Ausstellung | Das Leben ist bunt - Jacques Henri Lartigue | Musée de l'Elysée
Mai
30
zu 23. Sep.

Ausstellung | Das Leben ist bunt - Jacques Henri Lartigue | Musée de l'Elysée


Musée de l'Elysée | Lausanne
30. Mai - 23. September

Das Leben ist bunt
Jacques Henri Lartigue


 Sylvana Empain, Juan-les-Pins, August 1961 | Photographie J. H. Lartigue © Ministère de la Culture France/AAJHL

Sylvana Empain, Juan-les-Pins, August 1961 | Photographie J. H. Lartigue
© Ministère de la Culture France/AAJHL

Die Ausstellung Jacques Henri Lartigue. Das Leben ist bunt zeigt einen unveröffentlichten Teil der Arbeit des französischen Fotografen (1894-1986) in der Schweiz. Obwohl Farbe in den Alben, die er sein ganzes Leben lang gemacht hat, allgegenwärtig ist, wurde sie zu seinen Lebzeiten nie als solche gezeigt oder ausgestellt. Nach einer Ausstellung über seine Schwarz-Weiß-Fotografien im Jahr 1986 wollte sich das Musée de l’Elysée deshalb erneut mit Donation Lartigue verbinden, um die von Martine d’Astier und Martine Ravache konzipierte Ausstellung erneut zu besuchen. In Frankreich im Jahr 2015 vorgestellt, reist er seitdem unter der Ägide der diChroma-Fotografie. Die Lausanner Version dieses Projekts enthält unveröffentlichte Arbeiten mit dem Ziel, den Zusammenhang zwischen seinen Notizen, seinen Zeichnungen und seinen Fotografien hervorzuheben.

Getrieben von seiner Neugierde und seinem ständigen Streben nach Innovation, setzt Lartigue schon kurz nach der Kommerzialisierung Farbprozesse ein. Die Kodachromes (24 x 36) und die Ektachromes (6x6) folgten den Autochromen ihrer Anfänge (datiert 1912), die sowohl Amateure als auch Profis des 20. Jahrhunderts begeisterten. Die Farbe gibt also eine neue Dimension auf die Schnelligkeit und Unmittelbarkeit, die das Herzstück von Lartigues Arbeit sind. Sein malerisches Auge findet in dieser Praxis, die es ihm erlaubt, visuelle «Notizen» zur Nachbearbeitung zu machen, eine beeindruckende Transkription seiner Bildforschung.

Seine Vorliebe gilt den Themen seiner unmittelbaren Umgebung: seinem Leben in der Familie, seinen Spielen im Schloss von Rouzat, Sport aller Art. Fasziniert von der Natur als Ganzes und vor allem von Blumen, fixiert der Künstler seine wechselnden Nuancen, sowohl auf der Leinwand als auch auf dem Film. Diese Besessenheit findet sich auch in der Wiederholung der Ansichten aus seinem Fenster in Opio (Alpes-Maritimes) und in den vielen Bildern von Florette, seiner Frau seit vierzig Jahren.

Nach und nach öffnet sich Lartigue für andere Themen und widmet sich dem täglichen Leben der Privilegierten und der populäreren Klassen. Dies fiel mit einer Zeit der Weltoffenheit zusammen: Ab 1955 vervielfachte Lartigue seine Reisen, entdeckte neue Landschaften und stellte sich dem Unbekannten. Verlässt er die Badeorte, in denen er seinen Urlaub verbrachte (Baskenland, französische Riviera oder Normandie), sind es Italien, Venezuela, Mexiko und Kuba, die von Jacques Henri Lartigue abwechselnd in Schwarz-Weiß und in Farbe fotografiert werden.

(Pressetext)

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Ausstellung | Fotografie als Werkzeug - Jean Dubuffet | Musée de l'Elysée
Mai
30
zu 23. Sep.

Ausstellung | Fotografie als Werkzeug - Jean Dubuffet | Musée de l'Elysée


Musée de l'Elysée | Lausanne
30. Mai - 23. September 2018

Fotografie als Werkzeug
Jean Dubuffet


 Vue de l’exposition lumineuse de Jean Dubuffet par Fiat, Turin, 1978 © Fondation Dubuffet ProLitteris

Vue de l’exposition lumineuse de Jean Dubuffet par Fiat, Turin, 1978
© Fondation Dubuffet ProLitteris

Die Ausstellung präsentiert die erste Studie zum von der Fondation Dubuffet verwahrten fotografischen Nachlass, die sich mit dem künstlerischen Schaffen Jean Dubuffets (Gemälde, Architekturmodelle oder Elemente des Bühnenspektakels Coucou Bazar) beschäftigt. Bereits zu Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit in den 1940er-Jahren erfindet Jean Dubuffet (1901–1985) ein fotografisches Referenzsystem. 1959 richtet er ein Sekretariat ein, das unter anderem die Aufgabe hat, alle seine weltweit verstreuten Arbeiten zu dokumentieren, um einen Catalogue raisonné zusammenzustellen, der ab 1964 bis 1991 in Form von Heften veröffentlicht wird.

Diese mehrere tausend fotografische Dokumente umfassende Sammlung (Negative, Abzüge, Alben) widerspiegelt die Ambition des Künstlers, eine umfassende fotografische Dokumentation seines Gesamtwerks zu erstellen, die sowohl seinen laufenden Arbeiten als auch einer kontrollierten Verbreitung dienen soll. Sie ist auch ein Zeichen der Aufmerksamkeit, die Dubuffet der Qualität der fotografischen Reproduktionen und den technischen Fortschritten des Mediums schenkt. Eine derartige Ordnung des Werks entspricht seiner Überzeugung, dass es nur in seiner Gesamtheit verstanden werden kann. Sie liegt aber auch im Bedürfnis begründet, "eine Karte des zurückgelegten Weges zu erstellen und zu sehen, wie ein Bild der besuchten Orte entsteht". 

Die Fotografie ist zudem eines der vielen Werkzeuge, die der Künstler für die Realisierung seiner Werke verwendet. Einerseits ikonografische Quelle für bestimmte Serien, erlaubt ihre Vielseitgkeit andererseits die Reproduktion gleicher Elemente und deren Verwendung in unterschiedlichen Arbeiten. 1968 zeigt Dubuffet in seiner Ausstellung Édifices Fotomontagen, die seine architektonischen Kreationen in den öffentlichen Raum integrieren. Die Fotoprojektion kommt ab den 1970er-Jahren zum Einsatz: als Vergrösserungsverfahren bei der Herstellung von Elementen wie den Praktikabeln seines Bühnenspektakels Coucou Bazar. Die 1978 von Fiat in Turin organisierte Retrospektive bringt weitere Neuerungen mit einer spektakulären Inszenierung, die Originalwerke mit Diaprojektionen anderer Gemälde kombiniert und durch eine seinem Meisterwerk Closerie Falbala gewidmete Multiprojektion ergänzt wird. 

Gemeinsam von der Fondation Dubuffet, dem Musée de l’Elysée und den Rencontres d’Arles produzierte Ausstellung, unter Beteiligung der Collection de l’Art Brut, Lausanne.

(Pressetext)

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Ausstellung| Un regard sur l'ailleurs - Jean-Claude Wicky | Musée jurassien des Arts Moutier
Jun
10
zu 11. Nov.

Ausstellung| Un regard sur l'ailleurs - Jean-Claude Wicky | Musée jurassien des Arts Moutier

  • Musée jurassien des arts (Karte)
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Musée jurassien des Arts | Moutier
10. Juni - 10. November 2018

Un regard sur l'ailleurs
Jean- Claude Wicky


 Aus der Serie "Hieleros" | Jean-Claude Wicky | collection privée

Aus der Serie "Hieleros" | Jean-Claude Wicky | collection privée


Jean-Claude Wickys humanitärer und einfühlsamer Blick auf das Anderswo, in seinen Schwarz-Weiss-Fotografien, hat ihm internationales Ansehen eingebracht.

Mit seinen beiden Hauptserien - den Mineros (Bergleuten) von Bolivien (1984-2001) und den Hieleros (Eissuchern) von Ecuador (1981-1982) - konnte der Fotograf in aller Bescheidenheit die Arbeits- und Lebensbedingungen einiger der ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt aufzeigen. Tief erschüttert gab er ihnen auch und vor allem die Würde zurück, die ihnen genommen wurde, als grosser Portraitist und Meister von Licht und Schatten, ebenso wie von Rahmung oder Texturen.

Diese Ausstellung vereint auf einzigartige Weise Ausschnitte aus diesen beiden Serien sowie Bilder aus Südostasien (ab 1995). Zwei Jahre nach dem Tod von Jean-Claude Wicky, geboren 1946 in Moutier, erlaubt es uns, in den so besonderen Blick eines Fotografen einzutauchen, der nie aufgehört hat, seine tiefen Gefühle auszudrücken.

Le regard plein d’humanité et d’empathie posé par Jean-Claude Wicky sur l’ailleurs, dans ses photographies en noir et blanc, lui a valu une renommée internationale.

Avec ses deux séries principales - les Mineros (mineurs) de Bolivie (1984-2001) et les Hieleros (chercheurs de glace) d’Equateur (1981-1982) - le photographe a su, en toute humilité, révéler les conditions de travail et de vie de populations parmi les plus pauvres du monde. Profondément bouleversé,  il leur a aussi et surtout rendu la dignité dont elles étaient privées, en grand portraitiste et maître de la lumière et des ombres, tout autant que des cadrages ou du rendu des textures.

Cette exposition fait dialoguer de manière inédite des extraits de ces deux séries, ainsi que des images prises en Asie du Sud-Est (à partir de 1995). Deux ans après le décès de Jean-Claude Wicky, né à Moutier en 1946, elle permet de s’immerger dans le regard si particulier d’un photographe qui n’a cessé de traduire les profondes émotions qu’il a éprouvées.

(Text: Musée jurassien des Arts Moutier)

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Triennale de l'art imprimé contemporain - Musée des Baux-Arts
Jun
17
zu 14. Okt.

Triennale de l'art imprimé contemporain - Musée des Baux-Arts

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Triennale de l'art imprimé contemporain | Musée des Baux-Arts | Le Locle
17. Juni - 14. Oktober 2018


 © Anette Lenz, Carte blanche (face B), 2018 (cyan, magenta, jaune)

© Anette Lenz, Carte blanche (face B), 2018 (cyan, magenta, jaune)


Viele Künstler haben ein starkes und anhaltendes Interesse an der Druckgrafik. Es genügt, sich an Pablo Picasso zu erinnern, dessen Arbeiten bemerkenswert sind, sowohl in Bezug auf seine Themen als auch auf seine Beherrschung der Prozesse. Die MBAL verfügt über eine schöne Sammlung von Drucken und verfolgt die Bedeutung dieser Kunst im In- und Ausland. Eine Triennale zeitgenössischer Druckkunst wurde Anfang der 90er Jahre in Le Locle geboren und hat seitdem eine lange Liste von Künstlern zusammengeführt, die sich für die Technik der Druckgrafik entschieden haben. Für diese neunte Ausgabe würdigt die MBAL Verlage und Druckereien, die ihr Know-How den Künstlerinnen und Künstlern, aber auch ihrer Sammlung mit einer Auswahl von Vorzeigewerken zur Verfügung stellen. Die Triennale feiert den Druck in all seinen Formen - klassische Verfahren (Fotogravüre, Radierung, Cyanotypie, Siebdruck, Lithographie, etc.), aber auch die neuesten Forschungen zum Digitaldruck - und bringt fast 50 Künstlerinnen und Künstler zusammen. Dazu gehören die Schweizer Emmanuelle Antille, Marc Bauer, Claudia Comte, Demain Conard, Philippe Decrauzat, Silvie Defraoui, Urs Fischer, Peter Fischli & David Weiss, Fabrice Gygi, Christian Marclay sowie Mama Andersson, Alfredo & Isabel Aquilizan, Kim Beom, John Chiara, Tacita Dean, Olafur Eliasson, Carsten Höller, Dinh Q. Lê, Annette Lenz, Matt Saunders, Penelope Umbrico oder John Zurier

Après un printemps photographique, l’été sera consacré à l’estampe contemporaine avec une nouvelle édition de la Triennale de l’art imprimé contemporain qui réunira des artistes du monde entier. Largement présente dans les collections, la gravure fait partie de l’ADN du MBAL. Résolument tourné vers la diversité du champ de l’art imprimé contemporain et des nouveaux territoires de la création, le musée s’intéresse dans cette exposition aux ateliers d’impression et éditeurs. En effet, c’est grâce au savoir-faire de ces lieux et à leur passion que nombre d’artistes ont l’occasion de produire des éditions et d’expérimenter de nouvelles techniques d’impression, de nouveaux supports, papiers et encres.

A l’occasion de la 9e édition de la Triennale de l’art imprimé contemporain, le MBAL a ainsi invité trois des plus grands imprimeurs / éditeurs internationaux à présenter une sélection d’œuvres réalisées par des artistes venus dans leurs ateliers :

STPI – Creative Workshop Gallery, établi depuis 2002 à Singapour, est un lieu unique en Asie qui permet à ses artistes de mener de riches expérimentations autour de l’impression et du papier. Niels Borch Jensen, qui a fondé Borch Editions à Copenhague en 1979, est considéré comme l’un des plus grands producteurs et éditeurs en art graphique et travaille avec des artistes de renommée mondiale. Enfin, l’atelier Crown Point Press, ouvert en 1962 à San Francisco, offre la possibilité aux artistes de graver les plaques et travailler les encres dans des conditions exceptionnelles.

La Triennale est également l’occasion de rappeler le fort intérêt que la Suisse et le musée portent à l’art imprimé. Une salle est consacrée à la Société Suisse de Gravure, dont on célèbre le centenaire en 2018. Membre depuis 1976, le MBAL a ainsi acquis de nombreuses œuvres réalisées par des artistes suisses et internationaux invités à réaliser une gravure. L’exposition présente une sélection de la collection des années 2000 à nos jours. De plus, un espace est dédié à la collection qui présente plusieurs chefs-d’œuvres abrités au musée et rarement exposés.

Enfin, souhaitant montrer les recherches actuelles autour des nouvelles technologies graphiques, une double carte blanche est offerte au Center for Future Publishing, fondé par le designer Demian Conrad en 2017, et abrité par la Haute école d’art et de design de Genève, ainsi qu’à l’artiste américaine Penelope Umbrico invitée par le MBAL à expérimenter dans ce laboratoire unique en son genre. Pour compléter cet état des lieux célébrant l’art imprimé contemporain, le musée produit une édition limitée réalisée par la graphiste Anette Lenz. Le travail – une sérigraphie imprimée à 200 exemplaires – sera disponible dans notre boutique.

L’exposition a reçu le soutien de la Loterie Romande, la Ville du Locle, la Société des beaux-arts et du musée du Locle, la Fondation Bonhôte pour l’art contemporain, la Fondation de Famille Sandoz, Swiss Life, la Fondation Erna et Curt Burgauer, Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung et la Fondation Art en jeu. Une interview de Penelope Umbrico parait dans la série “Pouvez-vous nous parler…

After a photographic spring, the summer will be dedicated to the contemporary print with a new edition of the Triennial of Contemporary Prints which will gather artists of the whole world. Widely present in collections, the engraving is a part of the DNA of MBAL. Resolutely turned to the diversity of the field of the contemporary printed art and the new territories of the creation, the museum is interested in this exhibition in the workshops of printing and publishing. Indeed, it is thanks to the know-how of these places and to their passion that number of artists has the opportunity to produce publishing and to experiment new techniques of impression, new supports, papers and ink.

On the occasion of the 9th edition of the Triennial of Contemporary Prints, MBAL has then invited printers and publishers to present a selection of works by artists who worked in close collaboration with them:

STPI – Creative Workshop & Gallery, established since 2002 in Singapore, is a unique place in Asia that allows artists to conduct rich experiments on printing and paper. Niels Borch Jensen, who founded Borch Editions in Copenhagen in 1979, is considered one of the world’s leading producers and publishers of graphic art and works with world-renowned artists. Finally, the Crown Point Press workshop, opened in San Francisco in 1962, offers artists the opportunity to engrave plates and use inks in exceptional conditions.

The Triennial is also an opportunity to commemorate Switzerland’s strong interest in print making. A room is devoted to the Swiss Engraving Society, which celebrates its centenary in 2018. MBAL has been a member since 1976 and has therefore acquired many works made by Swiss and international artists that were commissionned by this Society. The exhibition presents a selection of prints made in the 21st century. In addition, a space is dedicated to our collection which presents several masterpieces owned by MBAL and rarely displayed to the public.

Finally, wishing to display research around new graphic technologies, a double carte blanche is given to the Center for Future Publishing, founded in 2017 by designer Demian Conrad and hosted by the Geneva School of Art and Design, as well as to American artist Penelope Umbrico, who was invited by MBAL to experiment in this unique laboratory. To complete this rich survey dedicated to contemporary print making, the museum commissioned graphic designer Anette Lenz to make a limited edition print. The work – a silkscreen printed in 200 copies – will be available in our bookshop.

The exhibition received the support of the Loterie Romande, the city of Le Locle, the Société des beaux-arts et du musée du Locle, the Fondation Bonhôte pour l’art contemporain, the Fondation de Famille Sandoz, Swiss Life, the Fondation Erna et Curt Burgauer, Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung and the Fondation Art en jeu. An interview with the artist Penelope Umbrico appears in the series “Could you talk about…”.

(Texte: Musée des Baux-Arts Le Locle)

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Ausstellung | Tomorrow there will be apricots - Tanya Habjouqa | Coalmine
Jun
29
zu 29. Sep.

Ausstellung | Tomorrow there will be apricots - Tanya Habjouqa | Coalmine


Coalmine - Forum für Dokumentarfotografie | Winterthur
29. Juni - 29. September 2018

Tomorrow there will be apricots

Tanya Habjouqa


Die Coalmine realisiert eine Ausstellung der jordanisch-texanischen Fotografin Tanya Habjouqa, die 2014 mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet wurde. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: Die Serie «Occupied Pleasures», welche Habjouqa den World Press Photo Award einbrachte, vermittelt einen ungewöhnlichen Blickwinkel auf die palästinensischen Gebiete. Habjouqa hat Palästinenserinnen und Palästinenser bei ihren Freizeitbeschäftigungen fotografiert. Die Bilder erzählen von der Suche nach Vergnügen, nach Entspannung und Normalität in der schwierigen Realität der besetzten Gebiete. Die zweite Serie, «Tomorrow there will be apricots», ist düsterer: Habjouqa porträtiert Syrerinnen, die zu Beginn des Krieges nach Jordanien flohen und sich in einer ausweglosen Situation wiederfinden. Der Titel gibt eine arabische Redewendung wieder, welche für die Hoffnung auf etwas steht, was wahrscheinlich nie eintreffen wird. Anders gesagt: Es gibt kein Morgen.

Habjouqa hat die Syrerinnen während fünf Jahren begleitet. In dieser Zeit wurden die Perspektiven der Frauen immer hoffnungsloser – ihre Männer kamen im Krieg ums Leben oder machten sich auf nach Europa, ungewiss, ob sie die Reise überleben oder den Nachzug der Familie je bewerkstelligen würden. Während die Zeit verging und die finanzielle Situation der Frauen prekärer wurde, gerieten so manche unter Druck, ihre Töchter zu verheiraten.

Habjouqa lebte 2005 in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Davor hatte sie den amerikanischen Einmarsch im Irak dokumentiert. «Ich wollte an einer anderen nahöstlichen Geschichte arbeiten, einer Geschichte ohne Gewalt und Krieg. Es mag heute ironisch scheinen, aber damals schien Damaskus meine Wünsche zu erfüllen», schreibt sie. «Natürlich wusste ich immer, dass das Land von einer Düsterheit umgeben war. Die Stabilität Syriens hatte einen hohen Preis. Dissens wurde nicht toleriert, es gab weder Meinungsäusserungs- noch Versammlungsfreiheit, und die notorischen Gefängnisse des syrischen Regimes waren voll von jenen, die nicht einverstanden waren. <Tomorrow There Will Be Apricots> entstand aus dem gegenwärtigen schrecklichen Moment, in dem eine noch grössere Finsternis das Land erfasst hat.»

Dennoch lenkt Habjouqa den Blick des Betrachters immer wieder auf die Suche der Frauen nach Normalität und Lebensfreude, oder ihren schwarzen Humor. Obwohl Habjouqa unter schwierigen Bedingungen arbeiten musste – die meisten Frauen liessen etwa ihr Gesicht nicht fotografieren – ist es ihr gelungen, eine berührende Nähe zu den Frauen herzustellen.  

Auch «Occupied Pleasures» ist getrieben vom Wunsch, von stereotypen Bildern wegzukommen. Palästinenser, so Habjouqa, werden in der Regel entweder als Terroristen oder als Opfer porträtiert. Ihr Werk hingegen erzählt von der menschlichen Fähigkeit, sich unter schwierigen Bedingungen zu amüsieren. «Vergnügen unter Militärbesetzung» - das ist auch eine subtile Form der Auflehnung. Habjouqa schreibt: «Mehr als vier Millionen Palästinenser leben im Westjordanland, in Gaza und in Ostjerusalem, wo die Politik regelmässig in die alltäglichsten Situationen eindringt. Daraus entsteht ein grösstmöglicher Wunsch nach dem kleinsten Vergnügen und ein scharfer Sinn für Humor gegenüber den Absurditäten, welche 47 Jahre Besetzung hervorgebracht hat.»

Habjouqas Fotografien sind von einer Intimität, die nur durch den Gewinn des Vertrauens der Porträtierten möglich ist. Sie arbeitet sichtbar mit viel Empathie und einem ausgeprägten Sinn für Humor. Ihr Werk zeigt Leute in widrigen Lebensumständen, Personen, denen Leid wiederfährt - ohne sie darauf zu reduzieren. Mit Mitteln wie Videos sucht sie einen vielseitigeren Zugang, der über die klassische Stillfotografie hinausgeht. Habjouqa erzählt persönliche Geschichten, die sich hinter den Schlagzeilen von Konflikt und Krieg abspielen, und öffnet so für die Betrachterinnen und Betrachter ein Fenster auf die Lebensrealität jener, die von den Konflikten im Nahen Osten betroffen sind.  


Biographie
Tanya Habjouqa wurde 1975 in Jordanien geboren und wuchs in Texas auf. Sie arbeitet heute als Dokumentarfotografin in Ostjerusalem und ist Mitglied von NOOR, einem Kollektiv von ausgewählten Fotojournalisten, Filmemachern, Künstlern, Autoren und visuellen Storytellers. Sie studierte Journalismus und Anthropologie und schloss ein Masterstudium in globalen Medien mit Schwerpunkt Politik des Nahen Ostens an der Universität SOAS in London ab. Ihr Werk bildet vielschichtige Realitäten ab und möchte ein Gegengewicht zu eindimensionalen Darstellungen in den etablierten Medien setzen.

Ihr Fotobuch «Occupied Pleasures», das ihr 2014 den World Press Photo Award einbrachte, wurde vom Time Magazine und vom Smithsonian als eines der besten Fotobücher des Jahres 2015 ausgezeichnet. Sie betreut als Mentorin der Magnum Foundation junge Stipendiaten in der arabischen Welt im Rahmen des Emerging Arab Photographer Documentary Fund, zusammen mit der Prince Claus Foundation und dem Arab Fund for Arts and Culture. Sie ist ausserdem Mitbegründerin von Rawiya, dem ersten rein weiblichen Fotokollektiv im Nahen Osten.

(Text: Coalmine)

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Ausstellung | Machen Sie mich schön, Madame D'Ora! | Leopold Museum
Jul
13
zu 29. Okt.

Ausstellung | Machen Sie mich schön, Madame D'Ora! | Leopold Museum


Leopold Museum | Wien
13. Juli - 29. Oktober 2018

Machen Sie mich schön, Madame D'Ora


 ATELIER D’ORA 1907–1957 | Elsie Altmann-Loos, 1922 Silbergelatineabzug | Photoarchiv Setzer-Tschiedel

ATELIER D’ORA 1907–1957 | Elsie Altmann-Loos, 1922 Silbergelatineabzug | Photoarchiv Setzer-Tschiedel

Im Atelier d’Oras traten die Größen der Kunst- und Modewelt, der Aristokratie und der Politik des 20. Jahrhunderts vor die Kamera. Der erste Künstler, den sie fotografierte, war 1908 Gustav Klimt, der letzte war 1956 Pablo Picasso. Kaiser Karl von Österreich fand sich ebenso ein wie die Familie Rothschild, Coco Chanel und Josephine Baker oder Marc Chagall und Maurice Chevalier. Im Jahr 1907 eröffnete Dora Kallmus’ als eine der ersten Frauen in Wien ein Fotostudio. Innerhalb weniger Monate galt das Atelier d’Ora als eleganteste und renommierteste Adresse für das künstlerische Porträt und ihre Aufnahmen fanden in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften im In- und Ausland weite Verbreitung. Im Jahr 1925 brachte ein Angebot des Modemagazins L’Officiel d’Ora nach Paris, das fortan ihr Lebens- und Arbeitsmittelpunkt sein sollte. Zahllosen Aufträge für Mode- und Lifestylezeitschriften folgten, die erst Mitte der 1930er-Jahre abebbten, als die politische Lage in Europa zunehmend prekärer wurde. Als entrechtete Jüdin verlor d’Ora 1940 ihr Atelier in Paris und musste sie sich jahrelang vor den deutschen Besatzungssoldaten in Frankreich versteckt halten. Gerade noch davongekommen, richtete die Gesellschaftsporträtistin nach 1945 ihren zugleich scharfen und einfühlsamen Blick auch auf die namenlosen Heimkehrer aus den Konzentrationslagern und auf das Schlachtvieh der Pariser abattoirs. D’Oras Werk spannt einen einzigartigen Bogen von der Repräsentation des letzten österreichischen Monarchen, über den Glamour der Pariser Modewelt der 1920er- und 1930er-Jahre bis hin zu einem gänzlich veränderten Europa nach dem Zweiten Weltkrieg.

(Text: Leopold Museum)

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Cortona On The Move | Fallout - Sim Chi Yin | Ex Magazzino delle Carni
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | Fallout - Sim Chi Yin | Ex Magazzino delle Carni

  • Sanne De Wilde Ex Magazzino delle Carni (Karte)
  • Google Kalender ICS

Cortona On The Move | Ex Magazzino delle Carni | Via Santucci 5
14. Juli - 30. September 2018

Fallout
Sim Chi Yin


 Sim Chi Yin

Sim Chi Yin


Eins der einzigen Länder, das im 21. Jahrhundert Atomwaffen getestet hat. Das andere, das Erste, das sie benutzt hat, nachdem es sie getestet hat. Nordkorea und die Vereinigten Staaten befinden sich an den beiden Extremen der nuklearen Gleichung, sind aber derzeit in eine gefährliche Abfolge von Bedrohungen und Gegenmassnahmen verwickelt. Die Dokumentarfotografin Sim Chi Yin ist sechstausend Kilometer entlang der Grenze zwischen China und Nordkorea und durch sechs Staaten der Vereinigten Staaten gereist, um eine Serie von Bildern zu schaffen, die die Erfahrung von Männern, Vergangenheit und Gegenwart, in Bezug auf Atomwaffen erzählen.

Sim Chi Yin (1978, Singapur) ist bildende Künstlerin und Dokumentarfotografin. Sie stammt aus Singapur und lebt seit zehn Jahren in Peking. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen das historische Gedächtnis, Konflikte, Migrationen und deren Folgen. Sie wurde als offizielle Fotografin für den Friedensnobelpreis 2017 ausgewählt und hatte eine Einzelausstellung über Atomwaffen im Nobel Peace Centre Museum in Oslo.

Uno è l’unico Paese ad aver testato le armi nucleari nel XXI secolo. L’altro è il primo ad averle utilizzate, dopo averle testate. La Corea del Nord e gli Stati Uniti si posizionano ai due estremi dell’equazione nucleare, ma attualmente sono coinvolte in un pericoloso susseguirsi di minacce e contromisure. La fotografa documentarista Sim Chi Yin ha percorso seimila chilometri lungo il confine tra Cina e Corea del Nord e attraverso sei degli Stati Uniti, per realizzare una serie di immagini che raccontano l’esperienza degli uomini, passata e presente, in relazione alle armi nucleari.

Sim Chi Yin (1978, Singapore) è un’artista visiva e fotografa documentarista. È originaria di Singapore e risiede a Pechino da dieci anni. La sua opera si concentra sulla memoria storica, i conflitti, le migrazioni e le loro conseguenze. È stata scelta come fotografa ufficiale al Premio Nobel per la Pace nel 2017 e ha realizzato una mostra personale sulle armi nucleari per il Museo del Centro Nobel per la Pace di Oslo.
 

