges lo decreta tra i migliori fotografi viventi. Oggi le fotografie di Alain Laboile hanno una loro collocazione nella tradizione storica della fotografia familiare e, dal 2014, fanno parte della collezione permanente di diversi musei in Francia.


From November 30th 2018 to February 9th 2019, 29 ARTS IN PROGRESS gallery in Milan (Via San Vittore 13) will host the exhibition by Alain Laboile LE TEMPS RETROUVÉ.

Curated by Giovanni Pelloso, the exhibition will show a selection of thirty photographic works that the artist himself defined as "a sociological witness of our passage on Earth" living on the edge of the world.

A passage that the artist decided to mark by portraying joys and sorrows of his six children raised in an old house in the countryside near Bordeaux where they are free to play outdoors, far from omnipresent consumerism’s logics. Cartier Bresson’s wry and objective invisible precision here gives way to Laboile’s equally invisible subjective precision all the more richly informed by paternal affection and understanding.  

Laboile catches the essence and the fugacity of a childhood made up of exploration, freedom and innocence without interfering. The soft monochromatism which distinguishes Laboile’s work manifests itself in a timeless, essential and universal atmosphere where his subjects are captured in spontaneous poses.

The photographer invites us to enjoy his personal enchanted world where his intimacy and his emotions give us back the infinite shades of a suspended time that here flows slowly, kept in an ongoing album that doesn’t want to come to an end.

In so doing, Laboile is pursuing the rarity and beauty of that Proustian "temps retrouvé".

On Thursday, November 29th the gallery will host a talk with the author and curator of the show starting from 5 pm, promoted within the framework of “Gallerie Aperte” in collaboration with the 5VIE Art+Design district of Milan.

Laboile’s new book entitled Summer of the Fawn - published by Kehrer and curated by Laurence Kiberlain - will be available at the gallery during the opening reception after the launch at Paris Photo 2018 in the Book sector.

Alain Laboile (b. Bordeaux, 1968) is a French photographer and father of six. In 2004, as he needed to put together a portfolio of his work as a sculptor, he acquired a camera, and thus developed a taste for macrophotography, spurred by his passion for entomology. Later on, he pointed his lens towards his growing family which became his major subject: a life on the edge of the world, where timelessness and universality of childhood meet. In December 2012, the New York Times celebrates Alain Laboile’s talent. The first shows ensue in Japan and the United States, Holland and Argentina, then in France in 2014 when the “La Famille” series joined the Musée français de la photographie collection. Alain Laboile’s work was since published several times and exhibited worldwide.

(Text: 29 ARTS IN PROGRESS gallery)

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Ausstellung | recommended Olympus Fellowship | Fotografie Forum Frankfurt
Dez
1
zu 10. Feb.

Ausstellung | recommended Olympus Fellowship | Fotografie Forum Frankfurt

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Fotografie Forum Frankfurt
1. Dezember 2018 - 10. Februar 2019

Recommended Olympus Fellowship
Lilly Lulay, Thomas Albdorf, Nadja Bournonville


Potato Diet. Aus der Serie “Intercepted”, 2017 © Nadja Bournonville

Potato Diet. Aus der Serie “Intercepted”, 2017 © Nadja Bournonville

Sie teilen mit uns ihren Blick auf die Welt und machen auf oft ungewöhnliche Weise Dinge sichtbar, die uns aus verschiedenen Gründen verschlossen bleiben: Die drei Künstlerinnen und Künstler Lilly Lulay, Thomas Albdorf und Nadja Bournonville sind der erste Jahrgang des Stipendiums recommended, das Olympus 2017 gemeinsam mit dem Fotografie Forum Frankfurt, dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und Foam Fotografiemuseum Amsterdam ins Leben gerufen hat. Ein Jahr lang haben die Stipendiaten, jeweils betreut von einem Kurator der beteiligten Institutionen, neue Projekte zur Bedeutung künstlerischer Fotografie erarbeitet.

Lilly Lulay (*1985, Frankfurt/Deutschland) untersucht die veränderten Funktionen der Fotografie in unseren Wohnräumen und in den virtuellen Räumen unserer Smartphone-Welt. Neue Bedeutungsebenen des Mediums Bild etwa macht die Künstlerin sichtbar, indem sie fertige Fotos mit einem Lasercutter filigran bearbeitet und so die ursprünglichen Motive buchstäblich »überschreibt«. Installationen mit Fotodrucken auf Stoff oder Porzellan laden zur Auseinandersetzung mit dem Foto als haptischem Objekt ein.

Thomas Albdorf (*1982, Linz/Österreich) beschäftigt sich mit unserer Wahrnehmung und der Wirkung künstlich erzeugter Bilder. Seine Werke verführen den Betrachter vordergründig mit klischeehaften, häufig positiv besetzten Motiven – und lassen ihn im nächsten Moment am Bild zweifeln. Albdorf arbeitet geschickt mit Bilderkennungsprogrammen und Software zur automa-tischen Bilderzeugung und fragt nach deren Auswirkung auf unsere Sinne und Sinngebung.

Nadja Bournonville (*1983, Vimmerby/Schweden) nutzt Fotografie zum Befragen biografischer Wendepunkte und gescheiterten Abenteuern. Ausgehend von einer bewegenden Familien-geschichte – die Tante ihrer Großmutter arbeitete im Ersten Weltkrieg als Spionin für die Deutschen und wurde nach nur gut zwei Wochen verhaftet – hat sie ein künstlerisch-ästhetisches Werk aus verschiedenformatigen Bildern geschaffen, das in eine assoziativ aufgeladene Bildwelt führt.

Das 2017 begründete Stipendium recommended zeichnet sich durch die einzigartige Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen aus: Fotografie Forum Frankfurt, Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und Olympus. Ziel ist die Förderung der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie. Recommended ermöglicht den Stipendiaten ein Jahr lang eine freie Arbeit an einem künstlerischen Projekt, beinhaltet eine Unterstützung von 10.000 Euro und die Betreuung durch einen Kurator/eine Kuratorin der drei Häuser. Vergeben wird es im Turnus von zwei Jahren.

We Went To That Pizza Place Display Was Not Exaggerating! (Marine Biology, Ocean Still Life/Spoof: Unlikely), 2018 | © Thomas Albdorf

We Went To That Pizza Place Display Was Not Exaggerating! (Marine Biology, Ocean Still Life/Spoof: Unlikely), 2018 | © Thomas Albdorf

These artists share their view on the world with us and often in unusual ways make things visible that are for several reasons obscured from us: Lilly Lulay, Thomas Albdorf and Nadja Bournonville are the first artists of the fellowship recommended which Olympus initiated in 2017 together with the Fotografie Forum Frankfurt, the House of Photography / Deichtorhallen Hamburg and the Foam Photography Museum Amsterdam. For one year the winners have worked on new projects dealing with the significance of creative photography and each was individually coached by the exhibition centres’ curators.

Lilly Lulay (*1985, Frankfurt/Germany) examines the transitional use of photography in our living spaces and in the virtual spaces of smartphones. The extended levels of imagery and symbols are visualised in her final artworks when she uses laser-cutting technology to “write” over original photographic documentation. Additional installations with printed photographs on fabrics or porcelain engage viewers to experience photographs as three-dimensional objects.

Thomas Albdorf (*1982, Linz/Austria) is concerned with our perception and the effect of artificially created images. At the first glance the viewer is confronted with cliché motifs and cultural subject matter ironically leaving one to doubt their meaning. Albdorf cleverly uses image recognition technologies and software to create new images, to question how automatic digitally rendered visuals influence meaning and interpretation.

Nadja Bournonville (*1983, Vimmerby/Sweden) uses photography to follow traces of biographical tipping points and failed adventures. She draws from a family history: the aunt of Bournonville’s grandmother was a spy for Germany in World War I and was arrested only two weeks into her mission. Through a selection of different processes, sizes and materials inspired by the biographical story Bournonville produces a rich constellation of photographic associations and emotions of universal meaning.

recommended is a fellowship, founded in 2017, that is characterised by its unique partnership between the institutions Foam Fotografiemuseum Amsterdam, Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg, Fotografie Forum Frankfurt and Olympus. Olympus’ goal is to support emerging photographic artists. The exhibition houses have contributed their expertise to the development of the fellowship. recommended allows the fellowship holders to freely create a photographic work, provides 10.000 €, personal consulting by an experienced curator, exhibition opportunities and top-quality camera equipment. The fellowship is granted biennially. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt

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Ausstellung | Das Auge Brasiliens - Kurt Klagsbrunn | Jüdisches Museum | Wien
Dez
5
zu 19. Mai

Ausstellung | Das Auge Brasiliens - Kurt Klagsbrunn | Jüdisches Museum | Wien


Jüdisches Museum | Wien
5. Dezember 2018 - 19. Mai 2019

Das Auge Brasiliens
Kurt Klagsbrunn


Modefotografie, 1945 © Victor Hugo Klagsbrunn

Modefotografie, 1945 © Victor Hugo Klagsbrunn

Der Fotograf Kurt Klagsbrunn, geboren 1918 in Wien, hielt von 1939 bis in die 1970er-Jahre das moderne Leben Brasiliens fest. Er fotografierte die Partys der Wohlhabenden ebenso wie die Vergnügungen der kleinen Leute. Seine Modelle waren Prominente wie Orson Welles oder Evita Perón, aber auch Brautstrauß werfende Frischvermählte, Schuhputzer auf den Boulevards oder verträumte Kaffeegenießer. Dabei wollte der Sohn eines Floridsdorfer Kohlenhändlers und Fußballfunktionärs eigentlich Arzt werden, musste jedoch nach der Flucht aus Österreich 1938 den Beruf wechseln, um sich im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Er wählte das Hobby seiner Jugend und stieg rasch vom Autodidakten zum Pionier der Gesellschaftsfotografie auf. Er dokumentierte neben seinen Mode-, Lifestyle und Industriefotografien die Entwicklung Brasiliens und begleitete die Entstehung der neuen Hauptstadt Brasilia. 2005 starb Kurt Klagsbrunn in Rio de Janeiro.

Vor dem Kino, Cinelândia, Rio de Janeiro, 1946 © Victor Hugo Klagsbrunn

Vor dem Kino, Cinelândia, Rio de Janeiro, 1946 © Victor Hugo Klagsbrunn

Sein Neffe Victor Klagsbrunn betreut seither den Nachlass mit mehr als 250 000 Negativen. 2017 schenkte er dem Jüdischen Museum Wien einen Teilnachlass mit Briefen, Notizen, Fotos und anderen Erinnerungen an das Leben der Familie Klagsbrunn in Floridsdorf und ihrer Flucht nach Rio. Die Ausstellung Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn präsentiert diese Schenkung sowie eine Auswahl seiner Werke aus dem brasilianischen Exil.

Kuratorin: Andrea Winklbauer
Ausstellungsgestaltung: Schuberth und Schuberth

(Text: Jüdisches Museum, Wien)

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Ausstellung | 1969. Olivetti formes et recherche | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Dez
6
zu 24. Feb.

Ausstellung | 1969. Olivetti formes et recherche | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
6. Dezember 2018 - 24. Februar 2019

1969. Olivetti formes et recherche
Ugo Mulas, Alberto Fioravanti, Giorgio Colombo, Tim Street-Porter


U. Mulas, Italo Calvino nel box della scrittura, mostra Olivetti formes et recherche, Parigi, Musée des Arts Décoratifs, 20 novembre 1969 – 1 gennaio 1970, Associazione Archivio Storico Olivetti, Ivrea. Fotografie Ugo Mulas © Eredi Ugo Mulas. Tutti i diritti riservati.  Courtesy Archivio Ugo Mulas, Milano - Galleria Lia Rumma, Milano /Napoli.

U. Mulas, Italo Calvino nel box della scrittura, mostra
Olivetti formes et recherche, Parigi, Musée des Arts
Décoratifs, 20 novembre 1969 – 1 gennaio 1970, Associazione Archivio Storico Olivetti, Ivrea.
Fotografie Ugo Mulas © Eredi Ugo Mulas. Tutti i diritti riservati.
Courtesy Archivio Ugo Mulas, Milano - Galleria Lia Rumma, Milano /Napoli.

CAMERA - Centro Italiano per la Fotografia e l’Associazione Archivio Storico Olivetti presentano la mostra 1969. Olivetti formes et recherche, una mostra internazionale, una selezione di fotografie dell’omonima mostra che la Società Olivetti organizzò nel novembre del 1969 a Parigi, che proseguì a Barcellona, Madrid, Edimburgo e Londra, per concludersi infine a Tokyo nell’ottobre 1971.

A cinquant’anni anni dalla prima esposizione, la mostra odierna -, curata da Barbara Bergaglio e Marcella Turchetti e aperta al pubblico in Project Room a CAMERA dal 6 dicembre 2018 al 24 febbraio 2019 - , ricostruisce e restituisce non soltanto i contenuti di quella storica mostra, curata dall’architetto Gae Aulenti, ma anche la storia dei personaggi che gravitavano dentro e intorno alla società Olivetti e a quella cultura: da Giorgio Soavi a Lord Snowdon, da Ettore Sottsass a Mario Bellini, da Renzo Zorzi a Italo Calvino.

Oltre 70 fotografie provenienti dall’Associazione Archivio Storico Olivetti offrono la possibilità di raccontare l’ormai leggendaria esposizione nelle sue diverse tappe, attraverso servizi fotografici di grandi maestri: da Ugo Mulas per l’edizione parigina, ad Alberto Fioravanti e Giorgio Colombo per Madrid e Barcellona, a Tim Street-Porter a Londra. Ulteriori documenti di approfondimento arricchiscono il racconto per immagini: il filmato per la regia di Philippe Charliat, con commento di Riccardo Felicioli, che è un vero e proprio viaggio di scoperta attraverso una città buia e misteriosa, dove Gae Aulenti guida il visitatore all’incontro con la Olivetti; il catalogo con testi di Giovanni Giudici - un anti-catalogo se inteso nel senso tradizionale del termine - che costituisce la chiave di interpretazione dei linguaggi e delle tecniche compositive che sono state approntate nel progetto dell’esposizione; il manifesto della mostra ideato da Clino T. Castelli, che ridisegna un nuovo e diverso uomo vitruviano generatore di una varietà di movimenti e forme, distante da soluzioni standard definitive.

La mostra a CAMERA si sviluppa attraverso le immagini originali dell’Archivio di Ivrea con l’obiettivo, oltre che di rievocare la stagione effervescente e dinamica di quegli anni, anche di proporre un pensiero che, con incredibile e ancora attualissima modernità, coniugava arte, industria, design, produzione e creazione di valore, a partire dal mondo del lavoro.
L’esposizione costituisce, quindi, anche un’occasione unica per il pubblico di conoscere un grande modello di impresa responsabile, la cui “immagine” è portavoce della cultura creativa più avanzata del tempo e oggi riconosciuta come patrimonio dell’UNESCO.
La mostra, nella primavera del 2019, sarà trasferita ad Ivrea, negli spazi del Museo Civico “P.A. Garda”.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia)

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Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Dez
6
zu 10. Feb.

Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

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f³ – freiraum für fotografie | Berlin
6. Dezember 2018 - 10. Februar 2018

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

© Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | Model Arbus Goldin | WestLicht | Wien
Dez
6
zu 24. März

Ausstellung | Model Arbus Goldin | WestLicht | Wien


WestLicht | Wien
6. Dezember 2018 - 24. März 2019

Model Arbus Goldin
Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin


Singer at the Metropole Café, New York City 1946 | © Estate of Lisette Model

Singer at the Metropole Café, New York City 1946 | © Estate of Lisette Model

Mit Lisette Model, Diane Arbus und Nan Goldin präsentiert WestLicht drei große amerikanische Fotografinnen, deren Bilder den Blick auf die menschliche Gesellschaft radikal erweiterten – um das Andere, das Außergewöhnliche, um soziale Randfiguren und exzentrische Persönlichkeiten. Sie hielten das gesellschaftliche Leben Amerikas, in dem sich als Einwanderungsland bis heute die Welt spiegelt, in unterschiedlichen Phasen des 20. Jahrhunderts fest. Über drei Generationen, angefangen mit der in Wien aufgewachsenen Model, formulierten sie den Dialog zwischen Fotografin und Porträtierten auf eigene Weise jeweils neu und verbanden das Dokumentarische mit dem Subjektiven. Ihre persönliche Sicht auf den Menschen und seine disparaten Lebenswelten, ihr Zugang zum Existentiellen und ihr Einsatz des Mediums Fotografie gingen mit einer Kritik bestehender Normen einher, die kulturelle und ästhetische Konventionen konsequent in Frage stellte. So sind ihre Werke – über 100 von ihnen sind nun im WestLicht zu sehen – einerseits Ausdruck ihrer Zeit und der verschiedenen Milieus, in denen sie sich bewegten, andererseits Hommagen an die Vielfalt des Seins.

Lisette Model
Die in Wien geborene Lisette Model (1901–1983) richtete ihre Kamera – zunächst in Frankreich, nach ihrer Emigration 1938 in New York – bevorzugt auf Menschen an beiden Enden des sozialen Spektrums. Ob Underdog oder Millionär, das Gespür der Fotografin für Schwächen und besondere Charaktere verdichtet sich in ihren Bildern zu einer entlarvenden Schärfe, die über das Individuum hinaus auf die gesellschaftlichen Verhältnisse verweist. Ihre visuellen Kompositionen und speziell die ungewöhnliche Nahsicht, in der sie Menschen auf der Straße fotografierte, forderten herrschende Sehgewohnheiten heraus und begründeten einen neuen Stil in der Street Photography, der Einflüsse des Surrealismus ebenso erkennen lässt wie einer sozial engagierten Dokumentarfotografie. Models Haltung und Bildsprache haben mehrere Generationen von Fotograf_innen beeinflusst, darunter Diane Arbus, ihre bekannteste Schülerin.

Blaze Starr Backstage, Baltimore, Md. 1964 | © The Estate of Diane Arbus

Blaze Starr Backstage, Baltimore, Md. 1964 | © The Estate of Diane Arbus

Diane Arbus
Während des Studiums bei Lisette Model Ende der 1950er-Jahre eignete sich die New Yorkerin Diane Arbus (1923–1971) jene Techniken an, die ihr Werk letztlich definieren sollten. In der Aufzeichnung menschlicher Makel und Maskeraden deuten ihre Porträts auf die Risse und Ränder von Gesellschaft. Sie inszenieren das Fremde im Vertrauten und das Gewöhnliche im Grotesken. Inzwischen zu Ikonen der Fotografiegeschichte avanciert, führen die Menschenbilder von Arbus beharrlich jene Differenz vor Augen, die sie selbst so treffend als Kluft zwischen Absicht und Wirkung der Dargestellten bezeichnet hat. Dieses komplexe Gefälle von Selbstwahrnehmung, Wunschbild, Performance und Gesamteindruck in haarscharfe Bilder zu meißeln, kann als Kernkompetenz der Künstlerin gelten, die bei aller Empathie und Komplizenschaft mit ihren Sujets die Mittel der Fotografie für demaskierende Effekte nutzte.

Nan and Brian in bed, New York City 1983 | © Nan Goldin

Nan and Brian in bed, New York City 1983 | © Nan Goldin

Nan Goldin
So wundert es nicht, dass die Drag Queens um Nan Goldin (*1953) die Transvestitenbilder von Diane Arbus als brutal und unglamourös ablehnten. Auch wenn sich Goldins Werk nicht ohne Arbus und Model denken lässt, unterscheidet es sich wesentlich durch die kompromisslose Insiderposition der Fotografin, die sich selbst und ihre Szene – die New Yorker Subkultur und LGBT-Community der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre – in einem eindringlichen Porträt festhielt, vor Spiegeln, in Bars und Badezimmern, beim Sex und Drogenkonsum, als Teil einer Kultur des Überschwangs und der Angst, der Obsession und Abhängigkeit. Oft ohne ausreichendes Licht und in Bewegung entstanden ihre charakteristischen Schnappschüsse, mit denen Goldin ihren Freund_innen ein intimes Denkmal setzte und eine Bildsprache prägte, die später als Heroin Chic in der Modefotografie popularisiert wurde.

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Jelitzka, Wien und der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, mit zusätzlichen Leihgaben von: Bank Austria Kunstforum, Wien, Keitelman Gallery, Brüssel, Baudoin Lebon, Paris, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Fotosammlung OstLicht und Sammlung Verbund, Wien

Kuratiert von Gerald A. Matt und Rebekka Reuter

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag für moderne Kunst erschienen, herausgegeben von Daniel Jelitzka und Gerald A. Matt, Vorwort von Peter Coeln und Roland Jörg, Texte von Astrid Mahler, Franziska Mecklenburg und Rebekka Reuter.

(Text: Westlicht Wien)

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Ausstellung | Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst | NRW-Forum | Düsseldorf
Dez
7
zu 10. März

Ausstellung | Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst | NRW-Forum | Düsseldorf

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NRW-Forum | Düsseldorf
7. Dezember 2018 - 10. März 2019

Bauhaus und die Fotografie - Zum neuen Sehen in der Gegenwartskunst


Kris Scholz Marks and Traces, Chongqing 5, 2018 Fine Art Print auf Leinwand, 200 x 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kris Scholz Marks and Traces, Chongqing 5, 2018 Fine Art Print auf Leinwand, 200 x 150 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Fotografie-Ausstellung zum Bauhausjubiläum im NRW-Forum Düsseldorf

Das Staatliche Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Vom 7. Dezember 2018 bis 10. März 2019 bringt die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ im NRW-Forum Düsseldorf Fotografien des Neuen Sehens in einen Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „100 jahre bauhaus“.

Wie tragen die Neuerungen durch das Bauhaus auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstler*innen? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie – Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ verbindet Arbeiten des Neuen Sehens, wie sie von Bauhäuslern wie László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Marianne Brandt, Erich Consemüller und Walter Peterhans bekannt sind, mit Künstler*innen der Gegenwart wie Antje Hanebeck, Daniel T. Braun, Dominique Teufen, Doug Fogelson, Douglas Gordon, Kris Scholz, Max de Esteban, Stefanie Seufert, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Thomas Ruff, Viviane Sassen und Wolfgang Tillmans. Zeitgenössische Fotografien, Skulpturen und Videoinstallationen treten in einen Dialog mit der Sachlichen Fotografie im Jahrzehnt des Bauhauses.

Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Der für seine experimentellen Fotoarbeiten bekannte Bauhaus-Künstler Moholy-Nagy kuratierte damals jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie und untersuchte das Neue Sehen in der Fotografie. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest des Bauhaus-Künstlers zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station präsentiert. Zusammen mit den fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstler*innen ermöglicht die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart. Einen Blick nach vorne werfen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Fakultät Design der Technischen Hochschule Nürnberg, die ihre eigenen, zukunftsorientierten Entwürfe präsentieren, mit denen sie auch auf elektronische und digitale Medien setzen.

