Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich
Nov
16
zu 23. Juni

Ausstellung | Genesis - Sebastião Salgado | Museum für Gestaltung | Zürich

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Museum für Gestaltung | Zürich
16. November 2018 - 23. Juni 2019

Genesis
Sebastião Salgado


Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado

Elephants hunted by poachers in Zambia, Kafue National Park, 2010, © Sebastião Salgado


Gletscher, dicht bevölkert von Robben, endlose Dünen der Sahara oder nebelumhüllte Berge im Regenwald des Amazonas: Sebastião Salgado zeigt uns die Erde als Schöpfung von überwältigender Schönheit und schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit. In über 30 Reisen zu allen Enden der Welt hat der Französisch-Brasilianer einen fotografischen Essay geschaffen, der zugleich von der Majestät und der Verletzlichkeit unserer Umwelt berichtet. Salgado segelte über Ozeane, bestieg Berge und durchquerte Wüsten. Er beobachtete Tiere und begegnete indigenen Völkern mit dem Ziel, ihre Lebensumgebung und Kultur festzuhalten. Die Ausstellung Genesis ist ein dramatisches Manifest, das in opulenten Schwarz-Weiss-Fotografien nicht nur berührt, sondern auch Fragen zu unserem Umgang mit dem Planeten stellt.


Des glaciers, sur lesquels des phoques se tiennent en rangs serrés, les dunes infinies du Sahara ou des monts à moitié disparus dans les brumes de la forêt amazonienne : Sebastião Salgado nous montre la planète comme une création d’une beauté grandiose et nous fait toucher à quel point elle est précieuse. En plus de 30 voyages dans toutes les régions du monde, le Brésilien a composé un essai photographique qui parle simultanément de la majesté et de la vulnérabilité de notre environnement. Le photographe a parcouru les océans, escaladé les montagnes et traversé les déserts. Il a observé les animaux et est parti à la rencontre de peuples indigènes afin de fixer leur environnement et leur culture sur la pellicule. Genesis est un manifeste majeur, dont les opulentes photographies en noir et blanc font bien plus que nous toucher : elles posent aussi des questions en suspens sur nos rapports à la planète.


Glaciers, densely populated by seals, endless Sahara dunes or mist-covered mountains in the Amazon rainforest: Sebastião Salgado depicts the earth as a creation of overwhelming beauty and thus sharpens our awareness of its preciousness. On over 30 journeys to all corners of the world, the French-Brazilian has created a photographic essay that simultaneously documents the majesty and the vulnerability of our environment. Salgado has sailed across oceans, scaled mountains, and crossed deserts. He has observed animals and met indigenous peoples in his endeavor to capture their environment and culture. The exhibition is a dramatic manifesto that not only touches visitors with its opulent black-and-white photographs, but also raises open questions about how we deal with the planet.

(Text: Museum für Gestaltung)

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Ausstellung | Das Auge Brasiliens - Kurt Klagsbrunn | Jüdisches Museum | Wien
Dez
5
zu 19. Mai

Ausstellung | Das Auge Brasiliens - Kurt Klagsbrunn | Jüdisches Museum | Wien


Jüdisches Museum | Wien
5. Dezember 2018 - 19. Mai 2019

Das Auge Brasiliens
Kurt Klagsbrunn


Modefotografie, 1945 © Victor Hugo Klagsbrunn

Modefotografie, 1945 © Victor Hugo Klagsbrunn

Der Fotograf Kurt Klagsbrunn, geboren 1918 in Wien, hielt von 1939 bis in die 1970er-Jahre das moderne Leben Brasiliens fest. Er fotografierte die Partys der Wohlhabenden ebenso wie die Vergnügungen der kleinen Leute. Seine Modelle waren Prominente wie Orson Welles oder Evita Perón, aber auch Brautstrauß werfende Frischvermählte, Schuhputzer auf den Boulevards oder verträumte Kaffeegenießer. Dabei wollte der Sohn eines Floridsdorfer Kohlenhändlers und Fußballfunktionärs eigentlich Arzt werden, musste jedoch nach der Flucht aus Österreich 1938 den Beruf wechseln, um sich im Exil eine neue Existenz aufzubauen. Er wählte das Hobby seiner Jugend und stieg rasch vom Autodidakten zum Pionier der Gesellschaftsfotografie auf. Er dokumentierte neben seinen Mode-, Lifestyle und Industriefotografien die Entwicklung Brasiliens und begleitete die Entstehung der neuen Hauptstadt Brasilia. 2005 starb Kurt Klagsbrunn in Rio de Janeiro.

Vor dem Kino, Cinelândia, Rio de Janeiro, 1946 © Victor Hugo Klagsbrunn

Vor dem Kino, Cinelândia, Rio de Janeiro, 1946 © Victor Hugo Klagsbrunn

Sein Neffe Victor Klagsbrunn betreut seither den Nachlass mit mehr als 250 000 Negativen. 2017 schenkte er dem Jüdischen Museum Wien einen Teilnachlass mit Briefen, Notizen, Fotos und anderen Erinnerungen an das Leben der Familie Klagsbrunn in Floridsdorf und ihrer Flucht nach Rio. Die Ausstellung Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn präsentiert diese Schenkung sowie eine Auswahl seiner Werke aus dem brasilianischen Exil.

Kuratorin: Andrea Winklbauer
Ausstellungsgestaltung: Schuberth und Schuberth

(Text: Jüdisches Museum, Wien)

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Ausstellung | 2. Heimat - Peter Bialobrzeski | Haus am Kleistpark | Berlin
Jan
11
zu 31. März

Ausstellung | 2. Heimat - Peter Bialobrzeski | Haus am Kleistpark | Berlin


Haus am Kleistpark | Berlin
11. Januar - 31. März 2019

2. Heimat
Peter Bialobrzeski


© Peter Bialobrzeski, bei Wismar, 2012

© Peter Bialobrzeski, bei Wismar, 2012


Für Die zweite Heimat reiste Peter Bialobrzeski von 2011 bis 2016 mit seiner Kamera durch Deutschland, das ihm seit mehr als 50 Jahren eine Heimat bietet. Mit seinen Fotografien versucht der Künstler, die soziale Oberfläche des Landes zu beschreiben, das ihm seit mehr als 50 Jahren eine Heimat bietet. Bialobrzeski fotografiert den vom Menschen geprägten Außenraum: Stadt, Land, Architektur. Menschen kommen vor, wenn sie dem Bild eine weitere Dimension verleihen. Der Künstler richtet seinen Blick auf häufig übersehene Objekte, die vordergründig keine Bedeutung zu haben scheinen und erst dann ihr Wesen zeigen, wenn sie wahrgenommen und in einen Kontext gebracht werden.

Die Ausstellung ist aus dem Haus der Photographie – Deichtorhallen in Hamburg übernommen worden. Das gleichnamige Buch erschien bei hartmann books.

Peter Bialobrzeski (geb. 1961) ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Er lehrt seit 2002 als Professor für Fotografie an der Hochschule für Künste in Bremen. Seine Arbeit wurde weltweit ausgestellt und vielfach ausgezeichnet. Seine Fotografien befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

(Text: Haus am Kleistpark)

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Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln
Jan
12
zu 27. März

Ausstellung | Strange Ecounters - Thomas Hoepker | im focus galerie | Köln


im focus galerie | Köln
12. Januar - 27. März 2019
über Karneval vom 28. Februar - 6. März 2019 geschlossen

Strange Encounters
Thomas Hoepker


Esel | Thomas Hoepker

Esel | Thomas Hoepker

Thomas Hoepker (*1936, München) gilt als einer der bekanntesten Reportagefotografen der Welt. Anfangs als Fotoreporter und Korrespondent für den “stern” unterwegs, fotografierte er weltweit und machte unter anderem Bilder, die von zeitgeschichtlicher Bedeutung sind. Später wurde er Art Director beim stern, Executive Editor bei GEO und Präsident von Magnum Photos. Damit etablierte sich Hoepker in einigen der wichtigsten Positionen der internationalen Fotoszene. Buchprojekte, Filmproduktionen und unzählige Ausstellungen in den wichtigsten Museen und Galerien der Welt folgten.

Die Ausstellung "Strange Encounters" (merkwürdige Begegnungen) zeigt skurrile und humorvolle Beobachtungen, die Thomas Hoepker auf seinen Reisen machen konnte.

"Als Fotojournalist, arbeitend für Zeitungen und Magazine, ist man oft mit den eher schlechten Situationen konfrontiert. Aber schon bald entdeckte ich, dass dort auch lustige oder merkwürdige Begegnungen zu finden sind, die es wert sind fotografiert zu werden." (T. Hoepker)

Daneben zeigt die in focus Galerie, Köln die berühmtesten Fotografien aus Thomas Hoepkers langer Karriere.

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Ausstellung | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
Jan
18
zu 6. Apr.

Ausstellung | Comfortable Gestures - Mathias Renner | Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur

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Coalmine - Zeitgenössische Fotografie | Winterthur
18. Januar - 6. April 2019

Comfortable Gestures
Mathias Renner


Comfortable Gestures | Mathias Renner

Comfortable Gestures | Mathias Renner


Mathias Renner (*1981, Zug) widmet sich in einer Einzelausstellung mit dem Titel «Comfortable Gestures» dem Verhältnis von Bild und Objekt und stellt Fragen nach Werbung, Ästhetisierung und Kunst. Martin Jaeggi umschreibt die Arbeit von Mathias Renner wie folgt: Immer wieder verwandelt er Räume in eine poetische und erhabene Landschaft, in der klassische Fragen zum Objekt im Raum, kompositorischem Rhythmus, Oberfläche und Form gestellt werden. Seine Arbeiten oszillieren zwischen Mobiliar und Skulptur, Ratio und Dekoration, zwischen modernistischem Vokabular und einem sakralen Zauber.

Während er nach seinem Studium der Bildenden Kunst an der ZHdK vor allem installativ mit Objekten und Mobiliar arbeitete, findet nun das Bild Eingang in seine künstlerische Auseinandersetzung. Mathias Renner zeigt uns eine speziell auf den Raum hin entwickelte Ausstellung.

Zusätzlich zu den beiden Ausstellungen findet ein Instagram-Special von @werktitel statt, kuratiert von Frank Hyde-Antwi. 

(Text: Coalmine, Winterthur)

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Ausstellung | Freilebende Pferde - Markus Saxer | Le Roselet | Les Breuleux
Jan
19
zu 14. Juli

Ausstellung | Freilebende Pferde - Markus Saxer | Le Roselet | Les Breuleux


Le Roselet | Les Breuleux
19. Januar - 14. Juli 2019

Fotografien freilebender Pferde
Markus Saxer  


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Markus Saxer ist ein Schweizer Fotograf, der es auf faszinierende Weise versteht, Fotografie auf das Wesentliche zu reduzieren. Seine Bilder wirken als Ganzes – schlicht und doch unglaublich ausdrucksstark. Seine Umsetzung in Schwarz-Weiss verstärkt die Wirkung noch zusätzlich. 

Die Fotos entstehen bei Begegnungen mit freilebenden Pferden in den Naturreservaten von Spanien, Bosnien, Namibia, Island und Frankreich. Es entstehen faszinierende Momentaufnahmen vom Verhalten der Pferde. Markus Saxers Liebe zu und Vertrautheit mit Pferden lässt sich auch in seinen Fotografien erahnen. Wichtig ist ihm beim Fotografieren, dass die Tiere in ihrem natürlichen Sozialverhalten nicht gestört werden. Er erzählt: "Oft schaue ich den Tieren bewundernd zu und vergesse dabei ganz, den Auslöser der Kamera zu betätigen."

(Text: Ann Schär, Stiftung für das Pferd)

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Ausstellung | Sillages | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne
Jan
27
zu 31. März

Ausstellung | Sillages | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne

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Christelle Boulé

Christelle Boulé

Die Ausstellung Sillages zeigt die Werke von fünf Künstler_innen, die Gemeinsamkeiten zwischen Parfum und Fotografie erforschen. Sie beleuchten die zumeist überraschenden Parallelen zwischen Fotografien und Düften oder veranschaulichen und fokussieren bestimmte Aspekte der Parfümherstellung. Beispielsweise erkunden sie die enge Verbindung zwischen Gedächtnis und Duft wie zwischen Fotografie und Duft, befassen sich mit den Molekülen, die das Erleben von Düften und analogen Bildern ermöglichen, und erkennen Gerüche und Bilder gleichermassen als Zeugnisse und Spuren des Lebendigen. Oder sie erkunden auf feinfühlige Weise die Auffassungen des Künstlichen und des Natürlichen, oder der Nachahmung der Natur. Ihre einzigartigen, ausdrucksstarken Bilderwelten bieten faszinierende visuelle Interpretationen der Parfümherstellung, eines Handwerks, dessen Kreationen normalerweise für das blosse Auge unsichtbar bleiben.

In diesem Sinne präsentiert die Ausstellung mehrere einzigartige und originelle Ansätze, die Parallelen zwischen olfaktorischen und visuellen Phänomenen erkennen und diese beiden Bereiche aus überraschenden Perspektiven beleuchten. Darüber hinaus wird die Ausstellung durch eine Veranstaltungsreihe mit Bezug zur Parfümherstellung ergänzt. Sie präsentiert den Besuchern ein Handwerk, das einerseits jedem vertraut ist – wer hätte nicht mindestens einmal ein Parfum benutzt? – dessen Entwurfs- und Herstellungsmethoden jedoch andererseits kaum bekannt sind, obwohl es sich dabei um einen bedeutenden Industriezweig in der Schweiz handelt.

In diesem Sinne zeigt die Ausstellung in Form einzigartiger und sehr aussagekräftiger Bilderwelten sowohl überraschende Aspekte der Fotografie als auch der Parfümherstellung. Sie präsentiert mehrheitlich un- veröffentlichte Werke, die zu diesem Anlass entstanden sind.


Olga Cafiero

Olga Cafiero

L’exposition Sillages présente les travaux de cinq photographes créant des liens entre parfum et photographie. Ils mettent en lumière des facettes communes, mais souvent inattendues, entre photographie et fragrance, ou interprètent visuellement et magnifient certaines facettes de la parfumerie. Ils explorent par exemple les liens forts entre mémoire et parfum comme entre mémoire et photographie, s’intéressent aux molécules qui donnent vie aux fragrances ou images argentiques, considèrent les odeurs et les photographies comme autant d’empreintes et de vestiges d’un organisme, ou encore explorent de manière subtile les notions d’artificialité et de naturel, d’imitation de la nature et de représentation. Leurs univers forts et singuliers offrent des interprétations visuelles fascinantes de la parfumerie, domaine dont les créations restent généralement invisibles à l’œil nu.

Cette exposition est la première de son genre: elle aborde certaines facettes communes, mais très peu explorées, entre certains phénomènes visuels et olfactifs, et ce par des approches singulières et originales, conceptuellement précises et abordant la thématique par des angles multiples. Les œuvres présentées, fruits de recherches approfondies des artistes, sont en large majorité inédites et produites pour l’exposition.

Enrichie d’événements liés à la parfumerie, l’exposition invitera ainsi les visiteurs à découvrir un champ de création à la fois connu de tous — qui ne s’est pas au moins une fois parfumé? – mais dont la création et la fabrication restent assez peu connues, bien qu’il s’agisse en Suisse d’une industrie importante.


Roberto Greco

Roberto Greco

The exhibition Sillages presents the work of five photographers who create unexpected links between the fields of perfume and photography. They highlight common, but often surprising, facets between photography and fragrance, or visually interpret and magnify certain characteristics of perfumery. For example, they explore the strong ties between memory and perfume as well as between memory and photography, research the molecules that give life to fragrances or analog photographs, consider smells and images as imprints and vestiges of an organism, or explore in a subtle way the notions of artificiality and naturalness, imitation of nature and representation. Their strong and unique visual universes offer fascinating visual interpretations of perfumery, a field whose creations remain generally invisible to the naked eye.

This exhibition is the first of its kind: it addresses certain common, but little explored, facets between visual and olfactory phenomena, using singular and original, and conceptually precise, approaches. The works presented, the result of extensive research by the artists, are mostly unpublished and produced for the exhibition.

Enriched with events related to perfumery, the exhibition will invite visitors to discover a field of creation that is both known to everyone – who has not tried fragrance at least once? – but whose creation and manufacturing processes remain relatively unknown, although it is an important industry in Switzerland.

(Text: Photoforum Pasquart, Biel/Bienne)

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Ausstellung | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano
Jan
30
zu 4. Mai

Ausstellung | Cà méa - Katja Snozzi | Canvetto Luganese | Lugano


Canvetto Luganese | Lugano
30. Januar - 4. Mai 2019

Cà méa
Katja Snozzi


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HEIMAT

“Wo ist deine Heimat?“

“Da wo meine Eltern und meine Freunde sind.“

“Da wo ich zur Schule gegangen bin…“

“Da wo ich ein Dach über dem Kopf habe“… 

Hätte man Katja Snozzi als Kind befragt, hätte sie ähnliche Antworten geben können.

Aber der Ort ist weit entfernt von dem Ort, den sie heute bewohnt. Ihre Heimat der Kindheit war eine Farm in Kenia. In der Pubertät begann eine Verschiebung des Gefühls für Heimat. Ihre Schweizer Eltern schickten die Kinder immer häufiger in ihr ursprüngliches Heimatland, bis schliesslich in einem Internat die weiten Wiesen der Farm nur noch Erinnerung sind.

Als Katja Snozzi erwachsen ist, studiert sie Fotografie an der Hochschule der Künste in Zürich. Zu dieser Zeit, zeichnete sich noch keineswegs ab, was man ihre spätere Karriere nennen könnte.

Vielleicht war es wieder sie Sehnsucht nach Heimat, dass sie sich für ein Leben mit Kindern, gemeinsam mit einem einfühlsamen Partner in Bern entschied. Bis genau jener sie später unterstütze auch ihren Begabungen zu leben und in die Welt zu gehen.

Es zog sie beruflich immer wieder in Länder die nahe dem Traumland ihrer Kindheit waren, nun aber verwüstet von Terror und Krieg.

Später engagiert sich Katja Snozzi intensiv für diverse humanitäre Organisationen, vor allem für die Stiftung SOS-Kinderdorf. Wieder waren es Fotos, die einen nicht los lassen. Kinder, denen die Heimat fehlt und der Wunsch, diesen Kindern eine Heimat zu finden.

Es vergingen etwa 40 Jahre, die Katja Snozzi mit ihrer Familie in Bern verlebte.

Zu Beginn des zweiten Jahrtausends abermals ein anderer Ort für Heimat.

Das Haus der verstorbenen Mutter im Tessin. Es ist vertraut, aber noch fehlen die eigenen Wurzeln, doch die wachsen stetig. Das Haus wurde bald bevölkert mit dem vertrauten Hausrat, mit kleinen selbst geschaffenen Skulpturen aus Keramik, mit Figuren, geschnitzt aus dunklem Holz, Gefährten aus fernen Ländern. Sie sind da so selbstverständlich wie im Garten die Rosen und Palmen.

An diesem Ort wächst alles zusammen. Das Leben von einst als Kind in Kenia,  die Lehrjahre in der Schweiz, der Nukleus Familie und die Frau mit der Fotokamera, die aufruft zum Schauen auf die Welt.

Heimat. Da wo die Lebensfäden sich bündeln.

2014 ein neues Projekt.

Wieder die Frage nach demselben Thema. Sie macht eine berührende Serie von Menschen, die bereits das Alter von 100 oder mehr Jahren erreicht haben.

Es sind Portraits vor denen man lange verweilen muss. Andächtig. Ehrfurchtsvoll.

Eingebettet in eine Landschaft von Falten, die sich, kaum wahrgenommen, aufzulösen scheinen, tritt einem das authentische Ich eines jeden entgegen.

Die Heimat ist allen ihr langes Leben.

Diese Heimat besitzen nur sie. Diese Heimat kann ihnen niemand nehmen.

Und nun Katja Snozzis vorläufig letzte Arbeit.

Sie geht durch ihr vertrautes Haus. Sie ist allein. Der Lebensgefährte hat sie und das gemeinsame Haus verlassen müssen, um in eine andere Welt einzutreten, wohin auch immer. Einsamkeit. Er ist fern und doch immer gegenwärtig. Überall. Sie fotografiert. Die Tage sind nicht mehr nur das, was sichtbar ist. Es sind Gespräche ohne hörbare, nur ahnbare Antworten. Sie verlaufen ohne Urzeit, ohne das Sorgetragen für einen anderen Menschen. Sie hat Zeit zum Trödeln, auf Zeichen zu achten, zu träumen. Beiläufig  hält sie bei dem oder jenem Gegenstand an, klick…unbedeutende Kleinigkeiten, die plötzlich das Auge erreichen, das Auge das sieht. Sie drückt ab… ein, drei, vier, zehn Fotos… die Sonnenflecken auf dem Küchenboden … jene auf den gelben Schrankwänden…klick. Weiss sie, warum sie den Kühlschrank öffnet? Nein, einfach so… klick. Später ist es die Silberdose, sind es die Kristallflaschen mit ihren Reflexen … Da hat vielleicht bereits die nicht mehr so unschuldige Neugier, die Suche nach dem lohnenden Objekt begonnen… Doch eigentlich ist es wohliger sich gehen zu lassen, zu treiben, in Unbekanntes, Absichtsloses. Der Besen… das Elektrokabel… die Tasten der Wasserspühlung fürs Klo… die Gardinen vor den Fenstern… der Briefkasten draussen…klick. Geschenke, die unberechenbar sind. Für die man auch nicht danken muss. Man besass sie ja immer schon.

Und dann die Nacht, in der der Schlaf nicht kommen mag. Schliesslich das Anknipsen der Lampe… dieser tausend mal erlebte Blick in den hellen Schirm…Warum nicht?…klick… Die Wegstrecke beim Hinübergleiten in Traumwelten. Am nächsten Morgen liegen sie da, diese Ereignisse der Leere, diese Bilder, die nichts wollten als da-sein. Die waren ja nicht von Notwendigkeit oder Nützlichkeit bestimmt. Sie entstanden nicht, um zu verführen.

Sie sind einfach schön. Das reine Schöne, das nichts weiter sein will, als das, was es ist.

Schönheit gibt es nicht ohne Geheimnis.

Die Fotos zeigen Katja Snozzis Heimat, so wie sie jetzt ist, in ihren ganz verschiedenen Ebenen.

(Ingeborg Lüscher)


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Ordinaria follia della quotidianità

Per chi, abituato ad ammirare le testimonianze delle immagini di Katja dove la componente umana è sempre la parte essenziale e imprescindibile del suo operato, davanti a queste nuove immagini può rimanere attonito.

Dopo aver vissuto gli scatti dei suoi reportage da luoghi e da persone drammaticamente confrontate al limite del irreale, alla realtà drastica dell’ultimo tema trattato con grande maestria e sensibilità. Da 0 a 100 anni. Una sequela di ritratti in bianco e nero che vanno dall’immagine di quel braccio teso che sorregge un neonato di pochi giorni ai volti di centenari con la dignità del loro vissuto fissato dall’artistico scatto della camera di Katja.

Ora, questa nuova avventura della fotografa, la vede cimentarsi con immagini impensabili della quotidianità. Fissare e interpretare oggetti e testimonianze del nostro vissuto rendendoli importanti nella loro semplicità.

Sono particolari che per equilibrio di forma, di colore e di inquadratura diventano interpretazioni astratte di qualcosa molto realistico.

In questo ultimo lavoro Katja è riuscita ad estrapolare l’essenziale da questi elementi in modo da renderli visibili in un contesto inusuale.

Indagare con un occhio e di riflesso con un obbiettivo fuori dal comune particolari di oggetti “comuni” significa andare “oltre”. Vuol dire diventare più creative del solito e non solo affidarsi ad un mero risultato tecnico della bella immagine ma essere in grado di superarla e di interpretarla.

Lascio a chi osserverà queste immagini con quel “qualche cosa in più” di scoprire la creatività che Katja ha voluto trasmetterci ancora una volta con grande sensibilità.

(Text: Pierre Casè)

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Ausstellung | Women on View | Galerie 36 | Berlin
Feb
2
zu 27. Apr.

Ausstellung | Women on View | Galerie 36 | Berlin


Galerie 36 | Berlin
2. Februar - 27. April 2019

Women on View


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Die Gruppenausstellung “Women on View” thematisiert die Erotisierung des weiblichen Körpers in der Werbefotografie - angefangen bei der frühen Produktreklame der 1940er Jahre, über die Ära der Hyper-Erotisierung der Frau in den 1990er Jahren hin zu zeitgenössischen Positionen in der Werbefotografie. Präsentiert werden legendäre Plakate und Fotografien von namhaften Künstlern wie Erwin Blumenfeld, Horst P. Horst, Lilian Bassman, Irving Penn, Helmut Newton, Guy Bourdin, Frank Horvat, Jeanloup Sieff, Hans Feurer, Albert Watson, Herb Ritts, Peter Lindbergh und Ellen von Unwerth. Einerseits zeigt die Ausstellung verschiedene Darstellungsweisen der Frau in der Werbung auf. Anderseits hinterfragt sie die wechselseitigen Einflüsse der modischen und kommerziellen Fotografie bei der Schaffung ästhetischer Standards.

Darüber hinaus verweist die Ausstellung auf den soziokulturellen Einfluss von Werbung. Diese ist ein Spiegelbild gesellschaftlicher Einstellungen und beeinflusst als Ab- und Vorbild gängige Rollenbilder und Vorstellungen von Schönheit. In unserer gegenwärtigen mediendominierten Welt wir die Verbreitung von genormten Attraktivitätsvorstellungen und Schönheitsidealen zunehmend begünstigt. So führte die Nutzung einer Bildsprache, in der weibliche Modelle signifikant aufreizend und provokativ gezeigt wurden, in der Vergangenheit zu einer zunehmenden Sexualisierung in der Öffentlichkeit. Ist die Darstellung von Frauen heute immer noch ein Zeugnis der Begierde in unserem gesellschaftlichen Streben nach Idealen menschlicher Vollkommenheit? Oder ist diese Form des Begehrens bereits im Wandel begriffen?