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Cortona On The Move | Make a Wish - Loulou d'Aki | Palazzo Capannelli
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | Make a Wish - Loulou d'Aki | Palazzo Capannelli


Cortona On The Move | Palazzo Cinaglia | Via Santucci 17
14. Juli - 30. September 2018

Make a Wish
Loulou d’Aki


 Loulou d'Aki

Loulou d'Aki


Make a Wish ist ein fotografisches Projekt über die Hoffnungen und Träume junger Menschen, das ein Zeugnis der Gegenwart werden soll. Es geht von der Annahme aus, dass die Jugend das Zeitalter der unendlichen Möglichkeiten sein sollte. Ein Grossteil des Projekts wurde im Nahen Osten durchgeführt, in verschiedenen Situationen im Zusammenhang mit den Revolutionen des arabischen Frühlings oder in Konfliktgebieten, in denen junge Menschen allzu oft ihres Rechts beraubt werden. Der arabische Frühling hat den Duft der Freiheit unter den Menschen in einer Region katapultiert, die lange Zeit von Diktaturen geprägt war, in der die westliche Aussenpolitik falsch lief und in der die soziale Entwicklung schlecht war. Der Frühling ist zum Sommer geworden, der Herbst zum Winter, die Monate zu Jahren und die ursprüngliche Revolution zu etwas ganz anderem als die Ideale der Freiheit, die auf den Plätzen der ganzen Region geschrien wurden.

Loulou d'Aki (1978, Malmö, Schweden) ist Dokumentarfotograf. Sie studierte Fotografie an der ISFCI in Rom und lebt und arbeitet seitdem in Europa, Nordamerika, Japan und dem Mittleren Osten. Bevor sie Fotografin wurde, war sie Sängerin. Sie spricht Schwedisch, Englisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Hebräisch.

Make a Wish è un progetto fotografico sulle speranze e i sogni dei giovani, che ha l’obiettivo di diventare una testimonianza dei tempi correnti. Parte dall’assunto che la gioventù dovrebbe essere l’età delle infinite possibilità. Gran parte del progetto è stata realizzata in Medio Oriente, in diverse situazioni legate alle rivoluzioni della primavera araba, o in zone di conflitto dove troppo spesso i giovani vengono privati del diritto di essere tali. La primavera araba ha catapultato un profumo di libertà tra le persone di una regione così a lungo segnata da dittature, in cui le politiche estere occidentali sono andate storte e dove lo sviluppo sociale è stato scarso. La primavera si è trasformata in estate, l’autunno in inverno, i mesi in anni e la rivoluzione originale in qualcosa di molto diverso dagli ideali di libertà urlati nelle piazze di tutta la regione.

Loulou d’Aki (1978, Malmö, Svezia) è una fotografa documentarista. Si è laureata in fotografia all’ISFCI di Roma e da allora ha vissuto e lavorato in Europa, Nord America, Giappone e Medio Oriente. Prima di diventare una fotografa è stata una cantante. Parla svedese, inglese, italiano, francese, tedesco ed ebraico.

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Cortona On The Move | The Island of the Colorblind - Sanne De Wilde | Cotmzone
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | The Island of the Colorblind - Sanne De Wilde | Cotmzone


Cortona On The Move | Cotmzone | Via Nazionale 45
14. Juli - 30. September 2018

The Island of the Colorblind
Sanne De Wilde


 Sanne De Wilde

Sanne De Wilde

Ende des 18. Jahrhunderts traf ein katastrophaler Taifun Pingelap, ein kleines Atoll im Pazifik. Einer der Überlebenden, der König, war ein Träger des seltenen Gens der Akromatopsie, das eine völlige Erblindung der Farben verursacht. Der König hatte viele Kinder und im Laufe der Zeit infizierte seine Erbkrankheit diese abgeschiedene Gemeinschaft und so begannen die meisten der Inselbewohner, die Welt schwarz weiss zu sehen. Die Akromatopsie ist eine Pathologie, die sich durch extreme Lichtempfindlichkeit, verminderte Sehfähigkeit und völlige Unfähigkeit, Farben zu unterscheiden, auszeichnet. Als ich meine visuelle Forschung in den Föderierten Staaten von Mikronesien begann, versuchte ich mir vorzustellen, wie Akromaten die Welt sehen. Ich habe mit verschiedenen Arten des Fotografierens experimentiert und versucht, die Insel mit ihren Augen zu betrachten. Die Insel der Farbenblinde besteht aus drei Arten von Bildern: "klassischen" digitalen Schwarzweissfotografien, Infrarotbildern und handbemalten Fotografien.

Sanne De Wilde (1987, Antwerpen, Belgien) schloss ihr Studium an der Königlichen Kunstakademie Konstfack in Stockholm ab und erwarb 2012 einen Master-Abschluss in Bildender Kunst an der KASK in Gent. Ihre Arbeiten wurden in The Guardian, New Yorker, Le Monde, BBC, CNN und Vogue veröffentlicht und in vielen internationalen Kontexten ausgestellt. Seit 2013 arbeitet De Wilde als Fotograf für die niederländische Zeitung und Zeitschrift De Volkskrant.

Alla fine del XVIII secolo un catastrofico tifone si abbattè su Pingelap, un piccolo atollo dell’Oceano Pacifico. Uno dei sopravvissuti, il re, era portatore del raro gene dell’acromatopsia, che causa la totale cecità ai colori. Il re ebbe molti figli e col passare del tempo la sua condizione ereditaria contagiò quella comunità appartata e così la maggior parte degli isolani cominciò a vedere il mondo in bianco e nero. L’acromatopsia è una patologia caratterizzata dall’estrema sensibilità alla luce, dalla riduzione della capacità visiva e dalla completa incapacità di distinguere i colori. Quando ho iniziato la mia ricerca visiva negli Stati Federati della Micronesia, ho cercato di immaginare come gli acròmati vedano il mondo. Ho sperimentato diversi modi di fotografare, tentando di guardare l’isola attraverso i loro occhi. The Island of the Colorblind comprende tre tipi di immagini: “classiche” fotografie digitali in bianco e nero, immagini a infrarossi e fotografie dipinte a mano.

Sanne De Wilde (1987, Anversa, Belgio) ha conseguito una laurea presso la Konstfack di Stoccolma e un master con lode in Belle Arti al KASK di Ghent, nel 2012. Il suo lavoro è stato pubblicato su The Guardian, New Yorker, Le Monde, BBC, CNN, e Vogue ed esposto in numerosi contesti internazionali. Dal 2013 De Wilde lavora come fotografa per il quotidiano e rivista olandese De Volkskrant.

(Text: Cortona On The Move)

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Cortona On The Move | I difensori delle nostre libertà - Magnum Photos per i 30 anni del Premio Sacharov
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | I difensori delle nostre libertà - Magnum Photos per i 30 anni del Premio Sacharov


Cortona On The Move | MAEC | Piazza Luca Signorelli 9
14. Juli - 30. September 2018

Magnum Photos per i 30 anni del Premio Sacharov
I difensori delle nostre libertà

Jérôme Sessini | Newsha Tavakolian | Enri CanajBieke Depoorter


 Women Empowerment in Bosnia |&nbsp; Bieke Depoorter

Women Empowerment in Bosnia | Bieke Depoorter

 Freedom of Speech for Ethiopians |&nbsp; Enri Canaj

Freedom of Speech for Ethiopians | Enri Canaj

 Land Rights of Minorities in Cambodia |&nbsp; Jérôme Sessini

Land Rights of Minorities in Cambodia | Jérôme Sessini

 Fighting Youth Radicalization in Tunisia |&nbsp; Newsha Tavakolian

Fighting Youth Radicalization in Tunisia | Newsha Tavakolian

Seit 1988 verleiht das Europäische Parlament den Sacharow-Preis für geistige Freiheit an Personen und Organisationen, die sich um die Menschenrechte verdient gemacht haben.
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Auszeichnung präsentiert das Europäische Parlament zusammen mit Magnum Photos ein neues Dokumentarfilmprojekt über vier Aktivisten aus der ganzen Welt. Die Verteidiger unserer Freiheiten - 30 Jahre Sacharow-Preis geben diesen wenig bekannten Helden eine Stimme, mit einer 360-Grad-Reise in ihr tägliches Leben aus verschiedenen Blickwinkeln der Fotografen von Magnum Photos.

Jérôme Sessini reiste mit der Aktivistin Samrith Vaing in entlegene Dörfer in Kambodscha und dokumentierte das Leben indigener Minderheiten im Kampf gegen Zwangsvertreibungen. Asma Kaouech, eine junge tunesische Aktivistin, fotografiert von Newsha Tavakolian, versucht zu verhindern, dass ihre Mitschüler radikaler werden. In Äthiopien verteidigt der Anwalt Ameha Mekonnen, fotografiert von Enri Canaj, die Sache der Journalisten gegen die Zensur durch Regierungsbehörden. In Bosnien begleitete Bieke Depoorter Jadranka Miličević, eine ehemalige Flüchtling während des Balkankrieges, bei ihren Bemühungen, Frauen zu stärken.

Dal 1988 il Parlamento europeo assegna il premio Sacharov per la libertà di pensiero a persone e organizzazioni che abbiano apportato un contributo eccezionale alla lotta per i diritti umani. Per celebrare il 30esimo anniversario del premio, il Parlamento europeo, insieme a Magnum Photos, presenta un nuovo progetto di documentario su quattro attivisti provenienti da tutto il mondo. I difensori delle nostre libertà – 30 anni del Premio Sacharov dà voce a questi eroi poco conosciuti, con un viaggio a 360 gradi nella loro vita quotidiana osservata dalle diverse angolature dei fotografi della Magnum Photos.

Jérôme Sessini si è recato in villaggi remoti della Cambogia, in compagnia dell’attivista Samrith Vaing, documentando la vita delle minoranze indigene che lottano contro le espulsioni forzate. Asma Kaouech, una giovane attivista tunisina fotografata da Newsha Tavakolian, cerca di evitare che i suoi connazionali adolescenti si radicalizzino. In Etiopia, l’avvocato Ameha Mekonnen, fotografato da Enri Canaj, difende la causa dei giornalisti contro la censura delle autorità governative. In Bosnia, Bieke Depoorter ha accompagnato Jadranka Miličević, ex rifugiata durante la guerra dei Balcani nel suo impegno per emancipare le donne.

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Cortona On The Move | Fortezza del Girifalco
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | Fortezza del Girifalco

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Cortona On The Move | Fortezza del Girifalco
14. Juli - 30. September 2018

Getting Closer, Becoming Mother: About Intimacy and Family. 1993 - 2012
Elinor Carucci

Welcome to Camp America: Inside Guantánamo Bay
Debi Cornwall

Bug Out Bag: The Commodification of American Fear
Allison Stewart

The Red Road Project
Carlotta Cardana


 Elinor Carucci

Elinor Carucci

Im Jahr 2004 wurde ich Mutter. Nach einer glücklichen Schwangerschaft hatte ich eine induzierte Wehen. Ich hatte einen Notfallkaiserschnitt, der mich schwächte und schmerzte. Einige Tage später wurde ich nach Hause geschickt, um mein neues Leben als Mutter von Zwillingen zu beginnen. Ich habe irgendwie versucht, das alles mit meiner Kamera zu verarbeiten, in der Hoffnung, die Komplexität der Mutterschaft so ehrlich wie möglich darzustellen.

Der Kern der Arbeit ist das Gefühl der Einheit mit meinen Kindern. Ich war erstaunt über die starke körperliche Verbindung, total, sinnlich, manchmal erotisch, die ich mit den Kindern hatte. Ich sehe sie als Mutter, lerne viel, sehe so viel. Das Fotografieren zwingt mich, noch mehr zu sehen und die Kinder zeigen mir mehr. Selbst wenn ich nicht bei mir bin, sehe ich mehr von der Welt um mich herum. So habe ich noch nie gesehen, seit ich Mutter bin.

Elinor Carucci (1971, Israel) studierte Fotografie an der Academy of Arts and Design in Bezalel, bevor er im selben Jahr nach New York zog. Ihre Fotografien sind Teil der Sammlungen des Museum of Modern Art in New York, des Brooklyn Museum of Art und des Museum of Fine Art in Houston und wurden im New York Times Magazine, The New Yorker, Details, New York Magazine, W, Aperture, ARTnews und vielen anderen Publikationen veröffentlicht.

Nel 2004 sono diventata madre. Dopo una gravidanza felice, ho avuto un travaglio indotto. Ho subìto un parto cesareo d’emergenza che mi ha lasciata ferita, debole e dolorante. Pochi giorni dopo sono stata rimandata a casa, per cominciare la mia nuova vita come madre di due gemelli. Ho cercato in qualche modo di affrontare il tutto attraverso la mia macchina fotografica, sperando di rappresentare la complessità della maternità il più onestamente possibile.

Il fulcro del lavoro è il sentimento di unione con i miei figli. Sono rimasta stupita dalla forte connessione fisica, totale, sensuale, a volte erotica, che ho avuto con i bambini. Li guardo come madre, imparando molto, vedendo così tanto. Fotografarli mi costringe a vedere ancora di più e i bambini mi mostrano di più. Anche quando non sono con me, vedo più del mondo che mi circonda. Non ho mai visto così, come riesco a vedere ora, come una madre.

Elinor Carucci (1971, Israele) si è laureata in fotografia all’Accademia delle Arti e del Design di Bezalel nel 1995, per poi trasferirsi a New York nello stesso anno. Le sue fotografie fanno parte delle collezioni del Museo d’Arte Moderna di New York, del Brooklyn Museum of Art e del Museum of Fine Art di Houston. ll suo lavoro è stato pubblicato su The New York Times Magazine, The New Yorker, Dettagli, New York Magazine, W, Aperture, ARTnews e su molte altre pubblicazioni.


 Debi Cornwall

Debi Cornwall

Seit dem 11. Januar 2002 wurden schätzungsweise 780 muslimische Männer ohne Anklage oder Gerichtsverfahren im amerikanischen Gefängnis von Guantanamo Bay in Kuba inhaftiert und gefoltert. Während der Präsidentschaft von George Bush und Barack Obama wurde die grosse Mehrheit der Häftlinge freigelassen und nach Hause geschickt oder, wenn es die US-Regierung für notwendig hielt, in Drittländer versetzt.

Willkommen im Camp America: Inside Guantánamo Bay vereint drei visuelle Kapitel. Erstens wollte ich das tägliche Leben von Häftlingen und Wachen dokumentieren. Gitmo on Sale, das zweite Kapitel, dokumentiert die Souvenirs und Gegenstände, die das Gefängnis von privaten Anbietern kauft: orangefarbene Uniformen, Handschellen und Schuhe. Abschliessend suchte ich nach denen, die von Guantánamo Bay freigesprochen und freigelassen worden waren.

Debi Cornwall (1973, Weymouth, USA) ist eine amerikanische Dokumentarfilmerin, die seit 12 Jahren als Bürgerrechtlerin in den USA arbeitet. Ihre Arbeit analysiert die amerikanische Macht nach dem 11. September und verbindet Empathie und dunklen Humor mit Kritik am System. Sie wurde eingeladen, eine Konferenz im UN-Hauptquartier abzuhalten. Willkommen im Camp America: Inside Guantánamo Bay wurde vom New York Times Magazine zu einem der 10 besten Fotobücher des Jahres 2017 gewählt.

Si stima che dall’11 gennaio 2002 circa 780 uomini musulmani siano stati imprigionati, torturati e detenuti senza accuse, né un processo nella prigione americana di Guantánamo Bay a Cuba. Durante le presidenze di George Bush e di Barack Obama, la stragrande maggioranza dei “detenuti” è stata rilasciata e rimandata a casa oppure, se il governo degli Stati Uniti lo ha ritenuto necessario, trasferita in paesi terzi.

Welcome to Camp America: Inside Guantánamo Bay riunisce tre capitoli di lavoro visivo. In primo luogo, avevo intenzione di documentare la vita quotidiana sia dei detenuti che delle guardie. Gitmo on Sale, il secondo capitolo, documenta i souvenir e gli oggetti che il carcere acquista da fornitori privati: le uniformi arancioni, le manette, le scarpe. Per concludere, ho cercato coloro che erano stati assolti e rilasciati da Guantánamo Bay.

Debi Cornwall (1973, Weymouth, USA) è una documentarista concettuale statunitense, che ha esercitato per 12 anni come avvocato dei diritti civili negli Stati Uniti. Il suo lavoro analizza il potere americano nel post-11 settembre, coniugando empatia e umorismo oscuro alla critica verso il sistema. È stata invitata a tenere una conferenza presso la sede delle Nazioni Unite. Welcome to Camp America: Inside Guantánamo Bay è stato nominato fra i 10 migliori libri fotografici del 2017 dal New York Times Magazine.


 Allison Stewart

Allison Stewart

Bug Out Bags (BOBs) sind das unverzichtbare Rüstzeug für die Vorbereitung auf Katastrophen, die Manifestationen der Ängste und Obsessionen des Amerikaners des 21. Jahrhunderts. Es ist in der Regel ein leicht zu tragender Rucksack oder eine Reisetasche, die das Wesentliche enthält, um sich selbst 72 Stunden am Leben zu erhalten oder im Falle eines Falles eine neue Zivilisation beginnen zu können.

Für das Bug Out Bag - The Commodification of American Fear Projekt reiste ich durch verschiedene Regionen der Vereinigten Staaten. Hier traf ich Liberale und Konservative, Atheisten, Evangelikale, Katholiken und Mormonen, sehr vorbereitet und bereit, anderen zu helfen, bekannt als Prepper - Überlebenskünstler. Jeder Bausatz wird zum Porträt seines Besitzers: Er zeigt uns seine grundlegendsten Bedürfnisse, aber auch seine Ängste vor Umwelt- und globalen Veränderungen.

Die Vorbereitung, die Bereitstellung von Nahrungsmitteln zur Vorbereitung auf eine Katastrophe, ist zu einem kapitalistischen Unternehmen geworden, das über unsere Ängste und unsere Sehnsucht nach Stabilität spekuliert.

Allison Stewart (1968, Houston, Texas) ist eine amerikanische Fotografin, die die Konstruktion amerikanischer Identität durch ihre Relikte, Rituale und Mythologien untersucht. Ihre Arbeiten wurden in internationalen Galerien und Museen ausgestellt, darunter Aperture Foundation, Wright Museum, New Mexico History Museum, Torrance Art Museum, Houston Center for Photography, SITE: Brooklyn und Soho Photo Gallery in New York.

Le bug out bag (BOB) sono il kit essenziale per prepararsi alle catastrofi, le manifestazioni delle paure e delle ossessioni dell’americano del XXI secolo. Di solito è uno zaino o una borsa da viaggio facile da trasportare, che contiene gli elementi essenziali per mantenersi in vita per 72 ore o, nell’eventualità, per poter dare inizio a una nuova civiltà.

Per il progetto Bug Out Bag – The Commodification of American Fear (La mercificazione della paura americana) ho viaggiato attraverso diverse regioni degli Stati Uniti. Qui ho incontrato liberali e conservatori, atei, evangelici, cattolici e mormoni, molto preparati e pronti ad aiutare gli altri, conosciuti come preppers (survivalisti). Ogni kit si trasforma in un ritratto del suo proprietario: ci mostra i suoi bisogni più elementari, ma anche le sue paure nei confronti del cambiamento ambientale e globale.

Il prepping, fare le provviste per prepararsi a un disastro, è diventato un’impresa capitalista, che specula sulle nostre paure e la nostra brama di stabilità.

Allison Stewart (1968, Houston, Texas) è una fotografa americana che esplora la costruzione dell’identità americana attraverso le sue reliquie, i rituali e le mitologie.
Il suo lavoro è stato esposto in gallerie e musei internazionali, tra cui Aperture Foundation, Wright Museum, New Mexico History Museum, Torrance Art Museum, Houston Center for Photography, SITE: Brooklyn e Soho Photo Gallery di New York.


 Carlotta Cardana

Carlotta Cardana

Die Ureinwohner Amerikas machen nur 1% der amerikanischen Bevölkerung aus und leiden unter einer Art erzwungener Segregation am unteren Ende der Gesellschaft. Seit mehr als einem Jahrhundert haben sie einige der schrecklichsten Ereignisse in der Geschichte des Landes überlebt, darunter den kulturellen Völkermord.

Die so genannte "collegiate era" begann Ende des 19. Jahrhunderts, mit Institutionen, die die Indianer in die euro-amerikanische Kultur integrieren und gleichzeitig eine Grundausbildung anbieten sollten. Das Motto war "Töte den Indianer, aber rette den Mann". Die einheimischen Kinder wurden aus ihren Häusern geholt und ihren Familien weggenommen, gezwungen, sich die Haare zu schneiden, Englisch zu sprechen und auf traditionelle Kleidung zu verzichten. Sie wurden schwer bestraft, wenn sie eine ihrer Traditionen ausübten oder ihre Muttersprache sprachen. In den 1970er Jahren waren noch Tausende von indigenen Kindern in Internaten eingeschrieben. Ganze Generationen von Einheimischen, die diese Schulen besucht haben, sind durch Missbrauch, Vernachlässigung und Trennung von ihren Familien und Kulturen Opfer eines immensen Traumas geworden. Dies hat zu hohen Selbstmordraten, Drogen- und Alkoholmissbrauch, sexueller Gewalt und gesundheitlichen Ungleichheiten geführt.

Die Ureinwohner Amerikas sagen oft, dass sie dem "roten Weg" folgen, der im Gegensatz zu all den umliegenden Problemen, mit denen sie auch heute noch oft zu kämpfen haben, als die Richtung zum positiven Wandel identifiziert wird. Das Ziel von The Red Road Project ist es, die Beziehung zwischen der traditionellen Kultur der Indianer und der Identität der heutigen indigenen Völker zu erforschen.

Carlotta Cardana (1981, Verbania, Italien) ist eine italienische Porträt- und Dokumentarfotografin, die in London lebt. Nach dem Studium der Bildenden Kunst und einem Diplom in Fotografie lebte sie in Argentinien und Mexiko-Stadt, wo sie als freie Redaktionsfotografin arbeitete. Danielle SeeWalker ist die Autorin der Texte. Danielle's Großmutter als Kind hatte ein College besucht und war Teil der letzten Generation, die die Lakota-Sprache fließend sprach.

I nativi americani costituiscono appena l’1% della popolazione americana e subiscono una sorta di segregazione forzata agli ultimi posti della società. Per più di un secolo sono sopravvissuti ad alcuni degli eventi più orribili della storia del Paese, tra cui il genocidio culturale.

La cosiddetta “era dei collegi” iniziò alla fine del 1800, con istituti pensati per assimilare i nativi americani alla cultura euro-americana, offrendo al tempo stesso un’istruzione di base. Il motto era “uccidete l’Indiano, ma salvate l’uomo”. I bambini nativi venivano prelevati dalle loro case e sottratti alle famiglie, costretti a tagliarsi i capelli, parlare inglese e abbandonare i vestiti tradizionali. Venivano duramente puniti se esercitavano una qualsiasi delle loro tradizioni o parlavano la loro lingua madre. Negli anni ‘70, migliaia di bambini indigeni venivano ancora iscritti ai collegi. Generazioni intere di nativi che hanno frequentato quelle scuole sono rimaste vittime di immensi traumi dovuti ad abusi, negligenze e separazione dalla propria famiglia e cultura. Ciò ha portato a tassi elevati di suicidio, abuso di sostanze e alcool, violenze sessuali e disparità dal punto di vista sanitario.

Si sentono spesso i nativi americani dire che stanno percorrendo “la strada rossa”, che viene identificata come la direzione verso un cambiamento positivo, contrariamente a tutti i problemi circostanti con cui spesso, ancora oggi, si lotta. Lo scopo di The Red Road Project è esplorare il rapporto tra la cultura tradizionale dei nativi americani e l’identità delle popolazioni tribali odierne.

Carlotta Cardana (1981, Verbania, Italia) è una fotografa italiana che si occupa di ritratti e documentaristica, residente a Londra. Dopo aver conseguito una laurea in Belle Arti e un diploma in fotografia, ha vissuto in Argentina e a Città del Messico, dove ha iniziato a lavorare come fotografa editoriale freelance. Danielle SeeWalker è l’autrice dei testi. La nonna di Danielle da bambina aveva frequentato un collegio e faceva parte dell’ultima generazione che parlasse correntemente la lingua Lakota.

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Cortona On The Move | Palazzo Capannelli
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | Palazzo Capannelli


Cortona On The Move | Palazzo Capannelli
14. Juli - 30. September 2018

Under Pressure
Guia Besana

Blood Speaks: A Ritual of Exile
Poulomi Basu

Tomorrow There Will Be Apricots
Tanya Habjouqa

Puree with a Taste of Triangles
Alena Zhandarova

Revising History
Jennifer Greenburg


 Guia Besana

Guia Besana

In der Zeit zwischen dem 20. Jahrhundert und diesem Jahrhundert hat sich der männliche Zustand nicht wesentlich verändert, während sich der Zustand der Frauen definitiv verändert hat. Verglichen mit den Geschichten unserer Großmütter ist für uns alles anders, innerhalb und ausserhalb der Häuser. Wir haben die Verantwortung übernommen, zu beweisen, dass wir in der Lage sind, uns von der Pflege des Hauses, von Öfen und Herden zu einem umfassenderen Schicksal zu entwickeln. Wenn wir über diesen Übergang sprechen, wo die Suche nach einem Weg, alles zu versöhnen, wie eine Schlacht erscheint, gibt es immer ein Gefühl von "Anstrengung", das alle Frauen vereint, so heterogen sie auch sein mögen.

"Under Pressure" ist das Porträt dieser intimen Zerbrechlichkeit. Es erzählt uns, wie wir Frauen dieser Zeit, laufen und stolpern, um unseren Töchtern und zukünftigen Generationen etwas Emanzipierteres zu liefern.

Guia Besana (1972, Borgosesia, Italien) lebt und arbeitet zwischen Paris und Barcelona. Nach dem Studium der Medien und Kommunikation in Turin widmet sie sich seit 1994 ausschliesslich der Fotografie, mit besonderem Augenmerk auf das Thema der weiblichen Identität. Ihre Arbeiten werden regelmässig in internationalen Zeitschriften und Blogs wie CNNphotos.com, The New York Times, Newsweek, Huffington Post, Marie Claire, Vanity Fair, Le Monde, Courrier International, D di Repubblica, Esquire veröffentlicht.

Nel passaggio fra il ‘900 e questo secolo la condizione maschile non è sostanzialmente cambiata, mentre è cambiata decisamente quella delle donne. Rispetto alle storie delle nostre nonne per noi tutto è diverso, dentro e fuori le case. Abbiamo ereditato la responsabilità di dimostrare che siamo capaci di passare dalla cura del mondo domestico, dalle stufe e i fornelli, alla creazione di un destino più esauriente. Quando si parla di questa transizione, dove trovare il modo per conciliare tutto sembra una battaglia, c’è sempre una sensazione di “sforzo” che accomuna tutte le donne, per quanto eterogenee possano essere.

“Under Pressure” è il ritratto di questa intima fragilità. Racconta come noi, donne di questo tempo, corriamo e inciampiamo per consegnare qualcosa di più emancipato alle nostre figlie e alle future generazioni.

Guia Besana (1972, Borgosesia, Italia) vive e lavora tra Parigi e Barcellona. Dopo gli studi in media e comunicazione a Torino, dal 1994 si dedica esclusivamente alla fotografia, con una particolare attenzione al tema dell’identità femminile.
Il suo lavoro è regolarmente pubblicato su riviste e blog internazionali come CNNphotos.com, The New York Times, Newsweek, Huffington Post, Marie Claire, Vanity Fair, Le Monde, Courrier International, D di Repubblica, Esquire.


 Poulomi Basu

Poulomi Basu

Blood Speaks: A Ritual of Exile ist ein transmediales Projekt, das die Ursachen und Folgen der Normalisierung von Gewalt gegen Frauen in Nepal untersucht. Der Ursprung dieser Gewalt ist die Unreinheit des weiblichen Menstruationsblutes. Es ist versteckte Gewalt, oft nicht berichtet, ungelöst. Diese Frauen sind unantastbar. Im Zentrum dieser Geschichte steht das Chaupadi-Ritual in Nepal, bei dem Mädchen und Frauen in der Menstruation in rudimentären Unterkünften ins Exil getrieben werden, von denen viele kaum geeignet wären, Tiere aufzunehmen. Während dieser Menstruation werden Frauen oft misshandelt, von Schlangen gebissen, vergewaltigt und sogar ermordet.

Durch Videoinhalte, VR, Fotografien, Screenings und Interviews bricht Blood Speaks den Schleier der Stille und Scham, den Frauen erleben. Sie will nicht nur informieren, sondern auch die Öffentlichkeit in eine verborgene Welt eintauchen und sie zu Zeugen der Ungerechtigkeit dieser Praxis machen.