Es stellen Studierende aus von Prof. Michael Jostmeier und Prof. Dr. Christoph Schaden, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Design – Amir Khan Djahanschahi Afschar, Felix Berndt, Markus Eschrich, Eduard Gross, Daniel Höllinger, Heidi Fabiola Hofmann, Tatjana Hofmann, Alexander Hunzek, Remigius Kalisz, Svitlana Khisamutdinova, Thea Leyendecker, Katrin Mader, Thomas Michalczyk, Anastasia Miller, Max Müller, Robert Nixdorf, Philipp Oehler, Julius Rosen, Daria Schreiber, Ludwig Seibt, Benno Sellin, Stefanie Sordon, Marco Steiner, Kerim Turay, Simon Velthuis und Christian Wölfel, Paul Leyendecker und Markus Sauerbeck – sowie Studierende von Prof. Dr. Kris Scholz und Daniel T Braun, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Studienschwerpunkt Fotografie – Christian Himmelspach, Didem Alunbas, Dominik Kramm, Dominik Schmitt, Eda Sarikaya, Jasmin Dories, Mirko Müller und Philipp Rabe.

Das Staatliche Bauhaus steht für eine industrienahe Gestaltung, aber auch für eine Institution mit viel Konfliktpotential, die bis heute wichtige Impulse für die Kunst und Kultur liefert. Die Bauhäusler verstanden sich als Pioniere eines auf die Zukunft gerichteten Gesellschaftsmodells, in dem das Industrielle als kollektive Leitkultur diente. Die neue avantgardistische Fotografie zeichnete sich unter anderem durch Motive der Industriekultur, extreme Perspektiven, ausschnitthafte Motive, die Beschäftigung mit Oberflächenbeschaffenheit und Materialeigenschaften oder das kameralose Fotografieren aus. Inwieweit ist technische Innovation heute die Richtschnur kultureller Entwicklungen? Welche Rolle spielt die Kunst und ist die Fotografie das adäquate Medium? Die Ausstellung „Bauhaus und die Fotografie“ untersucht, wie die Einflüsse des Bauhaus auch heute noch die Kunst beeinflussen, und erforscht anhand von aktuellen Arbeiten, was ein zeitgenössisches Neues Sehen sein könnte. 

Arbeiten der Serien „Umbra“ von Viviane Sassen und „Blitzlichtskulpturen“ von Dominique Teufen werden in Großformaten auf Kuben öffentlich zugänglich auf unserer Terrasse präsentiert. Die Realisierung der Arbeiten wurde unterstützt von dem Foto- und Online-Druckservice CEWE, der sich seit 2016 als Hauspartner des NRW-Forum Düsseldorf für die Förderung des Kulturgutes Fotografie einsetzt.

Nach der Eröffnung im NRW-Forum Düsseldorf wird die Ausstellung in Berlin und Darmstadt zu sehen sein. Die Ausstellung wird kuratiert von Prof. Dr. Kris Scholz (Hochschule Darmstadt), Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken (Kunsthochschule Kassel), Prof. Dr. Christoph Schaden (Technische Hochschule Nürnberg GSO). Zur Ausstellung erscheint ein umfassender zweisprachiger Katalog.

Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Hochschule Darmstadt gefördert.

Die Ausstellung ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. 100 jahre bauhaus im westen ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Postwar Conditions - Tetsugo Hyakutake | Camera Austria | Graz
Dez
8
zu 17. Feb.

Ausstellung | Postwar Conditions - Tetsugo Hyakutake | Camera Austria | Graz


Camera Austria | Graz
8. Dezember 2018 - 17. Februar 2019

Postwar Conditions
Tetsugo Hyakutake


Navy Ammunitions Arsenal, 2018 | Tetsugo Hyakutake

Navy Ammunitions Arsenal, 2018 | Tetsugo Hyakutake

Die Ausstellung des 1975 geborenen japanischen Künstlers Tetsugo Hyakutake führt in zweifacher Weise in die Geschichte. Einerseits beschäftigt sich Hyakutake direkt mit der japanischen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg und wie diese bis heute auf die Identitätsbildung des Landes einwirkt, das seit vielen Jahrzehnten unter dem Einfluss des Westens, insbesondere der USA steht. Bei dieser Auseinandersetzung interessiert sich der Künstler für Kolonisierung, Krieg und andere relevante historische Ereignisse – Themen, die gegenwärtige Fragen nach Identität in der japanischen Kultur, das Verhältnis zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sowie die Brüche zwischen individuellem und kollektivem Gedächtnis thematisieren. Der Künstler stellt seinen eigenen Fotografien Archivmaterial gegenüber und verhandelt verschiedene Ebenen von Zeitlichkeit innerhalb des fotografischen Dispositivs. Er bearbeitet Fotografien häufig mit Chlor, um sie wie historische Dokumente erscheinen zu lassen und provoziert derart einen ontologischen Sprung zwischen verschiedenen Realitäten – immer vor dem Hintergrund der Frage, wie japanische Identität und japanisches Denken hergestellt wurden.

Andererseits führt das Projekt in die Geschichte von Camera Austria: Bereits 1975 wurde – noch in der Galerie im Schillerhof, kuratiert von Manfred Willmann – eine Einzelausstellung mit Arbeiten von Masaaki Nakagawa gezeigt, im selben Jahr Arbeiten von Seiichi Furuya, über dessen Vermittlung und Kenntnis weitere wichtige Ausstellungen japanischer Fotografie in Graz realisiert wurden, so u. a. von Toshimi Kamiya (1978), Daidoh Moriyama (1980), Hitoshi Fugo (1982), Shomei Tomatsu (1984) und Nobuyoshi Araki (1992). Schließlich wurde der damalige neue Ausstellungsraum im Eisernen Haus mit einer Ausstellung japanischer Fotografie eröffnet. An diese Momente eines sehr spezifischen interkulturellen Austauschs über durchaus gegensätzliche visuelle Kulturen möchte die von Walter Seidl kuratierte Ausstellung anschließen und gleichzeitig den Austausch auf eine politische Ebene überführen.

Nihonbashi, 2007 | Tetsugo Hyakutake

Nihonbashi, 2007 | Tetsugo Hyakutake

Indem sich Hyakutake auf Japan als eine Art Imperium bezieht, das nach dem Vorbild westlicher Wirtschaft und Kultur aufgebaut wurde, kennzeichnet er dieses zugleich als ein hyperreales Konstrukt, das einerseits den Aufstieg Japans zu einer wirtschaftlichen Weltmacht ermöglichte, andererseits aber auch von Exzessen an Identifikationen und Umarbeitungen von Identitäten gekennzeichnet war und ist. Hyakutake interessiert sich für die verschiedenartigen Wahrnehmungen des japanischen Subjekts im Inneren wie im Äußeren, die es irgendwo zwischen einer in sich geschlossenen Einheit und einem kulturell wie ökonomisch durch die USA geprägten Wesen verorten. Darüber hinaus beschäftigt sich seine Arbeit mit der Industrie und Infrastruktur der gegenwärtigen Gesellschaft, um sich so der jüngeren japanischen Geschichte und Kultur zu nähern. Seine Bilder vermitteln eine konfliktgeladene Beziehung zu historisch wichtigen Orten, sind visuell vielschichtig und bezeugen eine Unsicherheit bezüglich ihrer eigenen repräsentativen Strukturen. So gewinnt Hyakutakes fotografisches Schaffen eine ephemere und flüchtige Qualität, die Fragen nach der Repräsentation ihrer Subjekte aufwirft. Zwischen Dokument und Fiktion situiert, zeigen seine Bilder Monumente, die Teil der japanischen Geschichte sind, gleichzeitig aber in einem Licht erscheinen, das Geschichte in eine konfliktgeladenen Beziehung zu Erfahrungen von Individuen bringt.

In einer Gegenwart, in der »der Westen« erneut und möglicherweise intensiver denn je mit Fragen nach eigenen Identitäten und jenen der »Anderen« konfrontiert ist, oder mit der Frage, was uns zu Mitgliedern der Gesellschaft macht, wie es Boris Buden audrückt: »Ist es soziale Gerechtigkeit oder kulturelle Identität, Gott oder Privateigentum, ›unsere Werte‹ oder ›ihre Bedrohlichkeit‹«. In dieser Gegenwart konfrontiert uns die Arbeit von Hyakutake mit den identitätspolitischen Konsequenzen der vielen Interventionen und Präsenzen dieses »Westens« in anderen Regionen der Welt. Möglicherweise drehen sich also seine Projekte nicht nur um Fragen der japanischen Identität und ihrer Umformung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, vielleicht konfrontiert er uns auch ein Stück weit mit »unseren« Anteilen an dieser Identitätsproduktion.

Hiroshima, 2016 | Tetsugo Hyakutake

Hiroshima, 2016 | Tetsugo Hyakutake

Sein Arbeiten versteht Hyakutake als Beitrag zur Geschichte eines Landes, das von der gleichen Macht zum Erliegen gebracht wurde, von der es einst geformt wurde. Dafür wählt er unter anderem auch Bilder aus Archiven, deren Bedeutung mit dem Beginn des Aufstiegs des Landes zur Wirtschaftsmacht verblasst ist, und versucht die Tatsache zu überwinden, dass Versagen in der japanischen Kultur und im japanischen Denken ein nicht-existierendes Phänomen darstellt. Am Ende bleibt zu fragen, wie sich die Verdrängung dieses Versagens zu unserem eigenen Versagen verhält, die Welt mit anderen Augen zu sehen und als von anderen Identitäten bevölkert anzusehen als unseren eigenen.

Tetsugo Hyakutake wurde 1975 in Japan geboren. Er graduierte an der University of the Arts in Philadelphia (US) und erhielt 2009 den Master of Fine Arts von der University of Pennsylvania, Philadelphia. Es folgten Ausstellungen in Tokio (JP), Philadelphia, New York (US), Madrid (ES), Singapur (SG) und Taipeh (TW). Seine Werke finden sich in den Sammlungen verschiedener Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen, dazu zählen BlackRock (Philadelphia), Fidelity Investments (Boston, US), die Library of Congress (Washington, US) und das Carnegie Museum of Art (Pittsburgh, US). Nach einem Künstleraufenthalt am ISCP in New York in den Jahren 2016 und 2017 lebt Hyakutake wieder in Japan.

(Text: Camera Austria, Graz)

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Ausstellung | Semiautomatic - Jules Spinatsch | Centre de la Photographie | Genève
Dez
12
zu 2. Feb.

Ausstellung | Semiautomatic - Jules Spinatsch | Centre de la Photographie | Genève

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Centre de la Photographie Genève
12. Dezember 2018 - 2. Februar 2019

Semiautomatic
Jules Spinatsch


World Economic Forum Davos Switzerland | Jules Spinatsch

World Economic Forum Davos Switzerland | Jules Spinatsch


Jules Spinatsch (*1964) ist einer der anerkanntesten zeitgenössischen Schweizer Fotografen der internationalen Kunstszene. Er stellte in verschiedenen internationalen Museen aus, einschliesslich dem MoMA New York, der Fondation Cartier Paris, der Villa Arson Nice, dem Walker Art Center Minneapolis, der Tate Modern London, der SFMoMA San Francisco sowie dem Kunsthaus Zürich oder dem Fotomuseum Winterthur.

Die Ausstellung Semiautomatic Photography vereint 22 Panorama-Projekte, die der Künstler zwischen 2003 und 2016 realisiert hat. In Zusammenarbeit mit dem Informatiker Reto Diethelm, entwickelte er dafür eine spezielle Aufnahmetechnik mit einer halbautomatischen Webcam.

Beginnend im Jahr 2003, parallell zu seiner ersten Einzelausstellung Temporary Discomfort im Centre de la Photographie Genève, ist es Spinatsch gelungen, künstlerisch auf eine Methode der fotografischen Produktion, der sogenannten automatisierten Überwachungsfotografie, zu reagieren, die sich im Laufe der Zeit nur noch mehr durchsetzen sollte. Das erste Panorama, welches 2002 während des Weltwirtschaftsforums in Davos, seinem Geburtsort, entstand, markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der kritischen Fotografie.

Die Ausstellung präsentiert nicht nur grossformatige Panoramen wie beispielsweise Fabre n'est pas venu (3,8 x 12 m), sondern zeigt diese auch in unterschiedlichen Formen: Bücher wie Competing Agendasor Vienna MMIX, Projektionen auf Flachbildschirme, Installationen wie die Vienna MMIXspiral oder die Rekonstruktion seines Studios, das in dieser Art noch nie gezeigt wurde.

(Text: Christophe Guye Galerie)

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Ausstellung | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Dez
15
zu 9. Feb.

Ausstellung | In Dialogue with Strömholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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Sillans-la-Cascade, France, 1958

Sillans-la-Cascade, France, 1958


Vier seltene Unikate Abzüge des schwedischen Fotografen Christer Strömholm aus seiner ersten Werkschau von 1965 werden in Beziehung zu ausgewählten zeitgenössischen Künstlerpositionen der Galerie gesetzt. Die Arbeiten thematisieren und reflektieren im Dialog mit Strömholm wichtige künstlerische Aspekte aus seinem Schaffen auf ganz eigene Weise neu. 

Strömholm, der als einer der grossen Fotografen Schwedens gilt, nimmt mit seinem aussergewöhnlichen Œuvre eine wichtige Position innerhalb der internationalen Fotografiegeschichte ein. Mit der Kamera entwickelte er seine eigenen Bildvisionen von der Welt. Dabei begründete ein ausgeprägtes Interesse an Bildstrukturen sein Mitwirken in der wegweisenden Gruppe “fotoform“ um Otto Steinert. Bekannt wurde Strömholm vor allem mit seiner legendären Serie über die Transsexuellen vom Pariser Place Blanche (Les Amies de Places Blanche) aus den 1950er und 1960er Jahren. Seine dem fotografischen Existentialismus zugeordneten Schwarzweissfotografien verweisen mit einer schonungslosen Radikalität auf eine raue Lebenswirklichkeit, bestechen dabei aber auch mit ihrem poetischen Zauber. Das Geheimnis seiner Aufnahmen liegt in den surrealen Ausprägungen des von ihm Gesehenen, die sich zu neuen bühnenartigen Bildräumen verweben. Die Menschen darin gleichen zerbrechlichen, unwirklichen Geschöpfen, die sich in ihrer Alltäglichkeit sowie Unvollkommenheit und in ihrem Zweifel der Kamera offenbaren. Strömholm besass grossen Respekt, vor seinem Gegenüber und der Welt – Jedes Bild ist für sich gesehen nichts anderes als ein Selbstportrait, ein Teil des eigenen Lebens. (Strömholm, 1983).

Bei den jüngeren Künstlern und ihren Bildformulierungen liessen sich Parallelen entdecken: Die magische Präsenz einer Astkonstruktion bei dem Künstlerduo Inka and Niclas oder einer Tür bei Henrik Strömberg offenbaren surreale Momente. Der Raum als Ort subjektiver Erfahrung, der auf die Brüchigkeit des Seins verweist, sind für das künstlerische Verständnis von Susa Templin oder Yuken Teruya relevant. Identitäten und Selbstbefragungen hat Julia Peirone mit ihren Portraitbildern von Jugendlichen thematisiert. Bilder, die auf existentielle Fragestellungen verweisen und gleichzeitig den Blick verzaubern, hat Sascha Weidner geschaffen. Das von Linda Bergman zur Unkenntlichkeit verschmorte Puppengesicht erscheint wie eine grausame Metamorphose der körperlosen Köpfe aus Strömholms Bildwelt. Es sind diese Verweise von grafischen Elementen oder Metaphern, die zu der dialogischen Gegenüberstellung in der Ausstellung der dreizehn Künstler mit dem Altmeister geführt haben. 
 
Christer Strömholm, als Hauptprotagonist der modernen Fotografie, löste sich bereits von dem dokumentarischen und narrativen Charakter des Mediums. Dawid (Björn Dawidsson), als Begründer eines postmodernen Verständnisses der Fotografie in Schweden, fusste die Genese seines Œuvres auf einer ikonographisch-experimentellen Bildsprache. Zeitgenössische Positionen, wie die in der Ausstellung arbeiten auf unterschiedlichste Weise und vor dem Hintergrund eines heutigen postfotografischen Verständnisses an der Erweiterung des Mediums in den real existierenden Raum. 


Four rare prints by the Swedish photographer Christer Strömholm from his first exhibition in Stockholm in 1965 are be displayed alongside selected contemporary artists. The ensuing “dialogue with Strömholm“ thematizes and reflects artistic aspects of this artist’s oeuvre in a unique way.

Strömholm the doyen of modern Swedish photography, and his extraordinary work occupies an important position in the history of international photography. His pictorial compositions depict a unique vision of the world, and they led to his association with the group ofpioneering photographers founded by Otto Steinert known as "Fotoform." Strömholm is known above all for his legendary photographs of transsexuals at the Place Blanche in Paris during the 1950s and 1960s. With relentless radicality, his black-and-white “photographic existentialism“ captivates the poetic charm of life’s rough realities. The secret of this existentialism often lies in the surreal forms that are interwoven with dramatic pictorial moments, moments in which people resemble fragile and illusory creatures who reveal themselves to the camera in all their ordinariness, imperfection and doubt. Strömholm regarded his environment with the eyes of an artist who simultaneously seeks confrontation with reality and establishes contact with his fellow man, as a basic principle in photography. "Each picture can be considered a self-portrait, a part of one's own life." (Strömholm, 1983)

There are also obvious parallels to the work of younger artists’ pictorial formulations: the magical presence of a tree branch by Inka and Niclas, or a door by Henrik Strömberg, reveals the fragility of being and the surreal moments of subjective experience, moments which are likewise inherent in the artistic understanding of Susa Templin and Yuken Teruya. In a similar way, Julia Peirone also thematizes identity in the self-interrogations of her youthful portrait pictures. And Sascha Weidner’s images raise existential questions in a similar was just as they enchant the eye. The disembodied heads of Strömholm's pictorial world are also reflected by the cruel metamorphosis of the doll's face in Linda Bergman's work. Such graphic references result in a dialogue between the old master and the thirteen artists displayed in the exhibition.

Strömholm, as one of the main proponents of modern photography had already abandoned the documentary and narrative character of the medium behind and Dawid (Björn Dawidsson), as the founder of a postmodern understanding of photography in Sweden, find the genesis of their oeuvre in an experimental pictorial language. Contemporary positions such as those in the exhibition work in a wide variety of ways and against the background of today's post-photographic understanding on the expansion of the medium into real existing space.

(Text: Franziska Schmidt)

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Ausstellung | 2. Heimat - Peter Bialobrzeski | Haus am Kleistpark | Berlin
Jan
11
zu 31. März

Ausstellung | 2. Heimat - Peter Bialobrzeski | Haus am Kleistpark | Berlin


Haus am Kleistpark | Berlin
11. Januar - 31. März 2019

2. Heimat
Peter Bialobrzeski


© Peter Bialobrzeski, bei Wismar, 2012

© Peter Bialobrzeski, bei Wismar, 2012


Für Die zweite Heimat reiste Peter Bialobrzeski von 2011 bis 2016 mit seiner Kamera durch Deutschland, das ihm seit mehr als 50 Jahren eine Heimat bietet. Mit seinen Fotografien versucht der Künstler, die soziale Oberfläche des Landes zu beschreiben, das ihm seit mehr als 50 Jahren eine Heimat bietet. Bialobrzeski fotografiert den vom Menschen geprägten Außenraum: Stadt, Land, Architektur. Menschen kommen vor, wenn sie dem Bild eine weitere Dimension verleihen. Der Künstler richtet seinen Blick auf häufig übersehene Objekte, die vordergründig keine Bedeutung zu haben scheinen und erst dann ihr Wesen zeigen, wenn sie wahrgenommen und in einen Kontext gebracht werden.

Die Ausstellung ist aus dem Haus der Photographie – Deichtorhallen in Hamburg übernommen worden. Das gleichnamige Buch erschien bei hartmann books.

Peter Bialobrzeski (geb. 1961) ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Er lehrt seit 2002 als Professor für Fotografie an der Hochschule für Künste in Bremen. Seine Arbeit wurde weltweit ausgestellt und vielfach ausgezeichnet. Seine Fotografien befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

(Text: Haus am Kleistpark)

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Ausstellung | superreal punk - Olaf Ballnus | Photobastsei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | superreal punk - Olaf Ballnus | Photobastsei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

superreal punk
Olaf Ballnus


Olaf Ballnus-superrreal_punk 22.jpg

Die hier zusammengetragenen Bilder sind nicht die eines Fotoreporters, der mit festem Auftrag durch die Achtzigerjahre-Republik zog, eine umfassende Fotoserie über diese merkwürdige Jugendbewegung namens Punk zu fabrizieren.

Vielmehr blicken wir von innen in die Welt eines jungen Mannes aus dem Ruhrgebiet, der sich auf den Weg gemacht hat, auf den Weg machen musste,weil er eben da wo er war nicht reinpasste. In den Geschichten, die seine Bilder erzählen, sind Weggefährten Charakterdarsteller. Wir sehen einen jugendlichen Wolfgang Wendland in einem Roadmovie nach West-Berlin trampen oder jenen mythenumrankten Kadett C in seiner Doppelrolle als Nachtexpress und Stundenhotel. Mit den Nachwendegeborenen von heute blickt der damals gleichaltrige Ballnus ebenso erstaunt in die Mauerstadt wie in einen Kohlenpott vor dem Strukturwandel.

Für die schweissgeschwängerten Konzertaufnahmen von den Mimmis, Campino oder Henry Rollins kämpft er sich samt Kamera einmal quer durch den Saal, bis dahin wo es weh tut. Für den aufmerksamen Betrachter ein frühes Zeugnis, wie sich ein fester Wille zum Talent gesellt. Es tritt zu Tage, was dem jungen Punk mit der Kamera alles andere als klar gewesen sein dürfte: Er ist auf einem langen Weg, und es ist der richtige.

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Ausstellung | Punk auf Indonesisch - Eleni Kougionis | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | Punk auf Indonesisch - Eleni Kougionis | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

Punk auf Indonesisch
Eleni Kougionis


Eleni_Kougionis_Punk1.jpg

Auf dem Fussboden liegen schnarchende Punks, während draussen der unüberhörbare Gesang des Muezzin durch die Nacht erklingt. Eine riesige Punkszene im Land mit der grössten muslimischen Bevölkerung weltweit ist ein Kontrast, der mich stets faszinierte. Durch die städteübergreifende Vernetzung der Szene und der scheinbar grenzenlosen indonesischen Gastfreundschaft habe ich immer ein zu Hause bei Freunden. Eine Reise zwischen Punk Musik, traditionellen Werten, muslimischem Glauben, Alkoholexzessen und dem stetigen Kampf ums Überleben in einem von Armut geprägten Land. Dies unter einer Regierung, die Menschenrechtsverletzungen und Polizeirepression zum Alltag macht.

Der Punk auf dem Inselstaat fand seine Anfänge in den 1980er Jahren. Anfangs nur im Untergrund aktiv, entwickelte sich die Subkultur mit der Zeit zu einer breiteren Jugendbewegung, was eine grosse Provokation gegenüber der indonesischen Gesellschaft bedeutet. So wurden während eines Benefiz Punk-Rock Konzerts auf der Insel Sumatra im Jahre 2011 einige Dutzend Punks wegen Verstössen gegen die Scharia verhaftet und in ein polizeiliches Erziehungscamp gesteckt. Die Subkultur bewegt sich in einem Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen Zwängen und dem Drang zur Selbstbestimmung. Aufgrund dessen wuchs eine vielfältige «Do it yourself» - Kultur heran, die vielen Menschen mitunter das Überleben in einem Land ohne finanzielle Sicherheit ermöglicht. In Kollektiv Wohnungen und Häusern entstehen mit Siebdruck hergestellte Band Shirts oder Aufnäher, Musikkassetten werden produziert und verbreitet oder Konzerte und Ausstellungen organisiert.