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Ausstellung | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig
Feb
2
zu 31. März

Ausstellung | Ort und Erinnerung - Laurenz Berges | Museum für Photographie | Braunschweig

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Museum für Photographie | Braunschweig
2. Februar - 31. März 2019

Ort und Erinnerung
Laurenz Berges


Laurenz Berges,  September  (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Laurenz Berges, September (Tisch), 2013 © Laurenz Berges VG Bild-Kunst, Bonn 2019


Cloppenburg und Arbeiten aus dem Ruhrgebiet

Die Ausstellung stellt erstmals vollständig die farbfotografische Werkgruppe Cloppenburg aus dem Frühwerk von Laurenz Berges vor und wird ergänzt um neuere Arbeiten, die in den vergangenen Jahren im Ruhrgebiet entstanden sind.

(Text: Museum für Photographie, Braunschweig)

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Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien
Feb
8
zu 26. Mai

Ausstellung | Manfred Willmann | Albertina | Wien


Albertina | Wien
8. Februar - 26. Mai 2019

“Schwarz und Gold” | “Das Land”
Manfred Willmann


Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Ohne Titel, aus der Serie „Das Land“, 1981-1993 | C-Print | Albertina, Wien | © Manfred Willmann

Die ALBERTINA widmet dem österreichischen Fotografen Manfred Willmann (*1952) eine umfassende monografische Ausstellung. In seinen Serien hält Willmann Szenen aus seinem persönlichen Umfeld in Graz und der Südsteiermark fest. Dabei bricht er mit Klischees des idyllischen Landlebens. Die Bilder sind von einer sehr direkten, subjektiven Sichtweise geprägt, charakteristisch sind die konsequente Verwendung des Blitzlichts und der Fokus auf Details. Als einer der ersten österreichischen Fotografen setzt er zudem Farbe als künstlerisches Ausdrucksmittel ein. Die ALBERTINA zeigt sechs umfangreiche Serien aus Willmanns Werk, darunter die einflussreichen Arbeiten „Schwarz und Gold“ und „Das Land“.


The ALBERTINA Museum is devoting a comprehensive solo presentation to the works of photographer Manfred Willmann (*1952). In his series, Willmann captures scenes from his personal surroundings in Graz and southern Styria, scenes that break with clichés of idyllic rural life. His pictures reveal a very direct and subjective view characterized by his consistent use of the flash and focus on details. Willmann is also one of the first Austrian photographers who used color as a means of artistic expression. The ALBERTINA Museum is showing six large series from Manfred Willmann’s oeuvre, including the influential work groups Schwarz und Gold and Das Land.

(Text: Albertina Wien)

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Ausstellung | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin
Feb
15
zu 21. Apr.

Ausstellung | CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen | f³ – freiraum für fotografie | Berlin

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f³ – freiraum für fotografie | Berlin
15. Februar - 21. April 2019

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen
Laia Abril (Spanien), Sibylle Fendt (Deutschland), Nora Klein (Deutschland), Louis Quail (UK) und Melissa Spitz (USA)


© Laia Abril, aus: The Epilogue

© Laia Abril, aus: The Epilogue

Mehr als jeder vierte Erwachsene erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Am häufigsten treten Angstzustände, Depressionen und psychische Leiden durch Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch auf. Für die knapp 18 Millionen akut Betroffenen und ihr soziales Umfeld sind sie mit massiven Einschränkungen im sozialen und beruflichen Leben verbunden.

Obwohl psychische Erkrankungen einen Großteil der Bevölkerung sowie deren Angehörige und Freund*innen direkt betreffen, sind sie immer noch mit einem starken Tabu und Stigma behaftet. Über das Leben mit Depressionen, Angststörungen und psychischen Störungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gibt es unklare Vorstellungen; wechselnde Diagnosen und individuelle Krankheitsbilder verunsichern Außenstehende. So gelingt es kaum, Betroffenen in ihrer Welt nahe zu kommen.

CRAZY – Leben mit psychischen Erkrankungen präsentiert Arbeiten von fünf international renommierten Fotograf*innen, die sich aus ganz persönlichen Gründen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die spanische Fotografin Laia Abril beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Weiblichkeit und Körperbild. Ihre international ausgezeichnete Serie The Epilogue erzählt die Geschichte der Familie Robinson, die ihre jüngste Tochter durch Bulimie verlor. Das gleichnamige Buch wurde für den Paris Photo – Aperture Foundation PhotoBook Award 2014 nominiert.

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

© Sibylle Fendt, aus Gärtners Reise

In Gärtners Reise dokumentiert die Berliner Fotografin Sibylle Fendt die letzte Reise des Ehepaars Lothar und Elke Gärtner. Ihr Leben lang hatten sie als begeisterte Camper Europa im Wohnwagen bereist. Zwei Jahre zuvor hatte Elke Gärtner die Diagnose Demenz erhalten, ihr Ehemann wollte sie so lange wie möglich zuhause pflegen und auf ihrem Weg begleiten. Die entstandenen Bilder sind keine Dokumente einer Campingtour, sie sind Symbole für eine Reise in unbekanntes Terrain. Sibylle Fendt ist Mitglied der renommierten Agentur OSTKREUZ.

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

© Nora Klein, aus mal gut mehr schlecht

Die Fotografin Nora Klein aus Erfurt beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Krankheit Depression. Ihr erster Bildband Mal gut, mal schlecht ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. Mit ihrer Kamera unternahm Klein einen Annäherungsversuch. Gemeinsam mit Betroffenen versucht sie die Erkrankung in Bilder zu fassen. Nora Kleins Fotografien wurden u. a. in Stern, der Spiegel, die Zeit, Financial Times Weekend Magazine, Cicero und Süddeutsche Zeitung veröffentlicht.

© Louis Quail, aus: Big Brother

© Louis Quail, aus: Big Brother

Der Brite Louis Quail zeigt in seiner intimen fotografischen Annäherung Big Brother das Leben seines Bruders mit Schizophrenie. Die Dokumentation, die mit dem Renaissance Photography Prize 2017 ausgezeichnet wurde, offenbart den Menschen in einer Krise, ohne je die Wertschätzung für ihn zu verlieren. Louis Quail hat für zahlreiche der bekanntesten britischen Zeitschriften gearbeitet und ist vielfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

© Melissa Sitz, aus nothing to worry about

Die New Yorker Fotografin Melissa Spitz widmet ihre Arbeit You Have Nothing to Worry About dem Gefühlsleben ihrer schwer psychisch erkrankten Mutter. Die Fotografien sind über einen Zeitraum von zehn Jahren entstanden und zeigen Spitz´ Mutter in verschiedenen Stadien der Erkrankung, in ihren Hoch- und Tiefphasen. Melissa Spitz wurde vom TIME Magazine zur Instagram-Fotografin 2017 gewählt. Sie veröffentlicht ihre Arbeiten unter anderem im TIME Magazine, in VICE und der Huffington Post.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | Eine Saison für Künstlerinnen | Musée des Beaux-Arts | Le Locle
Feb
16
zu 26. Mai

Ausstellung | Eine Saison für Künstlerinnen | Musée des Beaux-Arts | Le Locle


Musée des Beaux-Arts | Le Locle
16. Februar - 26. Mai 2019

Eine Saison für Künstlerinnen
Viviane Sassen, Sophie Bouvier Ausländer, SMITH, Laura Letinsky, Lili Erzinger und Sandrine Pelletier


© Viviane Sassen, Belladona, de la série Parasomnia, 2010. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town

© Viviane Sassen, Belladona, de la série Parasomnia, 2010. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town


Obwohl der kulturell begründete Ausschluss der Frauen aus der künstlerischen Ausbildung und Praxis längst der Vergangenheit angehört, ist die Bemühung um die Überwindung der Unsichtbarkeit, unter der sie als Schöpferinnen und Künstlerinnen leiden, heute nicht weniger gefragt.

In den 1970er Jahren bewirkte die Befreiungsbewegung der Frauen allenfalls eine Zunahme der Gemeinschaftsausstellungen von Künstlerinnen, doch eine verstärkte Präsenz weiblicher Künstler in den Galerien oder ein Anstieg der Einzelausstellungen von Künstlerinnen blieben in diesem Jahrzehnt aus.

Zweifellos ist das Ziel der Gleichstellung selbst im 21. Jahrhundert immer noch nicht erreicht. Nachdem die Frauen in der Kunst so lange unsichtbar geblieben sind, möchte das MBAL, dem Beispiel der Gesellschaft folgend, mehr Gleichgewicht herstellen und den Einzug von Werken weiblicher Künstler im Museum fördern.

Die Perspektive, aus der Viviane Sassen, Sophie Bouvier Ausländer, SMITH, Laura Letinsky, Lili Erzinger und Sandrine Pelletier die Welt und ihre Abbilder betrachten, ist untrennbar mit der Genderthematik verbunden.

Nathalie Herschdorfer Direktorin

© Viviane Sassen, Ra, de la série Of Mud and Lotus, 2017. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town

© Viviane Sassen, Ra, de la série Of Mud and Lotus, 2017. Courtesy Stevenson Gallery, Cape Town

Im Märchen symbolisiert der Spiegel die Tür zu einer anderen Welt. Die niederländische Künstlerin Viviane Sassen (g. 1972) versteht ihre fotografische Arbeit als Spiegel, als Art und Weise, sich mit der Welt der Träume auseinanderzusetzen und mithilfe alltäglicher Erfahrungen das Unbewusste zu erfassen. Die Ausstellung, deren Fotografien im Lauf der letzten zehn Jahre entstanden sind, bildet eine überraschende Zusammenfassung des Werkes dieser international hoch angesehenen Künstlerin, die einem Selbstporträt nahekommt. Mithilfe der Fotografie verewigt sie das Ungewohnte, Unerklärbare und Fantastische. Hot Mirror vereint die unterschiedlichen Werke von Sassen: Man findet darin die Fotografien der Serie Flamboya, die in Kenia entstanden sind, wo Sassen drei Jahre ihrer Kindheit verbracht hat, die Fotografien aus Parasomnia, die sich mit dem Gefühl der Distanz zwischen Wachzustand und Schlaf befassen, jene aus UMBRA, die das Thema des physischen und psychischen Schattens erkunden, sowie ihre jüngste Reihe Of Mud and Lotus, in der die Verfremdung der Werke durch Collage oder Malerei die Themen, die ihr am Herzen liegen versinnbildlicht: Mutterschaft und Fruchtbarkeit. Schließlich entführt Sassen uns mit TOTEM, einer überwältigenden Installation aus bewegten Bildern und Spiegeln, in ihre faszinierende Welt. Hier tritt die Anwesenheit der Besucher, die in eine unendliche Landschaft getaucht und in Schlagschatten verwandelt werden, in Interaktion mit der Projektion der Künstlerin, die uns erneut unserer Orientierung beraubt. Die visuellen Gedichte von Sassen sind deshalb wie Spiegel, die den Betrachter mit seinen eigenen Fragen konfrontieren, anstatt ihm die Antworten zu liefern.

Die Ausstellung wird vom MBAL und dem britischen Museum The Hepworth Wakefield produziert. Ein von Prestel Editions auf Englisch veröffentlichtes Buch begleitet die Ausstellung. Die Künstlerin wird von der Stevenson Gallery, Kapstadt, vertreten. 

© Sophie Bouvier Ausländer, Mare Vostrum, vue d'exposition Harnessing the Wind, Beaconsfield Art Gallery, Londres, 2015

© Sophie Bouvier Ausländer, Mare Vostrum, vue d'exposition Harnessing the Wind, Beaconsfield Art Gallery, Londres, 2015

Sophie Bouvier Ausländer (1970) füllt den historischen Raum des MBAL mit Mare Vostrum. Dieses vor Ort geschaffene Monumentalwerk der schweizerischen Künstlerin wurde von dem Buch von Marie NDiaye Trois femmes puissantes (Prix Goncourt 2009) inspiriert. In diesem Wirrwarr aus Zeichnung, Gemälde und Skulptur wickeln sich Kilometer von Stacheldraht um sich selbst und fangen verschiedene Arten von Staub ein, während sie durch ihre Bewegung Gemäldefetzen mitreissen. Die zehn Kugeln erinnern an Steppenläufer, jene Wüstenpflanzen, die trocknen, sich von ihren Wurzeln lösen und vom Wind getragen herumwirbeln. Im Mittelpunkt dieser Installation, deren lateinischer Titel Mare Vostrum („Euer Meer“) auf die zwischen 2013 und 2014 von Italien zur Rettung der Flüchtlinge aus dem Mittelmeer ins Leben gerufene Aktion Mare Nostrum („Unser Meer“) anspielt, steht die Flüchtlingsthematik. Das aus einer Anhäufung bunt zusammengewürfelter, unterwegs gesammelter Elemente bestehende Werk Mare Vostrum stellt die Gesellschaften dar, die mitgerissen werden vom Wind des Wandels und dabei in einen unbezwingbaren Sturm geraten.

Die Künstlerin wird von der Galerie Heinzer Reszler, Lausanne, vertreten. Die Ausstellung von Sophie Bouvier Ausländer wurde von Arts Visuels Vaud und dem Kanton Waadt unterstützt. 

© Laura Letinsky, Sans titre, de la série Time's Assignation, 2002. Courtesy galerie Yancey Richardson, New York

© Laura Letinsky, Sans titre, de la série Time's Assignation, 2002. Courtesy galerie Yancey Richardson, New York

Das Werk von Laura Letinsky (g. 1962) entführt uns in eine andere Zeit. Letinsky arbeitet mit Polaroid-Filmen Typ 55, dem berühmten Sofortbildverfahren, welches einmaliges Bild liefert. Sie fotografiert Obst, Blumen, Nahrungsmittel, Geräte und Gegenstände des alltäglichen Lebens. Wer die Arbeit der kanadischen Fotografin kennt, findet hier ihre Stillleben wieder, eine Disziplin, in der sie sich seit den 1990er Jahren auszeichnet. Wie zahlreiche Fotografen vor dem digitalen Zeitalter verwendete sie den Polaroid-Film zu Testzwecken. Als sie diese Abzüge vernichten wollte, war sie fasziniert von ihrem Qualitätsverlust. Das Material selbst stellte eine Auseinandersetzung mit der Verletzlichkeit des Lebens dar, indem es einen unberechenbaren Prozess durchlaufen hatte. Während die Digitalisierung die zeitgenössische Fotografie entmaterialisiert und ihr durch zahlreiche Aspekte Schärfe und Strahlkraft verleiht, fesselt uns der Qualitätsverlust der Polaroid-Fotos von Letinsky, der durch die Chemie, den Zufall und den Lauf der Zeit verursacht wird. Etwas Geheimnisvolles und Ungewohntes geht von ihnen aus, während sie zugleich die Vergänglichkeit des Lebens versinnbildlichen.

Die Ausstellung wird von einem bei Radius Books in englischer Sprache erschienenen Buch begleitet, mit einem Text von Nathalie Herschdorfer. Die Künstlerin wird von der Galerie Yancey Richardson, New York, vertreten. 

© SMITH, Spectrographies 08, 2014. Courtesy galerie Les Filles du Calvaire, Paris

© SMITH, Spectrographies 08, 2014. Courtesy galerie Les Filles du Calvaire, Paris

Die französische Künstler·in SMITH (g. 1985) entwickelt ein Werk, in dem die eigene Metamorphose eine zentrale Position einnimmt. Ihre poetischen Bilder laden zur Meditation ein und wecken die Erinnerung an nicht anwesende Körper. Ihre Spectrographies, die mit Laborbildern vergleichbar sind, befassen sich mit den modernen Technologien, die uns die Möglichkeit bieten, mithilfe eines Bildschirms physisch abwesende Personen anzuschauen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. Hierfür hat sich SMITH mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, um ihre Erkundung einer verfremdeten Anatomie fortzuführen, im Bestreben, die Überwindung der körperlichen Grenzen darzustellen. Ihre Wärmebilder–oder Thermogramme –sind Phantome, die die Abwesenheit bannen. Der Film zur Begleitung der Reihe zeigt eine Person, die alleine durch die Nacht irrt. Auch hier verwandelt sich der Körper in ein Phantom. Das Nichtvorhandensein wird zur darstellerischen Stärke, die seine Anwesenheit durch Betonung behauptet. In dieser Auseinandersetzung mit dem Unsichtbaren wird das verschwundene Dasein gegenwärtig. Die Künstlerin vereint Philosophie, Literatur, Film, Wissenschaft und Psychoanalyse in einem Werk, welches das Unsichtbare sichtbar werden lässt.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Galerie Les Filles du Calvaire, Paris, veranstaltet. Ein Interview mit der Künstlerin durch Joël Vacheron erscheint in der Reihe „Could you talk about…“, die dreimal im Jahr vom MBAL veröffentlicht wird.

Die Ausstellung Trace(s) in der Galerie C in Neuenburg zeigt auch eine Reihe von Bildern von SMITH bis zum 23. Februar 2019.

Das MBAL besitzt eine umfangreiche Sammlung an Gemälden der Künstlerin Lili Erzinger. Das Werk dieser Wegbereiterin der abstrakten Kunst in der Schweiz ist in der Öffentlichkeit immer noch weitgehend unbekannt. Im Bestreben, dieses künstlerische Erbe zugänglich zu machen, präsentiert das Museum eine Auswahl ihrer Gemälde in Begleitung von Archivgegenständen –aus einem Neuerwerb –, die ihr spannendes Leben zwischen Zürich, ihrer Geburtsstadt, Paris, wo sie in den 1930er Jahren bei Fernand Léger in die Lehre ging, und ihrer Heimat Neuenburg nachzeichnen.

(Text: Musée des beaux Arts, Le Locle)

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Ausstellung | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien
Feb
18
zu 30. Apr.

Ausstellung | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
18. Februar - 30. April 2019
Im Rahmen von Foto Wien 2019

Unwägbarkeiten
Gabriela Morawetz


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Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.  

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat. 

Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent. 

Gabriela Morawetz ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Ausstellung | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne
Feb
20
zu 5. Mai

Ausstellung | A Myth of Two Souls - Vasantha Yogananthan | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
20. Februar - 5. Mai 2019

A Myth of Two Souls
Vasantha Yogananthan


Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

Vasantha Yogananthan, The Evening Before, Janakpur, Nepal, 2016 © Vasantha Yogananthan

In dem Bestreben, zeitgenössisches Kunstschaffen zu unterstützen und an die Öffentlichkeit zu tragen, zeigt das Musée de l’Elysée die erste institutionelle Ausstellung des Projekts A Myth of Two Souls von Vasantha Yogananthan. Der 1985 geborene Yogananthan, fotografischer Autodidakt französisch-tamilischer Herkunft, gehört einer Generation an, die mit Vorliebe die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischt. Die Serie ist vom Ramajana inspiriert, einem Urtext der hinduistischen Mythologie, der zwischen dem dritten Jahrhundert vor Christus und dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Sanskrit verfasst wurde. Das immer wieder aktualisierte Ramajana stellt für den westlichen Leser eine Aufforderung dar, sich fernab aller Exotik mit Indien zu befassen.

Seit fast vier Jahren reist Vasantha Yogananthan regelmässig nach Indien und Sri Lanka, um weiter an seinem Projekt zu arbeiten, dessen sieben Kapiteln hier nun erstmals gemeinsam ausgestellt werden. Für jedes Kapitel wird im Untergeschoss des Museums ein eigener Raum mit einer besonderen Atmosphäre eingerichtet, entsprechend der gezielt eingesetzten stilistischen Besonderheiten, durch die der Künstler seine Geschichte in sieben Abschnitten gliedert. Während die ersten Räume (sprich Kapitel) mit gerahmten Abzügen an der Wand relativ traditionell gehalten sind, eröffnen die darauffolgenden Räume alternative Zeigesysteme, mit Projektionen, Bildtapeten oder Installationen. Der Künstler behandelt jedes Kapitel des Ramajana anders und erprobt bzw. aktualisiert traditionelle Fototechniken. Dies gilt vor allem für die ersten Kapitel mit ihren Schwarz-Weiss-Fotografien, die mit einer Plattenkamera aufgenommen und dann von einem indischen Maler handkoloriert wurden, wie es vor dem Aufkommen des Farbfilms im 19. Jahrhundert traditionell üblich war. Vasantha Yogananthan übernimmt dieses Verfahren und überträgt es ins Heute, indem er seine Fotografien ausserhalb des Ateliers, mit Passanten als Akteuren, aufnimmt. Der Bereich des häuslichen Porträts wird dabei – ohne Klassenunterschiede – auf die gesamte Gesellschaft und das ganze Land übertragen, von den Grossstädten bis in die entlegensten Landstriche.

Die sieben hier vorgestellten Kapitel – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – führen die Besucher auf einem Spaziergang durch Epochen und Schauplätze und machen sie zugleich mit seltenen Fototechniken vertraut. Die Ausstellung umfasst Fotoarbeiten, neu gemalte Drucke und eine mehrkanalige Videoinstallation.


Soucieux de soutenir et de promouvoir la création contemporaine, le Musée de l’Elysée présente la première exposition institutionnelle du projet A Myth of Two Souls de Vasantha Yogananthan. Né en 1985, photographe autodidacte d’origine franco-tamoule, Yogananthan appartient à une génération qui aime brouiller les lignes entre fiction et réalité. Cette série est inspirée par le Râmâyana, œuvre fondamentale de la mythologie hindoue, écrite en sanskrit entre le IIIe siècle avant J.-C. et le IIIe siècle de notre ère. Sans cesse réactualisé, le Râmâyana se présente ainsi au lecteur occidental comme une invitation à appréhender l’Inde au-delà de l’exotisme.

Depuis presque quatre ans, Vasantha Yogananthan se rend régulièrement en Inde et au Sri Lanka pour compléter son projet, dont la plus grande partie des sept chapitres qui le composent seront pour la première fois exposés ensemble. Un espace spécifique à chaque section sera aménagé à l’étage inférieur du Musée de l’Elysée, créant ainsi une atmosphère particulière et propre à chacune des stylistiques convoquées par l’artiste pour développer son histoire en sept étapes. Si les premières salles – et de fait, chapitres – seront de facture relativement traditionnelle en présentant, au mur, des tirages encadrés, les suivantes permettront une mise en avant de systèmes de monstration alternatifs, comme la projection, le papier peint ou l’installation. L’artiste développe en effet des traitements esthétiques différents et explore, ou revisite, des techniques ancestrales. C’est le cas notamment de la section inaugurale de A Myth of Two Souls, constitué de photographies noir/blanc, réalisées à la chambre, par la suite colorisées à la main par un peintre indien comme cela se faisait traditionnellement au XIXe siècle, avant l’apparition de la pellicule couleur. Vasantha Yogananthan se réapproprie cette technique tout en la modernisant, réalisant ses photographies hors studio, avec des passants devenus acteurs. Le champ du portrait domestique est ainsi étendu à l’ensemble de la société – sans distinction de classes – et à l’ensemble du territoire, des métropoles à la campagne profonde.

Les sept chapitres exposés – Early Times, The Promise, Exile, Dandaka, The Quest, Lanka, The Epilogue – offriront aux visiteurs une déambulation à la fois temporelle et géographique, tout en leur faisant découvrir des techniques photographiques peu répandues et une scénographie originale. L’exposition comprends des œuvres photographiques, des tirages repeints ainsi qu’une installation vidéo multi channel.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne
Feb
20
zu 5. Mai

Ausstellung | Martine Franck | Musée d'Elysée | Lausenne


Musée d’Elysée | Lausanne
20. Februar - 5. Mai 2019

Martine Franck


Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Martine Franck, Tory Island, Comté de Donegal, Irlande, 1995 © Martine Franck / Magnum Photos

Aus dem Wunsch heraus, die Pionierleistung von Frauen in der Fotografie des 20. Jahrhunderts stärker ins Licht zu rücken, zeigt das Musée de l’Elysée einen grossangelegten Rückblick auf das Werk von Martine Franck (1938-2012). Die von der Fondation Henri Cartier-Bresson in Paris konzipierte, in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée erarbeitete und bisher umfassendste Schau besteht aus nahezu 140 Fotografien, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt und in ihrer Mehrheit von der Fotografin selbst ausgewählt wurden.

Ausstellung und Publikation vermitteln nicht nur eine noch unbekannte Perspektive einer Fotografin auf ihr Lebenswerk, sie basieren zudem – im Unterschied zu vorausgegangenen Retrospektiven – auf ausführlichen Recherchen in Martine Francks Archiv. Als eine der Protagonistinnen der Fotokunst des 20. Jahrhunderts, die 1970 Mitglied der Agentur Vu, 1972 Mitbegründerin der Agentur Viva und ab 1983 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Magnum war, kam die Journalistin, Reporterin und Porträtistin aus einer persönlichen Praxis heraus, hauptsächlich auf ihren Reisen durch Asien und Europa, zur Fotografie. Mit der Entscheidung für eine berufliche Laufbahn als Fotografin wählte sie ein Betätigungsfeld, auf dem noch kaum Frauen zu finden waren. Dennoch gelang es ihr, sich eine Stellung zu sichern, indem sie sich von ihren Kollegen kaum beachteten Themen zuwandte, wie etwa die Arbeitswelt, Frauen, das Alter, Solidarität und Entwicklungshilfe. Fast 50 Jahre lang schuf sie so, unabhängig von jeder ästhetischen Strömung, ein persönliches Werk, dessen Schwerpunkt die Existenzbedingungen der Menschen rund um den Erdball bilden.

Mit der Aufnahme dieser Ausstellung ins Programm eröffnet das Musée de l’Elysée den Besuchern die Chance, ein zentrales Werk neu zu entdecken, in dem sich nicht nur ein breites Themenspektrum, sondern auch ein eindringlicher, aussergewöhnlicher Blick auf unsere Epoche spiegeln.


Souhaitant mettre en lumière l’oeuvre pionnière des femmes photographes au cours du XXe siècle, le Musée de l’Elysée présente une importante rétrospective consacrée à Martine Franck (1938-2012). Conçue par la Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris, et coproduite avec le Musée de l’Elysée, cette exposition, unique par son ampleur, est constituée de près de 140 photographies, dont certaines inédites, en grande partie sélectionnées par la photographe de son vivant.

Au-delà de ce regard inédit d’une photographe sur l’ensemble de son oeuvre, ce projet d’exposition et d’édition est fondé sur une étude approfondie des archives de Martine Franck, ce qui la démarque des rétrospectives précédentes.

Figure essentielle de l’art photographique du XXe siècle, membre de l’agence VU en 1970, cofondatrice de l’agence Viva en 1972 et membre de la coopérative Magnum à partir de 1983, journaliste, reporter et portraitiste, Martine Franck vient à la photographie à travers une démarche personnelle liée en grande partie à ses voyages en Asie et en Europe. Lorsqu’elle décide de se consacrer à la carrière de photographe, elle choisit un domaine d’activité comprenant encore peu de femmes. Elle réussit pourtant à trouver sa place en s’attachant à des sujets peu abordés par ses confrères, comme le monde du travail, les femmes, la vieillesse, la solidarité et l’humanitaire. Durant près d’une cinquantaine d’années, indépendamment de tout courant esthétique, elle a ainsi construit une oeuvre personnelle en grande partie consacrée à la condition humaine à travers le monde.