Poulomi Basu (1983, Kalkutta, Indien) ist eine indische Schriftstellerin, Künstlerin und Aktivistin. Mit ihrer Arbeit analysiert sie, wie sich die Identitätsbildung mit der Geopolitik verflechtet und die in unseren Gesellschaften verborgenen und tief vergrabenen Machtstrukturen aufdeckt. Poulomi wurde von der Raffinerie 29 zusammen mit Hillary Clinton als "eine der erstaunlichsten Frauen beschrieben, die auf der ganzen Welt ihren besten Beitrag leisten".

Blood Speaks: A Ritual of Exile è un progetto transmediale che indaga le cause e le conseguenze della normalizzazione della violenza contro le donne in Nepal. L’origine di questa violenza è l’impurità del sangue mestruale femminile. È una violenza nascosta, spesso non denunciata, irrisolta. Queste donne sono intoccabili. Al centro di questa storia c’è il rituale del chaupadi in Nepal, per cui le ragazze e le donne in fase mestruale sono costrette a sopportare un esilio in rifugi rudimentali, molti dei quali sarebbero a malapena adatti a ospitare animali. Durante questo esilio mestruale le donne vengono spesso maltrattate, morse da serpenti, violentate e persino assassinate.

Attraverso contenuti video, VR, fotografie, proiezioni e interviste, Blood Speaks squarcia il velo del silenzio e della vergogna vissuta dalle donne. Cerca non solo di informare, ma anche di immergere il pubblico in un mondo nascosto e di renderlo testimone dell’ingiustizia di questa pratica.

Poulomi Basu (1983, Calcutta, India) è una scrittrice, artista e attivista indiana. Con il suo lavoro analizza come la formazione dell’identità si intrecci con la geopolitica, svelando le strutture di potere nascoste e profondamente sepolte nelle nostre società. Poulomi è stata definita da Refinery 29, insieme a Hillary Clinton, “una delle sorprendenti donne che, in tutto il mondo, offrono il loro miglior contributo”.


 Tanya Habjouqa

Tanya Habjouqa

Die Stabilität, die Syrien einst genoss, wurde zu einem hohen Preis realisiert. Dissens wurde nicht geduldet, es gab keine Rede- oder Vereinigungsfreiheit, und diejenigen, die dagegen waren, gingen in die berüchtigten Gefängnisse des Regimes. Morgen wird es Aprikosen geben, stammt aus der gegenwärtigen schrecklichen Situation, in der noch grössere Dunkelheit Syrien eingehüllt hat. Das Projekt erzählt diese Geschichte durch Frauen, die ihren Körper benutzen, um ihre Erfahrungen zu erzählen und die Isolation, die sie beschreiben, aktiv zu besetzen. Eine emotionale und investigative Erzählung, die in drei verschiedenen Kapiteln des syrischen Bürgerkriegs erzählt wird. Metaphorische Geschichten verschmelzen zu einer Synthese aus Originalgedichten, intimen Aufnahmen und Filmen, Standbildern und bewegten Bildern.

Dieses Projekt ist vieles: Studium, Recherche, Dokumentation, Reenactment, Archiv, Reflexion und sogar spirituelle Sitzung für diejenigen, die von dem verzweifelten Bedürfnis angetrieben werden, die Toten auferstehen zu lassen oder die Vergangenheit und ihre Geister zu konfrontieren.

Tanya Habjouqa (1975, Amman, Jordanien) ist Fotografin und Pädagogin jordanischer und texanischer Herkunft. Ihre langfristigen Projekte konzentrieren sich auf Genderfragen, die Darstellung von Vielfalt, Enteignung und die sich entwickelnde gesellschaftspolitische Dynamik des Nahen Ostens. Seine Occupied Pleasures, mit denen sie 2014 den World Press Photo gewann, wurde von den Zeitschriften TIME und Smithsonian als eines der besten Fotobücher des Jahres 2015 bezeichnet. Habjouqa ist Teil der Agentur NOOR und Gründungsmitglied von Rawiya, dem ersten rein weiblichen Fotokollektiv im Nahen Osten. Derzeit lebt sie in Ost-Jerusalem.

La stabilità di cui la Siria godeva un tempo era stata ottenuta a caro prezzo. Il dissenso non era tollerato, non c’era libertà di parola né di associazione, e coloro che si opponevano andavano a riempire le famigerate prigioni del regime. Tomorrow There Will Be Apricots nasce dalla terribile situazione attuale, in cui un’oscurità ancora più grande ha avvolto la Siria. Il progetto narra questa storia attraverso donne che usano il proprio corpo per raccontare le loro esperienze, occupando attivamente l’isolamento che descrivono. Una narrazione emotiva e investigativa raccontata in tre capitoli distinti della guerra civile siriana. Racconti metaforici fusi in una sintesi di poesie originali, registrazioni intime e filmati, immagini fisse e in movimento.

Questo progetto è tante cose: studio, indagine, documentario, rievocazione, archivio, riflessione, e anche seduta spiritica per chi è spinto dal disperato bisogno di resuscitare i morti o di confrontarsi con il passato e i suoi fantasmi.

Tanya Habjouqa (1975, Amman, Giordania) è una fotografa ed educatrice di origini giordana e texana. I suoi progetti a lungo termine si concentrano sulle tematiche di genere, la rappresentazione delle diversità, l’espropriazione e le dinamiche socio-politiche in continua evoluzione del Medio Oriente. Il suo Occupied Pleasures, con cui ha vinto il World Press Photo nel 2014, è stato definito dalle riviste TIME e Smithsonian come uno dei migliori libri fotografici del 2015. Habjouqa fa parte dell’agenzia NOOR ed è membro fondatore di Rawiya, il primo collettivo fotografico tutto femminile del Medio Oriente. Attualmente risiede a Gerusalemme Est.


 Alena Zhandarova

Alena Zhandarova

Ich probiere gerne etwas aus, was ich noch nie zuvor gemacht habe, um meine Wahrnehmung der Welt zu erweitern. Ich erforsche das Thema der Einzigartigkeit und Vielfalt eines jeden Menschen, die Verbindung zwischen der inneren und äusseren Welt. Ich verstosse gegen die Konventionen, die mich umgeben und versuche, meine eigenen persönlichen Regeln zu schaffen, um mit dem Universum zu kommunizieren. Die Idee, das Unvereinbare zu verbinden, etwas aus dem Nichts zu erschaffen, die überraschenden Zufälle, die sich dann zu einzigartigen Geschichten entwickeln, hat mich inspiriert.

Alena Zhandarova (1988, Birobidzhan, Russland) ist eine junge russische Künstlerin. Sie studierte Kunstfotografie am Europäischen Institut für Design in Madrid. Sie gewann den LensCulture Student Award und den Luceo Award, erhielt eine Auszeichnung beim Festival Encontros da Imagem in Portugal und war Finalistin beim Arte Laguna Award in Italien und beim Photovisa Festival in Russland.

Mi piace cimentarmi in qualcosa mai fatto prima, per espandere la percezione del mondo. Esploro il tema dell’unicità e della diversità di ogni persona, la connessione tra mondo interno ed esterno. Vado contro le convenzioni che mi circondano e cerco di creare le mie regole personali per comunicare con l’universo. Mi ispira l’idea di coniugare l’incompatibile, di creare qualcosa dal nulla, le coincidenze sorprendenti che si sviluppano poi in storie uniche.

Alena Zhandarova (1988, Birobidzhan, Russia) è una giovane artista russa. Ha studiato fotografia d’arte presso l’Istituto Europeo di Design di Madrid. È vincitrice dei premi LensCulture Student Award e del Luceo Award, ha ricevuto una menzione d’onore al Festival Encontros da Imagem in Portogallo, ed è risultata finalista del premio Arte Laguna in Italia e del Photovisa Festival in Russia.


 Jenniger Greenburg

Jenniger Greenburg

Revising History ist eine Studie über die Fotografie, die Natur des Volksbildes und ihre Rolle bei der Schaffung von kulturellen Allegorien. Die volkstümlichen Bilder erzeugen kulturelle Geschichten, denen wir vertrauen. Die Gefahr besteht darin, dass wir vergessen zu haben scheinen, dass das Bild den Moment von der Realität befreit, den Blickwinkel auslöscht und unweigerlich von einer assimilierten oder konventionellen Fantasie beeinflusst wird.

Diese Arbeit ist eine Performance, die sich in eine Reihe von Fotografien in Form von Zeugnissen von Zeit, Ort und Umständen übersetzt, die aber gleichzeitig fotografische Interpretationen sind. Ich bin mir bewusst, dass ich Bilder aus meiner Parteilichkeit schaffe, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass kein Foto jemals ohne einen Blickwinkel gemacht wurde. Ein Foto ist eine Subtraktion. Er extrahiert einen Moment aus seinem Kontext und eignet ihn sich an, um ein vorgegebenes Erzählziel zu erreichen.

Jennifer Greenburg (1977, Chicago, USA) ist ausserordentliche Professorin für Bildende Kunst an der Indiana University Northwest. Ihre Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des Museum of Contemporary Art in Tucson, des Museum of Contemporary Photography, des Museum of Photographic Arts, Light Work, des Art Museum of Santa Barbara und der National Gallery of Ontario. Eine komplette Monographie von ihm, The Rockabillies, wurde 2009 vom Center for American Places veröffentlicht.

Revising History è uno studio sulla fotografia, sulla natura dell’immagine vernacolare e il suo ruolo nella creazione di allegorie culturali. Le immagini vernacolari generano racconti culturali di cui tendiamo a fidarci. Il pericolo consiste nel fatto che sembriamo aver dimenticato che l’immagine libera il momento dalla realtà, cancella il punto di vista, ed è inevitabilmente influenzata da una fantasia assimilata o convenzionale.

Questo lavoro è una performance che si traduce in una serie di fotografie sotto forma di testimonianze di tempo, luogo e circostanza, ma che sono allo stesso tempo interpretazioni fotografiche. Sono consapevole di creare immagini dalla mia parzialità, ma sono giunta alla conclusione che nessuna fotografia sia mai stata scattata senza un punto di vista. Una fotografia è una sottrazione. Strappa un momento al suo contesto e se ne appropria per raggiungere un obiettivo narrativo prefissato.

Jennifer Greenburg (1977, Chicago, USA) è professore associato di Belle Arti alla Indiana University Northwest. Il suo lavoro fa parte della collezione permanente del Museo di Arte Contemporanea di Tucson, del Museo di Fotografia Contemporanea, del Museo di Arti Fotografiche, di Light Work, del Museo d’Arte di Santa Barbara e della National Gallery of Ontario. Una sua monografia completa, The Rockabillies, è stata pubblicata nel 2009 dal Center for American Places.

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Cortona On The Move | New Visions
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | New Visions


Cortona On The Move | Palazzo Capannelli | Via Zefferini 1
14. Juli - 30. September 2018

New Visions

Ernst CoppejansClaudia Gori | Marylise Vigneau


 Ernst Coppejans

Ernst Coppejans

"Vor einigen Jahren entdeckte ich in Amsterdam einen Unterschlupf für Opfer von Menschenhandel. Ich wollte mehr wissen und begann zu recherchieren. Ich kam sofort auf die Idee, eine Serie von Porträts der Opfer zu machen. Zunächst besuchte ich jede Woche die Hütte, um all jene zu treffen, die dort arbeiteten und lebten. Ihr Vertrauen zu gewinnen, war das Wichtigste für mich. Es brauchte viel Tee, Kaffee und ein Modefotoshooting, das die Mädchen unterhielt und sie überzeugte, an Bord zu springen.

Verkauft wird eine Serie von anonymen Porträts von Opfern des Menschenhandels. Die Porträts werden in Schutzräumen aufgenommen, in denen diese Frauen und Männer vorübergehend Schutz und Unterkunft finden. Und vielleicht der Beginn eines besseren Lebens.

Ernst Coppejans (1974, Wissenkerke, Niederlande) absolvierte nach einer Ausbildung zum Produktdesigner die PhotoAcademy in Amsterdam und arbeitet seitdem als freier Fotograf. Die Menschen, das Leben, das sie leben und die Entscheidungen, die sie treffen, faszinieren ihn. Die Ideen für seine Projekte stammen aus seinen Erfahrungen und seiner Neugierde auf die Erfahrungen außergewöhnlicher Menschen. Die Stärke des Verlierers ist das zentrale Thema der Arbeit von Ernst Coppejans.

“Alcuni anni fa ho scoperto ad Amsterdam un rifugio per le vittime della tratta di esseri umani. Volevo saperne di più e ho iniziato a effettuare delle ricerche in merito. Mi è subito venuta in mente l’idea di realizzare una serie di ritratti delle vittime. Ho iniziato visitando il rifugio ogni settimana, per conoscere tutti coloro che ci lavoravano e ci vivevano. Ottenere la loro fiducia era la cosa più importante per me. Ci sono voluti un sacco di tè, caffè e un servizio fotografico di moda che ha fatto divertire le ragazze e le ha convinte a saltare a bordo.”

Sold è una serie di ritratti anonimi delle vittime della tratta di esseri umani. I ritratti sono realizzati nei rifugi dove queste donne e questi uomini trovano temporaneamente sicurezza e alloggio. E, forse, l’inizio di una vita migliore.

Ernst Coppejans, (1974, Wissenkerke, Olanda), dopo aver completato un percorso formativo nell’ambito del product design, si è laureato alla PhotoAcademy di Amsterdam e da allora lavora come fotografo freelance. Lo affascinano le persone, le vite che vivono e le scelte che fanno. Le idee per i suoi progetti nascono dalle sue esperienze e dalla sua curiosità nei confronti del vissuto di persone straordinarie. La forza del perdente è il tema centrale del lavoro di Ernst Coppejans.


 Claudia Gori

Claudia Gori

Die Weltbevölkerung ist zunehmend hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen, Schnurlostelefonen, Tabletten, Wi-Fi und Signalverstärkern ausgesetzt. Elektrosensibilität (EHS) ist eine Reihe von physischen und/oder psychischen Symptomen, die mit dem Vorhandensein und der Nähe zu diesen Bereichen zusammenhängen, wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Konzentrationsstörungen, Schmerzen, Ausschläge, Hör-, Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Stimmungsschwankungen. Die Zahlen in Italien sind alarmierend: Wir sprechen von mindestens 600 000 Fällen.

Immer mehr Menschen leiden und ändern ihre Gewohnheiten radikal und wenden sich der Zwangsisolierung als einzigem Heilmittel zu. Viele von denen, die nicht bereit sind, den Ort und den Lebensstil zu ändern, versuchen, mit selbstgemachten Therapien zu heilen. Andere entwickeln schwere Formen von Depressionen und Missbrauch. Diese Menschen werden Wächter genannt, weil sie als diejenigen betrachtet werden, die jetzt versuchen, was in den kommenden Jahren zu einem zunehmend verbreiteten Phänomen werden könnte.

Claudia Gori (1986, Prato, Italien) arbeitet als freie Fotografin und führt fotografische Projekte der sozialen und psychologischen Forschung in Italien und im Ausland durch. Seine Bilder wurden in Zeitungen wie CNN Photo Blog, The Wall Street Journal, Grazia Italia, R2 La Repubblica veröffentlicht. Im Jahr 2016 wurde sie für die Joop Swart Masterclass of the World Press Photo nominiert. Im Jahr 2017 gehörte er zu den Finalisten des Premio Pesaresi und im Jahr 2018 zu den Finalisten des Sony World Photography Award für das Projekt The Sentinels.

La popolazione mondiale è esposta in modo massiccio e crescente ai campi elettromagnetici ad alta frequenza emessi da cellulari, cordless, tablet, Wi-Fi, ripetitori. L’elettrosensibilità (EHS) è un insieme di sintomi fisici e/o psicologici legati alla presenza e alla vicinanza a questi campi, come cefalee, insonnia, debolezza, deficit di concentrazione, dolori, eruzioni cutanee, disturbi uditivi, visivi e dell’equilibrio, alterazione dell’umore. I numeri in Italia sono allarmanti: si parla di almeno 600mila casi.

Sempre più persone ne soffrono e modificano radicalmente le loro abitudini, ripiegando su un isolamento forzato come unico rimedio. Molti di coloro che non sono disposti a cambiare luogo e stile di vita cercano di guarire con terapie fai da te. Altri sviluppano gravi forme di depressione e abulia. Queste persone sono chiamate sentinelle, perché sono considerate coloro che provano adesso ciò che potrebbe diventare un fenomeno sempre più diffuso negli anni a venire.

Claudia Gori (1986, Prato, Italia) lavora come fotografa indipendente e porta avanti progetti fotografici di ricerca sociale e psicologica in Italia e all’estero. Le sue immagini sono state pubblicate su testate giornalistiche come CNN Photo Blog, The Wall Street Journal, Grazia Italia, R2 La Repubblica. Nel 2016 è stata nominata per la Joop Swart Masterclass del World Press Photo. Nel 2017 è tra i finalisti del Premio Pesaresi e nel 2018 è tra i finalisti del Sony World Photography Award col progetto The Sentinels.


 Marylise Vigneau

Marylise Vigneau

Die Einschränkungen der Meinungsfreiheit der pakistanischen Regierung wurden oft als Vorwand gegen verschiedene Personengruppen wie Minderheiten, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, Atheisten, Homosexuelle usw. benutzt, um sie daran zu hindern, sich öffentlich zu äussern. Tötungen und Angriffe auf Journalisten, Medienschaffende und Menschenrechtsverteidiger bleiben endemisch und ständig ungestraft.

Diese Geschichte spielt in Lahore und ist eine Serie von Porträts von Menschen, deren Art zu denken, zu leben und zu lieben gegen die offizielle pakistanische Vision verstösst. Menschen, deren Leben ein ständiger Kampf ist, weil sie ihre Meinung, ihren Glauben, ihre Sexualität, ihre Kunst, ihre Sorgen, ihre Freuden und Sorgen verbergen müssen. Diese Bilder wurden mit äusserster Vorsicht präsentiert, um die Sicherheit und damit auch die Anonymität der abgebildeten Personen zu gewährleisten. Jeder von ihnen heisst "Noor", ein Name, der Licht bedeutet und gleichgültig für Frauen und Männer verwendet wird.

Marylise Vigneau (1968, Ambilly, Frankreich) wuchs in einer traditionellen Pariser Familie auf. Trotz ihrer Faszination für Literatur ist ihre Ausdrucksweise im Laufe der Zeit zur Fotografie geworden. Asien und die Städte, die von Zeit und Vergessen, Entwicklung oder Isolation - oft zwei Extreme desselben Phänomens - betroffen sind, sind sein bevorzugtes Terrain. Sie liebt das Spiel mit Gegensätzen: Abwesenheit und Präsenz, Leere und Fülle, Einsamkeit und Multitude, nah und fern.

Le restrizioni del governo pakistano alla libertà di parola sono state spesso strumentalizzate contro diversi gruppi di persone, quali minoranze, giornalisti, attivisti per i diritti umani, atei, omosessuali, ecc. Le uccisioni e gli attacchi a giornalisti, collaboratori dei media e difensori dei diritti umani rimangono endemici e costantemente impuniti.

Questa storia si svolge a Lahore e costituisce una serie di ritratti di persone il cui modo di pensare, vivere, amare, va contro la visione ufficiale pakistana. Persone la cui vita è una lotta continua perché devono nascondere le loro opinioni, le loro convinzioni, la loro sessualità, la loro arte, le loro preoccupazioni, le gioie e i dolori. Queste immagini sono state esposte con estrema cautela in modo da garantire la sicurezza e quindi anche l’anonimato delle persone ritratte. Ognuna di loro si chiama “Noor”, un nome che significa luce e viene usato indifferentemente per donne e uomini.

Marylise Vigneau (1968, Ambilly, Francia) è cresciuta in una famiglia parigina tradizionale. Nonostante il suo fascino per la letteratura, nel corso del tempo la sua modalità di espressione è diventata la fotografia. L’Asia e le città colpite dal tempo e dall’oblio, dallo sviluppo o dall’isolamento – spesso due estremi dello stesso fenomeno – costituiscono il suo terreno preferito. Ama giocare con gli opposti: l’assenza e la presenza, il vuoto e la pienezza, la solitudine e la moltitudine, il vicino e il lontano.

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Cortona On The Move | #instagrampier - Pierfrancesco Celada | Orto delle Carceri
Jul
14
zu 30. Sep.

Cortona On The Move | #instagrampier - Pierfrancesco Celada | Orto delle Carceri


Corotona One The Move | Orto delle Carceri
14. Juli - 30. September 2018

#instagrampier
Pierfrancesco Celada


 Pierfrancesco Celada

Pierfrancesco Celada

instagrampier ist ein Ort des Übergangs zwischen dem realen Leben und der virtuellen Welt der sozialen Medien, ein gemeinsames Porträt der heutigen Gesellschaft. Instagram Pier ist eine Industriepier auf der Westseite der Insel Hongkong, die seit einigen Jahren unter diesem Namen bekannt ist. Jeden Tag, besonders bei Sonnenuntergang, versammeln sich viele Instagrammer, Fotografen und normale Bürger, die von der malerischen Aussicht auf den Hafen von Victoria angezogen werden, am Pier, um Selbst- und Panoramafotos zu machen. Um konsistent zu bleiben und eine direkte Verbindung zu anderen Instagrammern herzustellen, begann ich, mich um das Profil des Instagram-Piers zu kümmern. (IG:@insta_pier #instagrampier)

Pierfrancesco Celada (1979, Varese, Italien) lebt und arbeitet in Hongkong. Er arbeitet an einer Reihe von Fotoprojekten, die die Lebensbedingungen in den am dichtesten besiedelten städtischen Gebieten untersuchen. Seine Arbeiten wurden unter anderem von Newsweek, The New York Times, Time Lightbox, i-D, Vogue, Amica, D-Republic, Bloomberg Magazine veröffentlicht.

#instagrampier è un posto di passaggio tra la vita reale e il mondo virtuale dei social media, un ritratto condiviso della società contemporanea. L’Instagram Pier è un molo industriale situato sul lato occidentale dell’isola di Hong Kong che da qualche anno è diventato famoso con questo appellativo. Ogni giorno, soprattutto al tramonto, molti instagrammer, fotografi e semplici cittadini attratti dalla suggestiva vista del porto di Victoria, si riuniscono al molo per scattare selfie e foto panoramiche. Per rimanere coerente al posto, e per creare un filo diretto con altri instagrammer, ho iniziato a curare il profilo dell’Instagram Pier. (IG:@insta_pier #instagrampier)

Pierfrancesco Celada (1979, Varese, Italia) vive e lavora a Hong Kong. Sta lavorando a una serie di progetti fotografici che esplorano le condizioni di vita nelle aree urbane più densamente popolate. Il suo lavoro è stato pubblicato, tra gli altri da Newsweek, The New York Times, Time Lightbox, i-D, Vogue, Amica, D-Repubblica, Bloomberg Magazine.

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Ausstellung | Souvenirs - Peter Aerschmann | Kunstmuseum Appenzell
Aug
19
zu 25. Nov.

Ausstellung | Souvenirs - Peter Aerschmann | Kunstmuseum Appenzell


Kunstmuseum Appenzell | Appenzell
19. August - 25. November 2018

Souvenirs
Peter Aerschmann


 Peter Aerschmann, SLEEPERS, 2011, HD video, 12 min loop, no sound, ed. 5+1AP

Peter Aerschmann, SLEEPERS, 2011, HD video, 12 min loop, no sound, ed. 5+1AP


Peter Aerschmann (*1969 in Freiburg/CH) gehört zu den profiliertesten Medienkünstlern der Schweiz. Seit 1999 – nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst/Basel und den weiterführenden Studien der Computerwissenschaft an der Universität Basel und an der Hochschule der Künste Bern, hat er ein reiches Œuvre geschaffen, das nun erstmals retrospektiv in einer musealen Ausstellung vorgestellt wird. Im 1998 eröffneten Kunstmuseum Appenzell zeigt der Künstler eine exemplarische Auswahl seiner Videoarbeiten und Digitalfilme von 1999 bis heute.

Die zehn Kabinette des Museums werden zur Bühne eines eigenen Blicks auf unsere Realitäten, auf unsere Gegenwart. Aerschmann rekonstruiert in seinen am Computer generierten Filmen – die wiederum auf von ihm gemachten Videos oder Fotografien beruhen – scheinbar die sichtbare Wirklichkeit. Allerdings führt er sie uns so vor Augen, wie wir sie selten wahrgenommen haben. Teils humorvoll, teils hintergründig, teils kritisch kombiniert der Künstler in den meist kurzen Filmen aus optischen Fragmenten des Alltags eine Weltsicht, die trotz aller Leichtigkeit existentielle Fragen berührt.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch.

Eröffnung: Samstag, 18. Augst 2018, 17 Uhr, im Kunstmuseum Appenzell.

(Text: Kunstmuseum Appenzell)


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Ausstellung | Die Harmonie des Augenblicks - Georges Yammine | Bernheimer Fine Art | Luzern
Aug
20
zu 28. Sep.

Ausstellung | Die Harmonie des Augenblicks - Georges Yammine | Bernheimer Fine Art | Luzern


Bernheimer Fine Art | Luzern
20. August - 28. September 2018

Die Harmonie des Augenblicks
Georges Yammine


 Maria de Buenos Aires, 2011

Maria de Buenos Aires, 2011


Georges Yammine wurde 1979 in Zekrit, Libanon, geboren. Er studierte Violine an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar, in Berlin und Paris. Seit der Gründung 1999 ist er Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra, unter der Leitung von Daniel Barenboim. Seit 2008 ist er Teil des Ensembles des Qatar Philharmonic Orchestra und international als Photograph tätig.   Als Musiker bereist Georges Yammine auf zahlreichen Tourneen die unterschiedlichsten Orte und Länder. Inspiriert von seinen Reisen und Begegnungen erschloss sich ihm die Photographie als eine zweite künstlerische Ausdrucksform, die es ihm ermöglicht, musikalische Zusammenhänge visuell einzufangen und mit Bewegung und Form zu experimentieren. Yammine ist photographischer Autodidakt. Was er vor 10 Jahren spielerisch mit einer analogen Kamera begann, führt er heute mit professionellem Scharfblick fort. Über die Jahre hinweg photographierte er die Orchesterarbeit und die Mitglieder des   West-Eastern Divan Orchestra, mal spontan, mal inszeniert. Immer wieder sucht er die Musiker auch losgelöst von der Gruppe auf und hält sie in innigen Momenten fest. Das West-Eastern Divan Orchestra wurde von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet und setzt sich aus jungen Musikern aus Israel, Palästina, Syrien sowie anderen arabischen Ländern zusammen. Zum 15-jährigen Bestehen dieses einzigartigen Projektes ist 2014 Yammines Bildband "Funkelnde Hoffnung" erschienen.   Geradezu poetisch sind seine darin enthaltenen Detailaufnahmen von Instrumenten, in denen er seine Vorliebe für das Spiel mit Schatten, Licht und Spiegelungen offenbart. Als künstlerischer Photograph sind es aber auch Themen Abseits der Konzertsäle, die Yammine beschäftigen. Fasziniert von Choreographie und Tanz sucht er Wege, Szenen der Bewegung auf eigene Weise zu interpretieren. Er lässt uns dabei spüren, wie sich Musik und Tanz in seiner Formensprache spiegeln und zu einer neuen Ausdrucksform verbinden. Stets begleitet Georges Yammine auch die Frage nach dem Begriff der Heimat, ist er doch seit 20 Jahren fast stetig auf Reisen. Er verknüpft diesen Heimat-Begriff mit der Suche nach der mythologischen Stadt Babylon. Er fühlt eine tiefe Verbindung zur Legende der ersten und aussergewöhnlichsten Weltstadt, deren Menschen die Weisheit des Orients über die ganze damals bekannte Welt ausstrahlte. "Ich trage mein Zuhause in mir" so sagt der Künstler selbst und sucht mit seiner Kamera nach Spuren dieser mythologischen Weisheit und seinem persönlichen Gefühl von Heimat irgendwo auf der kosmopolitischen Weltbühne.   Seit 2011 zeigt er seine Bilder in internationalen Ausstellungen in Qatar, USA, Österreich und Deutschland. In der Schweiz ist dies seine erste Präsentation. Im Rahmen des Lucerne Festivals spielt Georges Yammine am 21. und 22. August 2018 mit dem West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim.

(Text: Bernheimer Fine Art)

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Ausstellung | Fotograf der Wiener Moderne - Moriz Nähr | Leopold Museum
Aug
24
zu 29. Okt.