Die Fotografin Eleni Kougionis, *1988 wohnhaft in Basel, zeigt die Fotoreportage ihrer ersten Reise nach Indonesien aus dem Jahr 2015, welche sie dank dem Förderpreis Globetrotter World Photo umsetzen konnte. Dort tauchte sie mit grosser Unterstützung heimischer Punks in die riesige und vielfältige Szene auf der Insel Java ein. Drei Jahre später begleitete sie ihre Freunde der Basler Hardcore Punk Band Heckler auf deren Süd-ostasien Tournee, wo sie bekannte Menschen und Orte wieder traf. Daraus entstanden der Film «Still Wrecked – Heckler Southeast Asia Tour» und weitere Bilder der Ausstellung. 

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Ausstellung | So It Goes - Kevin Cummins | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | So It Goes - Kevin Cummins | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

so it goes
Kevin Cummins


© Kevin Cummins / Iconic Images

© Kevin Cummins / Iconic Images

Der in Manchester geborene Cummins ist weltbekann für seine legendären Musikerporträts u.a. von Liza Minnelli, Nick Cave, Patti Smith, Philip Glass, Oasis und David Bowie. Diese Bilder sind auf Zeitschriftenumschlägen, in Kunstgalerien, in internationalen Filmen zu sehen und befinden sich unter anderem in den Sammlungen von The National Portrait Gallery und The V&A.

Cummins hat wichtige Momente in der Musikszene seiner Heimatstadt Manchester festgehalten, und diese Bilder haben dazu beigetragen, die Kulturgeschichte der Stadt zu definieren. Sie porträtierten nicht nur Menschen und Orte, sondern schufen eine neue Sichtweise auf Manchester und bleiben eingebettet in das kulturelle Gedächtnis des Nordens. Schlafzimmerwände auf der ganzen Welt wurden und werden mit seinen Arbeiten dekoriert.

Die Photobastei zeigt eines Slideshow dieses Aufbruchs in Manchester und freut sich, die Buchvernissage in Kontinentaleuropa am 10. Januar zu feiern!

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | Punki-Zeit - Nikolaus Stauss | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | Punki-Zeit - Nikolaus Stauss | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

Punkt-Zeit
Nikolaus Stauss


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Bereits als Jugendlicher fotografiert Stauss. Eine seiner ersten Aufnahmen zeigt eine verregnete Strassenansicht in der Nacht. In der damaligen Archivliste ist das Foto fein säuberlich aufgeführt, Film Nr. 19, die 146. Aufnahme, erstellt am 15.9.1952. Das hat sich nie geändert, denn bis heute führt Stauss präzise Buch über alle seiner Fotografien, deren Zahl schon lange die anderthalb Millionen-Marke überstiegen hat.

Seinen Vorlieben – Kunst, Musik, Theater, Oper, Literatur, Film und Tanz – ist Niklaus Stauss bis heute treu geblieben, und wer sich die Zeit nimmt, sich in sein famoses Archiv zu vertiefen, findet dort alle Grössen aus diesen Bereichen.

Jimmy Hendrix hat Stauss 1967 im Hallenstadion Zürich fotografiert, damals wusste er noch nicht, wer Hendrix war. Josef Beuys fotografierte er viele Male, 1981 mit Koffer im Kunsthaus Zürich. 1991 hält Stauss den Pop-Art Künstler Robert Rauschenberg vor einer seiner Collagen fest, das Foto ging um die Welt.

Die Fotografien von Niklaus Stauss sind unschätzbare Zeitzeugen, sie zeigen zwar grosse Persönlichkeiten, doch vor allem zeigen sie Menschen, in einer gebührenden Distanz und doch ganz nah.

Für die Punkausstellung ist Niklaus Staus in sein Archiv gegangen - mit wenigen Fotografien lebt die Zeit vor unseren Augen wieder auf!

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | CHINARCHY - Martina Strul | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | CHINARCHY - Martina Strul | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

CHINARCHY
Martina Strul


CHINARCHY SUBS | Martina Strul

CHINARCHY SUBS | Martina Strul


CHINARCHY ist eine Rückblende auf den chinesischen Untergrund der Jahre 2004-2008. Im Fokus stehen Punks, die sich der hemmungslosen Goldgräberstimmung im eigenen Land komplett verweigern und Copy-CDs von westlichen Bands am Schwarzmarkt wie kostbare Juwelen handeln.

Die Journalistin und Fotografin Martina Strul staunte nicht schlecht, als sie auf ihrer ersten Chinareise 2004 anstatt die erhoffte Kung-Fu-Seligkeit zu finden, im chinesischen Untergrund landete, weil sie sich Hals über Kopf in einen Schanghaier Punk verliebt hatte. Damals hatte die Zürcherin noch keine Ahnung davon, dass sie diese Begegnung in eine tiefschürfende Lebenskrise stürzen könnte und ihr Weltbild von Grund auf zerstören würde. Durch die rosarote Brille hindurch war da anfangs vor allem ein neues Universum an Inspiration und Neugier im Zentrum dieser unfassbaren Liebe zu Superman. Einem ehemaligen Grafiker, der seinen Job an den Nagel hing, um als Punk die Musikwelt zu erobern.

In ihrem Fotobuch SHANGHIGH – LOVE HATE PUNK offenbart Martina Strul ihren persönlichen Blick auf diese Amour Fou. In Wort und Bild zeigt sie den Verlauf einer unmöglichen Liebe, die im Fadenkreuz von gegenseitigem Missverständnis und einer unüberwindbaren Hoffnungslosigkeit keine Überlebenschance hatte. Das Buch erschien 2016 im OFFIZIN Verlag, Zürich und landete auf der Shortlist des Graphic Design Awards Essence. Mit der Ausstellung CHINARCHY in der Photobastei entführt Martina Strul den Betrachter über die Grenzen Schanghais hinaus auf eine abenteuerliche Reise durch den chinesischen Untergrund in Peking, Nanjing und Wuhan. 

Um die chinesische Punkbewegung überhaupt ein wenig verstehen zu können, muss man die Zeitrechnung bis in die 80er-Jahre zurückspulen, als sich in China erste Rock- und Metal-Bands formierten. Spätestens als Cui Jians Song Nothing to my Name zur Protesthymne der Studentenbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens avancierte, war der Durchbruch des Rock’n’Rolls sogar in China für einen Augenblick massentauglich. Mit der brutalen Niederschlagung des Studentenstreiks in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1989 begann für den Vater des chinesischen Rock’n’Rolls ein Katz- und Maus-Spiel mit der Regierung. Erst verbot sie die Auftritte des Sängers ganz, später wurden diese zensiert erlaubt. Mit Cui Jian sahen sich Künstler aller Art dahin zurückgedrängt, wo sie herkamen: In die Löcher des chinesischen Untergrunds. 

Erst als Nirvanas Nevermind Anfang der 90er-Jahre den chinesischen Schwarzmarkt erreichte und die tragische Geschichte um den Selbstmord von Kurt Cobain den Nerv der Pekinger Jugendlichen traf, war Punk in China nicht mehr zu bremsen. 1997 etablierte sich der Untergrundclub Scream im Nordwesten der Hauptstadt als Bühne für Sinopunkbands der ersten Stunde. Die vier Bands Brain Failure, 69, A Jerks und Reflector schlossen sich zum Wuliao Contingent zusammen – eine Verschwörung gegen die Langweile – und ebneten mit der Verbreitung des gleichnamigen Samplers den Weg für Punkszenen in anderen Provinzen des Landes. 

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Ausstellung | Sven Marquardt und die Berliner Punks | Photobastei | Zürich
Jan
11
zu 3. März

Ausstellung | Sven Marquardt und die Berliner Punks | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
11. Januar - 3. März 2019

Sven Marquardt und die Berliner Punks


© Sven Marquardt courtesy of Neumann-Hug Collection

© Sven Marquardt courtesy of Neumann-Hug Collection

Über viele Jahre hinweg hat die schweizerische Neumann-Hug Collection Zeugnisse der Punk Attitude zusammengetragen. Im Rahmen der Gruppenausstellung RAW POWER - THE REVOLT AGAINST INNOCENT präsentiert sie auch Sven Marquardt, der vielen von uns wohl als DER Türsteher des Berliner Technoclubs Berghain (früher Ostgut) bekannt ist.

Doch Marquardt hat viele Seiten. Vor allem ist er ein herausragender, international gefeierter Fotograf mit einer melancholischen Ader. Der langjährige Doyen der Clubszene dokumentiert mit eindringlichen Photographien zugleich den Status Quo der Post Punk Ära Berlins, im gleichen Masse aber auch den intensiv durchdringenden Blick eines Mannes, der wie kein Zweiter den Transit zwischen privaten Begierden und öffentlicher Selbstdarstellung, zwischen Abgrund und Phantasma in Bilder giessen kann.

(Text: Photobastei, Zürich)

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Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln
Jan
12
zu 27. März

Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln


im focus galerie | Köln
12. Januar - 27. März 2019
über Karneval vom 28. Februar - 6. März 2019 geschlossen

Strange Encounters
Thomas Hoepker


Esel | Thomas Hoepker

Esel | Thomas Hoepker

Thomas Hoepker (*1936, München) gilt als einer der bekanntesten Reportagefotografen der Welt. Anfangs als Fotoreporter und Korrespondent für den “stern” unterwegs, fotografierte er weltweit und machte unter anderem Bilder, die von zeitgeschichtlicher Bedeutung sind. Später wurde er Art Director beim stern, Executive Editor bei GEO und Präsident von Magnum Photos. Damit etablierte sich Hoepker in einigen der wichtigsten Positionen der internationalen Fotoszene. Buchprojekte, Filmproduktionen und unzählige Ausstellungen in den wichtigsten Museen und Galerien der Welt folgten.

Die Ausstellung "Strange Encounters" (merkwürdige Begegnungen) zeigt skurrile und humorvolle Beobachtungen, die Thomas Hoepker auf seinen Reisen machen konnte.

"Als Fotojournalist, arbeitend für Zeitungen und Magazine, ist man oft mit den eher schlechten Situationen konfrontiert. Aber schon bald entdeckte ich, dass dort auch lustige oder merkwürdige Begegnungen zu finden sind, die es wert sind fotografiert zu werden." (T. Hoepker)

Daneben zeigt die in focus Galerie, Köln die berühmtesten Fotografien aus Thomas Hoepkers langer Karriere.

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Ausstellung | Except the clouds - Bérangère Fromont | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Jan
12
zu 22. Feb.

Ausstellung | Except the clouds - Bérangère Fromont | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie l’Aberrante | le Crès
12. Januar - 22. Februar 2019

Except the clouds
Bérangère Fromont


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"Athènes est une ville oxymore. Son héritage mythologique flamboyant cohabite avec sa situation politico-économique sombre et dramatique. Son soleil brille de mille feux mais écrase ses rues. C’est une lumière aveuglante qui révèle ses violences et ses visages crépusculaires. Et pourtant on y sent une force de vie bien plus intense qu’ailleurs.

L’idée de résistance y prend tout son sens. Les corps se soulèvent inlassablement pour ne faire qu’un face au chaos de l’histoire. En révolution permanente.

Mon projet est de rendre compte de cet oxymore en images, mais aussi de la complexité du contemporain dans ses différentes strates. Avec cette phrase de Walter Benjamin toujours a l’esprit, comme un fil conducteur invisible et obsessionnel, chercher la lumière dans les ruines d’Attica.

"Dans un paysage ou plus rien n’était reconnaissable, hormis les nuages, et au milieu, dans un champ de forces traversé de tensions et d’explosions destructrices, le minuscule et fragile corps humain."

Bérangère Fromont

 

La Galerie L’Aberrante reçoit Bérangère Fromont avec sa série Except the clouds. Un travail en noir et blanc qui retranscrit de façon poétique ce qui traverse "Athènes ville oxymore" et qui trouve un étrange échos au delà des frontières grecques.

Bérangère Fromont pose son regard sur la ville, l’humain, la nature qui la font, la politique, l’économie qui la défont.

Chaque photo marque des instants avec des temporalités propres à chacune. En les regardant, me vient aussi à l’esprit, un oxymore, éphémère – éternité.

Fixation, accélération du temps, répétition, fin, re-commencement. Certains de ces instants semblent suspendus dans le temps pour l’éternité.

Une temporalité toute particulière traverse le travail de l’artiste, elle parvient à capturer et à nous montrer des instants fugaces,  où plus rien ne sera comme avant après eux. Des évènements qui s’enracinent bien avant, bien avant…

Des traces d’un temps passé, un temps encore présent, échappées belles, la fin, le début.

Valérie Vernhet

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Ausstellung | C 41 - Claudio Rasano | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Jan
12
zu 9. Feb.

Ausstellung | C 41 - Claudio Rasano | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

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Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
12. Januar - 9. Februar 2019

C 41
Claudio Rasano


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Auf seinen Streifzügen nimmt er Dinge war, an denen andere vorbeilaufen würden. Das meint er, sei seine grosse Stärke. Er fotografiert auch nicht gerne bei strahlendem Sonnenschein. Vielmehr taucht er seine Fotos in dieses unnachahmliche „Rasano-Licht“. Und so gehen dann von den Fotos dieser Zauber aus, ob er nun am Strand in Südafrika fotografiert oder einen Baum mit Gartenhäuschen im Schnee bei uns um die Ecke!

Mit den Portraits verfährt er genau gleich. Nie im künstlichen Licht, unverfälscht und in gewisser Weise nimmt er die Menschen „würdevoll“ auf.

Claudio Rasano,  1970  in  Basel  geboren,  ist  für  seine  Fotografien  mit  namhaften  Preisen  ausgezeichnet  worden,  u.a.  mit  dem Taylor  Wessing  Photographic  Portrait  Prize  der National Gallery London, dem European Publishers  Award  for  Photography  und  dem  American Photo Images of the Year. Seine Arbeiten waren international zu sehen, u.a. in der National Portrait Gallery London, in der Ausstellung der Hasselblad Masters Finalists, an den Fotobuchtagen in  den  Deichtorhallen  Hamburg,  in  Australian  Centre  for  Photography  in  Sydney,  an  der  PHotoEspaña in Madrid und in der Scottish National Gallery  in  Edinburgh. 

Claudio Rasano lebt und arbeitet in Basel.

(Text: Monika Wertheimer)

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Ausstellung | Eins - Katja Flingt | Kunsthalle | Rostock
Jan
13
zu 24. Feb.

Ausstellung | Eins - Katja Flingt | Kunsthalle | Rostock


Kunsthalle | Rostock
13. Januar - 24. Februar 2019

Eins
Katja Flint


Trapped K. 2018, 60x80cm C-Print © Katja Flint

Trapped K. 2018, 60x80cm C-Print © Katja Flint


Die Schauspielerin Katja Flint beherrscht auch im Bereich der Fotografie ein vielfältiges Mienenspiel. Allerdings wäre es allzu verführerisch, von der Schauspielkunst eine direkte Parallele zu ihren Porträtfotos zu ziehen. Denn zwei Dinge bloß gegenüberzustellen, ist meist etwas für Denkfaule. Interessanter als die Tatsache, dass sie sich mit Mimik beschäftigt ist, wie sie ihre Werke gestaltet. Hierfür benutzt sie eine einfache Technik, mit der sie aber verstörende Effekte erzielt.

Als Urbild könnte man Man Rays Porträt von Marquise Luisa Casati aus dem Jahr 1922 sehen. Er verschob während einer langen Belichtungszeit die Kamera etwas nach unten, wodurch sich die Augen der Frau verdoppelten. Das Resultat ist höchst surreal, womit nebenbei die exzentrische Dame sehr zufrieden war.

Mit vergleichbaren Kameraeinstellungen erzeugt Flint ihre Darstellungen von Wut oder Lust. Wenn man dies zur Theaterbühne in Beziehung setzten will, dann gilt vielleicht: Ein Gefühl benötigt immer eine Bewegung, sonst ist es tot: sei es in der Zeit, in der etwa ein Schmerz aufwallt oder im Raum, in dem er auf einen anderen trifft. Das ist letztlich eine schlichte Erkenntnis, aber sie funktioniert in den Bildern von Flint hervorragend.

Die Serie “Eins” wird am 12. Januar 2019 in der Kunsthalle Rostock eröffnet und ab dem 30. März 2019 in der Berliner Galerie Semjon Contemporary präsentiert. Zu sehen sind rund 40 großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien. Die Ausstellungen werden durch eine Monographie begleitet, die im DISTANZ Verlag erscheinen wird.

(Text: Kunsthalle, Rostock)

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Ausstellung | Border line, au détour du Jourdain - Farida Hamak | Galerie Regard Sud | Lyon
Jan
15
zu 9. Feb.

Ausstellung | Border line, au détour du Jourdain - Farida Hamak | Galerie Regard Sud | Lyon


Galerie Regard Sud | Lyon
15. Januar - 9. Februar 2019

Border line, au détour du Jourdain
Farida Hamak


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“J’ai beaucoup pris la route sans faire de photographies. J’avais d’abord besoin de découvrir, de m’imprégner de la vallée, de l’habiter, de sentir son odeur, de m’approcher de la lumière, de m’illuminer de ses couleurs. Revenant le plus souvent dans les mêmes lieux, j’ai rôdé autour du Jourdain, caché, en contrebas, fleuve exilé aux rives semées de miradors et de barrages militaires. Grâce à des amis, j’ai pu l’approcher, je l’ai même photographié… Petits bouts de miroirs interdits, série intemporelle de détails et de paysages, décalés de la réalité.

Né dans les montagnes libanaises, le Jourdain arrose le Liban, la Syrie, Israël, la Palestine et La Jordanie avant de finir sa route dans la mer Morte. Depuis la guerre des Six-Jours, en 1967, la vallée du nord est devenue zone militaire.

Dans le Ghor, les habitants sont revenus dans les bourgs et les villages détruits, mais les séquelles de la guerre sont encore visibles et les check points parsèment les routes. Pour pénétrer dans leurs vergers, qu’un couvre-feu vide tous les soirs à 17 h, les fermiers doivent montrer des laissez-passer. Dans certaines zones, ils n’ont plus le droit de construire des serres ou de planter des arbres. “Parfois, les soldats ne nous reconnaissent pas et nous demandent où nous allons lorsque nous rentrons chez nous…”

La vallée est une terre d’excitation et d’extrêmes, basculant d’une lumière violente à l’obscurité soudaine, d’une joyeuse plénitude à un incompréhensible effacement. Dans la Bible, elle est décrite comme le jardin de Dieu. J’aimerais montrer cette dimension biblique du fleuve.”

(Text: Farida Hamak)

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Ausstellung | Objekt I - Untersuchungshaftanstalt - Haftkrankenhaus- Berlin-Hohenschönhausen - Ruth Stoltenberg | Haus am Kleistpark | Berlin
Jan
17
zu 24. März

Ausstellung | Objekt I - Untersuchungshaftanstalt - Haftkrankenhaus- Berlin-Hohenschönhausen - Ruth Stoltenberg | Haus am Kleistpark | Berlin

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Haus am Kleistpark - Porjektraum | Berlin
17. Januar - 24. März 2019

Objekt I - Untersuchungshaftanstalt - Haftkrankenhaus - Berlin-Hohenschönhausen
Ruth Stoltenberg


© Ruth Stoltenberg, Objekt I-10, 2015

© Ruth Stoltenberg, Objekt I-10, 2015


Die Fotografien Ruth Stoltenbergs zeigen das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen und das zugehörige Haftkrankenhaus aus einem persönlichen Blickwinkel. Diese beiden Orte des Terrors und der Gewalt sowie intensive Gespräche mit ehemals inhaftierten Zeitzeugen haben die Fotografin so tief bewegt, dass sich daraus eine sensible fotografische Arbeit entwickelt hat. Stoltenberg lässt in ihren Aufnahmen Räume und Objekte von dem Grauen sprechen, welches an diesen Orten stattgefunden hat.

Wolfgang Zurborn schrieb zum Projekt: „Die Fotografien von Ruth Stoltenberg können das Vergangene nicht sichtbar machen, aber sie können Strukturen der Machtausübung auf Menschen an einem konkreten Beispiel so eindringlich Ausdruck verleihen, dass sie damit unser Bewusstsein für Unrecht schärfen.“

Ruth Stoltenberg (* 1962) erhielt ihre fotografische Ausbildung an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin sowie an der Lichtblick School in Köln, nachdem sie zuvor als Fernsehredakteurin gearbeitet hatte. Sie entwickelte schnell eine eigene künstlerische Handschrift und hat erfolgreich mehrere Langzeitprojekte abgeschlossen. Im Fokus ihrer Arbeiten liegen dabei meist historisch geprägte, verlassene oder im Umbruch befindliche Orte, mit deren Geschichte sie sich jeweils intensiv auseinandersetzt. Ihre Arbeiten befinden sich in namhaften Sammlungen, wurden national wie international ausgestellt, ausgezeichnet und publiziert. 

(Text: Haus am Kleistpark, Berlin)

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Ausstellung | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Jan
18
zu 6. Apr.

Ausstellung | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
18. Januar - 6. April 2019

Comfortable Gestures
Mathias Renner


Comfortable Gestures | Mathias Renner

Comfortable Gestures | Mathias Renner


Mathias Renner (*1981, Zug) widmet sich in einer Einzelausstellung mit dem Titel «Comfortable Gestures» dem Verhältnis von Bild und Objekt und stellt Fragen nach Werbung, Ästhetisierung und Kunst. Martin Jaeggi umschreibt die Arbeit von Mathias Renner wie folgt: Immer wieder verwandelt er Räume in eine poetische und erhabene Landschaft, in der klassische Fragen zum Objekt im Raum, kompositorischem Rhythmus, Oberfläche und Form gestellt werden. Seine Arbeiten oszillieren zwischen Mobiliar und Skulptur, Ratio und Dekoration, zwischen modernistischem Vokabular und einem sakralen Zauber.

Während er nach seinem Studium der Bildenden Kunst an der ZHdK vor allem installativ mit Objekten und Mobiliar arbeitete, findet nun das Bild Eingang in seine künstlerische Auseinandersetzung. Mathias Renner zeigt uns eine speziell auf den Raum hin entwickelte Ausstellung.

Zusätzlich zu den beiden Ausstellungen findet ein Instagram-Special von @werktitel statt, kuratiert von Frank Hyde-Antwi. 

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Ausstellung | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden
Jan
18
zu 2. März

Ausstellung | Zeitspuren - André Wagner | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
18. Januar - 2. März 2019

Zeitspuren
André Wagner


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Schwerpunkt künstlerische Arbeit
Charakteristisch für die Fotografien André Wagners ist seine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten und Motiven seiner Bilder. Zeit und Metaphysik spielen dabei eine besondere Rolle. Er möchte Konventionen des (Weg-)Sehens und des gedanklichen, oft vorschnellen Einordnens brechen.