En programmant cette exposition, le Musée de l’Elysée offre au public la possibilité de redécouvrir une œuvre majeure qui, au-delà de la diversité des sujets, porte un regard intense et singulier sur notre époque.

(Text: Musée d’Elysée)

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Ausstellung | Some Changes Made - Amin El Dib | Collection Regard | Berlin
Feb
22
zu 7. Juni

Ausstellung | Some Changes Made - Amin El Dib | Collection Regard | Berlin


Collection Regard | Berlin
22. Februar - 7. Juni 2019

Some Changes Made
Amin El Dib


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Die thematisch in sich geschlossene Motivreihe, die Serie, bestimmt die künstlerische Arbeit von Amin El Dib von Beginn an. Die für die Ausstellung in der Collection Regard von ihm gemeinsam mit dem Galeristen Marc Barbey ausgewählten Serien sind in Berlin und später in der Schweiz entstanden, wo er seit einigen Jahren lebt und arbeitet. Sie betonen bewusst den Teil seines umfangreichen Werkes, bei dem er formaler und inhaltlich abstrahierender vorgegangen ist, unabhängig davon, ob die Bilder auf Menschen, Pflanzen oder Materialien verweisen.

Am auffälligsten nehmen sich die Arbeiten aus, in denen er sich mit den bereits abgeschlossenen Serien mit bildmäßigen Motiven auseinandergesetzt hat. Ausgehend von dem Material – und Material meint hier das klassische Barytpapier sowie die modernen Digitaldruckpapiere – verwendete er dies, um daraus neue Bilder zu kreieren. Verständlicher gesagt werden die vorliegenden Fotografien von ihm zerrissen, wobei die Risskanten bei den im Duktus einer Collage neu zusammengesetzten Bildern deutlich erkennbar bleiben. Dieses Reißen impliziert genaugenommen Gewalt und Zerstörung. Gewalt und Zerstörung, die er den Papieren und mithin dem darauf Abgebildeten antut. Allerdings findet, übersteigert formuliert, im Zusammensetzen der Motivfragmente zugleich ein Akt der Heilung, der Wiedergutmachung statt. Denn der brutalen Dekonstruktion der Bilder folgt die versöhnende Neukonstruktion, selbstredend mit dem Ziel ästhetischer Konzentration. Geht Amin El Dib bei seinen traditionellen bildmäßigen Motiven noch der Suche nach, im Leben, im fortwährenden Gedeihen das Brüchige, das Unvollkommene sichtbar werden zu lassen, gewissermaßen als Affront gegen das all zu Glatte, Perfekte und Unantastbare, so findet dieser Ansatz in den aus den gerissenen Papieren montierten Bildern eine bedeutsame formalästhetische Steigerung mit metaphorischen Dimensionen. Die auf diese Weise entstehenden Bilder, und es sind Bilder, berühren die Retina und mithin unser Innerstes bis an die Schmerzgrenze. Die vielfach sichtbar durch das Papier getriebenen Heftklammern verstärken diesen Schmerz noch. 

Neben den in dieser Technik gestalteten Serien, die den Hauptteil der Ausstellung ausmachen, zeigt Amin El Dib andere Motivreihen, in denen sich das Abgebildete, wie beispielsweise der Haarschopf einer Frau, zunächst partiell und dann ganz bis ins fotografische Weiß auflöst. Auch das beschreibt das Existentielle als fragil und flüchtig: Ein künstlerischer Kommentar der auf das Ganze zielt, auf das vergängliche Sein und zugleich auf dessen Brüchigkeit.

Öffnungszeiten
Freitags oder nach Vereinbarung

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Ausstellung | les lignes | Galerie Parallax | Aix-en-Provence
Feb
23
zu 27. Apr.

Ausstellung | les lignes | Galerie Parallax | Aix-en-Provence


Galerie Parallax | Aix-en-Provence
23. Februar - 27. April 2019

les lignes
Martin Becka, Jean-Marc Yersin


Martin Becka

Martin Becka

Zwei Linien, die auf dem Territorium gezogen wurden, mit Blick auf die Landschaft, die Wasserläufe durchqueren, Felder trennen.... Beton, Ballast, Stahllinien.....
Einer in Frankreich, der andere in Kanada, jeder von ihnen taucht uns in eine andere Geschichte und einen anderen Zeitraum ein. Zwei Verzichte aus verschiedenen Gründen, einer ökonomisch, der andere strukturell.
Zwei Fotografen, die diesen Schienen folgen, zwei Visionen, zwei Gefühle, die uns ins Nichts führen.....
Ein melancholischer Spaziergang im Herzen der Erinnerung an Orte, die von der Menschheit verlassen erscheinen.

Die stille Linie
Die Eisenbahnlinie zwischen New Richmond und Gaspé steht seit fast 5 Jahren still. Der Betrieb wurde aufgrund einer auf einer Brücke festgestellten Zerbrechlichkeit unterbrochen. Ein schwerer Sturm im Winter 2017, bei dem Stämme in großen Mengen auf die Schienen geworfen und der Ballast entlang der Mündungen stellenweise destabilisiert wurde, beschädigte diesen Abschnitt der Strecke. Während ich diesen Text schreibe, scheint die Zukunft dieses Endes der Eisenbahnstrecke ungewiss. Als ich zur fotografischen Residenz auf der Halbinsel Gaspé kam, entdeckte ich ihre Geschichte, und dieses Thema war sofort offensichtlich. Meine Fotoserien widmen sich hauptsächlich der Architektur, dem urbanen Raum, den urbanen Randgebieten und Landschaften. Wenn die extravagante Architektur einiger Städte sofort attraktiv ist, ist die utilitaristische und industrielle Architektur, die die Gebiete strukturiert, meiner Meinung nach ebenso interessant. Obwohl die südliche Eisenbahnlinie Gaspésie heute größtenteils nicht mehr in Betrieb ist, ist sie nach wie vor eng mit dem Territorium verbunden und verläuft manchmal grenzenlos im Herzen der Städte, überquert Straßen, überquert Flüsse und Täler. Die beeindruckenden Ingenieurbauten scheinen vor den grandiosen Landschaften der Mündungen sehr klein zu sein, die bescheidenen Stationen, die sich manchmal inmitten der Natur befinden oder angrenzende Städte sind nicht ohne Zeichen, die von ihrer Bedeutung zeugen. Zwischen den Häusern der Dörfer, am Wasser oder im Herzen der Wälder, spinnt dieser Faden der Ariadne das Gewebe des Territoriums zwischen den Bewohnern und ihren Landschaften, gaspetrische Landschaften, deren Größe für ein europäisches Auge faszinierend ist. Als ich mich in der Nähe dieser leisen Schienen entwickelte, traf ich zu meinem Erstaunen viel mehr Menschen, als ich mir hätte vorstellen können. Spaziergänger, Sportler, Bewohner von nahegelegenen Häusern, Autofahrer, die einen Halt machen, Gaspesianer, die auf die geringste Aktivität achten, die zukünftigen Arbeiten ähneln könnte, kamen spontan, um über die Zukunft der Linie und die Folgen für die Zukunft der gesamten Region nach ihrer Wiederherstellung oder Aufgabe zu diskutieren.......

Martin Becka

Jean-Marc Yersin

Jean-Marc Yersin

la linge
Dies ist einer meiner Korrespondenten im Internet, der mich auf dieses außergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam gemacht hat, ein 18 km langes Viadukt, meisterhaft, monumental, ohne jegliche Nutzung oder Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein. Ein Relikt des Genies des Ingenieurs Bertin, der die ganze Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen derjenigen, die sein Todesurteil für einen besseren Start der TGVs unterzeichnet haben, extravagant wurde, diese Arbeit ist in der Tat außergewöhnlich. Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine anachronistische Silhouette fungiert als eine Art vergessene Land Art Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages von anderen gesehen werden könnten, in einer anderen Zeit. Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, scheint es zu stören.... aber es widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... 2015 erhielt es das Gütesiegel "Erbe des 20. Jahrhunderts". Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch immer vorstellen, wie der Aerotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, wie unter dem Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic "Les pèlerins" aus der Serie "Simon du fleuve". Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer des Ingenieurs Jean Bertin und seines Luftkissenflugzeugs, das sich in den 1960er Jahren ohne weitere Reibung bewegte, als ob es auf einer ersten Linie am Boden zwischen Gometz und Limours bei Paris schwebte, dann auf diesem Viadukt, wo es 400 km/h überschritt. Unter diesen hält eine Vereinigung von Enthusiasten zwei von Jean Bertins Prototypen und öffnet die Türen eines Hangars, in dem andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden sich neben Jeeps, anderen Abschleppwagen und Sherman-Tanks. Merkwürdigerweise könnte das Rennen mit dem Bau einer Teststrecke für Kandidaten des Hyperloop-Wettbewerbs fortgesetzt werden, der von Elon Musk entworfen wurde, um Los Angeles mit San Francisco in weniger als einer halben Stunde und mit mehr als 1.000 km/h zu verbinden.

Jean-Marc Yersin


Deux lignes tracées dans le territoire, surplombant la campagne, enjambant les cours d’eau, séparant les champs… lignes de béton, de ballast, d’acier .
L’une en France, l’autre au Canada, nous plongeant chacune dans une histoire et un espace temps différent .
Deux abandons, pour des raisons différentes, l’une économique, l’autre structurelle.
Deux photographes suivant ces rails, deux visions, deux ressentis qui nous transportent vers nulle part..
Une balade mélancolique au cœur du souvenir d’endroits qui paraissent désertés de l’humanité.

La ligne silencieuse
La ligne de chemin de fer entre New Richmond et Gaspé est à l'arrêt depuis bientôt 5 ans. Son fonctionnement fut interrompu suite à une fragilité détectée sur un pont. Une violente tempête lors de l'hiver 2017 en projetant sur les rails des billes de bois en quantité et en déstabilisant par endroit le ballast qui longe les estuaires a détérioré ce tronçon de la ligne. A l'heure où je rédige ce texte l'avenir de ce bout de ligne de chemin de fer semble incertain. En découvrant son histoire lors de mon arrivée pour la résidence photographique sur la Gaspésie ce sujet s'est imposé d'emblée. Mes séries photographiques sont consacrées essentiellement à l'architecture, aux espaces urbains, péri urbains et aux paysages. Si le flamboyant de l'architecture de certaines cités est d'emblée attirant, l'architecture utilitaire et industrielle structurant les territoires présente à mes yeux tout autant d’intérêt. Bien qu'aujourd'hui la ligne le chemin de fer du sud de la Gaspésie ne fonctionne plus dans sa plus grande partie, elle continue à être intimement liée au territoire, parfois passant sans aucune délimitation au coeur même des bourgs, croisant les routes, enjambant rivières et valons. Les ouvrages d'arts impressionnants semblent se faire tout petits face aux paysages grandioses des estuaires, les gares modestes parfois nichées en pleine nature ou limitrophes de villes ne manquent pas d'être signalées par des panneaux qui témoignent de leur importance. Entre les maisons des villages, au bord de l'eau, ou au coeur des forêts, ce fil d'Ariane tisse la trame du territoire entre les habitants et leurs paysages, paysages gaspésiens dont l'immensité est fascinante pour un oeil européen. Evoluant à proximité de ces rails devenus silencieux, j'y ai croisé à mon étonnement beaucoup plus de monde que je ne pouvais l'imaginer. Promeneurs, sportifs, habitants de maisons situées à proximités, automobilistes marquant un arrêt, les gaspésiens guettant la moindre activité pouvant ressembler à des futurs travaux venaient spontanément discuter pour s'interroger sur l'avenir de la ligne et des conséquences pour le futur de toute la région de sa remise en état ou de son abandon...

Marin Becka

la linge
C’est l’un de mes correspondants sur le web qui me signala cet exceptionnel objet architectural, un viaduc de 18km, magistral, monumental, sans aucun usage ni accès. Partant de nulle part pour mener à rien, il impose sa monumentale présence sur la plaine beauceronne, entre Paris et Orléans. Vestige du génie de l’ingénieur Bertin, qui sut convaincre jusqu’au sommet de la République de la pertinence de son projet d’Aérotrain, devenu extravagant aux yeux de ceux qui signèrent son arrêt de mort pour mieux lancer les TGV, cet ouvrage sort bel et bien de l’ordinaire. Futuriste lors de sa conception, il l’est encore… Dessiné avec talent, il interpelle. Sa silhouette anachronique fonctionne comme une sorte d’installation de Land Art oubliée, préfigurant la manière dont nos infrastructures, devenues vestiges, pourraient un jour être vues, par d’autres, dans un autre temps. Ce viaduc pourrait être monument historique, attraction touristique, il est pourtant à l’abandon. Sectionné par la construction d’une autoroute, puis par un accident avec un véhicule agricole, il semblerait qu’il gêne…mais il résiste, le coût de sa démolition serait colossal… En 2015, on lui décerne le label «patrimoine du XXe siècle». Autour du viaduc, le temps s’est en quelque sorte suspendu. Le silence règne… pourtant, on pourrait encore imaginer l’Aérotrain surgir sur la plaine dans le vrombissement de son réacteur, comme sous le crayon de Claude Auclair, dans sa bande dessinée post-apocalyptique «Les pèlerins» de la série «Simon du fleuve». Mais certains se souviennent encore de l’étonnante aventure industrielle menée par l’ingénieur Jean Bertin et son Aérotrain à coussin d’air, qui, dans les années 1960, se déplaçait sans plus de frottement, comme en lévitation, sur une première ligne au sol, entre Gometz et Limours près de Paris, puis sur ce viaduc, où il dépassa les 400 km/h. Parmi ceux-ci, une association de passionnés conserve deux des prototypes de Jean Bertin et m’ouvrit les portes d’un hangar où d’autres entretiennent avec passion des véhicules issus de la Seconde Guerre mondiale. Les prototypes d’Aérotrains y côtoient des Jeeps, autres dépanneuses et chars Sherman. Curieusement, la course pourrait bien rependre avec la construction d’une pistes d’essais pour les candidats au concours de l’Hyperloop imaginé par Elon Musk afin de relier Los Angeles à San Francisco en moins d’une demi-heure, à plus de 1'000 km/h.

Jean-Marc Yersin

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Ausstellung | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur
Feb
23
zu 25. Mai

Ausstellung | Photographic - Anne Collier | Fotomuseum | Winterthur


Fotomuseum | Winterthur
23. Februar - 25. Mai 2019

Photographic
Anne Collier


Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow

Anne Collier, aus der Serie Women With Cameras (Self Portrait), 2017 © Anne Collier Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow


Das unschuldige Bild ist eine Illusion – das gilt im besonderen Masse für das allgegenwärtige Medium der Fotografie. Genau an dieser Stelle setzt das künstlerische Interesse der 1970 in Los Angeles geborenen, aktuell in New York lebenden Künstlerin ein. Die konzeptuellen Arbeiten von Anne Collier basieren vorwiegend auf gefundenen Materialien aus der Popkultur der 1970er-und 1980er-Jahre; auf Fotos aus Magazinen, Werbebildern, Plattencovern, Buchseiten oder Filmstills. Indem sie die Druckerzeugnisse abfotografiert und diese in neue Kontexte setzt, gelangt Collier zu einer reflektierten Archäologie der Gebrauchs-weisen der Fotografie. Dabei interessieren sie vorwiegend jene Bilder, die durch eine emotionale Bildsprache charakterisiert sind: Wellen, Augen, Wolken sowie Fotografien eines romantisierten Sexismus. Mit analytischer Eleganz reflektiert Collier das trügerische Bild, das unseren Alltag prägt und legt dabei die Spannung zwischen dem Abge-bildeten und dem Akt des Fotografierens offen.

Die Ausstellung und die Publikation, erschienen bei Hartmann Projects, sind in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover entstanden.

Mit freundlicher Unterstützung des Verein Fotomuseum Winterthur, der Paul Reinhart Stiftung und der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung.

(Text: Fotomuseum, Winterthru)

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Ausstellung | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Feb
23
zu 26. Mai

Ausstellung | How to Secure a Country - Salvatore Vitale | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
23. Februar - 26. Mai 2019

How to Secure a Country
Salvatore Vitale


Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale

Schweizer Grenze, Chiasso, 2016, aus der Serie «How to Secure a Country», 2014–2018 © Salvatore Vitale


Die Schweiz gilt gemeinhin als eines der sichersten Länder der Welt – und als ein Beispiel für Effizienz und Produktivität. Aber wie gewährleisten staatliche und private Einrichtungen dieses wertvolle Gut, das ebenso ein Grundbedürfnis wie ein Milliardengeschäft ist? Und wieviel Freiheit sind wir als Bürger bereit, für unsere Sicherheit preiszugeben? Salvatore Vitale (geb. 1986 in Palermo, lebt in Lugano und Zürich) untersucht in seinem mehrjährigen visuellen Forschungsprojekt die Mechanismen, die diesem Präventions- und Abwehrschild zugrunde liegen. Die vielfältigen daran beteiligten Akteure – Polizei, Militär, Zoll- und Migrationsbehörden, Wetterdienste, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen für Robotics und Artificial Intelligence – unterzieht er dabei einer eingehenden Betrachtung. Die Ausstellung macht die mitunter verborgene und oftmals abstrakte Herstellung von Sicherheit auf sinnliche Weise erfahrbar, in einem Parcours, der Fotografien, aber auch Datenanalysen und eine sensorbasierte Installation einschliesst. Sie versteht sich als aktuellen künstlerischen Debattenbeitrag in einer Gesellschaft, die sich mit wachsenden Bedrohungen – real oder wahrgenommen – durch Terrorismus und Cyber-Kriminalität, Überwachung und Datenmissbrauch konfrontiert sieht. Die Fotostiftung Schweiz präsentiert die erste umfassende Ausstellung dieser Arbeit des Schweizer Künstlers italienischer Abstammung.

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Kammgarn West | Schaffhausen
Feb
23
zu 6. Apr.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Kammgarn West | Schaffhausen


Kammgarn West | Schaffhausen
23. Februar - 6. April 2019

22. vfg Nachwuchsförderpreis
Alexandra Baumgartner aus Luzern mit "Cabbage and corn, hope and sorrow"
Karla Hiraldo Voleau aus Lausanne mit "Hola Mi Amol"
Christian Indergand aus Silenen mit "Sagen aus Uri, 2018"
Ernst Kehrli aus Luzern mit "Y-Kipcorn"
Jonathan Liechti aus Bern mit "By God's Grace" Portraits"
Lisa Lurati aus Lugaggia mit "Scherzo. Molto allegro quasi presto"
Fabienne Spiller aus Schaffhausen mit "Abseits von Philia"
Aissa Tripodi aus Basel mit "Besetzt – Warten – Eintreten"
Fred Walter Uhlig aus Basel mit "Cava"
Simon von Gunten aus Solothurn mit "Cutis"


Cutis | Simon von Gunten

Cutis | Simon von Gunten

Der vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie (gegründet 1996) ist ein jährlich von der Vereinigung fotografischer Gestalterinnen und Gestalter (vfg) ausgeschriebener Wettbewerb, der für junge in der Schweiz lebenden Nachwuchsfotografinnen und Fotografen als Sprungbrett, Motivator und Reflextionsplattform dient.

Die Bilder und Konzepte der zehn herausragenden Arbeiten werden in vier Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland und mehreren Projektionen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Arbeiten werden zudem zu dokumentarischen Zwecken in einer Publikation und einem Online-Archiv mit Kommentaren der Jury vorgestellt und geben einen spannenden Einblick in das aktuelle Schaffen der jungen Schweizer Fotografie.

Die Jury wird für jeden Jahrgang neu ausgewählt. Die Mitglieder der Jury für den Wettbewerb 2018 wurden paritätisch aus Frauen und Männern, aus dem Inn- und Ausland und allen Bereichen der Fotografie zusammengestellt:

Carolle Benitah, Fotografin, Marseille
Daniel Blochwitz, Kurator, Zürich
Thomas Elsen, Kurator der Kunstsammlung Augsburg
Alexandre Jaquemet, Fotograf, Erlach
Sandra Kennel, Fotografin, Zürich

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Ausstellung | Le Forme rivelate -  Niccolò Biddau | 29 arts in progress gallery | Milano
Feb
27
zu 6. Apr.

Ausstellung | Le Forme rivelate - Niccolò Biddau | 29 arts in progress gallery | Milano

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29 arts in progress gallery | Milano
27. Februar - 6. April 2019

Le Forme rivelate
Niccolò Biddau


Niccolò Biddau Botto Giuseppe figli 2012 | Courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery

Niccolò Biddau Botto Giuseppe figli 2012 | Courtesy of 29 ARTS IN PROGRESS gallery

Le immagini rivelano il capoluogo lombardo (è da poche settimane in libreria il libro Changing Milano) e la bellezza delle forme dei prodotti dell’industria Made in Italy, grazie a uno sguardo autoriale ricco di poesia e di espressività.

Stimato fotografo di architettura e di industria, gli scatti di Niccolò Biddau, con il loro potere di ri-presentificazione, offrono la possibilità di dilatare il tempo della percezione e dell’immaginazione, lasciandoci la scelta del nostro passo nella formazione e nella stratificazione di significati, nell’emersione di testi e codici. In un denso bianco e nero, le stampe consentono al visitatore l'occasione di cogliere l'impegno di un autore attento alla forma e al design senza disperdere nel racconto visivo la sua sensibilità e personalità artistica. Le immagini firmate da Niccolò Biddau sono riconosciute per la loro capacità di ridisegnare i contorni della realtà delle cose, riversandoci tutta la sensibilità soggettiva che una visione è in grado di suggerire. La sua fotografia si concentra sull’innata staticità degli oggetti industriali, delle forme scultoree e architettoniche e questo è comunicato anche attraverso i dettagli, quasi sempre celati, che una volta individuati guizzano come materie vitali.

L’intera città come un grande palcoscenico.
Milano è una città in profonda trasformazione e con grandi progetti architettonici e urbanistici: tutti progetti innovativi, dai disegni architettonici avveniristici e spettacolari agli edifici armoniosamente inseriti nel panorama circostante. Da architetture iconiche della Milano moderna come, ad esempio, Torre Velasca e i palazzi Montecatini progettati da Giò Ponti, alla trasformazione del tessuto urbano della Milano contemporanea, avvenuta a partire dalla riqualificazione della Bicocca fino a Porta Nuova, CityLife e Fondazione Prada.

Una sequenza ritmica di volumi a diverse altezze e dal fortissimo impatto visivo, che contribuiscono a ridisegnare il paesaggio urbano. L’obiettivo del progetto espositivo è quello di raccontare la città moderna e contemporanea nel suo continuo moto di cambiamento.

Il viaggio nell’industria italiana.
La selezione offre un percorso per immagini di grande suggestione. Un'occasione per avvicinarsi al mondo dell’industria in modo del tutto nuovo e originale. In alcuni casi il dettaglio è talmente indagato nella sua materia, nella luce che lo permea o nella complessa forma assegnata, che ci si appassiona e se ne rimane attratti in modo del tutto inaspettato. Un percorso che ha sorpreso gli stessi protagonisti e che ha procurato a Niccolò Biddau numerosi riconoscimenti nazionali e internazionali, tra cui il primo premio al Black and White Spider Awards di Los Angeles (USA).


His photographs are characterised by his ability to reshape the contours of the reality of things: his images dilate time of perception and imagination, leaving us the choice of our step in the formation and stratification of meanings. In a thick black and white, prints give the visitor the opportunity to grasp the commitment of an author focused on shape and design without losing sight of his sensitivity and artistic personality.His photography focuses on the static nature of industrial objects, as well as sculptural and architectural forms, and this is conveyed in the details, almost always hidden, but which once identified, leap out in all their vitality.

The city as a stage.
As a city in constant transformation, the urban fabric of Milan is composed of innovative and futuristic projects, of spectacular, performing and efficient architecture that harmoniously integrate into the surrounding environment. From iconic architectures of the modern Milan like Torre Velasca and Montecatini Palaces designed by Giò Ponti, to the urban renewal of the contemporary Milan like Bicocca, Porta Nuova, CityLife and Fondazione Prada. A rhythmical sequence of volumes with different heights has a very strong visual impact and transforms the urban landscape into a spectacular play of lights and reflections. Milan is a subject in a never-ending evolution and seeing it through the lens of a contemporary photographer give us the possibility to see in all its modernity and its “revisited” metropolitan nature.

A journey through the Italian industry.
This selection is an opportunity to get closer to the industrial world in a completely new and original way. In some cases, we are unexpectedly captivated and enchanted by the intense scrutiny placed on the material of a component, on the light that passes through it or its complex shape. A journey that has surprised its own protagonists and that has given Niccolò Biddau numerous national and international awards, including the first prize at the Black and White Spider Awards in Los Angeles (USA).

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Ausstellung | Screenprints, Polaroids and Drawings - Miles Aldridge | Christophe Guye Galerie | Zürich
Feb
28
zu 4. Mai

Ausstellung | Screenprints, Polaroids and Drawings - Miles Aldridge | Christophe Guye Galerie | Zürich

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Christophe Guye Galerie | Zürich
28. Februar - 4. Mai 2019

Screenprints, Polaroids and Drawings
Miles Aldridge


Bang Bang study 7 | Miles Aldridge

Bang Bang study 7 | Miles Aldridge


Aldridge, 1964 in London geboren, studierte an der Central St. Martins School of Art, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Seine Arbeiten wurden weltweit in Museums- und Galerieausstellungen gezeigt, darunter in einer Retrospektive im Somerset House in London im Jahr 2013. Nur ein Jahr später wurde er von der Tate Britain eingeladen, eine fotografische Installation als Antwort auf Mark Gertlers 1916 entstandenes Gemälde Merry-go-Round zu schaffen. Seine Werke sind in den permanenten Sammlungen mehrerer Institutionen wie dem British Museum, der National Portrait Gallery und dem Victoria and Albert Museum in London, der Foundation Carmignac und dem Palais Galliera Musee de la Mode de la Ville de Paris sowie dem International Centre of Photography in New York. 