Ausstellung | Fotograf der Wiener Moderne - Moriz Nähr | Leopold Museum


Leopold Museum | Wien
24. August - 29. Oktober 2018

Fotograf der Wiener Moderne
Moriz Nähr


 Moriz Nähr | Elsa Wiesenthal | um 1907 | Privatbesitz

Moriz Nähr | Elsa Wiesenthal | um 1907 | Privatbesitz

Moriz Nähr (1859–1945) gilt als einer der wichtigsten Erneuerer in der Fotografie im „Wien um 1900“. Sein fotografisches Werk wird heute in einem Atemzug mit dem berühmten Pariser Fotografen Eugène Atget genannt. Mit dem Jugendstilmaler Gustav Klimt verband Nähr eine lebenslange Künstlerfreundschaft und ein besonderes Netzwerk prominenter Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Philosophie. Zahlreiche Porträtaufnahmen von Klimt dokumentieren die künstlerische Verbundenheit eindrücklich. Umgekehrt ließ sich auch Klimt von den fotografischen Motiven Nährs inspirieren, wie die Übereinstimmung im Gemälde Buchenwald I von 1902 verdeutlicht. Die Legendenbildung um Moriz Nähr basiert einerseits auf der engen Verbindung zu Gustav Klimt und der Wiener Secession und andererseits auf seiner Beziehung zur Familie Ludwig Wittgensteins und dem habsburgischen Kaiserhaus, speziell zum Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, zu dessen Kammerfotograf er 1908 ernannt wurde. Aufgrund der verschiedensten Auftragsinteressenten als auch als freiberuflicher Fotograf hat sich ein vielschichtiges Oeuvre erhalten, das Landschafts- Architektur-, Porträtfotografie umfasst, und sich zudem der Street Photography (Naschmarktszenen, 1918) und Ausstellungsdokumentation (Wiener Secession) zuordnen lässt.

(Text: Leopold Museum)

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Ausstellung | Standpunkt - Werner Bischof | Museum im Bellpark
Aug
25
zu 4. Nov.

Ausstellung | Standpunkt - Werner Bischof | Museum im Bellpark


Museum im Bellpark | Kriens
25. August - 4. November 2018

Standpunkt
Werner Bischof


 Auf dem Weg nach Cuzco, Valle Sagrado, Peru 1954 © Werner Bischof / Magnum Photos

Auf dem Weg nach Cuzco, Valle Sagrado, Peru 1954 © Werner Bischof / Magnum Photos


Werner Bischof (1916-1954) gehört weltweit zu den bedeutendsten Fotografen seiner Zeit. 1932 nimmt er an der Kunstgewerbeschule in Zürich ein Studium auf und wechselt im darauffolgenden Jahr in den von Hans Finsler geleiteten Fachbereich Fotografie. Nach seinem Diplom im Jahr 1936 ist er zunächst aus seinem eigenen Fotostudio heraus für Mode und Werbung tätig, bevor er sich ab 1944 sozialen und politischen Themen zuwendet. Angeregt durch humanistische Strömungen begibt er sich damit auf eine der Zeit entsprechende Sinnsuche.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg berichtet Bischof in Fotoreportagen über die Zerstörungen in Europa. Sein Weg führt ihn durch Deutschland, Italien, die Niederlande, Frankreich, Ungarn, Rumänien, Polen, Finnland und Griechenland. Er tritt 1949 der Kooperative Magnum Photos bei und arbeitet von nun an mit Henri Cartier-Bresson, David Seymour, George Rodger, Maria Eisner und Robert Capa zusammen. Bereits mit dreissig Jahren ist er als Fotograf eine internationale Grösse. Seine Bilder werden in den bedeutendsten Zeitungen und Zeitschriften jener Zeit publiziert. 

In den Jahren 1951 und 1952 ist Bischof in Asien unterwegs. Seine Reportage über die Hungersnot in Indien, die er 1951 im Life Magazine veröffentlicht, bringt ihm internationale Anerkennung. Anschliessend begibt er sich nach Japan, wo er fast ein ganzes Jahr verbringt, bevor er nach Korea, Hongkong und Indochina weiterreist. Konsequent das Sensationelle meidend, sucht sein fotografischer Blick stattdessen, die stillen Eigenheiten der Kulturen und Traditionen zu ergründen. In den Jahren 1953 und 1954 verfolgt Bischof ein breitangelegtes, zum Teil in Farbe gehaltenes Fotoprojekt in den USA. Über Mittelamerika reist er danach nach Südamerika, immer auf der Suche nach einer Harmonie zwischen Mensch und Natur. Bei einem Autounfall in den peruanischen Anden verunglückt Werner Bischof 1954 tödlich. 

Hinterlassen hat er in seiner kurzen Schaffenszeit ein beindruckendes fotografisches Werk, das mit der Ausstellung im Museum im Bellpark in einer repräsentativen Auswahl vorgestellt wird. Ergänzend beinhaltet die Schau Skizzen- und Notizbücher, die Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess des Fotografen vermitteln. Diese Retrospektive, zusammengestellt von Magnum Photos Paris und Marco Bischof vom Werner Bischof Estate, präsentiert die «Ikonen» aus Bischofs Schaffen und zeigt gleichzeitig wenig bekannte Aspekte dieses aussergewöhnlichen Lebenswerks.

(Text: Hilar Stadler, Museum im Bellpark)

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Ausstellung | Antarctica - Paolo Pellegrin | Bildhalle
Aug
30
zu 29. Sep.

Ausstellung | Antarctica - Paolo Pellegrin | Bildhalle


Bildhalle | Zürich
30. August - 29. September 2018

Antarctica
Paolo Pellegrin


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Die neuste Serie des italienischen Fotografen Paolo Pellegrin (*1964) führt uns die Schönheit des antarktischen Eisschildes vor Augen, welches zugleich auch Schauplatz einer von Menschen verursachten Krise ist. Die gross­formatigen Luftaufnahmen zeigen imposante Bilder einer scheinbar intakten Umwelt. Erst bei genauerem Be­trachten erahnen wir – gespiegelt durch die dramatischen Veränderungen der Landschaft – den bevorstehenden Verlust, der uns durch die Erderwärmung droht.

Pellegrin hat die Eisfelder und Gletscher aus einem Forschungsflugzeug der NASA fotografiert, die auf ihrer jährlichen IceBridge-Expedition Messflüge über dem Kontinent durchführt. Die Antarktikis von oben, diese Perspektive kannten wir bis anhin nur von Satellitenbildern. Zum ersten Mal liefert nun ein Fotograf Bilder aus einer Flughöhe von nur 300 bis 500 Metern über dem Eis und schenkt uns damit nie gesehene, detaillierte und spektakuläre Luftaufnahmen.

Diese Fotografien demonstrieren, wie eine fast unberührte Landschaft langsam verschwindet, wegschmilzt, ver­ursacht durch unsere geographisch weit entfernten industriellen Aktivitäten. Einmal mehr werden wir daran erinnert, dass Umweltprobleme keine Grenzen kennen. Und genau hier setzt der Magnum-Fotograf an, der bis­her vor allem in Krisen- und Kriegsgebieten gearbeitet hat. Während er normalerweise auf Tuchfühlung und ins Geschehen eingebettet Bilder produziert, tritt er hier einen Schritt zurück und zeigt uns das grosse Ganze eines schwer fassbaren Vorgangs: einen Konflikt, der ganz im Stillen passiert – ohne sichtbare Opfer. Einen Konflikt, der uns alle betrifft.

Die ausgedehnten Landschaften mit ihren Mustern in Eis und Schnee, meist ohne Horizont fotografiert, erinnern gleichzeitg aber auch an die „Equivalents“ von Alfred Stieglitz, die dieser vor hundert Jahren fotografiert hat und die gemeinhin als erste Abstraktionen der modernen Fotografie gelten. Diese Verschränkung aus abstrakter Schönheit der fotografierten südpolaren Landschaft und der politischen Dringlichkeit ihrer drohenden Zerstörung erhebt die Arbeit von Paolo Pellegrin weit über das reine Bilddokument hinaus.

(Text: Bildhalle)

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Ausstellung | A Quintology of Diaries - Ferit Kuyas | Galerie 94
Aug
31
zu 6. Okt.

Ausstellung | A Quintology of Diaries - Ferit Kuyas | Galerie 94


Galerie 94 | Baden
31. August - 6. Oktober 2018

A Quintology of Diaries

Ferit Kuyas


 15 Feathers | Bild: Ferit Kuyas

15 Feathers | Bild: Ferit Kuyas

"A Quintology of Diaries" begann 2010, als ich eingeladen wurde, eine Arbeit zu zeigen, die ich nie zuvor ausgestellt hatte. Die Einladung kam von Romano Zerbini für die Eröffnungsaustellung seiner neuen Galerie Photogarage. Ich entschloss mich, mit meinen Polaroids zu arbeiten, die ich Mitte der neunziger Jahre gemacht hatte, als ich an einem visuellen Austauschprogramm mit vier Künstlerfreunden beteiligt war. Während einigen Jahren schickten wir jeden Monat Polaroidbilder an alle Beteiligten und erhielten zurück. Das war eine gute Gelegenheit, um meine Umwelt zu erkunden, und als visueller Künstler zu reifen. Schliesslich einigten wir uns auf den Titel Visual Diary. Da mich von nun an ständig das Wort "Tagebuch" einfiel, führte dies zu vier weiteren Teilen.

Das Gehirn funktioniert nicht wie ein Computer, in dem Erinnerungen als Binärcode aufgezeichnet werden und jederzeit nach Belieben abgerufen werden können. Selbst dann können Daten im Laufe der Zeit beschädigt werden und möglicherweise nicht mehr lesbar sein. Unser Gedächtnis scheint die Ränder und Ecken unserer Vergangenheit zu glätten. Übrig bleibt eine Erinnerung, die wahrscheinlich nicht kongruent mit dem ist, was vor langer Zeit wirklich passiert ist. Wir neigen zu Vereinfachung und Idealisierung.

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, mit einer Digitalkamera Momente meines Lebens festzuhalten. Das Aufnehmen dieser Art von Fotos hilft mir, mein Gedächtnis zu vertiefen. Wenn ich mir ein vor langer Zeit gemachtes Bild anschaue, erwachen all die Gefühle, die Stimmung, in der ich mich befand, der Geschmack der Dinge und die Geräusche, die mich umgeben haben, wieder zum Leben. Andererseits frage ich mich: Ist das wirklich wahr? Welche Art von Erinnerungen wird das gleiche Bild in einer Woche hervorrufen? In einem Monat? In einem Jahr? In zehn Jahren? Und schliesslich wird die Erinnerung verschwinden, sobald ihr Träger fort ist.

Dinge, die ich nicht brauche, aufzuräumen und loszuwerden gehören nicht zu meinen Stärken. Im Laufe der Jahre hat sich eine grosse Anzahl von Objekten angesammelt. Manche von ihnen nutzlos, aber zu schön, manche von der Zeit überholt, aber zu wertvoll, um weggeworfen zu werden. Wenn ich sie anschaue, scheint sich ein Fenster in meiner Seele zu öffnen. Das ist oft eine interessante Erfahrung, manchmal ironisch, schmerzhaft oder überraschend. Alte Erinnerungen kommen auf und werden neu bewertet. Die meisten Objekte werden nach dem Fotografieren zerstört oder abgegeben. Sie loszuwerden ist ein Reinigungsprozess, da ich immer weniger Dinge um mich herum haben will – nur das, was wirklich notwendig ist.

Ferit Kuyas

Ferit Kuyas (*1955) studierte Architektur und Jurisprudenz in Zürich. 1982 promovierte er an der Universität Zürich mit dem Lizentiat. Er lebt und arbeitet in Ziegelbrücke, Schweiz. Ferit Kuyas’ Arbeiten werden in Galerien, Museen und Festivals in Europa, Amerika und Asien gezeigt, darunter Shanghai Art Museum, Fotomueum Winterthur, Zacheta Nationale Galerie für Kunst, Warschau, Museum für moderne Kunst Carlos Merida, Guatemala Stadt, Photofusion Gallery, London, Elipsis Gallery, Istanbul, Transphotographiques, Lille, Frankreich, H2 Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg, und Fotofestiwal Lodz, Polen. 1999 erhielt er den Kodak-Fotobuchpreis für Industrielle Innenwelten, 2002 wurde er mit dem Hasselblad Masters Award ausgezeichnet, 2010 erhielt er den GuatePhoto Award. Seine Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter Museum of Fine Arts, Houston, Musée de la Photographie, Belgien, Charleroi, Portland Art Museum, Portland OR, Sammlung Hoffmann-La Roche, Basel, Städtische Sammlung Augsburg, Kanton Bern und Stadt Biel/Bienne.

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Ausstellung | Jean-Marc Yersin | Ferrari Art Gallery
Sep
2
zu 30. Sep.

Ausstellung | Jean-Marc Yersin | Ferrari Art Gallery


Ferrari Art Gallery | Vevey
2. September - 30. September 2018

La Linge
Jean-Marc Yersin


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Dieser 18 km lange Viadukt, der ohne jegliche Nutzung und ohne Zugang, der seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceronne, zwischen Orléans und Paris, demonstriert, hebt sich zweifellos von der Masse ab. Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Konzeption, ist er es immer noch.... Mit Talent gestaltet, fordert es heraus....

Ein solches Überbleibsel könnte ein historisches Denkmal sein, eine Touristenattraktion, aber es ist verlassen. An zwei Stellen geteilt, durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, scheint es zu stören, aber widersteht - die Kosten für den Abriss wären kolossal.

Ein Relikt des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen derer, die sein Todesurteil für einen besseren Start der TGVs unterzeichnet haben, extravagant wurde, ist diese Arbeit wirklich aussergewöhnlich.

Seine sowohl anachronistische als auch futuristische Silhouette, die als eine Art vergessene Land-Art-Installation aus dem Wald auftaucht, um sich auf der Ebene zu präsentieren, fand natürlich ihren Platz im zweiten Band von "Carnets d'un autre temps". Manch einer erinnert sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer dieses Ingenieurs und seines Aérotrains mit Luftkissen, der sich in den 60er Jahren ohne grössere Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt....

Heute könnte das Abenteuer ein paar Schritte von Vevey auf der Rhône-Ebene mit dem Bau einer Teststrecke für Hyperloop-Kandidaten von Elon Musk fortgesetzt werden, um Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit mehr als 1'000 km/h mit San Francisco zu verbinden.

Indéniablement il sort de l’ordinaire, ce viaduc de 18 km, sans aucun usage ni accès, qui impose sa monumentale présence sur la plaine Beauceronne, entre Orléans et Paris. Futuriste lors de sa conception, il l’est encore... Dessiné avec talent, il interpelle...

Un tel vestige pourrait être monument historique, attraction touristique, il est pourtant à l’abandon. Sectionné en deux endroits, par la construction d’une autoroute, puis par un accident avec un véhicule agricole, il semblerait qu’il gêne, mais il résiste, le coût de sa démolition serait colossal.

Vestige du génie de l’ingénieur Bertin, qui sut convaincre jusqu’au sommet de la République de la pertinence de son projet d’Aérotrain, devenu extravagant aux yeux de ceux qui signèrent son arrêt de mort pour mieux lancer les TGV, cet ouvrage est bel et bien extraordinaire.

Sa silhouette, à la fois anachronique et futuriste, fonctionnant comme une sorte d’installation de Land Art oubliée émergeant de la forêt pour se lancer sur la plaine, a trouvé tout naturellement sa place dans le deuxième volume des « Carnets d’un autre temps ».
Certains se souviennent encore de l’étonnante aventure industrielle menée par cet ingénieur et son Aérotrain à coussin d’air, qui, dans les années 1960, se déplaçait sans plus de frottement, comme en lévitation, sur une première ligne au sol, entre Gometz et Limours près de Paris, puis sur ce viaduc, où il dépassa les 400 km/h...

Aujourd’hui, l’aventure pourrait bien rependre à deux pas de Vevey, sur la plaine du Rhône, avec la construction d’une piste d’essais pour les candidats à l’Hyperloop imaginé par Elon Musk, afin de relier Los Angeles à San Francisco en moins d’une demi-heure, à plus de 1’000 km/h

(Text: Ferrari Art Gallery)

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Ausstellung | Silence - Gabriela Torres Ruiz | Galerie im Tempelhof Museum
Sep
7
zu 11. Nov.

Ausstellung | Silence - Gabriela Torres Ruiz | Galerie im Tempelhof Museum

  • Galerie im Tempelhof Museum (Karte)
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Galerie im Tempelhof Museum | Berlin
7. September - 11. November 2018

Silence
Gabriela Torres Ruiz


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Die Fotografin Gabriela Torres Ruiz fokussiert in ihrem Projekt SILENCE auf die Aura verlassener Orte. Mit feinem Gespür für die poetischen Wechselwirkungen von Licht, Farbe und Raum stellt sie Landschaftsmotive und Innenraumaufnahmen in Diptychen gegenüber. Ihre Suche gilt natürlichen Landschaften sowie Räumen, die eine Idee von Stille vermitteln, mit der Intention, diesen durch ihre Fotografie eine fühlbare Form zu geben.

Torres Ruiz entdeckt vergessene Orte, die ihres ursprünglichen Kontextes entledigt sind, deren Zustand als Sinnbild für das unaufhaltsame Fortschreiten von Zeit verstanden werden kann. Der abgebildete Verfall der Gebäude neben ursprünglich anmutenden Bergund Waldlandschaften verweist auf den Kreislauf zwischen Architektur und Natur, die sich ihren Raum zurückerobert.

Auf einer Metaebene thematisiert die Künstlerin das Spektrum zwischen gewachsenem und gebautem Raum. Die korrespondierenden Motive gehen nicht nur eine formale Verwandtschaft ein, sondern stehen darüber hinaus in einer inhaltlichen Wechselbeziehung.

Gabriela Torres Ruiz, 1970 in Mexiko-Stadt geboren, studierte Architektur und arbeitete ab 1997 als Architektin in Berlin im Büro Kleihues + Kleihues. Seit 2013 liegt ihr Fokus sehr erfolgreich auf der Fotografie. 2017 erschien die Publikation SILENCE mit einem Text von Timothy Persons bei Hatje Cantz.

(Text: Galerie im Tempelhof Museum)

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Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Photobastei
Sep
7
zu 7. Okt.

Ausstellung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Photobastei


Photobastei | Zürich
7. September - 7. Oktober 2018

Finalistinnen und Finalisten des 22. vfg Nachwuchsförderpreises

Alexandra Baumgartner | Karla Hiraldo Voleau | Christian Indergand | Ernst Kehrli | Jonathan Liechti | Lisa Lurati | Fabienne Spiller | Aissa Tripodi | Fred Walter Uhlig | Simon von Gunten


Preisverleihung 22 nwfp.JPG
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Ausstellung | Zürich - schwarz auf weiss | Photobastei
Sep
7
zu 30. Dez.

Ausstellung | Zürich - schwarz auf weiss | Photobastei


Photobastei | Zürich
6. September - 28. Oktober 2018

Zürich - schwarz auf weiss

Historische Fotografien aus den Beständen des Baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich


 Blick auf das Utoquai, den Bellevueplatz und die Quaibrücke (Fotografie Baugeschichtliches Archiv 1896)

Blick auf das Utoquai, den Bellevueplatz und die Quaibrücke (Fotografie Baugeschichtliches Archiv 1896)

Die Ausstellung "Zürich – Schwarz auf Weiss" zeigt eine Auswahl historischer Fotografien aus den Beständen des baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich. Die Aufnahmen datieren aus den Jahren 1890 bis 1920. Sie zeigen Stadtansichten und Bauwerke, pittoreske Landschaften sowie Bilder des dörflichen und städtischen Lebens.

Die Ausstellung ist als fotografischer Spaziergang durch die Stadt konzipiert. Der Weg führt durch alle 22 Stadtquartiere. Unterwegs begegnen uns dörfliche Szenen, Baustellen an der Sihl, eine Golfpartie im Dolder, Einblicke in eine gute Stube, neue städtebauliche Grossprojekte wie die Quaianlagen. Manche Aufnahme lässt sich noch heute verorten, andere sind Geschichte und somit Zeugnis von den Veränderungen, die Zürich in den letzten hundert Jahren erfahren hat.

Die Auswahl der Fotografien in der Ausstellung spiegelt die Vielfalt der Sammlung im Baugeschichtlichen Archiv. Dies betrifft die Art der Aufnahmen, die Sujets wie auch die Herkunft der Bilder: Zu sehen gibt es Architekturaufnahmen, Postkartenansichten, Bilder von Interieurs, Wohn- und Arbeitssituationen und Portraits. Entstanden sind die Fotografien als Auftragsarbeiten für städtische Institutionen, für private Unternehmen, für Einzelpersonen und Familien oder zu Dokumentationszwecken.

Ganz häufig sind die Bilder belebt, fast immer präsentieren sich Leute vor einem Haus oder ein neugieriges Gesicht in einem Fenster. Denn ein Fotograf, der zwischen 1890 und 1920 unterwegs war, hat immer Aufmerksamkeit erregt. Kein Wunder, das Arbeiten abseits des Ateliers mit den gross dimensionierten Fachkameras auf Stativen, bestückt mit Glasplatten und die langen Belichtungszeiten machten das Fotografieren zu einem Spektakel.

(Text: Photobastei)

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Ausstellung | Perfect Time ahead | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne
Sep
9
zu 18. Nov.

Ausstellung | Perfect Time ahead | Photoforum Pasquart | Biel/Bienne


Photoforum Pasquart | Biel/Bienne
9. September - 18. November 2018

Perfect Time ahead


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Perfect Time Ahead untersucht die Verkaufsikonografie, die die Entwicklung der Uhrmacherhäuser im 20. Jahrhundert begleitet hat. Die Ausstellung geht dem Zusammenspiel zwischen der Geschichte der Uhrenindustrie und der Technik, der Werbung und dem Verkauf, der Fotografie und dem Grafikdesign nach. 

Die Fotografie hat über fachlich hochwertige Bilder von Uhren hinaus, einen bemerkenswerten Bildkorpus erschaffen, der mit der Entwicklung der Uhrmacherhäuser einhergeht und zu deren Ruf beiträgt. An diesem Punkt knüpft das Photoforum an und schlägt durch die Präsentation von historischen Werbungen im Original zusammen mit einer aussergewöhnlichen Neuinszenierung dieser Bildwelten eine kritische und zeitgenössische Auslegung vor.  

Einige Themen tauchen in der Geschichte der Uhrenwerbung immer wieder auf. Die Uhr ist dabei in erster Linie ein technisches Objekt, ein für die Industrie unentbehrliches Instrument, welches Züge nach Fahrplan verkehren und Kriege gewinnen lässt. Die Werbung macht sich diese Errungenschaften zu eigen und verführt potentielle Kunden/Kundinnen dazu, dieses Instrument – welches mehr leistet, als bloss die Uhrzeit anzuzeigen – an ihren Handgelenken zu tragen. Die Uhrenindustrie greift in der Werbung oft menschliche und technische Meisterleistungen aus der Raumfahrt, der Luftfahrt oder der Erforschung der Ozeane auf. Während Entwicklungen aus der Uhrenindustrie oft zu entscheidenden Fortschritten in diesen Bereichen beitragen, werden Persönlichkeiten wie Astronauten der NASA, Piloten der Pan Am und Feldforscher/Feldforscherinnen im Gegenzug als Werbeträger eingesetzt, womit die Uhrmacherhäuser Normalsterblichen nahelegen, dass sie durch den Besitz derselben Armbanduhr diesen Figuren etwas näher kommen. 

Der Sport mit all seinen Disziplinen – vom klassischen Tanz über Tennis bis zum Schwimm- oder Klettersport – ist ebenso ein wichtiges Thema dieser Werbekampagnen. Die männlichen und weiblichen Körper im Fokus dieser Werbungen erhalten die gleichen Qualitäten wie die Uhren: Perfektion, Präzision, Kraft und Widerstandsfähigkeit. Politische Macht oder allgemeiner gesagt die Führungselite spielt auch eine wichtige Rolle. So behaupten einige Uhrmacherhäuser mehr oder weniger offen, dass sich unter ihren Kunden/Kundinnen auch Adlige, einflussreiche Politiker/Politikerinnen, Stars und andere Personen des öffentlichen Lebens befinden. 

Gewisse Uhrmacherhäuser machen auch nicht Halt, sich in grossen Debatten, die die Gesellschaft beschäftigen, zu positionieren. So wird zum Beispiel die Gleichberechtigung in Slogans wie «gleicher Lohn, gleiche Zeit» aufgegriffen. Ebenso wird die Ökologie in den 1970er Jahren zum Thema, als die Eroberung der Ozeane und der Lüfte als Thema dem Umweltschutz weicht.

Perfect Time Ahead explore l’iconographie commerciale qui a accompagné le développement des maisons horlogères au 20e siècle. L’exposition retrace, et se trouve à la croisée, d’une certaine histoire de l’horlogerie et de ses techniques, de la publicité et du commerce, de la photographie et du design graphique. 

En sus de la virtuosité technique de la reproduction de montres, la photographie a produit un remarquable corpus d’images qui a accompagné le développement des maisons horlogères et contribué à façonner leur image. Le Photoforum en propose ici une relecture critique et contemporaine, par la présentation de publicités historiques originales, accompagnées d’une mise en scène particulière de ces iconographies. 

Des thématiques récurrentes traversent l’histoire de la publicité horlogère. La montre est tout d’abord un objet technique, un outil indispensable à l’industrie, qu’il s’agisse de faire rouler les trains à l’heure ou de gagner une guerre. La publicité s’empare de ces accomplissements pour inciter ses clients potentiels à porter à leur poignet ces outils dont les performances dépassent la simple indication de l’heure. La conquête spatiale, l’aviation ou l’exploration des océans, qui allient l’horlogerie à ces prouesses humaines et techniques, sont fréquemment représentées dans les publicités. Si les développements de l’industrie horlogère se sont souvent révélés décisifs pour ces domaines, les maisons horlogères ont en retour utilisé leurs figures - des astronautes de la NASA, capitaines de la Pan Am et scientifiques de terrain - comme porte-paroles. Et suggéré au commun des mortels de s’en rapprocher par la possession de la même montre-bracelet.  

Le sport dans toutes ses disciplines - de la danse classique au tennis en passant par la natation ou l’alpinisme - est également un thème majeur de ces campagnes publicitaires. Les corps masculins et féminins mis en avant dans ces campagnes se parent des mêmes qualités que les montres : perfection, précision, force et résistance. Le pouvoir politique, et plus généralement les élites, figure également parmi les thématiques privilégiées et les maisons horlogères revendiquent plus ou moins ouvertement parmi leurs clients têtes couronnées, hommes politiques influents, stars et autres personnalités en vue.  

Enfin, certaines maisons horlogères n’hésitent pas à se positionner sur les grands débats qui traversent la société, par exemple l’égalité des genres en utilisant des slogans tels que « Salaire égal, temps égal ». L’écologie est également une thématique dès les années 1970, qui prend de l’importance lorsque la conquête des océans ou de l’air cède la place à leur protection.

 

Perfect Time Ahead explores the commercial iconography that accompanied the development of watchmaking houses in the 20th century. The exhibition retraces a particular history of watchmaking, and sits at the crossroads of its techniques, advertising and trade, photography and graphic design. 

In addition to the technical virtuosity of the photography of watches, the medium has produced a remarkable corpus of images that has accompanied the development of watchmaking houses and contributed to shaping their image. Here, The Photoforum proposes a critical and contemporary re-reading of this history, by presenting original historical advertisements, in conjunction with a site-specific re-staging of these iconographies. 

Recurring themes run through the history of watch advertising. Firstly, the watch is a technical object, an indispensable tool for industry, whether it is a question of making trains run on time or winning a war. Advertising draws on these achievements to encourage potential customers to wear on their wrist the tools whose performance goes beyond the simple indication of time. Space conquest, aviation or ocean exploration - which associate watchmaking with human and technical prowess - are frequently represented in advertising. While developments in the watchmaking industry have often proved decisive for these fields, watch companies have in turn used their figures - NASA astronauts, Pan Am captains or field scientists - as spokesmen. In doing so, the ordinary man - it is suggested - might approximate such qualities, by possessing the same wrist watch. 

Sport in all its disciplines - from classical dance to tennis, swimming and mountaineering - is also a major theme in these advertising campaigns. The masculine and feminine bodies highlighted in these campaigns are adorned with the same qualities as watches: perfection, precision, strength and resistance. Political power, and more generally the ruling classes also figure among the recurrent subjects, and watchmaking houses boast more or less openly, of the distinguished figures, influential politicians, stars and other prominent personalities they count among their customers.

Finally, some watch companies do not hesitate to weigh in on major debates such as gender equality, by using slogans such as “Equal pay, equal time”. Environmental issues have also been a theme since the 1970s, gaining importance when the conquest of the oceans or airspace was gradually replaced with concern for their protection instead.

(Texte: Photoforum Pasquart)

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Ausstellung | Paradies | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
Sep
9
zu 30. Sep.