Sein Ausgangspunkt ist nicht die Wiederverzauberung der Welt, sondern die Wiedersichtbarmachung der noch immer existierenden magischen Momente, die zu Sehen in der heutigen rationalisierten Welt absichtlich verlernt werden. Für ihn sind diese Momente, die übrigens auch stundenlang anhalten können, besonders deutlich in Indien zu finden. Daher kehrt er seit 2004 immer wieder auf den indischen Subkontinent zurück und macht sich dort auf Spurensuche nach der Essenz dieser Kultur und ihrer Fundamente. 

Eine Brücke soll diese Kunst schlagen, die es ermöglicht, Abstraktes wie Spiritualität oder Erhabenheit im Gegenständlichen sichtbar zu machen. Allerdings will die Bildsprache des Künstlers weder predigen noch missionieren, sondern auf einem eher empathischen Level das Materielle mit dem Transzendentalen verbinden und das Unaussprechliche am menschlichen Dasein kommunizieren.

«Am aufgenommenen Bild manipuliere ich nicht mehr herum», ist André Wagner wichtig zu betonen. Seine Bilder werden nicht im Nachhinein durch Bildbearbeitung verfälscht. «Mein Photoshop ist die Zeit», sagt er.

Besonders beeindruckend zeigt sich das am Beispiel der Serie ‚Color Flow’, die er in Indien während des Holi Festivals aufnahm. Die Bilder, die über Stunden von dem bunten Treiben des heiligen Festes der Farben aufgenommen wurden, erinnern an abstrakte Malerei. «Als wenn ich in einem Gemälde stand beim Fotografieren», beschreibt André Wagner den Prozess, «und die Menschen waren die Pinsel».

In der Serie Color Flow treffen viele verschiedene Ebenen, die André Wagners Schaffen auszeichnen, aufeinander und verschmelzen wie die Menschen im Bild. Ähnlich wie auch bei dem Bild ‚Dimension Door‘ oder in der Serie ‚Sense of Purpose’ dokumentiert der Künstler eine im Verschwinden begriffene Welt der Götter und Dämonen, die in einem zweckrationellen westlichen Ordnungsdenken keinen Platz mehr hat. Sinnbildlich dafür stehen die mittlerweile geteerten Pilgerwege, deren Belag unter der Sonneneinstrahlung so heiss wird, dass die Gläubigen Schuhe tragen müssen - auf einem Weg, den sie seit Jahrtausenden barfuss bestritten haben.

Solcherart Rituale und heilige Orte stellen eine Verbindung zwischen Weltlichem und Spirituellem her, die André Wagner insbesondere mit Hilfe der Elemente sichtbar macht. Das Bild ‚virbrations’ beispielsweise nutzt Feuerwellen um auf die dem Ganges zugeschriebene Eigenschaft anzuspielen, Leiden zu lindern. Die wellenförmige Bewegung des Karma, die so bildlich festgehalten wird, spiegelt sich auch in den ‚Color Flow’ Bildern wider und zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des Fotografen.

Die Faszination mit dem Land Indien rührt indes nicht aus einer oberflächlichen Esoterik her, sondern aus einer eingehenden Beschäftigung mit Historie, Kultur und Religion des Landes. Sie kreuzt aber auch Punkte mit der eigenen ostdeutschen Biografie: „Es findet in Indien gerade ein Paradigmenwechsel statt. Ich befürchte, dass der ungeprüft übernommene westliche Lebensstil viel von dem verdrängen wird, was Indien als Kultur ausmacht.“

Dennoch soll seine Kunst nicht den Zeigefinger erheben, mahnen oder belehren. Sie soll lediglich das offene Gespräch suchen und Austausch über abstrakte Themen ermöglichen.

André Wagner
Der 1980 im sächsischen Burgstädt geborene André Wagner begann seine künstlerische Arbeit früh. Neben fotografischen Arbeiten, die im Jahr 2000 unter anderem beim Deutschen Jugendfotopreis im Berliner Martin Gropius Bau zu sehen waren, entstanden schon während der Schulzeit zum Teil grossformatige Graffiti-Werke, unter anderem gemeinsam mit seinem damaligen Mitschüler, dem Maler Lars Teichmann. Weitere Aufträge im Bereich der Graffiti - Kunst folgten.

Über die Graffiti-Kunst und Street Art kam André Wagner zur Fotografie. Zwischen 1999 und 2001 machte er eine Ausbildung zum Fotografen und war seit 2002 als freier Fotograf tätig. In diesen Jahren arbeitete er hauptsächlich für Magazine wie den «Stern», den «Rolling Stone» oder «Geo», und porträtierte Künstler, Musiker und Sportler. Danach wendete er sich freien Projekten als Fotokünstler zu. In den folgenden Jahren nahm er an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Kunstgalerien, Museen und Kunstvereinen teil und stellte auf Kunstmessen im In- und Ausland aus.

2013 nahm er an der 55.Biennale von Venedig im Palazzo Bembo teil. Ebenfalls 2013 hatte André Wagner zwei Einzelausstellungen auf der «Kunst Zürich» wo er für den Zürcher «Advancement Art Award» nominiert wurde. 2014 wurde er von der «Photokina» in Köln eingeladen, ausgewählte Arbeiten seiner Monografie «Visions Of Time» in einer grossen Einzelausstellung zu zeigen. Im Jahr 2017 zeigte André Wagner zwei Museumsausstellungen im Museum Modern Art Altes Gaswerk Hünfeld und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, wo ein retrospektiv angelegter Querschnitt seiner Arbeiten zu sehen war. Ausserdem verwirklichte André Wagner auf Einladung mehrere Kunst am Bau-Projekte, wie etwa 2013 in Zürich in der Chirurgie und Handchirurgie FMH – oder für Mobimo Management eine grosse, mehrteilige Installation in dem Ensemble «Am Pfingstweidpark», ebenfalls in Zürich. Für die Düsseldorfer Boston Consulting Group installierte er eine 10 mal 5 Meter grosse Arbeit.

(Text: Galerie 94)

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Ausstellung | Freilebende Pferde - Markus Saxer | Le Roselet | Les Breuleux
Jan
19
zu 14. Juli

Ausstellung | Freilebende Pferde - Markus Saxer | Le Roselet | Les Breuleux


Le Roselet | Les Breuleux
19. Januar - 14. Juli 2019

Fotografien freilebender Pferde
Markus Saxer  


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Markus Saxer ist ein Schweizer Fotograf, der es auf faszinierende Weise versteht, Fotografie auf das Wesentliche zu reduzieren. Seine Bilder wirken als Ganzes – schlicht und doch unglaublich ausdrucksstark. Seine Umsetzung in Schwarz-Weiss verstärkt die Wirkung noch zusätzlich. 

Die Fotos entstehen bei Begegnungen mit freilebenden Pferden in den Naturreservaten von Spanien, Bosnien, Namibia, Island und Frankreich. Es entstehen faszinierende Momentaufnahmen vom Verhalten der Pferde. Markus Saxers Liebe zu und Vertrautheit mit Pferden lässt sich auch in seinen Fotografien erahnen. Wichtig ist ihm beim Fotografieren, dass die Tiere in ihrem natürlichen Sozialverhalten nicht gestört werden. Er erzählt: "Oft schaue ich den Tieren bewundernd zu und vergesse dabei ganz, den Auslöser der Kamera zu betätigen."

(Text: Ann Schär, Stiftung für das Pferd)

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Ausstellung | Kleinstadt - Ute & Werner Mahler | Robert Morat Galerie | Berlin
Jan
19
zu 16. März

Ausstellung | Kleinstadt - Ute & Werner Mahler | Robert Morat Galerie | Berlin

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Robert Morat Galerie | Berlin
19. Januar - 16. März 2019

Kleinstadt
Ute & Werner Mahler


Kleinstadt #35, 2016

Kleinstadt #35, 2016


Ute und Werner Mahler (geb. 1949 und 1950), waren Schlüsselfiguren der Fotografie in der DDR und haben nach der Wende die renommierte Fotografenagentur Ostkreuz mitbegründet. Nachdem beide jahrzehntelang unabhängig voneinander erfolgreiche Karrieren verfolgt haben, legte das Ehepaar im Jahr 2011 eine erste gemeinsame Arbeit vor, die schwarz-weiße Portraitserie „Monalisen der Vorstädte“. Im Jahr 2014 folgte ein zweites Gemeinschaftsprojekt, „Die seltsamen Tage“, eine Serie großformatiger Landschaftsstudien.

Nun präsentiert das Paar eine neue gemeinsame Arbeit und seine dritte gemeinsame Publikation, „Kleinstadt“ (Hartmann Projects), eine Expedition ins deutsche Hinterland. Ein Besuch in der deutschen Kleinstadt, die sich aus den Bildern vieler Kleinstädte zusammensetzt: von Arzberg über Bitterfeld, Hofgeismar, Pasewalk und Zimmern bis nach Waden und Zehdenick. „Das Thema interessiert uns schon lange. Wir haben uns auch in unseren vorigen Arbeiten mit Vorstädten und unaufgeregten Orten beschäftigt. Wir wollten Städte besuchen, die in keinem Reiseführer stehen und die zu weit von der Autobahn entfernt sind, als dass Menschen sie auf der Durchreise durchqueren würden“, erklärt Ute Mahler im Gespräch mit dem ZEIT Magazin. „Diese Orte sind Biotope, in denen das Leben übersichtlich erscheint. Wo es große Gemeinschaft gibt, aber auch starke soziale Kontrolle. Da, wo es keine Attraktionen gibt, werden die Kleinigkeiten spannend.“


Kleinstadt #22, 2015

Kleinstadt #22, 2015


Ute and Werner Mahler (born 1949 and 1950), were key figures in photography in the former GDR and co-founded the renowned photography agency Ostkreuz after the fall of the Wall. After having pursued successful careers for decades independently, the couple presented their first joint project in 2011, a series of black-and-white portraits titled “Monalisas of the Suburbs”. In 2014, a second joint project followed, “The Strange Days”, a series of large format landscape studies.

Now the couple presents a new joint project and its third joint publication, “Kleinstadt” (Hartmann Projects), an expedition to the German hinterland. A visit to the small German town, which consists of the pictures of many small towns: from Arzberg over Bitterfeld, Hofgeismar, Pasewalk and Zimmern to Waden and Zehdenick. “We have been interested in this topic for a long time, we worked on suburbs and non-exciting places before. We wanted to visit cities that are not in any travel guide and that are too far from the highway for people to pass through,” explains Ute Mahler in an interview with ZEIT Magazin. “These places are biotopes in which life seems manageable. Where there is great community, but also strong social control. Where there are no attractions, the little things become exciting.”

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Ausstellung | Beyrouth 75 - 15 - Stéphane Lagoutte | Focale | Nyon
Jan
20
zu 10. März

Ausstellung | Beyrouth 75 - 15 - Stéphane Lagoutte | Focale | Nyon

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Focale | Nyon
20. Januar - 10. März 2018

Beyrouth 75 - 15
Stéphane Lagoutte


Carton4_bd-690x459.jpg

Beyrouth est stratifiée, saturée. Elle vit un syncrétisme désespéré qui la rend belle et monstrueuse. J’ai rarement vu une terre heurter autant ses habitants. La guerre passée est encore si proche. On y parle toujours d’une construction permanente, de ses fêtes, de la vie qui aurait su garder ses droits. J’y vois pourtant une poussière épaisse qui s’est immiscée partout, déposée là comme un voile sur l’innocence. Les libanais aiment et détestent leur pays. Ils s’angoissent, pensent que tout peut se perdre toujours. Alors ils jouissent. Il n’y a pas d’autre choix. Et ce presque rien, ce fil ténu, résiste aux vents, les sauve en tissant leur prison. Une cage dorée pleine d’argent et de femmes. Fissurée. Le Liban fait partie de ces terres trop aimées. Aimées par des parties ennemies qui ont pratiqué la haine de l’autre jusqu’au sang mais pour le moment pas prêtes à tout perde. La noirceur qui j’y vois n’est pas celle des abysses, elle est aussi profonde que la lumière est proche. Le Liban ressemble à la vie: le deuil, la tragédie sont immanents à sa beauté.

Beyrouth 75-15 est composé de trois ans d’errances photographiques et d’images d’archives retrouvées dans les décombres d’un ancien hôtel de luxe du centre ville. Images antérieures à la guerre civile, danse et innocence d’avant l’histoire que je mixe avec les traces restées dans les chambres de l’hotel délabré et sur les murs de la ville aujourd’hui. J’y mêle paysages et instants de vie. Il s’agit d’évoquer l’intrication du passé et du présent. La mémoire d’une histoire commune enfouie en chaque libanais. Ou comment, en marge de notre nature, se terre l’obscure destin d’un peuple.Stéphane Lagoutte

(Text: Stéphane Lagoutte)

La photographie de Stéphane Lagoutte s’ancre sur le terrain de l’actualité. Il pose un regard singulier sur la société et plus particulièrement les questions liées aux identités et au déracinement en milieu hostile. Photographe de Presse, ses études en arts plastiques l’auront sans doute aidé à transcrire sa vision documentaire du monde en une photographie contemporaine qui questionne le support en fonction du propos. Ses travaux sont régulièrement représentés dans les festivals tels les Rencontres Internationales de la Photographie d’Arles, Visa pour l’Image, le Festival du regard ou les institutions telles le CNAP (Centre National des Arts Plastiques), la BNF (Bibliothèque Nationale Française) ou encore les instituts Français. Il est membre de l’agence MYOP depuis 2009.
www.myop.fr

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Ausstellung | Visioni Ibride - Sandy Skoglund | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
Jan
24
zu 23. März

Ausstellung | Visioni Ibride - Sandy Skoglund | Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino

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Camera - Centro Italiano per la Fotografia | Torino
24. Januar - 23. März 2019

Visioni Ibride
Sandy Skoglund


Revenge of the goldfish, 1981 color photograph approx. image size cm 68.75 x 87.5 ca. Courtesy: Paci contemporary gallery (Brescia – Porto Cervo, IT)

Revenge of the goldfish, 1981 color photograph approx. image size cm 68.75 x 87.5 ca. Courtesy: Paci contemporary gallery (Brescia – Porto Cervo, IT)

La mostra riunisce lavori che vanno dagli esordi nei primi anni Settanta all’ancora inedita opera “Winter”, alla quale l’artista ha lavorato per oltre dieci anni. Sarà proprio questa immagine – accompagnata da alcune delle sculture create per l’installazione da cui è stata tratta la fotografia – il fulcro dell’esposizione: una spettacolare anteprima mondiale che conferma una volta di più l’unicità della sua ricerca e del suo linguaggio, formatisi in pieno clima concettuale per evolversi in un immaginario sospeso tra sogno e realtà, di straordinaria potenza evocativa.

La mostra permette dunque di seguire questo percorso attraverso oltre trenta lavori, quasi tutti di grande formato. Si va dalle prime serie fotografiche prodotte a metà anni Settanta, dove già emergono i temi caratteristici dell’interno domestico e della sua trasformazione in luogo di apparizioni tra comico e inquietante, fino alle grandi composizioni dei primi anni Ottanta, che hanno dato all’artista fama internazionale.

(Text: Camera - Centro Italiano per la Fotografia Torino)

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Ausstellung | Olivier Papegnies | hangar art center | Brussels
Jan
25
zu 23. Feb.

Ausstellung | Olivier Papegnies | hangar art center | Brussels

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hangar art center | Brussels
25. Januar - 23. Februar 2019

Olivier Papegnies


©Olivier Papegnies,  Koglweogo, miroir d’une faillite d'Etat , 2017.

©Olivier Papegnies, Koglweogo, miroir d’une faillite d'Etat, 2017.

Récompensé comme un des meilleurs sujets photojournalistiques par Visa pour l’Image en 2018, le projet Koglweogo, miroir d’une faillite d’Etat est exposé pour la première fois. Avec la journaliste Valentine van Vyve, Olivier Papegnies est allé à la rencontre des Koglweogo, ces groupes d’autodéfense burkinabés aussi nécessaires que controversés. En résultent des tirages noir et blanc, à mi-chemin entre reportage et projet artistique.

Depuis 2015, ces groupes s’installent comme « gardiens de la forêt » et comme mouvement social transversal à la société burkinabé. Au départ partis des zones rurales, ils ont aujourd’hui gagné les villes et la capitale du pays. Ces groupes sont nés du ras-le-bol d’une population victime des braqueurs, coupeurs de routes, voleurs, terroristes, qui a décidé de reprendre les rennes de sa sécurité. Ces « milices » se disent acteurs de la paix, défenseurs du bien commun et veulent lutter contre deux problèmes : l’injustice et la corruption des forces de l’ordre. Adoubés par la population, qui semble avoir retrouvé une certaine sérénité, les Koglweogo s’accordent le droit d’arrêter, de juger et de sanctionner sauvagement parfois au terme de tribunaux populaires (sévices corporels et humiliations). Ne respectant donc pas la loi, ils deviennent difficilement maitrisables, ce qui inquiètent les défenseurs des droits humains qui craignent la mise en péril de l’Etat de droit. La popularité des Koglweogo empêche les représentants politiques de les combattre ouvertement.

Biographie
Né en 1970 à Nivelles, Belgique. Vit et travaille à Bruxelles. Membre du collectif Huma. Olivier Papegnies devient photojournaliste en 1997. Ses reportages sont publiés dans la presse belge et internationale, notamment La Libre Belgique et Le Monde avec lesquels il collabore. Il travaille également avec différentes ONG telles que Médecins du Monde et Handicap International.

Il reçoit plusieurs prix, notamment le Prix Spécial du Jury au festival du Scoop et du Journalisme à Angers, le prix Belfius en 2010, le NPPA en 2011 (Nikon Press Photo Award) et le Prix du journalisme du Parlement Wallonie-Bruxelles en 2012 pour son travail Fous d’Amour. En 2015, il reçoit une bourse du « fond pour le journalisme » afin de réaliser une enquête sur les chrétiens au Liban. En 2017, il reçoit une autre bourse pour enquêter, avec Valentine Van Vyve, sur les Koglweogo, groupes d’auto-défenses au Burkina Faso et en 2018, son reportage Koglweogo, miroir d’une faillite d’Etat reçoit le « Visa d’or de l’Information numérique franceinfo » par « Visa pour l’image » à Perpignan. Avec le collectif Huma, il travaille en ce moment sur le projet What the Foot, reportage sur le foot féminin à travers le monde.


Koglweogo, miroir d’une faillite d’Etat is a project that was hailed as one of the best photojournalistic subjects by Visa pour l’image in 2018, and it is being exhibited here for the first time. Accompanied by journalist Valentine van Vyve, Olivier Papegnies set off to meet the Koglweogo, those self-defence groups in Burkina Faso which are as necessary as they are controversial. The result is these black and white prints, which sit somewhere between reportage and artistic project.

Since 2015, these groups have been setting themselves up as ‘guardians of the forest’, forming a transverse social movement across Burkina Faso society. Originally coming from the countryside, they have now reached the cities and the nation’s capital. These groups have been spawned by a population who are fed up with being victims of gangsters, highway bandits, robbers and terrorists, and who have made up their minds to take back control of their own security. These ‘militias’ describe themselves as actors for peace and defenders of the common good, and they seek to combat two problems: injustice and corruption in law enforcement. Supported by the population, who seem to have regained a certain measure of calm, the Koglweogo have commandeered the right of arrest and judgement, handing down sometimes savage punishments after trials by people’s courts (physical brutality and humiliations). So they do not respect the law and are becoming hard to control, which worries the defenders of human rights, who fear a threat to the rule of law. The Koglweogo enjoy such a level of popular support that the politicians cannot move against them openly.

Biography
Born in 1970 in Nivelles, Belgium. Lives and works in Brussels. Member of the Huma collective. Olivier Papegnies became a photojournalist in 1997. His reports have been published in the Belgian and international press, including in La Libre Belgique and Le Monde, both of which he collaborates with. He also works with various NGOS, such as Médecins du Monde and Handicap International.

He has won several prizes, notably the Special Jury Prize at the Scoop and Journalism festival in Angers, the Belfius prize in 2010, the NPPA (Nikon Press Photo Award) in 2011 and the Journalism Prize awarded by the Walloon-Brussels Parliament in 2012 for his work Fous d’Amour. In 2015, he won a bursary from the ‘fund for journalism’ to enable him to conduct a survey into Christians in Lebanon. In 2017, he won another bursary, to accompany Valentine Van Vyve to investigate the Koglweogo self-defence groups in Burkina Faso, and in 2018, his report Koglweogo, miroir d’une faillite d’Etat was awarded the ‘Visa d’or de l’information numérique franceinfo’ by ‘Visa pour l’image’ in Perpignan. With the Huma collective, he is currently working on the project What the Foot, a report into women’s football round the world.


Aan het project Koglweogo, miroir d’une faillite d’Etat, dat in 2018 als een van de beste fotojournalistieke onderwerpen werd bekroond door “Visa pour l’Image”, wordt nu voor het eerst een tentoonstelling gewijd. Samen met journaliste Valentine van Vyve is Olivier Papegnies de Koglweogo gaan opzoeken, de zelfverdedigingsmilities uit Burkina Faso die aan een behoefte beantwoorden, maar omstreden zijn. Zijn zwart-wit afdrukken houden het midden tussen een reportage en een artistiek project.

Deze groepen hebben zich sinds 2015 opgeworpen als “bewakers van het woud” en als sociale beweging in de Burkinese samenleving. In het begin kwamen ze alleen op het platteland voor, nu treden ze ook in de steden en zelfs in de hoofdstad op. De milities ontstonden omdat de bevolking genoeg had van de overvallen, diefstallen, hinderlagen en daden van terrorisme en het recht in eigen handen nam. Deze “milities” zeggen dat ze de rust willen herstellen en twee problemen oplossen: de onrechtvaardigheid en de corruptie van de ordediensten. De Koglweogo vinden veel bijval bij de bevolking, die blij is met de teruggevonden relatieve rust. Maar ze eisen ook het recht op om mensen willekeurig aan te houden, te vonnissen en te straffen, soms door toedoen van volkstribunalen. Vaak worden lijfstraffen en vernederingen opgelegd. De milities leven de wet niet na en zijn nog moeilijk in de hand te houden. De verdedigers van de mensenrechten zijn ongerust en vrezen dat de rechtsstaat in het gedrang komt. Maar omdat de Koglweogo zo populair zijn, durven de politici ze niet openlijk bestrijden.

Biografie
Olivier Papegnies werd in 1970 geboren in Nijvel (België). Hij woont en werkt in Brussel en is lid van het collectief Huma. In 1997 werd hij fotojournalist. Zijn reportages verschenen in de Belgische en internationale pers, onder andere in de kranten La Libre Belgique en Le Monde, waarmee hij samenwerkt. Hij werkt ook samen met verschillende NGO’s, zoals Dokters van de Wereld en Handicap International.