Eine der Serien, (after Miller), die in der Ausstellung zu sehen sind, zeigt Aldridges Antwort auf das Werk des Malers Harland Miller. Indem er sich Millers bekannten Pinguinbuch-Cover-Gemälde innerhalb seiner eigenen Pin-up-Szenen aneignet, erschafft Aldridge ein Tandem von Persönlichkeiten, die die soziale Psyche des Aufwachsens in den 1960er und 1970er Jahren kommentieren.   

Durch die Einbeziehung von Aldridges Zeichnungen und Polaroids in die Ausstellung wird der Entwicklungsprozess offenbart und veranschaulicht die Parallelen in der Erzählung von der ersten Konzeption der Idee bis zum endgültigen Kunstwerk. Wie der Kunstkritiker Michael Bracewell über Aldridge schreibt: "In seiner Arbeit verschmilzt die Spannung des ‘Film Noir’ mit der Lebendigkeit des Pop und des Post-Pop; was Bilder der wissenschaftlichen fiktiven Erotik sein könnten, vermischen sich mit einer hyperstilisierten Darstellung der einheimischen britischen Umgangssprache; die Bildsprache eines Centerfold-Pin-ups aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts artikuliert eiskalt entpersonalisiertes Verlangen". 

Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist ein neuer grossformatiger Siebdruck mit dem Titel Tan Lines, der erstmals gezeigt wird, bevor er im März auf der New Yorker Armory Show präsentiert wird. Der Umfang dieses Drucks macht ihn zu Aldridges bisher anspruchsvollstem Siebdruck und wie bei vielen der gezeigten Werke setzt er seine Faszination fort, die Darstellung der weiblichen Protagonistinnen durch Hollywood und das europäische Kino zu düsteren, häuslichen Szenen der modernen Verzweiflung zu subvertieren und Bilder mit Ironie und vielschichtiger Intrige zu schaffen.

Aldridge setzt sich mit der Frage auseinander: ‘Heutzutage kann jeder ein anständiges Foto aufnehmen, also was bedeutet das Medium heute?’ Screenprints, Polaroids and Drawings lädt uns ein, in die Medien von Miles Aldridge einzutauchen, die aus Vorzeichnungen, Polaroidstudien und Drucktechniken bestehen und bisher unveröffentlichte Werke einschliessen. Jedes Bild wurde sorgfältig gestaltet, um eine lebendige, traumhafte Welt zu schaffen, die zwischen Kino, Fotografie und Kunst liegt, wo seine Bilder eine Geschichte erzählen, die über ihren physischen Rahmen hinaus gehen.

(Text: Christoph Guye Galerie)

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Ausstellung | la vita, la fotografia - Inge Morath | Casa dei Carraresi | Treviso
Feb
28
zu 9. Juni

Ausstellung | la vita, la fotografia - Inge Morath | Casa dei Carraresi | Treviso


Casa dei Carraresi | Treviso
28. Februar - 9. Juni 2019

La vita, la fotografia
Inge Morath


Un lama a Times Square, New York, 1957 | Fotohof Archiv | Inge Morath Foundation | Magnum Photos

Un lama a Times Square, New York, 1957 | Fotohof Archiv | Inge Morath Foundation | Magnum Photos


Casa dei Carraresi in Treviso begrüßt nach dem Erfolg der Ausstellung über Elliott Erwitt und seine Hunde die erste große italienische Retrospektive von Inge Morath, der ersten Frau, die in das Abendmahl aufgenommen wurde, damals rein männlich, der berühmten Fotoagentur Magnum Photos.

Der Presse zu Unrecht bekannt, weil sie die legendäre Marilyn Monroe im Herzen des Schriftstellers Arthur Miller ersetzt hatte, seine Frau und Lebenspartnerin wurde, war sie in Wirklichkeit vor allem eine außergewöhnliche Fotografin und ein geistiges Ende. Ihre Beziehung zur Fotografie ist ein allmähliches Crescendo: Nach ihrer Tätigkeit als Übersetzerin und Autorin in Österreich begann sie 1952 mit dem Fotografieren, und im folgenden Jahr begann sie dank Ernst Haas bei Magnum Photos in Paris zu arbeiten.

Wenn man sie nur als Fotografin für diese berühmte Agentur betrachtet, ist das reduzierend. Die berühmten Fotografien, die während ihrer Reisen aufgenommen wurden, oder die intensiven Porträts, die die tiefste Intimität ihrer Motive festhalten, werden von einer brillanten intellektuellen Aktivität begleitet, die sich aus Freundschaften mit berühmten Schriftstellern, Künstlern, Grafikern und Musikern speiste.

Ob es sich nun um Landschaften und Länder, Menschen oder Situationen handelte, ihre Fotos waren immer von einer persönlichen Vision und einer besonderen Sensibilität geprägt, die die Wahrnehmung der Welt um sie herum bereichern konnte. Wie Inge Morath immer sagte: "Du vertraust deinen Augen und du kannst nicht anders, als deine Seele zu enthüllen".

Jeder Reisebericht und jedes Meeting wurde von ihr mit wahnsinniger Sorgfalt vorbereitet. Ihre Kenntnisse mehrerer Fremdsprachen erlaubten es ihr, jede Situation gründlich zu analysieren und in direkten und tiefen Kontakt mit Menschen zu treten.

Für diese umfangreiche Retrospektive in der Casa dei Carraresi - eine Auswahl von über 150 Fotografien und Dutzenden von Dokumenten zu Inge Moraths Werk - haben die Kuratoren einen Weg geschaffen, der alle wesentlichen Phasen von Moraths Werk analysiert, aber gleichzeitig versucht, die Menschlichkeit herauszustellen, die ihre gesamte Produktion verkörpert. Eine Sensibilität, die von der tragischen Erfahrung des Zweiten Weltkriegs geprägt ist, der im Laufe der Jahre den Widerstand des menschlichen Geistes gegen extreme Schwierigkeiten und das Bewusstsein für den Wert des Lebens stärken und dokumentieren wird.

Die Ausstellung umfasst alle wichtigen Reportagen der österreichischen Fotografin: von der der Stadt Venedig gewidmeten bis zur an der Donau, von Spanien bis Russland, vom Iran bis China, von Rumänien bis zu den Vereinigten Staaten von Amerika, die durch ihr Heimatland Österreich führen.

Gleichzeitig wird die Ausstellung ihren berühmten Porträts von Schriftstellern, Malern, Dichtern, darunter Arthur Miller selbst, sowie Alberto Giacometti, Pablo Picasso und Alexander Calder Raum geben: Letzterer ist ihr Nachbar in Roxbury, Connecticut, wo Inge Morath mit ihrem Mann Pulitzer Prize für immer lebte.

Auch für die Welt des Kinos wird es Raum geben. 1960 wurde Inge Morath von der Agentur Magnum in den Hollywood-Film "The Misfits" geschickt, eine riesige Filmproduktion von John Houston mit dem Drehbuch von Arthur Miller und Schauspielern vom Kaliber Clark Gable und Marilyn Monroe. Damals waren Miller und Monroe verheiratet, aber ihre Beziehung war bereits in Schwierigkeiten. Direkt am Set des Films lernte Morath die Schriftstellerin kennen, die später ihr Mann werden sollte.

Marco Minuz: "Es ist ein Ausstellungsprojekt, das zum ersten Mal in Italien das außergewöhnliche Leben dieses emanzipierten Fotografen, einer Frau mit mutigen Entscheidungen, die seine Sensibilität für den Menschen in die Fotografie einfließen lassen konnte, im Detail beschreiben will.

Diese erste italienische Retrospektive wird von Suazes mit dem Salzburger Fotohof in Zusammenarbeit mit der Fondazione Cassamarca, der Inge Morath Foundation und Magnum Photos produziert.


Casa dei Carraresi di Treviso accoglie, dopo il successo della mostra su Elliott Erwitt ed i suoi cani, la prima grande retrospettiva italiana di Inge Morath, la prima donna ad essere inserita nel cenacolo, all’epoca tutto maschile, della celebre agenzia fotografica Magnum Photos.

Impropriamente nota alle cronache più per aver sostituito la mitica Marilyn Monroe nel cuore dello scrittore Arthur Miller, divenendone moglie e compagna di vita, è stata in realtà soprattutto una straordinaria fotografa ed una fine intellettuale. Il suo rapporto con la fotografia è stato un crescendo graduale: dopo aver lavorato come traduttrice e scrittrice in Austria, inizia a scattare nel 1952, e dall’anno successivo, grazie ad Ernst Haas inizia a lavorare per Magnum Photos a Parigi.

Limitarsi a considerarla una fotografa di questa celebre agenzia è riduttivo. Le celebri fotografie realizzate durante i suoi viaggi, o gli intensi ritratti in grado di catturare le intimità più profonde dei suoi soggetti, si accompagnano ad una brillante attività intellettuale che si alimentava di amicizie con celebri scrittori, artisti, grafici e musicisti.

Che si trattasse di raccontare paesaggi e Paesi, persone o situazioni, le sue foto erano sempre caratterizzate da una visione personale e da specifica sensibilità, in grado di arricchire la percezione del mondo che la circondava. Come Inge Morath era solita dire: “Ti fidi dei tuoi occhi e non puoi fare a meno di mettere a nudo la tua anima”.

Ogni reportage di viaggio ed ogni incontro veniva da lei preparato con cura maniacale. La sua conoscenza di diverse lingue straniere le permetteva di analizzare in profondità ogni situazione e di entrare in contatto diretto e profondo con la gente.

Per questa ampia retrospettiva a Casa dei Carraresi – una selezione di oltre 150 fotografie e decine di documenti riferiti al lavoro di Inge Morath – i curatori hanno dato vita ad un percorso che analizzerà tutte le principali fasi del lavoro della Morath, ma al contempo cercherà di far emergere l’umanità che incarna tutta la sua produzione. Una sensibilità segnata dell’esperienza tragica della seconda guerra mondiale, che con gli anni si rafforzerà e diventerà documentazione della resistenza dello spirito umano alle estreme difficoltà e consapevolezza del valore della vita.

La mostra ripercorre tutti i principali reportage realizzati dalla fotografa austriaca: da quello dedicato alla città di Venezia a quello sul fiume Danubio; dalla Spagna alla Russia, dall’Iran alla Cina, alla Romania, agli Stati Uniti d’America passando per la nativa Austria.

Contemporaneamente il percorso espositivo darà spazio ai suoi celebri ritratti di scrittori, pittori, poeti, tra cui lo stesso Arthur Miller, oltre ad Alberto Giacometti, Pablo Picasso e Alexander Calder: quest’ultimo suo vicino di casa a Roxbury, nel Connecticut, dove Inge Morath visse con il marito Premio Pulitzer per tutta la vita.

Ci sarà poi spazio anche per il mondo del cinema. Nel 1960 Inge Morath viene infatti inviata dall’agenzia Magnum nel set della pellicola hollywoodiana “The Misfits”, un’enorme produzione cinematografica con alla regia John Houston, alla sceneggiatura Arthur Miller, ed attori del calibro di Clark Gable e Marilyn Monroe. All’epoca Miller e la Monroe erano sposati, ma la loro relazione era già in difficoltà. Proprio sul set del film, la Morath ebbe modo di conoscere lo scrittore, che sarebbe diventato poi suo marito.

Come dichiara Marco Minuz: “E’ un progetto espositivo che vuole descrivere, nel dettaglio e per la prima volta in Italia, la straordinaria vita di questa fotografa; una donna dalle scelte coraggiose, emancipata, che ha saputo nella fotografia inserirci la sua sensibilità verso l’essere umano”.

Questa prima retrospettiva italiana è prodotta da Suazes con Fotohof di Salisburgo, con la collaborazione di Fondazione Cassamarca, Inge Morath Foundation e Magnum Photos.

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Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg
Mär
2
zu 16. Juni

Ausstellung | Der Maler als Fotograf - Ernst Ludwig Kirchner | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
2. März - 16. Juni 2019

Der Maler als Fotograf
Ernst Ludwig Kirchner


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Das Kirchner Museum Davos verfügt über einen umfangreichen Bestand an Glas- und Zellulose-Negativen von Ernst Ludwig Kirchner aus der Zeit von 1908–1938. Die fotografische Sammlung des Museums umfasst etwa 1500 Werke, zu denen neben den Negativen auch Vintage Prints und Modern Prints gehören. In den Jahren 2015-2016 wurde die Erschließung des gesamten fotografischen Bestands umgesetzt. Sämtliche Negative wurden digitalisiert und von jedem Negativ wurden hochwertige Silbergelatine-Abzüge in Museumsqualität hergestellt. Damit sind die Voraus-setzungen geschaffen worden, um Kirchners vielfältigen und teilweise experimen-tellen Umgang mit dem fotografischen Medium in seiner ganzen Breite aufzeigen zu können.

Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von ca. 300 fotografischen Werken und präsentiert Beispiele aus allen Genres, in denen sich Kirchner betätigt hat: von Akten und Atelierszenen über Porträts bis hin zu Landschaften und Sachfotografien. Obwohl Kirchner sich nicht als Foto-Künstler verstand, schöpfte er doch die Möglichkeiten des fotografischen Mediums umfänglich aus. Die Fotografie war für ihn ein Instrument der künstlerischen Findung und Erfindung; zugleich spiegelt sich in seiner Kunst die Vorstellung einer Inventarisierung der Welt im Lichtbild. Die Ausstellung bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks in Kirchners Werk und zeigt erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kirchner Museum Davos.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Lena Nievers, Kuratorin für moderne Kunst, Museum der Moderne Salzburg

(Text. Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | La Gravetat del Lloc - Israel Ariño | Espace JB | Carouge
Mär
2
zu 2. Apr.

Ausstellung | La Gravetat del Lloc - Israel Ariño | Espace JB | Carouge


Espace JB | Carouge
2. März - 2. April 2019

La Gravetat del Lloc
Israel Ariño


GR#12,  de la série La gravetat del lloc | Tirage argentique réalisé par l'artiste | Format de l'image 30x35cm | Edition 2/15 | Israel Ariño

GR#12, de la série La gravetat del lloc | Tirage argentique réalisé par l'artiste | Format de l'image 30x35cm | Edition 2/15 | Israel Ariño


Israel Ariño a séjourné deux mois au domaine de Kerguéhennec, en Bretagne, lors d’une résidence d’artiste. Dans la région, on raconte qu’une ancienne maison, perdue dans le domaine, n’apparaît qu’à la nuit tombée. Il part à sa recherche. La nuit s’avère propice aux révélations et aux métamorphoses. Ses yeux s’habituent peu à peu à l’obscurité et devinent d’autres dimensions, des densités et des temporalités nouvelles, aux limites de la rationalité.

La pesanteur du lieu est une promenade nocturne, une déambulation onirique. Israel Ariño y livre une constellation de visions sensuelles et mentales, sentimentales peut-être. Ses photographies sombres et veloutées donnent corps à l’obscurité, invoquant et saisissant le surgissement des choses qui se manifestent dans la nuit, par-delà l’ordinaire, dans un ordre bouleversé du monde. Elles appartiennent à l’univers du merveilleux, comme un conte où le surnaturel se mêlerait à la réalité. Il était une fois... un sous-bois obscur, un cristal étrange, des antilopes figées en plein saut, un sein offert, une chouette ébahie, une maison aux fenêtres luisantes.

La série, imprégnée d’un sentiment de mystère ouvre un seuil perceptif aux découvertes, aux signes et aux apparitions, laissant le visiteur suspendu, sur le fil, sur le point incessant de sombrer dans
l’hallucination.

Un livre aux Editions Anomalas accompagne l’exposition.

Caroline Bénichou

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Ausstellung | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt
Mär
8
zu 30. Juni

Ausstellung | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt

  • Fotografie Forum Frankfurt (Karte)
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México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019

México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019


Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von GRACIELA ITURBIDE. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Memorial Award, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erhältlich: GRACIELA ITURBIDE. Mit Texten von Marta Dahó, Juan Villoro und Carlos Martín García. 2018, Fundación MAPFRE, Madrid; Englisch, 292 S., ISBN-10: 8417047700. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Ausstellung | H+ - Matthieu Gafsou | Galerie C | Neuchâtel
Mär
8
zu 13. Apr.

Ausstellung | H+ - Matthieu Gafsou | Galerie C | Neuchâtel


Galerie C | Neuchâtel
8. März - 13. April 2019

H+
Matthieu Gafsou


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La Galerie C a le plaisir de montrer pour la première fois en Suisse H+, la nouvelle série du photographe suisse Matthieu Gafsou.
Présentée à Arles en avant-première durant les Rencontres de la Photographie 2018, elle sera également visible du 20 mars au 20 avril 2019 à Vienne au sein de l’exposition “Bodyfiction”. L’exposition est organisée par le Kunst Haus Wien et s’inscrit dans le cadre du festival Foto Wien et de l’European Month of Photography.

H+ traite du transhumanisme, mouvement qui prône l’usage des sciences et des techniques afin d’améliorer les caractéristiques physiques et mentales des êtres humains.
Courant de pensée, école philosophique et mouvement international de grande audience, le transhumanisme, né dans la mouvance de la contre-culture américaine des années 1960 et théorisé de manière approfondie dans les universités californiennes à l’aube des années 1990, connaît aujourd’hui un engouement considérable. Matthieu Gafsou nous fait pénétrer au cœur des laboratoires où se développent exosquelette, neurostimulation, transfert de l’esprit humain sur ordinateur, cryogénie, transgenèse, cyborg, anthropotechnie, toutes disciplines ou réalisations qui déclinent à foison les promesses ou les peurs potentielles engendrées par le fameux sigle NBIC (nanotechnologies, biotechnologies, informatique et sciences cognitives).

Les photographies de la série sont peu contextualisées et elliptiques. Prises isolément, elles déroutent plus qu’elles n’explicitent. C’est une fois mises en réseau qu’elles tissent la toile d’un discours. Artificielles, les photos ressemblent à leur sujet : on ne sait plus si c’est le vivant qui s’éteint en devenant machine ou si l’inanimé prend vie.
H+ parle de notre corps, de notre quotidien et de notre rapport à la technique autant qu’elle ouvre sur des perspectives d’avenir. Aucune réponse n’est donnée, mais la série peut fonctionner à la fois comme un outil pour penser une question essentielle de notre présent et comme un espace poétique qui nous confronte à l’absurde de notre finitude.”(1)

Un ouvrage accompagnant la série est édité par les éditions Kehrer Verlag (anglais) et Actes Sud (français). Disponible à la Galerie C, il comprend également un essai de David Le Breton.

(Text: Galerie C, Neuchâtel)

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Ausstellung | Landschaften | Galerie Luciano Fasciati | Chur
Mär
9
zu 6. Apr.

Ausstellung | Landschaften | Galerie Luciano Fasciati | Chur

  • Galerie Luciano Fasciati (Karte)
  • Google Kalender ICS


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Die Gruppenausstellung widerspiegelt ebenso die Vielfalt möglicher Themen der Gegenwartskunst, als auch unterschiedlichste Ausdrucksformen wie Fotografie, Malerei, Skulptur/Objekt, Installation und Video.

Schwerpunkte dieser Ausstellung sind künstlerische Positionen, die den Landschafts- und Naturbegriff hinterfragen und eigen definieren. Diese beschränken sich nicht auf natürliche oder geografische Gebiete, sondern umfassen ebenso Kultur-, Medien- oder Körperlandschaft.

Dabei stehen, unabhängig von kurzlebigen Trends, Konzepte im Mittelpunkt der Galeriearbeit, die sowohl formal als auch thematisch innovative und zugleich zukunftsfähige Ansätze verfolgen.

(Text: Galerie Luciano Fasciati, Chur)

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Ausstellung | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
9
zu 5. Apr.

Ausstellung | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
9. März - 5. April 2019

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Ausstellung | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mär
9
zu 12. Mai

Ausstellung | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
9. März - 12. Mai 2019

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Ausstellung | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
Mär
9
zu 7. Apr.

Ausstellung | Mail Order - Marianna Rothen | Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich

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Galerie & Edition Stephan Witschi | Zürich
9. März - 7. April 2019

Mail Order
Marianna Rothen


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Marianna Rothen begann im Alter von 15 Jahren mit dem Modeln und arbeitete während ihrer 17-jährigen Karriere in der Modebranche mit Designern wie Marc Jacobs, Balenciaga und Yves Saint Laurent zusammen. Als Hobby begann sie zu fotografieren und ist inzwischen eine international anerkannte Künstlerin.

Rothens Welt ist eine Welt voller Suggestionen und Phantasien, deren Mysterien eine dunkle Wahrheit verbergen. In ihren früheren Arbeiten waren Männer nur ausserhalb ihrer Bilder, höchstens als Beobachter oder Voyeure zu spüren. In ihrer neusten Arbeit, „Mail Order", die wir in Zürich zeigen, sind Männer als Puppen in die Bilder integriert. Es ist eine inszenierte, scheinbar heile Welt, die unheimlich und irritierend wirkt. 

(Text: Galerie & Edition Stephan Witschi)

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Ausstellung | Distant Light - Lior Gal | hangar art center I gallery | Brussels
Mär
15
zu 4. Mai

Ausstellung | Distant Light - Lior Gal | hangar art center I gallery | Brussels

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Hangar art center | Brussels
15. März - 4. Mai 2019

Distant Light
Lior Gal


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Dans ses collages photographiques noir et blanc de grande taille, Lior Gal superpose deux images dont la ligne de contact devient alors une ligne d’horizon. L’artiste renverse les forces de gravité et crée des paysages hors de l’espace-temps, encore inexplorés. Objets naturels terrestres et déserts à la George Lucas s’unissent dans des constructions science-fictionnelles, presque futuriste. Ce qui contraste étrangement avec le processus de création de ses images : utilisation d’appareils vintages, photographie analogue, développement en chambre noire, évitant toute forme de production et de post-production numériques. Son travail de développement est finalement presqu’aussi pictural que celui d’un peintre pinceau à la main et il offre au spectateur une incroyable palette de noir, gris foncé, gris ocre, blanc, blanc cassé, blanc argenté par le mélange lumière, papier et vitesse d’obturation. L’humilité de la technique et la sensibilité immédiate de ses images, rendent son travail si surprenant et puissant. Il semblerait qu’on ait déjà vu ces univers, quelque part au plus profond de nos rêves et notre imagination. Lior Gal ne voit pas la nature comme un tout mais comme des fragments singuliers qu’il enregistre, par la photographie, puis qu’il juxtapose, par le collage, pour créer une image différente, hors du monde réel. Il évoque alors chez le spectateur, la sensation paradoxale d’être à la fois face au familier et à l’inconnu.


In his large-scale black-and-white photographic collages, Lior Gal superimposes two images whose line of contact then morphs into a horizon line. The artist overturns the forces of gravity and creates landscapes that stand outside space-time, still unexplored. Natural earthly objects and George Lucas-style deserts unite in sci-fi, almost futuristic constructions. This provides a strange contrast to the process behind the creation of his images: the use of vintage cameras, analogue photography, and development in the dark room, avoiding any form of digital production and post-production. His development work is ultimately almost as pictorial as that of a painter wielding a brush, and offers the viewer an incredible palette of black, dark grey, ochre grey, white, off-white, and silvery white thanks to the mixture of light, paper and shutter speed. The modesty of the technique and the immediate sensitivity of his images combine to make his work so surprising and powerful. We feel we have somehow already glimpsed these universes somewhere in the depths of our dreams and our imagination. Lior Gal sees nature not as a whole, but as singular fragments which he records, through his photography, and then juxtaposes, as collages, to create a different image, outside the real world. This has the effect for the viewer of creating the paradoxical feeling of being brought face to face with something that is at the same time both familiar and unknown.

(Text: Hangar Art Center, Brussels)

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Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich
Mär
15
zu 5. Mai

Ausstellung | #womenphotographer Vol. I | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
15. März - 5. Mai 2019

#womenphotographer Vol. I
Mit Werken von Berenice Abbott, Diane Arbus, Elinor Carucci, Nan Goldin, Germaine Krull, Dorothea Lange, Vivian Maier, Inge Morath, Ruth Orkin, Dayanita Singh, u.a.


© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence

© Nan Goldin, The Ballad of Sexual Dependence


Frauen eroberten sich im 19. Jahrhundert das neue Medium Fotografie. Als Pionierinnen trugen sie Wesentliches zu seiner Entwicklung und zur Herausbildung neuer fotografischer Sehweisen bei. Die Zyanotypie-Fotogramme von Anna Atkins zählen zu den ersten Fotografien, die als wissenschaftliche Illustrationen veröffentlicht wurden. 

Anders als die traditionellen Disziplinen der Bildenden Kunst wie Bildhauerei und Malerei, war Fotografie von Beginn an als Medium gleichberechtigter. Sie ermöglichte den Frauen ihre Vorstellung eines selbstbestimmten, kreativen Lebens umzusetzen, zu reisen und ihr eigenes Geld zu verdienen. Bertha Wehnert Beckmann gilt als erste Berufsfotografin. Ab 1843 bestritt sie ihren Lebensunterhalt mithilfe der Daguerreotypie – einem frühen fotografischen Verfahren. Sie eröffnete ein Fotoatelier auf dem Broadway, in dem sie Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschichte porträtierte. Zahlreiche weitere Fotografinnen folgten ihrem Beispiel. Sie experimentierten mit angewandter Fotografie, mit Fotografie als Kunstform, als Mittel zur Dokumentation und zur Selbstdarstellung. Ab den 1920er Jahren brillierten Fotografinnen auch im Fotojournalismus: Gerda Taro, Margaret Bourke-White und Dorothea Lange brachten es, neben zahlreichen anderen, zur Meisterschaft in dem Genre.  

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

© Berenice Abbott, Mac Donegal Street New York City

Oft thematisieren Fotografinnen die Lebensumstände von Frauen und Kindern, dokumentieren soziale Randgruppen, konzentrieren sich auf das Alltägliche und untersuchen den weiblichen Körper schonungslos mit der Kamera. Wählen sie diese Themen abseits der grossen Weltpolitik, da sie ihnen seit jeher von der Gesellschaft zugeschrieben wurden?  

Oder nicht vielmehr deshalb, weil sie sich einen intimen Zugang zu ihren Sujets erarbeiten können, der ihren männlichen Kollegen meist verwehrt bleibt? Oder gibt es sie doch, die spezifisch weibliche Sichweise, den female gaze?  

© Inge Morath / Magnum Photos

© Inge Morath / Magnum Photos

Die Ausstellung #womenphotographer Vol. I erhebt nicht den Anspruch einen repräsentativen Überblick über die Fotografie von Frauen zu geben. Sie möchte Einblicke in das diverse Schaffen von Fotografinnen eröffnen und Anstoß dazu sein, sich vertiefend mit ihrem Blick auf die Welt zu beschäftigen.