Ausstellung | Paradies | BelleVue - Ort für Fotografie | Basel

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BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
9. September - 30. September 2018

Paradies

Kaspar Arn | Miki Buckland | Peter Eckard | Thomas Fink | Nadja Häfliger & Basil Huwyler | Eveline Laing | Willi Matter | Susanna Müller | Simone Plüss | Lucinda Renner | Stefan Ryser | Richard Spillmann | Franziska Steiner | Ilse Wegschaider | Franziska Willimann | Kylie Wirth | Henriette Zaugg | Janine Ziltener


 Verwunschen | Henriette Zaugg

Verwunschen | Henriette Zaugg

Paradies steht für die Sehnsucht nach einer besseren Welt. Zum einen verweist der Begriff auf das Jenseitige, das dem Menschen nach den Mühen des Lebens einen Zustand der Sorglosigkeit, Erfüllung und Ruhe verspricht. Im irdischen Paradies wiederum wird eine von einer urtümlichen, wilden Natur geprägte Gegenwelt entworfen, in der die durch Technik und Rationalität hervorgerufene Entfremdung überwunden wird. Anknüpfend an diese Zuschreibungen kann also Paradies als Metapher für idealisierte Orte und Zustände, seien diese gedacht oder erinnert, gelesen werden. Ebenso aber ist in unserer materialistisch geprägten Zeit Paradies zu einem inflationär gebrauchten Etikett für die Verheissungen der Konsumwelt geworden.

Die genannten Bildautorinnen und –autoren haben sich auf sehr unterschiedliche und vielfältige Weise dem Thema angenommen. Sie zeigen das "Paradies" als Ort des (erinnerten) Glücks und des Rückzugs; oder sie spüren in der Abstraktion einer idealistischen Begriffsdeutung nach. Sie zeigen aber auch, oder vor allem, dass die Suche nach dem Paradies oft eine sinnlose ist und entlarven so das vermeintlich Ideale und Schöne als beklemmend und ausweglos.

Das "Atelier" ist ein bewährtes, jährlich neu gestaltetes Kernformat des BelleVue und bietet Interessierten die Möglichkeit, eine eigene Fotoarbeit zu entwickeln und mit professionellen Fotografinnen/Fotografen und Fotokünstlerinnen/Fotokünstler in Bezug auf gestalterische wie auch inhaltliche Fragestellungen zu diskutieren. Als didaktisches Angebot ist das Atelier eng mit dem übrigen Jahresprogramm von BelleVue (Ausstellungen und Veranstaltungen) verknüpft und inhaltlich darauf abgestimmt. Mit seiner Jahrespräsentation im Raum BelleVue stellt das Atelier ein visualisiertes Meinungsforum zum jeweiligen Jahresprogramm dar.

(Text: BelleVue)

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Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien
Sep
10
zu 31. Jan.

Ausstellung | Handmade IV | Anzenberger Gallery | Wien


Anzenberger Gallery | Wien
10. September 2018 - 31. Januar 2019

Handmade IV
Daniel Spoerri | Gabriela Morawetz | Ellen Korth | Regina Anzenberger | Stella Bach | Julia Borissova | Rob McDonald | Jessa Fairbrother | Rita Maas | Minyo Szert | Heather F. Wetzel


 Native Grounds | Regina Anzenberger

Native Grounds | Regina Anzenberger


Die vierte Ausgabe der Ausstellung Handmade zeigt Arbeiten, die Handwerk, Technik und Fotografie verbinden und sich somit über die Grenzen konventioneller, zweidimensionaler Fotografie hinwegsetzen. Durch unterschiedliche Methoden werden greifbare, stoffliche und handgearbeitete Werke geschaffen, die einen Gegensatz zur heutigen virtuellen und digitalen Fotografie bilden oder diese weiterführen.

Mit zwei von Daniel Spoerris berühmten Assemblagen, den Fallenbildern, in denen er Kameras, Objektive, Filter, Geweihe und einen ausgestopften Vogel miteinbezieht, wird die Fotografie als Abgesang auf das Analoge thematisiert. 

Jessa Fairbrother durchsticht und bestickt ihre Fotografien. Ihr Motiv ist immer wieder sie selbst als Portrait oder Akt.

Ellen Korth fotografierte für ihre Serie Fabric of Time alte Unterwäsche und Unterröcke, die sie in den Schränken einer Burg in den Niederlanden fand. Gedruckt auf hauchdünnem, japanischem Fotopapier, ist jeder einzelne Print ein Unikat.

Gabriela Morawetz stülpt über ihre auf Holz kaschierten runden Fotografien eine Hülle mit bedruckten Konvexglas, und schafft mit Steinen dazwischen noch eine dritte Dimension. Ihr Universum entwickelt sich mit der Zeit des Produzierens und Reproduzierens rätselhafter Installationen, die von Mysterien gefolgt, dem Betrachter die ästhetische Wahrnehmung entlocken, so wie den Wunsch einer Vorahnung entfachen.

Regina Anzenberger zeigt mit Native Grounds Instants, die sie mit Zeichnung, Malerei, Text und Fundstücken erweitert. Ihr Thema ist die Wildnis und die Formen der Natur. 

Die amerikanische Künstlerin Rita Maas hat in den Neunziger Jahren als Food-Fotografin gearbeitet. Als sie in ihrer Garage die alten von der Umwelt veränderten Dias findet, beschließt sie, diese zu neuen Kunstwerken zu erwecken. Auf Büttenpapier gedruckt wirken sie wie bunte Aquarellmalerei. Kaum etwas lässt die ehemalig festgehaltenen Gerichte in ihrer Serie 20th Century Plastics erahnen.

Nach dem Tod des Malers Cy Twombly begab sich sein Freund, der Fotograf Rob McDonald ein letztes Mal in sein Atelier. In seiner Arbeit STUDIO dokumentiert er die Farbreste an den Wänden und übermalt sie dann selbst. Es ist McDonalds erste transformative Fotoarbeit. 

Was auf Minyo Szerts Bildern wie Malerei anmutet, ist pure analoge Fotografie. Die Bilder, die er in seinen Performances auch mit seiner Fahrradlampe belichtet, handeln vom Alltag wie der winterlichen Schlittenfahrt, Innenräumen, seinem Hund, und oft von seinem geliebten Fahrrad.  

Heather F. Wetzel verbindet den alten fotografischen Nassplattenprozess, den man früher hauptsächlich auf Glasplatten anwendete, mit einem modernen Produkt unserer Konsumgesellschaft. Sie verwendet recycelte Dosendeckel, um darauf Eindrücke aus der Natur und Pflanzenwelt festzuhalten.

 Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Fotografia analogica eh oui! Daniel Spoerri

Zudem gibt es in der Ausstellung auch einige ganz besondere, handgemachte Foto- und Künstlerbücher am Tisch und an der Wand installiert. Stella Bachs Buch ‚L’Escuela de Corazon’ (Erziehung des Herzens) ist ein Einzelstück und erzählt in den Grundfarben rot, blau und gelb korrespondierend zu Gefühlen, Reflektionen und Handlungen. Das Buch ist inspiriert von Gustav Flauberts ‚L’education sentimentale’. Ihr Album einer Island Reise vermischt die tatsächlich erlebten Eindrücke mit einer angedeuteten fiktiven Geschichte.

Die russische Fotokünstlerin Julia Borissova wurde für ihr Buch Let me fall again von einem der ersten Ballonfahrer, dem Amerikaner Charles Leroux, inspiriert. Im Alter von 32 Jahren kam er bei einem Fallschirmsprung in Tallinn ums Leben. Das Buch ist mit der Technik der Origami Kunst kombiniert. Die Faltkunst vergleicht die Künstlerin mit der Präzision des Packens eines Fallschirms, damit sich der Schirm öffnet.

(Text: Anzenberger Gallery)

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Ausstellung | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau
Sep
15
zu 19. Okt.

Ausstellung | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
15. September - 19. Oktober 2018

Roads Not Taken
Andreas Trogisch


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Andreas Trogisch liebt das Medium Fotografie, das es "Menschen mit schwachen zeichnerischen Fähigkeiten, aber einem starken Gestaltungswillen doch noch ermöglicht, Bilder zu produzieren". Ebenso provokativ bezeichnet er sich als "Dilettanten", ausgehend von der Wurzel des Wortes in "delectare", zu Deutsch "sich erfreuen": Trogisch kann gute Bilder immer und immer wieder ansehen, wenn sie ihm ein bestimmtes ästhetisches Vergnügen zu bieten haben, sei es in ihrer Materialität, ihrer Komposition oder ihren Tonwertklängen.

Trotz dieser ironischen Selbstbeschreibung haben wir hier einen Fotografen, der seit über 35 Jahren konstant mit gleich hohem Anspruch an seinem Werk arbeitet. Was Andreas Trogisch in der Fotografie am meisten interessiert, ist die Möglichkeit der Transzendenz, des Verwandelns des Einen in ein völlig Anderes, was die Möglichkeit bietet, auf einer Skala von Schwarz nach Weiß Dramen zu erzählen, ohne ein notwendigerweise ein Ereignis zu haben. Diese "Nicht-Ereignisse" sind die Hauptakteure in dem Zyklus "Replies", der in den frühen 80er Jahren beginnt und, obwohl in Buchform 2014 veröffentlicht, immer noch nicht abgeschlossen ist.

In allen hier gezeigten Bildern von Andreas Trogisch geht es nicht um Abstraktion im Sinne von Reduktion und Vereinfachung, sondern im Gegenteil das Erweitern der Realität um die phantastische Dimension des Bildes. Besonders deutlich wird das in den Bildern aus der Serie "Asphalt", die sich mit vordergründig belanglosen Mikro-Szenen zu unseren Füßen beschäftigen. Im Bild erlangen sie eigenes Leben und Schönheit. In beinahe monumentale Grösse skaliert werden die Asphalt-Motive in Trogischs aktueller Serie "Runway", für die grossflächige Rollbahn- und Strassenmarkierungen in hunderten Einzelaufnahmen "gescannt" und zu faszinierend detailreichen wandteppichartigen Bildern zusammengesetzt werden wie der weisse Kreis, ein drei Meter messender Roundabout-Ersatz auf einer maltesischen Straßenkreuzung, der jetzt hier als rätselhafter Planet aus dem All schimmert.

(Text: Soiz Galerie)

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Ausstellung | The Potemkin Village - Gregor Sailer | Kehrer Galerie | Berlin
Sep
15
zu 17. Nov.

Ausstellung | The Potemkin Village - Gregor Sailer | Kehrer Galerie | Berlin


Kehrer Galerie | Berlin
15. September - 17. November 2018

The Potemkin Village
Gregor Sailer


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Für "The Potemkin Village" (2015-2017) machte sich Gregor Sailer (*1980 in Schwaz, AT) weltweit auf die Suche nach Kulissenstädten. Der sprichwörtliche Begriff bezieht sich auf die Legende, dass Feldmarschall Grigori Alexandrowitsch Potjomkin der Zarin Katharina der Grossen die neueroberten Krimgebiete versteckt hinter bemalten Kulissen präsentiert haben soll.

In Russland fand Sailer gleich zwei dem klassischen Konzept entsprechende Potemkinsche Dörfer, in denen ruinöse Häuser hinter Planen mit aufgedruckten repräsentativen Fassaden verborgen wurden. Doch der Werkkomplex zeigt auch weniger wortgetreue Scheinarchitekturen, wie verschiedenste militärische Trainingszentren in den USA, Frankreich, England und Deutschland, detailgetreue Repliken europäischer Städte in China sowie zwei Fahrzeugteststrecken in Schweden. 

Die Unwirklichkeit dieser Bauten wird durch das diffuse Licht, das der Fotograf bewusst für die Serie wählte, noch betont. Mit dieser Arbeit thematisiert Gregor Sailer die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Interessen, die diesen Bauvorhaben zugrunde liegen.

(Text: Kehrer Galerie)

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Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie
Sep
15
zu 2. Dez.

Ausstellung | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie

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F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
15. September - 2. Dezember 2018

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
Sep
22
zu 21. Dez.

Ausstellung | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin

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Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
22. September - 21. Dezember 2018

Blende f / 5.6 - Glückliche Momente
Bogdan Dziworski


 Lódz, 1985

Lódz, 1985

Die Berliner Galerie Hilaneh von Kories das fotografische Werk des polnischen Filmemachers und Fotografen Bogdan Dziworski (*1941). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des Avantgarde- und Experimentalfilms im polnischen Kino. Gleichwohl er in seinem Heimatland zu den renommiertesten Bildgestaltern gehört, ist sein Werk in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Insbesondere seine fotografischen Aufnahmen sind eine Entdeckung. Seit den Sechzigerjahren hat Bogdan Dziworski ein einzigartiges Werk geschaffen, das ihm schon oft den vergleichenden Ehrentitel einbrachte, er sei "der Cartier-Bresson Polens". Seine Aufnahmen entstanden ohne Auftrag und werden in dieser Ausstellungsauswahl zum Teil erstmals ausgestellt. Seine kontrastreichen analogen schwarzweissen Bilder geben Einblick in den Lebensalltag in polnischen Städten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bogdan Dziworski: "Meine Fotografien aus dieser Zeit sind nie inszeniert. Sie sind "erlaufen". Tag für Tag waren es manchmal acht Stunden, in denen ich fotografierte. Du musst auf diesen einen bestimmten Moment warten, in dem die Realität die Bühne selbst bestimmt. Du musst Glück haben. Und ich hatte es."

(Text: Galerie Hilaneh von Kories)

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Vernissage | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Sep
26
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin


Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
26. September 2018

Apparent Magnitude
Johan Österholm


 Not yet Titled | Johan Österholm

Not yet Titled | Johan Österholm


Johan Österholms Arbeit präsentiert sich erstmalig mit einer Einzelausstellung in Deutschland. Sie führt frühere und neue Werke zusammen, die aus verschiedenen Perspektiven die Thematik der Lichtverschmutzung in den Blick nehmen. Seit vielen Jahren arbeitet der Fotograf Österholm über das zentrale und doch am wenigsten greifbare Element seines Mediums: das Licht. Sein Werk vereint astronomische Naturbeobachtungen und Archivrecherchen, experimentelle fotografische Prozesse und durchaus auch politische Pointen.

Die Ausstellung umfasst experimentelle Arbeiten, die im Studio entstanden sind, fotografische Landschaften und skulpturale Objekte. Österholm interessiert sich in ihnen nicht nur für das Licht als Naturelement, sondern erinnert ebenso an die politischen Kämpfe um Straßenbeleuchtung und Kontrolle in der Stadt.
 
Zeitgleich werden in der Ausstellung Back to the Future im C/O Berlin auch frühere Projekte des Künstlers zu sehen sein, sodass das breite Spektrum seiner Arbeit an den dunklen Seiten des Lichts sichtbar wird.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Schweden) lebt und arbeitet in Stockholm. 2016 schloss er mit MFA die Malmö Art Academy ab. Seine Arbeiten, entstanden in so unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Video, Skulptur und Installation, waren und sind vielfach in Solo- und Gruppenausstellungen präsent, so etwa im C/O Berlin, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Copenhagen Photo Festival oder dem FOAM Amsterdam.

Apparent Magnitude is the first solo exhibition of works by Swedish artist Johan Österholm at the Dorothée Nilsson Gallery. As part of the European Month of Photography, it brings together earlier and new works that look at the topic of light pollution from different perspectives.

For many years the photographer Österholm has been working on the central yet least tangible element of his medium: light. His work combines astronomical observation and archival research, experimental photographic processes and sometimes political punchlines.

The three-part series Some Moonwalks (2017), for example, was created on the Isle of Sark in the English Channel. The island is considered a region with a natural, extremely dark night. On his nocturnal walks across the island, where the human eye can hardly see anything, Österholm’s camera was able to visualize the pale landscapes drawn by the clear moonlight on the island.

In recent works such as Concealer (2018), the perspective is reversed. It is not the essence of pure moonlight, but the dim light of urban street lamps that becomes the subject and artistic material.

The artist used it to examine old astronomical negatives from observatories, creating fascinatingly complex, black and white composite images. In Antique Skies and Untitled Lantern Pieces (both 2018) Österholm used a primitive method of early photography. For hours he exposed an astronomical yearbook and the glass pane of a street lamp with the negatives of those constellations that the light smog of the 20th century made invisible.

In Apparent Magnitude, however, Österholm also addresses the historical-political implications of his work on light more openly than before. Lantern Smashers (2018) interprets the streetlight as a political symbol of control. In the 19th century, newly erected lanterns were sometimes demonstratively destroyed. Österholm’s pictures, with tongue-in- cheek humour, interpret today’s vandalism or decay as a memory of those struggles for darkness in the city.

The works in Apparent Magnitude thus also reveal new aspects in Österholm’s work. In connection with earlier projects, which will be on show at the same time in the exhibition Back to the Future at the C/O Berlin as part of the European Month of Photography, the broad spectrum of his work on the dark shades of light becomes evident.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Sweden) lives and works in Stockholm. In 2016 he completed the Malmö Art Academy with MFA. His works, created in such diverse media as photography, video, sculpture and installation, have been and are frequently present in solo and group exhibitions, for example at the C/O Berlin, the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, the Copenhagen Photo Festival or the FOAM Amsterdam.

(Text: Dorothée Nilsson Gallery)

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Ausstellung | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Sep
27
zu 17. Nov.

Ausstellung | Apparent Magnitude - Johan Österholm | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

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Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
27. September - 17. November 2018

Apparent Magnitude
Johan Österholm


 Not yet Titled | Johan Österholm

Not yet Titled | Johan Österholm


Johan Österholms Arbeit präsentiert sich erstmalig mit einer Einzelausstellung in Deutschland. Sie führt frühere und neue Werke zusammen, die aus verschiedenen Perspektiven die Thematik der Lichtverschmutzung in den Blick nehmen. Seit vielen Jahren arbeitet der Fotograf Österholm über das zentrale und doch am wenigsten greifbare Element seines Mediums: das Licht. Sein Werk vereint astronomische Naturbeobachtungen und Archivrecherchen, experimentelle fotografische Prozesse und durchaus auch politische Pointen.

Die Ausstellung umfasst experimentelle Arbeiten, die im Studio entstanden sind, fotografische Landschaften und skulpturale Objekte. Österholm interessiert sich in ihnen nicht nur für das Licht als Naturelement, sondern erinnert ebenso an die politischen Kämpfe um Straßenbeleuchtung und Kontrolle in der Stadt.
 
Zeitgleich werden in der Ausstellung Back to the Future im C/O Berlin auch frühere Projekte des Künstlers zu sehen sein, sodass das breite Spektrum seiner Arbeit an den dunklen Seiten des Lichts sichtbar wird.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Schweden) lebt und arbeitet in Stockholm. 2016 schloss er mit MFA die Malmö Art Academy ab. Seine Arbeiten, entstanden in so unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Video, Skulptur und Installation, waren und sind vielfach in Solo- und Gruppenausstellungen präsent, so etwa im C/O Berlin, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Copenhagen Photo Festival oder dem FOAM Amsterdam.

Apparent Magnitude is the first solo exhibition of works by Swedish artist Johan Österholm at the Dorothée Nilsson Gallery. As part of the European Month of Photography, it brings together earlier and new works that look at the topic of light pollution from different perspectives.

For many years the photographer Österholm has been working on the central yet least tangible element of his medium: light. His work combines astronomical observation and archival research, experimental photographic processes and sometimes political punchlines.

The three-part series Some Moonwalks (2017), for example, was created on the Isle of Sark in the English Channel. The island is considered a region with a natural, extremely dark night. On his nocturnal walks across the island, where the human eye can hardly see anything, Österholm’s camera was able to visualize the pale landscapes drawn by the clear moonlight on the island.

In recent works such as Concealer (2018), the perspective is reversed. It is not the essence of pure moonlight, but the dim light of urban street lamps that becomes the subject and artistic material.

The artist used it to examine old astronomical negatives from observatories, creating fascinatingly complex, black and white composite images. In Antique Skies and Untitled Lantern Pieces (both 2018) Österholm used a primitive method of early photography. For hours he exposed an astronomical yearbook and the glass pane of a street lamp with the negatives of those constellations that the light smog of the 20th century made invisible.

In Apparent Magnitude, however, Österholm also addresses the historical-political implications of his work on light more openly than before. Lantern Smashers (2018) interprets the streetlight as a political symbol of control. In the 19th century, newly erected lanterns were sometimes demonstratively destroyed. Österholm’s pictures, with tongue-in- cheek humour, interpret today’s vandalism or decay as a memory of those struggles for darkness in the city.

The works in Apparent Magnitude thus also reveal new aspects in Österholm’s work. In connection with earlier projects, which will be on show at the same time in the exhibition Back to the Future at the C/O Berlin as part of the European Month of Photography, the broad spectrum of his work on the dark shades of light becomes evident.

Johan Österholm (*1983 in Borås/Sweden) lives and works in Stockholm. In 2016 he completed the Malmö Art Academy with MFA. His works, created in such diverse media as photography, video, sculpture and installation, have been and are frequently present in solo and group exhibitions, for example at the C/O Berlin, the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, the Copenhagen Photo Festival or the FOAM Amsterdam.

(Text: Dorothée Nilsson Gallery)

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Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie
Sep
29
zu 19. Jan.

Ausstellung | Water Mirror - Risaku Suzuki | Christophe Guye Galerie

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Christophe Guye Galerie | Zürich
28. September - 19. Januar 2019

Water Mirror
Risaku Suzuki


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"Ich sehe die Wasseroberfläche als ein faszinierendes Motiv, um über die Unmöglichkeit des Sehens nachzudenken, ohne sich auf Erfahrung zu verlassen."

Risaku Suzuki

"Water Mirror" ist eine Verdichtung dessen, was Suzukis Fotografie so reizvoll macht: seine tiefgründigen Überlegungen zum Thema Fotografie selbst und die ständige Infragestellung dessen, was es heisst, "zu schauen". Die Serie "Water Mirror" zeigt explizit die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Ursprüngen der Repräsentation und den Prinzipien des fotografischen Mediums, die in den drei Jahren, in denen er die Bilder aufgenommen hat, immer tiefer werden.

Wie bei einem Spiegel werden die Bäume im Wasser eingefangen, das sie reflektiert. Im Wasser, einer Substanz, die schwerer als Luft ist, sind die Blätter in völliger Echtheit dargestellt, was es unmöglich macht, die Reflexionen von den tatsächlich im Boden und in der Luft stehenden Bäumen zu unterscheiden.

Das Ergebnis ist eine mimetische Darstellung, die nur innerhalb der Fotografien existiert. Diese Szenen wären ohne den Eingriff der Kamera und des Objektivs nicht möglich. In ihrer Präsentation vertauscht Suzuki nonchalant die Positionen von Luft und Wasser, indem sie die vertikale Ausrichtung der Fotografien verändert. Manchmal zeigt er ausschliesslich das Spiegelbild. Wir spüren eine leichte Fremdheit und überprüfen die Fotografie noch einmal. Bei dem Versuch, festzustellen, ob es sich dabei um Bäume oder deren Spiegelung handelt, stellen wir fest, dass die Fotografie selbst ein reflektiertes Bild ist. Das Betrachten einer Fotografie und das Betrachten eines Wasserspiegels werden zu Teilen eines verschachtelten visuellen Erlebnisses.

Da die Methodik von "Water Mirror" aus dem Produktionsprozess der Fotografie heraus entwickelt wurde und auch in dieser Form entstanden ist, sind die Arbeiten selbst zu einer eigenwilligen fotografischen Theorie geworden. Mit seinen üppigen, nachdenklichen Bildern lädt ‘Water Mirror’ zu einer faszinierenden Wahrnehmungsreise ein und wird wohl zu einem der repräsentativsten Werke Suzukis.

(Text: Christophe Guye Galerie)

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Ausstellung | New York Scenes - Fred W. McDarrah | Steven Kasher Gallery
Sep
30
zu 3. Nov.

Ausstellung | New York Scenes - Fred W. McDarrah | Steven Kasher Gallery

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Steven Kasher Gallery | New York
20. September - 3. November 2018

New York Scenes
Fred W. McDarrah


 Allen Ginsberg on Central Park Bandstan, 5th Avenue Peace Demonstration to Stop the War in Vietnam, March 26 1966 |&nbsp;Fred W. McDarrah

Allen Ginsberg on Central Park Bandstan, 5th Avenue Peace Demonstration to Stop the War in Vietnam, March 26 1966 | Fred W. McDarrah


Fred W. McDarrah: New York Scenes. Die Ausstellung zeigt 100 alte Schwarz-Weiss-Drucke, die von Ende der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre entstanden sind. Die Ausstellung zeigt McDarrah's ikonischste Bilder neben nie zuvor gesehenen Arbeiten aus seinem umfangreichen Archiv. Mit der Ausstellung beginnt die Veröffentlichung der umfassendsten Studie über den Fotografen Fred W. McDarrah: New York Scenes, herausgegeben von Abrams, mit mehr als 270 Abbildungen und einem einführenden Essay von Sean Wilentz.

Geboren in Brooklyn, kaufte McDarrah seine erste Kamera auf der Weltausstellung 1939 in New York City. Er diente als Fallschirmjäger der US-Armee im besetzten Japan am Ende des Zweiten Weltkriegs, Kamera in der Regel in der Hand, und erwarb dann einen Abschluss in Journalismus von der New York University auf der G.I. Bill. Als ein Nachbar, Dan Fancher, McDarrah erzählte, dass er und Norman Mailer eine Zeitung namens The Village Voice gründeten, unterschrieb McDarrah. Er wurde für den Rest seines Lebens mit der Zeitung in Verbindung gebracht.

Fred W. McDarrah: New York Scenes. The exhibition features 100 vintage black and white prints that span the late 1950s to the mid-1970s. The show features McDarrah’s most iconic images alongside never-before-seen work from his extensive archive. The exhibition launches the publication of the most comprehensive survey on the photographer, Fred W. McDarrah: New York Scenes, published by Abrams, which includes more than 270 illustrations and an introductory essay by Sean Wilentz.

Born in Brooklyn, McDarrah bought his first camera at the 1939 World’s Fair in New York City. He served as a U.S. Army paratrooper in Occupied Japan at the end of World War II, camera usually in hand, and then earned a Journalism degree from New York University on the G.I. Bill. When a neighbor, Dan Fancher, told McDarrah that he and Norman Mailer were starting a newspaper to be called The Village Voice, McDarrah signed on. He was associated with the paper for the rest of his life.

(Pressetext: Steven Kasher Gallery)

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Artist Talk | unresolved - Meinrad Schade | mille et deux feuilles | Zürich
Okt
1
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | unresolved - Meinrad Schade | mille et deux feuilles | Zürich


mille et deux feuilles | Zürich
1. Oktober 2018 | 19 Uhr

unresolved
Meinrad Schade


Artist Talk.jpg

Der Fotograf Meinrad Schade kommt zu einem Gespräch in die Buchhandlung mille et deux feuilles. Unter dem Titel “Unresolved” fotografierte Meinrad Schade in Israel und Palästina. Es ist die Fortsetzung seines Langzeitprojekts Krieg ohne Krieg, das seit 2003 mosaikartig Landschaften und Menschen im Klammergriff von Konflikten dokumentiert. Schades neuer Fotoessay untersucht, wie sich der Konflikt auch symbolhaft im Alltag zeigt. Im Gespräch mit Meinrad Schade erfahren Sie mehr über die Hintergründe seiner Arbeit. Das Gespräch dauert ca. eine Stunde. Anschliessend lädt mille et deux feuilles zum informellen Gespräch bei einem Apéro.

Anmeldung unter info@milleetdeuxfeuilles.ch oder 044 291 11 33

Eintritt frei

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Vernissage und Book Launch | Equivalences - Douglas Mandry | Bildhalle | Zürich
Okt
4
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Book Launch | Equivalences - Douglas Mandry | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
Vernissage und Book Launch | 4. Oktober 2018
Einführung durch Nadine Olonetzky

Equivalences
Douglas Mandry

 Unseen Sights, Cloud I, 2017 | Douglas Mandry

Unseen Sights, Cloud I, 2017 | Douglas Mandry


Verführerisch schön in Farbigkeit, Formenvielfalt und Materialisierung, gleichzeitig konzeptuell durchdacht, was Themenwahl und fotografische Entstehungsprozesse betrifft: Der Fotokünstler Douglas Mandry (*1989 in Genf) geht von Phänomenen der realen Welt aus und experimentiert mit den verschiedensten fotografischen Verfahren. Zwischen analogen historischen und digitalen zeitgenössischen Techniken hin- und herpendelnd, erschafft der seit 2013 in Zürich lebende Künstler ganz eigenständige Bildwelten. Naturbeobachtung und die Thematisierung aktueller Zeitprobleme finden in seinem Werk mit der Reflexion des Mediums Fotografie zusammen, die Dokumentation mit der Abstraktion, das Denken mit der Sinnlichkeit. In Douglas Mandrys Arbeiten halten sich konzeptuelle Strenge und die experimentelle Freiheit die Waage, und durch die Verselbständigung fotografischer Prozesse wird das Glück des Zufalls möglich: Unvorhergesehenes trifft sich mit Absicht und Idee. Auf diese Weise bekommen komplexe Themen poetische Anziehungskraft. Jedes Werk behält dabei ein produktives Rätsel, das uns anregt, unsere Sicht auf die Wirklichkeit der Welt und auf die Wirklichkeit der Bilder zu befragen. 