Hij ontving reeds verscheidene prijzen, onder andere de Prix Spécial du Jury op het festival Scoop et Journalisme in Angers (Frankrijk), de Belfius-prijs in 2010, de Nikon Press Photo Award in 2011 en de Prix du journalisme van het Parlement Wallonië-Brussel in 2012 voor zijn werk Fous d’Amour. In 2015 ontving hij een beurs van het “Fonds pour le journalisme” om een enquête te maken over de christenen in Libanon. In 2017 kreeg hij nog een beurs om samen met Valentine Van Vyve zijn lens te richten op de Koglweogo, de zelfverdedigingsmilities in Burkina Faso, en in 2018 ontving hij voor zijn reportage Koglweogo, miroir d’une faillite d’Etat de “Visa d’or de l’Information numérique franceinfo” in het kader van “Visa pour l’image” in Perpignan. Samen met het collectief Huma werkt hij momenteel aan het project What the Foot over damesvoetbal over de hele wereld.

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Vernissage | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug
Jan
25
5:30 nachm.17:30

Vernissage | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug


Kunsthaus Zug
25. Januar 2019
Einführung durch Dr. Matthias Haldemann, Direktor und Dr. Marco Obrist, Sammlungskurator

Lukas Hoffmann


Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Vergessen, verwahrlost. Kühl, menschenleer und unbeseelt: Wenn Lukas Hoffmann (*1981) durch Berlin radelt, dann sind es Randgebiete, die seinen Blick fangen. In Steinhausen im Kanton Zug aufgewachsen, hat es ihn nach seinem Studium in Paris nach Berlin geführt. Hier lebt er, hier findet er seine Sujets. Unterführungen, Hausecken, Baustellen. Hoffmann mag das Karge. Er behandelt das Nebensächliche mit derartiger Umsicht, dass Blickwinkel, Belichtung und Bildausschnitt den analogen Arbeiten eine grosse Präsenz und ästhetische Qualität geben und sie über sich hinauswachsen, bis sie den Betrachter an Malerei erinnern. Die Brachen und urbanen Randgebiete, abgestanden, provisorisch, übersehen, füllen seine Bilder mit Leben an.

Hat Hoffmann auf seinem Streifzug einen Ort gefunden, den er gerne mag, dann kehrt er zurück. Er arbeitet langsam, akribisch. Wetter, Jahreszeit, Lichteinfall: dem Zufall überlässt er nichts, er ist ein Konstrukteur. Einer, der von Beginn weg analog gearbeitet hat, der seine Sache selbst macht, von der Dunkelkammer zur Vergrösserung und zur Rahmung. Ein Meister zudem der Techniken unterschiedlicher Kameras. Graustufen sind seine Klaviatur, er spielt sie bis seine Fotografien eine Flächigkeit oder Tiefe erhalten, wie er sie sich wünscht. Die Besucher des Kunsthaus Zug konnten Hoffmann schon mehrfach in Gruppenausstellungen erleben. Im Frühjahr nun wird er seine fotografische Position in einer grossen Einzelausstellung darlegen und neue Arbeiten aus den letzten Jahren erstmals in der Schweiz zeigen. Neben urbanen Architekturen sind es erste Beispiele aus einem Experiment: Er fängt Passanten mit einer portablen, grossen Kamera ein.

In Zusammenarbeit mit dem Photoforum Pasquart und mit Le Point du Jour wird die Ausstellung auch in Biel und in Cherbourg-en-Cotentin, Frankreich, gezeigt. Dazu erscheint eine dreisprachige Publikation im Verlag Spector Books, Leipzig.

Kuratiert von Matthias Haldemann

(Text: Kunsthaus Zug)

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Ausstellung | Jérôme Schaad | Galerie Löiegruebe | Solothurn
Jan
25
zu 16. Feb.

Ausstellung | Jérôme Schaad | Galerie Löiegruebe | Solothurn


Galerie Löiegruebe | Solothurn
25. Januar - 16. Februar 2019

Jérôme Schaad


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Meine Fotografien, auch meine Zeichnungen, wollen einladen zu einer Betrachtung dessen, was nicht unmittelbar erkennbar und benennbar ist.

In allem was uns umgibt, steckt etwas Wesentliches, das nicht darstellt, das da ist. Dieses geheimnisvolle, schwer fassbare fesselt uns immer wieder. Es ist in uns und um uns, geht ein und aus in unzähligen Formen und entzieht sich doch jedem Zugriff. Auf Schritt und Tritt treffe ich auf seine Signale, die mir zuflüstern: Komm näher, verweile, entdecke.

Was ich finde, sind Erscheinungen, bittersüsse, die mich ergreifen und antreiben, das Gesehene mitzugestalten, im kleinen Format, das meinem Schaffen entspricht.

So kann eine stille Vertraulichkeit zwischen Mensch und Bild gedeihen. 

(Text: Jérôme Schaad)

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Ausstellung | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug
Jan
26
zu 17. März

Ausstellung | Lukas Hoffmann | Kunsthaus Zug


Kunsthaus Zug
26. Januar - 17. März 2019

Lukas Hoffmann


Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Ohne Titel (Neue Strasse), 2017 | Lukas Hoffmann

Vergessen, verwahrlost. Kühl, menschenleer und unbeseelt: Wenn Lukas Hoffmann (*1981) durch Berlin radelt, dann sind es Randgebiete, die seinen Blick fangen. In Steinhausen im Kanton Zug aufgewachsen, hat es ihn nach seinem Studium in Paris nach Berlin geführt. Hier lebt er, hier findet er seine Sujets. Unterführungen, Hausecken, Baustellen. Hoffmann mag das Karge. Er behandelt das Nebensächliche mit derartiger Umsicht, dass Blickwinkel, Belichtung und Bildausschnitt den analogen Arbeiten eine grosse Präsenz und ästhetische Qualität geben und sie über sich hinauswachsen, bis sie den Betrachter an Malerei erinnern. Die Brachen und urbanen Randgebiete, abgestanden, provisorisch, übersehen, füllen seine Bilder mit Leben an.

Hat Hoffmann auf seinem Streifzug einen Ort gefunden, den er gerne mag, dann kehrt er zurück. Er arbeitet langsam, akribisch. Wetter, Jahreszeit, Lichteinfall: dem Zufall überlässt er nichts, er ist ein Konstrukteur. Einer, der von Beginn weg analog gearbeitet hat, der seine Sache selbst macht, von der Dunkelkammer zur Vergrösserung und zur Rahmung. Ein Meister zudem der Techniken unterschiedlicher Kameras. Graustufen sind seine Klaviatur, er spielt sie bis seine Fotografien eine Flächigkeit oder Tiefe erhalten, wie er sie sich wünscht. Die Besucher des Kunsthaus Zug konnten Hoffmann schon mehrfach in Gruppenausstellungen erleben. Im Frühjahr nun wird er seine fotografische Position in einer grossen Einzelausstellung darlegen und neue Arbeiten aus den letzten Jahren erstmals in der Schweiz zeigen. Neben urbanen Architekturen sind es erste Beispiele aus einem Experiment: Er fängt Passanten mit einer portablen, grossen Kamera ein.

In Zusammenarbeit mit dem Photoforum Pasquart und mit Le Point du Jour wird die Ausstellung auch in Biel und in Cherbourg-en-Cotentin, Frankreich, gezeigt. Dazu erscheint eine dreisprachige Publikation im Verlag Spector Books, Leipzig.

Kuratiert von Matthias Haldemann

(Text: Kunsthaus Zug)

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Vernissage | Sillages | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne
Jan
26
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Sillages | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne



Christelle Boulé

Christelle Boulé

Die Ausstellung Sillages zeigt die Werke von fünf Künstler_innen, die Gemeinsamkeiten zwischen Parfum und Fotografie erforschen. Sie beleuchten die zumeist überraschenden Parallelen zwischen Fotografien und Düften oder veranschaulichen und fokussieren bestimmte Aspekte der Parfümherstellung. Beispielsweise erkunden sie die enge Verbindung zwischen Gedächtnis und Duft wie zwischen Fotografie und Duft, befassen sich mit den Molekülen, die das Erleben von Düften und analogen Bildern ermöglichen, und erkennen Gerüche und Bilder gleichermassen als Zeugnisse und Spuren des Lebendigen. Oder sie erkunden auf feinfühlige Weise die Auffassungen des Künstlichen und des Natürlichen, oder der Nachahmung der Natur. Ihre einzigartigen, ausdrucksstarken Bilderwelten bieten faszinierende visuelle Interpretationen der Parfümherstellung, eines Handwerks, dessen Kreationen normalerweise für das blosse Auge unsichtbar bleiben.

In diesem Sinne präsentiert die Ausstellung mehrere einzigartige und originelle Ansätze, die Parallelen zwischen olfaktorischen und visuellen Phänomenen erkennen und diese beiden Bereiche aus überraschenden Perspektiven beleuchten. Darüber hinaus wird die Ausstellung durch eine Veranstaltungsreihe mit Bezug zur Parfümherstellung ergänzt. Sie präsentiert den Besuchern ein Handwerk, das einerseits jedem vertraut ist – wer hätte nicht mindestens einmal ein Parfum benutzt? – dessen Entwurfs- und Herstellungsmethoden jedoch andererseits kaum bekannt sind, obwohl es sich dabei um einen bedeutenden Industriezweig in der Schweiz handelt.

In diesem Sinne zeigt die Ausstellung in Form einzigartiger und sehr aussagekräftiger Bilderwelten sowohl überraschende Aspekte der Fotografie als auch der Parfümherstellung. Sie präsentiert mehrheitlich un- veröffentlichte Werke, die zu diesem Anlass entstanden sind.


Olga Cafiero

Olga Cafiero

L’exposition Sillages présente les travaux de cinq photographes créant des liens entre parfum et photographie. Ils mettent en lumière des facettes communes, mais souvent inattendues, entre photographie et fragrance, ou interprètent visuellement et magnifient certaines facettes de la parfumerie. Ils explorent par exemple les liens forts entre mémoire et parfum comme entre mémoire et photographie, s’intéressent aux molécules qui donnent vie aux fragrances ou images argentiques, considèrent les odeurs et les photographies comme autant d’empreintes et de vestiges d’un organisme, ou encore explorent de manière subtile les notions d’artificialité et de naturel, d’imitation de la nature et de représentation. Leurs univers forts et singuliers offrent des interprétations visuelles fascinantes de la parfumerie, domaine dont les créations restent généralement invisibles à l’œil nu.

Cette exposition est la première de son genre: elle aborde certaines facettes communes, mais très peu explorées, entre certains phénomènes visuels et olfactifs, et ce par des approches singulières et originales, conceptuellement précises et abordant la thématique par des angles multiples. Les œuvres présentées, fruits de recherches approfondies des artistes, sont en large majorité inédites et produites pour l’exposition.

Enrichie d’événements liés à la parfumerie, l’exposition invitera ainsi les visiteurs à découvrir un champ de création à la fois connu de tous — qui ne s’est pas au moins une fois parfumé? – mais dont la création et la fabrication restent assez peu connues, bien qu’il s’agisse en Suisse d’une industrie importante.


Roberto Greco

Roberto Greco

The exhibition Sillages presents the work of five photographers who create unexpected links between the fields of perfume and photography. They highlight common, but often surprising, facets between photography and fragrance, or visually interpret and magnify certain characteristics of perfumery. For example, they explore the strong ties between memory and perfume as well as between memory and photography, research the molecules that give life to fragrances or analog photographs, consider smells and images as imprints and vestiges of an organism, or explore in a subtle way the notions of artificiality and naturalness, imitation of nature and representation. Their strong and unique visual universes offer fascinating visual interpretations of perfumery, a field whose creations remain generally invisible to the naked eye.

This exhibition is the first of its kind: it addresses certain common, but little explored, facets between visual and olfactory phenomena, using singular and original, and conceptually precise, approaches. The works presented, the result of extensive research by the artists, are mostly unpublished and produced for the exhibition.

Enriched with events related to perfumery, the exhibition will invite visitors to discover a field of creation that is both known to everyone – who has not tried fragrance at least once? – but whose creation and manufacturing processes remain relatively unknown, although it is an important industry in Switzerland.

(Text: Photoforum Pasquart, Biel/Bienne)

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Ausstellung | Attraverso - Daria Caverzasio Hug | Galleria Cons Arc | Chiasso
Jan
27
zu 2. März

Ausstellung | Attraverso - Daria Caverzasio Hug | Galleria Cons Arc | Chiasso


Galleria Cons Arc | Chiasso
27. Januar - 2. März 2019

Attraverso
Daria Caverzasio Hug


© Daria Caverzasio Hug (CH-1957) | dalla serie Transiti 2013-2018 | Stampa Inkjet su carta, 52×42 cm, 2018 | edition 1/5+ 2 ap

© Daria Caverzasio Hug (CH-1957) | dalla serie Transiti 2013-2018 | Stampa Inkjet su carta, 52×42 cm, 2018 | edition 1/5+ 2 ap


Sono arrivata alla pratica della fotografia quasi per caso, con poco bagaglio tecnico

ma con una esperienza storica e critica di lavoro sull’immagine accumulata nel corso dell’attività di museo. Questa esperienza è l’obiettivo attraverso cui osservo, seleziono e fisso i miei soggetti. A questo allude in parte il titolo della mostra. Ma anche al fatto che nelle fotografie scelte per l’esposizione, che sono sostanzialmente dei ritratti,  il soggetto è colto attraverso schermature, grate, riflessi, rispecchiamenti e, attraverso questi filtri, guarda a sua volta lo spettatore.

La tematica del vedere è stata una costante per me fin dall’infanzia. Sono stata una bambina parecchio miope e mi sono spesso interrogata. Come vede chi vede bene? Cosa comporta non vedere? Si vede diverso attraverso gli occhiali? E più tardi. Cosa definire realtà se quello che vediamo è offuscato o parcellizzato, sbiadito, punctuato, macchiato o alterato nelle proporzioni? O all’inverso. Questi fenomeni che altri mondi aprono, che luoghi mentali sensibili sollecitano? Che esperienza ulteriore regalano?

Vedere per me è una dinamica di mediazione. Un processo sensoriale molto complesso porta la realtà esterna alla nostra consapevolezza attraverso rovesciamenti e chiasmi. Vediamo attraverso la nostra esperienza soggettiva, attraverso schemi mentali e culturali. Anche il caso ha il suo ruolo nel selezionare le nostre esperienze visive. La realtà che vediamo è sempre attraverso e non è sperimentabile in modo definitivo.

(Text: Daria Caverzasio Hug)

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Ausstellung | Sillages | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne
Jan
27
zu 31. März

Ausstellung | Sillages | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne

  • Photoforum Pasquart (Karte)
  • Google Kalender ICS


Christelle Boulé

Christelle Boulé

Die Ausstellung Sillages zeigt die Werke von fünf Künstler_innen, die Gemeinsamkeiten zwischen Parfum und Fotografie erforschen. Sie beleuchten die zumeist überraschenden Parallelen zwischen Fotografien und Düften oder veranschaulichen und fokussieren bestimmte Aspekte der Parfümherstellung. Beispielsweise erkunden sie die enge Verbindung zwischen Gedächtnis und Duft wie zwischen Fotografie und Duft, befassen sich mit den Molekülen, die das Erleben von Düften und analogen Bildern ermöglichen, und erkennen Gerüche und Bilder gleichermassen als Zeugnisse und Spuren des Lebendigen. Oder sie erkunden auf feinfühlige Weise die Auffassungen des Künstlichen und des Natürlichen, oder der Nachahmung der Natur. Ihre einzigartigen, ausdrucksstarken Bilderwelten bieten faszinierende visuelle Interpretationen der Parfümherstellung, eines Handwerks, dessen Kreationen normalerweise für das blosse Auge unsichtbar bleiben.

In diesem Sinne präsentiert die Ausstellung mehrere einzigartige und originelle Ansätze, die Parallelen zwischen olfaktorischen und visuellen Phänomenen erkennen und diese beiden Bereiche aus überraschenden Perspektiven beleuchten. Darüber hinaus wird die Ausstellung durch eine Veranstaltungsreihe mit Bezug zur Parfümherstellung ergänzt. Sie präsentiert den Besuchern ein Handwerk, das einerseits jedem vertraut ist – wer hätte nicht mindestens einmal ein Parfum benutzt? – dessen Entwurfs- und Herstellungsmethoden jedoch andererseits kaum bekannt sind, obwohl es sich dabei um einen bedeutenden Industriezweig in der Schweiz handelt.

In diesem Sinne zeigt die Ausstellung in Form einzigartiger und sehr aussagekräftiger Bilderwelten sowohl überraschende Aspekte der Fotografie als auch der Parfümherstellung. Sie präsentiert mehrheitlich un- veröffentlichte Werke, die zu diesem Anlass entstanden sind.


Olga Cafiero

Olga Cafiero

L’exposition Sillages présente les travaux de cinq photographes créant des liens entre parfum et photographie. Ils mettent en lumière des facettes communes, mais souvent inattendues, entre photographie et fragrance, ou interprètent visuellement et magnifient certaines facettes de la parfumerie. Ils explorent par exemple les liens forts entre mémoire et parfum comme entre mémoire et photographie, s’intéressent aux molécules qui donnent vie aux fragrances ou images argentiques, considèrent les odeurs et les photographies comme autant d’empreintes et de vestiges d’un organisme, ou encore explorent de manière subtile les notions d’artificialité et de naturel, d’imitation de la nature et de représentation. Leurs univers forts et singuliers offrent des interprétations visuelles fascinantes de la parfumerie, domaine dont les créations restent généralement invisibles à l’œil nu.

Cette exposition est la première de son genre: elle aborde certaines facettes communes, mais très peu explorées, entre certains phénomènes visuels et olfactifs, et ce par des approches singulières et originales, conceptuellement précises et abordant la thématique par des angles multiples. Les œuvres présentées, fruits de recherches approfondies des artistes, sont en large majorité inédites et produites pour l’exposition.

Enrichie d’événements liés à la parfumerie, l’exposition invitera ainsi les visiteurs à découvrir un champ de création à la fois connu de tous — qui ne s’est pas au moins une fois parfumé? – mais dont la création et la fabrication restent assez peu connues, bien qu’il s’agisse en Suisse d’une industrie importante.


Roberto Greco

Roberto Greco

The exhibition Sillages presents the work of five photographers who create unexpected links between the fields of perfume and photography. They highlight common, but often surprising, facets between photography and fragrance, or visually interpret and magnify certain characteristics of perfumery. For example, they explore the strong ties between memory and perfume as well as between memory and photography, research the molecules that give life to fragrances or analog photographs, consider smells and images as imprints and vestiges of an organism, or explore in a subtle way the notions of artificiality and naturalness, imitation of nature and representation. Their strong and unique visual universes offer fascinating visual interpretations of perfumery, a field whose creations remain generally invisible to the naked eye.

This exhibition is the first of its kind: it addresses certain common, but little explored, facets between visual and olfactory phenomena, using singular and original, and conceptually precise, approaches. The works presented, the result of extensive research by the artists, are mostly unpublished and produced for the exhibition.

Enriched with events related to perfumery, the exhibition will invite visitors to discover a field of creation that is both known to everyone – who has not tried fragrance at least once? – but whose creation and manufacturing processes remain relatively unknown, although it is an important industry in Switzerland.

(Text: Photoforum Pasquart, Biel/Bienne)

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Vernissage | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano
Jan
29
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano


Canvetto Luganese | Lugano
29. Januar 2019

Cà méa
Katja Snozzi


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HEIMAT

“Wo ist deine Heimat?“

“Da wo meine Eltern und meine Freunde sind.“

“Da wo ich zur Schule gegangen bin…“

“Da wo ich ein Dach über dem Kopf habe“… 

Hätte man Katja Snozzi als Kind befragt, hätte sie ähnliche Antworten geben können.

Aber der Ort ist weit entfernt von dem Ort, den sie heute bewohnt. Ihre Heimat der Kindheit war eine Farm in Kenia. In der Pubertät begann eine Verschiebung des Gefühls für Heimat. Ihre Schweizer Eltern schickten die Kinder immer häufiger in ihr ursprüngliches Heimatland, bis schliesslich in einem Internat die weiten Wiesen der Farm nur noch Erinnerung sind.

Als Katja Snozzi erwachsen ist, studiert sie Fotografie an der Hochschule der Künste in Zürich. Zu dieser Zeit, zeichnete sich noch keineswegs ab, was man ihre spätere Karriere nennen könnte.

Vielleicht war es wieder sie Sehnsucht nach Heimat, dass sie sich für ein Leben mit Kindern, gemeinsam mit einem einfühlsamen Partner in Bern entschied. Bis genau jener sie später unterstütze auch ihren Begabungen zu leben und in die Welt zu gehen.

Es zog sie beruflich immer wieder in Länder die nahe dem Traumland ihrer Kindheit waren, nun aber verwüstet von Terror und Krieg.

Später engagiert sich Katja Snozzi intensiv für diverse humanitäre Organisationen, vor allem für die Stiftung SOS-Kinderdorf. Wieder waren es Fotos, die einen nicht los lassen. Kinder, denen die Heimat fehlt und der Wunsch, diesen Kindern eine Heimat zu finden.

Es vergingen etwa 40 Jahre, die Katja Snozzi mit ihrer Familie in Bern verlebte.

Zu Beginn des zweiten Jahrtausends abermals ein anderer Ort für Heimat.

Das Haus der verstorbenen Mutter im Tessin. Es ist vertraut, aber noch fehlen die eigenen Wurzeln, doch die wachsen stetig. Das Haus wurde bald bevölkert mit dem vertrauten Hausrat, mit kleinen selbst geschaffenen Skulpturen aus Keramik, mit Figuren, geschnitzt aus dunklem Holz, Gefährten aus fernen Ländern. Sie sind da so selbstverständlich wie im Garten die Rosen und Palmen.

An diesem Ort wächst alles zusammen. Das Leben von einst als Kind in Kenia,  die Lehrjahre in der Schweiz, der Nukleus Familie und die Frau mit der Fotokamera, die aufruft zum Schauen auf die Welt.

Heimat. Da wo die Lebensfäden sich bündeln.

2014 ein neues Projekt.

Wieder die Frage nach demselben Thema. Sie macht eine berührende Serie von Menschen, die bereits das Alter von 100 oder mehr Jahren erreicht haben.

Es sind Portraits vor denen man lange verweilen muss. Andächtig. Ehrfurchtsvoll.

Eingebettet in eine Landschaft von Falten, die sich, kaum wahrgenommen, aufzulösen scheinen, tritt einem das authentische Ich eines jeden entgegen.

Die Heimat ist allen ihr langes Leben.

Diese Heimat besitzen nur sie. Diese Heimat kann ihnen niemand nehmen.

Und nun Katja Snozzis vorläufig letzte Arbeit.