(Text: f³ – freiraum für fotografie)

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Ausstellung | Geographie sauvage, what we leave behind - Mélanie Patris | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Mär
16
zu 18. Apr.

Ausstellung | Geographie sauvage, what we leave behind - Mélanie Patris | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie l’Aberrante | Le Crès
16. März - 18. April 2019

Geographie sauvage, what we leave behind
Mélanie Patris


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« GEOGRAPHIE SAUVAGE, What we leave behind. est un processus que je traduis par ”ce que nous laissons derrière nous”. J’y traite de mon rapport au monde et de toutes ces choses qui font traces de notre identité. Il s’agira, ici, particulièrement des traces de féminin qui nous sont communes ou particulières.

Dessins, « cartes menstruelles », photographies et autres agencements la constituent. Telles les peaux que nous semons au gré de leur renouvellement, et qui laissent des traces, visibles et invisibles, dans les lieux que nous traversons, habitons.

La photo agit, alors, comme mémoire, trace des fantômes de ma vie. L’émulsion sensible se décolle, se déchire, s’étend et s’étire au gré des manipulations. Le collage, l’Écoline et les autres manipulations plastiques renforcent le dépassement de sa lecture première. Ainsi, des transformations s’opèrent, avec elles, mes propres transformations. 

 Dans ce travail, l’espace et le corps sont à prendre comme des objets géographiques, des métaphores de l’identité liés à ce qui nous constitue intrinsèquement, ce qui fait frontière entre le dedans et le dehors, entre l’ombre et la lumière. 

Le Sauvage est, ici, à lire comme dans la relation à l’Âme Sauvage telle que la définit Clarissa Pinkola Estés : celle par laquelle nous nous retrouvons « emplies des battements de tambour, de chants, prises par l’écoute et la prononciation de nos propres mots – nouveaux poèmes, nouvelles façons de voir, nouvelles façons d’agir et de penser ». Celle qui se trouve du côté de la résistance et qui nous permet de nous [re]lier à nos intuitions et nous libère des carcans de la société. » 

Mélanie Patris

GÉOGRAPHIE SAUVAGE, What we leave behind est une invitation au voyage. Nous avons plongé, aspiré par son univers. La nature vous engloutie, vous révèle à vous même, devient métaphore. Rythme, tremblements, frémissements,  dans une géographie sauvage. Parcours, aller retour, il y est question de perte mais aussi de découvertes, de  renouveaux. Un voyage dans l’intime.

« Où que nous soyons, indéniablement, l’ombre qui trotte derrière nous marche à quatre pattes » Clarissa Pinkola Estés, Cheyenne, Wyoming.

Valérie Vernhet



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Ausstellung | Hennric Jokeit | Kunstverein Schallstadt | Schallstadt
Mär
16
zu 10. Mai

Ausstellung | Hennric Jokeit | Kunstverein Schallstadt | Schallstadt

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Kunstverein Schallstadt | Schallstadt
16. März - 10. Mai 2019

"Wir können Negativität denken, nicht aber mit eigenen Augen sehen"
Hennric Jokeit


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«Hennric Jokeit präsentiert seine aktuellen Bilder ausschliesslich in einer Negativ-Form. In dieser Stringenz reflektiert seine Arbeit zunächst mediale Eigenheiten an der Schwelle vom analogen zum digitalen Bild. Als Neurowissenschaftler weiß er um die Irritation visueller Wahrnehmung durch die Negativ-Form. Sie evoziert eine Entschleunigung des Sehens. Eingedenk dieses Wissens provoziert Jokeit mit seinen Bildern ganz bewusst eine Wahrnehmung, die sich der uns heute von den neuen Medien im Alltag mehr und mehr abverlangten entgegenstellt. Für den künstlerischen Gehalt seiner Bilder ist jedoch die Frage nach der grundlegenden Bedeutung des Negativen in Zeiten einer exzessiven Positivierung aller Lebensbereiche entscheidender. Jokeits Bilder beharren auf dem grundsätzlichen Wert des Negativen als Voraussetzung des Besseren, Positiven. Seine Motive zeigen moderne städtische Architektur, Industrieanlagen, einfachste Häuser wie Behausungen, Interieurs, Müll, aber zugleich Natur. Intakt genauso wie ruinös und verfallen. Alle Orte scheinen verlassen, jegliches Leben ausgelöscht. Solchermaßen entleert, um nicht zu sagen entmenschlicht, schwingt in den Negativ-Formen ein Geheimnis mit. Zugleich können sie als Anstoß begriffen werden, als Aufforderung, die als negativ empfundene Welt zu negieren.»

(Text: Enno Kaufhold, Berlin )

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Ausstellung | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
22
zu 4. Mai

Ausstellung | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
22. März - 4. Mai 2019

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Ausstellung | Über Leben am Land | Kunst Haus Wien
Mär
23
zu 25. Aug.

Ausstellung | Über Leben am Land | Kunst Haus Wien


Kunst Haus Wien
23. März - 25. August 2019

Über Leben am Land

Toni Amengual, Iris Andraschek, Miia Autio, Anatoliy Babiychuk, Peter Braunholz, Heinz Cibulka, Philipp Ebeling, Petros Efstathiadis, Bernhard Fuchs, Patrick Galbats, Anne Golaz, Nilbar Güres, Laura Henno, Anna Jermolaewa, Joel Karppanen, Paul Kranzler, Paul Albert Leitner, Igor Samolet, Eva Szombat, Tara Wray


White River Junction, Vermont, USA, aus der Serie Too Tired for Sunshine, 2015 © Tara Wray

White River Junction, Vermont, USA, aus der Serie Too Tired for Sunshine, 2015 © Tara Wray

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren SoziologInnen überzeugt, dass sich mit zunehmender Mobilität, spätestens mit dem Einzug des Internets in unseren Alltag, die Lebensformen des ländlichen und städtischen Raums immer mehr angleichen würden. Man sprach von der „Urbanisierung des Landes“. Ein Leben im Einfamilienhaus mit Gemüsegarten und gleichzeitigem Anschluss an die globale Kommunikation und Interaktion schien zum Greifen nahe. Durch das Internet kann man heute selbst am entlegensten Bauernhof der Eröffnung der Met Gala ebenso folgen wie den Tweets internationaler TopjournalistInnen, und neueste Musiktrends brauchen auch nicht mehr Jahre, um in der Provinz zu erschallen. Der Unterschied zwischen urbanen und ländlichen Lebenswelten scheint sich gegenwärtig allerdings eher zuzuspitzen, als dass er sich aufhebt: Auf der Suche nach Arbeit ziehen immer noch mehr Menschen vom Land in die Stadt als umgekehrt. Zurück bleiben oft Gemeinden mit vorwiegend alten und bildungsfernen Bevölkerungsschichten, ohne Postamt, Supermarkt oder Bank und mit nur geringen Aussichten auf Beschäftigung. Die abgelegenen, strukturschwachen Regionen driften politisch nach rechts, wie aktuelle Wahlergebnisse in Europa und den USA zeigen.

Dennoch wird das Leben auf dem Land von vielen GroßstädterInnen als geradezu paradiesischer Zufluchtsort idealisiert. Geträumt wird von Ruhe, innerer Einkehr, einem Leben im Einklang mit der Natur. Die sogenannte Provinz verspricht ein idyllisches Leben, abseits von Hektik und Konsumzwang des urbanen Ballungsraums. Der Trend geht zum Zweitwohnsitz in der Natur. Mit dem wirklichen Leben am Land hat die Stippvisite am Wochenende allerdings nur wenig zu tun.

Es scheint notwendig, das Leben am Land einer genaueren Betrachtung zu unterziehen, stereotype Bilder zu identifizieren und die greifbare Realität dessen, was ist, von idealisierten 2 Vignetten dessen, was vielleicht sein könnte, zu unterscheiden. „Die Auseinandersetzung mit dem Dörflichen und Ländlichen hat in der jüngeren Vergangenheit eine Renaissance, aber die dabei produzierten Dorfbilder und die Dorfwirklichkeit liegen mitunter weit auseinander“, hält eine unlängst verfasste Studie des Fachbereichs Soziologie an der Universität Trier fest. „Was zunächst einmal auffällt, ist eine Idealisierung des Landlebens. Ob in Wohnzeitschriften, Backbüchern, Telenovelas oder auf Lebensmittelverpackungen – allseits trifft man auf Bilder der Dorf- und Heimatromantik, das Lob der Schönheit und der Vorzüge des Landlebens. Mehr oder weniger direkt macht dieser Agrarromantizismus Anleihen bei einer pauschalisierenden und polarisierenden Stadtkritik, wonach die städtische Lebenswirklichkeit ungesund, Anomie fördernd oder sogar dissozial sei, die Verhältnisse auf dem Land dagegen als gesund, harmonisch und geordnet angesehen werden.“

Die Ausstellung Über Leben am Land im KUNST HAUS WIEN vereint fotografische Positionen, die sich auf dokumentarische, inszenierende und bisweilen sehr persönliche Weise den unterschiedlichen Gesichtern der Provinz in Europa und den USA annähern. Als ländliche Topographien zeigen sich die fotografischen Bildgeschichten und sind dabei analytisch, poetisch, real und surreal, fröhlich, komisch, melancholisch und bisweilen tragisch, nie objektiv oder vollständig.

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Ausstellung | Hinterland - Hans-Christian Schink | Robert Morat Galerie | Berlin
Mär
23
zu 4. Mai

Ausstellung | Hinterland - Hans-Christian Schink | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
23. März - 4. Mai 2019

Hinterland
Hans-Christian Schink


Bei Kublank (2016), 35 x 40 cm, C-Print, Ed. of 8 + 2 AP.jpg

Bei Kublank (2016), 35 x 40 cm, C-Print, Ed. of 8 + 2 AP.jpg


Hans-Christian Schink, 1961 geboren in Erfurt, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Fotografie aus Deutschland. Seine Arbeiten, meist Landschafts-Untersuchungen im Spannungsfeld von Natur und Zivilisation, werden international ausgestellt und finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Mit „Hinterland“ legt Schink seine neueste Arbeit vor.

„Hinterland meint einerseits die dünn besiedelten Landstriche abseits der Großstädte, in dieser Serie speziell die abgelegenen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns“, erklärt Hans-Christian Schink. „Andererseits bezieht sich der Titel „Hinterland“ auf die imaginären Landschaften, die aus meiner Erinnerung entstehen. Landschaften, die ich aus meiner Kindheit kenne.“ Und weiter: „Es geht in dieser Serie also nicht um das Abbilden konkreter Orte. Meine Bilder sind eher das Resultat einer Suche ohne Ziel.“ Mit seinem Projekt versucht Hans-Christian Schink eine Balance zu halten – einerseits die spröde Schönheit dieser Form von Landschaft zu zeigen, andererseits mit diesen Bildern auch eine Atmosphäre der Melancholie zu transportieren, die sich aus der Gefährdung eben dieser Landschaft durch die permanente Überbeanspruchung ihrer Ressourcen ergibt.

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Ausstellung | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Mär
23
zu 4. Mai

Ausstellung | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil

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Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
23. März - 4. Mai 2019

janguru
Kostas Maros


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apan ist ein Land fantastischer Kontraste: uralte Tempel und futuristische Städte, in Nebel gehüllte Hügel und moderne Hochgeschwindigkeitszüge, Dörfer mit strohgedeckten Häusern und in Neonlicht getauchte Grossstadtdschungel. Obwohl die Japaner Meister in der Entwicklung und Anwendung moderner Technologien sind, besitzen sie eine tief empfundene Verbindung zur Natur und eine enge Beziehung zu den Jahreszeiten. Im Land der aufgehenden Sonne existieren Jung und Alt, Moderne und Tradition gleichberechtigt Seite an Seite. Es ist ein Ort der Möglichkeiten, der die Balance zwischen Tradition und Fortschritt hält. Eine Nation, die für neue Entdeckungen offen ist. Japaner sind Meister der Zukunft und Hüter der Vergangenheit.

Diese Arbeit soll kein Versuch sein, Japan zu verstehen, aber lässt sich leiten von persönlichen, visuellen Eindrücken. Mein Augenmerk führt mich dabei vom Beton- und Grossstadtdschungel der Megalopolen in das Baummeer Fuji no jukai, dem Aokigahara Wald, direkt unter dem berühmtesten Vulkan Japans, dem heiligen Berg Fujisan, dem Tor zum Himmel. Zwischen dem Grosstadtdschungel der Megacities, der eine faszinierende, bedrohliche, geheimnisvolle und undurchdringliche Atmosphäre transportiert und dem Aokigahara Baummeer, einem weitläufigen und dichten Wald in der Präfektur Yamanashi, entdecke ich Zusammenhänge und Parallelen.

Der Alltag in der Menschenmasse der Mega-City Tokio scheint anonym und angepasst. Japan ist ein einsames Land, wenn man es will: Es ist unaufdringlich und sanft. Tiefere Gefühle scheinen die Japaner selten zu zeigen. Vor allem negative wie Zorn, Trauer und Enttäuschung werden traditionell je nach Alter oft nur dem engeren Familienkreis offenbart. Um in der Gesellschaft nicht aufzufallen, zeigen viele Japaner in der Öffentlichkeit nicht ihr wahres Gesicht. Nur drei Stunden von Tokio entfernt, am Fusse des Mount Fuji, dringe ich in das dichte Baummeer Aokigahara ein. Der üppig mit Moos und Farn überwucherte Waldgrund und die an vielen Stellen herunterhängenden Moosgruppen verleihen dem Waldinneren ein urzeitliches Aussehen. Es offenbart sich ein prosaischer Anblick. Nach wenigen Metern im Wald umfängt den Wanderer die scheinbare Endlosigkeit der Natur. Allein ein Ausbruch des Mount Fuji könnte hier den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen kurzzeitig unterbrechen. In der breiten Öffentlichkeit und den westlichen Medien ist der Aokigahara Wald bekannt, weil viele Japaner diesen Wald als perfekten Ort zum Sterben ansehen und er häufig als Suizidstätte gewählt wird. Janguru bedeutet Dschungel, Dickicht auf Japanisch. Sowohl der Grossstadtdschungel Tokios als auch das Baummeer unter dem Mount Fuji üben eine grosse Anziehungskraft auf mich aus, aber vermitteln mir auch ein gewisses Gefühl von Isolation und Einsamkeit.

(Text: Galerie Monika Wertheimer, Oberwil)

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Ausstellung | Cities in Silence - Christopher Thomas | Persiehl & Heine | Galerie für Fotografie | Hamburg
Mär
28
zu 4. Mai

Ausstellung | Cities in Silence - Christopher Thomas | Persiehl & Heine | Galerie für Fotografie | Hamburg

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Persiehl & Heine | Galerie für Fotografie | Hamburg
28. März - 4. Mai 2019

“Cities in Silence”
Christopher Thomas


CT Elbphilharmonie 2018 Pigment-Print auf Büttenpapier, 56 x 76, Auflage 25 © and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography

CT Elbphilharmonie 2018 Pigment-Print auf Büttenpapier, 56 x 76, Auflage 25 © and courtesy Persiehl & Heine Gallery for Photography


Ich möchte dem Betrachter zeigen, was er zwar kennt, aber so noch nicht bewusst wahrgenommen hat.
— Christopher Thomas

Christopher Thomas, 1961 in München geboren, Absolvent der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie, ist mit seinen Städteporträts bekannt geworden. Seine Stadtansichten sind mit der Großbildkamera festgehalten und auf Büttenpapier geprintet. Das Filmmaterial ist ein Schwarzweiß-Film vom Typ 55 von Polaroid. 

Den Auftakt zu den Stadtansichten bildete die Serie Münchner Elegien (1999-2017), gefolgt von der Serie New York Sleeps, die zwischen 2001 und 2009 entstand. Weitere Städteporträts folgten: Venedig. Die Unsichtbare (2012), Paris im Licht  (2014) und zuletzt Lost in L.A. (2017).  Seine jüngste Werkserie Eternity wird derzeit im Kallmann-Museum in Ismaning ausgestellt. 

Die Arbeiten von Christopher Thomas werden weltweit von renommierten Fotogalerien in Ausstellungen und auf Messen gezeigt und befinden sich in wichtigen privaten und institutionellen Sammlungen wie der Francois Pinault Collection, der Sir Elton John Photography Collection, der SØR Rusche Sammlung und der Kunstsammlung des Deutschen Bundestags.

(Text: Ira Stehmann)

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Vernissage | Goldminen in Guinea  - Marion Bernet | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Goldminen in Guinea - Marion Bernet | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Goldminen in Guinea
Marion Bernet


GWP_MarionBernet_06.jpg

Im landwirtschaftlich wenig ergiebigen Nordosten Guineas gibt’s Gold. Bauernfamilien ergänzen seit Generationen ihr karges Einkommen mit dessen Gewinnung.

Eine riskante Arbeit: In diesem Jahr wurden zwei Frauen und ein Mann von Erdmassen verschüttet und tot geborgen. Man fand sie jedoch nicht in einer Kleinmine, sondern auf dem Gelände einer mächtigen Firma, die sich in der Region ausbreitet: die Société AngloGold Ashanti de Guinée (SAG). Um die Stadt Kintinian in der Region Bouré betreibt sie mehrere grosse Minen.

2015 entbrannte ein Streit um das sogenannte Gebiet «Area One», ein Quartier von Kintinian, in dem rund 380 Wohnhäuser stehen. Für dieses Gebiet erwarb die SAG vom Staat das Recht zum Goldabbau. Konsequenz: Die Bewohner müssen weg. Zwar verpflichtet die Konzession die SAG, den Ortsansässigen anderswo neue Häuser zu bauen und sie für den Verlust von Land finanziell zu entschädigen. Doch die Bewohner wurden teilweise schlecht über die Umsiedlung informiert oder mit physischer Gewalt zur schriftlichen Zustimmung gezwungen. Ihre Häuser in der Zone markierte fortan ein weisses Kreuz, das den anrückenden Arbeitern anzeigt: Abriss!

Im Sommer 2016 wurden die ersten Häuser abgerissen – doch die neuen waren noch nicht bezugsbereit. Es sollte noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis die ersten Häuser fertig waren. 2017 beginnen die Bewohner zögerlich umzuziehen – in ein abgelegenes Quartier weit ausserhalb.

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Vernissage | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
28. März 2019

Beide Künstler sind persönlich an der Vernissage in Zürich anwesend
Gastredner: Stefan Zweifel

Zürich 1967 - 1976
Willy Spiller

Zürcher Panoptikum
Fred Mayer


© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

Die Ausstellung zeigt die Stadt Zürich und ihre Menschen, wie sie zwischen 1967 und 1976, in Zeiten von Jugendunruhen, sexueller Revolution und Biederkeit, lebten und arbeiteten. Die beiden Fotografen Willy Spiller und Fred Mayer stellen ab dem 7. März in der Bildhalle einige ihrer bekanntesten Werke aus, die visuell intensiv, absurd und witzig vom damaligen Zeitgeist erzählen.

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

Die Ausstellung zeigt zwei wichtige Namen der Schweizer Fotografie mit komplett unterschiedlicher Herangehensweise an das Zürich in den späten 60er und frühen 70er Jahre

Street photography trifft auf inszenierte Porträt-Fotografie

Viele prominente Zeitgenossen der beiden Fotografen sind abgebildet: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer, Musiker

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die erste Publikation der Edition Bildhalle:    
Willy Spiller – ZÜRICH 1967 – 1976

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Vernissage | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Die Wrestlerinnen von La Paz
Désirée Good


010_gwp_good_WEB.jpg

Hoch oben, am Ende des Talkessels von La Paz, auf 4000 Metern liegt die zweitgrösste Stadt Boliviens, El Alto. In dieser Stadt leben Zuwanderer aus der indigenen Landbevölkerung. Die Stadt gilt alseine der kriminellsten in Bolivien. Neben dem Fussball, der für die Bevölkerung Boliviens essenziell ist, gibt es die Ringkämpfe. Dieser Volkssport nennt sich «Lucha Libre» (Freistilkampf) und wird meistens inszeniert und choreografiert. Viele der Protagonisten sind Frauen. Die Kämpfe werden heute hauptsächlich in El Alto gezeigt. Während drei Monaten hat Désirée Good eine junge Kämpferin Namens «Lady» (23 Jahre alt) in ihrem Umfeld fotografiert.

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Vernissage | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Kigogo - Dorf der Verdammten
Sarah Fluck


08_gwp_fluck_low-res.jpg

Es gibt Geschichten, die spielen sich jenseits von Gut und Böse, jenseits von Schwarz und Weiss, jenseits von Sünde und Vergebung ab.

Kigogo ist ein Dorf in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Hier bekämpften sich jahrelang Armeen und Milizen, hier begegneten sich Callixte, ein ex-Kindersoldat aus Ruanda, und Wabiwa, eine junge Frau aus dem Kongo. Eine Geschichte, die trotz Kriegswirren weitergeht - irgendwie.

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Vernissage | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich
Mär
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
28. März 2019

Das Dorf der Blinden
Swinde Wiederhold


PhotosSwindeWiederhold_GlobetrotterWorldPhoto_DSCF5994.jpg

Im Nordosten des Irans, in der Provinz Nord Khorasan, 340 km westlich des heiligen Imam-Reza-Schreins in Mashhad, liegt das Dorf «Chaharborj». Die 2000 Einwohner sprechen den kurdischen Dialekt «Kurmanji». Sie sind Nomaden und bringen ihre Herden im Sommer in den angrenzenden Salook Nationalpark.

«Kauft euren Ayran, die Milch, den Joghurt nicht in Chaharborj» – «verheiratet eure Mädchen nicht mit Partnern aus diesem Dorf» – «das Wasser ist verseucht...» In den lokalen Medien ist von einem Fluch die Rede, der über dem Dorf liegt. Vierundzwanzig Personen sind blind. Von Geburt an. Es ist ein weltweit einzigartiger angeborener Gendefekt, den Dr. Noor Mohammad Ghiasvand von der Shahid Beheshti Medical University hier erforscht hat.

Im Iran herrscht keine Toleranz gegenüber Behinderten. Sie werden diskriminiert und ausgestoßen. Der Zugang zu Bildung fehlt. Ein Stigma heftet an ihnen. Die größte aller Barrieren ist die fehlende soziale Akzeptanz ihrer Mitbürger.

Die Geschichte des Dorfes «Chaharborj» ist eine Geschichte der Hoffnung und Überwindung. Sie ist ein Bespiel an unbezwingbarer Lebensfreude. Blinde und Behinderte werden innerhalb der Gemeinschaft wie ganz normale Mitbürger behandelt. Sie werden akzeptiert. Denn auch der Islam verwehrt sich entschieden dagegen, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit Vorurteilen belegt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

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Vernissage | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg
Mär
28
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg


Fotohof | Salzburg
28. März 2019

Blitz & Enzianblau
Manfred Willmann


Manfred Willmann − o.T., 2005

Manfred Willmann − o.T., 2005


Die Ausstellung von Manfred Willmann ist aus Arbeiten aus dem Jahr 2005 aufgebaut. Konzentrierte Nahsichten, Bilderreihen von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Alltagsgegenständen und Porträts werden unterbrochen von Reproduktionen der Rückseite des Agfa-Fotopapiers Sensatis.

Willmann hatte von seinen Aufnahmen dieses Jahres mehr als tausend analoge Prints auf diesem Material herstellen lassen, diese aber erst wieder nach etwa zehn Jahren zur Hand genommen und die vorliegende Serie daraus entwickelt.

"Blitz und Enzianblau" versammelt Fotografien, die nicht nur die Oberfläche der Welt zeigen, sondern auch vom Medium Fotografie selbst erzählen − von seinen ganz eigenen Möglichkeiten, der Welt in ihrer Schönheit, ihrer Hässlichkeit und Vergänglichkeit als Bilder Präsenz zu verleihen.

Wie Konkrete Poesie über die Sprache an sich spricht, so legt Willmann die Textur des Mediums Fotografie frei. Seine Bilder handeln von Konstellationen, Stillleben und Augenblicken − vom Blitzlicht freigestellt, oft schmerzhaft in ihrer existenziellen Tiefe, aber gänzlich frei von Sentimentalität.

In der Ausstellung werden auch neueste Bilder aus dem Werkzyklus "2018/2017" gezeigt.

Manfred Willmann, *1952 in Graz; lebt und arbeitet in Graz und Pongratzen.

(Text: Fotohof, Salzburg)

 

 

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Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf
Mär
29
zu 7. Juli

Ausstellung | Two Rivers | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
29. März - 7. Juli 2019

Two Rivers
Joachim Brohm und Alec Soth


Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Alec Soth. Harbor Marina, Memphis, Tennessee © Alec Soth / Magnum Photos

Zwei Fotografen, zwei Flüsse: Vom 29. März bis 7. Juli 2019 präsentiert das NRW-Forum Düsseldorf mit „Two Rivers“ die wichtigsten fotografischen Werkgruppen des deutschen Künstlers Joachim Brohm und des US-Amerikanischen Fotografen Alec Soth. In einer Weltpremiere vereint die Ausstellung Werke aus insgesamt zehn Serien, unter anderem Alec Soth’ Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ und Joachim Brohms berühmte „Ruhr“-Serie.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Alec Soth’ Serie „Sleeping by the Missisippi“ und Joachim Brohms Serie „Ruhr“, die beide Menschen an der Peripherie des Flusses porträtieren. Brohm, der an der Folkwang Hochschule studierte, ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt. Soth steht als lyrischer Dokumentarfotograf in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Was die beiden verbindet, ist ein dokumentarisch-künstlerischer Blick, der sie als sensible Dokumentaristen ihres sozialen Umfeldes ausweist. Die Ausstellung versammelt insgesamt zehn Werkgruppen der beiden Fotografen, neben den bekannten Serien an der Ruhr und am Mississippi werden weltweit zum ersten Mal auch Joachim Brohms seltene Porträts und ein neues Werk von Alec Soth gezeigt.

Alec Soth gehört seit seinem ersten Hauptwerk „Sleeping by the Mississippi“ aus dem Jahre 2004 zu den wichtigsten Fotografen der internationalen Fotoszene. Soth ist bildender Künstler, Magnum-Fotograf, Blogger, Verleger und Pädagoge. Er erforscht die vielen verschiedenen Formen der Fotografie und wie sie sich in der Welt präsentieren. Als lyrischer Dokumentarfotograf - in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld - sieht sich Soth in erster Linie als amerikanischer Fotograf. Die Landschaften der USA, der majestätische Mississippi, die donnernden Niagarafälle, die weiten und offenen Wüsten, die kleinen Städte und Vororte: Alle haben die Struktur und den Rahmen für seine poetischen Studien über das amerikanische Leben geschaffen. Neben „Sleeping by the Mississippi“ (2004) werden vor allem Werke aus den Serien „Niagara“ (2006) und „Songbook“ (2014) gezeigt.