(Text: Nadine Olonetzky)

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Ausstellung | Equivalences - Douglas Mandry | Bildhalle | Zürich
Okt
5
zu 17. Nov.

Ausstellung | Equivalences - Douglas Mandry | Bildhalle | Zürich


Bildhalle | Zürich
Ausstellung | 5. Oktober - 17. November 2018

Equivalences
Douglas Mandry

 Unseen Sights, Cloud I, 2017 | Douglas Mandry

Unseen Sights, Cloud I, 2017 | Douglas Mandry


Verführerisch schön in Farbigkeit, Formenvielfalt und Materialisierung, gleichzeitig konzeptuell durchdacht, was Themenwahl und fotografische Entstehungsprozesse betrifft: Der Fotokünstler Douglas Mandry (*1989 in Genf) geht von Phänomenen der realen Welt aus und experimentiert mit den verschiedensten fotografischen Verfahren. Zwischen analogen historischen und digitalen zeitgenössischen Techniken hin- und herpendelnd, erschafft der seit 2013 in Zürich lebende Künstler ganz eigenständige Bildwelten. Naturbeobachtung und die Thematisierung aktueller Zeitprobleme finden in seinem Werk mit der Reflexion des Mediums Fotografie zusammen, die Dokumentation mit der Abstraktion, das Denken mit der Sinnlichkeit. In Douglas Mandrys Arbeiten halten sich konzeptuelle Strenge und die experimentelle Freiheit die Waage, und durch die Verselbständigung fotografischer Prozesse wird das Glück des Zufalls möglich: Unvorhergesehenes trifft sich mit Absicht und Idee. Auf diese Weise bekommen komplexe Themen poetische Anziehungskraft. Jedes Werk behält dabei ein produktives Rätsel, das uns anregt, unsere Sicht auf die Wirklichkeit der Welt und auf die Wirklichkeit der Bilder zu befragen. 

(Text: Nadine Olonetzky)

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Vernissage | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
12
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
Vernissage | 12. Oktober 2018 | 19 Uhr
Einführung durch Miryam Abebe

Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Ausstellung | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
13
zu 4. Nov.

Ausstellung | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
13. Oktober - 4. November 2018


Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Artist Talk | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn
Okt
14
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | Ursula Müller & Tina Ruisinger | Künstlerhaus S11 | Solothurn


Künstlerhaus S11 | 4500 Solothurn
Artist Talk | 14. Oktober 2018 | 15 Uhr
Moderation | Miryam Abebe

Ursula Müller | Tina Ruisinger


 Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger

Aus der Serie "Traces" | Tina Ruisinger


In der Ausstellung werden zwei Künstlerinnen gegenübergestellt, die ähnliche Herangehensweisen haben und sich fotografisch unterschiedlich ausdrücken. Beide stellen die Wahrnehmung ihrer Umgebung in den Vordergrund.

Von Ursula Müller werden zwei Serien gezeigt, die sich mit dem genauen Betrachten von Oberflächen und Verdecktem auseinandersetzen. Zum einen zeigt sie die Rückseite von mit Flora bestickten Stoffen, deren Strukturen sich kaum von der Vorderseite unterscheiden und stellt dadurch die feinen Verbindungen im Muster in den Vordergrund. Zum anderen stellt sie Früchte und Gemüse in den Mittelpunkt, entfernt diesen die Schale und enthüllt so das Verdeckte und die Verletzlichkeit.

Von Tina Ruisinger werden Bilder aus der Serie "Traces" zu sehen sein. Dafür hat sie Dinge fotografiert, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt, die Erinnerungen wachrufen und die Spuren der verlorenen Person tagen. Es sind nicht nur Dinge, die davon erzählen war wir verlieren, sondern auch davon was uns Kraft geben kann weiterzuleben.

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Artist Talk | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie
Okt
24
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie


F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
24. Oktober 2018

Künstlergespräch und Book-Signing mit Andreas Herzau

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Vernissage | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei
Nov
1
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei


Photobastei | Zürich
2. November  - 23. Dezember 2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


 Bild: Karlheinz Weinberger |&nbsp;courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei
Nov
2
zu 23. Dez.

Ausstellung | Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim | Photobastei


Photobastei | Zürich
2. November - 23. Dezember 2018

Karlheinz Weinberger oder die Ballade von Jim


 Bild: Karlheinz Weinberger |&nbsp;courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Bild: Karlheinz Weinberger | courtesy Galerie Esther Woerdehoff, Paris

Die Photobastei zeigt die bisher umfassendste Retrospektive zum Zürcher Fotografen Karlheinz Weinberger (10. Juni 1921 bis 10. Dezember 2006) und nach Vivian Maier, Arnold Odermatt und Miroslav Tichy (9/17) erneut eine fotografische Position, die erst verspätet zu ihrer Adelung durch die Kunstwelt kam.

Weinberger ist bekannt geworden für seine Portraits der Halbstarken in ihrer spektakulären Aufmachung. Doch sein Werk ist viel umfassender und facettenreicher. Die Zürcher Ausstellung zeigt deshalb sein gesamtes Werk, darunter Schlüsselwerke aus allen Perioden sowie noch unveröffentlichte Werkteile, die einen starken Bezug zu Zürich haben. Der kuratorische Ansatz folgt dabei einer erotischen Spur, die sich von den frühesten bis zu den letzten Bildern zieht und die das künstlerisch-fotografische und erotische Selbstverständnis Weinbergers sichtbar macht. Weinbergers lustvolle Männerporträts sind bildstarke, freigeistige und selbstbewusste Antworten auf eine grundlegende gesellschaftliche Problemstellung der Nachkriegszeit: Wie (und wo) kann ein schwuler Fotograf in einer noch weitgehend homophoben, auf jeden Fall heteronormativen Gesellschaft, Männer fotografieren, die ihm gefallen? In der legendären, in Zürich beheimateten, aber international ausstrahlenden Schwulenorganisation "Der Kreis" machte Weinberger unter dem Pseudonym "Jim" den Hoffotografen. Er dokumentierte die diversen Partys und Varieté-Abende und ihre Besucher, was ihn erklärtermassen aber nur mässig interessierte. Mit mehr Enthusiasmus steuerte er für das gleichnamige und an Abonnenten in der ganzen Welt verschickte Magazin des "Kreis" homoerotische Portraits bei.

Die Ausstellung wird von Patrik Schedler konzipiert, der seit dem Jahr 2000 das Werk und später den Nachlass von Karlheinz Weinberger sicherte, sichtete und erschloss.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Woerdehoff in Paris.

Text Photobastei

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Vernissage | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
Sep
21
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Blende f / 5.6 - Glückliche Momente - Bogdan Dziworski | Galerie Hilaneh von Kories | Berlin


Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
21. September 2018

Blende f / 5.6 - Glückliche Momente
Bogdan Dziworski


 Lódz, 1985

Lódz, 1985

Die Berliner Galerie Hilaneh von Kories das fotografische Werk des polnischen Filmemachers und Fotografen Bogdan Dziworski (*1941). Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des Avantgarde- und Experimentalfilms im polnischen Kino. Gleichwohl er in seinem Heimatland zu den renommiertesten Bildgestaltern gehört, ist sein Werk in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Insbesondere seine fotografischen Aufnahmen sind eine Entdeckung. Seit den Sechzigerjahren hat Bogdan Dziworski ein einzigartiges Werk geschaffen, das ihm schon oft den vergleichenden Ehrentitel einbrachte, er sei "der Cartier-Bresson Polens". Seine Aufnahmen entstanden ohne Auftrag und werden in dieser Ausstellungsauswahl zum Teil erstmals ausgestellt. Seine kontrastreichen analogen schwarzweissen Bilder geben Einblick in den Lebensalltag in polnischen Städten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bogdan Dziworski: "Meine Fotografien aus dieser Zeit sind nie inszeniert. Sie sind "erlaufen". Tag für Tag waren es manchmal acht Stunden, in denen ich fotografierte. Du musst auf diesen einen bestimmten Moment warten, in dem die Realität die Bühne selbst bestimmt. Du musst Glück haben. Und ich hatte es."

(Text: Galerie Hilaneh von Kories)

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Artist Talk | A Quintology of Diaries - Ferit Kuyas | Galerie 94
Sep
15
3:00 nachm.15:00

Artist Talk | A Quintology of Diaries - Ferit Kuyas | Galerie 94


Galerie 94 | Baden
15. September 2018

A Quintology of Diaries

Artist Talk mit Ferit Kuyas
Moderation: Miryam Abebe


 15 Feathers | Bild: Ferit Kuyas

15 Feathers | Bild: Ferit Kuyas

"A Quintology of Diaries" begann 2010, als ich eingeladen wurde, eine Arbeit zu zeigen, die ich nie zuvor ausgestellt hatte. Die Einladung kam von Romano Zerbini für die Eröffnungsaustellung seiner neuen Galerie Photogarage. Ich entschloss mich, mit meinen Polaroids zu arbeiten, die ich Mitte der neunziger Jahre gemacht hatte, als ich an einem visuellen Austauschprogramm mit vier Künstlerfreunden beteiligt war. Während einigen Jahren schickten wir jeden Monat Polaroidbilder an alle Beteiligten und erhielten zurück. Das war eine gute Gelegenheit, um meine Umwelt zu erkunden, und als visueller Künstler zu reifen. Schliesslich einigten wir uns auf den Titel Visual Diary. Da mich von nun an ständig das Wort "Tagebuch" einfiel, führte dies zu vier weiteren Teilen.

Das Gehirn funktioniert nicht wie ein Computer, in dem Erinnerungen als Binärcode aufgezeichnet werden und jederzeit nach Belieben abgerufen werden können. Selbst dann können Daten im Laufe der Zeit beschädigt werden und möglicherweise nicht mehr lesbar sein. Unser Gedächtnis scheint die Ränder und Ecken unserer Vergangenheit zu glätten. Übrig bleibt eine Erinnerung, die wahrscheinlich nicht kongruent mit dem ist, was vor langer Zeit wirklich passiert ist. Wir neigen zu Vereinfachung und Idealisierung.

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, mit einer Digitalkamera Momente meines Lebens festzuhalten. Das Aufnehmen dieser Art von Fotos hilft mir, mein Gedächtnis zu vertiefen. Wenn ich mir ein vor langer Zeit gemachtes Bild anschaue, erwachen all die Gefühle, die Stimmung, in der ich mich befand, der Geschmack der Dinge und die Geräusche, die mich umgeben haben, wieder zum Leben. Andererseits frage ich mich: Ist das wirklich wahr? Welche Art von Erinnerungen wird das gleiche Bild in einer Woche hervorrufen? In einem Monat? In einem Jahr? In zehn Jahren? Und schliesslich wird die Erinnerung verschwinden, sobald ihr Träger fort ist.

Dinge, die ich nicht brauche, aufzuräumen und loszuwerden gehören nicht zu meinen Stärken. Im Laufe der Jahre hat sich eine grosse Anzahl von Objekten angesammelt. Manche von ihnen nutzlos, aber zu schön, manche von der Zeit überholt, aber zu wertvoll, um weggeworfen zu werden. Wenn ich sie anschaue, scheint sich ein Fenster in meiner Seele zu öffnen. Das ist oft eine interessante Erfahrung, manchmal ironisch, schmerzhaft oder überraschend. Alte Erinnerungen kommen auf und werden neu bewertet. Die meisten Objekte werden nach dem Fotografieren zerstört oder abgegeben. Sie loszuwerden ist ein Reinigungsprozess, da ich immer weniger Dinge um mich herum haben will – nur das, was wirklich notwendig ist.

Ferit Kuyas

Ferit Kuyas (*1955) studierte Architektur und Jurisprudenz in Zürich. 1982 promovierte er an der Universität Zürich mit dem Lizentiat. Er lebt und arbeitet in Ziegelbrücke, Schweiz. Ferit Kuyas’ Arbeiten werden in Galerien, Museen und Festivals in Europa, Amerika und Asien gezeigt, darunter Shanghai Art Museum, Fotomueum Winterthur, Zacheta Nationale Galerie für Kunst, Warschau, Museum für moderne Kunst Carlos Merida, Guatemala Stadt, Photofusion Gallery, London, Elipsis Gallery, Istanbul, Transphotographiques, Lille, Frankreich, H2 Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg, und Fotofestiwal Lodz, Polen. 1999 erhielt er den Kodak-Fotobuchpreis für Industrielle Innenwelten, 2002 wurde er mit dem Hasselblad Masters Award ausgezeichnet, 2010 erhielt er den GuatePhoto Award. Seine Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter Museum of Fine Arts, Houston, Musée de la Photographie, Belgien, Charleroi, Portland Art Museum, Portland OR, Sammlung Hoffmann-La Roche, Basel, Städtische Sammlung Augsburg, Kanton Bern und Stadt Biel/Bienne.

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Vernissage | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau
Sep
14
7:00 nachm.19:00

Vernissage | Roads Not Taken - Andreas Trogisch | Soiz Galerie | Passau


Soiz Galerie | Passau
Vernissage mit Artist Talk | 14. September 2018

Roads Not Taken
Andreas Trogisch


Andreas Trogisch.jpg

Andreas Trogisch liebt das Medium Fotografie, das es "Menschen mit schwachen zeichnerischen Fähigkeiten, aber einem starken Gestaltungswillen doch noch ermöglicht, Bilder zu produzieren". Ebenso provokativ bezeichnet er sich als "Dilettanten", ausgehend von der Wurzel des Wortes in "delectare", zu Deutsch "sich erfreuen": Trogisch kann gute Bilder immer und immer wieder ansehen, wenn sie ihm ein bestimmtes ästhetisches Vergnügen zu bieten haben, sei es in ihrer Materialität, ihrer Komposition oder ihren Tonwertklängen.

Trotz dieser ironischen Selbstbeschreibung haben wir hier einen Fotografen, der seit über 35 Jahren konstant mit gleich hohem Anspruch an seinem Werk arbeitet. Was Andreas Trogisch in der Fotografie am meisten interessiert, ist die Möglichkeit der Transzendenz, des Verwandelns des Einen in ein völlig Anderes, was die Möglichkeit bietet, auf einer Skala von Schwarz nach Weiß Dramen zu erzählen, ohne ein notwendigerweise ein Ereignis zu haben. Diese "Nicht-Ereignisse" sind die Hauptakteure in dem Zyklus "Replies", der in den frühen 80er Jahren beginnt und, obwohl in Buchform 2014 veröffentlicht, immer noch nicht abgeschlossen ist.

In allen hier gezeigten Bildern von Andreas Trogisch geht es nicht um Abstraktion im Sinne von Reduktion und Vereinfachung, sondern im Gegenteil das Erweitern der Realität um die phantastische Dimension des Bildes. Besonders deutlich wird das in den Bildern aus der Serie "Asphalt", die sich mit vordergründig belanglosen Mikro-Szenen zu unseren Füßen beschäftigen. Im Bild erlangen sie eigenes Leben und Schönheit. In beinahe monumentale Grösse skaliert werden die Asphalt-Motive in Trogischs aktueller Serie "Runway", für die grossflächige Rollbahn- und Strassenmarkierungen in hunderten Einzelaufnahmen "gescannt" und zu faszinierend detailreichen wandteppichartigen Bildern zusammengesetzt werden wie der weisse Kreis, ein drei Meter messender Roundabout-Ersatz auf einer maltesischen Straßenkreuzung, der jetzt hier als rätselhafter Planet aus dem All schimmert.

(Text: Soiz Galerie)

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Vernissage | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie
Sep
14
7:00 nachm.19:00

Vernissage | AM - Andreas Herzau | F3 Freiraum für Fotografie


F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
14. September 2018

Einführung durch Katharina Mouratidi im Gespräch mit Andreas Herzau

AM
Andreas Herzau


 Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau

Aus der Serie "AM" | Andreas Herzau


Die neue Werkserie "AM" von Andreas Herzau setzt sich am Beispiel Angela Merkel mit dem Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit sowie der Repräsentation weiblicher Macht auseinander. Für seine fotografische Untersuchung begleitete Andreas Herzau die CDU Vorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel über Jahre hinweg bei öffentlichen Auftritten. "AM" zeigt das Theater, die Absurditäten und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringen. Für seine Arbeit macht sich Herzau das kollektive Bilderwissen über eine der meistfotografierten Personen auf der politischen Bühne zu Nutze: mit ausschnitthaften und teilweise rätselhaft verschlüsselten Bildern dekonstruiert er Rituale der öffentlichen Selbstinszenierung und bringt dadurch unerwartete Details zum Sprechen. Dem inflationären Mass an Bildern von Angela Merkel setzt Andreas Herzau mit seinen schwarz-weiss Aufnahmen den Versuch entgegen einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Gegenwart visuell gerecht zu werden.

Andreas Herzau, geboren 1962 in Mainz, ist ein renommierter deutscher Fotograf und Fotokünstler. Er gehört zu den engagierten Autorenfotografen, die die Grenzen der klassischen Fotografie in eigenständiger und oft überraschender Weise erweitert haben. Sein Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit bekannten Bild-Stereotypen, die er durch intensive eigene Bild-Dekonstruktionen hinterfragt. Seine Arbeiten waren weltweit in Ausstellungen zu sehen, darunter: Deutsches Historisches Museum, Museum der Arbeit Hamburg und Fotofestival Noorderlicht (Niederlande). Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen: Helvetica (Nimbus. Kunst und Kultur, 2017), Moscow (Edition Braus, 2012) und Deutsch Land (Edition Braus, 2006). Herzaus Fotografien erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. mehrfach das VG-Bildkunst Stipendium und den Rückblende-Award.

(Text: F3 Freiraum für Fotografie)


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Vernissage und Preisverleihung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Photobastei
Sep
6
6:00 nachm.18:00

Vernissage und Preisverleihung | 22. vfg Nachwuchsförderpreis | Photobastei


Photobastei | Zürich
6. September 2018

Preisverleihung 22. vfg Nachwuchsförderpreis

Finalistinnen und Finalisten
Alexandra Baumgartner | Karla Hiraldo Voleau | Christian Indergand | Aschi Ke (aka Ernst Kehrli) | Jonathan Liechti | Lisa Lurati | Fabienne Spiller | Aissa Tripodi | Fred Walter Uhlig | Simon von Gunten


Preisverleihung 22 nwfp.JPG
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Vernissage | Zürich - schwarz auf weiss | Photobastei
Sep
6
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Zürich - schwarz auf weiss | Photobastei


Photobastei | Zürich
6. September 2018

Zürich - schwarz auf weiss

Historische Fotografien aus den Beständen des Baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich

Eröffnung durch André Odermatt (Stadtrat) und Katrin Gügler (Direktorin Amt für Städtebau)
 


 Blick auf das Utoquai, den Bellevueplatz und die Quaibrücke (Fotografie Baugeschichtliches Archiv 1896)

Blick auf das Utoquai, den Bellevueplatz und die Quaibrücke (Fotografie Baugeschichtliches Archiv 1896)

Die Ausstellung "Zürich – Schwarz auf Weiss" zeigt eine Auswahl historischer Fotografien aus den Beständen des baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich. Die Aufnahmen datieren aus den Jahren 1890 bis 1920. Sie zeigen Stadtansichten und Bauwerke, pittoreske Landschaften sowie Bilder des dörflichen und städtischen Lebens.

Die Ausstellung ist als fotografischer Spaziergang durch die Stadt konzipiert. Der Weg führt durch alle 22 Stadtquartiere. Unterwegs begegnen uns dörfliche Szenen, Baustellen an der Sihl, eine Golfpartie im Dolder, Einblicke in eine gute Stube, neue städtebauliche Grossprojekte wie die Quaianlagen. Manche Aufnahme lässt sich noch heute verorten, andere sind Geschichte und somit Zeugnis von den Veränderungen, die Zürich in den letzten hundert Jahren erfahren hat.

Die Auswahl der Fotografien in der Ausstellung spiegelt die Vielfalt der Sammlung im Baugeschichtlichen Archiv. Dies betrifft die Art der Aufnahmen, die Sujets wie auch die Herkunft der Bilder: Zu sehen gibt es Architekturaufnahmen, Postkartenansichten, Bilder von Interieurs, Wohn- und Arbeitssituationen und Portraits. Entstanden sind die Fotografien als Auftragsarbeiten für städtische Institutionen, für private Unternehmen, für Einzelpersonen und Familien oder zu Dokumentationszwecken.

Ganz häufig sind die Bilder belebt, fast immer präsentieren sich Leute vor einem Haus oder ein neugieriges Gesicht in einem Fenster. Denn ein Fotograf, der zwischen 1890 und 1920 unterwegs war, hat immer Aufmerksamkeit erregt. Kein Wunder, das Arbeiten abseits des Ateliers mit den gross dimensionierten Fachkameras auf Stativen, bestückt mit Glasplatten und die langen Belichtungszeiten machten das Fotografieren zu einem Spektakel.

(Text: Photobastei)

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Vernissage | La Ligne - Jean-Marc Yersin | Ferrari Art Gallery
Sep
1
1:00 nachm.13:00

Vernissage | La Ligne - Jean-Marc Yersin | Ferrari Art Gallery


Ferrari Art Gallery | Vevey
1. September 2018

La Linge
Jean-Marc Yersin


yersin2.jpg

Dieser 18 km lange Viadukt, der ohne jegliche Nutzung und ohne Zugang, der seine monumentale Präsenz in der Ebene von Beauceronne, zwischen Orléans und Paris, demonstriert, hebt sich zweifellos von der Masse ab. Futuristisch zum Zeitpunkt seiner Konzeption, ist er es immer noch.... Mit Talent gestaltet, fordert es heraus....

Ein solches Überbleibsel könnte ein historisches Denkmal sein, eine Touristenattraktion, aber es ist verlassen. An zwei Stellen geteilt, durch den Bau einer Autobahn, dann durch einen Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug, scheint es zu stören, aber widersteht - die Kosten für den Abriss wären kolossal.

Ein Relikt des Genies des Ingenieurs Bertin, der die Spitze der Republik von der Relevanz seines Aerotrain-Projekts überzeugen konnte, das in den Augen derer, die sein Todesurteil für einen besseren Start der TGVs unterzeichnet haben, extravagant wurde, ist diese Arbeit wirklich aussergewöhnlich.

Seine sowohl anachronistische als auch futuristische Silhouette, die als eine Art vergessene Land-Art-Installation aus dem Wald auftaucht, um sich auf der Ebene zu präsentieren, fand natürlich ihren Platz im zweiten Band von "Carnets d'un autre temps". Manch einer erinnert sich noch an das erstaunliche Industrieabenteuer dieses Ingenieurs und seines Aérotrains mit Luftkissen, der sich in den 60er Jahren ohne grössere Reibung, wie beim Schweben, auf einer ersten Linie am Boden, zwischen Gometz und Limours bei Paris, dann auf diesem Viadukt, wo er 400 km/h überschritt....

Heute könnte das Abenteuer ein paar Schritte von Vevey auf der Rhône-Ebene mit dem Bau einer Teststrecke für Hyperloop-Kandidaten von Elon Musk fortgesetzt werden, um Los Angeles in weniger als einer halben Stunde mit mehr als 1'000 km/h mit San Francisco zu verbinden.

Indéniablement il sort de l’ordinaire, ce viaduc de 18 km, sans aucun usage ni accès, qui impose sa monumentale présence sur la plaine Beauceronne, entre Orléans et Paris. Futuriste lors de sa conception, il l’est encore... Dessiné avec talent, il interpelle...

Un tel vestige pourrait être monument historique, attraction touristique, il est pourtant à l’abandon. Sectionné en deux endroits, par la construction d’une autoroute, puis par un accident avec un véhicule agricole, il semblerait qu’il gêne, mais il résiste, le coût de sa démolition serait colossal.

Vestige du génie de l’ingénieur Bertin, qui sut convaincre jusqu’au sommet de la République de la pertinence de son projet d’Aérotrain, devenu extravagant aux yeux de ceux qui signèrent son arrêt de mort pour mieux lancer les TGV, cet ouvrage est bel et bien extraordinaire.

Sa silhouette, à la fois anachronique et futuriste, fonctionnant comme une sorte d’installation de Land Art oubliée émergeant de la forêt pour se lancer sur la plaine, a trouvé tout naturellement sa place dans le deuxième volume des « Carnets d’un autre temps ».
Certains se souviennent encore de l’étonnante aventure industrielle menée par cet ingénieur et son Aérotrain à coussin d’air, qui, dans les années 1960, se déplaçait sans plus de frottement, comme en lévitation, sur une première ligne au sol, entre Gometz et Limours près de Paris, puis sur ce viaduc, où il dépassa les 400 km/h...

Aujourd’hui, l’aventure pourrait bien rependre à deux pas de Vevey, sur la plaine du Rhône, avec la construction d’une piste d’essais pour les candidats à l’Hyperloop imaginé par Elon Musk, afin de relier Los Angeles à San Francisco en moins d’une demi-heure, à plus de 1’000 km/h

(Text: Ferrari Art Gallery)

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Artist Talk | Antarctica - Paolo Pellegrin | Bildhalle
Aug
30
7:00 nachm.19:00

Artist Talk | Antarctica - Paolo Pellegrin | Bildhalle


Bildhalle | Zürich
30. August 2018

Artist Talk
Paolo Pellegrin und Christian Brändle (Direktor Museum für Gestaltung, Zürich) im Gespräch über Fotografie, Fotojournalismus und den Fotomarkt
Das Gespräch ist in Zusammenarbeit mit Magnum Photos Schweiz entstanden

Antarctica
Paolo Pellegrin


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Die neuste Serie des italienischen Fotografen Paolo Pellegrin (*1964) führt uns die Schönheit des antarktischen Eisschildes vor Augen, welches zugleich auch Schauplatz einer von Menschen verursachten Krise ist. Die gross­formatigen Luftaufnahmen zeigen imposante Bilder einer scheinbar intakten Umwelt. Erst bei genauerem Be­trachten erahnen wir – gespiegelt durch die dramatischen Veränderungen der Landschaft – den bevorstehenden Verlust, der uns durch die Erderwärmung droht.

Pellegrin hat die Eisfelder und Gletscher aus einem Forschungsflugzeug der NASA fotografiert, die auf ihrer jährlichen IceBridge-Expedition Messflüge über dem Kontinent durchführt. Die Antarktikis von oben, diese Perspektive kannten wir bis anhin nur von Satellitenbildern. Zum ersten Mal liefert nun ein Fotograf Bilder aus einer Flughöhe von nur 300 bis 500 Metern über dem Eis und schenkt uns damit nie gesehene, detaillierte und spektakuläre Luftaufnahmen.

Diese Fotografien demonstrieren, wie eine fast unberührte Landschaft langsam verschwindet, wegschmilzt, ver­ursacht durch unsere geographisch weit entfernten industriellen Aktivitäten. Einmal mehr werden wir daran erinnert, dass Umweltprobleme keine Grenzen kennen. Und genau hier setzt der Magnum-Fotograf an, der bis­her vor allem in Krisen- und Kriegsgebieten gearbeitet hat. Während er normalerweise auf Tuchfühlung und ins Geschehen eingebettet Bilder produziert, tritt er hier einen Schritt zurück und zeigt uns das grosse Ganze eines schwer fassbaren Vorgangs: einen Konflikt, der ganz im Stillen passiert – ohne sichtbare Opfer. Einen Konflikt, der uns alle betrifft.

Die ausgedehnten Landschaften mit ihren Mustern in Eis und Schnee, meist ohne Horizont fotografiert, erinnern gleichzeitg aber auch an die „Equivalents“ von Alfred Stieglitz, die dieser vor hundert Jahren fotografiert hat und die gemeinhin als erste Abstraktionen der modernen Fotografie gelten. Diese Verschränkung aus abstrakter Schönheit der fotografierten südpolaren Landschaft und der politischen Dringlichkeit ihrer drohenden Zerstörung erhebt die Arbeit von Paolo Pellegrin weit über das reine Bilddokument hinaus.