Sie geht durch ihr vertrautes Haus. Sie ist allein. Der Lebensgefährte hat sie und das gemeinsame Haus verlassen müssen, um in eine andere Welt einzutreten, wohin auch immer. Einsamkeit. Er ist fern und doch immer gegenwärtig. Überall. Sie fotografiert. Die Tage sind nicht mehr nur das, was sichtbar ist. Es sind Gespräche ohne hörbare, nur ahnbare Antworten. Sie verlaufen ohne Urzeit, ohne das Sorgetragen für einen anderen Menschen. Sie hat Zeit zum Trödeln, auf Zeichen zu achten, zu träumen. Beiläufig  hält sie bei dem oder jenem Gegenstand an, klick…unbedeutende Kleinigkeiten, die plötzlich das Auge erreichen, das Auge das sieht. Sie drückt ab… ein, drei, vier, zehn Fotos… die Sonnenflecken auf dem Küchenboden … jene auf den gelben Schrankwänden…klick. Weiss sie, warum sie den Kühlschrank öffnet? Nein, einfach so… klick. Später ist es die Silberdose, sind es die Kristallflaschen mit ihren Reflexen … Da hat vielleicht bereits die nicht mehr so unschuldige Neugier, die Suche nach dem lohnenden Objekt begonnen… Doch eigentlich ist es wohliger sich gehen zu lassen, zu treiben, in Unbekanntes, Absichtsloses. Der Besen… das Elektrokabel… die Tasten der Wasserspühlung fürs Klo… die Gardinen vor den Fenstern… der Briefkasten draussen…klick. Geschenke, die unberechenbar sind. Für die man auch nicht danken muss. Man besass sie ja immer schon.

Und dann die Nacht, in der der Schlaf nicht kommen mag. Schliesslich das Anknipsen der Lampe… dieser tausend mal erlebte Blick in den hellen Schirm…Warum nicht?…klick… Die Wegstrecke beim Hinübergleiten in Traumwelten. Am nächsten Morgen liegen sie da, diese Ereignisse der Leere, diese Bilder, die nichts wollten als da-sein. Die waren ja nicht von Notwendigkeit oder Nützlichkeit bestimmt. Sie entstanden nicht, um zu verführen.

Sie sind einfach schön. Das reine Schöne, das nichts weiter sein will, als das, was es ist.

Schönheit gibt es nicht ohne Geheimnis.

Die Fotos zeigen Katja Snozzis Heimat, so wie sie jetzt ist, in ihren ganz verschiedenen Ebenen.

(Ingeborg Lüscher)


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Ordinaria follia della quotidianità

Per chi, abituato ad ammirare le testimonianze delle immagini di Katja dove la componente umana è sempre la parte essenziale e imprescindibile del suo operato, davanti a queste nuove immagini può rimanere attonito.

Dopo aver vissuto gli scatti dei suoi reportage da luoghi e da persone drammaticamente confrontate al limite del irreale, alla realtà drastica dell’ultimo tema trattato con grande maestria e sensibilità. Da 0 a 100 anni. Una sequela di ritratti in bianco e nero che vanno dall’immagine di quel braccio teso che sorregge un neonato di pochi giorni ai volti di centenari con la dignità del loro vissuto fissato dall’artistico scatto della camera di Katja.

Ora, questa nuova avventura della fotografa, la vede cimentarsi con immagini impensabili della quotidianità. Fissare e interpretare oggetti e testimonianze del nostro vissuto rendendoli importanti nella loro semplicità.

Sono particolari che per equilibrio di forma, di colore e di inquadratura diventano interpretazioni astratte di qualcosa molto realistico.

In questo ultimo lavoro Katja è riuscita ad estrapolare l’essenziale da questi elementi in modo da renderli visibili in un contesto inusuale.

Indagare con un occhio e di riflesso con un obbiettivo fuori dal comune particolari di oggetti “comuni” significa andare “oltre”. Vuol dire diventare più creative del solito e non solo affidarsi ad un mero risultato tecnico della bella immagine ma essere in grado di superarla e di interpretarla.

Lascio a chi osserverà queste immagini con quel “qualche cosa in più” di scoprire la creatività che Katja ha voluto trasmetterci ancora una volta con grande sensibilità.

(Text: Pierre Casè)

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Ausstellung | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano
Jan
30
zu 4. Mai

Ausstellung | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano


Canvetto Luganese | Lugano
30. Januar - 4. Mai 2019

Cà méa
Katja Snozzi


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HEIMAT

“Wo ist deine Heimat?“

“Da wo meine Eltern und meine Freunde sind.“

“Da wo ich zur Schule gegangen bin…“

“Da wo ich ein Dach über dem Kopf habe“… 

Hätte man Katja Snozzi als Kind befragt, hätte sie ähnliche Antworten geben können.

Aber der Ort ist weit entfernt von dem Ort, den sie heute bewohnt. Ihre Heimat der Kindheit war eine Farm in Kenia. In der Pubertät begann eine Verschiebung des Gefühls für Heimat. Ihre Schweizer Eltern schickten die Kinder immer häufiger in ihr ursprüngliches Heimatland, bis schliesslich in einem Internat die weiten Wiesen der Farm nur noch Erinnerung sind.

Als Katja Snozzi erwachsen ist, studiert sie Fotografie an der Hochschule der Künste in Zürich. Zu dieser Zeit, zeichnete sich noch keineswegs ab, was man ihre spätere Karriere nennen könnte.

Vielleicht war es wieder sie Sehnsucht nach Heimat, dass sie sich für ein Leben mit Kindern, gemeinsam mit einem einfühlsamen Partner in Bern entschied. Bis genau jener sie später unterstütze auch ihren Begabungen zu leben und in die Welt zu gehen.

Es zog sie beruflich immer wieder in Länder die nahe dem Traumland ihrer Kindheit waren, nun aber verwüstet von Terror und Krieg.

Später engagiert sich Katja Snozzi intensiv für diverse humanitäre Organisationen, vor allem für die Stiftung SOS-Kinderdorf. Wieder waren es Fotos, die einen nicht los lassen. Kinder, denen die Heimat fehlt und der Wunsch, diesen Kindern eine Heimat zu finden.

Es vergingen etwa 40 Jahre, die Katja Snozzi mit ihrer Familie in Bern verlebte.

Zu Beginn des zweiten Jahrtausends abermals ein anderer Ort für Heimat.

Das Haus der verstorbenen Mutter im Tessin. Es ist vertraut, aber noch fehlen die eigenen Wurzeln, doch die wachsen stetig. Das Haus wurde bald bevölkert mit dem vertrauten Hausrat, mit kleinen selbst geschaffenen Skulpturen aus Keramik, mit Figuren, geschnitzt aus dunklem Holz, Gefährten aus fernen Ländern. Sie sind da so selbstverständlich wie im Garten die Rosen und Palmen.

An diesem Ort wächst alles zusammen. Das Leben von einst als Kind in Kenia,  die Lehrjahre in der Schweiz, der Nukleus Familie und die Frau mit der Fotokamera, die aufruft zum Schauen auf die Welt.

Heimat. Da wo die Lebensfäden sich bündeln.

2014 ein neues Projekt.

Wieder die Frage nach demselben Thema. Sie macht eine berührende Serie von Menschen, die bereits das Alter von 100 oder mehr Jahren erreicht haben.

Es sind Portraits vor denen man lange verweilen muss. Andächtig. Ehrfurchtsvoll.

Eingebettet in eine Landschaft von Falten, die sich, kaum wahrgenommen, aufzulösen scheinen, tritt einem das authentische Ich eines jeden entgegen.

Die Heimat ist allen ihr langes Leben.

Diese Heimat besitzen nur sie. Diese Heimat kann ihnen niemand nehmen.

Und nun Katja Snozzis vorläufig letzte Arbeit.

Sie geht durch ihr vertrautes Haus. Sie ist allein. Der Lebensgefährte hat sie und das gemeinsame Haus verlassen müssen, um in eine andere Welt einzutreten, wohin auch immer. Einsamkeit. Er ist fern und doch immer gegenwärtig. Überall. Sie fotografiert. Die Tage sind nicht mehr nur das, was sichtbar ist. Es sind Gespräche ohne hörbare, nur ahnbare Antworten. Sie verlaufen ohne Urzeit, ohne das Sorgetragen für einen anderen Menschen. Sie hat Zeit zum Trödeln, auf Zeichen zu achten, zu träumen. Beiläufig  hält sie bei dem oder jenem Gegenstand an, klick…unbedeutende Kleinigkeiten, die plötzlich das Auge erreichen, das Auge das sieht. Sie drückt ab… ein, drei, vier, zehn Fotos… die Sonnenflecken auf dem Küchenboden … jene auf den gelben Schrankwänden…klick. Weiss sie, warum sie den Kühlschrank öffnet? Nein, einfach so… klick. Später ist es die Silberdose, sind es die Kristallflaschen mit ihren Reflexen … Da hat vielleicht bereits die nicht mehr so unschuldige Neugier, die Suche nach dem lohnenden Objekt begonnen… Doch eigentlich ist es wohliger sich gehen zu lassen, zu treiben, in Unbekanntes, Absichtsloses. Der Besen… das Elektrokabel… die Tasten der Wasserspühlung fürs Klo… die Gardinen vor den Fenstern… der Briefkasten draussen…klick. Geschenke, die unberechenbar sind. Für die man auch nicht danken muss. Man besass sie ja immer schon.

Und dann die Nacht, in der der Schlaf nicht kommen mag. Schliesslich das Anknipsen der Lampe… dieser tausend mal erlebte Blick in den hellen Schirm…Warum nicht?…klick… Die Wegstrecke beim Hinübergleiten in Traumwelten. Am nächsten Morgen liegen sie da, diese Ereignisse der Leere, diese Bilder, die nichts wollten als da-sein. Die waren ja nicht von Notwendigkeit oder Nützlichkeit bestimmt. Sie entstanden nicht, um zu verführen.

Sie sind einfach schön. Das reine Schöne, das nichts weiter sein will, als das, was es ist.

Schönheit gibt es nicht ohne Geheimnis.

Die Fotos zeigen Katja Snozzis Heimat, so wie sie jetzt ist, in ihren ganz verschiedenen Ebenen.

(Ingeborg Lüscher)


IMG_8906-1M.jpg

Ordinaria follia della quotidianità

Per chi, abituato ad ammirare le testimonianze delle immagini di Katja dove la componente umana è sempre la parte essenziale e imprescindibile del suo operato, davanti a queste nuove immagini può rimanere attonito.

Dopo aver vissuto gli scatti dei suoi reportage da luoghi e da persone drammaticamente confrontate al limite del irreale, alla realtà drastica dell’ultimo tema trattato con grande maestria e sensibilità. Da 0 a 100 anni. Una sequela di ritratti in bianco e nero che vanno dall’immagine di quel braccio teso che sorregge un neonato di pochi giorni ai volti di centenari con la dignità del loro vissuto fissato dall’artistico scatto della camera di Katja.

Ora, questa nuova avventura della fotografa, la vede cimentarsi con immagini impensabili della quotidianità. Fissare e interpretare oggetti e testimonianze del nostro vissuto rendendoli importanti nella loro semplicità.

Sono particolari che per equilibrio di forma, di colore e di inquadratura diventano interpretazioni astratte di qualcosa molto realistico.

In questo ultimo lavoro Katja è riuscita ad estrapolare l’essenziale da questi elementi in modo da renderli visibili in un contesto inusuale.

Indagare con un occhio e di riflesso con un obbiettivo fuori dal comune particolari di oggetti “comuni” significa andare “oltre”. Vuol dire diventare più creative del solito e non solo affidarsi ad un mero risultato tecnico della bella immagine ma essere in grado di superarla e di interpretarla.

Lascio a chi osserverà queste immagini con quel “qualche cosa in più” di scoprire la creatività che Katja ha voluto trasmetterci ancora una volta con grande sensibilità.

(Text: Pierre Casè)

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Vernissage | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig
Feb
1
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig

  • Museum für Photographie Braunschweig (Karte)
  • Google Kalender ICS

Museum für Photographie | Braunschweig
1. Februar 2019

Ort und Erinnerung
Laurenz Berges


Laurenz Berges,  September  (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Laurenz Berges, September (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019


Cloppenburg und Arbeiten aus dem Ruhrgebiet

Die Ausstellung stellt erstmals vollständig die farbfotografische Werkgruppe Cloppenburg aus dem Frühwerk von Laurenz Berges vor und wird ergänzt um neuere Arbeiten, die in den vergangenen Jahren im Ruhrgebiet entstanden sind.

(Text: Museum für Photographie, Braunschweig)

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Ausstellung | Women on View | Galerie 36 | Berlin
Feb
2
zu 27. Apr.

Ausstellung | Women on View | Galerie 36 | Berlin


Galerie 36 | Berlin
2. Februar - 27. April 2019

Women on View


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Die Gruppenausstellung “Women on View” thematisiert die Erotisierung des weiblichen Körpers in der Werbefotografie - angefangen bei der frühen Produktreklame der 1940er Jahre, über die Ära der Hyper-Erotisierung der Frau in den 1990er Jahren hin zu zeitgenössischen Positionen in der Werbefotografie. Präsentiert werden legendäre Plakate und Fotografien von namhaften Künstlern wie Erwin Blumenfeld, Horst P. Horst, Lilian Bassman, Irving Penn, Helmut Newton, Guy Bourdin, Frank Horvat, Jeanloup Sieff, Hans Feurer, Albert Watson, Herb Ritts, Peter Lindbergh und Ellen von Unwerth. Einerseits zeigt die Ausstellung verschiedene Darstellungsweisen der Frau in der Werbung auf. Anderseits hinterfragt sie die wechselseitigen Einflüsse der modischen und kommerziellen Fotografie bei der Schaffung ästhetischer Standards.

Darüber hinaus verweist die Ausstellung auf den soziokulturellen Einfluss von Werbung. Diese ist ein Spiegelbild gesellschaftlicher Einstellungen und beeinflusst als Ab- und Vorbild gängige Rollenbilder und Vorstellungen von Schönheit. In unserer gegenwärtigen mediendominierten Welt wir die Verbreitung von genormten Attraktivitätsvorstellungen und Schönheitsidealen zunehmend begünstigt. So führte die Nutzung einer Bildsprache, in der weibliche Modelle signifikant aufreizend und provokativ gezeigt wurden, in der Vergangenheit zu einer zunehmenden Sexualisierung in der Öffentlichkeit. Ist die Darstellung von Frauen heute immer noch ein Zeugnis der Begierde in unserem gesellschaftlichen Streben nach Idealen menschlicher Vollkommenheit? Oder ist diese Form des Begehrens bereits im Wandel begriffen?

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Ausstellung | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig
Feb
2
zu 31. März

Ausstellung | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig

  • Museum für Photographie Braunschweig (Karte)
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Museum für Photographie | Braunschweig
2. Februar - 31. März 2019

Ort und Erinnerung
Laurenz Berges


Laurenz Berges,  September  (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Laurenz Berges, September (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019


Cloppenburg und Arbeiten aus dem Ruhrgebiet

Die Ausstellung stellt erstmals vollständig die farbfotografische Werkgruppe Cloppenburg aus dem Frühwerk von Laurenz Berges vor und wird ergänzt um neuere Arbeiten, die in den vergangenen Jahren im Ruhrgebiet entstanden sind.

(Text: Museum für Photographie, Braunschweig)

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Vernissage | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Feb
2
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
2. Februar 2019

Kristalle im Tau
Wilma Leskowitsch


© Wilma Leskowitsch

© Wilma Leskowitsch


Zum Auftakt der Ausstellungsreihe «Zeit für: junge Positionen der Fotografie» präsentiert BelleVue Wilma Leskowitschs Arbeit «Kristalle im Tau». Darin macht sich Leskowitsch, Nachfahrin deutschstämmiger Russen aus dem Wolgagebiet, auf die Suche nach ihrer Herkunft, den Spuren ihrer Familie und ihrer Kultur. 

In früheren fotografischen Arbeiten zeigte Leskowitsch mehrheitlich die Geschichten anderer Menschen und deren Identität. Im Rahmen dieses persönlichen Projektes, das sie an der Danish School of Media and Journalism (Aarhus/Dänemark) realisierte, hat sie sich bewusst mit ihrer eigenen Herkunft auseinandergesetzt. Diese Spurensuche führte sie einerseits an die Wolga und andererseits nach Kasachstan. Dort musste sich die Familie nach der Rückkehr aus Sibirien, wohin sie unter Stalin während des Zweiten Weltkriegs deportiert worden war, eine neue Existenz aufbauen.

Die so entstandene Arbeit «Kristalle im Tau» – formal dem Genre der Fotoreportage zuzuordnen– ist ein präzises und emotionales Porträt einer abgelegenen, unbekannten Welt und der Menschen, die dort leben. Es geht darin um die Suche nach der eigenen Geschichte, um das Verharren im Ungewissen und die sich langsam herauskristallisierende Identität.

Wilma Leskowitsch wurde 1988 in der UdSSR, im heutigen Kasachstan, geboren. Anfang der 1990er-Jahre, als sie fünf Jahre alt war, übersiedelte ihre Familie nach Deutschland. Wilma Leskowitsch arbeitet als freie Fotojournalistin in Lörrach. Sie studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover und an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Sie absolvierte ein Praktikum bei DER SPIEGEL und arbeitet seither für verschiedene Medien und Unternehmen, v.a. im Bereich Reportage- und Portraitfotografie. In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich Leskowitsch mit dem Alltag von ethnischen Minderheiten, kulturellen Identitäten und den Konsequenzen kultureller Entwurzelung auseinander.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

 

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Vernissage | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz
Feb
2
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz


Paracelsus Forum | St. Moritz
2. Februar 2019

Winter in Swiss Photography
Albert Steiner, Guido Baselgia, René Burri, Werner Bischof, Arnold Odermatt, Sabine Weiss, Robert Bösch, René Groebli, Daniel Schwartz, Bernd Nicolaisen, Philipp Giegel, Douglas Mandry, Sandro Diener  


Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Eine Gruppenausstellung, kuratiert von Mirjam Cavegn und Daniel Blochwitz

Die Galerie Bildhalle ist dieses Jahr erneut zu Gast im Forum Paracelsus in St. Moritz und präsentiert in einer Gruppenausstellung wichtige klassische und zeitgenössische Positionen aus der Schweizer Fotografie zum Thema “Winter".

Der Winter als Sujet hat in der Schweizer Fotografie eine lange Tradition. Schnee und Kälte verwandeln eine Landschaft vollständig, kaschieren viele ihrer Eigenheiten und reduzieren sie auf Kontraste, Flächen und Strukturen. Der Winter lädt ein, einen Ort neu und anders zu betrachten. Licht und Schatten, Spuren und Strukturen tauchen auf der Landschaft auf wie eine Zeichnung auf einem unbeschriebenen Blatt. Viele Künstler und Fotografen sind von diesem formalen Potential des Winters inspiriert.

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Einen Höhepunkt der Ausstellung stellen die in ihrer Qualität und Einzigartigkeit bis anhin nie gesehenen Vintage-Abzüge von Albert Steiner (1877-1965) aus der Sammlung Kaspar Fleischmann dar. Chronologisch folgen auf Steiner Winterbilder von wichtigen Exponenten der Schweizer Fotografie: Werner Bischof (1916-1954), René Burri (1933-2014), Arnold Odermatt (*1925), René Groebli (*1927), Philipp Giegel (1927-1997) und die in Paris lebende Schweiz-französische Fotografin Sabine Weiss (*1924).

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Diesen Ikonen der Schweizer Fotografie werden jüngere Positionen gegenübergestellt: zum Beispiel die fotografischen Unikate von Douglas Mandry (*1989)(Steindrucke auf Gletschertuch) oder die Landschaftsbilder von Sandro Diener (*1975).

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Abgerundet wird die Ausstellung mit Aufnahmen von etablierten Schweizer Fotografen wie Robert Bösch (*1954), Guido Baselgia (*1953), Daniel Schwartz (*1955) oder Bernd Nicolaisen (*1959). Sie alle wissen die atemberaubende Schönheit und existenziellen Grenzen alpiner Regionen in einzigartige Bilder umzusetzen.

(Text: Bildhalle Zürich)

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Ausstellung | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Feb
3
zu 24. Feb.

Ausstellung | Kristalle im Tau - Wilma Leskowitsch | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

  • BelleVue – Ort für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
3. - 24. Februar 2019

Kristalle im Tau
Wilma Leskowitsch


© Wilma Leskowitsch

© Wilma Leskowitsch


Zum Auftakt der Ausstellungsreihe «Zeit für: junge Positionen der Fotografie» präsentiert BelleVue Wilma Leskowitschs Arbeit «Kristalle im Tau». Darin macht sich Leskowitsch, Nachfahrin deutschstämmiger Russen aus dem Wolgagebiet, auf die Suche nach ihrer Herkunft, den Spuren ihrer Familie und ihrer Kultur. 

In früheren fotografischen Arbeiten zeigte Leskowitsch mehrheitlich die Geschichten anderer Menschen und deren Identität. Im Rahmen dieses persönlichen Projektes, das sie an der Danish School of Media and Journalism (Aarhus/Dänemark) realisierte, hat sie sich bewusst mit ihrer eigenen Herkunft auseinandergesetzt. Diese Spurensuche führte sie einerseits an die Wolga und andererseits nach Kasachstan. Dort musste sich die Familie nach der Rückkehr aus Sibirien, wohin sie unter Stalin während des Zweiten Weltkriegs deportiert worden war, eine neue Existenz aufbauen.

Die so entstandene Arbeit «Kristalle im Tau» – formal dem Genre der Fotoreportage zuzuordnen– ist ein präzises und emotionales Porträt einer abgelegenen, unbekannten Welt und der Menschen, die dort leben. Es geht darin um die Suche nach der eigenen Geschichte, um das Verharren im Ungewissen und die sich langsam herauskristallisierende Identität.

Wilma Leskowitsch wurde 1988 in der UdSSR, im heutigen Kasachstan, geboren. Anfang der 1990er-Jahre, als sie fünf Jahre alt war, übersiedelte ihre Familie nach Deutschland. Wilma Leskowitsch arbeitet als freie Fotojournalistin in Lörrach. Sie studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover und an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Sie absolvierte ein Praktikum bei DER SPIEGEL und arbeitet seither für verschiedene Medien und Unternehmen, v.a. im Bereich Reportage- und Portraitfotografie. In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich Leskowitsch mit dem Alltag von ethnischen Minderheiten, kulturellen Identitäten und den Konsequenzen kultureller Entwurzelung auseinander.

(Text: BelleVue - Ort für Fotografie, Basel)

 

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Ausstellung | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz
Feb
3
zu 21. Feb.

Ausstellung | Winter in Swiss Photography | Paracelsus Forum | St. Moritz


Paracelsus Forum | St. Moritz
3. - 21. Februar 2019

Winter in Swiss Photography
Albert Steiner, Guido Baselgia, René Burri, Werner Bischof, Arnold Odermatt, Sabine Weiss, Robert Bösch, René Groebli, Daniel Schwartz, Bernd Nicolaisen, Philipp Giegel, Douglas Mandry, Sandro Diener  


Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Albert Steiner, Winterlandschaft bei Samedan, Silver Gelatine Print, sehr gut erhaltener Vintage Print (©Bruno Bischofberger, Meilen-Zürich)

Eine Gruppenausstellung, kuratiert von Mirjam Cavegn und Daniel Blochwitz

Die Galerie Bildhalle ist dieses Jahr erneut zu Gast im Forum Paracelsus in St. Moritz und präsentiert in einer Gruppenausstellung wichtige klassische und zeitgenössische Positionen aus der Schweizer Fotografie zum Thema “Winter".