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm: Essen, 1982 © Joachim Brohm / VG Bild-Kunst, Bonn, 2018

Joachim Brohm ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt und maßgeblich an der Entwicklung der Fotografie als Kunstform seit den 1980er Jahren beteiligt war. In seiner ersten, international viel beachteten Serie „Ruhr“ (1980-1983) dokumentierte er das Freizeitverhalten der Menschen am Ufer der Ruhr. Brohm gehört neben den Fotografen der Düsseldorfer Fotoschule zu den wichtigsten Fotokünstlern in Deutschland. In seinen oft dokumentarisch geprägten Arbeiten setzt er sich vor allem mit den Strukturen der Stadtentwicklung und der Stadtperipherie - mit allen sozialen, soziologischen, ökonomischen und kulturellen Implikationen - auseinander. Künstlerisch ausgebildet und geprägt wurde er an der Folkwang Hochschule in der Tradition von Otto Steinert und Michael Schmidt, aber auch durch sein Fulbright Stipendium an der Ohio State University, an der er Fotografie bei Allan Sekula studierte. Neben Brohms Frühwerk „Typology“ (1979), in dem er im Stil von Bernd und Hilla Becher die typologischen Besonderheiten von Kleingärten dokumentierte, präsentiert die Ausstellung auch Arbeiten aus seinem amerikanischen Werk „Ohio“, der „Ruhrstadt“ (1988-92), „Areal“ (1992-2002) und „Culatra“ (2008-2010). Als Premiere werden erstmals die seltenen Portraits aus Ohio gezeigt. Bis heute lehrt Joachim Brohm Fotografie an der HBG - Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

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Ausstellung | Goldminen in Guinea  - Marion Bernet | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Goldminen in Guinea - Marion Bernet | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Goldminen in Guinea
Marion Bernet


GWP_MarionBernet_06.jpg

Im landwirtschaftlich wenig ergiebigen Nordosten Guineas gibt’s Gold. Bauernfamilien ergänzen seit Generationen ihr karges Einkommen mit dessen Gewinnung.

Eine riskante Arbeit: In diesem Jahr wurden zwei Frauen und ein Mann von Erdmassen verschüttet und tot geborgen. Man fand sie jedoch nicht in einer Kleinmine, sondern auf dem Gelände einer mächtigen Firma, die sich in der Region ausbreitet: die Société AngloGold Ashanti de Guinée (SAG). Um die Stadt Kintinian in der Region Bouré betreibt sie mehrere grosse Minen.

2015 entbrannte ein Streit um das sogenannte Gebiet «Area One», ein Quartier von Kintinian, in dem rund 380 Wohnhäuser stehen. Für dieses Gebiet erwarb die SAG vom Staat das Recht zum Goldabbau. Konsequenz: Die Bewohner müssen weg. Zwar verpflichtet die Konzession die SAG, den Ortsansässigen anderswo neue Häuser zu bauen und sie für den Verlust von Land finanziell zu entschädigen. Doch die Bewohner wurden teilweise schlecht über die Umsiedlung informiert oder mit physischer Gewalt zur schriftlichen Zustimmung gezwungen. Ihre Häuser in der Zone markierte fortan ein weisses Kreuz, das den anrückenden Arbeitern anzeigt: Abriss!

Im Sommer 2016 wurden die ersten Häuser abgerissen – doch die neuen waren noch nicht bezugsbereit. Es sollte noch mehr als ein halbes Jahr dauern, bis die ersten Häuser fertig waren. 2017 beginnen die Bewohner zögerlich umzuziehen – in ein abgelegenes Quartier weit ausserhalb.

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Ausstellung | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Die Wrestlerinnen von La Paz - Désirée Good | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Die Wrestlerinnen von La Paz
Désirée Good


010_gwp_good_WEB.jpg

Hoch oben, am Ende des Talkessels von La Paz, auf 4000 Metern liegt die zweitgrösste Stadt Boliviens, El Alto. In dieser Stadt leben Zuwanderer aus der indigenen Landbevölkerung. Die Stadt gilt alseine der kriminellsten in Bolivien. Neben dem Fussball, der für die Bevölkerung Boliviens essenziell ist, gibt es die Ringkämpfe. Dieser Volkssport nennt sich «Lucha Libre» (Freistilkampf) und wird meistens inszeniert und choreografiert. Viele der Protagonisten sind Frauen. Die Kämpfe werden heute hauptsächlich in El Alto gezeigt. Während drei Monaten hat Désirée Good eine junge Kämpferin Namens «Lady» (23 Jahre alt) in ihrem Umfeld fotografiert.

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Ausstellung | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich
Mär
29
zu 4. Mai

Ausstellung | Willy Spiller und Fred Mayer | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
29. März - 4. Mai 2019

Zürich 1967 - 1976
Willy Spiller

Zürcher Panoptikum
Fred Mayer


© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Anna Indermaur, Architektin und Gründerin des Kino Nord-Süd, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

© Fred Mayer, Pietro Zanoli, Fischverkäufer beim Bianchi, Zürich, 1971

Die Ausstellung zeigt die Stadt Zürich und ihre Menschen, wie sie zwischen 1967 und 1976, in Zeiten von Jugendunruhen, sexueller Revolution und Biederkeit, lebten und arbeiteten. Die beiden Fotografen Willy Spiller und Fred Mayer stellen ab dem 7. März in der Bildhalle einige ihrer bekanntesten Werke aus, die visuell intensiv, absurd und witzig vom damaligen Zeitgeist erzählen.

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Huckepack, David Weiss und Urs Lüthi, vor dem Künstleratelier, Stüssihof, Zürich 1970

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

©Willy Spiller, Tino, Rockerboss, Helvetiaplatz Zürich, 1975

Die Ausstellung zeigt zwei wichtige Namen der Schweizer Fotografie mit komplett unterschiedlicher Herangehensweise an das Zürich in den späten 60er und frühen 70er Jahre

Street photography trifft auf inszenierte Porträt-Fotografie

Viele prominente Zeitgenossen der beiden Fotografen sind abgebildet: Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer, Musiker

Zur Ausstellungseröffnung erscheint die erste Publikation der Edition Bildhalle:    
Willy Spiller – ZÜRICH 1967 – 1976

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Ausstellung | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Das Dorf der Blinden - Swinde Wiederhold | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Das Dorf der Blinden
Swinde Wiederhold


PhotosSwindeWiederhold_GlobetrotterWorldPhoto_DSCF5994.jpg

Im Nordosten des Irans, in der Provinz Nord Khorasan, 340 km westlich des heiligen Imam-Reza-Schreins in Mashhad, liegt das Dorf «Chaharborj». Die 2000 Einwohner sprechen den kurdischen Dialekt «Kurmanji». Sie sind Nomaden und bringen ihre Herden im Sommer in den angrenzenden Salook Nationalpark.

«Kauft euren Ayran, die Milch, den Joghurt nicht in Chaharborj» – «verheiratet eure Mädchen nicht mit Partnern aus diesem Dorf» – «das Wasser ist verseucht...» In den lokalen Medien ist von einem Fluch die Rede, der über dem Dorf liegt. Vierundzwanzig Personen sind blind. Von Geburt an. Es ist ein weltweit einzigartiger angeborener Gendefekt, den Dr. Noor Mohammad Ghiasvand von der Shahid Beheshti Medical University hier erforscht hat.

Im Iran herrscht keine Toleranz gegenüber Behinderten. Sie werden diskriminiert und ausgestoßen. Der Zugang zu Bildung fehlt. Ein Stigma heftet an ihnen. Die größte aller Barrieren ist die fehlende soziale Akzeptanz ihrer Mitbürger.

Die Geschichte des Dorfes «Chaharborj» ist eine Geschichte der Hoffnung und Überwindung. Sie ist ein Bespiel an unbezwingbarer Lebensfreude. Blinde und Behinderte werden innerhalb der Gemeinschaft wie ganz normale Mitbürger behandelt. Sie werden akzeptiert. Denn auch der Islam verwehrt sich entschieden dagegen, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit Vorurteilen belegt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

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Ausstellung | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich
Mär
29
zu 5. Mai

Ausstellung | Kigogo – Dorf der Verdammten - Sarah Fluck | Photobastei | Zürich


Photobastei | Zürich
29. März - 5. Mai 2019

Kigogo - Dorf der Verdammten
Sarah Fluck


08_gwp_fluck_low-res.jpg

Es gibt Geschichten, die spielen sich jenseits von Gut und Böse, jenseits von Schwarz und Weiss, jenseits von Sünde und Vergebung ab.

Kigogo ist ein Dorf in der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Hier bekämpften sich jahrelang Armeen und Milizen, hier begegneten sich Callixte, ein ex-Kindersoldat aus Ruanda, und Wabiwa, eine junge Frau aus dem Kongo. Eine Geschichte, die trotz Kriegswirren weitergeht - irgendwie.

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Ausstellung | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg
Mär
29
zu 25. Mai

Ausstellung | Blitz & Enzianblau - Manfred Willmann | Fotohof | Salzburg


Fotohof | Salzburg
29. März - 25. Mai 2019

Blitz & Enzianblau
Manfred Willmann


Manfred Willmann − o.T., 2005

Manfred Willmann − o.T., 2005


Die Ausstellung von Manfred Willmann ist aus Arbeiten aus dem Jahr 2005 aufgebaut. Konzentrierte Nahsichten, Bilderreihen von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Alltagsgegenständen und Porträts werden unterbrochen von Reproduktionen der Rückseite des Agfa-Fotopapiers Sensatis.

Willmann hatte von seinen Aufnahmen dieses Jahres mehr als tausend analoge Prints auf diesem Material herstellen lassen, diese aber erst wieder nach etwa zehn Jahren zur Hand genommen und die vorliegende Serie daraus entwickelt.

"Blitz und Enzianblau" versammelt Fotografien, die nicht nur die Oberfläche der Welt zeigen, sondern auch vom Medium Fotografie selbst erzählen − von seinen ganz eigenen Möglichkeiten, der Welt in ihrer Schönheit, ihrer Hässlichkeit und Vergänglichkeit als Bilder Präsenz zu verleihen.

Wie Konkrete Poesie über die Sprache an sich spricht, so legt Willmann die Textur des Mediums Fotografie frei. Seine Bilder handeln von Konstellationen, Stillleben und Augenblicken − vom Blitzlicht freigestellt, oft schmerzhaft in ihrer existenziellen Tiefe, aber gänzlich frei von Sentimentalität.

In der Ausstellung werden auch neueste Bilder aus dem Werkzyklus "2018/2017" gezeigt.

Manfred Willmann, *1952 in Graz; lebt und arbeitet in Graz und Pongratzen.

(Text: Fotohof, Salzburg)

 

 

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Ausstellung | Generation Wealth - Lauren Greenfield | Deichtorhallen | Hamburg
Mär
30
zu 23. Juni

Ausstellung | Generation Wealth - Lauren Greenfield | Deichtorhallen | Hamburg


Deichtorhallen | Hamburg
30. März - 23. Juni 2019

Generation Wealth
Lauren Greenfield


Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the club, Atlanta, 2015. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield

Secret Moneii, 28, a stripper at Magic City who made nearly $20,000 during her first week at the club, Atlanta, 2015. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield


Die Ausstellung GENERATION WEALTH der preisgekrönten Filmemacherin und Fotografin Lauren Greenfield zeigt das heutige, allgegenwärtige Streben nach Status, Schönheit und Reichtum. Die Schau wird im Haus der Photographie der Deichtorhallen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein. 

Die Dokumentarfotografin Lauren Greenfield wuchs in den 70er und 80er Jahren in Venice auf, einem sehr rauen Viertel in Los Angeles. In den frühen 90er Jahren begann sie mit dem Fotografieren von Kindern aus Privatschulen, wo die sozialen Sitten der privat gebildeten Teenager Hollywoods von üppigen Partys, teuren Autos und Designerhandtaschen definiert und geprägt wurden. Greenfield erkannte, dass das Verlangen nach Geld, Prominenz, Schönheit und Sexualkapital zu einer alles umfassenden Besessenheit für Menschen jeden Alters und jeder Klasse, unabhängig von der Nationalität, geworden war.

Die Ausstellung GENERATION WEALTH ist das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Arbeit Lauren Greenfields und zeigt auf einzigartige Weise, wie sich die Suche nach materiellen Gütern und sexuellem Kapital im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt entwickelt hat. Die Ausstellung GENERATION WEALTH umfasst mehr als 150 Fotos aus den USA, Brasilien, Kanada, Dubai, den Philippinen, Frankreich, Hongkong, Irland, Island, China, Mexiko und Russland sowie eine Reihe von Interviews und Kurzfilmen. Dabei geht es bei GENERATION WEALTH nicht um die Reichen an sich, sondern um den Wunsch, um jeden Preis reich zu sein. In der Ausstellung wird auch der Dokumentarfilm Generation Wealth gezeigt, der u.a. ds Sundance Filmfestival in den USA 2018 eröffnete.

Das Begleitbuch Generation Wealth, das im Frühjahr 2017 von Phaidon veröffentlicht wurde, hat begeisterte Kritiken erhalten und wurde von der Creative Review und der London Times zum »Photography Book of the Year« gewählt.

Diese Ausstellung wurde vom Annenberg Space for Photography, Los Angeles produziert und dort erstmalig gezeigt. Die international Tournee führt über das International Center of Photography in New York, das Nobel Peace Center in Oslo und das Fotomuseum Den Haag jetzt nach Hamburg.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
30
12:00 nachm.12:00

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
30. März 2019

Art Tour mit Catharina Hanreich

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Apr
4
6:30 nachm.18:30

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
4. April 2019

Art Tour mit Luisa Baselgia

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Sonne halt! | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Sonne halt! (Arbeitstitel)


Gemeinsam entwickelten der Schriftsteller Konrad Bayer (1932–1964) und der Filmemacher Freddy Radax (1932) zu Beginn der 1960er-Jahre den Avantgardefilm Sonne halt! Bayer spielt darin die Hauptrolle, eine Doppelfigur aus Dandy und Matrose, der mit einem Gewehrschuss die Sonne zur Explosion bringt und damit die Sicht auf die Dinge verändert. Radax Auffassung von Film, als sich ständig in Bewegung befindendes Material, ergänzt der Schriftsteller Bayer mit Textpassagen aus seinem unvollendeten Roman der sechste sinn zu einem „Filmgedicht“.

Kuratorin: Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne  | Salzburg
Apr
6
zu 16. Juni

Ausstellung | Der fotografische Mensch | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
6. April - 16. Juni 2019

Der fotografische Mensch
Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes


Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Non sex belt, 2014 | Nilbar Güres-Rein

Die Neuerwerbungen der Fotosammlung des Bundes werden in einer Auswahl gezeigt, um die Entwicklung des Sammlungsbestands öffentlich zu machen und das besondere Gewicht dieser Sammlung für das Museum der Moderne Salzburg zu unterstreichen.

Kuratorinnen: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, mit Andrea Lehner-Hagwood, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne)

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Artist Talk | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien
Apr
6
11:00 vorm.11:00

Artist Talk | Unwägbarkeiten - Gabriela Morawetz | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
6. April 2019
Im Rahmen von Foto Wien 2019

Unwägbarkeiten
Gabriela Morawetz


Gabriela_Morawetz_An#35B0B1.jpg

Reproduktionen können Gabriela Morawetzs Werken nicht gerecht werden. Obwohl es fotografische Arbeiten sind, wirken sie mehr wie dreidimensionale Objekte. Es sind komplexe Kunstwerke auf Leinwand, Glas und Metall, in denen Reflektionen mit Materie spielen.  

Mit Morawetz tritt die Fotografie in eine neue Dimension ein. In Schwerelosigkeit, ohne Erdanziehungskraft zu arbeiten, erscheint wie eine Metapher für die Arbeitsweise der Künstlerin. Von der Realität losgelöst, von einer Idee komplett eingenommen, weitergetragen von einer grundlegenden Energie zu einem unbekannten Resultat. 

Ihre Erkundungen machen aus Morawetz eine Alchemistin, der es gelingt, die Magie des Materials und die Praxis des Experiments zu verbinden. Sie bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen Studio und Dunkelkammer. Zur Fotografie kam Morawetz nach dem Studium der Malerei, Skulptur und Radierung an der Akademie der Künste in Krakau. All diese Techniken sind wie Echos in ihrer Arbeit präsent. 

Gabriela Morawetz ist gebürtige Polin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Von 1975 bis 1983 lebte sie in Venezuela und seither in Frankreich.

(Text: Anzenberger Gallery, Wien)

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Artist Talk | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Apr
6
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
6. April 2019

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Apr
7
2:30 nachm.14:30

Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
7. April 2019

Art Tour mit Martin Jaeggi, Autor, Kurator und Dozent für Gegenwartskunst und Fotografie, Zürich und Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Art Tour | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt
Apr
7
3:00 nachm.15:00

Art Tour | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt


Fotografie Forum Frankfurt
7. April 2019

Kuratorenführungen mit Celina Lunsford

Graciela Iturbide


México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019

México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019


Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von GRACIELA ITURBIDE. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Memorial Award, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erhältlich: GRACIELA ITURBIDE. Mit Texten von Marta Dahó, Juan Villoro und Carlos Martín García. 2018, Fundación MAPFRE, Madrid; Englisch, 292 S., ISBN-10: 8417047700. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Artist Talk | Some Changes Made - Amin El Dib | Collection Regard | Berlin
Apr
11
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | Some Changes Made - Amin El Dib | Collection Regard | Berlin


Collection Regard | Berlin
11. April 2019

Moderation: Franziska Schmidt

Some Changes Made
Amin El Dib


3.jpg

Die thematisch in sich geschlossene Motivreihe, die Serie, bestimmt die künstlerische Arbeit von Amin El Dib von Beginn an. Die für die Ausstellung in der Collection Regard von ihm gemeinsam mit dem Galeristen Marc Barbey ausgewählten Serien sind in Berlin und später in der Schweiz entstanden, wo er seit einigen Jahren lebt und arbeitet. Sie betonen bewusst den Teil seines umfangreichen Werkes, bei dem er formaler und inhaltlich abstrahierender vorgegangen ist, unabhängig davon, ob die Bilder auf Menschen, Pflanzen oder Materialien verweisen.

Am auffälligsten nehmen sich die Arbeiten aus, in denen er sich mit den bereits abgeschlossenen Serien mit bildmäßigen Motiven auseinandergesetzt hat. Ausgehend von dem Material – und Material meint hier das klassische Barytpapier sowie die modernen Digitaldruckpapiere – verwendete er dies, um daraus neue Bilder zu kreieren. Verständlicher gesagt werden die vorliegenden Fotografien von ihm zerrissen, wobei die Risskanten bei den im Duktus einer Collage neu zusammengesetzten Bildern deutlich erkennbar bleiben. Dieses Reißen impliziert genaugenommen Gewalt und Zerstörung. Gewalt und Zerstörung, die er den Papieren und mithin dem darauf Abgebildeten antut. Allerdings findet, übersteigert formuliert, im Zusammensetzen der Motivfragmente zugleich ein Akt der Heilung, der Wiedergutmachung statt. Denn der brutalen Dekonstruktion der Bilder folgt die versöhnende Neukonstruktion, selbstredend mit dem Ziel ästhetischer Konzentration. Geht Amin El Dib bei seinen traditionellen bildmäßigen Motiven noch der Suche nach, im Leben, im fortwährenden Gedeihen das Brüchige, das Unvollkommene sichtbar werden zu lassen, gewissermaßen als Affront gegen das all zu Glatte, Perfekte und Unantastbare, so findet dieser Ansatz in den aus den gerissenen Papieren montierten Bildern eine bedeutsame formalästhetische Steigerung mit metaphorischen Dimensionen. Die auf diese Weise entstehenden Bilder, und es sind Bilder, berühren die Retina und mithin unser Innerstes bis an die Schmerzgrenze. Die vielfach sichtbar durch das Papier getriebenen Heftklammern verstärken diesen Schmerz noch. 

Neben den in dieser Technik gestalteten Serien, die den Hauptteil der Ausstellung ausmachen, zeigt Amin El Dib andere Motivreihen, in denen sich das Abgebildete, wie beispielsweise der Haarschopf einer Frau, zunächst partiell und dann ganz bis ins fotografische Weiß auflöst. Auch das beschreibt das Existentielle als fragil und flüchtig: Ein künstlerischer Kommentar der auf das Ganze zielt, auf das vergängliche Sein und zugleich auf dessen Brüchigkeit.

Öffnungszeiten
Freitags oder nach Vereinbarung

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Apr
27
zu 29. Sep.

Ausstellung | Fotografie und Film | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
27. April - 29. September 2019

Fotografie und Film (Arbeitstitel)


Mit der ersten Sammlungsausstellung in Partnerschaft mit der Generali Foundation im neuen Jahr wird das bewährte Programm fortgesetzt und eine thematische Ausstellung entwickelt, in denen die Bestände des Museums mit den Werken der Sammlung Generali Foundation in Dialog treten.

Kuratorin: Antonia Lotz, Kuratorin Sammlung Generali Foundation

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Art Tour | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt
Mai
5
3:00 nachm.15:00

Art Tour | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt


Fotografie Forum Frankfurt
5. Mai 2019

Kuratorenführungen mit Celina Lunsford

Graciela Iturbide


México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019

México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019


Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von GRACIELA ITURBIDE. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Memorial Award, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erhältlich: GRACIELA ITURBIDE. Mit Texten von Marta Dahó, Juan Villoro und Carlos Martín García. 2018, Fundación MAPFRE, Madrid; Englisch, 292 S., ISBN-10: 8417047700. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Ausstellung | Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie | Galerie Stihl | Waiblingen
Mai
11
zu 25. Aug.

Ausstellung | Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie | Galerie Stihl | Waiblingen


Galerie Stihl | Waiblingen
11. Mai - 25. August 2019

Aufgeblüht und abgelichtet: Blumen in der Fotografie


Paragone 2, 2018, Inkjet-Print, Courtesy Galerie Filser & Gräf München © Kai-Uwe Schulte-Bunert

Paragone 2, 2018, Inkjet-Print, Courtesy Galerie Filser & Gräf München © Kai-Uwe Schulte-Bunert


Es blüht in der Galerie: Anlässlich der Remstal Gartenschau 2019 widmet sich die Sommerausstellung Blumenmotiven in der zeitgenössischen Fotografie. Künstlerinnen und Künstler lassen sich von der jahrhundertealten Tradition des Blumenbilds inspirieren und gewinnen dem Thema zugleich vielfältige neue Seiten ab. Überbordende Blütenpracht trifft auf Reflexionen über Welken und Vergänglichkeit, Wildwuchs auf elegante Inszenierung, leuchtende Farbigkeit auf strenges Schwarz-Weiß. Mit ungewöhnlichen Perspektiven und verschiedensten technischen Finessen – von der Langzeitbelichtung über das Spiel mit Spiegelungen, Licht- und Farbeffekten bis zur Überlagerung von Motiven – eröffnen die Fotografien überraschende Sichtweisen der scheinbar vertrauten Pflanzenwelt. Sie regen so dazu an, gängige Vorstellungen zu überdenken und die „Sprache der Blumen“ auf neuen Wegen zu entdecken.

Die Schönheit der Blumen ist dabei ebenso Thema wie ihr traditioneller Symbolgehalt. Sie werden in Stillleben arrangiert oder im landschaftlichen Umfeld festgehalten, mit dem nüchternen Blick des Naturwissenschaftlers geordnet oder – mit ironischem Unterton – als florale Ornamente an der Grenze zum Kitsch präsentiert. Neben Aufnahmen, die eine körperliche Sinnlichkeit vermitteln, klingt auch Kritik an der Gesellschaft, dem Handel und Konsum an. Wenn absonderliche Hybride oder makellose Plastikblumen in den Fokus rücken, stellt sich nicht zuletzt die Frage nach unserem Verständnis von Natürlichem und Künstlichem sowie der Grenze dazwischen.

Aufgeblüht und abgelichtet lädt ein, den Facettenreichtum floraler Bildwelten in der Fotografie zu entdecken. Die Ausstellung präsentiert herausragende nationale und internationale Künstlerpositionen, die allesamt deutlich machen: So hübsch harmlos, wie die Blume scheint, ist sie nur selten.

(Text: Galerie Stihl, Waiblingen)

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Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mai
12
11:30 vorm.11:30

Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
12. Mai 2019

Art Tour mit Esther Woerdehoff, Galerie Esther Woerdehoff und Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
28
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
28. Mai 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne
Mai
29
zu 25. Aug.

Ausstellung | Everything is up in the air, thus our vertigo - Yann Mingard | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
29. Mai - 25. August 2019

Everything is up in the air, thus our vertigo
Yann Mingard


Yann Mingard_Chapitre Evolution, un lion a la criniere empaille 2015 © Yann Mingard_Courtesy Parotta Contemporary Art.jpg

Das Projekt Everything is up in the air, thus our vertigo des Schweizer Fotografen Yann Mingard ist zwischen 2015 - 18 entstanden. Es stellt einen Meilenstein im karrierebegleitenden Interesse des Künstlers zur Schaffung einer „fotografischen Diagnostik von Zeitgenossenschaft“ dar. Dies vor allem im Hinblick auf weitreichende natürliche, technologische und soziale Phänomene und deren Auswirkungen sowohl auf unseren gegenwärtigen „Geisteszustand“ als auch den „Weltzustand“. Die Ausstellung ist nicht nur eine europäische Premiere, sondern zeigt – nach Ausstellungen zu Matthias Bruggmann oder Nicolas Savary – auch das Engagement des Musée de l’Elysée für die Unterstützung von aufstrebenden und etablierten Künstlern in der Schweiz. In diesem Fall hat der in Colombier lebende und vormals auch im Gartenbau tätige Künstler eine Werkreihe geschaffen, die von geologischen Vorstellungen und Konzepten wie der Sedimentation und Schichtung inspiriert ist. Sie aktiviert damit teils paradoxe, teils auch dystopische Metaphern und Kontexte, die global verteilte Phänomene aus verschiedenen Zeitaltern zu kombinieren vermögen. So taucht der Künstler in einem Unterkapitel sowohl in unsere aktuelle Medienlandschaft, als auch in die Kunstgeschichte ein und stellt Webcam-Bilder von Himmeln chinesischer Metropolen den Details von Himmeln aus William Turner Gemälden gegenüber. Diese doppelte Bewegung in Zeit und Raum wurde durch eine Studie inspiriert, die den langfristigen Klimawandel anhand visueller Beweise untersucht, welche einer grossen Stichprobe historischer Gemälde entnommen wurden.