(Text: Bildhalle)

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Vernissage | A Quintology of Diaries - Ferit Kuyas | Galerie 94
Aug
30
6:30 nachm.18:30

Vernissage | A Quintology of Diaries - Ferit Kuyas | Galerie 94


Galerie 94 | Baden
30. August 2018

A Quintology of Diaries

Ferit Kuyas


 15 Feathers | Bild: Ferit Kuyas

15 Feathers | Bild: Ferit Kuyas

"A Quintology of Diaries" begann 2010, als ich eingeladen wurde, eine Arbeit zu zeigen, die ich nie zuvor ausgestellt hatte. Die Einladung kam von Romano Zerbini für die Eröffnungsaustellung seiner neuen Galerie Photogarage. Ich entschloss mich, mit meinen Polaroids zu arbeiten, die ich Mitte der neunziger Jahre gemacht hatte, als ich an einem visuellen Austauschprogramm mit vier Künstlerfreunden beteiligt war. Während einigen Jahren schickten wir jeden Monat Polaroidbilder an alle Beteiligten und erhielten zurück. Das war eine gute Gelegenheit, um meine Umwelt zu erkunden, und als visueller Künstler zu reifen. Schliesslich einigten wir uns auf den Titel Visual Diary. Da mich von nun an ständig das Wort "Tagebuch" einfiel, führte dies zu vier weiteren Teilen.

Das Gehirn funktioniert nicht wie ein Computer, in dem Erinnerungen als Binärcode aufgezeichnet werden und jederzeit nach Belieben abgerufen werden können. Selbst dann können Daten im Laufe der Zeit beschädigt werden und möglicherweise nicht mehr lesbar sein. Unser Gedächtnis scheint die Ränder und Ecken unserer Vergangenheit zu glätten. Übrig bleibt eine Erinnerung, die wahrscheinlich nicht kongruent mit dem ist, was vor langer Zeit wirklich passiert ist. Wir neigen zu Vereinfachung und Idealisierung.

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, mit einer Digitalkamera Momente meines Lebens festzuhalten. Das Aufnehmen dieser Art von Fotos hilft mir, mein Gedächtnis zu vertiefen. Wenn ich mir ein vor langer Zeit gemachtes Bild anschaue, erwachen all die Gefühle, die Stimmung, in der ich mich befand, der Geschmack der Dinge und die Geräusche, die mich umgeben haben, wieder zum Leben. Andererseits frage ich mich: Ist das wirklich wahr? Welche Art von Erinnerungen wird das gleiche Bild in einer Woche hervorrufen? In einem Monat? In einem Jahr? In zehn Jahren? Und schliesslich wird die Erinnerung verschwinden, sobald ihr Träger fort ist.

Dinge, die ich nicht brauche, aufzuräumen und loszuwerden gehören nicht zu meinen Stärken. Im Laufe der Jahre hat sich eine grosse Anzahl von Objekten angesammelt. Manche von ihnen nutzlos, aber zu schön, manche von der Zeit überholt, aber zu wertvoll, um weggeworfen zu werden. Wenn ich sie anschaue, scheint sich ein Fenster in meiner Seele zu öffnen. Das ist oft eine interessante Erfahrung, manchmal ironisch, schmerzhaft oder überraschend. Alte Erinnerungen kommen auf und werden neu bewertet. Die meisten Objekte werden nach dem Fotografieren zerstört oder abgegeben. Sie loszuwerden ist ein Reinigungsprozess, da ich immer weniger Dinge um mich herum haben will – nur das, was wirklich notwendig ist.

Ferit Kuyas

Ferit Kuyas (*1955) studierte Architektur und Jurisprudenz in Zürich. 1982 promovierte er an der Universität Zürich mit dem Lizentiat. Er lebt und arbeitet in Ziegelbrücke, Schweiz. Ferit Kuyas’ Arbeiten werden in Galerien, Museen und Festivals in Europa, Amerika und Asien gezeigt, darunter Shanghai Art Museum, Fotomueum Winterthur, Zacheta Nationale Galerie für Kunst, Warschau, Museum für moderne Kunst Carlos Merida, Guatemala Stadt, Photofusion Gallery, London, Elipsis Gallery, Istanbul, Transphotographiques, Lille, Frankreich, H2 Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg, und Fotofestiwal Lodz, Polen. 1999 erhielt er den Kodak-Fotobuchpreis für Industrielle Innenwelten, 2002 wurde er mit dem Hasselblad Masters Award ausgezeichnet, 2010 erhielt er den GuatePhoto Award. Seine Arbeiten sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter Museum of Fine Arts, Houston, Musée de la Photographie, Belgien, Charleroi, Portland Art Museum, Portland OR, Sammlung Hoffmann-La Roche, Basel, Städtische Sammlung Augsburg, Kanton Bern und Stadt Biel/Bienne.

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Vernissage | Antarctica - Paolo Pellegrin | Bildhalle
Aug
29
6:00 nachm.18:00

Vernissage | Antarctica - Paolo Pellegrin | Bildhalle


Bildhalle | Zürich
29. August 2018

Antarctica
Paolo Pellegrin


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Die neuste Serie des italienischen Fotografen Paolo Pellegrin (*1964) führt uns die Schönheit des antarktischen Eisschildes vor Augen, welches zugleich auch Schauplatz einer von Menschen verursachten Krise ist. Die gross­formatigen Luftaufnahmen zeigen imposante Bilder einer scheinbar intakten Umwelt. Erst bei genauerem Be­trachten erahnen wir – gespiegelt durch die dramatischen Veränderungen der Landschaft – den bevorstehenden Verlust, der uns durch die Erderwärmung droht.

Pellegrin hat die Eisfelder und Gletscher aus einem Forschungsflugzeug der NASA fotografiert, die auf ihrer jährlichen IceBridge-Expedition Messflüge über dem Kontinent durchführt. Die Antarktikis von oben, diese Perspektive kannten wir bis anhin nur von Satellitenbildern. Zum ersten Mal liefert nun ein Fotograf Bilder aus einer Flughöhe von nur 300 bis 500 Metern über dem Eis und schenkt uns damit nie gesehene, detaillierte und spektakuläre Luftaufnahmen.

Diese Fotografien demonstrieren, wie eine fast unberührte Landschaft langsam verschwindet, wegschmilzt, ver­ursacht durch unsere geographisch weit entfernten industriellen Aktivitäten. Einmal mehr werden wir daran erinnert, dass Umweltprobleme keine Grenzen kennen. Und genau hier setzt der Magnum-Fotograf an, der bis­her vor allem in Krisen- und Kriegsgebieten gearbeitet hat. Während er normalerweise auf Tuchfühlung und ins Geschehen eingebettet Bilder produziert, tritt er hier einen Schritt zurück und zeigt uns das grosse Ganze eines schwer fassbaren Vorgangs: einen Konflikt, der ganz im Stillen passiert – ohne sichtbare Opfer. Einen Konflikt, der uns alle betrifft.

Die ausgedehnten Landschaften mit ihren Mustern in Eis und Schnee, meist ohne Horizont fotografiert, erinnern gleichzeitg aber auch an die „Equivalents“ von Alfred Stieglitz, die dieser vor hundert Jahren fotografiert hat und die gemeinhin als erste Abstraktionen der modernen Fotografie gelten. Diese Verschränkung aus abstrakter Schönheit der fotografierten südpolaren Landschaft und der politischen Dringlichkeit ihrer drohenden Zerstörung erhebt die Arbeit von Paolo Pellegrin weit über das reine Bilddokument hinaus.

(Text: Bildhalle)

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Afrofuturismus - Osborne Macharia
Aug
23
zu 26. Aug.

Afrofuturismus - Osborne Macharia

  • Extérieur et Hall du Casino de Montbenon (Karte)
  • Google Kalender ICS

Extérieur et Hall du Casino de Montbenon | 13e Festival cinémas d'Afrique | Lausanne
23. - 26. August 2018

Afrofuturismus
Osborne Macharia


 Osborne Macharia

Osborne Macharia

Osborne Macharia, ein autodidaktischer kommerzieller Fotograf mit Sitz in Nairobi, ist zweifellos die führende Figur in der afrofuturistischen Fotografie. Er zeichnet sich durch seine virtuellen Porträts mit dynamischen und farbigen Konturen aus. Fotografie, er versteht sie vor allem als Erzählkunst. 

Er ist nicht nur ein talentierter Fotograf, sondern auch ein außergewöhnlicher Geschichtenerzähler. In seine Werke einzutauchen bedeutet, in ein Märchenbuch einzutauchen, in dem sich jeder Charakter in einer mit Sorgfalt komponierten imaginären Umgebung verankert. Seine Inspiration bezieht er aus Comics, Illustrationen und vor allem aus der Filmwelt, nach dem Vorbild der exklusiven Arbeit, die er von Disney für den Launch des amerikanischen Blockbusters "Black Panther" geschaffen hat. 

Als subtiler Balanceakt zwischen Identität, Kultur und Fiktion bringt Osborne Macharias Fotografie neue Perspektiven auf universelle und spezielle Themen wie Gleichheit, Integration, sexuelle Verstümmelung, Elfenbeinwilderei oder die Stigmatisierung von Albinos, älteren oder kleinen Menschen.

Jede Serie, die im Rahmen des Festivals präsentiert wird, ist für den Zuschauer eine schöne Gelegenheit, sich von den oft miserablen Bildern Afrikas zu entfernen und innovative, lebendige und kühne Bilder zu entdecken.

Dieses Jahr lädt das Festival die Besucher ein, in einem Fotostudio im Herzen der Ausstellung zu posieren und sich vom Künstler fotografieren zu lassen.


 Osborne Macharia

Osborne Macharia

Photographe publicitaire autodidacte basé à Nairobi, Osborne Macharia apparaît sans nul doute comme la figure de proue de la photographie afrofuturiste. Il se démarque par ses portraits virtuels aux contours dynamiques et colorés. La photographie, il la conçoit avant tout comme un art narratif.

En plus d’être un photographe de talent, il se révèle être un conteur exceptionnel. Se plonger dans ses œuvres équivaut à se plonger dans un livre de contes où chaque personnage s’ancre dans un environnement imaginaire composé avec soin. Il tire son inspiration des bandes dessinées, des illustrations et surtout du monde cinématographique, à l’instar de l’œuvre exclusive qu’il a été chargé de créer par Disney pour le lancement de la superproduction américaine "Black Panther".

Subtil balancement entre identité, culture et fiction, la photographie d’Osborne Macharia est porteuse de nouvelles perspectives sur des sujets aussi bien universels que particuliers tels que l’égalité, l’intégration, les mutilations sexuelles, le braconnage de l’ivoire ou encore la stigmatisation des albinos, des personnes âgées ou des personnes de petite taille.

Chaque série présentée dans le cadre du Festival sera pour le spectateur une belle occasion de s’éloigner des images souvent misérabilistes de l’Afrique pour découvrir des tableaux innovants, vibrants et audacieux.

Cette année, le Festival propose aux visiteurs de venir prendre la pose dans un studio photo inédit installé au cœur de l’exposition et de repartir avec une photo prise par l’artiste.

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Buchvernissage | Colombia On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | Never Stop Reading
Aug
23
7:00 nachm.19:00

Buchvernissage | Colombia On the Brink of Paradise - Luca Zanetti | Never Stop Reading


Never Stop Reading | Zürich
23. August 2018

Colombia On the Brink of Paradise
Luca Zanetti
Scheidegger & Spiess

Mit dem Fotografen Luca Zanetti, der ehemaligen Schweizer Botschafterin in Kolumbien, Dora Rapold, und Nadine Olonetzky vom Verlag Scheidegger & Spiess


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Kolumbien ist ein Land von natürlicher Schönheit und reichem kulturellem Erbe, von Regenwäldern und Flüssen, von friedlichen Bauernhöfen und Farmen, wo sich Bauern und Gauchos zur Arbeit und Freizeit treffen. Doch hinter diesen Bildern der ländlichen Gelassenheit leben die Menschen in Kolumbien in grosser Not. Armut herrscht in vielen isolierten Teilen des Landes, in denen die staatliche Autorität weitgehend fehlt, und siebzig Jahre bewaffneter Konflikte zwischen der kolumbianischen Armee, rechten paramilitärischen Kräften und linken Guerillagruppen, wie der FARC und der ELN, hinterlassen weiterhin bleibende Spuren. Die zentrale Rolle des Landes im Kokainhandel sichert und bedroht den Lebensunterhalt vieler Kolumbianer.

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Der Höhepunkt von fast zwanzig Jahren Reisen und Fotografieren in Kolumbien, "Colombia On the Brink of Paradise" zeigt mehr als hundert unglaubliche Fotografien von Luca Zanetti. Was die Bilder gemeinsam darstellen, ist ein Ort, der zwischen Paradies und Abgrund schwankt, eine wild bunte und chaotische Kulisse für die Geschichten des Alltagslebens der Menschen. Thematisch in mehrere Abschnitte gegliedert, enthält das Buch auch einen Essay über den historischen, politischen und sozialen Kontext des Konflikts des kolumbianischen Soziologen Alfredo Molano, der die Friedensverhandlungen von 2012-2016 zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC aufmerksam verfolgt und Mitglied der Wahrheitskommission ist, die als Teil des zwischen den Rebellen und der Regierung unterzeichneten Friedensabkommens eingerichtet wurde; kurze Einführungstexte der Medellín-Journalistin Anamaria Bedoya Builes; und ein Postscript von Luca Zanetti.

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Colombia is a land of natural beauty and rich cultural heritage, of rainforests and rivers, of peaceful rural farms and ranches where farmers and gauchos gather for work and leisure. But behind these images of bucolic serenity, the people of Colombia live through considerable hardships. Poverty is prevalent in many isolated parts of the country where state authority is largely absent, and seventy years of armed conflict between the Colombian army, right-wing paramilitary forces, and left-wing guerrilla groups, such as the FARC and the ELN, continue to leave lasting scars. The country’s central role in the cocaine trade both provides for and threatens the livelihood of many Colombians.

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The culmination of almost twenty years spent traveling throughout and photographing Colombia, Colombia: On the Brink of Paradise features more than one hundred incredible photographs by Luca Zanetti. What the images collectively portray is a place that teeters between paradise and the abyss, a wildly colorful and chaotic backdrop to the stories of everyday people’s lives. Arranged thematically in several sections, the book also includes an essay on the historic, political, and social context of the conflict by Colombian sociologist Alfredo Molano, who followed closely the peace negotiations of 2012–2016 between the Colombian government and the FARC and who is a member of the truth commission established as part of the peace agreement signed between the rebels and the government; brief introductory texts by Medellín journalist Anamaria Bedoya Builes; and a postscript by Luca Zanetti.

(Text: Scheidegger & Spiess)

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Vernissage | Souvenirs - Peter Aerschmann | Kunstmuseum Appenzell
Aug
18
5:00 nachm.17:00

Vernissage | Souvenirs - Peter Aerschmann | Kunstmuseum Appenzell


Kunstmuseum Appenzell | Appenzell
18. August 2018

Souvenirs
Peter Aerschmann


 Peter Aerschmann, SLEEPERS, 2011, HD video, 12 min loop, no sound, ed. 5+1AP

Peter Aerschmann, SLEEPERS, 2011, HD video, 12 min loop, no sound, ed. 5+1AP


Peter Aerschmann (*1969 in Freiburg/CH) gehört zu den profiliertesten Medienkünstlern der Schweiz. Seit 1999 – nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst/Basel und den weiterführenden Studien der Computerwissenschaft an der Universität Basel und an der Hochschule der Künste Bern, hat er ein reiches Œuvre geschaffen, das nun erstmals retrospektiv in einer musealen Ausstellung vorgestellt wird. Im 1998 eröffneten Kunstmuseum Appenzell zeigt der Künstler eine exemplarische Auswahl seiner Videoarbeiten und Digitalfilme von 1999 bis heute.

Die zehn Kabinette des Museums werden zur Bühne eines eigenen Blicks auf unsere Realitäten, auf unsere Gegenwart. Aerschmann rekonstruiert in seinen am Computer generierten Filmen – die wiederum auf von ihm gemachten Videos oder Fotografien beruhen – scheinbar die sichtbare Wirklichkeit. Allerdings führt er sie uns so vor Augen, wie wir sie selten wahrgenommen haben. Teils humorvoll, teils hintergründig, teils kritisch kombiniert der Künstler in den meist kurzen Filmen aus optischen Fragmenten des Alltags eine Weltsicht, die trotz aller Leichtigkeit existentielle Fragen berührt.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch.

Eröffnung: Samstag, 18. Augst 2018, 17 Uhr, im Kunstmuseum Appenzell.

(Text: Kunstmuseum Appenzell)


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Aug
7
9:30 nachm.21:30

IAF - Basel | Festival für zeitgenössische Kunst | Afrofuturismus | Open Air Voltaplatz |Basel


Open Air Voltaplatz | Basel
1. - 16. September 2018

Afrofuturismus - Superhelden & Fabelwesen
Osborne Macharia


 Ilgelunot Saiton | Osborne Macharia

Ilgelunot Saiton | Osborne Macharia

Der kenianische Künstler Osborne Macharia verschreibt sich in seiner Arbeit der Ästhetik des Afrofuturismus. Die Fotografien stellen Zukunftsszenarien dar, die stark von Mode und Design geprägt sind. Afrofuturismus kombiniert Elemente aus Science-Fiction, historischen Romanen, Fantasy und Afrozentrizität. Heutige Dilemmata von people of color werden kritisiert und historische Ereignisse hinterfragt. Die Open Air Ausstellung umfasst sechs grossformatige, fantastische Portraitreihen.

Osborne Macharia führt durch die Ausstellung
Sonntag | 2. September 2018 | 11.30 Uhr
Dienstag | 4. September 2018 | 17.30 Uhr
Alle Führungen in englischer Sprache
Teilnahme kostenlos

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Ausstellung | Regards croisés | Journées photographiques de Bienne à Genève
Aug
1
zu 12. Aug.

Ausstellung | Regards croisés | Journées photographiques de Bienne à Genève

  • Parce La Grange Genève (Karte)
  • Google Kalender ICS

Journées photographique de Bienne à Genève
1. - 12. August 2018

Anatomy of Forgiveness
Lana Mesic

Nothing Personal
Nikita Teryoshin


 Anatomy of Forgiveness |&nbsp;Lana Mesic

Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic


Die Bieler Fototage sind ein Schweizer Festival für junge, aufstrebende Fotografie. Jedes Jahr während jeweils drei Wochen werden Ausstellungen von ungefähr 20 Schweizer und internationalen Fotografinnen und Fotografen präsentiert, die in der ganzen Stadt Biel verteilt sind und im Rahmen eines Rundgangs besucht werden können. Seit 22 Jahren stellt das Festival neue Talente der zeitgenössischen Fotografie aus der ganzen Welt vor. Die Bieler Fototage haben sich zu einer Plattform für Begegnung und Austausch zwischen Fotografen und dem Publikum entwickelt, deren Ausstellungen und Begleitveranstaltungen die soziale Funktion der Fotografie und ihre zeitgenössischen Verwendungsformen hinterfragen.

Im Rahmen der Festlichkeiten des 1. Augusts hat die Stadt Biel als Ehrengast der Stadt Genf die Bieler Fototage dazu eingeladen, eine Ausstellung zu präsentieren. Das Festival wird einen visuellen Dialog zwischen zwei FotografInnen vorstellen, deren Bilder anlässlich der 22. Ausgabe des Festivals im Mai 2018 in Biel zu sehen waren. Ohne auf schockierende Bilder aus Kampfgebieten zu setzen, regen die beiden Fotografen zum Nachdenken über die komplexe Realität von Kriegen an.

 Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic

Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic

Die Fotoserie Anatomy of Forgiveness von Lana Mesić (HR) setzt sich mit dem Genozid in Ruanda auseinander, der vor 20 Jahren ausbrach, und leistet dabei Erinnerungsarbeit. Die Fotoserie wurde von "Creative Court", einer nicht staatlichen Organisation in Auftrag gegeben, die künstlerische Projekte zu den Themen Frieden und Gerechtigkeit entwickelt. Die Arbeit setzt Begegnungen von Opfern und Tätern des damaligen Genozids in Szene, um dem Akt des Verzeihens ein Gesicht zu geben und ihn metaphorisch zu gewichten.

 Nothing Personal | Nikita Teryoshin

Nothing Personal | Nikita Teryoshin

Die Fotoserie Nothing Personal von Nikita Teryoshin (RU) ihrerseits stellt Überlegungen zu Kriegswaffen-Messen an, bei denen die Aussteller Fachleuten ihre neusten "Innovationen" im Bereich Kriegsmaterial vorstellen. Die in Polen, Weissrussland, Frankreich und Südkorea aufgenommenen Bilder machen diese veritablen Spielwiesen für Erwachsene mit einem bissig-ironischen Ton sichtbar.

Die nächste Ausgabe der Bieler Fototage wird vom 10. Mai bis 2. Juni 2019 stattfinden.


Les Journées photographiques de Bienne, festival suisse de la photographie émergente, présentent chaque année durant trois semaines une vingtaine d’expositions de photographes suisses et internationaux sous la forme d’une balade dans la Ville de Bienne. Depuis 22 ans, le festival révèle des nouveaux talents du monde de la photographie contemporaine. Plate-forme de rencontres entre les photographes et le public, il propose des expositions et des événements qui permettent de questionner les fonctions sociales de la photographie et ses usages contemporains.

Invité par la Ville de Biennedans le cadre des festivités du 1er août de la Ville de Genève, le festival présentera une exposition photographique qui se déploiera ainsi du 1er au 12 août dans le parc et illustrera l’attachement de nos deux villes au soutien à la photographie. La prochaine édition des Journées photographiques de Bienne aura lieu du 10 mai au 2 juin 2019, tandis que Genève inaugurait en octobre passé No’photo, sa première nocturne photographique. En marge des champs de bataille et des images choc, les deux photographes choisis pour cette exposition proposent un temps de réflexion sur la réalité complexe qu’est la guerre.


 Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic

Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic

La série photographique Anatom y of Forgiveness de Lana Mesić (HR) revient sur le génocide du Rwanda, 20 ans après, afin de faire un travail de mémoire. Commandée par la Cour pénale internationale, cette série photographique met en scène des rencontres entre les victimes et les bourreaux du génocide afin de donner un visage au pardon, puis de le mesurer, de manière métaphorique.

 Nothing Personal | Nikita Teryoshin

Nothing Personal | Nikita Teryoshin

La série photographique Nothing Personal de Nikita Teryoshin (RU) propose uneréflexion sur les foires à l’armement de guerre dans lesquelles les exposants viennent présenter leurs dernières innovations en matière d’équipement militaire. Photographiés en Pologne, en Biélorussie et en Corée du Sud, ces véritables terrains de jeux pour adultes sont rendus visibles avec un ton grinçant et ironique.

Prochaine édition des Journées photographiques de Bienne : du 10 mai au 2 juin 2019.


Each year, the Biel/Bienne Festival of Photography, a Swiss festival dedicated to emerging photography, presents over the course of three weeks some 20 exhibitions of Swiss and international photographers in the form of a stroll through the town of Biel/ Bienne. For 22 years, the festival has been discovering new talents in the world of contemporary photography. As a platform for encounters between photographers and the public, it offers exhibitions and events that raise questions about the social functions of photography and its contemporary uses.

As a guest of honour of the City of Geneva at the festivities on August 1, the City of Biel/Bienne has invited the festival to put on an exhibition, which will present the converging views of two photographers who were exhibited in May 2018 as part of the 22nd edition of the festival. Away from the battlefield and its shocking images, these two photographers offer a moment of reflection on the complex realities of war.

 Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic

Anatomy of Forgiveness | Lana Mesic

Anatomy of Forgiveness by Lana Mesic (HR) returns to the Rwandan genocide 20 years after the fact to create a work of remembrance. This series of photos, which was commissioned by Creative Court, a non-governmental organization that develops art projects on themes of peace and justice, stages encounters between victims and perpetrators of the genocide in order to give a face to forgiveness, and then metaphorically to measure it.


 Nothing Personal | Nikita Teryoshin

Nothing Personal | Nikita Teryoshin

The photo series Nothing Personal by Nikita Teryoshin (RU) presents a reflection on arms industry trade shows, where the exhibitors come to display to professionals their latest innovations in military equipment. Photographed in Poland, Belarus, France and South Korea, these trade shows seem like playgrounds for adults, and are depicted in a bitterly ironic tone.

The next edition of the Biel/Bienne Festival of Photography will take place from May 10 to June 2, 2019.

(Pressetext Bieler Fototage)

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Ausstellung | US Blues - Paul D'Amato, Pamela Littky, Dotan Saguy und Jay Wolke | Kehrer Galerie
Jul
14
zu 8. Sep.

Ausstellung | US Blues - Paul D'Amato, Pamela Littky, Dotan Saguy und Jay Wolke | Kehrer Galerie


Kehrer Galerie | Berlin
14. Juli - 8. September 2018
Sommerpause vom 5. - 28. August 2018

US Blues

Paul D'Amato, Pamela Littky, Dotan Saguy, Jay Wolke


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Die Kehrer Galerie freut sich, mit »US Blues« eine Gruppenausstellung zu eröffnen, die vier verschiedene Einblicke in sehr unterschiedliche Mikrokosmen des amerikanischen Lebens gewährt. Ein melancholischer Blick auf die sozialen Strukturen verbindet die Serien.

Paul D’Amatos Serie »here/still/now« (2004–2016) zeigt Bilder der West Side von Chicago, die stellvertretend für die Lebensbedingungen steht, die in vielen afroamerikanischen US-Stadtvierteln zu finden sind. Die einfühlsamen Porträts zeichnen sich nicht nur durch den behutsamen Einsatz von Licht aus, sondern vor allem durch Anteilnahme an der Armut und das Anerkennen der Menschen vor der Kamera.

Die amerikanischen Jahrmärkte in Pamela Littkys Arbeiten bilden ein soziales und kulturelles Gefüge ab, das über die letzten 100 Jahre weitgehend unverändert geblieben ist und die nostalgischen Ideale Amerikas feiert. »American Fair« (2017) vereint sowohl idyllische Bilder von Farmern und Rodeo-Zuschauern als auch Porträts und Ansichten, die Untertöne von Beklemmung und Unsicherheit tragen.

Dotan Saguys Fotos sind eine unverblümte Hommage an die Kuriosität und Einzigartigkeit der Menschen am Strand von Venice in Los Angeles. Mit »Venice Beach« (2018) hält der Fotograf eine Boheme fest, die von Künstlern, Hippies, Verkäufern, Drogenabhängigen, Touristen und Obdachlosen bestimmt wird: Ein Paradies, das schon heute durch Luxussanierungen und Gentrifizierung verdrängt wird.

»Same Dream Another Time« von Jay Wolke bringt eine historische Ebene in die Ausstellung. Die Bilder der Glücksspiel-Kultur in Las Vegas, Reno und Atlantic City sind in den 1980ern und 90ern entstanden. Sie stammen aus einer Zeit, als in Amerika nur in diesen drei Städten das Glücksspiel erlaubt war. Aber sie beschäftigen sich weniger mit der glitzernden Welt, die man erwarten würde, sondern mit dem Leben der Durchschnittsamerikaner, die dort – häufig vergeblich – ihr Glück suchten.

(Text: Kehrer Galerie)

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Ausstellung | Sites and Constructions - Susa Templin | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
Jun
30
zu 6. Sep.

Ausstellung | Sites and Constructions - Susa Templin | Dorothée Nilsson Gallery | Berlin

  • Dorothée Nilsson Gallery (Karte)
  • Google Kalender ICS

Dorothée Nilsson Gallery | Berlin
30. Juni - 6. September 2018

Sites and Constructions
Susa Templin


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In der Ausstellung "Sites and Constructions" präsentiert die Galerie Dorothée Nilsson zum ersten Mal Arbeiten der international agierenden Künstlerin Susa Templin. Es sind fotografisch-skulpturale Raumuntersuchungen aus den Serien "Interiors and Other Rooms", "Zimmer, Türen, Berlin" und "Sites and Constructions" die zwischen 2015 und 2018 entstanden sind. Für die Ausstellung ist in der Galerie die neue, "in situ" Arbeit entstanden. "Susa Templin geht der Frage nach, wie Räume und Erinnerungen sich durchdringen. Ihre fotografischen Untersuchungen münden in raumgreifenden Installationen. Im Wechsel von Material und Massstab entstehen Modelle aus Papier und Karton, die aus verschiedenen Perspektiven abfotografiert und weiterverarbeitet werden. Sie sind eigenständige Skulpturen und liefern gleichzeitig die Motive für weitere Fotografien. Die Künstlerin setzt sich mit Erinnerungsbildern auseinander, die räumlich abstrahiert in neuen Zusammensetzungen wieder aufscheinen. Bild für Bild und Schicht für Schicht, oft durch Mehrfachbelichtungen wird der fotografisch erfasste Raum dekonstruiert, perspektivisch verzerrt und subjektiv neu zusammengestellt. Statik und Perspektive werden ausser Kraft gesetzt. Innenansichten werden zu Fassaden, Aussenansichten zu rätselhaften Interieurs. Die Ansichten verzerren sich in den Auffaltungen der gefalzten Bildwände optisch und real. Für Susa Templin sind Räume verschachtelte Speichermedien und sie spürt diesem universalen, zeitlosen Raum-Gedächtnis fotografisch und architektonisch nach. So entstehen räumlich begehbare, fotografische Räume von traumhafter Leichtigkeit und Fragilität."