Der Winter als Sujet hat in der Schweizer Fotografie eine lange Tradition. Schnee und Kälte verwandeln eine Landschaft vollständig, kaschieren viele ihrer Eigenheiten und reduzieren sie auf Kontraste, Flächen und Strukturen. Der Winter lädt ein, einen Ort neu und anders zu betrachten. Licht und Schatten, Spuren und Strukturen tauchen auf der Landschaft auf wie eine Zeichnung auf einem unbeschriebenen Blatt. Viele Künstler und Fotografen sind von diesem formalen Potential des Winters inspiriert.

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Werner Bischof, Meiji Shrein, Tokyo, Japan, 1951, Silver Gelatine Print, 100 x 150 cm, Open Edition (©Werner Bischof Estate/Magnum Photos)

Einen Höhepunkt der Ausstellung stellen die in ihrer Qualität und Einzigartigkeit bis anhin nie gesehenen Vintage-Abzüge von Albert Steiner (1877-1965) aus der Sammlung Kaspar Fleischmann dar. Chronologisch folgen auf Steiner Winterbilder von wichtigen Exponenten der Schweizer Fotografie: Werner Bischof (1916-1954), René Burri (1933-2014), Arnold Odermatt (*1925), René Groebli (*1927), Philipp Giegel (1927-1997) und die in Paris lebende Schweiz-französische Fotografin Sabine Weiss (*1924).

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Sandro Diener, Winterwald, Schweiz, 2010, Archival Pigment Print, 90 x 100 cm, Edition 3 & 1 AP

Diesen Ikonen der Schweizer Fotografie werden jüngere Positionen gegenübergestellt: zum Beispiel die fotografischen Unikate von Douglas Mandry (*1989)(Steindrucke auf Gletschertuch) oder die Landschaftsbilder von Sandro Diener (*1975).

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Guido Baselgia, Von der Oberfläche der Erde, Minor I, Schweiz, 2004, Silver Gelatin Print, 125 x 160 cm, Edition 5 & 2 AP, Only one print available (©Guido Baselgia, Malans)

Abgerundet wird die Ausstellung mit Aufnahmen von etablierten Schweizer Fotografen wie Robert Bösch (*1954), Guido Baselgia (*1953), Daniel Schwartz (*1955) oder Bernd Nicolaisen (*1959). Sie alle wissen die atemberaubende Schönheit und existenziellen Grenzen alpiner Regionen in einzigartige Bilder umzusetzen.

(Text: Bildhalle Zürich)

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Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien
Feb
8
zu 26. Mai

Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien


Albertina | Wien
8. Februar - 26. Mai 2019

“Schwarz und Gold” | “Das Land”
Manfred Willmann


Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Die ALBERTINA widmet dem österreichischen Fotografen Manfred Willmann (*1952) eine umfassende monografische Ausstellung. In seinen Serien hält Willmann Szenen aus seinem persönlichen Umfeld in Graz und der Südsteiermark fest. Dabei bricht er mit Klischees des idyllischen Landlebens. Die Bilder sind von einer sehr direkten, subjektiven Sichtweise geprägt, charakteristisch sind die konsequente Verwendung des Blitzlichts und der Fokus auf Details. Als einer der ersten österreichischen Fotografen setzt er zudem Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel ein. Die ALBERTINA zeigt sechs umfangreiche Serien aus Willmanns Werk, darunter die einflussreichen Arbeiten „Schwarz und Gold“ und „Das Land“.


The ALBERTINA Museum is devoting a comprehensive solo presentation to the works of photographer Manfred Willmann (*1952). In his series, Willmann captures scenes from his personal surroundings in Graz and southern Styria, scenes that break with clichés of idyllic rural life. His pictures reveal a very direct and subjective view characterized by his consistent use of the flash and focus on details. Willmann is also one of the first Austrian photographers who used color as a means of artistic expression. The ALBERTINA Museum is showing six large series from Manfred Willmann’s oeuvre, including the influential work groups Schwarz und Gold and Das Land.

(Text: Albertina Wien)

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Vernissage | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Feb
14
7:00 nachm.19:00

Vernissage | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

  • f³ – freiraum für fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

f³ – freiraum für fotografie | Berlin
14. Februar 2019

Geleitwort: Prof. Dr. med. Arno Deister, Past President der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.
Einführung: Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f³ – freiraum für fotografie, im Gespräch mit Nora Klein, Fotografin, und Louis Quail, Fotograf.

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen
Laia Abril (Spanien), Sibylle Fendt (Deutschland), Nora Klein (Deutschland), Louis Quail (UK) und Melissa Spitz (USA)


© Laia Abril, aus: The Epilogue

© Laia Abril, aus: The Epilogue

Mehr als jeder vierte Erwachsene erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Am häufigsten treten Angstzustände, Depressionen und psychische Leiden durch Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch auf. Für die knapp 18 Millionen akut Betroffenen und ihr soziales Umfeld sind sie mit massiven Einschränkungen im sozialen und beruflichen Leben verbunden.

Obwohl psychische Erkrankungen einen Großteil der Bevölkerung sowie deren Angehörige und Freund*innen direkt betreffen, sind sie immer noch mit einem starken Tabu und Stigma behaftet. Über das Leben mit Depressionen, Angststörungen und psychischen Störungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gibt es unklare Vorstellungen; wechselnde Diagnosen und individuelle Krankheitsbilder verunsichern Außenstehende. So gelingt es kaum, Betroffenen in ihrer Welt nahe zu kommen.

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen präsentiert Arbeiten von fünf international renommierten Fotograf*innen, die sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die spanische Fotografin Laia Abril beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Weiblichkeit und Körperbild. Ihre international ausgezeichnete Serie The Epilogue erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. Das gleichnamige Buch wurde für den Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award 2014 nominiert.

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

In Gärtners Reise dokumentiert die Berliner Fotografin Sibylle Fendt die letzte Reise des Ehepaars Lothar und Elke Gärtner. Ihr Leben lang hatten sie als begeisterte Camper Europa im Wohnwagen bereist. Zwei Jahre zuvor hatte Elke Gärtner die Diagnose Demenz erhalten, ihr Ehemann wollte sie so lange wie möglich zuhause pflegen und auf ihrem Weg begleiten. Die entstandenen Bilder sind keine Dokumente einer Campingtour, sie sind Symbole für eine Reise in unbekanntes Terrain. Sibylle Fendt ist Mitglied der renommierten Agentur OSTKREUZ.

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

Die Fotografin Nora Klein aus Erfurt beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Krankheit Depression. Ihr erster Bildband Mal gut, mal schlecht ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. Mit ihrer Kamera unternahm Klein einen Annäherungsversuch. Gemeinsam mit Betroffenen versucht sie die Erkrankung in Bilder zu fassen. Nora Kleins Fotografien wurden u. a. in Stern, der Spiegel, die Zeit, Financial Times Weekend Magazine, Cicero und Süddeutsche Zeitung veröffentlicht.

© Louis Quail, aus: Big Brother

© Louis Quail, aus: Big Brother

Der Brite Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung Big Brother das Leben seines Bruders mit Schizophrenie. Die Dokumentation, die mit dem Renaissance Photography Prize 2017 ausgezeichnet wurde, offenbart den Menschen in einer Krise, ohne je die Wertschätzung für ihn zu verlieren. Louis Quail hat für zahlreiche der bekanntesten britischen Zeitschriften gearbeitet und ist vielfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

Die New Yorker Fotografin Melissa Spitz widmet ihre Arbeit You Have Nothing to Worry About dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Die Fotografien sind über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden und zeigen Spitz´ Mutter in verschiedenen Stadien der Erkrankung, in ihren Hoch- und Tiefphasen. Melissa Spitz wurde vom TIME Magazine zur Instagram-Fotografin 2017 gewählt. Sie veröffentlicht ihre Arbeiten unter anderem im TIME Magazine, in VICE und der Huffington Post.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Feb
15
zu 21. Apr.

Ausstellung | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

  • f³ – freiraum für fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

f³ – freiraum für fotografie | Berlin
15. Februar - 21. April 2019

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen
Laia Abril (Spanien), Sibylle Fendt (Deutschland), Nora Klein (Deutschland), Louis Quail (UK) und Melissa Spitz (USA)


© Laia Abril, aus: The Epilogue

© Laia Abril, aus: The Epilogue

Mehr als jeder vierte Erwachsene erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Am häufigsten treten Angstzustände, Depressionen und psychische Leiden durch Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch auf. Für die knapp 18 Millionen akut Betroffenen und ihr soziales Umfeld sind sie mit massiven Einschränkungen im sozialen und beruflichen Leben verbunden.

Obwohl psychische Erkrankungen einen Großteil der Bevölkerung sowie deren Angehörige und Freund*innen direkt betreffen, sind sie immer noch mit einem starken Tabu und Stigma behaftet. Über das Leben mit Depressionen, Angststörungen und psychischen Störungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gibt es unklare Vorstellungen; wechselnde Diagnosen und individuelle Krankheitsbilder verunsichern Außenstehende. So gelingt es kaum, Betroffenen in ihrer Welt nahe zu kommen.

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen präsentiert Arbeiten von fünf international renommierten Fotograf*innen, die sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die spanische Fotografin Laia Abril beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Weiblichkeit und Körperbild. Ihre international ausgezeichnete Serie The Epilogue erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. Das gleichnamige Buch wurde für den Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award 2014 nominiert.

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

In Gärtners Reise dokumentiert die Berliner Fotografin Sibylle Fendt die letzte Reise des Ehepaars Lothar und Elke Gärtner. Ihr Leben lang hatten sie als begeisterte Camper Europa im Wohnwagen bereist. Zwei Jahre zuvor hatte Elke Gärtner die Diagnose Demenz erhalten, ihr Ehemann wollte sie so lange wie möglich zuhause pflegen und auf ihrem Weg begleiten. Die entstandenen Bilder sind keine Dokumente einer Campingtour, sie sind Symbole für eine Reise in unbekanntes Terrain. Sibylle Fendt ist Mitglied der renommierten Agentur OSTKREUZ.

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

Die Fotografin Nora Klein aus Erfurt beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Krankheit Depression. Ihr erster Bildband Mal gut, mal schlecht ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. Mit ihrer Kamera unternahm Klein einen Annäherungsversuch. Gemeinsam mit Betroffenen versucht sie die Erkrankung in Bilder zu fassen. Nora Kleins Fotografien wurden u. a. in Stern, der Spiegel, die Zeit, Financial Times Weekend Magazine, Cicero und Süddeutsche Zeitung veröffentlicht.

© Louis Quail, aus: Big Brother

© Louis Quail, aus: Big Brother

Der Brite Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung Big Brother das Leben seines Bruders mit Schizophrenie. Die Dokumentation, die mit dem Renaissance Photography Prize 2017 ausgezeichnet wurde, offenbart den Menschen in einer Krise, ohne je die Wertschätzung für ihn zu verlieren. Louis Quail hat für zahlreiche der bekanntesten britischen Zeitschriften gearbeitet und ist vielfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

Die New Yorker Fotografin Melissa Spitz widmet ihre Arbeit You Have Nothing to Worry About dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Die Fotografien sind über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden und zeigen Spitz´ Mutter in verschiedenen Stadien der Erkrankung, in ihren Hoch- und Tiefphasen. Melissa Spitz wurde vom TIME Magazine zur Instagram-Fotografin 2017 gewählt. Sie veröffentlicht ihre Arbeiten unter anderem im TIME Magazine, in VICE und der Huffington Post.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Vernissage | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien
Feb
16
2:00 nachm.14:00

Vernissage | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
16. Februar 2019
Im Rahmen von Foto Wien 2019

Unwägbarkeiten
Gabriela Morawetz


Gabriela_Morawetz_An#35B0B1.jpg

Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.  

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat. 

Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent. 

Gabriela Morawetz ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Ausstellung | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien
Feb
18
zu 30. Apr.

Ausstellung | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
18. Februar - 30. April 2019
Im Rahmen von Foto Wien 2019

Unwägbarkeiten
Gabriela Morawetz


Gabriela_Morawetz_An#35B0B1.jpg

Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.  

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat. 

Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent. 

Gabriela Morawetz ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Vernissage | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne
Feb
19
6:00 nachm.18:00

Vernissage | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
19. Februar 2019

A Myth of Two Souls
Vasantha Yogananthan


Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

In dem Bestreben, zeitgenössisches Kunstschaffen zu unterstützen und an die Öffentlichkeit zu tragen, zeigt das Musée de l’Elysée die erste institutionelle Ausstellung des Projekts A Myth of Two Souls von Vasantha Yogananthan. Der 1985 geborene Yogananthan, fotografischer Autodidakt französisch-tamilischer Herkunft, gehört einer Generation an, die mit Vorliebe die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischt. Die Serie ist vom Ramajana inspiriert, einem Urtext der hinduistischen Mythologie, der zwischen dem dritten Jahrhundert vor Christus und dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Sanskrit verfasst wurde. Das immer wieder aktualisierte Ramajana stellt für den westlichen Leser eine Aufforderung dar, sich fernab aller Exotik mit Indien zu befassen.

Seit fast vier Jahren reist Vasantha Yogananthan regelmässig nach Indien und Sri Lanka, um weiter an seinem Projekt zu arbeiten, dessen sieben Kapiteln hier nun erstmals gemeinsam ausgestellt werden. Für jedes Kapitel wird im Untergeschoss des Museums ein eigener Raum mit einer besonderen Atmosphäre eingerichtet, entsprechend der gezielt eingesetzten stilistischen Besonderheiten, durch die der Künstler seine Geschichte in sieben Abschnitten gliedert. Während die ersten Räume (sprich Kapitel) mit gerahmten Abzügen an der Wand relativ traditionell gehalten sind, eröffnen die darauffolgenden Räume alternative Zeigesysteme, mit Projektionen, Bildtapeten oder Installationen. Der Künstler behandelt jedes Kapitel des Ramajana anders und erprobt bzw. aktualisiert traditionelle Fototechniken. Dies gilt vor allem für die ersten Kapitel mit ihren Schwarz-Weiss-Fotografien, die mit einer Plattenkamera aufgenommen und dann von einem indischen Maler handkoloriert wurden, wie es vor dem Aufkommen des Farbfilms im 19. Jahrhundert traditionell üblich war. Vasantha Yogananthan übernimmt dieses Verfahren und überträgt es ins Heute, indem er seine Fotografien ausserhalb des Ateliers, mit Passanten als Akteuren, aufnimmt. Der Bereich des häuslichen Porträts wird dabei – ohne Klassenunterschiede – auf die gesamte Gesellschaft und das ganze Land übertragen, von den Grossstädten bis in die entlegensten Landstriche.

Die sieben hier vorgestellten Kapitel – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – führen die Besucher auf einem Spaziergang durch Epochen und Schauplätze und machen sie zugleich mit seltenen Fototechniken vertraut. Die Ausstellung umfasst Fotoarbeiten, neu gemalte Drucke und eine mehrkanalige Videoinstallation.


Soucieux de soutenir et de promouvoir la création contemporaine, le Musée de l’Elysée présente la première exposition institutionnelle du projet A Myth of Two Souls de Vasantha Yogananthan. Né en 1985, photographe autodidacte d’origine franco-tamoule, Yogananthan appartient à une génération qui aime brouiller les lignes entre fiction et réalité. Cette série est inspirée par le Râmâyana, œuvre fondamentale de la mythologie hindoue, écrite en sanskrit entre le IIIe siècle avant J.-C. et le IIIe siècle de notre ère. Sans cesse réactualisé, le Râmâyana se présente ainsi au lecteur occidental comme une invitation à appréhender l’Inde au-delà de l’exotisme.

Depuis presque quatre ans, Vasantha Yogananthan se rend régulièrement en Inde et au Sri Lanka pour compléter son projet, dont la plus grande partie des sept chapitres qui le composent seront pour la première fois exposés ensemble. Un espace spécifique à chaque section sera aménagé à l’étage inférieur du Musée de l’Elysée, créant ainsi une atmosphère particulière et propre à chacune des stylistiques convoquées par l’artiste pour développer son histoire en sept étapes. Si les premières salles – et de fait, chapitres – seront de facture relativement traditionnelle en présentant, au mur, des tirages encadrés, les suivantes permettront une mise en avant de systèmes de monstration alternatifs, comme la projection, le papier peint ou l’installation. L’artiste développe en effet des traitements esthétiques différents et explore, ou revisite, des techniques ancestrales. C’est le cas notamment de la section inaugurale de A Myth of Two Souls, constitué de photographies noir/blanc, réalisées à la chambre, par la suite colorisées à la main par un peintre indien comme cela se faisait traditionnellement au XIXe siècle, avant l’apparition de la pellicule couleur. Vasantha Yogananthan se réapproprie cette technique tout en la modernisant, réalisant ses photographies hors studio, avec des passants devenus acteurs. Le champ du portrait domestique est ainsi étendu à l’ensemble de la société – sans distinction de classes – et à l’ensemble du territoire, des métropoles à la campagne profonde.

Les sept chapitres exposés – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – offriront aux visiteurs une déambulation à la fois temporelle et géographique, tout en leur faisant découvrir des techniques photographiques peu répandues et une scénographie originale. L’exposition comprends des œuvres photographiques, des tirages repeints ainsi qu’une installation vidéo multi channel.

(Text: Musée d’Elysée)

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Vernissage | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne
Feb
19
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne


Musée d’Elysée | Lausanne
19. Februar 2019

Martine Franck


Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Aus dem Wunsch heraus, die Pionierleistung von Frauen in der Fotografie des 20. Jahrhunderts stärker ins Licht zu rücken, zeigt das Musée de l’Elysée einen grossangelegten Rückblick auf das Werk von Martine Franck (1938-2012). Die von der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris konzipierte, in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée erarbeitete und bisher umfassendste Schau besteht aus nahezu 140 Fotografien, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt und in ihrer Mehrheit von der Fotografin selbst ausgewählt wurden.

Ausstellung und Publikation vermitteln nicht nur eine noch unbekannte Perspektive einer Fotografin auf ihr Lebenswerk, sie basieren zudem – im Unterschied zu vorausgegangenen Retrospektiven – auf ausführlichen Recherchen in Martine Francks Archiv. Als eine der Protagonistinnen der Fotokunst des 20. Jahrhunderts, die 1970 Mitglied der Agentur Vu, 1972 Mitbegründerin der Agentur Viva und ab 1983 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Magnum war, kam die Journalistin, Reporterin und Porträtistin aus einer persönlichen Praxis heraus, hauptsächlich auf ihren Reisen durch Asien und Europa, zur Fotografie. Mit der Entscheidung für eine berufliche Laufbahn als Fotografin wählte sie ein Betätigungsfeld, auf dem noch kaum Frauen zu finden waren. Dennoch gelang es ihr, sich eine Stellung zu sichern, indem sie sich von ihren Kollegen kaum beachteten Themen zuwandte, wie etwa die Arbeitswelt, Frauen, das Alter, Solidarität und Entwicklungshilfe. Fast 50 Jahre lang schuf sie so, unabhängig von jeder ästhetischen Strömung, ein persönliches Werk, dessen Schwerpunkt die Existenzbedingungen der Menschen rund um den Erdball bilden.

Mit der Aufnahme dieser Ausstellung ins Programm eröffnet das Musée de l’Elysée den Besuchern die Chance, ein zentrales Werk neu zu entdecken, in dem sich nicht nur ein breites Themenspektrum, sondern auch ein eindringlicher, aussergewöhnlicher Blick auf unsere Epoche spiegeln.


Souhaitant mettre en lumière l’oeuvre pionnière des femmes photographes au cours du XXe siècle, le Musée de l’Elysée présente une importante rétrospective consacrée à Martine Franck (1938-2012). Conçue par la Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris, et coproduite avec le Musée de l’Elysée, cette exposition, unique par son ampleur, est constituée de près de 140 photographies, dont certaines inédites, en grande partie sélectionnées par la photographe de son vivant.

Au-delà de ce regard inédit d’une photographe sur l’ensemble de son oeuvre, ce projet d’exposition et d’édition est fondé sur une étude approfondie des archives de Martine Franck, ce qui la démarque des rétrospectives précédentes.

Figure essentielle de l’art photographique du XXe siècle, membre de l’agence VU en 1970, cofondatrice de l’agence Viva en 1972 et membre de la coopérative Magnum à partir de 1983, journaliste, reporter et portraitiste, Martine Franck vient à la photographie à travers une démarche personnelle liée en grande partie à ses voyages en Asie et en Europe. Lorsqu’elle décide de se consacrer à la carrière de photographe, elle choisit un domaine d’activité comprenant encore peu de femmes. Elle réussit pourtant à trouver sa place en s’attachant à des sujets peu abordés par ses confrères, comme le monde du travail, les femmes, la vieillesse, la solidarité et l’humanitaire. Durant près d’une cinquantaine d’années, indépendamment de tout courant esthétique, elle a ainsi construit une oeuvre personnelle en grande partie consacrée à la condition humaine à travers le monde.

En programmant cette exposition, le Musée de l’Elysée offre au public la possibilité de redécouvrir une œuvre majeure qui, au-delà de la diversité des sujets, porte un regard intense et singulier sur notre époque.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne
Feb
20
zu 5. Mai

Ausstellung | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
20. Februar - 5. Mai 2019

A Myth of Two Souls
Vasantha Yogananthan


Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

In dem Bestreben, zeitgenössisches Kunstschaffen zu unterstützen und an die Öffentlichkeit zu tragen, zeigt das Musée de l’Elysée die erste institutionelle Ausstellung des Projekts A Myth of Two Souls von Vasantha Yogananthan. Der 1985 geborene Yogananthan, fotografischer Autodidakt französisch-tamilischer Herkunft, gehört einer Generation an, die mit Vorliebe die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischt. Die Serie ist vom Ramajana inspiriert, einem Urtext der hinduistischen Mythologie, der zwischen dem dritten Jahrhundert vor Christus und dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Sanskrit verfasst wurde. Das immer wieder aktualisierte Ramajana stellt für den westlichen Leser eine Aufforderung dar, sich fernab aller Exotik mit Indien zu befassen.

Seit fast vier Jahren reist Vasantha Yogananthan regelmässig nach Indien und Sri Lanka, um weiter an seinem Projekt zu arbeiten, dessen sieben Kapiteln hier nun erstmals gemeinsam ausgestellt werden. Für jedes Kapitel wird im Untergeschoss des Museums ein eigener Raum mit einer besonderen Atmosphäre eingerichtet, entsprechend der gezielt eingesetzten stilistischen Besonderheiten, durch die der Künstler seine Geschichte in sieben Abschnitten gliedert. Während die ersten Räume (sprich Kapitel) mit gerahmten Abzügen an der Wand relativ traditionell gehalten sind, eröffnen die darauffolgenden Räume alternative Zeigesysteme, mit Projektionen, Bildtapeten oder Installationen. Der Künstler behandelt jedes Kapitel des Ramajana anders und erprobt bzw. aktualisiert traditionelle Fototechniken. Dies gilt vor allem für die ersten Kapitel mit ihren Schwarz-Weiss-Fotografien, die mit einer Plattenkamera aufgenommen und dann von einem indischen Maler handkoloriert wurden, wie es vor dem Aufkommen des Farbfilms im 19. Jahrhundert traditionell üblich war. Vasantha Yogananthan übernimmt dieses Verfahren und überträgt es ins Heute, indem er seine Fotografien ausserhalb des Ateliers, mit Passanten als Akteuren, aufnimmt. Der Bereich des häuslichen Porträts wird dabei – ohne Klassenunterschiede – auf die gesamte Gesellschaft und das ganze Land übertragen, von den Grossstädten bis in die entlegensten Landstriche.