Durch die Kombination seines charakteristischen und oft düsteren fotografischen Stils von Stillleben und Landschaftsbildern mit angeeigneten Dokumenten und Filmstills gelingt es ihm, eine synoptische visuelle Gegenüberstellung zu erzeugen. Dabei werden mehrere Szenarien nebeneinandergestellt: eine nukleare Beinahe-Katastrophe, die „Wiedererschaffungsbestrebungen“ des Wollmammuts und die Weiterentwicklung eines katholischen Gelübdes, welches in der Aletschregion zur Beeinflussung der Gletscherentwicklung verwendet wird. Diese globalen Zusammenhänge und das Anthropozän als Periode planetarischer menschlicher Intervention, werden hier als manchmal absurde, aber immer sehr lokale und historisch spezifische Unterkapitel präsentiert. War sein vorheriges Projekt Deposit noch langfristiger und enzyklopädischer angelegt, so ist das aktuelle Projekt in seiner künstlerischen Strategie allegorischer, aber nicht weniger weitreichend und relevant. Letztendlich fordert uns die Ausstellung auf, unsere eigene Positionierung als Bürger/innen und Konsument/ innen in einer Welt zu überdenken, welche angesichts unseres Schicksals als planetarisches Netzwerk menschlicher und nichtmenschlicher Akteure immer öfter aus dem Ruder geraten und damit schwindelerregend erscheint.


Le projet Tant de choses planent dans l’air, d’où notre vertige a été conçu par le photographe suisse Yann Mingard entre 2015 et 2018. Il marque une nouvelle évolution de l’intérêt que porte l’artiste à la création de « diagnostics photographiques de la contemporanéité », en rapport avec des phénomènes naturels, technologiques et sociaux ainsi que leur impact sur notre état d’esprit actuel et celui du monde en général. L’exposition reflète l’engagement et le soutien constants du Musée de l’Elysée envers les artistes suisses émergents, ou déjà plus avancés dans leur carrière, comme ce fut le cas avec Nicolas Savary et Matthias Bruggmann. C’est par ailleurs une première en Europe.

L’œuvre de Yann Mingard, qui vit à Colombier et est horticulteur de formation, s’inspire de notions et de méthodes empruntées à la géologie, comme celles de sédimentation et de stratification. Elle engendre des métaphores tenant du paradoxe ou de la dystopie, à l’instar de situations qui parviennent à combiner des phénomènes aux temporalités différentes, téléportant ainsi l’observateur de l’instant présent vers notre passé préhistorique. Ceci s’illustre, par exemple. dans un sous-chapitre où l’artiste explore le paysage médiatique actuel et l’histoire de l’art, juxtaposant des images prises, par webcam, de ciels métropolitains chinois à des morceaux de ciels peints par William Turner. Ces doubles mouvements, tant dans le temps que l’espace, furent inspirés par les travaux d’un climatologue qui a étudié, sur la durée, le changement climatique à travers des preuves visuelles fournies par un nombre important de peintures historiques. En combinant un style photographique assez sombre dans ses natures mortes et ses paysages avec des documents et enregistrements provenant d’une variété de sources, Yann Mingard parvient à créer un itinéraire visuel synoptique. Côte à côte se retrouvent des scénarios de presque-accidents nucléaires, des tentatives de résurrection du mammouth laineux et l’évolution, ou plus exactement l’inversion, d’une prière catholique vieille d’un siècle utilisée dans la région d’Aletsch pour préserver son glacier.

Le contexte mondial et les cadres temporels géologiques dans lesquels se produisent le changement climatique et l’anthropocène – appelée aussi Grande accélération –, où l’activité humaine a pris une ampleur planétaire, sont ici mis en scène comme des chapitres secondaires parfois absurdes, propres à un lieu et un moment historique particuliers. Au final, l’exposition nous invite à réfléchir sur notre propre rôle et nos prises de position en tant que citoyens et consommateurs, dans un monde qui semble de plus en plus à la dérive et pris de vertige face au destin qui sera le nôtre en tant que réseau planétaire d’acteurs humains et non humains.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Jun
8
zu 6. Okt.

Ausstellung | Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung | Winterthur
8. Juni - 6. Oktober 2019

Mondsüchtig - Fotografische Erkundungen


Apollo 11 (oben: Detail), 1969 © Edy Brunner

Apollo 11 (oben: Detail), 1969 © Edy Brunner


Die Mondlandung am 21. Juli 1969 war ein Jahrhundertereignis. Fünfzig Jahre nachdem der erste Mensch seinen Fuss auf die Mondoberfläche setzte, fragt die Fotostiftung Schweiz nach der fotografischen Darstellung dieses Gestirns, das die Fantasien der Menschen schon seit jeher beflügelt. Dabei geht es nicht so sehr um eine wissenschaftliche oder dokumentarische Auseinandersetzung mit dem Mond als vielmehr um die bildhafte Übersetzung einer schwer fassbaren Erfahrung. Die «Entzauberung» des Monds ist ein Schock, der auch künstlerische Energien freigesetzt hat. Die romantische Verklärung hat einer Diskussion um die Rolle des Menschen im Universum Platz gemacht. Dies kommt etwa in konzeptuellen und erkenntniskritischen Ansätzen zum Ausdruck, die aber immer auch die sinnliche Faszination bewahren, die vom Mond ausgeht. Was die in der Ausstellung vertretenen Positionen eint, ist die Befragung eines Ereignisses, dessen Ambivalenz auch heute noch zu denken gibt: Die Grossartigkeit der Unternehmung und der sie ermöglichenden technischen Leistungen kontrastieren mit der Banalität des Vorgefundenen und der Motive der Raumfahrtmissionen, des Space Race. Neben ausgewählten historischen Werken werden in erster Linie zeitgenössische Arbeiten und Installationen vorgestellt.

(Text: Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

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Ausstellung | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg
Jul
12
zu 3. Okt.

Ausstellung | Gute Aussichten 2018/2019 | Deichtorhallen | Hamburg



Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Die "Konkrete" Idee | Patrick Knuchel

Im 15. Jahr seines Bestehens präsentiert gute aussichten 2018/2019 im Haus der Photographie eine inhaltliche, ästhetische und mediale Bandbreite, wie sie die jungen Fotograf*innen in Deutschland hervorbringen. Ein überraschendes Spektrum vielfältiger Ideen, fotografischer Strategien und formaler wie medialer Umsetzungen, die den aktuellen Status Quo der jungen Fotografie widerspiegeln. 

Die neunköpfige Jury, die durch die Teilnahme des renommierten Fotografen Elger Esser und des bekannten Verlegers Gerhard Steidl unterstützt wurde, wählte aus 98 Einreichungen von 40 Institutionen 9 Preisträger*innen und ihre ausgezeichneten Arbeiten aus. Das verbindende, spürbare Element aller Arbeiten ist – bei aller Unterschiedlichkeit an Themen und Formen – der wendende Punkt, der mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt.

Was sich einmal etabliert hat, lässt sich schwer wieder aus der Welt schaffen – das gilt für jedwede Struktur, sei sie geistiger oder physikalischer Natur. So ist es äußerst erfrischend, wenn die neun Preisträger/Innen von gute aussichten – junge deutsche fotografie 2018/2019 allesamt frischen Wind in ein Feld hineintragen, dessen bildgestalterische Möglichkeiten aller Kassandrarufe zum Trotz offensichtlich bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Preisträger*innen: Lorraine Hellwig, Laila Kaletta, Patrick Knuchel, Benjamin Kummer, Steve Luxembourg, Sina Niemeyer, Malte Sänger, Robert ter Horst und Anna Tiessen.

(Text: Deichtorhallen, Hamburg)

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Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
18
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
18. Juli 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf
Jul
19
zu 10. Nov.

Ausstellung | Retrospektive - Martin Parr | NRW-Forum | Düsseldorf


NRW-Forum | Düsseldorf
19. Juli - 10. November 2019

Retrospektive
Martin Parr


Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos

Martin Parr: Knokke, Belgium 2001, © Martin Parr / Magnum Photos


„Wenn die Leute beim Betrachten meiner Bilder gleichzeitig weinen und lachen, dann ist das genau die Reaktion, die die Bilder auch bei mir hervorrufen. Die Dinge sind weder grundsätzlich gut noch schlecht. Ich bin immer daran interessiert, beide Extreme darzustellen.“

(Martin Parr)

Der englische Fotograf Martin Parr gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Dokumentarfotografie und als Chronist unserer Zeit. Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert vom 19. Juli bis 10. November 2019 die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Fotografen, der die Welt mit einem präzisen und liebevollen Blick abtastet und ihr gleichzeitig den Spiegel vorhält.

Martin Parrs Lieblingsmotiv ist der Mensch in seiner alltäglichen oder selbst gewählten Umgebung. Seine Aufnahmen wirken oft übertrieben, schrill, bunt, teilweise grotesk. In seinem Blick auf den Menschen liegt oft etwas Fassungsloses und Schonungsloses. Gepaart mit dem typisch englischen Humor lichtet er die Welt und die Menschen, die in ihr leben, in den schillerndsten Farben ab.

Die Ausstellung ist mit über 400 Werken die bisher umfassendste Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen. Neben Arbeiten aus berühmten Serien wie The last Resort, Think of England, Luxury, Life’s a Beach und Common Sense umfasst die Ausstellung in Düsseldorf erstmals auch frühe Fotografien seiner Debüt-Serie Bad Weather. Die Martin Parr Retrospektive zeigt den Fotografen dabei nicht nur als Satiriker, sondern richtet den Fokus auf das fotografische Können und den zeitgenössischen Umgang mit dem Medium der Fotografie. Eigens für die Ausstellung im NRW-Forum entstand die Serie Kleingärtner, die Martin Parr im Großraum Düsseldorf fotografiert hat.

Für seine Aufnahmen begibt sich Martin Parr, der seit 1994 der Agentur Magnum Photo angehört, an die Lieblingsorte der Menschen: den Strand, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele. Er sucht Orte mit Extremen und ist ein Meister der Aufdeckung von Beziehungsgeflechten und gesellschaftlichen Strukturen. Mit dem Stilmittel der Übertreibung arbeitet er Klischees heraus und führt gerne die oft obszöne Selbstpräsentation oder das Konsumverhalten von Menschen vor Augen. Zu Beginn seiner Laufbahn in den 1970er Jahren dokumentierte er die nähere Umgebung seiner Heimat in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Anfang der 1980er Jahre verwendete er zunehmend Farbe, änderte seinen Stil und wechselte von einer 35mm Kleinbildkamera zu der neunen Plaubel 6x7 Mittelformatkamera. Sein 1982 begonnenes und 1986 erstmals veröffentlichtes Projekt The Last Resort, mit dem er das britische Strandleben in New Brighton dokumentierte, gilt heute als Meilenstein der Fotografie und machte ihn international bekannt. Die berührenden wie oft verstörenden Aufnahmen zeigen den Alltag des britischen Seebads auf eine völlig neue Art und Weise. Sie hinterfragen den Begriff der Schönheit und untersuchen das Schöne im Hässlichen und das Hässliche im Schönen, stilistisch unterstützt durch das für Martin Parr typische Blitzlicht bei Tageslicht.

Entwickelt und kuratiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation, der im NRW-Forum bereits mit den Ausstellungen Joel Meyerowitz Retrospective oder Lindbergh/Winogrand: Women on Street vertreten war.

(Text: NRW-Forum Düsseldorf)

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Vernissage | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne
Sep
17
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
17. September 2018

Jan Groover


Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Die Ausstellung bietet den ersten Rückblick auf das Gesamtwerk der US-amerikanischen Fotografin Jan Groover (1943-2012), deren privater Nachlass 2017 in die Sammlung des Musée de l’Elysée kam. Anhand einer Auswahl von Archivstücken aus diesem Nachlass behandelt die Schau nicht nur die New Yorker Jahre der Künstlerin, sondern mit ihrer Zeit in Frankreich auch den wohl am wenigsten bekannten Abschnitt ihres Schaffens. Der Rundgang präsentiert die Ergebnisse umfassender Forschungsarbeiten des Museumsteams an diesem Bestand, die sowohl konservatorische Aspekte (eine genaue Untersuchung der fotografischen Verfahren und Trägermaterialien, restauratorische Behandlung) als auch historische Dokumentation (Groovers Werk im Kontext und seine Rezeption aufseiten von Institutionen und Kritik) beinhalteten.

„Die Formgebung ist entscheidend. “ In Anlehnung an diesen Leitsatz Jan Groovers rückt die Ausstellung den zutiefst gestalterischen Ansatz in den Vordergrund, der das Werk der Fotografin ihr Leben lang bestimmte. Ihre von unermüdlichem Experimentieren geprägte künstlerische Suche und der damit zusammenhängende Schaffensprozess werden in der Ausstellung nicht allein durch Originalabzüge, sondern auch anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Skizzenbüchern anschaulich.

Anfang der 1970er Jahre machte sich Jan Groover die ihre ursprüngliche Berufung als Malerin aufgab mit ihren mehrteiligen, motivisch um Strassen, Autos und Stadtlandschaft kreisenden Fotografien einen Namen. Als Auftakt zu ihren formalen und ästhetischen Experimenten lassen sich an ihnen damals im Umfeld der Konzeptkunst angestossene Überlegungen (insbesondere zu den Begriffen der Serie und der Sequenz) reflektieren. Um 1978 nahm Jan Groover einen radikalen Themenwechsel hin zum Stillleben vor. Damit begann die Arbeit an einer Werkgruppe, die das Gros ihres Œuvres ausmacht und durch die sie bis heute in der zeitgenössischen Geschichte des Mediums als eine der Hauptvertreterinnen dieses Genres gilt. Ihre überwiegend im Atelier entstandenen Kompositionen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt und sollten in den 1980er Jahren aktiv zur Anerkennung der Farbfotografie beitragen. Obwohl die Sachfotografie in ihrem Werk eindeutig überwiegt, gibt es in Jan Groovers Bildern immer wieder auch Landschaften, Körper und Porträts, die meist monochrom gehalten sind. Ihr ausgeprägtes Interesse galt dem Platin-Palladiumdruck, mit dem sie nach ihrem Umzug nach Frankreich zunehmend experimentierte und mehrere Serien in aussergewöhnlichem Querformat (Bankettkamera) schuf, die den Schlusspunkt der Ausstellung bilden.


Cette exposition revient pour la première fois sur l’ensemble de l’œuvre de Jan Groover (1943-2012), photographe d’origine américaine dont le fonds personnel a intégré les collections du Musée de l’Elysée en 2017. À travers une sélection d’archives issues de ce dernier, elle évoquera non seulement les années new-yorkaises de l’artiste, mais aussi françaises – pan méconnu de sa carrière. Le parcours présente les résultats d’un important travail de recherche mené par l’équipe du musée sur le fonds – à la fois du point de vue de la conservation (analyses approfondies sur les procédés et supports photographiques, traitements de restauration) et de la documentation historique (contextualisation de l’œuvre et de sa réception tant institutionnelle que critique).

« Le formalisme, c’est l’essentiel. » Empruntant pour ligne directrice l’assertion de Groover, l’exposition met en lumière le dessein éminemment plastique poursuivi tout au long de son travail par la photographe. Menée au gré d’une expérimentation constante, cette recherche et le processus créatif qu’elle implique sont mis en valeur non seulement par la présentation d’épreuves vintage, mais aussi par la présence de documents, notes et carnets préparatoires.

Au début des années 1970, Jan Groover – délaissant sa vocation première de peintre – est remarquée pour ses polyptyques photographiques, construits autour des motifs de la route, des voitures et de l’environnement urbain. Prémisses de ses explorations formelles et esthétiques, ils offrent la possibilité de réexaminer des réflexions amorcées par les artistes contemporains de l’époque (notamment les notions de sérialité et de séquence). Vers 1978, Jan Groover change radicalement de sujet pour se tourner vers la nature morte. Elle débute ainsi un corpus qui formera l’essentiel de son œuvre, et grâce auquel elle reste aujourd’hui encore l’une des figures éminentes du genre dans l’histoire contemporaine du médium. Pour la plupart réalisées en studio, ses compositions relèvent de procédés variés. Dans les années 1980, elles contribueront activement à la reconnaissance de la photographie en couleurs. Malgré une prééminence sans conteste de ses photographies d’objets, le travail de Jan Groover est également ponctué de paysages, corps et portraits, souvent en noir et blanc. Elle développe également un attachement pour la technique au platine et au palladium dont elle approfondira l’étude à son arrivée en France, avec plusieurs séries au format allongé très particulier (banquet camera), en conclusion de l’exposition.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne
Sep
18
zu 5. Jan.

Ausstellung | Jan Groover | Musée d'Elysée | Lausanne


Musée d’Elysée | Lausanne
18. September 2018 - 5. Januar 2020

Jan Groover


Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Jan Groover, Sans titre, vers 1987 © Musée de l’Elysée, Lausanne – Fonds Jan Groover

Die Ausstellung bietet den ersten Rückblick auf das Gesamtwerk der US-amerikanischen Fotografin Jan Groover (1943-2012), deren privater Nachlass 2017 in die Sammlung des Musée de l’Elysée kam. Anhand einer Auswahl von Archivstücken aus diesem Nachlass behandelt die Schau nicht nur die New Yorker Jahre der Künstlerin, sondern mit ihrer Zeit in Frankreich auch den wohl am wenigsten bekannten Abschnitt ihres Schaffens. Der Rundgang präsentiert die Ergebnisse umfassender Forschungsarbeiten des Museumsteams an diesem Bestand, die sowohl konservatorische Aspekte (eine genaue Untersuchung der fotografischen Verfahren und Trägermaterialien, restauratorische Behandlung) als auch historische Dokumentation (Groovers Werk im Kontext und seine Rezeption aufseiten von Institutionen und Kritik) beinhalteten.

„Die Formgebung ist entscheidend. “ In Anlehnung an diesen Leitsatz Jan Groovers rückt die Ausstellung den zutiefst gestalterischen Ansatz in den Vordergrund, der das Werk der Fotografin ihr Leben lang bestimmte. Ihre von unermüdlichem Experimentieren geprägte künstlerische Suche und der damit zusammenhängende Schaffensprozess werden in der Ausstellung nicht allein durch Originalabzüge, sondern auch anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Skizzenbüchern anschaulich.

Anfang der 1970er Jahre machte sich Jan Groover die ihre ursprüngliche Berufung als Malerin aufgab mit ihren mehrteiligen, motivisch um Strassen, Autos und Stadtlandschaft kreisenden Fotografien einen Namen. Als Auftakt zu ihren formalen und ästhetischen Experimenten lassen sich an ihnen damals im Umfeld der Konzeptkunst angestossene Überlegungen (insbesondere zu den Begriffen der Serie und der Sequenz) reflektieren. Um 1978 nahm Jan Groover einen radikalen Themenwechsel hin zum Stillleben vor. Damit begann die Arbeit an einer Werkgruppe, die das Gros ihres Œuvres ausmacht und durch die sie bis heute in der zeitgenössischen Geschichte des Mediums als eine der Hauptvertreterinnen dieses Genres gilt. Ihre überwiegend im Atelier entstandenen Kompositionen sind in unterschiedlichen Techniken ausgeführt und sollten in den 1980er Jahren aktiv zur Anerkennung der Farbfotografie beitragen. Obwohl die Sachfotografie in ihrem Werk eindeutig überwiegt, gibt es in Jan Groovers Bildern immer wieder auch Landschaften, Körper und Porträts, die meist monochrom gehalten sind. Ihr ausgeprägtes Interesse galt dem Platin-Palladiumdruck, mit dem sie nach ihrem Umzug nach Frankreich zunehmend experimentierte und mehrere Serien in aussergewöhnlichem Querformat (Bankettkamera) schuf, die den Schlusspunkt der Ausstellung bilden.


Cette exposition revient pour la première fois sur l’ensemble de l’œuvre de Jan Groover (1943-2012), photographe d’origine américaine dont le fonds personnel a intégré les collections du Musée de l’Elysée en 2017. À travers une sélection d’archives issues de ce dernier, elle évoquera non seulement les années new-yorkaises de l’artiste, mais aussi françaises – pan méconnu de sa carrière. Le parcours présente les résultats d’un important travail de recherche mené par l’équipe du musée sur le fonds – à la fois du point de vue de la conservation (analyses approfondies sur les procédés et supports photographiques, traitements de restauration) et de la documentation historique (contextualisation de l’œuvre et de sa réception tant institutionnelle que critique).

« Le formalisme, c’est l’essentiel. » Empruntant pour ligne directrice l’assertion de Groover, l’exposition met en lumière le dessein éminemment plastique poursuivi tout au long de son travail par la photographe. Menée au gré d’une expérimentation constante, cette recherche et le processus créatif qu’elle implique sont mis en valeur non seulement par la présentation d’épreuves vintage, mais aussi par la présence de documents, notes et carnets préparatoires.

Au début des années 1970, Jan Groover – délaissant sa vocation première de peintre – est remarquée pour ses polyptyques photographiques, construits autour des motifs de la route, des voitures et de l’environnement urbain. Prémisses de ses explorations formelles et esthétiques, ils offrent la possibilité de réexaminer des réflexions amorcées par les artistes contemporains de l’époque (notamment les notions de sérialité et de séquence). Vers 1978, Jan Groover change radicalement de sujet pour se tourner vers la nature morte. Elle débute ainsi un corpus qui formera l’essentiel de son œuvre, et grâce auquel elle reste aujourd’hui encore l’une des figures éminentes du genre dans l’histoire contemporaine du médium. Pour la plupart réalisées en studio, ses compositions relèvent de procédés variés. Dans les années 1980, elles contribueront activement à la reconnaissance de la photographie en couleurs. Malgré une prééminence sans conteste de ses photographies d’objets, le travail de Jan Groover est également ponctué de paysages, corps et portraits, souvent en noir et blanc. Elle développe également un attachement pour la technique au platine et au palladium dont elle approfondira l’étude à son arrivée en France, avec plusieurs séries au format allongé très particulier (banquet camera), en conclusion de l’exposition.

(Text: Musée d’Elysée Lausanne)

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Ausstellung | Als ob die Welt zu vermessen wäre - Guido Baselgia | Fotostiftung Schweiz | Winterthur
Okt
19
zu 16. Feb.

Ausstellung | Als ob die Welt zu vermessen wäre - Guido Baselgia | Fotostiftung Schweiz | Winterthur


Fotostiftung Schweiz | Winterthur
19. Oktober 2019 - 16. Februar 2020

Als ob die Welt zu vermessen wäre
Guido Baselgia


Templada I, 2018 © Guido Baselgia

Templada I, 2018 © Guido Baselgia


Der Fotograf als Forschungsreisender: In den vergangenen zwanzig Jahren bewegte sich Guido Baselgia mit seiner Kamera in geologischen Randzonen, tastete die karge Erdoberfläche ab und beobachtete Lichtphänomene in den Alpen, den Anden und im Norden Norwegens. Seine Studien übersetzte er in die Bildsprache einer langsamen, analogen Fotografie. So entstanden schwarzweisse Tableaus an der Grenze zur Abstraktion, ausgeführt als grossformatige Silbergelatineabzüge oder Heliogravüren, die sich durch ihre Detailliertheit und materielle Beschaffenheit auszeichnen. Die Ausstellung knüpft an die bekannten Werkzyklen – «Hochland», «Weltraum», «Silberschicht« und «Light Fall» – an und stellt erstmals Baselgias neuestes Projekt vor. Dieses führt ihn nach Ecuador und Peru, ins Amazonasbecken. Auf seinen Expeditionen setzt sich der Fotograf mit der Darstellbarkeit des tropischen Regenwaldes auseinander. Die flirrende Dichte und Vielfalt der Vegetation verwandelt er in Kompositionen grösster Ruhe und Konzentration. Porträts der indigenen Bewohner und Stillleben aus dem Umfeld der Siedlungen werden zu Reflexionen über die fotografische Repräsentation dieser bedrohten Lebenswelt. Wie ein Memento Mori würdigt Baselgias Arbeit diesen Landschaftsraum, dessen wirtschaftliche Ausbeutung sich längst auf das globale Klima auswirkt.

(Text: Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

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Ausstellung | A Mind of Winter | Museum der Moderne | Salzburg
Nov
30
zu 19. Apr.

Ausstellung | A Mind of Winter | Museum der Moderne | Salzburg


Museum der Moderne | Salzburg
30. November 2019 - 19. April 2020

A Mind of Winter
Walter Martin & Paloma Muñoz


csm_Walter_Martin___Paloma_Munoz_1_37b459fcd6.jpg

Das Künstlerpaar Walter Martin (1953 Norfolk, VA, US – Milford, PA, US) und Paloma Muñoz (1965 Madrid, ES – Milford, PA, US) arbeitet seit 1994 zusammen und ist insbesondere durch seine Fotografien und Skulpturen bekannt geworden, welche surreale Landschaftsdioramen zeigen, in denen sich absurd-bizarre Szenen abspielen.

In den Schneekugeln der Serie Travelers wird mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail das Schicksal von Reisenden dokumentiert. Die Liliputwelten zeigen eine eisige Wildnis aus Schneebergen, Eisblöcken und abgestorbenen Bäumen, in denen verschiedene Personen in mehr oder weniger ausweglosen Situationen gestrandet sind. Die befremdlichen Interaktionen und sich anbahnenden oder bereits eingetretenen Katastrophen verweisen auf die Unsicherheit und Abgründe menschlicher Verhältnisse. Martin & Muñoz unterwandern mit ihren »lustigen Alpträumen« die Nostalgie und Sentimentalität, welche die Kulturgeschichte der Schneekugel gemeinhin begleiten. Zugleich machen sie sich die Traumwelt zunutze, die aus dem Zusammenspiel von Glaskugel, Wasser, Motiv und Schneegestöber entsteht, um schaurig-schöne Geschichten zu inszenieren. Ein kitschiges Souvenir wird so zum Mikrokosmos existentieller Winterstimmungen und zur Bühne eines sehr schwarzen Humors.