(Luminita Sabau, 2018)

Susa Templin hat an der Städelschule in Frankfurt am Main und an der Hochschule der Künste in Berlin studiert. Ihre fotografischen und dreidimensionalen, begehbaren Raum-Installationen wurden bereits in der Kunsthalle Mannheim, Kunsthalle Nürnberg, DZ Bank Kunst-Sammlung in Frankfurt am Main, im Folkwang Museum Essen, in der Berlinischen Galerie, im Museum für Photographie Braunschweig und vielen anderen gezeigt.


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Ausstellung | Curator's Choice | Galerie Springer
Jun
30
zu 15. Sep.

Ausstellung | Curator's Choice | Galerie Springer


Galerie Springer | Berlin
30. Juni - 15. September 2018

Curator's Choice

Kurator*innen
Daniel Blochwitz
Barbara Esch Marowski
Janos Frecot
Dr. Matthias Harder Hiroshi Sugimoto
Dr. Enno Kaufhold
Gisela Kayser
Prof. Ute und Werner Mahler Arno Fischer
Christin Müller
Franziska Schmidt
Prof. Dr. Steffen Siegel
Dr. Christiane Stahl
Ingo Taubhorn
Sonia Voss
Dr. Sabine Ziegenrücker

 

 


Künstler*innen
Michael Tummings
Maria Jauregui Ponte
Evelyn Richter
Herbert List
Enno Kaufhold
Pablo Piovano
Romualdas Pozerskis
Anna Vovan
Gabriele Stötzer
Ludwig Kuffer
Detlef Orlopp
Kathrin Linkersdorff, Manfred Mayerle
Sonia Voss Marianne Mispelaëre
Angelika Platen


 Bilder: Michael Tummings &nbsp; Triptych |&nbsp;Halden VI (2009) / Cabalgaderos I (2011) / Pelo III (2010) 42 x 36 cm (each) Archival pigment print Unique (exhibition prints)&nbsp;

Bilder: Michael Tummings  
Triptych | Halden VI (2009) / Cabalgaderos I (2011) / Pelo III (2010)
42 x 36 cm (each)
Archival pigment print
Unique (exhibition prints) 


In der kommenden Ausstellung präsentiert die Galerie Springer Berlin ein völlig neues und spannendes Ausstellungskonzept. Heide und Robert Springer haben 14 Kurator*innen der Fotografie aus unterschiedlichen Städten Deutschlands und der Schweiz eingeladen, jeweils eine Arbeit oder eine kleine Gruppe von Werken zu präsentieren. Die Entscheidung war dabei jedem einzelnen völlig frei gestellt. Eine Themenvorgabe gab es nicht. Vielmehr sollten es persönlich favorisierte Werke sein, spannend empfundene Zufallsbegegnungen oder aus der eigenen beruflichen Arbeit sorgfältig ausgewählt – unabhängig vom inhaltlichen Programm oder kommerziellen Gesichtspunkten der Galerie. Das Ergebnis ist überraschend und faszinierend zugleich. Die von den 14 Kurator*innen getroffene Auswahl deckt eine grosse Bandbreite an unterschiedlichen Themen, Stilrichtungen, Zeiten oder Genres ab. Die Ausstellung zeigt sowohl klassische Vintage‐Fotografien aus den frühen 1950er Jahre als auch ganz aktuelle zeitgenössische Fotokunst. Sie umfasst Künster*innen von Weltrang als auch Fotograf*innen, die bisher kaum in Ausstellungen zu sehen sind. In der freien Auswahl der Kurator*innen, der kollegialen Begegnung in einem gemeinsamen Projekt, sowie dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Positionen in den Galerie Räumen, liegen für Heide Springer die Besonderheiten dieser Ausstellung. Die von den Kurator*innen unabhängig voneinander getroffene Werkauswahl lassen überraschende oder schlüssige Themen, Verknüpfungen, Zusammenhänge oder Gegensätze erkennen. Die unterschiedlichen ineinander übergehenden Räume der Galerie bieten den Arbeiten Vielfalt und Möglichkeiten für eine spannende Präsentation. Unterstützt bei der Konzeption und Umsetzung der Ausstellung werden Heide und Robert Springer von der Berliner Kuratorin Franziska Schmidt. Lassen Sie sich überraschen von dieser aussergewöhnlichen und einmaligen Ausstellung.

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Ausstellung | Format | Mont Soleil
Jun
30
zu 26. Aug.

Ausstellung | Format | Mont Soleil



 MAPS | Matthieu Gafsou Courtoisie Galerie C

MAPS | Matthieu Gafsou
Courtoisie Galerie C

Der Begriff "Format" hat seine besondere Bedeutung in der Fotografie. Es gibt das Format des Films und den Sensor, der nach Ansicht des Fotografen seine stilistischen Entscheidungen beeinflusst und Schulen und fotografische Strömungen schafft. Es gibt auch das Druckformat, das auch die Beziehung des Betrachters zum fotografischen Motiv beeinflusst. Seit mehreren Jahrzehnten hat das digitale Format die Praxis der Fotografie revolutioniert und die Zahl der Fotografien verzehnfacht. Digitale Formate haben sich vervielfacht, so dass sie sofort im Internet veröffentlicht werden können. Das Format ist daher sowohl eine Reflexion über die Fotografie als auch ein Echo auf die Intention dieser Veranstaltung.

Le terme "format" prend son sens tout particulier lorsqu’il est appliqué à la photographie. Il y a le format de la pellicule et du capteur qui selon le photographe influence ses choix stylistiques et crée des écoles et des courants photographiques. Il y a également le format d’impression qui influence également le rapport que le spectateur a face au sujet photographique. Depuis quelques décennies le format numérique a bouleversé la pratique de la photographie prenant le pas sur le format argentique, permettant ainsi de décupler le nombre de clichés. Les formats numériques se sont multipliés permettant ainsi leur publication sur le web de manière instantané. Format est donc porteur d’une part d’une réflexion sur la photographie et d’autre part résonne sur l’intention de cette manifestation.

(Text: Format)


 Jungfraujoch, de la série Explorateurs, 2014 | Yannic Bartolozzi

Jungfraujoch, de la série Explorateurs, 2014 | Yannic Bartolozzi

 Leaves, 2017 | Thomas Flechtner

Leaves, 2017 | Thomas Flechtner

 MAPS | Matthieu Gafsou Courtoisie Galerie C

MAPS | Matthieu Gafsou
Courtoisie Galerie C

 Coding, Drying, Dancing, 2016 |&nbsp;Stéphanie Gygax

Coding, Drying, Dancing, 2016 | Stéphanie Gygax

 Sans titre, de la série Dead end,&nbsp;2017 |&nbsp;Julien Heimann

Sans titre, de la série Dead end, 2017 | Julien Heimann

 Se mettre au monde, 2016 |&nbsp;Steeve Iunker

Se mettre au monde, 2016 | Steeve Iunker

 De la série Chicane, 2013-2016 |&nbsp;Elisa Larvego

De la série Chicane, 2013-2016 | Elisa Larvego

 Stèles (vérification n°4),&nbsp;2012 |&nbsp;Thomas Maisonnasse

Stèles (vérification n°4), 2012 | Thomas Maisonnasse

 Deposit, 2011 |&nbsp;Yann Mingard

Deposit, 2011 | Yann Mingard

 petite définition d'un paysage,&nbsp;2009 |&nbsp;Virginie Otth

petite définition d'un paysage, 2009 | Virginie Otth

 Seeschlachten und Eukalyptus,&nbsp;2013 |&nbsp;Michal Florence Schorro

Seeschlachten und Eukalyptus, 2013 | Michal Florence Schorro

 Ricochet 2, 2016 |&nbsp;Rudolf Steiner

Ricochet 2, 2016 | Rudolf Steiner

 Autres inventaires, 2006-2018 |&nbsp;Xavier Voirol

Autres inventaires, 2006-2018 | Xavier Voirol

 “Neo Geography II", 2017 |&nbsp;Martin Widmer

“Neo Geography II", 2017 | Martin Widmer

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Artist Talk | Cristina Kahlo
Jun
24
2:00 nachm.14:00

Artist Talk | Cristina Kahlo


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
24. Juni 2018
Artist Talk mit Cristina Kahlo

Fotografien von Cristina Kahlo


 zapatos lulu | Bild: Cristina Kahlo

zapatos lulu | Bild: Cristina Kahlo

Das Werk der mexikanischen Fotografin Cristina Kahlo ist vielfältig. BelleVue stellt drei verschiedene Werkgruppen vor. Die erste, "Posthispánico MX", zeigt fiktive Verbindungen gegenwärtigen Lebens zur alten indigenen mittelamerikanischen Kultur. Dabei werden heutige junge Museumsbesucherinnen und -besucher den steinernen Exponaten aus der Vergangenheit gegenübergestellt. Die Schwarz-Weiss-Bilder sind sparsam mit Erdpigmenten bemalt.

In einem zweiten Block "Tiempo de Reflexión", der Cristina Kahlo als Reporterin vorstellt, sind Fotografien mexikanischer Kinder in prekären humanitären Situationen zu sehen. Cristina Kahlo ermunterte die Kinder zur Mitgestaltung der Bilder. Die Nähe der Fotografin zu den Porträtierten ist deutlich sichtbar.

Die dritte Bildgruppe trägt den Titel "Tiempo de Danzón". Der einst aus Kuba importierte Paartanz spielt für viele Menschen Mexikos eine zentrale Rolle. Cristina Kahlo leitet unseren Blick auf Details und stellt heutige Selbstdarstellungen der Tänzerinnen und Tänzer solchen von früher gegenüber. In Kahlos Serie ist das Spiel des Danzón, Stillstand und Bewegung, in eindrücklicher Weise in Bilder übertragen.

Cristina Kahlo lebt und arbeitet in Mexiko City. Die mit der berühmten Familie Kahlo verwandte Fotografin ist weit über Mexiko hinaus bekannt. Sie zeigte ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, unter anderem in Galerien und Museen in Mexiko, Deutschland, Japan, Südafrika, Dänemark, Argentinien, Frankreich und den USA.

(Pressetext)

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Ausstellung | La Bravade du Sud - Mario Marino | Galerie Hilaneh von Kories
Jun
23
zu 31. Aug.

Ausstellung | La Bravade du Sud - Mario Marino | Galerie Hilaneh von Kories

  • Galerie Hilaneh von Kories (Karte)
  • Google Kalender ICS

Galerie Hilaneh von Kories | Berlin
16. Juni - 31. August 2018

La Bravade du Sud

Mario Marino


 La jeune fille |&nbsp;© Mario Marino

La jeune fille | © Mario Marino

Für Furore sorgen vor allem immer wieder seine intensiven Portraitstudien, die er zuletzt zum Jahreswechsel 2016/2017 auch in der Galerie Hilaneh von Kories präsentierte. Nun war der Fotograf in Südfrankreich unterwegs und hat das traditionelle Fest des wohl berühmtesten Dorfes an der Côte d‘Azur begleitet: die legendäre Bravade von Saint-Tropez. Seine Serie ist zugleich eine Hommage an alle Teilnehmer und ein visuelles Erlebnis für den Betrachter. Drei Tage ist das Leben von Saint-Tropez von Paraden und Prozessionen, von historischen Kostümen und vom grossen, aber wohlorganisierten Spektakel während der Bravade bestimmt. Mario Marino war mit seiner Kamera mitten im Geschehen. Seine Serie, meist nah fokussierter Schwarzweiss-Aufnahmen, berichtet voller Neugier und Abenteuerlust von dem Fest auf der Strasse. Immer wieder rücken die Gesichter der alten und ganz jungen Teilnehmer in seinen Fokus und lassen den Betrachter unmittelbar und direkt ins Geschehen eintauchen. Er zeigt die stillen Momente, aber vor allem auch die turbulenten Aspekte des Volksfestes. Die einmalige Mischung aus historischen Kostümen, sommerlicher Kulisse und energiegeladenem Strassenfest verdichtet sich in Marinos Fotografien zu einer grossartigen Reportage, die nicht nur die Besucher begeistert, sondern auch die Teilnehmer ehrt.

(Pressetext)

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Ausstellung | Autor auf Reisen - Péter Nádas | Kunsthaus Zug
Jun
23
zu 2. Sep.

Ausstellung | Autor auf Reisen - Péter Nádas | Kunsthaus Zug


Kunsthaus Zug
23. Juni - 2. September 2018

Autor auf Reisen
Péter Nádas


 Hinaus in den Garten, 2015 | Péter Nádas

Hinaus in den Garten, 2015 | Péter Nádas


Ein zweiter Schwerpunkt in der Sommer-Ausstellung ist das fotografische Werk von Péter Nádas. Er hat es dem Kunsthaus Zug anlässlich seiner grossen Ausstellung von 2012 geschenkt.

Manch ein Besucher kennt Nádas von seiner vielfach preisgekrönten Literatur her. Gerade auf Lesereise mit seinem autobiografisch angelegten belletristischen Werk Aufleuchtende Details, zeigt der Ungare in Zug zwei ganz unterschiedliche Serien von Fotoarbeiten. Eine neuere Werkgruppe in der Sammlung trägt denselben Titel, den er seinem jüngsten Buch gegeben hat: Aufleuchtende Details sind es denn auch, die der Betrachter in seinem gesamten fotografischen Werk entdeckt – Licht ist ein Kernthema bei Nádas. Einmal im Schattenspiel der mittelalterlich-malerisch anmutenden schwarz-weiss Fotografien, schwer und düster. Aber auch in den knalligen Handyfotografien, ein neues Medium, mit dem er seit einigen Jahren experimentiert. Flacher kommen die Bilder daher, gleichzeitig bunt leuchtend, frei und spielerisch heiter.

"Wie entsteht Bewusstsein?" Auf der Suche nach Antworten auf seine Frage legt Nádas eine Spur entlang von Alltäglichem. Da ist ein Birnbaum, da sind Bohnen, die Wolken am Himmel. Dinge, denen er im Garten in seinem ländlichen Zuhause in Gombosszeg begegnet, wie auch in Hotelzimmern unterwegs auf seinen Lesereisen.

Nádas’ Erinnerungsbilder erzählen vom Teilsein einer Kultur und Geschichte, von der Identität als Produkt gesellschaftlicher Entwicklungen.

Nádas kam 1942 als jüdisches Kind in Budapest inmitten der bevorstehenden Deutschen Besatzung zur Welt. Seine Fotografie bildet eine enorme Zeitspanne ab: Von den Nachkriegsjahren und dem Leiden der Zivilbevölkerung während der Diktatur bis in die Gegenwart. In der vom Künstler eingerichteten Ausstellung leuchten Details aus dem Schatten hervor und treten mit den neuen bunten Bildern in Dialog. Nádas hat auch diese Fotografien dem Kunsthaus Zug geschenkt, sie können so zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

(Kuratiert von Matthias Haldemann)

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Ausstellung | Where love is illegal - Robin Hammond | F3 Freiraum für Fotografie
Jun
22
zu 2. Sep.

Ausstellung | Where love is illegal - Robin Hammond | F3 Freiraum für Fotografie

  • F3 Freiraum für Fotografie (Karte)
  • Google Kalender ICS

F3 Freiraum für Fotografie | Berlin
22. Juni - 2. September 2018

Where love is illegal
Robin Hammond


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Die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intersexuellen Menschen (LGBTI) hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Nach wie vor aber werden in 72 Staaten dieser Welt Menschen, deren sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nicht der Norm entsprechen, strafrechtlich verfolgt. Die Brutalität ist schockierend: Geldstrafen, Gefängnis, Folter – in einigen Fällen auch die Todesstrafe – stehen auf der Agenda der täglichen Unterdrückung.

Mehrere Jahre reiste der international ausgezeichnete Fotograf Robin Hammond – Mitglied der Amsterdamer Agentur NOOR – durch Länder, in denen LGBTI Menschen verfolgt und bedroht werden. Entstanden sind hunderte Porträts von Menschen, die – offen oder im Geheimen – ihre Identität täglich neu verteidigen müssen, oft unter Gefahr für Leib und Leben.

Aufgenommen hat Robin Hammond seine eindrücklichen Porträts auf Polaroid-Film, der ihnen eine eigene, fast surreale und traumhafte Bildästhetik verleiht. Durch die Aufnahmetechnik, die behutsame Annäherung an seine ProtagonistInnen und den Umgang mit dem avaliable light ist Where Love Is Illegal nicht nur ein unschätzbares Dokument unserer Zeit, sondern demonstriert auch die außerordentliche Fähigkeit zur künstlerischen Ausdrucksform des Fotografen.

In Kooperation mit: Heinrich-Böll-Stiftung.
Mit freundlicher Unterstützung: Botschaft des Königreichs der Niederlande, Hannchen-Mehrzweck-Stiftung.

(Text: f3 freiraum für fotografie)


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Artist Talk | Cristina Kahlo
Jun
17
2:00 nachm.14:00

Artist Talk | Cristina Kahlo


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
17. Juni 2018
Artist Talk mit Cristina Kahlo

Fotografien von Cristina Kahlo


 zapatos lulu | Bild: Cristina Kahlo

zapatos lulu | Bild: Cristina Kahlo

Das Werk der mexikanischen Fotografin Cristina Kahlo ist vielfältig. BelleVue stellt drei verschiedene Werkgruppen vor. Die erste, "Posthispánico MX", zeigt fiktive Verbindungen gegenwärtigen Lebens zur alten indigenen mittelamerikanischen Kultur. Dabei werden heutige junge Museumsbesucherinnen und -besucher den steinernen Exponaten aus der Vergangenheit gegenübergestellt. Die Schwarz-Weiss-Bilder sind sparsam mit Erdpigmenten bemalt.

In einem zweiten Block "Tiempo de Reflexión", der Cristina Kahlo als Reporterin vorstellt, sind Fotografien mexikanischer Kinder in prekären humanitären Situationen zu sehen. Cristina Kahlo ermunterte die Kinder zur Mitgestaltung der Bilder. Die Nähe der Fotografin zu den Porträtierten ist deutlich sichtbar.

Die dritte Bildgruppe trägt den Titel "Tiempo de Danzón". Der einst aus Kuba importierte Paartanz spielt für viele Menschen Mexikos eine zentrale Rolle. Cristina Kahlo leitet unseren Blick auf Details und stellt heutige Selbstdarstellungen der Tänzerinnen und Tänzer solchen von früher gegenüber. In Kahlos Serie ist das Spiel des Danzón, Stillstand und Bewegung, in eindrücklicher Weise in Bilder übertragen.

Cristina Kahlo lebt und arbeitet in Mexiko City. Die mit der berühmten Familie Kahlo verwandte Fotografin ist weit über Mexiko hinaus bekannt. Sie zeigte ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, unter anderem in Galerien und Museen in Mexiko, Deutschland, Japan, Südafrika, Dänemark, Argentinien, Frankreich und den USA.

(Pressetext)

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Ausstellung | I look at War - Mads Holm und Paula Duvå | Soiz Galerie
Jun
16
zu 27. Juli

Ausstellung | I look at War - Mads Holm und Paula Duvå | Soiz Galerie


Soiz Galerie | Passau
16. Juni - 27. Juli 2018
I look at War

Mads Holm | Paula Duvå


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Kriegsfotografen bedienen sich einer eigenen Bildsprache, ästhetisch stark aufgeladen, möglichst dramatisch und nah am Geschehen. Die dänischen Künstler Mads Holm und Paula Duvå erzählen in der Ausstellung „I look at War“ dagegen vom Krieg aus der Distanz, von seinem Davor und Danach: Wie zeigt er sich im Alltag westlicher Gesellschaften, die ihn nicht direkt erleben müssen? Wie institutionalisieren wir ihn und machen ihn damit vermeintlich beherrschbar?

Mads Holm (*1990, Kopenhagen) arbeitet als Künstler vorrangig mit Fotografie und Text. Er studierte 2009 an der Fatamorgana, Kopenhagen, und 2011 am International Center of Photography, New York. Zuletzt erhielt er von der Glasgow School of Art den Bachelor (Hons.) in Fine Art Photography. Holm stellte an der Royal Danish Embassy in London aus, außerdem in der Stills Gallery und der Royal Scottish Academy in Edinburgh, im Four Boxes in Skive sowie im Fotografisk Center und der Banja Rathnov Galerie in Kopenhagen.

Paula Duvå (*1991, Kopenhagen) arbeitet als Künstlerin mit Fotografie, Video und Text. Sie machte 2011 ihren Abschluss an der Copenhagen Film and Photo School und ist Bachelor (Hons.) für Fine Art Photography der Glasgow School of Art. Duvås Arbeiten wurden beim Pingyao International Photography Festival in China ausgestellt, außerdem in der Six Foot Gallery in Glasgow und im Museumsbygningen in Kopenhagen. Sie arbeitet auch als Redakteurin für das Magazin visAvis – voices on asylum and migration.

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Ausstellung | Retrospektive - Walter Studer | Kornhausforum
Jun
14
zu 5. Aug.

Ausstellung | Retrospektive - Walter Studer | Kornhausforum


Kornhausforum | Bern
14. Juni - 5. August 2018

Retrospektive
Walter Studer (Fotograf 1918 - 1986)


 Säuglingskurs für Männer, um 1953 | Walter Studer

Säuglingskurs für Männer, um 1953 | Walter Studer

1918 in Adelboden geboren, machte Walter Studer Mitte der 1930er-Jahre eine Fotografenlehre in Spiez und war danach als Sportfotograf in verschiedenen Kurorten tätig. Von 1941 bis 1948 war er als Reporter für die Bildagentur Photopress unterwegs. 1948 eröffnete er in Bern sein eigenes Geschäft. Anstelle der Presse- und Reportagefotografie rückten immer mehr Auftragsarbeiten für Gewerbe, Industrie und öffentliche Unternehmen. Er führte sein Geschäft bis 1981. In den letzten Jahren seines Lebens, die er auf dem Möschberg verbrachte, arbeitete er frei mit seinem Sohn Peter zusammen. Walter Studer starb im April 1986 in Bern.

Die Ausstellung, die, zum ersten Mal im Kornhausforum, sowohl im Stadtsaal als auch auf der Galerie im 2. Obergeschoss stattfindet, zeigt gegen 200 schwarz-weisse Fotografien, welche zwischen den späten 1940er- und den 1960er-Jahren entstanden sind. Studer war ein aufmerksamer Beobachter des Schweizer Alltags zwischen Tradition und Aufbruch, er fotografierte aber auch im zerstörten und traumatisierten Nachkriegs-Europa und begleitete die Schweizer Nationalmannschaft 1962 an die WM nach Chile. Der Fotograf wäre in diesem Jahr 100-jährig geworden. Die Ausstellung vermittelt Studers Schaffen als Fotoreporter erstmals in dieser Breite. Zur Ausstellung erscheint ein Heft in der Publikationsreihe des Kornhausforums mit drei Reportagen von Walter Studer.

Studer machte kleine Alltagsgeschichten zu ganz besonderen und er entdeckte in grossen, dramatischen Geschichten, welche das Land bewegten und veränderten, die kleinen Alltäglichkeiten: Ein Ausflug des Schlittschuhclubs Schwarzenburg 1953 zum Gantrischsee; die langen Nächte in einem der ersten Berner Tanzclubs; der Bau des Staudamms Mauvoisin im Val de Bagnes im Wallis; die Bauernkundgebung, die wüst ausartete, 1961 auf dem Bundesplatz.

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Artist Talk | Cristina Kahlo
Jun
10
2:00 nachm.14:00

Artist Talk | Cristina Kahlo


BelleVue - Ort für Fotografie | Basel
10. Juni 2018
Artist Talk mit Cristina Kahlo

Fotografien von Cristina Kahlo


 zapatos lulu | Bild: Cristina Kahlo

zapatos lulu | Bild: Cristina Kahlo

Das Werk der mexikanischen Fotografin Cristina Kahlo ist vielfältig. BelleVue stellt drei verschiedene Werkgruppen vor. Die erste, "Posthispánico MX", zeigt fiktive Verbindungen gegenwärtigen Lebens zur alten indigenen mittelamerikanischen Kultur. Dabei werden heutige junge Museumsbesucherinnen und -besucher den steinernen Exponaten aus der Vergangenheit gegenübergestellt. Die Schwarz-Weiss-Bilder sind sparsam mit Erdpigmenten bemalt.

In einem zweiten Block "Tiempo de Reflexión", der Cristina Kahlo als Reporterin vorstellt, sind Fotografien mexikanischer Kinder in prekären humanitären Situationen zu sehen. Cristina Kahlo ermunterte die Kinder zur Mitgestaltung der Bilder. Die Nähe der Fotografin zu den Porträtierten ist deutlich sichtbar.

Die dritte Bildgruppe trägt den Titel "Tiempo de Danzón". Der einst aus Kuba importierte Paartanz spielt für viele Menschen Mexikos eine zentrale Rolle. Cristina Kahlo leitet unseren Blick auf Details und stellt heutige Selbstdarstellungen der Tänzerinnen und Tänzer solchen von früher gegenüber. In Kahlos Serie ist das Spiel des Danzón, Stillstand und Bewegung, in eindrücklicher Weise in Bilder übertragen.

Cristina Kahlo lebt und arbeitet in Mexiko City. Die mit der berühmten Familie Kahlo verwandte Fotografin ist weit über Mexiko hinaus bekannt. Sie zeigte ihre Werke in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, unter anderem in Galerien und Museen in Mexiko, Deutschland, Japan, Südafrika, Dänemark, Argentinien, Frankreich und den USA.

(Pressetext)

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Ausstellung | quién es el último?
Jun
9
zu 9. Juli

Ausstellung | quién es el último?


Künstlerhaus S11 | Solothurn
9. Juni - 8. Juli 2018
quién es el último?

Künstlerkollektiv
Kurt Baumann | Michael Blume | Reto Bärtschi | Christian Gerber | Lazaro Nelson Cespedez Carmona

Rahmenprogramm
Sonntag | 10. Juni 2018 | 11 Uhr | Film | "Fresa y chocolate"
Sonntag | 17. Juni 2018 | 11 Uhr | Film | "Ricardo, Miriam y Fidel" von Christian Frei
Samstag | 23. Juni 2018 | 20 Uhr | Tanzperformance | "Santería" | mit Rafael Zayas und Tänzerinnen
Sonntag | 24. Juni 2018 | 11 Uhr | Film | "Coca Castro" | Rudolf Häsler, Kulturminister unter Fidel Castro
Samstag | 30. Juni 2018 | 20 Uhr | Konzert | Tony Martinez Trio (unplugged)
Sonntag | 1. Juli 2018 | 11 Uhr | Film | "Buena Vista Social Club - Adios"
Samstag | 7. Juli 2018 | ab 19 Uhr | Cubabar "Los 3men2"


 Bild: Christian Gerber

Bild: Christian Gerber

Mit der Ausstellung "quíen es el último? – wir ist der Letzte? verwandelt sich das Künstlerhaus S11 in ein Altstadthaus, das in Havanna stehen könnte. Dem Künstlerkollektiv von Kurt Baumann, Michael Blume, Reto Bärtschi, Christian Gerber (Preisträger für Fotografie des Kantons Solothurn) und Lazaro Nelson Cespedez Carmona ist es ein Anliegen, in der Ausstellung nicht nur Einzelwerke der Kunstschaffenden zu zeigen, sondern auch das aussergewöhnliche Flair Cubas erlebbar zu machen, in Form von gemeinsamen Installationen, Performances und Events. Die Kunstwerke, welche kubanische Gepflogenheiten und das kulturelle und politische Leben durchleuchten, zeigen sowohl einen Aussenblick durch das Künstlerkollektiv, als auch einen Innenblick durch den in Havanna lebenden und zur Ausstellung präsenten jungen kubanischen Maler Nelson Cespedes Carmona.

Ziel ist es auch die Besucher und Besucherinnen an den drei Grundsäulen der kubanischen Alltagskultur teilhaben zu lassen. Es wird eine kubanische Bar eingerichtet, ein Kochkurs mit anschliessendem gemeinsamen Essen kubanischer Spezialitäten angeboten und mit einer Tanzperformance von Rafael Zayas und weiteren Tänzerinnen wird die Santería – die kubanische Volksreligion, welche sich aus afrikanischen Urreligionen und den durch die spanische Inquisition eingeführten katholischen Glauben weiterentwickelt hat – präsentiert. Mit einem unplugged Konzert des Tony Martínez Trios werden auch kubanische Rhythmen zu hören sein.

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