Die sieben hier vorgestellten Kapitel – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – führen die Besucher auf einem Spaziergang durch Epochen und Schauplätze und machen sie zugleich mit seltenen Fototechniken vertraut. Die Ausstellung umfasst Fotoarbeiten, neu gemalte Drucke und eine mehrkanalige Videoinstallation.


Soucieux de soutenir et de promouvoir la création contemporaine, le Musée de l’Elysée présente la première exposition institutionnelle du projet A Myth of Two Souls de Vasantha Yogananthan. Né en 1985, photographe autodidacte d’origine franco-tamoule, Yogananthan appartient à une génération qui aime brouiller les lignes entre fiction et réalité. Cette série est inspirée par le Râmâyana, œuvre fondamentale de la mythologie hindoue, écrite en sanskrit entre le IIIe siècle avant J.-C. et le IIIe siècle de notre ère. Sans cesse réactualisé, le Râmâyana se présente ainsi au lecteur occidental comme une invitation à appréhender l’Inde au-delà de l’exotisme.

Depuis presque quatre ans, Vasantha Yogananthan se rend régulièrement en Inde et au Sri Lanka pour compléter son projet, dont la plus grande partie des sept chapitres qui le composent seront pour la première fois exposés ensemble. Un espace spécifique à chaque section sera aménagé à l’étage inférieur du Musée de l’Elysée, créant ainsi une atmosphère particulière et propre à chacune des stylistiques convoquées par l’artiste pour développer son histoire en sept étapes. Si les premières salles – et de fait, chapitres – seront de facture relativement traditionnelle en présentant, au mur, des tirages encadrés, les suivantes permettront une mise en avant de systèmes de monstration alternatifs, comme la projection, le papier peint ou l’installation. L’artiste développe en effet des traitements esthétiques différents et explore, ou revisite, des techniques ancestrales. C’est le cas notamment de la section inaugurale de A Myth of Two Souls, constitué de photographies noir/blanc, réalisées à la chambre, par la suite colorisées à la main par un peintre indien comme cela se faisait traditionnellement au XIXe siècle, avant l’apparition de la pellicule couleur. Vasantha Yogananthan se réapproprie cette technique tout en la modernisant, réalisant ses photographies hors studio, avec des passants devenus acteurs. Le champ du portrait domestique est ainsi étendu à l’ensemble de la société – sans distinction de classes – et à l’ensemble du territoire, des métropoles à la campagne profonde.

Les sept chapitres exposés – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – offriront aux visiteurs une déambulation à la fois temporelle et géographique, tout en leur faisant découvrir des techniques photographiques peu répandues et une scénographie originale. L’exposition comprends des œuvres photographiques, des tirages repeints ainsi qu’une installation vidéo multi channel.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne
Feb
20
zu 5. Mai

Ausstellung | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne


Musée d’Elysée | Lausanne
20. Februar - 5. Mai 2019

Martine Franck


Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Aus dem Wunsch heraus, die Pionierleistung von Frauen in der Fotografie des 20. Jahrhunderts stärker ins Licht zu rücken, zeigt das Musée de l’Elysée einen grossangelegten Rückblick auf das Werk von Martine Franck (1938-2012). Die von der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris konzipierte, in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée erarbeitete und bisher umfassendste Schau besteht aus nahezu 140 Fotografien, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt und in ihrer Mehrheit von der Fotografin selbst ausgewählt wurden.

Ausstellung und Publikation vermitteln nicht nur eine noch unbekannte Perspektive einer Fotografin auf ihr Lebenswerk, sie basieren zudem – im Unterschied zu vorausgegangenen Retrospektiven – auf ausführlichen Recherchen in Martine Francks Archiv. Als eine der Protagonistinnen der Fotokunst des 20. Jahrhunderts, die 1970 Mitglied der Agentur Vu, 1972 Mitbegründerin der Agentur Viva und ab 1983 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Magnum war, kam die Journalistin, Reporterin und Porträtistin aus einer persönlichen Praxis heraus, hauptsächlich auf ihren Reisen durch Asien und Europa, zur Fotografie. Mit der Entscheidung für eine berufliche Laufbahn als Fotografin wählte sie ein Betätigungsfeld, auf dem noch kaum Frauen zu finden waren. Dennoch gelang es ihr, sich eine Stellung zu sichern, indem sie sich von ihren Kollegen kaum beachteten Themen zuwandte, wie etwa die Arbeitswelt, Frauen, das Alter, Solidarität und Entwicklungshilfe. Fast 50 Jahre lang schuf sie so, unabhängig von jeder ästhetischen Strömung, ein persönliches Werk, dessen Schwerpunkt die Existenzbedingungen der Menschen rund um den Erdball bilden.

Mit der Aufnahme dieser Ausstellung ins Programm eröffnet das Musée de l’Elysée den Besuchern die Chance, ein zentrales Werk neu zu entdecken, in dem sich nicht nur ein breites Themenspektrum, sondern auch ein eindringlicher, aussergewöhnlicher Blick auf unsere Epoche spiegeln.


Souhaitant mettre en lumière l’oeuvre pionnière des femmes photographes au cours du XXe siècle, le Musée de l’Elysée présente une importante rétrospective consacrée à Martine Franck (1938-2012). Conçue par la Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris, et coproduite avec le Musée de l’Elysée, cette exposition, unique par son ampleur, est constituée de près de 140 photographies, dont certaines inédites, en grande partie sélectionnées par la photographe de son vivant.

Au-delà de ce regard inédit d’une photographe sur l’ensemble de son oeuvre, ce projet d’exposition et d’édition est fondé sur une étude approfondie des archives de Martine Franck, ce qui la démarque des rétrospectives précédentes.

Figure essentielle de l’art photographique du XXe siècle, membre de l’agence VU en 1970, cofondatrice de l’agence Viva en 1972 et membre de la coopérative Magnum à partir de 1983, journaliste, reporter et portraitiste, Martine Franck vient à la photographie à travers une démarche personnelle liée en grande partie à ses voyages en Asie et en Europe. Lorsqu’elle décide de se consacrer à la carrière de photographe, elle choisit un domaine d’activité comprenant encore peu de femmes. Elle réussit pourtant à trouver sa place en s’attachant à des sujets peu abordés par ses confrères, comme le monde du travail, les femmes, la vieillesse, la solidarité et l’humanitaire. Durant près d’une cinquantaine d’années, indépendamment de tout courant esthétique, elle a ainsi construit une oeuvre personnelle en grande partie consacrée à la condition humaine à travers le monde.

En programmant cette exposition, le Musée de l’Elysée offre au public la possibilité de redécouvrir une œuvre majeure qui, au-delà de la diversité des sujets, porte un regard intense et singulier sur notre époque.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Feb
23
zu 26. Mai

Ausstellung | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
23. Februar - 26. Mai 2019

How to Secure a Country
Salvatore Vitale


Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale

Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale


Die Schweiz gilt gemeinhin als eines der sichersten Länder der Welt – und als ein Beispiel für Effizienz und Produktivität. Aber wie gewährleisten staatliche und private Einrichtungen dieses wertvolle Gut, das ebenso ein Grundbedürfnis wie ein Milliardengeschäft ist? Und wieviel Freiheit sind wir als Bürger bereit, für unsere Sicherheit preiszugeben? Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, lebt in Lugano und Zürich) untersucht in seinem mehrjährigen visuellen Forschungsprojekt die Mechanismen, die diesem Präventions- und Abwehrschild zugrunde liegen. Die vielfältigen daran beteiligten Akteure – Polizei, Militär, Zoll- und Migrationsbehörden, Wetterdienste, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen für Robotics und Artificial Intelligence – unterzieht er dabei einer eingehenden Betrachtung. Die Ausstellung macht die mitunter verborgene und oftmals abstrakte Herstellung von Sicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar, in einem Parcours, der Fotografien, aber auch Datenanalysen und eine sensorbasierte Installation einschliesst. Sie versteht sich als aktuellen künstlerischen Debattenbeitrag in einer Gesellschaft, die sich mit wachsenden Bedrohungen – real oder wahrgenommen – durch Terrorismus und Cyber-Kriminalität, Überwachung und Datenmissbrauch konfrontiert sieht. Die Fotostiftung Schweiz präsentiert die erste umfassende Ausstellung dieser Arbeit des Schweizer Künstlers italienischer Abstammung.

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Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg
Mär
2
zu 16. Juni

Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
2. März - 16. Juni 2019

Der Maler als Fotograf
Ernst Ludwig Kirchner


06_563.jpg

Das Kirchner Museum Davos verfügt über einen umfangreichen Bestand an Glas- und Zellulose-Negativen von Ernst Ludwig Kirchner aus der Zeit von 1908–1938. Die fotografische Sammlung des Museums umfasst etwa 1500 Werke, zu denen neben den Negativen auch Vintage Prints und Modern Prints gehören. In den Jahren 2015-2016 wurde die Erschließung des gesamten fotografischen Bestands umgesetzt. Sämtliche Negative wurden digitalisiert und von jedem Negativ wurden hochwertige Silbergelatine-Abzüge in Museumsqualität hergestellt. Damit sind die Voraus-setzungen geschaffen worden, um Kirchners vielfältigen und teilweise experimen-tellen Umgang mit dem fotografischen Medium in seiner ganzen Breite aufzeigen zu können.

Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von ca. 300 fotografischen Werken und präsentiert Beispiele aus allen Genres, in denen sich Kirchner betätigt hat: von Akten und Atelierszenen über Porträts bis hin zu Landschaften und Sachfotografien. Obwohl Kirchner sich nicht als Foto-Künstler verstand, schöpfte er doch die Möglichkeiten des fotografischen Mediums umfänglich aus. Die Fotografie war für ihn ein Instrument der künstlerischen Findung und Erfindung; zugleich spiegelt sich in seiner Kunst die Vorstellung einer Inventarisierung der Welt im Lichtbild. Die Ausstellung bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks in Kirchners Werk und zeigt erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kirchner Museum Davos.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Lena Nievers, Kuratorin für moderne Kunst, Museum der Moderne Salzburg

(Text. Museum der Moderne Salzburg)

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Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
21
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
21. März 2019

Einführung durch Daniel Blochwitz, Kurator photo basel

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Ausstellung | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
22
zu 4. Mai

Ausstellung | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
22. März - 4. Mai 2019

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Ausstellung | Über Leben am Land | Kunst Haus Wien
Mär
23
zu 25. Aug.

Ausstellung | Über Leben am Land | Kunst Haus Wien


Kunst Haus Wien
23. März - 25. August 2019

Über Leben am Land

Toni Amengual, Iris Andraschek, Miia Autio, Anatoliy Babiychuk, Peter Braunholz, Heinz Cibulka, Philipp Ebeling, Petros Efstathiadis, Bernhard Fuchs, Patrick Galbats, Anne Golaz, Nilbar Güres, Laura Henno, Anna Jermolaewa, Joel Karppanen, Paul Kranzler, Paul Albert Leitner, Igor Samolet, Eva Szombat, Tara Wray


White River Junction, Vermont, USA, aus der Serie Too Tired for Sunshine, 2015 © Tara Wray

White River Junction, Vermont, USA, aus der Serie Too Tired for Sunshine, 2015 © Tara Wray

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren SoziologInnen überzeugt, dass sich mit zunehmender Mobilität, spätestens mit dem Einzug des Internets in unseren Alltag, die Lebensformen des ländlichen und städtischen Raums immer mehr angleichen würden. Man sprach von der „Urbanisierung des Landes“. Ein Leben im Einfamilienhaus mit Gemüsegarten und gleichzeitigem Anschluss an die globale Kommunikation und Interaktion schien zum Greifen nahe. Durch das Internet kann man heute selbst am entlegensten Bauernhof der Eröffnung der Met Gala ebenso folgen wie den Tweets internationaler TopjournalistInnen, und neueste Musiktrends brauchen auch nicht mehr Jahre, um in der Provinz zu erschallen. Der Unterschied zwischen urbanen und ländlichen Lebenswelten scheint sich gegenwärtig allerdings eher zuzuspitzen, als dass er sich aufhebt: Auf der Suche nach Arbeit ziehen immer noch mehr Menschen vom Land in die Stadt als umgekehrt. Zurück bleiben oft Gemeinden mit vorwiegend alten und bildungsfernen Bevölkerungsschichten, ohne Postamt, Supermarkt oder Bank und mit nur geringen Aussichten auf Beschäftigung. Die abgelegenen, strukturschwachen Regionen driften politisch nach rechts, wie aktuelle Wahlergebnisse in Europa und den USA zeigen.

Dennoch wird das Leben auf dem Land von vielen GroßstädterInnen als geradezu paradiesischer Zufluchtsort idealisiert. Geträumt wird von Ruhe, innerer Einkehr, einem Leben im Einklang mit der Natur. Die sogenannte Provinz verspricht ein idyllisches Leben, abseits von Hektik und Konsumzwang des urbanen Ballungsraums. Der Trend geht zum Zweitwohnsitz in der Natur. Mit dem wirklichen Leben am Land hat die Stippvisite am Wochenende allerdings nur wenig zu tun.

Es scheint notwendig, das Leben am Land einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, stereotype Bilder zu identifizieren und die greifbare Realität dessen, was ist, von idealisierten 2 Vignetten dessen, was vielleicht sein könnte, zu unterscheiden. „Die Auseinandersetzung mit dem Dörflichen und Ländlichen hat in der jüngeren Vergangenheit eine Renaissance, aber die dabei produzierten Dorfbilder und die Dorfwirklichkeit liegen mitunter weit auseinander“, hält eine unlängst verfasste Studie des Fachbereichs Soziologie an der Universität Trier fest. „Was zunächst einmal auffällt, ist eine Idealisierung des Landlebens. Ob in Wohnzeitschriften, Backbüchern, Telenovelas oder auf Lebensmittelverpackungen – allseits trifft man auf Bilder der Dorf- und Heimatromantik, das Lob der Schönheit und der Vorzüge des Landlebens. Mehr oder weniger direkt macht dieser Agrarromantizismus Anleihen bei einer pauschalisierenden und polarisierenden Stadtkritik, wonach die städtische Lebenswirklichkeit ungesund, Anomie fördernd oder sogar dissozial sei, die Verhältnisse auf dem Land dagegen als gesund, harmonisch und geordnet angesehen werden.“

Die Ausstellung Über Leben am Land im KUNST HAUS WIEN vereint fotografische Positionen, die sich auf dokumentarische, inszenierende und bisweilen sehr persönliche Weise den unterschiedlichen Gesichtern der Provinz in Europa und den USA annähern. Als ländliche Topographien zeigen sich die fotografischen Bildgeschichten und sind dabei analytisch, poetisch, real und surreal, fröhlich, komisch, melancholisch und bisweilen tragisch, nie objektiv oder vollständig.

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Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf
Mär
29
zu 7. Juli

Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
29. März - 7. Juli 2019

Two Rivers
Joachim Brohm und Alec Soth


Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Zwei Fotografen, zwei Flüsse: Vom 29. März bis 7. Juli 2019 präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf mit „Two Rivers“ die wichtigsten fotografischen Werkgruppen des deutschen Künstlers Joachim Brohm und des US-Amerikanischen Fotografen Alec Soth. In einer Weltpremiere vereint die Ausstellung Werke aus insgesamt zehn Serien, unter anderem Alec Soth’ Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ und Joachim Brohms berühmte „Ruhr“-Serie.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Alec Soth’ Serie „Sleeping by the Missisippi“ und Joachim Brohms Serie „Ruhr“, die beide Menschen an der Peripherie des Flusses porträtieren. Brohm, der an der Folkwang Hochschule studierte, ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt. Soth steht als lyrischer Dokumentarfotograf in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Was die beiden verbindet, ist ein dokumentarisch-künstlerischer Blick, der sie als sensible Dokumentaristen ihres sozialen Umfeldes ausweist. Die Ausstellung versammelt insgesamt zehn Werkgruppen der beiden Fotografen, neben den bekannten Serien an der Ruhr und am Mississippi werden weltweit zum ersten Mal auch Joachim Brohms seltene Porträts und ein neues Werk von Alec Soth gezeigt.

Alec Soth gehört seit seinem ersten Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ aus dem Jahre 2004 zu den wichtigsten Fotografen der internationalen Fotoszene. Soth ist bildender Künstler, Magnum-Fotograf, Blogger, Verleger und Pädagoge. Er erforscht die vielen verschiedenen Formen der Fotografie und wie sie sich in der Welt präsentieren. Als lyrischer Dokumentarfotograf - in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld - sieht sich Soth in erster Linie als amerikanischer Fotograf. Die Landschaften der USA, der majestätische Mississippi, die donnernden Niagarafälle, die weiten und offenen Wüsten, die kleinen Städte und Vororte: Alle haben die Struktur und den Rahmen für seine poetischen Studien über das amerikanische Leben geschaffen. Neben „Sleeping by the Mississippi“ (2004) werden vor allem Werke aus den Serien „Niagara“ (2006) und „Songbook“ (2014) gezeigt.

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt und maßgeblich an der Entwicklung der Fotografie als Kunstform seit den 1980er Jahren beteiligt war. In seiner ersten, international viel beachteten Serie „Ruhr“ (1980-1983) dokumentierte er das Freizeitverhalten der Menschen am Ufer der Ruhr. Brohm gehört neben den Fotografen der Düsseldorfer Fotoschule zu den wichtigsten Fotokünstlern in Deutschland. In seinen oft dokumentarisch geprägten Arbeiten setzt er sich vor allem mit den Strukturen der Stadtentwicklung und der Stadtperipherie - mit allen sozialen, soziologischen, ökonomischen und kulturellen Implikationen - auseinander. Künstlerisch ausgebildet und geprägt wurde er an der Folkwang Hochschule in der Tradition von Otto Steinert und Michael Schmidt, aber auch durch sein Fulbright Stipendium an der Ohio State University, an der er Fotografie bei Allan Sekula studierte. Neben Brohms Frühwerk „Typology“ (1979), in dem er im Stil von Bernd und Hilla Becher die typologischen Besonderheiten von Kleingärten dokumentierte, präsentiert die Ausstellung auch Arbeiten aus seinem amerikanischen Werk „Ohio“, der „Ruhrstadt“ (1988-92), „Areal“ (1992-2002) und „Culatra“ (2008-2010). Als Premiere werden erstmals die seltenen Portraits aus Ohio gezeigt. Bis heute lehrt Joachim Brohm Fotografie an der HBG - Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

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Ausstellung | Generation Wealth - Lauren Greenfield | Deichtorhallen | Hamburg
Mär
30
zu 23. Juni

Ausstellung | Generation Wealth - Lauren Greenfield | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
30. März - 23. Juni 2019

Generation Wealth
Lauren Greenfield


Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the club, Atlanta, 2015. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield

Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the club, Atlanta, 2015. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield


Die Ausstellung GENERATION WEALTH der preisgekrönten Filmemacherin und Fotografin Lauren Greenfield zeigt das heutige, allgegenwärtige Streben nach Status, Schönheit und Reichtum. Die Schau wird im Haus der Photographie der Deichtorhallen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein. 

Die Dokumentarfotografin Lauren Greenfield wuchs in den 70er und 80er Jahren in Venice auf, einem sehr rauen Viertel in Los Angeles. In den frühen 90er Jahren begann sie mit dem Fotografieren von Kindern aus Privatschulen, wo die sozialen Sitten der privat gebildeten Teenager Hollywoods von üppigen Partys, teuren Autos und Designerhandtaschen definiert und geprägt wurden. Greenfield erkannte, dass das Verlangen nach Geld, Prominenz, Schönheit und Sexualkapital zu einer alles umfassenden Besessenheit für Menschen jeden Alters und jeder Klasse, unabhängig von der Nationalität, geworden war.

Die Ausstellung GENERATION WEALTH ist das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Arbeit Lauren Greenfields und zeigt auf einzigartige Weise, wie sich die Suche nach materiellen Gütern und sexuellem Kapital im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt entwickelt hat. Die Ausstellung GENERATION WEALTH umfasst mehr als 150 Fotos aus den USA, Brasilien, Kanada, Dubai, den Philippinen, Frankreich, Hongkong, Irland, Island, China, Mexiko und Russland sowie eine Reihe von Interviews und Kurzfilmen. Dabei geht es bei GENERATION WEALTH nicht um die Reichen an sich, sondern um den Wunsch, um jeden Preis reich zu sein. In der Ausstellung wird auch der Dokumentarfilm Generation Wealth gezeigt, der u.a. ds Sundance Filmfestival in den USA 2018 eröffnete.

Das Begleitbuch Generation Wealth, das im Frühjahr 2017 von Phaidon veröffentlicht wurde, hat begeisterte Kritiken erhalten und wurde von der Creative Review und der London Times zum »Photography Book of the Year« gewählt.

Diese Ausstellung wurde vom Annenberg Space for Photography, Los Angeles produziert und dort erstmalig gezeigt. Die international Tournee führt über das International Center of Photography in New York, das Nobel Peace Center in Oslo und das Fotomuseum Den Haag jetzt nach Hamburg.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Sonne halt! | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Sonne halt! (Arbeitstitel)


Gemeinsam entwickelten der Schriftsteller Konrad Bayer (1932–1964) und der Filmemacher Freddy Radax (1932) zu Beginn der 1960er-Jahre den Avantgardefilm Sonne halt! Bayer spielt darin die Hauptrolle, eine Doppelfigur aus Dandy und Matrose, der mit einem Gewehrschuss die Sonne zur Explosion bringt und damit die Sicht auf die Dinge verändert. Radax Auffassung von Film, als sich ständig in Bewegung befindendes Material, ergänzt der Schriftsteller Bayer mit Textpassagen aus seinem unvollendeten Roman der sechste sinn zu einem „Filmgedicht“.

Kuratorin: Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne  | Salzburg
Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Der fotografische Mensch
Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes


Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Die Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes werden in einer Auswahl gezeigt, um die Entwicklung des Sammlungsbestands öffentlich zu machen und das besondere Gewicht dieser Sammlung für das Museum der Moderne Salzburg zu unterstreichen.

Kuratorinnen: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, mit Andrea Lehner-Hagwood, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne)

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Artist Talk | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien
Apr
6
11:00 vorm.11:00

Artist Talk | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
6. April 2019
Im Rahmen von Foto Wien 2019

Unwägbarkeiten
Gabriela Morawetz


Gabriela_Morawetz_An#35B0B1.jpg

Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.  

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat. 

Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent. 

Gabriela Morawetz ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Artist Talk | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Apr
6
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
6. April 2019

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Apr
27
zu 29. Sep.

Ausstellung | Fotografie und Film | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
27. April - 29. September 2019

Fotografie und Film (Arbeitstitel)


Mit der ersten Sammlungsausstellung in Partnerschaft mit der Generali Foundation im neuen Jahr wird das bewährte Programm fortgesetzt und eine thematische Ausstellung entwickelt, in denen die Bestände des Museums mit den Werken der Sammlung Generali Foundation in Dialog treten.

Kuratorin: Antonia Lotz, Kuratorin Sammlung Generali Foundation

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
28. Mai 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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