8/9 Vorschau Ausstellungen 2019/2020

Die Ausstellung bietet mit Skulpturen, Dioramen und Fotografien einen facettenreichen Einblick in den dystopischen Kosmos von Martin & Muñoz.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Direktor, mit Marijana Schneider, Kuratorische Assistentin, Museum der Moderne Salzburg

(Text: Museum der Moderne Salzburg)

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Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens
Mär
24
11:30 vorm.11:30

Art Tour | Sports - Karlheinz Weinberger | Museum im Bellpark | Kriens


Museum im Bellpark | Kriens
24. März 2019

Art Tour mit Reto Caduff, Verlag Sturm & Drang und Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark

Sports
Karlheinz Weinberger


Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

Karlheinz Weinberger, Zürich, um 1965 | © Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff

© Karlheinz Weinberger, Courtesy Galerie Esther Woerdehoff


Das Aussergewöhnliche 

Das fotografische Schaffen von Karlheinz Weinberger (1921–2006) ist einzigartig und nur bedingt vergleichbar mit den Strömungen seiner Zeit. Auf seiner Visitenkarte ist ein Hinweis auf seinen besonderen Zugang zur Fotografie abgedruckt: «Meine Hobby-Spezialitäten: das individuelle Porträt und das Aussergewöhnliche». Zweifelsohne war das Fotografieren für Karlheinz Weinberger – seinen Lebensunterhalt verdiente er als Lagerist bei Siemens-Albis – jedoch weit mehr als nur ein Hobby. Seine Fotokamera benutze er als Werkzeug für Begegnungen mit den Menschen und ihrem Umfeld. Die Grenze zwischen Passion und Obsession ist dabei fliessend, sein fotografisches Vermächtnis von weit über 50’000 Bildern ist der Beweis dafür.Mit den Bildern von Halbstarken und Jugendlichen ist Karlheinz Weinberger als Fotograf weltweit bekannt geworden. Eine Auswahl darf auch in der Ausstellung für den Bellpark nicht fehlen. Der Fokus liegt jedoch auf Weinbergers Sportfotografie und macht einen bisher wenig bekannten Werkaspekt erstmals umfassend sichtbar. Mit einem Anteil von etwa einem Zehntel sind die Sportbilder ein bedeutender Aspekt innerhalb des Gesamtwerkes.

Im Unterschied zu seinen anderen Fotografien sind die Sportbilder zumeist als Auftragsarbeiten für verschiedene Sportzeitungen entstanden. Hauptsächlich für die Vereinszeitschrift «SATUS Sport», dem Organ des Schweizerischen Arbeiter-Turn- und Sportverbandes, in dem er selbst Mitglied war. Weitere Bilder veröffentlichte er auch im Schwulenmagazin «Der Kreis». Die Bilder zeugen von der Lust, die Körper von Athleten bei der Ausübung ihrer Sportart fotografisch festzuhalten. Die Auswahl in der Ausstellung im Museum im Bellpark und die im Bildband «Sports» (Sturm & Drang Verlag, Zürich 2018) veröffentlichten Fotos ermöglichen einen repräsentativen Überblick.

Weinbergers Interesse an der Welt des Sports reicht bis in die 1950er Jahre zurück und setzt ein mit Bildern von Gewichthebern, die er im Vereinslokal des Zürcher Athletik-Sportverbands «Adler» aufnahm. Die gezeigte Auswahl ist in den 1960er Jahren entstanden, darunter auch die eindrückliche Reportage über die Motorradweltmeisterschaft am Sachsen-ring. Sein Hang zu nonkonformen Themen zeigt sich auch in den Reportagen über das «Catching», wie sie im Hallenstadion Zürich veranstaltet wurden, oder über Bodybuilding-Wettbewerbe. Dass sich Weinberger fotografisch auch mit den Nationalsportarten wie Schwingen und Ringen beschäftigte, mag zunächst überraschen. Neben dem Fokus auf die Athleten sind diese Bilder zugleich auch gesellschaftliche Momentaufnahmen jener Zeit und verdeutlichen, was Weinberger unter Fotoreportage verstand.Seine Faszination für eine männliche Körperästhetik und das Ambiente der Vereinslokale und Wettbewerbe ist in den Bildern deutlich spürbar. Im Unterschied zu einem heroisch idealisierten Körperbild will er sich jedoch nicht auf einen bestimmten Typus festlegen. Die beinahe romantische Dokumentation des Mannes als Individuum lässt die Fotografien von Karlheinz Weinberger nicht nur künstlerisch völlig eigenständig erscheinen. Sie sind ihrer Zeit auch weit voraus.

(Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark)

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
23
3:00 nachm.15:00

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
23. März 2019

Art Tour mit Urs Stahel

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Vernissage | Hinterland - Hans-Christian Schink | Robert Morat Galerie | Berlin
Mär
22
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Hinterland - Hans-Christian Schink | Robert Morat Galerie | Berlin


Robert Morat Galerie | Berlin
22. März 2019

Hinterland
Hans-Christian Schink


Bei Kublank (2016), 35 x 40 cm, C-Print, Ed. of 8 + 2 AP.jpg

Bei Kublank (2016), 35 x 40 cm, C-Print, Ed. of 8 + 2 AP.jpg


Hans-Christian Schink, 1961 geboren in Erfurt, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Fotografie aus Deutschland. Seine Arbeiten, meist Landschafts-Untersuchungen im Spannungsfeld von Natur und Zivilisation, werden international ausgestellt und finden sich in wichtigen öffentlichen und privaten Sammlungen. Mit „Hinterland“ legt Schink seine neueste Arbeit vor.

„Hinterland meint einerseits die dünn besiedelten Landstriche abseits der Großstädte, in dieser Serie speziell die abgelegenen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns“, erklärt Hans-Christian Schink. „Andererseits bezieht sich der Titel „Hinterland“ auf die imaginären Landschaften, die aus meiner Erinnerung entstehen. Landschaften, die ich aus meiner Kindheit kenne.“ Und weiter: „Es geht in dieser Serie also nicht um das Abbilden konkreter Orte. Meine Bilder sind eher das Resultat einer Suche ohne Ziel.“ Mit seinem Projekt versucht Hans-Christian Schink eine Balance zu halten – einerseits die spröde Schönheit dieser Form von Landschaft zu zeigen, andererseits mit diesen Bildern auch eine Atmosphäre der Melancholie zu transportieren, die sich aus der Gefährdung eben dieser Landschaft durch die permanente Überbeanspruchung ihrer Ressourcen ergibt.

(Text: Robert Morat Galerie, Berlin)

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Vernissage | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
Mär
22
5:00 nachm.17:00

Vernissage | janguru - Kostas Maros | Galerie Monika Wertheimer | Oberwil


Galerie Monika Wertheimer | Oberwil
22. März 2019

janguru
Kostas Maros


Bild_2.jpg

apan ist ein Land fantastischer Kontraste: uralte Tempel und futuristische Städte, in Nebel gehüllte Hügel und moderne Hochgeschwindigkeitszüge, Dörfer mit strohgedeckten Häusern und in Neonlicht getauchte Grossstadtdschungel. Obwohl die Japaner Meister in der Entwicklung und Anwendung moderner Technologien sind, besitzen sie eine tief empfundene Verbindung zur Natur und eine enge Beziehung zu den Jahreszeiten. Im Land der aufgehenden Sonne existieren Jung und Alt, Moderne und Tradition gleichberechtigt Seite an Seite. Es ist ein Ort der Möglichkeiten, der die Balance zwischen Tradition und Fortschritt hält. Eine Nation, die für neue Entdeckungen offen ist. Japaner sind Meister der Zukunft und Hüter der Vergangenheit.

Diese Arbeit soll kein Versuch sein, Japan zu verstehen, aber lässt sich leiten von persönlichen, visuellen Eindrücken. Mein Augenmerk führt mich dabei vom Beton- und Grossstadtdschungel der Megalopolen in das Baummeer Fuji no jukai, dem Aokigahara Wald, direkt unter dem berühmtesten Vulkan Japans, dem heiligen Berg Fujisan, dem Tor zum Himmel. Zwischen dem Grosstadtdschungel der Megacities, der eine faszinierende, bedrohliche, geheimnisvolle und undurchdringliche Atmosphäre transportiert und dem Aokigahara Baummeer, einem weitläufigen und dichten Wald in der Präfektur Yamanashi, entdecke ich Zusammenhänge und Parallelen.

Der Alltag in der Menschenmasse der Mega-City Tokio scheint anonym und angepasst. Japan ist ein einsames Land, wenn man es will: Es ist unaufdringlich und sanft. Tiefere Gefühle scheinen die Japaner selten zu zeigen. Vor allem negative wie Zorn, Trauer und Enttäuschung werden traditionell je nach Alter oft nur dem engeren Familienkreis offenbart. Um in der Gesellschaft nicht aufzufallen, zeigen viele Japaner in der Öffentlichkeit nicht ihr wahres Gesicht. Nur drei Stunden von Tokio entfernt, am Fusse des Mount Fuji, dringe ich in das dichte Baummeer Aokigahara ein. Der üppig mit Moos und Farn überwucherte Waldgrund und die an vielen Stellen herunterhängenden Moosgruppen verleihen dem Waldinneren ein urzeitliches Aussehen. Es offenbart sich ein prosaischer Anblick. Nach wenigen Metern im Wald umfängt den Wanderer die scheinbare Endlosigkeit der Natur. Allein ein Ausbruch des Mount Fuji könnte hier den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen kurzzeitig unterbrechen. In der breiten Öffentlichkeit und den westlichen Medien ist der Aokigahara Wald bekannt, weil viele Japaner diesen Wald als perfekten Ort zum Sterben ansehen und er häufig als Suizidstätte gewählt wird. Janguru bedeutet Dschungel, Dickicht auf Japanisch. Sowohl der Grossstadtdschungel Tokios als auch das Baummeer unter dem Mount Fuji üben eine grosse Anziehungskraft auf mich aus, aber vermitteln mir auch ein gewisses Gefühl von Isolation und Einsamkeit.

(Text: Galerie Monika Wertheimer, Oberwil)

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Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden
Mär
21
6:30 nachm.18:30

Vernissage | Crise - Jean-Marc Yersin | Galerie 94 | Baden


Galerie 94 | Baden
21. März 2019

Einführung durch Daniel Blochwitz, Kurator photo basel

Crise
Jean-Marc Yersin


4 Viaduc, pilier 778

4 Viaduc, pilier 778


Crise
Diese Fotos, die im Juni 2016 zwischen Gary, Joliet und Chicago aufgenommen wurden, stellen keinen Normalzustand dar, geschweige ist es ein Rapport.... es wäre eine Beleidigung für ihre Einwohner, die dort in sehr schwierigen Zeiten leben. Die gezeigte Stadt könnte hier oder anderswo liegen.... jetzt oder später. Die fotografierten Orte sind für jeden zugänglich, ohne Einschränkungen, solange die Neugierde uns dazu drängt, ein paar Wege durch einen Raum, in dem der Fussgänger am Rande der unaufhörlichen Fahrzeugströme anachronistisch geworden ist. Die Stadt hatte sich um riesige Fabriken herum ausgebreitet, die sich wie Lager verschanzt hatten. Militär, am Rande eines Sees, zwischen Dünen und Lagunen gelegen. Ein Haufen Savannen, wo ein paar Kojoten durchstreifen, sie trennen und eine Art «No man’s land" bilden, durch Autobahnen und Eisenbahnen, wo endlose Züge über sie hinwegfahren, die Flüsse auf monumentalen Stahlbrücken, die von Rost erodiert wurden.

Von der Krise betroffen, verliessen die Menschen die Stadt und liessen Häuser und Geschäfte leer, die allmählich in Trümmer zerfallen. Nachts erhellen stille Fabriken nicht mehr den Himmel in Braun. Keine Geräusche mehr, ausser ein paar Sirenen. Nur die Winde wehen immer noch in den Strassen der benachbarten Metropole. Überreste dieser ultimativen Krise, die das Werk des Menschen so abgewertet hatte, dass er seinen ultimativen Wert verlor.

La Ligne
Es war einer meiner Korrespondenzen im Internet, der mich auf dieses aussergewöhnliche architektonische Objekt aufmerksam machte: ein 18 km langes Viadukt, herrlich, monumental, ohne Nutzung und Zugang. Von nirgendwo her, um zu nichts zu führen, setzt er seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceron, zwischen Paris und Orléans, ein.

Überreste des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen der Unterzeichner seines Urteils zu extravagant geworden war. Des Todes, um die TGVs besser zu starten, ist diese Arbeit in der Tat aussergewöhnlich.

Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Entstehung, ist es immer noch so.... Talentiert gezeichnet, es fordert heraus. Seine Silhouette, sowohl anachronistisch als auch futuristisch, fungiert als eine Art vergessene LandArt-Installation, die vorgibt, wie unsere Infrastrukturen, die zu Überresten geworden sind, eines Tages zu sehen sein könnten, von anderen, in einer anderen Zeit.

Dieses Viadukt könnte ein historisches Denkmal, eine Touristenattraktion sein, aber es ist verlassen. Geteilt durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, es scheint peinlich zu sein.... aber widersteht, die Kosten für den Abriss wären kolossal... Im Jahr 2015 erhielt sie das Label «Erbe des 20. Jahrhunderts».

Um das Viadukt herum hat sich die Zeit irgendwie aufgelöst. Es herrscht Stille.... aber man kann sich noch vorstellen, dass der Aérotrain in der Ebene im Brüllen seines Reaktors auftaucht, als ob er darunter wäre.... Der Bleistift von Claude Auclair in seinem postapokalyptischen Comic «Les pèlerins» aus der Serie «Simon du fleuve». 

Aber einige erinnern sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer unter der Leitung des Ingenieurs. Jean Bertin und sein Air Cushion Aerotrain, der sich in den 1960er Jahren ohne weiteres bewegte, ohne Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt. Darunter ist ein Verein von leidenschaftlichen Menschen, die zwei von Jean Bertins Prototypen aufbewahren und öffnete mir die Türen eines Hangars, wo andere leidenschaftlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg warten. Aerotrain-Prototypen finden Sie neben Jeeps und anderen Sherman Abschleppwagen und Tanks.

Seltsamerweise könnte das Rennen nur einen Katzensprung von Vevey entfernt, in der Rhône- Ebene, wiederaufgenommen werden, mit dem Projekt, eine Teststrecke für Kandidaten des von Elon Musk entworfenen Hyperloop-Wettbewerbs zu bauen, der Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit San Francisco verbinden soll, bei mehr als 1.000 km/h.

Jean-Marc Yersin
Nach seiner Ausbildung in einem Studio für Werbefotografie arbeitete Jean-Marc Yersin in den verschiedensten Bereichen. Während einer langen Reise nach Nordamerika 1981 realisierte er "Downtown", indem er den Platz des Einzelnen in der amerikanischen Stadt befragte. Zusammen mit seiner Frau Pascale Bonnard Yersin, einer Archäologin, übernahmen sie 1991 die Leitung des Schweizer Kameramuseums in Vevey und waren 1995 an der Entstehung der «Festival Images» beteiligt. Nach der Errichtung des Erweiterungsbaus und der vollständigen Umgestaltung des Museums im Jahr 2012 konnte er schrittweise seine eigenen fotografischen Projekte wiederaufnehmen. Im Jahr 2016 kehrte er in die Region Chicago zurück, um «Crise», den ersten Band der «Carnets d'un autre temps», zu verwirklichen. Jean-Marc Yersin verlässt Ende Juni 2018 die Co-Leitung des Museums und hatte somit die Möglichkeit, sich seinen fotografischen Projekten zu widmen.

(Text: Galerie 94, Baden)

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Art Tour | H+ - Matthieu Gafsou | Galerie C | Neuchâtel
Mär
20
6:00 nachm.18:00

Art Tour | H+ - Matthieu Gafsou | Galerie C | Neuchâtel


Galerie C | Neuchâtel
20. März 2019

H+
Matthieu Gafsou


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La Galerie C a le plaisir de montrer pour la première fois en Suisse H+, la nouvelle série du photographe suisse Matthieu Gafsou.
Présentée à Arles en avant-première durant les Rencontres de la Photographie 2018, elle sera également visible du 20 mars au 20 avril 2019 à Vienne au sein de l’exposition “Bodyfiction”. L’exposition est organisée par le Kunst Haus Wien et s’inscrit dans le cadre du festival Foto Wien et de l’European Month of Photography.

H+ traite du transhumanisme, mouvement qui prône l’usage des sciences et des techniques afin d’améliorer les caractéristiques physiques et mentales des êtres humains.
Courant de pensée, école philosophique et mouvement international de grande audience, le transhumanisme, né dans la mouvance de la contre-culture américaine des années 1960 et théorisé de manière approfondie dans les universités californiennes à l’aube des années 1990, connaît aujourd’hui un engouement considérable. Matthieu Gafsou nous fait pénétrer au cœur des laboratoires où se développent exosquelette, neurostimulation, transfert de l’esprit humain sur ordinateur, cryogénie, transgenèse, cyborg, anthropotechnie, toutes disciplines ou réalisations qui déclinent à foison les promesses ou les peurs potentielles engendrées par le fameux sigle NBIC (nanotechnologies, biotechnologies, informatique et sciences cognitives).

Les photographies de la série sont peu contextualisées et elliptiques. Prises isolément, elles déroutent plus qu’elles n’explicitent. C’est une fois mises en réseau qu’elles tissent la toile d’un discours. Artificielles, les photos ressemblent à leur sujet : on ne sait plus si c’est le vivant qui s’éteint en devenant machine ou si l’inanimé prend vie.
H+ parle de notre corps, de notre quotidien et de notre rapport à la technique autant qu’elle ouvre sur des perspectives d’avenir. Aucune réponse n’est donnée, mais la série peut fonctionner à la fois comme un outil pour penser une question essentielle de notre présent et comme un espace poétique qui nous confronte à l’absurde de notre finitude.”(1)

Un ouvrage accompagnant la série est édité par les éditions Kehrer Verlag (anglais) et Actes Sud (français). Disponible à la Galerie C, il comprend également un essai de David Le Breton.

(Text: Galerie C, Neuchâtel)

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Art Tour | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt
Mär
17
3:00 nachm.15:00

Art Tour | Graciela Iturbide | Fotografie Forum Frankfurt


Fotografie Forum Frankfurt
17. März 2019

Kuratorenführungen mit Celina Lunsford

Graciela Iturbide


México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019

México, 1969 © Graciela Iturbide / Colecciones Fundación MAPFRE, 2019


Ihre Bilder sind immer schwarzweiß – und zeigen zugleich alle Schattierungen der menschlichen Existenz. Traditionen und ihre Brüchigkeit, Glaube und Religion, Gemeinschaft und Tod gehören zu den zentralen Themen von GRACIELA ITURBIDE. Ihr über fünf Jahrzehnte entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der mexikanischen und der gesamten lateinamerikanischen Fotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) ehrt die 1942 in Mexiko-City geborene Künstlerin mit der ersten Retrospektive in Deutschland. Die Ausstellung wurde von der Fundación MAPFRE, Madrid, organisiert und präsentiert in Kooperation mit dem FFF Werke aus allen Schaffensphasen dieser außergewöhnlichen Fotografin.

Zu sehen sind frühe Arbeiten wie die Langzeitstudie »Juchitán de las Mujeres«. Die Dokumentation der matriarchalen Gemeinschaft im südmexikanischen Staat Oaxaca, entstanden zwischen 1979 und 1986, machte Iturbide bekannt – und zeigt ihre einzigartige Handschrift. Ihre Bilder pendeln stets zwischen dem Dokumentarischen und dem Poetischen, zeigen mehrere Realitätsebenen und spiegeln so symbolträchtig die Vielschichtigkeit des Lebens. Kulturelle Spannungen zwischen Tradition und westlicher Moderne etwa macht die Fotografin sichtbar in ihrem Projekt mit den indigenen Seri-Indianern in der Sonora-Wüste. Außerdem zeigt das FFF Porträts der Straßengang »White Fence« im Los Angeles der 1980er Jahre, sehr persönliche Innenaufnahmen aus dem Haus von Frida Kahlo, sowie Sujet-Bilder von Gärten, Landschaften und Vögeln, die Iturbide in ihrem Heimatland und auch auf ihren Reisen nach Indien, Italien, Korea oder Madagaskar schuf. 

Graciela Iturbide, Tochter einer traditionellen katholischen Familie, studierte zunächst Film an der Nationalen Universität Mexico City, ehe sie inspiriert von ihrem Lehrer Manuel Álvaro Bravo die Fotokamera für sich entdeckte. Zugleich war die Fotografie für sie ein Weg, den Tod ihrer sechsjährigen Tochter zu verarbeiten. Iturbides Arbeiten wurden in aller Welt gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem W. Eugene Smith Memorial Award, dem International Grand Prize of the Museum of Photography in Hokkaido, Japan, und dem renommierten Hasselblad-Award (2008). Graciela Iturbide lebt und arbeitet im Künstlerviertel Coyoacán in Mexico-City.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erhältlich: GRACIELA ITURBIDE. Mit Texten von Marta Dahó, Juan Villoro und Carlos Martín García. 2018, Fundación MAPFRE, Madrid; Englisch, 292 S., ISBN-10: 8417047700. 

(Text: Fotografie Forum Frankfurt)

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Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich
Mär
16
12:00 nachm.12:00

Art Tour | Babysitting a Shark in a Coldroom – Comoros Encounters - Kelvin Haizel | Vontobel | Zürich


Vontobel | Zürich
16. März 2019

Art Tour mit Catharina Hanreich

Babysittung a Shark in a Coldroom - Comoros Encounters
Kelvin Haizel


Kelvin Haizel:  A Father’s Care,  68 × 106 cm ,  Bottom:  Stasis I,  59 × 92 cm

Kelvin Haizel: A Father’s Care, 68 × 106 cm, Bottom: Stasis I, 59 × 92 cm

Der ghanaische Künstler Kelvin Haizel setzte sich mit seinem Projektvorschlag im Herbst 2017 unter 80 Bewerbungen durch. 

Sein Projekt zum Thema Identität führte ihn auf die Komoren, eine Inselgruppe im Indischen Ozean. Die zwischen Madagaskar und Mosambik gelegene Inselgruppe setzt sich aus der unabhängigen Union der Komoren und der Insel Mayotte, einem französischen Übersee-Departement, zusammen. 

Die Komoren, eine ehemalige Kolonie Frankreichs, gelten als Inselparadies, gehören aber auch zu den ärmsten und unruhigsten Ländern der Welt. Als Teil Frankreichs profitiert die Insel Mayotte von Transferzahlungen aus Paris, was den Lebensstandard der Bevölkerung wesentlich anhebt. Die Trennung zwischen Mayotte und der Union der Komoren wurde 1975 vollstreckt. Die 1995 eingeführte Visumspflicht für BewohnerInnen der Nachbarinseln löste ein grosses Flüchtlingsdrama aus. Jedes Jahr versuchen hunderte Komorer mit Holzbooten nach Mayotte und so in die Europäische Union zu gelangen, was bis heute für Tausende von Menschen im tödlichen Unglück endet. 

Diese aussergewöhnliche Situation veranlasste Kelvin Haizel dazu, sich mittels Fotografie und Video mit dem Ort und seinen multiplen Identitäten auseinanderzusetzen. Haizel machte sich zunächst auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität der Inseln, wobei er immer tiefer in die Mikrokosmen eintauchte. So lernte er die Unterschiede zwischen den BewohnerInnen wie auch Freund- und Feindschaften kennen und stiess auf die Fragen der Zugehörigkeit. 

Seit der Jurierung im November 2017 lebte und arbeitete Haizel während mehrerer Wochen auf den einzelnen Inseln. Das zusammengetragene Material – inszenierte Fotografien, Sachaufnahmen, Reportagebilder, gefundenes Bild- und Videomaterial – verarbeitete er für die Ausstellung zu installativen Arbeiten, die in komplexer Beziehung zueinander stehen – ganz wie die Inseln des Archipels.

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Vernissage | Geographie sauvage, what we leave behind - Mélanie Patris | Galerie l'Aberrante | Le Crès
Mär
15
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Geographie sauvage, what we leave behind - Mélanie Patris | Galerie l'Aberrante | Le Crès


Galerie l’Aberrante | Le Crès
15. März 2019

Geographie sauvage, what we leave behind
Mélanie Patris


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« GEOGRAPHIE SAUVAGE, What we leave behind. est un processus que je traduis par ”ce que nous laissons derrière nous”. J’y traite de mon rapport au monde et de toutes ces choses qui font traces de notre identité. Il s’agira, ici, particulièrement des traces de féminin qui nous sont communes ou particulières.

Dessins, « cartes menstruelles », photographies et autres agencements la constituent. Telles les peaux que nous semons au gré de leur renouvellement, et qui laissent des traces, visibles et invisibles, dans les lieux que nous traversons, habitons.

La photo agit, alors, comme mémoire, trace des fantômes de ma vie. L’émulsion sensible se décolle, se déchire, s’étend et s’étire au gré des manipulations. Le collage, l’Écoline et les autres manipulations plastiques renforcent le dépassement de sa lecture première. Ainsi, des transformations s’opèrent, avec elles, mes propres transformations. 

 Dans ce travail, l’espace et le corps sont à prendre comme des objets géographiques, des métaphores de l’identité liés à ce qui nous constitue intrinsèquement, ce qui fait frontière entre le dedans et le dehors, entre l’ombre et la lumière. 

Le Sauvage est, ici, à lire comme dans la relation à l’Âme Sauvage telle que la définit Clarissa Pinkola Estés : celle par laquelle nous nous retrouvons « emplies des battements de tambour, de chants, prises par l’écoute et la prononciation de nos propres mots – nouveaux poèmes, nouvelles façons de voir, nouvelles façons d’agir et de penser ». Celle qui se trouve du côté de la résistance et qui nous permet de nous [re]lier à nos intuitions et nous libère des carcans de la société. » 

Mélanie Patris

GÉOGRAPHIE SAUVAGE, What we leave behind est une invitation au voyage. Nous avons plongé, aspiré par son univers. La nature vous engloutie, vous révèle à vous même, devient métaphore. Rythme, tremblements, frémissements,  dans une géographie sauvage. Parcours, aller retour, il y est question de perte mais aussi de découvertes, de  renouveaux. Un voyage dans l’intime.

« Où que nous soyons, indéniablement, l’ombre qui trotte derrière nous marche à quatre pattes » Clarissa Pinkola Estés, Cheyenne, Wyoming.

Valérie Vernhet



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